Kommentare

Sehr mutig sich nach Syrien

Sehr mutig sich nach Syrien vorzuwagen. Vielen Dank für diesen Bericht! Ich bin überzeugt, dass es für Syrien kein zurück mehr gibt und dieser traurige, blutige Prozess schlußendlich dazu führen wird Bashar al-Assad zu stürzen. Dies ist keine Hoffnung sondern eine Vorhersage.

Danke!

Ein mutiger Mann mit einer klaren Aussage.
Bin mal gespannt was hier gleich wieder behauptet wird um Herrn Little als Unglaubwürdig darzustellen?

Für mich ist die Sache klar...

Wenn Assad objektiven Journalismus verweigert, UN-Beobachter an Checkpoints festhält und so weiter, dann muss er sich nicht wundern, wenn man seinen Gegnern eher glaubt. Wenn er die Wahrheit sagen würde, dann würde er auch Journalisten ins Land lassen.

Für uns im Westen erscheint die Assad'sche Logik "Töten bis sie den Mut verlieren" total abstrus, aber so ziemlich alle Informationen deuten genau darauf hin. Assad's Rhetorik zielt ja auch genau darauf ab, die "Terroristen" bis aufs letzte Blut zu bekämpfen, und stattdessen gibt es anscheinend immer mehr "Terroristen".

Authentische Sicht auf Syrien

Dank an die Tagesschau.
Eine authentische Sicht auf die syrische Realität wird uns von Jonathan Littell hier geboten. Millionenfach mehr Wert als Assads Rhetorik vor Herrn Todenhöfer.

Den Weg frei machen

"Ich denke, das Regime ist dem Untergang geweiht. Doch auf dem Weg dorthin wird es noch viele Menschen töten."

Hoffentlich nicht. Geben Sie auf Herr Assad. Machen Sie den Weg frei für einen demokratischen Wandel!
Eine Intervention von außen wäre Wahnsinn, der Wandel muss von innen kommen. Gehen Sie ins Exil!

Vom Feinsten

Ein echter Littell. Bravo. Wird es gedruckt werden?

Ups! Was verrät der Mann denn da?

„Unter westlichen Politikern gibt es eine Debatte, ob und unter welchen Bedingungen ein Militärschlag gegen die syrische Regierung geführt werden sollte.“

Woher die Info? Soweit ich hier lesen könnte, will man den Konflikt beenden, und keinen Kreuzzug gegen die syrische Regierung führen (außer Frau Clinton). Die Menschen sollen ja nicht vom Regen in die Traufe kommen.

Ist auch erschütternd, wie die von der Opposition begangene Lynchmorde verteidigt werden: „Ich habe sogar den Lynchmord an einem Milizionär der Regierung gesehen. Aber es handelt sich um eine gezielte Strategie der Regierung.“…
Wenn man so argumentiert, dann hat sich vermutlich auch jeder Serienmörder „provoziert“ gefühlt.

@Metaebene

Ein echter Littell. Bravo. Wird es gedruckt werden?

The Guardian, The New York Times, Le Monde, jungeWelt, ...

@Freier Westen

in der Le Monde steht auch das.
http://tinyurl.com/cvf7j3a

@ frustrierter Hartzer

Genau! Großer Dank an tagesschau.de

Wenn man jetzt das Interview von Herrn Todenhöfer (dem ich für seine konkret gestellten Fragen ohne offen gezeigte Emotionen Respekt zolle) mit Herrn Assad und dieses Interview nebeneinander legt, kann man sich selbst ein Bild machen. Und mir persönlich wird angst dabei zu sehen, wieviel Macht dieser Diktator immer noch haben wird, nachdem weitere Hunderte Menschen ermordet sein werden.

@Karsten Laurisch

Oh danke. Ich sehe mit Interesse, dass Sie den syrischen Diktator mittlerweile wesentlich kritischer sehen, als noch vor Wochen. Gut.

Interview mit Autor Littell

Ein beeindruckendes Interview eines erklärten „Assadgegners“.

Aber es gibt ein paar Dinge, die mich stören:

Er war im Januar in Homs, spricht aber von einem Verhalten der Opposition, als wären seine Informationen von heute.

Laut ihm lauerten überall regierungstreue Scharfschützen – wieso schaffte es die Opposition nicht, diese auszuschalten, denn dem Bild nach sind sie ja gut bewaffnet?

Er schreibt die Massaker ohne jedes Nachdenken der Regierung zu – ohne einen Beweis zu geben/nennen.

Er unterstellt der Regierung Ziele und Absichten mit einer Begründung, die der bisherigen Regierungspolitik total widerspricht.

So ganz nebenbei erwähnt er, dass Waffen eingeschmuggelt wurden.

Er entschuldigt die „Racheakte“ der Opposition mit der Politik der Regierung und bezeichnet diese als Einzelfälle.

Werden wir noch mehr hören?

Beim zweiten Lesen wirkt das Ganze noch kompetenter. Feinheiten treten deutlicher hervor. Noch besser als Heimlich in Homs, aber doch nicht ganz auf demselben Kompetenzlevel, wie das, was General Mood über die Lage in Syrien weiß und so peu a peu der Welt mitteilt.
Nach Hern Assad ( aktuell) und Herrn Littell ( Januar 2012) darf man vielleicht auf ein Interview mit General Mood ( Juli 2012 ) hoffen.

@Juergen

Vielen Dank. Berechtigte Anmerkungen. Sie legen den Finger auf die Spitze des Eisberges

@Juergen

Ein beeindruckendes Interview eines erklärten „Assadgegners“.

Wo hat er das erklärt? Nicht jeder der die Realität beschreibt wie sie ist, ist automatisch ein Assad-Gegner.

@Juergen

"Ein beeindruckendes Interview eines erklärten „Assadgegners“."

Jeder Mensch der Freiheit und Demokratie liebt muss ein Assadgegner sein!

Kein ethnischer Konflikt

Jonathan Littell deutet an, dass Assad den Konflikt in eine ethnisch-religiöse Richtung zu leiten versucht. Möglicherweise versuche die Regierung z.B. die Christen und Alawiten durch gezielte Massaker fest auf ihre Seite zu ziehen.

Ob das wirklich so ist, wissen wir nicht. Der Gerichtshof von Den Haag wird es klären müssen. Und zwar dann, wenn Assad von der Macht getrennt ist. Und die Zeit wird kommen.

Für mich hört sich der Mann eher beleidigt an:

„ Nachdem die französische Zeitung "Le Monde" meine Reportagen veröffentlicht hatte, schrieb die Redaktion einen Brief an das syrische Informationsministerium, […] und um eine Möglichkeit bitte, auch über die Regierungsseite zu berichten. […] Aber natürlich wurde das abgelehnt. Die Einseitigkeit ruft das Regime also selbst hervor. Deshalb kann man nicht den Journalisten eine einseitige Berichterstattung vorwerfen.“

Ein seriöser Journalist sollte sich auch dann um Objektivität bemühen, wenn ihn einer nicht mag. Schließlich haben seine Führer bestimmt was er sehen darf und nicht er selbst.
Man stelle sich vor, Assad hätte ihn eingeladen, und die Opposition (wer auch immer das ist) nicht. Was hätte der Mann dann geschrieben?

Starker Tobak - keine Verifizierung

Littel: "Exzesse können nicht verhindert werden. Doch wenn man jemandem deswegen Vorwürfe machen muss, dann der Regierung, die es mit Absicht und systematisch tut. Sie schicken Milizionäre, um die Kehlen von dreijährigen Kindern zu durchschneiden in der Hoffnung, dass die andere Seite die Kehlen von dreijährigen alawitischen Kindern durchschneidet. Dann können sie behaupten, die Opposition tötet Kinder der Alawiten. Aber bislang tut dies die Opposition nicht."

Die o.g. Erkenntnisse hat er während 15 Tagen in Homs gewonnen... Hat er Fotos gemacht oder Zeugenaussagen dokumentiert? Er sollte m.E. darauf achten, seine Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen - das beginnt bereits bei der Unmöglichkeit, den Tschetschenienkrieg mit den Vorgängen in Syrien zu vergleichen, wenn man allenfalls einen Bruchteil davon mitbekommen hat!

hm

Wie past das denn zum neusten interview mit Sasse wo er doch betont das er nichts gegen Gespräche un Berichterstattung hat?

@freier Westen

8. Juli 2012 - 23:50 — Freier Westen
Jonathan Littell deutet an, dass Assad den Konflikt in eine ethnisch-religiöse Richtung zu leiten versucht. Möglicherweise versuche die Regierung z.B. die Christen und Alawiten durch gezielte Massaker fest auf ihre Seite zu ziehen.
An wen hat dabei in ihren Augen die Regierung Massaker begangen? An die Christen oder Alewiten?

@Freier Westen

„Jonathan Littell deutet an, dass Assad den Konflikt in eine ethnisch-religiöse Richtung zu leiten versucht.“ 8. Juli 2012 - 23:50 — Freier Westen

Wie der Mann darauf darauf kommt ist mir ein Rätsel:

„Noch in den 1980er Jahren trug nur eine Minderheit der Frauen in Damaskus das Kopftuch (Hidschab). 2006 hingegen hatte es die Mehrheit in Syriens modernster Stadt auf dem Kopf.“ Wikipedia „Syrien“

Tatsächlich haben derzeit die Konservativen aller Religionen leider Zulauf und schreien umso lauter – auch in den Ländern, welche offiziell „Assad muss weg“ verkünden.

Darstellung: