Kommentare

(AS) Makarenko-Prinzip via contra Cäsaren

Wer nicht selbst mal den einen Arbeit-/Funktionsplatz inne hatte, hat gut reden.
Solange die Leute, egal wo, ihren Ärger und Frust nicht sublimieren, freuen sich die Cäsaren. Wie im Kolosseum.
Wenn die Sklaven an den Riemen nicht schlell genug rudern, erhöt man die Anzal der Peitschenhiebe.
Solange Sport kommerzialisiert ist, MUSZ SIEG TOTAL SEIN ! Mit allen Folgen und ohne Freude. Innenminister könnten mit Hubschraubern, elektronischen Fußfesseln, Tränengas, Wasserwerfern bestimmt Freude in die Mannnschaften bringen. (welche ???)
Man muß kein Unkraut sähen, um immer Arbeit zu haben.

Diskussion mit Ultras? Ist das nicht sehr naiv?

Wenigstens leugnet der Fanprojekt-Sprecher nicht, dass der Fussball ein zunehmendes Gewaltproblem hat - das ist ja auch kaum zu übersehen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch im internationalen Rahmen.

Gabriel kritisiert die Vorschläge der Politiker, aber eine plausible Alternative scheint ihm selbst auch nicht einzufallen. Man soll mit den Ultras in eine Diskussion treten? Ist das nicht sehr naiv? Glaubt er wirklich, dass beim Dialog mit überzeugten Randalierern und Krawallbrüdern etwas herauskommt? Ich persönlich schätze die Chancen ausgesprochen gering ein, dass die plötzlich Einsicht zeigen und sagen: "Oh, stimmt, das ist ja inakzeptabel, was wir da machen!"

Randalierer hat es beim Fussball immer schon gegeben, aber sie scheinen in letzter Zeit Aufwind zu haben. Vielleicht ist das eine Folge der sogenannten "Eventkultur" und der sogenannten "Spassgesellschaft", die sich immer weniger für so etwas altmodisches wie Werte oder Achtung vor Anderen interessiert.

@Laskaris

Da scheint ja einer wirklich Ahnung zu haben.

Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass mit den Ultras nicht geredet werden kann? Haben sie es selber schonmla versucht, oder nutzen Sie die Möglichkeit einfach nur die Vorurteile der Boulevardpresse jetzt auch hier bei tagesschau.de zu verbreiten, ohne sich jemals richtig mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, geschweige denn mal mit den Ultras geredet zu haben?

Die Fans sind doch von jeder gesprächsrunde ausgeschlossen, werden nicht gefragt. Über sie geredet wird viel, aber Ahnung haben die meisten nicht, die über sie reden.

Hauptsache man hat sich an dem Thema beiteiligt und was dazu gesagt.

Herr Gabriel hat aber Recht...

Viele der Punkte sind in der Tat populistisch. Z.B. gibt es bereits längst strikte Einlasskontrollen, und ob man nun extra einen Stehplatz anlegt oder eine Kurve, wie bei UEFA-Spielen, Sitzplätze zwar erwerben muss, aber trotzdem andauernd steht, ist letzten Endes egal. Was geschaffen werden muss, ist eine breite gesellschaftliche Übereinstimmung dahingehend, was man im Stadion tun darf und was nicht, plus die Courage, dies auch in der Breite durchzusetzen. Wenn man aber etwa Diskussionen über Pyrotechnik erst anfängt und dann einfach von oben beendet, dann löst man das Problem nicht. Das führt nur dazu, dass Leute wütend werden und rebellieren. Repression alleine ist der falsche Weg.

Bei diesen Ultras keine Chance

Und mit Ultras meine ich nicht die Fans, sondern Lobbyisten und Politiker! Fußfesseln, Elektronische Karten und der ganze Kram kostet ja auch Geld und man wittert ein Geschäft. Glanzvolle Arbeit von Lobbyisten, würde ich mal sagen. Ich habe den Eindruck, ein sicherer Posten nach dem Amtszeit in einer Konzernetage hat auch auf die Minister mehr Einfluss als ein dankbarer Händedruck der Fans!

Darum meine ich: Elektronische Eintrittskarten ja! Für Lobbyisten bei den Ministerien. Und Fußfesseln ja! Für die Politiker nach ihrer Amtszeit. Will ja nur mal wissen, wohin dann ihr Weg führt.

...

Gewalt im fussball gibt es schon ewig. Jeder, der sich mit der geschichte der holigans auseinander gesetzt hat, weis das. Das, das problem erst jetzt medien reif geworden ist, liegt warscheinlich daran, das die gewalt sich nicht mehr nur auf die "3. Halbzeit" reduziert, sondern auf dem fussballplatz stattfindet. Man hat sich über polens fussballsicherheit lustig gemacht, da dort holigans ganze stadien niederbranten und muss nun feststellen das wir in Deutschland das selbe problem bekommen könnten.
Ich bin der ansicht das echte Fans nicht zur gewalt greifen und Respekt vor dem sport haben. Eine komunikation zwischen fans und spielern sollte bestehen. Die meisten holigans haben die absurte vorstellung sie täten dem verein einen gefallen. Wenn die spieler als ihre idole ihnen dafür eine rüge erteilen könnte sich das vieleicht ändern...

Ein Kommentar ins Leere

Wenn die Düsseldorfer Polizei sagt, ein Platzsturm sei nicht zu verhindern, weil es dann zu Gefährdungspotenzial kommt, dann stellt sich die Frage, wieso auf Demonstranten losgeprügelt wird oder S21 Gegner ihr Augenlicht verlieren.

Es gab schon zahlreiche Verletzte durch bengalische Feuer und dennoch unternimmt die Polizei nicht. Die Düsseldorfer Polizei, hat anscheinend keine Lust für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

An den Kommentator: Wenn wir die Sicherheit in Stadien nicht gewährleisten können, dann muss der Spielbetrieb ausgesetzt werden, bzw. ohne Zuschauer durchgeführt werden, bis die Sicherheit wieder einem normalen Massenevent entspricht.

Wir können doch nicht einfach sagen, kann man nicht machen, ist halt so... Ich rege mich wirklich über diese Wegschaumentalität auf, die hier propagiert wird.

Die Entscheidung des DFB

Die Entscheidung des DFB bezüglich des "Skandalspiels" mag "sportlich" gesehen richtig sein... Hertha ist wegen schlechter Leistung abgestiegen.

Aber dennoch hat sich der DFB damit ein Eigentor geschossen, denn es hat einen Präzedenzfall für erlaubte Unsportlichkeit geschaffen.

Die Platzstürmung war keines Falls spontan. Die Ordner ließen es schon vor der 90. Minute zu, dass Zuschauer von der Tribüne in den Innenraum gelangten. Man hat sie nicht ein mal daran gehindert sich in den Coaching-Zonen aufzuhalten. Von da an war es nicht mehr möglich einen Platzsturm aufzuhalten. Man hat dies billigend in Kauf genommen.

Damit geht das Verhalten der Ordner schon weit über grobe Fahrlässigkeit hinaus. Man könnte sogar einen Vorsatz unterstellen.

In beiden Fällen müsste Düsseldorf dafür hart bestraft werden. Ein Wiederholungsspiel wäre dabei das Mindeste, um ein Signal an alle Vereine auszusenden und ihnen Klar zu machen: "Ihr seid für die Sicherheit verantwortlich und steht dafür gerade".

Ansprechpartner Verein?

Wenn ich als Fan der Fußballmanschaft A das Spiel beim Verein B anschaue, dann erwarte ich, dass Verein B die Veranstaltung so organisiert, dass diese auch besuchbar ist.

Für die Sicherheit im Stadion sind die Vereine zuständig. Nicht die Zuschauer, nicht die Polizei und eigentlich auch nicht die Politiker. Aber wenn Fußballvereine mit Millionenpublikum aus kostengründen bei der Sicherheit sparen, dann ist die Gesellschaft gefragt.

Aus meiner Sicht müssen die Fackelwerfer bestraft werden, genauso wie die Heimvereine, welche die Sicherheit vernachlässigen. Außerdem sollte das Verhalten der Polizei untersucht werden. Wie wurde das Legalitätsprinzip umgesetzt? Wurden die Fackelwerfer verfolgt? Außerdem müsste der DFB zur Kasse gebeten werden. Immerhin musste die Polizei ein Relegationsspiel absichern.

Ich glaube ich mache eine Disco auf, und statt Security lasse ich die Polizei für die Sicherheit sorgen. Perverse Vorstellung, aber im Fußball Alltag!

Ganz einfach...

bei jeder Fankurve ein paar kleine Wasserwerfer montieren. Wenn dann jemand "Feuer" macht: Wasser marsch!

Vielleicht sollte man...

... in Sachen Fußball genau so rigoros handeln, wie man es gegen die Blockupy Bewegung Frankfurt tat.

Schlicht das Zusammenkommen von Fans verbieten. Hat sich doch zur genüge gezeigt, daß immer gewaltbereite Chaoten in der Menge Zuflucht finden. Was spricht dagegen Fußballspiele in leeren Stadien stattfinden zu lassen und nur im TV zu übertragen? Scheinbar gaht es ja nicht anders. Aaach ja, ich habe vergessen, die entgangenen Einnahmen sprechen gegen diese Sicherheit...

Problem Pyrotechnik

Man mus wohl erst "selbst" betroffen sein, bevor man erkennt, wie gefährlich Pyrotechnik in einem vollen Stadion ist. Bis dahin hatte auch ich nur immer fasziniert von Bangalos und Co. Und alles wurde auch nicht wirklich als gefährlich wahrgenommen. Bis zu diesem einen Moment.

In den 90'ern im damaligen Müngersdorfer Stadion sorgte ein "zu kurz" geworfener Böller, der direkt neben dem Ohr meines Stehplatznachbarn explodierte für ein geplatztes Trommelfell und etliche Tage Krankenhaus.

Seit dem sage ich nicht mehr "bor, krass" und habe Gänsehaut nun aus Angst und nicht mehr aufgrund der "guten Stimmung" wenn Böller fliegen und Bengalos brennen.

Alkohol, Pöbeln, große Fresse haben und auch mal das eine oder andere Wort, was man sonst nicht gebrauchen würde gehört zum Fußball für mich. Aber die Ausmaße der Gewalt und das sinken der Hemmschwellen haben sehr zugenommen in den letzten Jahren. Zu viele drehen einfach zuviel am Rad.

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