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Sa, 06.02.2010 - 02:32
Das Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland berät in Frankfurt über einen möglichen Wechsel an der Spitze. Im Vorfeld hatte sich erstmals die Präsidentin des Zentralrats, Knobloch, öffentlich zu ihren Zukunftsplänen geäußert: Einen Rücktritt lehnte sie dabei ab.
Kommentare
Winterloch bei den Medien
Jetzt mal ehrlich, dieser Zentralrat der Juden ist genauso interessant und wichtig wie ein Blasorchesterverein aus Hintertubingen. Warum pushen die Medien diesen Club dermaßen, man könnte meinen, er sei wirklich wichtig ...
Knobloch lehnt vorzeitigen Rückzug ab
Ich verstehe nicht warum einer Vertreterin Israels (http://meta.tagesschau.de/id/21826/knobloch-fuer-boykott-der-un-rassismu...) derart viel Aufmerksamkeit in den Medien geschenkt wird. Der ZDJ wird überwiegend vom Steuerzahler finanziert, spricht aber immer für Israel.
Gegen das Vergessen
Es sind gerade diese Kommentare,die zeigen wie wichtig der Zentralrat der Juden ist .
Manche sind natürlich ihr ganzes Leben hindurch uneinsichtig was Geschichtsaufarbeitung angeht (Z.B. Priebke). Es gibt aber auch Menschen die haben Sobibor und Treblinka noch nie gehört.Die wissen gar nicht was das ist und was das bedeutet.........
Vielleicht erst einmal mit dem Lied von Bap vorsichtig in die Materie einsteigen (ne kölsche Übersetzung gibts bestimmt irgendwo) : Kristallnaach
Ohhhjjaaa...
...mich würde auch eine Aufgabe glücklich machen,in der ich soviele Dinge ungestraft sagen kann.Unter dem Deckmantel der Nazi-Herrschaft kann man ja in Deutschland immer sehr schön austeilen.Wenn man dann einstecken muß,jammert man die Nazis werden wieder mehr.Nebenbei bekommt man auch noch reichlich Kohle.
Da unsere Politiker zu feige sind,denen allen beidhändig den Stinkefinger zu zeigen,wird das bis in alle Ewigkeit so weiter gehen.
Erfüllt Sie denn Ihren Job?
Knobloch ist zwar bei jeder Gedenkfeier medial präsent und gibt die altbekannte Mahnerin, aber wirklich neue Denkanstöße kommen von ihr nicht. Da sind mir polarisierende Figuren wie Friedmann und Broder lieber. Es ist zwar die Hauptaufgabe das Gedenken an die Verbrechen in der NS-Zeit zu bewahren, aber auch in der deutschen Bevölkerung ein Bewusstsein zu schaffen, dass sich derartige Verhältnisse nicht wiederholen. Untrennbar mit der Aufgabe ist heute auch der Konflikt im Nahen Osten und unser Umgang mit muslimischen Einflüssen. Da sich der Zentralrat in Deutschland befindet, dürfen auch anderweitige gesellschaftliche Fragen angesprochen werden. Dieses macht Sie nicht (oder es wird nicht wahrgenommen) und daher ist Sie für eine zweite Amtszeit auch nicht geeignet. Der Zentralrat wird doch auch vielfach negativ von Teilen der Bevölkerung wahrgenommen und dieses kann nicht Sinn des Verbandes sein.
Sie soll endlich den Platz freimachen
Und die Juden sollen es überhaupt mal gut sein lassen.
Weder war unsere Generation dabei, noch fühle ich mich für die Vergangenheit verantwortlich, nur weil ich zufällig an diesem Fleck der Welt geboren wurde.
Gleiches ist mit der Religion. Wäre ich irgendwo im nahen Osten geboren, sollte ich etwas anderes glauben als hier. Gehts noch?
Deshalb glaube ich pauschal erst mal nichts, wenn man mir mit Glaube/Religion Angst machen und ins Gewissen reden (siehe ZDJ) möchte.
Und bei Geld bzw. deren Transfer von arm nach reich hört mein Glaube sowieso auf :-)
Knoblock lehnt Rücktritt ab, ZRJ
Bitte entschuldigen Sie mir, wenn ich frage, Wie lange dauert eine Geschichsaufarbeitung? Sind mehr als 60 Jahren nicht genug? Wie lange müßen die neue deutsche Generationen damit belastet, sie können nichts dazu sogut wie zu die Atombombe auf Hiroshima. Bitte um Aufklärung.
Wen interessiert der Rat ?
Für mich hat dieser Zentralrat nicht die geringste Glaubwürdigkeit (und damit Bedeutung),solange er die eigene moralische Messlatte nicht auch an das Handeln der israelischen Staatspolitik anlegt . Von seinem ansonsten lustvoll geifernden Generalsekretär Kramer habe ich in diesem Zusammenhang niemals ein Wort vernommen. Ob hier ein personeller Wechsel in der Präsidentschaft hilft ?????
Nazivergangenheit
Das Unglaubliche, das Unfassbare, der Massenmord ist ERST 65 Jahre her. Das kann ich nur allen sagen, die meinen, sie müssten und dürften nicht mehr mit diesem Thema behelligt werden. Die Kommentare, auch in dieser Rubrik, beweisen eigentlich nur, wie viel Verachtung den jüdischen Menschen und ihrem Schmerz immer noch oder wieder entgegengebracht werden. Leider ist das Thema überhaupt nicht ausgestanden und ich denke, es ist wichtig, auch durch den Zentralrat, den jüdischen Mitbürgern immer wieder Gehör zu geben, auch wenn sie - gerade wegen der Vergangenheit - zahlenmäßig keine herausragend wichtige Stellung mehr haben. Das Argument mit den Steuergeldern ist einfach lachhaft in Bezug auf die Größenordnung der sonstigen Staatsausgaben.
Zitat:
"(...) dass jüdisches Leben in unserem gebrochenen Land wieder gelingen kann".
Nimmt Frau K. Deutschland - ihr Land - wirklich so wahr? Gebrochen? Gebeutelt wäre angebrachter. Allerdings will ich dennoch wissen, ob sie vielleicht doch meint, Deutschland wäre gebrochen seit dem zweiten Weltkrieg. Ich fühle mich nicht gebrochen - wie auch.
Warum wird der Zentralrat
Warum wird der Zentralrat nicht aufgelöst?
Völlig überflüssig so ein Verein, der nur eine Menge kostet und uns Vorschriften macht.
tja, die ewig gestrigen
denen fällt niemals was Neues ein. Ausser Ihren ausgelutschten Pudding nochmal durchzukauen. Komisch, dass die nie aus Ihrem ewig gestrigen aufwachen. Leider kassieren Sie dafür von uns auch noch gutes Geld dafür das Sie an der Zukunft vollständig vorbeirauschen.....
Judenfeindlich?? ich bin gerne in Israel, kenne einige in USA und BRD - bestimmt nicht - nur furchtbar gelangweilt.
Muß man weiterlesen...
um zu wissen, warum der ZDJ noch lange nicht eine überflüssige Institution ist? Hier geht es doch nicht um Israel oder die Legitimation und Arbeitsweise des ZDJ, sondern um die Erinnerung daran, daß wir Deutschen als Volk einen Massenmord ungekannten Ausmasses verübt haben, mit der uns eigenen Gründlichkeit. Ich nicht, mein Vater nicht, auch mein Großvater nicht - aber als Volk wäre es vielleicht besser, den anderen die Entscheidung zu überlassen, wann wir uns genug für diesen Teil unserer Geschichte geschämt haben. Wir sind ja auch so gerne stolz auf den Rest unserer Geschichte, und das eine ist nicht ohne das andere zu haben.
Wie lange dauert Geschichtsaufarbeitung? Mathematik hilft: Wenn wir für jeden der 6 Millionen Juden, die in Deutschland umgebracht worden sind, nur jeweils einen viertel Gedenktag einlegen würden, dann hätten wir 4109 Jahre lang zu tun. Es ist also noch ein bißchen Zeit.
*nick* @mfBerlin
Beide haben keine Kenntnisse von der Sache:
Der Schlaue sagt: "Hm, was steckt dahinter, wo kann man mehr erfahren?"
Der Narr findet dagegen gleich: "Warum so viel Aufmerksamkeit?", "Stinkefinker zeigen",
"gehts noch?", "nicht die geringste Glaubwürdigkeit" und "wie lange denn noch???"
Erneute Forderungen des Zentralrates der Juden
Frau Knoblochs Forderungen, ihre, gerade in der heutigen, wirtschaftlich schwierigen Zeit verklausuliert an die tragenden Staatsstellen zu richten, deutet unzweifelhaft darauf hin, dass Bescheidenheit und Anpassung nicht zu ihrem favorisierten Vokabular gehört.
Schade eigentlich, denn gerade jetzt hätte sie eine Möglichkeit gehabt, dem deutschen Volk zu zeigen, dass sich die jüdische Gemeinde, eben mit diesem, solidarisiert.
Ein wenig mehr Weitsicht hätte ich schon von Frau Knobloch erwartet.
Auch hier wieder einmal sehen,
das es den Leuten nicht um die Sache geht, sondern Frau an ihrem Posten klebt.
********
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
Abraham Lincoln
re cardinal fang
"Wie lange dauert Geschichtsaufarbeitung? Mathematik hilft: Wenn wir für jeden der 6 Millionen Juden, die in Deutschland umgebracht worden sind, nur jeweils einen viertel Gedenktag einlegen würden, dann hätten wir 4109 Jahre lang zu tun. Es ist also noch ein bißchen Zeit."
Es ist genau dieser Ansatz, dass die Aufarbeitung ein Quantitätsproblem ist, dass sie als Qualitätsproblem nicht mehr wahrgenommen wird ...
Mit anderen Worten: Solange Sie den Deutschen vorhalten, dass sie auf unabsehbare Zeit sich zu schämen hätten, werden sie mit dem Schämen gleich gar nicht anfangen.
Ich finde es schade dass sich
Ich finde es schade dass sich der Rat sich offenbar "nur" um die Aufrechterhaltung der Erinnerung an die Nachkriegszeit beschäftigt.
Sicher das ist wichtig und man darf damit niemals aufhören aber ist es nicht genau so wichtig sich um Aktuelle Themen in Deutschland zu bemühen.
Ich würde es begrüßen wenn endlich eine jüngere Generation an die Macht kommt die dafür sorgt dass das Judentum wieder als eine lebendige Religionsgemeinschaft in Deutschland wahrgenommen wird.
Und an die unbelehrbaren hier. Ich bin sehr stolz darauf wie Deutschland das Gedenken an den Holocaust hochhält.
Scham
Es geht wohl weniger um ein permanentes sich Schämen als um eine besondere Aufmerksamkeit, dass dies niemals wieder passiert und außerdem um ein Verantwortungsgefühl als Deutsche(r) und eine Sensibilität gegenüber der Vergangenheit und dem, was dies mit anderen Menschen gemacht hat. Wie schon gesagt, die Nazizeit ist erst 65 Jahre her und es gibt auf beiden Seiten heute noch Menschen, die das alles mitgemacht oder miterlebt haben. Da ist es wohl noch viel zu früh, das Thema zu den Akten zu legen... zumal dieselbe Menschenverachtung und dieselben Vorurteile auch heute noch sehr lebendig sind. Leider! Muss man ja nur einmal die Kommentare lesen. Judentum und Geld, das scheint immer noch der typische Stoff für Vorurteile und Beschimpfungen zu sein. Ich kann das kaum glauben, dass jemand da mit Steuergeldern argumentiert. Jeder Verein wird steuerlich begünstigt und die paar Leute, die im Zentralrat sind, werden wohl nicht unser Vermögen schmälern....
Re Karwandler
Es ist schon schade, daß man im Volk der Dichter und Denker rhetorische Stilmittel nicht mehr als solche wahrnimmt. Den Vorwurf quantitativer Betrachtung selbst verstehe ich nicht: Es geht um kollektive Scham, viel qualitativer geht es wohl kaum. Es dürfte auch kaum zutreffen, daß wir in den letzten 60 Jahren nicht mit dem Schämen angefangen hätten, obwohl es am Anfang für viele nicht einfach war und es uns zum Teil aufgezwungen werden mußte.
Allerdings wollen jetzt scheinbar nicht wenige mit dem Schämen aufhören, die nur noch aus dritter und vierter Hand wissen, was damals passiert ist. Wer sagt, daß 60 Jahre genug sind, hat keinen Begriff von geschichtlichen Zeitabläufen und ihren Auswirkungen auf die kollektive menschliche Psyche in den betroffenen Regionen: Im Kosovo war die Niederlage der Serben auf dem Amselfeld noch nach 600 Jahren nicht vergessen, die Araber erinnern uns heute noch an die Kreuzzüge und in den USA klagen Ureinwohner und Nachfahren von Sklaven immer noch auf Entschädgigung. Für ein Verbrechen dieses Ausmasses (und wir reden hier im Moment "nur" von den Juden, nicht von den vielen Millionen Kriegstoten insgesamt, die letztlich auch alle auf unsere Kappe gehen) sind 60 Jahre nichts.
Aber auf die Jahre kommt es auch nicht an: Als Deutscher, der seit Jahren im Ausland lebt, betrachte ich mein Volk mit etwas anderen Augen. Viele sagen mir, daß sie beeindruckt sind von dem Ausmaß der Geschichtsaufarbeitung in Deutschland und daß wir aufhören sollten, uns schuldig zu fühlen. Meine Antwort ist stets, daß das nicht meine Entscheidung ist. Der Schuldige kann sich nicht selbst von seiner Schuld freisprechen, er kann Vergebung erlangen, aber nicht verlangen. Sie zu gewähren, liegt in der Hand der Opfer. Inwieweit Institutionen diese Opfer vertreten können oder dürfen, ist eine hiervon getrennte Frage.
re cardinal fang
"Der Schuldige kann sich nicht selbst von seiner Schuld freisprechen, er kann Vergebung erlangen, aber nicht verlangen. Sie zu gewähren, liegt in der Hand der Opfer."
Weder die Rolle des Schuldigen noch die des Opfers ist vererb- oder sonstwie übertragbar.
Steht übrigens auch in der Bibel.
wo steht es genau?
wo steht es genau?
Juden in Deutschland und der Zentralrat
Die Vergangenheit belastet das deutsch-jüdische Verhältnis schon genug. Wäre es da nicht besser, die junge Generation zu Wort kommen zu lassen? An die Vergangenheit zu erinnern, des furchtbaren Holocausts zu gedenken, ist eine wichtige Aufgabe, ganz gewiss.
Aber es muss auch an die Zukunft gedacht werden. Wir brauchen überzeugende Konzepte für ein unbelastetes Verhältnis von Juden und Deutschen. Das ist eine Aufgabe, die sich ganz gewiss nicht von selbst erledigt, in die viel Arbeit investiert werden muss. Wir kommen langsam in die dritte Nachkriegsgeneration. Insofern wäre ein Wechsel in der Spitze des Zentralrats, der beides, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit garantiert, mehr als wünschenswert.
re alexs
"wo steht es genau?"
Bei Hesekiel 18,20
Die vielen "Re's" einiger Weniger
Nach Lesen der verschiedenen Kommentare scheint es doch sehr auffällig, dass eine geringe Anzahl der hier schreibenden Kommentatoren die Meinung vertritt, die mit den Aussagen der hier in der Mehrheit befindlichen Schreiber konträr ist.
Trotz grosser Bemühungen dieser wenigen Andersdenkenden, durch Einbringen einer hohen Buchstabenfrequenz, den Eindruck einer meinungsmässigen Mehrheit zu präsentieren, scheint ihnen diese Absicht doch misslungen zu sein, denn hiernach sind sie mit ihrer Ansicht doch sehr isoliert.
@Bangkok, @mfBerlin
Es ist so typisch Deutsch: der erste schmälert den Zentralrat, der zweite redet 'Wider des Vergessens'!
Guten Morgen!
Der Artikel sagte nur aus, dass Frau Knobloch nicht zurücktreten wird. Sonst nichts!
Woher kommt dann diese Diskussion über nichts?
Ist der Komplex in Deutschland so tief?
Thema: 'Juden' oder Thema 'Israel'. Sofort geht es ins metaphysische. Fast alle Deutsche verhalten sich so neurotisch gegenüber diesen Themen, es ist nicht sehr erfreulich.
@ Julian
Stimmt, erfreulich ist es ganz und gar nicht.
Den Holocaust kleinzureden würde dem Großteil der Deutschen nicht mal im Traum einfallen, habe ich oft das Gefühl. Nachdem ich während meiner Schullaufbahn sicher 2 Jahre (insgesamt) mit dem Thema Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg konfrontiert wurde, aber kein einziges Mal was über den kalten Krieg gehört habe, finde ich, dass die Deutschen (gerade die jungen Generationen) sehr für dieses Thema sensibilisiert werden. Ich denke, dass das auch der Grund für die Teils heftigen Reaktionen ist: Es gibt Sensibilisierung und Übersensibilisierung. Ab einem Punkt tritt meiner Meinung eine (eigentlich für Kinder typische) Trotzreaktion ein: Warum muss ich mich schuldig fühlen für etwas, das meine Urgroßeltern getan haben könnten.
Das erste Mal mit dem Zentralrat der Juden wurde ich durch Friedmann konfrontiert, der sich meinem Eindruck nach dadurch ausgezeichnet hat, der sich zur Not dadurch verteidigt hat, dass jemand, der ihn nicht leiden kann, etwas gegen Juden allgemein hätte. Entgegen der Meinung eines Vorredners fand ich gerade eine solche Handlung sehr problematisch und hat meiner Meinung nach dem Zentralrat geschadet. Ich hätte es auf jeden Fall nicht gut gefunden, von diesem Mann vertreten zu werden.
Im Gegensatz dazu ist Frau Knobloch um einiges umgänglicher. Dass der Holocaust nicht in Vergessenheit geraten darf, ist sicher eine Aufgabe. Natürlich darf sich dieses Geschehen auch nicht wiederholen. Was mich stört, ist, dass vom Zentralrat nur von Antisemitismus gesprochen wird. Dabei ist doch gerade in unserer Gesellschaft wichtig, dass auch von allgemeiner Ausländerfeindlichkeit gesprochen werden sollte, speziell gegen Muslime. Zumindest würde es meine Meinung vom Zentralrat um einiges heben, wenn ich etwas in die Richtung hören würde.
Denn wenn es vor allem darum ginge, dass die Geschichte nicht wiederholt werden darf, dann geht es nicht darum, wer verfolgt wird, sondern, dass. Ich hab zumindest bei Neonazi-Demonstrationen in den letzten Jahren keine "Juden raus" Plakate, sondern "Ausländer raus" Plakate gesehen. Vielleicht werden erstere auch einfach nicht im Fernsehen gezeigt...
Im Endeffekt geht es doch darum, reflektiert mit der Geschichte umzugehen.
christen, juden, moslems, ausländer...
es ist mir vollkommen schnuppe wo mein nachbar, kollege... sonstwer herkommt. von mir aus kann er auch vom mars oder alpha centauri kommen. wenn er umgänglich ist, die der situation entsprechende höflichkeit aufbringt und mich ebenso respektiert wie ich ihn als mitglied der gemeinschaft der denkenden wesen hier auf dieser welt, ist er mir so willkommen wie jeder andere.
wenn er aber anfängt mir seinen glauben aufoktruiern zu wollen oder mir ernsthaft weismachen will, dass er besser glaubt als andere, disqualifiziert er sich automatisch für jedes weitere vernünftige gespräch!
wir leben hier in d seit bismark in einem säkularisierten land. was wer glaubt und wie er das tut ist absolute privatsache! das bedeutet aber im umkehrschluß auch und unbedingt, dass das dann nur im privaten rahmen stattzufinden hat und nicht in die öffentlichkeit zu tragen ist!
desweiteren haben die gültigen gesetze der brd (und auch aller anderer souveräner staaten) immer, wirklich immer vorrang vor jedweden religiösen vorschriften und doktrinen zu haben punkt schluß!
unrecht
ich kann mich teilen meiner vorredner nur anschliessen. diejenigen die, rein altersmäßig, mit der vernichtung der juden durch, beileibe nicht nur deutsche, nicht direkt zu tun haben können nicht bis in alle ewigkeit dafür angeklagt (verantwortlich gemacht) werden was den juden damals angetan wurde!
es ist unentschuldbar was damals mit menschen getan wurde! aber es ist ebenso unentschuldbar was mit den bewohnern von hiroshima und nagasaki, von dresden und hamburg, von london, den ureinwohnern in gesamtamerika, den afrikanern seit jahrhunderten, den frauen ("hexen") im mittelalter usw. usw. getan wurde.
warum die angehörigen einer religionsgemeinschaft auch heute noch aus, vor 65 jahren, begangenem unrecht machtpolitisches und finanzielles kapital schlagen können ist mir schleierhaft.
wenn jemand hilfe benötigt bin ich der letzte der ihm diese verweigert! aber ich werde keinen bevorzugt behandeln nur weil er einer bestimmten religion angehört!
keiner glaubt besser als ein anderer!
Viel Diskussions-Lärm um wenig
Zitat julian: Der Artikel sagte nur aus, dass Frau Knobloch nicht zurücktreten wird. Sonst nichts!
Woher kommt dann diese Diskussion über nichts?
Ist der Komplex in Deutschland so tief?
Thema: 'Juden' oder Thema 'Israel'. Sofort geht es ins metaphysische. Fast alle Deutsche verhalten sich so neurotisch gegenüber diesen Themen, es ist nicht sehr erfreulich.
Zitat Ende
Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Meines Erachtens eignet sich die Meldung tatsächlich nicht, den Zentralrat, das ZDF oder den Holcaust einzuordnen - in einer Fundamentaldiskussion.
Ich denke, über kurz oder lang gibt es ggf. weitere Meldungen, wo Engagement richtig am Platz sein wird.