Kommentare

Was meint Monti ...

... mit "wettbewerbsfähige" Soziale Marktwirtschaft?

So etwas, wie Merkel mit "marktkonforme" Demokratie?

Ist das nur Galgen"humor" oder nehmen die uns einfach nicht mehr ernst?

Fahrlässige Euro-Politik

Das Euro-System kann nur funktionieren, wenn die Löhne und Gehälter der Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Euro-Raum entsprechen. Zu hohe Löhne führen ohne ausgleichenden Wechselkurse in Richtung Bankrott des Landes. Das System muss durch Schulden ausgleichen und auch Importe werden zu immer größeren Teilen durch Kredite gedeckt.

Dass man immer milliardenschwerere Rettungspakete macht und immense offene Target2-Salden akzeptiert hat, ohne Druck auf die Lohn- und Tarifpolitik der Staaten zu machen, ist echt fahrlässig, denn hier liegt einer der Schlüssel zur Lösung der Euro-Krise. Dazu kommt die Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaften und dass Staatsschulden und Target-Salden eingedämmt werden.

@marc2010 - 4. Juli 2012 - 22:38

Sehen Sie mir bitte nach, dass ich einige wenige Wörter in Ihrem Beitrag austausche:

Das Euro-System kann nur funktionieren, wenn die Steuern der Leistungsfähigkeit der Reichsten des Landes im Euro-Raum entsprechen. Zu geringe Erbschafts- und Vermögenssteuern für die Superreichen führen ohne ausgleichende Wechselkurse in Richtung Bankrott des Landes. Das System muss durch Schulden ausgleichen und auch Importe werden zu immer größeren Teilen durch Kredite gedeckt.

Dass man immer milliardenschwerere Rettungspakete für die Banken macht und immense offene Target2-Salden akzeptiert hat, ohne Druck auf die Spekulanten der Staaten zu machen, ist echt fahrlässig, denn hier liegt einer der Schlüssel zur Lösung der Euro-Krise. Dazu kommen muss die Re-Regulierung der Finanzmärkte und dass Staatsschulden und Target-Salden eingedämmt werden.

Heute so, morgen so - die Medien berichten, wie sie wollen.

Der geneigte Leser und User muss sich schon ein bisschen wundern. Was konnte man in den letzten Tagen nicht alles auf tagesschau.de lesen und in der Tagesschau hören? "Über den Tisch gezogen" sei die Kanzlerin worden, "erpresst" mit der Blockade des Wachstumspakts. "Zusammenspiel von Hollande, Monti und der SPD" usw. Und auch bei den üblichen anderen Verdächtigen klang es nicht anders. Ich nenne nur mal einige: ZDF, d-radio, taz, FAZ, SZ, FR, SPIEGEL, ZEIT, Stern, Welt und BILD.
Und jetzt ist alles ganz anders. Merkel sagt dasselbe, was sie direkt nach dem Gipfel gesagt hat, und Monti stimmt klaglos zu. Keine "Linie" in Richtung Euro-Bonds ist überschritten und der zukünftige EMS wird auch nicht blind Geld an die Banken ausschütten. Da müssten vorher Schäuble als Finanzminister (Gouverneur mit Vetomacht) und der Bundestag zustimmen. Alles war nur ein Sturm im Wasserglas.
Ob sich wohl irgendein Medium für diese "schlechte" Informationspolitik bei seinen Nutzern entschuldigt?

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