Kommentare

Schön, Ziele erreicht

aber die Bonitätsbewertung wird dennoch gesenkt.

Wie soll den sonst Geld verdient werden.

Geht doch

Schön das es auch mal kleine Hoffnungsschimmer am düsteren Europa Himmel gibt...doof nur das es mal wieder zu Lasten des Volkes geht...(Feiertage streichen usw)

Es wird der Tag kommen.....

..... an dem es heißen wird, daß auch Portugal neue Hilfen in Milliardenhöhe benötigt.

Davon bin ich ganz fest überzeugt, denn auch Portugal wird nicht in der Lage sein, den teuren Euro als Währung dauerhaft zu halten.

Wie Prof. Sinn und andere renommierte Ökonomen richtig fordern: Griechenland und Portugal müssen aus dem Euro austreten, um nicht die - noch - wohlhabenden EU-Staaten wie z.B. Deutschland, Finnland, Niederlande, Luxemburg etc. ökonomisch zu gefährden.

Gutes Zeichen

Es ist doch erstmal ein gutes Zeichen, wenn die Portugiesen die (Zwischen-) Ziele erreichen. Gut ist vor allem, dass man nicht nur die Ausgaben reduziert hat, sondern auch die Einnahme gestiegen sind.
Dadurch wird klar, dass es möglich ist, sich aus der Schuldenkrise zu befreien. Portugal ist noch nicht raus, aber auf einem guten Weg. Daher sollten wir sie unterstützen. Griechenland sollte sich ein Beispiel daran nehmen...

Ich bin immer sehr skeptisch,...

... wenn eine solche Meldung mit den Worten "Nach eigenen Angaben" beginnt.

Wir erinnern uns: Nach "eigenen Angaben" hat Griechenland damals ja auch alle Kriterien erfüllt, um in den Euro-Raum zu kommen. Der Rest ist traurige Geschichte ....

@ maschmi78

leider haben Sie auch noch nicht verstanden daß wir keine Schuldenkrise haben, sondern eine Vermögenskrise.

Nicht der Schuldner dringt auf eine Erhöhung der Schuld sondern der Gläubiger, denn letzterer will ja sein Vermögen vermehren.
Steigende Vermögen aber bedingen steigende Schulden und nicht andersrum!

Diese Problematik ist so alt, wie Zahlungsmittel benutzt werden. Daher gab es in verschiedenen Gesellschaften schon ein Zinsverbot. Ohne ausgleichende Inflation und eintretende Geschäftsrisiken führt ein kapital orientiertes Wirtschaftsystem zu: feindlichesn Auseinandersetzungen und Krieg. Das letzte Mittel um dies zu verhindertn sind direkte Enteignungen!

Zwar gibt es wirklich 10% der Menschen die 90% der globalen Wertverbriefung besitzen, aber diese 90% sind sich nicht bewusst, das wenn sie auf ihre 10% verzichten, sie mehr gewinnen können. Aber die 10% verweisen eben gerne auf die Peanuts des gemeinen Volkes und dieses nimmt es für bare Münze!

Reich wird man nur durch Andere!

Kurzfristige Freude

Kurzfristig ist das sehr erfreulich und beweist die Disziplin portugisischer Politik. Langfristig wird es Portugal schwerfallen, Leistungsbilanzdefizite zu vermeiden, wenn das Preisniveau für Im- und Exporte nicht wettbewerbsfähig ist. Mit dem teuren Euro würde es sehr schmerzhaft werden, das Preisniveau zu senken. Man müsste es wie Kanzler Schröder mit seinen Reformen machen, die ja noch heute gerne als unsozial kritisiert werden, die aber wirtschaftlich funktioniert haben.

Noch längerfristig betrachtet, läuft aber jedes Geldsystem seinem Ablaufdatum entgegen, weil der Zinseszins zu einer ständigen Umverteilung von fleißig auf reich führt. Dieses Ablaufdatum scheint beim Euro früher erreicht, als bei vielen anderen Währungen, da unsere Politik die Maastrich-Kriterien nicht einhält und als Brandbeschleuniger ständig neues Geld "druckt". Notenbank-Salden werden nicht wie in der Schweiz oder Amerika ausgeglichen. Die EZB handelt nicht wie die Bundesbank, wie eigentlich geplant.

Das Spiel, dass nicht gewonnen werden kann

Portugal ist Musterschüler im Sparen und trotzdem ist niemand zufrieden. Irgendwie drängt sich der Verdacht auf, dass die Spielregeln gar nicht dafür gemacht worden sind dass Portugal oder andere Staaten aus der Schuldenfalle kommen kann. Wie schon von hut oben erwähnt, wäre das ja kein Geschäft mehr...

Portugal ist klein

Dennoch ist es Beweis dafür, dass die Sparprogramme der EU weder eine Unmöglichkeit, noch wirkungslos sind, wenn diese konsequent umgesetzt werden.

@COJO

Es ist schade, dass Sie mich letztlich für meine (andere) Meinung schon fast angreifen.

Ich habe "verstanden" wie unser Wirtschaftssystem funktioniert. Keine Sorge. Und mir ist auch klar, dass wenige Leute viel Geld haben. Das sollte Grundlagenwissen sein, das man hier voraussetzen kann.

Der Gläubiger dringt nicht auf die Erhöhung der Schuld. Sein primäres Ziel ist es, seinen Einsatz plus Verzinsung wiederzubekommen. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Denn nur hohe Forderungen zu haben, führt nicht zu Reichtum.

Außerdem möchte ich dem Satz "Steigende Vermögen aber bedingen steigende Schulden und nicht andersrum!" widersprechen. Steigende Geld-Vermögen auf der einen Seite führen nur zu sinkendem Geld-Vermögen (wichtig: Beschränkung auf Geld) auf der anderen Seite. Mit "Schulden" hat das nur dann etwas zu tun, wenn der Konsument nicht mit dem haushalten kann, was er hat. "Schulden" hat man nicht, weil jemand anderes reich ist, sondern weil man mehr ausgibt als man hat.

@10:33 — COJO

Sehr treffende Ausführungen!

Die Märkte werden das "System" bis zum Kollaps treiben und die Politik macht in devoter Haltung mit.

Selbstredend, dass diese Systematik langfristig nicht zum Erfolg führen kann, und dennoch lässt es die Politik zu, dass die Volkswirtschaften ausgepresst werden, wie eine Zitrone, weil sie selbst schon lange nicht mehr das Zepter in der Hand haben und nur noch Getriebene sind, die willfährig dem Kapital zum Show-down verhelfen.. !

Ich hab das schonmal gehört !

Was mich ja schon etwas stutzig macht bei diesem Artikel ist, dass wir alle schon mal sowas gehört haben. Griechenland war nach eigenen Angaben auch innerhalb der Maastricht-Kriterien um unverdienterweise dem Euro beitreten zu können. Artikel, wie diese hier, bringen nichts und helfen auch nicht weiter. Was wir brauchen ist eine ausführliche Berichterstattung was wirklich geschieht. Erklärungen über das Warum und Wieso der Eurokrise. Warum das Triple-A der Deutschen in Gefahr ist, aber die USA immer noch ungezügelt Geld ausgeben darf. Hier meine ich natürlich nicht die offizielle Erklärung von Moody. Warum Kapitalismus nicht funktioniert, und genausowenig der Kommunismus. Warum die Banken nicht stärker in die Verantwortung genommen werden... Ich glaube ich könnte die Liste noch sehr lange fortsetzen.

Dann wollen wir mal hoffen, dass die "eigenen" Angaben

auch der Wahrheit entsprechen. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass nur die starken Länder den Euro dauerhaft halten können.
@ Phonomatic
Sparmaßnahmen sind richtig, jedoch müssen sie gerecht verteilt sein und das sind sie eben nicht. Die Reichen werden weiterhin geschont und die Hauptlast tragen die Mittel- u. Geringverdiener. Diese Ungerechtigkeit schafft nur Unfrieden und Krawalle. Deshalb müssen die Superreichen und Nutznießer viel stärker zur Entschärfung der Krise herangezogen werden. Dann ist auch das Volk besser dazu bereit.

Portugal vermeldet erreichen der Sparziele???

So, so: Portugal vermeldet also selbst das Erreichen der Sparziele.

Fakt ist:
Wenn das Erreichen der Sparziele nicht von unabhängigen Gremien bestätigt wurde, hat das überhaupt keinen Wert.

Die portugiesische Regierung sucht hier wahrscheinlich nur einen Vorwand, um nicht länger sparen zu müssen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.....! :-)

Euro-Krise: Portugal erreicht nach eigenen A.

Gestern noch habe ich gepostet,, in Kürze wird D.

abgeratet,, einen Tag später hat meine Prognose mich fast überholt ...

Jetzt wird d. Salamitaktik auch bei Deutschland angewendet werden ...

Neue Hiobs-Botschaften für Merkel u. schäuble !

Wie werden sie rethorisch reagieren , was wird ihre
Message sein ?

Bla-Bla-, Leere Worthülsen wie gehabt ?

Sicherlich nichts konstruktives sondern immer wieder
die alte Platte ...

Damit muß sich D. wohl abfinden,, zumindest bis zur
nächsten Wahl ! Dann wird ein Erdrutsch stattfinden
der all die alten Zöpfe abschneidet .

Dann wird u. muß wieder Realismus einkehren i.d.
Dt. Politik, d.h. , Dt. Steuer dem Dt. Bürger !

Und Portugal ? ,,Der Manipulation sind Scheune u.
Tor weit geöffnet . Man muß schon sehr naiv sein .

Außerdem, d. Beamte müssen härter geschleift werden, Gehälter u. Pensione halbieren, aber rückwirkend ab. 1.2012 . Mwst. rauf auf 29,5 % ,
auf Immobilien-Luxus etc. =500 %

Euro-Währung

Schuld an der Misere ist in erster Linie der Euro als gemeinsame Währung wirtschaftlich unterschiedlich entwickelter Länder. Die Probleme die wir heute haben, wären ohne den Euro nicht eingetreten. Länderwährungen sind der einzig konsequente Weg aus der Krise - im Interesse aller Länder!

Erneut der Hinweis, den man aus der Politik viel zu selten hört: Der Euro ist ein Zwangskorsett, welches schwächeren EU-Ländern um die dringend nötige Abwertung bringt. Wo keine wettbewerbsfähigen Produkte und, aufgrund zu geringer Nachfrage nach den Gütern, zu wenig Jobs existieren, muss sich der Staat zwangsläufig verschulden, wenn er nicht mehr abwerten kann! Ansonsten gäbe es binnen kürzester Zeit mehrere 100.000 neue Arbeitslose, die auf Sozialtransfers angewiesen wären, die auch Unsummen Geld kosten würden.

Es ist so leicht diese Zusammenhänge zu durchschauen und trotzdem pöbelt die gelbe Klientelpartei ohne Sinn, ohne Verstand und vor allem ohne Respekt herum.

Weg mit dem Euro! Für Europa!

@10:33 — COJO

Stimme Ihnen zu.

Deshalb sollten alle Staaten mit Schulden erklären, dass sie diese ab sofort nicht mehr zurückzahlen werden.

Getroffen werden zu 90% die 10% (Super)Reichen und umgekehrt zu 10% die 90% (u.a. vermutlich alle Forenteilnehmer hier), die ihr Einkommen erarbeiten müssen.

Dass Geld Geld "verdienen" kann, muss nachfolgend eingeschränkt/verboten werden. Wie das aber realisiert werden kann, steht in den Sternen.

@ Duncanidoho80

" warum Kapitalismus nicht funktioniert."
Es geht doch nicht um den Kapitalismus an sich, sondern um den Raubtierkapitalismus. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Ich halte die Leistungsgesellschaft für richtig und so lange alles in Maßen abläuft, ist dagegen nichts einzuwenden. Damit eben diese Grenzen nicht überschritten werden, gibt es dafür die nötigen Gesetze. Der Kapitalismus hätte gut funktioniert, wenn nicht seinerzeit Thatcher und Reagan die Regeln gebrochen und dadurch die Finanz-Monster geschaffen hätten. Gesetze dürfen nie gebrochen werden und jeder Politiker, der dagegen verstößt, gehört eingesperrt. Nun gelingt es den Politikern nicht mehr, die entflohenen Raubtiere einzufangen und zu bändigen. So wüten sie weiter, bis alles kaputt ist. Der Raubtierkapitalismus macht sich selbst den Garaus.

Beispiel Ex-DDR (Transferzahlungen)

Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten ist ein perfektes Beispiel, dass zwei unterschiedlich leistungsstarke Volkswirtschaften unter dem Korsett einer Währung nicht ohne weiteres funktionieren.

Bis heute haben die "neuen Bundesländer" nicht das Leistungsniveau der "alten Bundesländer" erreicht. Die vielen Milliarden Transfersummen, die dort für subventionierte Investitionen und Jobs sorgen, belegen, dass es sonst noch mehr Arbeitslosigkeit gäbe.

Entweder die Länder erhalten wieder eine eigene Währung, mit der sie abwerten können (sinkender Geldwert, sinkende Mieten, sinkende Preise für Exportgüter), was seit zig Jahren bestens funktioniert, oder Transfergelder sind zwingend erforderlich; siehe Bsp. DDR, da sonst massiv Armut entsteht.

Staaten mit eigener Währung (Bsp. Türkei) kommen offensichtlich zurecht. Jedoch gibt es in S/GR/P Probleme. Es ist doch offensichtlich, dass der Euro die Probleme mit sich bringt.

Man nennt es auch

Balassa-Samuleson Effekt

http://de.wikipedia.org/wiki/Balassa-Samuelson-Effekt

Auch wenn dieser auf Entwicklungsländer bezieht, so kann man ihn aber durchaus übertragen.

Unterschiedliche Volkswirtschaften erfordern eine unterschiedliche Wirtschaftspolitik.

Alleine dieser Effekt zeigt, dass eine Eurozone nur dann funktionieren könnte, wenn ein Mittelweg gefunden werden könnte, der für z.B. Portugal und Deutschland funktioniert.
Oder anders formuliert ...es muss ein Weg gefunden werden in Portugal die Wirtachaft anzukurbeln ohne die in Deutschland zu überhitzen.

Momentan sieht man --- geht nicht.
Die geringen Zinsen der EZB sollen das Wachstum in Portugal, Spanien etc. fördern - schaden aber langfristig Deutschland (extremer Preisanstieg und in dessen folge Lohnanstiege (aktuell zu sehen) ).... wie das gehen soll ... hat bislang niemand beantwortet.

@ 10:40 — Trecker

"Man müsste es wie Kanzler Schröder mit seinen Reformen machen, die ja noch heute gerne als unsozial kritisiert werden, die aber wirtschaftlich funktioniert haben."

Ja, diese Reformen haben fantastisch funktioniert: Erst durch Lohndumping alle anderen Länder an die Wand konkurriert und nun müssen wir diesen Ländern unser Geld geben damit sie weiter unsere Produkte kaufen können.

@ Nny

Zu den Reformen (Agenda 2010) von Schröder kann man stehen wie man will. Ich als Arbeitnehmer fand sie jedenfalls nicht lustig. Aber eins ist richtig, durch die Reformen wurden wir wieder konkurenzfähig.

Das Problem der Südflanke von Europa ist doch, dass dort die Gehälter bis um 20% gestiegen sind - ohne das irgendeine vergleichbare Produktivität dahinter gestanden hat. Das konnte so nicht lange gutgehen.
Gerade in den südlichen Teilen Europas ist der Lebensstandard durch den € stark gestiegen (viel zu stark für die Wirtschaftlichkeit dieser Länder).

Der deutsche AN wurde doch von den Spaniern, Griechen und Franzosen ausgelacht. Naja, das Lachen kann auch im Halse stecken bleiben...

@ MrEnigma @ Nny @ mondfee

MrEnigma: Die billigen Zinsen werden seit geraumer Zeit von den Banken nicht weitergegeben. Zumindest ist das in Deutschland so. Am Markt ist genügend Liquidität vorhanden, was die letzte Zinssenkung ohnehin fragwürdig gemacht hat. Im Ansatz gehen wir den gleichen Weg, aber die Schlussfolgerung ist diskutabel.

Nny und mondfee: Die Agenda 2010 des Herrn Schröder hat in erster Linie den Unternehmern geholfen. Eine Besserung am Arbeitsmarkt ist nicht eingetreten. Inflationsbereinigt arbeiten die meisten heute für viel weniger, als noch vor 1zehn Jahren. Und die angeblich so tollen Zahlen der Agentur basieren nur auf der Grundlage der entsprechenden Statistik. Würde man Aufstocker, Arbeitslose ohne Leistungsbezug, Menschen in "Maßnahmen" und Ein-Euro-Kräfte berücksichtigen, würde sicher die acht vorne stehen.

@ mondfee

Aufgrund der gesättigten Märkte kann es in den Süd-EU-Ländern nicht zu einem nennenswerten Wirtschaftswachstum ohne Verdrängung kommen. Die Verdrängung wiederum wird aufgrund der geringeren Leistung/Effizienz nicht stattfinden. Ein Prozess der Industrialisierung/Rationalisierung, der bei uns über Jahrzehnte stattfand, kann nciht binnen ein paar Jahren aufgeholt werden. Und schon gar nicht bei schrumpfenden Absatzmärkten.

Einzige Lösung wäre die, über Jahrzehnte erprobte, Abwertung der Süd-Währungen. Durch Geld drucken den Wert der jeweiligen Währung mindern. Löhne, Mieten, normale Güter werden automatisch günstiger und auch die Exportgüter sinken (automatisch) im Wert. Jobs werden geschaffen.

Der Euro verhindert die Abwertungsmechanismen, die die Türkei heute nutzen kann. Dort ist der Sprit teurer - ansonsten keine Nachteile! Wäre die Türkei in der EU, hätte sie exakt die gleichen Probleme, die Griechenland heute hat!

na also, geht doch !

na also, geht doch ! Einnahmen plus 13%, Ausgaben -2,2 %.

Könnte ein Beispiel für Deutschland sein ( da steigen zwar die Einnahmen laufend, aber es wird nichts gespart, d.h. weniger als im Vorjahr ausgegeben ).

24. Juli 2012 - 14:46 — mondfee

Ja, ja, die faulen Südländer leben viel zu gut und lachen den armen, fleißigen deutschen Arbeitnehmer auch noch aus.

Liebe Mondfee, Sie vergessen daß die "Südländer" damals, als bei uns noch Arbeitskräftemangel herrschte, für uns die Drecksarbeit erledigten, für die sich die deutschen Arbeitnehmer zu schade waren.

Eins der Projekte der EU war immer die Angleichung der Lebensverhältnisse. Das geht, ebenso wie in Deutschland, nur über Transferzahlungen. In Deutschland ist es nicht die Süd-, sondern die Nord- West- und Ostflanke, die nach Ihrer Definition über ihre Verhältnisse lebt.

Wahrscheinlich lachen die alle die rechtschaffenen, fleißigen, produktiven bayrischen und württembergischen Arbeitnehmer aus.

Nachhaltig?

D.h. Portugal hat bei Einnahmen von 20 Mrd und Ausgaben von 23 Mrd immer noch ein Defizit von 15%? Und der Erfolg liegt darin dass das Defizit in etwa halbiert wurde. Also von ca. 6 Mrd auf 3 Mrd. Wenn dann aber von den eingesparten (in etwa) 3 Milliarden 2,7 Mrd aus einem einmaligem Posten bestehen, geht ja im Grunde naechstes Jahr alles wieder von vorne los.

Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

@10:33 — COJO

Interessanter Beitrag. Ich erlaube mir eine Stellungnahme:

Sie schreiben "Reich wird man nur durch Andere!"

> Ich meine: Reich (pekuniär) wird man durch den Einsatz eigenen Könnens (Ideen, Fleiß, handw.Fertigkeiten) und eigener Intelligenz (Vermarktung, Reinvestitionen etc). Dazu noch der Grundsatz meines Urgroßvaters, wonach man nur reich wird durch das Geld, welches man nicht sinnlos ausgibt. Das war vor 1929.

Ihr Verweis auf ein Zinsverbot ist verlockend, wurde aber u.a. durch das Prinzip der Erhard'schen 'Sozialen Marktwirtschaft' in die Moderne transponiert, wo auf Basis des GG (Eigentum verpflichtet...) ein funktionierender Mittelweg zwischen Feudalkapitalismus und Kommunismus aufgezeigt, und in Deutschland erfolgreich praktiziert wurde (Wirtschaftswunder u.Wirtschaftsstärke bis heute).

Leider wurde das Erfolgsmodell 'Soz.Martwirtschaft' von neoliberalen Kräften immer weiter ausgehölt zugunsten unsozialer, kurzfristiger Kapitalgewinne.

Das ist veränderbar - wenn wir wollen.

@Community

Die Kritik einiger Kommentatoren an der Schröder-Reform ist durchaus verständlich, aber die Ursachen sind tiefgreifender. Dass wenig beim Fleißigen angekommen ist, liegt auch am Konstrukt der Eurozone: Durch unsere Leistungsbilanzüberschüsse haben wir mehr exportiert, als wir zurück bekommen haben. Die Bundesbank hat in dieser Zeit ca. 500 Milliarden an Forderungen gegenüber den anderen Euro-Ländern aufgebaut und noch mehr gegenüber anderen Staaten. Aber die Euro-Schulden werden aufgrund der laschen EZB-Politik nicht ausgeglichen. Wir haben also gar keinen Gegenwert für diesen Überschuss bekommen. Wir haben also teilweise Güter verschenkt.

Hier ist Schröder nur teilweise schuld, sondern die Situation von EZB und Euro. Was man Schröder vorwerfen kann ist, dass die Lohnstückkosten mehr gesenkt hat, als es die Inflationsziele der EU vorgegeben haben. Das erzeugt natürlich innerhalb Europas Spannungen. Aber ob ihm das so bewusst war, sei mal dahingestellt.

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