Kommentare

"Beute machen" ist nur weitere Umverteilung nach oben

Privatisierung ist *jetzt* sicherlich kein richtiger Lösungsansatz; denn die zu erziehlenden Preise sind viel zu niedrig.

Erst muß das Land gesunden und reformiert werden, dann kann man an Verkauf denken.

Also die Grundlagen schaffen, damit Investitioonen möglich und erfolgreich sind, und das geht nicht mit weiterem Ausplündern. Wer das jetzt fordert, denkt nur daran, möglichst rasch nocht restliche Mittel abzuschöpfen, bevor alles knallt, aber nicht daran, wirklich zu helfen. Eine zynische Verlogenheit (wie seit Anbeginn).

Auch wenn es griechische Politike und Mentalität waren, die das herbeiführten, alle in der EU haben zugesehen und es "aus politischen Gründen" gebilligt. Aber keiner der Politiker steht vor Gericht, weder in Griechenland, noch sonst in Europa.

Mit Sicherheit

ist die, von Samaras angekündigte Privatisierung der EINZIG richtige Weg heraus aus der Schuldenkrise. Alles Andere wäre reine Geld- und Zeitverschwendung.
Einer Fristverlängerung für die Finanzrückzahlungen würde ich keinesfalls zustimmen, denn das würde die Ernsthaftigkeit seiner Absichten in Frage stellen.

Privatisierungen

'Vor allem aber kritisierte Tsipras die geplanten Privatisierungen: "Privatisierungen werden unsere Wirtschaft nicht retten, sondern sie ausplündern." Das Regierungsprogramm lese sich wie ein Verkaufsinserat, so Tsipras, als wolle die Regierung Griechenland verkaufen. Dagegen werde seine Partei kämpfen, im Parlament und auf der Straße. Die geplanten Privatisierungen nannte Tsipras ein Verbrechen.'

Das sehe ich genauso. Zuerst werden die Banken "gerettet" und danach wird mit dem frischen Geld lustig weitergezockt und das Land dann völlig ausgeplündert.

Ist Griechenland dann ausgesaugt, kommen Spanien, Italien, ... und am Ende auch Deutschland an die Reihe.

Nichts neues

Die Besten Sachen werden günstig verkauft, eingie wenige machen gut Geld dabei, nur der Staat hat durch die wenigen guten Sachen die verkauft wurden weniger Einnahmen, kennen wir den Kreis...

Privatisierung der Infrastruktur ist Diebstahl und Hehlerei

Was kann die Privatwirtschaft tun, was der Staat nicht kann?

Nichts, außer Gewinne zu privatisieren und gesellschaftliche Errungenschaften abzubauen.
Dies ist eine Binsenweisheit.

Eine hübsche Geschichte: Steuerhinterziehung zulassen und dann die Infrastruktur an die Steuerhinterzieher verkaufen, damit diese noch mehr Steuern hinterziehen können.

Wie doof kann man eigentlich als Politiker sein?
Beliebig, solange die eigene Kasse stimmt.

Viel zu kurzsichtig!!

Es kann doch nun wirklich nicht sein, dass eine von Banken, Spekulanten und korrupten Beamten erschaffene Krise nun auch noch dazu führt, dass das Eigentum des Volkes (denn durch wessen Geld wurde denn der Schienenbau, die Technik etc. finanziert?) verhökert wird. Vor allem nur, um schnell Geld zu machen, dass dann obig genannten ausgezahlt wird.
Eine nachhaltige Politik muss sich um Werterhalt kümmern, so dass auch künftige Generationen noch ein Grundkapital haben, auf dass sie bauen können.
Bitte kommt endlich mal alle zur Vernunft und hört auf, den ach so vertrauenswürdigen Großinvestoren noch mehr Geld und Macht zu geben und besinnt euch auf den eigentlichen Sinn einer Regierung - ist es wirklich gut für die Bevölkerung, wenn die Kosten für das Reisen mit der Bahn aus unternehmerischen Gründen ansteigen? Für einen Service, den sie selbst durch Steuergelder finanziert haben?

und wir beklagen uns ?

So sieht es aus: als Mitglied der EURO-Zone hat Griechenland seine Souveränität praktisch eingebüßt. Es verkauft seinen Besitz nicht, weil das Volk das so beschlossen hat, sondern weil es das im Zuge der EURO-Rettung jetzt von uns und anderen Gläubigern diktiert bekommt.

Es stimmt eben, dass durch die Einführung des EURO alle Bürger Europas - auch wir - einen Teil unserer Souveränität abgegeben haben.

An dieser Stelle ist enormer Verbesserungsbedarf, und es wäre schön, wenn auch nur eine einzige Partei sich dem verpflichtet fühlen würde.

Tropfen auf den heißen Stein

Konnte denn D. in den letzten 30 Jahren durch Privatisierungen seine Staatsschulden signifikant senken?
Nein, es waren nur Strohfeuer, die aber langfristig den Bürgern stetig steigende Preise beschert haben.

Hätte man nicht verkauft und die Preise so erhöht, wie es die Privaten gemacht haben, hätte der Staat inzwischen weitaus höhere Einnahmen erzielen können, die den Bürgern an anderer Stelle zugute gekommen wären.

Daß Samaras versucht, die Privatisierung mit "Investitionen und Arbeitsplätzen" schmackhaft zu machen, widerspricht aller Erfahrung, denn zuerst werden massiv Menschen entlassen.

Wenn die Troika daran glaubt, daß von außen zB die Steuerverwaltung reformiert werden kann, dann sollte man auch glauben, daß die Staatsbetriebe saniert werden können.

Da diese offenbar einen Wert darstellen, könnten sie als Sicherheiten für Kredite dienen.
Aber der IWF wird das schon zu verhindern wissen.

Wieso redet alle Welt von "den Griechen"?

Wollen wir doch mal festhalten, dass das Geld, um das hier in Deutschland Rotz und Wasser geheult wird, einzig zur Rettung von Banken verwendet wird.
Griechenland hat Schulden bei Banken; Schulden, die es nicht zurückzahlen kann, weil - ja weil die von eben denselben Banken unterhaltenen Ratingagenturen meinen, Griechenland hätte *zuviel* Schulden und nun a) die Zinsen nach oben treiben und b) dem Land Maßnahmen auferlegen, die eine Konsolidierung des Haushaltes erst Recht unmöglich machen.

145% des BIP sind in der Tat kein Pappenstiel. Über die Ursachen der enormen Verschuldung wurden genügend Worte verloren. Doch wie kommen denn die Ratingagenturen, und Europas Politiker darauf, es wäre eine hilfreiche Maßnahmen, dem griechischen Staatshaushalt die Einnahmequellen zusammenzustreichen? Lohnzahlungen bedeuten auch immer Steuern an den Staat. Und zwar erstens direkt durch Lohnsteuer und zweitens durch Mehrwertsteuer beim Ausgeben des Lohns. Lohnsenkungen sind somit unsinnig.

Gibt es eigentlich irgendwo ein Beispiel...

Gibt es eigentlich irgendwo auf der Welt ein Beispiel für eine mittel- und langfristig (>10 Jahre) gelungene Privatisierung?

Was jetzt passieren wird ist dass die Preise für Zugfahrten steigen werden und die Strecken verrotten werden. Dadurch wird es noch unattraktiver in Griechenland zu investieren. Warum soll ich ein Unternehmen da unten aufbauen, wenn die Mitarbeiter sich die Anfahrt nicht leisten können?

Wer heute noch die Privatisierung als sinnvollen Weg sieht, ignoriert Jahrzehnte der Realität.

Wieso redet alle Welt von "den Griechen"? (2)

Und wieso kommt jemand auf die glorreiche Idee, es wäre hilfreich, quasi den gesamten Staat zu privatisieren?

Privatisierung öffentlicher Verwaltung und Infrastruktur war noch nie eine gute Idee. Beispiele aus UK (Bahn), Bolivien (Wasser), Deutschland (WoBa Dresden, Berliner S-Bahn bzw, DB allgemein) zeigen, dass private Anbieter kein Interesse daran haben, gute Leistungen zu günstigen Preisen anzubieten. Infrastruktur verkommt und wird trotzdem immer teurer verkauft. Letztlich wird dem Staat nichts anderes übrig bleiben, als das ehemals verschleuderte Tafelsilber wieder teuer zurück zu kaufen und dann (mit noch mehr Geld) notwendige Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahmen durchzuführen, die die Privaten bis dato unterlassen haben.

Griechenland ist momentan der feuchte Traum aller neoliberal Verblendeter. Das Land ist im Schraubstock und man kann all die Maßnahmen durchboxen, die man ob Finanzmacht sonst nur Dritte-Welt-Ländern aufzwingen kann.

Wie lange können damit die Zinsen bezahlt werden...

... und was kommt danach? Man kann sein Tafelsilber nicht jeden Monat neu verkaufen. Was weg ist ist weg. Unwiederbringlich. Zurück bleibt ein noch ärmeres, noch handlungsunfähigeres Griechenland mit noch weniger Chancen. Den Kampf exponentielles (Zinslast) gegen natürliches (Realwelt) Wachstum kann man nicht gewinnen!

Nebenbei: Investoren, die sich in Griechenland einkaufen, tun das primär, weil sie etwas verdienen wollen. Deshalb heißen die so.

Spekulation: Griechenland bleibt so lange noch im Euro, bis alles, was noch einen Wert hat, zum Sonderpreis ausverkauft wurde. Dann kommt eine neue Währung. Warten wirs ab...

Super, statt mehr Veratwortung nun noch weniger!

Das Privatisierungen überhaupt nix bringen, wenn einem die Kontrolle fehlt, kann man durch genügend weltweite Beispiele belegen.
Gerade bei Eisenbahnen, die die Wirtschaftslokomotive vor hundert Jahren waren, ist dies z.B. in Neuseeland, GB gescheitert, und wenn man in Deutschland da nicht rechtzeitig die Zügel wieder angelegt hätte, wäre das auch hier passiert.

Von einer Staatsführung kann man erwarten das sie den Staat zum Wohle aller führt (ohne in die Sozialromantik zu verfallen und die innere Verteilung anzusprechen). Führung hört dann auf, wo die Verantwortung verlagert wird.
Und wenn die Verantwortung vom Gärtner auf den Bock verlagert wird...!

Alles spielt seine Rolle im Zusammenspiel und da kann man nicht so ohne weiteres die Rollen tauschen oder diese abgeben und nur die Gage kassieren! Das funktioniert nicht.
Und gerade bei Griechenland liegt das Problem nicht an zu strengen Zügeln, sondern an der Zügellosigkeit!

Griechenland braucht Politiker aus dem Volk.

Das Beamtenheer muss zwar abgebaut werden, aber Privatisierungen werden das Land nicht retten. Dies bedeutet weitere Ausbeutung, da die Privatwirtschaft nur auf Gewinnmaximierung aus ist. Griechenland braucht Politiker aus dem Volk um die dringenden Steuern einzutreiben. Solange es von Leuten wie Samaras, welche aus den Elite-Familien stammen, regiert wird, gibt es für das Land keinen Neuanfang,weil diese nicht gegen ihren eigenen Stand vorgehen und die Reichen deshalb weiterhin unversteuert bleiben. Im Gegenzug müssen die Normalbürger immer mehr bluten. Das ist der Skandal!!!
Deutschland hat angeboten 165 Finanzbeamte zwecks Hilfe zu entsenden. Dies wurde abgelehnt. Dies zeigt, dass die derzeitigen Politiker überhaupt nicht gewillt sind, ein funktionierendes Finanzwesen einzuführen.
Fazit: Unter diesen Umständen muss Griechenland aus der Eurowährung austreten.

Wollen wir Wetten?

Für so schöne Willenserklärungen gibt es doch sicher wieder ein paar Milliärdchen um das Bankensystem zu schmieren.

@Christian Berger

So ein Beispiel für eine gelungene Privatisierung > 10 Jahre gibt es: Die Nordwestbahn fährt seit dem Jahr 2000 mit modernen Zügen auf den Strecken Wilhelmshaven - Osnabrück und Bremen - Osnabrück, meist im Stundentakt. Wer den Zustand zuvor gekannt hat, weiß das zu schätzen.

Privatisierung wird Steuerhinterziehung verschlimmern

Ich will die Populismuskeule nicht schwingen, aber werden die Privatisierungen nicht dazu fuehren, dass noch mehr private Gewinne am Fiskus vorbeigeschmuggelt werden? Es ist doch sinnvoller ein Staat schoepft ueberschuessiges Geld seiner staatlichen Unternehmen selbst ab als dass er hofft die Steuergelder der verstaatlichten Unternehmen wuerden sich entsprechend rentieren.
Kurzfristig kommt durch den Verkauf natuerlich erstmal massig Geld in die Kasse, aber bei der Wirtschaftsmentalitaet, die Griechenland dorthin gebracht hat, wo es nun ist, sehe ich schwarz fuer eine bessere Zukunft fuer die Griechen. Hier wird ein kaputtes Land doch wirklich nur noch verscherbelt und potentielles Volksvermoegen wird den Heuschrecken der Wirtschaft geopfert und ins Ausland geschafft.

Exekution des Staates

Es sind immer und überall die gleichen Götzen, denen gedient wird.

Das Zauberwort heißt, wie könnte es anders sein, Privatisierung!

Die Filetstücke des Staates gehen für ein Apfel und ein Ei an die Investoren, die dann über Oligopole (Kraftwerke, Eisenbahn) abkassieren können, bis für die Bürger der Arzt kommt.

Ein Staat, der sein Volksvermögen an private Investoren verscherbelt, um überlebensfähig zu sein, hat eigentlich schon aufgehört zu existieren- die Exekution des Staates schreitet weiter voran!

Der Staat...

...ist als Unternehmer ungeeignet. Das trifft ganz besonders auf den griechischen Staat zu. Auch wegen der weit verbreiteten Korruption.
Deshalb sind die Privatisierungen gut und wichtig für dringend benötigtes Wachstum.

@ Christian Berger

Sehr richtig!!!
Freiwillig hätte die Telekom die Preise sicherlich nicht gesenkt.

Zu spät!

Staatsbetriebe erfüllten allgemein die Rolle, ihre Leistungen für die Bürger günstig anzubieten, Beschäftigung für diejenigen zu bieten, die auf dem freien Arbeitsmarkt wenig Chancen hätten und nach gesetzlichen Vorgaben zu arbeiten. Aber sie mussten auch finanzierbar sein und keinen Selbstzweck erfüllen. Leider wurde vielfach zu spät die Notwendigkeit einer Restrukturierung erkannt.

Ich wäre noch froh, wenn insbesondere Energie (Strom/Gas) in Staatshänden wären - aber auf diesem Sektor haben sich etliche Politiker im Zuge der Privatisierung kaufen lassen. Mit Provisionen für die Abwicklung und mit Posten in Vorständen und Aufsichtsräten und haben so nur selten Entscheidungen im Sinne der Bürger getroffen.

Die gr. Politiker werden auch hier ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Und ihre Mitstreiter mit weiteren Posten belohnen - keinesfalls nur ein griechisches System!

"Um Geld einzunehmen, will er

"Um Geld einzunehmen, will er die staatliche Eisenbahngesellschaft privatisieren."

"Will er" das wirklich oder tut er nur was die Troika verlangt?

Denn er (seine Partei) wurde ja von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt. Also sollte er tun was die Mehrheit der Bevölkerung will und nicht was "er will".

Will die Mehrheit der Bevölkerung die Privatisierung?

unwirtschaftliche Geldvernichtungsmaschinen

Auf den ersten Blick könnte man in der Tat fragen "warum verkaufen die das Tafelsilber?". Aber bei etwas genauerem hinsehen erkennt man: Tafelsilber, was bloß Staub ansetzt bringt niemandem etwas.

Staatlich gelenkte Betriebe sind meist äußerst unwirtschaftlich, da diese ähnlich wie Behörden aufgebaut und vor allem so geleitet werden. Des Weiteren hat der Staat i. d. Regel den Marktzugang für private Unternehmen beschränkt/untersagt, so dass kein Wettbewerb herrscht. Ohne Wettbewerb sind natürlich auch die Preise hoch, das Unternehmen versinkt in Stasis und passt sich in keiner Weise den Marktbedürfnissen an.

Sparen und Reformen? Das wird doch wieder nichts...!

Das wird doch wieder nichts mit dem angekündigten Sparen und den Reformen!

Griechenland ist ein Fass ohne Boden!

Die Troika wird auch jetzt wieder feststellen müssen, daß die Griechen wieder NICHT gespart haben und die dringend notwendigen Reformen wieder NICHT umgesetzt haben.

Trotzdem wird es für die Griechen wieder mal zig Milliarden geben...

Wie lange noch??

Der deutsche Steuerzahler zahlt ja mittlerweile für die Schulden halb Europas, weil Frau Merkel, Herr Gabriel und Konsorten dies so beschlossen haben.

Die desaströse und unfähige Euro-Politik von Regierung und Opposition sorgt dafür, daß wie ewig für die hoch verschuldeten EU-Pleite-Staaten zahlen müssen.

Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, Irland.....! Welche Länder brauchen dann Hilfe? Welches EU-Pleite-Land müssen wir, die deutschen Steuerzahler, dann "durchfüttern"?

Ich stimme Herrn Prof. Sinn vom "Ifo"-Institut zu, der fordert, daß Griechenland aus dem Euro austreten muß!

Fakt ist: DER EURO IST GESCHEITERT!

Frau Merkel, so Tsipras, sei

Frau Merkel, so Tsipras, sei im Moment in Europa das Antieuropäischste.

Ja, und die Deutschen bzw. CDU selst und dieser Herr Lambsdorff meinen, Deutschland müsse Europäisch sein.
Das ist skurill, man tut so, als würde man Europäisch sein, aber in der Wirkung, vor allem auf die Bevölkerung ist man etwas, das an eine ganz schlimme Zeit erinnert, die ich hier nicht erwähnen darf wegen Zensur (Abkürzung: D. R.; Zeitspanne: irgendwann zwischen 1900-1960).

des Weiteren...

... sind staatliche Unternehmen nicht, wie von einigen hier behauptet, als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vorgesehen (DDR & Sowjetunion lassen grüßen).

Ein weiterer positiver Privatisierungseffekt: Das unrentable Unternehmen (da keine Gewinne) kostet kein Geld mehr, sondern bringt Geld durch Steuern ein. Und zwar zahlt nicht nur das Unternehmen Steuern, sondern auch alle (privat) bezahlten Arbeitnehmer! Der Verkaufspreis eines Staatsunternehmens ist also zweitrangig, die positiven Effekte bringen das Geld ein. Zudem ermöglicht nur ein privat bedientes Geschäftsfeld, dass Investoren ihr Geld dort anlegen und neue Arbeitsplätze schaffen. Näher auszuführen, wie stumpfsinnig es ist, private Investoren mit Finanzhaien zu vergleichen, verzichte ich mal an dieser Stelle.

Monopole und Oligopole sind kein Gewinn

Monopole oder Oligopole arbeiten kaum anders als Staatsunternehmen, sparen aber ganz gerne mal bei der Sicherheit. Irgendwoher müssen ja die gigantischen Gehälter der Bosse kommen. Bei der Tilgung der Schulden hilft vielleicht in Griechenland endlich die Rüstungsausgaben zu minimieren und die Steuer der reichen Griechen mit Hilfe der anderen Länder Europas einzutreiben.

@ Christian, Gray, Ladycat

Der Griechische Staat hat sich in die EU gemogelt und jahrelang über seine Verhältnisse gelebt, sich günstige EU Kredite besorgt, und nun bekommt er Schuldenerlass, ESM, Sonderbehandlungen etc.

Meiner Meinung nach ist die Eisenbahn in Privater Hand auf jeden Fall besser aufgehoben, als in der Hand des Staates, der sich in jeder Hinsicht als absolut inkompetent erwiesen hat!

Es gibt ja auch keine Alternativen mehr, bis auf den brüchtigten EU Austritt....

Schnelle Lösung mit bösem Nachspiel

Bzgl.:
"Ein weiterer positiver Privatisierungseffekt: Das unrentable Unternehmen (da keine Gewinne) kostet kein Geld mehr, sondern bringt Geld durch Steuern ein. Und zwar zahlt nicht nur das Unternehmen Steuern, sondern auch alle (privat) bezahlten Arbeitnehmer!"

Zumindest, bis der Staat wieder für die Sanierung ausgeplünderter Grundversorgungssparten (Bahn, Post, Strom und Wasserversorgung) einspringen muss. Wie in England, als die Privatisierung der Bahn nach wenigen Jahren (Monaten?) rückgängig gemacht werden musste, weil "Private Investoren" zwar durchaus am Verkauf von Fahrkarten, nicht aber an der Wartung des Streckennetzes interessiert waren...

Grundversorgung: Aufgabe des Staates.
Alle Extras: Spielwiese für Finanzhaie.

@ Mayhem: Nicht ganz...

Ja, ein nicht-staatliches Unternehmen bringt Steuern. Aber die meiste Erfahrung lehrt, dass es keine neuen Arbeitsplätze bringt, sondern welche kostet. Das wiederum bringt aber Kosten für den Staat! Ob sich die Steuern und die Kosten ausgleichen ist dann Frage des Steuersatzes. Wenn nicht, frisst sich langsam der Verkaufspreis auf... von Steuerschlupflöchern, die Großunternehmen ja meisterhaft nutzen, mal abgesehen. Wie dem auch sei: Ohne starke Mitbewerber gibt es auch bei Privatisierungen keinen Preiskampf, da das immer noch Monopolisten oder mindestens Oligopolisten sind. Heißt: Der Bürger zahlt die Zeche, was den Unfrieden und auch die Fähigkeit Geld woanders auszugeben (Steuern für Luxusgüter wie Zigaretten) einschränkt.

Ein Staat ist in fast allen Fällen besser beraten seine Unternehmen selber zu sanieren, also selbst Arbeitnehmer entlassen und Gewinnspanne erhöhen, aber im sozial verträglichen Rahmen. Da fällt zwar die Investitionsspritze weg, dafür bleibt das Silber.

Eritas

Privatisierung ist kein Weg

Privatisierung ist kein Weg aus der Kriese sondern macht nur alles noch schlimmer, das ist ja wohl tausendfach bewiesen in den USA.

Der absolute Kern des Problems mit der schlechten Wirtschaft ist schlicht und einfach dieser: Firmen haben kein interesse am allgemeinwohl. Die Wirtschaft ist nicht schlecht wenn man Milliardaer ist, ganz im Gegenteil, sie ist toll wenn man fuer Schleuderpreise die Infrastruktur eines Landes kaufen kann.

Ich bins einfach Leid das immer so getan wird als waeren die Probleme der Welt das Resultat von Inkompetenz. Die Leute an der Macht wissen ganz genau was sie machen, sie arbeiten blos nicht mit dem interesse des Volkes im Sinne.

Mal abgesehen davon,

daß Privatisierungen keineswegs ein Weg aus der Krise sind, ist es doch wohl hirnrissig, zu einem Zeitpunkt zu verkaufen, in dem die Preise (resp. Erlöse) im Keller sind. Den Einzigen, denen ein Verkauf jetzt etwas bringen würde, sind Spekulanten, Hedge-Fonds und Großkonzerne, die jetzt ein Schnäppchen machen, um dann das letzte aus dem Spekulationsobjekt herauspressen.

Haben denn schon wieder alle die Ergebnisse der Verschleuderung durch die Treuhandanstalt und der damit einhergehenden "Wiedervereinigungs"-Kiminalität vergessen. Falls das für einige zu lange her ist, dann verweise ich nur auf die "Erfolge" der Privatisierung der britischen Staatseisenbahn und der daraufhin folgenden staatlichen Bezuschussung, um den Zusammenbruch des Schienen-Transportwesens im Königreich zu verhindern.

Ausplündern

Nun ist Griecehnland da wo die neoliberalen Eliten es haben wollten, staatliche Einrichtungen und Infrastruktur, die griechische Steuerzahler und Arbeitnehmer finanziert und augebaut haben müssen zu Schleuderpreisen verramscht werden. Damit wird sich die Abhängigkeit von Investmentbanken und Hedgefonds weiter verstärken, Griechenland wird weiter bluten. Als nächstes sind dann Spanien und Italien dran und irgendwann wird auch Deutschland geschlachtet. Merkel, Schäuble und die gesamte FDP werden den Bankstern alles wohlwollend servieren.

Fakt ist: DER EURO IST GESCHEITERT!

der Euro ist nicht gescheitert: Er hat genau das erreicht, wofür er installiert wurde: Die Umverteilung der Ressourcen in die Hände von wenigen.

@ Demeteru

Und der New Deal Roosevelts, ist der auch ein Paradebeispiel, was passiert wenn Wirtschaft in Staatshänden liegt?

Ein Staat hat dafür zu sorgen, die ökonomischen Möglichkeiten der Grundversorgung seiner Bürger zu sichern (z.B. Infrastruktur).

Vormals gab ein Staat seinen Bürgern ein Sicherheitsgefühl, da der Staat als Verband anzusehen war. Und heute...?
...haben wir nur zwei gegensätzliche Beispiele, wie es nicht funktioniert: "Wirtschaft in Staatshänden" gegen "Wirtschaft nicht in Staatshänden".

Und in beiden Beispielen existiert der Staat als entkernt, er agiert gegen sich selbst, demokratische Vorstellung gegen Marktansichten.

Die DDR wurde 1990 auch privatisiert und es kam zu Abwanderungen in westliche Ballungsgebiete...

Die Griechen warten vielleicht auch schon mit gepackten Koffern, wenn sie sich nicht selbst auf dem Syntagma-Platz umbringen.

Jedes Monopolyspiel endet mit dem Bankrott der Verlierer. Vorher werden die vier Bahnhöfe verkauft.

Kaufpreise liegen bei 15-20% des urspr. Wertes, es werden

laut den neuesten Unterlagen der gr. Regierung auch Staatsanleihen zum Nominalwert als Bezahlung genommen.
Diese Anleihen sind aber kaum was wert, wenn GR diese gegen z.T. gewinnbringende Unternehmen wie Wasser- und E-Werke tauscht ist der Verlust immens. Wer plant so etwas, wer hat den Nutzen davon?
Es gibt sicher defizitäre und schlecht geführte staatl. Unternehmen wie die Eisenbahn. Wobei GR seit 7 J., mithilfe der EU, die Schnellbahnverbindung Athen - Patras ausbaut (Und Gewinne erzielt) Dieses Projekt ist jetzt auf Eis gelegt, obwohl sehr sinnvoll. Dafür wurde die Straßenverbindung, die inzwischen privatisiert ist, kostenpflichtig. d.h. der Staat verliert hier gerade Einnahmen (stillgelegte Zugverbindung), die beiden Eigentümer (dt. Bauunternehmen) der Straße verdienen.
Ich habe auch den Eindruck, hier wird noch schnell richtig Geld gemacht, dann fällt Griechenland und wird mit EU-Mitteln wieder aufgebaut, die inzwischen privatisierten Betriebe erhalten dafür große Zuschüsse...

Privatisierungen

Natürlich sind Privatisierungen momentan schwierig, weil die Marktstimmung schlecht ist. Aber mal im Ernst: wer kann schon zu Höchstpreisen verkaufen, wenn der Käufer weißt, dass Verkäufer pleite ist? Und das bleibt auch die nächstzen Jahre so... und Griechenland braucht nun mal Geld. Entweder geben wir es ihnen oder die Griechen müssen selbst Geld erwirtschaften, zB durch Privatisierungen. Denn reiner Bürokratieabbau, weitere Steuererhöhungen etc. wirken erst über Jahre oder erst mal negativ. Griechenland braucht aber JETZT Geld. Wenn wir es ihnen geben, ist es aber letztlich weg, weil sie die Reformen verzögern oder nicht durchführen und wir schlicht keine Möglichkeit haben, konsequent unser Geld einzufordern (wir wollen ja nicht einmaschieren, oder?). Und das wissen die genau.

Die meisten gr. Staatsunternehmen sind pleite (außer OPAP-Lotterie)... daher ist es kein Verlust, diese zu privatisieren...

@ Mayhem

" ein privat bedientes Geschäftsfeld, dass Investoren ihr Geld dort anlegen und neue Arbeitsplätze schaffen."

Und diese Arbeitsplätze bestehen dann mehrheitlich auf geringen Einkommen. Private Investoren sind kein Wohltätigkeitsverein, denen geht es nur um die Millionen und wie man aus viel Geld noch mehr Geld macht. Die Heuschrecken warten schon.
Erst muss ein allgemeines Umdenken zum Wohl des Menschen stattfinden, erst dann werden private Investitionen richtig nützlich.

Ein wahres Wort aus Griechenland!

"Der neue griechische Finanzminister Yannis Stournaras erwiderte, Griechenland könne nicht ewig zehn Prozent mehr Geld ausgeben als es einnimmt."

Die Aussage ist vollkommen richtig und - das sollte man nicht vergessen - auch auf die 3 %-Defizitgrenze übertragbar.

Auch 3 % Minus auf Dauer sind nicht tragbar, d.h. finanzierbar - die Frage ist nur, wie lange es gut geht...

Im Moment stellt sich aber sowieso die Frage, was zu erst kollabiert und nicht "ob" es dazu kommt.

Prvatisierung ist das etwa Hilfe?

Wie mit der Treuhand wird Volksvermögen verramscht.
Eine Hilfe wäre keine Waffen für Mrd an GR, die wir dann mit dem Schuldenschnitt bezahlen, tolle Geschäfte. Die 50% werden nicht reichen, die Bürgschaften werden sowieso fällig.
auch der gewaltige Targetkreditüberhang rächt sich bitter, auch da gibt es enorme Abschreibungen.
Eine Hilfe wäre die Mrd der Steuerflüchtlinge an den gr. Staat zu überweisen, damit so Steuern gezahlt werden.

@10:03 — Kathgläubig

"Fakt ist: DER EURO IST GESCHEITERT!"

Da ich heute Morgen meine Brötchen ganz normal mit Euros bezahlt habe, ist der Euro bisher ganz offensichtlich nicht gescheitert.

"Ich stimme Herrn Prof. Sinn vom "Ifo"-Institut zu, der fordert, daß Griechenland aus dem Euro austreten muß."

Daran sieht man sehr eindeutig, dass das Interesse des Herrn Sinn am Wohlergehen der Menschen an der deutschen Staatsgrenze aufhört. Das disqualifiziert ihn doch von der Diskussion um Europa von vorne herein.

Kehrt GR zur Drachme zurück, wäre diese ab Tag 1 einer sehr starken Inflation unterlegen. Niemand würde GR (wenn überhaupt) zu moderaten Zinsen Geld leihen, was zu noch mehr Inflation führt. Niemand würde diese Währung haben wollen, es wären praktisch keine Importe mehr möglich. Es würde sich in der Bevölkerung eine Schattenwirtschaft in Euro entwickeln, was zu noch weniger Steuereinnahmen führt. Bedeutet höheres Defizit, bedeutet mehr Schulden, mehr Zinslast, mehr Inflation. -> Pleite in wenigen Wochen

@ladycat

"Private Investoren sind kein Wohltätigkeitsverein."

Richtig. Und wissen Sie auch wieso das so ist? Weil sie es sich nicht leisten können! Sie schauen auf den Nutzen (vornehmlich den finanziellen) und entscheiden rational. Genau das fehlt dem Staatsbetrieb... denn: der kann sich offensichtlich auch nicht als Wohltätigkeitsverein betätigen... er muss das Geld, das er ausgibt, auch irgendwie erwirtschaften. Wenn er das nicht tut, endet er wie Griechenland...

Wenn sich der Betrieb von Infrastruktur nicht lohnt, muss sie quersubventioniert werden (zB Schulen) oder aber eingestellt. Oder man privatisiert und spart sich die Kosten... dafür dürfen dann andere Gewinne einfahren (und versteuern), die mehr vom Wirtschaften verstehen. Das ist nicht verwerflich.

@ cowboy8 - ergänzende Anmerkungen

Auch ich sehe den Euro noch nicht als gescheitert an, trotz daß gerade die dt. Regierung alles tut, um es so weit kommen zu lassen. Ich denke, das Schlimmste was uns passieren kann, ist eine erneute Währungsumstellung/-reform (für mich dann schon die dritte). Bei jeder dieser Aktionen sind es nämlich die 0815-Mitglieder unseres Staates, die am meisten gekniffen sein werden.

Sinn - sein Interesse am Wohlergehen der Menschen endet keineswegs an der dt. Staatsgrenze, sondern bereits an seiner Bürotür. Folgt man seinen und den Aussagen seines Instituts, sieht man, daß er ein neoliberaler Ideologe ist, für den die Interessen der breiten Masse hintenan stehen.

Viele denken hier, mit einem Euro-Austritt Griechenlands den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Aber was passiert dann als nächstes? Spekulanten werden dann sehen, daß es möglich ist, jeden Staat aus dem Euro-Verbund herauszubrechen! Und sie werden sich auf ein nächstes Opfer stürzen - egal wie es dort mit der Verschuldung aussieht

Der Staat als Verkäufer des Volksvermögen?

Können Sie sich noch an die Treuhandanstalt erinnern, die die Assets der DDR verkauft hat? Wenn "Staat" schon als unfähiger Unternehmer betrachtet wird, dann ist sicher auch kein guter Verkäufer! Von den Korruptionsgeschäften, die dabei möglich sind mal ganz abgesehen: Arme Staatsdiener verkaufen Hafen von Athen... ... ...

Ausserdem: Wenn zuerst die kostentreibenden Assets, wie Eisenbahn, Energie, Hafen privatisiert werden, dann steigen danach die Kosten in der gesamten Volkswirtschaft. Das dürfte die Wirstchaft eher weiter abbremsen.

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