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17. November 2011 - 0:09
Die Arabische Liga will sich von Syrien nicht länger hinhalten lassen. Sie setzte dem Regime in Damaskus eine Frist von drei Tagen, die Gewalt gegen Regimegegner einzustellen und den vereinbarten Friedensplan umzusetzen. Gibt Syrien nicht nach, drohen die arabischen Staaten mit Wirtschaftssanktionen.
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Kommentare
Also ich bin..
..positiv überrascht, dass die Arabische Liga derart konsequent ist und sich so für die syrische Opposition einsetzt, zumal arabische/islamische Staaten ja meistens nicht gerade für heroischen Einsatz für die Menschenrechte bekannt sind.
Oder sind es einfach nur politische Interessen bzw. ist Assaad ein Dorn im Auge der restlichen Staaten der Liga?
Bin mal gespannt, wie das weitergeht.
Richtiger Schritt!
Jetzt muss nur noch Russland seine menschenverachtende Haltung ändern und Druck auf Assad ausüben anstatt Waffen zu liefern!
"Aber wir werden darauf achten,...
dass diese Sanktionen nicht das syrische Volk treffen."
Das ist
a) ein sehr löblicher Vorsatz und beweist
b) dass die Arabische Liga wirklich etwas tut,
während unsere Strategen Assad "warnen" und Leuten aus der Führungsriege die Einreise verbieten, die eh nicht vor hatten, unser schönes Land und seine Politschwätzer zu besuchen.
re german-canadian
"Jetzt muss nur noch Russland seine menschenverachtende Haltung ändern und Druck auf Assad ausüben anstatt Waffen zu liefern!"
Assad kämpft ums Überleben. Die Idee, irgendein auswärtiger Druck könnte ihn beeinflussen, ist abwegig.
Arabische Liga und westliche Werte?
Ich bin positiv überrascht von der arabischren Liga.
Eigentlich sind Länder wie Saudi-Arabien und Konsorten eher dafür bekannt jede Form von Widerstand mit Panzern aus zu räumen (war das in Quatar?).
Das die selben Leute jetzt über Syrien urteilen erscheint eigenartig...
Gut, Syrien lebt diese Politik exzessiv aus, aber das Vorbild ist doch Saudi-Arabien.
Ich frage mich, wie viel Einfluss der Westen auf dieses Gremium hat.
@german-canadian
Leider nur hat Assad bereits genügend Waffen, um sein Ding durchzuziehen - bestimmt nicht nur aus Russland sondern von allen, die dazu bereit und dazu in der Lage waren, ihn gegen €, $, Rubel oder was auch immer zu beliefern.
Das ist halt eben das Traurige an der Waffenproduktion sie will bezahlt werden - notfalls auch mit zivilen Opfern - außerdem kann man zum Beispiel Panzer nicht essen oder trinken.
Syrien will nicht lernen
Syrien will einfach nicht dazulernen und geht weiter seinen Weg. Das dieser nicht ohne Folgen sein wird ist heute schon abzusehen. Selbst Nachbar Laender wie Lebanon haben mittlerweile ihr Problem mit Syrien und sogar dort bekaempfen sich Politiker in Fernseh Interviews. Es kann nicht angehen das ein Herr Fayez Shukre einem Herrn Mustafa Alloush ein Glas Wasser an den Hals kippt und diese sich mit Gewalt bekaempfen nur weil jeder seine Meinung vertritt. Fakt ist alleine das Syrien mehrfach aufgefordert wurde Gewalt auf den Strassen zu unterlassen aber dem nicht gefolgt ist. Was nicht einmal Aussagen gibt ueber die Folterung aller Gefangener in deren Haenden.
Also kann die letztendliche Konsequenz nur der politische Sturz oder die Isolation des Assad Regimes sein. Und wir hoffen das dieses bald eintritt bevor noch immer mehr Blut auf den Strassen und in den Folter Kammern vergossen wird. Freiheit fuer Syrien!!!!
langsam erwachen auch die
langsam erwachen auch die arabischen Dispoten aus ihrem Tiefschlaf und ändern was, bevor das eigene Volk noch aufmüpfig wird...
Die arabische Liga möchte
Die arabische Liga möchte kein Nahost Krieg
und stattdessen den arabischen Frühling tanzen sehen,
"von welcher Seite dieser Frühling angezettelt ist,
sei dahin gestellt", fakt ist, dass Assad gezwungen ist
gegen oder für seine Nation zu handeln.
Das seine Zeit als Anführer der syrischen Nation gekommen ist,
hat ihm heute die Arabische Liga deutlich gemacht,
also kann sich Assad entweder mit den Russen und Chinesen
zusammen tun und dem Westen den Stinkefinger zeigen
oder er steigt aus und übergibt das Zepter.
Für welchen der zwei Wege dieser sich entscheidet
sagt uns bald die neue Folge von:
"Ganz Arabien tanzt den Frühling, der Assad aber nicht."
Kein Frühling
Die zunehmende politische Isolation des Regimes ermuntert syrische Deserteure derweil zu immer gewagteren Operationen. Ein Trupp von Fahnenflüchtigen soll am Dienstagabend ein Gebäude des Geheimdienstes der Luftwaffe in Harasta außerhalb von Damaskus mit Granaten attackiert haben. Laut unbestätigten Berichten von Aktivisten starben sechs Soldaten.
Und wir jubeln dazu? Ist das besser als das, was angeblich Assad macht? Ich sage Nein.
Zuallererst möchte ich auf eine auf echte Fakten gestützte Pressemeldung abwarten, was in Syrien wirklich los ist. All diese Meldungen mit angeblichen Dingen. Ich bin und bleibe skeptisch. Für mich ist das, was in Syrien passiert, kein Frühling, sondern maximal eine Revolution, eine arabische Revolution.
@karwandler, Beeinflussung von Assad.
"Assad kämpft ums Überleben. Die Idee, irgendein auswärtiger Druck könnte ihn beeinflussen, ist abwegig."
Da haben Sie vermutlich Recht. Diese Charaktereigenschaft teilt er wahrscheinlich mit Ceausescu und Gaddafi.
Offensichtlich hängen also die Ereignisse mehr davon ab, wie sich z.B. Teile der Armee und der Bevölkerung weiter vom totalitären Assad-Regime emanzipieren, unterstützt von äusseren Kräften.
Das macht die Frage, ob die Gaddafis, Ceausescus und Assads dieser Welt sich beeindrucken lassen, bekanntlich ab einem bestimmten Punkt entsprechend irrelevant in Bezug auf das Faktum ihrer Entfernung.
Der Preis an Menschenleben, den Assad für seine Zwangsentfernung verlangt, dürfte allerdings leider wahrscheinlich tragisch-hoch sein. Er steigt bekanntlich schon jetzt jeden Tag.
Die Alternative wäre allerdings die Fortführung des totalitären Assad-Terror-Regimes. Das wollen in Syrien aber immer weniger Menschen hinnehmen. Verständlicherweise.
@gierig_nach_wissen, Revolution.
Sie mögen das Blutbad in Syrien nicht mit dem Wort "Frühling" in Verbindung bringen. Das ist leicht verständlich. Ihre Assoziation mit "Revolution" kann ich gut nachvollziehen.
Die Alternativen sind hier nun, sich radikal-pazifistisch-("ich kann kein Blut sehen!")oder "national"-("Ich bin Deutscher und interessiere mich nicht für Syrien!") motiviert abzuwenden oder aber "Partei zu ergreifen" (und wenn ja, für welche).
Allerdings sollte man nicht behaupten, man wisse nicht, dass in Syrien ein totalitäres Gewaltregime herrscht. Diese Art von "Skeptizismus" hat mit Aufklärung nichts zu tun.
Entsprechend abschliessend eine kleine Nebenbemerkung zur pazifistischen Position: Sich abzuwenden oder Partei zu ergreifen ändert nichts daran, dass faktisch Blut fliesst. Wie man zur Zeit in Syrien eben bekanntlich verfolgen kann.
Zumindest haben arabische und französische Revolutionen auch das gemeinsam.