Ihre Meinung zu: Nach wochenlanger Pause: Nord- und Südkorea telefonieren wieder

4. Oktober 2021 - 7:30 Uhr

Mit mehreren Raketentests hatte Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un für Verstimmungen gesorgt. Jetzt haben Nord- und Südkorea ihre grenzübergreifenden Leitungen wieder in Betrieb genommen und wollen wieder regelmäßig telefonieren.

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Kommentare

Die armen Menschen in der Diktatur Nordkorea tun mir leid

>> ...Jetzt haben Nord- und Südkorea ihre grenzübergreifenden Leitungen wieder in Betrieb genommen und wollen wieder regelmäßig telefonieren. <<

Dann bis zu den nächsten Raketentests seitens der Nordkoreaner oder den Militärmanövern von Südkoreaner mit Amerikaner ...
Wie sagt man so schön: "Same Procedure as every ...".

Solange die Dynastie des nordkoreanischen Machthabers an der Macht ist - und das kann lange sein - solange gibt es keine große Annäherung; von einer Richtung "Wiedervereinigung" wie in D oder damals Vietnam ist in Nord- und Südkorea nicht zu denken. V. a. spielen da die Chinesen eine wichtige Rolle - wir in D hatten das Glück, dass mit Glasnost/Perestroika und Gorbatschow in Russland eine Bewegung und ein Mann kam, der die Wiedervereinigung in D erst ermöglichte (natürlich dann auch mit Hilfe der Amerikaner unter George Bush) - die Freiheitsbewegung in der damaligen DDR wurde ja auch erst durch Perestroika ermöglicht.
So eine Entwicklung ist mit China nicht möglich.

Nordkorea !

Ja es ist nicht wirklich nach vollziehbar, was die Nordkoreanischen Machthaber dazu treibt, fast alles Geld in Rüstung und Aufrüstung zu stecken, statt die eigene Bevölkerung erst einmal gut zu versorgen. Für die Menschen, die unter diesem System leiden müssen, tut es auch mir leid.
Ja ich denke auch, China will anscheinend auch nicht wirklich eine Vereinigung der beiden Staaten, denn noch verdient China an Nordkorea. Und es werden ja spezielle Leute aus Nordkorea in China für nicht ganz legale Dinge ausgebildet.
Aber auch China selbst feiert nur die Partei, und alle haben auf dieser Linie zu funktionieren, sonst verschwinden sie !

Gutes Zeichen

An sich ist es ein gutes Zeichen, dass die beiden Teilstaaten wieder miteinander reden. Ich fürchte allerdings, dass sich dieses Spiel aus Reden und Nichtreden noch beliebig oft wiederholen wird. Ein Militärmanöver im Süden oder ein Raketenstart im Norden machen die Fortschritte schnell zunichte.

@Traumfahrer - Aufrüstung als Schutz

09:00 von Traumfahrer:
"Ja es ist nicht wirklich nach vollziehbar, was die Nordkoreanischen Machthaber dazu treibt, fast alles Geld in Rüstung und Aufrüstung zu stecken, statt die eigene Bevölkerung erst einmal gut zu versorgen."
> Nordkorea wurde 2002 von George W. Bush zur "Achse des Bösen" erklärt. Ohne das Abschreckungspotential der Atomwaffen wäre Nordkorea womöglich schon von den USA angegriffen worden. Die Nordkoreaner würden dann nicht nur an der chronischen Unterversorgung leiden, sondern auch noch unter einem Krieg.

"Ja ich denke auch, China will anscheinend auch nicht wirklich eine Vereinigung der beiden Staaten, denn noch verdient China an Nordkorea."
> Erläutern Sie das bitte.

"Und es werden ja spezielle Leute aus Nordkorea in China für nicht ganz legale Dinge ausgebildet."
> Wie kommen Sie darauf?

Gespräche zwischen Süd und Nord

Der Status Quo als Burgfrieden und friedliches Nebeneinander verstanden, bekommt beiden Seiten besser als wenn sie nicht miteinander sprechen. Die beiden Gesellschaften haben sich zu abweichenden Systemen entwickelt, was wir auch im geteilten Deutschland erlebten. Die Kontakte und der Druck von unseren Alliierten im Hintergrund hat manche Weiche gestellt und endete mit einem friedlichen Zusammenschluss zu einem geeinten Deutschland. Diesen Weg könnten auch Nord- und Südkorea gehen. Noch ist das eine Utopie. Die aktuelle Option, einen Frieden in ihrer Region zu erhalten, dient beiden Seiten eher als Kontaktlosigkeit und Drohgebärden. Dass China aber hier auch Einfluss nimmt, ist anzunehmen. Denn so klein das Land ist, es gehört in die Einflusssphäre Chinas. Und die USA ihrerseits haben auch genug Einfluss in Südkorea, um im Hintergrund ihre Politik zu steuern.

@Traumfahrer

"Ja es ist nicht wirklich nach vollziehbar, was die Nordkoreanischen Machthaber dazu treibt, fast alles Geld in Rüstung und Aufrüstung zu stecken, statt die eigene Bevölkerung erst einmal gut zu versorgen" Am 04. Oktober 2021 um 09:00 von Traumfahrer

*

Geld kann man nicht essen.

Nordkorea ist zwar reich an Bodenschätzen (alles für Atomwaffen haben die zu Hause), aber der fruchtbare Boden ist dort extrem rar.

Prozentual ist die Bevölkerung in Nordkorea genauso wie in Süd-Korea gewachsen. Das sagt natürlich nichts über Sterblichkeit, Lebenserwartung oder -qualität aus, aber ganz ohne Essen wäre das nicht möglich gewesen.

Nachdem, was ich bislang gelesen habe nützt Nordkorea ihre Waffen um die Nachbarn zu erpressen.
Nordkorea droht -> Es werden Hilfslieferungen gesendet -> dann werden Sanktionen wieder angezogen.

(Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen Nordkorea und "befreundeten Diktaturen", was Armut der "Unterschicht" angeht.)

Re : Tada !

Auch ohne Erpressung der Nachbarn kriegt Nordkorea immer noch zu viel Unterstützung von China und Russland. Nur bin ich der Meinung, dass Nordkorea nicht wirklich eine Atombombe benötigt, genauso wenig wie all die Raketen, die wahrscheinlich tatsächlich gebaut werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Südkorea ein Interesse hat, den Norden an zu greifen, um die Wiedervereinigung voran zu treiben, bei dem mächtigen Nachbarn China. Meiner Meinung nach ist es lediglich die kommunistische Sippschaft, die den ganzen hässlichen Budenzauber veranstaltet, denen es nicht ums Volk, sondern nur die ureigene Ideologie geht, wie auch in China, wo die KP alles und jeden nicht nur kontrollieren will, sondern auf die ureigene Einstellung und Ansichten trimmen möchte.
Und ich denke, wenn Nordkorea gewillt wäre, das Volk ernsthaft zu versorgen, könnte dies auch in einem gemeinsamen Verbund klappen. Aber nicht mit der Unterdrückung und Geißelung des eigenen Volkes. Die Herrscher leben dafür sehr gut

Nachkriegs-Sünden

Auch D hatte ewig keinen Friedensvertrag, der kam dann letztlich mit der Wiedervereinigung. Selber Fehler in Korea: ein starker und ein schwacher Staat. Die DDR fiel, weil pleite (bzw die UdSSR). Nun sieht man an den jüngsten Bildern, dass Kim sehr krank gewesen seim muss: er hat wohl heftig abgenommen. Was, wenn das zunimmt bzw ein Machtkampf in seinem Umfeld beginnt? Pleite istcder Laden doch schon ewig: nichts funktioniert, sein unterirdisches Atom-Labor ist detoniert, die Leute hungerarm. Vllt werden sie diesen Staat aufgeben, wenn nichts mehr zu holen ist? Ob dann aber Südkorea zu einem "Aufbau Nord" bereit ist?

Re : Nachfragerin !

Ich kann mir vorstellen, dass die KP in China kein Interesse hat, ein vereinigtes demokratisches Korea nebendran zu haben. Denn der Staus- Quo kommt den Chinesen eher gelegen, weil von Nordkorea für sie selbst keine Gefahr besteht, und China bei der UN eh immer alles abblockt, was eventuell nicht passt. So gibt es zwei oder drei natürliche Verbindungen zu NK, über die Waren ausgetauscht werden, und sich keiner wirklich weh tut.
Was diese Ausbildung der Nordkoreaner betrifft, gab es vor einiger Zeit Meldungen darüber, dass Nordkoreaner zu "speziellen Fachkräften" in China in speziellen Zentren ausgebildet werden, für Cyper- und Spionage, wie auch "Technologie- Transfer" der speziellen Art. War, glaube ich auf Arte zu sehen !

@Traumfahrer - Wer könnte das sein?

09:53 von Traumfahrer:
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Südkorea ein Interesse hat, den Norden an zu greifen [...]"

Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber vielleicht fällt Ihnen ja noch eine andere Nation ein, die für ihre offensive Militärpolitik bekannt ist und in Nordkorea einen Feind sieht?

Wiederum ein Beweis dafür ...

... dass der Machthaber Kim nicht mehr lebt und ein Double eingesetzt wurde!
Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Menschen in diesem Land. Was dort wirklich geschieht und wie groß der Hunger ist - weiß hier im Westen niemand!

08:46 von Wolf1905

die Freiheitsbewegung in der damaligen DDR wurde ja auch erst durch Perestroika ermöglicht.
.....
und in Vietnam ?`
..... durch eine militärische Intervention
und wer weiß schon oder kennt die Politik Chinas wie sie sich in einigen Jahrzehnten hin entwickeln wird

10:54 von KeinedemokratieBRD

Hunger ?

es kommt darauf an was die Menschen dort empfinden
und nicht was wir empfinden würden, lebten wir dort

@Traumfahrer - Die Staatsform spielt keine Rolle.

10:35 von Traumfahrer:
"Ich kann mir vorstellen, dass die KP in China kein Interesse hat, ein vereinigtes demokratisches Korea nebendran zu haben."

Die Staatsform ist völlig uninteressant. Entscheidend ist, wie die Regierung gegenüber China (bzw. den USA) verhält.

Es kann aber gut sein, dass China die aktuelle Führung NKs lieber ist als die ungewisse Zukunft eines vereinigten Koreas.

@KeinedemokratieBRD - Wünsche sind keine Beweise.

10:54 von KeinedemokratieBRD:
"Wiederum ein Beweis dafür, dass der Machthaber Kim nicht mehr lebt und ein Double eingesetzt wurde!"

Und wenn die Telefonleitung wieder unterbrochen wird, beweist das die Wiederauferstehung des echten Kims?

Eins ist auf jeden Fall sicher:

Das hier: "Jetzt haben Nord- und Südkorea ihre grenzübergreifenden Leitungen wieder in Betrieb genommen und wollen wieder regelmäßig telefonieren" ist auf jeden Fall und für alle besser als Raketen aufeinander zu schießen.

Die UNO sollte China

Die UNO sollte China vorschlagen, Nordkorea zu kassieren, dafür aber sein Interesse an Taiwan aufgibt.
Es gibt überhaupt keinen Gund für zwei Koreas.

11:45 von Bender Rodriguez

Die UNO sollte China vorschlagen, Nordkorea zu kassieren, dafür aber sein Interesse an Taiwan aufgibt.
Es gibt überhaupt keinen Gund für zwei Koreas.///

Welchen Grund gibt es für Taiwan?

@Bender Rodriguez, 11:45

"Die UNO sollte China vorschlagen, Nordkorea zu kassieren, dafür aber sein Interesse an Taiwan aufgibt"

Sie schlagen also vor, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte dem Kapitalismus zu opfern? Im Ernst?

"Es gibt überhaupt keinen Gund für zwei Koreas"

Da haben Sie allerdings Recht.

um 11:11 von Sisyphos3 10:54 von KeinedemokratieBRD

,,Hunger ?

es kommt darauf an was die Menschen dort empfinden
und nicht was wir empfinden würden, lebten wir dort. "

Essen Sie mal eine Woche nichts, auf einer Hallig bei unruhiger See. Das könnte Ihnen weiterhelfen beim ,,Empfinden". Haben Sie Zweifel an den Berichten zur Versorgungslage dort in NK? Ich bedaure immer mehr, daß die Generation der 1920 bis 40er so wenig geredet hat, über Hunger z. B.

11:45 von Bender Rodriguez

«Die UNO sollte China vorschlagen, Nordkorea zu kassieren, dafür aber sein Interesse an Taiwan aufgibt.
Es gibt überhaupt keinen Gund für zwei Koreas.»

Es gibt gar keinen Grund für die UN, so einen grottigen Unsinn vorzuschlagen.

Mein Dank geht an die amerikanischen Kapitalisten!

Zitat: "Mit mehreren Raketentests hatte Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un für Verstimmungen gesorgt. Jetzt haben Nord- und Südkorea ihre grenzübergreifenden Leitungen wieder in Betrieb genommen und wollen wieder regelmäßig telefonieren."

Mein Dank geht an die amerikanischen Kapitalisten, Reaktionäre, Konservativen, Rechten und Militaristen!

Hätten die Allierten unter Führung des USA 1953 nicht im Koreakrieg eingegriffen, würden heute nicht nur die bemitleidenswerten Nordkoreaner sondern auch Südkoreaner in dem größten kommunistischen Konzentrationslager der Welt leiden müssen. Stattdessen leben die SKoreaner dank des Siegeszuges des Kapitalismus in Wohlstand, Freiheit und Frieden!

Schon damals hatten die Linken vom "schlimmen US-Imperialismus" gesprochen und schon damals standen die Linken auf der Seiter der kommunistischen Unterdrücker und Ausbeuter!

@ Nachfragerin 09:19

Nordkorea wurde 2002 von George W. Bush zur "Achse des Bösen" erklärt. Ohne das Abschreckungspotential der Atomwaffen wäre Nordkorea womöglich schon von den USA angegriffen worden. Die Nordkoreaner würden dann nicht nur an der chronischen Unterversorgung leiden, sondern auch noch unter einem Krieg.
Das heißt für Sie also (mal wieder): Die USA sind schuld.
Können Sie Ihren Antiamerikanismus nicht wenigstens einmal stecken lassen?, meine Güte…

Wenig Autos - viele Lastenfahrräder in NKorea!

Nordkorea bietet viele, wovon Grünlinke träumen

Nordkorea bietet alles, wovon Grünlinke träumen:

1. kein ekeliges privates Eigentum/Unternehmen

2. endlich gibt der Staat den Ton an, was die Wirtschaft auszuüben hat.

3. keine mühseligen Diskussionen mit renitenten Bürgern

4. Autos weitestgehend aus der Öffentlichkeit verbannt: Bürger können Lastenfahrräder verwenden.

5. ubiquitäre ideologische Indoktrination der Bürger

6. der Staat setzt das Lohnniveau fest

7. Gleichstellung zwischen Mann und Frau endlich erreicht!

8. Fleischkonsum ist auf ein Minimum herabgesetzt. Nur der lustige Dicke aus Pyongyang lässt allerlei Delikatessen einfliegen

... wenn es jetzt noch eine gender-gerechte Schreibweise in Nordkorea gäbe, wäre dieser grünlinke Traum wirklich nicht mehr zu toppen.

11:11 von Sisyphos3

«Hunger ?
es kommt darauf an was die Menschen dort empfinden
und nicht was wir empfinden würden, lebten wir dort.»

Wer dauerhaft zu wenig zu essen hat, hat Hunger.
Braucht man nicht zwischen Nordkoreanern und uns zu unterscheiden.
Hunger ist überall das gleiche, man nennt das auf Koreanisch aber: "gulmjulim".

Hunger ist keine politische Ausrichtung.
Irgendwie selbstverständlich.

Es ist viele Jahre her.

Da sah ich eine Reportage im TV. Da wurden Südkoreaner befragt, wollt ihr eine Vereinigung? Die einhellige Meinung war, nein. Die meisten bezogen sich auf die Kosten. Die kannten alle die Kosten der deutschen Wiedervereinigung. Was mich überraschte. Was man nicht vergessen darf. Die Oma oder der Opa, den man gerne getroffen hätte, ist heute, meistens Tod. Ist wie bei uns.

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Es grüßt
Die Moderation

Wie wäre es mit einer freien Wahl?

Wäre es nicht eine Lösung, wenn sich die Menschen unter Aufsicht der UNO frei und gleich ein Parlament für ganz Korea wählen würden?

@ Traumfahrer

... was die Nordkoreanischen Machthaber dazu treibt, fast alles Geld in Rüstung und Aufrüstung zu stecken, statt die eigene Bevölkerung erst einmal gut zu versorgen.

Ist das so in einem kommunistischen Regime? In einer wirklichen Wirtschaft sorgen die Menschen ja selbst für sich.

12:03 von Blitzgescheit

Nordkorea bietet viele, wovon Grünlinke träumen
Nordkorea bietet alles, wovon Grünlinke träumen:
1-8

Ergänzung:
9. Die Armee wird abgeschafft.

@Nettie - Änderungen sind mit Anstrengungen verbunden

>>Es gibt überhaupt keinen Gund für zwei Koreas<< (Bender Rodriguez)

11:53 von Nettie:
"Da haben Sie allerdings Recht."
> Es gibt aber einen historischen Grund für zwei Koreas. Etwas zu ändern wird immer schwerer sein, als es so zu belassen, wie es sich entwickelt hat. (Aber vielleicht kommt diese Änderung ja irgendwann.)

"Sie schlagen also vor, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte dem Kapitalismus zu opfern? Im Ernst?"
> Das passiert sowieso. Im Kapitalismus steht der Gewinn über den Menschen. Leider.

Nachdem wir das kleine arme,

Nachdem wir das kleine arme, arme China mit jährlich nur lächerlichen 650 Milliönchen “unterstützen“ können, würde mich weniger interessieren ob, denn das tun wir bestimmt, sondern nur, mit, also mit wie wenig wir dann den Herrn Kim mit seiner Atom- und Raketensammlung da helfen? Das weiß doch bestimmt der hier alles wissende, spezielle Mitforist, der uns hier immer so großartige Belehrungen erfahren läßt.

Naja

man braucht halt wieder Geld. Für mich aber unverständlich: Jeder Raketentest sollte eigentlich mehr Sanktionen bedeuten und telefonieren fällt da auch total aus.

Ich verstehe nicht, warum man sich von solchen Staaten nur noch erpressen lässt. Nur dadurch ist dieses Land auch zu der Bewaffnung gekommen, die es heute vorgibt offenbar zu haben.

Das ist die Mitverantwortung westlicher Staaten!

@ Nachfragerin

Nordkorea wurde 2002 von George W. Bush zur "Achse des Bösen" erklärt. Ohne das Abschreckungspotential der Atomwaffen wäre Nordkorea womöglich schon von den USA angegriffen worden.

Also jedem Entwicklungsland seine Atombombe?

12:11 von neo liberal

Wäre es nicht eine Lösung, wenn sich die Menschen unter Aufsicht der UNO frei und gleich ein Parlament für ganz Korea wählen würden?

Für die Wiedervereinigung Deutschlands brauchte man keine UNO-Aufsicht.

Im übrigen strebt Nordkorea ja die Wiedervereinigung an; Nordkorea bezeichnet sich selbst als "Demokratische Republik Korea".

@ 11:57 von Blitzgescheit

Wohl wahr, allerdings wie von Ihnen gewohnt mit der üblichen rechten Emphase ausgedrückt.

Als in der Wolle gefärbtem Liberalen ist mir das schlicht zu schlicht.

Was hielten sie davon, zwischen "kommunistischem Konzentrationslager" einer- und Raubtierkapitalismus andererseits auf der mittlerweile gewaltig erweiterten Klaviatur der politischen, sozialen, ökonomischen und philosophischen Möglichkeiten interessantere Formen menschlichen Zusammenlebens zu entwickeln?

Vielleicht sogar einmal jenseits der mittlerweile doch arg obsolet gewordenen Begriffe links und rechts?

Ich weiß, dass Sie in Ihren Kommentaren bewusst das Stilmittel der Schwarz-Weiß-Malerei einsetzen.

Kann man machen, aber spannender und vor allem produktiver ist eine Auseinandersetzung entlang der ständig wechselnden Bruchlinien zwischen hunderterlei unterschiedlichen Interessen.

@andee - Kims Atomwaffen sind seine Lebensversicherung

12:00 von andee:
"Das heißt für Sie also (mal wieder): Die USA sind schuld."
> Ich bin mir sicher, dass Nordkorea die Atomwaffen nur entwickelt hat, um einen Angriff durch die USA zu verhindern.

"Können Sie Ihren Antiamerikanismus nicht wenigstens einmal stecken lassen?"
> Das ist kein Antiamerikanismus, sondern eine sachliche Einschätzung. Jedes andere Land würde genauso handeln, wenn es die (militärischen) Möglichkeiten hätte.

12:07 von rainer4528

«Da sah ich eine Reportage im TV. Da wurden Südkoreaner befragt, wollt ihr eine Vereinigung? Die einhellige Meinung war, nein. Die meisten bezogen sich auf die Kosten. Die kannten alle die Kosten der deutschen Wiedervereinigung.»

Damals bei BRD / DDR waren es ± 63 : 17 Mio. Menschen.
Bei Südkorea / Norkorea sind es ± 50 : 25 Mio.

Plus der Unterschied Südkorea / Nordkorea ist finanziell (und politisch) um ein hohes Vielfaches größer, als der Unterschied BRD / DDR jemals war.

Wahrscheinlich niemand anderes auf der Welt verfolgt seit 1989 so aufmerksam, was nach dem Fall der Mauer in Deutschland mit welchen Schwierigkeiten und Kosten wurde, wie Südkoreaner das tun.

09:53 von Traumfahrer

Meiner Meinung nach ist es lediglich die kommunistische Sippschaft, die den ganzen hässlichen Budenzauber veranstaltet, denen es nicht ums Volk, sondern nur die ureigene Ideologie geht, wie auch in China, wo die KP alles und jeden nicht nur kontrollieren will, sondern auf die ureigene Einstellung und Ansichten trimmen möchte.

Stimme voll bei! Es geht nur um Macht! Das Wohl des Volkes zählt nur im Hintergrund. Solange aber die Armee nicht hungert, bleibt die Macht erhalten. Wie sagte man so schön: "Ohne Mampf kein Kampf!"

@ Kambrium2

Nachdem wir das kleine arme, arme China mit jährlich nur lächerlichen 650 Milliönchen “unterstützen“ können,

Das war gestern schon falsch, aber Sie schreiben es schon wieder.


Das weiß doch bestimmt der hier alles wissende, spezielle Mitforist, der uns hier immer so großartige Belehrungen erfahren läßt.

Sie haben bisher auf Fakten nicht reagiert. Wozu dieser Seitenhieb?

@neo liberal - Atomwaffen

12:18 von neo liberal:
"Also jedem Entwicklungsland seine Atombombe?"

Ich bin grundsätzlich gegen Atomwaffen, akzeptiere sie aber in sehr geringer Stückzahl, wenn deren bloße Existenz einen Krieg verhindert.

Als "Achse des Bösen" wurden übrigens nur Irak, Iran und Nordkorea genannt. Der Irak würde überfallen, und die anderen beiden wollen sich mit Atomwaffen vor demselben Schicksal schützen.

@Am 04. Oktober 2021 um 12:21 von Lutz Jüncke

Zitat: "Was hielten sie davon, zwischen "kommunistischem Konzentrationslager" einer- und Raubtierkapitalismus andererseits auf der mittlerweile gewaltig erweiterten Klaviatur der politischen, sozialen, ökonomischen und philosophischen Möglichkeiten interessantere Formen menschlichen Zusammenlebens zu entwickeln?"

Sehr viel.

Ich habe zwar meine liberalen und konservativen Grundüberzeugungen, aber ich bin kein Dogmatiker.
Beide Standpunkte - die der individuellen Freiheit und die der kollektiven Gemeinschaft - haben ihre Berechtigung.

Insofern beide Gesellschaftsformen in ihrer rein ideologischen und vor allem unkritisierten Ausprägung sind schädlich für die Menschheit und Natur.

Ich sehe nur, dass wir aktuell eher in die Richtung sozialistischer Desasters gehen und allzu viele Grünlinke da völlig unreflektiert mitmachen (oder vielleicht sogar bewusst!).

Insofern meine mit akzentuierter Emphase vorgetragenen Polemik, die in der Sache aber nicht völlig aus der Luft gegriffen ist!

beides stimmt

@ 09:00 von Traumfahrer
>>Ja es ist nicht wirklich nach vollziehbar, was die Nordkoreanischen Machthaber dazu treibt, fast alles Geld in Rüstung und Aufrüstung zu stecken, statt die eigene Bevölkerung erst einmal gut zu versorgen.<<

Ja, es stimmt, die Versorgungssituation der nordkoreanische Bevölkerung ist eine Katastrophe.
Es stimmt m. E. aber auch, Norkorea (wie auch China) hat allen Gund, sich militärisch zu schützen inkl. Abschreckung.
Man erinnere sich: Beim Koreakrieg, einem Stellvertreterkrieg, stießen die US Streitkräfte - ungedeckt durch das Un-Mandat - bis zur chinesischen Grenze vor. Nachdem sie zurückgeworfen wurden forderte MacArthur - was Truman dann allerdings ablehnte - Atombomben auf 34 chinesische Städte abzuwerfen. (nach Wikipedia)

@ Nachfragerin

Jedes andere Land würde genauso handeln, wenn es die (militärischen) Möglichkeiten hätte.

Jedes korrupte Regime in der Welt hat die Möglichkeiten sich atomar aufzurüsten. Und Sie scheinen es eigentlich ganz normal zu finden, wenn jedes Entwicklungsland sein Geld in Atomraketen steckt. Eine logische und legitime Atom-Rüstung.

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