Kommentare

Die Krise spricht viele Sprachen, nur nicht deutsch?

Es sieht überall in den regierungsfreundlichen Mainstreammedien so aus als ob eine Kauflaune herbeigeredet wird, die der tatsächlichen Stagnation der private Haushaltsausgaben, des Einzelhandels und den sinkenden Reallöhnen nicht entspricht und schon gar nicht den seit Jahren sinkenden Wachstumsraten der Wirtschaft (und der gesamten EU). Da führen Inflationsängste bei manchen zum Kauf langlebiger Konsumgüter (Wertsicherung des Geldes)und dann dichtet man mdedial die ganze Soße in Gottvertrauen in den Euro und Kauflaune um. Dabei steigen die Sparguthaben schön an. Schon Weihnachten war dieses Herbeireden zu bemerken und - es nützte nichts.

Der Spiegel gaukelt da schön mit was vor, wenn er von 2,9% Lohnanstieg faselt bis sich erst schwer erkennen lässt, dass die entsprechende Studie die Angestelltengehälter von deutschen transnationalen Konzernen meint und nicht den schnöden Rest der für mehr lau arbeitenden Bevölkerung.

Kauflaune kann auch virtuell sein.

@vanpaten

schön dass sie sich hier als einer der wenigen Deutschen outen, die trotz des Aufschwungs weniger verdienen oder gefeuert wurden.

Zumindest ist das eine einfachere Erklärung, als zu behaupten die halbe Welt habe sich gegen kleine hartarbeitende Bundesbürger verschworen....

Lieber das Geld...

... heute ausgeben (sofern man welches übrig hat was man nicht zum Leben braucht) als darauf zu warten das es morgen noch weniger wert ist!

Erst heute Morgen kam im Radio das Geld auf dem Sparkonto effektiv an Wert verliert, da die Inflation höher ist als die Zinsen!

Lasst uns schön für andere zahlen und haltet unsere Löhne klein!
Dann haben wir hoffentlich auch bald Proteste gegen die Regierenden denen Sie sich nicht mehr entziehen können!

Dann haben wir einen "europäischen Frühling", aber es muss wohl erst Winter werden bis es genug kapieren!

Konsumklimaindex legt um 0,2 zu!

Ey, boah, um so viel wachsen auch meine Haare jeden Tag. Voll krass ey, dass beim Abflauen der Konjunktur gleichzeitig irgend ein anderer Index steigt.

Würde man einen Automotor mit solcher Penibilität beobachten, könnte man schier verrückt werden, denn wenn´s bei Kolben 1 knallt hatt 4 seinen Tiefstpunkt, während Kolben 2 alles zusammendrückt und Kolben gerade auspufft.

Damit der Autofahrer vor Details nicht verrückt wird, gibt´s nen Drehzahlmesser und nen Tacho. Ich schlage vor, dass man bei der Wirtschaft auch Drehzahlmesser (umgewälzte Geldmenge) sowie Tacho (Fahrtzunahme/ -abnahme) benutzt, weil diese dauernde Einzeldarstellung aller Zylinder macht einen besoffen im Kopf. - Ach, Sie meinen, das wäre Absicht?

Konsumklimaindex besser als die Realität

Im Jahre 2009 brachte der Spiegel einen Artikel über den GfK-Konsumklimaindex.

Eine Aussage von Herrn Bürkl aus dem Artikel:
"Das Problem ist wohl, das von dem Index zu viel erwartet und in ihn zu viel reininterpretiert wird"
Quelle: Spiegel.de -> www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638129,00.html

Ich frage mich nicht erst seit gestern, warum dieser Statistik immer so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Gestern wurde in der Regierungsdebatte über das neue

Bankenrettungspaket (ich schreibe ganz bewußt nicht Griechenlandrettungspaket) schwadroniert, Spanien, portugal und Irland befinden sich auf einem guten Weg. Heute morgen war hier zu lesen, dass Spaniens Neuverschuldung höher ist als befürchtet.
Die Politiker sind nicht mehr zu ertragen. Das Volk hat doch keinerlei Vertrauen in die Politik und den Euro. Die Menschen haben angst, dass ihr gespartes Geld morgen wertlos ist und kaufen deshalb und nicht weil sie glauben "Alles wird gut".

@DeHahn: Glückwunsch zum Wachstum

Das haben Sie schön gesagt.

Dabei ist zu ergänzen: völlig unbeeindruckt von der Weltkonjunktur ist auch der Atlantik in seiner Breite wieder gewachsen, in ungefähr dem Tempo wie es auch Fingernägel tun (ich benutze in Ermangelung von Haaren lieber diesen Vergleich).

Aber mal ehrlich:

Wenn der Index 1999 bei 26 lag und er sich heute mühsam auf 5,9 gehangelt hat, sollte man wirklich kein Freudengeschrei erwarten.

Das bedeutet nichts anderes, als das es die letzten 12 Jahre ziemlich stetig bergab gegangen ist, und ich denke das ist auch eher das verbreitete Bauchgefühl.

Die GfK darf sich wieder zu Wort melden, wenn der Index bei 20 liegt.
Vorher brauchen wir von "Verbesserungen" nicht zu reden.

@vanPaten - zelebrierter Pessimismus

vanPaten: Es sieht überall in den regierungsfreundlichen Mainstreammedien so aus als ob eine Kauflaune herbeigeredet wird, ...

Es sieht überall in den regierungskritischen Foren so aus als ob eine Depression herbeigeredet wird, ...

Wer sich mal in den Betrieben und bei den Menschen umhört, bekommt einen bodenständigen und realistischen Einblick. Nur hier wird der Untergang kultiviert. Bisschen fern der Wirklichkeit.

Man fühlt sich bei diesen

Man fühlt sich bei diesen Verlautbarungen immer mehr an George Orwells Büchlein „1984“ erinnert, wo der Held Windstein den arbeitenden Massen in Ozeanien kundtun darf, dass die Schokoladenzuteilung von 30 Gramm auf 25 Gramm erhöht worden sei! Irgendwie scheint auch das Volk die ständigen Wirtschaftserfolgsmeldungen nicht mehr sonderlich ernst zunehmen: Die Preise steigen, die Löhne bleiben gleich, vom angeblichen Fachkräftemangel weiß das Volk auch nichts und das Land verfällt mehr und mehr (außer ich bin der Einzige, der den Eindruck hat, dass die Straßen noch niemals nach dem Winter so schlecht instand gesetzt worden sind wie in diesem Jahr, überall gibt es neuerdings Schlaglöcher). Dazu kommen ständig neue Schreckensnachrichten über das inflationäre Spielgeld Euro, welchem die Deutschen zu verdanken haben, dass sie nun für die Schuldenmacherei von ganz Europa aufzukommen haben. Eine Weile mag man also noch diese Jubelmeldungen verbreiten, aber mitjubeln tut schon lange niemand mehr.

Erhebungsgrundlagen des Index

Diese äußerst interessante "Methodenbeschreibung" der GfK im PDF-Format sollte sich niemand entgehen lassen:

gfk.com/imperia/md/content/presse/methodenbeschreibung_gfk-konsumklimaindex.pdf

Zitat: "Die Fragen zum Konsumklima werden monatlich im GfK CLASSIC BUS erhoben. Dabei handelt es sich um eine bundesweite face-to-face Mehrthemen- oder Omnibusumfrage."

Anmerkungen:

- Befragung im Omnibus? Also möglicherweise dort, wo sich viele Menschen tummeln - beim "einkaufen" z.B.

- Face-To-Face? Nicht anonym! Nicht mal der Pfarrer schaut einem bei der Buße ins Gesicht :-)

Wie realitätsnah kann diese Indexerstellung sein?

Von den Fragen und möglichen Antworten - siehe Methodenbeschreibung - mal ganz abgesehen....

@ Peer Gynt : Nichts wird von mir zelebriert, nur informiert

Wenn Sie sich auch nur etwas mit den regierungsamlichen Statistiken wie Destatis, denen von Wirtschaftsinstituten und internationalen Organisationen wie OECD, IWF, BIZ usw. beschäftigt hätten, würden Sie den Untersched zwischen statistisch messbarem Auf- und Abschwung und regierungsamtlicher inkl. deren Mainstreammedien Interpretation bemerken.
Der GfK-Index spiegelt seit Jahren nicht die realwirtschaftliche Realität und statistisch messbare Tendenz wieder und hat damit keinen Verlässlichkeitswert außer den von Beeinflussung.
Wenn Spiegel +2,9% für Topunternehmen darlegt bei 1,3% Inflation, während die reale 2,1 ist, dann ist das manipulativ und umfasst eben nicht die von Ihnen beschworenen Betriebe/Einkommen. Die kennen nämlich die Realität.
Rösler behauptete dauernd, die dt. Wirtschaft basiere im Wachstum in 2011 auf Export und Binnennachfrage. Tatsächlich waren es Investitionen, der Rest brach ein.
Aber Weihnachten wurde medial ein Einzelhandel zelebriert, der dann nicht eintrat.

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