Kommentare

Wir eilen von Erfolg zu Erfolg

Besonders Frau Merkel redet einfach den Erfolg herbei, selbst, wenn in der Substanz kaum etwas erreicht wurde. Die Lateiner sagten dazu: "Wenn auch die Kräfte fehlen, so ist doch die gute Absicht zu loben!", und haben nicht die Europäer wie ein Mann zusammengestanden?.

Gute Absichten gibt es genug:
- vor Jahren hat man beschlossen, den Hunger zu halbieren
- nun will man die Nahrungsmittelproduktion verdoppeln
- und dann haben wir bald eine Bankenunion

Dazu mal meine Fragen:

Mehr Hungernde nennt man Halbierung?
1/3 aller Lebensmittel wird weggeworfen, bei Verdopplung der Produktion also künftig 2/3?
Ist in Verbindung mit den Banken das Wort "Union" politisch zu verstehen und wird Angela Merkel somit auch automatisch Chefin dieser Union?

Na, da kann ja nix mehr schiefgehen!

Ich fass es nicht!

Mit einer Bankenunion soll die Krise in Europa bekämpft werden. Der Ehrliche und Seriöse wird weiterhin bestraft, währenddessen die Oberzocker mit ihren Millionen wieder verschont bleiben. Das ist schon der Gipfel der Dreistigkeit. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum solide arbeitende Sparkassen und Genossenschaftsbanken (Raiffeisen) für die Verluste der Großzocker aufkommen sollen. Dann ist unser sauer verdientes Geld dort auch nicht mehr sicher. Alle Unverschämtheiten werden mobilisiert, nur damit die Finanzjunkies weiterhin ihren Millionen-Stoff bekommen. Ich hoffe doch sehr, dass sich diese Banken vehement dagegen wehren. Wenn die Politiker unbedingt Geld brauchen, dann sollen sie es sich gefälligst von den Nutznießern der Krise holen.
Warnungen und Appelle können sie sich sparen, diese sind nur Schall und Rauch. Nur Gesetze können Abhilfe schaffen. Positiv ist, dass die Spekulation auf Lebensmittel eingedämmt werden soll. Dies ist längst überfällig.

Gemeinsames Glaubensbekenntnis

"Wir sind tief besorgt über zunehmende Fälle von Protektionismus rund um den Globus"

Auf einem internationalen Gipfel gehören Bekenntnisse zur Globalisierung wohl zum guten Ton, was aber nichts an den gefährlichen Nebenwirkungen ändert.

Protektionismus ist des Teufels und nationalstaatliche Interessen sind Kleingeisterei, so huldigt man lieber dem globalen Markt als alleinigem Heilsbringer in schweren Zeiten.
Kein Wort dazu, wie der globale Wettbewerb zwischen den Arbeitnehmern fair gestaltet werden kann, wenn die Lebensbedingungen immer noch derart unterschiedlich sind.

Aber bei globalen Krisen ist scheinbar jedes Wachstum recht, egal auf wessen Kosten.

Um die Kritiker zu beänftigen, wird schnell noch die Absicht nachgeschoben, die Finanzmärkte besser zu kontrollieren, so als ob nicht jeder in den letzten Jahren gesehen hätte, daß man das nicht schafft.

So sind sich wohl alle einig, auch noch das zweite große Monster unserer Zeit, die Globalisierung, weiter anzustacheln.

Was ist das?

Zitat: "..."integriertere Finanzarchitektur" in der Euro-Zone aus. Mit einer Bankenunion soll die Schuldenkrise in Europa bekämpft werden."

Kann mir mal jemand erklären, was genau das sein soll? Hört sich ja spannend an.

Werfen dann alle Banken ihr Geld in einen Topf und daraus wird sich bedient? Oder wird die EZB zur "Überbank" die zukünftig aus allen Staatshaushalten gefüllt wird - je nachdem wieviel Finanzbedarf sie benötigt.

Un wer entscheidet das dann? Die seriösen Banker etwa???

Meine Zusammenfassung - es wurde viel heiße Luft

produziert!
Alles reine Absichtserklärungen. Legt die Finanzmärkte endlich wieder in Ketten.
Die ganzen Probleme haben doch mit der Globalisierung (ja, ich bin bekenndender Globalisierungsgegner) und der Deregulierung der Finanzmärkte begonnen.

Bankenunion - aber bitte nicht bevor die Staaten ihre Haushalte in Ordnung gebracht haben.

Hat eigentlich schon jemand überlegt, was mit dem ach soo schönen ESM passiert, wenn Spanien als Geberland (wovon die geben sollen, ist mir zwar schleierhaft) ausfällt?
Deutschlands Anteil an dem ESM beträgt MIT Spanien bereits 27%!

Die Taube hat´s falsch verstanden!

Bei Aschenputtel hilft bekanntlich eine Taube beim Sortieren der Erbsen. Der Anreiz dazu ist, dass sie die schlechten Erbsen fressen darf: "Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen!".

Bei den Banken ist es aber genau umgekehrt:
"Die Guten ins (Privat)Kröpfchen, die Schlechten ins (Steuerzahler)Töpfchen!".

Das kommt daher, dass die modernen Märchen einfach alles Überkommene ins Gegenteil verkehren, so lange es gut geht.

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