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Dann heißt es hoffen...

Zitat Artikel:
"Ich glaube, wenn man sich auf den politischen Prozess und als ersten Schritt auf die Wiederherstellung des malischen Militärs konzentriert, gibt es die Chance auf Fortschritt. Wenn man aber ausländische Truppen nach Nord-Mali schickt, besteht das Risiko einer Eskalation."

Dann hoffen wir mal, dass die Bundesregierung dem Einsatzmandat treu bleibt. Ich vertraue den Bundeswehr-Ausbildern, dass die ihren Teil der Aufgabe gut machen (die verstehen ihr Handwerk) - meine größten Bedenken bleiben bei der politischen Führung in Deutschland!

Noch ein Afghanistan bitte nicht.

Tuareg

sind ein auf 5 Staaten verteiltes Berbervolk von insgesamt noch 2-3Mio. Sie sind in Nordmali eine Minderheit und dominieren die Sezessions-MLNA. Ihre Tradition von Handel und nomadischer Viehzucht nebst dunkelhäutigeren Bauernsklaven ist nicht aufrechtzuerhalten. Sie sind bei den Schwarzafrikanern verhasst und lagen lange mit den Arabern im Krieg. Statt sie unter hohen Opfern aus Nordmali zu vertreiben könnte man versuchen, diesem Volk eine moderne Identität geben die an ihre Traditionen anknüpft. Wind- und Solartechnologie, Computerservice kämen infrage, übergangsweise könnte man den Kriegern subventionierte Arbeitsplätze als LKW-Fahrer und ev. auf See anbieten. Heinrich Barth hat noch einen guten Ruf.

Warum ein Staat?

Nomadische Völker sesshaft zu machen, hat ja selten geklappt und beraubt sie auch ihrer Wirtschaftsweise, ihres Kapitals (Vieh) und ihrer Identität. Klge Vorschlag erscheint mir daher sehr vernünftig, die unglaublich gute Anpassung dieser Menschen an ihren Lebensraum mit neuen Gütern in Wert zu setzen. Aber weiß jemand zufällig, warum die Tuareg nun eine begrenzte geographische Einheit mit zentraler Regierungsform, anstreben?

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