Kommentare

Französische Verwaltung

Könnte man den Libanon nicht für sagen wir fünf Jahre wieder unter französische Verwaltung stellen?

Staatlicher Klüngel

Dass kurz nach dem Rücktritt Adibs das Hauptgebäude des staatlichen libanesischen Stromversorgers in Flammen stand,...

Mit staatlichen Stromkonzernen ist erfahrungsgemäß kein Staat zu machen. Stromversorgung gehört in private Hände.

Libanon !

Solange, die bisher Mächtigen im Land immer nur ihren eigenen Vorteil sehen und nicht darauf verzichten wollen, zum Wohle der Allgemeinheit, wird sich leider nichts ändern.
Aber das ist ja leider überall so, wo immer die Elite ihre Macht und ihr Geld verteidigen will.
Ob Libanon, Belarus, Iran, Türkei, Saudi Arabien, Russland oder China, um nur einige zu nennen, herrschen ein paar wenige, als seien nur sie die Heilsbringer, und das Volk leidet.
Bestimmte Personen müssten verschwinden, um vielleicht eine neue Ära ein zu läuten, aber dies wird dauern, leider sehr traurig !!

13:52 von Hartz-IV-Ossi

Mit staatlichen Stromkonzernen ist erfahrungsgemäß kein Staat zu machen. Stromversorgung gehört in private Hände.

Re Nö so kann man so nicht sagen ,würde mit Sachverstand funktionieren aber Clan und Lobby spricht dagegen .Erst diese abschaffen .

„Nach der verheerenden Explosion in Beirut richtete sich die internationale Aufmerksamkeit auf den Libanon. Frankreichs Präsident Macron versprach Hilfen und forderte Reformen.
>> Doch nicht nur die lassen auf sich warten“

Das war auch nicht anders zu erwarten. Schließlich hat sich an den Regularien der vom Kapital „vorgegebenen“ globalen Wirtschaftsordnung, die folglich auch die der globalen Politik bestimmen, nichts geändert.

Hartz 4 ossi

Witzbold frag doch mal die Gelbwesten was die davon halten . Repression wo man hinschaut in Frankreich , immer mehr Menschen verfallen da in Armut, die Suppenküchen werden immer voller wie in vielen West. Staaten . Aber was den Libanon angeht empfehle ich als erstes die Trennung von Staat und allen Glaubensrichtungen.Nennt man auch Säkularisierung. Das Grundübel dieses Landes; und natürlich die Korruption mit Stumpf und Stiel zu beseitigen .

EU gelähmt

Die EU-Politiker sind mal wieder ratlos und unfähig die tatsächlichen Probleme anzuerkennen und was zu unternehmen. Ja, der Libanon ist kein teil der EU aber für uns ein äußerst wichtiges Land!

A) Müssen Politische Ämter nicht mehr nach Religion verteilt werden. B) Dem Mulhas im Iran unterbinden (z.B. mit Sanktionen) Milizen vor Ort einzusetzen.

Es wird NIE Reformen um Land geben können, solange Gesetzlose schiitische Milizen jeden töten können - ohne Konsequenzen.

Klärungsbedarf ...

Klärungsbedarf ...

... wurde eigentlich jetzt schon geklärt, wie es zu der gigantischen Ammoniumnitrat-Explosion gekommen ist?

Wie kann es sein, dass man 2700 Tonnen hoch-explosives Ammoniumnitrat ohne viel Aufsehen - und das offensichtlich unter Umgehung aller Sicherheitsstandards - inmitten einer Metropole lagern kann??

Wie genau kam es zur Explosion? Stehen islamische Terrorgruppen dahinter?

Die EU sollte sich raushalten

@ Googol:
Die EU-Politiker sind mal wieder ratlos und unfähig die tatsächlichen Probleme anzuerkennen und was zu unternehmen.

Das ist nicht fair. Die EU erkennt die Probleme des Libanon zweifellos sehr genau. Sie greift aber natürlich dennoch nicht ein, weil ihr diese Einmischung gar nicht zusteht.

Archaische Gesellschaft?

Eigentlich wählt man Politiker, um den eigenen Staat und dessen Bewohner in die bestmögliche Zukunft zu führen.

Wenn die Gesellschaft jedoch Politiker zu dem Zweck wählt, sich selbst und seinen Vettern ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu verschaffen, dann befindet man sich in einer Gesellschaft, die noch nicht verstanden hat, welchen Wert ein gutes Gemeinwohl für jedermann hat.

Solche Gesellschaften sind in der Zivilisations-Entwicklung weit zurück und werden über kurz oder lang ihre Eigenständigkeit verlieren.

Ja, die Hisbollah...

Er plante, Schlüsselressorts ohne Rücksicht auf Religionszugehörigkeiten an Experten zu vergeben. Das passte den Schiiten-Parteien Amal und Hisbollah nicht. Sie wollen jemanden aus ihren Reihen auf dem einflussreichen Posten des Finanzministers sehen.
___

Und wieder einmal mehr zeigt sich die traurige Wahrheit: der Libanon, der mal als die Schweiz des Nahen Ostens galt, wurde in den letzten Jahrzehnten von der Hisbollah systematisch kaputt gemacht. Einer vom Iran finanzierten paramilitärischen Organisation, die vom Libanon aus ihre Angriffe gegen Israel plant. Wenn der Libanon jemals zur Ruhe kommen will, muss er erst einmal diese Geißel los werden. Proporzsystem bei der Postenvergabe ist ja schön und gut, aber besser wäre es, die Ressorts nach Kompetenzen zu verteilen und ansonsten die Wähler entscheiden zu lassen. Und wenn alle Bevölkerungsgruppen im Land gleichberechtigt wahlberechtigt siond, dann wird sich das mit dem Proporz auch von allein einstellen.

Atomenergie: Versagen der Privaten.

@13:52 von Hartz-IV-Ossi
Energiewirtschaft ist ein typisches Beispiel für eine öffentliche Aufgabe, mindestens unter enger öffentlicher Kontrolle.
Da darf es z.B. keine gezielte Verknappung geben, um den Profit zu erhöhen.

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 14:25 von Wolfgang E S
Archaische Gesellschaft?

Eigentlich wählt man Politiker, um den eigenen Staat und dessen Bewohner in die bestmögliche Zukunft zu führen.

Wenn die Gesellschaft jedoch Politiker zu dem Zweck wählt, sich selbst und seinen Vettern ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu verschaffen, dann befindet man sich in einer Gesellschaft, die noch nicht verstanden hat, welchen Wert ein gutes Gemeinwohl für jedermann hat.

Solche Gesellschaften sind in der Zivilisations-Entwicklung weit zurück und werden über kurz oder lang ihre Eigenständigkeit verlieren.///
.
Das Problem ist wohl, dass Bevölkerungsteile dieses System überwinden wollen und es stellt sich die Frage, was der beste Weg dazu wäre. Neugründung von Parteien und hoffen auf Erlangung einer Verfassungsändernden Mehrheit ? Revolution ? ...

14:20 von Blitzgescheit

>>Klärungsbedarf ...

... wurde eigentlich jetzt schon geklärt, wie es zu der gigantischen Ammoniumnitrat-Explosion gekommen ist?<<

Soweit ich (meinen unbestätigten Meldungen zufolge) weiß, wurde eine in der Nähe gelegene Lagerhalle bei mißlungenen Schweißarbeiten an einem Stahltor in Brand gesetzt.
Dies hatte zur Folge, dass der Brand auf die Lagerhalle des Ammoniumnitrats übergriff.
Der Verdacht auf islamistische Terrorgruppen ist haltlos.

>>Wie kann es sein, dass man 2700 Tonnen hoch-explosives Ammoniumnitrat ohne viel Aufsehen - und das offensichtlich unter Umgehung aller Sicherheitsstandards - inmitten einer Metropole lagern kann??<<

Tja, das frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Behördenschlamperei und Korruption?

13:52, Hartz-IV-Ossi

>>tlicher Klüngel
Dass kurz nach dem Rücktritt Adibs das Hauptgebäude des staatlichen libanesischen Stromversorgers in Flammen stand,...

Mit staatlichen Stromkonzernen ist erfahrungsgemäß kein Staat zu machen. Stromversorgung gehört in private Hände.<<

Aha.

Ich glaube allerdings nicht, daß die libanesischen Probleme mit der Stromversorgung irgend etwas mit privat oder staatlich zu tun haben.

Nicht wirklich das richtige Thema, im neoliberale Dogmen zu verkünden.

14:20 von Blitzgescheit

Wie kann es sein, dass man 2700 Tonnen hoch-explosives Ammoniumnitrat ohne viel Aufsehen - und das offensichtlich unter Umgehung aller Sicherheitsstandards - inmitten einer Metropole lagern kann??
.
ist das ne rhetorische Frage ?
Behörde 1 hat das Zeug irgendwann mal beschlagnahmt
Behörde 2 hat es mal irgendwo ablagern lassen, wo gerade Platz war
und Behörde 3 hatte gerade was anderes zu tun als sich um das zu kümmern
Bürokratie eben ....

14:20, Blitzgescheit und Bart so breit...

>>Wie genau kam es zur Explosion? Stehen islamische Terrorgruppen dahinter?<<

Das hätten Sie gerne, oder?

Es gibt allerdings nicht den allergeringsten Hinweis darauf. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

13:52, Hartz-IV-Ossi

>>Staatlicher Klüngel
Dass kurz nach dem Rücktritt Adibs das Hauptgebäude des staatlichen libanesischen Stromversorgers in Flammen stand,...

Mit staatlichen Stromkonzernen ist erfahrungsgemäß kein Staat zu machen. Stromversorgung gehört in private Hände.<<

Ihnen ist aber schon klar, daß es das Grundproblem des Libanons ist, daß der Staat sich als Beute in privaten Händen befindet?

14:34 von Werner40

>>Das Problem ist wohl, dass Bevölkerungsteile dieses System überwinden wollen und es stellt sich die Frage, was der beste Weg dazu wäre. Neugründung von Parteien und hoffen auf Erlangung einer Verfassungsändernden Mehrheit ? Revolution ? ...<<

Bis auf die Revolution gebe ich Ihnen recht.
Denn eine solche würde einen Flächenbrand in dieser Region auslösen.
Und was die Neugründung von Parteien angeht, dann ist das IHMO nur mit einer Säkularissierung der Gesellschaft möglich.
Und da... sehe ich schwarz. Dazu braucht es noch X Generationen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

14:30 von nikioko

wurde in den letzten Jahrzehnten von der Hisbollah systematisch kaputt gemacht
.
da waren wohl alle Nachbarn involviert

>>Wie kann es sein, dass man

>>Wie kann es sein, dass man 2700 Tonnen hoch-explosives Ammoniumnitrat ohne viel Aufsehen - und das offensichtlich unter Umgehung aller Sicherheitsstandards - inmitten einer Metropole lagern kann??<<

„Tja, das frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Behördenschlamperei und Korruption?“

Um viele Vorgänge dieser Welt verstehen zu können, muss man nicht immer den sorgsamen westlichen Maßstab anlegen.
In vielen Ländern (vor allem in armen Ländern) ist auch ganz ohne Korruption die Sorge um höchstmögliche Sicherheit begrenzt.
Da wird dann entsprechend der Devise gehandelt:
Das wird schon gut gehen oder man beschäftigt sich überhaupt nicht damit, was dort gelagert ist und was im schlimmsten Fall passieren kann

Schauen sie sich beispielsweise mal Videos zum Thema Ladungssicherung und Transport von Menschen auf Zügen und LKW an.
Da bekommen sie hier einen Schreck, in diesen Ländern ist es völlig normal. Und natürlich passiert auch was, aber das führt zu keinem Umdenken

EU Aufnahme

Man könnte Libanon doch in die EU aufnehmen... würden gut reinpassen.

14:54 von Sisyphos3

>>Bürokratie eben ....<<

Jedem Land seine Bürokratie wie sich das gehört. Auf jeden Fall sollte man sich nicht einmischen. Liege ich da richtig mit meiner Einschätzung?

Komisch, wieso fällt mir jetzt gerade der BER ein?

@Am 04. Oktober 2020 um 14:54 von Sisyphos3

Zitat: "ist das ne rhetorische Frage ?
Behörde 1 hat das Zeug irgendwann mal beschlagnahmt
Behörde 2 hat es mal irgendwo ablagern lassen, wo gerade Platz war
und Behörde 3 hatte gerade was anderes zu tun als sich um das zu kümmern
Bürokratie eben ...."

Nein. Keine rhetorische Frage.

Ich verstehe: Passierschein A38 also.

Am 04. Oktober 2020 um 15:07 von sonnenbogen

Zitat: Man könnte Libanon doch in die EU aufnehmen... würden gut reinpassen.

Bedauerlicherweise muss ich Ihnen da widersprechen.

Die EU ist durch den jahrelangen blutigen Bürgerkrieg bzw. Stellvertreterkrieg schon so arg gebeutelt, dass sie eine weitere Baustelle nicht verkraften könnte.

Der Staat Libanon ist regelrecht winzig!

Zum Vergleich :

Die Weltmacht Schleswig-Holstein ist mit über 15.000 qkm fast 1,5 mal so groß wie der gesamte Libanon mit etwas über 10.000 qkm!

Daher mein Fazit :

Das der gesamte Libanon in Wahrheit ein SEHR kleiner Staat ist, wissen die allermeisten Deutschen überhaupt nicht!

Libanon: Der staatliche Zerfallsprozess geht wei...

Das ist zu befürchten. Ein weiterer failed state, ein gescheiterter Staat. Aber was Macron da zu tun hat ? Vielleicht kann man das im Lichte der französischen Geopolitik sehen ( wie auch Libyen oder der Ägäis).
Aber was soll eine Privatisierung des Stromsektors der Bevölkerung helfen ? Und da gibt es ja internationale Erfahrungen. Von der Tendenz her klingt das so, wie vorauseilender Gehorsam gegenüber den Strukturanpassungsprogrammen des Internationalen Währungsfond (IWF).
Wieso soll ausgerechnet von da eine Rettung kommen ?

Wie in Afghanistan 1 Mutter aller Bomben in die Hisbollah

schießen dann fangen schnell Verhandlungen an. Siehe Trump & jetzt wird in Afghanistan verhandelt. Trump wird den Herren von den Taliban schon das richtige erzählt haben.
Was sagte meine Mutter immer. Lieber ein Schrecken mit Ende als endlosen Schrecken.
In manchen Sachen macht Trump einiges richtig. Siehe Israel welches sich mit den Arabischen Staaten nach fast einem Jahrhundert wieder versöhnt.
Dadurch wird auch der Iran geschwächt. Hat sich schon jemand der Forum Schreiber hier den über 200 seitiges Iran Vertrag durchgelesen ? Er ist soviel Wert wie das Papier auf dem er geschrieben wurde wert. Denn was vorne bestätigt wird ist auf anderen Seiten mit Passus wieder aufgehoben. Auch da muss ich Trump leider Recht geben.
Schade das Macron nicht Trump ist denn dann würde es den Libanesen schnell besser gehen.

Keinen Cent oder irgendwelche andere Hilfen für den Libanon.
Nicht nur der Iran & die Hisbollah haben Atombomben,
Russland uvm die sich ja angeblich an den Atomvertrag .
Abwarten

Fremdentscheidung

Europa und die USA sind für die Länder dieser Erde keine Friedensengel. Wo haben die Einmischungen, egal in welcher Form, Frieden gebracht? In Irak, in Syrien, in Libyen, in der Ukraine, in Afghanistan, in Mali? Im Libanon wird Macron an den religiösen Machtkämpfen scheitern. Er wird versagen wie Sarkozy, der 2011 die treibende Kraft beim Sturz Gaddafis war. Das Ergebnis ist Krieg und Chaos. Was für eine Mission soll das jetzt in Libanon werden? Das Volk wird doch erst gar nicht gefragt, es wird von oben herab entschieden. Das kommt mir verdammt bekannt vor.

Regierung "entsorgern"

Und wieder ein Land mehr, in dem die Regierenden gegen ihr Volk agieren. Das nimmt auf diesem Planeten langsam aber sicher ein Ausmaß an, gegen das wohl nur noch ein global konzertierter "Generalerdaufstand" gegen die betroffenen Regierungen, deren Entmachtung und Zustellung einer zuständigen Gerichtsbarkeit hilft.
Ich wünsche den Libanesen, dass sie endlich in Frieden und kollektiven, nachhaltigen Wohlstand ihr Dasein fristen können.

14:23 von KowaIski ..EU/Iran

"EU erkennt die Probleme des Libanon zweifellos sehr genau. Sie greift aber natürlich dennoch nicht ein, weil ihr diese Einmischung gar nicht zusteht."

>A) Erkennen tut sie nichts an, weil das iranische Regime nicht beschuldigt wird.
>B) Einmischen und helfen sind zwei paar Schuhe!

15:07, sonnenbogen

>>Man könnte Libanon doch in die EU aufnehmen... würden gut reinpassen.<<

Könnten Sie dies bitte näher erklären und begründen?

Syrien, Irak, Libanon, Jemen - ein Nenner

In allen Staaten in dem das iranische Regime sich in die Politik, Gesellschaft und Militär einmischt sehen wir immer das Gleiche: Diskriminierung von Bevölkerungsteilen, Paramilitärs, Angst und Staatsverfall.

Erst wenn das unterbunden wird, haben Reformen eine Chance!

15:12, Rimutotara

>>14:54 von Sisyphos3
>>Bürokratie eben ....<<

Jedem Land seine Bürokratie wie sich das gehört. Auf jeden Fall sollte man sich nicht einmischen. Liege ich da richtig mit meiner Einschätzung?

Komisch, wieso fällt mir jetzt gerade der BER ein?<<

Weil der manchen Leuten immer zu jeder passenden und unpassenden, meist unpassenden, Gelegenheit einfällt.

@13:44 von Hartz-IV-Ossi

"Libanon nicht für sagen wir fünf Jahre wieder unter französische Verwaltung stellen?"

>Wäre eine Lösung aber das iranische Regime braucht den Libanon als Versicherung und Druckmittel gegen Israel - siehe Hizbollah.

re 15:07 sonnenbogen: EU - wer sonst?

>>Man könnte Libanon doch in die EU aufnehmen... würden gut reinpassen<<

Da wollten Sie wohl einen Schenkelklopfer platzieren?

Aber tatsächlich haben Sie -ohne es zu merken - eine richtig gute Idee gehabt.

Die EU krankt daran, dass sie nicht in der Lage scheint, vernünftige Nachbarschaften aufzubauen. Aber das ließe sich nur durch Integration statt Aus-und Abgrenzung ändern.

Integration gelingt aber nicht, solange man diesem Mantra der Nichteinmischung, das tatsächlich ein feiger Irrsinn ist, folgt.

Demokratie zu ermöglichen ist niemals Einmischung und Demokratie ohne massive Ordnungsmacht kann nicht funktionieren.

Und wenn man nicht will, dass die Rolle einer Ordnungsmacht von einem Russland, einer Türkei, einem Iran oder oder ... übernommen wird, die alles, nur keine Demokratie schaffen oder zulassen werden, muss die EU schon selbst aktiv werden.

Mit Ideen allein kann man Autokraten und Milizen nicht von einer Demokratie überzeugen, in der sie niemals gewählt würden.

Wie immer......

sollten sich beim Libanon eigentlich Fragen aufdrängen, aber die werden wie die Wahrheit nicht ausgesprochen, weil nicht genehm. Nur reines Geltungsbedürfnis treibt Macron, als Präsident eines absolut überschätzten Landes auf die Bühne. Wieso sieht er Frankreich als "Ordnungsmacht" im Mittelmeerraum? Nur weil sie mal ein Mandat des Vökerbunds erhielten? Der Libanon ist ein künstliches Gebilde, vermutlich erschaffen schon im Vorgriff auf die spätere Gründung von Israel, das vorher Palästina und ein britisches Mandatsgebiet war. Im Gegensatz dazu entwickelte sich im Libanon keinerlei Nationalbewußtsein, sondern als notwendiger Ersatz dienten Religionen. Tatsächlich ist es ein "failed state", der wohl am Besten auf die angrenzenden Staaten aufgeteilt werden sollte.

15:56, spax-plywood

>>Den offiziellen Untersuchungsbericht
würde ich auch gern lesen statt mich bei Wikipedia an Abendstimmungen mit Wolken nitroser Gase an den Hängen des Libanongebirges zu ergötzen. Wissend dass reines Ammoniumnitrat oder dessen Mischung mit Diesel (ein Sprengstoff) wenn überhaupt dann niemals solche Mengen NOx freisetzt.<<

Mit nitrosen Gasen meinen Sie wahrscheinlich Stickoxide.

Soweit ich informiert bin entstehen die durchaus, wenn Ammoniumnitrat sich sozusagen chaotisch, also unvollkommen, selbst oxidiert.

Ich bin ziemlich sicher, daß, wenn dies nicht so wäre, die rotbraunen Stickoxidwolken längst intensiv von chemisch gebildeten Menschen thematisiert worden wären.

15:12 von Rimutotara

Komisch, wieso fällt mir jetzt gerade der BER ein?
-
warum ?
weil Bürokratie überall den Überblick verlieren läßt

16:07, NeNeNe

>>Fremdentscheidung
Europa und die USA sind für die Länder dieser Erde keine Friedensengel. Wo haben die Einmischungen, egal in welcher Form, Frieden gebracht? In Irak, in Syrien, in Libyen, in der Ukraine, in Afghanistan, in Mali? Im Libanon wird Macron an den religiösen Machtkämpfen scheitern. Er wird versagen wie Sarkozy, der 2011 die treibende Kraft beim Sturz Gaddafis war. Das Ergebnis ist Krieg und Chaos. Was für eine Mission soll das jetzt in Libanon werden? Das Volk wird doch erst gar nicht gefragt, es wird von oben herab entschieden. Das kommt mir verdammt bekannt vor.<<

Selbstkritik bezüglich des Lagers, in das man hineingeboren wurde, ist ja immer gut.

Ich bitte aber zu bedenken, daß "das Volk" im Libanon von überhaupt niemandem gefragt wurde. Zu gar nichts. Es macht sich aber ungefragt bemerkbar, wie es ja auch im vorliegenden Artikel zumindest am Rande thematisiert wird.

Und da kann es jede Unterstützung gebrauchen. Auch vom bösen, bösen Westen.

re 16:04 Frank von Bröckel: Winzig?

>>Das der gesamte Libanon in Wahrheit ein SEHR kleiner Staat ist, wissen die allermeisten Deutschen überhaupt nicht!<<

Na ja, jetzt wissen es die „allermeisten“ ja. Aber was sollen wir „Deutsche“ denn jetzt Ihrer Meinung nach für Schlüsse hieraus ziehen?

Reformen steht Religion im

Reformen steht Religion im Weg

>>Deren Parlamentarier, Mohammed al-Khawarja, nennt das konfessionelle System des Libanon unverblümt "verrottet und rückständig". Ginge es nach ihm und seiner Partei würde dieses System nicht reformiert, sondern "an seinen Wurzeln herausgerissen".<<

Sehr gute Worte von Mohammed al-Khawarja!

Ob es gelingen wird?
Oder werden religiöse Eiferer/Machthaber im Wege stehen und den Zerfallsprozess nicht stoppen ?

Zu große kulturelle Heterogenität

@ 04. Oktober 2020 um 14:25 von Wolfgang E S
« Eigentlich wählt man Politiker, um den eigenen Staat und dessen Bewohner in die bestmögliche Zukunft zu führen. »

Für uns kaum vorstellbar.
Aus Sicht der Libanesen spielt der Staat „Libanon“ kaum eine Rolle. Die Libanesen sehen sich als Sunniten, Schiiten, Drusen etc.
Die kulturelle Heterogenität ist einfach zu groß. Quasi Multikulti in. Reinstform.

16:04, Bernd Kevesligeti

>> Aber was Macron da zu tun hat ? Vielleicht kann man das im Lichte der französischen Geopolitik sehen ( wie auch Libyen oder der Ägäis).<<

Man kann es auch als historische Verantwortung betrachten. Denn ohne das Agieren der Weltkrieg eins-Siegermächte Frankreich und Großbritannien (Sykes-Picot) gäbe es den Nationalstaat Libanon, wie auch alle anderen Nationalstaaten der Region, gar nicht. Dieses Konzept war nämlich dort bis dato völlig unbekannt.

Wer glaubt

Wer glaubt denn das es jemals was wird.
Geradezu lächerlich.
Die verfeindeten Parteien.
Die Machtgier.
Vielleicht brauchen sie noch 200 Jahre.

@ NeNeNe - Wir sind alle keine Engel

Europa und die USA sind für die Länder dieser Erde keine Friedensengel.

Naja, wer ist schon ein Friedenengel? Nenene. Aber unter französischer Verwaltung hat das Land prosperiert und es war im Innern friedlich.

16:06, brigitte-barbados

>>Wie in Afghanistan 1 Mutter aller Bomben in die Hisbollah schießen dann fangen schnell Verhandlungen an.<<

Ordentlich rumbomben ist also Ihrer Ansicht nach zielführend. Auch ne Meinung.

>>Siehe Trump & jetzt wird in Afghanistan verhandelt. Trump wird den Herren von den Taliban schon das richtige erzählt haben.<<

Ja, hat er wohl.

Er wird ihnen erzählt haben: "Ich ziehe die Truppen ab, macht was ihr wollt."

Er stärkt damit die Islamisten und wirft ihnen das Land zum Fraß vor, so wie er ja auch die kurdischen Verbündeten in Nordsyrien Erdogan zum Fraß vorgeworfen hat. Es sieht so aus, als stärke er Islamisten, wo er nur kann.

>>Nicht nur der Iran & die Hisbollah haben Atombomben<<

Weder der Iran noch die Hizbollah haben Atomwaffen.

Bitte behaupten Sie doch nicht einen solchen Unsinn.

@ NeNeNe - Wir sind alle keine Engel

Er wird versagen wie Sarkozy, der 2011 die treibende Kraft beim Sturz Gaddafis war.

Der Sturz Gaddafis ist ja immerhin geglückt.

Die bedeutenden Religionen des Libanons

Die bedeutenden Religionen des Libanons haben lange mit dem Status Quo gelebt, und obwohl die Gemeinsamkeiten eigentlich überwiegen heißt das nicht, dass man nicht mit Neid und Eifersucht auf die anderen Religionsgemeinschaften schielt. Auch stellen die religiös quotierten Machthaber oft unverhohlen ausländische Machtinteressen in diesem kleinen Land dar. Ein "Aufbrechen" der Strukturen wäre vielleicht wünschenswert, würde aber letztlich nur dazu führen, dass der Libanon endgültig zum Zankapfel seiner Nachbarstaaten wird. Aus diesem Dilemma scheint es keinen Ausweg zu geben.

Hoffnungslos

Der Libanon ist ein zwischen Schwachsinn und skrupelloser Korruption pendelnder "verrotteter Sumpf". Er ist es aber nicht etwa durch das Diktat von einzelnen Personen, sondern durch ein letztlich von allen Bewohnern benutztes /akzeptiertes Verhalten. Sie alle sind nicht in der Lage, sich daraus zu befreien. So bitter das auch ist : hoffentlich gelangen keine Millionen aus Europa in diesen Sumpf - denn da verschwinden sie ohne jeden Hilfseffekt für die einfachen Menschen. Es gibt heute im Nahen Osten nur einen Staat, der eine integrierende Ordnungsmacht sein könnte - Israel - und zwar nicht über seine militärische , sondern über seine intellektuelle Fähigkeit, funktionsfähige Strukturen zu bilden, gänzlich unabhängig von allen religiösen Fragen.

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 16:07 von NeNeNe
Fremdentscheidung

Europa und die USA sind für die Länder dieser Erde keine Friedensengel. Wo haben die Einmischungen, egal in welcher Form, Frieden gebracht? In Irak, in Syrien, in Libyen, in der Ukraine, in Afghanistan, in Mali? Im Libanon wird Macron an den religiösen Machtkämpfen scheitern. Er wird versagen wie Sarkozy, der 2011 die treibende Kraft beim Sturz Gaddafis war. Das Ergebnis ist Krieg und Chaos. Was für eine Mission soll das jetzt in Libanon werden? Das Volk wird doch erst gar nicht gefragt, es wird von oben herab entschieden. Das kommt mir verdammt bekannt vor.///
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Der Staat Libanon befindet sich " als Beute " in privaten libanesischen Händen. Ausländische Fremdentscheidungen werden in Teheran getroffen. Wie schaut Ihr Lösungsvorschlag aus ?

Libanon

Die einzig tragfähige und damit vernünftige Lösung -auch für andere Länder in dieser Region- kann nur heißen:
INSTALLATION DER FRÜHEREN KOLONIALVERWALTUNGEN!

@16:06 von brigitte-barbados

>> Wie in Afghanistan 1 Mutter aller Bomben
>> in die Hisbollah schießen dann fangen
>> schnell Verhandlungen an
Um Ihren Gedanken fortzuführen:
Atomkrieg -> Menschheit stirbt aus -> Ende ALLER Kriege? oO

>> Nicht nur der Iran & die Hisbollah haben
>> Atombomben
Ähh??? oO

Geopolitik und libanesische Parteien

Im Libanon werden geopolitische Auseinandersetzungen ausgetragen, die es sehr unwahrscheinlich machen, dass sich innenpolitisch ein Kompromiss finden lassen wird. Etwas vereinfacht ausgedrückt stehen sich zwei Gruppierungen gegenüber A) USA/ EU/ Israel/ Saudi-Arabien/ andere arabische Despotien und B) China/ Russland/ Iran/ Syrien ... beide haben im Libanon politische Verbündete .... innenpolitisch werden die sich nicht einig, weil der gescheiterte Adib sich z.B. auch für finanzielle Unterstützung aus China und gegen eine alleinige Finanzierung des IWF mit den üblichen Forderungen nach Privatisierung, Sozialabbau usw. ausgesprochen hat ... es ging bei der Besetzung des Finanzministeriums genau um diese Frage ... Macron spielt eine für den Frieden im Libanon durchaus zwiespältige Rolle ...

Am 04. Oktober 2020 um 14:34 von Werner40

"Das Problem ist wohl, dass Bevölkerungsteile dieses System überwinden wollen und es stellt sich die Frage, was der beste Weg dazu wäre. Neugründung von Parteien und hoffen auf Erlangung einer Verfassungsändernden Mehrheit ? Revolution ? ."

Wie kommt den einflussreichen Menschen einer Gesellschaft die Einsicht, dass es für sie und alle anderen vorteilhafter ist, den Egoismus zugunsten eines Gemeinwesens ein wenig zurückzudrängen?

Ich denke, ohne die französische Revolution wären wir auch im Westen heute mit unserer Zivilisation noch nicht so weit.

Sie hat den herrschenden Eliten gezeigt, dass die große Masse keineswegs machtlos ist, wenn sie sich zu organisieren weiß.

16:13 von fathaland slim

Betr.: BER
>>Weil der manchen Leuten immer zu jeder passenden und unpassenden, meist unpassenden, Gelegenheit einfällt.<<

Warum sagen Sie nicht gleich, dass Sie mich meinen? Warum so verklausuliert?

Kann schon sein, dass mein Vergleich etwas schräg war. Fiel mir halt grad so ein.
Kann passieren in der Eile.

17:24, Dr. Kunzelmann

>>Die einzig tragfähige und damit vernünftige Lösung -auch für andere Länder in dieser Region- kann nur heißen:
INSTALLATION DER FRÜHEREN KOLONIALVERWALTUNGEN!<<

Großschreibung wird im Netz als Gebrüll verstanden.

Sie verlangen also laut brüllend eine Rückkehr zu den Zuständen direkt nach dem ersten Weltkrieg.

Warum denn nicht zehn oder fünfzehn Jahre vorher ansetzen und das osmanische Reich wieder errichten? War doch auch ne schöne Zeit...

re 16:48 Zeit-los: Zeit und Veränderung

>>Wer glaubt denn das es jemals was wird.
Geradezu lächerlich.
Die verfeindeten Parteien.
Die Machtgier.
Vielleicht brauchen sie noch 200 Jahre.<<

Zunächst mal können Sie nichts verändern, solange Sie nicht an die Möglichkeit einer Veränderung glauben. Ihre „200 Jahre“ spiegeln die Einschätzung wieder, als käme Veränderung nur mit der Zeit. Das Leben und die Geschichte läuft aber nicht auf einer geraden Zeitsraße ab. Es kommt vielmehr darauf an, die richtige Abzweigung zu finden. Und wenn Sie da einmal vorbei gefahren sind, haben Sie sich eben „verfahren“, um im Bild zu bleiben.

Konkret: Menschen ändern sich weder in 200 noch in 2000 Jahren. Worauf wollen Sie da warten?
Systeme und Gesellschaftsordnungen entstehen aber immer „ad hoc“, man muss es nur mit aller Konsequenz auch wollen.

Der Ansatz Macrons ist richtig, nur müsste er auf eine europäische Basis gestellt werden. Ideen gibt es genug - Druckmittel auch. Man darf vor „Autokraten“ nur keine Angst haben. So einfach - so schwer

18:00, Rimutotara

>>16:13 von fathaland slim
Betr.: BER
>>Weil der manchen Leuten immer zu jeder passenden und unpassenden, meist unpassenden, Gelegenheit einfällt.<<

Warum sagen Sie nicht gleich, dass Sie mich meinen? Warum so verklausuliert?

Kann schon sein, dass mein Vergleich etwas schräg war. Fiel mir halt grad so ein.
Kann passieren in der Eile<<

Sie sind nun wirklich nicht der einzige, der hier ständig mit dem BER um die Ecke kommt. Andere auch gewiss ausdauernder als Sie.

:=}

Gruß,

CR

17:24, Dr. Kunzelmann

"Die einzig tragfähige und damit vernünftige Lösung -auch für andere Länder in dieser Region- kann nur heißen:
INSTALLATION DER FRÜHEREN KOLONIALVERWALTUNGEN!"

Fragen Sie mal die Libanesen. Die sind heilfroh, dass sie die verhassten Franzosen losgeworden sind. In der Kolonialzeit wurden die nämlich, wie auch in anderen Kolonien, bis aufs Hemd ausgeplündert! Alles was wertvoll war ging nach Frankreich, angefangen von Rohstoffen über Nahrungsmittel bis zu Antiquitäten u. anderen Kunstwerken. Als Gegenleistung bekam man nichts. Das war die klassische Linie des europäischen Kolonialismus! Deshalb sagen die Ausgebeuteten ganz klar: nie wieder!

18:21 von fathaland slim

>>Sie sind nun wirklich nicht der einzige, der hier ständig mit dem BER um die Ecke kommt. Andere auch gewiss ausdauernder als Sie.

:=}

Gruß,

CR<<

Okay, legen wir das Thema ad acta. Leider habe ich bereits einen anderen Kommentar an Sie verschickt, der das Thema noch nicht ad acta legt.
Aber wir können es jetzt auch dabei belassen.
Gruß Thomas R.

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 18:18 von teachers voice
...
Der Ansatz Macrons ist richtig, nur müsste er auf eine europäische Basis gestellt werden. Ideen gibt es genug - Druckmittel auch. Man darf vor „Autokraten“ nur keine Angst haben. So einfach - so schwer///
.
Welche Druckmittel - außer Finanzhilfen - sehen Sie noch ?

Es geht nicht um Hilfe

Es geht nicht um „Hilfsgelder“ ... es geht um Investitionen ... die möglichen Investitionen im Libanon übertreffen die Hilfsgelder um den Faktor 1000 .... „Hilfsgelder“ sind bloß Bestandteile einer politischen Absicherung von Investitionen ... China hat z.B. in kleinerem Umfang in den Hafen von Tripoli in Nordlibanon investiert ... es gibt chinesische Pläne einer Einbindung Libanons in das Projekt „Neue Seidenstraße“ - Eisenbahnlinie, Tunnel, Häfen .... allerdings ist die politische Lage in Libanon so fragil, dass China nicht sehr viel investiert ... für den Westen ist der Libanon ebenso ein unsicheres Pflaster für Investitionen ... daran wird sich in nächster Zeit wohl nicht viel ändern, zu tief die Interessengegensätze zwischen den Großmächten .... auszubaden haben den Konflikt der Großmächte die Menschen in der Region .... von einem kleinen Land wie Libanon zu fordern, die innenpolitischen Konflikte zu lösen, die immer wieder von außen befeuert werden, ist absurd ....

Zerfallsprozess geht weiter?

Und wir könne es nicht verhindern. Wir sollten mal überprüfen ob wir die richtige Politik machen.

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 18:31 von pxslo
....
Fragen Sie mal die Libanesen. Die sind heilfroh, dass sie die verhassten Franzosen losgeworden sind......Deshalb sagen die Ausgebeuteten ganz klar: nie wieder!///
.
Demonstrierende Libanesen möchten die aktuelle Plutokratie loswerden. Mit Frankreich hat das nichts zu tun.

Personen müssten verschwinden?

von Traumfahrer @

Oder das Volk hat schon aufgegeben. Sinnvoll ist jetzt Kraft aufringen und Ihr eigenes Land wieder zu führen.

Von hier aus mit Asylrecht und Alimentierung in Europa wird das aber nichts werden.

Dieses religiöse und politische Proporzmodell..

.. wurde GENAU aus dem einfachen Grund überhaupt erst konzipiert, um dadurch einen neuen Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Religionen im Libanon dauerhaft zu verhindern!

Denn der jahrzehntelange Bürgerkrieg im Libanon war für die Libanesen wirklich zutiefst traumatisch!

Das wollen die Libanesen nicht noch einmal erleben!

re 17:09 Esche999: Hoffung oder Los?

>>Der Libanon ist ein zwischen Schwachsinn und skrupelloser Korruption pendelnder "verrotteter Sumpf". Er ist es aber nicht etwa durch das Diktat von einzelnen Personen, sondern durch ein letztlich von allen Bewohnern benutztes /akzeptiertes Verhalten.<<

Sie glauben wirklich an eine „kulturelle Verottetheit“? Das nehme ich Ihnen nicht ab, sonst könnte ich Ihnen auch keinen Ausweg aus der von Ihnen konstatierten „Hoffnungslosigkeit“ machen.

Alle Menschen überall haben keine Wahl als sich mit den Verhältnissen um sie herum zu arrangieren. Und genau das tun sie auch, wenn sich die Verhältnisse ändern sollten.

Und jetzt kommen „wir“ ins Spiel, denn in kriminellen Verhältnissen können Sie von den Unterdrückten nicht erwarten, dass sie sich selbst befreien. Das wäre oft Selbstmord im wörtlichen Sinne.

Daraus aber zu schließen, die Menschen im Libanon würden sich nicht nach einer „freien Ordnung“ sehnen, geht an den Motiven und Möglichkeiten der Menschen schlicht vorbei.

17:55 von Wolfgang E S

"Ich denke, ohne die französische Revolution wären wir auch im Westen heute mit unserer Zivilisation noch nicht so weit."

Unsere "Zivilisation" (damit meinen Sie wahrscheinlich Demokratie) hat nichts, aber auch gar nichts mit Frankreich zu tun. Die älteste Demokratie der Welt sind nämlich die USA. Und die hatten dieses System schon vor der französischen Revolution. Was Frankreich, in Person des Napoleon, nach Europa "exportierten" wollte, war französische Vorherrschaft u. nichts anderes. Das lief natürlich alles unter dem Deckmantel der Revolutionsideen. War aber nicht so! Deshalb auch der vereinigte Widerstand der damaligen europ. Großmächte. Diese Auseinandersetzung endete bekanntlich durch die französische Niederlage bei Waterloo.

Von welchem Geld lebt denn

Von welchem Geld lebt denn der Libanon?
Was wird dort hergestellt und was importiert und exportiert?
Von welchem Geld werden Beamte bezahlt, die nicht arbeiten müssen?

18:41 von Werner40

"Demonstrierende Libanesen möchten die aktuelle Plutokratie loswerden. Mit Frankreich hat das nichts zu tun."

Dann frage ich mich warum Frankreich meint sich dort (u. auch woanders!) einmischen zu müssen? Was würde man im Westen sagen, wenn plötzlich der chinesische Präsident im Libanon und in Armenien einfliegen oder im östlichen Mittelmeer seine Flugzeugträger hinbeordern würde? Oder sich überall einmischen würde?

18:46 von teachers voice

Und jetzt kommen „wir“ ins Spiel, denn in kriminellen Verhältnissen können Sie von den Unterdrückten nicht erwarten, dass sie sich selbst befreien. Das wäre oft Selbstmord im wörtlichen Sinne.
.
warum nicht !
man bringt den Libanon und Frankreich immer in Verbindung
wer hat in Frankreich für eine Änderung gesorgt
Waren Marat, Danton oder Robespierres Ausländer keine Franzosen ?
wer stürmte Versailles oder die Bastille,

von fathaland slim 16:41

Richtig, daß Sykes-Pikot-Abkommen. Es teilte nach dem ersten Weltkrieg die bisher osmanischen Gebiete der Region in britisches und französisches Kolonialgebiet auf.
Aber um diese historische Seite oder Verantwortung wird es Macron nicht gehen. Der will wohl einen Fuß drin haben. Ähnlich, wie mit der militärischen Unterstützung der Tripolis-Regierung in Libyen oder Griechenlands
im Ägäis-Streit.

18:35, Rimutotara

>>18:21 von fathaland slim
>>Sie sind nun wirklich nicht der einzige, der hier ständig mit dem BER um die Ecke kommt. Andere auch gewiss ausdauernder als Sie.

:=}

Gruß,

CR<<

Okay, legen wir das Thema ad acta. Leider habe ich bereits einen anderen Kommentar an Sie verschickt, der das Thema noch nicht ad acta legt.
Aber wir können es jetzt auch dabei belassen.
Gruß Thomas R.<<

Ja, es lohnt den unnötigen Streit nicht.

Aber ich möchte mich doch erklären, warum ich den Vergleich unpassend finde:

Im Libanon hat sich niemand um das hochgefährliche Zeugs geschert. Sicherheitsbedenken? Fehlanzeige.

Während der Flughafenbau sich wegen Sicherheitsbedenken (Brandschutz) immer weiter verzögerte.

Also eigentlich eine genau gegenteilige Sachlage.

Ich muss aber ehrlich gestehen, daß ich Sie in der Eile mit einem Foristen grob ähnlichen Nicks verwechselt habe, dessen liebstes Hobby es ist, über Berlin herzuziehen. Darauf reagiere ich ein wenig allergisch.

Schönen Abend noch!

Christian

BRÜLLEN

Mein lieber Fathaland Slim,

meine Großschreibung hat nichts mit Brüllen zu tun.

Doch die Wiederherstellung der Kolonialverwaltung durch die alten, europäischen Kolonialmächte wäre ein echter Fortschritt.

Denn dadurch käme ein Land wie der Libanon wieder in den Genuss einer rechtsstaatlichen und demokratischen Regierung und würde damit auch direkt von den Segnungen der christlich-abendländischen Kultur profitieren.

So würde dann Entwicklung auf hohem Niveau stattfinden können!

Europäische Verwaltung

Mein lieber pxslo,

Wieso wollen viele dieser angeblich Ausgebeuteten unbedingt nach Europa?

Diese Menschen wollen einfach Ordnung, Rechtssicherheit und demokratische Verwaltung!

Deshalb wäre es die beste Lösung, diesen Menschen all das durch eine europäische Kolonialverwaltung zu geben.

Dann bräuchten sie auch nicht auf gefährlichen Wegen nach Europa flüchten!

19:29 voKunzelmannn Dr.

"Doch die Wiederherstellung der Kolonialverwaltung durch die alten, europäischen Kolonialmächte wäre ein echter Fortschritt."

Nein, eher ein totaler Rückschritt. Vor allem gegen den Willen der Libanesen.

"Denn dadurch käme ein Land wie der Libanon wieder in den Genuss einer rechtsstaatlichen und demokratischen Regierung..."

Niemals gab es in irgendeiner europäischen Kolonie für die Einheimischen so etwas wie Demokratie. Im Gegenteil: man durfte (mit viel Glück) höchstens Lesen u. Schreiben lernen. Studieren oder Karriere machen, war nur den Europäern vorbehalten.

"...und würde damit auch direkt von den Segnungen der christlich-abendländischen Kultur profitieren."

Was waren denn diese "Segnungen"? In französischen (wie auch in anderen europ.) Kolonien herrschte bis spät ins 19. Jahrhundert der menschenverachtende Sklavenhandel. Millionen kamen dabei um, sei es beim Transport (Afrika) oder durch die harte Arbeit (7-Tage-Woche). Selbst eine Bekehrung zum Christentum brachte nichts.

Am 04. Oktober 2020 um 16:23 von teachers voice

"Da wollten Sie wohl einen Schenkelklopfer platzieren?"

Mitnichten...
Libanon war schon immer ein fortschrittliches Land in Mittleren Osten....
Die Uni in Beirut war excellent, die Schweiz des Mittleren Ostens und Beirut war vor der Zerstörung als Paris des Mittleren Ostens bekannt.

Mit der kleinen Fläche, 10m Einwohner, da könnte ein richtig durchdachtes Aufbauprogramm schnelle Verbesserung erzielen, die finanziell machbar ist.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...

@Dr. Kunzelmann um 19:29

>>BRÜLLEN
...
meine Großschreibung hat nichts mit Brüllen zu tun.<<

Schon wieder.
Um nochmal zu wiederholen, was fathaland slim geschrieben hatte:

"Großschreibung wird im Netz als Gebrüll verstanden."

Und wie heißt es so schön, wer schreit, hat Unrecht.

>>Doch die Wiederherstellung der Kolonialverwaltung durch die alten, europäischen Kolonialmächte wäre ein echter Fortschritt.<<

Na klar, die alten europäischen Kolonialmächte waren ja schon früher der Grant für echten Fortschritt. Deshalb sehnt sich auch der Rest der Welt danach, das wir Europäer ihm die Zivilisation bringen.

19:36 von Dr. Kunzelmann

"Wieso wollen viele dieser angeblich Ausgebeuteten unbedingt nach Europa?"

Da gibt es viele Gründe, natürlich auch finanzielle.

"Diese Menschen wollen einfach Ordnung, Rechtssicherheit und demokratische Verwaltung!"

Ja, wer will das nicht. Aber das bekommen die sicherlich nicht durch eine europ. Kolonialverwaltung, eher das Gegenteil: Versklavung u. Ausbeutung. Das gibt dann aber mehr Flüchtlinge!

18:55 von pxslo

"Ich denke, ohne die französische Revolution wären wir auch im Westen heute mit unserer Zivilisation noch nicht so weit."
Unsere "Zivilisation" (damit meinen Sie wahrscheinlich Demokratie) hat nichts, aber auch gar nichts mit Frankreich zu tun. Die älteste Demokratie der Welt sind nämlich die USA. Und die hatten dieses System schon vor der französischen Revolution.

Die Demokratie begann in der Antike in Griechenland. In USA hat sie sich weiterentwickelt (Verfassung etc), ist aber nach heutigen Verständnis nur eine Teildemokratie. Europa hat durch die Französ. Revolution und durch die Aufklärung einen gewaltigen Schritt in Richtung des heutigen Demokratieverständnisses gemacht. Nach den fürchterlichen Ereignissen der zwei Weltkriege hat Deutschland es geschafft zu einer Volldemokratie zu werden. Aber ob das dem Libanon hilft? Die brauchen unsere pragmatische Unterstützung, um Parteienbildung zu schaffen (außerhalb der Klickenbildung), und funktionierende Verwaltungsstrukturen. Das hilf

In keiner Kolonie die

In keiner Kolonie die westliche "Demokratien" besetzt hatten - gab es z.B. das Recht für die dortigen Einheimischen die Regierung in dem Heimatland ihrer Kolonialherren zu wählen

genau dies war ja der Grund für die Separation der 13. englischen Kolonien in Nordamerika...
..aus denen die USA hervor gegangen ist

Recht und Ordnung für die Einheimischen??
Hä?
Die hatten zu gehorchen bzw. als Arbeitskraft zu funktionieren...
..Infrastruktur diente ausschliesslich zum Abtransport der geraubten Schätze des Landes - eine Vorort-Verarbeitung von Rohstoffen war erst gar nicht vorgesehen - denn die erfolgte im "Mutterland"

Übrigens ist auch der Libanon als staatliches Gebilde am "Reissbrett" entstanden - als französisches Mandat - über die Köpfe der einheimischen Bevölkerung hinweg.
Die Probleme damit wirken bis heute nach

und ja - ich war bereits vor einigen Jahren im Libanon - eine private Reise durch meinen von dort stammenden Tauchlehrer organisiert

um 14:30 von nikioko: "Und

um 14:30 von nikioko:
"Und wieder einmal mehr zeigt sich die traurige Wahrheit: der Libanon, der mal als die Schweiz des Nahen Ostens galt, wurde in den letzten Jahrzehnten von der Hisbollah systematisch kaputt gemacht.
"

Tja. Dank Artikeln wie diesen ist das hier das gängige Narrativ.
Da wird zwar im Artikel mehr oder weniger auch geschrieben, dass zwar sämtliche Parteien an den dortigen Zuständen beteiligt sind, explizit genannt werden aber nur Hisbollah & Amal - beide schiitisch.
& so hat man zwei Namen, die hängen bleiben, pflanzt Sichtweisen wie diese von nikioko in die Köpfe & verfestigt sie, anstatt die deutlich komplexere Sachlage wiederzuspiegeln.

Ist das so gewollt ? Is ja nicht der 1. Artikel, dessen Narrativ in diese Kerbe schlägt...& steter Tropfen höhlt den Stein...

"Bei einer Wahl wüssten wir nicht, für wen wir überhaupt stimmen sollten."
-> & hier weiß man nicht wer da mitmischt, meint aber dank solchen (vielfachen) Artikeln zu wissen wer die "bösen" dort seien

19:21, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 16:41
Richtig, daß Sykes-Pikot-Abkommen. Es teilte nach dem ersten Weltkrieg die bisher osmanischen Gebiete der Region in britisches und französisches Kolonialgebiet auf.
Aber um diese historische Seite oder Verantwortung wird es Macron nicht gehen. Der will wohl einen Fuß drin haben. Ähnlich, wie mit der militärischen Unterstützung der Tripolis-Regierung in Libyen oder Griechenlands
im Ägäis-Streit.<<

Griechenland ist EU-Land, die Türkei nicht. Insofern ist dieser Konflikt eine andere Baustelle.

Aber die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Libanon sind über ein Jahrhundert sehr eng. Und die Sache mit Libyen, da war ja nun die "Schwesterkolonialmacht" Italien erst einmal die treibende Kraft, Frankreich war da aber auch kolonial engagiert. Auch eine uralte Beziehung. Außerdem wird Macron nachgesagt, Haftar zu unterstützen, auch wenn er das halbherzig dementiert.

Etwas verworren und deswegen nicht ganz leicht zu verstehen. Es gibt viele Spieler.

Die Protagonisten der EU....

...sowie die kommende US Administration sollten hier ein bewährtes Mittel favoritisieren :

Einen Regime Change.

Mit beeindruckendem Erfolg ausprobiert in Libyen, dem Irak, Afgahnistan, Syrien,

Auf gehts....

von fathaland slim 20:21

Viele Spieler,daß ist richtig. Aber in Libyen da war Sarkozy,beraten vom Philosophen Bernard Levy die treibende Kraft. Nicht der von Italien getriebene.
Und das nicht ohne Grund.Wenn man sich France-Afrika anguckt.

Und Griechenland ist jetzt dick im Rüstungsgeschäft mit Frankreich (Rafale).

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