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Gespensterdiskussion

Die Grünen sind doch schon lange eine ganz normale Partei mit den üblichen Mechanismen. Wenn jemand wie Frau Baerbock nicht den erhofften Erfolg hatte und, wie sie auch selbst sagt, das auch an eigenen Fehlern liegt, dann wird man und frau in Parteien üblicherweise ein wenig oder mehr zurechtgestutzt. Ähnlich wie mit Laschet in der CDU will man natürlich im Moment noch nicht die große Abrechnung, aber allzu viel Lob auch von Parteifreunden können weder Laschet noch Baerbock erwarten.

Und Habeck? Ähnlich wie bei der Union hätten sich auch bei den Grünen ein Teil einen anderen Kanzlerkandidaten gewünscht. Immerhin hat Habeck es geschafft, sich mit beleidigten Sticheleien zurückzuhalten. Zusätzlich ist er erfahren in Koalitionsverhandlungen, gerade mit der FDP.

Und Vizekanzler? Das ist echt nicht wichtig, zumal es ja den Begriff eigentlich gar nicht gibt. Wir hatten noch nie eine 3-er-Koalition. Vermutlich gibt es demnächst einen 1. und 2. Stellvertreter. Damit sich alle gut fühlen.

Baerbock und Habeck

TS: "Überraschend ist vielleicht vielmehr, wie lange Baerbock und Habeck es geschafft haben, zumindest nach außen hin das harmonische Bild aufrecht zu erhalten."
Zum Einen beruht diese Feststellung auf Vermutungen. Wie sehr die beiden sich unter 4 Augen beharken, weiß keiner.
Zum Anderen - und dass ist viel entscheidender - beweisen Baerbock und Habeck deutlich mehr Größe als Söder, dessen Verhalten nur den Schluss zulässt, dass er Laschet nicht auf den Kanzlersessel sitzen sehen will.
Ein eigennütziges Spiel Söders.

wenn er nicht mit Diffamierungen (oder gleich mit FakeNews) um sich schmeißt

„Keiner weiß, wie ein Vier-Augen-Gespräch zwischen den beiden Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck abläuft. Aber die Vermutung liegt nahe, nicht mehr ganz so harmonisch wie noch vor ein oder zwei Jahren. Das ist nicht überraschend, die harten Wahlkampfwochen, die Fehler der Kanzlerkandidatin Baerbock und die Fakenews, denen die Grünen ausgesetzt waren, haben ihre Spuren hinterlassen“

Warum sollte die Arbeit an einem (gemeinsamen) und infame Angriffe auf Mitstreiter nicht auch zusammenschweißen, (und sei sie noch so hart)? Ohne faire Zusammenarbeit ist dieses Ziel nicht zu erreichen.

Baerbock und Habeck sind ein

Baerbock und Habeck sind ein kooperatives Duo, das Verantwortung übernimmt und eine klare gemeinsame Strategie auch für die Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen entwickelt hat und vertritt. Der Bericht ist überflüssig wie sonst was, denn die Frage, wer an welcher Position die grüne Politik in einer neuen Regierung vertritt, steht überhaupt noch nicht an.

RE: dr.bashir um 08:32 - Gespensterdiskussion

Wohl eher eine "Gespensteranalyse" von Frau Barth.
Sie stellt Fragen, die sie nicht beantworten kann und mit Spekulationen zu erklären versucht. Mehr mag ich zu dem Artikle nicht sagen.

Was wir wissen ist, dass es bei den GRÜNEN zu Indiskretionen gekommen ist, die von interessierter Seite kamen. Ob aus dem Lager von Frau Baerbock, dem linken Lager oder von sonstwoher, auch das wieder nur Mutmaßungen, diesmal von mir.

Ich kann bei dem Vorsitzendengespann keinen Riss erkennen. Die führen jetzt gemeinsam die Sondierungen und Koalitionsverhandlungen für die GRÜNEN, wie es sich für eine Doppelspitze gebührt.

Gruß Hador

Auch die Grünen sind keine

Auch die Grünen sind keine Über-Menschen, aber deren Politkultur lässt die Hoffnung zu, dass sie nicht anständiger mit ihren allzumenschlichen Regungen wie z.B Enttäuschungen umgehen als bei andern Parteien. Politiker müssen Lust auf Macht (=Machen Können) haben, sonst wird das nichts im Haifischbecken. Entscheidend wie selbstreflektiert und -kritisch die Menschen bleiben und da haben B & H meinerseits noch die besten Vss.

Spekulationsjournalismus

Früher hätte spätestens der Chefredakteur gesagt: Hast du für deinen Artikel irgendwelche Belege? Heute darf man als RedakteurIn offensichtlich munter drauflos spekulieren, ob wie hier bei den Grünen oder vorher bei der CDU ist egal. das Ganze wird dann als Meldung oden noch besser als nalyse verkauft. Kaffeesatzlesen kann ich auch allein, das erwarte ich schon gar nicht von der Tagesschau. Aber zwei unbelegte Vermutungen als Basis für einen Artikel zu verwenden ist kein Journalismus, sondern Klatsch und Tratsch.

Letztlich eine Diskussion wie in der Union

Am Ende hat Baerbock nicht das Kanzleramt gewonnen, und somit kommt zwangsläufig die Diskussion auf, ob Habeck der erfolgreichere Kandidat gewesen wäre. Also wie bei Laschet/Söder. Und in beiden Fällen war der im April verkündete Kandidat durchaus nicht unumstritten. Bei der Union hat die CDU aber nunmal - als größere Partei - traditionell das Vorschlagsrecht, und welcher CDU-Vorsitzende möchte sich die Blöße geben, hier zurückzustecken? (Ja, gab es schon ...) Bei den Grünen kam eigentlich nur eine Frau in Frage. Beide personellen Entscheidungen gingen am Ende nicht auf. Und somit haben beide - in unterschiedlichem Umfang - den Makel des Verlierers.

Wobei man natürlich die Frage stellen darf, wie realistisch die Vorstellung war, die Grünen würden stärkste Partei werden und könnten Kanzler oder Kanzlerin stellen ...

Das kleinste Problem

Wer Vizekanzler von den Grünen wird. Denn wenn Jamaika durch Parteitagsbeschluss unmöglich wird und die FDP doch lieber mit der Union als der SPD regiert, dann wird es niemand von den Grünen ...

Die CDU ist unberechenbar in ihrer Flexibilität. Sie ist keine Programmpartei und zudem inhaltlich entkernt. Laschet und seine Partei stehen mit dem Rücken zur Wand. Gut möglich das man FDP und Grünen Dinge verspricht die Scholz ihnen nicht geben kann.

Das die Grünen aber in eine Jamaika Koalition eintreten, kann ich mir im Moment nicht vorstellen.

Ich bin froh, die Linke gewählt zu haben. Denn wenn es keine Ampel gibt und keine Minderheitsregierung mit der Linken, dann habe ich wenigstens damit nichts mehr zu tun. Ich kann mir nur schwer vorstellen wie die FDP zur Sozialliberalität der 1970er zurückfinden sollen ...

Harmonie

Also, bisher hat die Harmonie doch angehalten. Das war doch wichtig. Ob dass immer und ewig so bleibt, ist unwahrscheinlich. Die Wahl ist gelaufen und je nachdem, was die Verhandlungen bringen werden, muss jede Partei dafür dann die eigene Orientierung neu vornehmen und entsprechend reagieren. Da jetzt schon mit Vermutungen Unruhe reinzubringen ist überflüssig.
Freuen wir uns doch einfach darüber, dass es mal eine Partei schafft, sich nicht selbst auseinander zu nehmen mit Machtkämpfen und Intrigen.

Die Grünen und die Union kann man nicht vergleichen

Der Artikel beschäftigt sich zu 80 % mit Vermutungen.

Die Grünen sind von Anfang an viele geübter in Machtteilungen und sollen sie deswegen behalten.
Ich kann aber Doppelspitzen nichts abgewinnen. Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen. Dazu kommen dann die erweiterten Führungsgremien wie Vorstand und Präsidium.

Bei der SPD wirkt die Doppelspitze seltsam und bei der Union passt sie schon mal gar nicht. Ich hoffe nur, dort kommt man nicht auch noch auf diese Idee, wenn Laschet abgetreten ist.

Nettes Gedankenspiel

aber mehr auch nicht. Zunächst müssen wir mal schauen, wen Grüne und FDP als Kanzler zulassen. Danach kann man schauen wer diesen dann als Vize vertritt.

Falls es Scholz wird, würde ich aber dann doch Herrn Habeck bevorzugen. Alleine schon damit das väterlich-gönnerhafte Getue aus den Triell-Veranstaltungen ein ende hat.

@Peter Meffert 09:00

Ihren Kommentar stimme ich zu. Dieser Artikel hat keinen Informations"mehr"wert. Spekulationen gehören nicht zu einem seriösen Medium, wie es die Tagesschau sein sollte.

Die Grünen sind eine Partei geworden

Wenn ich das mal zusammennehme, was ich da lese, dann bleibt übrig: die Grünen sind eine normale Partei geworden und sie werden von Menschen gefühlt bei denen es menschelt. Vermutlich.

„Deutschland: alles ist drin!“

Ja, auch ein Kanzler Laschet!

Ich habe irgendwie das Gefühl das SPD und FDP nicht so richtig zueinander finden werden - trotz der Ampel in RLP.

Die Grünen können da nur noch fasziniert zuschauen.

Mir fällt irgendwie gerade überhaupt kein Politikfeld ein in dem es eine nicht-leere Schnittmenge gäbe zwischen FDP und SPD.

Grüne und FDP können schon irgendeinen Deal miteinander machen, Kretschmann wird da schon Vorschläge generieren. Ich kaufe den Grünen ihre Sozialpolitik nicht ab, denn das ist längst nicht mehr deren Klientel.

Die RLP Ampel ist bedeutungslos. Denn auf Landesebene geht es fast nur um Posten. Deutschland ist viel weniger föderal als zB die USA, eher ähnelt die Verwaltungsstruktur der Russlands. Die Eigenständigkeit der Bundesländer ist weit geringer als die der Länder im Kaiserreich. Landesverfassungen zB sind mehr Folklore als echte Grundrechtsentwürfe. Landesregierungen dienen als „mittlere Managementebene“ um ein 80 Millionen Volk leichter regierbar zu machen.

@ Parsec

Zitat: "Überraschend ist vielleicht vielmehr, wie lange Baerbock und Habeck es geschafft haben, zumindest nach außen hin das harmonische Bild aufrecht zu erhalten."
#
Wer sehen wollte hat gesehen: Die kleinen Spitzen gegen Baerbock, dass demonstrative Schweigen ... echt gemeinte Unterstützung sieht anders aus.
Nach Durchsetzung der Frauenquote war der Friede nur noch Makulatur. Das Baerbocks dilettantisch agierendes Wahlkampfteam bei der "Kriesenbewältigung" zwischen leugnen und Drohen hin und her sprang, dürfte Habeck bei seinen Auftritten geprägt haben. Nicht mehr als nötig und so wenig wie möglich zur Kandidatin ... hat geklappt. ER ist weitgehend unbeschadet aus dem Wahlkampf gekommen.
Baerbock und Laschet ... beide haben nicht geliefert. Weil sie nicht "Kandidaten der Masse" waren. Beiden hat man ihre Rolle nicht abgenommen. Der Versuch, die 2. Garnitur zur ersten zu machen ist, wer hätte das gedacht, krachend gescheitert.
Grün ist nur noch Kanzlermacher, nix Kanzler.

Am 01. Oktober 2021 um 08:52 von SinnUndVerstand

Baerbock und Habeck sind ein kooperatives Duo, das Verantwortung übernimmt und eine klare gemeinsame Strategie auch für die Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen entwickelt hat und vertritt. Der Bericht ist überflüssig wie sonst was, denn die Frage, wer an welcher Position die grüne Politik in einer neuen Regierung vertritt, steht überhaupt noch nicht an.
__
Könnte es eventuell möglich sein, dass Sie JEDEN Bericht, der auch nur ansatzweise Kritik gegenüber Ihrer preferierten Partei beinhaltet, als überflüssig erachten ?
Im übrigen wissen doch Sie, wie jeder andere einigermaßen interessierte Mensch auch, dass die Personalfragen diejenigen sind, die am meisten nachgefragt werden.
Dass dort ebenso Neid, Konkurrenzdenken und Machtstreben zu Hause sind wie in jeder anderen Partei, müsste eigentlich jedem, der nicht völlig verklärt ist von den schönen und friedlichen Bildern, die gerne als Hintergrund genommen werden, klar sein.

09:06 von Freiheit-brauch... | Vorliebe für starken Chef ?

'Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen. Dazu kommen dann die erweiterten Führungsgremien wie Vorstand und Präsidium.'

Ihre Vorliebe für einen 'starken Chef' und bei CDU/CSU für Söder haben Sie ja hinreichend wiederholt zum Besten gegeben in den letzten Monaten.

Nicht jede Partei ist so hierarchisch aufgebaut wie die CSU. Die Grünen halt nicht, weil sie von Anfang an basisdemokratisch und auf Ausgleich Mann/Frau bedacht aufgestellt waren.

Ich mag auch lieber klare Entscheidungsstrukturen, aber wenn es im Tandem funktioniert, dann ist doch auch gut.

Steht die Ampel auf Rot, Grün oder Gelb?

Wenn alle drei Farben leuchten, was bedeutet das laut StVO ? Das die Lichtzeichenanlage kaputt ist ?

Die SPD wird es schon aus programmatischen Gründen nicht schaffen sich so zu verbiegen wie die Union es zum Zweck des Machterhalts kann.

Und was sollte das auch für ein Bild sein: „die Ampel steht auf Rot!“. „Grünes Licht“ für die Ampel (Parteitag) nützt aber auch nichts, ohne Gelbphase. Und Ampeln die „gelb blinken“ sind außer Betrieb. Ich bin schon auf die ganzen Metaphern gespannt in den nächsten Wochen ...

Der Artikel ist sehr spekulativ: "könnte, wäre, gut möglich,

dass...."
Da spekuliere ich auch mal ein bisschen:
Die Wahl von Frau Baerbock zur Kanzlerkandidatin war offensichtlich ideologisch geprägt: wir sind grün, fortschrittich und feministisch - also muss es von 2 Optionen die weibliche sein. Solche Kriterien orientieren sich aber nicht an der Person bzw. dem Potential des/der jeweiligen Kandidat*in.

Dieses Proporz-Getue hängt mir als Frau daher langsam zum Halse heraus. Es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche, wird drolligerweise medial gerne von Männern gefordert/gefördert, die sich als Frauenversteher verstehen, und schadet mehr, als es nützt.

Diese Haltung: "ja sicher, IHR könnt das auch" ist dümmlich. Ja, selbstverständlich: die Landeschefinnen Dreyer und Schwesig beweisen es, und auch Frau Merkel war als Krisenkanzlerin ein Gewinn (innenpolitisch eher weniger); dabei hatte sie lange widerwärtige Häme zu ertragen: von Männern UND Frauen.
Kurz: Mann zu sein, reicht alleine nicht für Kanzler, Frau zu sein, auch nicht.

Kaffesatzleserei

Wäre ich jetzt auf der Bild.de-Seite würde ich nichts anderes erwarten. Aber das hier ist die Tagesschau. Ein Text voller Vermutungen und Klatsch. Kein einzigen sicheren Anhaltspunkt. Wozu dann die Arbeit.?

Re : SinnUndVerstand !

Ja es sollte grundsätzlich nicht so viel spekuliert werden, egal in welchem Bereich. Lasst die Leute mal ihren Job machen, wartet darauf, was sie zu vermelden haben, und zieht dann vielleicht ein paar Schlüsse. Oder fragt dann höflich, wie sich die Damen und Herren das so vorstellen und bewirken wollen.
Alles andere ist unseriös !

Keine Probleme, das kann nicht sein

Interessant, wie aus einer selbst genannten Vermutung ein ganzer Artikel zu möglicherweise bestehenden Problemen gesponnen wird. Der Eingangssatz wird einfach nur immer weiter ausgesponnen und am Ende sollen scheinbar Zweifel an der Zusammenarbeit hängen bleiben - ohne Belege... Woran erinnert mich das bloß?

@ Möbius

Kanzler Laschet ??

Sorry, möglich ist das, aber das ist letzten Endes auch nicht das wahre. Wobei um gerecht zu sein: Scholz und Laschet (Söder) haben aus verschieden Gründen eigentlich nichts mehr im Kanzleramt zu suchen. Beide haben mit gutem Grund einen Personenwahlkampf geführt, weil der Rest der eigenen Partei eher noch mehr Wähler abgeschreckt hätte. Scholz hat in der Vergangenheit gezeigt, wie schlecht die von Ihm geführten Ministerien arbeiten, Laschet wie ungeschickt man wirklich jeden Fettnapf mitnimmt. CDU und SPD haben gemeinsam in den letzten Jahren Ihren Anspruch als Volksparteien verspielt.

Eigentlich müsste das Kanzleramt von Baerbock und Lindner eingenommen werden. Das wäre ja auch zumindest möglich, leider nur sehr wenig wahrscheinlich...

09:17 von Möbius | Richtig und falsch vermengt

'Ja, auch ein Kanzler Laschet!

Sehe ich auch so und habe schon mehrfach darauf hingeweisen, dass 'Kretsch' von BaWü sich eindeutig für Jamaika positioniert. Er ist ein erfolgreicher und populärer Ministerpräsident und hat bei den Grünen Gewicht. Wenn er das für einen Kanzler Laschet in die Waagschale wirft, dann kann es den noch geben. Schwach und deswegen nachgiebiger als eine selbstbewusster Scholz es wäre.

'Die Eigenständigkeit der Bundesländer ist weit geringer als die der Länder im Kaiserreich.'

Kann man nicht vergleichen. Damals gab es neben dem Kaiser in den Territorien noch Königreiche und Herzogtümer und andere aristokratische Herrschaftsgebiete.

Der Föderalismus in Deutschland ist ganz okay, mit viel Eigenständigkeit im Kultusbereich, bei Polizei, Gesundheitsbereich, eigener Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Re : Mustermännchen !

Ich denke, es war zum großen Teil auch ein echt unseriöser und schmutziger Wahlkampf, öfters unter der Gürtellinie. Überall, und vor allem bei Frau Baerbock wurde das Haar in der Suppe gesucht, wurde alles auf die berühmte Goldwaage gelegt, nur bei den anderen ging man etwas gesitteter zu Werke. Denn auch die anderen, egal ob Laschet, Scholz oder Söder, wie auch bei den Linken, haben alle nie immer ein reines Gewissen, was aber letztendlich jede Person für sich selbst klären muss.
Leider aber ist inzwischen ein unmögliche, eher amerikanische Art, hier eingekehrt, die das kleinste Detail zerlegen will, es fehlt nur noch das Sexleben der "Oberen".
Klar, all diejenigen die antreten, sollten dies ehrlich und anständig tun, Vertrauen erzeugen und überzeugen mit guten Ideen und Innovationen, wie auch einer Kompetenz, die die Menschen mitnimmt.

um 08:32 von dr.bashir

>>
Und Vizekanzler? Das ist echt nicht wichtig, zumal es ja den Begriff eigentlich gar nicht gibt. Wir hatten noch nie eine 3-er-Koalition. Vermutlich gibt es demnächst einen 1. und 2. Stellvertreter. Damit sich alle gut fühlen.
<<

Geschichtsvergessen ? Schon die erste Bundesregierung unter Adenauer war eine Viererkoalition, wie auch alle Koalitionen mit CDU/CSU-Beteiligung (mindestens) Dreierkoalitionen waren.

Was die Beiden

miteinander besprechen geht doch keinen was an. Ich meine Beide haben sich im Wahlkampf gut geschlagen,wenn es auch Fehler gab.Aber wo kommen denn keine Fehler vor?

ß

Genau das ist das Bewundernswerte

Der Inhalt und Ablauf eines Vier-Augen- und Ohrengesprächs bleibt auch dort, hoffentlich bleibt das auch so, bis es Zeit zum Reden ist(Memoiren).
Allein dafür eine volle Portion Hochachtung.
Der Vorteil eines funktionierenden Teams ist, daß jeder dort eingesetzt wird, wo seine Stärken liegen, das steigert die Effizienz und reduziert die Belastung.
Wenn die beiden das auch noch hinkriegen, kann es nur besser werden.
Außerdem ist der "Plan", Soldaten aus dem Feuer zunehmen und durch ausgeruhte Kräfte zu ersetzen, anstatt sie zu verheizen, uralt und sinnvoll.
Von der kritischen Wechselphase sollte der Gegner nichts mitkriegen(siehe Anfang).
Bis jetzt sind beide ein Pluspunkt der Grünen und schaffen es hoffenlich auch es zu bleiben, auch wenn sich erste Heckenschützen aus der eigenen Partei schon lautstark in die Büsche werfen.
Angesichts der Mikrofonanzahl und Fragenqualität wäre manche meiner Antworten nicht nur "patzig", sondern ein "echtes Brett", hochkant und mit "Schmackes".

Am 01. Oktober 2021 um 09:04 von Mustermännchen

Bei den Grünen kam eigentlich nur eine Frau in Frage.
__
Wieso eigentlich ? Wäre nicht mit Frau Merkel soeben eine Frau nach 16 Jahren in dieser Position zurückgetreten, hätte ich das verstehen können, aber so ? Vllt sollte man auch bei den Grünen nicht alles der Geschlechter"Gerechtigkeit" unterordnen (siehe auch das Debakel im Saarland), sondern auch andere Parameter beachten.
In beiden Fällen, Laschet bei der CDU (aus machtpolitischen) und Baerbock bei den Grünen (aus ideologischen )Gründen gegen den Kandidaten entschieden, der die besseren Chancen hatte. Da muss man sich jetzt nicht wundern, dass es 1. genau so gekommen ist, dass nämlich der Kandidat abschmierte und 2. der Unterlegene jetzt nicht gerade amused ist. Da ist neben der Enttäuschung wegen der Partei, mit Sicherheit bei beiden auch ein gewisses Quentchen Schadenfreude dabei.

ich bin es leid

solche Artikel zu lesen. Ich soll hier als Meldung von Tatsachen schlucken, was eine Redakteurin sich zusammenspekuliert.
Und schon lange bin ich es leid, dass die Tagesschau, wie eben andere Medien auch, Frau Baerbock (und natürlich auch anderen) angebliche "Fehler" nachweist, die man selbst erst zu solchen deklariert hat, und sie anklagt, damit nicht umgehen zu können.
Die Zerlegung Baerbocks durch ihre Gegner während des Wahlkampfs war weit unterhalb jeder gefühlten Gürtellinie, sexistisch, sensationslüstern, kurz widerwärtig. Und dann kommt man noch im Nachhinein mt der Behauptung, die Grünen hätten bei der "Verarbeitung" dieser Fehler versagt.
Ständig schwingt hier der Vorwurf mit, dass man nicht den wackren weißen Ritter Habeck ins Rennen geschickt habe, den Sympathieträger, der souverän alle niederträchtigen Angriffe auf die Grünen pariert hätte (auch die der TS selbst), sondern das schwache Frauchen, das angeblich mit dieser Aufgabe von vornherein überfordert gewesen sei.

Ich schließe mich den Kommentaren an,...

...in denen sich deren Verfasser unzufrieden über den Artikel äußern.

Ein Artikel, der von Vermutungen lebt, die niemand bestätigen oder als unzutreffend widerlegen kann, ist unter dem Niveau, das man gemeinhin aus der Feder der Autoren gewohnt ist.

@ Kokolores2017

Ich finde Ihren Kommentar sehr gut, auch die genannten Frauen, die erfolgreiche Politikerinnen sind, zeigen eindrucksvoll, dass es auf Fähigkeiten ankommen sollte und nicht auf das Geschlecht. Es ist sogar kontraproduktiv, wenn eine Frau nur aufgrund ihres Geschlechts einen Posten bekommt, aber nicht erfolgreich ist, sagen dann viele nachher: Klar, war ja auch eine Frau. Es kommen jetzt durch eine offene Gesellschaft und gute Ausbildung immer mehr Frauen in führende Positionen und überzeugen durch Leistung und zeigen ihr Können. Eine Quote hilft da eher nicht.

Am 01. Oktober 2021 um 09:04 von Möbius

Ich bin froh, die Linke gewählt zu haben. Denn wenn es keine Ampel gibt und keine Minderheitsregierung mit der Linken, dann habe ich wenigstens damit nichts mehr zu tun. Ich kann mir nur schwer vorstellen wie die FDP zur Sozialliberalität der 1970er zurückfinden sollen ...
__
Stimmt, jetzt haben Sie glücklicherweise nichts mehr damit zu tun.
Dass irgendeine Partei zu ihrer Politik von vor 50 Jahren zurückfinden soll, wäre allerdings ein völlig sinnloses und dummes Unterfangen in Anbetracht der Tatsache, was sich seit dem alles geändert hat.

@ 09:20 von weingasi1

Es steht Ihnen frei, über meinen Kommentar zu einem überflüssigen hochspekulativen Artikel Ihrerseits zu spekulieren. Fakt bleibt, dass der Artikel leider keine substantiellen Inhalte hat. Und Fakt bleibt, dass Baerbock/Habeck das funktionierendste Duo in der deutschen Politiklandschaft bilden, auch wenn Ihnen das nicht gefallen mag.
Wie wäre es, wenn Sie mal inhaltlich Stellung dazu beziehen, dass die beiden grünen Parteivorsitzenden einen sinnvollen Fahrplan für die anstehenden Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen erstellt haben?

@weingasi1 u.a.

Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?

Am 01. Oktober 2021 um 09:06 von Freiheit-brauch...

Ich kann aber Doppelspitzen nichts abgewinnen. Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen. Dazu kommen dann die erweiterten Führungsgremien wie Vorstand und Präsidium.
__
Stimmt. So sollte es sein. Irgendjemand muss zum Schluss bei Uneinigkeit, soll es ja geben, zumindest in allen Institutionen, die ich kenne, das letzte Wort haben. Ich weiss ohnehin nicht, warum diese "Doppel"-Dinger eingeführt wurden, denn letzten Endes kann es doch nur eine Richtung geben, die entweder hierhin, oder entgegengesetzt führt.
Diese Doppelspitzen sind immer nichts halbes und nichts ganzes, imho.

Baerbock und Habeck: Es ist kompliziert....

Jemand schrieb hier "die Grünen sind schon lange eine normale Partei". Das ist so. Wenn persönliche Gegensätze mehr Gewicht haben, als daß Verhalten der grünen Partei, da wo sie schon mitregiert: Autobahnausbau in einer Großstadt (A66,A661). Notfalls auch auf Kosten von Wäldern: Fechenheimer Wald, Dannenröder-und Kelsterbacher Wald. Oder das Flüssiggasterminal in Brunsbüttel. Wer war dabei ?

@Freiheit-brauch..., 09:06

„Eine Führungsperson, egal ob Mann oder Frau, wird gewählt und trifft klare Entscheidungen“

Ich halte es grundsätzlich für falsch und deshalb illegitim, irgendeiner Einzelperson das Recht „zuzugestehen“, in politischen Angelegenheiten „klare Entscheidungen“ zu treffen, die konkrete Auswirkungen auf die Lebenschancen anderer haben. Nicht nur deshalb, weil das allen demokratischen Prinzipien widerspricht, sondern vor allem deshalb, weil kein Mensch allein - egal wie kompetent er oder sie nach demokratischen bzw. objektiven Kriterien, also aufgrund seiner/ihrer allgemeinen diesbezüglichen Anerkennung in der globalen Bevölkerung) auch tatsächlich sein mag - oder, m.E. weit schlimmer, wie „mächtig“ - in der Lage ist, allein zu beurteilen was richtig und was falsch ist.

Demokratie bzw. Freiheit beruht auf der faktischen Möglichkeit jedes Einzelnen, dies selbst herauszufinden und dementsprechend zu handeln. Also seine eigenen(!) Erkenntnisse nach den Prinzipien der Demokratie einzubringen.

@Am 01. Oktober 2021 um 09:40 von harry_up

>>Ich schließe mich den Kommentaren an,...

...in denen sich deren Verfasser unzufrieden über den Artikel äußern.

Ein Artikel, der von Vermutungen lebt, die niemand bestätigen oder als unzutreffend widerlegen kann, ist unter dem Niveau, das man gemeinhin aus der Feder der Autoren gewohnt ist.<<

Ebenso möchte ich mich diesem Kommentar, wie allen anderen Verfassern, die unzufrieden mit diesem Artikel sind, anschliessen.

Dieser Artikel ist auf einem spekulativen Niveau unterwegs, ohne wirklichen Informationsgehalt.

Für mich liest es sich so, als wenn die Journalistin heute noch einen Artikel zum Nachgang der BTW mit Inhalt "Habeck & Baerbock" schreiben sollte und dann einfach mal so spekuliert. Ein äußerst unnötiger Artikel.

Bernd Kevesligeti

auf Kosten der Wälder
...........

so lange der Anteil der Wälder im Land steigt
ist es reiner Populismus das als Thema zu bringen

Baerbock und Habeck: Es ist kompliziert

Wenn es auch kompliziert scheint, beide Vorsitzenden sind clever genug eventuelle Meinungsverschiedenheiten für sich zu behalten, eine Selbstzerfleischung wie sie die CDU/CSU gerade vollzieht würde eine Regierungsbeteiligung in weite Ferne rücken.

@ 09:48 von weingasi1

Sie haben offensichtlich ein bestimmtes eingeengtes Führungsverständnis a la "auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt's einen, der die Dinge regelt." Wenn es denn je funktioniert haben sollte, ist jedenfalls jetzt deutlich, dass es einen anderen kooperativen teamorientierten Stil braucht. Den verkörpern Baerbock und Habeck, und zwar funktionierend und erfolgreich, im Unterschied und zum Ärger von Laschet/Söder, Chrupalla/Meuthen und auch zur One-Man-Lindner-Partei.

Mutig

War Annalena Baerbock der Rammbock mit Achsenbruch? Nein.
War sie das das Sturmgeschütz, leider mit Ladehemmung?
Nein.
Sie war vor allem eines: mutig.
Diese Eigenschaft wird nicht verloren gegangen sein. Und vielleicht braucht sie die ja noch.
Wenn es darum geht,
ein Ampel-Verhandlungsergebnis mit Ja oder Nein zu bewerten.
Robert Habeck steht genauso wie der grüne Ministerpräsident aus Baden-Württemberg für eine Nähe zur CDU.
Das hat er bisher zwar nicht so laut gesagt, aber in der Vergangenheit erfolgreich in Schleswig-Holstein praktiziert.
Es bleibt spannend.

@ Frosthorn

Die Grünen haben ein Frauenstatut, dass bei neutraler Betrachtung äußerst sexistisch ist. Das mag man gut finden oder nicht, aber bleibt eine Tatsache.

Am 01. Oktober 2021 um 09:38 von frosthorn

Ständig schwingt hier der Vorwurf mit, dass man nicht den wackren weißen Ritter Habeck ins Rennen geschickt habe, den Sympathieträger, der souverän alle niederträchtigen Angriffe auf die Grünen pariert hätte (auch die der TS selbst), sondern das schwache Frauchen, das angeblich mit dieser Aufgabe von vornherein überfordert gewesen sei.
__
Wenn man die Attribute "wacker und weiss" weglässt, könnte man ja durchaus zu dieser Meinung kommen. Es ist ja auch durchaus nicht ehrenrührig, wenn man dem oftmals zitierten "Haifischbecken" eben nicht gewachsen ist. Das hat jetzt weder etwas mit "Frau"-Sein, noch etwas mit "Grün"-Sein zu tun, sondern nur etwas mit dem eigenen
Charakter. Für dieses Haifischbecken braucht es eben u.a. auch eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt.

ABAERBOCK - warum immer nur auf die Fehler zeigen

Was mich am meisten an all diesen Diskussionen um Annalena Baerbock stört, ist wie stark die Fake-und Hass-Verbreitung hier Einfluss nimmt und m. M. n. viel zu stark von Inhalten und Fakten ablenkt.

Wie groß sind denn die Fehler, die Frau Baerbock da gemacht hat? Verglichen, daran was viele Ihrer Politikerkolleg:innen aus den verschiedensten Parteien gemacht haben, machen oder immer noch vershleiern. … Ich habe eine eigene Meinung dazu. Was ich mir aber wirklich wünsche, ist, dass jeder der seine Meinung dazu öffentlich kundtut, dies auf Basis von Fakten tut. …

Genauso kann ich dieses Argument mit der fehlenden Regierungserfahrung nicht mehr hören. Was hat uns denn die so große Regierungserfahrung unserer „alten“ Politiker bisher genützt. Immer wieder werden neue innovative Ansätze schon im Keim erstickt, es wird in immer gleichen Schienen gedacht.

>> ich habe noch mehr zu sagen<<

Früher wäre so ein Artikel

Früher wäre so ein Artikel als "Kommentar" markiert worden, heute heisst das "Analyse"

@ 09:35 von Klärungsbedarf

"Geschichtsvergessen ? Schon die erste Bundesregierung unter Adenauer war eine Viererkoalition, wie auch alle Koalitionen mit CDU/CSU-Beteiligung (mindestens) Dreierkoalitionen waren"

Sorry, aber über die erste Bundesregierung unter Adenauer weiß ich nichts und die Union möchte mal als Einheit und mal als 2 getrennte Parteien wahrgenommen werden, gerade wie es am besten passt.

Ist tatsächlich wurscht, wie die Verhältnisse in den 50-er Jahren des letzten Jahrhundert waren. Jetzt geht es um eine Koalition aus 3 wirklich unterschiedlichen Parteien. Die CSU hat, obwohl eigene Partei, noch nie den ehrenvollen Posten eines "Vizekanzlers" beansprucht. Ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt bei Grünen und FDP durchaus anders wird. Ich glaube schlichtweg nicht, dass Lindner einfach sagt, ich lasse den Titel den Grünen, weil die ein paar Prozent mehr haben. Da wird sich schon ein Titel finden. Extra Gehalt gibt es für den Posten ja sowieso nicht, keine besondere Planstelle nötig.

Spekulation statt Transparenz

"Zusammenspekuliert" - das kennzeichnet die Situation richtig. Aber Spekulation sind ja auch alle Meinungsäußerungen hier. Macht das dann überhaupt Sinn ? Nun, es sind Ersatzhandlungen des frustrierten Volkes, dem schon klar ist (hoffentlich) daß das Lieblingswort der Demokratie -"Transparenz" - genau hier schlicht beiseite geschoben wird. Denn in dem Interessenabgleich der Parteien untereinander werden ja die entscheidenden Weichen gestellt und eigentlich sollten wir jedes einzelne Argument öffentlich zur Kenntnis nehmen können.
Daß das nun ums Verrecken nicht geschieht zeigt eine, ja vielleicht sogar DIE Grenze des demokratischen Idealbildes auf. Das sollten sich alle diejenigen vor Augen führen, die dieses Bild für das einzig sinnvolle halten

09:42 von weingasi1 @ Möbius | Da haben Sie beide recht

'Ich kann mir nur schwer vorstellen wie die FDP zur Sozialliberalität der 1970er zurückfinden sollen ... '

Was der User Möbius hier anspricht, ist nicht eine Politik von vor 50 Jahren, sondern die wenig vorhandene Offenheit der FDP für eine sozialliberale Synthese zwischen Sozialdemokratie und Liberalismus, die in anderen Ländern, wie etwa in denen Skandinaviens, sehr aktuell und modern ausgeprägt ist.

'Dass irgendeine Partei zu ihrer Politik von vor 50 Jahren zurückfinden soll, wäre allerdings ein völlig sinnloses und dummes Unterfangen in Anbetracht der Tatsache, was sich seit dem alles geändert hat. '

So wie die AfD propagiert, sie wäre gerne wie die CDU der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Das ist allerdings ein rückwärts gerichtetes 'völlig sinnloses und dummes Unterfangen', wie Sie richtigerweise sagen.

um 10:11 von dr.bashir

>>
Ist tatsächlich wurscht, wie die Verhältnisse in den 50-er Jahren des letzten Jahrhundert waren. Jetzt geht es um eine Koalition aus 3 wirklich unterschiedlichen Parteien. Die CSU hat, obwohl eigene Partei, noch nie den ehrenvollen Posten eines "Vizekanzlers" beansprucht.
<<

So wurscht ist das nun auch nicht. Denn nicht selten waren die Unterschiede innerhalb der Union größer als die zwischen einem der beiden und einem weiteren Koalitionspartner. Aktuell ist die CSU innerhalb der Fraktionsgemeinschaft gestärkt. Und die CSU hat sogar den Posten eines Kanzlers beansprucht, denn hätte z.B. Kandidat Steuber die Wahl gewonnen, dann wäre er mit Sicherheit auch Kanzler geworden.

09:37 von weingasi1

Wir können sowohl bei den Grünen als auch bei der CDSU nur spekulieren wie sich der Wahlkampf bzw. die Wahl entwickelt hätte, wäre jeweils ein anderer Kandidat angetreten. Für so richtig sinnvoll halte ich das derzeit nicht.

Ich habe Frau Baerbock das Amt durchaus zugetraut. Wie jemand dieses tatsächlich ausfüllt, sieht man immer erst hinterher. Sie hatten ihr die Kompetenz allein deshalb abgesprochen, da diese sich dahingehend geäußert hatte, gelegentlich(!) trotz Amt ihren Kindern Priorität einräumen zu wollen.

In Finnland ist bzw. war es sogar möglich, dass die weiblichen Kabinettsmitglieder Elternzeit genommen haben. Ob männliche auch, weiß ich nicht. Gestern sah ich eine Reportage über eine Bürgermeisterin (auch ein 24/7 Job) mit Kindern und einem Partner, der sie unterstützt. Geht offensichtlich.

Wieso denken 'wir' in Deutschland so ausschließlich und unflexibel?

@weingasi1 10:10

"Es ist ja auch durchaus nicht ehrenrührig, wenn man dem oftmals zitierten "Haifischbecken" eben nicht gewachsen ist. Das hat jetzt weder etwas mit "Frau"-Sein, noch etwas mit "Grün"-Sein zu tun, sondern nur etwas mit dem eigenen
Charakter."

Volle Zustimmung!

"Für dieses Haifischbecken braucht es eben u.a. auch eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt."

Da bin ich mir gar nicht mal so sicher.
Die Robustheit würde ich ihr gar nicht absprechen wollen. Sie hat sich einfach ein paar kleinere Schnitzer zum falschen Zeitpunkt erlaubt. Und diese kleineren Schnitzer wurden ihr von uns Wählern aus mir unerfindlichen Gründen stärker angelastet als die größeren Schnitzer der Konkurrenten.
Dass sich bspw. Laschet Prüfungsnoten für seine Studenten ausgedacht hat, war überhaupt kein Thema mehr.

Wahlergebnis: Deutschland will keine grüne Politik

Das Wahlergebnis zeigt klar, dass den Deutschen Umwelt- u. Klimaschutz vollkommen unwichtig sind.
Die Grünen werden also keine große Rolle vorerst mehr spielen - auch nicht mit einer Regierungsbeteiligung. Da kann nur minimale Klimapolitik dabei heraus kommen.
Nur eine Koalition aus Rot-Rot-Grün hätte eine maximale Umwelt- u. Klimapolitik ermöglicht.
Denn den 3 Parteien rechts der Mitte (CDU, FDP u. AfD) ist Klima- u. Umweltschutz unwichtig. Diesen Parteien ist es wichtiger, zulasten von Umwelt, Klima u. Natur die Großunternehmen zu fördern.
Mein Beispiel dazu: Großspende von BMW (690000 €) im Jahr 2013 an die CDU. Folge war, dass Deutschland die Senkung der Abgaswerte in der EU verhinderte.

Vielleicht muss es noch etliche schlimme Hochwasser wie das Hochwasser im Ahrtal geben, damit die Deutschen dann vielleicht aufwachen?
Ich war für Umwelt- u. Klimaschutz. Da dies aber nur möglich ist, wenn viele mitmachen, werde ich künftig "zurückrudern" u. so egoistisch wie die anderen Wähler.

von Sisyphos3 10:04

Ist es nicht Populismus, den weiteren Ausbau von Autobahnen zu rechtfertigen ? Bündnisse wie "Wald statt Asphalt" und das Aktionsbündnis keine A49 berichten außerdem von Gefahren für das Trinkwasser (Grundwasser). Das sollte zumindest für eine "ökologische" Partei unannehmbar sein.

Am 01. Oktober 2021 um 09:48 von frosthorn

Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?
__
Ich weiss nicht, wer mit "Euch" gemeint ist, aber mir als Frau geht dieses ständige "Sexismus"-Angeprangere entschieden zu weit. Wenn ich mich in meinem Umfeld sexistisch beleidigt oder diskriminiert fühle, dann weiss ich mir zu helfen. Ich brauche dieses ständige Getue wirklich nicht. Und im Falle von Frau Baerbock halte ich es wirklich für den ausschlaggebenden Grund, weshalb man sie und nicht Herrn Habeck als KK nominiert hat.

@jadawin 1974

"Die Grünen haben ein Frauenstatut, dass bei neutraler Betrachtung äußerst sexistisch ist. Das mag man gut finden oder nicht, aber bleibt eine Tatsache."

Haben die Grünen ein Frauenstatut?
Was ist sexistisch daran, wenn Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen die gleichen Rechte wie Männern garantiert werden sollen?
Ist das GG auch sexistisch, wenn geschrieben steht, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden darf?
Ist Frau Weidel auch nur Quotenfrau und Quotenlesbe, die in Wirklichkeit vollkommen ungeeignet ist?
Es nervt zunehmend, dass inzwischen fast jede Frau, die in eine hervorgehobene Position gewählt wird, sich gegen den Vorwurf verteidigen muss, sie sei nur aufgrund ihres Geschlechts dahingekommen.

Das bequeme "Führerprinzip"

scheint über Jahrtausende tief verwurzelt, hat man doch je nach Bedarf einen "Heiland" oder "Judas" zur Hand.
Auch die griechische Götterwelt war kompliziert, zumal der "Chef" meist mit anderem, als Blitze schleudern, beschäftigt war.
Als Diskussionebene für widerstreitende Interessen aber unterhaltsam.
Monokulti ist monoton, vorallem wenn der Schwarze Peter schon feststeht.

@ S A N D R A

Ich stelle hier keine starken Fake- oder Hass Verbreitung fest, Kritik an sich ist keine persönliche Herabwürdigung von Frau Baerbock. Damit muss eine Politikerin mit Führungsanspruch aber leben können.

Aber richtig ist leider auch, dass Frau Baerbock im Wahlkampf Fehler gemacht hat und der Umgang damit nichts besser gemacht hat. Und dass hat den Grünen nun mal im Wahlkampf sehr geschadet.

Laschet wurde viel mehr angegriffen, und auch teilweise sehr unter der Gürtellienie. Dagegen wurde Scholz geradezu mit Samthandschuhen angefasst, seine z.T. sehr schweren Fehler bei CUM EX oder Wirecard wurden kaum behandelt, weil angeblich zu schwer zu erklären.

@ 09:48 von frosthorn

„Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?“

Bei allem Respekt - nach der damals hochgelobten Entscheidung der beiden antwortet Habeck höchst selbst auf die Frage eines Journalisten auf der Presekonferenz, warum bei gleicher Eignung beide Kandidaten einvernehmlich zu dem Schluss gekommen sind, daß Frau Baerbock die Rolle der Kanzlerkandidatin übernehmen wird, kurz mit dem Begriff „Emanzipation“ (sic!). Dies läßt allerdings keinen anderen Schluß zu.

Dies ist ebenso wenig sexistisch wie dieser ganze Artikel hier wirklich erhellend ist.

Re : weingasi1 !

Die "Doppelspitzen" haben schon einen gewissen Sinn, denn da kann Reibung entstehen, die zu mehr Ideen und Innovationen führen können. Und wenn da beide Geschlechter miteinander harmonieren, zeigt es auch eine klare Gerechtigkeit, die leider in D noch mangelhaft ist, weil in zu vielen Bereichen die Männer dominieren, und glauben, sie sind das Wahre. Da kommt zu oft das männliche Gehabe und Geprotze zum Vorschein, die bei leider so manchen Politiker jeden Tag zu sehen ist. Dies habe ich bei so gut wie keiner Frau bisher wahr genommen, sondern die versuchen mit Argumenten zu punkten.

10:10 von weingasi1

Für dieses Haifischbecken braucht es eben u.a. auch eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt.

Woran wollen Sie das erkannt haben? Dass Frau Baerbock trotz all der durchaus selbst verschuldeten Stolperfallen und in Anbetracht all des Gegenwinds, der ihr entgegenschlug, sich nicht hat unterkriegen lassen, zeugt doch gerade für ein erhebliches Maß an Stärke. Hat sie an irgendeiner Stelle gejammert oder sich gar zurück gezogen? Nein, genau das hat sie nicht.

Gewählt habe ich die Grünen nicht, aber das kann bzw. sollte man doch anerkennen. Genauso wie die geräuschlose Kandidatenkür.

Da müssen die Medien m.E. kein Problem herbei schreiben. Aber täten sie es nicht, liefen sie Gefahr unterstellt zu bekommen die Grünen mit Samthandschuhen anzufassen. Alles nicht so einfach.

@frosthorn Zitat: "@weingasi1

@frosthorn
Zitat:
"@weingasi1 u.a.
Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?"

und man beachte - er kommt (angeblich) von einer weiblichen Userin
schon möglich - denn gerade im konservativen Bereich sind gerade Frauen die grössten Gegner einer tatsächlichen Gleichberechtigung und fallen meistens dadurch auf das sie die Männer in Sachen Sexismus (gegen ihr eigenes Geschlecht) oft übertreffen!
--
Ansonsten ist dieser Tagesschau-Artikel lediglich das Spiegelbild eines immer mehr in den dumpfen Boulevard abrutschenden "Journalismus"

@Klärungsbedarf 10:24

"Denn nicht selten waren die Unterschiede innerhalb der Union größer als die zwischen einem der beiden und einem weiteren Koalitionspartner."

Da ist wirklich viel dran.
Deutschland wäre schon bei vielen wichtigen Dingen deutlich weiter, wenn die CSU die Gesetze nicht verwässert oder ausgebremst hätte.

Wenn ich mir überlege, wie schwer die Herren Seehofer und Söder Frau Merkel das Leben gemacht haben und wie oft sie sich von denen düpieren lassen musste (und hat düpieren lassen) ...

Auch angesichts dessen verwundert es mich immer wieder, wie Frau Merkel als führungsstark gelten kann.

@Hummel

um 09:19 von H. Hummel"
"@ Parsec
Zitat: "Überraschend ist vielleicht vielmehr, wie lange Baerbock und Habeck es geschafft haben, zumindest nach außen hin das harmonische Bild aufrecht zu erhalten."
#
Wer sehen wollte hat gesehen: Die kleinen Spitzen gegen Baerbock, dass demonstrative Schweigen ... echt gemeinte Unterstützung sieht anders aus."
.
Diese / ähnliche Beobachtung wird der Treiber des hier etwas gescholtenen Berichtes gewesen sein.
Ob es wie im TS-Bericht "überraschend" zu werten ist, dass Baerbock und Habeck nach aussen hin ein harmonisches Bild abgeben, sehe ich nicht so. Das harmonische Bild nach aussen hin gehört einfach taktisch zu den Sondierungsgesprächen dazu, weshalb die Union nicht nur Laschet wegen nun kein ernst zu nehmender Gesprächspartner (mehr) ist. Da hat Söder auch einen nicht unerheblichen wenn nicht sogar den größten Anteil dran.

Professioneller Umgang mit Wahlergebnis

Vorneweg, ich reibe mir gerade mal die Augen. Schon ein paar Dutzend Kommentare zu dem ts-Bericht und es diskutieren tatsächlich mal (bis auf eine Ausnahme) Demokraten, die inhaltlich am Thema interessiert sind. Widerspruch und kontroverse Meinungen sind dabei immer willkommen.

So kann ein Forum aussehen, wenn Destruktivität, Trollen und Mehrfach-Forennamen von einer Person mal nicht dabei sind.

Baerbock und Habeck gehen in der Tat weitgehend professionell mit der Lage um, wenn man die CDU zum Maßstab dafür nimmt, wie es nicht (!) laufen sollte vor und nach einer Wahl, bei der underperformed wurde.

Die zweite Reihe mit Göring-Eckert, Trittin, Hofreiter ist bis jetzt auch an Bord.

Realistisch und mit Rückhalt in der Wahlbevölkerung ist die Ampel.

Auf den Feldern Stärkung bürgerlicher Freiheitsrechte sind Grüne (linksliberal) & FDP (rechtsliberal) weitgehend einig. Auch bei der Außenpolitik gibt es viele Schnittmengen: Stärkung liberaler Rechtsstaaten gegen autoritäre Systeme.

@weingasi 1

"Und im Falle von Frau Baerbock halte ich es wirklich für den ausschlaggebenden Grund, weshalb man sie und nicht Herrn Habeck als KK nominiert hat."

Sie kennen Frau Baerbock und Herrn Habeck so gut, Sie kennen das Innenleben der Grünen so gut und Sie wissen genau, wie es zur Kandidatur von Frau Baerbock gekommen ist?
Oder womit können Sie Ihre Vermutung begründen?
Auch wenn Sie "als Frau" es äußern, es ist frauendiskriminierend.

08:54 von Hador Goldscheitel

Stimme sowohl Ihrem Begriff der „Gespensteranalyse“ als auch dem der „Gespensterdiskussion“ von dr.bashir zu.
Vielen Dank für die nette Rückmeldung kürzlich!

Herzliche Grüße,
Kaneel

@ Harpdart

Was daran sexistisch ist ??? Ganz einfach: Die systematische Bevorzugung aufgrund des Geschlechts, was gleichzeitig die Benachteiligung des anderen (meinetwegen auch der anderen) Geschlechts darstellt. Übrigens hilft ein Blick ins Internet, dort können sie nachlesen dass die Grünen ein solches Statut haben und was dort geregelt wird.

Gleiche Rechte sind etwas anderes, da wäre das Geschlecht ja egal. Das steht übrigens auch so im Grundgesetz. Dort steht nirgends das eine Position nach Geschlecht vergeben werden muss wie bei den Grünen im Frauenstatut.

Meines Wissen gibt es keine Quotenregelung bei der AfD, interessiert mich da aber nicht wirklich. Ich frage mich auch, was dieses Beispiel soll...

Keine Analyse, sondern Vermutungen

Die Analyse beruht meine Wahrnehmung nach fast ausschließlich auf Vermutungen und nicht auf konkreten Fakten. Auf tagesschau.de wünsche ich mir etwas deutlich anderes, nämlich sachlich gut recherchierte und begründete Texte und kein "Lesen in der Glaskugel".

Zitat: "Genauso kann ich

Zitat:
"Genauso kann ich dieses Argument mit der fehlenden Regierungserfahrung nicht mehr hören. Was hat uns denn die so große Regierungserfahrung unserer „alten“ Politiker bisher genützt. Immer wieder werden neue innovative Ansätze schon im Keim erstickt, es wird in immer gleichen Schienen gedacht. "
Nehmen wir mal den CDU-Kandidaten Herrn Laschet
seines Zeichens Chef der Regierung in NRW und wenn ich mich richtig erinnere den Chef der "Kohle-Kommission"
Was hatte man da ausgehandelt - einen Ausstieg im Jahr 2038 und hat es als tollen Erfolg verkauft.
Nur komisch - die WIRTSCHAFTLICH erschiessbaren Braunkohlevorkommen sind ebenfalls 2038 erschöpft.
Tja - das kann ja nur ein Zufall gewesen sein - dahinter Absicht zu vermuten ist eine böse und niederträchtige Unterstellung.
--
die sogenannte erfolgreiche Regierungsarbeit ist weitestgehend nur Stillstand - ich schaue mir nur unser schulisches Bildungssystem an und bekomme das nackte Grauen - gerade wenn ich 50 Jahren zurück schaue

10:13 von David Séchard

Zitat:"Für mich liest es sich so, als wenn die Journalistin heute noch einen Artikel zum Nachgang der BTW mit Inhalt "Habeck & Baerbock" schreiben sollte und dann einfach mal so spekuliert."

So sehe ich das auch!

10:49 von Jadawin1974: Angriffe auf Baerbock, Scholz, Laschet

Ich stimme Sandra zu, wenn sie schreibt, dass die Fehlerchen von Baerbock unwesentlich sind.
Leider hat der politiche Gegner diese aber so stark "aufgebauscht", dass man glauben könnte, Baerbock ist eine Verbrecherin.
Bei den möglichen Fehlern von Scholz weiß keiner Genaueres. Das ist sein Vorteil im Wahlkampf gewesen.

<< Laschet wurde viel mehr angegriffen, und auch teilweise sehr unter der Gürtellienie.>>
Kamen die Angriffe auf Laschet nicht ausschließlich aus den eigenen Reihen?
Was aber Laschet schwer anzukreiden ist, ist, dass er wie auch Söder u. Merkel, das Angstschüren für Rot-Grün-Rot mit unwahren Behauptungen auf die Spitze getrieben haben, was zur Folge hatte, dass viele der Unentschlossenen dann doch nicht die Grünen oder die Linken wählten u. deren Ergebnisse hinter den Erwartungen daher zurück blieben.
Lügen im Wahlkampf sollten daher immer abgestraft werden können z .B. mit sehr hohen Geldstrafen, so dass sich ein Politiker 10 x überlebt, ob er Lügen in Reden platziert

Boulevard-Journalismus

Um 10:59 von Miauzi:
"Ansonsten ist dieser Tagesschau-Artikel lediglich das Spiegelbild eines immer mehr in den dumpfen Boulevard abrutschenden "Journalismus" "
Stimme ich zu.
In Talkshows ist dies gut zu sehen. Da wird versucht, irgendwelche Informationen aus den Teilnehmenden zu quetschen, dem Anschein nach nur, um sie in Verlegenheit zu bringen.
Was soll die Frage nach "Wären Sie der bessere Kanzlerkandidat gewesen?",
"Warum sagen Sie nicht einfach, Sie haben die Wahl verloren?",
"Sie finden das Ergebnis nur ärgerlich?",
"Warum schließen Sie eine Koalition mit den Linken nicht aus?".

Habeck könnte es mit seiner Erfahrung sicher besser. Schaut aber auf diese Stadt wo Rot und Grün regieren.
Da wurde befürchtet, dass die Wahlen von fremden Mächten manipuliert werden könnten. Das Vertrauen in die Demokratie und die Zuverlässigkeit von Wahlen seien in Gefahr. Doch in Berlin brauchte es dafür keine Saboteure. Es genügte der Berliner Beamtenapparat.
Geschätzte Ergebnisse, mehr Stimmen als Wähler usw. Größer könnte das Debakel und die Verantwortungslosigkeit dieser Regierung nicht sein.
Es ist ja nicht das einzige Debakel in der Bundeshauptstadt.
War es nur das übliche Berliner Chaos oder bewusste Manipulation? Eine Neuwahl unter neutraler Organisation und Auszählung ist zwingend.
So kann es nicht weiter gehen. Ein solches Chaos darf sich nicht im Bund und den Ländern ausbreiten.

Wenn Berlin ein Maßstab ist, dann zeigt es mindestens, dass Rot und Grün alleine nicht organisieren und damit nicht regieren können.
Ob die FDP und Habeck als Korrektiv ausreichen ist die Frage.

@esgehtauchanders 11:09

"Auf den Feldern Stärkung bürgerlicher Freiheitsrechte sind Grüne (linksliberal) & FDP (rechtsliberal) weitgehend einig. Auch bei der Außenpolitik gibt es viele Schnittmengen: Stärkung liberaler Rechtsstaaten gegen autoritäre Systeme."

Das mag ja sein.
Allerdings haben die Grünen verstanden, was die eigentliche Aufgabe unserer Generation ist, die FDP noch nicht. Und da frage ich mich schon, wie das zusammenpassen soll.
Die Aufgabe unserer Generation ist nämlich leider nicht mehr nur Klima- und Artenschutz, sondern Klima- und Artenschutz in der technisch kürzestmöglichen Zeit. Was die FDP noch nicht realisiert hat, da sie alles dem Markt überlassen will, der dafür aber leider viel zu langsam ist.

@Jadavin1974, 11:13

Gleiche Rechte sind etwas anderes, da wäre das Geschlecht ja egal. Das steht übrigens auch so im Grundgesetz. Dort steht nirgends das eine Position nach Geschlecht vergeben werden muss wie bei den Grünen im Frauenstatut.

Und was wollen Sie uns damit sagen? Das die internen Wahlverfahren bei den Grünen verfassungswidrig sind?

Dort steht nirgends das eine Position nach Geschlecht vergeben werden muss ... und daraus wäre zu schließen, dass sie auch nicht nach Geschlecht vergeben werden darf? Das ist absurd. Natürlich kann das jede Partei oder Vereinigung so handhaben, wie es ihr beliebt.

Im Grundgesetz steht auch nicht, dass meine Kinder einen Rechtsanspruch auf Taschengeld haben. Wenn ich ihnen trotzdem welches gebe, bin ich dann ein Gesetzesbrecher?

Stimme "frosthorn" zu

So sehe ich das auch .
Fehler, die erst als relevant hochgepuscht werden, stehen mehr im Vordergrund als die Skandale, die leise und still nur nebenher erwähnt werden. Wie um wirecard oder um die FIU.
Frau Baerbock hat bei all der Schlammschlacht, die ganz besonders gegen sie stattgefunden hat, wirklich Nerven bewiesen und Ihre Linie für Aufbruch, Innovation und zukunftsorientiertes Handeln auf einem sauberen Diskussionniveau gezeigt.

Wir sind überhaupt wählen gegangen, weil sie angetreten ist und haben uns ihretwegen für Grün entschieden.

Non-Thema

Ich schließe mich der Kritik einiger am rein spekulativen Charakter des tagesschau-Berichts an.

Wenn ich als Redaktion auf dem Level "Nicht-genaues-weiß-man-nicht" steht, sich aber irgendwie zur aktuellen BILD-Kampagne verhalten will, dann kommt sowas dabei raus.

Reichelt und Ronzheimer drehen (was Baerbock angeht) grad wieder frei und lancieren Fakenews-Trash auf ihren Kanälen.

Beim Einkaufen kommt man ja stets neben der Kasse an dem Schmieranten-Produkt aus dem Springer-Haus nicht unbelästigt vorbei. Gestern.wurde es in Sachen Baerbock wieder richtig dramatisch-fies.

Die gute "alte" (liebgemeint!) Tagesschau sollte jeglichem Anflug von konstruierter Sensationsmache widerstehen.

09:00 von Peter Meffert

"Spekulationsjournalismus"

.-.-.

Treffende Charakterisierung dieses peinlichen Artikels.

11:39 von DrBeyer @esgehtauchanders 11:09

"Allerdings haben die Grünen verstanden, was die eigentliche Aufgabe unserer Generation ist, die FDP noch nicht. Und da frage ich mich schon, wie das zusammenpassen soll."

Stimme Ihnen voll zu. Nichtsdestotrotz ist die SPD-geführte Ampel jetzt die einzig sinnvolle Option.

Die CDU/CSU benötigt in jedem Jahrzehnt mal Nachhilfeunterricht in Sachen "Erdung" & Selbstbescheidung. Die Union geriert sich stets als "Staatspartei", der das Land gehört. Mehrheiten jenseits von ihr werden dort von manchen wie ein "Staatsstreich" aufgefasst. Das war nach 1969 so und 1998 ebenfalls.

Der FDP müssen in Sachen Klimaschutz ein paar Angebote gemacht werden, die mit deren marktradikaler Ideologie kompatibel sind.

Um das Querschnittsthema Klima bewältigen zu können, sind aber einige regulatorische Maßnahmen unvermeidlich.

Wähler, die über den eigenen Mustopf hinausschauen können, wissen dass. Die, die Kinder u. Enkel haben (und an deren Lebensgrundlagen in 30/40 Jahren Interesse haben) auch.

RE: frosthorn um 11:43; @Jadavin1974, 11:13

***Gleiche Rechte sind etwas anderes, da wäre das Geschlecht ja egal. Das steht übrigens auch so im Grundgesetz. Dort steht nirgends das eine Position nach Geschlecht vergeben werden muss wie bei den Grünen im Frauenstatut.

Und was wollen Sie uns damit sagen? Das die internen Wahlverfahren bei den Grünen verfassungswidrig sind?***

Werter frosthorn,

aber genau das ist es, dieses Frauenstatut - verfassungswidrig.

Das BVerfG hat in dieser Sache entschieden und kam eben zu diesem Schluss. Nur weil die männlichen Parteimitglieder die Möglichkeit besitzen die Partei zu verlassen und eine neue zu gründen, hat die Richter dazu bewogen, dieses Statut nicht zu kippen. Würde dieses Statut allerdings als Gesetz beschlossen, dann würde das BVerfG es alsbald kassieren.

Gruß Hador

Zitat: "Wenn ich als

Zitat:
"Wenn ich als Redaktion auf dem Level "Nicht-genaues-weiß-man-nicht" steht, sich aber irgendwie zur aktuellen BILD-Kampagne verhalten will, dann kommt sowas dabei raus.
Reichelt und Ronzheimer drehen (was Baerbock angeht) grad wieder frei und lancieren Fakenews-Trash auf ihren Kanälen.
Beim Einkaufen kommt man ja stets neben der Kasse an dem Schmieranten-Produkt aus dem Springer-Haus nicht unbelästigt vorbei. Gestern.wurde es in Sachen Baerbock wieder richtig dramatisch-fies."

ich frage mich ja langsam was in diesem Landes so alles vom Begriff "Pressefreiheit" gedeckt wird.
Aber selbst wenn die BILD-Zeitung da komplett durch das Raster (Was ist Zeitung und was ist Lügen-Verbreitungs-Maschine) fallen würde - dieses Verdummungsblatt würde in diesem Lande niemals verboten - wird doch diese Hetze dringend benötigt
wie man an Hand der letzten BTW wieder mal eindrucksvoll sehen konnte.
*sarkasmus*

@09:48 von frosthorn

"Die Behauptung, A. Baerbock wäre nur wegen ihres Geschlechts zur Kanzlerkandidatin der Grünen geworden, ist für sich schon Sexismus pur. Ist Euch das eigentlich klar?"

Warum ist das Sexismus? Es ist doch die Wahrheit. Habeck lag in Umfragen vorne. Und die Grünen sind ja auch eine sexistische Partei, die Frauenbevorzugung in ihrem Programm stehen hat (Stichwort Frauenstatut). Zuletzt konnte man das auch wunderbar im Saarland sehen.

wir Interessant werden

Dreier Koalition, wenn das mal gut geht!!??
Die anderen müssen am Ende der Legislaturperiode aufpassen, die SPD wird dann wie jetzt auch, gegen die Ehemaligen Partner die Dreckschleuder Auspacken.
Die CDU/ CSU kann jetzt die Geschosse schärfen, um den Regierungsparteien das Leben schwer zu machen.
Maulen und Motzen in der Opposition ist einfach, das besser Gewusste dann Umzusetzen wird vor allem in einer Dreier Koalition schwierig bis Unmöglich!!!

um 11:02 von DrBeyer

>>
Auch angesichts dessen verwundert es mich immer wieder, wie Frau Merkel als führungsstark gelten kann.
<<

Solche Aussagen darf man oftmals getrost in die Kategorie des geblasenen Puderzuckers einordnen. Ich kenne in der Tat kein Projekt der Merkel-Ära, das als solches aufgesetzt, durchgeplant, durchgeführt und verifiziert worden wäre. Diese Vorgehensweise brauchen wir in der heutigen Zeit aber dringender als jemals zuvor. Das letzte Projekt dieser Art war übrigens - egal, wie man inhaltlich dazu steht - Hartz4.

Kremel-Astrologie?

Der wievielte Artikel ist das Jetzt der sich nur auf eine einzige Behauptung in der FAZ, die nicht gerade als den Grünen nahestehend zu charachterisieren ist zurückgeht?

Hey Leute
Der Wahlkampf ist vorbei

Das Systematische weiter runterschreiben von Baerbock ist völlig überflüssig und nervt nur noch.

Ja ich weiss, alle spielen mit deswegen müsst ihr auch...

Nein, müsst ihr nicht!

Es ist Peinlich
Aber nicht für die Grünen und schon gar nicht für Baerbock

Eigentlich kann nur sie die Vizekanzlerin werden, sofern sich Scholz und Lindner keiner Geschlechtsumwandlung unterziehen.
Also kriegt euch ein.
Sowenig wie die Partner Ihr Spitzenpersonal abziehen werden sollten es die Grünen tun

Baerbock oder Habeck?

Ich habe das Thema Baerbock vs. Habeck oder vereinfacht Frau vs. Mann etwas verfolgt in den Beiträgen.
Ich meine, dass man zuerst die Frage stellen sollte, ob es darum geht, dass der Kandidat der Grünen unbedingt weiblich sein muss oder ob es darum geht, dass die Grünen eine politische Rolle (Kanzler?) spielen wollen?
Letzteres wohl eher.
Ich hätte daher bei gleicher Eignung von 2 Kandidaten, wie es bei Baerbock u.
Habeck der Fall ist, den beliebteren Politiker ins Rennen geschickt.
Das wäre Habeck gewesen - siehe die Umfragen zur Beliebtheit von Politikern.
Er wäre auch aus anderen Gründen die etwas bessere Wahl gewesen:
Wir haben 16 Jahre lang einen weiblichen Kanzler gehabt. Es gibt Bürger, die sich jetzt einen Mann als Kanzler wünschen.
Habeck ist etwas älter. Er hat aus seiner Ministertätigkeit in Schleswig-Holstein Erfahrungen. Auch wenn man beides nicht überbewerten sollte, so gibt es Wähler, denen das wichtig ist.
Fazit:
Habeck ist das erfolgversprechendere "Gesamtpaket".

Komplizierte Verhandlungen

Man sieht, wer bei den Grünen versierter, erfahrener und wortfester ist mit jedem Auftritt von Habeck. Er hat aus seinen Anfängen im Ministeramt im Norden gelernt. Baerbock ist neu und man merkt ihr an, wie sehr sie unter dem Wissen schwitzt, es könnte was Falsches gesagt werden. Ob das "Dream-Team" weiter kooperiert oder sich langsam Kanten und Schärfen bilden, wird man sehen. Zumindest ist von der Partei zu erwarten, dass sie verhandelt, Richtungen und Zielsetzungen formuliert, die dann die anderen Parteien aufnehmen und sehen, ob sich Brücken bilden oder nur Fronten erhärten. Alles andere in den Medien und Gesellschaft ist eher auf Ungeduld und Mutmaßungen gebaut. Davon sollte sich keine Partei hetzen lassen- gute Verhandlungen und Ergebnisse brauchen Zeit.

um 10:17 von Esche999

"eigentlich sollten wir jedes einzelne Argument öffentlich zur Kenntnis nehmen können."
Wie war das bei der Verhaftung? Alles was Sie ab jetzt sagen kann und wird gegen Sie verwendet werden.
Natürlich muß eine Entscheidung über die Argumente in ihrer Entstehung nachvollziehbar sein, das Adjektiv "alternativlos" ist da mehr als dürftig.
Die Suche eines Adjektivs für das ohrenbetäubende Kläffen der Bluthunde im Hintergrund bringt nur einen roten Balken.

@mispel um 12:31

Für Ausgleich in einem bestehenden Ungleichgewicht zu sorgen ist nicht das gleiche wie das Ungleichgewicht zu erzeugen.

Selbst wennn die Grünen mit einer Reinen Frauenfraktion anträten würden sie den Männlichen Überhang im Parlament, den sogar Merkel monierte, nicht ausgleichen.

Habeck war in den Umfragen vorne weil er eben nicht in einem Wahlkampf um einen International bedeutenden Posten stand bei dem dann auch jeder Interessierte weltweit mitmischt, er wurde sogar hochgeschrieben um Barbock damit zu beschädigen.
Ist legitim für Politische Gegner, wäre ihm aber genauso gegangen wäre er derjenige gewesen, aber das er es nicht würde war spätestens seit dem Sturz von AKK klar.

Denn wenn die Grünen auch mit einem Mann angetreten wären wäre das "siehste, von wegen Frauenrechte, stellen auch keine Frau auf, obwohl die besser währe, aber sind halt auch Sexistisch" so sicher gekommen wie das Amen in der Kirche.

Am 01. Oktober 2021 um 11:12 von harpdart

Sie kennen Frau Baerbock und Herrn Habeck so gut, Sie kennen das Innenleben der Grünen so gut und Sie wissen genau, wie es zur Kandidatur von Frau Baerbock gekommen ist?
Oder womit können Sie Ihre Vermutung begründen?
Auch wenn Sie "als Frau" es äußern, es ist frauendiskriminierend.
__
Ich habe doch unmissverständlich geschrieben, dass ICH dieser Meinung bin und ICH glaube auch nicht, dass ich mit MEINER Meinung allein da stehe.
Mittlerweile geht MIR, als Frau dieses ständige Gerede von Sexismus, Frauenfeindlichkeit, cancel culture, Fruenenquote, Gendergedöns und, und, und aber sowas von auf den Keks, wobei ICH glaube, dass damit nicht einmal den Frauen, so wie MIR, geholfen wird, sondern im Gegenteil, eine gewisse Verdrossenheit in diesem Thema eintritt.
Übrigens, das Debakel im Saarland ist explizit dieser " Problematik " geschuldet.

sich also für die Rechte

sich also für die Rechte eines seit Jahrhunderten benachteiligten Geschlechtes einzusetzen ist also bitte was -> Sexismus?

für mich kommen solche Aussagen aus einer Geisteshaltung wie sie z.B. in "1984" beschrieben wird!

09:41 von baumgart67

"dass es auf Fähigkeiten ankommen sollte und nicht auf das Geschlecht."

Natürlich sollte es das. Es ist aber ein frommer Wunsch, wie viele Untersuchungen auch aus der Wirtschaft zeigen. Männer stellen Männer ein – und Sie werden mir nicht erzählen wollen, dass liege daran, dass die alle so unglaublich fähig sind.

Ein Glück hat Laschet die Erwartungen auch nicht erfüllt, sonst wäre die sexistische Kritig an Frau Baerbock uferlos.

10:10 von weingasi1

"eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt."

Wie bitte?

Am 01. Oktober 2021 um 09:24 von Kokolores2017

Dieses Proporz-Getue hängt mir als Frau daher langsam zum Halse heraus. Es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche, wird drolligerweise medial gerne von Männern gefordert/gefördert, die sich als Frauenversteher verstehen, und schadet mehr, als es nützt.
__
Mir geht es ganz genau so !
Es ist schon fast so eine Floskel wie :
"ach, lasst sie doch, sind doch Kinder ".
Die immer dann angebracht wird, wenn sie (die Kinder) von irgendwem kritisiert werden.

@ Margitt

Laschet wurde sowohl aus den eigenen Reihen, den Medien und diversen anderen angefeindet. Der politische Gegner nimmt so etwas gern an.

Das die Fehler von Frau Baerbock eigentlich nicht erwähnenswert sind, habe ich nie bestritten. Gegenüber dem was Herr Scholz auf dem Kerbholz und bei den diversen Auftritten vor den Untersuchungsausschüssen vergessen hat hätte man das getrost vergessen können.
Leider aber waren auch ihre Fehler zunächst selbstverschuldet und der Umgang damit auch unglücklich. Insbesondere, wenn eine Kernbotschaft vorher lautet: Ich bin anders als die Alt-Politiker. Da sind zu spät gemeldete Einkünfte, schönfärben des Lebenslaufes und die abgeschriebenen Passagen im eiligst rausgebrachten Buch das pure Imagegift.

Würden die Strafen für Lügen dann nicht auch für einen geschönten Lebenslauf gelten? Ich wäre in der Hinsicht mehr für eine Haftbarkeit bei groben Fehlentscheidungen. Herr Scheuer und Herr Scholz müssten dann um Ihr privates Vermögen fürchten...

12:35 von MotoFan

Zitat:"Die SPD wird dann wie jetzt auch, gegen die Ehemaligen Partner die Dreckschleuder Auspacken."

Die SPD? Wie auch jetzt? Was wissen Sie, was der Rest der Welt nicht weiß?

Statut

Ich muss gestehen, dass mir dieses Frauenstatut der Grünen nicht bekannt war. Deshalb hatte ich gefragt, ob es so etwas gibt. Ich bin ja kein Mitglied dieser Partei.
Ich wundere mich bloß, warum es eine Präsentation der Kandidatin gab, das hätte man sich dann sparen können, wenn es schon per Statut festgelegt gewesen wäre. Soweit ich mich erinnere war aber nicht klar, ob Baerbock oder Habeck nominiert würden.

12:31 von mispel

"Habeck lag in Umfragen vorne."

Baerbock lag aber parteiintern vorne. Ich habe jemanden am Wahlstand auf das Thema angesprochen und die Person gab zu, dass Habeck vielleicht bessere Chancen bei den Wählern gehabt hätte. Sie sagte aber auch, sie sei überzeugt, dass Baerbock die bessere Person für das Kanzleramt sei.

@Klärungsbedarf 12:35

"Ich kenne in der Tat kein Projekt der Merkel-Ära, das als solches aufgesetzt, durchgeplant, durchgeführt und verifiziert worden wäre. Diese Vorgehensweise brauchen wir in der heutigen Zeit aber dringender als jemals zuvor. Das letzte Projekt dieser Art war übrigens - egal, wie man inhaltlich dazu steht - Hartz4."

Sehe ich auch so.

Und mit der gleichen Einschränkung (egal wie man zu ihm sonst steht) rechne ich das Schröder auch hoch an: Er hat realisiert, dass unser Sozialsystem ein großes Problem hat, bekam eine plausible Lösung vorgeschlagen und hat dann zugesehen, wie er die Mehrheiten organisiert.

Ein solches Vorgehen (Lösung erkennen und die Leute so lange davon überzeugen, bis sie mitmachen) habe ich in den 16 auf Schröder folgenden Jahren schmerzlich vermisst.

Und nur zur Klarstellung: Ich will ihn keinesfalls in den Himmel heben. Insbesondere seine Gazprom- und Putingeschichten sind wirklich unterste Schublade.

@ Der Lenz, um 12:39

Wohltuend frisch, unkompliziert und richtig, was Sie schreiben.

Es gibt anderes zu tun, das wichtiger ist.

Am 01. Oktober 2021 um 12:15 von Hador Goldscheitel

RE: frosthorn um 11:43; @Jadavin1974, 11:13 Und was wollen Sie uns damit sagen? Das die internen Wahlverfahren bei den Grünen verfassungswidrig sind?***

Zitat: Werter frosthorn, aber genau das ist es, dieses Frauenstatut - verfassungswidrig.

Diese Behauptung ist durch nichts zu belegen

um 11:28 von Margitt

"Lügen im Wahlkampf"
haben für mich den Vorteil( zumindest in den Medien), dass man keinen Add-Blocker braucht.
In der Überschrift oder spätesten im ersten Absatz ist meist klar erkennbar: Hier wird kalter Kaffee umgerührt.
Was es dann noch aufs Plakat schafft(Druckkosten) schadet in meiner Einschätzung nur noch dem Verursacher.
Ich sehe keinen Grund die Justiz mit Eigentoren zu beschäftigen, nur um diese formal feststellen zu lassen.

@Jadawin1974 um 13:06

"Leider aber waren auch ihre Fehle... ...der Umgang damit auch unglücklich. "

Ja, denn sie hätte auf unberechtigten Unsinn nie eingehen dürfen, und sich schon gar nicht entschuldigen wo keine Verfehlungen vorlagen.

" Da sind zu spät gemeldete Einkünfte"
Die sie bereits selber gemeldet hatte. Das sie dies öffentlich machte war der einzige Grund das man es weis.

"schönfärben des Lebenslaufes"
Formulierungsanpassung an Darstellungsmoden. Liegt bei Jedem der Kandidaten vor, nicht nur denen fürs Kanzleramt. Ist also Irrelevant, zumal, anders als bei anderen, nichts in dem Sinne von "Fälschlich hinzugefügt oder gestrichen" "Schöngefärbt " wurde.

"abgeschriebenen Passagen "
Wie in Politisch-Programatischen Büchern, wie denen ihrer Konkurrenten z.b. absolut üblich; es sind Ideen-Sammlungen und Ideen gibt man am besten im Wortlaut wieder, wegen des Wiedererkennungswertes.
Nein, ein Apparat ist nicht vorgesehen ausserhalb von Wissenschaftlichen Schriften oder Arbeiten.

@13:17 von Mauersegler

"Baerbock lag aber parteiintern vorne."

Das ist in einer feministischen Partei auch nicht weiter verwunderlich und absolut legitim dann so aufzustellen. Letztendlich hat das aber Stimmen gekostet. Ist halt die Frage, ob das Festhalten an Prinzipien so klug ist, wenn man mitgestalten möchte.

@Mauersegler Zitat: "10:10

@Mauersegler
Zitat:
"10:10 von weingasi1
"eine gewisse Robustheit, die Frau Baerbock offenbar nicht besitzt."
Wie bitte?"

kann ich Ihnen erklären - ist ein narativ von konservativen Frauen -> man muss als Frau seinen Kerl/Mann stehen
sprich man taugt als Frau unter Männern nur was wenn man wesentlich härter, schmutzuger und sexistischer als die Männer selbst ist
sprich man ist letztlich ein Mann der in einer weiblichen äusseren Hülle steckt
und
nein - ich habe das bewusst NICHT überspitzt - ich habe da lediglich nur die Äusserungen die mir persönlich in den letzten 30 Jahren BRD-Zugehörigkeit aus dieser politischen Richtung (vor allen von Frauen) angetragen wurden -> destilliert und so den tatsächlichen Kern offen gelegt

@ Falso Demonstratio

Ob ein interner Statut verfassungswidrig ist, ist doch erstmal nicht so wichtig.

Allerdings darf man es kritisch sehen, wenn man zum bekämpfen von Sexismus zu Maßnahmen greift, die der Definition nach sexistisch sind.

Spekulation und Vermutung

Liebe Tagesschau,
ich bin etwas überrascht und enttäuscht über diesen schlechten Artikel der nur auf Vermutungen beruht. Dann noch mit der Überschrift "es ist kompliziert". Als Kommentar würde ich diesen durchgehen lassen, aber als seriösen Artikel?
Die Autorin versucht hier über Vermutungen irgend etwas hineinzudeuten und Zwiespalt zu sähen.
Kann man nicht einfach mal dankbar sein, dass solche Gespräche auch ohne größeres Tam Tam verlaufen? Das seriös versucht wird die wichtigen Probleme anzugehen ohne sich zu bekriegen?
Es ist enttäuschend, dass dies so wenig Würdigung erfährt. Von einer Bildzeitung erwarte ich nichts anderes, aber von der Tagesschau. Ich hoffe ein solcher Artikel bleibt eine Ausnahme.
Bitte entweder als Kommentar markieren oder seriöse Artikel verfassen.
Beste Grüße

12:42 von Margitt.

aber das ist doch alles unwichtig. keiner von beiden wird kanzler. es sei denn, laschet verzichtet freiwillig auf lindners wunsch, damit habeck kanzler wird.

und was soll mir dieser Artikel nun sagen?

hätte, wäre, wenn... darf ich demnächst mein Tageshoroskop auf Tageschau.de lesen.

Die Grünen

Dieser Artikel strotzt vor Vermutungen, die massiv wenige Beteuerungen der beiden Protagonisten umranken. Wollen Sie diejenigen füttern, die die öffentlich rechtlichen Medien tendenziös schimpfen und sich radikalen Zeitgenossen zuwenden? Für derartiges Spektakel gibt es doch hinreichend viele Privatsender und 'neue Medien'. Sie finden mich erstaunt.

Am 01. Oktober 2021 um 13:50 von Jadawin1974

Zitat: Ob ein interner Statut verfassungswidrig ist, ist doch erstmal nicht so wichtig.

Ich darf doch höflich bitten, Hador Goldscheidel und mir zu überlassen, was wir wichtig finden.

Zitat: Allerdings darf man es kritisch sehen, wenn man zum bekämpfen von Sexismus zu Maßnahmen greift, die der Definition nach sexistisch sind.

Das mag richtig sein. Das können Sie sicher besser als ich beurteilen. Das war aber auch nicht mein Thema.

13:41 von mispel

"Ist halt die Frage, ob das Festhalten an Prinzipien so klug ist, wenn man mitgestalten möchte."

Haben Sie meinen Beitrag nicht gelesen oder nicht verstanden? Frau Baerbock wurde in der Partei für DIE FÄHIGERE gehalten.

Auf meinem Wahlzettel stand übrigens nirgendwo eine feministische Partei.

@ mispel um 13:41

"@13:17 von Mauersegler
"Baerbock lag aber parteiintern vorne."

Das ist in einer feministischen Partei auch nicht weiter verwunderlich und absolut legitim dann so aufzustellen. Letztendlich hat das aber Stimmen gekostet. Ist halt die Frage, ob das Festhalten an Prinzipien so klug ist, wenn man mitgestalten möchte."

Einen Kandidaten aufzustellen hinter dem die Eigene Partei nicht steht... nun, schauen wir mal in die Runde ob das Stimmen kostet...

Yap, tut es.

Nächste Frage?

Prinzipien vs Mitgestaltung

Mitgestaltung bedeutet Kompromisse

Ohne Prinzipien hat man keinen Ausgangspunkt um Kompromisse auszuhandeln.

2 Männer einer Frau in der Führung des Landes ist ein Kompromiss.

3 Männer ist keiner.

Kein Kompromiss weil keine Prinzipien braucht keiner

13:49 von Miauzi

Thema Robustheit von Frau Baerbock

Sie haben sicher recht, zumal ich in diesem Fall noch nicht mal einen Hauch davon erkennen kann, dass Frau Baerbock nicht robust genug sei für das politische Geschäft. Der Vorwurf ist also offensichtlich eine gedankenlose Stereotype.

@Mauersegler Zitat: "Thema

@Mauersegler
Zitat:
"Thema Robustheit von Frau Baerbock
Sie haben sicher recht, zumal ich in diesem Fall noch nicht mal einen Hauch davon erkennen kann, dass Frau Baerbock nicht robust genug sei für das politische Geschäft. Der Vorwurf ist also offensichtlich eine gedankenlose Stereotype."

Frau Baerbock kommt aus dem Hochleistungssport -> Turnen
(ja auch Trampolin-Springen gehört letztlich dazu)
Wenn man schaut welche Menge an sexuellen Übergriffen und Sexismus allgemein im Turnsport in den letzten Jahren offengelgt wurde...
..sich da erfolgreich als Sportlerin durchzusetzen erfordert schon eine starke Persönlichkeit.
Hätte ich was gehen eine Kanzlerin Baerbock gehabt?
Nur wenn es zu Jamaika gekommen wäre - unter einer Ampel oder RRG wäre sie mir sehr recht gewesen.
Zumindest kein peinlicher Karnevals-Prinz oder Cumexer mit dauerhaften Gedächtnisverlust.

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