Ihre Meinung zu: Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag

5. Oktober 2021 - 12:07 Uhr

Im neuen Bundestag werden voraussichtlich weniger Unternehmer sitzen als im bisherigen. Die meisten von ihnen finden sich in den Fraktionen von CDU/CSU und FDP. Von Lilli Hiltscher.

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Kommentare

die politische Laufbahn ist kaum berechenbar

sie hängt von Zufällen und Gefälligkeiten ab. Das politische Systeme in Deutschland ist weitgehend von Kumpanei gekennzeichnet (Musterbeispiel Laschet), da die Parteien wie Sperren vor der politischen Betätigung Talentierter stehen und diese früh aus dem System verdrängt werden. Im Ergebnis ist das Land viel undemokratischer, als es sich den Anschein gibt. Mir persönlich erscheinen viele Politiker geradezu als Witzfiguren, deren Verhalten objektiv betrachtet völlig absurd ist (z.B. das Festhalten Laschets als gänzlich unpopulärer und untelantierter Gestalt an Mandat und Kandidatur) und sich nur aus der spezifischen Parteidynamik erklären läßt, die oft kaum rational ist.

Wie sollte das auch gehen?

Der Bundestag setzt sich zusammen aus den Leuten, die sich freiwillig zur Wahl stellen und bereit sind, ihr eigenes Privatleben quasi aufzugeben. Und das - in diesem direkten Vergleich - für vergleichsweise wenig Geld, dafür dann aber viele Überstunden, ständig im Fokus stehend sich auch noch überall beschimpfen zu lassen oder bedroht zu werden. Warum sollte sich das ein Firmengründer oder Firmenboss antun?

Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag

Und so ist auch die Politik der CDU/CSU und FDP für Unternehmer und Gründer und nicht für Normalverdiener. Die Krankenpflegerund Krankenschwestern z.B. sind der Beweis, an was es fehlte. Bin gespannt was da noch auf uns zu kommt. Der ganze Bundestag ist zu groß mit den Abgeordneten und das mit Steuergeldern finanziert. Werden die Gründer und Unternehmer auch noch zusätzlich vom Steuerzahler bezahlt? Mich würde nichts mehr wundern.

Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag

wen wundert das ?
Kann ich mir als Unternehmer mal ein paar Jahre ne Auszeit nehmen ?
Nach 4 oder 8 Jahren wieder dort beginnen, wo ich aufhörte ?
Das kann doch nur ein Beamter dessen Arbeitsplatz frei gehalten wird.

in Ergänzung zum vorherigen Post

ein weiteres Beispiel erschreckenden Mittelmaßes in der deutschen Politik ist Spahn: kaum Talent, maximal mittelmäßiger Redner, furchbare politische Bilanz - und trotzdem ein Hoffnungsträger seiner Partei. Viel absurder und abstoßender kann das politische System in Deutschland gar nicht mehr sein.

GründerInnen und UnternehmerInnen haben zu viel "um die Ohren"

"Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag" Wen wundert's? Junge GründerInnen und gestandene UnternehmerInnen haben mit ihren Unternehmen mehr als genug zu tun. Fast jedeR GründerIn arbeitet weit mehr als acht Stunden täglich, dazu kommt der Druck durch abzuzahlende Kredite, durch Steuer- und Verwaltungskram ... Feierabend ist eigentlich nie.
Ich habe den Eindruck, dass in der Politik überwiegend machtgeile Menschen aus dem Öffentlichen Dienst und den Gewerkschaften tätig sind. Oder Menschen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, "abgebrochene Langzeitstudenten", die der arbeitenden Bevölkerung erzählen wollen, was gut für sie ist.
Solche Menschen sind besonders anfällig für Lobbyisten, die sie umschmeicheln. Lobbyisten, die Beauftragten der zahlreichen Interessenverbände und NGOs, das sind die eigentlichen Drahtzieher, die wirklichen Politikmacher.
Schwache Menschen, Karrieristen lassen sich gerne von diesen "wichtigen" Menschen bauchpinseln.

@ Jimi58

Und so ist auch die Politik der CDU/CSU und FDP für Unternehmer und Gründer und nicht für Normalverdiener.

Das widerspricht sich ja nicht. Politik für Gründer ist auch für Normalverdiener gut, also für Menschen, die keine eigenen unternehmerischen Ideen haben und daher von der Initiative anderer leben.

@ AufgeklärteWelt

Das politische Systeme in Deutschland ist weitgehend von Kumpanei gekennzeichnet

Das ist ein Vorurteil und ein Totschlagsargument um unser Land schlechtzureden.
Schauen Sie sich doch mal die neuen Abgeordneten an. Das sind in aller Regel junge und unverbrauchte Leute mit aufstrebenden Ideen und tollen Idealen. Wer die Augen öffnet, erkennt am Beispiel Deutschland, wie erfrischend echte Demokratie sein kann.
Ich bin stolz auf unsere frei gewählten Abgeordneten.

"Unternehmer"...

... sind im Bundestag wohl eher Personen aus Unternehmerfamilien oder "Mit-Unternehmer" aus Firmen, aus denen sie quasi abkommandiert worden sind diese Aufgabe zu übernehmen.

Jimi58 um 13.24 Uhr "Krankenpfleger und Krankenschwestern"

"Die Krankenpfleger und Krankenschwestern z.B. sind der Beweis, an was es fehlte." Ich stimme Ihnen zu. Aber gerade die Menschen, die tagtäglich ihre Arbeit machen, womöglich noch im Schichtdienst, die haben keine Zeit und auch "keinen Kopp" für einen Job in der Politik.
Ich meine, dass unsere Politiker verpflichtet werden müssten, uns Menschen aus dem Volk mehr zuzuhören. Ebenso wie es ehrenamtliche Schöffen bei Gericht gibt, sollten arbeitende Menschen (nicht Funktionäre, keine Menschen aus Verbänden) aus allen Berufen als Beisitzer und Berater zugezogen werden.
An Ihrem Beispiel wird deutlich, wie abgehoben die Politik inzwischen ist: Die einen krakeelen wegen des Genderns und würden am liebsten "Krankenschwester, Krankenpfleger" aus dem Wortschatz verbannen, um nur noch "Krankenpflegende oder Krankenschwester*Innen" oder was weiß ich zu sagen.
Während die Betroffenen gar keine Zeit haben, sich um so etwas zu kümmern und froh sind, wenn ihre Überstunden bezahlt werden.

@ draufguckerin

Ich habe den Eindruck, dass in der Politik überwiegend machtgeile Menschen aus dem Öffentlichen Dienst und den Gewerkschaften tätig sind.

Und ich habe den Eindruck, dass alle Ihre Beiträge durch Grau in Grau und durch Miesmachen geprägt sind. Dem kann ich mich nicht anschließen. Unsere Demokratie ist so vital und hat auch für junge Unternehmen so viele gute Ansätze.

Das sollte man nicht einfach alles runtermachen. Das wäre doch schade. Vielleicht finden Sie auch mal zu etwas mehr Optimismus. Fände ich gut.

13:25 von AufgeklärteWelt

ein weiteres Beispiel erschreckenden Mittelmaßes in der deutschen Politik
---------------
.
was braucht man denn um Außenminister zu werden
abgebrochene Lehre, Taxifahrer und bisschen Fließband.
Callcenter / Bedienung, um den Vorsitz oder den Stellvertretervorsitz zu erreichen
oder ein abgebrochenes Theologiestudium

Am 05. Oktober 2021 um 13:19 von Eislöwe

Der Bundestag setzt sich zusammen aus den Leuten, die sich freiwillig zur Wahl stellen und bereit sind, ihr eigenes Privatleben quasi aufzugeben. Und das - in diesem direkten Vergleich - für vergleichsweise wenig Geld, dafür dann aber viele Überstunden, ständig im Fokus stehend sich auch noch überall beschimpfen zu lassen oder bedroht zu werden. Warum sollte sich das ein Firmengründer oder Firmenboss antun?
__
So sehe ich das auch. Wenn ich alleine hier im Forum die täglichen bashings, dieses Genörgle und Gemecker, diese Unterstellungen und Beleidigungen ansehe, dann kann man sich nur wundern, dass sich überhaupt noch "Deppen" (sry, muss man in dem Zusammenhang aber sagen ) finden, die bereit sind, das mit sich machen zu lassen. Und so toll sind die Einkünfte nun wirklich nicht, als dass es mir das wert wäre. Die normalen Parteisoldaten, würden, wenn sie was könnten, in der Privatwirtschaft mind. das gleiche verdienen, ohne sich dem auszusetzen.

Ist doch gar nicht notwendig ...

Die Lobbyisten der Unternehmerschaften leisten bessere Arbeit: quasi ohne Parlament werden Gesetzesvorlagen geschrieben, Praktiken vorab vereinbart, mit Parteispenden schmacjhaft gemacht und dann dem Parlament vorgelegt: Stimmvieh. Wozu also noch im Parlament hocken, wenn die Würfel eh gefallen sind?

@ Sisyphos3

... was braucht man denn um Außenminister zu werden abgebrochene Lehre, Taxifahrer und bisschen Fließband. Callcenter / Bedienung ...

Ich finde es nicht witzig, so auf andere Berufe herab zu blicken. Das sagt doch substanziell gar nichts aus.

Am 05. Oktober 2021 um 13:25 von AufgeklärteWelt

ein weiteres Beispiel erschreckenden Mittelmaßes in der deutschen Politik ist Spahn: kaum Talent, maximal mittelmäßiger Redner, furchbare politische Bilanz - und trotzdem ein Hoffnungsträger seiner Partei. Viel absurder und abstoßender kann das politische System in Deutschland gar nicht mehr sein.
__
Ja, das ist eben IHRE persönliche Meinung.
Ich finde, er hat es, dafür dass eine für alle neue Situation entstanden ist, gut hinbekommen. So ist das halt, wenn man unterschiedliche Preferenzen hat.
Dem een sing Uhl, is dem andere sing Nachtigall, wie man in Köln sagen würde.

@13:42 von draufguckerin

Ich muß ihnen da leider Recht geben.

"Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag"

Die sind meistens ohnehin schon ausgelastet genug mit der mit der Verantwortung für die Führung eines Unternehmens und der gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft verbundenen Arbeit.
Schließlich können sie sich nicht zweiteilen (vor allem Erstere).

Was ironischerweise zur Folge hat, dass nicht selten gerade diejenigen, die bereit sind, sich aktiv in das Wirtschaftsleben bzw. Gememeinwesen einzubringen indem sie eigene Ideen in die Tat umzusetzen versuchen - und denen dabei von Seiten der Politik dabei zuviele Steine in den Weg geworfen werden (Stichwort "Bürokratie") logischerweise am wenigsten Zeit und Gelegenheit haben, sich auch noch für deren Beseitigung einzusetzen. Was nicht wenige entmutigen dürfte, angesichts der mit dem Aufbau eines Unternehmens verbundenen Anstrengungen und Risiken auch noch den Kampf damit (und das Risiko, daran hängen zu bleiben) auf sich zu nehmen.
Und angesichts der zahlreichen "bequemeren" Alternativen lieber ganz von der Unternehmensgründung abzusehen.

Die obere 10.000 wollen es so.

Unser Demokratisches System gehört auf den Prüfstand. Es fehlt an allen Ecken und Kanten. Bei jeder Wahl, wo sich immer weniger Bürger beteiligen, immer wieder unter Beweis gestellt. Und auch unter Beweis gestellt wenn sichtbar wird das ganze Bevölkerungsgruppen nicht mehr oder überhaupt nicht in den diversen Parlamenten vertreten sind. Dazu kommt das die Grossunternehmen mit ihren Interessenvertreter oder mit "ihren" Abgeordneten stark überproportional im Parlament oder Politik das Sagen haben.

Wir, die Bürger haben uns dran gewöhnt, was sehr schädlich ist, denn manch jüngere Wähler/in meint dies wäre normal alles in bester Ordnung, dabei widerspricht es unser Grundgesetz. Es ist ein Sache für Karlsruhe dies zu prüfen und hier wieder Ordnung rein zu bringen und wenn es hier nicht möglich ist, der EUGH.

Bei der Durchführung sehe ich aber Schwarz, es gibt zu mächtige Gegner die nichts ändern möchten an unsere Demokratie für die obere 10.000 .

Quote

In diesem Falle sehe ich sogar eine Quote*in als sinnvoll.

Aussitzer und Unternehmer

Das sind ganz gegensätzliche Menschentypen. Die einen kleben sich mit Pattex auf dem Stuhl fest, die anderen müssen ständig neues bewerkstelligen.
.
"die sich freiwillig zur Wahl stellen und bereit sind, ihr eigenes Privatleben quasi aufzugeben. Und das - in diesem direkten Vergleich - für vergleichsweise wenig Geld, dafür dann aber viele Überstunden" @Eislöwe
Einfach mal im Fernsehen Bundestagsdebatten ansehen, wo häufig 3/4 der Bestuhlung leer ist. So viel haben die um die Ohren? Naja, für 10.000 + 4.560 (steuerfrei) Euro kann man keine Wundert erwarten.

13:44 von Sisyphos3

"was braucht man denn um Außenminister zu werden
abgebrochene Lehre, Taxifahrer und bisschen Fließband.
Callcenter / Bedienung, um den Vorsitz oder den Stellvertretervorsitz zu erreichen
oder ein abgebrochenes Theologiestudium"
Vieleicht eine gute Spende für die Partei wo sie hin möchten.

@gosħ 13:28

"...Politik für Gründer ist auch für Normalverdiener gut, also für Menschen, die keine eigenen unternehmerischen Ideen haben und daher von der Initiative anderer leben."
Ich vermute mal, dass war keine Satire. Um die Gründer geht es ja wohl auch am wenigsten. Es klingt auch die Angst um die nicht ganz so freie Ausübung unternehmerischer Macht durch, wenn die bösen Linksrotgrünen es etwa wagen sollten, den ach so fleißigen wirklich Reichen einen kleinen Beitrag gegen das erbärmliche Ungleichgewicht in Deutschland abzuverlangen.
Die lieben Unternehmer (die mit richtig viel Geld - z.T. noch aus braunen Zeiten herüber geerbt) brauchen wirklich nicht im Bundestag zu sitzen. Sie haben da laut auftretende enge Vebündete in CDU/CSU und ohne jeden Schamschleier der FDP.
Warum traut sich RG eigentlich nicht in eine Minderheitsregierung? Es wäre schon interessant, mit anzusehen, wie sich CDU/CSU und FDP um ein Bündnis mit der AfD winden und verbiegen(?).

Am 05. Oktober 2021 um 13:19 von Eislöwe

Zitat:
"...Warum sollte sich das ein Firmengründer oder Firmenboss antun?..."
...ich sehe dies nicht anders. Aber meine, auf der kommunalen Ebene läuft es anders und besser als auch der Bundesebene.
Zu erwähnen wäre auch, wer in der freien Marktwirtschaft mitmischen will, muss sehr klever sein und BWL in und auswendig kennen, ansonsten ist er ganz schnell weg vom Fenster.
Ein gewählter Politiker bekommt monatlich sein Geld, ob er gut oder schlecht arbeitet. Aber es fällt dem leichter, der über Fachkompetenz verfügt.

13:26 von draufguckerin

Ich habe den Eindruck, dass in der Politik überwiegend machtgeile Menschen aus dem Öffentlichen Dienst und den Gewerkschaften tätig sind. Oder Menschen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, "abgebrochene Langzeitstudenten", die der arbeitenden Bevölkerung erzählen wollen, was gut für sie ist.
Solche Menschen sind besonders anfällig für Lobbyisten, die sie umschmeicheln. Lobbyisten, die Beauftragten der zahlreichen Interessenverbände und NGOs, das sind die eigentlichen Drahtzieher, die wirklichen Politikmacher.
#
Das ist auch mein Eindruck,ich selber kenne zwei Jungunternehmer die selten Feierabend haben und am Sonntag noch den Schreibkram machen. Da bleibt keine Zeit für Politik.

Neue Zeiten...

Ich finde die jeweiligen Berufe sollten keine große Rolle spielen. Viel wichtiger erscheint mir, dass der Bundestag endlich diverser, jünger und (was war das Dritte gleich noch) wird.

Gründe: Unberechenbarkeit d. Karriere und niedriger Verdienst

Eine politische Karriere ist schwer voraus zu berechnen. Die Bezüge der Abgeordneten sind so hoch auch nicht, als dass jemand seine berufliche Karriere als Unternehmer so einfach an den Nagel hängen würde.
D. h. der Anreiz für eine Abgeordneten-Tätigkeit ist gerade für Freiberufler und Unternehmer daher relativ gering.
Es gehört dann schon ein hoher Idealismus dazu, sich doch für ein Mandat zu bewerben.

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die den Abgeordneten ihre Bezüge neiden. Ich tue das nicht, weil ich mir sage, wir können nur dann Spitzenkräfte in den Bundestag bekommen, wenn wir diese auch anständig bezahlen.

Wenn man im BT einsparen will, so wäre eher daran zu denken, die Zahl der Abgeordneten auf z. B. 400 oder 500 zu begrenzen. Das sollte auch genug sein für ein Parlament.

sind rar im neuen Bundestag ?

So wie Arbeitnehmer auch. Aber was sollen die da auch.

Unter den Parteisoldaten und denen die Ausbildung, Abi, Studium oder Lehre abgebrochen haben?

Diese Menschen wollen mit persönlicher Leistung, eigen Verantwortung und Selbstbestimmung etwas wichtiges und Gutes für unsere Bürger und sich selbst erreichen.

13:52 von gosħ

Ich finde es nicht witzig, so auf andere Berufe herab zu blicken. Das sagt doch substanziell gar nichts aus.
------------------
.
missverstehen sie was ?
wollen sie gar was missverstehen ?

Kein Mensch blickt auf andere Berufe herab !
Wobei in einem Callcenter zu arbeiten als Bedienung oder als Taxifahrer, kein Beruf sondern eine Tätigkeit ist
Wie soll man ne abgebrochene Lehre als Fotolaborant bezeichnen oder ein Studium ?

Es geht darum, dass man mit einer geringeren Qualifikation Abgeordneter werden kann als Pförtner im selben Haus .
Daran störe ich mich etwas

Abgeordneten stark überproportional ?

von friedrich peter... @

Wie soll das gehn?

Die hälfte wird direkt von Ihnen und Mir gewählt und die andern werden über demokratische Verfahren in den Parteien bestimmt. Ein Unternehemen hat da kein
Stimmrecht.

Deshlab fordere ich seit langem ein klares gutes Mehrheitswahlrecht wie in GB und Bürgerverfahren wie in der Schweiz.

Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag....

Und Arbeiter sind traditionell auch rar vertreten. Aber es kann keinen Zweifel daran geben, daß für Unternehmer auch weiterhin Politik gemacht wird.
Im übrigen entspricht die soziale Zusammensetzung des Bundestages nicht der der Bevölkerung. Überproprtional Freiberufler, Steuerberater, Angestellte von Wirtschaftsberatungsunternehmen und Beamte des höheren Dienstes, sowie Mitarbeiter von Parteien.

Unternehmende

"Im 20. Deutschen Bundestag mit insgesamt 735 Sitzen sind danach nur elf Unternehmer und drei Unternehmerinnen vertreten"

Also 2% der Abgeordneten sind Unternehmer:innen. Sind sie damit stark unterrepräsentiert im Vergleich zu Ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung? Falls ja, teilen sie das Schicksal mit vielen anderen Berufen. Also allen, die keine Zeit haben, neben ihren normalen Jobs noch Zeit in die politische Karriere zu investieren.

Wie sieht eigentlich die Repräsentanz von Angehörigen der Pflegeberufe, des Friseurhandwerks usw. im Bundestag aus? Ich glaube, nur um Juristen und BWLer müssen wir uns keine Sorgen machen.

13:25 von Sisyphos3

"Das kann doch nur ein Beamter dessen Arbeitsplatz frei gehalten wird."

Klar, deshalb steht im Artikel ja auch: "Insgesamt werden Personen mit einem Bezug zur Wirtschaft vermutlich dennoch die größte Gruppe im Parlament ausmachen, wie der "Spiegel" berechnete: mehr als 400 Abgeordnete."

Zu 14:09 von Seebaer1 "Neue Zeiten .."

"Ich finde die jeweiligen Berufe sollten keine große Rolle spielen...

Nein, die angemessene Vertretung beruflicher Erfahrungen und Kompetenzen sind immens wichtig. Wichtiger noch als die auch berechtigten Forderungen wie z.B. -mehr Frauen oder Abgeordnete mit einer Zuwanderungsgeschichte etc.. Juristen, Berufspolitiker, Beamte sind überproportional vertreten. Mehr Wissenschaftler, Techniker, Unternehmer, Ausgelernte mit Berufserfahrung .. würden allen Parlamenten im Bund und den Ländern gut tun.

Noch wichtiger sind weniger Abgeordnete. Wir leisten uns das weltweit größte Parlament mit wieder einem neuen Rekord. Dadurch wird nichts besser, im Gegenteil. Die Hälfte ist noch zu viel. Nicht nur der Bürokratieabbau ist überfällig; weniger Gesetze, Verordnungen, (Verfallsdatum!), Gremien, Verwaltungseinheiten sind unabdingbar für eine gute Zukunft für die Menschen in Deutschland. Wohlstand für Alle, nicht die Politikerversorgung, nicht Hartz IV für viele ist das Ziel.

Rote-Balken-Selektion; das eine geht ("Spahn erschreckendes Mittelmaß"), die analoge Antwort zur Konkurrenzpartei, (Kühnert) nicht?!

"..in weiteres Beispiel erschreckenden Mittelmaßes in der deutschen Politik ist Spahn: kaum Talent, maximal mittelmäßiger Redner, furchbare politische Bilanz - und trotzdem ein Hoffnungsträger seiner Partei. Viel absurder und abstoßender kann das politische System in Deutschland gar nicht mehr sein."

Z.B. zum Hoffnungsträger seiner Partei, dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD Kevin Kühnert, habe ich u.a. eben gelesen:
Daran mangelt es in diesem Land, an integren Leuten mit Verstand und Berufs- und Lebenserfahrung!
... und Kühnert! Berliner Abitur, so schlecht, dass er sich ins Studium klagte, es aber nach einem Semester wieder sein ließ und nur hi und da jobbte!

13:25 von AufgeklärteWelt

"ein weiteres Beispiel erschreckenden Mittelmaßes in der deutschen Politik ist Spahn: kaum Talent, maximal mittelmäßiger Redner, furchbare politische Bilanz - und trotzdem ein Hoffnungsträger seiner Partei. Viel absurder und abstoßender kann das politische System in Deutschland gar nicht mehr sein."

,.,.,

Das liegt deutlich an Ihrer Form der Wahrnehmung.

In einem post davor schreiben Sie ja, Sie nehmen die meisten Politiker als "Witzfiguren" wahr.

Das scheint mir wachsender Realitätsverlust zu sein. Hass ist kein guter Ratgeber.

@ Bernd Kevesligeti 14:38

Da gebe ich Ihnen Recht ,das hat mich schon immer ein wenig gewundert. Meiner Meinung nach müsste die Parteien ein besseres Auge darauf haben, aber da fangen die Probleme ja auch schon an. Außer man würde Quoten ansetzen, damit man einen besseres soziale Spiegelbild unserer Gesellschaft im Bundestag bekommt.

Was kann man denn bewegen..?!

Als Abgeordneter..?! Es gibt den Fraktionszwang und man hat eher den Eindruck, dass die Politik immer Unternehmer feindlicher wird. Bei vielen Parteien hat man nicht nur den Eindruck, dass die denken der Staat könnten vieles besser machen.

Das ist natürlich Unsinn. Wir haben schon viel zu viel Staat und müssten davon runter kommen. Aber auch bei den Wählern scheint ein nicht unbedeutender Teil dem Sozialismus nahe zu stehen.

Aber wer will diesen Kampf gegen die Unvernunft und das Unvermögen aufnehmen.?! Das wäre ein Full Time Job.

Das geht nur, wenn man ein Unternehmen hat, dass weitgehend auch ohne einem selber funktioniert..

14:23 von Sisyphos3

"13:52 von gosħ

Ich finde es nicht witzig, so auf andere Berufe herab zu blicken. Das sagt doch substanziell gar nichts aus.
------------------
.
missverstehen sie was ?
wollen sie gar was missverstehen ?"

,.,.

Bei Ihrem Text gibt es gar nichts misszuverstehen:

er ist voller Verachtung für die von Ihnen aufgezählten Jobs.

xxx

"Es geht darum, dass man mit einer geringeren Qualifikation Abgeordneter werden kann als Pförtner im selben Haus .
Daran störe ich mich etwas"

,.,.,

Sehen Sie?
Sie betonen erneut Ihr Vorurteil.

@ Sausevind 15:41

Also persönlich lese ich keinen Hass daraus , ehe Frustration. Wollen wir doch mal ehrlich sein, Politiker wie Helmut Schmidt, Genscher , Willy Brandt die sucht man heutzutage vergeblich.

14:02 von Postquestioner

...und ein gewählter Politiker bekommt nur vier Jahre "sein Geld", wenn er/sie - oder die Partei - nicht wieder gewählt wird. Ziemlich unsichere Basis für eine längerfristige Planung.

kein Qualitätskriterium

"Im neuen Bundestag werden voraussichtlich weniger Unternehmer"

Tja, viele Unternehmer scheint aber auch kein Qualitätskriterium, wenn ich mir so die desaströse Regierungspolitik der letzten Jahre anschaue (ohne Aufzählung, jeder weiß selbst was da so alles schiefgelaufen ist).

Am 05. Oktober 2021 um 13:19 von Eislöwe Wie sollte das auch geh

Mein Mitleid mit vielen bis sehr vielen Politikern hält sich arg in Grenzen....

@ 13:25 AufgeklärteWelt - Spahn

„ ein weiteres Beispiel erschreckenden Mittelmaßes in der deutschen Politik ist Spahn: kaum Talent, maximal mittelmäßiger Redner, furchbare politische Bilanz - und trotzdem ein Hoffnungsträger seiner Partei. Viel absurder und abstoßender kann das politische System in Deutschland gar nicht mehr sein.“

Alles Berufspolitiker. Man kommt nach oben mit den richtigen Seilschaften. Deshalb wäre eine konstruktive Zerstörung dieser Seilschaften und eine personelle Rundumerneuerung ein großer Gewinn für die Demokratie.

Zudem sollten alle, die während der Corona Pandemie „Ermächtigt“ waren aus Respekt vor der Demokratie und den Grundrechten zurück treten.

Das wäre anständig und gut. Und würde sicher der Spaltung im Land entgegen wirken.

Bundestag - jetzt auch mit Friedrich Merz

Der ist im weiteren Sinne ja auch Unternehmer. Zumindest verfügt er über wirtschaftlichen Sachverstand und er hat Erfahrung in der freien Wirtschaft.

Es ist generell eher das Problem, das zunehmend solche Leute Abgeordnete werden, die weltfremd sind und nie selber gearbeitet haben. Insbesondere bei spd und grünen gibt es viele davon. Aber auch ein Phillip Amthor dürfte in diese Kategorie passen.

Daher bin ich kein Freund davon jedes Alter zuzulassen.

Lebenserfahrung ist durch nichts wett zu machen. Und es geht um das Land als Ganzes. Da braucht man Profis und keine Amateure.

Leider ist die Zeit der „Überzeugungstäter“ wohl endgültig vorbei. Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration stirbt langsam aus…

Am 05. Oktober 2021 um 14:09 von Seebaer1 Neue Zeiten...

Meinen Sie als drittes eventuell "Qualifizierter"???

@13:33 von gosħ @ AufgeklärteWelt

//"Das politische Systeme in Deutschland ist weitgehend von Kumpanei gekennzeichnet"

----

Das ist ein Vorurteil und ein Totschlagsargument um unser Land schlechtzureden.
Schauen Sie sich doch mal die neuen Abgeordneten an. Das sind in aller Regel junge und unverbrauchte Leute mit aufstrebenden Ideen und tollen Idealen...//

Warum fällt mir da nur auf Anhieb Philipp Amthor ein?

Wenn es darum geht, Korruption zu bekämpfen, hat das nichts mit Schlechtreden zu tun. Man muss die faulen Früchte aus der Schüssel entfernen, bevor(!) alle anderen auch nicht mehr genießbar sind.

//Ich bin stolz auf unsere frei gewählten Abgeordneten.//

Na, dann viel Spaß beim gemeinsamen Shoppen in der Gesellschaft von Herrn Nüsslein, Sauter, Spahn.....

14:23 von Sisyphos3

«Es geht darum, dass man mit einer geringeren Qualifikation Abgeordneter werden kann als Pförtner im selben Haus .
Daran störe ich mich etwas.

Man braucht als Politiker gewisse Fähigkeiten, für die es sowieso keinen Lehrberuf oder Studium gibt, was so was ausbildet. Solche Fähigkeiten wie Redefähigkeit, Rethorische Begabung, Durchsetzungsfähigkeit, Erklärungsvermögen & Co. hat man, oder hat man nicht.

Was soll denn die Mindestanforderung an eine Berufsausbildung sein, die für Sie dann auch "bundestagstauglich" wäre. Immer dieses Gerede von "Abgebrochenem Studium" und so'n Kram. So what …?

Man braucht gar keine abgeschlossene Ausbildung, um bspw. mit einer guten Idee als Geschäftsbetreiber erfolgreich zu werden, und evtl. sogar richtig viel Geld zu verdienen.

Für Soziale Kompetenz gibt es die Schule des Lebens, und keinen Instutionellen Ausbildungsweg. Jeder ist an den Fähigkeiten zu messen in der Tätigkeit der Zeit. Nicht an herbei gequälten Ansprüchen auf Papier von einst mal.

@15:41 von Sausevind 13:25 von AufgeklärteWelt

Ich bin weit von Hass entfernt, aber doch entsetzt darüber, wie locker man heutzutage in der Politik mit handfesten Skandalen umgeht und wie wenig noch Grenzen zwischen erlaubtem Lobbyismus und Korruption zu erkennen sind.

Na ja, vielleicht macht Glyphosat ja auch uns Menschen orientierungslos und vergesslich.

Expertise der FDP ???

"Eine mögliche rot-grün-gelbe Koalition müsste in diesem Politikfeld also vor allem auf die Expertise aus der FDP setzen"

Wer hauptsächlich die Interessen von Spitzenverdienern und Unternehmen vertritt betreibt zuerst einmal eine parlamentarische Interessenvertretung. Das heißt nicht, dass man auch eine Expertise hätte.
Die haben die Lobbyisten, Anwälte und Wirtschaftsprüfer, die man von Steuergeld bezahlt als Berater hinzuzieht.
Die FDP selbst hat eher ein Glaubensbekenntnis: Steuern für Reiche und Unternehmen sind immer zu hoch, der Markt regelt alles alleine am besten und wenn oben ordentlich Geld verdient wird, dann fallen auch ein paar Brotkrumen für die da unten ab.

Warum soll es wichtig sein, wieviele Unternehmer und Gründer im BT vertreten sind?
Stimmen über Auslandseinsätze der BW etwa nur Reserveoffiziere ab? Über Gesundheitspolitik nur studierte Mediziner? Über Agrarpolitik nur Landwirte?
Gibt es etwa ein Alterslimit, wenn man über ein "Zukunftsprogramm" abstimmt?

Kaufmann für Dialogmarketing

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufmann_f%C3%BCr_Dialogmarketing

Ich habe im Call Center gearbeitet. Die Lebenserfahrung reicht für zwei Kandidaturen.

@16:12 von covid-strategie

"er hat Erfahrung in der freien Wirtschaft"

Das hat Merz erfolgreich geschafft seinen Fans einzureden. In Wirklichkeit hat er nach seinem Jurastudium für Lobbyverbände gearbeitet, dann ist er selbst mittelmäßig erfolgreich in die Politik gegangen und als es dort nicht so lief, hat er seine politischen Connections versilbert, wie es viele tun. Was viele immer bei Politikern vermissen, nämlich "Erfahrung im realen Leben von Normalos" stelle ich mir auch anders vor.

"bei spd und grünen gibt es viele davon. Aber auch ein Phillip Amthor dürfte in diese Kategorie passen"

Dorothee Baer ist auch ein Musterbeispiel eines solchen Lebenslaufs.

Ich bin mit Ihnen einer Meinung, dass es wünschenswert wäre, wenn mehr "Normalos" im Parlament säßen und weniger politische Karrieristen. Aber da muss man erst mal hinkommen, wenn man "nebenher" noch die Brötchen für eine Familie verdienen muss. Da sind die, die von Anfang an fürs Karrieremachen bezahlt werden, im Vorteil.

16:01 von Dr. Cat

"@ Sausevind 15:41

Also persönlich lese ich keinen Hass daraus , ehe Frustration. Wollen wir doch mal ehrlich sein, Politiker wie Helmut Schmidt, Genscher , Willy Brandt die sucht man heutzutage vergeblich."

,.,.,

Sie sagen:

"Wollen wir doch mal ehrlich sein".
Damit unterstellen Sie mir Unehrlichkeit.
Ich habe erstens kein Wort über Brandt etc. gesagt, zum anderen sind nicht Sie der Beurteiler von Ehrlichkeit.

Wenn Sie heutige Politiker seit Brandt etc. für untauglich halten, dann ist das nicht MEINE Meinung.
Diese sollten Sie nicht pauschal mir und allen anderen aufdrücken.

Im Übrigen kenne ich diese Art Behauptungen seit über 50 Jahren.
In jeder Generation wird neu behauptet, früher hätte es tollere Leute als jetzt gegeben.

Das werte ich dann schon als eine Art Hass auf die Gegenwart.

Am 05. Oktober 2021 um 16:01 von Dr. Cat

@ Sausevind 15:41

Zitat: Also persönlich lese ich keinen Hass daraus , ehe Frustration.

Ich lese hier bei vielen Verachtung, wobei ich den Eindruck habe, dass es nur vordergründig um die Politiker geht, sondern um das demokratische System an sich.

Es sollte auch der Artikel

Über die aufgeblähten Ministerien gelesen werden, vor allem von denjenigen welche hier den Lohn als gering ansehen.
Zudem haben es neue junge Kräfte sehr schwer in Parteien sich durchzusetzen.
Ein Blick auf das Wahlsystem, Parteilisten, Direktkandidaten, Einfluss der spitzen der Parteien zeigt auch warum.
In der Regel werden dort Personen aufgestellt die schon lange in der Spitze stehen , junge neue Kräfte eher seltener.
Dazu nicht gerade selten eben auch Nachwuchspolitiker welche den gleichen Kreis angehören wie die Spitzenkräfte
Wenn , wie hier geschrieben wurde Politiker soooo viele Überstunden machen müssen, woher dann noch Zeit für andere Posten und Vorträge?? Usw usw.
Viele die was ändern wollen gehen nicht in die Politik sie machen ..ohne sich anpassen zu müssen.
Oder die vielen ehrenamtlichen, ohne all die wäre es in vielen Bereichen sehr dunkel in Deutschland oder leider auch ziemlich brown

16:27 von Anna-Elisabeth

" @15:41 von Sausevind 13:25 von AufgeklärteWelt

Ich bin weit von Hass entfernt, aber doch entsetzt darüber, wie locker man heutzutage in der Politik mit handfesten Skandalen umgeht und wie wenig noch Grenzen zwischen erlaubtem Lobbyismus und Korruption zu erkennen sind."

,.,.,

Ich hätte gerne mal den Beleg dafür, dass das, was Sie so entsetzt, erst "heutzutage" vorhanden ist.

Wobei ich mich zusätzlich frage, wann "heutzutage" begonnen hat.
Vor zwei Jahren? Vor 20? Vor 200?

Insgesamt glaube ich eher, dass das Lied "Das Meckern ist des Users Lust, das Me-he-ckern" überhand genommen hat, seit das Internet dergleichen fördert.

@covid-strategie

"Bundestag - jetzt auch mit Friedrich Merz [...] Es ist generell eher das Problem, das zunehmend solche Leute Abgeordnete werden, die weltfremd sind und nie selber gearbeitet haben"

Herr Merz hat jahrelang Millionen verdient und zählt sich selbst zur "gehobenen Mittelschicht in Deutschland".
Das würde ich eher "weltfremd" nennen.

Herr Merz wäre mein Wunschkandidat, wenn ich ein paar Millionen bei BlackRock anlegen möchte.
Aber was kann Herr Merz für die ca. 2Mio Mindestlöhner tun, was für die 20% der Bürger, die über keinerlei Vermögen verfügen?

@16:54 von Sausevind

//Ich hätte gerne mal den Beleg dafür, dass das, was Sie so entsetzt, erst "heutzutage" vorhanden ist.//

Ich habe nicht behauptet, dass es das erst heutzutage gibt (bitte etwas genauer lesen). Der lockere Umgang damit, ist aus meiner Sicht das Problem.
Mit Albernheiten wie "Das Meckern ist des Users Lust, das Me-he-ckern", unterstreichen Sie, was ich moniere.

@ Sisyphos3

Kein Mensch blickt auf andere Berufe herab !

Sie blicken eindeutig auf andere Berufe herab und Sie würdigen Politiker auf diese Weise herab. Das finde ich in einer solchen Diskussion völlig deplaziert.

Am 05. Oktober 2021 um 16:01 von Eislöwe

Zitat:
"...und ein gewählter Politiker bekommt nur vier Jahre "sein Geld", wenn er/sie - oder die Partei - nicht wieder gewählt wird. Ziemlich unsichere Basis für eine längerfristige Planung..."

Ist wohl war, aber ich kenne keinen Politiker welcher Sozialhilfeempfänger ist. Mir sind dagegen einige Unternehmer aus dem Mittelstand bekannt.

@ covid-strategie

Bundestag - jetzt auch mit Friedrich Merz. Der ist im weiteren Sinne ja auch Unternehmer. Zumindest verfügt er über wirtschaftlichen Sachverstand und er hat Erfahrung in der freien Wirtschaft.

Machen Sie sich da nicht nur zum Wiederholer für das Narrativ eines Politikers, der als Parteivorsitzender bisher immer gescheitert ist?

@ covid-strategie

Zudem sollten alle, die während der Corona Pandemie „Ermächtigt“ waren aus Respekt vor der Demokratie und den Grundrechten zurück treten.

Die Politiker, wie Karl Lauterbach, die sich in der Pandemie mit einer klaren Haltung zum Schutz vor der Infektion einen Namen gemacht haben, haben ja gerade unsere Demokratie und unsere Grundrechte geschützt.

Gründer und Unternehmer sind rar im neuen Bundestag...

Aber Philipp Amthor hat es über die Landesliste wieder geschafft einzuziehen. Auch Friedrich Merz ist drin. Der Multimillionär mit Immobilien und Flugzeug bezeichnet sich als Angehöriger der gehobenen Mittelschicht. In 18 Unternehmen sitzt oder saß er im Aufsichtsrat (BlackRock). Merz war Gegner des Mindestlohns und meinte 132 Euro Hartz reicht vollkommen (Welt 12.9.2008). Aufsichtsrat bei der Düsseldorfer Bank Trinkaus & Burkhardt, 75.000 Euro Salär. Im März 2016 kamen Cum-Ex-Vorgänge an die Öffentlichkeit. Bereits in seiner früheren Zeit als Bundestagsabgeordneter hatte er zahlreiche Nebentätigkeiten. Er gehörte damals zu den wenigen Abgeordneten, die gegen gesetzliche Transparenzregeln stimmten. Nachdem er in den Aufsichtsrat von BlackRock gekommen war, wurde er auch zum Berater der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Gleichzeitig löste die NRW-Landesregierung die bei der vermögenden Klientel gefürchtete Wuppertaler Steuerfahndung auf

Am 05. Oktober 2021 um 17:35 von gosħ @ covid-strategie

Das Problem ist, dass Politiker wie Merz nicht aufgeben...
Das ist perse nicht schlecht.
Doch bezweifle ich , dass jemand wie Merz gut ist für das deutsche Wohlergehen...(ausser vl für privilegierte, gutsituierte Menschen...
Herr Merz interessiert sich nicht für den Rest....für das "normale"Volk, für den Menschen
Das macht mir Angst

Ist ja auch kein großes Wunder!

Gründer und Unternehmer haben etwas Besseres(!) zu tun, als zumeist eher beschäftigungslos im deutschen Bundestag herumzusitzen!

Für die Normalbürger sind die Abgeordnetenbezüge zwar viel Geld, aber für eher gutbezahlte Gründer und Unternehmer doch eher Peanuts!

Es ist nicht so leicht, sich,

Es ist nicht so leicht, sich, insbesondere auch als Unternehmer oder nochmehr als Gründer, ein paar Jahre als BT Abgeordneter zu betätigen und sich danach wieder im ehemaligen Job zu etablieren. Das Gute ist, dass trotzdem eine hohe Kompetenz bei den BT Abgeordneten der meisten Parteien vorhanden ist und gute Regierungspolitik geleistet wird.

@ gosh um 13.42 Uhr, Dat perlt

"Und ich habe den Eindruck, dass alle Ihre Beiträge durch Grau in Grau und durch Miesmachen geprägt sind. Dem kann ich mich nicht anschließen. Unsere Demokratie ist so vital und hat auch für junge Unternehmen so viele gute Ansätze."
Danke für die Blumen. "alle Ihre Beiträge" - der war gut. Aber egal. Wenn Sie meinen, auf sachliche Kritik an politischen Parteien mit persönlicher Verunglimpfung antworten zu müssen, dann tun Sie das gerne. Dazu sage ich mit Dittsche: "Dat perlt". Dat perlt an mir ab.

16:03 von Gregory Bodendorfer

es war hier auch nirgends Mitleid gefragt, noch sachlich notwendig. Das Sie bei eventueller Hetze und/oder Diffamierung oder sogar Gewalt kein Mitleid für einen Menschen zeigen können oder wollen, das ist dann Ihre eigene, ganz persönliche Baustelle, die hier aber in dieser Diskussion um den Bundestag und seiner Zusammensetzung uns alle thematisch nicht weiter bringt

Am 05. Oktober 2021 um 18:08 von Frank von Bröckel

Eher gut bezahlte Gründer und Unternehmer...oh ha, ein Gründer hat bis auf wenige Ausnahmen kaum so ein Gewinn im Monat, die Masse der klein und Kleinstunternehmer ebenfalls nicht.
Einfach mal mit der Szene beschäftigen, da steht Deutschland nicht gerade im Spitzenbereich.

17:31 von gosħ

hier wird nicht diskutiert. aber das werden sie als neuling auch noch merken, daß dies hier der stammtisch und die wohlfühlstube unserer altlinken/innen ist

16:45 von falsa demonstratio

"Am 05. Oktober 2021 um 16:01 von Dr. Cat
@ Sausevind 15:41

Zitat: Also persönlich lese ich keinen Hass daraus , ehe Frustration.

Ich lese hier bei vielen Verachtung, wobei ich den Eindruck habe, dass es nur vordergründig um die Politiker geht, sondern um das demokratische System an sich."

.-.-.

Möglicherweise geht es noch nicht mal um das demokratische System an sich, sondern um eine innere Leere, die man nur durch Schnauzen übertünchen kann.

Das mag nicht bei allen so sein, aber vermutlich bei einer hohen Prozentzahl.

@16:12 von covid-strategie

>> Es ist generell eher das Problem, das
>> zunehmend solche Leute Abgeordnete
>> werden, die weltfremd sind und nie selber
>> gearbeitet haben

Treffender hätten Sie Friedrich Merz nicht beschreiben können. -.-

P.S.: "Fremder Leute Geld Gassi führen" ((c) by Volker Pispers) ist keine(!) Arbeit.

17:14 von Anna-Elisabeth

<< @16:54 von Sausevind
//Ich hätte gerne mal den Beleg dafür, dass das, was Sie so entsetzt, erst "heutzutage" vorhanden ist.//

Ich habe nicht behauptet, dass es das erst heutzutage gibt (bitte etwas genauer lesen). <<

,.,.,

Ich habe jetzt noch dreimal Ihren Satz mit dem "heutzutage" gelesen; ich kann ihn anders nicht verstehen.

Aber besser: tschus!

@17:56 von Bernd Kevesligeti

//Auch Friedrich Merz ist drin. Der Multimillionär mit Immobilien und Flugzeug bezeichnet sich als Angehöriger der gehobenen Mittelschicht.//

Ja, als er das sagte, hätte ich beinahe meinen gerade genommenen Schluck Kaffee ausgeprustet.

//Im März 2016 kamen Cum-Ex-Vorgänge an die Öffentlichkeit. Bereits in seiner früheren Zeit als Bundestagsabgeordneter hatte er zahlreiche Nebentätigkeiten.//

Und dennoch fällt erstaunlich vielen Usern hier im Zusammenhang mit Cum-Ex ausschließlich der Name Scholz ein.

Am 05. Oktober 2021 um 16:25 von schabernack

Sie wissen aber schon, zumindest schätze ich sie so belesen ein, das gerade Redefähigkeit und rhetorische Begabung die Hauptmerkmale von "erfolgreichen" Populisten ist.
Das diese Eigenschaften in der Geschichte nicht gerade selten negative Folgen für ganze Völker hatten.
Gerade mit der Kenntnis der dt. Geschichte ist ihnen sicher klar, das es nicht unwesentlich zum dunkelsten Kapitel der dt. Geschichte beitrug.
Dann doch viel lieber Kompetenz

Merz hat Unfähigkeit bewiesen.

@17:56 von Bernd Kevesligeti
Kleine Ergänzung:
Da, wo sein Wirken - seine Nebentätigkeit - gut überprüfbar ist, hat er kläglich versagt.
Für den Verkauf der NRW-Bank hatte er zwar ein Salär von täglich (!) 1.500 € gefordert und erhalten, aber natürlich erwartungsgemäß keinen Erfolg gehabt. Der Steuerzahler musste wieder mal ran.

@13:19 von Eislöwe

"dann aber viele Überstunden"
zählen sie etwa die TalkShows zu den Überstunden?

"ihr eigenes Privatleben quasi aufzugeben"
Wenn denn ein Privatleben aufgegeben wird, dann freiwillig oder weil viele in der Öffentlichkeit ihren Ego-Trip befriedigen.

"für vergleichsweise wenig Geld"
Mit wem vergleichen sie denn die Politiker? In der freien Wirtschaft wird man bei miserablem Management entlassen oder versetzt. In der Politik gibt es sanktionslose Narrenfreiheit (z.B. Scheuer, Gorch Fock, bayerische Seilschaften, Gutachter-Exzesse). Wer keine Sanktionen befürchten muss, verdient sich nicht mehr Geld.

@16:34 von dr.bashir @16:12 von covid-strategie

//Ich bin mit Ihnen einer Meinung, dass es wünschenswert wäre, wenn mehr "Normalos" im Parlament säßen und weniger politische Karrieristen.//

Ich teile diesen Wunsch. Aber wenn ein 'Normalo' Kanzlerkandidat wird, wird er schön wegen seines Geburtsorts niedergemacht.

//Aber da muss man erst mal hinkommen, wenn man "nebenher" noch die Brötchen für eine Familie verdienen muss.//

Nebenher ist tatsächlich schwierig.
Für mich ist übrigens Kevin Kühnert auch ein Normalo, der sich sympathischerweise nicht die geringste Mühe macht, seinen leicht verkorksten Lebenslauf zu verschönern. In der YouTube-Reihe "Missverstehen Sie mich richtig, lernt man den jungen Mann durch Gysis Fragen, besser kennen. Da steckt noch viel Potential in diesem jungen Kerl.
Und ja - ich höre schon wieder die ganzen Schmachgesänge. Aber eine Bitte an den Chor: Vorher das Interview hören/sehen.

Auf den ersten Blick klingt

Auf den ersten Blick klingt die Überschrift der Meldung irgendwie negativ.
Finde ich aber gar nicht. Sicher, Unternehmer und Gründer könnte man sicher noch eher gebrauchen als noch mehr `Akademiker´, aber wirklich paritätischer würde das den Bundestag auch nicht machen.
Die Art, wie sich der Bundestag zusammensetzt, wie man Karriere in Parteien macht, das hat sehr wenig von Demokratie. Die verkrusteten Strukturen in den meisten Parteien, die Seilschaften, schließen ganz bewusst Menschen aus. Diskriminierung ist das passende Wort dafür. Ganze Teile der Gesellschaft werden nicht vertreten (und nehmen das natürlich auch wahr).
Von daher ist im Bundestag so einiges rar. Unternehmer sind sind da sicher noch mit das geringste Problem.

Es fehlt die Arbeiterschaft

Meines Erachtens sind Facharbeiter im Bundestag unterrepräsentiert. 147 Juristen machen zwar nur 6,5% der Mandatsträger aus. Aber die höheren Posten werden überwiegend durch Juristen besetzt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass nicht die stillen Schaffer in der Politik interessieren, sondern die Schwätzertypen.

@Magic.fire

Stimmt! Aber GENAU diese kleinen Selbstständigen schuften sich tagein tagaus im Rahmen der Selbsrausbeutung regelrecht zu Tode, und haben schlichtweg keine Lust und Zeit mehr für die Politik!

Lobbyisten

Wen tausende Lobbyisten meine Interessen im Bundestag vertreten brauche ich keinen Sitz im Bundestag, und muss mich vor der Allgemeinheit auch nicht als Philantroph aufspielen.

Am 05. Oktober 2021 um 19:32 von Sausevind

Zitat: Möglicherweise geht es noch nicht mal um das demokratische System an sich, sondern um eine innere Leere, die man nur durch Schnauzen übertünchen kann. Das mag nicht bei allen so sein, aber vermutlich bei einer hohen Prozentzahl.

Womit wir wieder bei Ihrem Ost von 16:54 wären, das mir gut gefallen hat und offensichtlich auch treffend war.

19:40 von Magic.fire / @schabernack

«Sie wissen aber schon, zumindest schätze ich sie so belesen ein, das gerade Redefähigkeit und rhetorische Begabung die Hauptmerkmale von "erfolgreichen" Populisten ist … Gerade mit der Kenntnis der dt. Geschichte ist ihnen sicher klar, das es nicht unwesentlich zum dunkelsten Kapitel der dt. Geschichte beitrug.
Dann doch viel lieber Kompetenz.»

Kompetenz und Redefähigkeit schließen einander nicht aus.
Gute Rethorik führt nicht zwangsläufig zu Populismus.

Willy Brandt, Helmut Schmidt, Norbert Lammert, Gregor Gysi.
Barack Obama … und und und.

Kompetenz ist immer gut, und auch für Politiker wichtig.
Dumme die nur stammeln können will niemand in der Politik hören oder sehen. Berufsbildung ist nicht die einzige Quelle von Kompetenz für Politiker vor Politikerleben.

Hört man sich heute diese Reden der Demagogen der ganz dunklen Zeit in Deutschland an. Sieht und hört mam (kleine) zappelnde armselige Männlein, deren Rhetorik nichts anderes ist als Geschrei. Lächerliche Figuren hoch 2.

Wer wählt denn Gründer und Unternehmer?

Dass Erna Klawuttke nicht genügend Kleingeld hat, um in die Riege privilegierter Diplomatensöhne, Grossunternehmer und Lobbyisten einzusteigen, das dürfte bekannt sein.
Und dass Politiker überwiegend Karrieristen sind, die auf den eigenen Vorteil bedacht sind, ach geschenkt.

Ich denke da an die Maskenaffaire. Das waren richtig findige Unternehmer, die ihr schmutziges Händchen so nebenbei auch in der Bundespolitik hatten (übrigens CDU/CSU) so nebenbei auch ein gewisser Kanzlerkandidat A.L.
Politiker, gleichzeitig Unternehmer, die sich an der Pandemie, auf Kosten der Verbraucher bereicherten.
Ich dachte immer, die Themen Korruption, Lobbyismus und Postenschacher wären relevant in einem kritischen Nachrichtenmagazin wie der Tagesschau. Aber dieser Artikel, offenbar aus der Wirtschaftsredaktion, dort wo das DAX Hü-Hott aufgrund von Verbindungen mit bankrotten chinesischen Immobilienkonzernen Gewicht hat. Daher also das liebende Auge auf „wirtschaftsnahe Politiker“. Voll daneben.

19:26 von Karl Maria Jose...

>>... daß dies hier der stammtisch und die wohlfühlstube unserer altlinken/innen ist<<

Je nach Thema merkt man eher, dass hier die Wohlfühlstube unserer Altrechten/außen ist.

Am 05. Oktober 2021 um 20:07 von flegar

„Aber die höheren Posten werden überwiegend durch Juristen besetzt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass nicht die stillen Schaffer in der Politik interessieren, sondern die Schwätzertypen.“

Da ist was dran.

Nicht umsonst heißt das alte Sprichwort:

"Reden ist Silber,

Gut reden ist Gold."

Als Unternehmer hat man keine

Als Unternehmer hat man keine Zeit für Politik. Man müsste seinen Laden erstmal zu machen.
Der BT ist für Aufsteiger interessant.
Das heißt, man muß sich mit dem Mandat verbessern. Das erklärt die vielen ex Beamten dort.

20:07 von flegar

Meines Erachtens sind Facharbeiter im Bundestag unterrepräsentiert
--------------
.
was erwarten sie ?
Sind Arbeitslose entsprechend im Bundestag vertreten ?
oder Hausfrauen (ok das ist ein unpopulärer Job)

Nicht umsonst gibt es den Spruch
"der Bundestag ist mal voller mal leerer
aber immer voller Lehrer"

Immer weniger Visionäre.

Immer mehr Statisten, Verwalter.

Unser Bildungssystem hat versagt in den letzten Jahrzehnten.

20:34 von schabernack

deren Rhetorik nichts anderes ist als Geschrei. Lächerliche Figuren hoch 2.
--------------
.
der kam aber ziemlich gut an !
auch wenn sie (und ich) das als Gestammele interpretieren

Zitat : >Berufsbildung ist nicht die einzige Quelle von Kompetenz für Politiker vor Politikerleben.<
auch darüber lässt sich streiten
Da soll es ein gescheiterter Kunstmaler bis zum Kanzler gebracht haben.
Jahrzehnte später wurde einer gänzlich ohne Ausbildung Vizekanzler

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