Ihre Meinung zu: Koalition legt Streit um Gesetz für Schlachthöfe bei

27. November 2020 - 15:31 Uhr

Nach den massenhaften Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen sollte schnell ein Gesetz gegen Ausbeutung in der Fleischbranche her. Doch dann lag es lange auf Eis, weil SPD und Union sich nicht einigen konnten - bis jetzt.

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Kommentare

Koalition legt Streit um Gesetz für Schlachthöfe bei...

Ja, daß wird stimmen, der Streit in der Koalition ist beigelegt. Und den großen Clemens werden die neuen Regelungen nicht anfechten. Werkverträge bleiben begrenzt möglich, gelten nur für das Schlachten und zerlegen, nicht für die Nebentätigkeiten. Und man wird sehen wie viele Ausgründungen es jetzt geben wird (Sub bis 49 Beschäftigte). Dann greifen die Regelungen nämlich nicht.
Außerdem gibt es nichts zu den Wohnverhältnissen der osteuropäischen Arbeiter ( Corona-Hygieneregeln).

So geht Politik.

Werkverträge in der Fleischindustrie ab Januar verboten werden. Das Verbot von Leiharbeit folge ab April.

Dan wir hoffentlich der größte Arbeitgeber von Werk und Leiharbeit, die öffentlich Arbeitgeber, das auch berücksichtigen.

Na endlich... das wurde auch Zeit - dritter Schritt vollständige

Na endlich....das wurde auch Zeit.

Der monatelange Streit in der Großen Koalition um ein Gesetz gegen Ausbeutung in der Fleischindustrie ist beigelegt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sprach von einem "großen Schritt" und zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Gesetz "ordentliche Arbeitsverhältnisse" geschaffen werden könnten.

Demnach sollen Werkverträge in der Fleischindustrie ab Januar verboten werden. Das Verbot von Leiharbeit folge ab April. Vollständig verboten wird sie aber nur beim Schlachten und Zerlegen.

Endlich kommen Verschärfungen auf den Schlachthöfen. Das war überfällig. Und der dritte Schritt danach muss das vollständige Verbot solcher Werkverträge auf Schlachthöfen sein und auch in anderen Branchen.

Das hier muss als dritter Schritt kommen

Das hier muss als dritter Schritt kommen:

https://www.tagesschau.de/inland/fleischbranche-groko-105.html

Linken-Politikerin Jutta Krellmann kritisierte, die Union habe in das neue Gesetz ein "Schlupfloch" hinein verhandelt und das ursprünglich geplante, vollständige Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit verhindert. "Es ist nun an Gewerkschaften und Betriebsräten, sich gegen prekäre Beschäftigung zu stemmen."

Und das nicht nur in der Fleischbranche, sondern auch in anderen Branchen. Werkverträge und Leiharbeit müssen verboten werden. Sowas ist Ausbeutung.

Ein Schritt

Ein Schritt in die richtige Richtung.
Aber im nächsten Schritt sollte man sich am Bauhandwerk orientieren, Mindestlohn 1 für Bauhelfer beträgt 11,75 €, Mindestlohn 2, Mitarbeiter der mindestens eine Teilleistung eines Berufsbildes erbringt 14,95 €.

Am 27. November 2020 um 15:56 von Demokratieschue...

Zitat: Und das nicht nur in der Fleischbranche, sondern auch in anderen Branchen. Werkverträge und Leiharbeit müssen verboten werden.

Kann es sein, dass Sie nicht so genau wissen, was überhaupt Werkverträge sind?

Muss ich mein Auto dann zukünftig selbst reparieren?

Zitat: Sowas ist Ausbeutung.

Manchmal fühle ich mich eher von meiner Kfz-Werkstatt ausgebeutet als umgekehrt.

Schlupfloch

Ja, ja,
eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr
als ein CDU Politiker in ein soziales Engagement.

Zu kurz gegriffen

Da beschließt die BuTag eine Lex Schlachthöfe - und andere Missstände? Auf Baustellen, bei Paketdiensten usw? Das wird wieder jahrzehnte ausgesessen wie bei Tönnies?
---
Da darf das Beispiel vom DHL-Zentrum in Wendlingen (LKR Esslingen) nicht fehlen, wo hunderte Flüchtlingen kruppen, für max 1€/h. Mit so wenig Schutz, dass sich gleich mal fast 100 infizieren? Ja, ich weiss, die DHL knabbert wg C gerade am Hungertuch, der Paketdienst ist ja ach so defizitärer? Genauso agitieren die AG gerne mal, selbst wenn die warme braune Masse buchstäblich den Berg hochläuft. Aber die Leute ausbeuten (dürfen)? Solche Überlassungsverträge sind Sklavenhaltung und mit dieser Kosmetik wird das auch nicht besser. Wer dynamisch AN braucht, muss denen MEHR als dem regulären bezahlen - so ist's in Frankreich geregelt. Deutlich besser für den soz. Frieden.

Zitat: Sowas ist Ausbeutung.

Jaja, davon hat der Marx, Karl schon geschrieben. ...Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen im Kapitalismus... (vgl. Marx-Engels-Gesamtausgabe).

Ich warte auf den Tag, an dem der Staat das Verbieten von Verboten als Gesetz dem Souverän präsentiert.

Und Leute - das Fleisch und die Wurst wird damit nicht billiger - wer partizipiert davon: Der Staat - weil damit mehr Umsatzsteuer eingenommen wird. Aber wir wollen uns doch ob der hervorragenden (...klugen und weitsichtigen...) Politik nicht grämen, gell.

Endlich mal ein Anfang

Ich habe den Eindruck dass Herr Heil der einzige in der Regierung ist der sich noch um den Sozialstaat kümmert.

was wir Bürger uns merken müssen ...

was wir Bürger uns merken müssen ist, wer diejenigen sind, die solch Mängel durchlassen.

Wie auch beim Düngen und bei gesundheitlich bedenklichen Lebensmitteln sind es immer die gleichen, die Fortschritte blockieren und den Lobbyisten der Industrie nachgeben:

die CDU mit Klöckner und bei uns in BW mit Hauck.

Also, nächstes Mal keine CDU mehr wählen.

Ich habe den Eindruck dass Herr Heil ...

Advocatus Diabo@
Nein.

Herr Heil versucht nur den Schaden den sein SPD Bundenskanzler Schröder mit dem grünen Fischer durch 2010 angerichtet und verschuldet hat zu minimieren.

höheren Mindestlohn ?

hesta15 @
Das ist nicht die richtige Entscheidung.
Geringere Abgaben von Stueren, Gebühren und sozialversicherungen sind meien persönlichen Meinung nach notwendig.

Höhrer Preis gerade für Dienstleistungen im Mindestlohnbranchen treffen als Folge besonders die Mindestlöhner bei Ihren Kosten.

@ Demokratieschue... übers Ziel hinaus

Werkverträge und Leiharbeit müssen verboten werden. Sowas ist Ausbeutung.

Werkverträge kann man nicht pauschal verbieten und sie haben auch nicht unbedingt etwas mit Ausbeutung zu tun. Wenn ich einen Handwerker beauftrage, meine Heizung zu reparieren, dann kommt ein Werkvertrag zustande.

@ werner1955 - oft wiederholt und dann wird's vielleicht richtig

... den Schaden den sein SPD Bundenskanzler Schröder mit dem grünen Fischer durch 2010 angerichtet und verschuldet hat zu minimieren.

Die Gebetsmühle kann ich eigentlich langsam nicht mehr hören.

Der Fleischpreis....

wird bewusst von der Politik und der Wirtschaft niedrig gehalten, würde er in einer Vollkostenrechnung erhoben wäre das Fleisch wie zu früheren Zeiten Teuer und wäre nur ein bis zweimal in der Woche auf dem Speiseplan der Bürger.
Vollkosten meint die gesamte Summe aller Kosten, die Schäden an der Umwelt, der Preis der Aufzucht, die Flächennutzung die für andere Kulturpflanzen genutzt werden könnte, die Entlohnung der Arbeit der Bauern, das Schlachten, verarbeiten, transportieren und die Verwertung der Schlachtreste....
Der Eiweiß import aus den Ländern des Südens führt zu Nitartproblemen, zu Methanausscheidung und zur Massentierhaltung die weder Umweltverträglich noch dem Tierwohl entspricht.
Das ein Landwirt 0,50€ je Kg Schweinefleisch bekommt ist ein Skandal, das ganze System Fleisch, Milch, Ei und Getreide gehört auf den Prüfstand, die Verbraucher würden sich wundern was "Faire" Nahrungsmittel kosten würden.
Mit den Billiglöhnen wäre der Konsum kaum noch zu bewerkstelligen.

Das ist ...

... mal ein Anfang. Die „Grillsaison“ ist natürlich ein trauriger Witz. Übrigens kann man anhand der Angaben auf den Packungen die Lieferanten verfolgen und dann merkt man, dass sich hinter „Aldi-Bio-Fleisch“ ect. auch Tönnies verbirgt. Also: Wenn man noch kein absoluter Vegetarier werden kann, genau hinsehen. Der Verbraucher (zumindest der finanziell besser gestellte) kann mithelfen.

Subunternehmer

16:10 von falsa demonstratio
Zitat"Muss ich mein Auto dann zukünftig selbst reparieren?
Zitat: Sowas ist Ausbeutung.
Manchmal fühle ich mich eher von meiner Kfz-Werkstatt ausgebeutet als umgekehrt."Zitat Ende
Sie verwechseln hier so einiges.Diese Schlachter aus Rumänien mögen zwar ein Schlachter Gewerbe auf dem Amt angemeldet haben,aber er ist abhängig von der Firma Tönnies von den er seine Aufträge Werksvertrag bekommt.
Er ist kein freier Unternehmer der von anderen Kunden Aufträge bekommt,und sich wie Ihr Kfz. Meister Aufträge und Kunden selber aussuchen kann.Im Gegenteil sollte er noch bei einem anderen Kunden schlachten Schlachten,wird er von Tönnies keine Aufträge mehr bekommen, denn Tönnies braucht seine Zeit für Ihre Gewinne. Das steht allerdings nicht im Werksvertrag. Auch steht dort nichts über die Unterkunft aus der er sofort fliegen würde, falls er für die Konkurrenz Autos repariert, äh schlachtet.
Dieses ganze Konstrukt(Werkvertrag) verschleiert strafb. Subunternehmertum

@ubuntu77 17:30

Ach Sie haben so Recht! Wenn „arbeitsloses Einkommen“ nicht so bevorteilt wäre, wenn die Grundexistenzbedürfnisse rund um‘s Wohnen für viele Arbeitnehmer nicht so viel vom Einkommen auffressen würden, dann könnten Nahrungsmittel endlich fair bezahlt werden.
Eine wichtige Initiative ist „Du bist hier der Chef“, die hat zum Ziel das „Kämpfen für gerechte Preise“. Jedes Mitglied hilft.

verschleiert strafb. Subunternehmertum.

Theo Hundert.neu @
Sehr gut und richtig dargestellt.

Und diese Verschleierung von strafb. Subunternehmertum gibt es in fast allen niedriglohn Segmenten unserer Wirtschaft.

Von der Baufirma beim BER oder S21, der Putzfraum im Landtag oder Schule bis zu den Sicherheitskontrollen am Flughafen.

Leider schauen Politiker und auch Teile der Medien da nicht so gern hin.

Tönnies muss in Dänemark anders agieren

In einem gnadenlosen Wettkampf um immer niedrigere Kosten vor allem bei den Löhnen hat Dänemarks Fleischindustrie laut der Gewerkschaft in den letzten 15 bis 20 Jahren rund 4000 bis 5000 Arbeitsplätze an Deutschland verloren. „Die Deutschen haben uns sozusagen auskonkurriert: Sie haben die Kosten so weit gesenkt, unter anderem beim Lohn, dass wir nicht mithalten konnten.“
Denn die Fleischindustrie in Dänemark sei sozial ausgewogener. Die Stundenlöhne von 25 Euro gehören zu den höchsten in Europa. „Wir haben Tarifverträge in der gesamten Schweinefleischindustrie, an der sich fast 100 Prozent der Firmen orientieren. Schwarzarbeit, Scheinselbstständigkeit mit Werkverträgen und Subunternehmen in Osteuropa gibt es in Dänemark so gut wie nicht. Entsprechende Regeln würden streng kontrolliert. Es geht etwa nicht in Dänemark, dass man als direkt bei der dänischen Fleischfirma angestellter Arbeitnehmer verpflichtet ist, in irgendeiner Baracke zu wohnen mit vielen anderen und dann dafür auch no

Fortsetzung 18:16 schneegans

... auch noch Lohnabzüge in Kauf nehmen zu müssen.

Am 27. November 2020 um 17:52 von Theo Hundert.neu

Zitat: Sie verwechseln hier so einiges.Diese Schlachter aus Rumänien mögen zwar ein Schlachter Gewerbe auf dem Amt angemeldet haben,aber er ist abhängig von der Firma Tönnies von den er seine Aufträge Werksvertrag bekommt.

Ich verwechsele nichts.

Die Foristin, auf die ich mich bezogen habe, will einfach einmal so Werkverträge verbieten.

Im Gegensatz zu dem, was Sie schreiben, ist das aber vollkommener undifferenzierter Quatsch.

17:12 von werner1955

"Herr Heil versucht nur den Schaden den sein SPD Bundenskanzler Schröder mit dem grünen Fischer durch 2010 angerichtet und verschuldet hat zu minimieren"
Da gebe ich Ihnen absolut Recht, immerhin ist er persönlich nicht dafür verantwortlich wenn auch die SPD insgesamt noch ewig darunter leiden muss.
Aber von der CDU kommt ausser Blockaden gar nichts und trotzdem sind deren umfragewerte hoch.

Wie ist das

mit der Gleichbehandlung in Deutschland ?.
" Demnach sollen Werkverträge in der Fleischindustrie ab Januar verboten werden. Das Verbot von Leiharbeit folge ab April. Vollständig verboten wird sie aber nur beim Schlachten und Zerlegen. "

Sollte dann auch für alle anderen Branchen gelten, besonders für die Großen, wie VW oder Siemens und was wir noch so haben.
Nur beim Schlachten und zerlegen ist zu wenig.

@ um 18:27 von Advocatus

Selbstverständlich ist auch Herr Heil für die asoziale Politik der SPD verantwortlich!
Immerhin ist er seit 1998 MdB.
Die asoziale Politik der SPD ist nicht nur Schröder, Steinmeier, Müntefering usw und deren direkten Kumpanen zuzuschreiben. Die haben sich das zwar ausgedacht, aber zugestimmt haben auch die Bundestagsabgeordneten der SPD.

Politiker zu früh gefreut

Die Bemerkung von Frau Katja Mast ist vorgegriffen. Ich sehe so einige Möglichkeiten das zu umgehen. Natürlich wird sich die Fleischindustrie dafür umorganisieren müssen, aber das absehbare Resultat wird keine Verbesserung bringen.

Wenn zum Beispiel dann die Berufe per Vertrag den Verkauf als zusätzliche Aufgabe definieren werden alle zu Verkäufern. Die müssen dann irgendwie der Aufgabe nachgehen was man durch Pseudoverkäufe erreichen kann. Als Nebeneffekt kann man sehr gut den Umsatz steigern, da mehr abgerechnet wird obwohl es nur Firmenintern verschoben wird (beliebte Praxis der letzten Jahre).

Argumentativ wird dann sicherlich auf den klassischen Metzger verwiesen, der ja seine Ware auch selbst verkauft hat.

Also Zeit gekauft. Erst in 5 bis 10 Jahren wird dieses Modell durchschaut und bewiesen. Bis dahin kann man noch sehr schön an der Börse verdienen.

Die zahnlose Politik nervt und wer baut mal wieder die Löcher ins Gesetz? Es ist komischerweise meistens dieselbe Partei.

Schon lange vor Corona...

...konnte man wissen, dass diese Branche dringend an die Leine genommen werden muss. Aber besser jetzt und vor diesem Hintergrund als gar nicht.
Schräg finde ich allerdings, dass je nach Tageszeit, Lufttemperatur, Pegelstand der Elbe oder aus welchem Grund auch immer Corona mal ein Grund sein darf, altbekannte Probleme anzugehen, so wie bei der Fleischbranche, oder eben auch nicht - siehe das wieder einmal gescheiterte Verbot des Silvester-Humbugs.
Da bin ich manchmal echt überfordert.

@16:10 von falsa demonstratio

//Manchmal fühle ich mich eher von meiner Kfz-Werkstatt ausgebeutet als umgekehrt.//

Vermutlich nicht nur ein Gefühl.

@17:06 von kurtimwald

//Also, nächstes Mal keine CDU mehr wählen.//

Darf ich hinzufügen: und nichts rechts von der CDU. Dort gibt es nämlich keine Alternative. Was man durchaus bedauern kann.

17:12 von werner1955

//"Ich habe den Eindruck dass Herr Heil ..."
Advocatus Diabo@

Nein.
Herr Heil versucht nur den Schaden den sein SPD Bundenskanzler Schröder mit dem grünen Fischer durch 2010 angerichtet und verschuldet hat zu minimieren.//

Ist das etwa nichts? Ich halte Herrn Heil für eine ehrliche, redliche Haut. Von allen Genossen würde ich das nicht sagen.

@19:58 von Tinkotis

//Schon lange vor Corona...
...konnte man wissen, dass diese Branche dringend an die Leine genommen werden muss. Aber besser jetzt und vor diesem Hintergrund als gar nicht.//

Stimmt. Aber was man nicht kontrolliert, kann man nicht beanstanden. Deshalb fallen vermutlich auch die Kontrollen aus, die die Umsetzung der neuen Vorgaben sicherstellen.
Das gehört zu den Dingen, die mich immer ärgern: Man hat Zeit zu kontrollieren, ob das kleine Café nebenan, die Corona-Vorschriften einhält und dann kontrolliert man noch einmal, ob die auch wirklich geschlossen haben, aber man schert sich nicht darum, ob Arbeitsverträge und andere Vorschriften eingehalten werden.

Hauptsache in den Unterkünften wird was gg. Corona gemacht

Ist auf jeden Fall schon mal richtig, dass Werksverträge zur Verschleierungen v. ansonsten Verbotenem, hier ein Riegel vorgeschoben soll.

Aber ...

Es darf derzeit nur gehofft werden, dass in Corona-Zeiten - nicht nur die Fleischindustrie - den Arbeiterinnen/er Werkswohnungen zur Verfügung stellt, die klar stellen, dass Infektionen m. Corona möglichst nicht möglich sind.

Was noch nicht bekannt wurde ...

Insb. muss im Fokus stehen, wenn sich die Angestellten (hier z.B. in der Fleischindustrie) mit Corona infiziert haben, dass dann tatsächlich auch eine - völlig gesicherte - Absonderung mittels Quarantäne u. Vollversorgung stattfinden kann. Hierzu wären dann die Werkswohnungen entsprechend auszugestalten, u./o. entsprechende Maßnahmen sind seitens der Unternehmensführung einzuleiten.

Wo ist das Alles im Gesetz geregelt ?

redliche Haut?

Anna-Elisabeth @
Ich kann mich nicht daran erinnern das die "redliche Haut" gegen die Agena argumentiert oder gestimmt hat.

Gute Gelegenheit für einen Neustart auch in anderen Bereichen

„Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) begrüßte die Einigung. "Das Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit ist ein Meilenstein und macht den Weg frei für einen echten Neustart in der Fleischbranche"“

Der war auch überfällig. Weil diese Subunternehmen - genauso übrigens wie ihre Auftraggeber in der Fleischindustrie (damit sind die sogenannten „Fleischbarone“ gemeint, nicht die kleinen etablierten Handwerksbetriebe, bei denen der verantwortungsvolle, d.h. respektvolle und pflegliche Umgang mit ihren „Produktionsmitteln“ von ihre Mitarbeitern über ihre Tiere bis hin zu den natürlichen Ressourcen, z.B. bei der Bodennutzung, zum Berufsethos gehört nur eine einzige Art von Regeln anerkennen: die des „Marktes“.

Dabei ginge es (und geht es, wie viele Praxisbeispiele aus vielen Betrieben im In- und Ausland beweisen) durchaus anders; mehr dazu u.v.a. hier: tagesschau.de/inland/ethikrat-nutztiere-101.html. Deshalb wäre ein echter auch in puncto Tierwohl mehr als nur „sinnvoll“.

20:19 von Anna-Elisabeth

er hat als spd funktionär eher ein dickes fell bewiesen, als eine ehrliche haut zusein

21:10 von werner1955

«Ich kann mich nicht daran erinnern das die "redliche Haut" [H. Heil] gegen die Agena argumentiert oder gestimmt hat.»

Und da isser nun für auf ewig zum Schurke-Sein verdammt.
Weil er vor fast 20 Jahren nicht rebelliert hat gegen die Agenda.
Die von allen (!) damals im Bundestag vertretenen Parteien voran getrieben wurde. Sonst hätte die Gesetzgebung im Bunderat gar keine Mehrheit erhalten.

Herr Heil war im Jahr 2000 seit 2 Jahren im BT, und 28 Jahre alt. Und nun bleibt er für immer gleich wie um 2000 rum, bis er irgendwann nicht mehr Politiker ist. Dazu lernen mit der Zeit aus Erkenntnissen, was damals schlecht gemacht war … das geht ja gar nicht.

Niemand hat mehr was gelernt, seit wer mit 28 Jahren schon immer alles bestens für die Ewigkeit wusste. Kennt man ja auch aus dem eigenen Leben + dem von Freunden.

Resozialisierte Mörder können auf mehr Verständnis in Änderung von Meinung + Verhalten rechnen. Als de Agenda-Verbrecher von der SPD.
Die haben Brandzeichen auf der Stirn.

21:10 von werner1955

ZIat:"Ich kann mich nicht daran erinnern das die "redliche Haut" gegen die Agena argumentiert oder gestimmt hat."

Auch wenn manches der Agenda 2010 falsch gelaufen ist und heute dringend geändert werden müsste: damals war sie nötig. Deutschland wurde als der "kranke Mann Europas" bezeichnet. Bezeichnend auch, dass die schlimmsten Auswüchse gar nicht von Schröder stammten, sondern über den Bundesrat von CDU und FDP hinzugefügt wurden. Interessiert aber keinen mehr, weil man dann nicht so schön auf die SPD eindreschen könnte. Fr.Merkel hat wirtschaftlich von der Agenda 2010 profitiert und man kann von Schröder halten, was man will, aber er wusste, dass er sich mit der Agenda sein eigenes politisches Grab schaufelt und hat sie trotzdem durchgezogen, weil er sie für nötig hielt. Findet man bei heutigen Politikern eher selten.

21:37 von schabernack

Zitat:"Resozialisierte Mörder können auf mehr Verständnis in Änderung von Meinung + Verhalten rechnen. Als de Agenda-Verbrecher von der SPD.
Die haben Brandzeichen auf der Stirn."

Treffender Kommentar! So ist es leider.

kranke Mann Europas?

Peter Meffert @
Und heute?
Ist Deutschland Gesund und die Arbeitnehmer den Aktionären ausgeliefert?

trotzdem durchgezogen, weil er sie für nötig hielt?@
Das hatten wir auch schon mal in unserem Land.

22:12 von werner1955

Zitat:"trotzdem durchgezogen, weil er sie für nötig hielt?@
Das hatten wir auch schon mal in unserem Land."

So. Wann denn?

Am 27. November 2020 um 21:37 von Wilhelm Schwebe

„20:19 von Anna-Elisabeth
er hat als spd funktionär eher ein dickes fell bewiesen, als eine ehrliche haut zusein“

Nicht schlecht, der Anfang.

Er hat als Dicker bewiesen, dass man auch als SPD Funktionär ehrlich sein kann. Der Nachwuchs wird ihn wohl bald vom Sockel
ge-haut haben.

Geht bei einem demokratischen Sozialdemokraten eher schneller als langsamer. (leider)

@21:37 von schabernack 21:10 von werner1955

Danke für die Klarstellung.

@Anna-Elisabeth, 20.12h

Links davon ebenso wenig.
Was bleibt dann übrig?

Halbherzig?

Es ist wie im Augenblick mit allen Dingen im Land: kann nicht gleich das Kind — sprich die zu beanstandende Sache — mit dem Bade ausgeschüttet werden, wird ausschließlich kritisiert.
Das politisch verantwortlich Handeln eben im Wesen das Finden und Gestalten von Kompromissen und ersten Schritten meint, fällt dabei hinten über.
Besser ein kleiner Schritt als nix.

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