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9. August 2011 - 14:24
Bei den schweren Krawalle in Großbritannien hat es offenbar ein erstes Todesopfer gegeben. Laut Polizei starb ein Mann an Schussverletzungen. Angesichts der dritten Nacht mit Ausschreitungen in London und anderen Städten will Premier Cameron nun hart durchgreifen und die Polizeipräsenz massiv aufstocken.
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Kommentare
ZWEITES Todesopfer
Der vierfache Familienvater, der durch die Polizei getötet wurde muss als erstes Opfer gerechnet werden.
Und ich stimme zu: Wer auch immer einen anderen unbewaffneten Menschen getötet hat gehört mit der vollen Macht des Gesetzes bestraft! Das gilt aber genauso für die Polizisten, die erst den Familienvater hingerichtet und dann einen Schusswechsel vorgetäuscht haben.
Bei der Gelegenheit: Kann man bitte nachprüfen ob das zweites Todesopfer auch an Polizeikugeln gestorben ist? Würde mich nicht überraschen.
Ich lasse mich mal überraschen
wie lange es noch dauert bis die Forderung nach Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr im Inneren wieder auf den Tisch kommt. Auch an dieser Stelle noch einmal der Link:
http://tinyurl.com/3o8zq8u
Hier wäre der Einsatz ja auch tatsächlich zu befürworten, immerhin handelt es sich um 'Krawalle' - nicht zu verwechseln mit der Situation zB in Syrien, da brennen zwar auch die Straßen, aber das sind berechtigte 'Demonstrationen'. Wenn die vom syrischen Staat mit Militärgewalt bekämpft wird (übrigens mit den Panzern, die wir ihnen geliefert haben), dann muß man da mit der NATO rein...
Lösung statt Drohung
Cameron drohte den überwiegend jugendlichen Kriminellen eine harte Bestrafung an. "Ihr werdet die Kraft des Gesetzes spüren." Wenn sie alt genug seien, diese Verbrechen zu begehen, seien sie auch alt genug, für sie zu büßen.
In den Tagesschau-Berichten werden, sofern überhaupt Altersangaben gemacht werden, von 7-10 jährigen und 14 jährigen gesprochen...
Auch wenn die Zerstörungs sicherlich weder tolerierbar, noch entschuldbar ist, so scheint mir in London doch schon vorher sehr viel massiver etwas aus der Bahn geraten zu sein, als wir es mitbekamen.
Mit Sicherheit muss die kurzfristige Lösung eine massive Ordnungsmacht sein, jedoch als einzige Reaktion die drakonische Straf- und Rachekeule gegenüber seinem eigenen Nachwuchs zu schwingen ist ein Armutszeugnis.
Ich stelle die Frage in den Raum, ob man den Schwung nicht leichter aus den Krawallen hätte nehmen können, wenn man sich am ersten Tag den wahren Problemen schon zugewandt hätte, statt nur Polizei zu schicken?
Wertungsfrei
Politiker, hört die Signale!
"Das sind Verbrechner"
Ja ne sorry, das sind eure MITBÜRGER!
Und soetwas nennt man dann wohl soziale Spannungen.
Mir wurde schon damals in der Schule erzählt, dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinanderklafft.
Und ich wundere mich heute nicht, dass die armen in der Gesellschaft, die Polizei als Protektoren für die Reichen ansehen.
Kurzum, das "Problem" ist hausgemacht, wenn man davon ausgeht, dass der Mensch letztendlich auch nur ein Tier ist.
Wo ist die Perspektive???
@jschoder
"Der vierfache Familienvater, der durch die Polizei getötet wurde muss als erstes Opfer gerechnet werden."
unterschlagen sie bitte nicht die halbe wahrheit. er wird verdächtigt, drogen zu dealen und hat angeblich auf die polizei aus dem auto heraus das feuer eröffnet. in diesem fall ist nichts geklärt, aber ihn einfach als den "lieben, unschuldigen papa" darzustellen ist einfach naiv. oder der wunsch ist vater des gedankens. der wunsch, dass dieser wutmob einen "aufstand der gerechten" darstellt.
Querschnitt der Bevölkerung
"An den Plünderungen beteiligten sich junge Leute aller Hautfarben und sozialer Herkunft. Gesehen wurden junge Frauen mit manikürten Fingernägeln und BlackBerrys genauso wie Männer in dreckigen T-Shirts, offenbar Obdachlose."
Damit wäre wohl die These widerlegt dass es sich um bestimmte lokale Migrantengruppen o.Ä. handelt.
Wie man sieht ist es die breite Masse der Bevölkerung, so wie in Spanien!
Ich frage mich wann die Presse aufhört, von "Jugendlichen" zu reden und zugibt, dass Menschen jeden Alters und sozialer Herkunft da ihrem Frust Luft lassen.
Aber halt, dann könnte man ja nicht mehr ein bestimmtes Feindbild schüren, wie zB "die Schwarzen" oder "die Armen", sondern müsste zugeben dass die meisten Bürger Englands die Nase voll haben von ihrer Politik.
@bienemaja0916
kennen sie den (aus heutiger sicht prophetisch erscheinenden) film "ausnahmezustand" mit denzel washington und bruce willis? da wird das FBI und die polizei dermassen hilflos gegen terror, dass man die army auf die muslimischen zivilisten jagd. panzer rollen über manhatten- bridge und die leute werden zusammengetrieben wie vieh.
die kritik am harschen und unerbittlichen vorgehen der truppe dem eigenen volk gegenüber rechtfertigt bruce willis (als general) mit den worten: "ihr habt uns doch gerufen! die army ist ein breitschwert; kein skalpell."
erschreckende vision (vor allem hat man hier terroristen gesucht- das kann so nicht funzen). allerdings ist es mir noch lieber, als eine ohnmächtige polizei und offener aufstand. ich bin kein freund der anarchie.
Umdenken
Das Problem ist, wie sich auch schon aus den KOmmentaren der Sprecher lesen lässt, dass bei uns Randale und Krawalle als jugendlicher Unsinn abgetan wird. Wie immer werden nur mal wieder die Symptome gesehen und bekämpft. Nie wird so weit gedacht dass die Krawalle vielleicht von politisch hoch gebildeten und bewussten Menschen ausgehen, die als Jugendliche mit ansehen wie ihnen eine Generation ihr Leben verbaut, welche es selbst nicht mehr ausbaden muss. Gewalt gegen Menschen ist nie zu rechtfertigen, aber das gilt für beide Seiten. Sie tun das nicht um etwas auszuleben, sondern weil es heute für Viele die einzige Möglichkeit ist überhaupt noch politisch wahrgenommen zu werden.
Man liest...
...in der Berichterstattung reihenweise über die Ausmaße der Verwüstungen, die Anzahl der Verletzten und Toten, Herkunft der mutmaßlichen Täter usw, den "Hass der Kinder auf die Polizei" und die "Unentschuldbarkeit der Gewalt".
Liebe Tagesschau, kommt vll auch mal eine Auseinandersetzung damit, wie es überhaupt zu derart radikalen Aktionen kommen konnte?
Gemeint ist nicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte(Erschießung des Taxifahrers), sondern die Jahrzehnte lang herrschenden Umstände in England. Bitte werft doch mal ein Auge auf diese Situation.
Und bitte überlegt doch mal, wieso Eurer Berichterstattung nach, auch Leute aus eigentlich gut
situierten Verhältnissen sich an den Plünderungen beteiligen. Sagt das nicht etwas über unsere kapitalistische Gesellschaft im ganzen aus?
Beim Terror-Akt in Oslo war man doch auch gaaanz schnell dabei wild rumzuspekulieren und den schwarzen Peter irgendwelchen islamistischen Vereinigungen zuzuschieben.
@bienemaja0916
"berechtigte 'Demonstrationen'"
Aha, wenn das Volk gegen ein System auf die Strasse geht das man nicht mag sind die Regime die Bösen.
Gehen Leute gegen das eigene System auf die Strasse, was man liebt, sind die sogenannten demokratisch gewählten Regime die Guten ?
@ jschoder
aha... er wurde also hingerichtet und der Schusswechsel vorgetäuscht..woher haben sie denn ihre genauen Informationen?
erst der anfang
da unsere kapitalistische gesellschaftsordnung immer mehr menschen die zukunft raubt besonders der jugend wird es europaweit immer mehr solcher aufstände geben. selbst in deutschland wo die jugendarbeitslosigkeit etwas geringer ist sind die jugen leute die verlierer unser profitgesteuerten gesellschafft. selbst die jugendlichen die nicht mehr in der arbeitslosenstatisk auftauchen sind zumeist ohne perspektive. viele haben sich abgemeldet und leben bei der oma oder den eltern.andere haben zwar beschäftigung aber mit hungerlohnen die gerademal das nackte überleben sichern.da unseren politik intesssengesteuert ist zum wohle einer ökomisch mächtigen minderheit werden diese widerspruche nur verstärkt statt beseitigt.
Wie überall im Westen :
Wie überall im Westen : Meistens die Leute , die von der arbeitenden Bevölkerung mitgetragen werden ( MÜSSEN) , vergreiffen sich dann am Gut , welches die arbeitende Bevölkerung ebenfalls bezahlen muss . Keine Nachsicht mit Randalierern und Plünderern , dies sind keine Bagatellen . Hoffentlich wird in England härter vorgegangen als in Deutschland : Ich werd mir mein Auto jedenfalls nicht kampflos anzünden lassen !
Diese Krawalle sind ein
Diese Krawalle sind ein Zeichen für die steigende ungerechte Umverteilung der Vermögen in der gesamten Welt und erfasst langsam auch die Industrienationen. England ist Vorreiter gewesen in der Geschichte der Sozialkürzungen (Thatcher-Ära).
Die Krawalle stammen von Jugendlichen aus stark benachteiligten Gesellschaftsschichten, welche durchaus auch Unterstützung erhalten von stärker intellektuell geprägten Jugendlichen, die aus anderen als wirtschaftlichen Gründen grosse Unzufriedenheit verspüren und älteren Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Logisch dass die Hemmschwelle zur Kriminalität und Gewaltbereitschaft sinkt, wenn man nicht über ausreichend Mittel zum Bestreiten eines "normalen" Lebenswandels verfügt und zudem über keine Zukunftsperspektiven verfügt.
Also ich kann die Krawalle sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht gut heisse, genauso wie die Sparpolitik zu Lasten der Kleinen zum Wohle der Reichen und der Banken. Bilanz bis jetzt: 2 Tote!
Das Ergebnis von...
Dieser Gewaltausbruch ist nicht alleine mit dem Tod des 29-jährigen Mark Duggen zu erklären. Die Gewaltbereitschaft, die sich derzeit in London und anderswo in England offenbart, hat tiefere Gründe und Ursachen. Sie ist das Ergebnis jener multikulturellen Vielfaltsgesellschaft, nach der auch hierzulande linke Politiker streben. Die Wertelosigkeit, die Verrohung, die beängstigende Menschenfeindlichkeit und der absurde Hass auf den Staat sind kein typisch englisches Phänomen. Auch in Deutschland schlummert das Potenzial einer solchen Eskalation.
Es zeigt sich an den Schulen: die gestiegene Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen, die Brutalität, mit denen in U-Bahnen auf wehrlose, auf dem Boden liegende Menschen eingetreten wird – das ist dieselbe Sprache, dieselbe Handschrift, derselbe, teuflische Geist....
@jschoder
Der von ihnen bewusst als "vierfacher Familienvater" verniedlichte Mann war übrigens selbst bewaffnet.
Bei diesen "Aufständen" handelt es sich in der absoluten Mehrheit und plündernde, brandschatzende Kriminelle, die die ganze englische Gesellschaft ablehnen.
Erschreckend ist lediglich, dass der englische Bürger nicht mehr dazu in der Lage ist, sich zu wehren, entwaffnet vom eigenen Staat, damit nur noch die Kriminellen Gewalt ausübgen können.
In D könnte es bald ähnlich aussehen.
Freibrief für "Familienväter"?
Warum wird eigentlich immer so betont, das erste Opfer sei "vierfacher Familienvater"gewesen?
Haben die irgendwelche Sonderrechte?
Ist umgekehrt das Erschießen von kinderlosen Singles weniger schlimm?
Muß ein Polizist in einer Notwehrsituation den Bedroher immer erst nach seiner Kinderzahl fragen?
Interessiert es die Kriminellen, ob die von ihnen ermordeten und verletzten Opfer (u.a.Polizisten)eine Familie zu versorgen haben?
Warum darf jemand, der offenbar von kriminellen Handlungen lebt, vier Kinder zeugen?
Was ist so jemand als"Familienvater"für ein Vorbild?
Wo bleibt die Armee?
Aus meiner Sicht ist die einzigste Lösung der Einsatz des Militärs auf den Londonder Straßen. Die Polizeikräfte sind dieser riesigen Demonstrantenzahl nicht gewachsen, allein personell und ausrüstungstechnisch. Außerdem verfügen die britischen Streitkräfte über deutlich mehr gepanzerte Fahrzeuge, besonders Räumfahrzeuge (so makaber es klingen mag).
Jegliche Diskussion über den Tod dieses jungen Menschen, durch Polizeikugeln, rechtfertig diese massive Gewalteskalation durch nichts.
Die Staatsanwaltschaft hat sich darum zu kümmern und nicht wildfremde Autonome und Randalierer, die nur auf solche Chancen warten.
Muss mich jetzt doch mal einmischen!!!
Ich habe bisher schon einige Berichte über die Zerstörung und Plünderungen in den Medien und Youtubevideos gesehen und mir sind bisher keine 6-10 Jährige aufgefallen.
An dieser Stelle bezweifle ich die Berichterstattung schon ein wenig an aber diese Welle der Gewalt die derzeit London erfasst ist schon massiv und die Folgen nicht abzuschätzen.
Wie die Welt diese Tage später beurteilt wird die Geschichte entscheiden aber sie wird kaum als blose Krawalle von Unruhestifter abgetan werden,außerdem lese ich nirgendwo Zahlen wie viele Leute den nun auf der Straße sind wenn man schon 16000 Mann mobilisiert und da wünsche ich mir schon eine genauere Berichterstattung.
was sind soziale unruhen????
einzeltaten wie morde und brandstiftung kann man wohl kaum als soziale unruhen bezeichnenen!
soziale unruhen betreffen immer größere (?) bevölkerungsanteile. nach meiner definition finden soziale unruhen dann statt, wenn eine bevölkerungsschicht das mit gewalt zurückhaben oder erreichen will was ihnen entweder weggenommen wurde, oder was ihnen von den medien und der allgegenwärtigen werbung als unverzichtbarer bestandteil eines tollen lebens aufoktroyiert wird.
früher (französische revolution, aufstand der weber in schlesien) haben die menschen für ausreichende und gute / gesunde nahrung soziale unruhen "veranstaltet"
zu beginn der industrialisierung kam zur nahrung noch die forderung nach wohnung und gesundheitsversorgung dazu.
heute gibt es soziale unruhen weil den menschen rund um die uhr luxus und verschwendungssucht der reichen und mächtigen vorgelebt wird.
soziale unruhen sind das allemal, auch wenn es nicht nur um brot, wohnung und gesundheitsfürsorge geht.
Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht
Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,
wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.
Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.
Polizeipräsenz allein reicht nicht aus
Egal ob Demokratie oder Diktatur, es reicht niemals aus, nur Polizei oder sogar Militär aufmarschieren zu lassen, wenn es soziale Kriesen gibt. Ich fürchte, dieser Weg kann allerhöchstens zu einer kurzfristigen Entspannung führen, und auch das nicht ohne weitere Opfer und Gewalt, auch unter Sicherheitskräften. Die Krise kann nur gelöst werden, wenn 1. der Todesfall vom Donnerstag schonungslos aufgeklärt wird, ohne Rücksicht auf die beteiligten Polizisten und deren Karriere und Ansehen, und 2. man überdenkt, immer nur auf kosten der ärmsten zu sparen. Und unsere Regierung sollte sich das meiner Meinung nach gut angucken und überprüfen, was sie tun kann, damit sowas bei uns nicht entstehen kann. Dazu gehört für mich auch, für transparentere und vollzogene Verfahren auch gegen Polizisten zu sorgen sowie schon existierende soziale Ungerechtigkeiten rechtzeitig abzumildern.
@Rufius79
"allerdings ist es mir noch lieber, als eine ohnmächtige polizei und offener aufstand. ich bin kein freund der anarchie"
Wenn sich ein Volk gegen die Machthaber auflehnt, die es (mit Polizeigewalt) unterdrücken, dann kann es ja nur von Vorteil sein wenn die Beschützer des Systems ohnmächtig sind. Um das System zu stürzen muss man die Beschützer besiegen! d.h. nicht dass ich den Sturz befürworte, ich wollte nur rein sachlich bleiben
Und Phasen der Anarchie hat es nach jeder Revolution gegeben, das geht vorbei und es entsteht eine neue (meist bessere) Gesellschaftsform, sprichwörtlich wie der Phoenix aus der Asche.
Das sieht man auch überall in der Natur: Nach einem Waldbrand kann auf dem neuen Nährboden umso mehr gedeihen. Oder mit anderen Worten: Um etwas neues zu erbauen muss erst das alte weg...
(Nicht als Aufforderung zur Anarchie verstehen! Ich versuche nur sachlich zu argumentieren)
Gruss, der butzemann
@Rufius79
Nein, den Film kenne ich (noch) nicht - danke für den Tipp!
Ich hätte da auch noch eine Empfehlung: "V wie Vendetta" (mit N. Portman).
"allerdings ist es mir noch lieber, als eine ohnmächtige polizei und offener aufstand. ich bin kein freund der anarchie"
Ich bin auch kein Fan von Anarchie, aber in dem Punkt kann ich Ihnen nicht zustimmen - manchmal ist offener Aufstand nötig und richtig.
Die Geschehnisse in London aktuell einzuordnen fällt mir allerdings selbst nicht ganz leicht - was geht da eigentlich ab? Wirklich nur 'zorniger Mob'? Der sich in kürzester Zeit in mehreren Städten zu Straßenkämpfen organisiert hat und über Blackberry-Handys vernetzt ist?!
@Hans1979
Mein Beitrag war ironisch gemeint, daher 'Krawalle'/'Demonstrationen' in Gänsefüßchen. :-)
Der Mensch ist für friedliches Zusammenleben eben nicht geeignet
Wer sich ansieht, wie die Nutzer hier im Kommentarbereich verbal aufeinander eindreschen, der muss sich nicht wundern, dass manche Leute dies eben auch handfest auf der Strasse tun. Seien wir ehrlich, die meisten Menschen sind für Kompromiss, Toleranz und friedliches Zusammenleben weit weniger geeignet als dazu, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen.
Friedliches Zusammenleben der verschiedenen "Stämme" funktioniert dort eine Weile lang gut, wo es den Menschen wirtschaftlich ungewöhnlich gut geht, so wie im Westeuropa der letzten vierzig oder fünfzig Jahre. Sobald aber etwas massivere wirtschaftliche Krisen kommen, kennt jeder nur noch die Interessen der eigenen Gruppe. Schnell sind Feindbilder und Sündenböcke gefunden, Rücksichtlosigkeit und Gewaltbereitschaft nehmen zu. Da können auch im ach so aufgeklärten und postmodernen Europa wieder ganz schnell bürgerkriegsartige Zustände eintreten.
Wenn man Wind sät wird man
Wenn man Wind sät wird man Sturm ernten, ist ein alter
Satz, der aber vielen geläufig sein dürfte. Wir machen momentan für fast alles irgendwelche Muslime zu Tätern, obwohl es nicht bewiesen ist.
Wir schaffen uns ein Klima indem wir unzufriedene Menschen die "Ausrasten" dort einordnen. Dabei gibt es sehr viele Gründe darüber nachzudenken. ?
Warum auch. Die Streiks in Griechenland; Demonstrationen in Spanien /Frankreich /Syrien /England usw. Die Deutschen haben Ihr Stuttgart 21, die anderen haben mehr zu Verlieren.
Das irgendwann mal, irgendwo eskaliert, ist ein Zeichen der Aggression die dahinter steckt, völlig egal
ob wir hier über kriminelle oder Plünderer reden. Eins führt zum anderen.
Die Frage lautet warum sind immer mehr Menschen unzufrieden ?? Vielleicht hilft mir mal jemand auf die Spur.
Wenn man Wind sät wird man
Wenn man Wind sät wird man Sturm ernten, ist ein alter
Satz, der aber vielen geläufig sein dürfte. Wir machen momentan für fast alles irgendwelche Muslime zu Tätern, obwohl es nicht bewiesen ist.
Wir schaffen uns ein Klima indem wir unzufriedene Menschen die "Ausrasten" dort einordnen. Dabei gibt es sehr viele Gründe darüber nachzudenken. ?
Warum auch. Die Streiks in Griechenland; Demonstrationen in Spanien /Frankreich /Syrien /England usw. Die Deutschen haben Ihr Stuttgart 21, die anderen haben mehr zu Verlieren.
Das irgendwann mal, irgendwo eskaliert, ist ein Zeichen der Aggression die dahinter steckt, völlig egal
ob wir hier über kriminelle oder Plünderer reden. Eins führt zum anderen.
Die Frage lautet warum sind immer mehr Menschen unzufrieden ?? Vielleicht hilft mir mal jemand auf die Spur.
@ Thomas Oeck
Weil die Menschheit immer mehr "erwacht" und sich bewusst wird, dass eine Gesellschaft und die Menschheit als Ganzes nur funktionieren kann wenn Prinzipien wie Nächstenliebe, Teilen und Toleranz vorherrschen.
Immer mehr Menschen weltweit erkennen, dass unser gegenwärtiges globalisiertes Regierungs- und Wirtschaftssystem diesen Anforderungen in keinster Weise gerecht wird, eher im Gegenteil.
Gruss, der butzemann
Zusammenhänge?!?
Gerade die Berichterstattung über die Ausschreitungen in der tagesschau verfolgt, danach kam sofort der Bericht über die Wall Street bz. die Krise!
Macht "man" sich eigentlich Gedanken über eventuelle Zusammenhänge in der Gesellschaft bei diesen beiden Themen?????
Unser Wirtschaftssystem funktioniert so einfach nicht mehr...... Unruhen, Unzufriedenheit, etc..... werden unsere Begleiter sein!
Ich heiße Gewalt nicht gut, nicht dass ich falsch verstanden werde, aber wundern kann ich mich auch nicht mehr!
Erst ausgrenzen und dann knüppeln
Wer kommt denn da auf der Strasse der Polizei entgegen?
Ich jedenfalls nicht aber meine Tochter könnte es sein. Nee die vielleicht oder wahrscheinlich auchn nicht aber es sind garantiert die ungeliebten jungen Leute die einfach etwas wollen das nicht aus dritter Hand ist.
LEBEN!
Es mögen auch Chaoten darunter sein aber dieses aufbegehren spiegelt sehr gut wieder was in unserer materialistischen entseelten Welt wirklich abläuft.
Die plündern?! Ja das tun sie wirklich. Das ganze ist doch eher so das man ein Raubtier festbindet und die ganze Zeit mit einem Stück Fleisch vor seiner Nase rumwedelt und sich wundert das man wenn dieses Tier auch nur annähernd die Möglichkeit erhält versucht dieses Fleisch zu bekommen. Das ist natürlich eine Reduzierung aber im wesentl. der Ablauf dieser Dinge.
Diese jugendl. sind nicht die erhofften feingeistigen Karrieristen sondern das Gegeteil. Sie nehmen sich halt auch nur was sie wollen genauso wie alle anderen nur die Mittel sind anders gestaltet.
Perspektivlosigkeit
Perspektivlosigkeit - Wertelosigkeit - Unzufriedenheit
Zustände wie im mittleren Osten --- Kann, sollte man hier Vergleiche ziehen?
Perspektivlosigkeit, Unzufriedenheit, dies trifft wohl zu auf Menschen, die eine solch hohe Gewaltbereitschaft zeigen, es ist eine Art von Hoffnungslosigkeit, welche sich in Agressivität ausdrückt.
Derjenige, der eine Hoffnung, einen Sinn in seinem Tun und Leben sieht, sehen kann, wird anders seine Kritik formulieren.
Gewalt ist keine Lösung,
aber eine andere Sprache scheinen die Regierungen wohl dennoch nicht zu verstehen.
Es wurden in den letzten Jahren sehr sehr viele Schulen in England geschlossen und dies betraf mit Sicherheit nicht die sogenannten "Elite-Schulen", Sozialabbau, Ausgrenzung und die Umverteilungspolitik der letzten Jahrzehnte betrifft insbesondere diejenigen, die schon am Rand der Gesellschaft leben.
Wer nix mehr zu verlieren hat, wer nix mehr zu erwarten hat, der sucht und findet ein Ventil um seinen Unmut zu äussern.
Eine soziale Marktwirtschaft ist in kaum einem Land mehr vorhanden (Ausnahmen ehr die Skandinavischen Länder), stattdessen haben wir einen Markt, der voll und ganz auf Lohnsklaverei setzt.
nebenbei
könnte man darauf hinweisen das wir gerade in berlin einen verdrängungsprozess beobachten können bei dem die schwächeren einkommen aus der innenstadt verdrängt werden wo sie bis vor garnicht so langer zeit noch mit absicht gehalten wurden um durch den erhalt der berliner mischung die geselschaftliche segregation zu verhindern, da man die probleme die man ohne solche maßnahmen bekähme aus städten wie london oder paris wohlbekannt waren.
aber jetzt sind wir dank "sparen bis es quietscht"-thilo aus der wonungsbauförderung und preisbindung ausgestiegen.
wenn derartige bilder also bald auch aus unserer schönen stadt kommen; bedankt euch bei jenem der sich besser selber abgeschafft hätte.
p.s.
wer spendiert uns den könig wo wir hier doch nen neues schloss bekommen?
Vorfälle sind kriminell und nicht etwa soziale Unruhe
Liebe User und liebe Moderation,
ich habe mich bisher immer an die Themenstellung gehalten. Und zu diesem Thema muss man hier wirklich feststellen, dass es hier um einen - nach diesem Bericht - bisher ungeklärten Todesfall eines 29jährigen farbigen (ich schreibe hier absichtlich dieses Wort und nicht dieses "nicht mehr erwünschte Wort"). Die Umstände zu diesem Fall scheinen bisher nicht geklärt zu sein.
Da ist einerseits zwar Verärgerung der Bevölkerung verständlich. Nicht aber verständlich sind diese krimminellen Taten von diesen Gangs, von denen hier berichtet wird.
Was diese Gangs hier aber getan haben, hat weder etwas mit sozialen Unruhen noch mit Verärgerung zu tun. Sondern hier scheint es sich um blosen Zerstörungswillen und einen vor Hass blinden Mob zu handeln. Denn: was bitte ist das Niederbrennen von Häusern, Autos und Geschäften von unbeteiligten Dritten, wenn es keine kriminelle Tat ist, liebe Moderation???
Und laut diesem Bericht soll es bereits einen Toten geben!!
Aus dem Weg schaffen
Ich stimme dem Premier zu. Hier hilft nur noch hartes durchgreifen. Alle Verursacher einsperren und nochmals einsperren (lebenslänglich). Bis auch der letzte von diesem Pack von der Straße und aus dem sozialen Gefüge verschwunden ist.
Falsch verstandene Skrupel und das ewige psychosoziale philosophieren über Ursachen verhindert permanent die Spreu vom Weizen zu trennen.
Daher noch einmal als Appell: Alle Randalierer einsperren und aus der Gesellschaft endgültig und dauerhaft verbannen !!
das Ende des Systems
Die "Jugendlichen" auf der Insel machen aber bei ihrer Krawalltour einen erheblichen Fehler. Ihre Gewalt entlädt sich in falschen Stadteilen. Denn Ottonormalos können nichts dafür, dass es mittlerweile weltweit nur noch Probleme gibt.
Die Randalierer sollten mal in die besseren Wohnviertel, wo Manager, Banker und Politiker leben und dort die Sau rauslassen.
Da trifft es 100%ig die Verursacher des Elends. Denn die Kassiererin aus dem Supermarkt oder der Altenpfleger von nebenan kann nichts für die Misere. Aber der Aktienanalyst und der Betriebsberater, DIE sind der Grund für zunehmende Armut und ungleichverteilung des Wohlstands. Und korrupte Politiker, die für schwarze Geldköfferchen ihre eigene Seele verkaufen!
Überall auf der Welt brodelt es, nur in Deutschland schläft der Michel. Wohlig warm im Bettchen. Denn der Harzi ist ja unter ihm und er selbst ja sooo viel besser mit 1100€/netto für 40Std./woche
Medienwirksamkeit und Ziel dessen?
Mein Verständnis, was gerade in London passiert, schwankt immer wieder, doch tendiert meist gegen 0 meinerseits.
Überall auf der Welt finden gerade Demonstrationen statt, da die soziale Ungerechtigkeit weltweit im Argen liegt. Es versuchen Mio von Menschen demonstrativ etwas zu erreichen, nur leider leben wir in der Situation, dass Gewaltbereitschaft in den Medien immer eine große Aufmerksamkeit bekommt. Wer hört noch was von den Demos in Israel? Die Medien putschen die Situation in London gerade so hoch und schlachten das Thema für sich aus...selbst hier auf tagesschau.de kann man sich Bilderstrecken angucken...a la Kompetenz der Bildzeitung.
Somit verstehe ich auch, dass Gewalt dort als einzigste Lösung erscheinen mag, etwas zu erreichen.
Aber mal ehrlich, was wollen die dort überhaupt erreichen in London? Es findet keinerlei Aussage darüber statt. Und warum tritt man nicht gegen die, die das Ganze verursacht haben und auch die Möglichkeit haben politisch wie wirtschaftlich etwas
Protest - gerechtfertigt?
Mag sein, dass in aller Welt die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft, mag sein, dass Protest gegen diese Missstände gerechtfertigt ist.
Aber Protest zu nutzen, um selber kriminelle Handlungen zu verüben ist alles andere als Rechtens und Verständnis einfordernd.
Wenn der Protest nicht gehandhabt wird wie es Gandhi vorexerziert hat, so ist es eine kriminelle Handlung - und jede kriminelle Handlung, die andere Menschen schädigt oder in Leben oder Gesundheit bedroht ist auf das schärfste zu ahnten!
Wenn als einige dieser Krawallbrüder verletzt oder getötet werden, so habe ich für diese kein Mitleid - würden sie jedoch wie Gandhi demonstrieren hätten sie meine Unterstützung.
Was man in den Videos jedoch sieht verdient meine absolute Verachtung!
Das Ergebnis der Sparmassnahmen
Das scheint mir das Ergebnis der Sparmassnahmen zu sein.
Anstatt die Banken und reichen Menschen höher (angemessen) zu besteuern werden soziale Stellen und Polizistenstellen gestrichen und soziale Leistungen gekürzt.
Die olypischen Spiele werden dann wohl durch Soldaten und Panzer bewacht werden.
Tja
schade zu sehn das wir seid den Zeiten des Sonnenkönigs nichts gelehrnt haben.Überall wird lieber bei den Armen gekürzt ,weil die reichen will man ja nicht verärgern.Ach und wie einfach es ist zu entscheiden das ausschreitungen in Syrien oder Ägypten gerrecht sind,aber bei uns sind es alles verbrecher,weill wir ja alles richtig machen.
Friede den Hütten,Krieg den Palästen.
@tollschock
Die Konsumgesellschaft, der Kapitalismus, die fehlende Fürsorge... es blieb diesen Jugendlichen ja gar nichts anderes übrig als Geschäfte zu überfallen, Existenzen zu zerstören und offenbar auch einen Menschen zu erschiessen...
Es ist einfach nur arm, wenn die Schuld für das eigene Fehlverhalten an 3. weiter gereicht wird.
Mag sein diese Menschen haben auf unserem postindustriellen, hochkomplexen Arbeitsmarkt nicht die Perspektiven, die ihnen von den gleichmachenden Medien so gerne eingeredet werden, jedoch ist das absolut keine Rechtfertigung für solche Barbarei!
Sehr geehrte NutzerInnen von
Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,
wir möchten Sie erneut bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.
Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.