Konjunktur Europa

Ihre Meinung zu EU sieht zwölf Mitgliedsländer in wirtschaftlicher Schieflage

Ein EU-Frühwarnsystem soll wirtschaftliche Fehlentwicklungen in den Mitgliedsländern rechtzeitig aufzeigen und bekämpfen. Der erste Bericht liegt nun vor: Riskante Schieflagen gibt es demnach in zwölf Staaten, darunter Frankreich. Deutschland ist nicht dabei - trotz seines Exportüberschusses.

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24 Kommentare

Kommentare

Jon Do
Übersetzung: Inflation erwünscht!

Die Übersetzung des folgenden Satzes:

"Obwohl viele Politiker und Experten davon überzeugt sind, dass der enorme deutsche Exportüberschuss - auch befördert durch eine überzogene Lohnzurückhaltung - wesentlich zum Ausbruch der Euro-Schuldenkrise beigetragen hat."

lautet:

Deutschland muß inflationieren, damit der Euro in Deutschland genauso wertlos wird, wie er jetzt schon in den Südländern (durch ein Jahrzehnt Lohn- und Gehaltsorgien) gemacht wurde.

Die Südländer gehen mit dem Euro um wie mit Peseten, Lira oder Drachmen. Hauptsache mehr, mehr Lohn, höhere Preise, jeder will noch mehr, also noch mehr Lohn, noch höhere Preise.

Gehen Sie mal in Italien, Frankreich oder Spanien einkaufen. Da werden Ihnen die Ohren schlackern, wenn Sie sehen, wie wenig der Euro in diesen Ländern noch wert ist.

Deutschland soll es nun nachmachen. Dann können all die Bankrott-Staaten ihre Schulden "bezahlen", und die Bankrott-Politiker mit den Schulden-Orgien weitermachen!

Frechheit!

Gast
Bitte an Tagesschau:

bitte nennen Sie die angedeuteten 12 Länder und nicht nur 4 davon...

Gast
EU sieht 12 Mitgliedsstaaten in wirtschaftlicher Schieflage...

mithin mengenmäßig (fast) die Hälfte der Mitglieder. Von der Größe der Volkswirtschaften weit über die Hälfte. Was sagt uns das? EU gescheitert
und zwar auf ganzer Linie. Nicht nur der Euro. Es wächst halt nicht immer zusammen, was auf Teufel komm raus zusammenpassen soll. Ausbaden wird das, wie immer, der Steuerzahler. Verantwortung dafür übernehmen wird niemand. Da war das Volk halt mal wieder zu blöd zum wählen. Wenn das Ganze richtig schief geht, sehe ich nicht nur bei uns griechische Verhältnisse. Dann haben unsere Politprofis einen europäischen Bürgerkrieg angerichtet.

Gast
Binnennachfrage...

...wird bei uns zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor ?
Auf welchem Stern wohnt denn der gute Herr Rehm ?
Die Leute, die in Deutschland gutes Geld verdiehnen haben doch eh schon alles, was man zum angenehmen Leben benötigt: eigenes Haus, schöne neue Autos, teure Klamotten etc.
O.K. - man könnte evtl. noch ein zweites Haus erwerben, einen 3. u. 4. Pkw kaufen ?
Beim einfachen Arbeiter - noch schlimmer bei "Aufstockern" und "Harzern" siehts dagegen gar nicht so rosig aus. Da geht das Geld für gestiegene Energiekosten, Krankenversicherungen und die schwindende Kaufkraft des Euros drauf. Selbst wenn diese Menschen gerne die "Binnennachfrage" ankurbeln würden, sie können es sich einfach nicht leisten.
Appropos leisten: Herr Rehm was steht denn bei Ihnen am Monatsende auf dem Gehaltszettel ??

Gast
Übersetzung: Ausbeutung verringern

"Obwohl viele Politiker und Experten davon überzeugt sind, dass der enorme deutsche Exportüberschuss - auch befördert durch eine überzogene Lohnzurückhaltung - wesentlich zum Ausbruch der Euro-Schuldenkrise beigetragen hat."

lautet:

Die deutschen Unternehmen sollen nicht weiterhin Ihre Exportorgien auf den Rücken der Arbeitnehmer austragen.
Eine Fokuswechsel auf den eigenen Binnenmarkt ist nicht nur für die eigene Wirtschaft positiv, sondern auch für das Volk.

Frechheit wenn die deutsche Wirtschaft so weitermachtwie bisher!!!!

mode d'emploi
Moderate Inflation

Jon Do:
Deutschland muß inflationieren, damit der Euro ...

Die Inflation gibt es nicht als Verb. Die Höhe der Inflation ist mit etwa 2% in Deutschland in einem vernünftigen Rahmen.

Gehen Sie mal in Italien, Frankreich oder Spanien einkaufen. Da werden Ihnen die Ohren schlackern, wenn Sie sehen, wie wenig der Euro in diesen Ländern noch wert ist.

Das ist so nicht richtig. Viele Lebensmittel, wie Fleisch sind in Frankreich deutlich teurer, aber auch deutlich besser. Weniger Masse, mehr Klasse.

Gast

"geeignete Korrekturmaßnahmen vorschlagen", mehr Niedriglohn, Lohnkürzungen, Abbau der sozialen Sicherungssysteme, Sparpakete. Höhere Abgaben.

Wer wählt eigentlich diese Parteien demnächst! Ich wäre entsetzt, ihr wählt den eigenen Untergang.

Die Etablierten wollen ihre Position halten, und zwar auf unsere Kosten.

Das System ist kaputt, es frisst sich und uns auf, und die einzige Korrekturmaßnahem ist, einzusehen, dass es so ist.

So muss zB der Zins weg. Der sorgt für Missverhältnisse, die sich alle 80 Jahre wiederholen, 1930 wars doch genauso. Und heute hat man einen ähnlichen Faschismus wie damals, weil wir nur noch geknechtet werden zugunsten einer Minderheit.

Gast
Eher Fluch als Segen!

"Wenn die Länder keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergreifen, können wir ein Verfahren einleiten. Die Länder müssen dann einen konkreten Maßnahmenplan vorlegen. Und wenn auch das nichts hilft, dann kann die EU sogar eine Geldstrafe verhängen, die bei großen Ländern in die Milliarden gehen kann", erklärt Rehn.“

Der Brüsseler Apparatschik führt zur Gängelung der Mitgliedsstaaten und konterkariert die nationalen Parlamente und den entsprechenden Souverän - das ist nicht Ausdruck eines demokratischen Prozesses sondern übelster Zentralismus!

Geldstrafen als ultima ratio entsprechen dem System den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben- ein System, das nicht funktionieren kann!

Für mich verselbständigt sich die Politik zum Fluch statt zum Segen für die Bürger Europas!

KLEARCHOS
Also

wann kapieren es die letzten. Deutschland steht in einem weltweitem Wettbewerb und verkauft auch in alle Welt!
Soll etwa noch mehr Industrie und produzierendes Gewerbe nach Asien abwandern? Unerhört, was da einige sagen. Jon Do hat schon ganz recht mit seinem Kommentar!

pkeszler
Zwölf Mitgliedsländer in wirtschaftlicher Schieflage!

„Der enorme deutsche Exportüberschuss - auch befördert durch eine überzogene Lohnzurückhaltung – trug wesentlich zum Ausbruch der Euro-Schuldenkrise beigetragen bei“. Das ist ein wichtiger Grund für die derzeitige deutsche Stärke, aber auch für die Krise. Eine Finanzunion kann auf Dauer nur funktionieren, wenn zwischen den beteiligten Staaten ein Handelsgleichgewicht besteht. Wenn aber ein Land überproportional exportiert und andere Länder nur importieren, muss es zwangsläufig zu deren Verschuldung kommen. Die stark verschuldeten Länder können ihre Probleme nur in den Griff bekommen, wenn sie in ihre Wirtschaft investieren und den Export steigern.

ruhrbeobachter
@Gandhismus

"So muss zB der Zins weg" Interessanter Vorschlag. Wenn man das konsequent zuende denkt, sollten auch alle Güter kostenlos sein, denn ein Zins ist nichts anderes als ein Preis. Ob man für diesen Preis Geld oder Milch kriegt ist egal.
D. h. Keine Preise mehr. Heisst natürlich auch keine Löhne und keine Produktion

Hieße zurück zum Bauernstaat. Aber wenn man Ihren Kommentaren folgt, scheinen sie ja für einen "Arbeiter- und Bauernstaat" zu sein.

Gast
@mode d'emploi - Inflationieren

Jon Do: Deutschland muß inflationieren, damit der Euro...
Die Inflation gibt es nicht als Verb.

lt. Duden schon:
hxxp://www.duden.de/suchen/dudenonline/inflationieren
die Geldentwertung vorantreiben / durch eine Inflation entwerten

Gast
Wachstum..

... in die Unendlichkeit? Gibt es keine Grenzen des Wachstums? Wachstum-Wachstum! Man kann es nicht mehr hören! Muss man dazu BWL studiert haben, um diese Floskel glaubhaft immer und immer wieder wiederholen zu können?

Gast
@Keyahka und Ghandismus

Das kanonische Zinsverbot der katholischen Kirche hat die Entwicklung der Zivilisation um Jahrhunderte in seiner Entwicklung behindert. Glücklicherweise hat man das im späten Mittelalter erkannt und deshalb abgeschafft. Es ist erschreckend, dass diese These immer noch heute kursiert. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich in die Fachliteratur der Zinstheorie einzulesen und vor allem empfehle ich, dieses dümmlich peinliche Geschrei auf sachliche Diskussionsbeiträge einzustellen. Das wirkt megapeinlich.

ruhrbeobachter
@Keyalha

Nun mal ganz ruhig und einen sachlicheren Ton bitte.

Der Zins ist ein Preis für Geld. Makroökonomie, 1. Semester.

"ein Anreiz für Investoren um mit Geld noch mehr Geld zu verdienen nicht mehr und nicht weniger" ganz genau. Ökonomisch signalisiert ein Preis Knappheit eines Gutes und stellt damit je höher er ist (und je knapper das Gut) einen Anreiz dar, dieses Feld zu erschließen

Ich habe NICHT gesagt, dass es Zins immer gegeben hat oder er in jedem Wirtschaftmodell enthalten ist.

Bevor Sie Dinge wie "Setzen 6" "Sie wollen nur polemisch Angst machen haben aber von der Materie NULL AHNUNG, aber hauptsache f... aufreissen..." in ein Forum stellen, sollten Sie sich selber informieren.

Fachlich und was die Höflichkeit im Ungang angeht.

Gast
@tobeorwhat

Haben Sie Komplexe, weil Sie die BWL-ausgebildeten Leute ins schlechte Licht rücken? Übrigens: Wachstum ist ein zentrales Thema der Volkswirte. Sie irren sich also schon in der Fakultät und sollten sich erst einmal sachkundig machen, bevor Sie Wachstum verteufeln. Die These der Grenzen des Wachstums des Club of Rome sind inzwischen längst überholt.

Gast

@tobeorwhat: so sehe ich das auch... ich verstehe ebenfalls nicht wohin das führen soll!? ... darf man aufhören zu "wachsen" wenn alle anderen Länder sich von geliehener Baumrinde und Wasser aus dem nachbarstaat ernähren? ich kann das mit dem wachstum auch nicht mehr hoeren.

Gast

Dänemark geht es richtig richtig mies, 2 x auf der Liste.

Belgien, Bulgarien, Zypern
Dänemark
Finnland, Ungarn, Slowenien, Schweden
Dänemark

Nein, jetzt ernsthaft, wie lautet der Name des 12. Landes?

denke
Die kranke Euro-Formel

Die EU hat – wie der EURO – in dieser Form keine Zukunft.
Die Idee, zig Volkswirtschaften, zig Volksmentalitäten und vor allem zig Sprachen in Wort und Schrift zu bündeln und diese unter eine Verwaltung zu stellen, kann nur einer Pokerrunde entstammen.

Das Personalbudget übertrifft neben den aufwändigen Verwaltungskosten sämtliche Vorstellungen, man könnte meinen, daß die EG bzw. EU nur zur Beschaffung neuer lukrativer Stellen gegründet wurde und als Auffangbecken für abgediente Landesparlamentarier ihrer Länder.
Um diesen überdimensionierten Verwaltungs-Apparat überhaupt in Aktion halten zu können, werden den EU-Mitgliedsstaaten mehr oder minder riesige Beträge entzogen.

Als Rechtfertigung für die EU-Daseinsberechtigung folgt sofort: neue Gesetze, neue Verordnungen, neue und immer höhere finanz. Forderungen.

Menschen laufen hier offenen Auges inmitten einer Horde – gleich einer Schafherde oder wie Lemminge – ins Unglück.
Sie müssen mitlaufen, es liegt in ihren Genen.

Gast

Wie kann es sein, dass die EU es nicht hinbekommt auch einmal den Deutschen auf die Finger zu hauen. 5,9 % Leistungsbilanzüberschuss sind zuviel. Wir nennen uns gerne Exportweltmeister, aber dies hat nicht nur gute Seiten. Mit unseren Exporten findet ein starker Kapitalexport statt, ein einfach Zeichen dafür, dass es sich nicht mehr lohnt in Deutschland zu investieren. Eine weitere Seite, schauen wir doch mal auf wessen Schultern wir verkaufen. U-Boote an Griechenland, und nun haben die kein Geld mehr. Hat nicht der Wirt auch eine Verantwortung, wenn er Alkohol ausgibt?
Wir hatten mal das Ziel eines angemessenen Leistungsbilanzüberschuss. Dies wird oft bei 2-3 % gesehen, da liegen wir mit 5,9 deutlich drüber. Und uns nur zu rügen, weil wir unter 6 % liegen ist kurzfristig gedacht. Bei einer Klausur weiß ich ja auch bei einer 4- das es dieses mal gerade so gut gegangen ist, und dass ich aufpassen muss.

Juergen
14. Februar 2012 - 22:36 — Mr.Right1961

Sind sie sich dessen so gewiss, dass es das Zinsverbot der katholischen Kirche war, die die Entwicklung in Europa gehindert hat?
Da melde ich starke Zweifel an!
Wie wäre es mit Forschung und Lehre, die Jahrhunderte lang vernachlässigt wurde?
Wie wäre es mit dauernden Kriegen der verschiedenen Herrscher untereinander?
Wie wäre es mit Zusammengebrochenen Handelsverbindungen zum nahen und fernen Osten?
Genügen Ihnen diese Beispiele, um zu zeigen, dass eine Entwicklung von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird?
PS: Weil etwas in Lehrbüchern einer bestimmten Fachrichtung steht, heißt dies noch lange nicht, dass es unabdingbar ist.

Gast
So denke ich

1/10 % unterhalb der der Marke, die zur Beobachtung führt ?
Wenn das nicht mal eine Verbeugung vor dem Primus der EU-Beitragszahler ist, um ihn bei guter (Zahl)Laune zu halten.

Gast

Welches sind die zwölf Staaten? In der Box kommt Dänemark doppelt vor.

Jon Do
@mode d'emploi

"Das ist so nicht richtig. Viele Lebensmittel, wie Fleisch sind in Frankreich deutlich teurer, aber auch deutlich besser."

Meinten Sie das im ernst oder ironisch?