Kommentare

Schwarzer Peter - Bonds.

Auch Eurobonds, die der neue französische Präsident jetzt als Wunderwaffe gegen die Krise verkauft, sind keine Lösung.

Das ist sicher auch Hollande klar. Die Eurobonds-Nummer verschafft ihm aber taktische Vorteile: Er kann bequem Forderungen stellen - die anderen müssen machen. Geht die Sache schief, kann er sich zum Helden auf verlorenem Posten stilisieren und den schwarzen Peter weiterschieben. Geht die Sache nicht schief, kann er sich zum Märtyrer gegen eine allmächtige Merkelin hochstilisieren. Für Hollande ist die Eurobonds-Nummer deshalb eine Win-Win-Situation. Den Schwarzen Peter werden auf jeden Fall andere ziehen.

Die Banken in die Pflicht nehmen!

Oder in den Wuergegriff.

Am besten waere es ja, wenn die Banken selbst erkennen, dass sie nur bestehen koennen solange es vertrauen in das Geld gibt.
Verliert die Bevoelkerung das Vertrauen in das Geld, so verlieren auch die Banken ihre Geschaeftsgrundlage.

Geraet der Stein erst einmal ins rollen...

Das schreibt die Presse:

Eurozone auf Crashkurs (tp, 24.05.2012) Die Meldung kam pünktlich zum EU-Gipfel, und sie war bezeichnend für die Lage in Euroland: Zum ersten Mal in der Geschichte konnte Deutschland sich an den Kapitalmärkten gestern Geld zum Nulltarif für 0% Zins leihen, während Italien und Spanien bis zu sechs Prozent berappen müssen. Deshalb fordert auch der Franzose Hollande Eurobonds - genau wie die OECD, der IWF und die EU-Kommission. Doch die damit zwangsläufig verbundene Gemeinschaftshaftung für Schulden widerspricht den EU-Verträgen und trägt nichts zum Wirtschaftswachstum bei. Merkel [die einige schlechte Wahlergebnisse zu verkraften hat,] lehnt Eurobonds noch ab. Aber es ist für alle überdeutlich, dass Deutschland von der Krise [noch] profitiert -

..sieht man von den explodierenden Staatsschulden Deutschlands ab, die unter den Eurobonds noch viel rasanter wachsen werden als zuvor.

In der Demokratie ist auf

In der Demokratie ist auf Dauer egal, was richtig und was falsch ist.
Die Griechen wollen nicht (so) sparen,
die Deutschen nicht noch mehr für andere zahlen.
Beides kann und sollte die Politik nicht auf Dauer ignorieren.

@systemisch Kons...

".....sieht man von den explodierenden Staatsschulden Deutschlands ab, die unter den Eurobonds noch viel rasanter wachsen werden als zuvor."

Hmm, ich sehe momentan keine explodierenden Staatsschulden in Deutschland, im Gegenteil: die Neuverschuldung liegt dank Konjunktur und erheblich niedrigerer Zinsbelastung wesentlich unter dem Inflationsniveau- die Schulden werden sogar geringer momentan (trotz der ganzen Hilfsgelder)...

Tunnelblick

Solange wir in diesen überkommenen Bahnen denken wie dieser idiotische Kommentar werden wir von einer Kriese in die nächste taumeln. Wachstum ist eben auch keine Lösung des systemischen Problems. Dirk Müller, einer der bekanntesten Börsenmakler in Frankfurt bringt es in einfachen Worten auf den Punkt, unbedingt ansehen!!!

http://www.youtube.com/watch?v=WTW49tr-mNE

@Skywalker: "Die Schulden sinken doch..?"

Wie kommen Sie denn darauf?
Natürlich wachsen die Staatsschulden - und zwar massiv!

Hier die Entwicklung seit 1995:
http://staatsverschuldung.de/vergang.htm

Noch eine Quelle:
http://www.steuerzahler.de/
wcsite.php/_c-43/_lkm-24/i.html

Noch eine:
www.schuldenuhr.de

Reicht das?

Nicht eingerechnet sind die dicken Risiken aus der Eurokrise, den BadBanks, den Bailouts und den Krediten an Griechenland.

Solche grundlegenden Fakten sollte man doch eigentlich kennen.

@11:15 — Systemisch

Interessante Quellen!

>>>> "Natürlich wachsen die Staatsschulden ...."

Die Ursachen konnte man vor einigen Wochen in NRW life beobachten. Kraft stand bzw. steht für mehr Schulden, niemandem weh tun, Röttgen zumindest für einen halbherzigen Versuch, die Schulden herunterzufahren, was einem aber keine Sympathiepunkte einbringt. Das war einer der klarsten programmatischen Unterschiede zwischen den beiden. Das Wählervotum ist hinreichend bekannt.

Das Problem sind weniger die Politiker, sondern mehr die Wähler, die noch kurzsichtiger denken und votieren als die Politiker!

@forscher

Ich glaub derjenige der hier kurzsichtig denkt sind Sie, denn sie haben das System nicht verstanden. Unser Geldsystem ist ein Schuldsystem. Sie können sich totsparen und die Schulden im Gesamtsystem werden/müssen dennoch weiterwachsen. Ansonsten dürften sie gar nichts mehr ausgeben. Die einzige Frage ist wie wird der Schuldenberg vernichtet, durch Inflation, Schuldenschnitt oder Besteuerung der Kapitalmärkte. Sparen gehört definitiv nicht dazu. Es schafft nur soziales Unheil und zögert den Zusammenbruch etwas hinaus. Von daher ist das Votum der Wähler recht schlau!
Oder glauben Sie ernsthaft wir könnten in Europa 10 Bio(!!) Euro Schulden zurückzahlen?? :-D
Bitte schauen sie sich doch mal das Interview an, siehe link im ersten Beitrag.

Zwei Möglichkeiten: Sparen,

Zwei Möglichkeiten: Sparen, Steuerzahler und Wirtschaft krepieren.

Wachstum: Steuerzahler krepieren, damit Wirtschaft brummt. Weil damit gewachsen werden kann, muss woanders gespart werden, denn Schulden darf es ja auch nicht geben.

Man kann es drehen und träumen wie man will, auf einer Seite der Formel wird immer etwas fehlen und damit ist das System hinüber. Wäre doch toll, wenn man das mal hinnehmen könnte, und nicht immer so tut, "och, kein Problem. Machen wir Eurobonds, machen wir dies und das", aber das alles geht nicht mehr! Sind die alle blind?

Scheinlösungen zum Wohle des Finanzadel

Wenn man mal in die Geschichtsbücher schaut gab es schon mal eine Gemeischaftswährung: Gold

Wurde dadurch der Zerfall Roms aufgehalten? Oder hat es einen Untergang des Abendlandes gegeben als die Nationalwährungen entstanden (wird ja von manchen behauptet beim Zerfall des Euroraumes)?

Eurobonds sind eine tolle Sache!!! Bin für die sofortige Einführung eines Deutschlandbondes: Ich nehme einen Kredit auf und andere haften für die Rückzahlung,finde ich richtig super! Nebeneffekt wäre keine lästige Schufa, Eintragungen ins Grundbuch, Einkommensbescheinigungen usw. das wäre richtig sozial und solidarisch gegenüber den viele H4-Empfängern. Also lasst uns schon mal in Deutschland den Massentest machen.

Sparen IST die einzige Lösung

Unser Staatswesen und das vieler anderer Staaten gibt seit Jahrzehnten mehr Geld aus als es einnimmt. Auf diese wenigen Worte kann man die Ursache unserer Misere zusammenfassen. Und leider liegt darin auch schon die einzige Lösung des Problems: Weniger Geld ausgeben (theor. auch mehr Geld einnehmen, aber das hat in der Vergangenheit stets zu noch höher steigenden Ausgaben geführt!).

Es geht nicht darum, binnen einer halben Dekade sämtliche Staatsschulden komplett zurückzuführen. Es geht darum, nicht Jahr für Jahr neue Schulden hinzuzufügen sondern im Schnitt eine Schuldentilgung in glaubwürdem Umfang zu erreichen.

Ein alternativer Schuldenschnitt würde bedeuten, dass die Gläubiger der Staaten - das sind am Ende die Gläubiger der Banken und nicht die Banken selbst - ihr Geld verlieren würden, und das wären auch verdammt viele "Otto-Normal-Bürger".

Und danach nimmt der Staat wieder einfrig von Vorne neue Schulden auf? Bis zum nächsten Schnitt?

@gtsml

Noch ein Kandidat für den oben genannten link. Sie sind sehr nahe dran das System zu verstehen. In der Kurzfassung: Die allermeisten Staaten auf der welt geben mehr Geld aus als sie einnehmen- richtig. Global gesehen heisst das sie verschulden sich bei ihren eigenen Bürgern, bei ihren eigenen Volkswitschaften und das seit Jahrzehnten - richtig. Nun kommt aber der entscheidente Punkt: Sie müssen das tun um das System am leben zu erhalten. Würden die Staaten keine Schulden machen, hätte das Zinseszinssystem über ganz alltägliche Kreditvergaben längst dafür gesorgt, dass alles Geld aus der Realwirtschaft in den Finanzsektor abgewandert wäre. Nur über Schulden (oder horende Spitzensteuern) ist es möglich die Realwirtschaft liquide zu halten. Diese Schulden akumulieren sich bis zum nächsten Schuldenschnitt/Inflation. Das Zinseszinssystem ist ein positiv rückgekoppeltes System. Es ist ein mathematisches Gesetz das diese Systeme kollabieren müssen. Keine Ideologie, reine Naturwissenschaft...

Hier ein Beispiel, wie

Hier ein Beispiel, wie geziehlt die Krise heraufbeschworen wird:

http://staatsverschuldung.de/ausweg1.htm

Zitat aus Quelle: "Die Steuern lassen sich nicht mehr im dazu erforder­lichen Maße erhöhen."

Die Schulden lassen sich so in den Griff kriegen, wie man sie gemacht hat.
In der Vergangenheit hat man 100€ verdient aber 110€ ausgegeben.
In der Zukunft verdient man auch 100€ aber gibt nur 90€ aus. Schon ist das Schuldenproblem gelöst. Und da möge keiner kommen und sagen, daß geht nicht. Die Menschen, bei denen Ihr Eure Schulden gemacht habt haben in der Vergangenheit nämlich auch nur 100€ verdient und davon noch 10€ Verliehen. Also bitte realistisch bleiben. Es funktioniert.

@b_m

"In der Zukunft verdient man auch 100€ aber gibt nur 90€ aus. Schon ist das Schuldenproblem gelöst."

Wenn man es so macht kommt es systembedingt zu einer Geldverknappung und einer Riesenrezession. Es ist nunmal nicht so einfach, wir habe kein lineares sondern ein exponentielles Geldsystem. Schaut euch verdammt nochmal das Interview an, da wirds verständlich erklärt.

http://www.youtube.com/watch?v=WTW49tr-mNE

@Kenner

Niemand muß Schulden machen, um das System am Leben zu halten. Das Problem liegt darin, daß zu viele Menschen über ihre Verhältnisse leben.

Würden die Meschen mindestens so viel arbeiten, wie sie Konsumieren, gäbe es keine langfristigen Schulden. Das Problem der Staatsverschuldung ist die Gier der Schuldner, die Schulden als zusätzliche Einnahme ansehen und nicht als eine fremde Leistung, die irgendwas auszugleichen ist.

Oder einfacher ausgedrückt. Schulden macht man, wenn man zuwenig arbeit. Arbeitet man hingegen mehr, baut man Schulden ab oder spart sich was an.

Also bitte...

Wer wachsen möchte...

...braucht dazu Nahrung, Energie, Finanzen... Das Engagement, die Initiative, verbraucht Nahrung, Energie, Finanzen... Und gestaltet etwas neues (hoffentlich sinnvolles, rentables). Aber: Engagement, Initiative lässt sich nicht befehlen, sie entsteht. Finanzen sind der Boden, können Anreiz schaffen und unterstützen, aber nicht der Initiator sein. Initiative hat geistige Qualität. Immer dort ihren Ausgang. Denn es bedarf dazu auch Ideen. Für den Investor bedarf des Hinsehens: Wo gibt es sinnvolle Initiative und Engagement in das man investieren könnte? Da besteht zurzeit eine echte Verhaltensstörung und Fantasielosigkeit, seitens der Regierung und seitens der Grossinvestoren. - Warum ist das so? Angst und Sorge würde ich tippen. Die sind pathologisch aufgebauscht. Machen handlungsunfähig. Lähmen.
Dieser Furch-Effekt ist durchaus bekannt - kleine Kinder laufen oft wie magisch angezogen in die Gefahrensituation. Nur kleine Kinder lernen dabei. :-)

Exponentielles Wachstum wird

Exponentielles Wachstum wird zu einer exponentiell steigenden Verschuldung führen, so wie in den letzten 30 Jahren. Niemals haben werder private noch staatliche Kassen kapiert, dass sie nicht mehr ausgeben als einnehmen können, ohne dafür irgendwann doppelt, dreifach, nfach zu bezahlen.

Und das liegt schlicht am Zinssystem. Es ist nur bedauerlich, dass niemand von den sog. "Experten" darauf kommt. :/

@b_m

"Würden die Meschen mindestens so viel arbeiten, wie sie Konsumieren, gäbe es keine langfristigen Schulden."

Überlegen sie mal was sie da reden! In Summe kann es nicht aufgehen! Man kann nicht mehr konsumieren als man produziert. Man kann nur konsumieren was vorher produziert wurde! UNd dennoch haben alle Schulden. Schon komisch oder? Wo sitzt der imaginäre Gönner und Gläubiger der uns das seit Jahrzehnten ermöglicht?? Es ist ein Geld Problem, kein Wirtschaftsproblem. Begreifen sie das mal. Wir sind in einem abgeschlossenen System, wir können alle zusammen gar nicht über unsere Verhälltnisse leben. Einer muss es vorher erarbeitet haben!

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