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Fr, 20.11.2009 - 08:46
Für die beiden neuen Spitzenämter der EU hätte es zwei starke Politiker gebraucht. Bekommen hat die EU zwei sympathische Auszubildende, meint Katrin Brand. Das ist genau das, was die wirklich Mächtigen in der EU wollten: ein schwaches Europa. Merkel, Brown und Sarkozy dürften zufrieden sein, die anderen knapp 500 Millionen EU-Bürger eher ratlos.
Kommentare
Leider zeigt diese
Leider zeigt diese Entscheidung nur allzu deutlich den desaströsen Zustand Europas. Deutschland zahlt und GB bekommt Rabatt.
Es gibt kein Gesetz und keine Regelung ohne britische Ausnahmegenehmigung. GB ist nicht Mitglied der EURO-Gemeinschaft, GB ist nicht Mitglied des Schengener Abkommens, GB hat kein Interesse an einer europäischen Einigung. Was will GB eigentlich in der EU?
Diesem Land den Quasi-Außenministerposten zu geben, heißt den Bock zum Gärtner zu machen.
Gute Nacht Europa.
Wem dient eigentlich das ganze Kasperletheater?
Manchmal wundern wir Bürger uns schon ein wenig über unsere Verteter: handeln sie eigentlich immer in unserem Interesse? Jeder halbwegs gebildete Europäer weiß mittlerweile, dass wir mit der Giga-Administration, die die EU darstellt, in einem zunehemend stärker werdenden Wettbewerb der Staaten dieser Welt kaum noch eine Chance haben. Und dann setzt man uns nur weitere Bürokraten vor, deren einziger Zweck zu sein scheint unseren zu Lokalpolitikern verkommenen Premierministern und Staatschefs nicht zu sehr im Weg zu sein. Ein Europa als weitere bürokratische Selbstbedienungs- und Umverteilungseinheit brauchen wir nicht. Und die Entschiedung für zwei schwache No-Names ohne Durchsetzungsfähighkeit ist nichts weiter als fortgesetztes Provinzpossenspiel. Liebe Volksvertreter, lass Euch gesagt sein: ihr handelt nicht in unserem Interesse, sondern nur in dem unserer Konkurrenten auf der Weltbühne. Ihr tut das so offensichtlich, dass wir uns schon manchmal fragen, wer Euch eigentlich dafür bezahlt?! Die USA, China und andere freuen sich über diese Wahl, aber die, die von einem starken Europa profitieren würden können nicht laut genug jammern. Man hört sie ja sowieso nicht.
Journalistischer Mut statt Hofbericht
Bravo, Katrin Brand ! Das ist die kritische Bewertung der politischen Entscheidungen mit viel Hintergrund und die offene Sprache, die das Volk braucht.
Entscheidend ist nicht, w a s unsere Politiker sagen, sondern w a r u m. Der Kommentar von Frau Brand ist top! Das ist mal keine Hofberichterstattung (damit der Autor auch weiterhin von unsern großartigen Ministern im Flieger mitgenommen wird)
Um die Zukunft Europas kann einem angst und bange werden;
es dümpelt bei Flaute im Schlepptau von großen Unbekannten, das zeigte allein schon der Swift - Skandal.
490 Millionen Buerger sind ratlos...
in der Tat Frau Brand. Ratlos ueber die bodenlose Unverschaemtheit mit welcher der Vertrag von Lissabon gegen den Willen der Voelker installiert wurde. Gegen den Willen der Franzosen, der Belgier, der Deutschen und auch gegen den Willen der Iren. Sie scheinen mir ein eigenartiges Verstaendnis von Demokratie zu haben Frau Brand!
EUROPA am Ende, saft- und kraftlos?
Danke, Katrin Brand, für die unverblümte Berichterstattung aus Brüssel.
Das läuft wie Öl hinunter.
Der EU-Sondergipfel war nur ein „Café-Klatsch“. Einstimmiges Votum für diese beiden „Unbekannten“ und etwas demokratisch anrüchig. Am Ende ein wahres britisches Poker-Spiel! Ohne Spesen (fast) nichts gewesen!
Nicolas und Angela waren sich doch schon vor Wochen über den zukünftigen und ständigen EU-Ratspräsidenten mit Namen „Herman Van Rompuy“ einig. Eine stärke Persönlichkeit hätte ihren nationalen Einfluss und persönlichem EGO nur geschadet. Das widerspricht aber klar den Absichten der Einführung dieser beiden Ämter. Jean-Claude JUNKER wäre die allerbeste Wahl gewesen. Eine Chance für EUROPA wurde vertan! EUROKRATEN mit eigenen Spielregeln unter sich und die EU-Bürger außen vor der Tür! Wer wundert sich noch über die geringe Wahlbeteiligung!
Ich denke, es ist besser,
Ich denke, es ist besser, wenn man nicht immer gleich zu Beginn die großen Brötchen backen will. Und dass die EU damit schwächer wird, stimmt ja nun nicht, aber von fast 0 auf 100 geht halt auch ganz bestimmt nicht gut.
Außerdem die Alternativen?
Deutscher Kandidat? - Gejammer!
Französischer Kandidat? - Gejammer!
Der Niederländische? - Letztendlich auch wieder Gejammer!
Tony Blair?? - Aufschrei.
Aber ohne Großbritannien zu beachten? Brrr. Ende mit Europa. Pustekuchen. Aus. Finito.
Auch wenn das United Kingdom noch nicht so mitmischt, so wäre Europa doch ohne sie - genau so wie ohne Deutschland, Frankreich, ... - verloren, schlicht und einfach nicht auch nur ein bisschen einflussreich.
Entweder Europa als Ganzes oder gar nicht!
Lasst uns doch hoffen, dass eben dieses Vertrauen in England & Co ebendiese dazu veranlasst, sich vermehrt für die EU einzusetzen.
Das ist doch die Quintessenz dabei, GB wird gebraucht, das ist das eindeutige Zeichen. Die vermeintlich "Großen" (weswegen die anderen nicht minder wichtig sind) Frankreich und Deutschland setzen hiermit einen Appell an die Briten.
Vielleicht optimistisch, aber ich habe die Hoffnung, dass es aufgeht, dass die EU stark wird durch gestärkte Einheit!
MfG
re Jan Sea
Ich teile Ihre Meinung, dass UK trotz allem insularen Partikularismus ein unverzichtbares Element im europäischen Einigungsprozess ist.
Und auch wenn die Briten im Supermarkt noch mit Pfund zahlen - die Wirtschaft kalkuliert und schließt Verträge längst in Euro.
Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen ...
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. GB sollte schon dazugehören, jedoch muss in unserer schnelllebigen Zeit die europäische Einigung eine Sache von allenfalls Jahrzehnten sein, wenn wir nicht Gorbatschow erneut zitieren wollen ( wer zu spät kommt ...).
Bei GB hoffen wir seit dem Beitritt, bislang vergebens. Das Beharrungsvermögen, manchmal auch Tradition genannt, ist in diesem Land stark ausgeprägt, daher muss dieses Land an Alternativen herangeführt werden. Ich sage, lieber ein Europa der zwei Geschwindigkeiten, als weiterhin dieses Weiterwursteln, das Europa in die Bedeutungslosigkeit hineinführt. Obamas Fokus auf Asien sollte Warnung genug sein.
490 Mio europäische Stimmen ??? / Raffael
Hi Raffi,
Du übersiehst , dass diese 490 Mio EU-Bürger zu 90 % wohlweislich nicht gefragt wurden. (Oder habe ich eine deutsche Volksbefragung verpasst?) Die Stimme zu Lissabon wurde von der Regierungsmehrheit im Bundestag abgegeben, mehr Demokratie war nicht drin. Die Mutation von EU - Verfassung zum Lissabon-Vertrag ist Dir nicht entgangen, gell ?