Ihre Meinung zu: Gericht in London: Briten liefern Assange nicht an USA aus

4. Januar 2021 - 16:23 Uhr

WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden. Das entschied ein Londoner Gericht. Mexiko hat angekündigt, ihm politisches Asyl zu gewähren. Die US-Regierung ist enttäuscht und will in Berufung gehen.

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Kommentare

Kein Held, kein Journalist

Assange ist kein Held und ein Journalist schon gar nicht.

Ohne Prüfung oder Auswertung hat er massenweise Daten auch von Privatpersonen veröffentlich und diese, in Ländern wo autoritäre Regime regieren, in Gefahr gebracht.

Dass Assange ausgerechnet von Menschen, die sich ansonsten als "pro-Datenschutz" bezeichnen gefeiert wird, ist geheuchelt und absurd zugleich.

Dennoch, ich finde das Gericht hat richtig entschieden. Ein Schwerverbrecher ist Assange nicht und er hat für seine Taten, meines Erachtens, schon genug gebüßt.

Sehr gute Nachricht...

... und ein Grund zur Freude.

Laut Gericht darf sich Assange allerdings nicht darauf berufen, journalistisch tätig zu sein. Er sei mit seinem Handeln "weit über das hinausgegangen, was für Journalisten angemessen sei".

Nein, Kriegsverbrechen aufdecken, das geht gar nicht. Das macht ein Journalist nicht. Das geht weit über journalistisches Handeln hinaus.

Gericht in London: Briten liefern Assange nicht an USA aus...

Das ist zuerst mal ein Erfolg für Julian Assange, der auch durch die weltweite Solidaritätsbewegung möglich gemacht wurde.
Es besteht aber immer noch die Gefahr, daß in einer Berufungsverhandlung der Supreme Court das Urteil aufhebt.
Aber auch wenn Assange frei kommt, wird er sich außerhalb Großbritanniens kaum frei bewegen können. Bei einer Zwischenlandung, zum Beispiel auf dem Flug nach Australien, könnte er durch US-Behörden verhaftet werden.

Free Assange

Ein Etappensieg mit einer allerdings recht befremdlichen Begründung der Richterin.

Blender

Ich halte Assange für einen Blender und für einen Menschen, der nur den westlichen Ländern schaden will.

Gute Entscheidung

Nur die Begründung ist kein Freispruch ,. . Von wegen Pressefreiheit ; Ich bleib dabei es geht immer um Macht und wer die angreift der geht in den Bau, oder hat zumindest große Probleme . Auch der Paragraph 129 bringt auch hier Menschen schnell vor Gericht . Wer mit offenen Augen durch die Weltgeschichte läuft erkennt das die Gesetze überall drakonische Strafen nach sich ziehen .Was mir Sorge bereitet ist die Unnachgiebigkeit mit der dabei vorgegangen wird , Gesetze werden von Menschen für Menschen geschaffen ,sie sollten aber nicht für bestimmte Interessengruppen geschrieben werden ,sondern dem Recht aller dienen . G20 ist ein warnendes Beispiel dafür . Auch Julien Assange ist noch nicht frei

15:29 von Enlightenment.

Sehr gut zusammengefasster Kommentar.

Eine Schande

... dass eine Auslieferung überhaupt zur Debatte steht. Und unverständlich, dass Assange hier in Europa noch immer inhaftiert ist. Es ist und bleibt eindeutig eine politische Verfolgung eines Whistleblowers, dem unser aller Dank und Anerkennung für seine Arbeit gebühren sollte.

Peinlich für UK und eine Missachtung der Menschenrechte erster Güte.

Kommt er nun frei?

Oder unter welchem Vorwand wird Assange dann in GB weiter festgehalten?

Was ist daran verwerflich, wenn Assange Dinge

veröffentlicht, die von der Gegenseite gerne unter den Tisch gekehrt werden ?

Sein Mut beeindruckt mich zutiefst !

Was hat Herr Assange gemacht?

Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt. Der Westen hätte ihn gefeiert, wenn dies bei Russland, China, Iran etc. der Fall gewesen wäre. Aber die USA angreifen? Eine Unverschämtheit. Denn die dürfen machen, was immer sie wollen. Bis heute wurde z. B. Herr Bush für seine erlogenen Kriegsgründe im Irak (Massenvernichtungswaffen) nicht zur Rechenschaft gezogen. Nein, diejenigen die diese Verbrechen benennen, sind nach US-Diktion Verbrecher.
Es lebe das Recht des Stärkeren.

Er wird wohl weiter verfolgt

Wenn er gegen amerikanisches Recht verstoßen hat und amerikanische Bürger in Gefahr gebracht hat, dann werden die USA ihn sicherlich weiter verfolgen. Da hat Uncle Sam einen langen Atem.

Ich bin positiv überrascht

denn ich hätte diese Entscheidung vom britischen Gericht nicht erwartet. Im Gegensatz zu meinem Vorkommentator @Enlithenment (dessen Nick mir unbegreiflich ist) ist für mich Assange ohne Frage ein Journalist und für mich ist er auch ein Held. Für alle Autoritaristen und alle, für die eine unkontrollierte Exekutive in einem Staat die einzige, dafür aber bedingungslos zu achtende, Instanz ist, ist er natürlich ein Verbrecher. Und für alle, die ihre eigenen Verbrechen gerne unter dem Deckmantel der Geheimhaltung verüben, sind seine Nachahmer eine Gefahr.
Wer es gern sähe, dass Assange für immer hinter Gefängnismauern verschwände, sollte sich auch zu den Gründen bekennen.

Gut so … und …

dann sollte man Mr. Assange auch im UK aus dem Hochsicherheitsgefängnis in eine normale Haftanstalt verlegen. Wenn das Gericht seine psychische Verfassung schon als bedenklich, oder gar suizidgefährdet einstuft.

Er sitzt ja dort nicht für eine schwere Gewaltstrafttat ein, sondern wegen Verstoß gegen Kautionsauflagen. Und wegen Spionage (oder Verrat von Staatsgeheimnissen) ist er im UK auch nicht angeklagt.

Es ist kaum zu befürchten, dass wer J. Assange aus einer normalen Haftanstalt rausbombt, oder mit einer Agenten-Aktion à la Bond 007 entführt.

Ich bin angenehm überrascht.

Ich würde mich jedoch ebenso freuen, wenn die Haftbedingungen im Königreich für Herrn Assange verbessert würden, denn diese erst Heine mir auch angesichts seines Gesundheitszustandes nicht besser als die, die ihn in den USA erwarten würden.

>>... Assange sitzt seit rund eineinhalb Jahren im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Südosten Londons. Angesichts der Corona-Pandemie durfte er nur sehr eingeschränkt Besuch empfangen, auch Telefonate nach draußen waren nicht unbegrenzt
möglich. ... <<

Er durfte doch wohl vor Corona schon kaum Besuch empfangen.

@ Bernd Kevesligeti

Das ist zuerst mal ein Erfolg für Julian Assange, der auch durch die weltweite Solidaritätsbewegung möglich gemacht wurde.

Das wäre ja ein Treppenwitz, wenn sich ein Gericht durch Solidaritätsbekundungen beeinflussen ließe. Es muss ja wohl nach Recht und Gesetz entscheiden, nicht nach der Sympathie einer leuten Minderheit.


Es besteht aber immer noch die Gefahr, daß in einer Berufungsverhandlung der Supreme Court das Urteil aufhebt.

Wieso Gefahr? Wenn das Gericht ein solches Urteil fällt, dann weil es Recht ist. Wie kann davon eine Gefahr ausgehen.

15:33 rossundreiter

"Gute Nachricht?........"

Er darf nicht ausgeliefert werden wegen seines Gesundheitszustandes und den Haftbedingungen in den USA.

Diese Begründung ist etwas bizarr denn das heißt wenn sein Gesundheitszustand sich verbessert kann er ausgeliefert werden also gewonnen ist noch gar nichts.
Bei der Begründung die Haftbedingungen seien in den USA so, dass Leib und Leben des Häftlings gefährdet sind kann man sich nur seine eigenen Gedanken machen.

@ 15:42 von kritt. Blender

Man muss Assange nicht mögen.

Allerdings wüsste ich gern ausführlicher, welchen westlichen Ländern
- außer der amerikanischen Nahostkriegspolitik -
Herr Assange schadet.

Ganz gleich, was man von der Person Assange hält, wie man seine Handlungen rechtlich beurteilt - ohne Assange, ohne Wikileaks und ohne Chelsea Manning hätten wir nie von den Kriegsverbrechen der USA im Irak erfahren, oder wenn nur als unbewiesene Gerüchte. Man denke nur an das Video der Hubschrauber-Crew, die auf unbewaffnete Iraker feuerte, inklusive menschenverachtendem Audiokommentar. Das sind nun Dinge, die die USA nicht wieder aus der Welt bekommen werden - was auch erklärt, warum viele dort Assange unbedingt bestrafen wollen.

Keiner der US-Soldaten und -Beamten, die laut dem von Wikileaks veröffentlichten Material Verbrechen begangen haben, ist übrigens bestraft worden, soweit man weiß.

15:52, frosthorn

>>für mich (ist) Assange ohne Frage ein Journalist und für mich ist er auch ein Held. Für alle Autoritaristen und alle, für die eine unkontrollierte Exekutive in einem Staat die einzige, dafür aber bedingungslos zu achtende, Instanz ist, ist er natürlich ein Verbrecher. Und für alle, die ihre eigenen Verbrechen gerne unter dem Deckmantel der Geheimhaltung verüben, sind seine Nachahmer eine Gefahr.<<

Ich möchte mich ausdrücklich Ihrer Einschätzung und Analyse anschließen.

@ nie wieder SPD, um 15:49

Den Artikel haben Sie überflogen?

Dass mit zweierlei Maß gemessen wird, legt der Kommentar von User von Datten, 15:50 zwar nah, doch ist das Hacken von Regierungscomputern eben auch kein Pappenstiel.
Das sollte man nicht schönreden.

ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit

Die englische Richterin hat einer Auslieferung aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes von JA nicht zugestimmt.

In der Sache konnte die Richterin dem Antrag der USA folgen.

Wenns im also wieder besser gehen sollte, dann Tschau mit V.

Kriegsverbrecher können sich also wieder ein Stück weit sicherer fühlen.
Würg !

16:05 von fathaland slim 15:52, frosthorn

er hat auf jeden Fall "richtig" gehandelt
Civilcourage weiß ich nicht
den Grund seines Handels kennt nur er

15:29 Englightenment

"Ein Schwerverbrecher ist er nicht und er hat für seine Taten schon genug gebüßt......."

Helfen sie mir weiter ich kann keine Taten erkennen die es zu verurteilen gilt und diese Hexenjagd auf diesen Mann rechtfertigt. Kennt man konkret Fälle in denen Menschen durch die Offenlegung gefährdet sind oder mit dem Leben bezahl haben? Sicher ist jedenfalls dass viele Menschen getötet wurden von denen vor der Offenlegung niemand je was erfahren hätte.
Ich gehe davon aus, dass die Offenlegung dieser Kriegsvebrechen nur die Spitze von einem riesigen Eisberg ist.

Es geht nicht um Macht

@ VictorJara:
Ich bleib dabei es geht immer um Macht und wer die angreift der geht in den Bau ...

In Diktaturen vielleicht. Hier ging es in dem Prozess aber nur um das Recht. Assange muss auch nicht befürchten, irgendwann mit Novychok angegriffen zu werden.

Eine Frage der Staatsräson

Das die Briten Assange ausliefern ist unwahrscheinlich, selbst wenn der Supreme Court anders entscheiden sollte.

Assange ist australischer Staatsbürger. Großbritannien ist gerade in einer recht unvorteilhaften Lage und braucht jede Unterstützung, die es braucht. Das UK will sich anstatt auf die EU nun auf das Commonwealth als Verbündete stützen, wohl wissend, dass die USA schon länger ein recht unsicherer "großer Bruder" sind, der die Briten im Zweifel fallen lässt. Und just im Commonwealth ist Australien neben Canada der stärkste Partner. Es ist für UK deshalb geradezu zwingend, Australien nicht zu verärgern. Und auch wenn die australische Regierung sicher kein Freund von Assange ist, kann und wird sie - schon aus Rücksicht auf die eigene Bevölkerung - keine Auslieferung Assanges an die USA hinnehmen.

Und da Johnson Australien nicht verstimmen darf um die guten Beziehungen nicht zu gefährden, kann er Assange garnicht ausliefern lassen.

Wenn ......

ich die Meldungen richtig verstanden habe, dann sprach die Richterin das Urteil besonders wegen dem Gesundheitszustand von Assange aus. Zur Pressefreiheit nahm sie nicht Stellung und stellte nur fest, daß Assange kein Journalist sei.. Möglicherweise ist das auch ein "good will"-Zeichen an den neuen Präsidenten?

Julian Assange ist ein wahrer Held!

Julian Assange ist ein wahrer Held! Es muss endlich frei gelassen werde, weil er kein Verbrechen begangen hat. Er hat lediglich Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von den USA und ihren Verbündeten begangen sind, offen gelegt.

Der Prozess gegen ihn ist politisch und es soll damit ein Exempel statuiert werden.
Dieser Prozess hat mit Freiheit und freie Meinungsäußerung für die sich der Westen so gerne einsetzt nichts zu tun.
Es wird nur einmal mehr sehr deutlich wie verlogen der sogenannte Westen in Wirklichkeit ist.

Sieg für die unabhängige Justiz.

Unabhängig davon, welcher Meinung man in der Sache Assange auch sein mag:
Die Entscheidung zeigt, daß die britischen Gerichte nicht einseitig im Sinne der USA entscheiden, sondern die Angelegenheit sorgfältig prüfen und nach bestem Wissen und Gewissen eine unabhängige Entscheidung fällen.
Insofern ist der heutige Tag ein Sieg für die unabhängige Justiz.

16:08 von RaketoQ

sehe ich auch so. aber auch in den letzten tagen hier schon

Sexuelle Nötigung

@ jukep:
... ich kann keine Taten erkennen die es zu verurteilen gilt und diese Hexenjagd auf diesen Mann rechtfertigt.

Er war wegen sexueller Nötigung angeklagt und hat sich durch sein Versteckspiel in der Botschaft dem entzogen. Die Taten sind verjährt. Und dann gehr es natürlich um Spionage und Geheimnisverrat in den USA.

16:06 von harry_up

>>... doch ist das Hacken von Regierungscomputern eben auch kein Pappenstiel.<<

Assange hat keine Regierungscomputer gehackt. Er hat allerdings u.A. auf WikiLeaks für die Veröffentlichung von geleakten US-Kriegsverbrechen gesorgt.

... wenn das keine journalistische Tätigkeit ist.

16:12 von jukep

Helfen sie mir weiter ich kann keine Taten erkennen die es zu verurteilen gilt und diese Hexenjagd auf diesen Mann rechtfertigt
.
er hat Kriegsverbrechen veröffentlicht
die Türkei stellt man an den Pranger, weil sie einen Journalisten wegen ner ähnlichen Sache verurteilten
(da waren es illegale Waffengeschäfte und jeder erregte sich)
mir scheint es wird mit zweierlei Maß gemessen

Gericht in London: Briten liefern Assange nicht an USA aus

Na, supi! Barack Obama bzw. Joe Biden hatten wohl seit 2016 zu Gott gebetet, dass sie Assange doch noch von den Engländern ausgeliefert bekommen. Kriegen sie nicht!
Alleine die Höchststrafdauer von 175 Jahren ist schlicht und ergreifend lächerlich und albern. Wenn sie eventuell umgewandelt wird in eine Strafe von 175 Tagen, dann bekommen die USA ihn vielleicht eines Tages einmal doch noch. Assange ist doch ein Schwede. In erster Linie sollte es eine schwedische Angelegenheit sein, Assange für mögliche Taten zu bestrafen. Hier haben die Briten bzw. das britische Gericht zur Abwechslung eine positive Entscheidung getroffen, die das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien im Jahre 2021 stark auf die Probe stellen wird. Ein schlechter Stern für den Beginn von Joe Bidens Amtszeit.
Wenn das amerikanische Militär und die Politik nicht so viel Geheimniskrämerei machen würden, bräuchte es auch keineswegs Leute wie Assange oder Snowden. Die wären dann unwichtig.
Aber es sind eben die USA

@ Rakete Q

ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit

In Wahrheit ging es weder um Journalismus, noch um Pressefreiheit. Es ging nur um die Auslieferung und die Krankheit Assanges. Durch seine Selbstmordgefährdung erreicht er es, dass er nicht in den USA vor Gericht kommt.

Mein Gott , ..gute Mitteilung ...

Was hat dieser Mann nicht schon durchgemacht ...
Schöne Entscheidung , ..
aber die Thematik bleibt .
Ob ein Herr Assange je wieder normal leben kann ?
Wofür er einsteht ; Entschuldigung , ..aber dafür sein Leben zu ruinieren?
Er kann es nicht rückgängig machen ; ..würde er ?

Assange ist alles andere als ein Held

Sicher ist er kein Krimineller oder ein Schwerverbrecher aber ein Held ist der Mann nicht. Die Art und Weise wie er Daten von Privatpersonen veröffentlicht hat war absolut daneben. Es war auch Assange der gemeinsame Sache mit Donald Trump gemacht hat. Ohne Julian Assange wäre Donald Trump nicht Präsident geworden.

Als politischer Gefangener in

Als politischer Gefangener in ein Land ausgeliefert zu werden, in dem Waterbording zu legitimierter Verhörtechnik zählt und in Folge die Todesstrafe droht - das geht gar nicht. Man stelle sich vor, Assange hätte in einem privaten Rüstungsbetrieb gearbeitet und unhenehmigte Waffenexporte in ein Krisengebiet aufgedeckt, ob sich hier jemand finden ließe, der dies als ein ‚Verbrechen‘ bezeichnen würde?

@datten, 15.50h

Wenn er russische oder chinesische Kriegsverbrechen aufgedeckt hätte, müsste sich Herr Assange keine Gedanken um Gefängnisse oder Auslieferung mehr machen.

Und hoffentlich braucht bald niemand mehr eine Anklage wegen "Verrats" schmutziger "Geheimnisse" von der zu befürchten. Wegen des Erfolgs der Bekämpfung ihrer Machtbasis (Geld und Waffen) durch die Zivilbevölkerung und die Installation einer auf Gleichberechtigung, Transparenz und Menschenrechten beruhenden Demokratie.

„WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden. Das entschied ein Londoner Gericht. Grund seien die Haftbedingungen, die ihn dort erwarteten“

Gott sei Dank. Es ist letzten Endes egal, mit welcher Begründung bzw. unter welchem Vorwand man auf "institutionellem" Machtmissbrauch basierende Menschenrechtsverstöße bzw. Schwerstkriminalität verhindert.

„US-Staatsanwälte beschuldigen Assange der Spionage, weil die Enthüllungsplattform WikiLeaks vor einem Jahrzehnt vertrauliche Dokumente des US-Militärs veröffentlichte“

Im Klartext: Weil er (Staats-) Verbrechen aufdeckte. Indem er der Welt die Perversion von deren Kriegen "live" vor Augen führte.

von kritt 15:56

Selbstverständlich hat die Beharrlichkeit der Solidaritätsbewegung mit Julian Assange ihren Anteil daran. Kann man auch nebenbei daran sehen, daß der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen zum heutigen Gerichtstermin die Einreise nach Großbritannien verweigert wurde. Und vielleicht gehören die Gegner von Whistleblowing und der Offenlegung der Handlungen im Irak zu einer Minderheit.
Und Gefahr besteht natürlich für ihn.

@MrsDalloway 16:00

Assange hat doch keine wirklich Bedeutung. Diesem Mann wird viel mehr Bedeutung zugemessen als er wirklich hat oder je hatte. Edward Snowden den sehe ich als wirklichen Helden an aber mit Sicherheit nicht Julian Assange.

Asange gehört nach

Asange gehört nach Australien.
Oder Deutschland sollte Asyl anbieten. Denn wir sind die Ersten, die Herrn Erdogan dieses Journalisten Wegsperren vorwerfen.
Assange hat diese Unterlagen gebracht bekommen. Wenn die USA nicht vorgeführt werden wollen, sollten sie Kriegsverbrechen unterlassen. Das ist gar nicht so schwer.

Bis zu 175 Jahre Haft

weil einer Menschenrechtsverletzungen veröffentlicht

und über die Türkei erregt man sich, weil ein Journalist zu Gefängnis verurteilt wird,
weil er über verbotene Waffenlieferungen berichtet
.... und da diskutiert man nicht weshalb der Asyl kriegt
schon eine verrückte Welt

Am 04. Januar 2021 um 16:08 von So so21

Zivilcourage ist besser und mutiger als den Mächtigen und den Starken der Welt nachzuplappern.

"Ich gehe davon aus, dass die Offenlegung dieser Kriegsverbrechen nur die Spitze von einem riesigen Eisberg ist."

So ist es und nicht anders.

Wenn wir die Mächtigen und Starken nicht kontrollieren und ihre Verbrechen offenlegen, werden sie weitermachen mit ihren menschenverachtenden Handlungen überall auf der Welt und wir machen uns letztendlich mitschuldig.

Julian Assange ist ein wahrer Held!

In ihrem Interview bei ntv hat Sevim Dagdelen von der Partei die Linke es auf dem Punkt gebracht: Kein Grund zum Feiern! Die Pressefreiheit sitzt weiter auf der Anklagebank, weil Richterin Baraitser den Anklagepunkten der USA gegen Julian Assange im Wesentlichen zugestimmt hat und damit der Kriminalisierung des investigativen Journalismus.

https://www.youtube.com/watch?v=sp53qzV64tk

@jukep, 15:%6

Diese Begründung ist etwas bizarr denn das heißt wenn sein Gesundheitszustand sich verbessert kann er ausgeliefert werden also gewonnen ist noch gar nichts.

Damit haben Sie natürlich recht.

Ich würde dieses Urteil, nach allem, was zu erwarten war, und angesichts der unglaublichen Entwicklungen, die dieser Fall bereits genommen hat, dennoch als eindeutig fortschrittlich bezeichnen.

Es ist ja immer eine Frage, woher man kommt.

16:16 von Martinus

Sieg für die unabhängige Justiz.
-
schön wär´s
warum kam der frei ??
weil er über Menschenrechtsverletzungen schrieb ??
mir scheint der Justiz fehlte der Mut

Kein Held und kein Verbrecher

Herr Assange ist weder ein Held noch ein Verbrecher. Er hat bei seiner Tätigkeit - man möge diese bezeichnen wie man will - zu viele Rechtsnormen gebrochen. Dies ist auch nicht durch eine journalistischen (?) Tätigkeit gedeckt.

16:18 von kritt.

Er war wegen sexueller Nötigung angeklagt
.
??
der war angeklagt weil man nen Grund suchte
keine seiner beiden Gespielinnen fühlten sich genötigt
viel weniger beklagten sie sich

Das war dann vermutlich...

...die letzte gute Nachricht für 2021.
Ich würd' jetzt noch was aus "Asterix erobert Rom" zitieren, aber das ginge dann doch zu weit...

Dank Herrn Assange wurden uns

Dank Herrn Assange wurden uns vielfach Verbrechen der imperialistischen Macht USA vor Augen geführt.
Und wir sehen es auch, wie die USA versucht, mit einen 750 Milliarden Dollar Rüstungsetat, die Welt in Schach zu halten.

16:02 Lenyat

"Ganz gleich was man von der Person Assange hält. Ohne Assang und Chelsea Manning hätte wir nie von den Kriegsverbrechen erfahren......"

So ist es.
Schon Herr Scholl-Latour hat von den Greueltaten der US Boys sowie der Blackwatertruppe in Afghanistan und dem Irak berichtet es wurde nur nicht so wahrgenommen und die "westliche" Presse hatte kein Interesse zu berichten (eben aus Angst und Vorsicht).
Zum Ausgleich dafür wurden wir aber, wenn sie sich noch erinnern von allerlei NGO's, fast stündlich akribisch und ausführlich über die Taten des bösen Assad-Regimes informiert. Ausgerechnet Frau Nicki Haley hat dann in der UNO mit Bildern von Kindern versucht die US Ziele in Syrien durchzusetzen. Als ob jemals das Leid der Kinder bei ihren Kriegsfeldzügen und Wirtschaftssanktionen die USA interessiert hätte.

Courage

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, daß Julian Assange nicht ausgeliefert wird und er... wird
es auch nicht werden. Für die Aufdeckung
von Verbrechen gegen die Menschheit hat er
sich in beispielloser Courage mehr als verdient
gemacht. Ein aufrechter Mensch, dem man
nur seine baldige Freiheit wünschen kann...
Julian Assange kann stolz auf sich sein.

kritt .... ja, wenn man

kritt
.... ja, wenn man Kriegsverbrechen der ach so * freien Welt * aufdeckt, dann schadet man natürlich den Menschen in den westl. Ländern. Mir schaden solche Nachrichten nicht. Haben diese Nachrichten Ihnen geschadet?
Ja, man darf ja nur Kriegsverbrechen anderer Länder aufdecken, dann bekommt man auch einen gewissen Orden verliehen.Was für eine Heuchelei.

Übrigens...

...kann man auch in den USA Prozesse in Abwesenheit des Angeklagten führen. Also, wenn man nicht gerade einen Schauprozess (vor)führen will. Siehe Roman Polanski...

Taktik.

... von mir aus hätte Assange´s Haarfarbe bei Urteilsbegründung die falsche sein können, Hauptsache er bleibt erstmal "hier". Wer sich gegen "Übergriffigkeiten des großen Bruders im Westen" schützen will, macht vielleicht lieber kleine, bisweilen lächerliche (Fort-) Schritte ... einen nach dem anderen.

16:18 von kritt.

«Er war wegen sexueller Nötigung angeklagt und hat sich durch sein Versteckspiel in der Botschaft dem entzogen. Die Taten sind verjährt.»

Nix ist verjährt. Die Ermittlungen in Schweden wurden eingestellt, weil sich auch für die Staatsanwaltschaft dort keine hinreichenden Indizien oder Beweise für eine Anklageerhebung finden ließen.

Dummes Verhalten beim Sex ist dumm.
Aber nicht zwangsläufig strafbar.

@Enlightenmentum 15:29

"Assange ist kein Held und ein Journalist schon gar nicht."

Das glaube ich Ihnen sofort. Ohne Prüfung oder Auswertung? Das ist echt mal der Schenkelklopfer. Es ist ein Verräter nach Pentagon und NSA lesart, ja da stimmt. Ich weiß nicht genau ob es in des USA so ist aber ich darf in Deutschland, selbst als vereidigter Soldat, Befehle missachten die gegen die Menschlichkeit verstoßen. Nicht anderes hat er getan. Geheimhaltung von Kriegsverbrechen ist ein unmenschlicher Befehl. Punkt - keine Antwort nötig.

@ um 16:06 von harry_up

Das gilt dann aber nur für westliche Regierungscomputer, oder?
Und dann besonders, wenn Kriegsverbrechen, die ebenfalls eine kapitale Straftat sind, geheimgehalten werden sollen.
Und europäische Regierungen machen sich mit solchen Regierungen von Kriegsverbrechen gemein.
Dass die iranischen Atomanlagen - Computer von US - Geheimdiensten gehackt wurden, ist dagegen völlig straffrei?
Oder werden demnächst die Mitarbeiter der Geheimdienste auch bei uns festgenommen?
Denn es gilt doch nach wie vor im Westen: Gleiches Recht für alle, oder?

@15:42 von kritt.

"Ich halte Assange für einen Blender und für einen Menschen, der nur den westlichen Ländern schaden will."

Sein Charakter und die extravagante Persönlichkeit spielen doch keinerlei Rolle.
Seine Taten waren alles andere als Blendwerk, sondern hervorragende Informationen über Regierungsverfehlungen, die auch von etablierten Medien gern als unbestrittene Tatsachen aufgegriffen und veröffentlicht wurden, während sich ansonsten wenig solidarisiert und sein Wirken im Sinne von "Journalismus" weitgehend nicht anerkannt wurde. Die erbärmliche Kampagne zur Desavouierung seiner Person und nicht zuletzt die nicht evidenten Sexualdelikts-Anschuldigungen waren ja kaum zu übersehen.
Vielleicht haben Sie trotzdem Recht, Wahrheit schadet der glitzernden Wertefassade westlicher Länder enorm. Ist halt die Frage ob man tatsächlich an den Werten oder lediglich an der Ideologie als Instrument interessiert ist.

USA müssen erst mal die Todesstrafe abschaffen.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden.
In den USA gibt es immer noch die Todesstrafe.

Zu Recht hat das britische Gericht die Auslieferung mit dem Grund abgelehnt, dass in den USA die Haftbedingungen mit dem Selbstmord von Julian Assange enden kann.

Wie die Sicherheitsbehörden mit Staatsfeinden umgeht, ist bekannt.
Die Staatsfeinde werden so lange psychisch gequält, bis sie sich selber das Leben nehmen.

Besser wäre es, wenn endlich ein EU-Land Julian Assange Asyl gewährt.

In Abwesenheit von Julian Assange kann dann die USA ihr Verfahren eröffnen.
Ein faires Verfahren erwartet Julian Assange in den USA eh nicht.

Wenn das rechtskräftige Urteil vorliegt, kann im Asyl gewährenden Land immer noch entschieden werden, ob Julian Assange die Strafe im Gefängnis in den USA antreten soll oder nicht.

Leute, die Daten veroeffentlichen

welche ansonsten unbekannt blieben, handeln im oeffentlichen Interesse.

Dadurch kann sich die Allgemeinheit ein besseres Bild machen und die Entstehung von Verschwoerungstheorien wird erschwert.

In diesem Sinne denke ich bin ich fuer den Mann.

In jedem Fall finde ich die Entscheidung des Britischen Gerichtes fuer angemessen.

@fathalandslim, 16:23

Oder war er Spion im eigenen Auftrag? Gibt es so etwas?

Natürlich gibt's das, warum soll man zum Spionieren einen Dritten brauchen? Das hört sich ja schon fast verschwörungstheoretisch an.

Tut hier aber kriminaltechnisch nichts zur Sache, ob der Mann spioniert hat, weil das Spionieren im Falle eines solch schweren Verbrechensverdachtes (der sich dann ja bewahrheitet hat) ja geradezu staatsbürgerliche Pflicht ist.

Zumindest ganz sicher kein Fall für den Staatsanwalt, in der Demokratie.

So wurde es mir in der gymnasialen Mittelstufe mal beigebracht.

16:25 von Magfrad

"Es war auch Assange der gemeinsame Sache mit Donald Trump gemacht hat. Ohne Julian Assange wäre Donald Trump nicht Präsident geworden."

Koennen Sie das naeher erklaeren?

Tragischer Held

In meinen Augen ist Assange durchaus ein Held - wenn auch ein tragischer. Er hat amerikanische Kriegsverbrechen enthüllt und dafür einen sehr hohen Preis gezahlt. Seine Freiheit, seine psychische Gesundheit, jede Aussicht auf ein normales angstfreies Leben....

Seit Jahren quasi eingesperrt, isoliert in Botschaftsräumen oder jetzt im Gefängnis, überwacht und unter Androhung der Todesstrafe.
Ob er deshalb im Hochsicherheitsgefängnis ist, um zu verhindern, dass die USA ihn in einer verdeckten Aktion "nach hause" holt?

Ich würde ihm einen friedlichen Lebensabend in Australien wünschen.

kritt Sie sollten sich mal

kritt
Sie sollten sich mal besser informieren. Der Vorwurf einer Vergewaltigung ist vom Tisch.Wenn es nach Ihnen ging, dann müsste Asange wohl lieber gestern als morgen ausgeliefert werden.Was Assange gemacht hat ist weder Spionage,noch hat er Geheimnisverrat begangen. Das sagt nur die USA und jetzt auch Sie. Assange hat die Welt über Kriegsverbrechen der freien westlichen Welt informiert.Schmeckt nicht jedem Zeitgenossen, aber mich freuen diese Enthüllungen.Wehe er hätte russ. Kriegsverbrechen gemeint, dann hätten auch Sie den Friedensnobelpreis für ihn als passend angesehen. Ja, so kann man sich seine Welt auch schön reden.

16:21 von Robert Wypchlo

«Assange ist doch ein Schwede. In erster Linie sollte es eine schwedische Angelegenheit sein, Assange für mögliche Taten zu bestrafen.»

Assange ist australischer Staatsbürger. Alle Ermittlungen der schwedischen Justiz für in Schweden Justitiables sind seit mehr als einem Jahr ganz offiziell eingestellt.

Auch Ecuador, dessen Staatsbürgerschaft Assange für einige Jahre besaß, bevor man sie ihm wieder entzog. Auch Ecuador ermittelt gegen ihn nicht wegen gar nix.

«Hier haben die Briten bzw. das britische Gericht zur Abwechslung eine positive Entscheidung getroffen, die das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien im Jahre 2021 stark auf die Probe stellen wird. Ein schlechter Stern für den Beginn von Joe Bidens Amtszeit.»

Was hat denn der Herr Biden damit zu schaffen, wie ein Gericht im UK urteilt. Und den Boris J. wird auch niemand mit Verstand für das Urteil von heute verantwortlich machen wollen.

Juristisch Kraut und Rüben zusammengerührt gleich zum Jahresanfang.

Eine riesige inhumane Sauerei.

Wie nationale Interessen höher gewertschätzt werden, als Menschlichkeit.
Im Westen/Kapitalismus nichts neues, - er sollte sich endlich selbst überflüssig machen und zu ethischeren/moralischeren Gesellschaftssystemen finden.

Und noch was...

...Assange ist Australier, nicht Schwede, wie hier jemand schrieb.
Plus: Für die Vergewaltigungen hätte er nach schwedischem Recht (da kommt Schweden ins Spiel, dort hat er diese Taten nämlich begangen) weniger lange und unter menschlicheren Bedingungen eingesessen als die acht Jahre, die er erst in der Botschaft Ecuadors und dann seit April 2019 in englischen Gefängnissen verbracht hat.

@ 16:29 Magfrad @MrsDalloway 16:00

Dafür, dass Herr Assange keine Bedeutung hat, erscheinen mir 175 Jahre Haft ziemlich hoch.

Meine Sie nicht?

Schließlich wird man ihm auch Verrat von Daten vor. Auch nicht von Bedeutung?

Was seine
> Beziehungen <
zu Trump angehen bzw. was da so passiert sein soll oder ist, darüber
weiß ich zu wenig.

Es scheint so ein Absurdum wie dies zwischen Putin ud Trump - eine Art Hassliebe ?

Herr Snowden ist sicher ein anderes Schwergewicht.
Er hat jetzt die russische Staatsbürgerschaft, lebt aber auch in einer Art Gefängnis.

@16:35 von DerOstbayer

" Er hat bei seiner Tätigkeit - man möge diese bezeichnen wie man will - zu viele Rechtsnormen gebrochen. Dies ist auch nicht durch eine journalistischen (?) Tätigkeit gedeckt."

Welche Rechtsnormen denn bitte?
Das Einzige, aus dem man Anstiftung/Spionage konstruieren wollte und im Falle von geneigten Richtern wohl auch könnte war die Chatnachricht an Manning "Curious eyes never run dry in my experience"
Ich kann mir vorstellen, dass etwas sinngemäss Ähnliches schon oft von Investigativjournalisten an die jeweilige Quelle gerichtet worden ist – natürlich gibt es da selten geheimdienstliche Aufzeichnungen und den selben Jagdinstinkt. Es scheint, dass die Klassifizierung "Staatsfeind" heute die höchste öffentliche Auszeichnung für Bürger und Journalisten ist.

Es ist denkbar....

….das die Briten Assange dabehalten, bis der neue POTUS inthronisiert ist.
Denn Verhandlungen ueber Freihandel mit Trumpland wird es erst dann geben, wenn Bidens Herrschaft beginnt.
In so einem Fall sind kleine Geschenke sicher gern gesehen.

Die Haftbedingungen in den USA sind auch jenseits dessen, was Assange zu erwarten hat, mies.

Und eigentlich fuer sich genommen schon ein Grund, ihn nicht herzugeben.

Die USA - bekanntermassen der Urquell der liberalen Demokratie - hat knapp 3 mal soviele haeftlinge wie der Autoritaere Staat Russland.

Und aehnlich viele Haeftlinge wie der wesentlich volkreichere totatlitaere Staat Rotchina.

Auch das spricht nicht fuer Trumpland (welches auch mit Biden letztendlich Trumpland bleibt).

Ein Hauch von Rechtsstaatlichkeit

Ich bin positiv überrascht, dass Assange (noch) nicht an die USA ausgeliefert wird.

Einen Grund zur Freude gibt es aber nicht. Denn das Urteil ändert nichts daran, dass im "freiheitlich-demokratischen" Europa ein politischer Gefangener seit Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten wird.

Assange sollte frei sein.

Entscheidung richtig - Begründung ist vorgeschoben

Zuerst mal ist diese Entscheidung zu begrüßen, auch wenn die Begründung vorgeschoben ist:

Der Grund seien die Haftbedingungen, die den 49-jährigen gebürtigen Australier in den USA erwarteten, teilte das Gericht mit. Die Richterin begründete ihre Entscheidung näher damit, dass damit zu rechnen sei, dass Assange sich in Isolationshaft das Leben nehmen werde.

Denn die Wahrheit ist, dass die USA ihn töten wollen per Todesstrafe. Aber Assange ist kein Verrräter sondern ein Held und Whistleblower. Außerdem frage ich mal ob so eine Isolationshaft überhaupt rechtlich zulässig ist:

Die Richterin begründete ihre Entscheidung näher damit, dass damit zu rechnen sei, dass Assange sich in Isolationshaft das Leben nehmen werde.

Meine Meinung ist, das sowas nicht zulässig ist. Nochdazu treten sowohl England als auch die USA bei den Haftbedingungen die Menschenrechte mit Füßen.

@ 16:18 kritt. Sexuelle Nötigung

Ihre Behauptungen widerlegt Ihnen der
UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer im Handumdrehen.

Ich empfehle Ihnen, sich etwas gründlicher zu belesen.

Blumengruß von
Mrs. Dalloway

@kritt. - Lassen Sie sich von Fakten blenden?

15:42 von kritt.:
"Ich halte Assange für einen Blender und für einen Menschen, der nur den westlichen Ländern schaden will."

Für einen "Blender" hat er aber recht überzeugende Beweise vorgelegt, finden Sie nicht?

In den westlichen Ländern wird man sich allerdings freuen, dass zwar sporadisch über Assange berichtet wird, aber praktisch nie über die von ihm enthüllten Kriegsverbrechen.

@16:39 von jukep

"Ausgerechnet Frau Nicki Haley hat dann in der UNO mit Bildern von Kindern versucht die US Ziele in Syrien durchzusetzen. Als ob jemals das Leid der Kinder bei ihren Kriegsfeldzügen und Wirtschaftssanktionen die USA interessiert hätte."

Laut dem Piloten des "Collateral Murder" Videos sind Eltern ja selbst Schuld wenn sie ihre Kinder mit auf´s Schlachtfeld bringen und dann von US-Beschuss zerfetzt werden.
Von diesen Leuten möchte man gerne "befreit" werden.

175 Jahre Haft ist ein ganz großer Witz und führt zu nichts

Heute ist ein ganz großer Tag für die Pressefreiheit!
Großbritannien ist im Gegensatz zu Ecuador gegenüber den USA bzw. Joe Biden nicht eingeknickt. Was hätten die USA denn allen Ernstes aus Ecuador wegen Assange androhen können bei Nichterfüllung der Auslieferung? Gibt es Interesse an den Meerechsen oder den Riesenschildkröten in den USA?
Jedenfalls ist bis heute noch nicht einmal der erste Tag dieser 175 Jahre Haft begonnen, falls es jemals dazu kommen sollte. Das Verhältnis der USA und von Großbritannien und damit der Ruf von Joe Biden ist jetzt ganz schwer belastet.

Die Auslieferung findet nicht statt,...

aufgrund der teilweise massiven Probleme des US-Rechtsstaates.

Die USA sollten nicht in Berufung gehen, sondern sich ernsthaft fragen, was bzgl. ihrer Justiz und Menschenrechte beim Thema whistle-blower, Militär und nationale Sicherheit falsch läuft. Denn da fliegt ihnen regelmäßig die demokratische Sicherung raus.
Was natürlich nicht heißt, dass die USA ansonsten kein Rechtsstaat seien.

Ibelin

Eben. Und da weder BND mad, oder sonstwer sagt, was gemacht wird, muss es eben eine Privatperson machen. Hätte wikileaks über Putins Russland berichtet, er hätte von Donald noch einen Orden bekommen.
Über Vergehen der "Feinde" wird immer und ausführlich berichtet. Sehr einseitig.

Vielleicht bin ich einfach

Vielleicht bin ich einfach nur naiv, aber es gibt auf der ganzen Welt Gesetze und - wenn die nicht beachtet werden - entsprechende Strafen.
Was ist da jetzt bei einem Julian Assange anders wie bei Otto Normalverbraucher ?
Wenn ich Mist mache muss ich damit rechnen bestraft zu werden - warum gilt das nicht für Mr. Assange ? Oder auch Mr. Snowden oder wen auch immer ?

Zivilisten vom Hubschrauber aus abschießen ist eine Heldentat?

@15:29 von Enlightenment.
... und dabei noch Scherze machen, und die Hilfe Leistenden gleich mit einschließlich der Kinder...
Ich verstehe Ihren Wertmaßstab nicht.
Er ist bekanntlich nie selbst als "Hacker" tätig geworden, sondern hat Whistleblowern ein Forum gegeben. Selbst Ch. Manning hat er nur - der US-Vorwurf - dabei geholfen, wie man ein sicheres Passwort bei einem Programm am Besten anlegt.

Ich verstehe, dass die Clinton-Demokraten sauer auf ihn waren/sind, weil er deren interne Machenschaften (Podesta-Clinton-Mails) ans Licht brachte. Übrigens ebenfalls dank eines Whistleblowers aus der demokratischen Partei, der dann in Washington ermordet wurde.

Antwort auf den Kommentar

>USA müssen erst mal die Todesstrafe abschaffen<

Das hätten ja rein theoretisch seit 1789 insgesamt 45 Präsidenten machen können. Entweder scheiterte das am Desinteresse oder an der Inkompetenz.
Eines dieser beiden Hindernisse wird sich auch dem 46. Präsidenten Biden in den Weg stellen.

@0_Panik

"Zu Recht hat das britische Gericht die Auslieferung mit dem Grund abgelehnt, dass in den USA die Haftbedingungen mit dem Selbstmord von Julian Assange enden kann.

Wie die Sicherheitsbehörden mit Staatsfeinden umgeht, ist bekannt.
Die Staatsfeinde werden so lange psychisch gequält, bis sie sich selber das Leben nehmen."

In Abwesenheit von Julian Assange kann dann die USA ihr Verfahren eröffnen.
Ein faires Verfahren erwartet Julian Assange in den USA eh nicht.

"Wenn das rechtskräftige Urteil vorliegt, kann im Asyl gewährenden Land immer noch entschieden werden, ob Julian Assange die Strafe im Gefängnis in den USA antreten soll oder nicht."

Sie sollten Ihren Text unbedingt überarbeiten, denn so ist er ein Widerspruch in sich.

MfG Tschingis

@ nie wieder spd, um 16:46

re 16:06 von harry_up

“Denn es gilt doch nach wie vor im Westen: Gleiches Recht für alle, oder?“

Da gebe ich Ihnen absolut recht.

Sie bedauern ebenfalls zu Recht, dass da mit mindestens zweierlei Maß gemessen wird.

Assange

Merkwürdig Ihre Anmerkungen. Einerseits betonen Sie, dass Donald Trump es Herrn Assange zu verdanken hat, dass er Präsident wurde. Jetzt betonen Sie, dass Herr Assange bedeutungslos ist. Sehe sie da nicht einen Widerspruch?
MfG,
Karlpeter Ahrens

Ein mich überraschendes, aber

Ein mich überraschendes, aber auch sehr erfreuliches Urteil. Mit interessanter Begründung.
Schade ist, dass nicht gleich der EGMR darüber entscheiden kann, wie das Vorgehen gegen Assange zu bewerten ist. Das wäre wohl auch interessant.
Aber die Repressalien gegen Assange sind damit ja noch nicht beendet. Leider.

@schabernack - Es reicht den USA, wenn es Assange schlecht geht.

15:53 von schabernack:
"Es ist kaum zu befürchten, dass wer J. Assange aus einer normalen Haftanstalt rausbombt, oder mit einer Agenten-Aktion à la Bond 007 entführt."

Einfacher ist es, in Absprache mit den britischen Geheimdiensten die "Flucht" Assanges zu organisieren. Er müsste dann ein paar Monate "untertauchen", um dann aufgespürt und in die USA gebracht werden zu können.

Letztendlich dürfte es den USA nur darum gehen, an Assange ein abschreckendes Exempel zu statuieren. Dafür braucht es alle paar Monate eine Schlagzeile über sein Elend, aber keinen Prozess, der ohnehin nur als politischer Scheinprozess kritisiert werden würde.

16:53 von IBELIN

«Es war auch Assange der gemeinsame Sache mit Donald Trump gemacht hat. Ohne Julian Assange wäre Donald Trump nicht Präsident geworden.»

«Koennen Sie das naeher erklaeren?»

Wikileaks war die Plattform, welche die "Hillary Clinton Mails" veröffentlichte.

Ob das der wahlentscheidende Faktor 2016 war.
Wer weiß das schon genau zu sagen.

"Journalistisches Wirken nur zur Aufklärung" ohne Hintergedanken war dies aber auch nicht. Wikileaks zur Zeit der Veröffentlichung des Militärischen im Irak (bspw. Abu Ghuraib / Feuern aus dem Apache-Helikopter) war ein sehr anderes Wikileaks als bei der Veröffentlichung der Clinton-Mails.

Letzteres der sehr egozentrischen Persönlichkeit von Julian Assange zu verdanken. Informativer Journalismus mischt sich nicht mit der einzigen Maxime von politischer Parteinahme und Beeinflussung in die Präsidentenwahlen in den USA ein.

Möglicherweise versprach sich Assange davon persönliche Vorteile, wenn Trump 2016 Präsident wurde. Nicht unwahrscheinlich.

16:47, Olivia59

>>Vielleicht haben Sie trotzdem Recht, Wahrheit schadet der glitzernden Wertefassade westlicher Länder enorm. Ist halt die Frage ob man tatsächlich an den Werten oder lediglich an der Ideologie als Instrument interessiert ist.<<

Glitzernde Wertefassade?

Nach meinem Verständnis sind Wahrhaftigkeit und Offenheit wichtiger Teil dessen, was ich als grundlegende Werte einer Demokratie betrachte.

Jedes Land, das sich den Werten der Aufklärung verpflichtet sieht, hat sich daran zu messen.

Assange hat diesen Werten einen unschätzbaren Dienst erwiesen.

@Magfrad - Daten von Privatpersonen

16:25 von Magfrad:
"Die Art und Weise wie er Daten von Privatpersonen veröffentlicht hat war absolut daneben."

Was genau ist da abgelaufen? Mir sind nur die Videoaufnahmen bekannt, in denen US-Truppen wehrlose Menschen (darunter auch Kinder und Rettungskräfte) erschießen.

16:18 von kritt.

“Er war wegen sexueller Nötigung angeklagt und hat sich durch sein Versteckspiel in der Botschaft dem entzogen. Die Taten sind verjährt.“
Bevor Sie Unwahrheiten verbreiten, sollten Sie sich einfach informieren.

“Und dann gehr es natürlich um Spionage und Geheimnisverrat in den USA.“
Türkische Journalisten, die etwas aufdecken, werden bejubelt und bekommen Asyl. Warum?

Ich finde es bezeichnend, dass nicht die aufgedeckten Menschenrechtsverletzungen im Mittelpunkt stehen. Niemand wurde z.B. für die wahllose Ermordung von Irakern (aus dem Hubschrauber heraus) zur Rechenschaft gezogen. Oder das Massaker von Haditha - ein! Soldat wurde zu 3 Monaten verurteilt und diese “Strafe“ musste er noch nicht einmal antreten.

@ 15:56 kritt.

>> ... Treppenwitz, wenn sich ein Gericht durch Solidaritätsbekundungen ... <<

So witzig ist dies gar nicht, ein Gericht, ein Richter, eine Richterin könne irren. Es gab und gibt auch immer wieder politische geprägte Gerichtsentscheidungen.

Z.B. Gegen die schwarze Bürgerechtskämpferin Angela Davis, die wohl auf weltweiten Protest frei kam.

Die Prozesse der McCarthy-Ära waren
alle politisch geprägt und z.T. mit üblen Behauptungen aus dem Privatleben geführt worden.
Einsehe trauriges Kapitel von Recht- und Gesetzanwendung in den USA.

Erinnert sich
Mrs. Dalloway

@Ich1961 um 17:20 Uhr

"Vielleicht bin ich einfach nur naiv, aber es gibt auf der ganzen Welt Gesetze und - wenn die nicht beachtet werden - entsprechende Strafen."

Sie wissen aber schon, dass in sog. Rechtsstaaten Gesetze immer von tatsächlichen Machthabern geschrieben werden? Niemals von sog. Volksvertretern, denn diese unterliegen dem Einfluss von Lobbyisten und anderen schwer reichen Bürgern (Korruption).

Es ist absolut kein Ruhmesblatt.

Ein Mann, der Taten im Auftrage des Staates aufdeckt, wird inhaftiert, psychisch kaputt gemacht und seit Jahren gequält. Und das in (sogenannten) Demokratien. Unglaublich, was hier geschieht.

17:07, Autochon

>>Die USA - bekanntermassen der Urquell der liberalen Demokratie - hat knapp 3 mal soviele haeftlinge wie der Autoritaere Staat Russland.

Und aehnlich viele Haeftlinge wie der wesentlich volkreichere totatlitaere Staat Rotchina.<<

Man braucht gar nicht zu vergleichen. Zwei Zahlen sagen IMHO alles aus:

In den USA leben 5% der Weltbevölkerung. 25% der weltweit Inhaftierten sitzen in den USA ein.

Wer des Englischen einigermaßen mächtig ist, sollte sich den Dokumentarfilm "13th" von Ava DuVernay auf YouTube ansehen. Da lernt man, warum das so ist. Zum gruseln.

@17:22 von Tschingis

0_Panik schrieb:
">> ... "Wenn das rechtskräftige Urteil vorliegt, kann im Asyl gewährenden Land immer noch entschieden werden, ob Julian Assange die Strafe im Gefängnis in den USA antreten soll oder nicht." ...<<"

17:22 von Tschingis antwortet:
"... Sie sollten Ihren Text unbedingt überarbeiten, denn so ist er ein Widerspruch in sich ..."

Ja ... könnte ... möge ... muss aber nicht.

Soll es die Zeit bringen ... Kommt Zeit ... Kommt Rat ...

Menschenrechte und Strafvollzug in USA

Ich hoffe, dass es auch bei höheren Instanzen bei diesem Urteil bleibt:

Dazu fand ich folgendes von Amnesty International :
Isolationshaft im US-Hochsicherheitsgefängnis: absolut keinen Kontakt zu anderen, 8,75 qm abgeschirmte Zelle, für Ausblick auf Himmel oder Mauer nur ein schmaler Schlitz, Mobiliar aus Beton, über Jahre 22-24 Stunden täglich in abgeschirmten Einzelzellen, Häftlinge im Schnitt 8,2 Jahre in Isolationshaft.

Die Gefangenen entwickeln Angstzustände,.., Wahnvorstellungen und Psychosen.
..Trotzdem Isolationshaft zur Routine. ...
..klar gegen internationales Recht.

https://www.amnesty.de/presse/2014/7/16/lebendig-begraben-
isolationshaft-den-usa

@Robert Wypchlo

"Heute ist ein ganz großer Tag für die Pressefreiheit!"

Laut der Begründung der Richterin ja gerade nicht. (Kein Journalist)
Von der etablierten Presse haben sich meiner Wahrnehmung nach auch nur wenige Unternehmen wie "The Intercept" unbedingt für ihn als "Journalisten" eingesetzt und damit überhaupt das Thema Pressefreiheit aufgegriffen.
Man kann halt schlecht für Pressefreiheit eintreten wenn man selbst den Journalismus demontiert bzw. meint die Deutungshoheit als etabliertes Medienhaus zu besitzen die einem dann der anklagende Staat ganz fix aus der Hand schlagen kann wie man sieht.

16:49 von 0_Panik

“WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden.
In den USA gibt es immer noch die Todesstrafe.“

In den vergangenen Tagen Pressemeldungen “US-Präsident im Blutrausch“. Auf Bundesebene wurden seit Dezember etliche Urteile 'Todesstrafe' auf Anweisung von Trump vollstreckt. Viele weitere will er noch vor Amtsende vollstrecken lassen.
Ein Leuchtturm der Zivilisation.

@ kritt. MrsDalloway @ kritt.

16: 00 MrsDalloway

@ 15:42 von kritt. Blender
---

Sehr schade, dass Sie meiner Bitte nicht folgen

>> Allerdings wüsste ich gern ausführlicher, welchen westlichen Ländern
- außer der amerikanischen Nahostkriegspolitik -
Herr Assange schadet. <<

Da waren Ihre Aussagen wohl
nur ein paar flache
' Wellen auf der Fahrt zum Leuchtturm ' .
( V. W. )

Mrs. Dalloway

@ich1961 17:20 Uhr: Assange ist unschuldig

„Mist“ hat nicht Assange gebaut, sondern die USA!

Und die wollten nicht dass das publik wird. Mit einem enormen Aufwand auch von befreundeten Geheimdiensten sollte an Assange ein Exempel statuiert werden und Wikileaks mundtot gemacht werden.

Der Mission vieler Politiker und Journalisten, die USA als rechtsstaatliche globale Schutzmacht und Verteidiger der Werte von Demokratie und Freiheit anzupreisen ist durch die öffentliche Kenntnis von Kriegsverbrechen der USA merklich erschwert worden.

Wir Europäer müssen Assange sehr dankbar sein...

... denn er hat Kriegsverbrechen und eine Menge illegaler Aktivitäten von staatlicher Seite aufgedeckt, die nicht nur von unserern Regierungen begangen wurden, sondern sogar uns Bürger direkt in unserern Grundrechten verletzen.

Darum: Vielen Dank an Herrn Assange! Solche mutigen Menschen braucht es in unserer Gesellschaft.

Es wird höchste Zeit, daß die Perversion der Rechtstaatlichkeit, die mit der Verfolgung von Assange von unseren Regierungen seit Jahren betrieben wird, endlich aufhört.

16:06 von harry_up

“...doch ist das Hacken von Regierungscomputern eben auch kein Pappenstiel.“

Wann hat Assange einen Regierungscomputer gehackt? Und wo?

Der Selbstmord des britischen Rechtsstaats

Natürlich kann man zynischerweise sagen, Julian Assange sei "kein Journalist", wenn man z.B. den Begriff "Lügenpresse" für eine Tautologie hält, womit also Julian Assange die wichtigste Aufgabe des Journalisten, zu Lügen, nicht erfüllt. Aber die Presse besteht eben nicht nur aus Journalisten, sondern auch aus Verlegern. Die genießen die gleichen Freiheitsrechte. könnte man wissen.

Genausowenig besteht allerdings die Justiz nur aus "unabhängigen Richtern". Die leitende Amtsrichterin, die in London den Auslieferungsprozess gegen J.A. eingeleitet hat, war nicht Frau Baraitser, sondern Lady Emma Arbuthnot, Frau von Lord James Arbuthnot, früher mal Minister für militärische Beschaffung, einem transatlantischen Falken des militärisch-industriellen Komplexes und der Geheimdienste beidseits des Atlantiks. Offensichtlich ist sie die Vorgesetzte von Frau Baraitser, denn sie hat sie eingesetzt.
Wenn Julian Assange also kein Journalist ist - was ist dann Frau Baraitser?

In zehn Jahren Verfolgung ...

... durch US-amerikanische, schwedische und britische Strafverfolgungsbehörden ist Assange psychisch zerstört worden – und nur diese Tatsache rettet ihn womöglich davor, den Rest seines Lebens in US-Gefängnissen zu verbringen. Das ist eine nahezu perverse Verkehrung aller Vorstellungen von Schuld, Sühne und Rechtsstaat.

Die Hintergründe zum Fall Assange sind hier nachzulesen:

https://www.republik.ch/2020/01/31/
nils-melzer-spricht-ueber-wikileaks-
gruender-julian-assange

16:25 Magfrad

"Es war auch Assange der gemeinsame Sache mit Donald Trump gemacht hat. Ohne Julian Assange wäre Donald Trump nicht Präsident geworden."

Zitat aus einem TS-Bericht “US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge WikiLeaks-Gründer Julian Assange eine Begnadigung angeboten, wenn er im Gegenzug versichert, dass sich Russland 2016 nicht in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt habe.“

Inwiefern hat Assange also Trump auf den Präsidentensessel gehieft?

@ Nachfragerin (17:31): das hier nennt man Missbrauch der Justiz

@ Nachfragerin

Und genau das hier:

Letztendlich dürfte es den USA nur darum gehen, an Assange ein abschreckendes Exempel zu statuieren. Dafür braucht es alle paar Monate eine Schlagzeile über sein Elend, aber keinen Prozess, der ohnehin nur als politischer Scheinprozess kritisiert werden würde.

nennt man Missbrauch der Justiz! Denn die Justiz ist nicht dafür da, irgendwelche Exempel zu statuieren. Und auch diese fortgesetzte Gesundheitsschädigung von Assange im Gefängnis ist ebenfalls per internationalem Recht verboten.

Jeder Häftling hat das Recht auf menschenwürdige Unterbringung und auf menschenwürdigen Umgang mit Häftlingen. Außerdem haben alle Häftlinge ein Recht auf ihre Verteidigungsrechte vor Gericht und Besuchsrechte.

@Nachfragerin - 17:12

"In den westlichen Ländern wird man sich allerdings freuen, dass zwar sporadisch über Assange berichtet wird, aber praktisch nie über die von ihm enthüllten Kriegsverbrechen."

Weil diese Verbrechen ohne Assange so behandelt worden wären, als wenn sie nie stattgefunden hätten.

Für ein Land wie die USA, die sich nicht scheuen Repressalien gegen Richter und Staatsanwälte des IStGH anzudrohen, weil die es in Erwägung zogen Ermittlungen von Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte anzustellen, muss der Frust gegen Assange besonders groß sein.
Seine Enthüllung waren zu deutlich als dass man sie als Fake hätte aus der Welt schaffen können.

16:50 IBELIN

"Leute die Daten (in dem Fall Kriegsverbrechen) aufdecken die sonst unbekannt blieben......."

Sehen sie und da sollten wir unbedingt kritisch in allen Punkten hinterfragen und zwar, wieso haben wir über Abu Graib oder über die Kriegsverbrechen der USA und meinetwegen auch der Koalition der Willigen nur zufällig über einen Wistleblower/in erfahren und nicht über die vielen Kriegsberichterstatter oder andere investigative Journalisten? Auffallend ist doch, dass wir nichts von den Menschen erfahren die durch die Bomben oder Folterungen der USA verstümmelt wurden oder Angehörige derer die durch Folter und Bomben getötet wurden. Wovon wir allerdings ausgiebig in Wort und Bild und passenden Interview-Partnern erfahren ist, wie schlimm die andere Seite ist.

16:52, rossundreiter

>>@fathalandslim, 16:23
"Oder war er Spion im eigenen Auftrag? Gibt es so etwas?"

Natürlich gibt's das, warum soll man zum Spionieren einen Dritten brauchen? Das hört sich ja schon fast verschwörungstheoretisch an.<<

Verschwörungstheoretisch?

Nach der mir bekannten Definition ist ein Spion jemand, der im Auftrag eines Staates/einer Regierung arbeitet. Oder aber einer Firma. Wirtschaftsspionage.

Investigative Jounalistentätigkeit fällt nach dieser Definition nicht unter Spionage. Das mögen Regierungen, die mit der Pressefreiheit auf Kriegsfuß stehen, allerdings anders sehen.

Westliche Werte

Ich habe den Eindruck das der Westen seine eigenen Werte vergisst, sobald die Machtfrage tangiert ist.

Assange und Manning haben ein Unrecht aufgedeckt.

Das dies ein Verbrechen sein soll, lässt die Glaubwürdigkeit des Westens in einem schlechten Licht erscheinen.

Das Assange durch die Veröffentlichung „Menschenleben gefährdet“ hätte, ist geradezu alberner ein Vorwand.

Der Kampf gegen Unmenschlichkeit kann auch die Gefährdung von Menschen mit sich bringen, wobei es sich ja nicht um Unbeteiligte handelt.

Es kann doch nicht sein, das Gerechtigkeit teilbar ist.

Assange hat uns gelehrt, dass auch Demokratien schwerste Verbrechen verüben können welche sie üblicherweise Diktaturen vorwerfen.

16:21 von Robert Wypchlo

«Hier haben die Briten bzw. das britische Gericht zur Abwechslung eine positive Entscheidung getroffen, die das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien im Jahre 2021 stark auf die Probe stellen wird. Ein schlechter Stern für den Beginn von Joe Bidens Amtszeit.»

Selbst wenn das “auf Probe“ zutreffen sollte, was hat das mit Biden zutun? Hat dieser sich irgendwie zu Assange geäussert? Bitte um Aufklärung.

@RaketoQ 16:08

Die Kriegsverbrecher werden dann noch vom Präsidenten (Trump) begnadigt.

@17:38 von fathaland slim

"Jedes Land, das sich den Werten der Aufklärung verpflichtet sieht, hat sich daran zu messen.

Assange hat diesen Werten einen unschätzbaren Dienst erwiesen."

Genau deshalb ist ja gerade die "Jagd" auf Assange wie zuvor schon auf Snowden, für den mal eben der halbe europäische Luftraum gesperrt und eine Präsidentenmaschine gegroundet und durchsucht worden ist, ein absoluter Offenbarungseid für den Stand unserer Werteverbundenheit.
Es ist trotzdem vielen gelungen wegzusehen und diese beiden als Angreifer auf unsere so redlichen Demokratien zu karikieren.

16:15, karlheinzfaltermeier

>>Wenn ......
ich die Meldungen richtig verstanden habe, dann sprach die Richterin das Urteil besonders wegen dem Gesundheitszustand von Assange aus. Zur Pressefreiheit nahm sie nicht Stellung und stellte nur fest, daß Assange kein Journalist sei.. Möglicherweise ist das auch ein "good will"-Zeichen an den neuen Präsidenten?<<

Sollte Ihr letzter Satz zutreffen, dann würde dies der Unabhängigkeit der britischen Justiz ein verheerendes Zeugnis ausstellen.

16:15 von karlheinzfaltermeier

>> Möglicherweise ist das auch ein "good will"-Zeichen an den neuen Präsidenten?<<

Da verwechseln sie offensichtlich GB mit der Türkei oder einem anderen Land.
In GB urteilen Richter nach bestehenden Gesetzen und nicht nach politischen Gefälligkeiten.

Isolationshaft in GB

Was ist mit der Isolationshaft in GB?
Diese wurde schon von der UN gerügt.

Dass Assange nicht sofort freikam, zeigt die politische Dimension. Aber die sogenannten westl. Demokratien schert das nicht.
Schon übel, wie wenig sich Journalisten für ihn einsetzen.

17:05 von MrsDalloway

“Herr Snowden ist sicher ein anderes Schwergewicht.
Er hat jetzt die russische Staatsbürgerschaft, lebt aber auch in einer Art Gefängnis.“

Trotzdem besser, weil vereint mit Frau und Kind und der Möglichkeit bei einem Spaziergang auch mal frische Luft zu schnappen.

17:31 von Nachfragerin

«Einfacher ist es, in Absprache mit den britischen Geheimdiensten die "Flucht" Assanges zu organisieren. Er müsste dann ein paar Monate "untertauchen", um dann aufgespürt und in die USA gebracht werden zu können.»

Und da ist er schon. Der nächste Film mit Bond 007.
Und mit Mr. Q, der die Technik für die Flucht von Assange bastelt.

Mr. Assange wird nicht weitere 30 Jahre wegen der Kautions-Verurteilung im Knast hucken müssen. In gar nicht so lange ist es hin, und er wird sowieso entlassen nach Vollendung der Haftzeit.

Was also sollte so eine gehonkte angebliche "Flucht" durch Geheimdienste organisiert, und von James durchgeführt.

Die Frage ist sein weiterer Aufenthalt in welchem Land nach der nun währenden Haftzeit. Mexiko hat ihm inzwischen Asyl angeboten.

Wie Ecuador vor der Flucht in die Botschaft in London einst auch.
Die Frage ist … in welchem Land der Erde Assange sicher sein könnte.
In seinem Staatsbürger-Heimatland Australien scheint er gar nicht willkommen zu sein …

@ IBELIN, um 16:53

Habe mal “Hat Assange Trump geholfen?“ gegoogelt, weil mir das auch nicht klar war.

Die beiden waren mal richtig dicke miteinander, 2016 hat Assange jede Menge Mails der Demokraten und v. a. von Hillary Clinton “gewikileakt“ und damit geholfen,Trump auf den Thron zu hieven.

Aber Trump soll auch s gesagt haben, dass er Wikileaks überhaupt nicht kenne, obwohl er zuvor mehrfach öffentlich davon geschwärmt hatte.

Steht auf einem anderen, hoffentlich schnell vergilbenden Blatt...

16:16 von erga omnes

>>Der Prozess gegen ihn ist politisch und es soll damit ein Exempel statuiert werden.
Dieser Prozess hat mit Freiheit und freie Meinungsäußerung für die sich der Westen so gerne einsetzt nichts zu tun.<<

Wieso "der Westen" Er ist doch nur in GB in Haft und die USA verlangen die Auslieferung.
Sind diese beiden Staaten der Westen?

16:21 von Robert Wypchlo

>>Na, supi! Barack Obama bzw. Joe Biden hatten wohl seit 2016 zu Gott gebetet, dass sie Assange doch noch von den Engländern ausgeliefert bekommen.<<

Bitte verbreiten Sie keine Lügen. Obama und Biden haben bereits Assanges Quelle, Frau Manning, begnadigt.

17:14 von Robert Wypchlo

“Das Verhältnis der USA und von Großbritannien und damit der Ruf von Joe Biden ist jetzt ganz schwer belastet.“

Wie belastet wäre der “Ruf“ Trumps?
Trump hat Assange einen Deal angeboten, der abgelehnt wurde.
Was hat das alles eigentlich mit Biden zu tun? Naja, Sie haben ja oft genug kundgetan, dass Trump “IHR“ Präsident ist.

Zitat: "Die Art und Weise wie

Zitat:
"Die Art und Weise wie er Daten von Privatpersonen veröffentlicht hat war absolut daneben. Es war auch Assange der gemeinsame Sache mit Donald Trump gemacht hat. Ohne Julian Assange wäre Donald Trump nicht Präsident geworden."

jaja - jetzt geht es aber komplett vor dem Baum
*kopfschüttel*

es ging hier niemals um "Privatpersonen" - sondern um die Aufdeckung von widerlichsten Kriegsverbrechen des US-Militärs...
..aber es ist natürlich oberste Staatsraision diese Verbrechen zu verheimlichen und dem Überbringer/Aufdecker in den dreckigsten Kerker zu werfen bis er verschimmelt

jaja - diese tolle Demokratie hat derart "viel Dreck am Stecken" - dass man damit problemlos einen Damm von Europa übern Atlantik bis in die unseeligen Staaten bauen könnte

sorry - das Frau Clinton damals die Wahl nicht gewonnen hatte lag einzig und alleine an den Demokraten selbst...
..ist denn schon vergessen wie man Bernie Sanders "ausgebootet" hatte??
Hä??

Antwort auf den Kommentar

>Ohne Julian Assange wäre Donald Trump nicht Präsident geworden<

Ja. Hillary und ihre E-mails, die sie einfach nicht hergeben wollte. Es war aber nicht nur Assange, der dann gestöbert hat, sondern auch der FBI-Chef, der kurz vor der US-Wahl dann Ermittlungen gegen Hillary ankündigte.
Ganz abgesehen davon ist das ja seit dem 3. November Vergangenheit, wie Trump Präsident wurde.
Ab dem 20. Januar gibt es für Biden keine Ausreden mehr wie "Das war ich nicht. Das war mein Vorgänger".

@ 0_Panik, um 17:52

re @ 17:22 von Tschingis

Warum diese bockige Antwort?

“Rechtskräftig verurteilt“ heißt nicht, dass jemand automatisch in ein Land gehen kann, das ihm Asyl gewährt.

Man möge mich eines Besseren belehren...

Antrag auf Kaution gestellt

Ein Zitat als Ergänzung von zdf-heute

>> ... Über eine Freilassung von Assange auf Kaution wird am Mittwoch in London entschieden. Das kündigte Richterin Vanessa Baraitser an. Assanges Anwälte hatten einen entsprechenden Antrag gestellt. ... <<

Damit könnte Assange endlich auch wieder seine Gesundheit verbessern,

wünscht ihm
Mrs. Dalloway

17:49 von WM-Kasparov-Fan

>>@Ich1961 um 17:20 Uhr

"Vielleicht bin ich einfach nur naiv, aber es gibt auf der ganzen Welt Gesetze und - wenn die nicht beachtet werden - entsprechende Strafen."

Sie wissen aber schon, dass in sog. Rechtsstaaten Gesetze immer von tatsächlichen Machthabern geschrieben werden? Niemals von sog. Volksvertretern, denn diese unterliegen dem Einfluss von Lobbyisten und anderen schwer reichen Bürgern (Korruption).<<

Gibt ja kaum etwas, was man nicht verbessern könnte. Aber dafür, dass Gesetze nicht von denen geschrieben werden sollen, die ja gerade auch dafür gewählt wurden, fällt mir nicht so schnell etwas besseres ein.

Vielleicht hätte es dem User Ich1961 weitergeholfen, zu erwähnen, dass Snowden in US-Diensten durchaus mit hehren Absichten gegen Gesetze seines Landes verstoßen hat.

Assange, dem hier elend hohe Strafen drohen, aber nicht. Er ist nur seiner journalistischen Tätigkeit nachgegangen, hat dabei US-Kriegsverbrechen veröffentlicht, weshalb er verfolgt wird. Pseudorecht.

@Möbius 18:07

„Assange hat uns gelehrt, dass auch Demokratien schwerste Verbrechen verüben können welche sie üblicherweise Diktaturen vorwerfen.“

Stimmt! Und das wurde schon seit Jahren nicht genug beachtet.

17:14 von Nachfragerin

>>In den westlichen Ländern wird man sich allerdings freuen, dass zwar sporadisch über Assange berichtet wird, aber praktisch nie über die von ihm enthüllten Kriegsverbrechen.<<

Wieso "in den westlichen Ländern"? Ich weiß nur dass er Kriegsverbrechen der USA veröffentlicht hat.
Verbreiten sie bitte keine Unwahrheit.

17:21 von Robert Wypchlo

“Das hätten ja rein theoretisch seit 1789 insgesamt 45 Präsidenten machen können. Entweder scheiterte das am Desinteresse oder an der Inkompetenz.“

Die Zeiten ändern sich. Immer mehr US-Amerikaner sind gegen die Todesstrafe. Es wird über kurz oder lang eine Änderung geben.
Festzustellen ist, dass unter Trump (gerade im letzten Monat) Hinrichtungen auf Bundesebene drastisch zunahmen. Weitere stehen bis zum Amtsende an. In Medien schreibt man schon von einem “Präsident im Blutrausch“.
Aber vermutlich hat für Sie Biden auch daran schuld.

Julian Assange ist ein wahrer Held!!!!!

Julian Assange ist ein wahrer Held!!!!! Er hat schwere Kriegsverbrechen durch US Soldaten aufgedeckt! Sein gesundheitlicher Zustand ist sehr schlecht und besorgniserregend! Das ganze Verfahren in England ist nicht wirklich rechtstaatlich gewesen! Alles ist eine Schande. Kriegsverbrechen aufzuklären ist sehr, sehr wichtig und darf auf keinen Fall bestraft werden!!!!!

17:14 von Robert Wypchlo

>>Das Verhältnis der USA und von Großbritannien und damit der Ruf von Joe Biden ist jetzt ganz schwer belastet.<<

Sie wissen nicht dass der US-Präsident Donald Trump heißt?
Sie müssen sich noch gut 2 Wochen gedulden, bis zur Einführung von Mr. Biden ins Präsidentenamt.

@Siverfuxx 17:31

„Ein mich überraschendes, aber auch sehr erfreuliches Urteil. Mit interessanter Begründung.“

Daran ist nichts erfreulich. Dass man erst mal über Jahre einen Mann kaputt macht, um dann eine Auslieferung aus Gesundheitsgründen nicht vollziehen zu müssen ....

Assange hat stets betont, keine Informationen von Russland

@18:03 von Margareta K.
Im Gegenteil, er war nach Medienberichten bereit, der Mueller-Kommission die Fakten auf den Tisch zu legen. Da hatten die Mueller plötzlich kein Interesse mehr.
Mueller musste später eingestehen, dass an der Russland-Sache nichts dran war.
Wie es relativ früh schon seine dann gefeuerte rechte Hand Peter Strzok in den Mitteilungen an die FBI-Juristin (und Geliebten) Lisa Page deutlich gemacht hatte.

@ 18:13 .. schabernack

>> ... Die Frage ist … in welchem Land der Erde Assange sicher sein könnte.
In seinem Staatsbürger-Heimatland Australien scheint er gar nicht willkommen zu sein …<<

Er wird wohl in keinem Land dieses
> Clubs <
dieser 5 oder 7 geheimnisvollen Geheimdienste willkommen sein.

Kleines Blackout von
Mrs. Dalloway,
doch Sie ahnen bestimmt,
wen oder was ich meine.

@Wanderfalke - Verbrechen werden totgeschwiegen

18:05 von Wanderfalke:
"Weil diese Verbrechen ohne Assange so behandelt worden wären, als wenn sie nie stattgefunden hätten."
> Mit Assange werden sie doch genauso behandelt? Oder gab es jemals ein mediales oder politisches Echo, das dem Ausmaß der Verbrechen auch nur im Ansatz gerecht geworden wäre?

"Seine Enthüllung waren zu deutlich als dass man sie als Fake hätte aus der Welt schaffen können."
> Man schweigt sie einfach tot.

18:07, jukep

>>16:50 IBELIN
"Leute die Daten (in dem Fall Kriegsverbrechen) aufdecken die sonst unbekannt blieben......."

Sehen sie und da sollten wir unbedingt kritisch in allen Punkten hinterfragen und zwar, wieso haben wir über Abu Graib oder über die Kriegsverbrechen der USA und meinetwegen auch der Koalition der Willigen nur zufällig über einen Wistleblower/in erfahren und nicht über die vielen Kriegsberichterstatter oder andere investigative Journalisten?<<

Weil die, im Gegensatz zu den Whistleblowern, nicht dabei waren.

Sie wissen, daß die Enthüllungen unter anderem über den Guardian, ein Medium, welches Sie gewiss als Mainstreampresseerzeugnis bezeichnen, liefen?

>>Wovon wir allerdings ausgiebig in Wort und Bild und passenden Interview-Partnern erfahren ist, wie schlimm die andere Seite ist.<<

Mit Ihrem Versuch, Assange für die machtpolitische Agenda derjenigen, die Sie als "die andere Seite" bezeichnen, zu instrumentalisieren, schaden Sie der Sache, um die es geht.

@ Robert Wypchlo, um 16:21

Wenn Sie der Meinung sind, dass Verbrecher nur in dem Land angeklagt werden können oder sollten, dessen Staatsangehörigkeit sie haben, müssen Sie Ihre Rechtsvorstellung korrigieren.

Aber auch so ist Ihr Kommentar wieder “schwere Kost“.

16:16 von sisyphos3

100 % Zustimmung.
Ihr letzter Satzabschnitt war super formuliert.
Für mich der beste Satz des Tages. Ohne Ironie.

@Martinus 16:16

„Insofern ist der heutige Tag ein Sieg für die unabhängige Justiz.“

Keineswegs, erst verletzt man jahrelang rechtsstaatliche Prinzipien und dann schiebt man den vom Staat verschuldeten Gesundheitszustand als Krücke vor.

@17:14 von Robert Wypchlo

>> bzw. Joe Biden nicht eingeknickt.

und

>> und damit der Ruf von Joe Biden ist jetzt
>> ganz schwer belastet.

Ähh, was hat das jetzt mit Biden zu tun? oO Der ist doch erst in 16 Tagen im Amt. -.-

@ MrsDalloway (18:27): Assange ist sofort freizulassen!

@ MrsDalloway

Von daher ist Assange sowie viele weitere solche politischen Häftlinge sofort und bedingungslos freizulassen und zu entschädigen! Assange hat für nichts und wieder nichts unschuldig gesessen und wurde psychisch gefoltert und gebrochen.

Antwort auf den Kommentar

>Sie haben ja oft genug kundgetan, dass Trump "IHR" Präsident ist.<

Wo haben Sie das denn gelesen? Ich habe seit 1980, also seit Ronald Reagan alle US-Präsidenten medial mitbekommen und noch nie wurde so ein Medienhype vor allem im negativen Sinne daraus gemacht wie bei Trump. So wie im sehr positiven Sinne bei Obama. Dagegen verblassen ja die ganzen davor, obwohl das nicht immer zu deren Wahlergebnissen von 1980 bis 2004 passt. Bei permanenten Negativ-Meldungen kriegt man ja fast Mitleid mit Trump. Die wären bei Bush junior aber auch nicht ganz verkehrt gewesen.
Wenn Biden sich anstrengt, braucht er kein farbloser Präsident zu werden.

@ Margareta K., um 17:56

Sie haben Recht, ich habe mich da falsch ausgedrückt.

18:29 von Margareta K.

meinen sie hier dieses medienformat?

17:59 von schneegans

aber hat der arme mann trotz seiner zerstörung nicht noch in seiner isolationshaft mit einer seiner anhänger 2 kinder gemacht? aber das darf ja hier nicht gesagt werden!

18:07, Möbius

>>Ich habe den Eindruck das der Westen seine eigenen Werte vergisst, sobald die Machtfrage tangiert ist.<<

Wer ist denn "der Westen"?

Wir sollten diese Framingvokabel doch mal ein wenig näher beleuchten.

Verstehen Sie darunter ausschließlich die Regierungen der Länder, die "westlich" genannt werden?

Ich zumindest würde, wenn ich schon unbedingt diese Vokabel benutzen will, wesentlich mehr Wert auf die Zivilgesellschaften dieser Länder legen. Unerschrockene Menschen wie Sie und ich, die beständig den Finger in die Wunde legen und die Entscheider damit konfrontieren, wie sie diese Werte, denen sie verpflichtet sein sollten, verraten.

Dazu muss man allerdings an diese Werte glauben.

Das ist leider nicht bei allen von uns der Fall.

@18:09 von fathaland slim, karlheinzfaltermeier

"karlheinzfaltermeier: >>Wenn ich die Meldungen richtig verstanden habe, dann sprach die Richterin das Urteil besonders wegen dem Gesundheitszustand von Assange aus. Zur Pressefreiheit nahm sie nicht Stellung und stellte nur fest, daß Assange kein Journalist sei.. Möglicherweise ist das auch ein "good will"-Zeichen an den neuen Präsidenten?<<

Sollte Ihr letzter Satz zutreffen, dann würde dies der Unabhängigkeit der britischen Justiz ein verheerendes Zeugnis ausstellen."

Ich vermute es hat im Fall GB/USA weniger mit Politik zu tun als damit, dass man das angloamerikanische Rechtssystem bzw. Common Law nicht mit Unrecht in Verbindung bringen will, was eine Anklage des Staates gegen einen als Journalist Anerkannten in diesem Fall schon im Ansatz vor Verhandlung wäre, denn dann hätte man gar kein Delikt.

18:14 von harry_up

>>Die beiden [Assange - Trump] waren mal richtig dicke miteinander, 2016 hat Assange jede Menge Mails der Demokraten und v. a. von Hillary Clinton “gewikileakt“ und damit geholfen,Trump auf den Thron zu hieven<<

Hajo Friedrichs „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört."

Wenn also Assange die Clinton-Mails aus Rücksicht darauf, dass sie Trump helfen würden, nicht veröffentlicht hätte, hätte er sich mit der guten Sache, Trump nicht zu helfen, gemein gemacht.

Womit er aber ein schlechter Journalist gewesen wäre, weil er die Clinton-Machenschaften aus politischen Erwägungen der Öffentlichkeit vorenthalten hätte. Er hätte genau das gemacht, was ihm vorgeworfen wird - hat er aber nicht.

Aus dieser Nummer - journalistisch sauber gehandelt zu haben - kommt Assange nicht mehr raus.

... obwohl er breit angelegt diffamiert wird und das leider verfängt

18:09, Olivia59

>>@17:38 von fathaland slim
"Jedes Land, das sich den Werten der Aufklärung verpflichtet sieht, hat sich daran zu messen.

Assange hat diesen Werten einen unschätzbaren Dienst erwiesen."

Genau deshalb ist ja gerade die "Jagd" auf Assange wie zuvor schon auf Snowden, für den mal eben der halbe europäische Luftraum gesperrt und eine Präsidentenmaschine gegroundet und durchsucht worden ist, ein absoluter Offenbarungseid für den Stand unserer Werteverbundenheit.<<

Unserer?

Also meiner und Ihrer?

>>Es ist trotzdem vielen gelungen wegzusehen und diese beiden als Angreifer auf unsere so redlichen Demokratien zu karikieren.<<

Ja, diese interessierte Seite gibt es.

Ich zähle mich nicht zu ihr.

Erhobenen Hauptes

Wenn wie irgendeinen Maßstab an ein normales Leben haben ,dann frage ich mich immer häufiger ,wie der noch sein soll . Meiner Meinung nach wird der Freiheitsgrad in dem wir uns bewegen immer kleiner . Immer neue repressive Gesetze machen da leben kleiner . Die Gedanken verkümmern . Und die Möglichkeiten schwinden . Aber ziehen wir uns ins private zurück ,schauen Fußball oder Skispringen . was bleibt da noch für den freien Geist . Und ehrlich gesagt im Fußball. pfeift der Schiri auch schon die Individualität kaputt . So meine Wahrnehmung .Also was bleibt ?

Für oder gegen Assange?

Wer der Meinung ist, dass „unsere“ westlichen Werte dazu da sind um sie ausschliesslich unseren Gegnern um die Ohren zu hauen, für den ein oder anderen Casus Belli oder schlicht zur Legitimierung der Systemdominanz von 1 Mrd. Westlern gegenüber dem Rest der Welt, der ist gegen Assange.
Wer bei uns genauer hingucken möchte ob wir den eigenen Standards gerecht werden und Verursacher etwaiger Völker- und Menschen- und Bürgerrechtsverletzungen zur Verantwortung ziehen will, der steht klar auf Assange´s Seite.

Nur so als Fokussierungshilfe für diejenigen, die sich nicht zuletzt aufgrund der Berichterstattung, bisher vorwiegend mit seiner unorthodoxen Persönlichkeit aufgehalten haben.

@proehi um 18:28 Uhr

Danke für Ihren Kommentar dazu!

@schabernack ...

Bei > Bond <
hätte es mir einfallen können.

FIVE EYES
(sicher nicht Golden)
heißt dieser Geheimbund der Geheimdienste.

Mrs. Dalloway.

Zitat: "Assange hat uns

Zitat:
"Assange hat uns gelehrt, dass auch Demokratien schwerste Verbrechen verüben können welche sie üblicherweise Diktaturen vorwerfen."

er hat es uns derzeit Lebenden nur wieder in Erinnerung gerufen...

..den Ältern sind vielleicht noch die diversen Kriegsverbrechen der US-Armee in Vietnam bekannt - damals konnten Journalisten noch recht frei berichten

Dem hat die US-Regierung und ihre Armee einen Rigel vorgeschoben - also nicht den Kriegsverbrechen sondern der Berichterstattung darüber.

Und so braucht es inzwischen schon Menschen wie Manning oder Assange um über diese abscheulichen Verbrechen etwas zu erfahren.

Davon mal abgesehen - die Kriegsverbrecher sind damals auch nicht bestraft worden - ebenso wenig wie die heutigen.

Das Demokratien die schlimmsten Verbrechen begehen...
..nun ja - man muss sich nur mit der kolonialen Geschichte beschäftigen - England und Frankreich hatten die grössten Kolonialreiche.

@18:41 von Robert Wypchlo

>> Bei permanenten Negativ-Meldungen
>> kriegt man ja fast Mitleid mit Trump.
Nope, daß verbockt ER ganz alleine. -.-

>> Die wären bei Bush junior aber auch nicht
>> ganz verkehrt gewesen.
...und hat es ja auch gegeben. oO

Viele gute Kommentare zu diesem Thema.

Endlich.
Denn es gibt auch andere wirklich wichtige, wenn nicht sogar wichtigere Themen, als das Corona-Virus!
(Z. Bsp. wird 2020 gerade als Vorzeigejahr im Kampf gegen Klimawandel "gefeiert", dabei wollen doch alle zurück zum alten Lebensstil.....)

19:36, Wilhelm Schwebe

>>17:59 von schneegans
aber hat der arme mann trotz seiner zerstörung nicht noch in seiner isolationshaft mit einer seiner anhänger 2 kinder gemacht? aber das darf ja hier nicht gesagt werden!<<

Sie haben es aber trotzdem gesagt, durften es also.

Auch wenn es Unsinn ist.

Die Kinder haben die beiden gemacht, als Assange im ecuadorianischen Botschaftsexil war. Die Isolationshaft kam später.

Genau so ist es!

Genau so ist es!

18:36 von Nachfragerin @Wanderfalke

>> Mit Assange werden sie doch genauso behandelt? Oder gab es jemals ein mediales oder politisches Echo, das dem Ausmaß der Verbrechen auch nur im Ansatz gerecht geworden wäre?<<

Ja, es gab ein gewaltiges mediales Echo. Auch in den ÖR, die Sie so gerne (negativ) kritisieren, wurden die Videos dieser Verbrechen veröffentlicht.

@sachamaus @ Robert Wypchlo

Biden ist überhaupt noch nicht im Amt.

19:49 von Miauzi

.den Ältern sind vielleicht noch die diversen Kriegsverbrechen der US-Armee in Vietnam bekannt - damals konnten Journalisten noch recht frei berichten
.
auch Militärs haben gelernt
welcher Journalist darf sich heute noch "frei" bewegen

Ohne die Veröffentlichung des Videos...

aus dem US-Soldaten-Hubschrauber z. Bsp. wäre die Menschheit um eine Erinnerung/MIssetat ärmer, das ist klar.
Transparenz!
In jeder Beziehung. Dabei sollte auch auf Nationalität und Loyalität geschissen werden können. Da alle Menschen - in der idealistischen Vorstellung - vollkommen gleichwertig sind, muss jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit geahndet werden!

19:40, proehi

Interessant ist allerdings, daß in diesen Clinton-Emails überhaupt nichts skandalöses zu finden ist. Der Skandal ist für mich das Riesen-Bohei, das um sie gemacht wurde.

Erkenntnisgewinn: Null.

Insofern war ihre Veröffentlichung einfach eine Eselei und sonst nichts.

18:28 von proehi Vielen Dank

18:28 von proehi

Vielen Dank für die Erklärung.
Hilft mir nur bedingt, weil mein Rechtsempfinden ein anderes ist.
Schönen Abend !

18:39 von saschamaus75 @17:14 von Robert Wypchlo

>>Ähh, was hat das jetzt mit Biden zu tun? oO Der ist doch erst in 16 Tagen im Amt. -.-<<

Zumal der Forist dem Sie antworten, und der diese Dinge Biden unterstellt, wie sein Vorbild Trump, den Ausgang der US-Wahl gar nicht akzeptiert;-).

19:44 von VictorJara

>>... Die Gedanken verkümmern . Und die Möglichkeiten schwinden . Aber ziehen wir uns ins private zurück ,schauen Fußball oder Skispringen . was bleibt da noch für den freien Geist . Und ehrlich gesagt im Fußball. pfeift der Schiri auch schon die Individualität kaputt . So meine Wahrnehmung .Also was bleibt ?<<

Finger weg vom Alohol! Mal an die frische Luft gehen, viel bewegen und tief durchatmen. Das tun, was Assange verwehrt wird.

18:41 von Robert Wypchlo

>>... und noch nie wurde so ein Medienhype vor allem im negativen Sinne daraus gemacht wie bei Trump.<<

Sie müssen zugeben es gab auch noch nie so einen unfähigen Präsidenten.

@ich1961 vom 04. Januar 2021 um 17:20

> Vielleicht bin ich einfach nur naiv, aber es gibt auf der ganzen Welt Gesetze und - wenn
> die nicht beachtet werden - entsprechende Strafen.

Gibt es wirklich Gesetze die vorsehen das Augenzeugen, die ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit bekannt machen, wegen Geheimnisverrat angeklagt werden können.

> Was ist da jetzt bei einem Julian Assange anders wie bei Otto Normalverbraucher ?
> Wenn ich Mist mache muss ich damit rechnen bestraft zu werden - warum gilt das nicht für

Ist das veröffentlichen von Kriegsverbrechen, die ein Staat ungestraft lässt, wirklich " Mist" bei dem jeder zu Recht "damit rechnen" muss "bestraft zu werden ?

> Mr. Assange ? Oder auch Mr. Snowden oder wen auch immer ?

Sollten wirklich die Botschafter und nicht mehr die Kriegsverbrecher bestraft werden ?

Am 04. Januar 2021 um 18:13 von schabernack

„Und da ist er schon. Der nächste Film mit Bond 007.
Und mit Mr. Q, der die Technik für die Flucht von Assange bastelt.
Mr. Assange wird nicht weitere 30 Jahre wegen der Kautions-Verurteilung im Knast hucken müssen. In gar nicht so lange ist es hin, und er wird sowieso entlassen nach Vollendung der Haftzeit……
In seinem Staatsbürger-Heimatland Australien scheint er gar nicht willkommen zu sein …“

Ganz Ihrer Meinung.

Ich habe den Eindruck, man will mal schauen, was er jetzt macht.

Z.B.

Wird er nach seiner Freilassung als 1. Seine Frau küssen oder einen Computer einschalten oder, oder..?

@Miauzi, 19:49

..den Ältern sind vielleicht noch die diversen Kriegsverbrechen der US-Armee in Vietnam bekannt

Danke, das traf mich wie ein Donnerschlag. Einmal, will mir wieder mal klar wurde, dass ich zu "den Älteren" gehöre (was ich sonst gerne verdränge), zum anderen, weil Sie - leider völlig zu Recht - darauf hinweisen, dass Vietnam nach nur gut einer Generation schon nahezu vergessen ist.

eine grundsätzliche Frage

wem sollte man mehr verpflichtet sein
seiner Firma, seinem Land ?
klar ich halte mich meiner Firma gegenüber loyal
aber wenn die massiv gegen Gesetze verstoßen, wegen mir Gift ins Abwasser leeren
oder keine Steuern zahlen, hört das auf
und bei meinem Staat ist es ähnlich.
Loyalität ist eine Sache aber gegen fundamentale Dinge wie Menschenrechte zu verstoßen eine ganz andere

@19:42 von fathaland slim

">>Olivia: ein absoluter Offenbarungseid für den Stand unserer Werteverbundenheit.<<

Unserer?
Also meiner und Ihrer?"

Da sich in einer Demokratie der Staat als repräsentative Vertretung der Bürger ansieht müssen Sie und ich sich diesen Schuh anziehen. Im positiven Sinne wird die Identifizierung mit unserem realen System ungeachtet dieser "Verfehlungen" doch mindestens genauso intensiv gelebt und gern zur Schau gestellt.
Deshalb ist Schweigen zu westlichen Verfehlungen die man durch sein Mitspracherecht als Bürger bedingt mitverantwortet eklatanter als Schweigen zu Despoten auf die Sie und ich sowieso kaum Einfluss haben.
(Wenn militärische Intervention und Sanktionen funktionieren würden wäre es vielleicht ein diskutableres Thema.)

@ 19:36 Wilhelm Schwebe

Was schwebt Ihnen denn so vor, außer dass Sie sich wohl besser erst einmal informieren sollten, wann wo wie lange Hr. Assange verbracht hat.

Dann ist es wohl eher eine Anhängerin nämlich seine Anwältin gewesen,
die zwei Söhne gebar.

>> ... kinder gemacht ... <<

Halten Sie es dich einmal mit

>> Homo sum,
humani nihil a me alienum puto 
(lat.:  Ich bin ein Mensch,
nichts Menschliches,
glaube ich,
ist mir fremd.) <<

Nicht von
Mrs. Dalloway,
auch nicht von Virginia Woolf

Endlich mal eine positive

Endlich mal eine positive Nachricht!
Hoffentlich knicken die Engländer nicht ein.
Hut ab vor Mexiko. Leider alles ein bisschen spät für H. Assange.
Der arme Kerl ist fertig.
Ich hoffe nur das beste für ihn.

@Wilhelm Schwebe 19:36

Nun haben Sie den Gipfel der widerlichen Äußerungen erklommen.

20:06 von Tremiro

Sie müssen zugeben es gab auch noch nie so einen unfähigen Präsidenten.
.
wenn ich mich an diesen belämmerten Gesichtsausdruck eines Bush jun erinnere
als der in dieser Schulkasse über die Sache 9/11 informiert wurde
....

20:03 von fathaland slim

>>Insofern war ihre Veröffentlichung einfach eine Eselei und sonst nichts.<<

Ich denke, dass Clinton selber diese Eselei begangen hat, weil sie ein Geheimnis darum gemacht hat. Niemand hätte sich für eine Veröffentlichung mit Null Nachrichtenwert interessiert - für ein Geheimnis allerdings schon.

@Martinus 16:16

Insofern ist der heutige Tag ein Sieg für die unabhängige Justiz.“
Keineswegs, man verletzt weiterhin rechtsstaatliche Prinzipien und benutzt nur die Gesundheit.

19:40 von proehi

«Hajo Friedrichs „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört."»

Dies ist eine idealisierende Zuschreibung des sehr guten Journalisten Hajo Friedrichs. Eine Zuschreibung, die auch im Prinzip sehr viel Wahres enthält. Aber sie ist nicht Gottes Wort wie in einer Religiösen Offenbarung.

Ohne 100% Parteinahme + 100% Gemeinsam-Machen mit den Protagonisten wäre der beste Dokumentarfilm dieses Jahrhunderts niemals entstehen können.

Ein Film von "Marcel Mettelsiefen". Ein herausragend guter deutscher Journalist und Filmemacher der Gegenwart.

"Das Schicksal der Kinder von Aleppo".
Für den Oscar nominiert, auf Platz 2 gelandet.
Das Schicksal der Flucht einer Mutter mit 4 Kindern von SYR nach DEU.

Unparteilicher Journalismus mit Nicht-Gemein-Machen ist Lichtjahre entfernt von den Veröffentlichungen der Clinton-Mails durch J. Assange via Wikileaks !

Lehrstück.

Die Geschichte von Herrn Assange ist vor allem auch ein psychologisches Lehrstück. Und damit meine nicht Herrn Assange selbst.

Eigentlich wohlmeinende Menschen schaffen es, den Fall Assange aus ihrem Urteil über westliche Wertesysteme vollständig auszuklammern. Sicher, was mit Assange passiert, ist verbrecherisch, aber deshalb sind westliche Staaten trotzdem Rechtsstaaten.

Der Psychiater nennt so etwas dissoziative Abspaltung.

20:06, Tremiro

>>18:41 von Robert Wypchlo
>>... und noch nie wurde so ein Medienhype vor allem im negativen Sinne daraus gemacht wie bei Trump.<<

Sie müssen zugeben es gab auch noch nie so einen unfähigen Präsidenten.<<

Ich dachte schon bei Reagan, daß es schlimmer nicht kommen könne.

Aber dann kam Bush Jr.

Schlimmer konnte es nun wirklich nicht mehr kommen.

Dachte ich.

Aber es kam schlimmer.

So kann man sich täuschen.

20:20, proehi

>>20:03 von fathaland slim
>>Insofern war ihre Veröffentlichung einfach eine Eselei und sonst nichts.<<

Ich denke, dass Clinton selber diese Eselei begangen hat, weil sie ein Geheimnis darum gemacht hat. Niemand hätte sich für eine Veröffentlichung mit Null Nachrichtenwert interessiert - für ein Geheimnis allerdings schon.<<

Ja, Frau Clinton hat ihren politischen Gegnern reichlich in die Hände gearbeitet. Völlig unnötigerweise.

Ich wäre froh darüber, daß sie uns erspart geblieben ist. Wenn der Preis dafür nicht Donald Trump gewesen wäre.

19:36 von Wilhelm Schwebe

>>17:59 von schneegans
aber hat der arme mann trotz seiner zerstörung nicht noch in seiner isolationshaft mit einer seiner anhänger 2 kinder gemacht? aber das darf ja hier nicht gesagt werden!<<

Klingen da zarte Erinnerungen aus ferner Vergangenheit auf oder warum stellen Sie es so verfälscht ins Licht, dass Assange in der Botschaft und keineswegs in Isolationshaft solche Kontaktmöglichkeiten hatte?

Gestern wollte ...

... man uns im TV (ARD) beispielhaft die Grundlagen und Wichtigkeit des Rechtssystems nahe bringen, das unter keinen Umständen die Verletzung der Menschenwürde, auch inhaftierter Personen, dulden darf, selbst wenn man durch Zwang Leben retten könnte. Das scheint für Assange außer Kraft gesetzt zu sein.

20:19 von Sisyphos3

Ihre Beiträge lese ich regelmäßig, bin nie d´accord ... NIE ... vielmehr sträuben sich mir die Nackenhaare. Deswegen ist es mir heute Nachricht wert: ich stimme Ihnen in dieser kleinen Wahrnehmung zu.

Und genieße das Forum hier: wer regelmäßig liest, nicht unbedingt aktiv wird, der kann doch erkennen, wie versöhnlich Kommunikation wirkt.

Tragen wir es aus und hinaus!

Die Rachejustiz der USA ist

Die Rachejustiz der USA ist nicht mehr zeitgemäß.
Es ist weder mit Nutzen noch mit Menschenwürde vereinbar. Schrecklich.
Mr. Trump sollte Assange begnadigen, dann hätte er wenigstens etwas wieder gut gemacht. Man würde ihn dafür nun tatsächlich mal loben....

20:16, Olivia59

>>@19:42, fathaland slim
">>Olivia: ein absoluter Offenbarungseid für den Stand unserer Werteverbundenheit.<<

Unserer?
Also meiner und Ihrer?"

Da sich in einer Demokratie der Staat als repräsentative Vertretung der Bürger ansieht müssen Sie und ich sich diesen Schuh anziehen.<<

Nein.

Da ich in einer parlamentarischen Demokratie lebe, habe ich das Recht, die gewählten Repräsentanten zu kritisieren. Und aus diesem Recht erwächst die Pflicht, dies zu tun.

Denn ich bin Staatsbürger, nicht Untertan.

>>Denn Im positiven Sinne wird die Identifizierung mit unserem realen System ungeachtet dieser "Verfehlungen" doch mindestens genauso intensiv gelebt und gern zur Schau gestellt.<<

Oh ja. Genau das tue ich. Denn dieses System gibt mir das Recht, nicht Untertan zu sein.

>>Deshalb ist Schweigen zu westlichen Verfehlungen die man durch sein Mitspracherecht als Bürger bedingt mitverantwortet eklatanter als Schweigen zu Despoten auf die Sie und ich sowieso kaum Einfluss haben.<<

Siehe oben.

Am 04. Januar 2021 um 20:13 von frosthorn

@ 20:13 von frosthorn
@ Miauzi, 19:49

>>..den Ältern sind vielleicht noch die diversen Kriegsverbrechen der US-Armee in Vietnam bekannt<<

>>Danke, das traf mich wie ein Donnerschlag. Einmal, will mir wieder mal klar wurde, dass ich zu "den Älteren" gehöre (was ich sonst gerne verdränge), zum anderen, weil Sie - leider völlig zu Recht - darauf hinweisen, dass Vietnam nach nur gut einer Generation schon nahezu vergessen ist.<<

Genau diese Assoziation (Greueltaten Vietnam, z.b. Massaker Mỹ Lai (Son My)) hatte ich auch sofort als hier die Rede von den Tötungen aus dem Hubschrauber heraus war.
Kriege sind immer furchtbar und Menschen entmenschlichen sich selbst und ihre Opfer, Und die eigene Angst geht über in irrationales, grausames Handeln.

@17:14 von Robert Wypchlo

Ich verstehe drei Dinge nicht:
1. wie schon gefragt: was hat der President elect damit zu tun, der erst am 20/1 vereidigt wird?
2. Warum soll der Ruf des amerikanischen Präsidenten (in dem Fall ja wohl Trump) deswegen beschädigt worden sein?
3. Wieso ist Ecuador eingeknickt?
Der Beitrag scheint mir mindestens sehr schnell geschrieben... vielleicht noch mal verdeutlichen?

@Tremiro - USA & Helfer

18:29 von Tremiro:
"Wieso 'in den westlichen Ländern'? Ich weiß nur dass er Kriegsverbrechen der USA veröffentlicht hat."
> Bisher haben die USA für ihre Feldzüge genügend willige Mitstreiter gefunden. Wer die militärischen Ambitionen der USA unterstützt, wird die dabei begangenen Kriegsverbrechen nicht ans Licht der Öffentlichkeit bringen, sondern sich darüber ausschweigen.

Genau das lässt sich seit Jahren beobachten.

"Verbreiten sie bitte keine Unwahrheit."
> Korrigieren Sie mich, wenn Sie einen Fehler entdecken.

Ich1961

1961 ich
"bei Otto Normalverbraucher ?
Wenn ich Mist mache muss ich damit rechnen bestraft zu werden - warum gilt das nicht für Mr. Assange ? Oder auch Mr. Snowden oder wen auch immer ?"

Assange hat über Mist berichtet, nicht ihn gebaut .
Das wäre so, als würde Oberinspektor Derrick den Zeugen verhaften, weil er den Mord beobachtet hat.

Assange wird zu 100% politisch verfolgt.
Die USA wurden ertappt. Und das muss unterbunden werden.

20:24, rossundreiter

>>Lehrstück.
Die Geschichte von Herrn Assange ist vor allem auch ein psychologisches Lehrstück. Und damit meine nicht Herrn Assange selbst.

Eigentlich wohlmeinende Menschen schaffen es, den Fall Assange aus ihrem Urteil über westliche Wertesysteme vollständig auszuklammern. Sicher, was mit Assange passiert, ist verbrecherisch, aber deshalb sind westliche Staaten trotzdem Rechtsstaaten.

Der Psychiater nennt so etwas dissoziative Abspaltung.<<

Während Sie den Fall Assange benutzen, um die Werte der Aufklärung, auf die die von unseren Vorfahren erkämpfte parlamentarische Demokratie von der Idee her begründet ist, zu diskreditieren, für wertlos zu erklären.

Wie nennt der Psychiater (welcher eigentlich?) so was?

@ Am 04. Januar 2021 um 20:18 von schneegans

>>Am 04. Januar 2021 um 20:18 von schneegans
@Wilhelm Schwebe 19:36

Nun haben Sie den Gipfel der widerlichen Äußerungen erklommen.<<

Ist schon schade wenn einem nur Geschmacklosigkeiten zu einem Thema einfallen. Und wenn man diese dann auch noch verbal mit dem Häcksler & selbstverständlich ohne Scham formuliert.

20:32, schneegans

>>Gestern wollte ...
... man uns im TV (ARD) beispielhaft die Grundlagen und Wichtigkeit des Rechtssystems nahe bringen, das unter keinen Umständen die Verletzung der Menschenwürde, auch inhaftierter Personen, dulden darf, selbst wenn man durch Zwang Leben retten könnte. Das scheint für Assange außer Kraft gesetzt zu sein.<<

Ja, der Fall Assange ist ein Frontalangriff auf die Grundlagen unseres Rechtssystemes, so wie ich sie verstehe.

@rossundreiter um 20:24 Uhr

"... aber deshalb sind westliche Staaten trotzdem Rechtsstaaten."

Meinen Kommentar zur sog. Rechtsstaatlichkeit hier oben im Forum haben Sie noch nicht gelesen?

20:19 von Sisyphos3

«wenn ich mich an diesen belämmerten Gesichtsausdruck eines Bush jun erinnere
als der in dieser Schulkasse über die Sache 9/11 informiert wurde ....»

Hätte er lachen, scherzen, oder feixen sollen, als er erfuhr, dass die USA 2001 das erste Mal in der Geschichte auf heimisch-kontinentalem Territorium angegriffen worden waren? Und schon bei der Situation im Kindergarten zu vermuten war, dass es viele Tote gab / noch weitere geben würde.

Seien Sie (oder ich) bloß nur zufrieden, dass keiner von uns beiden in diesem Moment US-Präsident war. Dessen Gesichtausdruck in Nahaufnahme dann auf der ganzen Welt im TV ausgestrahlt, und auf Fotos abgebildet wurde.

Genau so zufrieden können Sie sein, dass dann nicht wer fast 20 Jahre danach daher schreibt, Ihr Gesichtsausdruck sei "belämmert" gewesen. Völlig gedankenlos um Zusammenhänge in dieser Situation daher geschrieben.

Sowieso … der Bush hat aber. Die Clinton hat aber auch.
Und Abraham the Lincoln war viel zu groß, um gut zu sein.

20:32 von schneegans

Gestern wollte man uns im TV (ARD) beispielhaft die Grundlagen und Wichtigkeit des Rechtssystems nahe bringen, das unter keinen Umständen die Verletzung der Menschenwürde, auch inhaftierter Personen, dulden darf
.
ja meine liebe Schneegans - die Sache mit den Ausnahmen

mit der Meinung einiger Diskussionsteilnehmer war ich auch überrascht
Um die Rechtsstaatlichkeit ging es die Tage
wie vehement setzten sich viele bisher dafür ein, auch gegen die Todesstrafe etc.
Erstaunlich nur als ich das Thema auf Bin Laden lenkte bzw. aktuell diesen Qasem Soleimani
da wurde ich so hingestellt als ob ich so Scheusale in Schutz nehme
dabei fragte ich nur wenn Rechte allgemein sein sollen dann waren nicht auch für diese !

20:24 von schabernack

>>Unparteilicher Journalismus mit Nicht-Gemein-Machen ist Lichtjahre entfernt von den Veröffentlichungen der Clinton-Mails durch J. Assange via Wikileaks !<<

Mit der kaum zu erreichenden "Ideallinie" nach Friedrichs Vorgaben gebe ich Ihnen recht.

Deshalb sollte man sich aber trotzdem hüten, journalistische Arbeit zu diffamieren, wenn das Ergebnis einem selber gerade nicht passen sollte.

Mal unterstellt, Assange befriedigte mit der Veröffentlichung persönliche Rachegelüste oder so etwas, so sind die Angaben trotzdem richtig, wenn auch ziemlich wurscht (siehe proehi 20:20). Mir scheint, mit Ihrer Einschätzung von Lichtjahren greift die persönliche Diffamierung Assanges von interessierter Seite.

Bei einer gewöhnlichen journalistischen Publikation wird nicht die Persönlichkeit des Journalisten hinterfragt. Bei Assange steht das im Vordergrund, ihm werden unlautere Motive unterstellt. Woher mag das wohl kommen?

@Tremiro - Verbrechen der Verbündeten

19:59 von Tremiro:
"Ja, es gab ein gewaltiges mediales Echo. Auch in den ÖR, die Sie so gerne (negativ) kritisieren, wurden die Videos dieser Verbrechen veröffentlicht."

Jahre später habe ich das Video im Nachtprogramm bei der Anstalt gesehen. Eine mediale Dauerberichterstattung und die politische Empörung, wie sie beispielsweise im Ukrainekonflikt oder im Syrienkrieg über Monate an der Tagesordnung waren, muss ich irgendwie verpasst haben.

Über die Verbrechen der Verbündeten schreibt und spricht man offensichtlich nicht so gern.

20:39, David Séchard

>>Genau diese Assoziation (Greueltaten Vietnam, z.b. Massaker Mỹ Lai (Son My)) hatte ich auch sofort als hier die Rede von den Tötungen aus dem Hubschrauber heraus war.<<

Ich auch.

Passt schon

Ein gutes Urteil. London hat sich zwar nicht wirklich zur Thematik von Kriegsverbrecher der US-Streitkräfte geäußert, aber immerhin die Auslieferung verhindert. Ich denke, in Deutschland wäre es zur Auslieferung gekommen. Allerdings wird dadurch der Berufs des anständigen Journalisten auch erschwert, denn es gibt keinen Informationsschutz mehr. Somit kann die herrschende Klasse bei Strafandrohung guten, objektiven Journalismus verhindern, um so Staatsschweinereien zu vertuschen!

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