Kommentare

Kein gutes Zeichen

Wenn die Demokratische Linke keinen Minister stellen will, ist das kein gutes Zeichen.

Allein schon die Tatsache, daß ND und Pasok befürchten, ihr Vorsprung von 11 Sitzen sei nicht ausreichend, um zu zweit eine Regierung zu bilden, spricht Bände.

Natürlich sieht es besser aus, wenn mehr Parteien beteiligt sind, aber die Zeit von Augenwischereien und vorgegaukelter Harmonie sollte endgültig vorbei sein: ab jetzt muß geliefert werden.

Das Volk sieht es gelassen!

Es hofft darauf, dass die alte neue Regierung die Sparauflagen neu verhandeln wird.
Genau das habe ich erwartet und kann nur hoffen, das die EU nicht darauf eingehen wird.
Aber in der EU ist es ja modern und gehört zum guten Ton, dass abgeschlossenen Verträge gebrochen werden.

Neuanfang?

Neuanfang in die Armut.
Es wird der unteren- und mittleren Gesellschaft sicherlich nicht gut gehen.
Mittleid zu dieser Wahl...

gute nachrichten

hoffen wir das die demokratische linke schnell einlenkt und in den sauren apfel beißt.

neuer Neuanfang mit alten Kräften

Den Optimismus vieler Medien und "unserer" Politiker kann ich nicht nachvollziehen. Selbst wenn es gelingt, endlich eine neue Regierung aufzustellen, wird diese denkbar schwach sein. Sie wird sich - wie erklärt - an die Forderungen der EU-Geberländer halten, Griechenland nach den neoliberalen Vorstellungen aus Berlin zu "reformieren".
Ein Neuanfang mit den alten Kräften, die diese Krise in Griechenland hauptsächlich zu verantworten haben, halte ich für fragwürdig. So sehr ich den Griechen wünsche, das endlich klare Verhältnisse geschaffen werden und es vorwärts geht, so sehr befürchte ich, das dies nicht passieren wird.

Wo bleibt Tsipras?

Probleme gelöst? Stabile Regierung? Wohl kaum. Tsipras hätte meiner Meinung nach mitmachen MÜSSEN! Stellen wir uns vor, Deutschland wäre vor der Staatspleite. Das Volk würde nach einem Ende des KURZFRISTIGEN Parteiengezänk rufen und eine Allparteien-Regierung befürworten, welche den Kampf gegen die Pleite aufnimmt. Und die Linke würde "Nein" sagen, weil sie ja nicht mit der CDU kann.

Es geht hier darum, einen Kompromiss zu schaffen, bei dem ALLE Veränderungen und Einschnitte hinnehmen müssen, sowohl Arme als Reiche, sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Sowohl Staatsbeamte als auch Rentner.
Nur dies könnte einen sozialen Frieden gewährleisten. Nun geht alles wieder von vorne los. Die Regierung wird die neoliberalen Bedingungen des IWF umsetzen müssen weil sie es so will oder nicht anders kann. Und Tsipras kann sich in Fundamentalopposition üben, zum Generalstreik aufrufen und unhaltbare Forderungen stellen. Danke Herr Tsipras und Herr Samaras!

Spiel auf Zeit

Die Banken sollten die Mrd. abschreiben - ist halt unternehmerisches Risiko!

Nur so wird es wahrscheinlich möglich sein, dass Griechenland ein Neuanfang gelingt - mit einem generellen Schuldenschnitt.

Wer über Jahrzehnte Milliardengewinne gemacht hat - sollte in der Lage sein, dies zu kompensieren.

Aber nö - will man nicht ... macht man nicht ... die Banken bekommen Zinsen für das Risiko, das letztlich doch alle Steuerzahler in Europa tragen.

Gleichzeitig sorgt die Finanzwirtschaft dafür, dass die Ratings schlechter werden und die Zinsen sich erhöhen, was zu höheren Einnahmen bei den Banken führt.

Die Banker haben es gut gemacht und gezeigt, wie clever sie sind, indem sie mit Nullrisiko billiges Geld, dass sie selbst fast umsonst von der EZB bekommen - teuer an Staat verleihen können.

GENIAL!

Selbsttäuschung

Es ist völlig egal, wer in Griechenland die "Regierung" bildet.Ein Staat mit leeren Kassen ist nicht mehr handlungsfähig. Mit den eigentlich an der Misere schuldigen Altparteien gewinnt man etwas Zeit, allerdings eher Wochen als Monate.Es werden neue Forderungen der Bankrotteure aufgestellt und in Brüssel nach mehr Macht schielend analysiert.Surrealistisch das Ablehnen des "Sparens" schlechthin:Sparen heißt doch, Verfügbares zurückhaltend und nachhaltig einzusetzen.Griechenland hat NICHTS mehr, ja deutlich weniger als NICHTS, nämlich unübersehbare Schulden.Nur logisch, dann nichts mehr kaufen zu können.Ein offizieller - den realen haben wir ja längst- Staatskonkurs hätte wertvolle Lehren für die nächsten Kandidaten, Portugal, Spanien und....bringen können.So geht das Dauerdrama weiter ohne positive Entwicklung. Die Öffentlichkeit wird desinformiert.Irgendwann dann Rette sich, wer kann! Nur wohin, wenn man nicht jetzt seine Werte aus dem Euro holt.

Die demokratische Linke soll

Die demokratische Linke soll sich auch nicht zieren, die verantwortung für wahlkampflügen müssen sie selber tragen. Das "nein" zur sparpolitik war eine solche Lüge, jeder weiß dass sie dann aus dem Euro müssen. Da braucht man jetzt auch kein Profil mehr wahren. Sympathien kann man aber durch entschiedenes anpacken gewinnen, ich hoffe also auf baldige vermeldung der regierungsbildung.

@ 13:36 — Zuschauer76
Tsipras ist gefährlich.

@ 13:37 — MrEnigma
verstehe nicht warum man sich Schulden die einem lästig sind einfach vorbehalten soll. Vor allem, das Geld fehlt ja dann größtenteils in unserem europäischen Finanzsystem ... und reißt vllt die nächste Bank mit runter.

@ Mr. Enigma

ein genereller schuldenschnitt reicht eben nicht aus.

Auch ohne die Zinslast nimmmt der griechische Staat nicht genug an Steuern ein, um seine Ausgaben zu finanzieren.

Daher braucht Griechenland dringend Reformen in seiner kompletten Struktur, aber da möchte wohl niemand rangehen, weil jeder glaubt, etwas zu verlieren zu haben.

Tsipras hätte wohl eine chance, etwas glaubwürdig zu verändern, weil er politisch nicht vorbelstetzu sein scheint. Aber er müsste dann auch einschnitte im gesamten System machen und diese den Bürgern griechenlands erklären. Aber das ist Anstregend und Undankbar, also möchte er dann doch lieber in in die Oppsiotion.

Oder er wartet, bis die anderen Parteien auch Pleite sind, denn die sind ja auch hoch verschuldet.....

Es ist doch einfach lächerlich

wenn jetzt wieder die hauptsächlichen Mitverursacher der Misere in Griechenland, mit den selben untauglichen Mitteln wie bisher, das Land aus der Bredouille bringen sollen.
Wieder werden, unter dem Beifall der neoliberalen Marktradikalen aus ganz Europa, allen voran Merkel, die Böcke zu Gärtnern um gewidmet.

Mit Drohungen und Lügen, vor allem von deutscher Seite, die Griechen aus dem Eurogebiet zu drängen und weitere finanzielle Hilfen, bei Unbotmäßigkeit einzustellen, haben Merkel und Barroso massiv, undemokratisch und völkerrechtswidrig, in den griechischen Wahlkampf eingegriffen.

Der Sieg der "Nea Dimocatia" und die Bildung der neuen Regierung mit ihren sozialdemokratischen Mittätern der anderen beiden Parteien, läutet für wahr eine der schwärzesten Epochen Griechenlands nach der Militärdiktatur ein.

@ zuschauer

Zitat:

"Zuschauer76

>>>Probleme gelöst? Stabile Regierung? Wohl kaum. Tsipras hätte meiner Meinung nach mitmachen MÜSSEN"!<<<

Alexis Tsipras und die Syriza wären ja ziemlich dämlich, wenn sie sich für die, von den alten-neuen Machthabern verursachte ruinöse Politik, in Mithaftung nehmen ließe.

Syriza hat einen völlig anderen und mit den neoliberalen Parteien unvereinbaren Politikansatz, den sie in einer Koalition mit den Krisenverursachern nicht mal teilweise durchsetzen könnten.

Das käme für jede wirklich linke Partei, einem Harakiri gleich und wäre unverantwortlich, ihren Wählern gegenüber.

Die Griechen haben nun gewählt und sich mehrheitlich und verängstigt, für ihre ehemaligen und zukünftigen Metzger entschieden.

Mal abwarten wie das jetzt wird.
Günstig sieht es jedenfalls nicht aus.
Da bleibt noch viel Arbeit für Syriza als stärkste Oppositionspartei, zu retten, was zu retten ist.

Darstellung: