Kommentare

Korrekt

Es darf keinen Generalverdacht gegen Polizisten geben!

Untersucht wird Rassismus in der Gesellschaft -

und wo liegt das Problem ?

Unglaublich

Offensichtlich toleriert der Innenminister Rechtsradikalismus in den Sicherheitsbehörden! Anders ist seine Haltung gar nicht zu deuten. Der Mann ist untragbar.

rer Truman Welt

Ist es nicht interessant, wie das "Objekt" der ursprünglich angedachten Studie so verwässert wurde, daß eindeutige Erkenntnisse dieser jetzt geplanten Studie entweder nicht mehr machbar sind oder im Kontext gesellschaftlicher paralleler Entwicklungen durch Herstellung von Zusammenhängen erklärt und verharmlost werden können.
Staarsorgane haben völlig unabhängig von Entwicklungen in der Gesellschaft der Verfassung zu unterliegen und zu dienen - ohne Ausnahme! Wer dem nicht gerecht wird, hat in einem solchen Organ nichts zu suchen!

Anders geht es doch gar nicht

Es soll ja gezeigt werden, in welchem Verhältnis Rassismus in der Gesellschaft zu Rassismus bei den Sicherheitskräften steht.
Wenn zum Schluss rauskommt, dass " X % " der Polizisten rassistische Tendenzen haben, nützt mir diese Zahl ja überhaupt nichts, wenn ich nicht vergleichen kann mit dem Prozentsatz in der Gesellschaft.

Und wenn dann der Prozentsatz bei der Polizei nicht deutlich niedriger ist als in der Gesellschaft, dann muss gehandelt werden.
_

Journalistische Manie

Es ist schon seltsam, wie die journalistische Zunft danach giert, Polizisten unter Generalverdacht stellen zu wollen. Wie wäre es denn, wenn beim eigenen Berufsstand so verfahren würde? Ein Sturm der Entrüstung würde losbrechen.

@ 21:05 von Einfach Unglaublich

Es gibt keinen Generalverdacht. Es geht darum, auch bei der Polizei von Aufnahme, Ausbildung, Alltagskommunikation bis Zulassungsprüfung einiges zu untersuchen. Das hat auch Seehofer nun kapiert - und muss zur Gesichtswahrung etwas drumrum basteln. Sei ihm auf seine alten Tage gegönnt.

`Kompromiss im Kanzleramt´.

`Kompromiss im Kanzleramt´. Na, dann kann man ja eigentlich nichts dagegen sagen, ist doch der Glaube verbreitet, ein Kompromiss sei etwas positives.
Aus einer Studie zu Rassismus bei der Polizei (für die eigentlich schon das Sammeln der Nachrichten aus den letzten Jahrzehnten reichen würde) wird nun eine Studie über
"Rassismus in der Gesellschaft" (was weder gefragt gewesen noch interessant ist) und über "Schwierigkeiten und Frust im Alltag der Sicherheitsbeamten".
Am Ende werden wir alle in Mitleid versinken. Wir, die wir alle keinen Frust und keine Schwierigkeiten im Alltag haben.

Und wenn wir dann bei `warum sich mitunter "Vorurteile gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen" bei einzelnen Beamten verfestigten´ angekommen sind, haben wir bestimmt auch noch alle Verständnis.
Okay, Seehofer ist entschuldigt (wegen er sein), aber wer macht dabei mit ? Die SPD... mal wieder. Und, auch mal wieder, Scholz persönlich.

21:24 von MartinBlank

Und wenn dann der Prozentsatz bei der Polizei nicht deutlich niedriger ist als in der Gesellschaft, dann muss gehandelt werden
.
halte ich für schwierig.
Immerhin ist die Polizei ein Abbild unserer Gesellschaft.
Wobei die mit Erfahrungen zu tun haben,
die sich von denen eines "normalen" Bürgers stark unterscheiden können.
Also auch entsprechend andere Prägung

@ aybaytu

„Unglaublich
Offensichtlich toleriert der Innenminister Rechtsradikalismus in den Sicherheitsbehörden! Anders ist seine Haltung gar nicht zu deuten. Der Mann ist untragbar.“

Er toleriert keinen Rassismus in der Polizei, deshalb lässt er es in einer Studie überprüfen. Er möchte aber gesamtgesellschaftlich überprüfen, ob Sie nicht vielleicht auch rechte Tendenzen haben. Deshalb ist es doch nur positiv, dass Sie und ich auch überprüft werden? Oder haben sie Angst vor ihrem Ergebnis?

@21:25 von Der_Mahner

"Journalistische Manie
Es ist schon seltsam, wie die journalistische Zunft danach giert, Polizisten unter Generalverdacht stellen zu wollen. Wie wäre es denn, wenn beim eigenen Berufsstand so verfahren würde? Ein Sturm der Entrüstung würde losbrechen."

Bei der gesellschaftlichen Bedeutung, die sich der Journalismus selbst als 4. Gewalt zuschreibt treffen Sie da in meinen Augen tatsächlich einen Punkt.
Ohne Realitätsbezug nur zum Verständnis... Einen "Stürmer" wird kein Presserat in den Griff bekommen. In der Schweiz gibt es ja die Weltwoche... eine äusserst grenzwertige Publikation.

A propos Rassismus

Gerade schaue ich die Dokumentation über die „Black Panther“ in den USA.
Und ich muss leider wieder einmal feststellen, dass es zB in den USA unfassbare Verbrechen gegen schwarze Menschen gegeben hat, die in der damaligen Zeit in keiner westdeutschen Zeitung, in keinem westdeutschen Sender jemals erwähnt wurden. Schauprozesse mit gefesselten und geknebelten Angeklagten vor Gerichten in New York, unglaubliches Vorgehen von Polizei, FBI und Geheimdiensten gegen Frauen und Kinder, und nichts davon hat die westdeutsche Öffentlichkeit mitbekommen, weil unsere Medien uns diese Informationen vorenthalten haben.
Auch dazu und wie es zu erklären ist, sollte es eine Studie wenigstens bei den Ö/R geben.
Denn man könnte im
Nachhinein den Eindruck bekommen, und den bekomme ich heute Abend, dass es auch bei den deutschen Medien an Rassisten nicht mangelte.
Eine grundsätzliche Aufarbeitung der ersten 20 - 30 Jahre der westdeutschen Medienlandschaft nach dem 2. WK ist ebenso dringend nötig!

@21:26 von andererseits @21:05 von Einfach Unglaublich

//Das hat auch Seehofer nun kapiert - und muss zur Gesichtswahrung etwas drumrum basteln. Sei ihm auf seine alten Tage gegönnt.//

Ich empfinde das nicht so, eher würde ich sagen, dass auch das, was Sie "drumrum basteln" nennen, überfällig ist.

Interessanter finde ich aber, WIE die Rassismus-Studie genau durchgeführt werden soll. Bei der "Bastelei" scheint es leicht zu sein, weil wohl ziemlich offen über die Probleme gesprochen werden kann. Aber wie soll das beim Rassismus gehen? Wer wird da offen reden? Wie kann man da Erkenntnisse gewinnen, ohne die einzelnen Polizisten wie Kriminelle zu behandeln? Für eine Studie kommen ja wohl Online-Durchsuchungen und Ähnliches nicht infrage.

Das ist richtig

In dieser Studie soll es auch um Gewalt und Hass gegen Polizisten gehen, sagte Seehofer - damit da eine "vernünftige Balance" herrsche
#
Nur so kann es ein geschlossenes Bild abgeben.

Seehofer „macht“ sich die Welt, wie sie ihm gefällt -

und wie er sie sehen will (und sie alle anderen daher gefälligst auch zu sehen haben). Die nötige „Vollmacht“, anderen die Bedingungen vorzugeben bzw. zu diktieren, unter denen sie tätig werden „dürfen“ hat er ja.

Wichtiger als Studien in

Wichtiger als Studien in Auftrag zu geben ist m.E. konkrete Verdachtsfälle aufzuspüren und zu verifizieren. Dies geschieht bereits. Zahlen wurden im neulich veröffentlichten Bericht genannt.

/// Am 20. Oktober 2020 um

///
Am 20. Oktober 2020 um 21:25 von Der_Mahner
Journalistische Manie

Es ist schon seltsam, wie die journalistische Zunft danach giert, Polizisten unter Generalverdacht stellen zu wollen. ///
.
Woraus schliessen Sie das ?

///Wie wäre es denn, wenn beim eigenen Berufsstand so verfahren würde? Ein Sturm der Entrüstung würde losbrechen.///
.
Die jetzt geplante Studie wird diesen Berufsstand mit einschliessen.

Wahlkampf läuft.

Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf...

Lokführer Scholz hat Kohle in den Kessel geworfen, IM Seehofer heizt gerne nach...

Alle Parteien springen gerne auf den Zug auf, wer bedient nicht gerne die eigenen Fahrgäste...

Davon abgesehen zum Thema: Natürlich gibt es strukturellen Rassismus bei der Polizei. Weiß jeder, der schon mal am Hauptbahnhof seiner Wahl auf den Vorplatz trat und wieder einmal die Personenkontrolle der dunkelhäutigen Gruppe (ohne weißes zu kontrollierendes Individuum) am Eingang beobachten durfte...

"Racial Profiling", weiß doch jeder...

@ um 22:05 von schiebaer45

Und Sie sind der Meinung, dass Gewalt gegen Polizisten die Rechtfertigung dafür ist, dass Polizisten Rechtsradikal werden oder sein dürfen?
Oder welchen Zusammenhang sehen Sie da?
Polizisten haben wir viel zu wenige und sie werden ziemlich schlecht bezahlt, sie müssen vieles erdulden und sich möglicherweise auch viel gefallen lassen, der Dienst ist anstrengend und man lernt sicher Menschen kennen, denen man aus verschiedenen Gründen im privaten Leben niemals über den Weg laufen möchte.
Das alles ist niemals eine Rechtfertigung dafür, selber zu einem solchen Menschen oder gar zu einem Nazi zu werden.
Ganz abgesehen davon, dass ein Polizist durch seinen Eid auf die Verfassung dadurch auch zu einem Straftäter, Staatsverbrecher und Hochverräter wird, muß man dann auch an seinem Verstand zweifeln, da nur ziemlich dumme Menschen Rechtsradikal werden oder sind.

@dermahner, 21:25

Es ist schon seltsam, wie die journalistische Zunft danach giert, Polizisten unter Generalverdacht stellen zu wollen.

Ganz charmant gefragt, wo haben Sie das denn herausgelesen?

Wenn ich richtig informiert bin, geht es um eine Studie, die herausfinden soll, wer und wie viele Polizisten rechtsextrem, und wer und wie viele Polizisten nicht rechtsextrem sind.

Wo ist da der "Generalverdacht"?

Der Mann ist untragbar.

aybabtu@
Sie müssen leider damit leben das die demokratische Mehrheit das anders sieht.
Rechtstaat und Demokratie gilt auch und besonders für die guten Sicherheitskräfte.

21:26 @ andererseits

Ich bin mir nicht sichet, ob Seehofer verstanden hat, dass es nicht um einen Generalverdacht gegen Sicherheitsbehörden geht.
Er betont es extra noch einmal.

Es könnte außerdem auch ein
schlechtes Licht auf ihn selbst fallen,
hat er doch m.E. Maaßen viel zu lange gestützt, gedeckt.

Diskriminierung in Vollversion

"Seehofer betonte, eine Studie, die von einem Generalverdacht der Polizei beim Thema Rechtsextremismus ausgehe, lehne er weiterhin ab. Er wolle keine Studie, die sich "mit Unterstellungen und Vorwürfen gegen die Polizei" richte."
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Aber Wissenschaftlern somit unterstellen, dass diese vorab mit Unterstellungen und Vorwürfen gegen die zu untersuchende Gruppe (bzw. den Forschungsgegenstand) an ihre Forschung/Studie gehen, das geht in Ordnung? Was haben wir für einen Unterschiede machenden Minister des Innern und der Heimat. Gut, dass er nicht das Wissenschaftsministerium leitet. Wird jetzt gegen dieses, sein Urteil über Wissenschaft aus den Universitäten und Forschungsinstitute Proteste geben? Denn so ausgedrückt, meint er wohl alle (Sozial-) Wissenschaft. Ich halte das für beschränkt und letztlich auch noch diskriminierend. Ein Innenminister mit dieser Haltung zu gesellschaftlichen Fragen und zu Fragen der Wissenschaft muss sich Deutschland nicht leisten.

Typisch Seehofer und CDU/CSU

Nachdem über Jahrzehnte der Rechtsextremismus von diesen Leuten geleugnet und verniedlicht wurde, geschieht das Gleiche in Sachen Polizei. Hoffentlich wird es ihnen irgendwabb auf die Füße fallen.

22:28 von nie wieder spd

dass ein Polizist durch seinen Eid auf die Verfassung dadurch auch zu einem Straftäter ....
.
also Politiker schreckt das nicht sehr ab
so meine Einschätzung
und ich denke dabei nicht nur an Scheuer

Auf diese Studie bin ich gespannt

Beispiel USA: wie ja inzwischen allgemein bekannt ist, hat die US Polizei ein massives Rassismus Problem.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass in der weißen Mehrheitsgesellschaft vor allem im Süden, Rassismus ebenfalls sehr stark verbreitet ist. Nur wirkt sich das anders aus (Schwarze werden vor allem von Polizisten erschossen aber auch oft einfach diskriminiert, während es im Alltag ebenfalls zu Diskriminierungen kommt).

Im nicht mehr ganz so homogenen „Schmelztiegel“ (der Begriff ist heute nicht mehr zutreffend) gibt es viele rassisistische Ressentiments (Schwarze gegen Asiaten und Juden oder umgekehrt, unterschiedliche Latino Fraktionen etc.).

Wenn die Studie der BR nun herausfindet, dass Rassismus in Deutschland weit verbreitet ist, was fängt man mit dem Ergebnis an ? Wird dann die Bewerberauswahl an Polizeischulen geändert oder forscht man mal nach den Ursachen für latenten Rassismus ?

>>Untersucht wird Rassismus

>>Untersucht wird Rassismus Extremismus, Antisemitismus in der Gesellschaft - und damit auch bei den Sicherheitsbehörden.<<

Das begrüße ich ausdrücklich!

Diese Studie sollte generell in allen Berufssparten stattfinden.

Wer rassistisch, extremistisch, antisemitisch ist, muss sofort aus dem Dienst entlassen/suspendiert werden.

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