Kommentare

Und wie wahrscheinlich ist

Und wie wahrscheinlich ist es, daß dies alles einen noch sehr viel heimtückischeren Sinn hat, nämlich auf der einen Seite den Euro weiter zu schwächen, indem man den Zerstörern praktisch kostenfrei Geld gibt, gleichzeitig denen, die das Geld dringend brauchen, Mondzinsen diktiert. Und auf der anderen Seite damit gleichzeitig auf ein Ende des Euro zu wetten, weil dann nämlich die deutsche Währung extrem im Wert steigt. Und die Regierung erkennt dieses miese Spiel nicht nur nicht, sie freut sich auch noch über die tollen Kreditbedingungen. Nur, wenn das so kommt, werden wir unsere Schulden in einer der härtesten Währungen der Welt zurückzahlen müssen. Und das bei einem ziemlich sicheren Einbruch der Wirtschaft.

PS: ich halte es für ausgeschlossen, daß die Regierung zumindest die Möglichkeit dazu nicht erkennt. Das würde bedeuten, daß die Personen an der Macht noch viel ungeeigneter sind, als sie sonst schon ständig beweisen.

Ist doch schön, wenn man uns

Ist doch schön, wenn man uns so als Euro-Staatskrisen-"Gewinner" präsentieren kann, damit die Artilleriegeschütze der medialen Koalition auf dem Schlachtfeld der Deutungshoheit noch lauter trommeln können.

Wie viel Geld zu Minuszinsen müssen wir uns eigentlich leihen, um einen Totalausfall von EFSF und/oder ESM über die Zinsen wiedrr reinzuholen? Und für all unsere Schulden? Ich geh mal eben rechnen
...

Ach so, das geht gar nicht? Na dann... weitermachen mit Volksverdummung!

Das zeigt, dass die

Das zeigt, dass die Vermögenden der Welt keine solventen Schuldner mehr finden, wenn sie sogar Verluste in Kauf nehmen.

Es gibt eben nicht nur viel zu viele Schulden weltweit, sondern auch viel zu viel Geldvermögen...
- ohne Schuldner kein Geld.

Diese Entwicklung ist

Diese Entwicklung ist keineswegs positiv.
Sie bedeutet, dass auf ein Ende der Währungsunion spekuliert wird.

Eigentlich wäre es doch traumhaft...

...wenn Deutschland sich günstig Geld leihen würde (1 %), wir dann das Geld für moderate Zinsen (4 %) an die Krisenstaaten in Europa weiterverleihen würden und am Ende hätten alle etwas verdient, nur nicht die Finanzspekulanten, die auf steigende Renditen setzen.

Natürlich wird es nicht klappen, aber die Idee mit geliehenem Geld Überschüsse zu erwirtschaften, Schulden zurückzuführen und im Ergebnis sogar den Verlust des eigenen Top-Bonitätsstatus aufgrund der Einnahmen aus Darlehen an Krisenstaaten zu verhindern hat einen gewissen Charme...

Die Bundesrepublik als (Investment-) Bank...

Ja nun ?

Der Markt zahlt uns Geld, um uns Geld geben zu dürfen.

Ist das derselbe "Markt", den wir mit allen möglichen Sparmaßnahmen beruhigen müssen und auf dessen Investitionsbereitschaft wir setzen, wenn es um Wachstum geht, den wir also immer noch ernst nehmen?

Man könnte denken, der "Markt" hat seinen Verstand verloren, obwohl es bestimmt nicht mangelt an findigen Erklärungen, warum dieses Verhalten gerade jetzt und unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll ist.
Wer das versucht, sollte einen Schritt zurücktreten und wird erkennen, daß etwas faul ist.
Und zwar nicht mit den Staatsfinanzen, der Zahl der Beamten oder den Renten und Löhnen, sondern mit dem Finanz- und Steuersystem.

Der Finanzminister sollte sich endlich erbarmen, und denen, die die nächsten 6 Monate nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, diese Last "abnehmen".
Das wäre ein Akt der Gnade und würde endlich einmal das "C" im Parteinahmen rechtfertigen.

@MAD

"...wenn Deutschland sich günstig Geld leihen würde (1 %), wir dann das Geld für moderate Zinsen (4 %) an die Krisenstaaten in Europa weiterverleihen würden und am Ende hätten alle etwas verdient, nur nicht die Finanzspekulanten, die auf steigende Renditen setzen."

Sie gehen davon aus dass die Darlehen auch zurückgezahlt werden. Wenn die Märkte davon ebenfalls ausgehen würden dann würde niemand zu 0% deutsche Anleihen kaufen sondern die spanischen für 7%.

@AlterSimpel
"Der Finanzminister sollte sich endlich erbarmen, und denen, die die nächsten 6 Monate nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, diese Last "abnehmen".
Das wäre ein Akt der Gnade und würde endlich einmal das "C" im Parteinahmen rechtfertigen."

Diebstahl würde das "C" im Namen rechtfertigen? Ich muss eine andere Bibel im Regal stehen haben als Sie.

Wie kommt es dass die Geldgeber stehts als Verursacher der Krise gelten und nicht die Experten die der Meinung waren dass man Wahlgeschenke auf Pump finanzieren sollte?

@Questor

Doch doch, das "C" im Namen einiger Parteien und deren Handeln in Bezug auf Geld ist sehr wohl in der Bibel sehr schön beschreiben:

Matthäus Kapitel 25, Vers 29 (Einheitsübersetzung):

"Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat"

Schlagen Sie in Ihrer Bibel nach, Sie werden den gleichen Text vorfinden.

@molch1

Nur ein Teil des Geldvermögens ist an Schulden geknüpft.

Warum haben Investoren so viel Vertrauen in Deutschland?

Dafür gibt es viele Gründe. Die Mehrheit der Deutschen ist fleißig, diszipliniert und sparsam. Der Staat verfügt über ein gut funktionierendes Finanz- u. Verwaltungswesen. Außerdem besitzen die Deutschen ca. 10? Billionen Sparvermögen.
Ich glaube außerdem, dass mittlerweile immer mehr Leute begreifen, dass der Renditewahn der schlechteste Weg ist. Sie setzen wieder mehr auf Sicherheit und Nachhaltigkeit.
Achtung: Trotz aller positiven Aspekte stößt Deutschland auch an seine Grenzen und ist nicht beliebig belastbar.

@Nny

Das ist aber sehr stark vereinfacht. Die Anleger um die es im Artikel geht, verhalten sich hier nicht spekulativ.

Gut für den deutschen Steuerzahler ...

... aber es ist schon eine eigenartiges System.

Es ist erstaunlich dass die vielen Kritiker der Euro-Politik unserer Regierung den Untergang vorhersagen wollen, während diejenigen deren Geld bei solch einem Untergang verloren wäre (die Anleger im großen Finanzmarkt) sogar Geld dafür zahlen dass sie deutsche Anleihen kaufen dürfen.
So blöd können die doch gar nicht sein, oder?

Ich würde sagen dass dieses ein gutes Zeichen dafür ist dass der Euro Bestand hat, denn sonst würden diese Geldhaie keine deuschen Staatsanleihen kaufen!

@MAD

...wenn Deutschland sich günstig Geld leihen würde (1 %), wir dann das Geld für moderate Zinsen (4 %) an die Krisenstaaten in Europa weiterverleihen würden und ...

Das ist haushaltsrechtlich natürlich ausgeschlossen.

Nehmen wir einmal an...

... dass die derzeitige Taktik "Schulden abbauen" (Fiskalpakt) tatsächlich vernünftig sei.

Eine Frage, die mir dazu schon seit Monaten im Kopf rumgeht, und die mir bisher noch niemand beantworten konnte oder wollte:
_Wenn_ denn "die Staaten" als "solvente Schuldner" ausfallen (bzw. im Rahmen der Schuldenbremsen immer weniger Kredite benötigen werden), _WOHIN_ sollen dann die vereinten Guthaben verliehen werden??? Wohin drängt dann das anlagesuchende Kapital (das ja dann automatisch sogar immer mehr wird)?
DAS macht mir Sorge...

Also jetzt kann doch wirklich

Also jetzt kann doch wirklich niemand mehr behaupten, dass in der Finanzbranche vernünftig denkende Menschen arbeiten. Wenn man sein Geld sichern will investiert man es zur Not in Sachwerte wie Silber oder man lagert es im Safe, aber man gibt doch niemandem Geld dafür, dass er von einem das Geld ausleiht! Ein Privatmensch würde bei so etwas für unzurechnungsfähig erklärt werden und entmündigt! Wann entmündig man endlich die Banker?

@Pessimist

Ich glaube sie sollten nochmal das Wort Gleichnis googlen und schauen was es damit auf sich hat; in dieser Bibelstelle geht es nicht wirklich um Geld.

Aus christlicher sollten die Reichen ihr viel zu großes Vermögen von selbst abgeben, sie dazu zu zwingen würde in der Tat der Bibel widersprechen.

@Peer Gynt:

"Nur ein Teil des Geldvermögens ist an Schulden geknüpft."

Stimmt, aber in unserem jetzigen System der bei weitem größte....

@ Questor

Ich gehe nicht davon aus... da bin ich Pessimist und damit Realist genug.

Aber: Würde man derartige bilaterale Verträge so ausgestalten und besichern, wie es bei jeder 08/15-Hausfinanzierung u.ä.m. der Fall wäre, dann hätten wir am Ende der Kreditlinie entweder unser Geld wieder oder Ländereien in halb Europa!

Was soll das nun heißen? Solange der Kreditausfall (echter oder vermeintlicher) nicht mit wirklich spürbaren Sanktionen - um nicht Strafen zu sagen - verbunden ist, wird sich an der Mentalität nichts ändern.

P.S.: QuAestor oder Angelsachse?

@Peer Gynt

Das ist nicht nur haushaltsrechtlich ausgeschlossen, sagt MAD ja auch schon.

Letztlich würde das an etwas ganz anderem scheitern: wenn die Geldgeber Deutschlands wissen, dass das Geld von Deutschland weiterverliehen wird, wissen sie auch, dass die Rückzahlung an Deutschland unwahrscheinlich wird. Wodurch die Zinsen für Deutschland steigen würden... denn die Geldgeber wäre ja doof, wenn sie einen Vermittler (die BRD) einschalten und eine Art Provision bezahlen müssten, wenn sie auch direkt investieren würden...

Die Frage ist eher: wieso nutzt die BRD die guten Zeiten nicht und refinanziert mehr als nur die Schulden, die jetzt fällig werden. Die BRD könnte heute hochverzinste Anleihen zurückkaufen und diese durch niedrigverzinste ersetzen... das verstehe ich tatsächlich nicht.

@h.grebenstein

Dieses Geld wird anderweitig investiert. Möglichkeiten gibt es viele. Und wenn es auf eine Bank gelegt werden muss weil man es anders nicht mehr investieren kann.

@molch1

"Das zeigt, dass die Vermögenden der Welt keine solventen Schuldner mehr finden, wenn sie sogar Verluste in Kauf nehmen."

Nein, das zeigt, dass in Südeuropa und vor allem außerhalb Europas nicht nur viele Fachleute, sondern auch viel Anleger davon ausgehen, dass der Euro so nicht zu halten ist.

Egal ob Griechenland und eventuell noch andere Südeuropäer aus dem Euro austreten, oder ob Deutschland austritt und die DM wieder einführt oder ob der Euro unkontrolliert platzt, oder ob es einen Nord- und einen Südeuro geben wird, eines steht jetzt schon absolut und eindeutig fest:

Die deutsche Währung die es dann geben wird, egal ob DM, Nordeuro oder irgendetwas anders wird aufgewertet. Das heißt die deutschen Staatsanleihen werden dadurch gegenüber den Südeuropäischen, aber auch gegenüber Dollar, britischen Pfund oder Yen aufgewertet.

Für uns ist es egal ob wir Euros oder deutsche Staatsanleihen besitzt, aber die Anderen gewinnen wenn sie vorher Euros in D-Staatsanleihen tauschen

Krank, krank krank...

.. da haben wir ca 40 billionen euro Schulden weltweit (Deutschland 2-3, je nach lesart..) die "der gemeinschaft" gehören und 100 billionen Geldvermögen (D= ca 8-9)die zu 70 % dem Reichsten 1% gehören.. und welches zu ca 80% auch in Nordamerika, Europa und Japan sitzt.. ...und zu über 70%, übrigens, auch in männlicher Hand.
Und diese "Krösusse" wissen nicht was sie mit ihrer Kohle machen sollen und fangen an es zu "verschenken", weil sie gerade ihren eigenen "Zauberlehrling" erleben und kommen mit ner halben million "Verlust" eigentlich noch gut weg...
Alleine bei dieser "Anlage" macht das bei 3290 millionen euro und "Statt eurobonds" (gemittelt sagen wir mal 3%) eine "Ersparnis" für die BRD von 50 millionen. bei den vollen 230 milliarden, aufzunehmen in 2012, wären das 7 millarden "Ersparnis".
Einfach nur irre. Toll gemacht, Fr. Bundeskanzlerin... Wir sind stolz auf Sie...

@ 15:03 — casimir

Im Gegenteil, das ist sogar höchst vernünftig.
Da die Zinsen vermutlich noch weiter sinken werden, kann man die jetzt erworbenen Papiere später gewinnbringend verkaufen.

@Nny: Genau das steckt dahinter.

Sie spekulieren darauf, dass die Euro-Gemeinschaft zusammenbricht und sie dann ihr Geld in "Hartem Deutschem Euro" zurückbekommen.

@maschmi78

Die BRD könnte heute hochverzinste Anleihen zurückkaufen und diese durch niedrigverzinste ersetzen... das verstehe ich tatsächlich nicht.

Dann vesetzen Sie sich in die Lage eines Anlegers, der vor 5 Jahren eine Anleihe mit einem Kupon von 4% und einer Laufzeit von 10 Jahren erworben hat. Würden Sie die gegen eine Anleihe mit einem Zinssatz von 1% tauschen?

@MAD

"Eigentlich wäre es doch traumhaft wenn Deutschland sich günstig Geld leihen würde (1 %), wir dann das Geld für moderate Zinsen (4 %) an die Krisenstaaten in Europa weiterverleihen würden und am Ende hätten alle etwas verdient, nur nicht die Finanzspekulanten, die auf steigende Renditen setzen."

Im Prinzip richtig, wenn nichts schief geht, das heißt die Südeuropäer ihre Finanzen im Griff hätten. Wenn sie aber ihre Finanzen im Griff hätten müssten sie kaum höhere Zinsen bezahlen als Deutschland.

Was wäre denn wenn wir genauso vor einem Jahr mit Griechenland gehandelt hätten und genau so Griechenland geholfen hätten?

Damals haben noch alle europäischen, zumindest aus dem Euroraum, die anderen nicht alle, behauptet, dass Griechenland auf jeden Fall seine Schulden bedienen würde.

Hätten wir es damals so gemacht hätten wir nichts gewonnen sondern Deutschlands Steuerzahler hätten zwischen 100 und 170 Milliarden Euro verloren, eventuell, nach derzeitigem Stand sogar noch mehr.

Das ist keine gute Nachricht

... denn es bedeutet nur, das immer mehr geldgeber von verwerfungen innerhalb der naechsten sechs monaten ausgeht.

3,29 Milliarden Euro sind Peanuts

Naja, diese Meldung soll wohl Optimismus wecken.
3,29 Millarden Euro sind ein Tropfen auf den heissen Stein. Man bedenke mal wieviele Milliarden schon allein in Griechenland gepumpt wurden, und Griechenland ist nur der Anfang.

"...dann hätten wir am Ende

"...dann hätten wir am Ende der Kreditlinie entweder unser Geld wieder oder Ländereien in halb Europa!"

Ein Gedanke (2. Teil) der mir sehr gut gefällt und mit dem ich mich schon angefreundet habe.

Kaufen wir z.B. Griechenland auf schicken unsere Vrwaltungsfachleute vor Ort - dann klappt das auch. :-))

@h.grebenstein - 15:02

Wie das Wort "Schuldenbremse" schon aussagt, mit dem Fiskalpakt werden die Schulden nicht vermindert, sondern prozentual weniger gemacht - auch in Deutschland.

Das ganze westliche Wirtschaftssystem ist auf Schulden aufgebaut. Worauf Sie versuchen eine Antwort zu bekommen ist während unserer Lebenszeit nicht möglich - mit einer Ausnahme: zurück zu einer nationalen Währung. Und selbst dann bleibt das System das Gleiche, einfach national ausgerichtet.

Die Frage die sich stellt: Ist es mir lieber, die Boni der Banker zu Finanzieren mit gleichzeitigem Versickern des Geldes im Ausland oder ist es mir lieber, die Boni der Banker zu Finanzieren mit dem Restaurieren Deutscher Strassen?

9. Juli 2012 - 14:56 — ladycat

Man könnte auch aber es anders sagen und zwar " die deutschen sind einfach dumm und schlucken alles was ihnen die mächtigen vorsetzten". Während es in anderen Ländern Politiker es nicht leisten können Wachstum auch einer breiten Bevölkerungsschicht weiterzureichen sonst gehen die auf den Barrikaden kann man den deutschen einfach verkaufen : "halt mal still sonst gehts der Wirtschaft schlecht" - und das über Zeiträume wie 20 Jahre. Wenn es Minderheiten als Parallelgesellschaften millionen verdienen schluckt es hat der Durchschnitts-deutsche und lässt sich mit "sonst gehts der Witschaft schlecht" abspeisen. Mit so einer Bevölkerung kann sich Merkel auch in Europa alles erlauben.

Hat der Markt wirklich den Verstand verloren?

@AlterSimpel

"Der Markt zahlt uns Geld, um uns Geld geben zu dürfen."

Nein, er weiß, dass deutsche Staatsanleihen irgendwann in eine bessere, härtere Währung (z,B. DM oder Nordeuro) getauscht werden und alle einen Gewinn machen die vorher Euros in D-Staatsanleihen getauscht haben.

"...den wir also immer noch ernst nehmen?"

Ob es einem passt oder nicht, wenn man sich auf diesem Markt Geld leihen möchte muss man ihn ernst nehmen, auch als Politiker, man muss sich aber auch nichts leihen, man kann dann einfach den Markt Markt sein lassen, wie z.B. die Skandinavier.

"Man könnte denken, der "Markt" hat seinen Verstand verloren"

"Der Markt" hatte noch nie einen. So wie "Die Religion" oder "Die Evolution" oder "Die Geschichte".

"...Und zwar nicht mit den Staatsfinanzen, der Zahl der Beamten oder den Renten und Löhnen, sondern mit dem Finanz- und Steuersystem."

Warum haben dann nur die Staaten ein Problem, die ihre Finanzen und Löhne und Renten- und Steuersysteme nicht im Griff haben?

Nicht gut, dass nicht erkannt wird,

dass diese niedrigen Zinsen nur auf Spekulation beruhen.
Frau Merkel macht dabei nicht viel außer ihren Lobbyisten zu folgen, also sie ist besser als erwartet aber nicht gut!
Wenn diese Blase platzt, dann platzen auch deutsche Träume. Das ist normaler Finanzirrsinn.

Mit der Währung können wir das Vertrauen auf Dauer nicht halten, selbst bei dieser wirklich guten Wirtschaft.

Können wir die schwächelnden Staaten wirklich für unsere Stabilitätspolitik gewinnen oder werden wir von diesen Ländern finanziell absorbiert und dann platzt die Blase?

@15:20 — rex3

"Für uns ist es egal ob wir Euros oder deutsche Staatsanleihen besitzt, aber die Anderen gewinnen wenn sie vorher Euros in D-Staatsanleihen tauschen"

Das ist nur dann richtig, wenn der Euro komplett aufgelöst wird. Sobald nur einige Länder aus dem Euro aussteigen, bleiben alte Schulden weiterhin in Euro bestehen..

Das ist gar nicht mal so schlecht...

"Der Bund muss sich in diesem Jahr insgesamt rund 252 Milliarden Euro bei Investoren leihen, um Altschulden zu tilgen und neue Schulden zu finanzieren."

Lieber jetzt Kredite mit hohem Zinsanteil zurückzahlen, bevor diese durch die Exponentialfunktion des Zinswachstums durch die Decke gehn und zu einer Hyperinflation führen. Ich finde es aber "verbrecherisch" Geld dann zu 7-8 % Zinsen weiter zu verleihen, weil das eine schleichende Enteigunung nach sich zieht. Der Zins ist immer ein leistungslosen Einkommen für den Gläubiger. Wenn er sein Geld nicht wieder bekommt wird enteignet. Somit ist der Gläubiger immer der Gewinner, egal ob die Schulden sauber bis auf den letzten Cent zurück gezahlt werden oder dann zwangs-enteignet wird.
Und einer der großen Fehler der Euro-Währung ist sowieso, meiner Meinung nach, dass die Staatsschulden der Länder bei Euroeintritt nicht bei "0" waren. Sie wurden von den alten Währung mit in den Euro hineingeschleppt ! So kann der Euro keien 50 Jahre werden.

Daran ist NICHTS gut

Frieden und Stabilität in Europa? Was glauben Sie was passiert wenn erst die Sparmaßnahmen in den Nehmerländern ganz greifen. Dazu noch die Geberländer weiter Hilfen verweigern da die "Auflagen" nicht erfüllt werden. Dazu noch jeder lesen kann das Deutschland und andere Geld fürs die Kreditaufnahme bekommen. Die Hütte wird brennen! Wann kann keiner sagen, da die Differenz zwischen Guthaben und Schulden so groß geworden ist das kein zwangs- generiertes Wirtschaftswachstum der Welt etwas daran ändern kann wird es wohl sehr heiß werden in den "stabilen" Beziehungen. Glauben sie nicht? dann mal genau lesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

Sollten sie dabei ein Deschawü-Erlebnis haben, glauben Sie mir sie sind kern gesund.

@casimir

"dass in der Finanzbranche vernünftig denkende Menschen arbeiten"

Ob vernünftig oder nicht, sie denken zumindest weiter als der sogenannte "kleine Mann" von der Straße und kennen sich auch besser aus, jedenfalls in Finanzfragen.

"Wenn man sein Geld sichern will investiert man es zur Not in Sachwerte wie Silber"

Silber ist wie Gold eine Spekulationsobjekt und keineswegs eine sichere Anlage, das sieht man schon an den extremen Kursschwankungen. Das einzige was da sicher ist, ist dass es, im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, niemals auf null fallen wird, also Sicherheit für kleine Leute.

"aber man gibt doch niemandem Geld dafür, dass er von einem das Geld ausleiht"

Richtig, aber man tauscht schlechte Euros gegen gute Staatsanleihen, falls dann der Euro weniger Wert ist als diese Anleihen hat man gewonnen.

"Ein Privatmensch würde bei so etwas für unzurechnungsfähig erklärt"

Nein, er verliert einfach nur Geld aus Ahnungslosigkeit und Leichtgläubigkeit gegenüber Politikern.

@beat126

"Wie das Wort "Schuldenbremse" schon aussagt, mit dem Fiskalpakt werden die Schulden nicht vermindert, sondern prozentual weniger gemacht - auch in Deutschland."

Das stimmt so nicht ganz. Wenn - wie beabsichtigt - die Schulden eines Staates auf 60% des BIP zurückgeführt werden sollen, gibt es auch einen absoluten Abbau. Gysi hat das im Bundestag schön ausgeführt: 20 Jahre lang jährlich 25 Milliarden _abbauen_. Ist grob gerechnet un nicht auf den Cent genau, aber als Hausnummer brauchbar: also 500 Milliarden € WENIGER, die dann woanders angelegt werden wollen.

Die hier gegebene Antwort "andersweitig anlegen oder auf Banken parken" greift zu kurz und ist wohl eher unrealistisch. Es bleibt eigentlich nur: noch mehr spekulieren...

Solidaritaet

Es scheint, dass Deutschland hier von der Misere der Nachbarn in Europa profitiert. Wir koennen keine Schulden weiterreichrn, aber wir koennen bei den Zinszahlungen helfen. Wenn wir selber fast 0% statt ueblich 4% an Geldgeber zahlen, warum nicht 3% an Spanien oder Italien zahlen, sodass diese Staaten 3% weniger Zinsen zahlen muessen? Oder profitieren wir doch nicht?

Fragen über Fragen

Das bringt mich zu der Frage, woher eigentlich dieser Geldüberfluß kommt? Ich habe nicht Volkswirtschaft studiert,aber die Frage liegt für den Laien doch nahe. Die EZB druckt Geld ohne Ende, irgendwo muß es offensichtlich hin. Und es ist genug davon da. Wozu wird dann gedruckt? Es hieß doch, um Banken liquide zu halten, zu bewegen, Kredite auszureichen und zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Jetzt liegt das gute Geld zinslos herum.

@15:54 — Dani

"Lieber jetzt Kredite mit hohem Zinsanteil zurückzahlen, bevor diese durch die Exponentialfunktion des Zinswachstums durch die Decke gehn und zu einer Hyperinflation führen."

Das kann sich der Bund nicht aussuchen. Zurückgezahlt werden immer die Anleihen, die gerade fällig werden. Auch gibt es bei Staatsanleihen keinen Zinseszinseffekt, weil die Zinsen jährlich ausbezahlt werden (Position "Bundesschuld" im Haushalt).

@casimir

"Also jetzt kann doch wirklich niemand mehr behaupten, dass in der Finanzbranche vernünftig denkende Menschen arbeiten. Wenn man sein Geld sichern will investiert man es zur Not in Sachwerte wie Silber oder man lagert es im Safe, aber man gibt doch niemandem Geld dafür, dass er von einem das Geld ausleiht! ..."

Sie demonstrieren gerade einen bemerkenswerten Unsachverstand: Eine kurzfristige Investition in Sachwerte wie Silber ist eine ziemlich riskante Sache. Silber ist zwar kein reines Spekulationsmetall wie Gold, sondern tatsächlich industriell genutzt (also evtl. sogar als "Sachwert" betrachtbar), aber wir haben eine Zeit in der Silberpreisprognosen tendentiell eher nach unten gehen- aufgrund einer sich abzeichnenden wirtschaftl. Abschwächung...

Grosse Geldsummen kann man auch nicht einfach auf ein Konto legen und da sind sie auch weniger sicher als Staatsanleihen. Und Geld sicher einfach zu verwahren kostet mehr, als die minimalen Verluste bei den Staatsanleihen.

Äpfel und Birnen

Etwas schade ist, dass die Tagesschau im Zinsvergleich zwischen Deutschland und Spanien/Italien 6-monatige Anleihen mit 10-jährigen vergleicht.

Deutschland würde auch keine 10-jährigen Anleihen für -0,0344% platzieren können.

Staatsschulden sind Bruttoschulden!

@Peer Gynt
@maschmi78
@MAD

"wenn die Geldgeber Deutschlands wissen, dass das Geld von Deutschland weiterverliehen wird, wissen sie auch, dass die Rückzahlung an Deutschland unwahrscheinlich wird. Wodurch die Zinsen für Deutschland steigen würden"

Richtig, aber es ist noch einfacher:

Staatsschulden sind Bruttoschulden!

Wenn D sich z.B. 200 Mil. leiht und diese an Gr. weiter verleiht hat D eben 200 Mil. mehr Schulden. Wenn D auf einem Konto Minus und auf dem andern Plus hat wird das nicht gegen gerechnet bis die Schulden der anderen zurück gezahlt werden.
Wenn wir also die Südeuropäer dadurch stützen, dass wir uns billig 1 Bil. leihen um sie dann weiter zu verleihen, dann haben wir Statt 80% 120% Schulden und entsprechende Zinsen.

"Die Frage ist eher: wieso nutzt die BRD die guten Zeiten nicht und refinanziert mehr als nur die Schulden, die jetzt fällig werden. Die BRD könnte heute hochverzinste Anleihen zurückkaufen und diese durch niedrigverzinste ersetzen"

Siehe Kurse D-Anleihen

@pepe1313

".. da haben wir ca 40 billionen euro Schulden weltweit (Deutschland 2-3, je nach lesart..) die "der gemeinschaft" gehören und 100 billionen Geldvermögen (D= ca 8-9)die zu 70 % dem Reichsten 1% gehören.. "

Ich bezweifele sehr, dass Ihre Geldvermögen wirklich "Geld"vermögen sind. Es sind im Allgemeinen Sachwerte, wie Firmen in denen Millionen Menschen ihren Unterhalt verdienen. Ein Geldvermögen wird es erst, wenn die Firma veräussert wird und dann muss man auch einen Käufer finden der einem das zahlt, was die Firma angeblich wert ist. Ein Geldvermögen bringt nämlich niemanden etwas- jemand der Wert auf Vermehrung des Vermögens legt wird es investieren- das ist im Sinne der "armen" Menschen. Wer was davon haben will, der muss es verkonsumieren- das ist wiederum im Sinne der Gesellschaft, fällt dann nämlich die gerechteste aller Steuern- die Umsatzsteuer an. Und das Konsumgut musste ja auch noch gefertigt werden...

Ist doch alles wieder nur eine Neiddebatte.

@rex3

"Nein, er weiß, dass deutsche Staatsanleihen irgendwann in eine bessere, härtere Währung (z,B. DM oder Nordeuro) getauscht werden und alle einen Gewinn machen die vorher Euros in D-Staatsanleihen getauscht haben."

Mit Verlaub: Blödsinn! Es geht um Anleihen mit einer 6 monatigen Laufzeit!!! Der Investor soll also davon ausgehen, dass dieser Umtausch innerhalb der nächsten 6 Monate passieren soll? Dagegen würde ich mein letztes Hemd wetten.

Ach ja: Das Ganze ist auch vor 6 Monaten (Januar) mit einer Laufzeit von 6 Monaten der Fall gewesen... und ich zahle immer noch mit harten EUR. Ausserdem bin ich der Meinung, dass der EUR eine härtere Währung als die DM ist, dazu noch fundamental wesentlich besser als Pfund oder Dollar dahsteht. Trotz Krise. Die Schuldenkrise ist nämlich eine Systemkrise- wer mehr Schulden macht als er vertragen kann, der erleidet Schiffbruch- unabhängig von der Währung....

Ablenkungsmanöver...

der besonderen Art. Damit soll uns wohl suggeriert werden, das Pro-Europa eine "Gute Sache" für uns ist. Tatsache ist, das es die gleichen Effekte geben würde, wenn Deutschland kein EU-Land wäre. Aus den gleichen Gründen wie jetzt.

PS: Etwas pathetisch kann man sagen, Deutschland braucht Europa nicht, aber Europa braucht Deutschlands Geld.(Zumindest ein großer Teil)

@Religio

"dass diese niedrigen Zinsen nur auf Spekulation beruhen.
Frau Merkel macht dabei nicht viel außer ihren Lobbyisten zu folgen, also sie ist besser als erwartet aber nicht gut!
Wenn diese Blase platzt, dann platzen auch deutsche Träume. Das ist normaler Finanzirrsinn."

Ja natürlich, niedrige (keine) Zinsen sind Spekulation, hohe Zinsen sind Spekulation.

Der Ansicht folge ich zwar durchaus, aber mit einem ganz anderen (nicht negativ belasteten) Spekulationsbegriff: Natürlich spekuliere ich auf Gewinne oder Werterhalt wenn ich investiere- wenn ich auf Verluste spekulieren würde, könnte ich das in Nullzeit realisieren indem ich die Geldscheine einfach sofort anzünde- dann habe ich noch den Brennwert.
Jeder (der nicht Geld im Überfluss hat) spekuliert bei jedem Einkauf von Sonderangeboten etc. Das ist ganz normaler gesunder Menschenverstand und nichts anrüchiges. Wer Geld ausgibt oder anlegt spekuliert automatisch.

@Dani

"Lieber jetzt Kredite mit hohem Zinsanteil zurückzahlen, bevor diese durch die Exponentialfunktion des Zinswachstums durch die Decke gehn und zu einer Hyperinflation führen...."

Erstens ist die Exponentialfunktion kein Schreckgespenst, sonder das natürlichste der Welt. In der Natur gibt es nur exponentielles Wachstum.

Zinsen spiegeln nur Inflationsausgleich und Ausfallrisiko wider- Schulden werden durch die Inflation verringert. Eine Hyperinflation wird nicht durch Zinssysteme verursacht, sondern durch eine zusammenbrechende Wirtschaft.

Warum Investoren Deutschland noch vertrauen

Ladycat hat das sehr schön begründet, warum Investoren Deutschland noch vertrauen. Aber ich möchte gerne einen Punkt anfügen, der vielleicht sogar der Wichtigste ist:

Deutschland hat ein positives Leistungsbilanzsaldo, was bedeutet, dass die Volkswirtschaft als Ganzes mehr exportiert, als sie importiert. Es wird also in der Summe etwas "eingenommen". Es kann Wachstum entstehen.

Die Krisenländer haben da alle ein negatives Saldo, was bedeutet, dass sich deren Volkswirtschaften verschulden müssen, das ist reine Mathematik. Wenn dort also dieser Missstand nicht behoben wird, wird die Schuldenmacherei auch niemals aufhören.

@16:18 — Skywalker

"Grosse Geldsummen kann man auch nicht einfach auf ein Konto legen und da sind sie auch weniger sicher als Staatsanleihen. Und Geld sicher einfach zu verwahren kostet mehr, als die minimalen Verluste bei den Staatsanleihen."

Das möchte ich nochmal hervorheben. Sie beantworten, die Frage, die sich hier alle stellen.

Die Anleger bezahlen also eine geringe Gebühr für das sichere Parken von "Bargeld" für 6 Monate, weil sie sich zur Zeit nicht langfristig festlegen wollen.

Demnach sind die Negativzinsen auch nicht Ausdruck eines "Euro-Untergangs-Szenario". Wer den Untergang der Währung fürchtet, würde in Sachwerte investieren und nicht in ein Papier, das maximal genauso viel wert ist, wie seine Nennwährung.

@jourhiver

"PS: Etwas pathetisch kann man sagen, Deutschland braucht Europa nicht, aber Europa braucht Deutschlands Geld.(Zumindest ein großer Teil)"

Sehr überheblich diese Position. Es gibt eine ganze Reihe Länder in Europa, die pro Kopf mehr für Europa zahlen als Deutschland. Ausserdem braucht D die europäischen Binnenmärkte durchaus, es braucht definitiv die Europäer damit es seine Waren los wird. Welches Land ist nochmals am stärksten von der Wirtschaftskrise betroffen gewesen?

@Ambros "Das bringt mich zu

@Ambros
"Das bringt mich zu der Frage, woher eigentlich dieser Geldüberfluß kommt?"
Ganz einfach aus Zins und Zinnesszinns. Hätten Sie oder eine Bank 1970 1 Million richtig angelegt, sagen wir mal so um die 7% aus einer Mischkalkulation unterschiedlicher Staatsanleihen wären es heute ohne einen Finger dafür zu rühren 16 Millionen. Diese 16 Millionen Guthaben werden erwirtschaftet aus den Zinsen und Zinseszinsen von Kreditnehmern, sprich vom Staat, Unternehmen und Privathaushalten. Um das Guthaben von 16 Millionen zu finanzieren müssen genau diese drei Kreditnehmer den Zinssatz erwirtschaften der das Guthaben finanziert. Um das zu können muss die Wirtschaft ständig wachsen und zwar gigantisch. Rechnen sie 30 Jahre weiter dann sind es 128 Millionen die bedient werden müssen.
Können Sie und ich 20 Fernseher gebrauchen oder eine halbe Tonne am Tag essen um die Wirtschaft so stark wachsen zu lassen. Das ist das Kernproblem der Rest sind Folgen.

Diese Situation führt nur zu kurzfristigem Boom

Eine andere Sache sollten wir nicht vergessen: Diese Situation, in der Deutschland im Geld schwimmt, die zu niedrigen Kreditzinsen führt und gerade unsere Bauwirtschaft in einen Boom bringt und den Konsumentenindex nach oben getrieben hat, ... diese Situation wird nicht lange anhalten. Das ist ein krisengetriebenes Strohfeuer. Schon bei Ankündigung eines Eurobonds könnte das vorbei sein, weil Zinsen auch hier steigen und Geld wieder aus Deutschland abfließen wird.

Eine kluge Regierung würde jetzt ein Polster für den Abschwung danach sammeln und nicht ständig neue Schulden aufnehmen.

Nicht positiv

Die Meldung mag ja für den Normalbürger auf den ersten Blick positiv wirken... Bei jedem mit etwas Verstand läuten bei solchen Meldungen die Alarmglocken. Wenn Menschen so wenig der zukünftigen Entwicklung vertrauen, dass sie Geld zahlen um für ein paar Monate keine Bauchschmerzen haben zu müssen... Nun ja, gegen Währungsschwankungen kann man sich damit auch nicht absichern. Aber mal ehrlich es gibt zurzeit nicht viele Möglichkeiten. Die Immobilienbranche bläst sich in Deutschland gerade hübsch auf, sprich Sachwerte sind auch nicht ohne Risiko. Nun ja, zumindest kann man damit größere Verluste ausschließen... auch wenn man heute wohl 20% zu viel bezahlt.

@ buemo_3

Sie schreiben:
"Mir ist die Währung egal, ob DM oder EURO, für mich ist Stabilität wichtig.
Somit ist die Frage, was passiert mit Spanien und Italien? Kommt bei Spanien bald der Kreditausfall? Was wissen die Investoren, dass sie ein Verlustgeschäft eingehen?"

Spanien hat bisher (in Bezug auf den BIP) deutlich weniger Schulden als z.B. Italien und nicht viel mehr als Deutschland. Nur trauen die Anleger Deutschland mehr zu und deswegen gibt es die Unterschiede in der Zinshöhe.
Das spanische Problem ist weniger der öffentliche Haushalt als vielmerhr die Banken die zu viel in Immobiolienprojekte investiert haben.

Wenn irgendjemand der großen Anleger Zweifel hätte dass der Euro nicht Bestand hat würde er keine Deutschland Anleihen zu diesen Konditionen kaufen.

Orakel...

"Diese Entwicklung ist keineswegs positiv.
Sie bedeutet, dass auf ein Ende der Währungsunion spekuliert wird."

Man könnte auch sagen: Was wissen die gescholtenen Wirtschaftsexperten, das sie sich so äusserten wie sie es taten!?

Andersrum kann man auch sagen: Was erkennen unsere Entscheidungsträger nicht, das sie in Zeiten wo vernünftiges, verantwortungsvolles Handeln angebracht wäre, immer noch den Feuereifer des europäischen Idealismus voran treiben.

Mich erinnert das an den Film "40 Wagen Westwärts", in dem das Orakel eine langen, harten Winter voraus gesagt hat und dementsprechend vorgesorgt werden müsse. Das darauf folgende Getöse zur Wahrung der Ziele ist an Sarkasmus nicht zu überbieten. Wie der Run auf die Vergemeinschaftung der Schulden. Am Ende sitzt Deutschland allein an dem sumpfigen Tümpel und versucht voller Selbsmitleid noch zu retten was dann noch da ist.

Warum es so ist wie es ist und es normal ist.

@cowboy8

"Für uns ist es egal ob wir Euros oder deutsche Staatsanleihen besitzt, aber die Anderen gewinnen wenn sie vorher Euros in D-Staatsanleihen tauschen"

"Das ist nur dann richtig, wenn der Euro komplett aufgelöst wird. Sobald nur einige Länder aus dem Euro aussteigen, bleiben alte Schulden weiterhin in Euro bestehen.."

Wenn der Euro Aufgelöst wird oder Deutschland aussteigt gewinnen, die Südeuropäer, die Asiaten, die Amerikaner, alle haben dann von den deutschen Staatsanleihen mehr als vom Euro.
Wenn nur einige Südeuropäer aussteigen, dann hätten alle Anleger aus diesen Ländern einen umso größeren Vorteil, wenn sie ihre Euros vorher in deutsche Staatsanleihen getauscht haben um nicht den Wertverlust der nationale Währung mitzumachen.

Die Kurse der Deutschen Staatsanleihen sind deshalb so wie sie sind, weil für viel fast kein Verlust entsteht wenn der Euro bleibt wie er ist, aber Gewinne locken wenn er zusammenbricht und für einige können sogar große Verluste mit Euros drohen.

@ustdigital

"Ganz einfach aus Zins und Zinnesszinns. Hätten Sie oder eine Bank 1970 1 Million richtig angelegt, sagen wir mal so um die 7% aus einer Mischkalkulation unterschiedlicher Staatsanleihen wären es heute ohne einen Finger dafür zu rühren 16 Millionen. Diese 16 Millionen Guthaben werden erwirtschaftet aus den Zinsen und Zinseszinsen von Kreditnehmern, sprich vom Staat, Unternehmen und Privathaushalten. Um das Guthaben von 16 Millionen zu finanzieren müssen genau diese drei Kreditnehmer den Zinssatz erwirtschaften der das Guthaben finanziert. "

Wäre es so einfach, hätte es jeder gemacht, aber:

"Die Bank" muss von Anlageerträgen ihre Kosten (Steuern, Löhne,...) zahlen.

Im Nachhinein lege ich auch zu mehr als 7% sicher an, aber Prognosen sind umso unsicherer je mehr es sich um die Zukunft handelt.

"Ohne einen Finger zu rühren"??? Um 1 Mio. zu 16 Mio in einem Arbeitsleben zu machen, braucht es Sachverstand und gutes Portfoliomanagement. In den meisten Fällen dürfte es schief gehen.

@16:54 — Skywalker

"Erstens ist die Exponentialfunktion kein Schreckgespenst, sonder das natürlichste der Welt. In der Natur gibt es nur exponentielles Wachstum."
--> Ja, in der Natur gibt es exponentielles Wachstum, aber es hört an einem Punkt auf (Beispiel: Morula). Wenn es nicht aufhört, ist es i.d.R. Krebs, und Krebs ist eine tödliche Krankheit, wenn er nicht zum Stillstand gebracht wird.

"Die Zinsen werden durch die Inflation verringert." Schöne Theorie - die Inflation fällt aufgrund des exponentiellen Wachstum an einem Punkt kaum mehr ins Gewicht.

Bye the way: die Zinsen (und Zinseszinsen) fehlen in der Geldmenge.... Das allerdings dürfte zur Katastrophe führen.

@Skywalker

Sich einen Teil der Aussage herauszupicken um sich daran aufzuhängen um den Rest nicht beantworten zu müssen ist dann bitte was?

@Dani:

Ich glaube, sie haben da etwas falsch verstanden.

1. Zinsen erntwickeln sich genau so wie Löhne und Preise. Immerhin bauen Lohnerhöhungen auch immer auf dem Lohn des letzten Jahren auf und nicht auf das Einstiegsgehalt. Ist also vollkommen unproblematisch.

2. Zinsen sind kein leistungsloses Einkommen, denn 1) Zinsen gleichen Inflationsverluste aus 2) Wer bis 60 spart und sich dann ein Haus kauft, lebt vielleicht noch 20 Jahre drin, wer mit 20 auf Pump ein Haus kauft lebt 60 Jahre drin. Allein dafür ist ein Ausgleich erforderlicih.

3. Wenn die Staatsschulden beim Euroeintritt nicht bei Null waren, was spricht dagegen das jetzt nachzuholen. Die Weg ist der gleiche. Rauf mit den Steuern und runter mit den Subventionen, dann kann man die Schulden auch begleichen.

noch was vergessen...

Würden diese Europäischen Binnenmärkte(Gott hab diese Mär selig) weniger kaufen wenn sie nicht dieses Etikett hätten?

@Skywalker

"Es geht um Anleihen mit einer 6 monatigen Laufzeit Der Investor soll also davon ausgehen, dass dieser Umtausch innerhalb der nächsten 6 Monate passieren soll?"

Wenn es nicht passiert verliert er fast nichts, wenn es passiert gewinnt er viel. Das es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass es bereits in den nächsten 6 Monaten passiert sieht man ja am Kurs, der bei ungefähr 0% liegt. Wenn es sehr Wahrscheinlich wäre dass es sehr bald passieren wird und wir die DM einführen würden, die dann z.B. um 30% gegen den Euro aufwerten würde dann würde es sich ja lohnen knapp 130% für eine deutsche Staatsanleihe auszugeben um Gewinn zu machen.
130% Kurs bei einer Staatsanleihe die 6 Monate läuft wären dann eine Rendite, wie üblich auf das ganze Jahr gerechnet, von fast 70%. Die Rendite die viel mit dem Zinssatz verwechseln, wenn in der Vergangenheit behauptet wurde Gr. müsste 25% zahlen.

Der "Markt" sieht es wie Sie, es ist nicht sehr wahrscheinlich für die nächsten Monate, aber nicht 0.

Wer soll das eigentlich verstehen?

Salopp gesagt könnte man anführen, das ist doch Unfug was da geschieht.
Da ich aber davon ausgehe, dass all diese Investoren nicht durch Narretei zu ihrem Geld gekommen sind, gibt mir die Sache doch reichlich zu denken.
Irgendwie wissen die etwas, das wir besser auch wissen sollten. Und als Steuerzahler subventionieren wir auch noch deren Verluste.
Im Ergebnis zeigt mir diese Sache, dass:
- für das riesige Vermögen einiger offensichtlich kaum noch eine Spielwiese vorhanden ist um gut und sicher Geld zu verdienen, und
- Bargeld/Buchgeld anscheinend derzeit das Schlechteste ist was man haben darf.
Das wiederum läßt tief blicken.
Als Prognose gewertet, scheinen doch einige unserem Währungssystem nicht mehr zu trauen.
Also ab in den Urlaub...

Exponentialfunktion

@Molch1: Auch Die Preise wachsen durch die Inflation Exponentiell, genau wie die Geld-/Schuldenmenge durch Zinsen. Wenn Sie eine Inflation von 2 % haben und Zinsen von 2 % auf ihrem Konto haben, bleibt der Wert ihrer Anlage genau gleich. Deswegen macht Geld im Tresor auch Verluste. Die Bank muss das Geld irgendwo verdienen, und das nacht sie über Transaktionsprovisionen und Schuldenzinsen. Weil immer ein gewisses Risiko besteht, dass die Schulden nicht gezahlt werden, ist es für den Gläubiger durchaus "Arbeit", dadurch geld zu verdienen.

@WaSe: Wer sagt, dass es sich um riesige Vermögen handeln muss? Wenn ich Geld übrig hätte am Ende vom Jahr, und es sicher (= ohne möglichen Großen Verlust) Anlegen will, kann auch ich als Privatanleger z.B. 10 Staatsanleihen kaufen. Würde ich nun griechische Staatsanleihen Kaufen, würde ich zwar auf höhere mögliche Erträge und Zinsen spekulieren, aber dafür auch ein wesentlich höheres Ausfallrisiko in Kauf nehmen.

@Skywalker

Die Kosten der Bank für Personal, Organisation usw. betragen rund 1,2 % am Zinssatz. Des weiteren 1% Risikoaufschlag der zu beiderlei Lasten geht. Es sollte bekannt sein das Kreditnehmer einen höheren Zinssatz bezahlen als die Gläubiger erhalten. Die Differenz ist Gewinn für die Bank.
"Hätten es alle gemacht" Ja natürlich haben es alle gemacht die das nötige Kapital hatten oder glauben Sie das es so viele Millionäre in Deutschland durch alleine ihrer Hände Arbeit geben würde. Die Banken haben es ganz selbstverständlich so durchgezogen. Wäre der Raffzahn bei denen nicht durchgegangen und hätten sie auf halbwegs sichere Anlagen gesetzt, mit schmaleren Gewinn, wir hätten noch keine Bankenkrise. Die wäre später gekommen den am Zinseszins ändert das ja nichts.
Sachverstand? ein schlauer Berater der Mathematik beherrscht reicht. Nicht gegen Sie gemeint - habe mich auch erst richtig mit der Materie beschäftigen müssen um diese zu verstehen.

Gute Idee

..und wäre nur sinnvoll, wenn die Schulden auch tatsächlich zurückgezahlt würden. Also Kredit und nicht Geschenk. Glaubt jemand daran?

@17:16 — rex3

"Die Kurse der Deutschen Staatsanleihen sind deshalb so wie sie sind, weil für viel fast kein Verlust entsteht wenn der Euro bleibt wie er ist, aber Gewinne locken wenn er zusammenbricht und für einige können sogar große Verluste mit Euros drohen."

Sie unterliegen da einem Denkfehler. Wenn der Euro zusammenbricht, bricht auch der Wert der Staatsanleihen zusammen, weil der Euro die Nennwährung IST. Deutschland zahlt dem Anleger nur soviel (plus Zinsen) zurück, wie drauf steht und zwar IN EURO.

Fällig werdende Anleihen würden dann mit neuen Anleihen in der neuen Währung refinanziert werden, aber die alten Anleihen bleiben bis zur Fälligkeit in Euro bestehen.

Solange die Nennwährung noch irgendwo existiert, werden die Anleihen nicht in eine neue Währung umgeschrieben.

Sachwerte oder Papiere

cowboy8

"Die Anleger bezahlen also eine geringe Gebühr für das sichere Parken von "Bargeld" für 6 Monate, weil sie sich zur Zeit nicht langfristig festlegen wollen."

Wenn es nur das wäre, dann müssten die länger laufenden deutschen Staatsanleihen ja normale Renditen haben, haben sie aber nicht, auch da bekommt man weniger als Inflationsausgleich.

"Wer den Untergang der Währung fürchtet, würde in Sachwerte investieren und nicht in ein Papier, das maximal genauso viel wert ist, wie seine Nennwährung."

Wenn aber die Nennwährung umgeschrieben wird wie bei der Einführung des Euros, also heutige deutsche Euroanleihen dann in DM oder Nordeuro ausgezahlt werden, dann haben die Besitzer von deutschen Anleihen einen guten Schnitt gemacht.
Außerdem steigen die Sachwerte auch unverhältnismäßig wenn viel sie haben wollen und nach der Krise fallen sie dann wieder, Sachwerte sind dann auch nur Spekulationsobjekte die lediglich nicht auf null fallen können.

lauter Rätsel

Ich nehme zur Kenntnis, dass anscheinend nicht alle Menschen ein dauerhaftes exponentielles Wachstum eine schreckliche Vorstellung finden. Das ist mir zwar ein Rätsel, aber die Welt ist ja bunt.

Auch wenn dieses exponentielle Wachstum ein exponentielles Wirtschaftswachstum erzwingt, scheint das nicht alle Menschen besonders zu stören... - obwohl unsere geliebte Erde doch nicht mit wächst.

Was ich aber unbegreiflich finde, ist, dass man ernsthaft ein verzinstes Schuldgeldsystem gutheißen kann, bei dem das Geld (= Schuldscheine) für die Zinsen und Zinseszinsen in der Kreditsumme gar nicht existieren, also insgesamt in der Geldmenge fehlen.

Die Schulden sind faktisch nicht zu tilgen (es sei denn, man vernichtet Geldvermögen).
Schulden, die nicht rückzahlbar sind - systembedingt -, sind keine Schulden.

Und immer wieder der gleiche Zinseszinsblödsinn

@ustdigital

"Ganz einfach aus Zins und Zinnesszinns. Hätten Sie oder eine Bank 1970 1 Million richtig angelegt, sagen wir mal so um die 7% aus einer Mischkalkulation unterschiedlicher Staatsanleihen wären es heute ohne einen Finger dafür zu rühren 16 Mil"

Erstens bekommt niemand, ohne Risiko über 40 Jahre 7% Zinsen. Zweitens wird, wie immer bei solchen "Zinseszinsfanatikern" die ebenfalls exponentiell verlaufende Inflation einfach unter den Tisch gekehrt, als ob es nie eine gegeben hätte.

Wenn man sich die Zinsen für Staatsanleihen in unterschiedlichen Währungssystemen mal anschaut, dann stellt man schnell fest, dass diese immer in einem Verhältnis zum Risiko und vor allem zur Inflation stehen.
Bei hoher Inflation sind die Zinsen hoch und umgekehrt, wenn auch manchmal mit Verzögerungen.

Seriöse Staaten, die ihre Finanzen halbwegs im Griff haben bezahlen fast nie mehr als 1% über Inflation, oft sogar weniger.

Nach 41 Jahren werden dann inflationsbereinigt aus 1 Mio höchstes 1,5 Mio

@Skywalker - exponentiell

In der Natur gibt es nur exponentielles Wachstum.

Sorry, da muss der Mathematiker aber widersprechen.

@cowboy8

"Sie unterliegen da einem Denkfehler. Wenn der Euro zusammenbricht, bricht auch der Wert der Staatsanleihen zusammen, weil der Euro die Nennwährung IST. Deutschland zahlt dem Anleger nur soviel (plus Zinsen) zurück, wie drauf steht und zwar IN EURO."

Kommt drauf an was man unter einem Zusammenbruch versteht. Wenn alles zusammenbricht, meinetwegen.
Wenn aber Deutschland aus dem Euro aussteigt, oder wir einen Nord- und einen Südeuro oder die DM kontrolliert und geplant einführen dann werden die deutschen Staatsanleihen umgeschrieben oder einfach in der neuen Währung ausgezahlt wie bei der Einführung des Euros auch.

"...aber die alten Anleihen bleiben bis zur Fälligkeit in Euro bestehen."

Nach der Euroeinführung wurde auch keine alte Anleihe in alter Währung ausgezahlt. Wenn es einen kontrollierten, von der Politik geplanten Währungswechsel gibt wird nicht in Euro sondern der neuen Währung ausgezahlt, das ist aber dann eine Entscheidung der Politik und der Zentralbanken.

Da verdient keiner was. Reine Verblödung, diese Schlagzeile.

Deutschland verdient genau: nix.

Momentan will keiner Papiergeld. Alles drängt in Sachwerte wie Gold, Silber, Immobilien und Produktionsgut. Es herrscht blanke Panik - keiner will die Schrottwährung in seinem Tresor haben. Banken kaufen sogar tonnenweise Kupfer, Holz und Halbmetalle lagern diese Rohstoffe in neugebauten Lagerhallen (Artikel auf ftd http://alturl.com/dhtzki). Keiner will Papiergeld - weder Dollar noch Euro. Alles rennt und grapscht, um das Bargeld noch vor der Kernschmelze los zu werden. Man akzeptiert sogar Negativzinsen, wenn man dafür bloß den 'heißen Stoff' los wird, bevor er im eigenen Portfolio explodiert.

Und die Strategie ist dieselbe wie bei den CDOs, CDS, den Bankenpleiten und der sog. Eurokrise: Man arrangiert sich per Wahlkampfspenden und postpolitischen Karriereversprechen mit den Politikern und pappt dann den Bürgern 'alternativlos' den Schwarzen Peter aufs Auge: Gerhard Schröder, Roland Koch, Joschka Fischer ... lassen grüßen

Zur Erklärung

Viele Fragen sich sicherlich, warum ein Investor negative Zinsen in Kauf nimmt.

Das liegt größtenteils daran, dass es vielen Organisationen (teilweise Versicherungen usw.) untersagt ist Bargeld zu horten. Dementsprechend müssen sie ihr Geld irgendwie wieder ausgeben.

@molch1

"Die Zinsen werden durch die Inflation verringert." Schöne Theorie - die Inflation fällt aufgrund des exponentiellen Wachstum an einem Punkt kaum mehr ins Gewicht."

Unsinn: Die Inflation eines Jahres wiegt nicht- aber die Zinsen eines Jahres eben auch nicht. Die Inflation wächst mit der gleichen Gesetzmässigkeit wie die Zinsen... Das ist per se erstmal kein Problem- notfalls streicht man ein paar Nullen und die Potenzfunktion ist ausgebremst.

@jourhiver

"Sich einen Teil der Aussage herauszupicken um sich daran aufzuhängen um den Rest nicht beantworten zu müssen ist dann bitte was?"

Was das ist? Nichts anderes als ein Kommentar zu genau dem zitierten Teil. Und nichts anderes sollte es sein. Ich denke nicht, dass ich mich da unklar ausgedrückt hatte.

@ustdigital

"Die Kosten der Bank für Personal, Organisation usw. betragen rund 1,2 % am Zinssatz. Des weiteren 1% Risikoaufschlag der zu beiderlei Lasten geht. "

Diese Pauschalisierung ist unzulässig: je höher der Ertrag, desto höher der Risikoaufschlag. Der Risikoaufschlag kann auch mal mehr als die Hälfte betragen.

Ich bleibe bei meiner These- wäre es so einfach hätte es jeder gemacht- man kann die Zahlen ja auch runterbrechen statt aus 1er mach 16 mio nehmen wir aus 100000 mach 1.6 mio...

"Wäre der Raffzahn bei denen nicht durchgegangen und hätten sie auf halbwegs sichere Anlagen gesetzt, mit schmaleren Gewinn, wir hätten noch keine Bankenkrise. Die wäre später gekommen den am Zinseszins ändert das ja nichts."

Hätten sich nicht Leute Geld geliehen, die es nicht zurückzahlen können- hätten wir kein Problem! Der Zinseszins ist kein Problem sondern schlichtweg logisch. Sie widersprechen sich, wenn Sie erst von geringem Risikoaufschlag von 1% reden und dann dass es unsichere Anlagen waren.

@rex3

Was macht Inflation? Sie senkt das Wirtschaftswachstum.
Kein Wachstum = sinkende Bedienung der Schulden. Ich gebe Ihnen recht das 7% über 40 Jahre sehr Hypothetisch sind aber der Abstand zwischen Schulden und Guthaben vergrößert sich trotzdem weiter. Nach 40 Jahren 1,5 Millionen bei 1 Million als Anlage? Bei einem Zinssatz von 5% beträgt das Ergebnis zZ. bereinigt nach 10 Jahren bei 1,6 Millionen.
Das sind wirklich keine 16 Millionen nach 40 Jahren aber von 1,5 Millionen weit entfernt. Da haben wir uns wohl beide etwas verrechnet?

@Advokatus Diaboli

"In der Natur gibt es nur exponentielles Wachstum.

Sorry, da muss der Mathematiker aber widersprechen.
"

Einverstanden! Dann formuliere ich um und sage "Häufig" statt "nur", bzw. sage direkt, dass der natürliche Logarithmus nicht ganz ohne Grund so heisst, da ein exponentielles Wachstum absolut natürlich ist... ;-)

Der Kern meiner Aussagen bleibt aber bestehen.

Fragt sich nur ab wann Deutschland die Prämie zahlt,

dafür dass man für die Schulden der anderen mithaftet.

Dieser negative Effekt der noch kommen dürfte, dürfte um einiges größer sein.

An die Leute. die meinen,

Inflation wöge den Zinseffekt auf:
Englisch sprechende Menschen oder solche mit Latein-Kenntnissen haben es da leichter. Was ist denn Inflation? Sie hat nichts mit "Teuerung" zu tun, sondern durch das Aufblasen der Geldmenge (inflate a tire = Luft in einen Reifen blasen, deflate = Luft entweichen lassen) wird der Wert der einzelnen Zahlungseinheit verringert, daher müssen die "Preise" (in Zahlunhseinheiten) "erhöht" werden, um einen "Wertausgleich" zu schaffen. Die Erhöhung der Geldmenge (über das tatsächliche Wirtschaftswachstum hinaus) innerhalb eines Währungsraumes ist also nicht Gegenpol, sondern Grund der "Inflation".
Dabei spielen a)Zins/Zinseszins, aber auch b)die (mehr oder weniger) unkontrollierte Geldschöpfung durch Giralgeld eine Rolle.

Im Klartext: so rennen wir _immer_ hinterher, und zwar exponentiell, wie hier schon angeschnitten.

@rex3

"...dann werden die deutschen Staatsanleihen umgeschrieben oder einfach in der neuen Währung ausgezahlt wie bei der Einführung des Euros auch."

Bei der Einführung mussten die Anleihen in Euro umgeschrieben werden, weil es ab diesem Zeitpunkt die DM nicht mehr gab. Das würde umgekehrt nur dann wieder genau so passieren, wenn der Euro KOMPLETT aufgelöst werden würde. Solange Deutschland nur aussteigt und der Euro weiterhin besteht, gibt es für Deutschland überhaupt keinen Grund, die bestehenden Anleihen umzuschreiben. Warum sollte man auch? Die Aufwertung der neuen DM würde unsere Verschuldung kräftig reduzieren.

@rex3 et al. Nordeuro/Südeuro

Das Szenario Nordeuro/Südeuro ist Blödsinn. Dazu müsste man den Euro beenden und freiwillig 2 neue Euros einführen. Während ich mir das bei den Nordländern noch vorstellen kann, glaube ich das bei den Südländern auf keinen Fall. Warum sollten die Spanier mit den Griechen eine neue Währung gründen wollen? Spanien würde sich zu seinem Bankenproblem auch noch den maroden Staatshaushalt Griechenlands mit ins Boot holen. Da wären sie alleine aber besser dran.

Die Südländer bleiben höchstens auf dem Euro sitzen, wenn der Norden aussteigt. Sollten dann die Südländer weiterhin eine gemeinsame Währung wollen, würde es mehr Sinn machen, den alten Euro einfach zu behalten.

Man hätte dann weiterhin den alten Euro und einen neuen Nordeuro.

@ustdigital

"Ich gebe Ihnen recht das 7% über 40 Jahre sehr Hypothetisch sind aber der Abstand zwischen Schulden und Guthaben vergrößert sich trotzdem weiter. Nach 40 Jahren 1,5 Millionen bei 1 Million als Anlage?"

Inflationsbereinigt habe ich ausdrücklich geschrieben. Das heißt umgerechnet auf den Wert der Währung von damals.

"Bei einem Zinssatz von 5% beträgt das Ergebnis zZ. bereinigt nach 10 Jahren bei 1,6 Millionen.
Das sind wirklich keine 16 Millionen nach 40 Jahren aber von 1,5 Millionen weit entfernt. Da haben wir uns wohl beide etwas verrechnet?"

Nein, Sie rechnen immer noch ohne Inflation.

Wenn die Zinsen im schnitt bei 5% liegen würde, dann liegt die Inflation mindestens im Schnitt bei 4%!

1 Mio. nach 40 Jahren sind bei 5% mit Zinseszins 7 Mio.

Bei einer Inflation von 4% hat man eine Geldentwertung über 40 Jahre auf 0,21 der ursprünglichen Kaufkraft.

Daraus folgt, dass man nach 40 Jahren 7 Mio hat, mit einem Wert der 1,458 Mio. entspricht zum Zeitpunk der Geldanlage.

@cowboy8

"Solange Deutschland nur aussteigt und der Euro weiterhin besteht, gibt es für Deutschland überhaupt keinen Grund, die bestehenden Anleihen umzuschreiben. Die Aufwertung der neuen DM würde unsere Verschuldung kräftig reduzieren."

Das ist eine politische und eventuell auch eine Juristische Frage.
Wenn Deutschland nicht bankrott ist wird man sich fragen ob man einfach so alle Sparer und vor allem die Rentner die man vorher aufgefordert hat mit Rietser und Rürup für die Rente zu sparen enteignen möchte.

Es wäre jedenfalls definitiv eine Enteignung, die nicht anders wäre als zu sagen wir zahlen einfach nur 75% des Nennwertes einer jeden Euro-Staatsanleihe zurück. Ich glaube nicht mal Rot-Rot-Grün würde sich das erlauben, Schwarz-Gelb sicher nicht. Nur einen Teil des Nennwertes der Staatsanleihen zurück zu zahlen würde exakt so viele Schulden reduzieren und Sparer enteignen wie eine neue Währung einzuführen, per Gesetz alles umzurechnen zu lassen außer die Staatsanleihen.

@ Skywalker

Mag alles sein, aber der Zins spiegelt noch mehr wieder und zwar ein leistungsloses Einkommen der Gegenwert ist nur "Zeit" sonst nichts. Der Zins nutzt nur dem der am Ende diese Zinsen kassiert und die können weit wandern.

@rex3

Wenn Sir recht haben und die Gewinne inflationsbedingt nur so gering ausfallen dann haben wir alle inflationsbedingt viel weniger Schulden als gedacht. Oder wo steckt das Geld?
Helfen Sie mir auf die Sprünge.

@Dani

"Mag alles sein, aber der Zins spiegelt noch mehr wieder und zwar ein leistungsloses Einkommen der Gegenwert ist nur "Zeit" sonst nichts. Der Zins nutzt nur dem der am Ende diese Zinsen kassiert und die können weit wandern."

Falsch. Ein leistungsloses Einkommen ist der Zins nur in den Regionen der Inflation. Und bei grossen Summen frisst die Kapitalertragssteuer 25% weg, so dass ohne Leistung allenfalls ein Werterhalt, aber kein Einkommen dabei rumkommt. Um wirklich signifikantes Einkommen oberhalb Werterhalt zu generieren bedarf es schon einiger Leistung. Und wenn die Arbeit nur aus sorgfältiger Recherche besteht ist es dennoch Arbeit. Es ist schliesslich auch durchaus Leistung herauszufinden wer mit meinem Geld den grössten Zugewinn erwirtschaften kann und dabei das geringste Verlustrisiko besteht...

Nordeuro + Alt-Euro der dann zum Südeuro wird.

@cowboy8

"Die Südländer bleiben höchstens auf dem Euro sitzen, wenn der Norden aussteigt. Sollten dann die Südländer weiterhin eine gemeinsame Währung wollen, würde es mehr Sinn machen, den alten Euro einfach zu behalten.
Man hätte dann weiterhin den alten Euro und einen neuen Nordeuro."

Exakt so habe ich das auch gemeint und nur so könnte es auch laufen wenn man nicht einfach abwarten möchte bis alles in sich zusammen bricht.

Die Südeuropäer würden freiwillig niemals eine neue, schwächere, unglaubwürdige Währung einführen und zwingen kann man sie kaum.

Die Lösung kann nur darin bestehen, dass die Nordeuropäer zusammen aussteigen, am besten politisch abgesprochen und kontrolliert, und einen Nordeuro oder ähnliches einführen. Der Resteuro wäre dann ab dem Moment automatisch der Südeuro auch wenn es die gleichen Scheine sind und bei den Südländern nichts umgerechnet wird.

Ich warte darauf, dass Finnland endlich diesen Vorschlag, am besten gemeinsam mit den anderen Skandinaviern.

Unsinn

Der Zins nutzt nur dem der am Ende diese Zinsen kassiert und die können weit wandern.

Der Kreditnehmer gibt das Geld aus, ohne dass es ihm irgendetwas nützt? Wozu nimmt er dann überhaupt einen Kredit auf...

Niemand wird aus dem Euro aussteigen

Der Euro hat seit seiner Einführung bis zur Kriese 2008 gegenüber dem US$ stetig an Wert gewonnen und war drauf und dran, den US$ als Leitwährung abzulösen. Wenn Öl in Euro gehandelt werden würde, wäre das für die Amerikaner eine Katastrophe. Darüber sollte man mal nachdenken.

Auch nach 2008 hat sich der Euro nach 2 heftigen Rückschlägen immer relativ schnell berappelt. Selbst heute, mit ca. 1,23 $ steht der Euro noch gut da. Wer in die USA fährt und die Preise sieht wird feststellen, dass ein Wechselkurs von 1:1 in etwa fair wäre.

Europa ist stark und wird diese Kriese überwinden.

Darstellung: