Kommentare

Schlag in das Gesicht Ihrer Mitarbeiter_Innen

"Die Lufthansa bietet den Flugbegleitern bislang ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren. Allerdings sollen die Flugbegleiter dafür länger arbeiten."

Das macht also noch nichtmal 1,2 % pro Jahr aus bei Arbeitszeitverlängerung - wo bitte ist denn dies ein Gehaltsplus?
Wir haben im Moment eine Inflation von ca. 2 %/Anno demnach ist das Angebot der Lufthansa ein Schlag in das Gesicht Ihrer Mitarbeiter_Innen.

Ja ich habe volles Verständnis für die Flugbegleiter!

na bitte, es geht doch auch ohne Flüge

Die Anwohner werden es den streikenden Flugbegleitern danken. Endlich ein paar Stunden Ruhe mehr. Und ein Tip für die gestressten (Nicht) Reisenden: es gibt eine bequeme Bundesbahn, Konferenzen finden heutzutage per Video statt und jede stornierte (teure) Dienstreise sichert den eigenen Job noch ein paar Tage. Das ist wirklich eine win-win Situation für alle.

Ein Streik wird die Lufthansa nicht vernichten

Da wird wieder mal ganz schön fette Propaganda gegen das verbriefte Recht von Arbeitnehmern gemacht.

In Deutschland gibt es etwa 3 Mio. Aktionäre. Demgegenüber stehen etwa 40 Mio. Arbeitnehmer. Im Jahr 2010 waren noch 6,19 Millionen Arbeitnehmer in Gewerkschaften organisiert. Das Billiglohnland Deutschland möchte den Rest nun auch noch kaputt quatschen.

Wer verliert hier eigentlich? 45 % der Lufthansa Aktionäre sind keine deutschen Staatsbürger. Denen kann der Sozialstaat wurscht sein. die restlichen 55 % Aktionären mit deutscher Staatsbürgerschaft ist der Erhalt des Sozialstaates auch wurscht?

Wo sind wir hingekommen?

Die Lufthansa hatte in 2003 ganze 984 Mio. € Verlust gemacht und 2007 ganze 1.655 Mio. € Gewinn. Waren daran etwa auch die Arbeitnehmer Schuld?

Nicht mehr fliegen...

Vielleicht sollte man diesen Streik zum Anlaß nehmen, um sich einmal zu überlegen, ob so viel fliegen wirklich notwendig ist. Ich meine in Zeiten, in denen über SUV-Fahrer geschimpft, sollte man sich mal überlegen, wie viel Emissionen so ein Jet rausbläßt. Dagegen sind SUVs wahre Ökomobile!

ich habe ...

für streiks kein verständnis...jeder hat einen arbeitsvertrag unterschrieben,,,man kann sich einen neuen
job suchen wenn man meint es geht nicht mehr...
man kann sich auch krankschreiben lassen...aber wer bei kunden schaden anrichtet sollte diesen schaden auch bezahlen...

@Linuxpinguin Streikopfer

Damit Sie nicht denken, ich wäre nicht auch schon einmal zu einem Opfer eines Streikes gewesen.

Anfang 90er streikte die BVG (Berlin). Ich musste nachts per Klapprad (Taxi war mir zu teuer!) zur Arbeit, um morgens weiter zur Uni zufahren (ca. 20km) und nachmittags insgesamt 30km zurück zur Wohnung fahren. War kein Spaß...klar über die BVG´ler sauer gewesen. Dieser Streik war berechtigt und konnte nur so zum Ziel führen.

Aber ich war nicht so frustriert und so erbost wie Sie hier reagieren.

Das Internet taugt für einige Ihren Frust abzubauen und sich trotz der vielseitigen Informationsmöglichkeit mit unsachlichen und unwissenden Kommentaren dazustellen.

Meinungen und Aspekte kann und sollte man auch respektieren, wenn Sie nicht der eigenen Meinung entsprechen. Auch der Diskutant auf der anderen Seite kann durch aus durchdachte Aspekte liefern.

Es sind immer wieder nur die gleichen Sprüche. Das Strafgesetz können Sie einpacken, Grundgesetz (Streikrecht) steht darüber.

Verluste im Europageschäft

Die LH macht seit Jahren Verluste im Europageschäft. Wer gegen Ryanair und Co antreten muss, kann letztendlich nur das zahlen was der Wettbewerb zahlt.
Denn wir wollen ja günstige Ticketpreise, ich bin nicht bereit bei der LH mehr zu zahlen. Und nur so könnte das Lohnniveau der LH gehalten werden, durch höhere Preise.
Natürlich ist es traurig, das gerade diese niedrigen Tarife noch mehr gedrückt werden, und sie werden früher oder später gedrückt werden, das kann der Streik nicht aufhalten.
Natürlich müsste man zunächst an die Piloten, die Fluglotsen und besonders die Manager gehen, die sich totlachen und weiter Ihre Millionen nach Hause schleppen,
aber wir wollen ja den Kapitalismus (zumindest die meisten) und da geht es so ab.

@odindonar

ich habe vollstes Verständnis für die Streikenden....
und außerdem kann ich bei sonnigen Streiktagen wieder mal meine Terasse so richtig nutzen, was an "normalen" Tagen kaum noch möglich ist!!

In sofern schließe ich mich meinem Vorredner ´Kommentarleser´ an, dass man sich mal überlegen sollte, ob so viel fliegen wirklich notwendig ist.

es ist phänomenal,

wie extrem weltfremd teilweise über diese angelegenheit geschrieben wird.
haben sie noch nicht bemerkt, linuxpiguin, dass die minijobber und leiharbeiter die sklaven von heute sind, unterste lakaien von industriellen ausbeutern? und dass sich das kabinenpersonal selbst in die richtung des sklaventums manövriert, wenn sie dem aktuellen tarifvorschlag der lh folgt? denn auch hier bei der lh wird es irgendwann soweit kommen, wie in vielen anderen sparten auch: ausstieg aus dem tarifvertrag.
und wozu gibt es heute noch die gewerkschaften? richtig: zur selbstdartellung ihrer vorsitzenden und zum zahlen von beiträgen. ansonsten sind sie wertlos.
und sehen sie nicht, wie sehr sie sich selbst als streikbrecher erniedrigen würden?
noch folgendes: das ausnutzen des verbrieften streikrechts als erpressung herabzuwürdigen ist nicht nur lächerlich, es stellt auch die demokratie in frage bzw. ist demokratiefeindlich.

@ odindonar

Soso. Die haben also einen Vertrag unterschrieben. Und für den dort genannten Lohn sollen sie dann 40 Jahre arbeiten, ohne Inflationsausgleich und der Konzern streicht schön die Gewinne ein....
Auf welchem Planeten leben Sie denn....??

natürlich ...

ich bin da ganz ihrer meinung,lieber kommentarleser,was die fliegerei betrifft...
ich meine das bei streiks allgemein...opfer die einen schaden haben müssen auch entschädigt werden...eine gewerkschaft darf nicht im rechstsfreien raum schweben...

niemand soll...

40 jahre zum selben lohn arbeiten...aber kollektiv krankschreiben wäre besser...weil die airlines dann entschädigung zahlen müßten...weil es rechtlich eine andere situation ist als ein streik...

was sie da schreiben,

odindonar, ist ein aufruf zur arbeitsverweigerung.
wenn sie mit dem deutschen streikrecht nicht klar kommen, sollten sie sich an den petitionsausschuss des bundestages oder ans bverfg wenden.
kollektiv krank schreiben! ist das in ihrer firma usus?

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