Kommentare

woher soll Wachstum kommen

Seit Jahren müssen die Griechen nund große Einbußen in ihren Einkommen hinnehmen. Anstatt ein langfristiges Konzept, über mehrere Jahrzehnte, aufzustellen werden nur die Einkommen der Bürger runtergefahren. Wer soll mit ein paar hundert Euro Einkommen im Monat noch in irgendetwas investieren können? Anstatt die Beamten zu entlasten müssten diese dort eingesetzt werden wo sie gebraucht werden - z.B. Steuerbehörden etc.. Ein Land dessen Bevölkerung verarmt kann schlecht wachsen - da die Investitionsanreize fehlen. Griechenland sollte den doppelten Jahreshaushalt als Finanzspritze von der EU erhalten - mit der Maßgabe diesen in den nächsten 20-25 Jahren zurückzuzahlen. Die Sparmaßnahmen müssten dann in einem Umfang durchgeführt werden die nicht gleich das ganze Land ins Chaos treibt. Wenn dies nicht möglich ist, dann die Zahlungsunfähigkeit erklären, Banken eingehen lassen und neu beginnen. Der Euro weiterhin als Währung, nur eben mit weniger Schulden - und dann langfristige Hilfen.

"Verhandlungen,

"Verhandlungen, Sparmaßnahmen, Proteste - die Situation in Griechenland scheint nach dem immer gleichen Muster abzulaufen. Aktuell geht es um zwölf Milliarden Euro, die die Regierung einsparen muss. Doch offenbar hilft das nicht. Griechenland steuert auf das sechste Rezessionsjahr in Folge zu."

Naja, das Sparen soll ja auch nicht gegen die Rezession helfen, sondern gegen den Staatsbankrott. Die Rezession wird durch das Sparen eher verstärkt.

15.000 Beamte überflüssig

Wahrscheinlich sind es noch mehr die nichts oder nur Überflüssiges oder gar Hinderliches tun.

Der Abbau der griechischen Bürokratie kann aber nicht ausschließlich durch Entlassungen gestaltet werden.
Insgesamt muß man davon abkommen dass beim Staat und in der griechischen Verwaltung nur Pöstchen gesichert werden.
Beamte und Verwaltungsangestellte sind DIENSTLEISTER!

Sie haben dem Bürger zu dienen und sollen der griechischen Gesellschaft mehr Wohlstand und ein einfacheres Zusammenleben ermmöglichen.

Das war bisher jedoch nicht so und muß dringend geändert werden!

Frage zum Schrumpfen der Wirtschaft

Ich verstehe da was nicht:

Laut dem Artikel "schrumpft" die griechische Wirtschaft, was natürlich schlecht ist und übernächstes Jahr soll alles besser werden.
Zudem müssen die Griechen "künstlich" abwerten, weil ihre Preise und Gehälter zu hoch sind - um wieder wettbewerbsfähiger zu sein, also ihre Produkte im Ausland zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten zu können.

Das "Schrumpfen" der griechischen Wirtschaft bedeutet doch wohl ein kleiner-werden des Bruttoinlandsprodukts, also geringeren Wert aller in GR hergestellten Waren und Dienstleistungen.
Aber ist nicht genau das *positiv*? Falls in etwa gleich viele Waren und Dienstleistungen wie letztes Jahr hergestellt werden, sind folglich deren Preise gesunken und Griechenland damit wettbewerbsfähiger..? Also wäre es doch *gut*, wenn die Wirtschaft dort unten nochweiterschrumpft!?

Oder was übersehe ich?

Wofür

Wird in Griechenland eigentlich demonstriert ?

Wenn die Griechen kein Geld mehr geliehen bekommen, sind sie sofort pleite. Kürzungen in allen Bereichen wird es dann geben. Und das bedeutet, schlagartig fast allen die Existenzgrundlage zu entziehen. Punkt.

Eine Lösung für das Problem haben die Demonstranten nicht. Selbst die dieser Tsirpas hat keine andere Lösung, als mit geliehenem Geld weiter zu flickschustern.

Letztendlich fehlt in Griechenland tatsächlich eine neue Politik, nicht die Fortführung der alten durch dieselben Personen, die die alte Schuldenpolitik verantwortet haben. Aber dazu fehlt selbst den wütenden Demonstranten der Mut, denn dieser Weg müsste ohne Hilfszahlungen und Rettungsschirm auskommen. Und das scheint niemanden selbst dem Oppositionsführer zuzutrauen.

Fordern, fordern, fordern....

„Deshalb, so fordert offenbar die Troika, müsse der griechische Staat noch in diesem Jahr 15.000 Beamte entlassen.“

Fordern, fordern, fordern- ein Diktat nach dem anderen, welches die griechische Gesellschaft immer tiefer in die Agonie treibt.

Das Agieren der Troika erinnert stark an jemanden, der mit offenem Licht am Benzinfass hantiert, dass was hier hoch amtlich eingefordert wird, gleicht in seiner Summe einer Kriegserklärung an das griechische Volk- das wird, das muss schiefgehen- die Griechen stehen mit dem Rücken an der Wand- da geht nichts mehr!

Die große Chance eines geordneten Staatsbankrotts wurde vor über 2 Jahren vertan- ein „satter Schuldenschnitt“, der damals überwiegend nicht zu Lasten der Steuerzahler gegangen wäre, mit einem Neubeginn in toto mit einer eigenen Währung, eigener Geschwindigkeit und eigenen Zielen, unter Hilfe und Solidarität der Europäer- das wäre es gewesen...!

Die Griechen werden mit dem Euro auf dem Lohnniveau der ..

Türkei oder tiefer sinken.
Das heisst das durchnittslöhne von 500€ bezahlt werden.
Das ist aber nicht möglich weil die Kosten in Euro für die güter des täglichen bedarfs genausoviel kosten wie hier milchprodukte sogar teurer.

Wenn es 10 Jahre gedauert hat bis Griechenland in diese situation geraten ist wird es mindestens auch 10 jahre dauern bis eine erholung auf niedrigem niveau stattfindet.
Wir haben das 6 jahr.

Es wird mit dem euro nicht funktionieren man kann nicht mit wenig euros ein normales leben führen für dass man eigentlich doppelt soviele euros benötigt.
der staat müsste die grundnahrungsmittel subvent. auch bezahlbares wohnen muss sein.

Das der kinderfreibetrag nun weg soll ist eine sauerei.Die die wenig haben sollen doppelt weniger haben durch lohnkürzungen und streichungen des freibetrag.

Meine Meinung dazu ist das die Drachme auf lange sicht besser für das griechische volk ist verbunden mit weiteren EU hilfen.Die hilfen wären mit der Drachme viel billiger.

@Freibad

wenn, ja wenn genausoviel produziert und abgenommen würde... das ist aber nicht der Fall.

Seit 2008 ist die Arbeitslosigkeit von etwa 6 auf über 20%, bei jungen Menschen bis 21 auf über 50% gestiegen. Die jungen Erwachsenen fliegen aus ihren Wohnungen und kehren bei Verwandten ein, das Gesundheitssystem geht in die Binsen, da ein Großteil der medizinischen Versorgung privat finanziert werden müsste und so über Hilfsorganisationen erfolgt, Exporte sind lange schon zusammengebrochen, die Reedereien (Griechenland hat Europas größte Flotte) haben ihre Schiffe aufs Trockene gezogen, wenn man Kaffee kocht benutzt man jeden Aufguss drei Mal, ansonsten bestellt man sich Muckefug aus der DDR.
Aber witzig ist es eigentlich gar nicht. 1/3 der Unternehmer im Handels- und Dienstleistungsbereich haben ihre Geschäfte geschleift.

Wo sollen die staatlichen Einnahmen noch herkommen? Wird weiter gekürzt schrumpfen die Einnahmen. Das alles ist aus 30 Jahren Entwicklungspolitik via Weltbank bekannt.

Nur wenn es Griechenland

Nur wenn es Griechenland gelingt seine Verbrauchsgüter wieder im eigenen Land herstellen zu können und beim dann noch notwendigen Außenhandel zumindest nicht mehr auszugeben wie einzunehmen, wird das Land langfristig eine Zukunft haben können; denn mittels Privatisierungen saniert man weder den Staatshaushalt noch bringt man damit seine Volkswirtschaft in Ordnung, außer die Privatleute würden erheblich besser zu wirtschaften verstehen wie der liebe Staat und die Überschüsse entsprechend zu steigern vermögen.
Ansonsten bezahlt Griechenland nun den Preis für die schlechte Nutzung der EU-Hilfsgelder, welche zur Aufblähung der Staatsverwaltung und öffentliche Wohltaten, anstatt wirklichen Investitionen, vergeudet worden sind und nicht zuletzt für seine Schuldenmacherei, denn gerade in solchen Lagen bräuchte der Staat nun seinen Schatz, um helfend der Wirtschaft beistehen zu können; und so einträglich der Fremdenverkehr auch sein mag, ein zehn Millionen Volk vermag davon nicht zu leben.

"Troika raus!"

Die Demonstranten in Athen rufen "Troika raus!".
Und ich frage mich: Warum eigentlich nicht?
Warum sollen die Griechen nicht tun und lassen was sie wollen?
Dann zwar ohne uns, aber dafür in Frieden mit sich selbst ...

@ Didi: 100 % Zustimmung

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Erinnern wir uns: Die Griechen brauchten Geld. Dann kam diese unselige Troika und erpresste sie mit ihren Auflagen. "Machst Du das nicht, gibt es kein Geld." Nächste Tranche - neue Bedingungen. Und das setzt sich fort bis heute. Die Griechen stimmen unter dem Druck den Auflagen zu und doch weiß jeder, dass sie nicht erfüllbar sind. Die Griechen wissen es und die Europäer auch.
Das Geld ist ja nicht in den Arbeitsmarkt, sondern zu den Banken geflossen und das war die falsche Adresse.

Schon mal überlegt, warum die Spanier noch nicht so richtig unter den Schirm wollen? Dann hätten sie nämlich auch die Schlaumeier der Troika im Büro stehen und die würden das gleiche Spiel versuchen, wie in Athen.
Ich bin allerdings ziemlich sicher, dass sie sich an Rajoy die Zähne ausbeißen werden.

@MilosFormanJack...

"Die Demonstranten in Athen rufen "Troika raus!".
Und ich frage mich: Warum eigentlich nicht?
Warum sollen die Griechen nicht tun und lassen was sie wollen?
Dann zwar ohne uns, aber dafür in Frieden mit sich selbst ..."

Hm, beispielsweise weil Griechenland und die Türkei, die gegeneinander wettrüsten 1/4 der deutschen Rüstungsexport von 3,1, Milliarden US-Dollar (2010) abnehmen. Wäre doch schade, wenn die ihr Geld plötzlich für Olivenölpressen aus China und nicht mehr für deutsche U-Boote ausgeben würden. Da müsste man ja in Deutschland richtig Angst um Arbeitsplätze haben. Und dass Arbeitsplätze in der Rüstungsindutrie gut sind wissen wir als Marktgläubige ja. Schließlich ist alles gut, was das BIP steigert, sonst kauft ja niemand mehr unsere Staatsanleihen :(

Griechenland kann sich darauf einstellen ...

....Arbeitsbedingungen und Löhne wie in den Asiatischen Ländern zu bekommen.

Das ist gut für uns, dann können wir als "Wohlhabende" extrem Preisgünstig Urlaub dort machen.

So funktioniert Kapitalismus nunmal am besten, auf die Ausbeutung von Geldärmeren Menschen.

Seien wir froh in ein Reichen Deutschland geboren worden zu sein.

Mal ein paar der Forderungen der Troika

in spanischen und griechischen Medien kann man mehr lesen.
Die "Berater" der Troika fordern z.B.:
- Einheitl. Gewerbesteuersatz ab dem 1. Euro von 35%. Das wird die kleinen Unternehmer zerstören.
- 6-Tage-Woche - Hilft keinem Arbeitslosen, nur Unternehmen
- Pro-Kopf-Steuer für Mieter von 150 Euro/Jahr. Das trifft Familien (Kinder zählen mit) . Die Steuer muss übrigens der Vermieter zahlen.
- Heizölpreise auf das Niveau von Diesel anheben. Das wird wie letztes Jahr noch mehr Tote durch erfrieren geben.

Mal zwei Sätze zu Vetternwirtschaft und Beamtentum. Da es in GR keine Sozialhilfe gibt, ist die Bevorteilung der Familie die "normale Absicherung" Ob das gut ist steht auf einem anderen Blatt. In GR gibt es viel mehr staatl. Einrichtungen als bei uns (antike Stätten, Museen, E-Werke, Asylanten, große Feuerwehr). Übrigens wird immer von Beamten gesprochen, gemeint sind Staatsangestellte.

Es gibt sicher Änderungs- und Modernisierbedarf, aber das hier ist Zerstörung keine Unterstützung.

Noch ne Zahl

Lt. Pondiki, gr. Zeitung, sind die Steuereinnahmen durch die Massnahmen die letzen 2 Jahre um ganze 2,8% gestiegen, toll. Der Wert der gr. Staatsbetriebe ist aber um 64% gesunken und werden nun verramscht.

Ich habe seit knapp 20 J. geschäftl. mit GR zu tun, manches ist dort echt im Argen, Verwaltung, Verordnungen, wenig Kontrolle, alles super umständl. Aber dass die GR besonders faul wären, mehr betrügen als wo anders kann ich nicht bestätigen. Oftmals arbeiten sie härter und länger als ich das hier in D kenne. Sie haben auch mehr zu verlieren...
Bestechen musste ich nie jemanden, Schwarzarbeit gibt es aber einiges, gerade bei Handwerkern, Hausbau (aber ist das hier wirklich anders?)
Zum Bestechen gehören ja zwei. Z.B. Siemens, wegen deren Bestechung GR ca. 3 Mrd. Verlust hatte, Samaras hat aber Merkel zugesagt, dass das Verfahren gegen Siemens eingestellt wird...nett
Menschlichkeit & Zusammenhalt statt Vorurteile - wir können vieles auf der Welt verbessern. Kooperation statt Kampf.

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