Kommentare

Wahlforscher

"Wir machen keine Politik"... aber ihr beeinfluss das Wahlverhalten. Daher sollte die Demoskopie 1-2 Monate vor Landtags- und Bundestagswahlen eine Ruhepause einlegen müssen.

Gruß Hador

Wir machen keine Politik

Da kommen nun jeden Abend von fast allen Sendern Wahlsendungen in Übermaß. Und nach den Sendungen gibt es dann die Zuschauerbefragungen, die ständig andere Ergebnisse erzielen. Was ist dann eigentlich mit den Briefwählern? Nach dem Abschicken ihrer Wahlzettel ist Schluß mit Meinung ändern. Wozu also dieses Überangebot an diesen Veranstaltungen? Der Trend geht doch dahin, die Bürger zur Briefwahl zu animieren.

Wahlforschung

Wird völlig überbewertet.
Für mich als Wähler sind diese Umfragen flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig.
Und Herr Siegel spricht die Unwahrheit, wenn er behauptet, dass er mit seinen Umfragen nicht zur Beeinflussung von Wählern beiträgt.

Am 23. September 2021 um 15:38 von Hador Goldscheitel

"Wir machen keine Politik"... aber ihr beeinfluss das Wahlverhalten. Daher sollte die Demoskopie 1-2 Monate vor Landtags- und Bundestagswahlen eine Ruhepause einlegen müssen.

Gruß Hador
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Warum ? Es ist doch legitim sich bis zum letzten Moment noch informieren zu können.
Ich musste meine Briefwahl, da aus dem Ausland schon ein wenig früher treffen und konnte mich insofern nicht mehr bis zum letzten Moment informieren um meine Entscheidung zu treffen, obwohl die sich nicht geändert hätte, aber das ist ja nicht immer und nicht bei jedem so. Aber warum man dem Wahlbürger Infos vorenthalten sollte, erschliesst sich mir nicht.

Wahl"forscher" (kommt von FORSCH, FORSCHER)

So lange ich mich erinnern kann, wurde die SPD stets verrissen. Man sprach von "Willy WeinBrandt" und machte sich über "die Politik der ruhigen Hand" von Schröder lustig. Gleichzeitig wurde die Arbeitslosenzahl hochgespielt (die hat sich bis heute nicht verändert, nur die Berechnungsmethode).
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Dann kam der Schulz-Hype, wo die Wahlforscher Fehleinschätzung einräumten. Und nun vergleichbar der Scholz-Hype und die hohen Werte der Grünen.
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Aber "rechtzeitig" kamen die "Plagiate" von Bärbock und die Durchsuchung im Finanzministerium samt entsprechender Berichte, und nun holt "zufälligerweise" die Union auf.
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Aus meiner Sicht ist das eine konzertierte Aktion: erst die Unionswähler durch übehöhte SPD-Werte aufschrecken, dann ein wenig flankierende "Presse", und schon ist die Union wieder am Drücker

Das Volk hat die Regierung verdient die es wählt!!!!

Wer Superreichen nicht in die Pflicht nehmen will, muss mit weniger auskommen, wer glaubt diese würden es einem danken das man so gewählt hat, ist unglaublich naiv!
Wer glaubt die Union würde sich um seine Belange kümmern und weniger als 10.000€ pro Monat verdient, ist ebenso naiv!
Wer glaubt wenn er Die Linke wählt würde hier anschließend Kommunismus herrschen, ist Ratenfängern auf den Leim gegangen.
Jeder sollte für sich den Wahlomat befragen und sich nicht von Clinches verleiten lassen.

Wahlforscher -

Ob „Wahlforscher“ (eigentlich ein eigenartiger Begriff - mit Forschen verbinde ich was anderes) Politik machen, kann ich nicht beurteilen; ich denke eher nicht. Aber eins ist für mich schon klar: die Ergebnisse, die regelmäßig, und leider viel zu oft, präsentiert werden, beeinflussen in gewisser Weise das Wahlverhalten mancher Wähler: wer will schon auf was setzen, was derzeitig am Verlieren ist?
Mir wird zu viel „Personenkult“ betrieben, und klar, da ist Laschet von den 3 Kandidaten der, der am schlechtesten beim Wahlvolk ankommt.
Trotzdem: Laschet und Baerbock vertreten m. E. die Programme ihrer Parteien noch am besten, was man von Scholz nicht behaupten kann - in der SPD hat das Spitzenduo (Esken und Walter-Bojans) deutlich mehr Einfluss als es Scholz lieb sein kann.

Man sprach von "Willy

Man sprach von "Willy WeinBrandt" und machte sich über "die Politik der ruhigen Hand" von Schröder lustig. Gleichzeitig wurde die Arbeitslosenzahl hochgespielt (die hat sich bis heute nicht verändert
nur die Berechnungsmethode).
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Komisch. An "WillyWeinbrand" kann ich mich nicht erinnern. Wohl aber an Sticker mit "Willy wählen". Was die Arbeitslosenzahlen unter Schroeder anbelangt, so haben Sie bestimmt eine Quelle für diese Aussage. Ich kenne nur die gegensätzlichen Aussagen, nämlich die, dass unter Schroeder diese Zahlen exhorbitant gestiegen seien.
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Aus meiner Sicht ist das eine konzertierte Aktion: erst die Unionswähler durch übehöhte SPD-Werte aufschrecken, dann ein wenig flankierende "Presse", und schon ist die Union wieder am Drücker
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Ich würde mich ja freuen, wenn es tatsächlich so käme, aber haben Sie irgendeinen Beleg für diese Ansicht, oder ist das wieder mehr "so ein Gefühl"?

RE: weingasi1 um 16:03

***Es ist doch legitim sich bis zum letzten Moment noch informieren zu können.***

Tja,... informieren !
So manches Wahlforschungsinstitut lag schon tüchtig daneben, was die Prognosen anging. Wollen Sie auf Basis dieser Falschinformation womöglich Ihr Wahlverhalten anpassen ? Ich denke nicht. Aussagen die Zukunft betreffend, sind als Information mehr als zweifelhaft.

Das konnten wir doch letztens in SA sehen. Da wurden Prognosen in Feld geführt, dass die AfD stärkste Kraft in SA werden könnte und die Wähler machten ihr Kreuz noch schnell bei der CDU. Das Endergebnis sah dann völlig anders aus. Das ist schon Meinungsmanipulation, wie ich finde.

Gruß Hador

Mal schlau machen

Also als überzeugter Nutzer & Unterstützer der "Öffentlich-Rechtlichen" darf ich hier ja vielleicht mal für die ARD-Konkurrenz des ZDF Werbung machen.

Die haben nämlich im Online-Angebot/Mediathek sehr gute Detailinfos zu vielen Fragen der Wahl vor allem auch zum Thema "Umfragen".

Wer da Infobedarf hat, wie die methodisch aufgebaut sind, bekommt kompetente Antworten. U.a. werden auch Einzelfragen en detail aufgeschlüsselt.

Interessant war dabei z. B. die Erfahrung aus den Anfangsjahren der AfD, wieso deren Wahlergebnisse oftmals über den zuvor prognostizierten Zahlen lagen.

Gibt mehrere Gründe.

Spoiler. Die Institute, zumindest die seriösen, haben methodisch natürlich nachjustiert und Umfrageergebnisse mit Gewichtungen versehen, die z.B. berücksichtigen, dass rechtsdrehende Wähler oftmals bewusst falsche Antworten geben, welche Partei sie wählen werden...aus verschiedenen Gründen (u.a. Social Bias Faktor), also das selbst angenommene "Igitt-Image" der Rechtsaußen-Dilettanten.

um 16:03 von weingasi1

"Aber warum man dem Wahlbürger Infos vorenthalten sollte, erschliesst sich mir nicht."

Mir erschließt sich das schon, wenn man sich einmal ansieht, wer überhaupt gegen diese "Informationsflut" stachelt! Es sind inbesondere die ohnehin journalismusfeindlichen Rechten, die durch allzu positive Zahlen für die bevorzugte Partei ein aufrütteln der Wähler befürchten müssen, die eben genau so ein Ergebnis nicht wollen und daher zur Urne gehen!

Zeigen Sie mir bitte Kritik an den Umfragen von demokratischen Parteien oder deren Wähler! Gibt es quasi nicht. Dagegen sind insbesondere wohl die Wähler und Mitglieder einer gewissen Alternative aufgebracht über solche Transparenz!

kaum Wechselstimmung?

die GK ist unbeliebt wie kaum zuvor, die CDU hat fast 30% Zustimmung zur letzten Wahl eingebußt, der Kanzlerkandidat Laschet hat die niedrigsten Zustimmungswerte. Wie kommt Tagesschau darauf, dass keine Wechselstimmung im Land herrsche?

um 16:26 von Wolf1905

"Aber eins ist für mich schon klar: die Ergebnisse, die regelmäßig, und leider viel zu oft, präsentiert werden, beeinflussen in gewisser Weise das Wahlverhalten mancher Wähler: wer will schon auf was setzen, was derzeitig am Verlieren ist?"

Nach Ihrer Logik müssten dann ja die Wähler von Parteien wie z. B. den "Bibeltreuen Christen" oder der "Freien Wähler" scharrenweise zu den mit Sicherheit in den Bundestag kommenden Parteien laufen! Passiert aber nicht!

Ich selber wähle eine Partei, die meine Stimme verdient hat. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: auch Sie machen das so! Da hat eine vorab veröffentlichte Umfrage wohl eher keinen Einfluss drauf!

Kaum Wechselstimmung

Es fehlt einfach ein richtige Lichtgestalt in der Politik und ohne Einheitsbrei ! Wer einen Kanzler oder Kanzlerin stellt ist doch Wurscht
weil ohne Koalitionen absolut nix geht ! Daher kommt der Einheitsbrei.

Zentrale Frage der Wahlforschung 2021

Bei bis zu 50% Briefwählern ist die zentrale Frage, die angeblich juristisch strittig ist, ob Meinungsforschungsinstitute nach der Stimmabgabe mittels Briefwahl fragen dürfen um genauere Prognosen zu erhalten.

Meines Wissens ist es nicht verboten, seine Wahlentscheidung freiwillig kundzutun, denn niemand ist verpflichtet sich wahrheitsgemäß zu äußern.

Tatsächlich ist es aber heutzutage so, das aufgrund dieser Entwicklung die Wahl zum Teil schon vor dem Wahltag „gelaufen“ ist. Zumindest wenn Briefwähler nicht viel anders abstimmen als die an der Urne und es keine wahlentscheidenden Ereignisse mehr in den Tagen vor der Wahl gibt.

Am 23. September 2021 um 16:39 von AufgeklärteWelt

die GK ist unbeliebt wie kaum zuvor, die CDU hat fast 30% Zustimmung zur letzten Wahl eingebußt, der Kanzlerkandidat Laschet hat die niedrigsten Zustimmungswerte.
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Ähhm, die CDU erzielte 2017 bei der letzten BT-Wahl 32,9% der Stimmen. Wenn Ihre Aussage zuträfe, würde die CDU bei unter 5% liegen und käme garnicht in den Bundestag.
Wie kommt man nur auf einen solchen Unsinn?
Was Herrn Laschet anbelangt, haben Sie nicht ganz unrecht. Obwohl ich solange ich denken kann, CDU wähle, hätte ich lieber einen anderen Kandidaten gehabt. Letztendlich wählt man ja aber die Partei und nicht die Person. Insofern fiel mir die Wahl natürlich leicht.
An Ihren Grundrechenarten müssen Sie aber unbedingt noch arbeiten.

Ich empfehle....

Es gibt ja nun einige Institute die repräsentative Umfragen erstellen wo sicherlich das ein oder andere Institut "etwas ausgerichtet" ist. Ich empfehle sich die Übersicht in "Wahlrecht.de" anzuschauen. Dort sind verschiedene Institute aufgeführt und im direkten Vergleich lässt sich da sicherlich eine Tendenz herauslesen.

Die wahrheit auf der Spur

Zu allererst muss deutlich gesagt werden, Infratest gehört seit Jahrzehnten zu den besten Marktforschungsinstituten in Deutschland. Mit welcher Akribie dieses Institut an Themen Komplexen ran geht ist erstaunlich. Bei der Vor-Befragung ausländischer Besucher zur Olympiade 1972 in München durfte ich dies erleben.. Neben den üblichen Bereich wurde der damals schon der sensiblen politischen Bereich erörtert.
Heutzutage ist eine Befragung zum möglichen Wahlverhalten manchmal ein Harakiri Auftrag.
Ein fest gefügtes Wahlverhalten von bestimmte Wählergruppen für bestimmte Parteien, also sozio-demografische- und psychologische Merkmale sind immer weniger vorhanden. Dazu kommt das die Gruppe der Ohne Meinung Wähler ständig grösser wird. Ein weiteres Problem ist das die zu wählende Parteien ein wechselhaftes Erscheinungsbild je nach Tagespolitik abgeben. Es zwingt zu mehrmaligen Befragungen in immer kürzeren Zeitabständen. Dazu haben Internet/Telefon Befragungen eine höhere Fehlerquote.

"keine Politik"?

Wenn Wahlforscher keine Politik machen, warum dann diese pauschalen Aussagen?

"Es herrscht wie im Vorfeld der Wahl 2013 und 2017 große Unzufriedenheit über die Verteilung des wirtschaftlichen Wohlstands." Wo? Im Fernsehen? In den Städten? Hab ich überhaupt nicht mitbekommen, habe im Verein Hartz4-Empfänger und Akademiker, das war nie ein Thema?

" Wir beobachten seit Langem, dass vor allem die Anhänger der Linken und Grünen stärker zu einer Parteien- und Themenwahl neigen." Warum hat dann die Person Baerbock dann dafür gesorgt, dass die Grünen so abstürzen, die Themen haben sich doch nicht geändert?

Welchen Zweck hatte überhaupt dieses Interview? Wenn es so ist muss man das doch nicht ständig widerholen. Das erinnert eher an "betroffene Hunde bellen" als an seriöser Berichterstattung.

Die Medien

haben schon einen Einfluss mit den täglichen Artikeln und Umfragen, zumindest auf die, die noch offen sind für einen Wechsel.
Den die Artikel fallen schon auf den unterschiedlichen Medien auch sehr unterschiedlich aus, kommt auf den Verfasser an.
Die Briefwahl verstärkt den Unterschied noch, wer vor Wochen den Brief abgeschickt hat, hat eine andere Situation als jetzt.
Ich gehe an dem Tag ins Wahlbüro, und dort entscheide ich was ich mache, und werde natürlich keine Option nehmen, die mein Leben verschlechtert, warum sollte ich das auch machen.
Besser wäre es auf jeden Fall, wenn wenigstens keine Umfragen und Artikel in den letzten 2 Wochen vor dem Wahltag mehr kommen.
Menschen wählen nicht nur Gesichter, sondern richten sich eben nach Inhalten von Artikeln, die ja unterschiedlich ausfallen.
Eigentlich sollten ja Programme gelesen werden, was aber ein großer Teil eben nicht macht, da nehme ich mich nicht aus, gibt auch so ausreichend Hinweise zu lesen.

16:39 Aufgeklärtewelt

Thema 'Wechselstimmung'

Ich gebe Ihnen Recht.

Allein die jetzt über alle Institute ungefähr gleichen Zahlen zeigen einen prognostizierten Absturz der Union in ungeahnte, eher der SPD jahrelang zugehörige untere Regionen. Das läuft auf das schlechteste Resultat seit 1949 hinaus.

Mag sein, dass es nochmal knapp zur stärksten Partei reichen wird mit einem halben Prozent vor der SPD.

Angeschlagen ist Laschet sowieso mit dem bevorstehenden Zahlen und Verlusten vieler Mandate. Da wird manch eine/r das sicher geglaubte Listen-/Direktmandat verfehlen und sich bei der nächsten Vorstandswahl rächen.

Ich denke, Grüne werden in Großstädten Direktmandate einsacken. zB. Stuttgart, NRW, Frankfurt

Thema Wechsel: ich entnehme aus Gesprächen mit untersch. Leuten, viele eher unpolitisch oder mittig denkend, das viele ein Bauchgefühl treibt: Nach 16 Jahren CDU im Kanzleramt tuts einer funktionierenden Demokratie gut dort mal eine andere Partei am Steuer zu sehen. Scholz kommt da gerade ganz recht.

Wir machen keine Politik

Richtig.

Weil Ihr allen Wahlen komplett falsch vorhergesagt habt.
EU, Brexit, USA und zuletzt bei den Landtagswahlen.
Besonders bei der CDU.

Am 23. September 2021 um 16:30 von Hador Goldscheitel

Wollen Sie auf Basis dieser Falschinformation womöglich Ihr Wahlverhalten anpassen ?
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Mein Wahlverhalten richtet sich danach, welche Politik ich haben will. Welche Partei da als Momentaufnahme wo steht, ist dafür absolut unerheblich.
Was die Wahl in SA anbelangt, kann man nur eine Vermutung äussern, warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist, oder wäre Ihnen lieber gewesen, dass die AFD gemäß den Prognosen stärkste Kraft geworden wäre ?
Aber auch das war nur eine Vermutung. Die Meinungsforscher haben sich ja in der letzten Zeit häufig verkalkuliert. Ob das natürlich "Kalkül" war, wer weiss das schon ?

15:38 von Hador

15:38 von Hador Goldscheitel

Das sehe ich anders. Ich lasse mich durch die Prognosen nicht beeinflussen und weiß i.d.R. vorher, was ich wähle.
Und ich denke, das geht vielen so.

Am 23. September 2021 um 16:39 von DB_EMD

Zeigen Sie mir bitte Kritik an den Umfragen von demokratischen Parteien oder deren Wähler! Gibt es quasi nicht. Dagegen sind insbesondere wohl die Wähler und Mitglieder einer gewissen Alternative aufgebracht über solche Transparenz!
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Ich empfehle Ihnen den 1. Beitrag in diesem thread. Er stammt vom Foristen @Hador goldscheitel, den ich nun nicht dem rechten Spektrum zugeordnet hätte. Auf diesen Beitrag nahm ich Bezug.

re 15:57 NiGE: Beeinflussung

>>Und Herr Siegel spricht die Unwahrheit, wenn er behauptet, dass er mit seinen Umfragen nicht zur Beeinflussung von Wählern beiträgt.<<

Das behauptet er aber auch gar nicht!

"Wir machen keine Politik" soll hier bedeuten, dass nicht versucht wird, die Wählerschaft in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen.

Das Informationen aller Art unser aller Denken und Entscheiden beeinflussen, ist Allgemeingut und sollte nie Menschen dazu verführen, sich nicht zu informieren.

@Goldscheitel, 15:38 Uhr

Ich bin voll Ihrer Meinung. Allerdings scheint in der Berichterstattung auch ein gewisser Unterhaltungswert mitzuschwingen. Das Ganze erinnert bisweilen an eine Unterhaltungsshow mit den meist gleichen Akteuren/Unterhaltungskünstlern. Politische Inhalte werden meistens ausgeklammert. Dafür geht es um Mimik und Gestik, Empathie und Textsicherheit. Am Ende m. E. zu oberflächlich, um die Wahlentscheidung final zu beeinflussen.

15:57 von Barbarossa 2 //Was

15:57 von Barbarossa 2

//Was ist dann eigentlich mit den Briefwählern? Nach dem Abschicken ihrer Wahlzettel ist Schluß mit Meinung ändern.//

Stimmt, wenn man die Unterlagen sofort zurück schickt, kann man nichts mehr ändern. Aber wenn ich nicht sicher wäre, hätte ich noch gewartet.

//Der Trend geht doch dahin, die Bürger zur Briefwahl zu animieren.//

Ich fühle mich nicht animiert, Briefwahl zu machen. Bei uns ist das der gesundheitlichen Situation geschuldet. Bei dem einen oder anderen kommt dann vielleicht noch Corona dazu.

Am 23. September 2021 um 16:58 von Möbius

Zitat: Bei bis zu 50% Briefwählern ist die zentrale Frage, die angeblich juristisch strittig ist, ob Meinungsforschungsinstitute nach der Stimmabgabe mittels Briefwahl fragen dürfen um genauere Prognosen zu erhalten.

Ich glaube, das ist nach der Entscheidung des hessischen VGH in der Sache Forsa ./. Bundeswahlleiter gegessen.

Der VGH hat Forsa erlaubt, auch Briefwähler nach ihrer erfolgten Wahl zu befragen und das in die Prognose einzubeziehen.

Demoskopie - in Zeiten des Umbruchs mit Unsicherheiten behaftet

Die Wahlforscher stehen vor einer großen Herausforderung.

In 'normalen' Zeiten liefern sie oft erstaunlich genaue Umfragen. Aber da die Kanzlerin abtritt und es keinen Kandidaten mit Amtsbonus gibt, kann es Überraschungen im Vergleich zu dem was wir jetzt in den Umfragen lesen, geben.

Für mich ist das Rennen um Platz 1 noch nicht entschieden.

16:06 von DeHahn Ihre

16:06 von DeHahn

Ihre Definition von "Wahlforscher" ist schon recht eigenwillig.
Für mich kommt das "Forscher" von erforschen,ergründen o.ä.

@17:08 von weingasi1

>hhm, die CDU erzielte 2017 bei der letzten BT-Wahl 32,9% der Stimmen. Wenn Ihre Aussage zuträfe, würde die CDU bei unter 5% liegen und käme garnicht in den Bundestag.
Wie kommt man nur auf einen solchen Unsinn?<

32,9% an Zustimmung 2017 minus 30% sind ungefär 23%.
Nur so zur Info!!

@Emil67, 16:18

DSer Bürger sollte zu allererst seinem gesunden Menschenverstand folgen und sich fragen, welche Konsequenzen seine Wahlentscheidung für das Land und für ihn selbst hat. Dazu müsste er die Parteiprogramme in den Grundsätzen kennen (es gibt genügend Synopsen dazu). Plakative Behauptungen führen da nicht weiter.

16:39 von DB_EMD Sie haben

16:39 von DB_EMD

Sie haben eindeutig recht.

17:18 von werner1955 | Stimmt doch gar nicht

'Weil Ihr allen Wahlen komplett falsch vorhergesagt habt.

Ich möchte Ihre Bequemlichkeit nicht auch noch unterstützten, um Ihnen Umfrageergebenisse zu zeigen, die ziemlich nahe am Ergebnis waren. Mit etwas Fleiß können sie das auch selbst. Google hilft.

'EU, Brexit, USA und zuletzt bei den Landtagswahlen.'

Wahlen zum EU-Parlament ? Wurden ziemlich genau vorhergesagt.

Brexit ? Wurden ebenso vorhergesagt, die Umfragen schwankten bis zum Schluss um das knappe Ergebnis herum. Leicht zu recherchieren.

USA ? Wurde 2016 bezüglich der Wählerstimmen korrekt für Clinton vorhergesagt, Trump gewann ja 'nur' die Wahlmännermehrheit. 2020 wurde ein Sieg von Biden vorhergesagt, der dann auch eintraf.

Auch die Landtagswahlergebnisse 2020/21 wurden überwiegend korrekt vorhergesagt. Einzig bei der Wahl in Sachsen-Anhalt ließen sich die Wähler der CDU in großer Zahl zu den Urnen bringen, weil sie befürchteten, die AfD würde gewinnen.

Wahlforscher

Wahlforscher und Umfragewerte sind die eine Sache, die Parteienunterstützung durch eine (teilweise) entsprechend ausgerichtete Presseberichterstattung die andere. Während die Trendermittlung eine retrospektive Betrachtung ist, kann die Presse bis zum Torschluss Einfluss nehmen. Nach meiner Wahrnehmung gibt es da auf Bundesebene zwei Effekte. Die Grünen schneiden etwas schlechter ab als prognostiziert. Die AfD schneidet etwas besser ab als prognostiziert. Bei allen anderen Parteien stimmt die grobe Richtung. Das der relative Abstand zwischen Union und SPD diesmal so gering ist, ist alles möglich und es wird spannend bis zum Schluss.

@AufgeklärteWelt, 16:39

Die Wechselstimmung ist nicht ausgeprägt, weil die Bürger in Krisenzeiten nach Verlässlichkeit und Kontinuität suchen. Und seien Sie doch mal ehrlich. So schlecht steht Deutschland im internationalen Vergleich wahrlich nicht da. Kanzlerin Merkel führt die Beliebtheitsskala noch immer an und bei den politischen Schwergewichten CDU/CSU und SPD haben sich die Zustimmungswerte neu verteilt, aber immerhin kommen beide zusammen an knapp 50%. Die AFD plätschert bei gerade einmal 11%, was auch nicht für eine tiefgreifende Wechselstimmung oder eine Protestwahl spricht. Am Ende werden viele noch unentschlossene Wähler ihre persönliche Lebenssituation zur Entscheidungsgrundlage nehmen - und den meisten Deutschen geht es vergleichsweise gut.

@17:28 von Adeo60

Schon wieder einer der den Wahlomat infrage stellt und meint jeder solle Tausende Seiten lesen und gegeneinander abwägen!!!!!

Sie haben das natürlich gemacht, glaube ich ihnen aufs Wort!!!

"welche Konsequenzen seine Wahlentscheidung für das Land und für ihn selbst hat."

Wenn jeder für sich eine Entscheidung trifft, also was ihn / sie weiterbringt wird die Wahrheit widergespiegelt und die Politik gemacht die für alle richtig ist.

Und dafür reicht der Wahlomat.

RE: weingasi1 um 17:18; ich1961 um 17:20

Schon für Sie, dass Sie sich nicht von Wahlprognosen beeinflussen lassen. Ich dagegen habe mich schon das eine oder andere Mal mein taktisches Wahlverhalten entsprechend angepasst.
Und ich denke, das geht vielen Wählern so.

Gruß Hador

Wahlprognosen als Wahlenscheidung

... wäre wie würfeln.

Mal ehrlich, wer seine Entscheidung nach den Prognosen fällt, ändert rein gar nichts.

Natürlich habe ich auch Prognosen verfolgt. Wie immer sind diese recht absehbar, je nachdem welcher Politiker gerade mal wieder in welches Fettnäpfchen getrampelt ist.

Und ja, mit Ruhm bekleckert sich da niemand. Da es aber keine Personenwahl gibt, sondern immer ein "gesamtes" gewählt wird, muss man eben abwägen.

Da ein "weiter so" nicht in meinem Sinne ist, meine Vorstellung guter und ausgewogener Politik aber eben auch nicht erfüllt wird, habe ich mich für das "kleinste Übel" entschieden.

Keine der 6 Parteien bekommt meine Stimme. Aber gewählt habe ich. In der Hoffnung, dass irgendwann jemand die kluge und vernünftige Entscheidung trifft, dass Politik nicht nur durch bestimmte, einflussreiche Parteien geführt werden sollte, sondern endlich Inhalte zählen. Und dass der Staat wieder dort eintritt, wo es nötig ist. Bildung, Infrastruktur und Sicherheit zb.

16:39 von AufgeklärteWelt kaum Wechselstimmung?

Die GK ist unbeliebt wie kaum zuvor, die CDU hat fast 30% Zustimmung zur letzten Wahl eingebußt, der Kanzlerkandidat Laschet hat die niedrigsten Zustimmungswerte. Wie kommt Tagesschau darauf, dass keine Wechselstimmung im Land herrsche?
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Das frage ich mich auch.Seid Wochen liest man in den Medien von einem nicht mehr " Weiter so " ,wenn das keine Wechselstimmung ist,was dann?

17:11 von passdscho

"Anhänger der Linken und Grünen stärker zu einer Parteien- und Themenwahl neigen." Warum hat dann die Person Baerbock dann dafür gesorgt, dass die Grünen so abstürzen, die Themen haben sich doch nicht geändert?"

Lässt Ich einfach erklären. Die für die Grünen guten Zahlen der letzten 2 Jahre waren aus zwei Quellen gespeist:

SPD-Wähler, die aus Frust, Verzweiflung über den eigenen Laden ihre Sympathien bei den Grünen geparkt hatten.

Aufgeklärte,eher gesellschaftspolitisch liberal denkende CDU/CSU-Wähler, mit Kindern und Enkeln, haben sich den Grünen zugewandt, weil in dem Segment durchaus Gespür vorhanden ist, zu fragen, in welchem Klima diese Generationen leben müssen, wenn nichts unternommen wird.

Bestes konservatives Denken im Sinne von Bewahrung unser Lebensgrundlagen. Daher kann in deren u. anderer Augen die AfD auch nie "konservativ' sein. DIe stehen für bornierten Auspuff-Egoismus.

Der Rückgang der Grünen-Zahlen sagt nur, beide Gruppen sind teilw. wieder bei SPD u. CDU/CSU.

RE: Adeo60 um 17:23; @Goldscheitel, 15:38 Uhr

***Das Ganze erinnert bisweilen an eine Unterhaltungsshow mit den meist gleichen Akteuren/Unterhaltungskünstlern.***

Ja, allerdings. Der eine geht mit den Umfragewerten rauf, der andere runter und die nächste stagniert auf gleichem Niveau.
Ob sich der Wahlentscheid final beeinflussen lässt, steht in den Sternen. Da könnte man doch mal ne Umfrage zu durchführen...

Gruß Hador

um 17:28 von Adeo60

>>"DSer Bürger sollte zu allererst seinem gesunden Menschenverstand folgen und sich fragen, welche Konsequenzen seine Wahlentscheidung für das Land und für ihn selbst hat. Dazu müsste er die Parteiprogramme in den Grundsätzen kennen (es gibt genügend Synopsen dazu). Plakative Behauptungen führen da nicht weiter."<<

Naja, da müssen wir leider erstmal bei der Definition des "gesunden Menschenverstandes" anfangen?

Entscheidungsfreiheit, Umfragen nicht zeitlich beschränken

Die Diskussion um die zeitliche Beschränkung von Umfragen ist müßig.

Der aufgeklärte Staatsbürger und Wahlbürger kann selbst entscheiden, was er wann an Umfragen lesen möchte und was nicht und weiß die dann auch einzuordnen.

Wer die Gefahr von Beeinflussung durch Umfragen an die Wand malt, überhebt sich über seine Mitbürger/-wähler:

'Ich lass mich ja nicht beeinflussen, aber die anderen könnten ja etwas aus meiner Sicht Dummes wählen, weil sie sich an Umfragen orientieren.

Sorry, Guys.

in die Prognose einzubeziehen,

von falsa demonstratio @
und ich bin sicher dass Sie dadurch nicht genauer wird.

Ich gebe bei Umfragen immer an seit Jahren nur "grün" zu wählen.

Bei Wahlomat habe ich über 80% für meine Partei und meine leistungsbereite, eigenverantwortliche Einstellung geschafft.

Am 23. September 2021 um 17:27 von Emil67

32,9% an Zustimmung 2017 minus 30% sind ungefär 23%.
Nur so zur Info!!
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Ich gebe ja zu, dass ich in Mathe und Physik wahrlich nicht die hellste Kerze auf der Torte war und bin aber : 32,9 ./. 30 = 2,9
oder hat sich im Laufe der Jahre in Sachen Subtraktion da irgend etwas geändert ?

um 17:15 von dawardochwas

>>"... eine andere Partei am Steuer zu sehen. Scholz kommt da gerade ganz recht."<<

Sehe ich absolut nicht so, denn ich denke man sollte sich schon ein wenig über die Folgen seiner Wahlentscheidung Gedanken machen?

um 17:48 von werner1955

>>"Ich gebe bei Umfragen immer an seit Jahren nur "grün" zu wählen.

Bei Wahlomat habe ich über 80% für meine Partei und meine leistungsbereite, eigenverantwortliche Einstellung geschafft."<<

.... was Rückschlüsse auf Ihr zu erwartendes Wahlverhalten zulässt. Klasse finde ich.

re 17:40 Bochumerin1977: Umfragen und Prognosen

>>Wahlprognosen als Wahlentscheidung
... wäre wie würfeln.<<

Da haben Sie durchaus Recht. Aber Sie sollten deutlicher zwischen Prognosen und Umfragen unterscheiden.

Umfragen ergeben eine statistisch erhobene Größe und können durchaus als weitere Entscheidungsgrundlage dienen. Dabei müssen sie ganz bestimmten Kriterien genügen, um als repräsentativ gelten zu können.

Eine Prognose entsteht dagegen aus einem Mix an bewerteten Informationen und werden "erstellt". So kann ich wie jeder andere ohne weiteres eine Prognose zu allem aufstellen und wir machen das auch ständig.

Kurz: Auch die beste Umfrage stellt keine Prognose dar. Sie können daraus höchstens eine ableiten.

17:48 von weingasi1

«32,9% an Zustimmung 2017 minus 30% sind ungefär 23%.
Nur so zur Info!!»

«Ich gebe ja zu, dass ich in Mathe und Physik wahrlich nicht die hellste Kerze auf der Torte war und bin aber : 32,9 ./. 30 = 2,9
oder hat sich im Laufe der Jahre in Sachen Subtraktion da irgend etwas geändert ?»

30% (3/10) von 32,9 = 9,87.
32,9 - 9,87 = 23,03 ≈ 23.

An den Grundrechenarten ändert sich nix mehr.
State of the Art bei Mathe ist immer der richtige Bezug mit eindeutiger Angabe.

17:08 von weingasi1 Grundrechenarten

Mit "Unsinn" und Pöbeleien sollte man immer vorsichtig sein.
30 Prozent von 33 sind: Na? 9,9.
Runden wir der Einfachheit halber auf 10 auf.
33-10 ist 23. Und wo steht die CDU derzeit?
Sehen Sie.

17:12 von wenigfahrer "Die Medien"

Es geht hier aber gar nicht um "die Medien". Sondern um Umfragen.

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