Ihre Meinung zu: Brexit-Handelsabkommen: Einigung in letzter Minute

24. Dezember 2020 - 18:39 Uhr

Zum gefürchteten No-Deal-Brexit wird es nicht kommen: Die EU und Großbritannien haben sich doch noch geeinigt. Doch mit dem Deal sind nicht alle Probleme behoben. Und auch aus dem EU-Parlament kommt Kritik. Von Stephan Ueberbach.

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Kommentare

Verdammt nochmal ...

... es ist natürlich ein Kompromiss.
Wer etwas anderes erwartet hat, hat einfach keine Ahnung oder hat einfach nur auf den Kollaps gehofft. Der ist aber mal wieder abgesagt. Wie immer.

Der etwa 2000 Seiten dicke Vertrag ....

... wird jetzt in den 27 EU-Hauptstädten überprüft
.
in 5 Tagen ?
(zwischen Weihnachtsgans und Silvesterkarpfen)
und dann unterstellt man mir hier "Miesmachen"
weil ich was von "Formsache" schreibe
War es nicht genau die Befürchtung der Briten, die sie zum Austritt bewog
dass der Moloch Brüssel alles an sich zieht, keine Mitsprache der einzelnen Länder mehr zuläßt ?

: Einigung in letzter Minute

Diejenigen, die bis jetzt der Meinung waren, die EU würde GB am ausgestreckten verhungern lassen können, sollten jetzt etwas klarer sehen.

Brexit-Handelsabkommen: Einigung in letzter Minu...

Was ist der Inhalt ? Die EU wollte ursprünglich, daß der Europäische Gerichtshof auch für Großbritannien zuständig bleiben. Das ist jetzt nicht so, es wird ein Schiedsgericht im Handelspakt eingerichtet.
Bei der Fischereizone ändert sich fünfeinhalb Jahre nichts, danach stehen den Fischern aus GB zwei Drittel der Fangmengen zu. Die EU wollte eine Frist von 14 Jahren .
Zölle können verhängt werden, wenn Branchen oder Unternehmen mit Dumpingmitteln arbeiten.

EU verspielt die Glaubwürdigkeit

Mit einer solchen Einigung nach 3- 4 Jahren verspielt die EU komplett ihre Glaubwürdigkeit - und zwar außenpolitisch und innenpolitisch.
Außenpolitisch in der Hinsicht, dass Orban, Erduan und Konsorten den Schluß daraus ziehen werden, dass die EU komplett wachsweich und ohne Profil ist.

Und innenpolitisch glaube ich der EU nun gar nichts mehr. Es scheint sich ja alles nur um das Wohlergehen der Wirtschaft zu drehen. Für die Bevölkerung wird die "Krümmung der Banana bestimmt" und für Wirtschaftunternehmen - als etwas anderes kann man Großbritannien ja schon nicht mehr bezeichnen - wird am Parlament vorbei alles Getan. Das ist doch nur noch Kommerz und kein demokratischer Prozess mehr. Oder war sollen die Abgeordneten jetzt noch entscheiden. Johnsons Spiel ist aufgegangen und von der Leihen gibt ein schwaches Bild ab- leider! leider!

Dem Willen des Volkes gerecht geworden

Ein Lichtblick. Boris Johnson hat versprochen, und er hat gehalten. Was das Volk entschieden hat ist nun endlich umgesetzt. Kein hinauszögern der Umsetzung eines Volksentscheides mehr, fertig mit Verlängerungen irgendwelcher Übergangsfristen. Brexit ist done!

Es wäre zu begrüssen, wenn nun andere Staaten auch diesem Vorbild folgten und auf den Pfad echter Demokratie fänden. Lasst doch die Menschen entscheiden, auch zu Sachthemen wie z.B. die Mitgliedschaft in der EU. Und wenn so manche Verschwörungstheoretiker behaupten ein Austritt wäre der Untergang - er ist es nicht.

Grüsse aus der Schweiz

Was für sich spricht:

Die Anzahl der gestrandeten LKW nach Schliessung der franz. Grenze - als Symbol der totalen Abhängigkeit von der EU. (Danke dafür FRA !)
Bitte, welche ernsthaften Alternativen hatte GB eigentlich, in Bezug auf ein Handelsabkommen?
Was der Herr Johnson gemacht hat war nur Show für´s Volk - und die EU hat gute Miene gemacht.

17:47 von Wilhelm Schwebe / aus: "Einigung auf Brexit- …"

«zumal viele viele mios aufgewendet wurden, um den brexit durchführen und überstehen zu können. und nun wieder alles zurück, aber wie lange?»

Der Brexit ist doch nicht abgeblasen vom Winde verweht.
Und nun gar nicht mehr.

Was hätte man denn besser tun sollen, und besser nicht "Mios aufwenden"?
Um sich von Seiten der EU auf so eine Art von "Worst Case Scenario No Deal" vorzubereiten. Da hat man nun u.U. die eine oder andere Mio umsonst ausgegeben. Da Worst Case nun nicht mehr zu sein scheint. Das ist aber doch allemal besser, als hätte man die Kohle eingespart, und dann bei Worst Case doch da, (x) mal so viel ausgeben müssen, wie das, was man aus Knauserei einst sparte.

Ich habe mein "Earthquake Survival Kit", das ich mir während wohnen in Tokyo kaufte, vor meiner Abreise auch an einen Japaner verschenkt, der keins hatte.

Nicht habe ich mich über Geldverschwendung geärgert.
Gefreut habe ich mich, dass ich das Ding gar nicht brauchte.
Weil es zwar dauernd bebte … aber nie sehr.

Brexit !

Also nun in letzter Minute einen Deal. Mal schauen, wer dafür die Rechnung bezahlen darf. Diese Kompromisse können nur zu Lasten von etlichen Menschen und Standards gehen, was die EU eigentlich vermeiden wollte.
Aber lassen wir uns überraschen !

Frohe Weihnachten und viel Gesundheit an alle !

„Zum gefürchteten No-Deal-Brexit wird es nicht kommen:

Die EU und Großbritannien haben sich doch noch geeinigt.“

Das nenne ich mal eine passende Nachricht zum Heiligabend.

Frohe Weihnachten erstmal...

... die Kommentare von EU und Brexitseite werden folgen! Bin schon gespannt auf was man sich da einigen konnte. Vor allem was nun die neue Freiheit Britaniens ist, ob sich das gelohnt hat?

Verstehe das Prinzip nicht so ganz

Mit Ländern wie Kanada ist es möglich, Freihandelsabkommen relativ problemlos zu schliessen. Mit anderen Ländern wie Gross-Britannien und der Schweiz tut man sich unendlich schwer. Hier wird scheinbar davon ausgegangen, dass diese Länder quasi der EU angehören. Ich verstehe nicht ganz, warum hier die Situation so kompliziert gestaltet wird. Freihandel gilt ja schliesslich für beide Seiten.

Glaskugelei von messi 18:37

Sie spekulieren über Dinge und angebliche Erfolge, die Sie seriös aktuell noch nicht einschätzen können. Ob es die grandiose Freiheit für Klein-Brit geben wird mit vielen Vorteilen in Handelsverhandlungen ist eher ungewiss. Als einzelner Staat in Verhandlungen hat man halt immer eine schlechtere Position wie als Mitglied einer Union. Dennoch muss man jetzt froh sein, dass das Gezerre ein Ende hat. Die Briten wollten mehrheitlich raus und das Ergebnis hierfür ist nun da.

omg

> wird jetzt in den 27 EU-Hauptstädten
> überprüft. Die Regierungen aller
> Mitgliedsstaaten müssen zustimmen,
> das Europaparlament ebenfalls.

Ähh, soll heißen:

Jetzt müssen nur noch:
* 27 EU-Mitgliedsstaaten einstimmig(!)
* das Europaparlament
* das britische Unterhaus
* das britische Oberhaus
zustimmen? oO

Naja, sind ja NOCH ganze 7(!) Tage Zeit. -.-

EU mal wieder eingeknickt

Es gab schon ein gemeinsam ausverhandeltes Abkommen, bis Johnson wieder auf die Idee gekommen ist, das Abkommen wider aufzuschnüren und weitere Forderungen durchzudrücken. So hat GB schon in der EU ihre Extrawürste bekommen und so ist es auch nach dem Brexit. Ich bin gespannt, welche Kröten die EU schlucken muss -- das wird sicher erst in den nächsten Monaten herauskommen. Aber Rückgrat und eine starke Position, die Verteidigung von Werten wie der Solidarität (nicht gemeint sind die Werte der Wirtschaftslobby) ist ja schon seit einiger Zeit nicht mehr die Sache der EU. Aber v d Leyen und Johnson werden sich jetzt beide als Sieger feiern wollen ...

In letzter Minute

...wers glaubt. Das ist in der Politik ja oft so ..... ich glaube eher, das ist show

@Messi - Brexit is done!

Endlich hat sich GB von der Knechtschaft der Brüsseler Bürokratie gelöst.
Willkommen in der Freiheit. Es ist angenehm wenn man wieder selber entscheiden kann

Sie verstehen da wohl was nicht richtig.

Wenn die EU sagt es dürfen nur noch blaue
Bananen importiert werden , so müssen wenn die Briten in die EXportieren wollen,
diese zuerst blau anmalen.

Füher hätten Sie ein Veto einlegen können:-)

18:37 von Messi / aus: "Einigung auf Brexit-Handelsabkommen "

Brexit is done!
Well done Boris, Versprechen eingelöst. Wille des Volkes abgefragt und umgesetzt. So gehört es sich, und nicht anders rum.»

Mega-Überraschung aber auch, dass Santa Claus an Heilig Abend nun doch noch den Brexit aus'm Sack zauberte. Der am 01.01.2021 so wie so gekommen wäre. Auch wenn man Weihnachten und Sylvester ganz abgesagt hätte.

Boris the Hero. Noch toller the Hero als toll der Santa the Claus.

Gab es in der CH in den vergangenen vielen Monaten wegen Corona Einreisesperre für Nachrichten aus aller Welt + Abschaltung vom Internet, weil man den Strom für die Hospitäler brauchte? Finde ich aber gut und erfreulich für Sie, dass nun wieder News in die CH hinein gelangen. Sonst hätten Sie vom Brexit akut gar nix gewusst.

«Mögen nun viele Staaten … Vorbild folgen … Menschen fragen, ob … demokratiefernen Konstrukt noch angehören wollen.»

Übl. Parole aus Vorratskiste Zaubersprüche zur EU-Verwünschung.

«Grüsse aus … nicht-EU.»

Eng EU-assoziiert … die CH.

Sie der Vernunft

Die Vernunft hat, wie es scheint, gesiegt. GB hatte mehr zu verlieren und Johnson musste sich folglich bewegen.

Nicht vergessen:

Dieser "Deal" ist erst der Beginn eher als weiter andauernder Streit um die genauen Ausführungsbestimmungen in den nächsten Jahren anzusehender Ausarbeitungsverhandlungen mit den widerspenstigen britischen Tories. Das Rosinenpicking werden die sicher nicht aufgeben, da es Ihrer althergebrachten Skepsis den Festlandeuropäern , insbesondere den Deutschen gegenüber entspricht. Von ruhigen und geregelten kooperativen Verhältnissen sind wir alle noch Jahre entfernt. Also Kein Grund überschwänglich zu frohlocken! Aber ich lasse mich gerne von meiner Skepsis befreien, durch entsprechende Fakten!

Am 24. Dezember 2020 um 18:52 von Sisyphos3

Zitat: War es nicht genau die Befürchtung der Briten, die sie zum Austritt bewog
dass der Moloch Brüssel alles an sich zieht, keine Mitsprache der einzelnen Länder mehr zuläßt ?

Es mag sein, dass dass die Befürchtung der Briten war Nichtgenaues weeiß man bei denen nicht.

Der jetzt gefundene Kompromiss ist kein Beispiel. Der allergrößte Teil des Vertrages dürfte den Migliedsstaaten schon seit Wochen bekannt sein. Jetzt müssen sie sich noch mit den letzten Ergänzungen befassen, wobei davon auszugehen ist, dass bereits während der laufenden Verhandlungen ständige Informationen an die EU-Botschafter bzw. die Mitgliedsstaaten flossen.

Das schaffen die bis zum Jahresende locker.

Am 24. Dezember 2020 um 18:59 von lubbert

" Bitte, welche ernsthaften Alternativen hatte GB eigentlich, in Bezug auf ein Handelsabkommen? "

Sie tun so, das früher ohne die EU der Handel mit GB nicht gegangen wäre.
Der ist aber schon ohne EU gut gelaufen, also muss ja noch mehr Alternativen gegen.
Und Show für´s Volk wie sie es nennen, gibt es in anderen Ländern auch, mit unterschiedlichen Prioritäten ist klar.

@ Sisyphos3 18:52

... >>der Moloch Brüssel<< ...

Sie schreiben einem Moloch ohne jegliche Kenntnis der Verhältnisse.
Für die EU arbeitet in Brüssel ca. 36000 Beschäftigte, davon sind allein ca. 4500 Dolmetscher. ImVergleich dazu hat die Stadt München gut 38 000 Mitarbeiter. Nur die einen sind für ca. 450 Mio zuständig und die anderen gerade mal für 1,5 Mio.
Ist es Ihnen recht, wenn ich Ihre diesbezügliche Aussage unter dem Begriff "Unsinn" einreihe?

Ansonsten können Sie davon ausgehen, daß die 2000 Seiten nicht alle in den letzten Tagen vereinbart worden sind, sondern die Parlamente laufend vom aktuellen Inhalt unterrichtet wurden. Anscheinend haben Sie jedoch weder von Mitarbeiterzahlen noch von Arbeitsabläufen in einer parlamentarischen Demokratie und deren Zusammenschluß, genannt EU, eine Ahnung.

19:30 von Adeo60

Johnson musste sich folglich bewegen.
.
hat er sich bewegt
wer von uns kennt denn die Bedingungen ?
hat die 2.000 Seiten gelesen - mehr noch verstanden ?

19:30 von Adeo60

Nach Wahlen gibt es immer wieder Parteien, die gewaltige Stimmenverluste immer noch als Erfolg verkaufen.

omg

Hat schon jemand herausgefunden, wie die genaue Einigung für die Grenze zwischen Republik Irland und Nordirland ist?

Kommt es zum Bruch des Karfreitagsabkommens? oO

Hm, sieht so aus ...

... als ob die EU alles bekommen hat.

UK muss nach Brüssels Pfeife (Standards) tanzen und muss den EU Ländern auch noch den Fisch lassen.

Unabhängigkeit sieht anders aus.

Alles nur Show

was hier abgezogen wurde, mit dem Ergebnis, welch toller Hecht doch BJ ist.
Hoffentlich vergessen ihm seine coronageschundenen Landsleute dieses Theater nicht.
Aber in GB ticken die Uhren ja bekannterweise anders als auf dem Kontinent, den er so sehr abschütteln wollte.

ist doch mal ne gute Nachricht!

"Unsere Zukunft und unser Wohlergehen liegen in unseren Händen. Ich bin zuversichtlich, dass wir aufblühen und erfolgreich sein werden."
Viel Glück dabei und alles Gute an GB!

Die Überschrift im Parallelartikel "Die wichtigsten Akte im Brexit-Drama" finde ich etwas unglücklich gewählt, warum so negativ? Sehe bis jetzt noch kein Drama und macht mir auch nicht den Eindruck, dass es eines wird.

Bei dieser Gelegenheit: Frohe Weihnachten an alle Mitforisten und das Moderatorenteam.

19:53 von European Son

Sie schreiben einem Moloch ohne jegliche Kenntnis der Verhältnisse.
Für die EU arbeitet in Brüssel ca. 36000 Beschäftigte
.//
"36.000 Beschäftigte"
genau das sag ich doch !
Moloch

Zitat :"parlamentarischen Demokratie"
auch meine Rede
die einzelnen Parlamente einschließlich des Europäischen,
wie weit waren die in die Verhandlungen involviert ?
die van der Leyen hat die Verhandlungen geführt
die Volksvertretungen müssen nur noch abnicken,
wenn das für sie Demokratie ist !

keiner wollte mit mir wetten.

ich hatte erwartet, dass man sich einigt. Nach sehr langer Nachtsitzung. Boris Johnson mit zerzauster Frisur und Ursula vdL mit tadellos sitzender vier-Wetter-Frisur.
Waren es drei Jahre, die hochrangige Unterhändler verhandelt haben?
Ob das der Glaubwürdigkeit der EU dient?
Ich glaube nicht.

@18:53 von Barbarossa 2

>> Diejenigen, [...], sollten jetzt etwas klarer
>> sehen.

Ähh, noch ist NICHTS unterschrieben. -.-

19:50 von falsa demonstratio

Das schaffen die bis zum Jahresende locker.
.
zu vermuten
war aber nicht mein Anliegen im Beitrag
letztlich hat jeder bei einem Scheitern nur Nachteile zu befürchten

19:54 von Einfach Unglaublich

Nach ihrer Lesart ist die EU der klare Gewinner. Nach den TS- Berichten sehe ich das anders.

Das war ein EU Sieg?

Der EuGH ist raus. Seine Rechsprechung gilt nicht mehr in GB.
Die Rosinenpickerei hat gewonnen.

20:02 von saschamaus75

Lassen sie es gut sein, die Kuh ist vom Eis.

Abwarten

der Vertrag muss noch durch alle Mitgliederparlamente und durchs Europaparlament. Daß der Vertrag so durchgeht ist alles andere als sicher.

19:13 von saschamaus75

und wenn man dann vorsichtig zu bedenken gibt
dass nationale wie auch das EU Parlament zum reinen Abnicken degradiert wird
bekommt man noch Prügel

@19:57 von Giselbert

>> Sehe bis jetzt noch kein Drama und macht
>> mir auch nicht den Eindruck, dass es eines
>> wird.

Naja:
Bruch des Karfreitagsabkommens -> Bürgerkrieg in Nordirland -> ein einziger(!) Schuß fällt auf dem Gebiet der Republik Irland -> Krieg UKvsEU (Verteidigungsfall)

Würde ich jetzt schon als Drama bezeichnen. -.-

Die EU ist in der stärkeren Position

Die EU ist in der stärkeren Position und knickt doch wieder vor GB ein. Schlimmer sie lassen sich erpressen und unter Druck setzen. Viel zu viele Zugeständnisse beim Binnenmarkt.

Um es nochmal zu sagen,

nachdem die alten Kommentare verschollen sind: Wir wissen doch noch gar nicht, was in dem Vertrag steht.

Wer liest das in 6 Tagen?

Wer liest jetzt die 2000 Seiten in 6 Tagen? Das geht sicher wieder ungelesen durchs Parlament.

20:00 von Sisyphos3

«"36.000 Beschäftigte"
genau das sag ich doch ! … Moloch.»

Machen Sie sich mal kundig, wie viele Beschäftigte die Stadtverwaltung in Ihrer Heimatstadt Stuttgart hat. Diese erkundete Zahl setzen Sie dann in Relation zur Bevölkerungszahl der Stadt Stuttgart. Haben Sie dann die Relation (x) Stuttgarter pro 1 Beschäftigter der Stadt bei der Verwaltung.

So wie Sie 36.000 in der EU in Beziehung zur Bevölkerungszahl der EU ohne GB setzen. Sobald Sie mit der Rechnerei fertig sind. Tun Sie folgendes:

Den Moloch aus Stuttgart raus, und in die Weinberge im Umland rein jagen. Anschließend verbudeln Sie den Stuttgarter Moloch dann ausbruchsicher.

Das Schwierigste an der ganzen Aktion ist das Verbuddeln.
Der Rest ist Mathe für Anfänger auf niedrigem Niveau + Überblick für ganz simple Zusammenhänge ohne Internet- oder Stammtischparolen.

William Shakespeare

"So süß ist der Schmerz, wenn man sich trennt.
Das Zitat stammt von William Shakespeare, Romeo und Julia, zweiter Akt. Das Stück ist übrigens eine Tragödie.“

Die zweite Impf-Spritze erhielt William Shakespeare.

Hoffentlich auch keine Tragödie.

(wie die Einigung in letzter Minute)

Der

schlaue Fuchs Johnson hat es geschafft, einen Zugang zum Binnenmarkt zu fischen, und gleichzeitig die volle Souveränität GBs wiederherzustellen. Respekt ! Und Neid...

Richtiger Zeitpunkt

Vielleicht hat das Christkind die Vernunft beeinflusst und Eigennutz wurde hintangestellt.

Wahrscheinlich anders, doch der Gedanke ist zumindest weihnachtlich.

Thatcher-Deal?

Das wird so ein Rosinenpicker-Deal sein, wie ihn einst die Thatcher durchgeprügelt hat. Und die vdL wird sich wieder Lorbeer ans Revers heften: der Berg kreißte und gebar eine Maus.

Verlogenheit hoch 10.

Die EU hat sich mal wieder Erpressen lassen. Tolle Leistung. Kann dieses Abkommen noch rechtzeitig Abgesegnet werden von dem EU Parlament UND DEN EINZELNEN Staaten. Nein also gibt es einen No Deal. Nur das wird durch Besch...... umgangen. Nach dem Motto Lega illegal, scheihegal. Ein echter Tiefpunkt der EU. Wirklich traurig.

@20:06 von Barbarossa 2

>> Lassen sie es gut sein, die Kuh ist vom Eis.

Es wurde nur 2.000 Seiten Papier ausgearbeitet, jetzt fehlen ja nur noch die OKs von:
* 27 EU-Mitgliedsstaaten einstimmig(!)
* das Europaparlament
* das britische Unterhaus
* das britische Oberhaus

Und wenn davon nur ein Einziger(!) 'Nein' sagt. Ich glaube, ich habe ein DejaVu. -.-

@20:06 von dermulla

>> Daß der Vertrag so durchgeht ist alles
>> andere als sicher.

Ähh, wurde leider im Artikel vergessen:
Die Briten müssen ebenfalls noch abstimmen. oO

Ich bin überzeugt, dass in

Ich bin überzeugt, dass in wenigen Jahren die europäischen und allen voran wir deutschen Steuerzahler und damit die EU-Finanzierer, sich bei den heutigen Verhandlern mitsamt ihren Parteien, die diesen heutigen Abschluss verbrochen haben, so bedanken werden, dass diese genannten mitsamt ihrer ganzen Korona keinen Fuss mehr auf den Boden bringen werden, wenn die Wähler erst einmal kapiert haben werden, was diese Abmachungen mit den Briten für die Resteuropäer bedeuten werden.

UK weiß immer noch nicht, was es will.

Es hat sich 2016 eine winzige Mehrheit dafür zusammen gefunden, festzustellen, was man nicht will. Aber es gibt keine Mehrheit für etwas konstruktives anderes. Davon ist seitdem die britischt Politik gelähmt. Denn das, was man als möglich versprochen hat, war schon damals klar unmöglich. Die winzige Mehrheit ist Schaumschlägern und Populisten aufgesessen. Der Handelsvertrag ist ein Bild davon. Die britische Regierung hatte nur die Wahl zwischen einem britischen Wirtschaftszusammenbruch und einem faulen Kompromiss, der es ihr erlaubt, die Wahrheit noch ein paar Jahr vor dem Volk zu verbergen. Aber in dieser Zeit wird, aufgrund unklarer Verhältnisse, die britische Wirtschaft immer weiter ausbluten. Wer investiert denn auf dieser Basis völliger Zukunftsunsicherheit im UK? Die Brexiteers werden weiter behauten, alle Probleme lägen nur an der noch zu engen Bindung an die EU. Vielleicht wäre ein Ende mit Schrecken besser gewesen. Aber wollen wir ein Armenhaus vor der französischen Küste?

@ 20:05 von Hallelujah

Schiedsgerichte sind in Handelsabkommen üblich. Nur die EWR-Mitglieder unterwerfen sich dem EuGH bzw. dem EFTA-Gerichtshof. Dafür ist dann die Freiheit des UK, in der EU zu verkaufen, auch nicht ganz so groß, wie auf der Insel erhofft. Aber das war den Brexiteers ja völlig klar - nur dem Volk hat man was anderes erzählt. Das hat man glauben lassen, die ganze Welt sei so wild auf britische Waren, dass man die Bedingungen diktieren könne. Selten so gelacht. Minis kann man auch erst guten Gewissens kaufen, nachdem BMW da deutsche Qualitätsstandards eingeführt hat.

Ich schaffe es in 1000 Zeichen!

Zitat: "Der etwa 2000 Seiten dicke Vertrag wird jetzt in den 27 EU-Hauptstädten überprüft."

Alleine, dass man 2000 Seiten für einen EU-Austritt benötigt, zeigt welch einen bürokratischen Irrsinn die EU darstellt, zumal die Briten 1973 den EWG-Vertrag unterschrieben haben, wo alles Nötige beschrieben ist.

Ich schaffe es kürze:

1. have been marvelous. Will do something else in our lives now.

2. common market remains active

3. no tariffs will be incurred - viceversa.

4. The "Four Freedoms" of the single market will remain:

- Free movement of goods
- Free movement of capital
- Freedom to establish and provide services
- Free movement of persons

5. European values, culture and diversity will be celebrated.

6. No intrusion of any EU-bureaucrat allowed

Signed: the European guy.

Geht doch.

Dann wollen wir mal abwarten, ...

.. ob, in welchem Umfang und wann dem EU- Bürger dieses Vertragswerk zugänglich gemacht wird.
Ich will ja nicht Unken, aber ...

In diesem Sinne wünsche ich allen, gerade in diesen schweren Zeiten, ein Frohes, gesundes Fest.

Wieso hat dies so lange gedauert?

Zitat: "Endlich haben wir ein Abkommen gefunden!" - nach langen und schwierigen Verhandlungen, sagt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen"

Wieso hat dies so lange gedauert?

Im Vertrag zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) sind alle nötigen Voraussetzungen für einen gemeinsamen Binnenmarkt und ein europäische Zusammenarbeit beschrieben:

"The "Four Freedoms" of the single market are:

- Free movement of goods
- Free movement of capital
- Freedom to establish and provide services
- Free movement of persons"

Keine weitere Einmischung aus Brüssel vonnöten.

Next patient please!

Das kann ja was werden

Was passiert denn wenn nur ein einziges EU Land dem Vertrag nicht zustimmt ?
Wie kann man einen mehrere hundert Seiten starken Vertrag in 2 Tagen durcharbeiten und abnicken wenn noch Unstimmigkeiten auftreten.

Happy End

Erst Trump weg, jetzt der Brexit weg. Politik ist doch noch vernünftig und hat doch noch ein Happy End. GB hat sich mit der EU in einem guten Konsens geeinigt. Jetzt steht auf meinem Wunschzettel für 2021 nur noch Putin.

20:49 von Blitzgescheit

Alleine, dass man 2000 Seiten für einen EU-Austritt benötigt, zeigt welch einen bürokratischen Irrsinn die EU darstellt,
.
sehen sie es locker

Die zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter,
die Verordnung der europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamellbonbons aber exakt 25.911 Wörter

@Am 24. Dezember 2020 um 20:49 von Blitzgescheit

Corrigendum: muss natürlich "has been" (Singular) heißen.

@ Sisyphos3

... und dann unterstellt man mir hier "Miesmachen"

Ohje, wie kann jemand nur so böse sein?

18:37, Messi Vorgängerthread

>>Brexit is done!
Well done Boris, Versprechen eingelöst. Wille des Volkes abgefragt und umgesetzt. So gehört es sich, und nicht anders rum.

Endlich hat sich GB von der Knechtschaft der Brüsseler Bürokratie gelöst. Willkommen in der Freiheit. Es ist angenehm wenn man wieder selber entscheiden kann und nicht mehr abhängig von deutsch-französischer Bevormundung ist.<<

Mehr als die üblichen Satzbausteine haben Sie nicht zu bieten?

>>Mögen nun viele Staaten diesem Vorbild folgen<<

Ich sehe weit und breit keinen Staat, der das möchte.

>>und die Menschen fragen, ob sie diesem demokratiefernen Konstrukt noch angehören wollen. Es geht ganz gut ohne. Los, traut euch die Menschen zu fragen!<<

Wäre das Ihr Textvorschlag für eine Volksbefragung? Etwas merkwürdig für einen Schweizer.

>>Grüsse aus der nicht-EU<<

Aus einem Land, nämlich der Schweiz, das allen Regeln der EU unterworfen ist, sie aber nicht mitbestimmen darf.

Ja, das ist wahre Selbstbestimmung...

@ Blitzgescheit

Heute überraschen Sie ja endlich einmal mit einem intelligenten Beitrag. Hut ab. Geht doch.

@Am 24. Dezember 2020 um 20:33 von Christian1966

Zitat: "Nein also gibt es einen No Deal. Nur das wird durch Besch...... umgangen. Nach dem Motto Lega illegal, scheihegal. Ein echter Tiefpunkt der EU. "

Sie beziehen sich hierbei auf die
- illegale Massenmigration
- die illegale Schuldenunion, die durch die EZB aufgespannt wird
- die rechtswidrigen Corona-Bonds, gem. Art. 311 AEUV

20:42, offene Diskussion

>>... und allen voran wir deutschen Steuerzahler und damit die EU-Finanzierer,...<<

Der Nettobeitrag Deutschlands zur EU beträgt weniger als 2% des deutschen Bundeshaushaltes.

Br ohne exit

Das Geheimnis dieses Vertragswerkes, GB tritt äußerlich aus, aber alles Wesentliche für die Bürger und die Wirtschaft bleibt. Das ist ein super-ultra-soft Brexit. Ein Austritt ohne auszutreten. Die Briten brauchen das Gefühl der selbständigen Nähe und der nahen Selbständigkeit.
Welcome Home.

Einigung gar nicht so negativ

Zuerst einmal ein herzliches Danke an Barnier und Ursula von der Leyen, die persönlich den höchsten dt. Familienfeiertag für die Verhandlungen geopfert hat.
Meine größte Sorge gilt "Die EU musste aber ihre ursprüngliche Forderung aufgeben, dass Großbritannien sich auch in Zukunft fortlaufend an von ihr geänderte Standards anpassen muss.", weil trotz gemeinsamer Partnerschaftsrat und sektionsübergreifenden Sanktionsmöglichkeiten britisches Dumping nicht ganz unterbunden werden kann und so GB eine privilegierte Position sogar vor EU-Mitgliedern erzielen kann, also Rosinen-Picken.
Die Zukunft wird es zeigen - sehe nicht so schwarz.

Abwarten und Tee trinken

Details wird man in Kürze erfahren, und dann wird man sehen, ob beide eine „win-win“ oder „lose-lose“ Beziehung eingehen.
Trotz Brexit: das Leben geht weiter, und den „English Breakfast Tee“ wird’s weiterhin geben (wenn nicht, dann eben die „Ostfriesische Teemischung“).

20:49 von Blitzgescheit

«6. No intrusion of any EU-bureaucrat allowed.»

7. Intrusion of any kind of Peppermint Sauce from the UK to Continental Europe strictly prohibited, and any attempt of what so ever kind severely punished.

Dann isset perfectly done.

@ Hummel

Dann wollen wir mal abwarten, ob, in welchem Umfang und wann dem EU- Bürger dieses Vertragswerk zugänglich gemacht wird.
Ich will ja nicht Unken, aber ...

... lesen. Sie müssen es nur lesen. 2000 kurzweilige Seiten werden in kurzer Zeit in vielen, vielen Sprachen im Internetzur Verfügung stehen. Unken war gestern.

Die ausgewiesenen EU-Gegner im Forum...

scheinen sich alles andere als einig zu sein:

>>Am 24. Dezember 2020 um 19:54 von Einfach Unglaublich
Hm, sieht so aus ...
... als ob die EU alles bekommen hat.

UK muss nach Brüssels Pfeife (Standards) tanzen und muss den EU Ländern auch noch den Fisch lassen.

Unabhängigkeit sieht anders aus.<

----------------------

>>Am 24. Dezember 2020 um 20:20 von Sparer
Der
schlaue Fuchs Johnson hat es geschafft, einen Zugang zum Binnenmarkt zu fischen, und gleichzeitig die volle Souveränität GBs wiederherzustellen. Respekt ! Und Neid...<<

Zum Nachdenken!

1:0 für Großbritannien, denn dort wurden 600.000 Menschen geimpft. Von der EU habe ich bis jetzt nur Absichtserklärungen gehört.

Es ist nicht notwendig, ...

... dass alle jetzt 2.000 Seiten Vertrag lesen müssen, alle bereits abgearbeiteten Punkte wurde ja schon verschriftlicht und liegen den Gremien vor.

Unabhängig davon ist eine „Einigung“ nach jahrelangen Verhandlungen - welche vermutlich auch einige Millionen gekostet haben dürften - eine Woche vor dem absoluten Ultimo schon ein Stück weit Veralberung.

@Autograf, 20:42

„... das, was man als möglich versprochen hat, war schon damals klar unmöglich. Die winzige Mehrheit ist Schaumschlägern und Populisten aufgesessen“

„Winzige Mehrheit“ ist für meine Begriffe ein Oxymoron. Meinten Sie „große“?

Die Auffassung, dass heute immer noch irgendwer von irgendjemandem anderes „regiert“ werden „müsste“, statt sich zusammen mit anderen selbst zu kümmern, ist aus meiner Sicht der Grund des Übels (nicht nur im UK!).

@20:53 von Blitzdings

>> "The "Four Freedoms" of the single
>> market are:

Jepp, aber nicht mehr auf dem EU-Markt. -.-

Dieser Abkommen ist Faul!

Die Uk sind nicht mehr verpflichtet Bürger der EU ins Land zu lassen, haben aber volle Zollfreiheit.
Das werden jetzt andere Länder ausnutzen!
Die Schweiz zb. wird die Verträge neu verhandeln.

@ 20:54 von Sisyphos3

Wobei wir nicht vergessen sollten, dass ein Großteil dieser unsinnigen Bürokratie vom UK, dem Mutterland der Bürokratie, der EU eingeimpft wurde. Die britische Regierung hat immer großen Wert darauf gelegt, in EU-Vorschriften ganz genau reinzuschreiben, was andere nicht tun dürfen. Commen sense bleibt der Auslegung durch die britische Regierung überlassen.

@ 21:07 von anders

"Die EU musste aber ihre ursprüngliche Forderung aufgeben, dass Großbritannien sich auch in Zukunft fortlaufend an von ihr geänderte Standards anpassen muss." Das ist nicht wirklich das Problem. Wenn sich UK bei einem Produkt zu weit entfernt, werden eben Zölle auf das Produkt eingeführt. UK hat eben nicht einen bedingungslosen Zugang zum EU-Binnenmarkt erhalten.

GB gehört zu Europa

Wie man diesen „Deal“ zu bewerten hat, wissen wir erst, wenn die Details bekannt sind.
Grundsätzlich aber ist es zu begrüßen, dass der Vertrag zustande kam. Ein totaler Bruch würde zwar die romantisierenden Wünsche der Brexit-Befürworter erfüllen, aber GB gehört mit Geschichte und Kultur zu Europa und aufgrund der wirtsch. Größe auch in die EU.
Nur eines ist klar: eine Rückkehr in die EU ist natürlich möglich, aber sicher nicht mehr zu den Bedingungen des Margret Thatcher-Deals.
In diesem Sinne allen hier ein fröhliches Weihnachtsfest, was auch unter Corona-Bedingungen möglich ist und kommt gut ins neue Jahr 2021, mit neuen Hoffnungen und neuen Problemen.

@ 20:49 von Blitzgescheit

Das ist nicht der Austrittsvertrag - UK ist schon am 31.1.2020 ausgetreten. Das ist der Handelsvertrag, der ab 1.1.2021, also nach der Übergangsfrist vom 1.2.2020 bis zum 31.12.2020, gelten soll. Handelsverträge sind immer so lang, weil man hier letztlich für jedes nennenswerte zwischen den betroffenen Vertragspartnern gehandelte Produkt eine Regelung treffen muss. Vom Fisch bis zum Computer.

21:03 von Blitzgescheit

« - die illegale Schuldenunion, die durch die EZB aufgespannt wird.»

GB hatte nie den Euro, aber seit Anno Dazumal das Pound Sterling als Währung. Länder der EU ohne die Währung "Euro" sind von der Geldpolitik der EZB auf die eigene Währung gar nicht in direkter Linie betroffen.

Neben GB gibt es da so einige, deren Währungen Dänische oder Schwedische oder Tschechische Krone, Forint, Złoty … oder so … sich nennen.

Nicht auf jedem Geldschein in der EU, auf dem "100" draufsteht … ist auch der miese € drin. Ich hatte vermutet, dass Sie das eigentlich schon wussten.

@ 20:33 von Christian1966

Schön, dass Sie diesen Handelsvertrag beurteilen können, bevor ihn außer den Verhandlungspartner irgendeiner gesehen hat. Wollen Sie sich nicht beim Deutschen Wetterdienst bewerben? Die brauche Leute, die gute Vorhersagen machen können, ohne über Daten zu verfügen.

Keine Freizügigkeit!

Kein Deal! Waren die Worte der EU Kommission und jetzt. Wurde die EU wieder Verkauft.

@ 21:16 von Nettie

Die Stimmen für den Brexit waren 51,9% der Wähler (nur 37,4% der Wahlberechtigten). Wenn das bei einer solchen Jahrhundertentscheidung keine winzige Mehrheit ist, dann weiß ich es nicht. Da es nur eine unverbindliche Volksbefragung war (sie ist erst später als Teil der Schaumschlägerei zu etwas verbindlichem hochstilisiert worden), wurde sie von vielen nicht ganz ernst genommen. Sie dann nachhert als verbindlich anzusehen, war eine nachträgliche und daher sittenwidrige Änderung der Geschäftsgrundlage. Eine gewisse Regierung ist schon ganz hilfreich, zuminest in einer Massengesellschaft, die großen Wert auf Wohlstand legt, wie bei uns. Und wie schlecht das sich zusammen mit anderen um ein Problem kümmern klappt, merken wir gerade bei den Querdenkern.

@um 21:02 von fathaland slim

Ich sehe weit und breit keinen Staat, der das möchte.

Es hat sich ja bisher auch kein Mitgliedstaat getraut die Menschen über einen möglichen Austritt zu befragen. Mit Ausnahme Grossbritanniens...

Braucht halt noch etwas bis die politischen Eliten auch anderer Staaten mehr Demokratie wagen.. Aber da das Beispiel GB auf Dauer funktionieren wird ist das nur eine Frage der Zeit.

Wir dürfen sehr gespannt sein.

Nun ja, das wird noch einiges geben.
Da werden andere Drittstaaten kommen , zum Beispiel China, die die gleiche Vorteile wie die UK fordern können. Oder gar noch mehr als größeres Land.

Aber es gibt noch mehr Fragen. Was ist wenn es billigere Reimporte von UK zur EU gibt, oder gar billigere Ware aus der EU von der UK aus exportiert wird.
Export und Importmärkte haben 1000 Löcher.
Wir dürfen gespannt sein.

21:13 von fathaland slim

«Die ausgewiesenen EU-Gegner im Forum...
scheinen sich alles andere als einig zu sein: …»

Einig ist man sich in erklärter Abneigung,
diese Party mit der grauenhaften Musik zu verlassen.

Völlig uneinig ist man sich aber anschließend,
was man stattdessen machen, oder wo man ersatzweise hingehen solle.

So steht man (bildlich) dann lieber statt Party EU seit Juni 2016 bei Wind und Wetter jeder Art unbeweglich-desorientiert vor der Party-Tür.
Und betrinkt sich mit Dosenbier vom Büdchen von ums Eck.

@Am 24. Dezember 2020 um 21:27 von Autograf

Zitat: "Handelsverträge sind immer so lang, weil man hier letztlich für jedes nennenswerte zwischen den betroffenen Vertragspartnern gehandelte Produkt eine Regelung treffen muss. Vom Fisch bis zum Computer."

Echt?

Wie wäre es mit folgender: wenn Johannes aus Essen einen Fisch von Sean aus Schottland und Charles aus Avignon einen Jaguar von Jim in Birmingham kaufen wollen, dann sollen sie dies tun? Ohne dass eine EU vorschreibt, wie ein Fisch oder Jaguar auszusehen und zu welchem Preis er verkauft werden sollte?

What about that?!

Entspricht nicht den Erwartungen

Denke ich,
Das klingt wie eine Notfall und Durchhalteparole.
Wir werden erst im Januar wissen was drinsteht so wie die Parlamentarier in
Den Ländern.
Vielleicht gibt ja UvdL noch eine Erklärung ab.
Wer Johnson traut ist eh verloren!

Unabhängig, ob der Deal nun ein guter oder eher schlechter...

...ist, so hoffe ich doch sehr, daß die Briten es sich doch noch eines Tages nochmal überlegen, wieder zurück
in die EU einzutreten.

---

Denn auch wenn GB eine Insel zu sein scheint, so ist diese
Insel mit ihren Bewohnern doch auch ein Teil von Europa.
-
Und ich glaube an das Europa von heute, auch wenn es manchmal schwerfällig wirkt.
Aber so ist es nunmal, wenn 27 (28 vor Brexit) an einem Tisch sitzen,
um dort Kompromisse für alle auszuhandeln.
-
Und ich lasse mir das auch nicht von ewig gestrigen Nörglern, mies machen.
Die EU ist was Gutes, für uns alle.

@Am 24. Dezember 2020 um 21:25 von Theodor Storm

Zitat: "Nur eines ist klar: eine Rückkehr in die EU ist natürlich möglich, aber sicher nicht mehr zu den Bedingungen des Margret Thatcher-Deals."

Wieso nicht?

Die Verträge zur EWG waren völlig ausreichend und exzellent, um ein gemeinsames Europa zusammenwachsen zu lassen.

Es lebe Europa!

Vive l'Europe!

Long live Europa!

Viva a europa!

Viva Europa!

欧洲万岁!

... so. Mehr Sprachen kann ich auch nicht.

@Tagesschau

Was genau ist denn ab dem 1. Januar anders als vorher, beim Geschäfteverrichten mit GB?
Irgendeinen Sinn sollte der Deal doch haben.

2000 Seiten

Ein Vertrag von 2000 Seiten, da sieht man so richtig, was EU-Bürokratie bedeutet. Und dann die vielen Einzelgesetze, die diesen Vertrag noch umsetzen sollen. Da wird's bestimmt zahlreiche Lücken geben, die Betrüger ausnutzen können, etwa um sich nicht gezahlte Steuern erstatten zu lassen. Oder um Subventionen abzukassieren.

von Keveslegeti 20:54

Träume sind Schäume. Und reaktionäre Träume um so mehr.....

Austreten und nix mehr

einzahlen? Subventionen aus der EU kommen über Unternehmen wie BMW weiterhin nach UK und deren dubiosen Finanzprodukte aus London dürfen weiter EU-weit gehandelt werden? Wenn das so ist kann Brüssel den Laden gleich dicht machen, bzw. so lange wiewir es uns leisten können die Butterbrote von Johnson, Orban, Kazcynsky und bald auch Le Pen in Frankreich zu schmieren. Ich hoffe sehr das geht so nicht durch, sonst haben die Populisten gewonnen.

@um 19:27 von Karl Klammer

Wenn die EU sagt es dürfen nur noch blaue Bananen importiert werden , so müssen wenn die Briten in die EXportieren wollen,
diese zuerst blau anmalen.

Für den EU Markt kann man die auch blau anmalen, kein Problem. Und für den US Markt rot, wenn das nötig ist.

Wichtig ist nur dass die Briten nun selber entscheiden können wie krumm die Banane im eigenen Land sein darf und das nicht mehr vom bürokratischen Moloch in Brüssel diktiert bekommen.

21:16 von Thomas D.

«Unabhängig davon ist eine „Einigung“ nach jahrelangen Verhandlungen - welche vermutlich auch einige Millionen gekostet haben dürften - eine Woche vor dem absoluten Ultimo schon ein Stück weit Veralberung.»

Das ist wie bei Lucky Luke im Comic auf der staubigen Straße von vor dem Saloon bei Duell der Pistoleros:

Wer sich als erster bewegt, wird auch als erster niedergeschossen.
Wer zieht am schnellsten den Colt aus dem Halfter an der Hüfte:

Lucky Luke … oder sein Schatten.
Oder ist Jolly Jumper im Vorteil.
Der zieht nicht ganz so schnell.
Aber dafür mehr überlegt mit mehr Bedacht.

Es ist immer sehr schwierig, ermüdend, und langwierig bis 5 vor 12 mit irgendwem über irgendwas zu verhandeln. Ist der Verhandlungsgegenüber in erster Linie immer darauf bedacht, der tollste Hecht zu sein mit dem schillerndsten Gefieder, den besten Ideen und Argumenten.

Denkt man als Verhandler:
"Lasset bloß nur bald vorbei sein.
Dann musste schreckliche Frisur vom Hecht + Krawatte nicht mehr sehen."

@21:22 von zoro1963

>> haben aber volle Zollfreiheit.

Hätten Sie dafür auch eine Quellenangabe? oO

21:45 von Blitzgescheit

«Die Verträge zur EWG waren völlig ausreichend und exzellent, um ein gemeinsames Europa zusammenwachsen zu lassen.

Es lebe Europa!
Vive l'Europe!
Long live Europa!
Viva a europa!
Viva Europa!

欧洲万岁!»

Sie wollen China in die reanimierte EWG aufgenommen sehen?

Sehr ambitioniert … und ob China das überhaupt wollen würde.

Kulturhistorisch und kulturaktuell ist China ja nicht so sehr europäisch.

@um 21:36 von Autograf

Da es nur eine unverbindliche Volksbefragung war, wurde sie von vielen nicht ganz ernst genommen.

Eine sehr gewagte Aussage wenn man bedenkt, dass die Brexit-Abstimmung mehr Menschen an die Urne geführt hat als die Unterhauswahlen davor und danach...

Was für eine Überraschung

Ich glaube die Politik verarscht nur noch. Was für eine Überraschung. Fünf nach Zwölf gibt es eine Einigung. Man, da hat man aber hart gerungen. Auf den letzten Metern ... Was denkt die Politik eigentlich, wie dumm das Volk ist. War doch klar, vorher konnte man sich nicht einigen. Dann wäre ja eine Seite nicht bis an die Grenze gegangen. Aber jetzt, alles kann aufatmen und alles ist gerettet. Nein, nicht ist gut. Es war ein kostspieliges Affentheater mit unnützer Kraftverschwendung. Die wirklichen Probleme wurden links liegen gelassen. Man hat sich nur auf sein eigenes Ego konzentriert. GB ist nun frei. Frei von was? Die Probleme und die Welt ist gleich geblieben. Aber jetzt geht man seiner eigenen Wege. Aber eben alleine. Na dann viel Spass beim Pfeiffen im Walde. Das soll ja die eigenen Sorgen vertreiben, wenn man sich einsam fühlt.

21:10, schabernack

>>20:49 von Blitzgescheit
«6. No intrusion of any EU-bureaucrat allowed.»

7. Intrusion of any kind of Peppermint Sauce from the UK to Continental Europe strictly prohibited, and any attempt of what so ever kind severely punished.

Dann isset perfectly done.<<

Ich mach mir meine Minzsoße selber. Insofern ist mir Ihr Zusatzartikel zum Brexitabkommen egal.

Wär ja noch schöner, wenn ich meine geliebte Mint Sauce nicht mehr essen dürfte...

@21:13 von fathaland

Na, Hauptsache die ausgewiesenen EU-Fans im Forum sind sich einig darüber, für den der „Deal“ nun gut bzw. besser ist. Die EU-Gegner haben ja eh keine Ahnung von nix.

@21:45 von nie wieder spd

>> Was genau ist denn ab dem 1. Januar
>> anders als vorher

Eigentlich müßte dann sofort Einfuhrumsatzsteuer auf Alles fällig werden. Da aber bisher keiner nichts Genaues über diese 2.000 Seiten weiß, ...? -.-

Außerdem fehlen da noch noch 30(!) Abstimmungen plus Unterschrift. oO

Kapital bleibt mobil, Freizuegigkeit fuer Arbeit begrenzt

Der wesentliche Punkt scheint mir das Umgehen eines der wesentlichen Punkte der EU zu sein. Freiheit des Kapitals hat Freiheit der Arbeit zur Folge. GB hat sich den Zugang zum Binnenmarkt gesichert ohne sich zukuenftig an den Infrastrukturkosten des Selben zu beteiligen und ausserdem kann das Kapital unbegrenzt nach GB auswandern, Steuerdumping, Freihandelszonen, ohne das die Arbeit folgen kann. Zusammen mit den Handverlesenen Immigrationsregeln des UK und den Steueroasen und Schwarzgeldkonten unter UK Jurisdiktion oeffnet das die Tueren fuer Kapitalabfluss und Sozialdumping was zum langsamen Steuerlichen Ausbluten der EU fuehren kann. Der klassischen "beggar my neighbour" politik wird Tuer und Tor geoeffnet.

@Messi - Wichtig ist dass die Briten selber entscheiden können

Ist doch schön, das sie ihre unverkäuflichen Bananen selber essen müssen.

Ebenso wenn die EU zum Schutz der heimischen Whisky Destillerien ,
ein Importsstop ausspricht oder strafbesteuert

21:36, Messi

>>@um 21:02 von fathaland slim
"Ich sehe weit und breit keinen Staat, der das möchte."

Es hat sich ja bisher auch kein Mitgliedstaat getraut die Menschen über einen möglichen Austritt zu befragen. Mit Ausnahme Grossbritanniens...<<

Meinungsumfragen zur EU-Mitgliedschaft gibt es in jedem EU-Land zuhauf.

Und etwas anderes war das angebliche Referendum in GB ja gar nicht. Es war in keiner Weise rechtsverbindlich.

Als Schweizer müssten Sie das eigentlich wissen. Direkte Demokratie geht nun wirklich anders.

@21:45 von zyklop

>> Ein Vertrag von 2000 Seiten, da sieht man
>> so richtig, was EU-Bürokratie bedeutet.

Ich glaube, von den 2.000 Seiten werden mindestens 1.500 von den Briten sein. -.-

Der EU Hass einiger Foristen kennt keine Grenzen

Man weiß überhaupt nicht was im Vertrag steht und sofort wird ein Hass betrieben auf die EU, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Gleichzeitig profitieren diese Foristen die rummeckern schön weiter von der EU und sind sich überhaupt nicht bewusst darüber. Die EU hat absolut richtig agiert und der Brexit wird sich als großes wirtschaftliches Eigentor der Briten herausstellen. Dieser Fakt mag den Befürwortern des Brexits nicht schmecken, aber sie werden es schon noch merken wie Johnson und Farage sie nach Strich und Faden belogen haben.

@Autograf, 21:36

„Die Stimmen für den Brexit waren 51,9% der Wähler (nur 37,4% der Wahlberechtigten). Wenn das bei einer solchen Jahrhundertentscheidung keine winzige Mehrheit ist, dann weiß ich es nicht“

Danke für die Erläuterung. Alles klar, jetzt habe ich verstanden, was Sie gemeint haben.
Unter diesem Aspekt kann man wohl tatsächlich von einer „winzigen Mehrheit“ sprechen.

Druck auf Abgeordnete

Zeitdruck ist der schlechteste Berater.
Und genau den erzeugt man jetzt. Welcher Abgeordnete wird sich da trauen zu sagen, dass man mehr Zeit zum Prüfen benötigt, welche Konsequenzen das in 8 Jahren hat?
Aus dem Grund haben wir Ungarn und Polen in der EU, die locker gegen die Werte handeln dürfen.
Ich wette, es werden in zwei Jahren deutliche Nachteile für die EU zu sehen sein. Doch dann ist es zu spät. Wie immer.
Ja, Frau Merkel hat Recht, es ist ein historisches Ergebnis. Das war auch die Wahl von Trump 2016.
Also schauen wir uns ab, wie man dieses „historische Ergebnis“ unbesonnen durchprügeln wird.

@Messi 18:58

Sie werden noch merken, dass Johnson die Briten für Dumm verkauft hat! Sie rufen hier also von der Schweiz aus dazu auf der EU zu schaden? Seien Sie doch zufrieden, dass Sie in der Schweiz leben und lassen sie die Europäer in Ruhe! Sie werden sehen wie der Austritt Großbritannien extrem schaden wird, aber ich weiß es jetzt schon, zugeben werden Sie dies niemals. Dafür haben Sie keine Courage!

@Am 24. Dezember 2020 um 22:11 von schabernack

Zitat: "Kulturhistorisch und kulturaktuell ist China ja nicht so sehr europäisch."

Ich bewundere Sie für Ihre Beobachtungsgabe und Ihr profundes geschichtliches Wissen.

@21:59 von Messi

>> wie krumm die Banane im eigenen Land
>> sein darf

Ähh:
1.) waren es Gurken
2.) wurde diese Verordnung #1677/88/EWG im Jahre 2009 abgeschafft
3.) war das eine Forderung des Großhandels

Am 24. Dezember 2020 um 21:39 von schabernack

„21:13 von fathaland slim
«Die ausgewiesenen EU-Gegner im Forum...
scheinen sich alles andere als einig zu sein: …»
Einig ist man sich in erklärter Abneigung,
diese Party mit der grauenhaften Musik zu verlassen.
Völlig uneinig ist man sich aber anschließend,
was man stattdessen machen, oder wo man ersatzweise hingehen solle.
So steht man (bildlich) dann lieber statt Party EU seit Juni 2016 bei Wind und Wetter jeder Art unbeweglich-desorientiert vor der Party-Tür.
Und betrinkt sich mit Dosenbier vom Büdchen von ums Eck.“

Ich habe gehört, dass das in Japan einfacher ist,
nennt sich „Fluch des Colonel Sanders“

Irgendwie muss man die Diskussion wieder ein bisschen Richtung Weihnachten lenken.

Meine ich.

@fathaland slim 22:14 re 22:10 schabernack >>20:49 Blitzgescheit

Exakt. Jeder wie er will und kann. Und alle sind zufrieden.

@Sparer 22:15

Und wo machen Sie und andere EU Gegner es besser? Sie sagen der Deal ist schlecht ohne ihn überhaupt zu kennen und loben einen Austritt (Brexit) ohne eine Ahnung zu haben wie sehr diese Entscheidung die Wirtschaft Großbritanniens ruinieren wird.

@22:14 von DFJ

>> Aber jetzt, alles kann aufatmen und alles
>> ist gerettet.

OMG. Da wurde ein 2.000seitiges Papier NUR ausgearbeitet, noch NICHT unterschrieben.

Es fehlen ja NUR noch 30(!) Unterschriften. -.-

{sarkasmus}
Dürfte sowohl bei den Briten als auch in der EU in ganzen 7(!) Tagen ja wohl ein Klacks sein. oO
{/sarkasmus}

20:00 von Sisyphos3

Zitat:"die einzelnen Parlamente einschließlich des Europäischen,wie weit waren die in die Verhandlungen involviert ?
die van der Leyen hat die Verhandlungen geführt
die Volksvertretungen müssen nur noch abnicken,
wenn das für sie Demokratie ist !"

Ja selbstverständlich! Regierungen verhandeln und schließen Verträge, Parlamente ratifizieren sie anschließend (oder auch nicht). Das funktioniert schon, seit der Parlamentarismus erfunden wurde. Ich glaube, Sie sollten nochmal über die Aufgabenverteilung in einer parlamentarischen Demokratie mit Gewaltenteilung nachdenken.

wir brauchen die Briten

macht aus der EU wieder eine EWG und holt die Briten ins Boot, die sind uns viel näher wie der Balkan.

22:30 von Blitzgescheit

Zitat:"@Am 24. Dezember 2020 um 22:11 von schabernack
"Kulturhistorisch und kulturaktuell ist China ja nicht so sehr europäisch."
Sie: Ich bewundere Sie für Ihre Beobachtungsgabe und Ihr profundes geschichtliches Wissen."

Da muss ich Ihnen vorbehaltlos zustimmen. Es gibt nur wenige Foristen, die so intelligent, informiert und sprachmächtig auftreten wie @schabernack. Mein Kompliment!

@21:45 von Blitzgescheit - Wußte bislang garnicht, daß...

...China nun auch ein Teil der EU ist.

---

Wissen Sie da mehr, oder ist das nur ein plumper Versuch gewesen,
wieviele Sprachen Sie für "Es lebe Europa!"
im Google Übersetzer übersetzen haben lassen?
-
Ich meine damit diese Textpassage aus Ihrem Beitrag: 欧洲万岁!

22:15, Sparer

>>@21:13 von fathaland
Na, Hauptsache die ausgewiesenen EU-Fans im Forum sind sich einig darüber, für den der „Deal“ nun gut bzw. besser ist. Die EU-Gegner haben ja eh keine Ahnung von nix.<<

Ich als ausgewiesener EU-Fan weiß überhaupt nicht, für wen dieser Deal nun wie gut ist oder auch nicht. Wie sollte ich auch? Ich kenne ihn ja nur vom Hörensagen.

Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, daß Boris Johnson es auf einen No-Deal ankommen lässt. So weit geht seine Verantwortungslosigkeit nun doch nicht.

Für mich klingt das alles so, als seien die strittigen Punkte erst einmal ausgeklammert worden, aufgehoben für später.

Wohl in der durchaus nicht unbegründeten Hoffnung, daß sie sich dann irgendwann von selbst erübrigen werden. Der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch darüber Gras wachsen lassen.

Kernpunkt ist die

Kernpunkt ist die Vereinbarung zu den Standards, insbesondere zum Wettbewerbsrecht (Beihilferegelungen). Zwischen automatischer Anpassung der EU-Standards im UK (EU-Position) und grundlegender Freiheit von EU-Standards als Ausdruck der neugewonnenen Souveraenitaet als britische Position gibt es nunmehr ein Gebot an die Briten, EU-Standards nicht zu "unterlaufen", was durch ein beidseitig bestuecktes Schiedsgerichtsgremium ueberwacht wird, mit wiederum weitgehenden Sanktionsmoeglichkeiten fuer beide Seiten. Das birgt je nach Handhabung des Deals nicht unbedeutendes Konfliktpotential. Insoweit hat das Abkommen etwas Dilatorisches. Man wird sehen.

Der Durchbruch ist da, liebe saschamaus

@ saschamaus75:
Es fehlen ja NUR noch 30(!) Unterschriften. -.-

Na und? Die Einigung ist da, der Kompromiss ist auf die Beine gestellt. Und mit diesem Paradigma müssen ab heute auch die Miesmacher leben.

Drum ist die Banane krumm

@ Messi:
... wie krumm die Banane im eigenen Land sein darf

Sie bringen es durcheinander. Die EU hat mal über eine Gurkenverordnung diskutiert. Die international viel beachtete Normungs-Richtlinie zum Krümmungsradius von Bananen gab es nur in der Schweiz.

@ um 22:17 von saschamaus75

Man könnte ja auch meinen, dass die nationalen Fachkräfte, die nun 2000 Seiten in 7 Tagen nachlesen und verstehen können und auch über entsprechendes Hintergrundwissen dazu verfügen, diesen Vertrag innerhalb weniger Wochen hätten aushandeln können, der 4 jährige Zirkus darum also völlig überflüssig war und aus nicht nachvollziehbaren Gründen veranstaltet wurde.
Zumal die Regelungen für die Finanzgeschäfte schon vor 3,5 Jahren in Frankfurt getroffen worden sind.
Da hatten sich die englischen und resteuropäschischen Banker mit den EU - Chefs getroffen und hinter verschlossenen Türen im Geheimen verhandelt.

Egal woher

Magfrad @Messi 18:58 Sie rufen hier also von der Schweiz aus dazu auf der EU zu schaden?

Ich habe aufgehört daran zu glauben, wo Foristen angeblich wohnen.

Schlecht recherchiert und kommentiert

In dem Artikel der Tagesschau steht viel über Fisch, der nun wirklich total irrelevant ist. Zollfreiheit. Die bei Industriegütern ohnehin die Regel darstellt.
Aber die EU hat sich offenbar davon verabschiedet, dass offene Rechtsfragen durch den EuGH abschließend beschieden werden.
Steuerdumping kann nur in einem (!) bilateralen Prozess sanktioniert werden.
Die EU hat für weitgehend irrelevante Zollvorteile ein katastrophales präjudiz für alle EU-Austrittswilligrn gesetzt. Das ist der Anfang vom Ende der EU.

22:24, christerix

>>Aus dem Grund haben wir Ungarn und Polen in der EU, die locker gegen die Werte handeln dürfen.<<

Sie dürfen es eigentlich nicht, denn sie haben sich, als sie diesem Verein beigetreten sind, schriftlich verpflichtet, es nicht zu tun.

Sie tun es aber einfach und drehen dem Vereinsvorstand eine lange Nase. Sie sind auf der sicheren Seite, weil es für Beschlüsse, bei denen es wirklich ans Eingemachte geht, der Einstimmigkeit der nationalen Regierungen im Europarat, dem mächtigsten Gremium der EU, bedarf.

Ein einziges Land kann also jeden solcher Beschlüsse verhindern.

@ Sisyphos3

... und dann unterstellt man mir hier "Miesmachen"
weil ich ... dass der Moloch Brüssel alles an sich zieht, ...

Sorry, wenn ich Miesmachen auch weiterhin Miesmachen nenne.

22:30 von Blitzgescheit / @schabernack

«Ich bewundere Sie für Ihre Beobachtungsgabe und Ihr profundes geschichtliches Wissen.»

Ja das isses schon toll … was ich so alles weiß und kann.
Wusste ich ja auch, dass GB gar nicht den Euro als Währung hat.
Ohne abzugucken beim Sitznachbarn.

22:38, Nettie

>>@fathaland slim 22:14 re 22:10 schabernack >>20:49 Blitzgescheit
Exakt. Jeder wie er will und kann. Und alle sind zufrieden.<<

Und wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht...

Angenehme Festtage!

22:24 von Nettie

Die Stimmen für den Brexit waren 51,9% der Wähler (nur 37,4% der Wahlberechtigten).
.
wissen sie wie die übrigen Wahlberechtigten, die nicht zur Wahl gingen, abgestimmt hätten - hätten sie denn ?
Womöglich hätten die ausnahmslos auch für den Brexit gestimmt
weiß man´s ?

Großer Showdown für Boris

Ich glaube ja, dass die Geschichte Anfang Dezember schon längst unter Dach und Fach war, man aber jetzt vor Heilig Abend nochmal den großen Showdown von Boris für das britische Volk inszenieren musste. Hart verhandelt, superknapp und blabla.
"Ok, Boris, weil du's bist" wird Ursula von der Leyen etwas genervt gesagt haben.

22:50 von Peter Meffert

Parlamente ratifizieren sie anschließend (oder auch nicht).
.
sie meinen so wie der Bundespräsident ein Gesetz unterschreibt
"reine Formsache" ?
und sie schreiben es ja deutlich "oder auch nicht"
dazu sollte man aber als Parlament schon wissen, was drin steht für, was man seine Stimme abgibt
ob da jetzt 5 ... 6 Tage reichen zwischen den Feiertagen ??

Taktik

Das ganze war eine geniale Glanzleistung an politischem Taktieren.
Könnte man alles auch einfacher haben,wäre dann aber nicht so spektakulär.
Einfacher auch nur dann,wenn die ganzen Spielverderber nicht immer wären.

22:56 von fathaland slim

ZItat:"Der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, wird auch darüber Gras wachsen lassen."

Darauf einen Dujardin! Frohe Weihnachten!

22:35 von Werner Krausss / @schabernsck

«Ich habe gehört, dass das in Japan einfacher ist,
nennt sich „Fluch des Colonel Sanders“.»

War mir bisher unbekannt, diese Story vom Colonel Sanders, den man vor 35 Jahren dem Kentucky Fried Chicken raubte, und im Fluss versenkte. Aber nun isser ja wieder da … und alles wird gut. KFC hat den Colonel ja sogar den Baseball-Bekloppten aus Osaka geschenkt.

Obwohl es in Japan gar kein eigentliches Weihnachten gibt.
Aber auch kein Einprügeln auf die EU aus beliebigem Grund.

23:20 von Sisyphos3

ZItat:"sie meinen so wie der Bundespräsident ein Gesetz unterschreibt "reine Formsache" ?"

Sie wissen genau, dass es auch Gesetze gab, die der Bundespräsident nicht unterschrieben hat. Kommt zwar nicht oft vor, gibt's aber. Und der Handelsvertrag wird nur provisorisch am 1.1.21 in Kraft gesetzt. Wenn die Parlamente ihn nicht ratifizieren, fängt wieder alles bei Null an oder es gibt doch den harten Brexit. Der Ratifikationsprozess findet mit Sicherheit nicht mehr in diesem Jahr statt. Stand auch zu lesen im Artikel.

@ Sisyphos3 - Politik ist auch eine Geduldsfrage

ob da jetzt 5 ... 6 Tage reichen zwischen den Feiertagen ??

Die Einigung ist ja da, jetzt kommt's auf ein paar Tage auch nicht mehr an. Wenn der Vertrag erst Anfang Januar ratifiziert wird, bricht die Welt auch nicht zusammen.

22:53 von Peter Meffert

«Es gibt nur wenige Foristen, die so intelligent, informiert und sprachmächtig auftreten wie @schabernack. Mein Kompliment!»

Dies ist nun aber ein ganz besonders schönes Geschenk zu später Stunde an Heilig Abend, das ich gar nicht erwartet hatte. Was aber unerwartet in um so schönerer Verpackung unter dem Baum liegt.

Vielen Dank dafür … und Ihnen alles Gute !

Zu Weihnachten...

...kann man das schnell machen. Die vom Corona-Virus ermüdete Bevölkerung sucht endlich Ruhe im Kreis der Familie, alle Sorgen der Welt scheinen für einen Abend vergessen und die Kompromisse gegenüber den Briten sind gnädig. Es wird der EU mehr schaden als nützen. Nur eine Frage der Zeit, bis unsere Beitrittskandidaten davon Wind bekommen, dass man der EU einfach jahrelang immer wieder die Versprechen ausschlagen muss, um dann den kleinsten gemeinsamen Nenner nochmal zu halbieren. Klappt alles, wäre es ein Wunder. Tut es aber nicht. Wer ist schuld? Die Deutschen. Rein schon aus historischer Sicht. Das mag manchmal stimmen, aber wird stets die populistische Stimmungsmache sein, die dem Geldgeber der EU zukommt. Traurig, dass Deutschland und die EU das mit sich machen lassen.

22:52, Heiner1956

>>macht aus der EU wieder eine EWG<<

Diese Forderung ist nicht konservativ, sie ist erzreaktionär. Eine Jahrzehnte andauernde kontinuierliche Entwicklung, die von Anfang an als genau solche geplant war, auf einen willkürlich festgelegten Punkt in der Vergangenheit zurückzudrehen, den man dann im Rückblick zum wünschenswerten Endpunkt erklärt, das ist komplett ahistorisch gedacht. Die Welt hat sich weitergedreht, die guten alten Zeiten kehren nie wieder, das ist eine Binsenweisheit. Es gab sie ja auch nie.

Man muss sich schon den Herausforderungen der Zeit stellen, eine Flucht in die Vergangenheit scheitert immer.

20:18 von schabernack

ich weiß um das Verhältnis zwischen Verwaltung und Bevölkerung
ebenso wie gering es bei der EU ist
es ging mir auch nicht darum beim Begriff "Moloch" sondern um die Wut der Administration in Brüssel nebst des Parlaments alles in Vorschriften zu fassen

ansonsten ein schönes Fest - dem Rest natürlich auch

Romeo and Juliet

Eine klassische Tragödie, definitiv ohne Happy End - für beide Seiten...

Von der Leyen wird garantiert ein solches Zitat nicht ohne Hintergedanken gebracht haben.

Und damit meint sie sicher nicht die Scheidung oder den Weg dorthin.

Es ist ein Kompromiss und etwas, dass bei keiner Seite Freudentränen auslösen kann.

Aber immerhin besser als etwas komplett Ungeregeltes und Unkalkulierbares.

Ich denke deswegen nicht, dass beide Seiten am Ende tot und nur in Tod und Liebe vereint sein werden.

Das Spiel wird weiter gehen - zu Lasten aller Beteiligten.

Doch gibt es wirklich Alternativen?

Es ist nicht überraschend gekommen, wie es kommen musste.

22:14 von fathaland slim / @schabernack

«Ich mach mir meine Minzsoße selber. Insofern ist mir Ihr Zusatzartikel zum Brexitabkommen egal.

Wär ja noch schöner, wenn ich meine geliebte Mint Sauce nicht mehr essen dürfte...»

Es gibt also tatsächlich wen in Continental Europe, der diese Art von Sauces gerne essen mag. Sapperlot … doch nicht nur ein Phantom.

Ich ziehe daher meinen Zusatzartikel selbstredend zurück. Ist ja noch nix ratifiziert. Und essen muss ich die ja auch weiterhin nicht.

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