Kommentare

es gibt immer 2 Seiten der Medallie

man muss dagegen halten, dass gerade eine grosse masse an künstlern davon lebt, Ihre musik ersteinmal in digitaler form gratis anzubieten, welche später dann von denen, die das, was sie hören physisch erworben wird. Portale wie bandpage sind da grosse vorreiter global gesehen. und eines muss doch auch irgendwann einmal nem musiker klar werden: das Leben als Künstler ist kein 9 to 5 job und wenn die menschen die Musik desjenigen nichtmehr wertschätzen und lieber downloaden als sie zu kaufen, hat das ganze ggf. auch was mit der qualität des inhaltes zu tun, der einfach nicht kaufenswert ist!

Was die Film- und

Was die Film- und Musik-Industrie dem Konsumenten bislang nicht vermitteln konnte sind zwei Dinge:

- Was in Radio und Fernsehen erlaubt ist (erstellen einer privaten Kopie von Inhalten), soll im Internet verboten sein. Das Mitschneiden eines Liedes im Radio ist mein gutes Recht, das Herunterladen desselben Titels aus dem Internet führt zu einer Kriminalisierung und absurd teuren Abmahung.

- Ich zahle prophylaktisch eine Strafgebühr bei der Anschaffung von CD-Brenner, Kopierer, etc. Benutze ich dann aber diese Geräte im Sinne der Strafgebühr zum Vervielfältigen von urheberrechtsgeschützem Material, sind wir wieder bei der Strafanzeige.

Was Fälle wie MegaUplaod überdeutlich zeigen: Millionen Menschen sind bereits, einen angemessenen Betrag für den Erhalt von Filmen und Musik per Download zu zahlen. Die Preispolitik der Industrie zielt hingegen zur Ausmelkung der potenziellen Kundschaft bis zum Kollaps. Das hingegen funktioniert nicht mehr so gut wir früher.

@Linuxpinguin: Es gibt bei

@Linuxpinguin:

Es gibt bei diversen Downloadplatformen aber eben auch aktuelle Kinofilme oder Filme die nur auf DVD erschienen sind und nicht nur Filme oder Serien die bereits im TV liefen.

Und das Künstler von den Platformen beteiligt wurden bezweifel ich sehr stark.

Ungerechtigkeit schafft halt Mißtöne

Es ist wahr, dass das alte System nur wenigen zugute kommt. Viele Akademiker bekommen in Deutschland keinen Job mehr. Irgendwann entscheiden sie sich dann umsonst zu arbeiten. Artikel für Wikipedia schreiben, Netzforen betreiben etc..
Würde das Interesse des Publikums entscheiden, also jeder Mausklick einen Cent bedeuten, dann wäre es einsichtig fair, aber das ist nicht der Fall. Die Etablierten argumentieren im Grunde, dass der Staat verpflichtet sei Kultur zu fördern und daher bestimmte Projekte fördern müsse, hingegen andere nicht. Das ist ein offenes Tor für Vetternwirtschaft und Klientelpolitik. Das Bayreuther Festspiel z.B. ist ein politisches Musikspiel, warum sollte Jedermann für die Musik von Wagner noch etwas zahlen sollen - sie wird doch bereits genug gefördert ?

Das ist doch gut so oder nicht?

Ich für meinen Teil sammle Schallplatten.
Da unterstütze ich die Künstler mit.
Vorher höre ich mir aber die Musik im Internet an.
Nur die Musik die mich 10-50 Jahre begeleitet, ist Kunst und für mich und was wert. Dafür zahle ich gerne.
Den ganzen anderen Schund und die doofen CD`s könnt ihr gerne behalten. Die Künstler sollten lieber mal Konzerte zu vernüftigen Preisen anbieten.
Jeden Tag ein 4-5 Stunden Konzert. Ein Traum-Job ist das für alle Musiker wenn man bedenkt das andere 8 Stunden + 10 Übertstunden am Tag für paar Euros schuften müssen.
Außerdem haben die ganzen Stars und Hollywood genug Geld. Also warum die Leute wegen dem Internet kriminalisieren?
Nur damit sich ein paar Hintermänner die Taschen vollstopfen können die nichtmal was mit der Musik zu tun haben und diese nur teuer vermarkten?
Ich bin froh das damit Schluss ist !!!
Ich werde auch weiterhin nicht für Musik bezahlen.
Zur Not nehm ich mir meine Gitarre und mache selbst welche.

ad Linuxpinguin

Stimmt auch nicht ganz. Die Download-Plattformen wurden zum Teil von denselben Leuten betrieben, die auch kino.to betrieben haben. Weil sie dort Werbung geschaltet haben (bzw. auch Dialer und Abbo-Fallen verbreitet haben) hatte das kommerziellen Charakter. Und kommerziell Fernsehaufnahmen verbreiten darf man nicht! Dass es auf kino.to nur Fernsehmitschnitte gab ist außerdem falsch. Da gab es u.A. Filme, die gerade erst ins Kino kamen.

Dass Abgaben an die Rechteinhaber gezahlt wurden halte ich für ein Gerücht.

Nicht so ganz ....

@ Linuxpinguin

Leider haben Sie mit ihren letzten 2 Argumenten nicht vollkommen recht. Kino.to selbst hostete keine Filme aber die Industrie dahinter ist ein verschachteltes Netzwerk das sich gegenseitig beim pinkeln den .... hält. Dahinter steckt reine Geldmacherei. Und es werden ja nicht nur Filme gezeigt welche schon FreeTVPremiere feierten sondern auch Filme bereits vor dem Kinostart welche von der Qualität natürlich an Körperverletzung grenzen.
Ansonsten gebe ich ihnen vollkommen recht in Bezug auf das Urheberrecht welches eine Überarbeitung benötigt.

Wir brauchen kein neues UrhG …

Das Urheberrechtsgesetz an sich ist nicht schlecht, nur muss es den extrem schnell fortschreitenden Entwicklungen regelmäßig angepasst werden; das passiert in der Tat nur in sehr ungenügendem Maße. Eine Reform muss also her, nicht ein neues Gesetz. Ich selbst arbeite im Musikverlagswesen und möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, dass es unumgänglich ist, Musikwissenschaftler und Verlage angemessen zu vergüten, denn sonst wird die immer mehr überhandnehmende "Kostenloskultur" im Internet noch zum Sargnagel der allgemeinen kulturellen Landschaft in Deutschland. Wer meint, Noten und Musik müssten immer kostenlos zur Verfügung gestellt werden, der denkt leider nur von zwölf bis Mittag. Mäzenatentum mag ja im Bereich der Pop- und Unterhaltungsmusik irgendwie funktionieren, bei Klassischer / Vorklassischer Musik (ich meine nicht André Rieu oder Vanessa Mae!) bzw. im traditionellen Musikverlagswesen wird es jedoch jäh scheitern. Das sollte unbedingt bedacht werden.

Spannendes Interview

..sowohl an die Tagesschauredaktion für die Fragen als auch an Herrn Stalder für die Antworten: Vielen Dank!

Ich bezahle doch bei jedem

Ich bezahle doch bei jedem Kauf eines unbeschriebenen analogen oder digitalen Speichermediums einen Teil des Kaufpreises an die Verwertungs-Industrie...
..ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten.

In meinen Augen ist das gesetzlich legalisierter Strassenraub.

Darüber äussert sich niemand von den Befürwortern eines Steinzeit-Urheberrechtes.

@Linuxpinguin

Ich kann bei Ihnen einiges nicht nachvollziehen.
Wenn ein Film vom TV aufgenommen wurde und bei Megaupload angeboten wird, wie kommt dann der Künstler (also zB Universal, Scorsese, Tom Hanks, etc) sein Geld? Von Megaupload sicher nicht.
Ähnlich verhält es sich mit anderen Dateispeicherangeboten, oder mit Filmen, die von DVD (nicht TV) in ein Computervideo konvertiert wurden.

Das ganze ist nur dann haltbar, wenn sie "Künstler" als denjenigen definieren, der die (vorher gezeigten oder verkauften) Filme aufnimmt oder konvertiert und dann ins Internet hochlädt.
Von der finanziellen Beziehung zwischen dieser Art von Künstlern und dem filehosting-Unternehmen hat derjenige, der nach momentaner Rechtsprechung das Copyright an dem Film hält, überhaupt nichts.

zu teuer

es ist nicht so das ich die kuenstler nicht unterstuetzen moechte,aber mir sind z.B. dvds zu teuer also illegal gucken oder garnicht

fazit von mir kostenlos nein,so teuer wie jetzt auch nicht

kostenlose Vervielfältigung

Es stimmt schon, dass man sich Kopien vom laufenden Radio- oder Fernsehprogramm für den eigenen Gebrauch anfertigen kann. Dadurch aber ein Recht abzuleiten, dass man das im Internet auch darf, halte ich für schwierig, aus den folgenden Gründen:

- Die Kopien werden für gewöhnlich nicht für den eigenen Gebrauch angefertigt, sondern sollen vervielfältigt werden.
- Die Radio- und TV-Anbieter senden das "Original", während man im Internet die Kopie der Kopie der Kopie kopiert.
- Ich darf im Kino auch keine Videokamera mitlaufen lassen, weil es der Anbieter nun mal grundsätzlich verbietet (obwohl des technisch möglich wäre).

Das Argument, dass man nur das gratis runterlädt, was man ohnehin nicht kaufen würde (weil es schlecht ist), ist an sich ein Widerspruch. Natürlich lädt man das runter, was gut ist. Für die Mülltonne (den elektronischen Papierkorb) lädt niemand etwas runter.

Daher: das Urheberrecht muss angepasst werden, ist aber grundsätzlich richtig.

Re: Felix Stalder

Habe selten solchen Unsinn gelesen! Ist am Beispiel "Musik" gut darstellbar. Das Erschaffen eigener musikalischer Werke ist immer die kreative Leistung einzelner Künstler, evtl. auch in kleinen Gruppen mental Gleichgesinnter, zB. bei modernen Bands. Immer ist die ureigene Charakteristik des Künstlers das signifikante Element. In diesen Schaffenprozeß künftig einen "User-Schwarm" einzubeziehen, ist kompletter Unfug. Klassiker vom Bach über Mozart bis zu den Beatles wären nach dieser "Zukunftsidee" nie entstanden. Heraus käme einzig ein Einheitsbrei, ähnlich dem Angebot des "schwarmorientierten" Privat-TV.

Das Gleiche gilt für Literatur und Theater. Und im übertragenen Sinn auch für Wissenschaft und Forschung.

NEIN - wir brauchen auch zukünftig ein wirksames Urheberschutzrecht für Kreative. Für deren Existenzsicherung und gerne auch Luxus, damit wir nicht im Einheitsbrei des (leicht manipulierbaren) Schwarms versinken, sondern immer neue, individuelle Anregungen bekommen.

@Stawiarski

Ich teile deine Meinung nicht.
Gerade Klassische Musik wird in Theatern und Opern wieder und wieder aufgeführt, Wagner sei nur mal ein Beispiel dafür. Außerdem sind die Künstler dieser Werke längst verstorben, die Noten bekannt, also warum sollten diese nicht zum Selbskostenpreis von…sagen wir 10 cent die Seite erhältlich sein?
Die müssen nur einmal gesetzt werden (womit wir wieder beim Crowdsourcing wären) und alle gewinnen.

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, da ich in der Internet-Remix-Kultur einer der Kulturschaffenden bin. Was meint man denn hier, woher über 9000 lustige Bilder am Tag kommen? Die werden kostenlos und ohne Nennung von Autoren erstellt. Wenn der Macher des berühmten "Trollgesichts" für jede Benutzung 5 cent bekäme, wäre er steinreich. Tut er aber nicht. Zum Wohle Aller.
-> Wir sehen: Umsonst funktioniert, solange jemand Spaß dabei hat Dinge zu erstellen!

@Linuxpinguin

Mit Verlauf. Was Sie schreiben ist schlichtweg gelogen.
@EinBenutzer und @AlterSimpel bringen es da auf den Punkt. Die Betreiber der Linkseite (Kino.to) und der diversen Hostingseiten waren identisch bzw. es bestand eine Verbindung --> Geldmacherei.

@Indo
Qualität ist keine Ausrede. Die Alternative wäre Verzicht.

Herr Stadler sagt in diesem Interview viele richtige Dinge und benennt zurecht, dass die Verwertungsgesellschaften immer weniger für ihre eigenen Künstler da sind. Im Prinzip missbrauchen sie ihr eigenes Monopol, da der Zweck ihrer Existenz eigentlich ein anderer ist.

Die freiwilligen Modelle funktionieren derzeit aber nur, da die Spendenaufrufe sich auf wenige Künstler beziehen. Ein Wikipedia oder Minecraft funktioniert, sind es aber hunderttausende Künstler, dann ist die Sache doch komplizierter.

Die neuen Plattformen sorgen auf jeden Fall für einen besseren Bekanntheitsgrad. Nun gilt es noch ein System zur Bezahlung zu etablieren.

Nicht nur die Buchverlage ...

sondern leider auch die Musikindustrie hat sich seit den 90ern verändert. In genau derselben renditeorientieren Weise.
War es nicht Sony, die Robbie Williams für ein noch gar nicht veröffentlichtes Album 100Mio $ gezahlt haben?
Keine Ahnung, ob sich das gerechnet hat, immerhin hat sich Robbie Williams fast ein bißchen geschämt über soviel Geld (und darüber, daß er einen Angestellten hat, der allein dazu da ist, Hundehaufen von seinem Rasen zu entfernen).
Im Gegenzug hat die Musikbranche die Talentsuche und -förderung massiv gekürzt.

Ähnliche Entwicklungen gab es in Hollywood: immer die gleichen Schauspieler als Quotengaranten, ja kein Risiko eingehen, denn das sehen die Aktionäre und Investoren gar nicht gerne.

Die größten Kritiker von Raubkopien sitzen in der Buchhaltung, von denen ist leider kein sinnvoller Beitrag zu erwarten.
Wenn genau diese Leute mit Regierungen in Beratungen sitzen, ist die Zielsetzung der Novelle klar.

Wenigstens macht das Interview da ein wenig Hoffnung.

Die Künstler sollen ein,fach mal streiken!

Ja Sie Lesen richtig.

Einen Monat lang, und wenn die Zahlungsmoral immer noch "unter aller Kanone" ist, dann zwei Monate usw.

Schärfe Gesetze und überwachung bringt da gar nix.

Den Konsumenten ist es nicht klar was für eine Arbeit hinter Musik, Film, Software steckt, auch hat der Mensch generell ein Problem damit, zum größten teil Geistiges Schaffen als Geldwert anzusehen.

Man sollte den Kunden klar machen das Menschen diese Produkte Produzieren.
Das Musik, Film, Software nicht einfach so im Internet wächst.

Das nicht alles Freeware oder OpenSouce sein kann, das Menschen von ihren Schaffen Leben müssen, Rechnungen bezahlen, ihre Familie von Versorgen müssen, das nicht alle Reich oder Millionäre sind.

Micropayment und Spenden ist zwar ne gute Idee, aber wer macht da groß mit?

Die Kunden sollen auch Klip und Klar mal ihre Meinung Äußen, die sollen die Qualität verlangen für das sie auch bezahlen würden.

PS: Man vermisst erst was wenn man es nicht mehr bekommt.

@linuxpinguin - nadel

dienadel-punkt-de
da wirst du fündig. ich selbst habe seit meinem 15ten lebensjahr ein und den selben spieler. selbst für dieses alte universum gerät von quelle gibt es noch nadeln. und spieler gibts auf ebay satt. meine plattensammlung wächst übrigens permanent. die meiner cd's stagniert, denn die ersten scheiben aus den späten 80gern zerbröseln gerade.

ansonsten empfehle ich der industrie beweglichkeit. ich bin nicht bereit im letzten jahrhundert zu verharren, nur weil sich gema und filmbranche an die alte gangart klammern.

Ich fände es großartig, wenn

Ich fände es großartig, wenn der Autor sich bereit erklärte, ebenfalls von Spenden seiner Studenten oder sonstigen Interessenten seiner Thesen zu arbeiten. Das wäre wenigstens konsequent.

Weiterhin frage ich mich, wie denn das Thema Doktorarbeit(en) neu bewertet wird, wenn Herr zu Guttenberg sich ebenfalls auf Schwarmwissen berufen würde?

Falls jetzt Wikipedia oder OSM als grandioses Beispiel solcher Schwarmaktivitäten angesehen werden, so merkt man bei genauerem Hinsehen, dass Wikipedia praktisch permanent um Geld betteln muss, um überhaupt die Server betreiben zu können und OpenStreetMap noch nie richtig darauf abgeklopft wurde, woher eigentlich diese Aufsichtspläne stammen? Vom Himmel sind die jedenfalls nicht gefallen und der Schwarm hat die auch nicht produziert, denn das kann der gar nicht.

Musik, die von beliebigen Dritten verändert wurde, und gleichzeitig über einen Achtungserfolg in YouTube jemals hinaus kam, ist mir nicht bekannt. Aber vielleicht irre ich mich hier.

Re: 15:05 — Digitaler Fußabdruck

Falls Sie zur jüngeren Klientel gehören, sei Ihnen Ihre irrige Meinung zur Vergleichbarkeit von "Radiomitschnitten" und "Internetuploads" verziehen. Allerdings liegt hier auch schon ein Hauptproblem.

Früher erhielten Musikverwertungsgesellschaften einen geringen prozentualen Anteil des Verkaufspreises von Tapes bzw. MCs, als Ausgleich für entgangene Plattenverkäufe infolge privater Radiomitschnitte. Später wurde das erweitert auf Filmverlage wg. privater TV-Videomitschnitte. Aber die Qualität genügte bestenfalls privaten Ansprüchen und war ungeeignet zur massenhaften Vervielfältigung oder zum lukrativen Weiterverkauf.

Das änderte sich mit der Digitalisierung, der techn. Aufrüstung priv. Endgeräte und Speichermedien, und mit den Verbreitungsmöglichkeiten des Internet. Heute kann jeder dumme Hansel 1 x eine originale CD/DVD erwerben, in guter Qualität kopieren, und massenhaft im "Net" verbreiten.

Und wo bleiben Künstler/Produzenten, die Kreativität und viel Geld investierten?

@gbtroll

Lieber gbtroll, da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Es geht mir nicht um Bühnenwerke von Komponisten, wie Wagner, Schubert, Schumann etc. Ich bezog mich auf weniger bekannte Werke der Epochen Renaissance, Barock, Vorklassik, Klassik. Die Verfügbarmachung dieser Werke kostet Verlage eine Menge Geld, ist aber aus musikhistorischer Sicht enorm wichtig. Diese Kosten muss irgend jemand tragen.
Die andere Sache ist: Man sollte unterscheiden zwischen der Musik und den Ausgaben. Ich finde es auch in Ordnung, wenn sehr alte Ausgaben frei zugänglich sind (die Musik selbst unterliegt bei älteren Werken ja ohnehin nicht mehr dem UrhG), nur entsprechen sie oft nicht dem Stand der musikwissenschaftlichen Forschung. Deswegen werden auch immer wieder neue Ausgaben angefertigt. Es gibt nicht *den einen* gültigen Notentext! Und wenn ich für den Notensatz eines Oratoriums 5-6 Monate brauche (so lange dauert es nunmal!), dann finde ich, muss auch für meine Arbeit bezahlt werden, oder nicht???

Hallo Kairooo,

Sie schreiben immer von Schalplatten und Plattenspieler und das man was neues kaufen muß und am besten sher preisgünstig bei eBay..... aber die frage ist doch:

Was ist ihnen die Musik Wert?

Und ich meine nicht den Kram zur Datenabspeicherung oder den Geräten.

Nicht jeder hat Lust oder die Zeit Künstlerisch tätig zu sein, aber man möchte Unterhalten werden, sich "entführen" lassen vom Grauen Arbeitsaltag.

Was ist ihnen Unterhaltung Wert?

(Denken Sie Bitte jetzt nicht an Schalplatten und Abspielgeräten.)

Und noch etwas ...

Wenn die Künstler und Kreativen merken, dass sie von ihren Werken nicht mehr leben können, dann werden sie wohl andere Arbeiten verrichten müssen, die Tarifverträge kennen oder sonstwie reglementiert sind. Das mögen diese Leute zwar nicht wirklich, aber bevor sie Hartz IV beantragen, wird ihnen wohl nichts anderes dann übrig bleiben.

Dann kann ja als Alternative der Schwarm komponieren und selbst singen, Literatur schaffen, Filme mit dem Handy drehen und bei YouTube hineinstellen oder sich sonst wie künstlerisch betätigen. Mal sehen, welchen anderen Schwarm das dann interessieren wird. Vor allem, steht der dann noch vor der Kinokasse?

So ist es doch nur eine Selbstbeschäftigung von Menschen, die ein Medium mitnutzen wollen, wie eben - klassisch - manche ein Lied eins Hits mitsingen. Nur gibt es einen Unterschied zwischen leisem Mitsingen und dem Original. Den merkt man sofort, wenn man den Ton des Songs mal (als Zukunftsvision) abdreht. Was bleibt dann noch übrig? Eigentlich nichts.

@farlander

… warum sind DVDs und CDs denn so teuer? natürlich wegen der vielen illegalen Kopien, die im Umlauf sind, also auch wegen des illegalen Herunterladens aus dem Internet. Also Fazit: Kosten runter, dann aber auch wirklich kaufen und vielleicht die Strafen für Urheberrechtssünder empfindlich verschärfen.

Hallo Zwicke und Stawiarski,

@ Zwicke

"Und wo bleiben Künstler/Produzenten, die Kreativität und viel Geld investierten?"

Richtig, die Geräteschaften bekommt man nicht Kostenfrei weil man Schaffender Künstler ist.
Es kostet nicht nur viel Zeit was Ansprechendes zu Produzieren sondern auch Geld.

Geld das man mit Gewinn wiederhaben möchte.

@ Stawiarski

"Und wenn ich für den Notensatz eines Oratoriums 5-6 Monate brauche (so lange dauert es nunmal!), dann finde ich, muss auch für meine Arbeit bezahlt werden, oder nicht???"

Machen Sie das einer Geselschaft klar die von "Geiz ist Geil" Lebt, und den "immer Billiger" Prospekten aus dem Supermarkt.

PS: Hier läuft einiges Schief in unserem Lande, und im Grunde ist es auch die Aufgabe der Regierung die Leute mal aufzuklären.

Küstler

Heute nennen sich viele Künstler sind aber in Wirklichkeit keine und können auch nichts.
Sie werden nur durch die Medien und Werbung zu angeblich tollen Künstlern gemacht.
Echte Künstler sind meistens arm wie z.B. van Gough
Er hatte einen neuen Malstil erfunden den die Leute seinerzeit nicht verstanden.
Deshalb dachten sie, dass wäre Müll und er hat nur ein Bild in seinem Leben verkauft.
Heute sind diese min. 1 Mio wert weil das wirklich Kunst ist.
Was ich damit sagen will:
Wer wirklich ein Künstler werden will, der macht es
nicht des Geldes wegen in erster Hinsicht sondern zur Liebe zu seiner Kunst oder dem was er da macht.
Also sollte Kunst wieder ein Hobby sein und nicht von gierigen Kapitalisteninstitutionen wie der GEMA des Geldes wegen gesteuert werden.
Quallität setzt sich jedoch immer durch.
Jimi Hendrix wird auch heute noch gehört und verkauft weil der was konnte nämlich Giarre spielen und für eine Idee stand.
Alle anderen sind nur Heuchler die Leute in den Knast bringen.

@ Die Künstler sollen einfach mal streiken von Alchemy

… danke Du sprichst mir aus dem Herzen. Es wird erst dann etwas passieren, wenn man sich bewusst wird, dass es ohne hochspezialisierte Künstler nicht geht und dass diese eben auch ihr Leben haben, welches finanziert werden muss. Und nochmals an dieser Stelle: die Einkommen der Pop-Musiker, die in den Boulevard-Medien oft genannt werden, sind Extreme. Bitte denkt nicht, alle Musiker verdienten so viel Geld!

Wir sind verantwortlich

Natürlich muss das normale Urheberrecht bearbeitet werden damit das Internet nicht in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird das bedeutet aber nicht das man eine „kostenloskultur“ etablieren sollte.
Wenn man weiterhin das kostenlose kopieren betreibt wird langfristig nur der Mainstream überleben.
Das Argument des Crowdfunding ist mit Sicherheit eine Interessante neue Möglichkeit als kleiner Künstler eine eigene Produktion zu ermöglichen was dabei der Vorteil für den etablierten Künstler mit Millionen von Hörern wehre ist mir unklar. Oder sollen erfolgreiche Künstler in Zukunft nicht mehr verdienen?
Kultur, um mit den Worten eines Schriftstellers zu reden ist der Regenschirm gegen die tägliche Scheiße mit der wir bombardiert werden und dieser Regenschirm muss in seiner Vielfalt erhalten bleiben.
Ich bin für Zentrale Orte in Internet wo man sich „unbequem“ und mit Werbung Sachen anhören kann jedoch das kopieren sollte auf ein Minimum beschränkt werden.

Hallo Brodi,

dann gibt es statt Brot und Spiele nur noch Brot und Arbeit ohne Spiele (Unterhaltung).

Irgendwann wird es so kommen, "alle" haben das so gewollt, und am ende ist es niemand gewesen.

:-(

PS: Dieser ganze Amateurkram ist keine Alternative.

Neu Modelle

Für Musikproduzenten-es gibt jetzt den direkten Weg Eure Musik zu verkaufen; eine solche Platform heisst Restorm, aus Zürich.

Künsteranteil 80%, Verwaltung 20%. Kein Vertriebskosten.

Man muss nur noch an die Trafficumleitung arbeiten.

Viel mehr Trasparenz.

@maschmi78

"Das Argument, dass man nur das gratis runterlädt, was man ohnehin nicht kaufen würde (weil es schlecht ist), ist an sich ein Widerspruch. Natürlich lädt man das runter, was gut ist. Für die Mülltonne (den elektronischen Papierkorb) lädt niemand etwas runter."

Ich glaube, hier liegen Sie grundfalsch.

Gerade weil soviel Schrott gehyped wird ("the most anticipated movie of the year", "the amazing new album", "a jaw-dropping experience", "an instant classic") wird heruntergeladen, OHNE zu wissen, was gut ist. Dadurch vermeidet man das Kaufen von Schrott. Wenn man etwas sieht, was einem gefällt, kauft man sich es dann.

Die Verwerter-Industrie lügt über die "Güte" ihrer Ware, bis sich die Balken biegen. Wer versucht, durch Herunterladen und Testen den Schrott auszusortieren, und damit die Spreu vom Weizen zu trennen, soll hart bestraft werden.

Ein tolles Geschäftsmodell... Nur die Katze im Sack kaufen ist erlaubt, nichts anderes wird geduldet. Ansonsten ist man raubmordcyberkriminell.

Re: 14:57 — Linuxpinguin 14:57 + 15:38 / u.evtl. ff.

Pinguine sind putzige und zähe Antarktistierchen und leider auch Opfer böser Fressfeinde. Die digitale Variante namens Linuxpinguin gibts aber nur hierzulande, ich vermute auf einer virtuellen Scholle irgendwo in Unterbayern. Anders kann ich mir den wortschwalligen Unsinn nicht erklären, den Sie - und auch zu anderen Themen - absondern.

So auch hier wieder: Verstehe ich Sie richtig, daß Sie das illegale Herunterladen und Verbreiten von CDs/DVDs erstens beherrschen, zweitens betreiben und, drittens - verbreiten Sie das auch?

Nein, ich bin kein Agent der Industrie. Nur ein wirklicher Freund aller Kunstschaffenden und ihrer notwendigen Infrastruktur wie Produzenten und Verlagen. Die mit viel Geld/Investment erst das Produkt des Künstlers ermöglichen, um dann gemeinsam damit Profit zu machen.

Ein völlig berechtigtes Ansinnen. Nämlich Leistung gegen Geld. Was inzwischen leider von hinterfotzigen Usern unterlaufen wird. Deshalb bin ich strikt für ein strenges Urheberrecht im Internet.

Verlust durch Downloads? Ich versteh's nicht....

In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die haben sich für Hunderte bis Tausende Euro Unterhaltungsmaterial GEKAUFT (Videos, CDs, DVDs, Comics, Blurays), auf dessen Existenz!! sie nur durch Downloads überhaupt erst *aufmerksam* wurden. Ohne Downloads hätten Sie gar nicht GEWUSST, daß es das gibt. Und dann natürlich auch nichts gekauft. Globalisierung im Internet machts möglich!

Zusätzlich gehen diese Bekannten extrem oft ins Kino, einer z.B. hat Avatar 11mal im Kino gesehen, und schaut sich alle guten neuen Filme im Kino an, weil da "die Atmosphäre stimmt". Ohne Herunterladen und dadurch vorher abchecken wäre das Interesse wohl kleiner.

Ich versteh deshalb die Argumentation der "Rechteverwerter" nicht ganz... "Verluste" durch Downloads? Total hanebüchen. Das klingt nach wahnsinniger Gier (gepaart mit Weltfremdheit), aber sicher nicht nach einem ehrlichen Argument.

Da sage ich mit Astérix: Die spinnen, die Römer.
Hoffentlich hat dieser Spuk bald ein Ende.

Just my two cents.

@Alchemy

Hallo Alchemy,
Musik ist mir viel Wert.
Deshalb kaufe ich hin und wieder Platten.
Wenn ich unterhalten werden möchte gehe ich in ein Theater von Freunden die etwas vorspielen.
Oder in ein Kino von Freunden die es bei sich anbieten gegen eine kleine Spende.
Wenn ich mal rausgehe, gehe ich auch gerne auf Festivals und Konzerte.
Tritt mein lieblings-DJ in einer Disco auf,verlangt dieser nur 5€ obwohl er weltweit als aktuell bester DJ eines bestimmten Genres (unter Kennern)gilt.
Er verdient trotzdem seinen Lebensunterhalt aber zockt nicht ab.
Er hätte weil er so gut ist sogar 30€ von mir haben können.
Bei Konzerten gehe ich nur dahin, wo es preislich fair ist oder die Künster kostenlos auftreten für einen guten Zweck oder um selbst für sich Werbung zu machen um ein paar CD`s mehr verkaufen zu können in der Hoffnug das den Zuhörern die Musik gefällt.
Ist das nicht alles gut so?
Tipp: Schmeißen sie Radio und Glotze raus und gehen sie die Künstler selbst besuchen. Sie werden begeistert sein.

Gesellschaft Lady Gaga

Die Band Queen hat es irgendwie phrophezeit. Der Aufbruch der Hippie und Beatgeneration wurde zunehmend von der MuZag eingeholt, da hinter stehen nicht selten auch politische Interessen. Singt alle Gaga und wählt den Big Boss, das ist die Botschaft.
Demgegenüber ist es immer schwieriger geworden handgemachte Musik, ehrlich gemeinte Texte oder tiefempfundene Kunst den Menschen näher zu bringen. Es ist wahr: Geld ist zweitrangig. Echte Kunst, wertvoll wie nie, gibt es heute oft umsonst.
Die Musik aus Queens guter Zeit kann man sich überigens ganz legal auf ihrem eigenem Channel anhören. Die Band scheint nichts dagegen zu haben, weshalb auch immer ...

Hallo Dana,

es gibt aber auch Filmkritiken, Trailer und Legale Demoversionen, sowie zig Seiten wo man sein Kulturellen Horiziont erweitern kann, weit besser als Mainstream Illegal runter zu Laden.

Der Erste Schritt fängt mit einer Suchmaschine an. :-)

Der empathische Mensch

Die große Frage ist doch:"Darf ein Mensch leben (oder weiterleben) wenn er seine Arbeitskraft, seine Kreativität systembedingt nicht mehr vermarkten kann?"

Da jedem vernünftig denkenden Menschen, der sich noch nicht einer solchen Situation befindet, klar ist, daß er durch fortschreitende technische Entwicklung durchaus kurzfristig (und dauerhaft) da hineingeraten kann, kann die Antwort nur JA lauten.

Wenn wir nicht weltweit in Chaos versinken wollen brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden.

Und an all diejenigen die dagegenhalten sowas sei nicht finanzierbar und illusionär sollten sich überlegen wie die Alternative dazu aussieht.
Ich bin sicher die Alternative wird sehr viel teurer...

Re: @15:11 — luscinia in tenebris

Sie haben völlig Recht! Unsere Bundesregierung fordert (und fördert angeblich) Bildung und unsere intellektuelle, geistige und kreative Leistungsfähigkeit. Aber wo sind die Resultate? Ich sags mal unverblümt: Im Portfolio der Konzerne! Und dabei gehts nur um industriell nutzbare Forschungsergebnisse und Patente, die aus dem Hirnschmalz von Konzernmitarbeitern entstanden und entstehen. Neue Medizintechniken, neue Legierungen für Waffensysteme, neue biometrische Kontrollsysteme usw. Der gesamte Bereich der sog. Geisteswissenschaften bleibt außen vor. Dabei waren es, außer Naturwissenschaftlern, auch und gerade Geistesgrößen aus Philosophie und Literatur, die Deutschlands Weltgeltung bis heute kennzeichnen, wie zB. das Goethe-Institut. Und nun kommen "internetaffine Pseudokulur-Wissenschaftler" daher und meinen, jeder könne ein Goethe werden, wenn der "Internet-Schwarm" das richtig findet? Welche Hybis - und Verkennung der Individualität des Menschen und seiner ureigenen Intelligenz.

Die Büchse der Pandora ward

Die Büchse der Pandora ward geöffnet—es gibt kein Zurück. Gesellschaft und Kultur ändern sich, so wie sie es immer getan haben—technologische und ökonomische Entwicklungen sind hierbei Faktoren. Verwertungsmodelle müssen sich den neuen Realitäten anpassen; neue Wege müssen exploriert und entwickelt werden. Die Kriminalisierung von Akten, die isoliert genommen als so harmlos wahrgenommen werden müssen wie das Herunterladen eines Films oder eines Albums ist wegen der offenbaren Forciertheit ihrer Illegitimität nicht vermittelbar—der User muss sich umständlich in den Verwertungsprozess hineinversetzen um die Problematik seines Handels zu begreifen. Das kann nicht gut sein. Wenn eine Industrie ihr Überleben von hypothetischen Konsequenzen augenscheinlich folgenloser Akten abhängig sieht ist ihr Geschäftsmodell nicht robust.
Die Bringschuld liegt bei den Kreativen und ihren Verwertern. Und geistiges Eigentum ist das, was wir niemand anderem mitteilen.

Das Copyright-Modell hat

Das Copyright-Modell hat ausgedient.
Es wird Zeit, daß die Musik- und Filmindustrie sich an die neuen Rahmenbedingungen anpaßt, statt den Rest der Welt mit immer neuen Gesetzentwürfen zu belästigen, die ein veraltetes Modell retten wollen, daß nicht mehr zu retten ist. Die Zukunft ist Open Source, GPL und BSD.
Es ist Zeit das veraltete Konzept von intellektuellem Eigentum, Copyright und Patenten endgültig zu beerdigen. Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

@Alchemy

Ich denke, bei den Inhalten, die erst durch Downloads "entdeckt" werden, handelt es sich gerade nicht um Mainstream-Inhalte.

Das ist natürlich schlecht für die Mega-Verwerter, die diese Künstler ja (noch) nicht vertreten. Aber gut für diese recht unbekannten Künstler, die dadurch eine Fangemeinde bekommen, und überhaupt erst von Konsumenten "entdeckt" werden.

Dem Internet sei Dank.

Lassen wir also das bunte, horizonterweiternde Internet nicht von Abmahn-Anwälten, Hilfspolizei-Providern, Patent-Trollen und der Verwerter-MAFIAA kaputt-zensieren!

Just my two cents.

"Zunahme der Gratiskultur" ist Unsinn!

Die "Gratiskultur" ist eine natürliche Eigenschaft des Internets - jemand stellt irgendwelche Sachen online und alle haben Zugriff darauf. Was ich für mich behalten will stelle ich nicht online.
Deshalb ist es Unfug, wenn sich jemand gegen eine vermeintliche "Kostenloskultur" im Internet beklagt. Die gab es schon immer. Nur die "Kommerz-" und die "Überwachungskultur" sind neu.

In der öffentlichen Rechtswahrnehmung ist das Rippen und Verteilen von CD- und DVD-Inhalten genausowenig illegal wie das Kopieren von Kassetten und LPs vor 20 Jahren.

Ist das Veröffentlichen von Inhalten auf digitalen Medien nicht gleichbedeutend mit "Online-Stellen"? Ist das Kopieren von CD-Inhalten per Drag-and-Drop nicht eine Übung, auf deren Anwendung jeder PC-Besitzer einen Rechtsanspruch hat?

Wisst Ihr was? Verkauft doch einfach wieder Kassetten und LPs. Der Aufwand und die Qualitätsverluste beim Kopieren haben schon damals die Raubkopiererei in Grenzen gehalten. Das ist auch heute noch so.

@kairoo

"Jimi Hendrix wird auch heute noch gehört und verkauft weil der was konnte nämlich Giarre spielen und für eine Idee stand."

Ehrlich gesagt konnte Hendrix gar nicht so gut Gitarre spielen ;-), seine Stücke waren die ersten, die sogar ich recht einfach nachspielen konnte... er war mit seiner Musik einfach zur rechten Zeit am rechten Ort.

Ich habe viele Bekannte, die wahnsinnig gute Musiker sind- aber die nie eine Chance hatten mit Musik richtig Geld zu verdienen. Um mit Musik Geld zu verdienen braucht man schlicht Glück (wenn das Talent vorhanden ist), man braucht zwar nicht unbedingt musikalisches Talent um Geld damit zu verdienen (;-) viele Grüße Herr Küblböck o.ä.)... Man muss die Schwelle überschreiten um irgendwie in den Massenmarkt zu kommen- das ist nur sehr schwer ohne Vitamin B zu steuern und meist Zufall.

@Zwicke

Ja, stimme ich zu.

Mit kostenlose Downloads leidet die Qualität allgemein Profi Musiker müssen anderen Jobs ausüben um deren Einkommen zu sichern, die Kunst wird vernachlässigt. Plattenfirmen bekommen weniger Geld von die Umsätze um die Künstler zu bewerben. Egal ob die Majors oder Indie Labels sind. Auch bei die Produktion wird gespart, die Qualität sinkt. Viele Produktionen heute klingen gleich, teurer analoger Studios machen sich dicht; auch Konzerte werden teuerer und teurer.

Meiner Meinung nach ist das Problem ganz einfach zu lokaisieren- das Format.

Original = Kopie ohne Qualitätverlust. Anders as bei die Überspielung von Platten auf Kassette oder die Aufnahme von Radio aufs Band, da muss man immer drauf achten wie man es macht, um die beste Qualität zu bekommen. Und auch Die Zeitfaktor ; man kann einfach im digitalen Umfeld blitzschnell kopieren und die Kopien verbreiten.
Anders als bei physikalischen Tönträgern (CD's, Kasseten, Platten).

Neue Gesetzte=Kein Lösung.

tagesschau.de: Profitieren

tagesschau.de: Profitieren davon kleinere Bands oder junge Autoren überhaupt?

- Ja ...

@ kairooo Wie degradierend ist das den?

„Also sollte Kunst wieder ein Hobby sein „
Wie degradierend ist das den?
Zweitens ist van Gough verrückt geworden da er wusste das er was besonderes geschaffen hatte aber es von keinen verstanden wurde.
Rembrandt verstarb arm, Bach war unerfolgreich und Hokusai hatte auch nicht viel am ende seines Lebens obwohl wenige so nachhaltig die Seelen vieler Menschen über Generationen berührt haben. Ich finde das diesen Menschen mehr Hochachtung verdienen und mehr Sicherheit von ihren Werken zu leben

@JonDo

"Dadurch vermeidet man das Kaufen von Schrott. Wenn man etwas sieht, was einem gefällt, kauft man sich es dann."

Es gäbe ja auch die Möglichkeit (zumindest bei Musik) die ja geübte Praxis ist, dass man 20 s in einen Song reinhören kann vor dem Kauf...

Abgesehen davon bezweifele ich, dass auch nur ein 2 stelliger Prozentsatz der Downloader nachträglich eine legale Kopie der Musik kauft die er/sie in perfekter digitaler Qualität bereits auf dem Rechner hat.

Buchverlage

Wer jemals ein Buch geschrieben hat, ein wissenschaftliches oder auch ein episches, der weiß, welche Arbeit dies ist. Die meisten Leute sind doch schon bei einem kleinen zusammenhängenden Text überfordert - keine Überheblichkeit, sondern nur eine Tatsache, die jeder Lehrer feststellt!
Der Staat beansprucht 7% des Verkaufspreises. Der Autor bekommt meist nur versteuerbare 5%, ein sehr bekannter 10%! Ein Roman wird durchschnittlich in etwa 1000 Exemplaren gedruckt. Dafür hat der Autor meist mindestens 2 Jahre gearbeitet! Putzen gehen wäre lukrativer!
Wissenschaftliche Bücher haben eine höhere Auflage, aber hinter einem solchen Buch stecken ein Unistudium und viele Arbeitsjahre! Das sollten sich diejenigen, die von Schwarmintelligenz daherreden und von kulturellem Allgemeingut einmal durch den Kopf gehen lassen. Meine Bücher sind vielfach kopiert worden, anderweitig benützt - Lohn?! Das vorgeschlagene Mäzenatentum und die milde Gabe ist eine Unverschämtheit!

@Dana

"In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die haben sich für Hunderte bis Tausende Euro Unterhaltungsmaterial GEKAUFT (Videos, CDs, DVDs, Comics, Blurays), auf dessen Existenz!! sie nur durch Downloads überhaupt erst *aufmerksam* wurden. ...
Zusätzlich gehen diese Bekannten extrem oft ins Kino, einer z.B. hat Avatar 11mal im Kino gesehen, ...vorher abchecken wäre das Interesse wohl kleiner.

Ich versteh deshalb die Argumentation der "Rechteverwerter" nicht ganz... "Verluste" durch Downloads? Total hanebüchen. Das klingt nach wahnsinniger Gier (gepaart mit Weltfremdheit), aber sicher nicht nach einem ehrlichen Argument.
"

Sie können nicht verleugnen, dass trotz wachsender Zahl potentieller Konsumenten (Globalisierung) die CD Verkäufe drastisch zurückgingen...

Ich war früher auch 20 Mal im Jahr im Kino, jetzt 10 Jahre gar nicht mehr- habe mein Kino im Keller...

Wie viel verdient ein Künstler an einem Album? Bodi Bill..

Hier-
http://www.festivalisten.de/36418-wie-viel-verdient-ein-kuenstler-eigent...

Copyright ausgedient?!

Wenn Sie tatsächlich dieser Meinung sind, und Sie unterbreiten keinen Gegenvorschlag, dann kommen Sie doch einfach mal zu mir und streichen meine Holzbalkone und richten den Garten und putzen mein Haus - selbstverständlich auch kostenlos oder gegen ein milde Gabe, sofern ich Lust dazu habe!

Re: @15:16 — Stawiarski

Ich stimme Ihnen zu. Unser musikalisches Kulturgut (vom Mittelalter über die Klassiker bis zur Neuzeit) muß erhalten bleiben, und dafür brauchen wir wirtschaftliche Grundlagen. Außer finanzieller Förderung für historische Projekte gehört dazu vor allem ein wirksames Urheberschutzrecht bzw. Nutznießrecht für entsprechende Rechteinhaber. Dies dient der Bewahrung eines wichtigen Teils unserer kulturellen Grundlagen. Ohne solche Grundlagen ist ein Volk ein Nichts, ein beliebiger Spielball jedweder Interessen.

Nun aber kommen die Neudenker einer globalen Welt, beheimatet im Worldwideweb... Wo ist deren, auch geistige Heimat? Welchen Idealen oder Zielen sehen die sich verpflichtet? Dem Mammon? Der These: Alles geht, egal wie, hauptsache umsonst?

Das kann es nicht sein! Ich möchte nicht irgendwann nur noch in abseitigen Independantclubs alte, klassische oder neue Musik hören dürfen, während die Mehrheit des "Internet-Schwarms" eine "Verdoofungskultur" a la Privat-TV zelebriert.

Tod der Distributionsnetze

wo ich Herrn Stalder wiedersprechen muss ist bei der wertschöpfung aus dem "kopieren". Die wertschöpfung ist in der distribution. Das herstellen, bewerben und verkaufen der cds, dvds, etc. weltweit.

Diese industrie wurde durch das internet eigentlich überflüssig gemacht. Es hat zwar noch nicht jeder verstanden, doch in unbestimmter zukunft wird keiner mehr TV / Radio / Kino / CD/DVD als grundlegend getrennte medien ansehen. denn allen liegt ein digitales File zugrunde, das in irgendeiner analogen form distribuiert wird. wozu?!

Man sollte die files als solche behandeln, und nicht mit künstlichen abgrenzungen durch umkonvertierung und umlabeln unterscheidungen hinüberetten, die keinerlei berechtigung mehr haben.

aber das am rande. Ich kann ansonsten Herrn Stalder nur zustimmen. Und auf die geschichte des Amen-Loop verweisen, die man bei youtube findet.

Re: @15:58 — AlgorithMan

Unsinn! Richtig ist, daß die sog. "Klassiker" heute nicht grundsätzlich urheberrechtlich geschützt sind. Was auch kaum moglich wäre, weil es aus den Zeiten von Bach, Beethoven oder Mozart keine "Originalaufnahmen" gibt. Sondern lediglich Werknoten und deren spätere Interpretation durch zeitgenössische Ensembles, sog "Klangkörper" wie zB. prominente Philharmoniker/Orchester.

Übrigens weist eine altgriechische Übersetzung den Begriff 'Philharmoniker' als 'Geistig konstruktive Gruppe zum Wohle der Gemeinschaft' aus.

Sei's drum. Die zeitgenössischen Interpretationen der Klassiker sind zwar nicht urheberrechtlich, aber weksrechtlich geschützt. Damit wird dem ganz erheblichen wirtschaftlichen Aufwand der Werkseinspielung - und dem berechtigten Interesse an dessen geschäftlicher Nutzng weltweit - Rechnung getragen.

Wer dagegen ist, der muß auch die chinesiche PlagRolex oder PippifaxViagra aus dem Irgendwo für alle befürworten und Qualität per se für unwichtig erklären.

Wollen Sie das?

Na und ...

solln se halt streiken - es gibt genug freeware bzw. legal kostenloses Zeugs, damit kommt man über Jahre.
Ob die Künstler etc. solange aushalten, zumal sie davon leben müssen, ist dann deren Problem.
Es gibt auch viele Livekonzerte für umme bzw. so billig daß der Preis die Erwähnung nicht wert ist. Und die dort tätigen Künstler sehen nicht unterernährt oder sonstwie kränklich/bedürftig aus.
Fakt ist: wenn ein Film im allgm. zugäglichen Fernsehen lief bzw. Musik übers Radio kam und somit div. legalen Mitschnitten ausgeliefert waren - sollt das selbe fürs Medium Internet gelten. Desweitern hat man durch bestimmte Zwangsabgaben auf Rohlinge etc. eh schon eine Abgeltungszahlung für ebendiese Produkte geleistet.
Warum doppelt zahlen???

Schallplatten fand ich besser

Ich möchte mal was zu dies. ganz. Geschichte sagen. Ich habe mir in meiner Lebenszeit so ca. 3000 Schallplatten gekauft und sie gut gepflegt und gehegt. Diese habe ich natürlich auch digitalisiert um sie im Auto hören zu können aber eben nur zu meinem eigenen Nutzen. Wohl habe ich als Jugendlicher so manche Casette verschenkt die dann nach etwa 50 x hören kaputt war und somit nicht mehr Nutzungsfähig war. Das Problem ist doch das 1x digitalisierte Musik in guter Qualität kein Verfallsdatum mehr hat und beliebig verteilbar ist. Das auch immer wieder wie bei einer Schallplatte die ich mühsam aufgenommen habe. Nur die digitale Verteilung unterliegt dem gleichzeitigen kontrollverlust dieser Industrie. Kontrollverlust macht Angst u. ich kann diese Rechteverwerter schon gut verstehen, stehen sie selbst doch in einer unappettitl. Grauzone, das wollen sie verhindern. Es wäre also an der Zeit zu verstehen und ihnen das Wasser abzugraben. Denn das Geld gehört den Schaffenden nicht den Raffenden!

@ 18:00 — Zwicke

"Dies dient der Bewahrung eines wichtigen Teils unserer kulturellen Grundlagen. Ohne solche Grundlagen ist ein Volk ein Nichts, ein beliebiger Spielball jedweder Interessen."

- so wie 1930? Was hat uns unsere kultur denn da geholfen ... diese these ist doch ein wenig überzogen.

im übrigen könnten Sie es ja auch gutheißen, dass Sie sich selbst jetzt noch viel mehr einbringen und engagieren können, zB: wenn es darum geht klassische musiker per crowdfunding eine produktion zu ermöglichen.

Dass nun ausgerechnet heimatlose und geldgierige "neudenker" ihr geschätztes kulturgut der verwahrlosung anheim fallen lassen wollen, klingt mir ehr wie ein ausgewachsenes feindbild. Oder geht es vllt doch darum dass "leitkultur" hochpreisig bleiben soll? So ein bisschen hochgebildeter luxus unter der
"Mehrheit des "Internet-Schwarms"" (?!) oder der "Verdoofungskultur".

Re: @ 18:00 — Linuxpinguin

Schon wieder Sie - und mit einem abseitigen Thema (US-Regierung/Filmindustrie). Ihre Beiträge sind ziemlich sprunghaft. Was wollen Sie eigentlich, nur quatschen? Dafür gibts Psychiater. Oder vielleicht die "kostenlose" Variante im Forum...?

@18:51 — Wolfes74

"solln se halt streiken - es gibt genug freeware bzw. legal kostenloses Zeugs, damit kommt man über Jahre.
Ob die Künstler etc. solange aushalten, zumal sie davon leben müssen, ist dann deren Problem."

Lieber Benutzer Wolfes74,
das, was Sie da schreiben, meinen Sie doch nicht ernst, oder? Viele Leute verstehen einfach nicht, dass ein Künstler genauso einen Anspruch auf Vergütung für seine Arbeit hat, wie ein Beamter, Verkäufer, Manager, Arzt, Lehrer etc. … Außerdem bezweifle ich, dass wirklich genug "legal kostenloses Zeugs" für Jahre des Hörens übrig bliebe, würde man alle illegalen Dateien im Internet löschen.

@ 18:00 — Linuxpinguin

"Und schon wieder scheint die us-Regierung mit der Filmindustrie uns ärgern zu wollen."

- die wollen uns nicht ärgern :) für die ist ihre filmindustrie eine strategisches propaganda werkzeug. Sie sind bestrebt ihre kulturhoheit zu erhalten, die man z.B. am weltweiten bekanntheitsgrad von Sängern oder hollywood stars festmachen kann. um diese meinungsbildenden strukturen zu erhalten, beugt sich die regierung den eigentlich völlig überzogenen forderungen seitens dieser entertainment-industrie.

danke!

danke tagesschau.de, danke herr stalder!

endlich mal eine stimme, die sich nicht im schuetzengraben eingebuddelt hat und aus allen rohren feuert.

und endlich mal eine solche stimme, die hier prominent in die debatte eingebracht wird.

danke!

Spenden für die Kunst

In Hong Kong werden Kulturfestivals zu einem großen teil durch Spenden finanziert.

Jeder, der will, kann einem Studenten eine Eintrittskarte finanzieren.

Jeder, der will, darf soviel spenden wie er will.
Wer besonders viel spendet, wird mit seinem Spendenbeitrag im Programmheft namentlich aufgeführt.
Die Stinkreichen der Stadt sind in jedem Programmheft zu finden.

In Guangzhou, China, wurden klassische Konzerte in den 90er Jahren durch die Industrie finanziert, die Konsulate organisierten das, Lufthansa übernahm den Transport des Orchesters.

ungeheuerlich

Ehrlichgesagt finde ich es ungeheuerlich, dass hier Künstler in die Rolle des Almosenempfängers gedrängt werden sollen. Für Kultur abseits des sogenannten Mainstream funktioniert Crowd-Funding einfach nicht. Ich empfinde es als eine bodenlose Unverschämtheit, dass viele Kommentarschreiber hier auf dieser Seite hochspezialisierten Künstlern, die teilweise 10 und mehr Jahre studiert haben, vorschreiben wollen, sie müssten in Zukunft auf die Gunst von reichen Spendern angewiesen sein, damit das breite Volk auch alles schön umsonst bekommt … ja geht es denn eigentlich noch? Ich selbst bin Musiker im Bereich der Alten Musik, habe bisher bei geschätzten 20 CD-Aufnahmen solistisch mitgewirkt und stellen Sie sich vor, ich habe bisher keinen Reichtum anhäufen können, weil die Bezahlung einfach mies ist.

Re: @17:02 — Dana

Da sind Sie aber voll daneben. Auf welcher Insel der "Normalbezahler" leben Sie?

Meine jugendlichen Neffen und Nichten laden gnadenlos alles möglichst kostenlos aus dem Netz herunter, um eben genau die Kinokarten oder sonstige Entrees nicht bezahlen zu müssen. Dass dies illegal ist und die Hersteller - Künstler wie Produzenten - wirtschaftlich schädigt, wird einfach nicht realisiert. Dioeses Unrechtbewußtsein - als Teil unserer Wertegesellschaft! - wird einfach weder in der Schule noch im Elternhaus vermittelt. Nach dem Motto: Ich bin ich - und ICH darf alles im Internet.

Aber wehe, ein cleverer Anbieter hat eine Bezahlfalle eingebaut. Dann ist das Geschrei groß nach dem Staat, der solche Abzocke verhindern soll - natürlich "mit allen Mitteln".

Ich habe absolut kein Mitleid mit meinen Neffen und Nichten, die ihre Lektion von Fairness im Leben lernen müssen. Aber noch weniger Mitleid habe ich mit kriminellen Internetakteuren, die mE. als gewissenlose Verführer ins Gefängnis gehören.

Hallo Wolfes74,

viel spaß beim immer des selben Lesen, Hören und Sehen von Unterhaltungsprodukten.

Wenn es ihnen eines Tages zu Blöd wird immer das selbe am Unterhaltung zu Konsumieren, ohne was neues und gutes, dann haben Sie ja noch die Amateuere bei z.B. Youtube.

Aber ihr Glück das es noch weiter geht, nur wie Lange lassen sich die Künstler und die Leute drumherum die auch von Leben möchten, ihre Miete, Strom, Essen bezahlen müssen für ein "Apfel und ein Ei" als Lohn hinhalten?

Die nächsten 10 Jahre werden wir es erleben.

Und vieleicht kommt dann die erkenntniss das sich was Ändern muß.

PS: Ohne Kunst und Kultur ist ein Volk nichts weiter als ein Haufen Arbeintende Graue Ameisen.

Die Lösung erscheint einfach...

... und sie ist bereits im Gange: Streaming-Portale. Man zahlt einen gewissen monatlichen Betrag (in etwa vergleichbar mit der GEZ-Gebühr) an eine Website, kann dafür die Lieder seiner Lieblingskünstler (oder Filme) anhören, so oft und so lange man will, eben wie ein personalisiertes Radio. Das Geld geht dann anteilsmäßig an die Künstler, die man hört.
Möglicherweise kann man noch einen "spenden"-Button einführen für Künstler, die man gerne zusätzlich unterstützen möchte (die Bereitschaft zum Spenden, gerade an "kleine" Künstler, ist da!)

Hier liegt meines Erachtens die Zukunft. Und ein Massenverhungern von Künstlern bleibt aus.

@Skywalker

"Sie können nicht verleugnen, dass trotz wachsender Zahl potentieller Konsumenten (Globalisierung) die CD Verkäufe drastisch zurückgingen..."

Dafür nehmen die Pay-Download-Verkaufszahlen umso mehr zu. iTunes und Video-on-Demand lassen grüßen. Und was die Filmindustrie angeht, Avatar machte 2 Milliarden. Selbst so ein alberner Streifen wie "Alvin and the Chipmunks, the Squeaquel" macht weltweit 450 Millionen bei Produktionskosten von 45 Millionen. Da könnte man wirklich unzählige Beispiele aufführen, wo sich das eingesetzte Geld verdoppelt, verdreifacht oder verzehnfacht hat. Echte Flops dagegen sind selten.

Durch den Informationsaustausch im Internet, zu dem wohl auch Downloads gehören, werden solche Bekanntheitsgrade und finanzielle Erfolge erst möglich.

Die Anwort der "Verwerterindustrie" ist aber durch noch mehr Gier getrieben, und möchte das Internet totzensieren. Als ob es im Internet nur um Downloads gehen würde! Es ist viel bunter als das und darf nicht zensiert werden.

also 1. Ist das angebot an

also
1. Ist das angebot an mainstream in deutschland viel zu beschraenkt, vor allem die wahrnehmung, oder kennt jemand hier KOTOKO?
2. Kann man in ostasien sehen, woran es hier mangelt: einer emotionalen bindung von mainstream-stars und fans. Also erwachsenen fans, bei 13jaehrigen gibts die noch. Warum das so ist? Weil die industrie sich und ihre vertretenen kuenstler schlecht vertritt, restriktionen stossen ab. Fuer die majors sind die downloader, die auch fans sins, feinse. Dabei sollten sie als mitstreiter gesehen werden, was man gut an der anime copyright vereinigung sehen kann, wo verwerter und kopierer und fans zusammenarbeiten gegen zuviel downloading, was den markt schaedigt.
3. Fuer werbung brauch ich keine mi mehr, es gibt tausende radios, freie und inetradios, die offen sond fuer gute musik. Egal ob techno, metal, klassik oder schlager. Und die senden diese musik sogar noch auf eigene kosten.
4. Gutes interview, leider sind manche kommentatoren hier wohl zu alt zum verstehen

verloren, als sie das Copyright in den USA kontinuierlich verlängern ließ, weil sich sonst alte Filme wie "Mickey Mouse", "Goofy", "Fantasia" nicht mehr weiter ausmelken lassen würden.

Erst waren es 50 Jahre, dann hat die "Verwerter-Industrie" es zu 75 Jahren verlängern lassen, dann wurden Politiker solange bezahlt, bis es die heutigen 95 Jahre sind.

Verrückt, und ekelhaft gierig.

Vor allem, wenn man bedenkt, daß bei all diesen Filmen von alten Komponisten, Märchen, Fabeln, etc. abgekupfert wurde, was das Zeug hält.

Und die neue Masche ist, den Originalfilm rechtzeitig vor dem Ende des Copyrights mit einer "Neuen Version" upzudaten, so daß die Welt nur noch die neue Version kennt, an der dann wieder 95 Jahre verdient werden kann, ohne wesentliche neue Kreativität zu benötigen. Das gleiche funktioniert bestens für Musik-Coverversionen.

Ekelhafte Gier. Aber es ist menschlich.

Das Problem sind die bezahlbaren Politiker. (Aber auch das ist menschlich.)

Der Unsinn muß aufhören!!

@ 19:30 — Stawiarski

"hochspezialisierten Künstlern, die teilweise 10 und mehr Jahre studiert haben, vorschreiben wollen, sie müssten in Zukunft auf die Gunst von reichen Spendern angewiesen sein, damit das breite Volk auch alles schön umsonst bekommt"

- in anderen bereichen der kunst ist das nicht anders. übrigens hat das "breite volk" erfindungen gemacht, die sie kostenlos nutzen, wie zB das internet. Dafür dass es das gibt zahlen sie an niemandem etwas.

"und stellen Sie sich vor, ich habe bisher keinen Reichtum anhäufen können, weil die Bezahlung einfach mies ist."

- und das hat rein gar nichts mit dem internet zu tun. Raubkopien im bereich der klassischen musik sind nun wirklich die absolute ausnahme.
Dass Sie schlecht bezahlt werden ist ergebnis eines systems dem sie scheinbar blind folgen wollen. Nun ... viele Musiker in moderneren genres lehnen es nunmal ab weiterhin in solchen strukturen ausgebeutet zu werden. Das rüttelt leider auch an ihrem kulturolymp.

kostenlos kultur

lol ich bezahle für meinen provider, dieser stellt damit die infrastrucktur zur verfügung. Ich hätte jetzt gerne meinen Anteil aus den im Internet erwirtschafteten beträgen, die über den knotenpunkt meines providers gegangen sind.
Ja die kostenlos kultur sollte beendet werden, ab jetzt bekommt jeder knotenpunkt eine mautstation!
Ihr vergesst, dass wie z.B. bei Wikipedia die allgemeinheit überhaupt erst kostenlos die welt bereitstellt. Nur unser aller Anstrengung ist es zu verdanken, dass die Firmen im Internet Geld verdienen können! Wenn wir also von kostenlos sprechen, dann reden wir ja wohl nicht von der Benutzung des von UNS ALLEN GEMEINSAM erschaffenen! Was wäre denn das Internet ohne die User? Wann bezahlen Firmen endlich für die von Ihnen genutzte Gemeinschaft? Ohne kopieren hätte es keine Musikkasstetten gegeben, keine Videos, keine CD's, keine, DVD! na gut, pornos waren auch an der entwicklung beteiligt, ohne gäbs vermutlich kein internet :-)

Man wird mit guten Filmen und

Man wird mit guten Filmen und Büchern immer Geld verdienen können. Aber die drakonischen Strafen für Kopierende müssen weg. Wie hier schon erwähnt wurde, haben Rechteinhaber zu viele ausufernde Rechte, was das Verwerten von älteren Sachen angeht. Auch Sachen, die im normalen Fernsehen kommen, sollten legal herunterzuladen sein.

Es kann nicht sein, dass Filme auf DVD gekauft werden müssen, bei denen Drehbuchautoren und Schauspieler keinen Cent mehr davon sehen.

Bezahlt die Künstler besser, es muss weniger Geld in die Taschen der Rechteverwerter fließen. Wenn ich Ebooks bei Amazon selbst anbiete, bekomme ich dafür eine höhere Marge als bei Amazon.

Noch wollen die Leute lieber Sicherheit bei Romanen, etc., dass ein Verlag dahinter steht, der das gelesen und für gut befunden hat, und lektorieren ließ. Aber mit Bewertungssystemen im Internet können auch Hobbyautoren wie ich vielleicht mal ein kleines Zubrot zum Brotjob verdienen.

Frage an einen Rechtsexperten

Wenn Ich eine DVD kaufe, dann wird automatisch davon ausgegangen, dass ich illegale inhalte brenne. Deshalb bezahle ich für den brenner, den pc und jede DVD eine extrem hohe sonderabgabe.
Wohlgemerkt, auf den DVD's sind keine illegalen inhalte, pc's bestehen auch aus mehr als raubkopien! Nun wird mir aber trotzdem der Prozess gemacht, wenn ich auf der DVD tatsächlich illegale inhalte habe?
Wie kann es sein, dass ich 2x für die selbe tat verurteilt werde?
Kann ich nicht aufgrund solcher veruteilungen gegen alle weiteren zusatzabgaben vorgehen? Diese stammen aus einer zeit, als man die user noch nicht überwacht hat und unschuldige anschussinhaber verklagen konnte.

Re: @19:00 — Phonomatic

Sie haben offenbar nicht nur ein kulturelles Verständnisproblem, sonder auch ein geschichtliches. Welchen Kontext hat ausgerechnet das Jahr 1930 zum heutigen Thema "Urheberrechtsschutz"? Uns WAS hatte uns WAS damals helgen sollen - oder hat Ihrer Meinung nach nicht geholfen?

Vielleicht haben Sie mich nur gründlich mißverstanden. Denn ich plädiere nicht für die Pflege einer egal wie gearteten "klassischen Leitkultur". Aber ich bin sehr dafür, daß wir in Deutschland, genau wie in allen anderen Staaten üblich, unsere kulturellen Leistungen - zum Beispiel in der Musik, in Dichtung und Theater, in Kunst und Wissenschaft, und in der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung - als Errungenschaft betrachten. Also nicht "internetmodern" zu profanisieren und damit bedeutungslos zu machen als gesellschaftliche Klammer - wie es Internetkonzerne (und dahinterstehende Interessenten) gerne hätten, um die Menschenmasse zum berechenbaren "Schwarm" zu machen, der schließlish von Jägern gefressen wird.

Wo kaemen wir eigentlich hin,

wenn ich fuer die Urlaubsreise bezahlen muesste, bevor ich das Hotelbett ausprobiert habe?

Re: @20:59 — LastGunman

Wenn Sie nicht gerade billigen Sextrash schreiben, sondern interessante Literatur, könnte es sein, daß sogar die Internet-Scouts der Verlage auf Sie aufmerksam werden - und Ihnen lukrative Angebote machen.

Ihr Beispiel zeigt deutlich das Dilemma: Der gleichgerichtete "Schwarm" der User im Net fordert die totale Freiheit, schafft aber nur einen großen allgemeinen Misthaufen. Dessen Protagonisten (Verwerter, Geschäftemacher) erwarten als Ergebnis ... = als Qualität deklarierten Mist, was denn sonst. Siehe "Mainstreamkultur" in Musik, Theater und bildender Kunst. Sogar das Design von Autos wird immer bescheurter, Fenster und Übersicht immer kleiner. Industrieller oder gar wissenschaftlicher Fortschritt = Fehlanzeige. Ebenso bei der Energieverwertung. Hausheizungen werden immer teurer, obwohl es längst viel billiger ginge.

Soll heißen - die Modernität ist längst da, und deren Schöpfer und Nutznießer = Bürger könnten gut partizipieren, doch "die Lenker des Schwarms" wollen das nicht...

Es ist für mich ganz einfach.

Es ist für mich ganz einfach. Entweder das jetzige System läuft weiter, namentlich Kapitalismus, und jeder Künstler bekommt für seine Form der Arbeit Geld. Das heisst zumindest ein Recht auf Geld durch den potentiellen Käufer = Urheberecht.

Oder: jegliche Form von Arbeit wird über Spenden, Mäzenentum finanziert.

Dies wäre die einzig gerechte Variante.

Denn: letzendlich ist doch jedes Produkt, das nicht zum reinen Überleben benötigt wird, gleich viel wert. Und zwar das subjektive Empfinden. Dem einen ist ein Luxusauto soviel wert wie ein Gemälde von van Gogh. Nur weil geistiges Eigentum im Internet leichter zu stehlen ist, da es nicht physisch existent ist, bedeutet es nicht, dass ein Diebstahl davon legitim ist.

Ich weiß ...

zwar nicht in welchen Bioptopen manche Leute leben - aber in meinem Bekanntenkreis und in den Kreisen wo ich mich bewege gibts zuhauf nette Musik, Theater usw. - alles selbstgemacht und alles für umme bzw. zum Selbstkostenpreis - und nicht die Mondpreise der heutigen Film/Musikbranche. Und ich genieße seit mittlerweile 18 Jahren diese Szene bzw. wirke mit. Wir sind viele und wir sind alles andere als graue Ameisen sondern eher ein kunterbunter Vogelschwarm.
Ja Künstler gab es schon immer und die Bezahlung sah wie folgt aus: SPENDEN und wenn er mies war gabs gar nix.
Das ist nun mal das Los von Künstlern.
Künstler sein IST KEIN BERUF!!! sondern Hobby zumindest was Musik, Malerei und Schauspielerei angeht.
Was ist eigtl. mit den "Lebenskünstlern"?

fazit

Wer hierfür Gegenbeispiele nennen kann, immer her damit!

Bis dahin ist die Idee der Finanzierung von Kunst durch Spenden für mich eine Diskriminierung, denn sonstige Arbeit wird auch nicht über Spenden finanziert. Oder haben sie schon mal einen Barkeeper gesehen, der nur vom Trinkgeld lebt?

Hey der Mann hat echt gute Ideeen. Mein Vorschlag - Freiwllig sollten sich alle Empfänger von Honoraren oder Gehältern der Züricher Hochschule der Künste von der Empfänger-Liste streichen lassen um in Zukunft von dem Geschäftsmodell "Crowdfunding" ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich bin mir sicher das allesamt durch Spenden mehr als 10.000 Dollar zusammenbekommen, also mehr als die Autoren in den USA die davon wohl mittlerweile gut Leben können, weil solche Projekte einfach gut funktionieren müssen.

Das dürfte sich doch mehr als verlockend anhören, oder..?

Die Theorie der Mediengesellschaft würde dann bestimmt auch etwas praxisorientierter ausfallen. Sie alle könnten so Teil eines lebendigen Open-Source-Projektes werden, an denen jeder mitprogrammieren kann und andere sichern sich das Knowhow, mit dem sie dann Dienste anbieten und daran verdienen können. Das wäre eure persönliche Investition in die erste Kopie sozusagen.

@shine

Barkeeper ist ein Dienstleister - der Künstler nicht (außer ich engagiere ihn ausdrücklich gg. Bezahlung für meine Unterhaltung o.ä.), also fällt der Vergleich flach.

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