Kommentare

Eine gute Nachricht!

Wie schön, daß in Deutschland wieder mehr gelesen wird.

In dieser Beziehung ist Russland uns allerdings weit voraus. Wer dort mit der Eisenbahn fährt, dem fallen die vielen lesenden Menschen dort auf. Dicke Bücher, ohne Bilder.

Vom Regen in die Traufe….

..- schön, dass wieder mehr gelesen wird. Aber was passiert grade ?? Papier zum Drucken wird eklatant teuerer oder ist gar nicht mehr zu bekommen. Die Energiekosten zum Erstellen von Druckerzeugnissen steigen ins unermessliche. Und schwupp ist die Branche wieder am Boden……

Das freut mich für die

Das freut mich für die Buchhändler und lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft - auch für andere Bereiche - schauen.
Es wird eben "doch nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird".

Papier wird immer knapper und teurer

@ fathaland slim:

So wie Russland ausschaut, scheint da Lesen nichts zu bringen. Und noch die letzten Wälder für Bücher zu shreddern, ist auch nicht gerade umwelt- und klimafreundlich.

16:07, FakeNews-Checker

>>Papier wird immer knapper und teurer
@ fathaland slim:

So wie Russland ausschaut, scheint da Lesen nichts zu bringen. Und noch die letzten Wälder für Bücher zu shreddern, ist auch nicht gerade umwelt- und klimafreundlich.<<

Ich merke bisher nichts davon, daß Papier teurer würde.

Und die letzten Wälder werden da auch nicht für Bücher geschreddert. Der Teutoburger Wald steht jedenfalls noch, auch wenn Fichten und teilweise auch Buchen wegen der Trockenheit absterben.

Papier macht man gern aus Pappeln und Birken. Die wachsen sehr rasch.

Buch

Gut, wenn man die Lesewut wieder entdeckt. Alles nur digital zu lesen, macht auch keine Dauerfreude. Ein Buch in der Hand mit gutem Inhalt ist sein Geld wert. Die Branche hat Nachholbedarf, wie die Leute auch, die teilweise keine längeren Texte mehr verstehen und erfassen können. Die Rechtschreibung und Kommasetzung wie eine alchemistische Formel verstehen und die Sprache zerhacken und schreddern wie altes Holz. Wir haben eklatante Defizite in unserer geistigen Bildung, so dass mehr lesen und sich in die Vorstellungen eines Schriftstellers oder Autoren einzufinden, auch den eigenen geistigen Horizont weitet. Nicht dass die Pennäler nur durch den Deutschunterricht Texte kennenlernen und bearbeiten müssen. Um danach dann in geistiger Abstinenz zu dümpeln. Manchmal stellen sich die Haare auf, wenn man Zeitungen und irgendwelche Texte liest, in denen Wortakrobaten ständig vom Balken knallen und nicht imstande sind, lesbare, verständliche Texte zu schreibe,. Denglisch, Verballhornungen usw.

Das ist gut

und in der Familie wird viel gelesen, auch schon vor Corona, dafür hab ich dieser Tage gelesen, Papier wird knapp.
Irgendwie eins nach dem anderen knapp, ist schon etwas eigenartig.

15:51 von fathaland slim

Wie schön, daß in Deutschland wieder mehr gelesen wird.
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ja es ist schön
dass hierzulande sich das Zweitbuch durchgesetzt hat
:-)

15:51 von fathaland slim

In dieser Beziehung ist Russland uns allerdings weit voraus. Wer dort mit der Eisenbahn fährt, dem fallen die vielen lesenden Menschen dort auf. Dicke Bücher, ohne Bilder.

Von welchen Autoren?

17:08 von rareri

Von welchen Autoren?
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Deutsche Autoren z.B.
Charly Marx

@17:07 von Sisyphos3 15:51 von fathaland slim

//ja es ist schön
dass hierzulande sich das Zweitbuch durchgesetzt hat
:-)//

Schließt da jemand von sich auf andere? ;-)

19:24 von Anna-Elisabeth

Schließt da jemand von sich auf andere? ;-)
-------------

bei meiner letzten Zählung, die ich durchführte,
waren es knapp über 1.000
und zu meinem Erstaunen fand ich sogar 2 gleiche Bücher ...
:-)

@16:20 von fathaland slim 16:07, FakeNews-Checker

//Ich merke bisher nichts davon, daß Papier teurer würde.//

War das nicht kürzlich selbst hier im Forum Thema?

Auf die Schnelle (aus Capital 06.10.21):

***Auf dem Papiermarkt herrscht Ebbe, das bekommen Druckereien und Verlage derzeit schmerzhaft zu spüren. Die Probleme rühren aber nicht nur von der Corona-Krise her – auch der boomende Online-Handel ist ein Grund für die Papierknappheit....***

19:34 von Anna-Elisabeth

ja das liebe Papier ....

mein Chef sagte es schon vor Jahrzehnten,
der Computer ist das Schlimmste für den deutschen Wald
seit man die Axt erfunden hat
(ähnliches gilt wohl auch für Gutenbergs Erfindung)

Lesen

Der User Peter Meffert berichtete hier kürzlich von seinem 93jährigen, blinden Schwiegervater im Heim und der unzureichenden Betreuung. Da hatte ich die Idee, dass es doch eine schöne Sache wäre, wenn man sich eine Art "Patenkind" im Altenheim suchen würde, mit dem man entweder ein- oder zweimal die Woche eine kurze Strecke spazieren geht und/oder aus einem Buch vorliest. Eine feste Bezugsperson wäre für manche Heimbewohner sicher Gold wert. Besonders für blinde Menschen, die selbst nicht mehr lesen können.

um 16:07 von FakeNews-Checker

Papier für Bücher, Zeitschriften usw. wird extra für den Zweck angebaut. Keine Bücher zu lesen, um den Wald zu schonen, ist das gleiche, wie kein Brot mehr zu essen, damit der arme Weizen nicht gemäht werden muss.

>>Kinderbücher auch in der Krise gefragt<<

Oh ja - Kinderbücher. Selbst ich mit meinen 68 Lenzen bin da noch begeisterungsfähig.

Meine Lieblingsbücher sind "Armstrong" und "Einstein".

Der Hauptakteur ist eine liebenswürdige, sehr wissbegierige Maus, die trotz vieler Rückschläge niemals aufgibt und dabei viel lernt.

***Unfassbar liebevoll gestaltetes Buch!!***

@19:51 von MartinBlank um 16:07 von FakeNews-Checker

//Papier für Bücher, Zeitschriften usw. wird extra für den Zweck angebaut. Keine Bücher zu lesen, um den Wald zu schonen, ist das gleiche, wie kein Brot mehr zu essen, damit der arme Weizen nicht gemäht werden muss.//

Bei Büchern würde ich auch nicht sparen. Bei Verpackungen ist aber sicher noch viel Einsparpotenzial.

Mehr Umsatz in der Buchbranche als vor Corona

Kann ich bestätigen.
Bei uns im Betrieb werden ca. 200 Verlage betreut. Bestellungen von Privat und Handel, Bücher und Zeitschriften (Schule, Reise, Tiere usw.) bearbeitet und auch der Versand. Und das in alle Welt.
Wir haben gut zu tun. Als Leseratte freut's mich, dass wieder mehr gelesen wird.

20:03 von Anna-Elisabeth

Ich musste mir immer Geschichten für meine beiden Töchtern selber ausdenken wenn sie ins Bett gehen sollten.Und wenn ich nichts mehr wusste haben sie auf meinen Bauch getrommelt und gerufen,da ist noch eine Geschichte drin.

Lesende in Russlands Eisenbahn Dicke Bücher, ohne Bilder

Hallo, rareri, Sie antworten -> fragend um 17:08 Uhr, fathaland slim, Zitat:"Von welchen Autoren?"
Erstaunlicherweise lernen beispielweise viele Russen die Deutsche Sprache, nur um Goethe u.s.w. im Originaltext lesen zu können.
Ich habe noch nie gehört, dass Deutsche ->Russisch lernen, bloß um Russische Autoren im Originaltext lesen zu können.
Wir Deutsche sollten neidlos eingestehen, dass wir °Kultur° "nicht für uns allein gepachtet haben". Russen haben eher mehr,....wie man an der Zahl der Lesenden sehen kann.

Romanleseblockade

Leider hat mich seit längerem kein Buch mehr so gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Vor Jahren gab es das noch, dass ich einen Roman, eine Autobiographie an zwei Tagen durchgelesen habe und alles um mich herum vergessen konnte. Etwas, das mich seit meiner Kindheit begleitet hat. Dann entdeckte ich das Serien-Schauen, anschließend Meta. Ob es noch einen Weg zurück zum Eintauchen in Bücherwelten gibt? Ich hoffe es. Gerade versuche ich es wieder mit einem Roman. So richtig übergesprungen ist der Funke allerdings noch nicht. In meiner Not lese ich einige Bücher zwischenzeitlich ein drittes oder viertes Mal. Die finde ich nach wie vor gut.

20:15 von schiebaer45 20:03 von Anna-Elisabeth

>cite>Ich musste mir immer Geschichten für meine beiden Töchtern selber ausdenken wenn sie ins Bett gehen sollten.Und wenn ich nichts mehr wusste haben sie auf meinen Bauch getrommelt und gerufen,da ist noch eine Geschichte drin.

Schönes Bild. Danke.

17:08 von rareri

>>>Von welchen Autoren?<<<

Meist die "Alten" - J.W.v. Goethe, Thomas Mann, E.M.Remarque, Hesse und auch Grass. Gerne auch den K. Marx.
Das Ganze meist auch noch auf Deutsch. Wer liest so etwas bei uns noch? Nicht einmal auf Deutsch. Könnten wir uns ein Stück für (Lese)Kultur abschneiden.

20:25 von Kaneel

>>>Gerade versuche ich es wieder mit einem Roman. So richtig übergesprungen ist der Funke allerdings noch nicht. In meiner Not lese ich einige Bücher zwischenzeitlich ein drittes oder viertes Mal.<<<

Wenn's nicht funkt, ist es vielleicht nicht das richtige Buch für Ihre derzeit vorherrschende Stimmung. Ich lese nach Stimmung. Wenn ich für eine Seite eine halbe Stunde brauche, leg ich's weg und suche mir was "leichteres". Wo es nicht so schlimm ist, wenn ich am Ende nicht mehr weiss, wie der Anfang war. Es gibt auch Zeiten, da kann ich gar nicht lesen. Und dann wieder durch bis früh morgens.
Gelesene Bücher werden weitergegeben. Es gibt aber auch welche (das sind schon einige) die stehen in meinem großen Regal, weil ich weiß, dass ich die nochmals lesen werde.

@20:42 von MargaretaK. 20:25 von Kaneel

//Wenn ich für eine Seite eine halbe Stunde brauche, leg ich's weg und suche mir was "leichteres". Wo es nicht so schlimm ist, wenn ich am Ende nicht mehr weiss, wie der Anfang war. Es gibt auch Zeiten, da kann ich gar nicht lesen. Und dann wieder durch bis früh morgens.//

Das ist bei mir ähnlich. Ich versuche jeden Tag ein schwieriges Soduko- oder Logikrätsel zu lösen. Je nachdem, was die Stoppuhr zeigt, entscheide ich, was bzw. ob ich lese.
Wenn ich beim Rätseln Fehler gemacht habe oder viel zu lange gebraucht habe, mache ich mich an den verhassten Haushalt oder setze mich mit Kaffee und Kuchen vor die Glotze.

20:42 von MargaretaK.

Tatsächlich bedaure ich, dass es mit dem Hineinvertiefen nicht mehr so klappt. Nur, der Grund ist mir noch nicht so ganz klar. Ich lasse Ihre Impulse mal auf mich wirken. :-) Fachbücher finde ich mittlerweile interessanter als Romane. Die Bücher mit denen ich mehr verbinde, bleiben bei mir. Manche drehen auch mal eine Runde und es ist schön, wenn sich daran weitere Menschen erfreuen. Andere habe ich auf dem Flohmarkt verkauft. Mittlerweile gibt es hier im Ort ein paar "Bücherschränke" im öffentlichen Raum und man kann Bücher hinein tun und/oder welche mitnehmen. Eine ganz schöne Idee, wie ich finde.

21:19 von Edelfräulein Marylin

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Weg zurück gibt. Sie müssen sich damit abfinden. Bücher sind nichts mehr für Sie.

Nunja, das Leben verläuft in Wellen. Vielleicht ist bzgl. des Romanlesens bei mir gerade eine sehr lange Flaute. So etwas muss ja nicht für ewig bleiben. Sprechen wir uns doch in zehn Jahren nochmal, wenn es Meta und uns beide dann hier noch gibt.

17:08, rareri

>>15:51 von fathaland slim
„In dieser Beziehung ist Russland uns allerdings weit voraus. Wer dort mit der Eisenbahn fährt, dem fallen die vielen lesenden Menschen dort auf. Dicke Bücher, ohne Bilder.“

Von welchen Autoren?<<

Weiß ich nicht. Ich beherrsche die kyrillische Schrift nicht. Russland hat aber eine reiche literarische Tradition.

20:16, ONYEALI

>>Lesende in Russlands Eisenbahn Dicke Bücher, ohne Bilder
Hallo, rareri, Sie antworten -> fragend um 17:08 Uhr, fathaland slim, Zitat:"Von welchen Autoren?"
Erstaunlicherweise lernen beispielweise viele Russen die Deutsche Sprache, nur um Goethe u.s.w. im Originaltext lesen zu können.
Ich habe noch nie gehört, dass Deutsche ->Russisch lernen, bloß um Russische Autoren im Originaltext lesen zu können.
Wir Deutsche sollten neidlos eingestehen, dass wir °Kultur° "nicht für uns allein gepachtet haben". Russen haben eher mehr,....wie man an der Zahl der Lesenden sehen kann.<<

Zu Sowjetzeiten traf man sich in Küchen, weil die einigermaßen abhörsicher waren, las und diskutierte.

Es gibt wohl mehr belesene Menschen in Russland als in Deutschland, aber immer noch nicht genügend. Gerade in Autokratien wird gebildeten Menschen mit großem Misstrauen begegnet. Ihnen haftet der Geruch des subversiven an.

21:29, Anna-Elisabeth

>>@21:19 von Edelfräulein Marylin 20:25 von Kaneel
//>>Romanleseblockade
Leider ...
Ob es noch einen Weg zurück zum Eintauchen in Bücherwelten gibt? Ich hoffe es.<<

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Weg zurück gibt. Sie müssen sich damit abfinden. Bücher sind nichts mehr für Sie.//

Mit Verlaub, das ist nun wirklich eine unzulässige und sehr dumme Ferndiagnose.

@Kaneel: Vergessen Sie diesen Unsinn ganz schnell.<<

Ja, bitte tun Sie das. Lassen Sie sich bitte von solcherart Gemeinheiten nicht beeindrucken.

21:29 von Kaneel 20:42 von MargaretaK.

//Tatsächlich bedaure ich, dass es mit dem Hineinvertiefen nicht mehr so klappt. Nur, der Grund ist mir noch nicht so ganz klar.... Fachbücher finde ich mittlerweile interessanter als Romane.//

Haben Sie es mal mit Wissenschafts-Thrillern versucht? Ich bin da ganz närrisch hinterher. Es gibt praktisch zu allen wissenschaftlichen Themen megaspannende Romane: von Genetik, Physik, Meteorologie über Biologie, Informatik, Neurologie usw.

23:17, Anna-Elisabeth

>>21:29 von Kaneel 20:42 von MargaretaK.
//Tatsächlich bedaure ich, dass es mit dem Hineinvertiefen nicht mehr so klappt. Nur, der Grund ist mir noch nicht so ganz klar.... Fachbücher finde ich mittlerweile interessanter als Romane.//

Haben Sie es mal mit Wissenschafts-Thrillern versucht? Ich bin da ganz närrisch hinterher. Es gibt praktisch zu allen wissenschaftlichen Themen megaspannende Romane: von Genetik, Physik, Meteorologie über Biologie, Informatik, Neurologie usw.<<

Ich sitze gerade im Zug und lese: „Gysi vs. Sonneborn, Kanzlerduell der Herzen“.

Ich könnte mir vorstellen, daß Ihnen das auch Spaß machen würde.

Zuhause habe ich zwei, drei Schwerkostbücher liegen, die auch noch gelesen werden wollen und müssen. Ich drücke mich immer wieder davor, dabei sind sie unerlässlich für einen Vortrag, den ich halten muss. Zum Glück erst Anfang nächsten Jahres.

23:08 von fathaland slim

Zu Sowjetzeiten traf man sich in Küchen, weil die einigermaßen abhörsicher waren, las und diskutierte.
------------------

übertreiben sie da nicht ein wenig ?
Waren das alles Regimegegner/Oppositionelle/Widerstandskämpfer ?
Die sich für konspirative Treffen die Küche aussuchten

Bei den vielen Museen und Galerien die es dort gibt ist davon auszugehen,
dass die sich sehr für Kultur interessieren
Davon würde ich mal ausgehen, auch sind Ballett, Opern, Konzerte ausgebucht.
Aber das ist auch hierzulande nicht immer leicht nen Platz zu kriegen.
Definitiv läuft das kulturelle Leben in Russland anders als in den USA ab

23:17 von Anna-Elisabeth 21:29 von Kaneel 20:42 von MargaretaK.

Mit Wissenschaftsthrillern habe ich es noch nicht versucht. Das wäre mir wahrscheinlich spätestens nach dem Erleben einer Pandemie zu „real“. Früher habe ich durchaus Krimis und Thriller ohne Wissenschaft ;-) gelesen, allerdings hat mich irgendwann genervt, dass die ErmittlerInnen oder deren Familienangehörige häufig selbst in dem Fall involviert waren, anstatt diesen einfach nur aufzuklären.

P.S. Dankeschön für die Unterstützung. Vielleicht hat der User eine etwas eigenwillige Art mich zum Lesen zu motivieren.

23:08 von fathaland slim

«Es gibt wohl mehr belesene Menschen in Russland als in Deutschland, aber immer noch nicht genügend.»

Liegt mir die Frage auf der Zunge:
Wer ist das … "ein belsesener Mensch"?

Ich bin es nicht, legt man Die Deutschen Klassiker, oder Sartre, oder Marx, oder Shakespeare, oder diverse Philosophen als Maßstab an. Romane mag ich nicht, gut fand ich aber "Der Schwarm" von Frank Schätzing. Auch andere seiner darauf folgenden Bücher.

Ilias und Odyssee, Sagen und Mythen, und so was wie "Die Nachtwandler - Entstehungsgeschichte unserer Welterkenntnis" habe ich schon 3x gelesen. Ein unsagbar großer Fan bin ich von Alexander von Humboldt, und von Ethnologischen Büchern. Alles keine Romane, und auch wenig dabei, was irgendwie als "ideologisch-politisch" zu werten ist. Egal aus welcher Richtung.

Im Umfeld der Leseratten um mich herum bin ich der Bücherbanause, der nur was mit Fotos drin mag. Und diese ganzen tollen JAP-Mangas, die es zumindest in ENG-Übersetzug als Erklärbuch für alles gibt.

@23:27 von fathaland slim 23:17, Anna-Elisabeth

//Ich sitze gerade im Zug und lese: „Gysi vs. Sonneborn, Kanzlerduell der Herzen“.//

Danke für den Tipp. Ist jetzt in meiner Wunschliste gelandet.

//Zuhause habe ich zwei, drei Schwerkostbücher liegen, die auch noch gelesen werden wollen und müssen. Ich drücke mich immer wieder davor, dabei sind sie unerlässlich für einen Vortrag, den ich halten muss. Zum Glück erst Anfang nächsten Jahres.//

Diese "Schieberitis" kommt mir bekannt vor. Manchmal auch ein Grund, warum ich dann hier im Forum lande.

23:33, Sisyphos3

>>23:08 von fathaland slim
Zu Sowjetzeiten traf man sich in Küchen, weil die einigermaßen abhörsicher waren, las und diskutierte.
------------------

übertreiben sie da nicht ein wenig ?
Waren das alles Regimegegner/Oppositionelle/Widerstandskämpfer ?
Die sich für konspirative Treffen die Küche aussuchten<<

Sie können darüber im Buch der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch nachlesen: „Second Hand Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus“. Das handelt von ganz normalen russischen Bürgern.

>>Definitiv läuft das kulturelle Leben in Russland anders als in den USA ab<<

Selbstverständlich.

Aber andererseits auch nicht.

Beide Länder werden mit großen Vorurteilen betrachtet. Oder besser gesagt, sie werden gar nicht betrachtet, sondern Meinungen und Einschätzungen auf sie projiziert.

23:27 von fathaland slim 23:17, Anna-Elisabeth

Ich sitze gerade im Zug und lese: „Gysi vs. Sonneborn, Kanzlerduell der Herzen“.

Danke für den Tipp!

23:48, schabernack

>>23:08 von fathaland slim
«Es gibt wohl mehr belesene Menschen in Russland als in Deutschland, aber immer noch nicht genügend.»

Liegt mir die Frage auf der Zunge:
Wer ist das … "ein belsesener Mensch"?

Ich bin es nicht, legt man Die Deutschen Klassiker, oder Sartre, oder Marx, oder Shakespeare, oder diverse Philosophen als Maßstab an. <<

...schreiben Sie, und dann zählen Sie auf, was Sie so alles lesen und gelesen haben.

Ich würde Sie einen belesenen Menschen nennen.

23:50, Anna-Elisabeth @23:27 von fathaland slim

>>Diese "Schieberitis" kommt mir bekannt vor. Manchmal auch ein Grund, warum ich dann hier im Forum lande.<<

Davon kann ich auch ein Lied singen.

Ach was, eine ganze Oper.

00:01, Kaneel

>>23:27 von fathaland slim 23:17, Anna-Elisabeth
Ich sitze gerade im Zug und lese: „Gysi vs. Sonneborn, Kanzlerduell der Herzen“.

Danke für den Tipp!<<

Gern geschehen. Etwas zum Aufheitern. Intelligent und witzig.

21:29 von Kaneel

«Tatsächlich bedaure ich, dass es mit dem Hineinvertiefen nicht mehr so klappt.»

Ein sehr einzelner Tipp und mal was ganz anderes.

"Barfuß durch Hiroshima".

Ein Japanisches Manga in mhreren Bänden mit insg. ca.2.500 Seiten. Ein stark autoniographische gezeichnete Erzählung der Erlebnisse des Autors als 6-jähriges Kind von kurz vor dem Bombenabwurf bis danach.

Mehrfach verfilmt, mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Die Welt in großer Veränderung mit den Augen eines Kindes.

Schön gezeichet, was auch Aufmerksamkeit bewahrt.
Originale von 1973 bis 1978.
Gibt es in Deutscher Übersetzung.

23:48 von Edelfräulein Marylin

Werde ich mir ansehen Ihre Buchempfehlung.
Gruß von Canela

Allen eine gute Nacht!

00:05 von fathaland slim / @schabernack

«Ich würde Sie einen belesenen Menschen nennen.»

Das freut mich, und damit werde ich nun immer kontern in meinem persönlichen Romanbanausenumfeld.

"Wie - du hast ‘Das Parfüm' nicht gelsesen?"

Zitat: "Zu Sowjetzeiten traf

Zitat:
"Zu Sowjetzeiten traf man sich in Küchen, weil die einigermaßen abhörsicher waren, las und diskutierte."

Hust - das hatte wohl einen ganz anderen Grund:
Das war oft der grösste Raum in einer "Kommunalnaja" - einer kommunalen Wohnung in der mehrere Familien zusammen wohnten es ist quasi der Gemeinschaftsraum.
Mein Onkel ist in Moskau (40er bzw. 50er Jahre) in so einer aufgewachsen - selbst höhere Funktionäre hatten da keine Einzelwohnung.

Noch eine schöne Geschichte

Der Brasilianer Chico Buarque, Musiker, Schriftsteller und Theaterautor, beschreibt in seinem Buch „Mein Deutscher Bruder“ sein Elternhaus. Er stammt aus einer intellektuellen Familie, und das Haus, in dem er aufwuchs, war von unten bis oben mit Büchern angefüllt. Er ist sicher, es wäre eingestürzt, hätte man die Bücher entfernt.

Der deutsche Bruder war übrigens der DDR-Schlagersänger Sergio Günther. Und das Lied, das man von Chico Burque auch in Deutschland kennt, heißt „A Banda“. Leider in der entsetzlichen Version von France Gall, „Zwei Apfelsinen im Haar“.

@Sisyphos3 Zitat: "mein Chef

@Sisyphos3
Zitat:
"mein Chef sagte es schon vor Jahrzehnten,
der Computer ist das Schlimmste für den deutschen Wald
seit man die Axt erfunden hat
(ähnliches gilt wohl auch für Gutenbergs Erfindung)"

Nur wurde das Papier zu Gutenbergs-Zeiten gar nicht aus Holzschliff sondern aus Lumpen (Pflanzenfasern) hergestellt - erst im 19. Jahrhundert wurde es ersetzt.
Bütten-Papier wird noch immer aus solchen Pflanzenfasern hergestellt - Naturfaser-Recycling.

00:24, Miauzi

>>Zitat:
"Zu Sowjetzeiten traf man sich in Küchen, weil die einigermaßen abhörsicher waren, las und diskutierte."

Hust - das hatte wohl einen ganz anderen Grund:
Das war oft der grösste Raum in einer "Kommunalnaja" - einer kommunalen Wohnung in der mehrere Familien zusammen wohnten es ist quasi der Gemeinschaftsraum.
Mein Onkel ist in Moskau (40er bzw. 50er Jahre) in so einer aufgewachsen - selbst höhere Funktionäre hatten da keine Einzelwohnung.<<

Wie ich schon schrieb, Ich empfehle hier das Buch von Swetlana Alexijewitsch. Ich habe mir das mit den abhörsicheren Küchen nicht aus den Fingern gesogen und es auch von anderer Seite gehört.

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