zum Inhalt
zur Hauptnavigation
Weitere Inhalte

Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.

15.03.2010

ARD Logo

Eine "historische Zäsur" und eine "Chance für Kinder"

In einem Punkt sind sich Politiker und Verbände bei der Einschätzung des Urteils zu den Hartz-IV-Sätzen einig: Sie halten es für richtungsweisend. Die Regierung dämpft allerdings die Erwartungen an eine Anhebung der Regelsätze. Die Opposition fordert dagegen deren schnelle Aufstockung.

5
Durchschnitt: 5 (3 votes)

Kommentare

Frau von der Leyen wird unglaubwürdig

Dies sei ein "sehr wichtiger Tag" für die Kinder in Deutschland und eine Chance für sie.

Mit solch einer Aussage nach dem Urteil des obersten Gerichtes bestätigt sie indirekt, dass die GK mit ihren komfortablen Mehrheiten Zeitverschwendung in diesem Kontext war.

Obwohl bereits damals die Defizite dieser Peinlichkeit der Sozialen Marktwirtschaft bekannt waren zeichneten sich die damals und heute Handelnden durch Nichtstun und Abwarten aus und sahen eben diesem Urteil gelassen entgegen.

Fast noch peinlicher ist die Einlassung von Herrn Steinmeier, aber das soll er mit seinen potentiellen Wählern ausmachen, die ihn sicher fragen werden, was er denn damals und heute in Bezug auf Hartz4 gemacht hat.

Offensichtlich war und ist niemand in dem von Frau von der Leyen heute geführten Ministerium in der Lage, die Bedürfnisse der betroffenen Menschen in monetären Equivalenten auszudrücken. Diesen Job machte nun ein Gericht. Es ist nicht zu fassen, wo wir heute politisch stehen.

Frau Bundeskanzlerin, stehen Sie zu Ihrem Wort und fangen Sie sachte mal an, den Relaunch der Sozialen Marktwirtschaft auf den Weg zu bringen und richten Ihr Kabinett demgemäß auch personell aus.

Hartz IV für Kinder

Das Urteil des 1.Senates des Verfassungsgericht hat eindeutig bestätigt, daß die Kinder, die in Hartz IV leben müssen, stark benachteiligt und dadurch der Diskriminierung ausgesetzt sind und waren. Für diese Kinder galt jahrelang nicht der Artikel 1 Absatz 1.
Die Menschenwürde von Kindern war der damaligen Bundesregierung unter ROT/GRÜN nichts, absolut nicht wert.
Es gab sehr viele RaWälte in der Regierung, aber es müssen wohl "reine Fachidioten" gewesen sein, anders lässt sich die Korrektur durch das Verfassungsgericht nicht erklären. Dies überbezahlten Rechtsanwälte inclusive Schröder hätten es aus der eigenen Praxis besser wissen müssen.
Aber so wird Politik gemacht-und die Qualität spricht für sich- auch in der Zukunft!

CDU ? Einfach nur abwinken...

"Unionsfraktionschef Volker Kauder kündigte eine rasche Überprüfung der Regelsätze an. Zugleich sagte er, dass diese nicht steigen müssten, stellenweise könne es sogar zu Reduzierungen kommen. Kauder verwies auf der BverfG-Urteil, nachdem die Höhe der Regelsätze nicht per se in Frage gestellt worden sei."

Und Herr Kauder hat nullkommanix dazu gelernt. Ein wirkliches Armutszeugnis für Partei und Politik.

Hartz IV

Wunderbar. Da brauchen wir nun wieder einmal das Bundesverfassungsgericht um festzustellen, dass Kinder, deren Eltern Hartz IV beziehen, bis dato ein "menschenunwürdiges Leben" lebten. Schade, dass die gewählten "Volksvertreter" diesen Umstand bisher nicht erkannt haben.
Mir stellt sich immer wieder die Frage, welches Volk wird hier eigentlich vertreten oder gehören Kinder nicht zum Volk?
Noch schlimmer, dass erst wieder mal der Bürger vor Gericht ziehen muß damit so ein Mißstand erkannt und (hoffentlich) bereinigt wird.
Und fast noch viel schlimmer, dass die Medien diese Themen nicht öfter aufgreifen. Aber die kümmern sich lieber ums Ausland und um ABC-Promis oder um überraschenden Schneefall im jährlich wiederkehrenden Winter.... .

Unglaublich

Könnte man vielleicht beim Ausbaldowern von neuen Gesetzen vorher abklären, ob diese verfassungskonform sind oder nicht?

Gibt es da nicht auch noch einen Bundespräsidenten, der letztendlich eine Unterschrift darunter setzt, ein Parlament und einen Bundesrat, durch deren Hände diese
Gesetze laufen, bevor sie in Kraft treten können?

Gerade dann, wenn es um unmittelbar von diesen Gesetzen betroffene Menschen geht, sollte doch etwas achtsamer mit neuen Regelungen umgegangen werden.

Kann doch nicht sein, dass man jahrelang das Grundgesetz mit Füßen tritt, bis das Bundesverfassungsgericht dazu Stellung nehmen kann.

Irgendwie verstehe ich langsam unsere Demokratie nicht mehr.

Regelsatz muss jetzt endlich erhöht werden!!!

Die Politik muss jetzt endlich handeln und die Regelleistung deutlich erhöhen! Und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für Alleinstehende! Denn als Alleinstehender ist es auch so gut wie unmöglich mit 359 Euro montlich menschenwürdig zu leben. Also bitte nicht nur an die Kinder denken, sondern an alle.

Spenden !

1,8 Millionen Kinder von Hartz 4 Empfängern spenden je 1,00 € an die FDP und dann wird es auch problemlos klappen mit der Erhöhung.

Spielraum nach unten?

Interessante Äußerungen einiger Politiker: Da das BVerG nicht den Mangel in konkreten Zahlen ausdrücken kann, schienen einige Entscheider hier schon wieder Einsparungsspielraum zu sehen. Oder wie sind sonst die Betonungen zu verstehen, dass nie von einer Erhöhung gesprochen wurde. Herr Kauder spricht ja sogar ganz offen eine Reduzierung "in einigen Bereichen" an.

Alle haben es gewusst

Und nun schreien die Politiker jeglicher Coleur wieder. Vor allem die SPD, die lt. Oppermann dies schon lange forderte und vor 100 Tagen noch selbst in der Regierungsverantwortung stand.

Das Urteil sagt lediglich aus, dass es pauschal nicht geht und eine Berechnung nur bedarfsgerecht erfolgen darf, jedenfalls nicht über die Höhe. Der Teil der Hartz-Leistungen, die die Existenzgrundlage betreffen, sind weitesgehend klar. Bei dem sozioökonomischen Teil (also der gesellschaftlichen Teilhabe) hat der Staat einen großen Spielraum, muss dabei aber einige Punkte beachten.
Zum einem muss er die Staatskasse beachten und dafür Sorge tragen, dass Hartz nicht als soziale Hängematte betrachtet wird. Ist Hartz zu hoch oder die Einkommen zu niedrig?

Dieses Urteil macht aber auch noch einen anderen Mißstand deutlich, falls die Kinderbeträge deutlich zu niedrig sind. Warum bekommen Familien aus Hartz dann wesentlich mehr Geld als normale Beschäftigte als Kindergeld für ihre Kinder? Wäre es da vielleicht nicht besser einen einheitlichen Betrag für jedes Kind, ob nun Hartz IV oder nicht, einzuführen und Bildung möglichst kostenlos zu gestalten (Lehrmittelfreiheit, Kita, Kiga, Schule)? So könnte man einige fehlgeleitete Debatten beerdigen und sich dem eigentlichen Kernproblem, Arbeitsplätze und Entlohnung, widmen.

Alles eine Frage der Organisation

Meine Meinung aus eigener Arfahrung ist, dass die Harz 4 Saetze ausreichend hoch sind. Ich selbst habe nur von Elternunterhalt 550 Euro im Monat 8 Jahre lang leben muessen, und davon eine Wohnung fuer 260 Euro bezahlen muessen, und so ganz nebenbei meinen Bruder noch durchgebracht, der naemlich durch das Netz Harz 4 durchgefallen war, aufgrund seiner Lage und gar nichts bekam.
Und ich kann mit Stolz behaupten, wir haben nicht schlecht gelebt, ich konnte die Lebensmittel immer noch im Karstadt weiter einkaufen.
Wir haben nicht geraucht und getrunken und auch sonst keine Drogen oder uebermaessig Handybenutzung gehabt. Ich gebe zu wir konnten und kaum etwas leisten, wie in Urlaub fahren ect. Aber ehrlich gesagt, fuer den Luxus geht man auch arbeiten.
Die Grundsicherung ist meiner Meinung nach mit Harz 4 vollkommen gedeckt. Alles andere kann ich nur als blanken Hohn ansehen.
Es ist im grunde eine Frage wofuer ich wie viel Geld ausgebe und wo meine Prioritaeten liegen.
Wer kann mir denn bitte erklaeren, dass ein Junge aus einer Harz 4 Familie sich ein 3000 Euro Rennrad kaufen kann, und dieser ist nicht mal Profiradsportler.
Ich denke es sollte immer noch ein angemessenes Mass an Ansporn vorhanden sein, sich eine Arbeit zu suchen.

Und um auf die tolle Hochrechnung mit den Mindestloehnen in anderen europaeischen Laendern zu sprechen zu kommen: Wurden denn auch mal die Lebenshaltungskosten in den Laendern mit Deutschland in Vergleich gebracht?
Ich lebe heute in einer der teuersten Staedte Deutschlands Muenchen, und ich habe auch in Paris inszwischen schon gelebt. Und da ist mindestens ein Faktor 2 wenn nicht hoeher drin. So etwas sollte nicht vergessen werden.

Besten Gruss.

@ line

kann nur beipflichten! :)
aber leider leben wir nicht wirkl. in einer demokratie! sonst waeren zb. unsere soldaten schon lange zuhause! wir haben nur alle paar jahre, und das nur per stimmenabgabe, was zu sagen sonst haben wir halt alles hinzunehmen was einige politiker fuer uns entscheiden!

Hartz IV vs. Geringer Lohn

Jeder, der meint, dass Hartz IV Empfänger es zu gut haben bzw. ausreichend versorgt sind und gleichzeitig ein Beispiel-Verdienst eines Friseurs anführt, geht an die Problematik absolut falsch ran:

1. die betroffenen haben ein menschenwürdiges Dasein, darüber braucht man jetzt, nach der Urteilsverkündung nicht mehr zu diskutieren

2. der Vergleich mit jemanden, der 160Stunden im Monat arbeitet und am Ende des Monats nur 100-150€ mehr in der Tasche hat als ein Hartz IV-Empfänger ist absolut unberechtigt, weil man richtige Tatsachen total falsch interpretiert - es DARF nicht verlangt werden, dass die Hartz IV Betrofene weniger Geld haben sollen (denn Sie haben schon weniger als ein Minimum), sondern es MUSS verlangt werden, dass Arbeiter MEHR Geld für ihre Arbeit erhalten!

Wo ist eigentlich Herr Hartz?

Mich würde ein Statement seinerseits sehr interessieren - schließlich trägt dieses Konzept seinen Namen!?

Aufstockung - der falsche Weg

Mehr Kindergeld, Aufstockung des Beitragssatzes und ähnliche Fehlschüsse führen leider zu keiner Verbesserung der Situation betroffener Kinder, auch mit 20% mehr Geld im Monat versickert das Gros davon einfach in wenig entwicklungsfördernde Investitionen...

Denn bildungs-/familienfreundliche Politik wird nicht durch Beitragssätze bestimmt - Anders herum gesagt: Solange noch der Großteil der Museen, das Essen in Mensen, der Zugang zu Bildung etc. für Kinder auch nur einen Cent kostet, läuft die Sache grundlegend falsch.

fördern

ach... jetzte erst wird die Politik aktiv... MUSS aktiv werden. Die Haushalte, die in der Zeit H4 erhalten haben, sind am unteren Rand ihrer Existenz angekommen, mit Nachwehen für die Zukunft. Am liebsten würde ich Herrn Schröder, Müntefering und Co persönlich für diesen sozialen Kahlschlag haftbar machen.
Die SPD hat ihre Quittung bereits erhalten und riskiert schon wieder eine dicke Lippe.

Wenn ich persönlich an die Zeit mit H4 zurückdenke wird mir schlecht ! Jetzt als Leiharbeiter geht es mir dagegen schon recht gut, obwohl die Bezahlung immer noch mies ist. Die Einführung einer Leiharbeitssteuer für nicht SPitzenproduktionszeiten sollte das Problem einkreisen und Leiharbeit wieder dahin zurückdrängen, wo sie hingehört ! Von einem Mindestlohn möchte ich jetzt erst gar nicht anfangen !

Baron Münchhausen mit neuem Nickname?

@MeineAnsicht:
Hmm, schon klar: 8 Jahre mit nur 550 Euro pro Monat. Dazu noch den Bruder voll verpflegt, Miete bezahlt und wahrscheinlich noch eine Monatskarte für die Straßenbahn gekauft. Sehr glaubwürdig.

an meine Ansicht

ich finde Kommentare wie Ihre immer wieder belustigend. Sie tauchen bei jeder Hartz4Diskussion in der ein oder andren Form auf.
Und oftmals sind es Studenten oder EXstudenten die einem sowas erzählen. Und warum wohl? Weil sie festeren Grundboden und Hintergrund haben.
Klar kann ich von wenig Geld leben, wenn in Notsituationen Mama oder Papa aushilft.

Und welche 8 Jahre sollen das gewesen sein? 2010-8Jahre macht 2002. Das heißt- entweder war es bis grad eben- oder vor 2002. Und das würde heissen- vor dem Euro. Und vor dem Euro waren auch andre Zeiten noch- die lasse ich bei so Diskussionen gar net mehr gelten.

Und entweder waren sie tatsächlich 8 Jahre lang am Studieren ohne arbeiten zu gehen (na dann Prost- dann können Sie ja in der Arbeiterwelt voll mitreden und haben ja genug Steuern bezahlt, um entscheiden zu können, wer davon was abbekommt- "Ironie aus) oder Sie haben wie jeder Student zwischendurch gejobbt und somit für Notsituationen ausgesorgt (falls Mama und Papa das nicht taten).
Das darf ein Hartz4Empfänger derzeit nicht- er bekommt es verrechnet und da kommt am Schluß paar Euro nur raus.
Als Student bekommt man immer und überall (besonders in München) fast jeden Job (bis heute- ich wohne auch hier ,nur ma so am Rande)- als Hartz4Empfänger nicht.

So. Und nun viel Spaß beim rausreden.

Organisation ist leider nicht alles....

um meiner Vorgängerin mal Kontra zu bieten....
ist ja auch alles gut und schön, was da geschrieben steht, nur was ist mit den älteren Menschen, die keiner mehr beschäftigen will, denen, die durch Krankheit nicht mehr arbeiten gehen können, es aber nicht für die Bewilligung einer Rente reicht, mit deren Kindern um nur einige zu nennen, die auf die Unterstützung angewiesen sind???? Die dürfen sich dann grad mal das Essen leisten und sollen zufrieden sein, dass sie überhaupt was bekommen? Sorry, aber dann doch etwas armselig und engstirnig gedacht.
Es ist auch schon bezeichnend, dass Leute, die in Arbeit stehen, teilweise auch noch zum Amt kriechen müssen, um sich einen gewissen Standart zu sichern. Da sollte sich was tun und dann regelt sich die Frage, ob die Regelsätze der Kinder und Erwachsenen angemessen sind, (fast)von selbst.
Ich begrüße das Urteil aus Karlsruhe, doch war das wirklich nötig? Sind unsere Politiker so mit Blindheit und Taubheit gestraft, dass sie die Missstände nicht vorher hätten beseitigen können? Hinterher zu heucheln zeigt einfach nur, wie inkompetent alle sind. Bleibt wirklich nur zu hoffen, dass sich nicht nur die Methode zur Berechnung ändert, sondern auch die Zahlen...

in diesem Sinnen wünsche ich schon mal allen ein "GUTES NEUES JAHR 2011"

mich wunderts das es so kommt !

mich wundert es das so gekommen ist! Das das BVG erkannt hat das in den Zuwendungen etwas nicht stimmt! Aber um nicht zu sehr auf die Regierung einzuschlagen, hat es schwammige Aussagen getroffen, um so wieder Interpretationsmöglichkeiten zu zulassen.
Wie ich in den einzelnen Kommentaren der Politiker entnommen habe, kann man sich auf unsinnige Diskussionen gefasst machen.
Ich bin kein Harz IV -Empfänger, aber wenn man sich mal die Fakten anschaut: Harz IV Ausgaben 24,6 Mrd. € Unterstützung der Banken 80 Mrd. € oder die Ungerechtigkeit der Energiesteuer Ökostrom die hauptsächlich der Privatmann oder das nicht produzierende Gewerbe trägt, denn das produzierende Gewerbe ist ausgenommen, geschützt durch mehrere Abhängigikeiten. Jeder hat schon auf seiner Stromrechnung die EEG oder KWK Abgabe gesehen, auch hier sind Großverbraucher, die sowieso schon,einen besseren kWh-Preis haben, bevorzugt.
Bitte, will mir nun jemand erzählen unser Vaterland ist Bürgerfreundlich. Oder die andere Meldung heute: Steuerbetrüger bekommt Millionen Schadenersatz zugesprochen. Ja Geld müsste man haben, dann bekommt man die richtigen Rechtsverdreher oder kann an entscheidender Stelle etwas schmieren. Ich halte die ganze Geschichte mit den Steuerdaten CD's für eine Schmierenkomödie, wahrscheinlich werden einige büßen müssen, aber vielleicht ist das wie mit der Wirtschaftshilfe für Entwicklungsländer: dort bekommt ein deutsches Unternehmen zu einem Fantasiepreis den Auftrag und das Geld bleibt still in Deutschland und das Unternehmen wird indirekt subventioniert!
So das wars !

@ Topic ausreichend

Ich arbeit viel mit SGB II Empfägern zusammen, und die Sätze als ausreichend zu bezeichnen ist grenzwertig. Zu behaupten, den Leistungsempfängern gehe es gut ist schlichtweg zynisch. Spätestens bei Schulkindern bringen regelmäßg erforderliche Anschaffungen, die oft nicht abgedeckt sind, Eltern an die Grenzen der Machbarkeit.

Zum Thema Ausruhen: Viele Leistungsempfänger sind Alleinerziehende. Die wollen arbeiten, es gibt aber keine ausreichende Kinderbetreuung. Bei wieder anderen fehlt die Ausbildung, und auch wenn jetzt viele aufheulen: Viele kommen aus schwierigen Elternhäusern, hatten wenig Unterstützung und haben es nicht geschafft Fuß zu fassen. Logo haben einige davon einfach irgendwann aufgegeben, aber ich frage mich ernsthaft, wieviel Steine man mir in den Weg legen muss, bis nichts mehr geht.

Das Ganze ist oft ein sich selbst reproduzierendes Problem: Viele SGB II Empfänger können ihren Kindern keine vernünftigen Chancen/Umfeld/Asubildung/Unterstützung bieten, weil sie nicht die Möglichkeiten/Fähigkeiten/Kenntisse/Mittel dazu haben, deren Kinder wandern dann gleich als nächstes in den Bezug. SGB II heißt oft: ganz unten... das ist auch so gewollt, ist aber bei weitem nicht so motivierend, wie es politisch beabsichtigt war. Besonders in Zeiten eines wachsenden Niedriglohnsektors, der oft auch bei Vollzeitarbeit keine Unabhängigkeit von staatlichen Transferleistungen bedeutet.

Hartz IV...

... gibt es seit 2005 ....

@Umdenker: seh ich auch so.

@Umdenker:
seh ich auch so. Es ist nicht so, daß es zuwenig Bildungsangebote gäbe, sie werden zu wenig in Anspruch genommen. Nicht nur der Eintritt, die Familie muß ja auch irgendwie dahin kommen. Da bleiben doch viele lieber zuhause vor der Glotze, weil bequemer und billiger.
Da bringt vielen Kindern auch das Mehr an Geld für die Eltern nichts. Deswegen: Kindergärten gratis mit ausreichendem Personal, ohne das Bildung mit Einbeziehung der vielfältigen Kulturangebote jeder Stadt auch weiterhin Glückssache sein wird; Ganztagsschulen, die das Material zum Schulbesuch auch zur Verfügung stellen und die das Verhältnis Schüler/Lehrer durch intensiveren und nicht nur auf das Klassenzimmer beschränkten Umgang intensivieren und verbessern könnte und den Schülern wirklich die Chance geben würde, entsprechend der vorhandenen Stärken und Schwächen gefördert zu werden; Schuluniformen, die endlich den Markenwahn zumindest im schulischen Bereich beenden und der Klamottendiskriminierung Einhalt gebieten könnte. Das ist wirkliche Unterstützung für Kinder und vor allem auch für deren Eltern, die nicht nur von so wenig Geld leben müssen, sondern auch noch allein gelassen werden mit der Verantwortung für den Werdegang ihrer Kinder, die gut betuchte Eltern schließlich schon im Kindergarten- und Grundschulalter an diverse Nachhilfelehrer, Ferienintensivkurse, Förderwahn mit Sport- und Vorschulchinesisch auf viele Schultern verteilen können und auch tun.

@ Tine Klasse

@ Tine Klasse...
Ich stimme dem voll zu..
ich denke auch das, wenn man Angloamerikanische Verhältnisse schaffen möchte, dann auch in letzter Konsequenz und nicht nur die Rosinen für die Regierung rauspicken! Die Armen und Schwachen gerade so am Leben erhalten, aber bei Arbeitsverträgen, Insolvenzen und Steuern/Abgaben wieder den Sozialstaat fahren.
Warum denn nicht den Leuten erlauben, mehrere Teizeitjobs haben, bei der selben Lohnsteuerklasse..oder jedem sein Einkommen, alla Amerika selber aushandeln lassen...oder eine Insolvenz dauert nur 2 Jahre und nicht 6. Warum muss hier die Verkäuferin ihren Chef um erlaubnis fragen um einen Zweitjob anzunehmen und beim Finanzamt die zweite Lohnsteuerkarte beantragen, wenn die Kohle nicht reicht, weil die Nebenkostenabrechnung für die Mietwohnung gekommen ist...oder der 12 jahre alte Fernseher kaputt gegangen ist...Warum muss man die Menschen demütigen...mit Erklärungen. Denn eine Anfrage beim Chef ist dann auch mit einer Erklärung verbunden.

800€ Bürgergeld

Für jeden und Hartz4 abschaffen.

Peter Hartz ist......

Peter Hartz genießt seit über 2 Jahren seine monatliche Rente von 25.000 Euro und paar Zerquetschte! Allerdings wird es in den letzten Tagen eines Monats sehr eng.....
Seine 2 jährige Bewährungsfrist ist mittlerweile abgelaufen. Er kann jetzt wieder aktiv werden.
Von seiner berühmten Reform ist lt. seiner eigenen Aussage "nur sehr wenig drin", im Gegensatz zu seinen Besuchen bei den staatliche geprüften Hostessen.......vielleicht!

Bürgergeld

Ich finde auch dass es ein einheitliches Bürgergeld geben sollte. Es wäre gerecht. Und darin steckt ein unglaublich großes Potential. Ich denke es würde sich in unserer Gesellschaft einiges zum Guten verbessern!Laut Berechnungen ist das ja durchaus machbar. Es wäre wohl auch mit weniger bürokratischem Aufwand verbunden.

@ burntstar und Trickster

Klar kann ich das erklaeren. Es war von 2001 bis 2009, also gar nicht mal so lange her. Und Elternunterstuetzung habe ich keine gehabt, ob ihr es mir nun glaubt oder nicht, aber die fuehlten sich nicht mehr zustaendig. Und es war auch nicht nur waehrend des Studiums, sondnern auch waehrend der Schulzeit schon. Gut ich hatte damals ein Schulstipendium was das Schulgeld gedeckt hat. Im Studium konnte ich nicht arbeiten gehen, da meine Mutter das verdiente Geld gleich wieder eingefordert haette. Ich musste so schon die ganze Zeit mit Anwaelten um mein Recht kaempfen vernuenftig Studieren zu koennen. Wovon ich die Anwaelte bezahlt habe? Dafuer gibt es Prozesskostenbeihilfe. So, und nun habe ich meinen Job und bin den Schlamassel los. Achja uebrigens eine Monatskarte musste ich nicht bezahlen, da ich alles zu Fuss und mit dem Fahrrad in meiner Stadt machen konnte.
Ergo: Es geht.
Achja, das Essen fuer einen Zweiten zu bezahlen macht einen dann auch nicht mehr arm. Das man dann nicht im Luxus lebt, das gebe ich zu, aber dafuer ist ja auch Harz 4 nicht gedacht. (und man muss dafuer keinen Zweiten durchbringen, der bekommt ja meisst ebenfalls Geld vom Staat)

8 Jahre 550Euro in München/Paris

Wissen Sie- evtl. tue ich Ihnen unrecht- aber ich kanns Ihnen nicht glauben. Das hört sich eh alles bissel wirr an.
Ich glaube eher, daß Sie manchmal 550 Euro nur hatten- aber nicht 8 Jahre durchweg.
Und ne 260Euro Wohnung in München- mei, das war dann auch Glück. Das gibt es heute nicht mehr- nur unter der Hand vielleicht noch.
Ich habe 17m2 für 380 Euro. Das ist Realität in München.
Also selbst wenn das alles bei Ihnen so gewesen sein soll- ist es lange nicht gesagt, daß dies bei andren dann auch so funktioniert.

Tut mir leid, daß Sie Streß mit den Eltern hatten- das erschwert wirklich vieles sehr.
Aber wissen Sie- nur weil Sie es geschafft haben- aus einer schlimmen Sache was zu zaubern- wenn es stimmt was Sie sagen- dann heißt es nicht, daß jeder son Glück hat.
Z.B. wie gesagt: 260 Euro Miete in München- ist utopisch für andere.
Und jegliche Störung im Leben die Geld verursacht (Krankheit etc)- kann einen ruinieren, wenn das Geld so knapp ist.
Und ich zweifel scho auch bissel an Ihrem Wahrheitsgehalt- da allein ein Buch fürs Studium schnell mal über 100 Euro kosten kann. Und die kann man oft nicht gebraucht kaufen, da man die neueste Auflage braucht- je nach Fachrichtung.
Und wie bezahlt man von 290 Euro im Monat für 2 Personen die Studiengebühren?
Aber lassen wirs gut sein- ich klink mich hier aus der Unterhaltung aus- vielleicht sagen Sie die Wahrheit- vielleicht auch nicht. Letztendlich ändert es nichts an der Situation der anderen derzeit.

betr. Steinmeier

Hat nicht die SPD/ Grünen-Regierung diesen Hartzer- Käse ins Leben gerufen..
Ich denke ,daß dieser feine Herr für diesen Mist mitverantwortich war..
Infolgedessen sind Steinmeiers Einlassungen nur peinlich - hätte er besser geschwiegen..

nach oben

 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW