Kommentare

Ohne Worte

Man zu dem NATO- Einsatz in Afghanistan denken was man will.
Aber niemand kann bestreiten das sich die Verhältnisse und die Sicherheit der meisten Afghanen nun verschlechtern wird.

Wer sich, nur weil er antiamerikanisch denkt, sich auf die Seite der Taliban schlägt hat keine moralischen Werte.

das bezweifle ich

"UN warnen vor "humanitärer Katastrophe""

In einem Land, in der das Militär in der Überzahl und gut ausgebildet ist und es den Taliban möglich ist, innerhalb von Tagen fast das ganze Land einzunehmen, da kann der Wille zur Befreiung von den Taliban und deren Islamismus nicht so groß sein, muss sogar eine gewisse Akzeptanz da sein.

Auch bezweifle ich eine humanitäre Katastrophe, es wird halt unter dem Regime der Taliban weitergehen. Mit forciertem Drogenanbau vielleicht sogar noch mit mehr (fragwürdigem) Wohnstand.

Wir müssen Deutschland am Hindukusch verteidigen

wofür sind unsere Soldaten in Afghanistan gestorben? Wer ist für den Tod der Soldaten verantwortlich? Deutsche Auslandspolitik, wofür ist die Gut? Was haben deutsche Soldaten in Afghanistan nachhaltig bewirkt? Nix

Na,

d.h:

Die Taliban sind Terroristen und Sie werden die UN nicht respektieren...

Also, NATO, USA, EU muss die volle Verantwortung fuer Menschenrechtsverletzungen und einen potentiellen Völkermord übernehmen, keine Überraschung, sondern bildet als grundsätzliche Annahme die Basis Ihrer Entscheidung, die Botschaften zu räumen.

@ um 17:52 von german-canadian

Welche moralischen Werte haben denn die USA und Menschen, die proamerikanisch denken?

20 Jahr umsonst

Einschließlich der Gelder, die geflossen sind. Die humanitäre Katastrophe, die die Politik zu verantworten hat, ist nicht zu beschreiben. Die Folgen könnten auch wir wieder zu spüren bekommen.

Die UN warnen vor einer "humanitären Katastrophe"

Dabei wächst deren Zahl überall auf der Welt - allen voran die im Jemen und die vergessene in Nordkorea in den letzten Jahren ohnehin - scheinbar unaufhaltsam - immer weiter an. Und die "internationale Gemeinschaft" bringt sich unter der Ägide ihrer jeweiligen Staatsführungen in Sicherheit, rüstet immer weiter auf (nur nicht gegen die wirklichen Bedrohungen, v.a. den rapiden Verlust von Existenzgrundlagen durch Klimawandel und Umweltzerstörung) und schaut den Folgen rücksichtsloser Interessenpolitik der Mächtigen tatenlos zu.

"Warum die Armee trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit so schnell von den Taliban besiegt wird, ist unklar. Offenbar ergeben sich einige Soldaten aus Furcht vor der Rache der Islamisten kampflos. Die Taliban profitieren dabei von ihrem brutalen Ruf, den sie sich während ihrer Schreckensherrschaft in den 1990er-Jahren mit öffentlichen Exekutionen oder Auspeitschungen verdient haben"

Die Gewissenlosesten und Brutalsten setzen sich nicht nur in Afghanistan durch.

Auf den Punkt gebracht

Senator Dick Durbin sagte vor kurzem "Irgendwann müssen wir einsehen, dass wir nicht noch einen Amerikaner bitten können, für den vergeblichen Versuch zu sterben, aus Afghanistan ein modernes Land zu machen…Das könnten nur die Afghanen selber schaffen.“

Deshalb ist der Abzug richtig.

Was auch immer der Westen in den letzten 20 Jahren geschaffen, es fällt jetzt -praktisch ohne Gegenwehr. War all dies nichts wert?

rer Truman Welt

Es ist ein Hohn nun den Worten der verantwortlichen Politiker westlichen Besatzungsmächten zu lauschen. Es ist ein Desaster und war so absehbar wie das Aufgehen der Sonne morgen früh. Es ist eine Katastrophe für das ganze Land Afghanistan und macht deutlich, was "Militär-Politik" verursacht und das IMMER!
Was ist jetzt mit der Vertdeidigung unserer Freiheit am Hindukusch? Was? Plötzlich nicht mehr nötig? Was ist jetzt denn anders als 2001?
Afghanistan wird neben Pakistan zum Ausbildungszentrum für Terroristen, die schon sehr bald ihre brutalen Anschläge in der Welt und damit auch in Europa durchführen werden. Was dann? Doch wieder Einmarsch in Afghanistan oder lieber doch nur einen Drohnenkrieg mit gezielten Tötungszielen?
Es ist ein totales Versagen der Politik, der Amerikaner, der Briten, der EU auf ganzer Linie. Und solcher Politik soll der Bürger vertrauen? Gut, wer sich darauf verlassen will, ist dann vielleicht bald so verlassen wie die zurückgebliebenden kooperierenden Afghanen

Tja...

Aus dem geregelten Abzug wird jetzt eine Flucht. 30 Tage bis zur Eroberung von Kabul halte ich für eine sehr optimistische Schätzung. Ich gehe davon aus, dass es in einer Woche so weit sein wird.
Und auch wenn die Amis etwas anderes behaupten: für sie wird das gerade das zweite Vietnam und sie flüchten aus Kabul wie vor 45 Jahren aus Saigon.
Und danach wird es ganz dunkel in Afghanistan. Ich hoffe, dass man neben den vielen Menschen auch Kulturschätze in Sicherheit bringen wird, die die Taliban sonst verscherbeln oder zerstören würden. Wie solche Ikonoklasten mit Kulturgütern umgehen, ist aus Syrien und Irak, aber auch Afghanistan, hinlänglich bekannt.

Schrecklich...

Dann werden im Nationalstadion in Kabul demnächst wieder Köpfe statt Fußbälle rollen. So wie vor 20 Jahren. Und was hat der ganze Einsatz am Ende gebracht? Die Taliban sind wieder da, aber die Warlords, die vor 20 Jahren noch Widerstand geleistet haben, sind weg.

Am 13. August 2021 um 17:52 von german-canadian

Zitat:
"...Man zu dem NATO- Einsatz in Afghanistan denken was man will.
Aber niemand kann bestreiten das sich die Verhältnisse und die Sicherheit der meisten Afghanen nun verschlechtern wird..."

Dies ist nur die halbe Wahrheit, benennen Sie ein Land wo der Einsatz der NATO Verbesserung brachte?
Und eine weitere Tatsache ist, die NATO Verantwortlichen sind arrogant und überheblich, ansonsten hätten sie die richtigen Lehren aus dem Afghanistan - Einsatz der Sowjets gezogen. Damals wurden die Taliban durch die USA unterstützt. Soweit zu ihren moralischen Wertvorstellungen.

Tipp:
Chinas und Russlands strategisches Interesse an Afghanistan: Darum hofieren Autokraten die Taliban.

Was für eine blamable Aktion

Wie "edel" hat dieser Krieg angefangen und wie schändlich er jetzt beendet wird. Eine Blamage erster Güte, die dazu noch viel Geld und vor allem über 50 Soldaten das Leben gekostet hat. Also keine "uneingeschränkte Solidarität" mehr mit den USA-Aktionen! Wer einen Krieg beginnt, muss sich von vornherein die Kriterien definieren, wann und wie er beendet werden kann/muss.

Und jetzt...

Und jetzt können wir uns noch einmal in Ruhe darüber unterhalten, ob Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist. Am besten, eine Mauer drumherum ziehen, keinen herauslassen und die Afghanen das unter sich regeln lassen.

@Die Gewissenlosesten und Brutalsten setzen 18:22 Nettie

"sich nicht nur in Afghanistan durch."

Stimmt zwar, aber dort sind auch die Schlimmsten ihrer Sorte.
Sie könnten den Naziköfpfen entsprungen sein:
Laut Info von Reuters wurden in den gerade eroberten Städten,
die Frauen aus den Bankhäusern eskortiert und nach Hause gebracht.
Mit dem hämischen Kommentar sie sollten ihrer Bestimmung nachkommmen
und für Nachwuchs sorgen und zu Hause bleiben.

"Deutschland holt Botschaftspersonal zurück"

Das ist auch besser so.
Denen ist so oder so nicht zu helfen.
Entweder die helfen sich selber, oder die leben damit.
Russland hat es versucht, wurde dafür angefeindet.
Die USA und die ganze westliche Wellt haben es versucht und die konnten es auch nicht besser.
Irgend wann muss auch mal Schluss sein.
Wer glaubt er kann es besser, bitteschön.

@nie wieder spd

"Welche moralischen Werte haben denn die USA und Menschen, die proamerikanisch denken?"

Sie haben es nicht verstanden.
Es geht nicht um die moralischen Werte der USA. Es geht darum das manche aus puren Antiamerikanismus jede brutale Diktatur rechtfertigen.

Zustimmung

Auf ganzer Linie. Ich befürchte ebenfalls, dass wir Bürger wieder die Rechnung für diese Dummheit zahlen werden, ob als terroristische Anschläge oder anschließend im Zuge der Bekämpfung. Noch wäre es vielleicht Zeit zur Korrektur.

Am 13. August 2021 um 18:22 von Nettie

Ihren Beitrag kann ich nur zustimmen und ergänze mit;
"...Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd ich nun nicht los..."

z.B. Unterstützung der Taliban durch die USA während der Okkupation Afghanistan durch die Sowjets.

>...Wir sollten im Kopf behalten, dass die Biologie nur ein Teil dessen ist, was unser menschliches Selbstverständnis ausmacht und uns als Personen definiert, die in einer bestimmten Gesellschaft und Kultur leben. … Wenn wir über das Verhalten von Terroristen nachdenken, dann müssen wir nicht nur die Faktoren begreifen, die sie zu Terroristen gemacht haben, sondern auch diejenigen Faktoren, die uns dazu bringen, sie so zu nennen…<

Tja, und die Chinesen haben schnell gelernt von beiden, und befinden sich schon
in Geheimverhandlungen mit den Taliban für den Fall von Kabul.

Geht alles nur um Einflusszonen.
Mit Demokratie haben beide ja keine Probleme ;-)

@Postquestioner

"Damals wurden die Taliban durch die USA unterstützt."
Das ist so pauschal nicht richtig.
Ahmad Schah Massoud wurde von den USA unterstützt und war DER Kämpfer gegen die Taliban.

" Soweit zu ihren moralischen Wertvorstellungen."

Ich bin mit mir im reinen.

Aus Sorge um die Mitarbeiter in der Botschaft

wird Deutschland sein Personal nun auf das "absolute Minimum" reduzieren.
------

deshalb Zitat aus dem Artikel
"Laut Maas wird außerdem sofort ein Unterstützungsteam in die afghanische Hauptstadt geschickt."

schickt man zusätzliche Leute runter ?
ich dachte man will reduzieren

@Giselbert um18:00Uhr

Ihrem Kommentar stimme ich in gekürzter Form zu! Dabei gehe ich davon aus, daß eine ´"humanitäre Katastrophe" als Begriff in einem vom Humanismus beeinflussten Kulturkreis stammt.

18:22 von Nettie

Die Gewissenlosesten und Brutalsten setzen sich nicht nur in Afghanistan durch.
----
ist das was neues für sie ?

Die westliche

Die westliche Welt/Verbündeten haben in der islamischen Welt weder was zu suchen, noch sollten sie versuchen, ihre demokratischen Werte zu vermitteln.

In der islamischen Welt ist die islamische Gesetzgebung, die Scharia, das Recht.

Alles, was wir in den letzten Jahren getan haben, war für die Katz!

Der Hass gegen den Westen ist nur noch größer geworden.

Zeigt den Unsinn von 20 Jahren

Ja, wir sehen eine Gesellschaft, die nicht bereit ist und es ist eben nicht zu erzwingen. Es ist sonst nicht zu erklären, wie bereitwillig ein ganzes Land sich wieder unterdrücken lässt.
.
Daher hatte es wohl nochmal 80 Jahre gedauert, um wirklich etwas zu erreichen. Vielleicht hätte es auch nie funktioniert.
.
Ein Volk muss nun aber zumindest auch wenig wollen, wir sehen, dass es nicht so ist. Die breite Masse ist offenbar nicht bereit für das zu kämpfen, was gemeinsam in den letzten Jahren erreicht worden war. Auch nur einen Soldaten mehr dafür zu opfern, wäre nicht gerechtfertigt, denn jedes Leben zählt und ist wertvoll.

@18:40 von Postquestioner

Damals wurden die Taliban durch die USA unterstützt. Soweit zu ihren moralischen Wertvorstellungen.

Die bereits unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen.
Carter und Reagan handelten damals in Afghanistan nach genau demselben Prinzip, wie Roosevelt im 2. Weltkrieg.
Man muss sich manchmal mit den übelsten Verbrechern verbünden, um gegen eine noch größere Gefahr zu bestehen.

Die vielen Fehlentscheidungen der USA in Afghanistan kamen erst nach dem Sieg über die Sowjetunion.

Wo ist eigentlich die

Wo ist eigentlich die afghanische Armee abgeblieben ? Zahlen- und Ausrüstungsmäßig den Taliban weit überlegen. Warum werden alle Provinzhauptstädte kampflos übergeben ?

Afghanen sollen Dinge regeln

@ 13. August 2021 um 18:41 von nikioko
Und jetzt...
Und jetzt können wir uns noch einmal in Ruhe darüber unterhalten, ob Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist. Am besten, eine Mauer drumherum ziehen, keinen herauslassen und die Afghanen das unter sich regeln lassen.

Vielleicht hielte das den Druck aufrecht, dass Veränderungen von innen her kommen?
Dann müsste man allerdings dem Iran die entsprechenden elektronischen Überwachungssysteme zur Verfügung stellen.

Schau mal wie sich die Karte täglich ändert. Ich habe die letzten zwei Tage eine sehr gute und ausführliche neun teilige Dokumentation über Vietnam auf Arte gesehen.
Für mich gibt es einige Parallelen zu Afghanistan.
Ich behaupte der westliche Bürger wurde über Jahre absichtlich falsch über die Lage in Afghanistan informiert.
Die Regierung in Kabul ist genauso korrupt wie es damals die Regierung in Südvietnam war. Ein Beobachter aus Kabul fasst die Situation mit einem Satz zusammen :
In Kabul gibt es keinen der offen für die Afghanen-Taliban symphatisiert. Es gibt aber auch niemanden der offen mit der Regierung symphatisiert.
Wie der Vietminh (Vietkong: westl. Herabwürdigung) sind auch die Taliban zivil gekleidet. Töten die Amis einen, rückt einer nach. Wird ein Zivilist getötet, hat man eine ganze Sippe gegen sich.
Die in westlichen Medien hochgepriesene Loja Dschirga war leider nur eine Puppenkiste und ein Feigenblatt.
Leider. Die armen Afghanen welche Hoffnung gehabt hatten.

18:29 von zöpfchen

Was auch immer der Westen in den letzten 20 Jahren geschaffen, es fällt jetzt -praktisch ohne Gegenwehr. War all dies nichts wert?
---

man muß halt erst vergewissern ob man im Interesse der Bevölkerung handelte
oder nicht seine eigenen Interessen als der Weisheit letzter Schluß anderen überstülpt

Re um 18:54 von german-canadian

"Sie haben es nicht verstanden.
Es geht nicht um die moralischen Werte der USA. Es geht darum das manche aus puren Antiamerikanismus jede brutale Diktatur rechtfertigen."

Dazu lässt sich vorzüglich anmerken, dass Sie es nicht verstanden haben, dass die USA moralische Werte nur vorschiebt, um ihre kapitalistisch-imperialistischen Ziele zu erreichen. Es geht darum, dass manche aus purem Amerikanismus jeden brutalen Angriffskrieg und jahrelangen Folter rechtfertigen.

18:54 von Logis

Noch wäre es vielleicht Zeit zur Korrektur.
--

was wollen sie denn Korrigieren ?

War das alles Umsonst?

die vielen Jahre im Kampf gegen Terrorismus und Taliban in Afghanistan mit allen Toten und Verletzen Bürgern . Diese Frage stellt sich mir. Ich hoffe nicht.

19:00 von artist22

Mit Demokratie haben beide ja keine Probleme ;-)
-----------------

das scheint man einzig im Westen noch nicht kapiert zu haben

Ich frage mich die ganzen letzten Tage...

...Was hat uns,
aber auch den Afghanen die friedlich leben wollen, der ganze 20 jährige Krieg,
denn das war es, überhaupt gebracht?

---

Wir stehen jetzt wieder an dem Punkt,
wo die ganzen Länder, die damals bis heute dort stationiert waren, wieder am Anfang.
-
Und ich glaube, daß die Afghanen, die frei ihr Leben gestalten und leben wollen, eine sehr lange Zeit darauf warten werden müssen, bis sich vielleicht mal irgendetwas dort ändern wird.
-
Wenn überhaupt...

Re um 18:00 von Giselbert

Lesen Sie mal fleißig im Netz nach, dass der Drogenanbau unter den Taliban gen Null tendierte und erst als diese entmachtet waren, der Anbau und Export nach oben schoss. Unter den Taliban hat sich das kaum einer getraut.

18:12 von nie wieder spd

«Welche moralischen Werte haben denn die USA und Menschen, die proamerikanisch denken?»

Will man es wohlwollend bewerten, ist das eine richtig doofe Frage.
Ohne Wohlwollen bewertet ist es eine unverschämte Frage ohne Sinn.

Der Moralischen Werte des Menschen sind die, dass nicht mordende Terrorbanden Länder beherrschen und regieren. Im Zusammenhang gerade mit den Taliban ist Ihre Aversion gegen alles, was auch nur im Ansatz mit USA zu tun hat, noch plumper und noch mehr fürchterlich als sowieso sonst schon immer als Reflex.

Mit ganz grober Gedankenverwirrung kriegt man zu gar nichts eine auch nur ganz gering taugliche Beurteilung auf die Reihe. Die Taliban ziehen mordend und zivilisations-zerstörend durch Afghanistan. Nicht die US-Army in den letzten 20 Jahren.

Manche wie Sie auch kapieren das wegen Augenbinde selbst gewählt blind gemacht aber nie. Nicht mal anhand der miesesten Gangsterbande und Terrortruppe der Welt … den Taliban in Afghanistan. Was soll denn noch zum Sehen …?

wie in Vietnam

Nichts gelernt. Genauso charakterlos und unmenschlich. Diesen Staatsbildungsprozess hätten wir auch früher schon so nicht stören können. Schade um die Menschen dort, denen wir Hoffnung gemacht haben. Auf uns sollte sich niemand verlassen.

Am 13. August 2021 um 18:41 von Gassi

„Was für eine blamable Aktion
Wie "edel" hat dieser Krieg angefangen und wie schändlich er jetzt beendet wird. Eine Blamage erster Güte, die dazu noch viel Geld und vor allem über 50 Soldaten das Leben gekostet hat. Also keine "uneingeschränkte Solidarität" mehr mit den USA-Aktionen“

Wie schon erwähnt,

ging es nie um Krieg,

sondern es ging um Vergeltung für die Anschläge vom 11. September 2001 auf New York und Washington.

Es hat auch keine ca. 50 anonymen Soldaten das Leben gekostet, sondern

In der US-Armee verloren genau 2442 Soldaten ihr Leben, in der Bundeswehr genau 59 Soldaten,“

deren Namen alle bekannt sind.

Gerhard Schröder:

„Es bleibt dabei. Unter meiner Führung wird sich Deutschland an einer Intervention im Irak nicht beteiligen,“
obwohl Angela Merkel eindringlich für eine deutsche Beteiligung am Irak-Krieg warb.

Eine uneingeschränkte Solidarität hat es nie gegeben.

Fürchterlich lange

Jetzt gibt es ja den Volkstrauertag, ein Tag, der besonders für die Gefallenen veranstaltet wird. Aber es hat ätzend lange gebraucht, bis die Toten aus dem Afghanistan-Einsatz mitberücksichtigt wurden. Das durften nicht mal "Krieg" genannt werden, obwohl längst Zinksärge ausgeflogen wurden. Ich habe diese Scheinheiligkeit immer bemäkelt, denn wie muss sich ein Elternteil fühlen, dessen Kind im Krieg umkam - und nicht mal erwähnt wird. Jeder 1870-er Tote wird geehrt, diese Toten werden totgeschwiegen. Was für eine schizophrene Gesellschaft.

19:26 von Sisyphos3

<<18:29 von zöpfchen

"Was auch immer der Westen in den letzten 20 Jahren geschaffen, es fällt jetzt -praktisch ohne Gegenwehr. War all dies nichts wert?"
---

man muß halt erst vergewissern ob man im Interesse der Bevölkerung handelte
oder nicht seine eigenen Interessen als der Weisheit letzter Schluß anderen überstülpt<<

.-.-.-.

Halten Sie es für möglich, dass es GEGEN das Interesse der Bevölkerung sein könnte, dass dort das Menschenrecht gilt und die Folter abgeschafft wird?

Totalversagen

Es geht jetzt nicht mehr nur um den Fehler der USA und NATO-Einsatztruppen, dieses Afghanistan fluchtartig zu verlassen, sondern um die erschreckende Fehleinschätzung der Lage in diesem Land, der Einsatzfähigkeit des afghanischen Militärs und der offensichtlich sehr gut organisierten Taliban. Was hat denn die NATO-Organisation dort 20 Jahre lang gemacht, dass man jetzt so ahnungslos dahintaumelt ? Für Deutschland kann man immerhin Kontinuität feststellen, wenn jährlich, pünktlich zu Weihnachten ein deutscher Verteidigungsminister, auffällig mediengestützt, die deutschen Truppen dort besucht hat.

@19:39 von servuskurt

"Auf uns sollte sich niemand verlassen."

Wie war das noch hilf dir selbst dann hilft dir.....

Wieviel Jahre hat man da versucht zu helfen?

Im Kaputtherapieren scheinen wir klasse zu sein.

Wir sollten die Finger davon lassen, spätestens jetzt haben wir doch den Beweis, das wir es nicht drauf haben.

Auf Kommentar antworten

Am 13. August 2021 um 19:39 von servuskurt

wie in Vietnam.

###

Das ganze erinnet einen natürlich an den Abzug der USA 1973 aus Saigon. Danach wurde auch von Norden das ganze Land erobert. Warum aber ist es möglich, das 300.000 Regierungstruppen bzw. 40 Millionen sich von knapp 60.000 Islamisten ihren Willen aufzwingen lassen ?

nichts gelernt

Die aktuellen Ereignisse im Kopf, sind die offiziellen Äußerungen zum Erfolg der "Mission" dummes Geschätz! 20 Jahre Kampf, Tod, Zerstörung und zuletzt die Flucht der Armeen aus dem Land, sprechen eine andere Sprache. Das Unverständliche nach diesen 20 Jahren ist die Tatsache, dass die Verantwortlichen daraus nichts gelernt haben. Dieser Einsatz war noch nicht beendet, da schicken die folgsamen Deutsche ein Kriegsschiffchen ins Südchinesische Meer, beteiligen sich wieder militärisch, und befördern den nächsten Konflikt. Die Diplomatie hat offensichtlich ihre Aufgaben nicht wahrgenommen, oder kennt sie überhaupt nicht!

19:47 von Sausevind

Halten Sie es für möglich, dass es GEGEN das Interesse der Bevölkerung sein könnte, dass dort das Menschenrecht gilt und die Folter abgeschafft wird?
----

vorstellen ?
dass einer sich gegen die Menschenrechte entscheidet ist für mich unverständlich
aber scheinbar denkt nicht jeder so auf der Welt
wie sonst lassen sich die Erfolge andere Gesellschaftsformen sonst erklären ?
insbesondere die Erfolge der Taliban

Bitte nicht so naiv sein

Glaubt hier denn wirklich irgendjemand, dass die Mission in Afghanistan mit Bombern, Artillerie, Granaten, Gewehren, Raketen etc eine humanistische war? Glaubt hier denn wirklich irgendjemand, dass die ganzen ausländischen Soldaten in Afghanistan nicht als Besatzer wahrgenommen wurden?

Wir waren aus nur 1 Grund in Afghanistan: Weil die USA das so wollten. Und die USA wollten das so, weil die Taliban nicht Osama Bin Laden ausgeliefert haben. Alles andere (Dt. Freiheit am Hindukusch verteidigen, Brunnen bauen, Demokratie bringen usw) wurde nur unserer Bevölkerung erzählt, damit diese aufhören dagegen zu demonstrieren. Hat ja auch geklappt. Schade um die Gefallenen und unsere Steuergelder. Die dt Steuerzahler haben für die Beteiligung der BW an dem Militäreinsatz bislang rund 12,5 Milliarden Euro aufgewendet lt Tagesschau.

Auf Kommentar antworten

Am 13. August 2021 um 18:08 von LetzterNiederbayer

Was haben deutsche Soldaten in Afghanistan nachhaltig bewirkt? Nix

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Und darum ist es gut, das die Bundeswehr auch abgezogen wurde. Nur leider mind. 15 Jahre zu spät...
Hoffendlich stehen wir in ein paar Jahren nicht vor der gleichen Frage. Was haben wir in Mali bewirkt...

Afghanistan Nicht wie Vietnam

Die erste US-Intervention (1980er) in Afghanistan war richtig und notwendig. Die zweite (ab 2001) war auch gut gemeint aber mit "nation-building" kann man in Afghanistan wenig erreichen. Es wäre für alle, vor allem die Afghanen, weniger schlimm gewesen das Land 2002 unter den verschiedenen anti-Taliban Kräften der Nordallianz etwa entlang ethnischer Grenzen aufzuteilen.

Weil die USA das Wesentliche aus den Augen verloren, führte es zum sinnlosen und furchtbaren Vietnamkrieg.
Dagegen waren Korea (1950er) und Afghanistan (1980er) ganz anders und notwendig. Sie fanden an den Grenzen der Sowjetunion statt, wo es dringend nötig war Stärke zu zeigen. Klar hätten die USA diese beiden besser machen können, jedoch war das Gesamtergebnis weitaus besser als nichts zu unternehmen.

19:37 von schabernack 18:12 von nie wieder spd

Ein sehr guter Kommentar den ich mich voll anschließen kann.

19:47 von Sausevind

Dann schreiben sie doch mal klipp und klar, warum keine Gegenwehr?

19:03 von Sisyphos3

«… deshalb Zitat aus dem Artikel
"Laut Maas wird außerdem sofort ein Unterstützungsteam in die afghanische Hauptstadt geschickt."

«schickt man zusätzliche Leute runter ?
ich dachte man will reduzieren.»

Entweder ist Ihre Einfalt vorgetäuscht, oder unfassbar einfältig.

Das Unterstützungsteam sind keine zusätzlichen Botschaftssekretärinnen, Schreibkräfte für Formulare, oder Reinigungspersonal für das Botschaftsgebäude.

Das Unterstützungsteam sind "Elitesoldaten", Krisenspezialisten, Personenschützer. Um den Betrieb der Deutschen Botschaft in Kabul so sicher wie möglich aufrecht zu erhalten so lange es geht. Um u.a. den Deutschen Botschafter zu schützen.

Man könnte die Botschaft auch dicht machen. Wäre nicht gleichbedeutend mit Abbruch der Diplomatischen Beziehugen. Aber es wäre niemand aus DEU mehr vor Ort, der sich um Visa für Afghanen Ex-BW-Mitarbeiter kümmern kann.

Die US-Army schickt auch mind. 3.000 Soldaten.
Weil die Lage mit Vormarsch der Taliban so dramatisch ist.

20:07 von Sisyphos3

>> 19:47 von Sausevind

Halten Sie es für möglich, dass es GEGEN das Interesse der Bevölkerung sein könnte, dass dort das Menschenrecht gilt und die Folter abgeschafft wird?
----

vorstellen ?
dass einer sich gegen die Menschenrechte entscheidet ist für mich unverständlich
aber scheinbar denkt nicht jeder so auf der Welt
wie sonst lassen sich die Erfolge andere Gesellschaftsformen sonst erklären ?<<

.-.-.

Danke erst mal für Ihre Antwort.

Aber ich fragte ganz gezielt nach dem Interesse der BEVÖLKERUNG.

Denn das hatten Sie ja geschrieben:

"man muß halt erst vergewissern ob man im Interesse der Bevölkerung handelte
oder nicht seine eigenen Interessen als der Weisheit letzter Schluß anderen überstülpt"

.-.-.

Noch einmal also meine Frage:

halten Sie es für möglich, dass die GESAMTE Bevölkerung Menschenrecht und Folter ablehnt - einschließlich der Geschändeten und Gefolterten.

Mir ist Ihre Antwort sehr, sehr wichtig.

@Sisyphos3:

"schickt man zusätzliche Leute runter ?" - nein -
"ich dachte man will reduzieren" - tut man auch; und das alles steht im Artikel. Wozu fragen Sie noch? -

ich lese hier immer nur

von botschaftsangehörigen, soldaten etc., die es auszufliegen gilt (was durchaus berechtigt ist). aber meine gedanken gelten eher den frauen und mädchen in Afghanistan, die, auch dank des überstürzten rückzugs der USA, unter den Taliban massiv werden leiden müssen und die eben nicht die möglichkeit haben zu fluchten oer ausgeflogen zu werden.

mich befällt ein gefühl der hilflosogkeit, wenn ich mir nur im entferntesten vorstelle, welch ein leben sie führen müssen unter dem regime der ewiggestrigen und religions-falschausleger namens Taliban.

Bedingungslose Kapitulation?

Zumindest bei mir macht sich jetzt dieser Eindruck breit. Und dafür haben unsere Soldaten in Afghanistan gekämpft - und viel zu viele sind dort verstorben?
Zumindest erwarte ich dafür eine gute Erklärung von der Politik. Schließlich haben wir jahrelang praktisch nur Erfolgsmeldungen erzählt bekommen. Waren das alles nur Lügen?
Erinnert unangenehm deutlich an Vietnam.
Dort haben die US Soldaten auch permanent gesiegt - bis sie weggelaufen sind.

Wieviel Entwicklungshilfe ist

geflossen? Alles umsonst oder nicht?

Experten haben im Hochsicherheitsareal von Kabul Phantasien entworfen, die Taliban gestalteten die Realitaet.

20:22 von schabernack

Entweder ist Ihre Einfalt vorgetäuscht, oder unfassbar einfältig.
--------

was vermuten sie bei meinen gelegentlich polemischen Beiträgen ?

@ @ 13. August 2021 um 19:47

@ @ 13. August 2021 um 19:47 von Sausevind
19:26 von Sisyphos3
<<18:29 von zöpfchen
"Was auch immer der Westen in den letzten 20 Jahren geschaffen, es fällt jetzt -praktisch ohne Gegenwehr. War all dies nichts wert?"
---
man muß halt erst vergewissern ob man im Interesse der Bevölkerung handelte
oder nicht seine eigenen Interessen als der Weisheit letzter Schluß anderen überstülpt<<
.-.-.-.
« Halten Sie es für möglich, dass es GEGEN das Interesse der Bevölkerung sein könnte, dass dort das Menschenrecht gilt und die Folter abgeschafft wird? »
Ich denke wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass unsere Vorstellung von Menschenrechten teilweise als bedrohlich empfunden werden.
Man denke nur an die sexuelle Selbstbestimmung (von Frauen) und dem Recht des Clanältesten Ehen zu arrangieren.

Afghanistan gehört zu den

Afghanistan gehört zu den Ländern die nicht zu befrieden sind. Viele Jahre wurde viel Geld, Material und Ausbilder in diesem Land verbraten. Für was?
Die Menschen haben sich auf die Hilfe aus dem Ausland verlassen und in all den Jahren selbst nichts verändert. Die Mentalität und Kultur lässt es einfach nicht zu. Man kann europäische Werte hier nicht vermitteln oder erwarten. Das Ausland sollte sich raushalten. Vielleicht steht die junge Generation auf und beginnt sich zu wehren - statt nach Europa zu ziehen.

UNO

Seit ich mir denken kann, war es in Afghanistan eine humanitäre Katastrophe, besonders für die Frauen. Und jetzt spricht plötzlich die UNO davon!

Afghanistan: Zustimmung, ob die Scharia zum offiziell gültigen

erklärt werden soll > 90%
Quelle: Pew Research Center

80 % der Bevölkerung Afghanistans leben auf dem Land und nur 20 % in den Städten. Die 80% Landbevölkerung leben seit ihrer Islamisierung nach den archaischen Regeln der Scharia. Lediglich in den größeren Städten gibt es eine nennenswerte Schicht, die weltoffen ist und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte achtet.

Afghanistans war seit dem 2. Jahrhundert vom Buddhismus geprägt. Der gewaltsamen Islamisierung durch die Araber widersetze sich Afghanistan seit der Entstehung des Islam fünf Jahrhunderte, nicht zuletzt aufgrund des starken Widerstands der buddhistischen Turk-Schahi und der hinduistischen Hindu-Shahi. Die Bevölkerung Kafiristans, des heutigen Nuristan (nord-östliches Afghanistan), wurde erst im Jahre 1895 durch den Despoten Abdul Rahman gewaltsam islamisiert.

Die Demokratisierung einer Gesellschaft, die zu über 90% das islamische Recht befürwortet ist illusorisch.

Niederlage

USA in Vietnam 1975, Sowjetunion in Afghanistan 1989 und jetzt wiederholt sich die Niederlage einer Intervention 2021 wieder in Afghanistan. Traurig.

Falsche Schuldzuweisung

@ sonnenbogen:
Also, NATO, USA, EU muss die volle Verantwortung fuer Menschenrechtsverletzungen und einen potentiellen Völkermord übernehmen

Wenn es zu einem Völkermord kommt, sind dafür die Taliban verantwortlich.
Die EU ist aber außerdem hier vollkommen unbeteiligt.

Zitat: "z.B. Unterstützung

Zitat:
"z.B. Unterstützung der Taliban durch die USA während der Okkupation Afghanistan durch die Sowjets."

als die Sowjetarmee in Afghanistan war gab es noch gar keine -> Taliban

diese Sowjetarmee und die AFGHANISCHE Armee kämpften gegen die Stammeskrieger - die im Westen als Mudschahidin bekannt
https://de.wikipedia.org/wiki/Mudschahid

als diese nach dem Abzug der Sowjetarmee sich untereiander zu bekriegen begannen - sprich sie stritten sich um die Beute - setzte sich der Bürgerkrieg unter anderen Vorzeichen fort.

Die Taliban sind die "Antwort" der von den "Stammeskriegern" vertreibenen Afghanen - die entstanden in den Koranschulen von Pakistan - als Stammesübergreifende politische und militärische Bewegung.
Der "Kitt" war ein extrem radikaler Islam - noch radikaler als der der Mudschahidin!

Und die heutigen Taliban basieren darauf und die lokalen Stammesfürsten werden ihr Mäntelchen in den "neuen"/alten Wind hängen um zu überleben.

Ich finde den Abzug der Truppen für falsch.

Vielmehr hätte man die Unterstützer der Taliban ins Visier nehmen müssen. Gemeinsam, auch mit Russland und anderen Staaten im Rahmen der UN. Afghanistan so lange unter Kontrolle halten, bis auch der letzte Afghanen merkt, dass es dem Land gut tut, wenn die Infrastruktur aufgebaut wird, unter dem Schutz der UN. Jeder der die Taliban unterstützt, sollte um sein Leben fürchten, ich glaube nur damit kann man etwas erreichen. Was ist jetzt? Die Taliban fühlen sich als Sieger und werden dadurch noch gefährlicher. Da kommt was auf uns zu!

fr. Käsmann sah es voraus..

"Nichts ist gut in Afghanistan"

Meinte Margot Käsmann schon vor vielen Jahren..

Was hat man über sie geschimpft..

Und heute ist festzustellen, dass sie recht hatte..

20:31 von Krid01

Zumindest erwarte ich dafür eine gute Erklärung von der Politik. Schließlich haben wir jahrelang praktisch nur Erfolgsmeldungen erzählt bekommen. Waren das alles nur Lügen?
Erinnert unangenehm deutlich an Vietnam
#
Ich sehe es auch so,aber eine Erklärung von der Politik wird es wohl nicht geben vermute ich mal.

Emil67..

"Die USA und die ganze westliche Wellt haben es versucht und die konnten es auch nicht besser."

Die westliche Welt meint immer, Demokratie in Staaten exportieren zu können, die seit Jahrtausenden von Clanregierungen und Königen geprägt wurden und nie etwas von Demokratie gehört haben..

Muss schiefgehen

Zitat: "Wie schon erwähnt,

Zitat:
"Wie schon erwähnt, ging es nie um Krieg,
sondern es ging um Vergeltung für die Anschläge vom 11. September 2001 auf New York und Washington."

schon komisch...
..unter denen die die Anschläge platen und durchführten war kein einziger Afghane aber dafür faktisch alle Attentäter aus SaudiArabien
Auch das Geld für die Logistik, die Pilotenausbildung, die Reisen und die Hotelübernachtungen kamen aus -> SaudiArabien.

Also deswegen ist ja total logisch das man nicht SaudiArabien zur Verantwortung zieht - sondern ein Land in den Bergen Zentral-Asiens.
Ha ja??

Der Ursprung des Konfliktes

Er fällt in die Zeit der Regentschaft von Zahir Schah von 1933 bis 1973. Während seiner Regentschaft herrschte allerdings Frieden, das Land machte Fortschritte auf diplomatischen Parkett, bei den Menschenrechten und bei der Gleichberechtigung der Frauen.

Mitte der 60er Jahre führte er die konstitutionelle Monarchie mit Ansätzen parlamentarischer Kontrolle ein. Das Problem war allerdings, daß Zahir Schah das Parteiengesetz, das in der Verfassung enthalten war, nicht ratifizierte. Dies hatte zur Folge, dass politische Parteien illegal blieben und sich ihrerseits nicht an die Verfassung gebunden fühlten. So radikalisierte sich in den 1960er Jahren zunehmend das Parteienspektrum – auf der einen Seite in kommunistische Parteien, auf der anderen Seite in islamistische Bewegungen.

Als Zahir Schah 1973 zu nach Italien reiste, nutzte sein Vetter Mohammed Daud die Gunst der Stunde und putschte sich an die Staatsspitze. Afghanistan versank danach in einem Strudel der Instabilität und Gewalt.

18:29 von zöpfchen

"Deshalb ist der Abzug richtig.

Was auch immer der Westen in den letzten 20 Jahren geschaffen, es fällt jetzt -praktisch ohne Gegenwehr. War all dies nichts wert?"
...
Der Abzug dieser Truppen mit dieser Aufgabe ist richtig. Die Stationierung wäre sinnvoll gewesen, wenn man nicht mit den Warlords Kooperationen eingegangen wäre, sondern von Grund auf das Land hätte versucht, als demokratischen Vielvölkerstaat. Ob Paschtunen, Turkmenen, Tadschiken, Usbeken usw, und die vielen Clans, "Afghanistan" ist ein Kunstprodukt, wenn wir es uns als zentralistischen Staat vorstellen wollen und als der es von der UN konzipiert wurde. Die verschieden Ethnien unter einen Hut zu bringen, gelingt nur als Vielvölkerstaat. Und wenn in diesem Gemisch ständig von Iran und Pakistan heraus die "Religion" als Mittel zum Kampf eingestreut wird, ist es faktisch unmöglich, das diese Menschen jemals in Frieden und ohne Korruption leben werden. Wir werden es mal wieder merken. An unseren Grenzen

Die Taliban

gehen aus dem Konflikt gestaerkt heraus und haben die Moeglichkeit hofiert zu werden und ihre menschenverachtende Einstellungen international zu presentieren.

Bravo. Vorher hat man diese Denke klar als untragbar eingestuft und jetzt ist man gezwungen damit am Tisch zu sitzen.

20:27 von suomalainen

«aber meine gedanken gelten eher den frauen und mädchen in Afghanistan, die, auch dank des überstürzten rückzugs der USA, unter den Taliban massiv werden leiden müssen und die eben nicht die möglichkeit haben zu fluchten oer ausgeflogen zu werden.»

Der traurigste aller Aspekte beim Vormarsch der Taliban.

20 Jahre Fortschritt für Frauen und Mädchen in kleinen Schritten nun wieder zerstört von Mördern und Terrorsisten im Handumdrehen mit dem Finger am Abzug der Waffe.

2001 war das schon mal so, und Musik war zusätzlich zu machen und zu hören verboten. Es gibt eine Dokumentation aus der Zeit um das Jahr 2000 herum. Von einer Exil-Afghanin, die unter Lebensgefahr reiste und filmte. Gleichzeitig die traurigste, und die am meisten wütend machende Doku, die ich je sah.

Es wird in der nächsten kurzen Zeit in Afghanistan ganz grauenhaft Fürchterliches geschehen durch die Zivilisationsverächter Taliban. Zivilsationsraub für andere, für sie selbst ist alles erlaubt wie einst bis in 2001.

@19:47 von Sausevind

Dann fragen Sie doch mal die Afghanen, ob sie für oder gegen die Scharia sind. Ich schätze, 90% sind dafür. Was glauben Sie ? Menschenrechte werden dort anders definiert, das entscheiden dort die Mullahs.

/20:49 von hessin65... Hinweis: 9/11

"Das Ausland sollte sich raushalten." Genau das tat das Ausland, lies die Pakistanis, Iraner und Saudis die Taliban unterstützen und gewähren und es folgte irgendwann das Desaster "World Trade Center". Schon vergessen? Solche Terrorregime geben sich niemals mit sich selbst zufrieden. Und: es gibt keine Afghanen. Es ist ein Vielvölkerstaat und voller Korruption und Warlords. Drogen- und Menschenhandel sind Haupt- Einnahmequelle. Und die Drogen verkaufen sich gut hier im Westen und überall auf der Welt. Wir können weder in Nordkorea oder in Afghanistan oder sonst wo Terrorregime einfach so gewähren lassen, wenn uns unsere eigene Sicherheit wichtig ist. Die "junge Bevölkerung" wird unter den Taliban überhaupt keine Chance haben zu erfahren, was Wahrheit ist und wie es im Rest der Welt aussieht. Kein Internet, keine Bildung, keine Schulen. Gar nichts. Und wer so aufwächst in einer abgeschotteten Welt, der wird kaum rebellieren. Geschah früher schon nicht.

@Postquestioner, 18.40h

Die Taliban wurden noh nie von den USA unterstützt.
Das waren die Mudjaheddin und die haben absolut nichts mit den Taliban zu tun.
Sie verbreiten eine linke, antiamerikanische Legende.

20:39 von Sisyphos3 / @schabernack

«Entweder ist Ihre Einfalt vorgetäuscht, oder unfassbar einfältig.
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«was vermuten sie bei meinen gelegentlich polemischen Beiträgen ?»

Ich vermute gar nichts, aber ich weiß ganz genau, dass Polemik im Zweizeiler unmöglich ist, und schon alleine der Versuch dazu nicht für einen Cent mehr sinnvoll, als dem Bär im Wald eins auf's Maul zu hauen.

Es gibt keine Polemik im Zweizeiler.
Und schon gar keine Polemik, die selbst erklärt sein soll.
So was ist wie mit dem Bär im Wald.

Afghanistan

ach, man kann mit den Taliban nicht verhandeln?
Man kann ihnen nicht vertrauen und sie halten sich nicht an Verträge?
Was und wer wurden von den Deutschen ausgebildet die letzten 10 Jahren? Hat man nicht Soldaten und Polizisten geschult? Das war ja der deutsche Auftrag. Wo sind nun die Resultate. Hat man Steuergelder schon sinnloser ausgegeben?

@20:55 von Defender411

Dann müssen Sie jeden Mullah und jeden Stammesfürsten in Afghanistan erschießen, wie es die Franzosen 1789 gemacht haben, um die Macht des Adels und des Klerus zu brechen. Und die Unterstützer Pakistan, Saudi-Arabien, die arabischen Scheichtümer, wie wollen Sie gegen die vorgehen ?

Geht so etwas ohne stillschweigende Duldung

durch erhebliche Teile der Bevölkerung?

Kabul Juli 2015: Die 27-jährige Farkhunda (Frauen haben keine Nachnamen) war Studentin an einer Koranschule. Sie hat in einer Moschee inmitten von Kabul den Verkauf von Talismanen an Gläubige als unislamisch kritisiert. Um die Frau unschädlich zu machen, hat der Imam sie dann kurzerhand der Koranverbrennung bezichtigt.

Das ist - wie man von vielen gleichartigen Vorgängen in muslimischen Ländern kennt - eine todsichere, üblicherweise an Christen ausgeübte Methode, Menschen dem Lynchmob auszuliefern. Die Frau wurde ca. 2 Stunden lang von der Menge geschlagen, dann mehrmals mit einem Auto überfahren, dann wurde sie angezündet und in das Bett des zu dieser Jahreszeit fast ausgetrockneten Flusses Kabul geworfen.

Wie man aus einem Video entnehmen kann, waren sehr viele Menschen bei diesem Spektakel zugegen, alle haben mitgejohlt. Keiner hat den Versuch unternommen das Geschehen zu beenden.

@ german-canadian --- Sie sprechen es aus !!

"Aber niemand kann bestreiten das sich die Verhältnisse und die Sicherheit der meisten Afghanen nun verschlechtern wird.Wer sich, nur weil er antiamerikanisch denkt, sich auf die Seite der Taliban schlägt hat keine moralischen Werte."

Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu.

Ob aus Unüberlegtheit oder aus Antiamerikanismus werden die wesentlichen Punkte des Afghanistan Themas gern unterschlagen.

1. Unter den Taliban wurde Afghanistan zu einem "sicheren Hafen" für Terroristen wie Al Qaida und Bin Laden, auch wenn der sich später nach Pakistan abgesetzt hat. Das hat uns alle bedroht. Sie zu vertreiben war ein berechtigtes Ziel.

2. Nachdem die internationale Koalition die Taliban vertrieben hatte, konnte die Menschen viele Freiheiten in Anspruch nehmen. Frauen konnten einen Beruf ausüben, Mädchen zur Schule gehen, die Menschen konnten wählen und haben das in großer Zahl gemacht.

3. Auch wenn die Taliban mit Gewalt und Terror siegen, bleiben 1 u. 2 richtig.

@91541matthias

Frau Käßmann brauchte für ihr „nichts ist gut in Afghanistan“ keine hellseherischen Fähigkeiten. Es wird auch für sehr sehr lange Zeit nichts gut sein.

@Sausewind, 19.47h

Auch wenn ich nicht gefragt wurde:
"Ja, ich halte es bei einem gar nicht so kleinen Teil der afghanischen Bevölkerung durchaus für möglich."

Die Leidtragenden

Was immer man über den Afghanistan-Krieg und den Einsatz der Bundeswehr sagen mag: wichtig ist jetzt, die gefährdeten Mitarbeiter der westlichen Truppen aus dem Land herauszuholen. Es kann nicht sein, dass man sie nach dem Abzug ihrem Schicksal überlässt. Ihnen muss Asyl in Deutschland gegeben werden.

20:43 von zöpfchen

@ @ 13. August 2021 um 19:47

>> « Halten Sie es für möglich, dass es GEGEN das Interesse der Bevölkerung sein könnte, dass dort das Menschenrecht gilt und die Folter abgeschafft wird? »

Ich denke wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass unsere Vorstellung von Menschenrechten teilweise als bedrohlich empfunden werden.
Man denke nur an die sexuelle Selbstbestimmung (von Frauen) und dem Recht des Clanältesten Ehen zu arrangieren. <<

.-,.,.,

Ich versuche die ganze Zeit, zu der Frage durchzudringen, ob hier unterstellt wird, dass die Frauen gerne vergewaltigt werden - sich also für das Recht, vergewaltigt zu werden, einsetzen - und die Gefolterten sich für das Recht einsetzen, gefoltert werden zu dürfen.

Offenbar sind hier einige der Meinung, dass die Frauen und die Gefolterten das wünschen - und man darum DIESES nicht verhindern dürfe.

zu 20:57 von 91541matthias "fr. Käsmann sah es voraus.."

Ja, Frau Käßmann grüßt fast täglich in irgendeiner Kolumne einer Boulevardzeitung mit ihren Gedanken von den Querdenkern über Afghanistan bis zum Klima, der Flut und der Hitze.

Ob Frau Käßmann aber damit glücklich ist, dass Sie ihr auch noch die Wahrsagerei und Hellsichtigkeit andichten? Wohl eher nicht.

Was

jetzt in Afghanistan passiert, war jeder beteiligten Partei vorher schon sonnenklar.
Auch, dass die afghanischen Staatstruppen keine besondere Lust verspüren würden, sich von den Taliban niedermetzeln zu lassen.
Jetzt bleibt uns nur noch, alle Afghan*innen, die das wollen und/ oder die durch die Taliban in Gefahr sind, nach Deutschland zu holen.

21:15 von Bernburger49

"@19:47 von Sausevind
Dann fragen Sie doch mal die Afghanen, ob sie für oder gegen die Scharia sind. Ich schätze, 90% sind dafür. Was glauben Sie ? Menschenrechte werden dort anders definiert, das entscheiden dort die Mullahs".°

,.,.,

Seltsam, dass hier einer nach dem anderen dem Problem ausweicht, das ich die ganze Zeit zu thematisieren suche:

ob die Gequälten EBENFALLS für das Gequältsein sind.

Ich erschrecke langsam, wie man dazu offenbar ja sagt.

21:37 von Ch_F

Die gefährdeten Mitarbeiter der westlichen Truppen aus dem Land herauszuholen. Es kann nicht sein, dass man sie nach dem Abzug ihrem Schicksal überlässt. Ihnen muss Asyl in Deutschland gegeben werden.
#
Ich schrieb es Gestern schon,den gefährteten Mitarbeitern und ihren Familien muss Asyl gegeben werden das sind wir ihnen schuldig.

21:01 von Miauzi

«schon komisch...
..unter denen die die Anschläge platen und durchführten war kein einziger Afghane aber dafür faktisch alle Attentäter aus SaudiArabien
Auch das Geld für die Logistik, die Pilotenausbildung, die Reisen und die Hotelübernachtungen kamen aus -> SA.

«Also deswegen ist ja total logisch das man nicht SA zur Verantwortung zieht - sondern ein Land in den Bergen Zentral-Asiens.
Ha ja??»

Gar nicht komisch … und ja.

Osama Bin-Laden plus die Führungsriege von Al Kaida waren 2001 zur Zeit der Attacken gegen das World Trade Center auf Einladung plus unter dem Schutz der Taliban in Afghanistan.

Eine unheilige Symbiose ohne all zu viele Gemeinsamkeiten. Aber mit für die Taliban sehr wichtiger "Arbeitsteilung". Der wichtigste, mächtigste, am meisten weltgewandte, klügste aller "Warlords" in Afghanistan … Ahmad Schah Massoud … wurde auch 2001 von Al Kaida in Afghanistan ermordet. ASM ist legendär angesehen in AFG.

Saudi Arabien … is a totally different story in its own.

21:37 von DerVaihinger

"@Sausewind, 19.47h

Auch wenn ich nicht gefragt wurde:
"Ja, ich halte es bei einem gar nicht so kleinen Teil der afghanischen Bevölkerung durchaus für möglich.""

,.,.,

Was halten Sie für möglich?
Dass Frauen Lustempfindungen haben, wenn sie gefoltert werden?

Dass Männer Glücksgefühle haben, wenn sie ermordet werden?

Das wird langsam unappetltlich.

Leidende Bevölkerung

Die einfache Bevölkerung kann einem nur leid tun.Wenn ich hier immer wieder lese,die wollen es doch nicht anders,kann ich nur sagen,das lässt sich vom schönen und vor den Taliban sicheren Deutschland aus einfach sagen.Ich glaube jedenfalls nicht,das die Menschen dort begeistert sind,hurra,die Taliban kommen wieder.
Demokratie wollen diese Menschen dort angeblich ja auch nicht,weil sie ja so anders gestrickt sind.
Die Taliban,die wollen sicher keine Demokratie.

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