Ihre Meinung zu: Paketzusteller und Supermarktverkäufer: Viel Arbeit, wenig Lohn

25. November 2020 - 16:03 Uhr

Für Paketzusteller und Beschäftigte in Supermärkten ist die Corona-Krise vor allem eines: viel Arbeit und viel Stress. Doch während ihre Arbeitgeber finanziell profitieren, kommt bei den Angestellten wenig an.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.666665
Durchschnitt: 3.7 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Is bei mir als Fachkraft

Is bei mir als Fachkraft ebenso.
Auftragsbücher explodieren, Firma expandiert und ich?
Da gibts nichts extra.
Alles für den Chef.

Paketzusteller und Supermarktverkäufer: Viel Arbeit, wenig Lohn.

Und wie ist das denn jetzt mit den Beschwörungen des sich "Hocharbeitens" ?
Zu den Paketzustellern ist zu sagen, daß zum Beispiel DHL in der Corona-Krise 40 Prozent mehr Sendungsaufkommen hatte (wahrscheinlich die anderen Firmen auch). Leider schlug sich das nicht in dem Tarifabschluss nieder: 5 Prozent auf 28 Monate, daß sind 2,1 Prozent pro Jahr.

Im übrigen wird auch daran festgehalten, daß es Sanktionen gibt, wenn jemand eine solche Stelle nicht antreten will.

>>"Ist das der Dank für

>>"Ist das der Dank für diejenigen, die das Land am Laufen halten?", sagte er dem RND. Es dürfe nicht sein, "dass sich die Eigentümer von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka in der Corona-Krise die Taschen voll hauen, und bei den Verkäuferinnen und Verkäufern, die täglich am Anschlag arbeiten und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, kommt nichts an."<<

Dem kann ich nur zustimmen!

Die Systemrelevanten bekommen ein herzliches Dankeschön, während die Aktionäre ihre Renditen einfahren.

Das sollte wohl genügen......

Viel Arbeit, wenig Lohn

Ein paar feine Streiks, das wäre vor Weihnachten vielleicht der Weg.
Es sind aber wohl weniger die Gehälter für längerfristig Beschäftigte (Kernbelegschaft) bzw. gelernte Kräfte, sondern die unauskömmlichen Einkommen für ungelernte, Befristete- und Teilzeittätigkeiten. Da könnte man ja was machen, aber so rictig wollen tut wohl auch keiner, ebenso wie in der Pflege, in der Gastronomie, im Galabau, bei den Friseuren etc. pp.
Geringverdiener gibt es viel zu viele immer noch, ebenso wie Obdachlose, Suchtgebeutelte oder Verschwörungsgläubige. Diese Gesellschaft ist eben weniger heil und gesund, als uns die glatte Werbefassade glauben lassen möchte.

Die Menschen...

Die in diesen Bereichen arbeiten sind für ihre „Arbeitgeber“austauschbar.

Wo so etwas vorliegt, bleiben die Löhne da, wo der Markt sie will :
Unten

Dazu kommt, das aktuell durch Corona nur in wenigen Bereichen Jobs angeboten werden.
Das erhöht den Druck weiter.

Die LINKEN stehen zwar nicht auf meiner...

...Favoritenliste, doch da hat Bartsch absolut Recht.

Ich darf das klarer formulieren als er:

Das ist eine Sauerei!

Diese Geiz-ist-geil-Mentalität, kombiniert mit dem Ausnutzen derjenigen, die sich abbuckeln, ist unerträglich.
Die im Einzelhandel dürfen kein Geld annehmen, hab's mehrfach probiert.

Der Paketzusteller bekommt, wenn ich ihn denn überhaupt erwische, weil er schneller wieder weg ist als ich an der Tür sein kann, seit Beginn des Jahres ein Trinkgeld von mir.

Da manche Zusteller manchmal erst am Samstag Abend kommen, kann man sich deren Arbeitszeiten selber ausmalen.

Verteuert den Onlinehandel,

bevor ein Großteil der Geschäfte vor Ort geschlossen werden.
Macht diesem Wahnsinn ein Ende.
Stoppt damit den schleichenden Tod der Innenstädte und verhaltet die Arbeitskräfte. Sorgt zudem für leerere Straßen.
Was zurzeit abläuft ist doch nicht mehr normal.
Zeigt dem Onlinehandel die Kante bevor es zu spät ist.
Denn der einzige der Gewinne einfährt ist der Onlinehandel, der Rest kämpft nur noch ums Überleben.

Neben der Forderung ...

... nach angemessener Entlohnung könnte auch jeder Empfänger von Leistungen durch Kurierdienst-Mitarbeiter außer Beifallklatschen seinem Dank in Form von „Kaffeegeld“ Nachdruck verleihen. Wer nicht körperlich eingeschränkt ist, könnte „Obere-Etagen-Pakete“ auch arbeitserleichternd beim Paketshop abgeben lassen.

Viel Arbeit wenig Lohn

Das trifft sicher für beide zu aber die Paketboten können einem besonders leid tun.
Das ist ein grausamer Job.

die unschöne Seite der Globalisierung

Ein trauriger Teufelskreis: weil in unserem reichen Land "billig" für auch gutverdienende Menschen anscheinend Trumpf ist (s. SUVs auf dem Parkplatz der Discounter...) und die Gewinnspannen der Konzerne vermutlich heilig sind, wird der Preisdruck an die Angestellten weitergegeben - und anscheinend finden sich immer noch genügend Menschen, die bereit sind (sein müssen), für dieses Geld zu arbeiten. Die wiederum haben keine Wahl, als sich möglichst billig zu versorgen.
Ohne Mindestlöhne und flächendeckende Tarifbindung wird sich daran vermutlich nichts ändern...
Und wie schlimm wäre es, wenn Waren etwas teurer würden und wir dafür nur noch kaufen würden, was wir benötigen? Weniger Müll (auch bei Lebensmitteln), mehr Nachhaltigkeit und eine faire Bezahlung in allen Lohn-/Gehaltsgruppen? Win win win!

Meine Frau macht täglich Überstunden im Einzelhandel

Bei uns es das gleiche.. Meine Frau macht nahezu täglich Überstunden und nur 1 freier Tag die Woche, obwohl sie nur offiziell 30h arbeitet. Jeden Tag werde die Kundschaft uneinsichtiger und Kollegen melden sich krank. Aber der Arbeitgeber bedankt es indem er weniger auszahlt oder das Waschen der Kittel teurer wird.

Bei mir ist es ähnlich. Auftragsbucher bis Juni 2021 voll, aber kein Weihnachts Geld auszahlen wollen, weil es ja jedem so schlecht geht. Wir müssen sparen, damit wir die kommenden Monate noch arbeiten können. Ich hab es satt!

16:20 von Hennes Conrad

naja, nicht alles für den chef. er muss mir als den eigentümer (aktionär) schon einen teil lassen. zumal ich ja , ach, was solls!

Viele ???

Also wenn die Wochenstundenarbeitszeit im Einzelhandel steigt, wie kommt es, dass der Bruttolohn sinkt? Es geht aus dem Artikel leider nicht hervor, dass es dafür einen Freizeitausgleich gibt. Wie kann das sein?!! Zu dem durchschnittlichen monatlichen Bruttoverdienst im Einzelhandel fehlt mir außerdem die Angabe der durchschnittlichen Wochenstundenarbeitszeit – da es sich hier doch offensichtlich um den Verdienst von Teilzeitarbeitskräften handelt? Viele ???

Das Online- und Paketgeschäft boomt aufgrund der Corona-Maßnahmen. Bin gespannt, inwiefern der stationäre Einzelhandel es schafft sich zu halten. Viel weniger Menschen besuchen z.Zt. die Innenstädte, vermutlich weil Ihnen die Möglichkeit fehlt dieses mit einem Café- oder Imbissbesuch zu verbinden. Wobei, die Mülleimer quellen über von Coffee-to-go-Bechern...

Es gibt wohl.......

kein geeigneters mit Neid gefülltes Thema, alsden Lohn einer Berudsgruppe. Man wir immer einen oder mehrere Protagonisten finden, die ihre Tätigkeit unterbewertet und unterbezahlt finden. Und ebensi wird sich immer die LINKE zum Fürsprecher machen. Ist ja auch irgendwie ungerecht, wenn ein z.B. geprüfter Mechatroniker oder Kfz-Mechaniker oder Lagerarbeiter im Hafen usw. mehr Lohn erhält. Ich glaube, daß sich die Löhne meistens nach der Verantwortung der eventuellen Folgen, das handerkliche und geistige Können (z.B. bei Ärzten) und dessen Anforderungen richten, welche schulische Qualifikation und entsprechende Ausbildung erfordern.

Mit den Grünen wird´s schlimmer

Mit den Grünen wird sich dieser Zustand mit Sicherheit noch verschlechtern. Überhastete Energiewende (CO-2-Steuer), EU- Hilfen (viele zusätzliche Milliarden) wollen die Grünen wie angekündigt haben und über zusätzliche Schulden für unsere Folgegenerationen finanzieren. Das wird so aber nicht reichen und nicht gehen und der zusätzliche Griff in die Tasche des arbeitnehmenden Steuerzahlers wird unvermeidlich sein.

Marktwirtschaft

Viel Arbeit und wenig Lohn und warum ist das so?
Der produzierte Mehrwert wird nicht gerecht verteilt. Die soziale Marktwirtschaft ist nur eine schönerer Anstrich. Ausbeutung der Arbeitskraft klingt vulgär und riecht nach Marx.

Löhne !

Genauso wünschen es sich viele AG, dass sie rücksichtslos ihre AN ausbeuten können, und die Politik unternimmt nichts.
Leider ist es so, dass viele dieser Billigjobs von Ungelernten ausgeübt werden, und all diese keine Lobby haben, wie z. B. die AN bei VW.
Aber die Politik hätte schon lange einschreiten können, und ganz klar einen Mindestlohn festlegen können, der auch ausreicht, um viele dieser Menschen einigermaßen zu ernähren.
Wenn ich sehe, wie diese Kommission zusammen gesetzt ist, dann ist doch klar, warum es kaum eine vernünftige Erhöhung gibt.
Ich frage mich warum kriegt es die Politik nicht auf die Reihe sich Beispiele in anderen Ländern zu betrachten, wo, wie z. B. Dänemark deutlich höhere Löhne gezahlt werden, und die Unternehmen trotzdem noch Geld verdienen. Aber man sieht es anscheinend lieber, dass es in D noch mehr rücksichtlose Milliardäre gibt, als vielen Menschen einen gerechteren Lohn !
Zum großen Teil eine total verfehlte Politik von CDU und CSU.

16:48 von schneegans

Neben der Forderung ...
... nach angemessener Entlohnung könnte auch jeder Empfänger von Leistungen durch Kurierdienst-Mitarbeiter außer Beifallklatschen seinem Dank in Form von „Kaffeegeld“ Nachdruck verleihen.

Das, was Sie kürzlich dazu schrieben, ist mir sehr positiv aufgefallen. :-)
Selbst bestelle ich wenig, aber wenn, dann gebe ich auch Trinkgeld. Und zum "Lächeln verschenken", was mit Maske nicht immer so gut geht - ich bedanke mich gelegentlich bei Busfahrern, wenn diese mir durch ihre angenehme Fahrweise auffallen. Kürzlich hat sich jemand so darüber gefreut - was mich wiederum sehr gefreut hat...

Wer nicht körperlich eingeschränkt ist, könnte „Obere-Etagen-Pakete“ auch arbeitserleichternd beim Paketshop abgeben lassen.

Man könnte dem Paketboten auch einfach ein paar Schritte entgegen gehen.

Soziale Marktwirtschaft

nach lesen des Artikel stellt sich bei mir die Frage ein, sind wir eigentlich noch in der sozialen Marktwirtschaft oder extrem Kapitalismus. und warum versagen hier die Gewerkschaften auf ganzer Linie und die Politik. anstatt seriöse Rahmenbedienungen zu schaffen und gegen Verstöße mit aller härte vorzugehen. d sind empört und eine Woche später ist es das gleiche wie immer weiter.
so sieht es doch leider bei uns aus aber was regt ihre euch auf die wählt doch diese Parteien immer wieder die dafür die Verantwortung tragen.

Man sieht schon seit

Man sieht schon seit Jahrzehnten, spätestens seit der Schröder Regierung das die Entlohnung in der Logistik und des Einzelhandels immer mehr zurück geht. Da nützt auch kein halbherziger Mindestlohn, da kann jeder Unternehmer dieser Branche auftrumpfen, das er 1 oder 2 Euro pro Stunde mehr bezahlt, großzügigerweise. Wir brauchen verpflichtende trarifbindung. Alles andere is mehr als lachhaft, und dazu brüsten sich unsere bisherigen Regierungen mit einer Vollbeschäftigung als Erfolg, den manch ein Arbeitnehmer bittet bezahlen muss.

...wo ist der Unterschied...

Das gleiche, wenig Lohn, gilt doch auch für viele Arbeitnehmer im Osten. Auch wenn der Lohn etwas über den Mindestlohn liegt, für Facharbeiter mit guter Ausbildung ein Hohn.
Nur interessiert das leider niemanden mehr.

Löhne !

Wie von "blauer planet" beschrieben, zeigt sich die Globalisierung nicht nur hier von ihrer ganz schlechten Seite, sondern auch darin, dass sich viele große Unternehmen auf Grund der Pandemie von etlichen Aufträgen entbunden haben, und dies einseitig und ohne jegliche Verantwortung für all die AN, die nun keinen Lohn mehr erhalten, weil es in diesen Ländern kein Sozialstandard gibt.
Da gehören schon lange alle Unternehmen in die Pflicht genommen, dass sie nicht nur Gewinne auf extrem hohen Niveau einfahren, sondern ihrer Verantwortung gegenüber den AN gerecht werden.
Auch sollten so Chefs wie bei Aldi und CO endlich mal begreifen, wem sie ihr vieles Geld mit zu verdanken haben, und nicht nur ständig Hummer essen und Sekt trinken. Und nebenher Gewinne in Steueroasen verschieben, damit möglichst viel übrig bleibt.
Von uns allen wird erwartet, dass wir uns in dieser schlimmen Zeit verantwortungsvoll verhalten, ich erwarte dies auch von all den Reichen und Wohlhabenden !

@ 17:19 von eine_anmerkung

Die Grünen gehören seit langem zu denen, die faire Löhne für systemrelevante Berufe fordern und auch operative Wege dazu vorgeschlagen haben, orientiert u.a. an der Mindestlohnkommission.
Aber natürlich kann man faktenbefreit seine üblichen Vorurteile pflegen und sogar in Kommentare der Tagesschau packen.

17:19 von eine_anmerkung

Zitat:"Mit den Grünen wird sich dieser Zustand mit Sicherheit noch verschlechtern."

Wie Sie von den schlechten Arbeitsbedingungen der Paketboten auf die Grünen kommen und dann noch behaupten, mit ihnen würde dieser Zustand schlimmer, ist mir unbegreiflich. Meines Wissens wollen die Grünen gerade hier Änderungen zum Besseren durchsetzen, wenn sie regieren werden.

Re : karlheinzfaltermeier !

Dem kann ich so nicht zustimmen ! Sicher gibt es Jobs, die auf den ersten Blick nicht anspruchsvoll sind, aber die trotzdem die volle Konzentration verlangen, und dies oft über einen sehr langen Zeitraum.
Dann kommt hinzu, dass inzwischen viele Firmen den so genannten Mindestlohn durch Tricksereien unterlaufen, um ja nicht alles nach Stunden zu bezahlen zu müssen. Das ist in der Paketbranche genauso wie bei der Post, bzw. deren Subunternehmen, wie auch beim Reinigungspersonal, um nur einige zu nennen.
Ich selbst habe bei einem Sub... der Post sechs mal pro Woche die Briefpost transportiert, aber nicht nach Stunden, sondern pro Tour. Dabei raus kam nach meinen Berechnungen einen Stundenlohn von 4,50 Euro im günstigsten Fall ! Aber die Post wäscht ihre Hände in Unschuld und steigert ihre Gewinne und Dividenden !

@schneegans

"Wer nicht körperlich eingeschränkt ist, könnte „Obere-Etagen-Pakete“ auch arbeitserleichternd beim Paketshop abgeben lassen." Am 25. November 2020 um 16:48 von schneegans

*

Kriegen die Boten dann nicht weniger Lohn, wenn sie das Paket im Paketshop abgeben?

Zu Viel mit zu wenig Qualifikation

Es gibt in Summe einfach zu viele Arbeitnehmer, die sich darum bewerten, Waren über die Scannerkasse zu ziehen, oder Pakete zu tragen. Das drückt dfen Preis. Beim Programmieren von DatenClouds bewerben sich deutlich weniger und dort ist diese schlechte Lohnentwicklung auch nicht zu sehen. Also liebe Jugendliche: wenn eure Kumpels abends mit den anderen abhängen, dann überlegt zweimal, ob ihr mitmacht und dann auch die Folgen im späteren Leben akzeptieren wollt.

17:18 von karlheinzfaltermeier

Es gibt wohl.......
kein geeigneters mit Neid gefülltes Thema, alsden Lohn einer Berudsgruppe. Man wir immer einen oder mehrere Protagonisten finden, die ihre Tätigkeit unterbewertet und unterbezahlt finden. Und ebensi wird sich immer die LINKE zum Fürsprecher machen.

Es geht hier doch nicht um Neid, sondern um eine angemessene Bezahlung für alle Tätigkeiten, die innerhalb unserer Gesellschaft wichtig sind. Dafür scheint es Vorgaben für einen höheren Mindestlohn notwendig. Der Markt drückt den Preis statt ihn vernünftig zu regeln.

Kein Widerspruch, dass eine besondere Qualifikation oder Verantwortung entsprechend höher entlohnt werden sollte. Aber jede/r sollte von einer Tätigkeit angemessen leben können! Und körperlich anstrengende, angelernte Tätigkeiten tragen auch zum Funktionieren des Systems bei. Stellen Sie sich vor, dafür fänden Sie niemanden mehr!

Wäre schön, wenn sich auch andere Parteien als die LINKE zum Dagegensprecher dieser Ungerechtigkeiten machen würde

Zuwenig Lohn?

Dass es in einem Staat, wie die BRD, Entlohnungen gibt, die den Lebensunterhalt nicht einmal decken, ist nicht katastrophal, aber beschämend, beschämend insofern, als das das Gesetz dieses erlaubt!

Re : eine_ Anmerkung !

Sicher, das ist ein Problem. Wenn die Regierenden aber endlich mal all die verschobenen Steuermilliarden zurück holen würden, und zusätzlich all die so vielen Millionäre, Multimillionäre und Milliardäre zu extra deutlichen Abgaben zwingen würden, für mehr Steuer Gerechtigkeit sorgen würden, wäre schon eine Menge erreicht.
Alle, die im Jahr mehr als eine Million verdienen, müssten eine ordentliche Abgabe leisten, und dies in Stufen, je mehr verdient wurde oder vorhanden ist, desto höher die Abgabe.
Außerdem müssten all die riesigen Konzerne wie Google und CO ebenfalls eine ordentliche Steuer entrichten, im jeweiligen Land wo die Gewinne erzielt werden. Das brächte etliche Milliarden in die Kasse, und damit ließen sich locker höhere Löhne finanzieren !

17:18 von karlheinzfaltermeier

Zu ihrem Kommentar...

Wenn sie den ganzen Arbeitstag teilweise oder auch öfter rotieren um der Gesellschaft einen <<>> Dienst zu erbringen..., dann sollte die Gesellschaft dafür sorgen, das diese Menschen sich finanziell tragen können durch diese Leistung...

Diese Gesellschaft möchte auf jeden Fall diesen Service..., er scheint also von Bedeutung zu sein..., aber wenn es darum geht etwas dafür zu geben wird es düster...

Keine vernünftige/logische Formel!!!

Dies kommt nicht von links oder rechts..., sondern von Vernunft-Management..., das ist etwas altmodisches das man abschaffen möchte...

Der einzig richtige Weg ist - den Onlinehandel zu stoppen

Der Onlinehandel muss verteuert werden, um den örtlichen Einzelhandel zu erhalten. Ist der erst weg, explodiert der Onlinehandel noch mehr und damit die Nachteile aus Billiglohn und Umweltverschmutzung.
Hier muss zwingend gegengesteuert werden und das kann nur über finanzielle Maßnahmen gehen.

Verteuert den Onlinehandel???

Warum? Was -besser wem würde wirklich geholfen?
Die Zusteller bekämen auch nicht mehr Geld- ist FAKT!
Die Fachgeschäfte hätten auch nicht immer alles am Lager (müßten erst bestellen- sofern sie überhaupt dazu bereit sind).

Warum soll ich Zeit und Sprit, etc. verfahren-
im I-net bekomme ich ALLES, was ich in meinem wöchentlichen 1-4 Lädeneinkauf nicht bekomme.
Der Paketbote ist für mich wie ÖPNV, ( fährt eh) dazu kommt, die Service-Wüste der vergangenen Jahre : rufen Sie nicht an, wir melden uns (;-((( .
Klar verteuert den Onlinehandel, doch bitte gebt die Kohle den
Lastträgern!
LG Dustin

@Traumfahrer 17:28

"Leider ist es so, dass viele dieser Billigjobs von Ungelernten ausgeübt werden, und all diese keine Lobby haben, wie z. B. die AN bei VW."

Bevor Sie solche Kommentare schreiben, sollten Sie sich bitte vorher über die Fakten informieren. Die Arbeiter in der Automobilindustrie - und dazu gehöret VW wohl auch - haben einen Monatslohn, von welchem selbst ein Jungakademiker nur träumen kann. Ist natürlich harte Arbeit am Fließband, aber mit Schichtzulagen, Vorzugsaktien und Firmenrabatt bei Kauf eines VW sind diese Arbeiter mitnichten zu bemitleiden. Es sei ihnen aber durchaus vergönnt.

@16:20 von Hennes Conrad

//Is bei mir als Fachkraft ebenso.
Auftragsbücher explodieren, Firma expandiert und ich?
Da gibts nichts extra.
Alles für den Chef.//

Tja, diejenigen, die das Geld von denen, die es erarbeitet haben davontragen, nennt man heute Leistungsträger.

Und jetzt werde ich wahrscheinlich aufgeklärt über Menschen, die Arbeitsplätze schaffen, hohe Steuern zahlen und Verantwortung tragen. Ich gähne schon mal vorweg.

Am 25. November 2020 um 17:08 von Wilhelm Schwebe

„16:20 von Hennes Conrad
naja, nicht alles für den chef. er muss mir als den eigentümer (aktionär) schon einen teil lassen. zumal ich ja , ach, was solls!“

Sehr richtig,

sonst werden Sie nämlich als Eigentümer (Aktionär), diesen unfähigen Chef in Kürze austauschen.

Dann bekommt er kein Weihnachtsgeld, keinen Bonus und ist arbeitslos.

Das hat er dann davon, diese „Flasche voll“(Trap).

@Traumfahrer 17:57

"Alle, die im Jahr mehr als eine Million verdienen, müssten eine ordentliche Abgabe leisten, und dies in Stufen, je mehr verdient wurde oder vorhanden ist, desto höher die Abgabe.
Außerdem müssten all die riesigen Konzerne wie Google und CO ebenfalls eine ordentliche Steuer entrichten, im jeweiligen Land wo die Gewinne erzielt werden. Das brächte etliche Milliarden in die Kasse, und damit ließen sich locker höhere Löhne finanzieren !"

Ich wusste bis eben noch nicht, dass Angestellte in Supermärkten sowie Mitarbeitende im Paketdienst Angestellte der Bundesregierung wären. Tja, man lernt nie aus..

@16:29 von morgentau19

//Die Systemrelevanten bekommen ein herzliches Dankeschön, während die Aktionäre ihre Renditen einfahren.

Das sollte wohl genügen......//

Bis.... ja, bis auch wir hier unseren Trump haben. Bisher sind ja noch alle Entwicklungen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu uns herübergeschwappt.

Nur besser wird damit leider gar nichts - im Gegenteil.

Nicht natürlich, sondern Konvention

Es ist schon traurig, wenn man im 21. Jh. immer noch lesen muss, dass "Angebot und Nachfrage" auch bezüglich der Löhne gelte.

Das tut es nicht. Schon seit Jahrhunderten nicht mehr.

Löhne sind Konvention. Wir (die Gesellschaft) einigen uns auf die Höhe der Löhne. Wenn wir für Gruppe A höhere Löhne wollen, müsssen wir das beschließen. Wer darauf wartet, dass die Unternehmen selbst handeln, wartet vergeblich.
_

@hennes conrad

Wo ist das nicht so?

Es sollte eine Minimale Verpflichtung eingeführt werden, Mitarbeiter partizipieren zu lassen.

Fairer Lohn, faire Bezahlung, Vergütung, Extras, Erfolgsbeteiligung, Bonusprogramme,
Anreize auch in softfacts, Freizeit, Flexibilität, Förderung, Bildung usw...

New Work sollte heißen, Wertschätzung guter Kräfte, Anerkennung auch monetär, Motivierte Arbeitnehmer sind produktiver.

@17:52 von Kaneel - Mindestlohn

"Es geht hier doch nicht um Neid, sondern um eine angemessene Bezahlung für alle Tätigkeiten, die innerhalb unserer Gesellschaft wichtig sind. Dafür scheint es Vorgaben für einen höheren Mindestlohn notwendig. Der Markt drückt den Preis statt ihn vernünftig zu regeln."

Danke für Ihren Beitrag.
Ein höherer Mindestlohn ist erforderlich.

Außerdem sollten sich im Einzelhandel die Beschäftigten mehr gewerkschaftlich zusammenschließen und Betriebsräte wählen, um eine bessere Entlohnung erreichen zu können.

Für die Paketzusteller ist es schwieriger, da sie einzeln unterwegs sind.

Eines ist klar.

Arbeitsbedingungen und Arbeitsalltag wären in einer sozialistischen Gesellschaft viel sozialer, humanistischer und gerechter gewesen.

17:52 von Kaneel ..Da kriegen gleich wieder ...

welche das flackernde "P" in den Augen, weil "Arbeitslosigkeit" und "Drückebergerei" befürchtet wird. Schließlich sollen ja die staatlich anerkannten "Drückeberger" und "Scheusale" aus ihrem Schicksal der Arbeitslosigkeit entlassen werden und um dies Klientel zur Arbeit zu bewegen braucht es Einstiegsstellen für notorische Minderleister und Fußkranke, die dann natürlich auch zu "Leichtlöhnen" werkeln sollen.
Außerdem braucht es Lohndruck um dem Schlendrian zu wehren, wenn höhere Ansprüche produziert muss halt Leistung gebracht werden, sonst läuft da nichts....

@18:17 von Opa Klaus - wie man zu höheren Löhnen kommt

"Die Arbeiter in der Automobilindustrie - und dazu gehöret VW wohl auch - haben einen Monatslohn, von welchem selbst ein Jungakademiker nur träumen kann. ... Es sei ihnen aber durchaus vergönnt."

Gute Entlohnung kann eben nur da erreicht werden, wo der Organisationsgrad hoch ist und die Möglichkeit besteht, gemeinsam Druck auszuüben.

Die vereinzelten Paketboten haben es da schwerer.

Am 25. November 2020 um 18:27 von Anna-Elisabeth

Zitat: Und jetzt werde ich wahrscheinlich aufgeklärt über Menschen, die Arbeitsplätze schaffen, hohe Steuern zahlen und Verantwortung tragen. Ich gähne schon mal vorweg.

Ich habe in dem anderere Thread versucht, Ihnen ein charmantes Kompliment zu machen, wurde aber nicht veröffentlicht.

Jetzt gebe ich Ihnen aber zu bdenken:

Ich bin nur ein Kleinunternehmer. Ich habe aber mit dem, was ich einmal gelernt habe, was ich mit Hilfe meiner Eltern, die es auch nicht dicke hatten, investiert habe und auf Kosten meiner Familie, der ich, weil die von mir gezahlten Löhne höher waren als meine Priovatentnahmen, nichts bieten konnte Arbeitsplätze geschaffen, Steuern gezahlt und manche Nacht vor Verantwortung nicht geschlafen.

Gähnen Sie wohl.

@Kaneel 17:29

„Man könnte dem Paketboten auch einfach ein paar Schritte entgegen gehen.“
Das natürlich auch, wenn man schnell genug ist.

@17:54 von rimitino

//Dass es in einem Staat, wie die BRD, Entlohnungen gibt, die den Lebensunterhalt nicht einmal decken, ist nicht katastrophal, aber beschämend, beschämend insofern, als das das Gesetz dieses erlaubt!//

Das hat auch alles nichts mit Marktwirtschaft zu tun. Wenn ich einen Angestellten nicht angemessen entlohnen kann, muss ich die Arbeit eben selber machen. Diese Selbstverständlichkeit wird durch das sogenannte Aufstocken außer Kraft gesetzt. Das bedeutet, dass wir alle als Steuerzahler diese Firmeninhaber bei der Lohnzahlung alimentieren. Als Erklärung dienen dann immer die Arbeitsplätze. Das ist aber Unfug.

@Anna-Elisabeth 18:27

Bitte verzeihen Sie mir, aber ich habe da eine gewisse Ambivalenz.

Jemand investiert alles Ersparte oder nimmt ein Darlehen auf, um sich mit einem Imbisswagen selbstständig zu machen. Morgens 4Uhr raus zum Großmarkt, dann 10 Stunden 6Tage die Woche bei Hitze und Kälte im Wagen stehen. Abends nach Fett riechend noch Buchhaltung bis 22Uhr. Bei gutem Standplatz und guter Qualität erfolgt nach Jahren Gewinn, er eröffnet 2. oder 3.Bude und stellt Personal ein. Jetzt ist er Unternehmer oder "Chef", und die Mitarbeiter beschweren sich darüber, dass er auch einen Teil des Gewinnes einbehält um auch mal einigermaßen leben zu können, nach Jahren der Entbehrung ohne Urlaub, ohne Lfz im Krankheitsfall und immer abends mit der Angst einschlafend, dass alles den Bach runtergehen könnte und die Ersparnisse weg sind für immer. Mit welchem Recht könnte man ihm den geschäftlichen Erfolg neiden?

@Tada 17:52

„Kriegen die Boten dann nicht weniger Lohn, wenn sie das Paket im Paketshop abgeben?“
Nein, allerdings kann man natürlich kein Trinkgeld geben (aber im Fall von 5. Stock Altbau ...)
Wie das bei/mit den Paketfächern ist, weiß ich allerdings nicht.

18:51 von falsa demonstratio

>>Ich bin nur ein Kleinunternehmer. Ich habe aber mit dem, was ich einmal gelernt habe, was ich mit Hilfe meiner Eltern, die es auch nicht dicke hatten, investiert habe und auf Kosten meiner Familie, der ich, weil die von mir gezahlten Löhne höher waren als meine Priovatentnahmen, nichts bieten konnte Arbeitsplätze geschaffen, Steuern gezahlt und manche Nacht vor Verantwortung nicht geschlafen.>>

Chapeau!

17:49 von Peter Meffert

Meines Wissens wollen die Grünen gerade hier Änderungen zum Besseren durchsetzen, wenn sie regieren werden.

Sollten die Grünen an die Regierung kommen, werden die Innenstädte Autobefreit werden (Klimaerwärmung), Kaufhäuser und Kleingeschäfte reihenweise Insolvenz anmelden; dafür wird sich der Onlinhandel drastisch verstärken und Paketauslieferer noch mehr Termindruck bekommen.

Mehr Geld?

Bestimmt.

Grüne wollen BGE!

Aber auch höhere Steuern.

Stellt sich die Frage, für wen lohnt es sich.

Paketzusteller?

Garantiert nicht.

Es hat mich von Anfang an,

Es hat mich von Anfang an, als diese Verschickerei losging, erst gewundert, wie und unter welchen miesen Umständen da Jobs verteilt werden und dann gleich, dass dieser Staat solche, zu prekären Verhältnissen führende Arbeitsverhältnisse, überhaupt erlaubt. Aber das kümmert unsere Politiker wohl auch deshalb nicht, weil genug Lobbyisten ihnen diesbezüglich gleich die richtig großen Scheuklappen an den Kopf gebunden haben damit das Treiben starten kann und so boomt der Laden und die Ausmerkelung der Paketboten, bis sie unter Sozialhilfesatz dann auf der Gemeinschaft Kosten ein noch kärklicheres Leben führen. Die Gewinne der Postbotenausnutzer explodieren unterdessen. Aber nicht dass mir jetzt einer auf die Idee kommt, zu verlangen, dass von diesen irren Gewinnen endlich ein vernünftiger Ausgleich für die Leute gezahlt wird. Das geht nicht, schließlich wollen die Oberpäckchenmacher ja alle zu den reichsten Menschen ever gehören, also psst...

Am 25. November 2020 um 18:57 von Opa Klaus

Bis auf die Tatsache, dass man in meinem Beruf nicht nach Fritten riecht und ich keine Filialen habe, haben Sie mein Leben in den letzten 30 Jahren prima beschrieben.

@17:49 von Peter Meffert

//Meines Wissens wollen die Grünen gerade hier Änderungen zum Besseren durchsetzen, wenn sie regieren werden.//

Dann verstehe ich nicht, wieso die mehrheitlich auf eine Koalition mit den 'Schwarzen' setzen. Etwaige Verbesserungen für alle unterhalb des Mittelstands und ebenso die Klimaziele werden da besonders schwer durchzusetzen sein, wenn überhaupt.

Lohnfindung

Es gibt keinen "gerechten" Lohn, nur vereinbarte Löhne und Gehälter. Der Staat kann den Unternehmen über den Mindestlohn hinaus nicht vorschreiben, wie diese ihre Beschäftigen bezahlen sollen.

@ 19:01 von morgentau19

Wenn Sie Ihre Fragen nicht rhetorisch meinen sondern ernst, dann lesen Sie nach, wofür die Grünen sich stark machen, und Sie werden - vielleicht für Sie überraschend - feststellen, dass in der Tat neben Pflegekräften, Erzieher*innen u.a. auch Paketzusteller*innen von grünen Politikansätzen profitieren.

@18:47 von WM-Kasparov-Fan

//Eines ist klar.
Arbeitsbedingungen und Arbeitsalltag wären in einer sozialistischen Gesellschaft viel sozialer, humanistischer und gerechter gewesen.//

Ohne Zweifel. Eine solche sozialistische Gesellschaft gibt es aber bisher nirgendwo. Die dazu notwendige Entwicklungsstufe haben wir Menschen noch nicht erreicht.

@ um 18:07 von Sinnprüfer

"" Der Onlinehandel muss verteuert werden....""

Kommentar:
Als erste Maßnahme schlage ich die kostenpflichtige Retoure vor um den maßlosen Bestellwahn zu bremsen. Stoppen werden wir ihn nicht mehr.
Ich selbst betreibe einen Post/DHL Partnershop und kann es bis heute nicht verstehen warum man sich ein und das selbe Teil in verschiedenen Größen und Farben bestellen muss um am Folgetag riesige Pakete zur Vernichtung oder Altkleider-Sammlung kostenlos bei mir abgeben kann.

@Sinnpfüfer 18:07

„Der Onlinehandel muss verteuert werden, um den örtlichen Einzelhandel zu erhalten. Ist der erst weg, explodiert der Onlinehandel noch mehr und damit die Nachteile aus Billiglohn und Umweltverschmutzung.
Hier muss zwingend gegengesteuert werden und das kann nur über finanzielle Maßnahmen gehen.“
Das ist die zweite Säule (neben den Boten-Gehältern) vor allem, wenn man bedenkt, wieviel „kostenfrei“ zurück gesandt wird (weil zur Auswahl bestellt wird) von dem etliches vernichtet wird, wenn die Sichtung zu teuer erscheint.
Die Innenstädte verlieren auch den Reiz, weil sich fast nur Ketten die teuren Mieten leisten können, das macht die Innenstädte an vielen Orten auswechselbar.

Am 25. November 2020 um 19:01 von morgentau19

Zitat: Grüne wollen BGE! ---- Aber auch höhere Steuern.

Stimmt beides.

Letzteres für Vermögen, Kapitalerträge, Erbschaften

@ 17:18 von karlheinzfaltermeier

Wie Sie bei einer gerechteren Bezahlung und adäquaten Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte auf das Thema "Neid" kommen können, ist mir ein Rätsel.

Ein Blick auf den DAX...

...sagt doch eigentlich alles. Wir befinden uns in der wohl schwersten Krise seit Jahrzehnten, aber der Unternehmens-Index hat sich nach vorübergehendem Einbruch locker wieder auf Vorkrisenniveau eingependelt. Da scheint also jede Menge Geld zu holen zu sein, dass ja irgendwo herkommen muss. Zum Beispiel aus der wirtschaftlichen Nutzung der Arbeitskraft anderer. Und da die effektivste Form davon (jetzt mal etwas polemisch ausgedrückt) die Sklaverei ist, versucht man eben, so nah wie möglich an so ein System heranzukommen. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben natürlich. Na ja, meistens. Oder zumindest manchmal, wenn man denn Gefahr läuft, erwischt zu werden. Deswegen gab z.B.es ja heute auch eine Razzia gegen den Einsatz illegale Pflegekräfte.

@18:51 von falsa demonstratio @18:27 von Anna-Elisabeth

//Ich bin nur ein Kleinunternehmer. Ich habe aber mit dem, was ich einmal gelernt habe, was ich mit Hilfe meiner Eltern, die es auch nicht dicke hatten, investiert habe und auf Kosten meiner Familie, der ich, weil die von mir gezahlten Löhne höher waren als meine Priovatentnahmen, nichts bieten konnte Arbeitsplätze geschaffen, Steuern gezahlt und manche Nacht vor Verantwortung nicht geschlafen.//

Ich habe da auch weniger die Kleinunternehmer im Visier. Das hätte ich deutlich machen sollen. Ich habe nicht einmal etwas gegen Familienunternehmen, die irgendwann superreich werden. Ich denke da an die Fa. Oetker, die immer darauf bedacht war, dass es den Arbeitern gut ging und hohe Betriebsrenten zahlte. Und all das, was er z.B. der Stadt Bielefeld gespendet hat, kann ich hier gar nicht aufzählen. Ob das immer noch so ist, weiß ich allerdings nicht.

Am 25. November 2020 um 18:51 von falsa demonstratio

„Ich bin nur ein Kleinunternehmer. Ich habe aber mit dem, was ich einmal gelernt habe, was ich mit Hilfe meiner Eltern, die es auch nicht dicke hatten, investiert habe und auf Kosten meiner Familie, der ich, weil die von mir gezahlten Löhne höher waren als meine Priovatentnahmen, nichts bieten konnte Arbeitsplätze geschaffen, Steuern gezahlt und manche Nacht vor Verantwortung nicht geschlafen.“

Alle Achtung,

auch weil Sie mal schrieben, dass Sie als Beamter gearbeitet haben.

Hut ab.

Viel Arbeit, wenig Lohn....

wer da wohl gemeint ist ... also mein Postbote hat inzwischen zum zweiten dritten Mal Mehrarbeit aufgebrummt bekommen (größeres Revier, Päckchen etc.) dafür hat er ein EBike mit drei Rädern bekommen, damit kommt er besonders gut auf den hubbeligen schlecht gewarteten Gehwegen zurecht und auch zwischen den oft dicht geparkten Fahrzeugen hindurch ... nu hat er noch zwei, drei Jahre bis zum Ruhestand und weiß nicht, ob er das ob der zusätzlichen Belastung noch schafft... Vielleicht muss man nicht immer nur übers Geld reden, manchmal wären einfach die Arbeitsbedingungen zu diskutieren.

@Inga N. 18:50

Das gilt für viele dienstleistungsgeprägte Bereiche, wo sehr „vereinzelt“ gearbeitet wird: Friseurin, Arzthelferin, PTA ....
Aber auch staatliche, kirchliche, gewerkschaftliche Arbeitgeber haben ihre schwarzen Flecke durch Auslagerungen (z.B. Reinigung öffentlicher Gebäude ect.), Ausschreibungsmethodik ....

@ um 18:27 von Anna-Elisabeth

""Tja, diejenigen, die das Geld von denen, die es erarbeitet haben davontragen, nennt man heute Leistungsträger.""

Und ihre Aussage nennt man Pauschalisierung

Ich bin Kleinunternehmer
Meine Angestellten werden ordentlich entlohnt.
Ich zahle Stundenlohn, Prämien Urlaubs und Weihnachtsgeld sowie Überstundenzuschläge.
Aber bei 70-90 Wochenstunden erwirtschafte ich für mich selbst so eben den Mindestlohn ohne Überstundenzuschlag ohne Urlaubs und Weihnachtsgeld.
Und seit der Corona Pandemie auch nunmehr seit mehr als 6 Monaten deutlich darunter.
Personal habe ich bislang nicht entlassen und auch nicht in Erwägung gezogen.

@18:57 von Opa Klaus @Anna-Elisabeth 18:27

Sie haben natürlich Recht. "falsa demonstratio" hat mir ja schon deutlich gemacht, wie dumm es ist zu pauschalisieren.
Ich habe im Zusammenhang mit den Supermärkten eben genau an diese Großunternehmer gedacht.

Den Unterschied

machen körperlich und geistige Tätigkeit. Dabei vergessen viele, dass es schon einen Unterschied macht ob man etwas nur weiß oder auch macht. Jeder weiß heute wie man Pakete zustellt aber können das alle? Jeder weiß wie Dinge gehen und kann/will doch nicht die Hälfte davon ausführen. Wer sorgt denn z.B. dafür, dass wir unser Geld bequem in Supermärkten ausgeben können? Richtig, LKW-Fahrer, Verkäufer/innen, die Regaleinräumer die zur Unzeit für Hungerlöhne schuften. Der ganze Niedriglohnsektor sorgt für 80 % der Dienstleistungen. Und wenn etwas Niedriglohnsektor heisst, dann ist das auch so. So nennt man in unserer zivilisierten und fortgeschrittenen Gesellschaft die Menschen, die mit Ihren Löhnen und Gehältern bestraft werden, weil die nicht zum Leben reichen aber zum sterben zuviel sind. Von dem, wie sich ein Rentner nach 45 (und mehr) harten Arbeitsjahren mit 43 % fühlt, hab ich da noch gar nicht angefangen. Und das kommt noch besser wenn der Niedriglohnsektor in Rente geht.

18:53 von schneegans @Kaneel 17:29

„Man könnte dem Paketboten auch einfach ein paar Schritte entgegen gehen.“
Das natürlich auch, wenn man schnell genug ist.

Danke für den Schmunzler!

@Opa Klaus 18:17

Die Arbeiter in der Automobilindustrie (in meiner Umgebung VW) sind und waren schon immer eine Ausnahme ( nicht umsonst haben ganze Familien dort angeheuert). Das gerät z. Zt. allerdings ja gerade ins Wanken. Ich war allerdings schon immer der Meinung, dass „den Körper ruinieren“ genauso entlohnt werden muss wie geistig arbeiten (zumindest in gewissen Grenzen). Allerdings müssten Bildungswillige aus weniger begüterten Familien auch mehr Kostenunterstützung erhalten.

@18:51 von falsa demonstratio @Anna-Elisabeth

//Gähnen Sie wohl.//

Nein, tue ich nicht. Im Gegenteil frage ich mich jetzt, wie Ihr Unternehmen Corona übersteht. Wünsche auf jeden Fall alles Gute.

Die User, mit deren Einwänden ich hier gerechnet hatte, haben sich noch nicht gemeldet.

Insgesamt bin ich eher

Insgesamt bin ich eher skeptisch: Wenn's bedrohlich ist, dass Pflegekräfte fehlen können, klatschen wir von Balkon und sind auf alle Fälle für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung - bis die größten Krisensymptome leicht abflachen... Dann stürzen wir uns zur Spargelzeit auf die schlechte Bezahlung und Unterbringung rumänischer Saisonarbeiter - bis zum Johannistag... Ab da interessiert uns alles rund ums Sommergrillfleisch, von den Arbeitsbedingungen bei Tönnies bis zum Tierwohl, wo wir möchten, dass jedes Schwein individuell vorm Exitus gestreichelt wird, von dem das Steak aber bitte vor allem billig sein soll - bis zur Vorweihnachtszeit, die spätestens Ende September beginnt, weshalb uns dann die Situation der Paketzusteller*innen beschäftigt, wobei natürlich bei Online-Shops kein Porto und kostenfreies retour so oft man mag drin sein muss im "Gesamtpaket"... Und ganzjährig darf natürlich Milch und Butter gern im Preiskampf billiger werden - ohne Bauernsterben, versteht sich.

@16:41 von harry_up

Zitat: "Diese Geiz-ist-geil-Mentalität, kombiniert mit dem Ausnutzen derjenigen, ..."

Wie wäre es mit "Diese Geiz-ist-geil-Mentalität" bei den Schuldner, die den armen Sparen keine ausreichenden Zinsen zahlen wollen um die Inflation auszugleichen. Wenn jemand ausgenutzt wird, dann sind daß die Menschen, die das Leben der anderen mit ihrer Kreditvergabe fördern.

Niemend wird gezwungen im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber ohne Lernen geht es heute nicht. Fachbücher wälzen statt Kumpels treffen.

@ 16:25 von Bernd Kevesligeti

Zitat: "Leider schlug sich das nicht in dem Tarifabschluss nieder: 5 Prozent auf 28 Monate, daß sind 2,1 Prozent pro Jahr."

Das sind schon wieder 2,1 Prozent Inflation, die unsere Altersvorsorge zerstören.

18:47 von Inge N. @17:52 von Kaneel - Mindestlohn

Für die Paketzusteller ist es schwieriger, da sie einzeln unterwegs sind.

Die Paketzusteller starten aber i.d.R. von ihren Stützpunkten aus - also das sollte kein Hinderungsgrund sein sich zusammenzuschließen. Vllt gibt es so etwas wie eine "Gewerkschaftsmüdigkeit"?

Außerdem sollten sich im Einzelhandel die Beschäftigten mehr gewerkschaftlich zusammenschließen und Betriebsräte wählen, um eine bessere Entlohnung erreichen zu können.

Auch hier, weiß ich nicht woran es hakt. Ob es mit der Fluktuation liegt, die @Ist Wahr.

Danke für den Dank! :-)

@Tinkotis 19:23

"wohl schwersten Krise seit Jahrzehnten, aber der Unternehmens-Index hat sich nach vorübergehendem Einbruch locker wieder auf Vorkrisenniveau eingependelt"

Das ist an der Börse kein ungewöhnlicher Vorgang. Die Börse tickt meist kontraindiziert. In Kriesenzeiten investieren Aktionäre häufig in der Hoffnung darauf, dass sich die Werte börsenorientierter Unternehmen nach überstandener Krise überproportional erhöhen.

Am 25. November 2020 um 19:24 von Werner Krausss

Zitat: auch weil Sie mal schrieben, dass Sie als Beamter gearbeitet haben.

Besoldeter Beamter war ich nur in der Ausbildung für drei Jahre.

18:50 von Duzfreund 17:52 von Kaneel .

.Da kriegen gleich wieder
welche das flackernde "P" in den Augen, weil "Arbeitslosigkeit" und "Drückebergerei" befürchtet wird. Schließlich sollen ja die staatlich anerkannten "Drückeberger" und "Scheusale" aus ihrem Schicksal der Arbeitslosigkeit entlassen werden und um dies Klientel zur Arbeit zu bewegen braucht es Einstiegsstellen für notorische Minderleister und Fußkranke, die dann natürlich auch zu "Leichtlöhnen" werkeln sollen.
Außerdem braucht es Lohndruck um dem Schlendrian zu wehren, wenn höhere Ansprüche produziert muss halt Leistung gebracht werden, sonst läuft da nichts....

Sie meinen das hoffentlich ironisch?

Immer schön alles devot abnicken?

Tendenz: Lohngeber werden immer reicher. Tendenz: Lohnnehmer werden immer ärmer.
Solange Malocher da immer schön mitspielen, nicht aufmucken und brav die Parteien wählen, die höchstens verbal und marginal etwas minimal ändern, solange ändert sich sowieso nichts grundlegend.
Und wer da gar als ein quer denkender Mensch auftritt, der eine solche Wirtschaft in Frage stellt - der es wagt, außerhalb des vorgegebenen Rahmens zu denken - der wird gerne ausgemustert, diffamiert und als eher fehlgeleitet diskreditiert.

19:27 von schneegans @Inga N. 18:50

Aber auch staatliche, kirchliche, gewerkschaftliche Arbeitgeber haben ihre schwarzen Flecke durch Auslagerungen (z.B. Reinigung öffentlicher Gebäude ect.), Ausschreibungsmethodik ....

Das Subunternehmertun gehört abgeschafft!

@19:28 von Klaus1963 @ um 18:27 von Anna-Elisabeth

//Und ihre Aussage nennt man Pauschalisierung//

Ich habe mich weiter oben dazu geäußert.
Und ja, die Pauschalisierung tut mir leid.
Mir fallen da gerade viele weitere Beispiele aus dem eigenen Umfeld ein.

Da war ich gerade gestern beim Friseur und bekomme heute schon weitere Kopfwäschen.
Zu diesem Friseur gehe ich auch nur, weil ich weiß, dass er seine Angestellten gut behandelt. Weil es dort eigentlich für mich etwas zu teuer ist, gehe ich eben etwas seltener. Ich habe auch immer die kleinen Läden in meiner Wohngegend bevorzugt, aber... alle weg. Nur noch Edeka.

Das Gähnen wird wohl heute nichts mehr.

Am 25. November 2020 um 19:40 von Anna-Elisabeth

Zitat: Nein, tue ich nicht. Im Gegenteil frage ich mich jetzt, wie Ihr Unternehmen Corona übersteht. Wünsche auf jeden Fall alles Gute.

Wirtschaftlich bin ich glücklicherweise nicht so betroffen.

Im Publikumsverkehr schützen wir uns mit Plexiglasscheiben, Luftreinigungsgerät, Desinfektion, notfalls Masken.

Dafür habe ich versprochen, nicht zu entlassen. Meinem Vermieter (einem Einzehändler) habe ich die Mietzahlung versprochen. Alles, so lange es irgendwie geht.

@andererseits

".... wofür die Grünen sich stark machen, und Sie werden -vielleicht für Sie überraschend- feststellen, dass in der Tat neben Pflegekräften, Erzieher*innen u.a. auch Packetzusteller*innen von grünen Politikansätzen profitieren".
Da haben diese Berufsgruppen aber Glück, dass sie von den Wohlstandsverlusten, die unsere Bundeskanzlerin auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos wegen der Klimaschutzziele den Industriegesellschaften in Aussicht gestellt hat, nicht betroffen sind.

@falsa demonstratio 18:51

Solche mittelständischen Unternehmer (meist in persönlicher Haftung) stehen nicht im Kritikfokus. Es geht um die Unternehmen, die ihre Aktionäre, Vorstandsleute, Manager auch bei Versagen und Staatsgeldmitnahme fürstlich „belohnt“.

@schneegans 19:40

"Allerdings müssten Bildungswillige aus weniger begüterten Familien auch mehr Kostenunterstützung erhalten."

Da bin ich bei Ihnen. Nun weiß ich nicht, wie die Unterstützung in Niedersachsen für diese Zielgruppe explizit aussieht, hier in Bayern wird für diese jungen Menschen viel getan. Siehe" fit for work" des bayerischen Staatsministeriums

@19:40 von andererseits

//Insgesamt bin ich eher skeptisch: Wenn's bedrohlich ist, dass Pflegekräfte fehlen können, klatschen wir von Balkon und sind auf alle Fälle für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung - bis die größten Krisensymptome leicht abflachen...//

Richtig bedrohlich wird es erst, wenn all das Pflegepersonal, das in einer Online-Umfrage angegeben hat, in den nächsten fünf Jahren, den Beruf aufzugeben, diese Absicht in die Tat umsetzen. Und ich kann nicht den geringsten Willen in der Politik erkennen, wenigstens jetzt vorbeugend zu handeln.

Schon mal darüber nachgedacht, dass

Lohngerechtigkeit nur durch den Abschluss von Tarifverträgen über die Gewerkschaften zu erreichen ist? Regierungen und Parteien haben damit nichts zu tun, außer halt die Gewerkschaftsautonomie zu respektieren. Gewerkschaften sichern übrigens die Existenz ihrer Mitglieder während der Arbeitsausstände (Streiks) mit Mitgliederbeiträgen ab. Verdie ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als nichts. Einzelhandelsbeschäftigte sollten sich auf jeden Fall organisieren. Und der Rest der Gesellschaft? Sollte nicht meckern, wenn gestreikt wird, sondern Solidarität leben, auch wenn die Geschäfte dann dicht sind.

19:28 von Klaus1963 @ 18:27 von Anna-Elisabeth

Unternehmer wie Sie und auch @falsa demonstratio meint @Anna-Elisabeth, wie selbst bereits klargestellt hat, überhaupt nicht. Das, was Sie leisten und die Honorierung und sicherlich auch Wertschätzung, die Sie Ihren Angestellten entgegenbringen, finde ich überaus anerkennenswert!!!

Aber es gibt Handelsriesen (Amazon, Edeka etc.) - da darf man sich schon fragen, warum diese so geizig sind im Bereich der Bezahlung.

@Anna-Elisabeth

Dennoch habe ich auch Verständnis für Ihre Argumentation. Sie haben mit Ihrer Kritik eine andere Zielgruppe der Unternehmer gemeint. In diesem Kontext bin ich mit Ihnen d'accord.

Am 25. November 2020 um 16:41 von harry_up

Die im Einzelhandel dürfen kein Geld annehmen, hab's mehrfach probiert.
#
#
Spart es euch der Kassiererin den Restbetrag zu schenken. Sie dürfen es nicht behalten. Dieses "Geschenkte" Geld muss mein Frau als "Gemüse" in die Kasse eingeben.
Wer das Geld einsteckt, läuft Gefahr gekündigt zu werden.

von b-m 19:43

Ein interessanter Gedanke.
Die "Altersvorsorge wird durch Lohnerhöhungen zerstört". Nicht durch die Rentenreformen von Rürup, Raffelhüschen und Co.
Probleme, die der Vorstandsvorsitzende
von Post/DHL nicht hat: Er bekommt laut dem Buch "Staat im Ausverkauf" von Tim Engartner, daß 268 fache eines Zustellers.

@Bond - 007

Und wie sähen Ihre alternativen Vorschläge zu dieser Thematik aus?

19:43 von b_m

«Zitat: "Leider schlug sich das nicht in dem Tarifabschluss nieder: 5 Prozent auf 28 Monate, daß sind 2,1 Prozent pro Jahr.»

«Das sind schon wieder 2,1 Prozent Inflation, die unsere Altersvorsorge zerstören.»

Wie soll denn eine Lohnerhöhung die Altersvorsorge "zerstören" ?

Lohnerhöhungen sorgen prinzipiell erstmal dafür, dass man auch mehr in die RV einzahlt, und die Rente höher wird. 2,1% sind da aber gerade im Bereich der geringen Löhne auch nicht genug, damit es zur Rentenzeit eine Rente wird, die für finanziell gutes Leben reicht.

Entgelt für Paketbefördetung soll nicht zu hoch sein … sagt der Konsument.
Kann ich nicht mehr Lohn zahlen … sagt der Paketdienst-Unternehmer.
Retouren müssen umsonst sein … sagt der Konsument.
Kann ich nicht mehr Lohn zahlen … sagt der Versandhandels-Unternehmer.
Haarschnit darf nicht viel kosten … sagt die Mähne.
Kann ich nicht mehr Lohn zahlen … sagt Edward mit den Scheren.

Aber alle sollen immer da sein für mich … will der Konsument !

Harter fairer Faktencheck

https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/faktencheck/faktencheck-268.html

Michael Hartmann zeigt, dass sich zwischen 1990 und 2016 der Gewinne der Unternehmen von ca. 80 Mrd. verdreifacht haben und ihre Investitionen auf ein Viertel gefallen sind. Das liegt u.a. an den geschwächten Gewerkschaften. Amazon, Post und Co. nutzen das aus.

20:00 von ÜbrigensSchon70

Glauben sie im ernst wir leisten uns eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft??
Die gibts nicht umsonst... Konto nicht gedeckt am Monatsende.

DA könnten die Gewerkschaften sich mal solidarisch zeigen und uns Niedriglöhner kostenlose Mitgliedschaften anbieten.
Stattdessen wird, wenn man seinen Mitgliedsbeitrag nicht zahlen kann bis zum Inkassobüro gegangen um 20 Euro einzutreiben.... Und die wissen genau was ihr Mitglied verdient...

Genau so eiskalt wie ne Verischerung oder so...

Online handelt ist gar nicht

Online handelt ist gar nicht das Problem.
Es sind die Paketdienste.
Wenn ich wäre x im Laden für Preis y bekomme, dann ist der Transport da mit drin. Wenn es das online billiger gibt, dan nur, wenn der Transport gedruckt wird.
Wir leben in der Zeit der quotenfrauen und Mindestlöhnen.
Bekäme der Lieferant 12e die Stunde, so das es zum leben gerade so langt, dann wäre Onlinehandel fast obsolet.
Wenn da einer springt, der drastisch billiger ist, als ich, dann lohnt es sich, 2h länger zu arbeiten, statt in den Läden rumzulungern.
Man erkennt das Problem.
Wer ist bereit, das zu durchbrechen?
Ich persönlich bin ein Freund vom Fachhandel.
Ob Kleidung, Werkzeug oder bikeparts. Ich will das SOFORT haben. Also rein in den Laden und mitnehmen. Das ist mir etliche Euro Wert.
Ich bin Handwerker, bodenständig , ehrlich und fair. Nur, und nur so, kommt man auf Baustellen weiter.
Sollten sich die ganzen BWLer, CEOs, und großkopferten mal verinnerlichen.

Agenda2010 ein voller Erfolg....

Zeigt wieder deutlich, dass es eben keinen Stellenüberhang gibt sondern mehr Nachfrage nach Arbeit. Sonst wären die Löhne ja höher...

Bedanken können sich die Kritiker bei Genosse der Bosse Schröder, der mit den Grünen seinerzeit die Agenda2010 mit dem als Ziel erwünschten Niedriglohnsektor umgesetzt hat. Flankiert von Maßnahmen der Rentenkürzungen (durch höhere Renteneintrittsalter, Rentenabschläge, Riester, Nachhaltigkeitsfaktor usw.).

Die heutigen Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt und im Bereich Alterversorgung der Rentner (nicht ÖD und Pensionäre, die leben weiter recht feudal!) haben ihre Ursache in der Agenda2010 ff.

Nicht die Politik ist Schuld...

...am Aufstieg AMAZON`s & Co und am Niedergang des Einzelhandels, den Entlassungen Eurer Freunde, Angehörigen & Co.,...IHR seid es...mit Eurem Kaufverhalten !

Nicht bestellen, sondern "live-shopping".

Es liegt bei UNS diese US-Konzerne zu protegieren oder "unsere Leute" im Einzelhandel zu unterstützen !!!

Am 25. November 2020 um 20:01 von Kaneel

„Aber es gibt Handelsriesen (Amazon, Edeka etc.) - da darf man sich schon fragen, warum diese so geizig sind im Bereich der Bezahlung.“

Sehr interessanter Kommentar.

Das erinnert mich, als vor vielen Jahren unser damaliger Juniorchef, sich bei seinem Amtsantritt bei der Belegschaft beliebt machen wollte.
Für alle eine Prämie.

Da hat ihm sein Vater erklärt:

„ Jede Mark, die Du denen gibst, fehlt Dir anschließend in Deinem Portemonnaie.“

Somit unterblieb das.

um 19:50 von Bond-007 Immer schön alles devot abnicken

,,Und wer da gar als ein quer denkender Mensch auftritt, der eine solche Wirtschaft in Frage stellt - der es wagt, außerhalb des vorgegebenen Rahmens zu denken - der wird gerne ausgemustert, diffamiert und als eher fehlgeleitet diskreditiert..."

Diese ,,solche Wirtschaft" wird seit Karl Marx nicht nur infrage gestellt. Mehr Analyse ist selbst nach 150 Jahren kaum nötig und ist Grundbestandteil für alle substantielle Kritik an dem Übel, das der ,,freie Markt" für die meisten Menschen auf diesem Planeten über Dekaden hinweg bedeutet und ist. Ob die, die sich die Mühe machen, in der Tiefe der existenziellen Fragen, die damit verbunden sind, nach Lösungen aus diesen fatalen Automatismen der Kapitalwirtschaft heraus zu suchen, in Leipzig bei einer Demo zu finden sind, wage ich zu bezweifeln. Die AfD gehört übrigens nicht zu den Rittern der Tafelrunde, die eine solche Wirtschaft, wie Sie sie zu Recht kritisieren, mit Herz und Verstand bekämpfen.

@ b_m, um 19:41

re @16:41 von harry_up

“Niemend wird gezwungen im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber ohne Lernen geht es heute nicht. Fachbücher wälzen statt Kumpels treffen.“

Was Sie da schreiben klingt ziemlich - weltfremd und ist es auch.

Aber abgesehen davon, dass Sie “vom Leben Abgehängte“ wohl nie getroffen haben:
Wer, meinen Sie, soll denn sonst Ihre Pakete zustellen?

Ach nee, Sie kaufen ja alles vor Ort.

Am 25. November 2020 um 19:48 von falsa demonstratio

"Zitat: auch weil Sie mal schrieben, dass Sie als Beamter gearbeitet haben.
Besoldeter Beamter war ich nur in der Ausbildung für drei Jahre."

Danke für Ihre Antwort.

@Kaneel um 17:52Uhr

Dann machen Sie doch konkrete Vorschläge dafür, was "angemessen" ist! Ich bin gespannt, wie z.B. der Lohn eines für hunderte von Menschen verantwortlichen Lokführers oder Piloten aussehen soll?

@19:41 von b_m @16:41 von harry_up

//Niemend wird gezwungen im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber ohne Lernen geht es heute nicht. Fachbücher wälzen statt Kumpels treffen.//

Autsch. Platter geht es nicht.
Der Platz hier reicht nicht, um Ihnen die Bildung, die Ihnen fehlt, nachzureichen, aber wie wäre es mit einem Vorschlag Ihrerseits, wer denn die Arbeit dann machen soll, die jetzt zu Ihrem und meinem Wohl von den Niedriglöhnern erledigt wird.

Äh, keiner der bei uns in

Äh, keiner der bei uns in Deutschland arbeitet wird dazu gezwungen. Jeder bekommt bevor er seinen Arbeitsvertrag unterzeichnet gesagt wie hoch die Entlohnung ist.
Wem die Entlohnung zu niedrig ist, möge nicht unterschreiben.
Eigentlich ganz einfach, oder ?
Natürlich erhält ein Paketausträger nicht viel Geld, sonst würden die Pakete noch mehr kosten. Das wollen wir auch nicht.
Also brauchen wir diesen Niedriglohnsektor.
Aber es wird keiner gezwungen dort zu arbeiten.

Amazon & Co. verdienen sich gerade eine goldene Nase, diejenigen, die ihnen das durch die (nicht wirklich „freiwillige“) Zurverfügungstellung ihrer Arbeitskraft, auf die große Teile der Gesellschaft in der derzeitigen tatsächlich dringend angewiesen sind, verdienen 1000 Euro weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten.

Geld ist, zumindest seine „Flüsse“ nicht für ausnahmslos jeden Markt- bzw. Wirtschaftsteilnehmer jederzeit klar nachvollziehbar sind, eher Machtinstrument als Zahlungsmittel und somit in seiner Funktion maßgeblicher Teil des Problems - der gesellschaftlichen Ungleichheit und der sich daraus ergebenden „Spannungen“. Und nicht etwa der Lösung.

Paketzusteller haben derzeit

Paketzusteller haben derzeit Pandemie-bedingt viel zu tun. Das wird sich nach Impfungen wieder auf Normalniveau einpendeln. Gehaltserhöhungen wären aber am Pandemieende nur schwer wieder rückgängig zu machen. Einmalzahlungen könnten evtl. eine sinnvolle Lösung sein.

20:49 von karlheinzfaltermeier

@Kaneel, 17:52

«Dann machen Sie doch konkrete Vorschläge dafür, was "angemessen" ist! Ich bin gespannt, wie z.B. der Lohn eines für hunderte von Menschen verantwortlichen Lokführers oder Piloten aussehen soll?»

"In einer gerechten Welt" hinsichtlich verantwortungs-gleicher Entlohnung von Piloten vs. Lokführern wäre die Gehaltsdifferenz zwischen diesen beiden Berufen jedenfalls geringer, als sie real ist.

Nun hat Corona aber unerwartet gezeigt, dass gerade Pilot aktuell ein Beruf ist, der gar nicht "krisensicher" ist. Und der angehende Pilot hat durch eine sehr teure Ausbildung bereits hohe Schulden als Eigenbeteiligung aufgenommen. Oder eigenes Geld investiert, das er zur Verfügung hatte. Bei Lokführern ist dies anders. Und mehr "krisensicher" ist der Beruf auch.

Auch gebraucht werden Paketboten & Co. im Niedriglohn immer.
Ohne Fliegen geht … ohne Supermarkt aber nicht.

Immer alle "leistungsgerecht + bedeutungs-angemessen" in Relation zueinander entlohnen. Das geht gar nicht …

@anna-elisabeth 20:54

wenn sie wirtschaftliche bildung hätten, würden sie die antwort kennen. der kommentator hat schon recht, letztendlich sind doch die niedrigen löhne das resultat aus der tatsache, dass es zu viele menschen gibt, die im niedriglohnsektor arbeiten möchten bzw nur dort arbeiten können. warum tun sich denn nicht 1.000 paketzusteller zusammen und gründen ihren eigenen paketdienst? und der gewinn wird schön geteilt. man kann ja klein anfangen. warum sind nicht alle solidarisch und sagen, "für diesen lohn arbeite ich nicht"? weil es immer einen gibt, der es doch macht. und der macht es, weil er für einen besseren job keine qualifikation hat.

Leider

sind sie die "Verlierer" genau wie die Mehrheit der Lohnabhängigen. Ein Streik als Mittel des Arbeitskampfes ist in Zeiten der Globalisierung aussichtslos.
Es braucht neue Konzepte des Globalen Arbeitskampfes. Aber genau das was dafür notwendig wäre nämlich die Solidarität ist den Menschen ausgetrieben worden. Die "Individualistische Way of live" oder auf Deutsch "jeder ist seines Glückes Schmied" Mentalität führt zu solchen Auswüchsen.
Während ein kleine Gruppe Gewinne maximiert, wird es für die Mehrheit immer enger. Ein neues proletarisches Bewusstsein wäre der Schlüssel zum "Glück".

20:49 von karlheinzfaltermeier @Kaneel um 17:52Uhr

Ich schrieb davon, dass jede/r vom Lohn angemessen leben können soll. Und halte es für fragwürdig, wenn Menschen, die in Vollzeit arbeiten, "aufstocken" müssen und sehr niedrige Löhne dann außerdem zu Altersarmut führen. Stimmen Sie mir hier zu? Ihrem Argument, dass Menschen mit längerer Ausbildung und höherer Verantwortung auch mehr verdienen sollen, habe ich unterstützt.

19:01 von morgentau19

Zitat:"Sollten die Grünen an die Regierung kommen, werden die Innenstädte Autobefreit werden (Klimaerwärmung), Kaufhäuser und Kleingeschäfte reihenweise Insolvenz anmelden;"

Wird es nicht langsam langweilig, immer die gleicchen Horrormärchen zu posten? Die meisten Innenstädte sind schon "autobefreit", nennt sich Fußgängerzone. In größeren Städten schon mal kilometerlang.Dem Einzelhandel hat das jahrzehntelang nicht geschadet, erst das Aufkommen des online-Handels und jetzt Corona führen zu Problemen. Für die können Sie die Grünen nun wirklich nicht verantwortlich machen.

19:11 von Anna-Elisabeth

Zitat:"Dann verstehe ich nicht, wieso die mehrheitlich auf eine Koalition mit den 'Schwarzen' setzen."

Welche Koalitionen möglich sind, entscheiden die WählerInnen bei der nächsten BT-Wahl. Mir persönlich wäre eine Koalition mit SPD und evtl. Linke lieber, aus den von Ihnen genannten Gründen.

20:42 von Hille-SH

Zitat:"Nicht die Politik ist Schuld am Aufstieg AMAZON`s & Co und am Niedergang des Einzelhandels, den Entlassungen Eurer Freunde, Angehörigen & Co.,...IHR seid es...mit Eurem Kaufverhalten !
Nicht bestellen, sondern "live-shopping".
Es liegt bei UNS diese US-Konzerne zu protegieren oder "unsere Leute" im Einzelhandel zu unterstützen !!!"

Hier kann ich Ihnen endlich :-)) mal vorbehaltlos zustimmen!

@20:58 von th711

//Äh, keiner der bei uns in Deutschland arbeitet wird dazu gezwungen. Jeder bekommt bevor er seinen Arbeitsvertrag unterzeichnet gesagt wie hoch die Entlohnung ist.
Wem die Entlohnung zu niedrig ist, möge nicht unterschreiben.//

Abgesehen davon, dass die Arbeitgeber der entsprechenden Branchen es selbst sind, die sich nicht an die Verträge halten und z.B. keine Überstunden bezahlen.

//Natürlich erhält ein Paketausträger nicht viel Geld, sonst würden die Pakete noch mehr kosten. Das wollen wir auch nicht.//

Wer ist wir? Schließen Sie bitte nicht von sich auf andere.

Ich wünschte, die Niedriglöhner würden alle mal von heute auf Morgen ihre Arbeit niederlegen - sagen wir, erst mal bis Weihnachten. Ich kaufe derweil Ohrstöpsel, die das dann einsetzende Gezeter, Gejammer und Wehklagen, erträglich machen. Frohe Weihnachten ohne Amazon, Hermes, DHL ,
,Weihnachtsbraten usw..
Nebeneffekt: Man müsste länger und intensiver darüber nachdenken, womit man Freude bereiten kann.

@ b_m, um 19:41

re @16:41 von harry_up

“Niemend wird gezwungen im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber ohne Lernen geht es heute nicht. Fachbücher wälzen statt Kumpels treffen.“

Was Sie da schreiben klingt ziemlich - weltfremd und ist es auch.

Aber abgesehen davon, dass Sie “vom Leben Abgehängte“ wohl nie getroffen haben:
Wer, meinen Sie, soll denn sonst Ihre Pakete zustellen?

Ach nee, Sie kaufen ja alles vor Ort.

No Amazon

Habe bislang noch nie online bestellt und habe auch nicht vor es zu ändern. Dieses ständige "ist ja so bequem und billig", darum geht es ganz allein. Ich werde den Einzelhandel so geht es geht auch in der Weihnachtszeit unterstützen, auch ohne Weihnachtsmarkt und Gastronomie. Die Beleuchtung wird ja immerhin noch sein. Und dann träumen von 2021, mit Gedränge zwischen Glühwein- und Kunsthandwerkbuden ...

@21:24 von Werner40

//Paketzusteller haben derzeit Pandemie-bedingt viel zu tun.//

Haben die schon lange und ebenso lange werden die ausgebeutet. Lange schon vor Corona, waren die Paketzusteller immer im Laufschritt unterwegs.
Es scheint nicht gesund zu sein, immer nur den Wirtschaftsteil einer Zeitung zu lesen - wenn überhaupt.

Am 25. November 2020 um 19:41 von b_m

>>Niemend wird gezwungen im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber ohne Lernen geht es heute nicht. Fachbücher wälzen statt Kumpels treffen.<<

Könnte auch sein man muss kleine Kinder groß ziehen oder die Schulden aus Jugendsünden abbezahlen... Ihnen haben bestimmt die reichen Eltern den Weg frei gehalten. Ihnen fehlt der Bezug zur Realität!

Ein Grundübel

Zu niedrige Löhne sind ein Grundübel unserer Volkswirtschaft. Selbst wenn einem soziale Gerechtigkeit egal ist, sollte man ein Interesse an einer starken Binnennachfrage haben. Aber das Wort kommt in der vorherrschenden Wirtschaftsideologie praktisch nicht vor. Statt dessen wird sich mit Begriffen wie "Exportweltmeister" gebrüstet.

@ th711, um 20:58

Sie sitzen nicht zufällig an der gleichen Tastatur wie User b_m?

So viel seelenlose Seelenverwandtschaft findet man selten.

Sagen Sie den letzten Satz Ihres Kommentars dem nächsten Paketzusteller - hoffentlich reagiert der angemessen beherrscht, aber wahrscheinlich versteht er Sie nicht mal...

@21:31 von schabernack

//Immer alle "leistungsgerecht + bedeutungs-angemessen" in Relation zueinander entlohnen. Das geht gar nicht …//

Aber angemessener schon.

//Auch gebraucht werden Paketboten & Co. im Niedriglohn immer.//

Warum im Niedriglohn? War doch in grauen Vorzeiten auch anständig bezahlt.

Liebe Anna-Elisabeth, ob Sie

Liebe Anna-Elisabeth,
ob Sie es nun wahr haben wollen oder nicht, ich habe Recht. Keiner wird gezwungen billig zu arbeiten. Wirklich keiner.
Um Pakete auszutragen wird auch kein besonders hohes Bildungsniveau verlangt. Das heißt die Investitionskosten des Arbeitenden sind nicht hoch. Das bedingt einfach niedrige Entlohnungen.
Und den möchte ich sehen, der noch mehr für ein Postpaket ausgeben möchte als derzeit verlangt. Das meinte ich mit wir, klar habe ich mich auch selber damit gemeint.
Diese Thesen gelten alle für den Transportsektor und nicht für die Ecke aus der Sie kommen. Auch ich bin dafür daß im Krankenwesen mehr gezahlt wird. Echt keine Frage. Wenn ich so sehe was auf den Rechnungen steht die ich vorlegen muß, denke ich ein Arzt könnte sehr wohl für seine Mitarbeiter tiefer in die Taschen greifen.

20:35 von Hennes Conrad Online handelt ist gar nicht

offenbar waren sie schon lange nicht mehr im stationären einzelhandel. bei karstadt und douglas sahen mich die mitarbeiter als störenfried. bei hornbach gab es nur die küchenarmaturen ihres billiglieferanten. also habe ich alles bei amazon bestellt. kam 3 tage später, war preiswerter und ich hätte mir die erfolglosen versuche in den geschäften gespart, incl sprit gespart

Oha....

...Paketzusteller.
Waren das nicht unter anderem die Personen,
die von unseren Politikern im ersten Lockdown
so gelobt wurden, weil sie noch rausgehen und die
Menschen zuhause beliefern?
Na die werden sich bedanken, wie man danach an
sie gedacht hat. Ausser Phrasen der Führungsetagen,
nix gewesen.

um 22:03 von Anna-Elisabeth

>>
Warum im Niedriglohn? War doch in grauen Vorzeiten auch anständig bezahlt.
<<

In grauen Vorzeiten gabe es keine Paketboten. Dafür aber verbeamtete Geldbriefträger.

22:07 von Wilhelm Schwebe

bei hornbach gab es nur die küchenarmaturen ihres billiglieferanten. also habe ich alles bei amazon bestellt. kam 3 tage später, war preiswerter und ich hätte mir die erfolglosen versuche in den geschäften gespart, incl sprit gespart
#
Da kann ich nur zustimmen,ich bestelle auch nur noch bei Amazon.

@21:31 von Mathias Beyer @anna-elisabeth 20:54

//...weil es immer einen gibt, der es doch macht. und der macht es, weil er für einen besseren job keine qualifikation hat.//

Und das reicht Ihnen als Grund, Menschen auszubeuten?

Und so einfach ist das mit dem Arbeitniederlegen auch nicht.
Könnte man wissen, wenn man nicht nur den Wirtschaftsteil liest. Auch die hier im Forum so vielfach verachteten weniger Gebildeten Mitmenschen, müssen essen und ihre Miete bezahlen.

@Nettie, 21:23 (Korrektur einer Auslassung)

„Amazon & Co. verdienen sich gerade eine goldene Nase, diejenigen, die ihnen das (...)
- ermöglichen - verdienen 1000 Euro weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten

um 22:07 von Wilhelm Schwebe

>>
bei karstadt und douglas sahen mich die mitarbeiter als störenfried. bei hornbach gab es nur die küchenarmaturen ihres billiglieferanten. also habe ich alles bei amazon bestellt.
<<

Keine Ahnung, was Sie da angestellt haben. Ich wurde bei Karstadt und Douglas bisher immer gut beraten und bedient, bei letzterem mehr noch als bei ersterem. Vielleicht hatten Sie ja nicht Ihren besten Tag ?
Und Hornbach hat auch Marken-Küchenarmaturen. Haben Sie wohl übersehen. Hätte man übrigens auch im Internet bestellen können, statt bei Amazon.

um 22:13 von Dirkathome

>>
//Das System braucht Niedriglöhner.//

Da kann einem ja nur schlecht werden.
<<

Naja, wenn man Niedriglohn als Unterschreitung eines prozentualen Anteils vom Mindestlohn definiert, dann hat man immer Niedriglöhner, solange nicht alle das gleiche verdienen.

Am 25. November 2020 um 22:03 von th711

>>ob Sie es nun wahr haben wollen oder nicht, ich habe Recht. <<

Nein haben Sie nicht!! Wer ist denn für Ihre angeblich höhere Bildung verantwortlich? Sie?
Haben Sie dafür gezahlt? Da bleiben viele Fragen offen. Hauptsache die Pakettarife sind ok, oder?

21:39 von Kaneel

«Ich schrieb davon, dass jede/r vom Lohn angemessen leben können soll. Und halte es für fragwürdig, wenn Menschen, die in Vollzeit arbeiten, "aufstocken" müssen und sehr niedrige Löhne dann außerdem zu Altersarmut führen.»

Gerade dies ist allerdings "der Brüller", wenn während des Arbeitslebens der "Niedriglöhner" unternehmerische Gewinne aufgrund der geringen Bezahlung für Großunternehmer privatisiert werden.

Dann zu niedrige Löhne zum Leben aber auf Kosten der Steuerzahler erst das 1. Mal sozialisiert, und im Rentenalter durch "Rentenaufstockung" ein 2. Mal auf Bierdeckeln der Allgemeinheit als: "zu zahlen" notiert werden.

Einst war das Wirtschaftsleben viel mehr von Arbeitnehmern in Industriebetrieben in der Produktion bestimmt. Heute sind prozentual viel mehr Dienstleister (wie die mit den Paketen & Co.). Gerade Dienstleistungen "mehr einfacher Art" sind die besonders mies bezahlten.

Weniger Pakete ginge, mehr Einkauf im stationären Handel.
Bei Gebäudereinigung & Co. nicht.

UNSER System: das werden Sie

UNSER System: das werden Sie und auch ich nicht ändern. Wir hier in Deutschland leben in einem Billiglohnland. Ohne das würden die Leute, die uns leiten nicht genug abstecken können.
WIR werden und wir können unser System nicht ändern.
Und im Allgemeinen geht es auch den meisten hier auch ganz gut.
Fast überall anders ist es nicht so angenehm wie bei uns.
Und ich sage es noch einmal: bevor man seinen Arbeitsvertrag unterschreibt muss man ihn lesen, damit einverstanden sein und vor allem danach nicht anfangen zu meckern.
So wie manche Leute, die in der Haupteinfahrtstraße ihrer Stadt wohnen sich nicht über den Lärm des Verkehrs äußern sollten, schließlich wussten sie vorher wo sie hingezogen sind.

21:52 von harry_up @ b_m, um 19:41 re @16:41 von harry_up

“Niemend wird gezwungen im Niedriglohnsektor zu arbeiten, aber ohne Lernen geht es heute nicht. Fachbücher wälzen statt Kumpels treffen.“

Was Sie da schreiben klingt ziemlich - weltfremd und ist es auch.

Aber abgesehen davon, dass Sie “vom Leben Abgehängte“ wohl nie getroffen haben:
Wer, meinen Sie, soll denn sonst Ihre Pakete zustellen?

Zum einen das und zum anderen wird hier doch sonst häufig mokiert, dass heutzutage alle jungen Menschen studieren möchten - wir bräuchten doch auch Menschen in nicht akademischen Berufen. Vielleicht sind damit nur die Handwerks- und Pflegeberufe gemeint und man möchte auf die Dienstleistungsbranche ganz verzichten. In früherer Zeit wurde, glaube ich, sowohl die Tätigkeit als Einzelhändler als auch als Paketbote mehr geschätzt.

@22:03 von th711

Danke für Ihre freundliche Antwort.

//Wenn ich so sehe was auf den Rechnungen steht die ich vorlegen muß, denke ich ein Arzt könnte sehr wohl für seine Mitarbeiter tiefer in die Taschen greifen.//

Da stimmt sicher in vielen Fällen. In der "Ecke aus der ich komme" wird man allerdings von Vater Staat bezahlt.

Das gilt auch für die Chefärzte in staatlichen Krankenhäusern. Was ich hier nicht begreife, ist, dass diese Ärzte bei Privatpatienten zusätzlich Rechnungen ausstellen dürfen, für Untersuchungen, die z.B. ich gemacht habe, während der Chefarzt für nichts auf der Rechnung auch nur einen Finger gekrümmt hat. Und dann jammern die auch noch, weil sie einen Teil dieser Einnahmen ans Krankenhaus abliefern müssen, dessen gesamte Infrastruktur zwar von ihnen genutzt wird (einschl. Personal) ohne auch nur einen Cent dafür bezahlt zu haben.

Ich bleibe dabei: Die Verteilungsgerechtigkeit ist weitgehend abhanden gekommen.

wenig Lohn ?

Das ist nicht der Grund.

Die hohen Steuern, Sozialabgaben, Gebühren,EEG, GEZ. sind das eigentlich Problem.

Hier wird der Arbeiter vom Staat, Land, Stadt Ausgebeutet und Bevormundet.

Am 25. November 2020 um 22:07 von Wilhelm Schwebe

„20:35 von Hennes Conrad Online handelt ist gar nicht
offenbar waren sie schon lange nicht mehr im stationären einzelhandel. bei karstadt und douglas sahen mich die mitarbeiter als störenfried. bei hornbach gab es nur die küchenarmaturen ihres billiglieferanten. also habe ich alles bei amazon bestellt. kam 3 tage später, war preiswerter und ich hätte mir die erfolglosen versuche in den geschäften gespart, incl sprit gespart“

Ja natürlich,

als Rentner, Privatier, haben Sie Zeiiiit, den ganzen Tag auf den Paketdienst zu warten.
Auf dem Sofa, Couchpotatoes, macht man sowieso nicht ungern.

Obwohl, Sie haben natürlich Recht, mittlerweile geben Amazon und auch Klarna die Lieferzeiten ziemlich exakt an.

Aber Couchpotatoes und hier diskutieren ist auch nicht schlecht.

Am 25. November 2020 um 22:23 von th711

Sie sind offensichtlich einem mir nicht nachvollziehbaren Fatalismus verfallen

@Dirkathome, 22:23

„//Das System braucht Niedriglöhner.//“

Genauer: Menschen, die sich gezwungen sehen, ihre Arbeitskraft und Zeit weit unter Wert zu verkaufen (da ihre Entlohnung in keinem objektiven bzw. für vernünftige und anständige Menschen nachvollziehbarem Verhältnis zur erbrachten Leistung steht).

„Da kann einem ja nur schlecht werden“

Stimmt. Also gilt es, nach der Ursache dieser „Übelkeit“ zu suchen. Und sie abzustellen.

Am 25. November 2020 um 18:27 von Anna-Elisabeth

Zitat:
"...Tja, diejenigen, die das Geld von denen, die es erarbeitet haben davontragen, nennt man heute Leistungsträger.

Und jetzt werde ich wahrscheinlich aufgeklärt über Menschen, die Arbeitsplätze schaffen, hohe Steuern zahlen und Verantwortung tragen. Ich gähne schon mal vorweg..."

Bevor Sie einschlafen, nur noch mein Tipp; Wir haben einen freien Arbeitsmarkt und jeder kann entsprechend seinen Möglichkeiten einen Platz dort einnehmen. Manche haben dabei Glück und andere Pech, ist halt so in dieser Gesellschaft.
Ich weiß von was ich hier schreibe, habe es am eigenen Leib 45 Jahre bis zu meiner Rente er- und vorgelebt.
„Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Am 25. November 2020 um 18:27 von Anna-Elisabeth

Zitat:
"...Tja, diejenigen, die das Geld von denen, die es erarbeitet haben davontragen, nennt man heute Leistungsträger.

Und jetzt werde ich wahrscheinlich aufgeklärt über Menschen, die Arbeitsplätze schaffen, hohe Steuern zahlen und Verantwortung tragen. Ich gähne schon mal vorweg..."

Bevor Sie einschlafen, nur noch mein Tipp; Wir haben einen freien Arbeitsmarkt und jeder kann entsprechend seinen Möglichkeiten einen Platz dort einnehmen. Manche haben dabei Glück und andere Pech, ist halt so in dieser Gesellschaft.
Ich weiß von was ich hier schreibe, habe es am eigenen Leib 45 Jahre bis zu meiner Rente er- und vorgelebt.
„Jeder ist seines Glückes Schmied.“

@20:15 von schabernack

//Entgelt für Paketbefördetung soll nicht zu hoch sein … sagt der Konsument.//

Es soll so hoch sein, dass er von seinem Gehalt leben kann evtl. auch mit Kind. Es sollte ebenso berücksichtigt werden, dass es ein Knochenjob ist, den man in höherem Alter nur noch eingeschränkt bewältigen kann. Verschleiß der Gesundheit sollte bei der Vergütung berücksichtigt werden.

sagt eine zunehmend verzweifelte Konsumentin, die NICHT sagt: Retouren müssen umsonst sein. Ich will nur sicher sein, dass das Geld, das ich ausgebe, dort ankommt, wo es hingehört: Bei den tatsächlichen Leistungserbringern.

Am 25. November 2020 um 22:23 von Kaneel

Ihren Einwand möchte ich unterstützen. Es gibt viele Tätigkeiten,die wir alle brauchen, und wir sind sogar abhängig davon. Nobelschröder kann eben nicht seinen Vergaser reparieren. Wir müssen uns wohl dran gewöhnen, dass wir alle von einander abhängig sind. Mir gefällt der Gedanke!

Es gibt zwei große Probleme,

Es gibt zwei große Probleme, der Niedriglohnsektor ist das eine Problem (meist sind es Dienstleistungsberufe).

Das zweite Problem ist die hohe Abgabelast (Steuer + Sozialabgaben). 2 Platz in der EU.

Es wird sich nie was ändern, weil die Politik es einfach nicht möchte.

22:03 von Anna-Elisabeth / @schabernack, 21:31

«//Auch gebraucht werden Paketboten & Co. im Niedriglohn immer.//»

«Warum im Niedriglohn? War doch in grauen Vorzeiten auch anständig bezahlt.»

Ich will nicht, dass Paketboten & Co. mit Niedriglohn bezahlt werden. Einst in grau von früher gab es die Deutsche Post, die Pakete brachte. Aber nicht jeden Tag ein anderes mit Klamotten, was Frischem zu essen drin, oder was weiß ich was. Für lau zurück schicken konnte man auch nix. Warum auch … waren ja meist Geschenke drin. Oder was vom Otto Neckermann.

Dann wurden die Privatunternehmen Paketzusteller. Die gegeneinander wetteifern, wer der Hecht im Karpfenteich ist. Motto: mögl. billig für alle + mögl. viel für mich. Dies führt nie zu guten Löhnen der Arbeitnehmer.
"Geiz ist geil" von Seiten der Konsumenten schon mal auch nicht.

So wurde, was ist.

«//Immer alle "leistungsgerecht + bedeutungs-angemessen" …
das geht gar nicht.//»

«Aber angemessener schon.»

Natürlich muss Vollzeitlohn zum Leben reichen. In jedem Beruf !

/// Am 25. November 2020 um

///
Am 25. November 2020 um 22:15 von Nettie
@Nettie, 21:23 (Korrektur einer Auslassung)

„Amazon & Co. verdienen sich gerade eine goldene Nase, diejenigen, die ihnen das (...)
- ermöglichen - verdienen 1000 Euro weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten///
.
Das sind immer noch fast € 3000. So schlecht ist das nicht für dieses Qualifikationsniveau.

Bildung

Etliche User hier halten sich für sehr gebildet. Einbildung ist auch eine Bildung.
.
Die weniger Gebildeten haben in der Regel auch eine sehr gute Bildung. Nennt sich Herzensbildung.

@22:23 von Kaneel 21:52 von harry_up

//In früherer Zeit wurde, glaube ich, sowohl die Tätigkeit als Einzelhändler als auch als Paketbote mehr geschätzt.//

Das scheint mir das fast noch größere Problem: Nicht nur mangelnde Wertschätzung, sondern die unverhohlene Verachtung, die manche hier im Forum so hemmungslos zum Ausdruck bringen.

Niemand will, das alle gleich bezahlt werden, sondern einfach nur 'anständig' unter Einhaltung sämtlicher Arbeitsrechte.

@anna-elisabeth

die menschen werden nicht ausgebeutet, sie lassen sich ausbeuten, das ist der unterschied. wenn ich in meiner branche einem arbeitnehmer 12 euro pro stunde bieten würde, hätte ich genau null angestellte, die würden mich einliefern lassen.
ja, die menschen müssen essen und miete zahlen. das hindert aber niemanden daran, sich weiterzubilden oder mit gleichgesinnten eine firma zu gründen.
aber ein vorschlag zur güte, so viele menschen haben dieses jahr durch weggefallene urlaube geld gespart, lassen sie uns doch im dezember jedem paketboten und jeder kassiererin mit denen wir kontakt haben, 5 oder 10 euro in die hand drücken. so können wir unsere anerkennung ausdrücken und haben es selbst in der hand, das leben dieser menschen wenigstens etwas zu verbessern.

22:07 von Wilhelm Schwebe

«offenbar waren sie schon lange nicht mehr im stationären einzelhandel.
bei karstadt und douglas sahen mich die mitarbeiter als störenfried.»

Wohl eher selten zu sehen bei Kunden, die nur normal was einkaufen wollen, "ohne dabei zu randalieren". Etwas weniger freundliche Betreuung durch das Verkaufspersonal kommt wohl immer mal vor. Unabhängig vom einzelnen Kunden sind Verkäufer-Betreuer ja keine Roboter mit immer gleich guter Laune.

Gehen Sie niemals in Japan was im Kaufhaus einkaufen. Einziges Manko in Kundenbetreuung dort ist … dass niemand Ihnen während Beratung + Verkaufsgespräch die Schuhe auffrischt … und den halb-losen Knopf am Hemd wieder fest annäht. Gehen Sie dann nie wieder woanders einkaufen … ohne sich vernachlässigt + mies behandelt zu fühlen.

«bei hornbach … nur die küchenarmaturen ihres billiglieferanten.»

Baumärkte & IKEA haben immer das im Sortiment, was sie halt haben.
Will man das nicht, kann man zum Fachhändler gehen.
Oder zum Amazon. Kein Vergehen …

Darstellung: