Kommentare

Schön!

"Dies liege zum einen am robusten Arbeitsmarkt, kommentierte die GfK"

Wie schön. Blöd nur, dass vor kurzem Zahlen veröffentlicht wurden, nach denen jeder 5. Arbeitsplatz in Deutschland ein 400(-oder-weniger)-Euro-Job ist.

Da wissen wir ja, was die Zukunft bringt. Hauptsache der Index stimmt.

Nicht nur Autofahrer...

...haben weniger im Portemonnaie!
Dazu eine gestern von tagesschau.de verbreitete falsche Rechnung, die leider nicht kommentierbar war. Dort hieß es:
Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer hatten 2011 im Durchschnitt 3,4 % höhere Einkommen als im Vorjahr, die Inflation betrug 2,3 %, also blieben nur (aber immerhin) 1,1 %. Leider wurden hier Steuern und Abgaben vergessen.
Richtig lautet die Rechnung:
+ 3,4 % brutto, macht vielleicht 2,8 % mehr netto, abzüglich Teuerung 2,3 %, bleibt also fast nichts übrig. Meine Brötchen bezahle ich von meinem Nettogehalt!
Die armen Pendler, die jetzt wieder als Vorzeigeopfer herhalten müssen, werden jedoch von den Nichtpendlern durch die Pauschale unterstützt.
Liebe Redaktion, nicht alle Menschen sind Autofahrer - vielleicht aber alle Redakteure?

Foto von der Preistafel

Mann, da ist der Liter Sprit jetzt sogar in Euro teurer als er es seinerzeit für Alu-Chips war. Da kam der Liter Super auf 1,65...
Erinnert sich noch jemand daran?

Wunderschön!

In einer für unser Land absoluten Hochphase der Konjunktur muß der aufgrund der miserablen Lohnentwicklung eh schon lausige private Konsum die Konjunktur stützen! Was wird denn passieren, wenn die Konjunktur eine Vollbremsung hinlegt? Und das wird nicht ausbleiben, denn man hat als Lehre aus der Finanzkrise mit dem Aus der Transaktionssteuer jetzt endgültig das "Weiter so!" beschlossen, womit eine Wiederholung garantiert ist, und zudem vermeidet man es mit allen Kräften, die Krise der EU schlagkräftig zu beenden. Die Folgen werden auch hier ankommen und dann rächt sich die Lohnzurückhaltung und der schwache Konsum.
Im übrigen: Betrachtet man den Einzelhandelsumsatz, stellt man fest, daß dieser preisbereinigt permanent sinkt. Im Zusammenhang mit den GfK Zahlen könnte man auch deuten, daß wir uns am Verbrauchsminimum bewegen. Noch weniger zu konsumieren würde bedeuten, sich einschränken zu müssen. Und wer das als stabile Basis betrachtet, ist schon der König der Naivität!

aus der gfk-Meldung vom

aus der gfk-Meldung vom Februar:
"Der Konsumklimaindex setzt sich aus den drei Teilindikatoren der Einkommens- und Konjunkturerwartung sowie der Anschaffungsneigung zusammen. Seinen Höchstwert erreichte er im Januar 1999 mit 26,2 Punkten."

2012: 5,9
1999: 26,2

Soviel dazu, ob ein Plus oder ein Minus von 0,1% nun das Ende des Tunnels oder das Ende des Lichts bedeutet.

Meine Verbraucherstimmung ist ...

.
...mehr als gedämpft: Sie ist längst durch den Auspuff
verpufft. Daher habe ich vor rund 10 Jahren mein Kfz
verschrotten lassen und mir keinen neuen Benzin- oder
Dieselschlucker zugelegt.

Zwar habe ich das Glück, in einer Stadt mit sehr gut
ausgebautem ÖPNV-Netz zu leben, aber das hat leider
nicht jeder Pendler.

Alternative(n): Fahrgemeinschaft(en), Bus, Bahn oder
Kfze mit Holzvergaser, bzw. Dampfantrieb.
Tatsache: In Schweden fahren etliche Pkw mit einem Einachs-Anhänger herum, in dem Holz-Pallets in Dampfenergie umgewandelt werden.

Öl-Industrie adé !

Was diesen schwedischen Kfz-Haltern recht ist, müßte
den Autofahrern hierzulande doch erst recht billig sein!

Europa, was ist das ?
(Satire aus)

@marciaroni durch was wurde

@marciaroni durch was wurde denn die "Hochphase der Konjunktur" erreicht ? durch lohnzurueckhaltung, wodurch die exportwirtschaft gestaerkt wurde. genau dies wollen sie jetzt in frage stellen ? die konjunktur wird genau dann eine vollbremsung hinlegen wenn arbeit zu teuer wird um sie bezahlen zu koennen, genau dies sieht man doch aktuell im sueden europas.

@ elchico - Betrachtungsweise

Sie schreiben:
"Blöd nur, dass vor kurzem Zahlen veröffentlicht wurden, nach denen jeder 5. Arbeitsplatz in Deutschland ein 400(-oder-weniger)-Euro-Job ist."

Das mag ja stimmen, aber es sind trotzdem prozentual weniger geworden!

Laut Statistik ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Einkommen stärker gestiegen als die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt. Es sind also heute prozentual weniger Arbeitnehmer in 400-Euro-Jobs als noch vor 2 oder 5 Jahren!
Und deswegen können sich heute mehr Menschen mehr leisten als in den letzten Jahren.

Erste Welt probleme. :D

"Hochphase der Konjunktur"

@blackradio et.al. Also wir haben keine Hochkonjunktur sondern ein halbwegs erträgliches Dahinplätschern. Hochkonjunktur sind zweistellige BIP-Wachstumswerte.

Ob niedrige Löhne die Konjunktur stärken oder bremsen, wäre erstmal zu untersuchen. Vielleicht stärken sie den Export - vielleicht -, aber sie schwächen die Binnennachfrage. Das drückt das BIP. Der Nettoeffekt ist vermutlich +/- Null, vielleicht sogar negativ.

Außerdem ist es ja nicht das Ziel der Volkswirtschaft, einfach nur hohe BIP-Raten zu erzielen, wenn außer einigen wenigen niemand was davon hat. Die Argumentation "Niedrige Löhne, damit es allen gutgeht" ist offensichtlich Unsinn, denn den Niedriglohnbeziehern geht es dann ja schlecht. Interessant wird die Veranstaltung nur dann, wenn die Früchte der Konjunktur auch durch Lohn-, Gehalts- und Rentenerhöhungen bei allen ankommen. Andernfalls ist drauf gepfiffen.

Wer lesen kann: Hochkonjunktur!

Die Zahl der Arbeitslosen war seit der Wiedervereinigung 1990 nie so niedrig wie jetzt!
Das BIP war nie so hoch wie jetzt!
Zum erstenmal seit langem treibt die Binnenwirtschaft das BIP an.
Das wurde immer gefordert, jetzt funktioniert es!

Die Zahl der sozielaverischeungspflichtigen Arbeitsplätze steigt stärker als die Zahl er Erwerbstätigen insgesamt.
Seit 2010 gibt es wieder Realeinkommenszuwachs!
2012 wird das dritte Jahr nacheinander mit realen Einkommenssteigerungen sein!

Und was passiert?
Es wird negiert und weiter nur gemeckert statt diese Daten einmal anzuerkennen.
Kann der deutsche Michel nur noch negativ??

@anorak2 zweistellige

@anorak2 zweistellige BIP-Wachstumswerte werden sie in ganz europa nicht sehen, deswegen ist die aktuelle konjunktur gut, denn geld was aus gruenden der unrentablen, ueberteuerten wirtschafen im suedlichen europa nicht dort investiert wird landet eben in der deutschen binnennachfrage. wenn der strom des geldes aber durch unguenstige bedingungen umgelenkt wird, schauts wieder aus wie mitte der 2000er jahre, is doch ganz einfach.

Indizes

Der GfK-Konsumklimaindex ist genau so bescheuert wie der IFO-Geschäftsklimaindex. Wie sagt doch Volker Pispers so treffend: Da rufen jeden Monat die Kaffesatzleser die Glaskugelbesitzer an. Dieses ganze Gelaber von irgendwelchen BWL-Schnöseln sollte aus den Nachrichten verschwinden.

Krise ist immer was für die Ärmeren

Leider können die ca. 18 Mio. Bürger plus deren Familienmitgliedern, die von ALG und
-mangels entsprechender Lohnhöhe -
nicht sv-pflichtiger Arbeit leben müssen
sich nicht vor der inflationären Abwertung ihrer Einkommen und Sparguthaben
(insoweit vorhanden, die unteren der 60% Nichtshaber haben nur Schulden)
durch Umschichtung in und Kauf von werthaltigen Dingen wie Grundstücke und Wohnungen oder wenigstens hochwertigen Konsumgütern langer Nutzungsdauer schützen.
Inzwischen sinken auch die Alterbezüge als Folge des ausufernden Niedriglohnsektors.
Bei 12 : 1 von ALG-Empfängern zu Arbeitsangeboten in der BA dürfte klar sein, wohin der Zug fährt.

Die Regierung entschuldet sich über die Inflation der Energie-, Rohstoff und Lebensmittelpreise,dem Massenkonsum, deren zum Teil exorbitate Steigerungen sie mit weiteren Akzisen, Steuern und 7 und 19% MwSt noch katalysiert.

Der Staatsapparat kostet 35% der Steuern plus 10%Neuverschuldung und die Bruttokreditaufnahmen steigen weiter an.

@Bernd1: Anerkennen der Daten

"Und was passiert?
Es wird negiert und weiter nur gemeckert statt diese Daten einmal anzuerkennen.
Kann der deutsche Michel nur noch negativ??"

Nun ja, eine gute Stimmung kann nun mal nicht befohlen werden.
Un der gfk-Index gibt nun mal lediglich Stimmungen wieder, und die Daten sagen auch, daß er vor 13 Jahren 4x höher war.

Daß jetzt nicht alle durch den Reifen springen wollen, mag auch daran liegen, daß "Daten" in den letzten Jahren stark an Seriösität und Glaubwürdigkeit verloren haben, weil durch allerlei Tricks die Zahlen frisiert wurden um genau die von Ihnen geforderte Stimmung zu erzeugen.

Letztendlich zählt das, was im Geldbeutel übrigbleibt, und wenn Sie die nicht erfassten Zusatzausgaben etwa für zusätzliche Renten-, Pflege- oder Zahnversicherungen und gestiegene Abgaben berücksichtigen, bleibt leider immer öfter ein Minus übrig.

Auch wichtig: Wirtschaftsmotor Angst. Damit lässt sich zwar eine Versicherung gut verkaufen, aber nicht etwa ein neues Sofa.

@Bernd1 - Pessimisten in der Überzahl

Bernd1: Und was passiert?
Es wird negiert und weiter nur gemeckert statt diese Daten einmal anzuerkennen.
Kann der deutsche Michel nur noch negativ??

Keine Sorge. Hier wird viel gemeckert. Aber dieses Forum ist nicht repräsentativ für die deutsche Wirtschaft. Nach meiner Beobachtung ist in den Betrieben, zu denen ich Kontakt habe, die Stimmung ganz ordentlich.

@ PispersFan - Inhalte statt Lautstärke

Dass Volker Pispers von Wirtschaft keine Ahnung hat beweist er in jedem Programm.
Deswegen gehört er zusammen mit Priol auch als "Schreihals ohne sachlichen Inhalt" zu den schlechteren Kabarettisten in Deutschland.
Wie sagt Dieter Hildebrandt:
Gutes Kabarett erkennt man daran dass es inhaltlich die Wahrheit widerspiegelt!
Und nicht daran dass man laut schreiend einzelne Personen unsachlich durch den Kakao zieht, aber manchen genügt so etwas scheinbar.

Wer die Umfrage direkt bei den Unternehmen (ifo-Index) als "Kaffesatzleser und Glaskugelbesitzer" bezeichnet versteht nicht wovon er redet.
Beim GfK Index bin ich auch etwas skeptisch aber keiner weiß besser als die Unternehem selbst was bei denen an Aufträgen in den Büchern steht! Und genau das spiegelt der Ifo-Index!

@ AlterSimpel - Realität außerhalb der Foren

Wenn Sie sich außerhalb der Internetforen umschauen stellen Sie fest dass der user Freier Westen die Realität benannt hat:
Die Stimmung in der großen Mehrheit der Betriebe UND der Bevölkerung ist sehr positiv.
Das unterscheidet die Realität "da draußen" von vielen Internetforen in denen Minderheiten leider überwiegend ihre negativen Vorurteile verbreiten.

Und der von Ihnen genannte "Wirtschaftsmotor Angst" ist auch in der realen Welt momentan nicht vorhanden. Den spiegeln nämlich vorrangig die Börsen wieder.
Wer sich dort auskennt weiß dass Börsenkurse in der Regel den Wirtschaftsverlauf voraus zeigen. Und dort geht es seit vielen Monaten kontinuierlich nach oben.
So viel zu dem von Ihnen genannten "Wirtschaftsmotor Angst"

Wachstum

@blackradio: Zweistellige Wachstumsraten gab es in der BRD in den 1960er und 70er Jahren. Übrigens auch zweistellige Lohnsteigerungen. Die Theorie, dass Konjunktur durch Lohnsenkung erreicht würde, passt nicht dazu.

In den 2000er Jahren sind etliche andere europäische Staaten an Deutschland vorbeigezogen mit dem Wachstum. Wenn nicht zweistellig, dann durchaus über 5 Prozent. Und das in Nordeuropa, z.B. Dänemark, Schweden, Holland.

Was das mit Südeuropa zu tun hat, verstehe ich nicht. Die Wirtschaften dort sind nicht unrentabel. Die haben im Moment das Problem, dass sie die falsche Währung haben (wir übrigens auch, wenn auch aus anderen Gründen). Das ist eine ganz andere Baustelle.

@Bernd1

Wo schreit Volker Pispers? Der hat eine sehr ruhige Stimme. Und abgesehen davon stimmt es, dass die Wirtschafts-Prognosen regelmäßig um 180° verfehlt werden. Wie wir mittlerweile wissen, kommen Krisen in der Regel unerwartet. Deshalb sind solche Prognosen blanker Unsinn.

Gelammer und Staus auf den Autobahnen

Hier wird wieder einmal im grossen Stiel gejammert!
Allen geht es immer schlechter. Weniger Netto, weniger Kuafkraft, überall nur 400 Euro Jobs. Nun noch der hohe Benzinpreis!
Und vor und nach Ostern sind wieder alle Autobahnen Richtung Feriendomizile dicht. Rekordstaus von >50km.
Einfach Paradox!

@Bernd1 - Realität außerhalb der Foren

wenn der "Wirtschaftsmotor Angst" lt. Ihnen in der realen Welt nicht vorhanden ist, dann frag ich mich, warum gerade alle Welt Wohnungen kauft, baut oder renovieren lässt... warum sind wohl dei meisten Handwerker ausgebucht? weil es natürlich einen "Wirtschaftsmotor Angst" gibt und jeder sein Geld irgendwo unterbringen will. Und das führt nunmal zu vorgezogenem Konsum und damit zu Wirtschaftswachstum...

Vom Gefühl, sich nichts leisten zu können

Das Gefühl, sich immer weniger leisten zu können, liegt m.E. nicht daran, dass die Reallöhne nicht mit der Inflation mithalten. Es ist vielmehr so, dass die Reallöhne nicht mit dem gestiegenen Angebot an Waren und Dienstleistungen, für die man sein Geld ausgeben "muss", mithalten KÖNNEN.

Während z.B. ein Handy Anfang der 90er ein Luxusartikel war, so wird heute der Besitz eines Handys fast schon als Menschenrecht betrachtet. Die Extrakosten für Telefonate, SMS, jetzt auch noch Internet sind fester Bestandteil des Monatsbudgets und gehen natürlich von dem Geld ab, das man zur freien Verfügung hat (bzw. zu haben glaubt).

Früher wurde ein neuer Fernseher gekauft, wenn der alte kaputt war (und nicht repariert werden konnte!!). Heute gibt's einen neuen, weil der alte zu dick ist.

Die Fülle der Angebote wächst immer mehr und immer schneller an, dass wir glauben, uns nichts mehr leisten zu können.

@anorak2 ich denke nicht das

@anorak2 ich denke nicht das man die verhaeltnisse von 1970 auf heute umlegen kann, wir haben heute eine waehrungsunion mit anderen volkswirtschaften in europa. schauen sie sich doch mal genau die funktionsweise innereuropaeischer investment stroeme an, dann sollten sie die hintergrunede der aktuellen konjunktur besser verstehen.

Als Unternehmenschef

wäre ich glücklich gestimmt. Als Normalbürger eher nicht.

Wenn man sich an den gemeldeten Zahlen orientiert, die eigendlich nahezu immer besser sind als zuvor, müssten wir schon im Paradies angekommen sein.

Armer Mann trifft reichen Mann und sehn sich an. Da sprach der Arme zum Reichen: "Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich!"
Berthold Brecht

zu: Vom Gefühl, sich nichts leisten zu können

Man muß ja nicht alles kaufen, was angeboten wird.

Man muß nicht etwas neues kaufen, nur weil es was neues gibt.
Das gilt für die Flachbildfernseher genauso wie für die subventionierte Verschottung durch die Abwrackprämie.
Klar, das beabsichtigt die Wirtschaft, deren Wachstum ja steigen muß, weil es uns sonst schlecht ginge. Jedenfalls will man uns das weismachen.

Aber was steigt denn wirklich bei mehr Konsum?!
Richtig: die Müllberge oder die Umweltverschmutzung ganz allgemein.
Das kann doch nicht wirklich unser Ziel sein: unsere Umwelt noch mehr zu zerstören.

Leben denn alle nur noch nach dem Motto:

Ich lebe und leiste mir, was mir finanziell möglich ist.
Nach mir die Sintflut??!!

Denkt denn keiner darüber nach, was sich unsere Umwelt noch leisten kann??!!

Ich erinnere an ein Indianerwort:

Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen, das letzte Getreide und Gemüse geerntet wurde, erst dann wird dem Menschen bewußt, daß er Geld nicht essen kann - nicht früher!!

Fakt ist es gibt schon sehr

Fakt ist es gibt schon sehr lange Technology, die uns das Fahren auf Wasser ermöglicht. Aber es wurde nie Wert daraufgelegt diese weiter auszubauen. Wieso weiß wohl niemand so genau. (Außer, dass die Ölindustrie nieder gehen würde)

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