Ihre Meinung zu: Bolivien: Arce liegt bei Präsidentenwahl vorn

19. Oktober 2020 - 19:53 Uhr

Die Zeit politischer Ungewissheit in Bolivien scheint endlich vorbei: Laut Prognosen entfiel die Mehrheit der Stimmen auf den Linkskandidaten Arce. Die Opposition erkannte bereits die Niederlage an. Von Ivo Marusczyk.

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Kommentare

Die Übergangspräsidentin Jeanine Áñez hatte wie eine Dikatorin

regiert. Und ist gegen Demonstranten mit äußerster Gewalt vorgegangen.
Gut, dass diese ultrarechte Politikerin, die selbst im 1stelligen Prozentbereich lag, keine Chance im Präsidentschaftsrennen hatte, und deshalb vorzeitig zurückgezogen hatte.

Gut für Deutschland, wegen

Gut für Deutschland, wegen dem Lithium Deal... Arce sagte er möchte den Deal mit Deutschland und der Firma in Ba-Wü wieder beleben. 30% des Weltweiten Vorkommens hat Bolivien und Deutschland hat sich dies komplett gesichert, vorausgesetz der Vertrag bleibt bestehen..

Ohne sich in Südamerika politisch auszukennen...

Sowohl in Mittel- wie in Südamerika, als auch in Süd- und Mittelafrika, also auch in Südostasien und im arabischen Raum Westasiens (naher Osten) sind seit zirka 20 Jahren heftige gesellschaftliche Umbüche zugange.
Ich vermute stark, alles hauptsächlich eine Folge der technischen Entwicklung/Digitalisierung/Internet/"sozialen" Medien.
Die Revolutionen sind einfach nicht mehr aufzuhalten, jeder kennt mittlerweile jeden einzelnen sozialen Status auf dem gesamten Globus.
Es wird (in spätestens 30 Jahren - schätze ich) zu vollkommener Gleichheit führen. Alle 8 Milliarden Menschen werden sich - was den Lebensstandard angeht - nicht mehr unterscheiden!
Es wird zwar extreme Unterschiede im Vermögen geben, aber diese werden völlig unwichtig sein, - um glücklich leben zu können.

Einen Wahlsieg von Señor Arce …

hätte Bolivien auch schon vor einem Jahr haben können.

Hätte Evo Morales ihn mal besser parteiintern schon für die Wahl 2019 als Nachfolgekandidat "aufgebaut", anstatt selbst unbedingt noch einmal kandidieren zu wollen. Arce war eh der wohl einflussreichste Politiker in den Administrationen unter Morales.

Wäre das Tohuwabohu um die Wahl 2019 nicht entstanden, das eine Jahr großes Durcheinander danach auch nicht. Schon gar nicht die Zweifel, ob es im Land tatsächlich demokratisch zugeht.

Wäre erfreulich, würde sich eine Stimmenzahl von > 50% für Arce bestätigen. Und er nicht nur wegen des Wahlrechts: "> 40% ist auch gut, wenn der Zweitplatzierte mind. 10% dahinter liegt". Sehr zerstritten sind die Lager in BOL sowieso, und dies würde es noch weiter fördern.

"Mit Arce werden wir wie Venezuela" war ja so was wie das Geflügelte Wort vieler Anhäher vom (wohl) unterlegenen Kandidaten Señor Mesa.

Möge Morales nach BOL zurückkehren … oder nicht.
Definitiv sehr zurückhalten soll er sich !

Tja.

Man wird die Demokratie nicht los.

Auch, wenn man in Form des Vorvorgängers in überaus perfider und schamhafter Weise aus dem Land geprügelt hat.

Sie kommt zurück wie ein hungriger Kater auf der Suche nach Milch.

21:13 von Joe_Muc

«Gut für Deutschland, wegen dem Lithium Deal... Arce sagte er möchte den Deal mit Deutschland und der Firma in Ba-Wü wieder beleben. 30% des Weltweiten Vorkommens hat Bolivien und Deutschland hat sich dies komplett gesichert, vorausgesetz der Vertrag bleibt bestehen..»

"Komplett gesichert" hat sich DEU die Lithium-Vorräte in BOL mit dem Vertrag nicht. Der ganz wichtige Punkt darin ist, dass in BOL eine eigenständige Industrie zur Weiterverarbeitung, bis hin zur Produktion von Akkus entstehen soll. Damit BOL nicht nur das Land ist, in dem man das Lithium "ausbuddelt".

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der schon von E. Morales gekündigte Vertrag schlicht 1:1 reanimiert wird, und dann so in Kraft tritt, wie er einst abgeschlossen worden war. Es sind weiter so einige wichtige ungelöste Fragen zu klären. Vor allem die, wo das Wasser herkommt, und wie viel davon man überhaupt für welche Art von Industrie benötigt.

Auch wenn die Voraussetzungen am Salar de Uyuni sehr günstig sind.

Das ist eine gute Nachricht

„(...) am Wahlsieg des Linkskandidaten Luis Arce bestehen keine Zweifel mehr. Inzwischen hat auch sein wichtigster Gegenkandidat, der frühere Präsident Carlos Mesa, den Wahlsieg Arces anerkannt“

Dass ein solcher ebenso zivilisierter wie geordneter Übergang von politischer Ungewissheit wieder zurück zu klaren Verhältnissen möglich ist, lässt hoffen.

„In einer improvisierten Pressekonferenz wandte sich Arce an die Bürger Boliviens: "Wir haben einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, wir haben die Demokratie und vor allem auch die Hoffnung zurückgewonnen." Arce versprach, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden“

Das ist das Allerwichtigste und zugleich Schlüssel zu jedem nachhaltigen Erfolg:
Auf Einheit und Kooperation statt auf Spaltung setzen. Hoffentlich gelingt ihm auch hier, durch politisches Geschick alle Bolivianer davon zu überzeugen („Der Politiker gilt als Architekt der durchaus erfolgreichen Wirtschaftspolitik von Morales“: Was die Wähler offenbar honoriert haben).

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