Ihre Meinung zu: Öffentlicher Dienst: Ver.di will Warnstreiks ausweiten

23. September 2020 - 8:24 Uhr

Bisher sind die Warnstreiks im öffentlichen Dienst nur vereinzelt spürbar. Doch nun will die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen: Bundesweit ist eine Ausweitung der Arbeitsniederlegungen geplant.

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Kommentare

Der Streik ist richtig!

Es stellt sich nur die Frage, warum die Forderungen so lächerlich gering sind?
Von den 4,8% wird nur die Hälfte übrigbleiben und die werden auf 3 Jahre gestreckt. Also läuft es auf eine Lohnerhöhung von weniger als 1% hinaus.
Mindestens 15% sollten gefordert werden und dann wären 10% als Ergebnis ok. Zusätzlich 1000€ netto für jede Pflegekraft, die diese Prämie bisher nicht bekommen hat und für jeden, der keine Kurzarbeit machen konnte und kann.
Eine angemessene Arbeitszeitverkürzung um mindestens 5 Stunden wäre auch dringend nötig.
Und das wäre dann alles auch ein gutes Beispiel für die Verhandlungen anderer Gewerkschaften.
Aber mit der Gewerkschaft der Bosse, Verdi, wird das nicht zu machen sein.
Schade.

Öffentlicher Dienst:Ver.di will Warnstreiks ausweiten.....

Die Beschäftigten sollen sich nicht unterbuttern lassen.Zuerst von den Politikern als Corona-Helden gelobt,zeigen sie sich jetzt geizig.
Aber nur nach unten hin.
Gegenüber Konzernen fließen die staatlichen Corona-Hilfen.Und mit wenig Auflagen bezüglich Vertretung in Steueroasen,Dividendenausschüttungen,weiter sehr hohen Vorstandsvergütungen(das 100 bis 159fache der Mitarbeiter) oder den hohen Gewinnrückstellungen,zumindest in der Autoindustrie.

Liebe Gewerkschaft,...

wenn ihr nicht total ohne Bodenhaftung erscheinen wollt, ändert eure Forderungen. In Zeiten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg und bei noch immer nicht überstandener Pandemie (mit entsprechend schlechten Aussichten für die Finanzen öffentlicher Haushalte) mit so einer Gießkannenforderung in die Verhandlung zu gehen, gehört sich nicht. Die Beschäftigten des ÖD erwirtschaften ihre Gehälter nicht selbst durch Produktivität, sondern werden durch Steuern und Gebühren bezahlt. Die Belastung für alle, aktuell sowieso schon stärker gebeutelten dank Corona, steigt also noch weiter. Und warum? Weil ver.di nicht nur für die verdienten Erhöhungen bei z.B. medizinischem Personal streikt, sondern dafür, dass der Amtsstubenhocker in der seit März geschlossenen Führerscheinstelle ebenfalls ein Coronaheld ist, der belohnt gehört. Kämpft für Stellenzulage, andere Einstufungen, aber doch nicht für die Gießkanne in diesen Zeiten!

Verdi-Forderungen mit Maß, bitte!

In den Krankenhäusern
dampft und brodelt es!
Die Diskussion um eine
Erhöhung der Löhne in
Pflegebereich besteht seit so langer Zeit! Unverständlich, dass Herr Spahn eine Lösung in diesem Bereich während einer Pandemie nicht
forciert! Auch für andere Lohnforderungen haben viele Verständnis. Die
angegebene Höhe ist
zurzeit jedoch utopisch.
Nutzer des Öffentlichen
Nahverkehrs sollten
frühzeitig planen können. Weitere Komplikationen
während der Pandemie-
situation sind schwer
erträglich!

flacher Einstieg

Der flache Einstieg in die Warnstreiks ist nachvollziehbar in der gegenwärtigen Situation. Zu befürchten ist aber, dass Warnstreiks, die man kaum bemerkt, eher kontraproduktiv sein könnten.
Die Aussage, dass die beschäftigten froh sein könnten, nicht gekündigt worden zu sein in der Krise, ist besonders für das Pflegepersonal ein Hohn. Den Arbeitgeber will ich sehen, der in der Pandemie Pflegestellen abbaut!

@Koeln2019

" Weitere Komplikationen
während der Pandemie-
situation sind schwer
erträglich!"
-
Das ist ja gerade der Sinn von Streiks. Einen Streik zu fordern, den man möglichst nicht merkt, wäre unsinnig. Es gibt genügend Leute, die der Meinung sind, ausschließlich in den Krankenhäusern und im Pflegebereich wären Helden zu finden. Die Bedeutung der anderen Bereiche des öD bemerken wir erst, wenn es wehtut.

Bitte keine Gießkanne

Bitte ein wenig bescheidener, denn:

- Die Kassen sind leer
- Andere bekommen keinen Cent mehr
- Andere arbeiten und verdienen kurz
- Andere bangen um ihren Arbeitsplatz
- Andere haben ihren Arbeitsplatz schon verloren

Ja, ich bin dafür, dass Kranken- und Altenpflegepersonal aufgrund ihres erhöhten SARS-CoV-2 Risikos, mehr Geld bekommen. Alle anderen sollten mit dem zufrieden sein, was sie z.Zt. bekommen.

Wenig Verständnis

In Zeiten, wo sich viele Leute große Sorgen um ihre wirtschaftliche Existenz machen wird ein Streik des öffentlichen Dienstes, dessen Angestellte die Nöte der Selbständigen und Kurzarbeiter vielleicht nicht nachvollziehen können, auf wenig Verständnis stoßen.
Betrachte ich unsere wirtschaftliche Situation halte ich übrigens eher eine Lohnkürzung im öffentlichen Dienst und bei der Beamtenbesoldung für unausweichlich.

@renamed user

Was verstehen Sie unter "Produktivität"? Wenn (lang ist's her) kostenloser Dienst am Bürger geleistet wurde indem jeder notgedrungen seinen Wein in einer Einmalaktion auf DEG untersucht bekam. Oder die gesammelten Pilze "im Amt" kostenlos inspiziert werden konnten. Also unproduktiv weil nicht die Kasse klingelt. Besser privatisieren. So ist es dann auch gekommen. Wilke-Wurst lässt grüßen.

Unverständnis

Im Frühjahr waren die Pflegekräfte systemrelevant und man hat Ihnen Bonus, bessere Arbeitsbedingungen und alles mögliche versprochen, geklatscht bis einem die Ohren weh taten - und nun gibt man sich zugeknöpft wie eh und je und sogar um den Bonus gab es ein riesiges Gezänk. Während die Industrie (va die Großen) mit Milliarden unterstützt werden und der Staat extra Schulden dafür macht, bleibt für die Pflege wieder einmal nichts mehr übrig. Das zeugt von mangelnder Wertschätzung was mindestens genau so schlimm ist. Kein Wunder dass viele Stellen unbesetzt bleiben - wer will sich so einen Job antun wo weder die Arbeitsbedingungen erträglich sind noch die Finanzen einigermaßen stimmen?
Ich glaube nicht dass Verdi die richtige Vertretung für die Pflege ist sondern dass hier nur eine Pflegekammer (Vorbild Ärztekammer) Abhilfe schaffen würde - aber das wollen andere Interessengruppen nicht - da bekäme die Pflege ja zu viel Macht und könnte wirklich Verbesserungen durchsetzen.

Gewerkschaften

Die Gewerkschaften von heute sind eine Zumutung. Das zeigt sich für mich auch darin, dass immer weniger in eine Gewerkschaft eintreten. Ich selbst war viele Jahre in der Gewerkschaft HBV, da wurde erst diskutiert und sich dann geeinigt. Streiks waren damals wohl nicht nötig.
Die Gewerkschaften heute drohen und streiken bevor überhaupt eine Diskussion begonnen wurde. Das ist nur noch Arbeitskampf auf dem Rücken der Bürger um sie als Druckmittel auszunutzen.

Der Streik

ist erst mal gut.
Die Frage ist doch eine ganz andere, wer hätte sich den wirklich eine Erhöhung verdient, die Angestellten und Stadtbediensteten nagen nicht gerade am Hungertuch.
Die Ausführenden, da gibt es einige die nicht ganz so viel haben, da wäre auf einigen Stellen eine Erhöhung nötig.
Wenn ich mir die Gehaltslisten so ansehe, und dann sehe was andere bekommen, die jeden Tag Werte erschaffen, sehe ich nicht das es den Angestellten irgendwie schlecht geht.
Einige Kommentatoren sollten sich mal schlau machen, was andere so für viel Arbeit ohne Kaffeemaschine verdienen.
Die Relationen sind schon lange verschoben.

@altbuergerin 10:41

Vielleicht liegt das aber auch nicht nur an den Gewerkschaften? Die Arbeitgeber weigern sich, ein Angebot zu machen. Mit dieser Taktik des Aussitzens können die Gewerkschaften die Arbeitgeber kaum durchkommen lassen.
In diesem Fall geht es ja auch zunächst nur um Warnstreiks. Die haben ja gerade den Sinn, richtig schmerzhafte Streiks zu vermeiden. Indem die Arbeitgeber zur Vernunft gebracht werden.
Diskutieren geht eben nur, wenn beide Seiten daran interessiert sind. Vielleicht waren die Arbeitgeber damals sozialer? Ich weiß es nicht.

Die Reichen werden reicher, die Arbeitnehmer ...

Deutschland hat 1,4 Mio Millionäre - Tendenz steigend. 3 % der Deutschen besitzen 50 % des Vermögens! Geld ist genug da: Deutschland ist die viertreichste Nation der Erde!!!
Diese Umverteilung von den Arbeitnehmern nach oben muss endlich gestoppt werden - auch durch besseres Einkommen gerade im Öff. Dienst, der in den letzten 25 Jahren praktisch keine Zunahme des Realeinkommens hatte. Das Vermögen der Reichen stieg in dieser Zeit um 50 % ...
Geld ist genug da, es fehlt im Einkommen Arbeitnehmer, den Ländern für die Bildung, Gesundheit, den Kommunen für Bildung und viele andere Aufgaben ...
Das muss sich ändern, wann, wenn nicht jetzt?

09:44 von nie wieder spd

Eine angemessene Arbeitszeitverkürzung um mindestens 5 Stunden wäre auch dringend nötig.
.
es fehlen doch jetzt schon die nötigen qualifizierten Arbeitskräfte
dann werden doch noch mehr fehlen
wie rechtfertigt man höhere Gehälter, die Inflationsrate beträgt 1 %
gibt es eine Erhöhung der Wertschöpfung ?
und dass man seinen Gehalt mit dem Staat der Gesellschaft teilt
müsste doch gerade für Menschen wie sie, mit einer sozialen Einstellung, eine Ehre sein

@ 10:41 von altbuergerin

"Die Gewerkschaften heute drohen und streiken bevor überhaupt eine Diskussion begonnen wurde. Das ist nur noch Arbeitskampf auf dem Rücken der Bürger um sie als Druckmittel auszunutzen"
Ich kann Ihnen nicht zustimmen weil ich leider in den letzten Jahren das Gegenteil erlebe, nämlich dass die Gewerkschaften dem Druck der Unternehmen nachgeben.
Und ihr Argument dass der Arbeitskampf auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird, ist uralt und stimmt nicht. Jeder will für seine Arbeit anständig bezahlt werden, jeder dieser Bürger und wie Sie übrigens auch. Oder gäben Sie sich mit Klatschen zufrieden??

Streik!

Was gehört zum öffentlichen Dienst? Die Beschäftigten in den Rathäusern, die geschlossen waren. Die städtischen Dienstleistungen, von denen keine ansprechbar waren? Die Beamten, die von den Streikerfolgen der Angestellten partizipieren, ohne auf die Straße zu gehen, waren im Stress? Wo? Eines ist doch jeden klar, die höheren Löhne zahlen die Bürger in den Städten und Dörfern. Das Argument der Gewerkschaft, dass die entgangenen Steuern durch den Staat ersetz werden ist doch ein schlechter Witz. Wer ist denn der Staat und finanziert ihn?

@ 9:48 von RenamedUser

"Weil ver.di nicht nur für die verdienten Erhöhungen bei z.B. medizinischem Personal streikt"
Da ist genau das Problem; die Pflege ist durch Verdi schlecht vertreten und wäre in eigenen Pflegekammern (wie die Ärzte es seit Jahren haben) besser aufgehoben; nicht nur bzgl. Entlohnung sondern auch wegen mehr Einfluss auf die Arbeitsbedingungen

@RenamedUser - anonym mosern : ÖDLer sind nicht ihre Sklaven

Das Sie nicht im ÖD arbeiten ist wohl fakt

Weder die Gewerkschaft noch die Mitarbeiter
in ihrer Zulassungsstelle und anderswo kann etwas dafür,
wenn auf dem Politischen Wege nicht die Mittel
für eine vernünftige Arbeit bereitstehen.

Unangemessen? Mit Augenmaß? Nagen nicht am Hungertuch?

Als "Angestelllter" im "Öffentlichen Dienst" kann ich mich über viele Äusserungen hier und an vielen anderen Stellen nur wundern.
Seit vielen Jahren wird dort gespart wo es am einfachsten durchzusetzen ist. Konzerne wollen "Gewinne" generieren. Wir als Gesellschaft kapieren nicht, daß es Bereiche gibt wo dies vermutlich nicht funktioniert. Die Leidtragenden sind die Pflegenden, aber auch die Behandler/Betreuer/Versorger. Das trifft auch nicht nur die Pflegeberufe, sondern alle Berufsgruppen wie Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Logopäden und andere.
Aber auch die Gewerkschaften tragen einen erheblichen Teil dazu bei. Sie sind zu satt, zu unbeweglich. Wie auch der SPD reicht es den Gewerkschaften im Spiel zu bleiben. Ich würde mir deutlich mehr Arbeitskampf seitens der Gewerkschaften wünschen. Ich habe mich entschieden verdi zu verlassen. Eine Gewerkschaft die die Interessen Ihrer Mitglieder nur unzureichend verfolgt, verliert ihre Existenzberechtigung. Gegenbeispiele gibt es genug.

10:48 von reinbolt48

Deutschland hat 1,4 Mio Millionäre - Tendenz steigend.
3 % der Deutschen besitzen 50 % des Vermögens! Geld ist genug da:
.
mal ehrlich was haben sie davon / nicht davon
ob der Herr Aldi oder Lidl 40 oder 50 Mrd Euro besitzt
Millionäre, das wird man schon wenn das selbstgenutzte Haus entsprechend im Wert steigt
Also was habe ich davon wenn mein Dach überm Kopf jetzt 100.000 kostet oder 1.000.000
solange es nicht versilbert wird
und mal vom praktischen Gesichtspunkt aus betrachtet
wie wollen sie das Vermögen von so Superreichen verteilen
liegt das bei denen auf dem Konto
also 40 Mrd wegen mir, geteilt durch 80 Mill ?
kriegt jeder dann 500 ??
oder jeder der 2 Wohnungen hat muß eine davon abgeben, immerhin das wäre realisierbar
fragt sich nur mit welchem Recht das fordern
jeder hat doch 2 gesunde Hände, warum baut der sich nicht selbst ein Haus
bzw, wie lange werden dann noch Häuser gebaut wenn diese einem weggenommen werden ?

10:49 von Sisyphos3

«wie rechtfertigt man höhere Gehälter, die Inflationsrate beträgt 1 %
gibt es eine Erhöhung der Wertschöpfung ?»

Ständig gibt es eine Erhöhung der Wertschöpfung. Seit Jahrzehnten.

Wober der Öffentliche Dienst nun eher nicht Berufe umfasst, die man nach Wertschöpfung beurteilt. Feuerwehrleute, Polizisten, Kommunale Angestellte, Beamten, Medizinisches Personal sind "Dienstleister", wenn deren Dienste von Bürgern gebraucht werden.

Wer beurteilt Feuerwehr & Polizei sinnvollerweise schon nach Wertschöpfung ihrer Arbeit?

Durch die Organisation des Medizinischen Systems mit Absicht der Gewinnerzielung (in Aktiengesellschaften) ist das Personal dort allerdings Wertschöpfer für andere, die von deren Arbeit finanziell profitieren.
Sehr wenig nur für sich selbst.

Und die Profiteure müssen noch nicht einmal irgendwas verkaufen für den eigenen Profit durch Zuwachs von Wertschöpfung. Ein völlig bescheuertes System.

Wieso Streik?

Die jetzt streiken, wussten doch vorher, welche Arbeit sie tun und was sie verdienen!
Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Verzicht auf Weihnachts - und Urlaubsgeld kennen die meisten hier nicht.
Sie bekommen in regelmäßigen Abständen mehr Gehalt!

Mal sehen, wann die Sparkassen Mitarbeiter streiken?

@ 10:49 von Sisyphos3

Eine angemessene Arbeitszeitverkürzung ... wäre auch dringend nötig ..es fehlen doch jetzt schon die nötigen qualifizierten Arbeitskräfte dann werden doch noch mehr fehlen"
Was die Pflege betrifft kann ich sagen: Ohne eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen fehlen bald noch mehr qualifizierte Pflegekräfte.

@Sisyphos 3 um 11:14

"jeder hat doch 2 gesunde Hände, warum baut der sich nicht selbst ein Haus
bzw, wie lange werden dann noch Häuser gebaut wenn diese einem weggenommen werden ?"
-
Genau. Und wenn "jeder 2 gesunde Hände hat", dann könnte doch auch jeder im öffentlichen Dienst arbeiten. Deshalb verstehe ich zum Beispiel die UserInnen nicht, die der Meinung sind, im öD wäre es so unglaublich bequem und eine Lohnanpassung wäre unangemessen.

Umsonst geklatscht

Wenn es um die Beschäftigten geht ist das Geld immer knapp.
Es erstaunt mich aber immer wieder wie schnell Geld für Bankenrettung und Konzernrettung oder gar EU Sonderausgaben zur Verfügung gestellt werden kann.

11:14 von Sisyphos3

«… oder jeder der 2 Wohnungen hat muß eine davon abgeben, immerhin das wäre realisierbar … fragt sich nur mit welchem Recht das fordern …»

Mit altem erprobten Recht, das man schon aus Billy Wilders Kommödie:
"1, 2, 3" zur Berliner Mauer kennt:

«Niemand sollte zwei Pelzmäntel besitzen,
solange es noch jemand gibt, der gar keinen Pelzmantel hat.»

Es geht aber gar nicht darum, Pelzmäntel oder Wohneigentum oder Häuser nun gleichmäßig nach Nasenzahl unter der Bevölkerung zu verteilen. Meinen Pelzmantel können Sie haben. Ich will gar keinen.

Aber von meinen 100 Wohnungen gebe ich keine her.
Muss ich auch nicht, weil es niemand fordern wird.
Auch auf der anderen Seite der Berliner Mauer war es bei "Volkseigentum" niemals so, dass niemand mehr als eine Wohnung, mehr als eine Hose, oder mehr als einen Mantel vom toten Tier hatte.

Sind nur Märchen, mit denen man Hausbesitzern Furcht machen will.
Und denen mit den Mänteln auch.
Ist aber nicht realistisch …

10:06 Nordbraut

Ich bin wie Sie der Meinung, dass nicht nur
in Krankenhäusern bzw.
im Pflegebereich Helden zu finden sind! Natürlich müssen sich die Arbeitgeber bewegen. In Anbetracht derzeitiger
wirtschaftlicher Voraussetzungen sollte
Verdi jedoch realistische Forderungen stellen!

@ 11:17 von M. Neumann

"Die jetzt streiken, wussten doch vorher, welche Arbeit sie tun und was sie verdienen!"
Ja sicher wussten sie was sie (als sie eingestellt wurden) was sie verdienen. Aber ich kenne niemanden der mit Lohn den er vor 20 Jahren bei seiner Einstellung bekommen hat heute noch leben könnte. Da bekanntermaßen alles teurer wird müssen auch Löhne angepasst werden (in anderen Ländern gab es in den letzten Jahren deutlich höhere Lohnsteigerungen als in D).
Und bzgl Arbeitsbedingungen war es früher sicher nicht so dass zB eine Pflegkraft im Krankenhaus sich um bis zu 30 Patienten kümmern musste wie es heute der Fall ist.
PS: Den Sparkasse-Mitarbeitern gehören übrigens die Sparkassen nicht - sie sind dort auch nur angestellt.

@spax-plywood

Damit meine ich, dass im ÖD zwar Werte/Infrastruktur geschaffen/aufrechterhalten werden, diese aber nicht direkt monetarisiert werden (können und auch nicht sollen, Gott bewahre). Jemand, der den Bürgersteig fegt, hat erstmal kein Geld verdient im Sinne von "für saubere Bürgersteige wird eine Maut kassiert". Weil das aber trotzdem wichtig ist, erledigt sowas der öffentliche Dienst (ob direkt oder als Auftraggeber sei erstmal dahingestellt) und dieser finanziert sich aus Steuern, Abgaben und Gebühren. Sollen Porsche-Mitarbeiter mehr verdienen, können sie entweder mehr Porsche bauen und verkaufen oder aber jeden einzelnen Porsche teurer machen, die Kosten trägt der direkte Kunde. Im ÖD läuft das doch dezent anders. Und ob das nicht eher kontraproduktiv ist, wenn jetzt öffentliche Dienstleistungen teurer werden, wo viele in Kurzarbeit oder arbeitslos sind, ist eben auch die Frage. Wie gesagt: gerne punktuell Stellenzulagen schaffen/erhöhen, aber keine Gießkanne für alle.

Wenn ver.di streiken will,...

...sind Krankenhäuser bzw. das Pflegepersonal gefragt. Schließlich will man Emotionen und damit Verständnis bei der Bevölkerung wecken.

Tatsächlich fallen die Pflegekräfte bei einem Tarifvertragsabschluss regelmäßig hinten runter.
Und das wird auch dieses Mal wieder so sein.

Dabei wäre es allemal möglich, einen separaten Tarifvertrag für das Pflegepersonal abzuschließen - wenn man denn nur wollte.

Ich erinnere mich, es mögen 11, 12 oder 13 (?) Jahre her sein, da gab es einen Sonderzuschlag für die Pflege in Höhe von monatlich 30 oder 40 €. - Beim nächsten Tarifabschluss wurde dieser Zuschlag dann wieder ersatzlos gestrichen. Das ist ver.di!!!

Wertschöpfung ist z. B.

wenn aus Eisenerz Stahl wird und das Labor prüft ob es auch der(!) Stahl ist mit dem die Eisenbahn fahren kann ohne dass die Schiene bricht. Also betreibt das Labor als Kontrollinstanz auch Wertschöpfung und ist produktiv im Gesamtgeschehen, das Nadelör der Qualität. Alles ist produktiv und systemrelevant, auch die Führerscheinstelle. Beispiele kann sich jeder selbst ausdenken.

Arbeitnehmersuchende

Im Grunde ist schon der Begriff Arbeitgeber zumindest im öD irreführend. Die Arbeit ist ja da. Arbeitnehmersuchende trifft es wohl besser. Der Begriff macht auch deutlich, wer am längeren Hebel sitzt.

11:25 von Nordbraut

wollen wir mal es so formulieren
ein Betrieb dem es gut geht - kann ! .... muß !! aber nicht gute Löhne zahlen
ein Betrieb dem es schlecht geht, hat selbst bei gutem Willen keine Möglichkeit tolle Löhne zu zahlen.
Das heißt aber noch lange nicht, mit dem Argument leere Kassen in der öffentlichen Hand,
hat man das Recht denen einen Hungerlohn anzubieten.
Dass ne Krankenschwester nur deshalb einen besseren Gehalt hat, weil sie Nachtschicht arbeitet
sorry aber so kann es ja auch nicht sein !
Wobei - und ich bin kein Krankenhausspezialist, denke es liegt eher an den widrigen Arbeitsbedingungen
und nem gewissen Chaos dort,
aber wie gesagt meine ganz persönliche Einschätzung
nach 10 Jahren Erfahrung in der Arbeitsorganisation

pauschal

Kommt ein Mensch in die Kneipe: "Ich gebe eine Runde aus!" - die Menge jubelt und trinkt - der Mensch geht ohne einen Freund heim. Kommt derselbe Mensch am nächsten Tag in die Kneipe, sucht sich gezielt jemand aus der Mege aus: "Dir gebe ich heute einen aus!" - beide unterhalten sich, lachen, weinen, diskutieren - beide gehen als potentielle Freunde heim.

"Streik" = pauschal. "Gewerkschaft" = pauschal. "öffentlicher Dienst" = pauschal. "mehr Geld/ mehr Einkommen" = pauschal. "Arme / Reiche" = pauschal.

Durch pauschale Betrachtungen und Handlungen wird sich nur rein zufällig etwas "verbessern". Probleme können nicht pauschal angegangen werden. Probleme werden nur mittels detailierter Betrachtung und auch gezielter, jeweils konkreter und passgenauer Herangehnsweisen "gelöst".

Mit einem Hammer kann man Nägel einschlagen, aber keine Schrauben. Mit einem Schraubendreher lassen sich keine Nieten verpressen. Mit einer Schlagzeile kein Bericht erstatten.

Danke

Tja, soviel also zu den ganzen Dankschreiben an die tolle Arbeit von Pflegern, Krankenschwestern, Erzieherinnen usw. . Systemrelevant!!! Aber das ganze wirklich honorieren??? Nein, nicht nötig. Wichtiger ist da natürlich die Arme Autoindustrie, die leider kaum noch Gewinn macht. Es ist einfach nur lächerlich. Die Berufsgruppen, die am wichtigsten sind, bekamen das geringste Gehalt, und es wird dabei bleiben. Traurig und perfide!! Danke also schonmal für gar nichts.

Ja, was machen wir den da?

Wer erinnert nicht die Emotions-triefenden Reden bezüglich der enormen Leistung von Pflege- und Krankenhauspersonal samt Mitarbeitern der Gesundheitsämter, denen man zu tiefstem Dank und angemessener Entlohnung verpflichtet sei.
.
Tja, nachdem Autoindustrie, Lufthansa etc. paar Milliarden zugeschoben wurden, wurde die Luft dünner. Immerhin hat man den entsprechenden Behörden/Unternehmen freigestellt, wie die Prämien (Staatszuschuss) auf die Mitarbeiter verteilt werden sollen, und da ist nun für Gehaltserhöhungen kaum noch was drin. Und die Prämien gehen aus "Gerechtigkeitsgründen" prozentual an alle Mitarbeiter, z.Bsp. 10% Einmalprämie, und das macht dann bei einem Vorstand 2.000 Euro, bei einer Teilzeitkraft 45 Euro aus. Logo, oder?

@Nordbraut 12:23

Arbeitnehmersuchende ist aber auch inkonsequent, da er wieder ein Geben und Nehmen impliziert. Also noch besser:
ArbeitausführerInnensuchende.
Jetzt passt es hoffentlich...

Am 23. September 2020 um

Am 23. September 2020 um 11:07 von HerrLehner
Unangemessen? Mit Augenmaß? Nagen nicht am Hungertuch?

Ich kann Ihnen nur zustimmen, mein Mann war seit 1980 im ÖD. Die Gehaltskürzungen und Streichungen von Zulagen usw. in
" schlechten Zeiten " waren okay ?
Ganz sicher nicht, es wurde einfach gemacht.
Und Vorteile hat man im ÖD schon seit Jahrzehnten nicht mehr - so wie es früher mal war.

@ 12:08 von spax-plywood

Wertschöpfung ist zB...wenn aus Eisenerz Stahl wird und das Labor prüft"
Schön wär´s wenn´s so wäre! In der Realität ist es aber so dass die Labors oft ausgegliedert werden weil sie nicht direkt zum Produktionsprozess beitragen und angeblich nur Kosten verursachen.
Meiner Meinung nach ist die Pflege wertschöpfend da sie ja die Arbeitskraft erhält und Ausfallzeiten vermindert - selbst dann wenn Menschen gepflegt werden die nicht direkt im Berufsleben stehen, da ansonsten Angehörige im Berufsleben sich vermehrt in der Unterstützung der pflege-bedürftigen einbringen müssten und dadurch in ihrer Lohnarbeit kürzer treten müssten.
Aber ich bin auch der Meinung dass sich Krankenhäuser so nicht als gewinnorientierte Unternehmen führen lassen (sollten) - wie man bereits in der Schweiz erkannt hat.

Streiken ist wichtig

Ich arbeite selbst im öffentlichen Dienst. Wenn man die Kommentare hier liest, ist vielen offensichtlich gar nicht bewusst, was in unserem Land alles vom öffentlichen Dienst abhängt. Alleine um diese Leute etwas wachzurütteln, finde ich die Streiks schon gut. Wenn all das, was der öffentlich Dienst leistet, von privaten Dienstleistern geleistet würde, wären diese Dienstleistungen vermutlich alle unterm Strich deutlich teurer (prekäre Arbeitsverhältnisse -> Altersarmut -> Grundrente -> ... )

Am Ende wird es wieder 2% pro Jahr mit 3 Jahren Laufzeit geben, womit ich zufrieden bin.

@ 12:29 von _e dnb

Supergutes Beispiel von Ihnen und sehr anschaulich - vielen Dank!
Moderne Verhandlungsführung sieht auch vor dass man im Dialog für beide Seiten einen Vorteil erzielen will, was sich allerdings noch nicht überall herumgesprochen hat (siehe US-Präsident).
Allerdings kriegt man mit dem Hammer (zu starker Verhandlungspartner) immerhin kleine Nägel (zu schwacher Partner) ins Holz rein - und über Nieten an höheren Positionen könnte man ganze Diskussionsforen füllen.

Am 23. September 2020 um 12:07 von hecker

" ...sind Krankenhäuser bzw. das Pflegepersonal gefragt. Schließlich will man Emotionen und damit Verständnis bei der Bevölkerung wecken. "

Die meisten Kommentare über sehen, das vieles was aufgezählt wird, nicht mehr in der Öffentlichen Hand ist, Sie leider auch.
Krankenhäuser sind fast alle privat, machen Gewinne, bei den Pflegefirmen ist auch so.
Städte vergeben viel Dinge an Privatfirmen, lagern also aus, die haben dann nichts mehr mit ÖV zu tun.
Auch die Müllabfuhr ist eine Privatfirma, so geht die Liste endlos weiter.
Das war mal anderes, ist heute aber nicht mehr, hab viele Jahre bei so einer ausgelagerten Firma an Schulen gearbeitet.
Ich weiß wovon ich rede, und um was es geht, die haben vom Streik und wenn es Erhöhungen gibt, nichts.
Ein Menge Leute wissen nicht was abläuft, und wer eigentlich noch dazu gehört.
Und Lohnsummen haben hier im Forum bei den vielen, jegliche Realität verloren, die Wahrheit sieht anders aus.

12:31 von Mummsche

wichtig ... systemrelevant
.
jetzt erzählen sie mal welches Zahnrädchen in einer Uhr wichtig, sehr wichtig
und auf welches man verzichten kann

@perchta - 10:05

-Andere würden für die Peanuts, die man im ÖD verdient, morgens nicht einmal einen Fuß aus dem Bett nehmen

@M.Neumann 11:17 Uhr..

"Die jetzt streiken, wussten doch vorher, welche Arbeit sie tun und was sie verdienen!
Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Verzicht auf Weihnachts - und Urlaubsgeld kennen die meisten hier nicht.
Sie bekommen in regelmäßigen Abständen mehr Gehalt! "

Also,da stimmt einiges nicht.

Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld..
U-Geld gibt es schon viele Jahre nicht mehr,
Weihnachtsgeld gibt es nach dem Ergebnis der Klinik, in der ich arbeite.

Immer weniger kollegen müssen immer mehr Arbeit machen, vor allem administrative und bürokratische Dinge werden immer mehr..etwas, was ich zwischen 1982-85 so nicht gelernt habe und das sich damals niemand in dem Ausmaß vorstellen konnte.

Und.. sind Sie doch mal ehrlich..wollen Sie im Krankheitsfall nicht von gut bezahltem und motiviertem Personal umsorgt werden und bei Behördengängen nicht davon abhängig sein, dass mies bezahlte Bürokraten die Hand aufhalten müssen?

@@Mitte - 10:22

In Zeiten, wo sich Selbstständige, insbesondere im Bauhandwerk gleich zwei goldene Nasen verdienten, kam auch niemand auf die Idee, diese sollten den Angestellten im ÖD etwas abgeben.

@Sandra Hirt 12:48 Uhr..

"Am Ende wird es wieder 2% pro Jahr mit 3 Jahren Laufzeit geben, womit ich zufrieden bin."

eher sollte man an die Eingangsgehälter ran, damit junge kollegen schneller mehr verdienen..

Für einen alten Hasen wie mich reicht das Gehalt..

Die Bedeutung von Gewerkschaften

ist in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Dies liegt zum Einen daran dass sich Gewerkschaften längst nicht mehr so sehr für ihre Mitglieder einsetzen; wie man in manchen Fällen an ziemlich mauen Ergebnissen sehen kann oder (wie in unserer Firma) die Gewerkschaft vor dem Arbeitgeber gleich eingeknickt ist.
Zum Anderen möchten sich viele Leute einfach den Gewerkschaftsbeitrag einfach sparen wobei man auch sagen muss: Nichts ist umsonst außer man arbeitet umsonst.
Aber es gibt auch in den letzten Jahren eine Vollkasko-Mentalität vieler Arbeitnehmer die zwar sagen "Gewerkschaft mach mal" aber die selbst nichts tun, und auch keine Lust haben sich an Aktionen zu beteiligen oder überhaupt sich nie aktiv in Gewerkschaftsarbeit einbringen.
Dadurch wird die Gewerkschaft logischerweise schwächer und die Abwärtsspirale nach unten geht (zur Freude der Arbeitgeber) weiter.
Also: Nicht nur meckern sondern auch aktiv etwas tun!

@Sisyphos3 - 10:49

"es fehlen doch jetzt schon die nötigen qualifizierten Arbeitskräfte
dann werden doch noch mehr fehlen
wie rechtfertigt man höhere Gehälter, "

Ganz einfach: Angebot und Nachfrage!

@M.Neumann, 11.17h

Auch der Maurer, Schreiber usw. wusste vorher, welche Arbeit er macht und was er verdient.
Wieso will der mehr?
Abgesehen davon gibt es im ÖD seit vielen Jahren keine Urlaubsgeld mehr.

@Advocatus Diaobli - 13:25

"Die Bedeutung von Gewerkschaften ist in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Dies liegt zum Einen daran dass sich Gewerkschaften längst nicht mehr so sehr für ihre Mitglieder einsetzen; wie man in manchen Fällen an ziemlich mauen Ergebnissen sehen kann..."

Das hat Ver.di bzw. deren Vorgänger im öffentlichen Dienst gleich zwei Mal "ganz toll" hinbekommen. Zum ersten Mal bei der Ausgestaltung des BAT-Ost, in dem alle im "Original"-BAT enthaltenen Arbeitnehmervorteile den Ostkollegen vorenthalten wurden und dann bei der Überführung des BAT/BAT-Ost in den TVöD, bei dem sie dann auch den Westkollegen weggenommen wurden. Und das hat man dort bis heute nicht vergessen.

@RenamedUser (09:48)

Liebe Gewerkschaft,...
wenn ihr nicht total ohne Bodenhaftung erscheinen wollt, ändert eure Forderungen. In Zeiten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg und bei noch immer nicht überstandener Pandemie (mit entsprechend schlechten Aussichten für die Finanzen öffentlicher Haushalte) mit so einer Gießkannenforderung in die Verhandlung zu gehen, gehört sich nicht.

____

Sind Sie Arbeitgeber oder Aktionär? Klingt zumindest so. Falls nicht, sind Sie einem Trick auf den Leim gegangen, nämlich dem Trick der Arbeitgeberverbände, die Arbeitnehmer gegeneinander auszuspielen, damit die sich an die Gurgel gehen und man weiterhin Gewinn abschöpfen kann. Schlimmste Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg? Selten so gelacht, schauen Sie sich mal die Aktienkurse, Dividenden und Gehälter der Vorstände an. Die Schere zwischen Vorständen und Arbeitnehmern gehen immer weiter auseinander und Sie sehen eine teilweise Wiederherstellung der sozialen Gerechtigkeit als überzogen an?

@ 12:53 von Advocatus Diabo...

Danke - freut mich sehr.

Sie sagen es, am Ende sollen alle etwas vom Kuchen haben. "Gute" Verhandlungen zeichnen sich sicherlich dadurch aus, dass an den richtigen Stellen mit angemessenen Masznahmen Wirkung erzielt wird.

Vermutlich ist jedoch eben jenes Vorgehen etwas "schwieriger", "aufwändiger" und "komplizierter" - da sind Geduld, Bescheidenheit und etwas Zurückhaltung gefragt - alles Werte, die nicht mehr in die "heutige Zeit" zu passen scheinen. Leider.

Hoffnung ist, was bleibt. ;)

@perchta (10:05)


Bitte ein wenig bescheidener, denn:
- Die Kassen sind leer
- Andere bekommen keinen Cent mehr
- Andere arbeiten und verdienen kurz
- Andere bangen um ihren Arbeitsplatz
- Andere haben ihren Arbeitsplatz schon verloren

____

Na und? Dann sollen andere auch für ihr Recht auf bessere Bezahlung auf die Straße gehen. Diejenigen, die sich das Geld der Arbeitnehmer in die Tasche stecken, lachen doch, dass diese sich gegenseitig beneiden anstatt solidarisch zu zeigen.
Und das Argument mit dem sicheren Arbeitsplatz kann ich nicht mehr hören! Früher wurde mal ausgelacht, wenn man in den ÖD geht, weil man da gegenüber der freien Wirtschaft nichts verdient, und nun wird man angepflaumt, weil auch in schlechten Zeiten das Geld fließt.
Das ist doch eine freie Entscheidung: wer Kohle und Karriere machen will, nimmt das Risiko auf sich und geht in die freie Wirtschaft. Wer einen sicheren und geregelten Arbeitsplatz haben aber nicht reich werden will, geht in den ÖD. Also nicht meckern.

@Sisyphos3

"Dass ne Krankenschwester nur deshalb einen besseren Gehalt hat, weil sie Nachtschicht arbeitet
sorry aber so kann es ja auch nicht sein !
Wobei - und ich bin kein Krankenhausspezialist, denke es liegt eher an den widrigen Arbeitsbedingungen
und nem gewissen Chaos dort,
aber wie gesagt meine ganz persönliche Einschätzung
nach 10 Jahren Erfahrung in der Arbeitsorganisation"

Nem User beizubringen, wie man Frauen Respekt zeigt durch einen vollen unbestimmten Artikel und nicht "ne", scheint ebenso aussichtslos wie die bloße Hoffnung, in Deutschland Respekt und Anerkennung für die echten, wirklichen Leistungsträger unserer Gesellschaft zu erhalten. Aus einem simplen Grund. Nächstenliebe rechnet sich nicht und wo kämen wir hin, wenn das Schule macht?! Stattdessen hat man zunächst versucht, einen Keil zwischen die Mitarbeiter/innen der Altenpflege und der Gesundheitspflege zu treiben. Dem Verhandlungspatner ist deshalb nicht zu trauen.

Was haben Sie organisiert? Arbeit war es wohl kaum.

@Totengräber, 13:32 (re @Sisyphos3, 10:49)

"es fehlen doch jetzt schon die nötigen qualifizierten Arbeitskräfte
dann werden doch noch mehr fehlen
wie rechtfertigt man höhere Gehälter,
>> "Ganz einfach: Angebot und Nachfrage!“ <<

Das ist im Prinzip richtig bzw. so sollte es sein - und zwar grundsätzlich und überall (also nix mehr mit Nationen und Marktteilnehmer mit unfairen Mitteln gegeneinander ausspielen, wie es in unserer heutigen Wirtschaft überall "übliche Praxis" ist).

Das Problem ist nämlich, dass es in unserem heutigen Wirtschaftssystem nicht im Ermessen jedes einzelnen(!) Marktteilnehmers liegt, was angeboten und nachgefragt wird.

Unanständig

um 12:07 von hecker…Ich erinnere mich, es mögen 11, 12 oder 13 (?) Jahre her sein, da gab es einen Sonderzuschlag für die Pflege in Höhe von monatlich 30 oder 40 €. - Beim nächsten Tarifabschluss wurde dieser Zuschlag dann wieder ersatzlos gestrichen. Das ist ver.di!!!

Nach jedem Tarifabschlussverfahren werden die Mitglieder gefragt, ob sie den Vorschlag annehmen wollen. Ich kann da nichts Unanständiges entdecken. Nebenbei profitieren die Nichtmitglieder regelmäßig von den ausgehandelten Erhöhungen ohne selbst Beiträge für die Gewerkschaft zu bezahlen.

ver.di und Beamtenbund-Forderungen

Die Forderungen sind nicht überzogen und ich hoffe auf eine schnelle Einigung.

Beiträge

um 13:51 von Totengräber…Das hat Ver.di bzw. deren Vorgänger im öffentlichen Dienst gleich zwei Mal "ganz toll" hinbekommen. Zum ersten Mal bei der Ausgestaltung des BAT-Ost, in dem alle im "Original"-BAT enthaltenen Arbeitnehmervorteile den Ostkollegen vorenthalten wurden und dann bei der Überführung des BAT/BAT-Ost in den TVöD, bei dem sie dann auch den Westkollegen weggenommen wurden. Und das hat man dort bis heute nicht vergessen.

Wieso verwechseln sie wer Arbeitgeber ist und wer nicht? Die Gewerkschaften nehmen doch den Arbeitnehmern nichts weg. In Verhandlungen werden Regelungen ausgehandelt, die man dann den Mitgliedern zur Abstimmung vorlegt. Meistens sind dann die Nichtmitglieder diejenigen, die die erzielten Regelungen kritisieren oder verkürzt darstellen. Die Nichtmitglieder zahlen übrigens keine Beiträge.

ver.di ist derzeit ziemlich auf dem Holzweg!

Vorweg; Ich arbeite im ÖD und finde es grundsätzlich gut, dass es Gewerkschaften gibt, die die Arbeitnehmer sinnvoll vertreten.

Aber ...

... auch der Ton macht der Musik!

Und das ist etwas, was mir derzeit ganz und gar nicht gefällt. Ich gehe davon aus, dass sich bei der Verhandlungen erwachsene Menschen gegenüber stehen/sitzen. Wenn dem so ist, sollte es möglich sein, sich ohne vollkommen unnötige Provokationen und Verzögerungen gerade in diesen Zeiten vernünftig und für beide Seiten akzeptabel zu einigen.

Wenn ich mir dann aber anschaue, wie provokant Schriftstücke von ver.di bei uns in der "Firma" veröffentlicht werden ... ganz ehrlich ... an der Stelle wäre für mich die Verhandlungsrunde sofort beendet.

Derzeit kann es maximal um Besitzstandswahrung gehen. Bei leeren Kassen jetzt Gehaltserhöhungen zu fordern, ist absurd.

Wenn Geld über wäre, sollte man es den jetzt in Not geratenen zur Verfügung stellen ... ich jedenfalls brauche es nicht, denn mein Job ist (noch) sicher.

@ um 10:41 von altbuergerin

Gewerkschaften sollten eine Zumutung für Arbeitgeber sein!
Dass sie das nicht sind, liegt daran, dass sie in den letzten 30 Jahren nahezu allesamt zu Gewerkschaften der Bosse geworden sind, passend zur SPD, auch um die Agenda 2010 gegen die Arbeitnehmer durchzusetzen.
Ebenso wie bei der SPD müssen da ganze Vorstände ausgetauscht werden.

@ um 10:49 von Sisyphos3

Wir haben seit ca 45 Jahren Massenarbeitslosigkeit. Und vor Corona offiziell ca 2,5 Millionen Arbeitslose, aber nur weniger als 1 Millionen freie Arbeitsplätze.
In 45 Jahren der Massenarbeitslosigkeit habe ich nicht eine konzertierte Aktion von Arbeitnehmern & der jeweiligen Regierung erlebt, die darauf abzielte , wenigstens in den Mangelberufen - Pflegekräfte fehlen seit mindestens 30(!) Jahren - genügend Menschen aus - und weiterzubilden und nicht nur denen ein angemessenes Gehalt bei angemessenen Arbeitszeiten anzubieten.
Trotz des Millionenheers an Arbeitslosen hat auch die Agenda 2010 keine Veränderungen zum Positiven erwirkt. Außer, dass wir ein Land mit geringen Löhnen, schlechten Renten & einem konsequent unterfinanzierten Bereich der Arbeit geworden sind, die für das Allgemeinwohl unverzichtbar ist. Vom Müllwerker über die Pflegekraft bis hin zu Polizisten.
Und für die wirklich miesen Tätigkeiten holen wir uns Arbeitskräfte aus dem Ausland und bezahlen sie noch schlechter.

@ um 11:14 von Sisyphos3

Es ist ja immer wieder schön für die Reichen, wenn sich die Armen deren Kopf zerbrechen.
Helfen tut das leider nicht den Armen.
Aber: Es reicht völlig aus, den Reichen ihren Reichtum zu belassen und nur den Zuwachs abzuschöpfen.
Nicht aus Neid, sondern weil es nötig ist, um unserer Welt und allen Menschen das Überleben zu sichern.
Wir schaffen das!

Auch der Streik zum jetzigen Zeitpunkt ist falsch!

Bei uns in der Stadt soll bereits morgen gestreikt werden.

Warum?

Die Arbeitgeber haben doch signalisiert, dass es ein Angebot nicht mit Minus und nicht bei Null geben soll, wenn man nach eigener Verhandlung allen betroffenen Berufen weitestgehend gerecht geworden ist.

Dass das derzeit schwierig ist, sollte klar sein.

Und warum verlangen in der Krise bestimmte Berufsgruppen mehr Geld? Krise bedeutet, sich gegenseitig zu unterstützen. Das sollte selbstverständlich sein. Und bis zum Ende der Krise sollten auch mal "warme Worte" genügen, um seinen Dank zu zeigen.

Wenn alles überstanden ist, kann man über geldlichen Lohn für die erbrachten Leistungen sicherlich sprechen, aber im Moment weiß doch noch keiner, wo der Weg eigentlich hinführt.

Von daher ... etwas mehr Rücksicht, etwas mehr Geduld ... und sich weiterhin gegenseitig unterstützen ... das sollte im Moment wichtiger sein, als 2-3 Euro mehr in der Tasche für die, die eh schon genug und einen sicheren Job haben.

@ um 15:41 von LifeGoesOn

Bei so vielen Milliarden, die nun zur Rettung der nationalen und EU - internationalen Wirtschaft verbraten werden und uns diese Milliarden noch auf Jahrzehnte belasten, kommt es auf ein paar weitere Millionen für den öffentlichen Dienst auch nicht mehr an.
Auch nicht, wenn, wie beabsichtigt, im nächsten Jahr um die nächsten Lohnerhöhungen verhandelt wird.
Wenn die Arbeitnehmer nicht an sich denken, tut das auch kein anderer. Schon gar nicht die privaten, aber auch nicht die öffentlichen.
Von Verdi ist sowieso nicht viel zu erwarten, dass sich irgendwer Sorgen darum macht muß, daß die nächste Steuerschenkung an die private Wirtschaft oder Finanzindustrie ausfällt.

@ 11:17 von M. Neumann und 11:57 von Advocatus Diabo...

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Sparkassen-Angestellte werden zwar nach TVöD bezahlt, darum sind sie hier auch betroffen. Sie sind aber kein öffentlicher Dienst im eigentlichen Sinne!

KEIN einziger Cent Steuergeld fließt hier hinein, alles muss selbst erwirtschaftet werden! Im Gegenteil greifen die Kommunen und Städte als Eigentümer der Sparkassen regelmäßig tief ins Sparkassen-Sparschwein und schöpfen Gewinne ab, um sie in ihren Haushaltslöchern zu versenken.

@ altbuergerin am 23. September 2020 um 10:41 Uhr

Das sehe ich auch so.

Sich zusammensetzen und sich einigen, das muss das Ziel jeder Verhandlung sein. Heute wird einmal geredet ... und dann ... wird gestreikt.

Und was nützt das, außer unnütze Kosten für alle zu verursachen? Genau! Nichts! Am Ende einigt man sich doch.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass irgendwie ein harter Kampf als Voraussetzung eingeplant ist, um zu zeigen, dass nicht eine Seite klein bei gegeben hat.

Unterm Strich ist dieses ganze Hickhack großer Nonsens ... und genau aus dem Grund habe ich mich bisher auch nicht veranlasst gesehen, in die Gewerkschaft einzutreten.

Allein der jetzige Ablauf würde bei mir als Mitglied nur das Gefühl des absoluten Fremdschämens verursachen!

Von daher: Vernünftig reden, vernünftig einigen = alle sind zufrieden ... fertig!

15:45 von nie wieder spd

Wir haben seit ca 45 Jahren Massenarbeitslosigkeit. Und vor Corona offiziell ca 2,5 Millionen Arbeitslose, aber nur weniger als 1 Millionen freie Arbeitsplätze.
.
erstaunlich
aber für ein paar Monate im Jahr Erntehelfer zu finden ... ?
und sie schreiben es ja selbst Pflegekräfte
an was liegt es, dass sich da keine melden ?
die Gehälter zu niedrig, Hartz4 zu hoch !

wo sie´s schon erwähnen,
2,5 Mill Arbeitslose / 1 Mill freie Arbeitsplätze
was sind das für freie Arbeitsplätze dass die nicht von den 2.5 Mill wahrgenommen werden könnten
alles Spezialberufe und Arbeitsplatz/Wohnort 500 km auseinander

@LifeGoesOn

Ich freue mich für Sie, dass Sie "2-3 Euro mehr" nicht benötigen! Wenn 5% für Sie am Ende nur 2-3 Euro bedeuten würden, dann scheinen Sie mit einem sehr geringen Gehalt super zu wirtschaften! Das ist wahrer Reichtum. Wer wenig braucht ist am glücklichsten.
Aber leider können nicht alle so asketisch leben. FamilienversorgerInnen zum Beispiel. Deshalb würde ich es begrüßen, wenn solche Helden wie Sie freiwillig auf Lohn verzichten (man kann übrigens auch spenden, wenn man kein Geld braucht) und nicht das Gleiche von anderen verlangen.

Öffentlicher Dienst:Ver.di will Warnstreiks ausweiten...

Und hoffentlich geht es nicht wie bei der Eisenbahn Verkehrs-Gewerkschaft (EVG,Haus-und Hofgewerkschaft) mit 1,5 Prozent aus.
Oder wie bei Ver.di Post/DHL mit 5 Prozent.Aber 5 Prozent nicht für ein Jahr,sondern für 28 Monate.Bedeutet 2,14 % pro Jahr.In einem Konzern mit einer Gewinnbilanz laut Geschäftsbericht von 6.484.153.250,48 Euro.Und mit einer Vorstandsvergütung von 159 zu 1 zum Mitarbeiter.

@nikioko

Nein, ich bin kein Arbeitgeber oder Aktionär. Ich arbeite im Verwaltungsbereich der Altenpflege und meine Frau als Pflegerin im öffentlichen Dienst. Und deswegen finde ich es auch so unverschämt, die Tätigkeit meiner Frau für solche Gießkannenforderungen in den Vordergrund zu rücken nach dem Motto "wir sind ALLE Helden!". Während bei uns die Hölle los war, wir mit Materialbeschaffung und Pflege kaum hinterher kamen, waren Amtsstuben, Bürgerbüros flächendeckend geschlossen und sind es teils bis heute noch. Die Leute verrichten nur noch teilweise ihre Arbeit (ohne Kunden im Kundenkontakt zu arbeiten ist wohl weniger anstrengend), nur noch nach Plan/Vorschrift (alles muss Wochen im voraus angemeldet werden) und für spontane Fälle gibt es keine zuverlässig erreichbaren Ansprechpartner. Und diese "Kollegen" sollen jetzt unter dem Vorwand, dass ja die Pflege besser gestellt werden müsse, auch noch abkassieren? Nein danke! ÖD ist nicht gleich ÖD, da muss auch die Gewerkschaft unterscheiden...

16:09 von Nordbraut

man kann übrigens auch spenden, wenn man kein Geld braucht
.
ach wissen Sie
der Idealismus wächst mit der Entfernung zum Problem

Warnstreiks ausweiten ?

Gut so,

jetzt können alle Politiker beweisen das Sie nicht nur Sontagsreden halten sondern auch den eigenen Menschen helfen.

Nachdem wir immer schon Klima, Banken, EU, Künstler oder Migranten gerettet haben dürfen die Kollegen jetzt auch mal einen ordentenlichen Schluck aus der Pulle für Ihre tolle persönliche Leistung nehemen.

@ um 16:09 von Sisyphos3

Sowohl für Erntehelfer, als auch für Pflegekräfte könnte eine dramatische Arbeitszeitverkürzung um 50% und eine Gehaltsverdoppelung für genügen Interessenten sorgen.
Wenigstens einen Versuch wäre es wert.
Und für die „Spezialberufe“ muß man Leute ausbilden.
Das fängt mit vernünftigen Schulen an und mündet später in vernünftige Ausbildungsplätze und Arbeitsbedingungen, kurze Arbeitszeiten und gute Löhne.
Außerdem ist doch mehr Geld vorhanden, als wir brauchen.
Eine Finanztransaktionssteuer für den Hochgeschwindigkeitshandel, die Eintreibung von 150 Milliarden Euro an Steuerhinterziehungen und zur Not eine Erhöhung von Steuern für Menschen, die mehr als zB 1 Millionen im Jahr verdienen.
Wir könnten fast mit Geldscheinen tapezieren, soviel wäre das.
Man muß das nur wollen.
Es ginge ja auch Niemandem schlechter.
Nur vielen besser.

@ Nordbraut am 23. September 2020 um 16:09 Uhr

Es ist immer wieder erstaunlich, wie man(n ... oder Frau) sich meinen Standpunkt negativ reden kann ;-)

Ich möchte nicht auf Geld verzichten, ich finde es nur falsch, in Zeiten wie diesen mehr zu fordern.

Da die Preise derzeit nicht steigen, gehe ich davon aus, dass bisher auch ein Auskommen gewährleistet war ... auch bei Ihnen.

Natürlich haben es Familienversorger schwerer als Alleinstehende, weil sie mehr Kriterien berücksichtigen müssen. Ich gehe aber auch davon aus, dass bei einer Familienplanung das Einkommen berücksichtigt wird.

Aber ja ... danke ... ich komme mit meinem durchschnittlichen Gehalt sehr gut aus ... es ist sogar etwas über, was ich spenden könnte :-)

@grübelgrübel, 15.29h

Das ist richtig.
Ich fragte mich ein Arbeitsleben lang, warum gewerkschaftliche Abschlüsse nicht nur den Mitgliedern zugute kommen.
Arbeits- und verfassungsrechtlich kann ich das nicht beurteilen.
Ich bin jedoch mit meinem 78 Jahren immer noch zahlendes Gewerkschaftsmitglied um die Aktiven zu unterstützen.
Trittbrett fahren und jammern geht mir auf den Senkel.

@ Sisyphos3 am 23. September 2020 um 16:32 Uhr

"ach wissen Sie
der Idealismus wächst mit der Entfernung zum Problem"

Ich würde das etwas anders formulieren: Spare in guten Zeiten, so hast du in der Not.

Das ist meine Lebenseinstellung, mit der ich bisher sehr gut gefahren bin. Meine Ansprüche sind tatsächlich gering ... und warum soll ich jetzt Dinge (also Geld) fordern, was nicht da ist bzw. dann an anderer Stelle fehlt?

Wichtig ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat ... und nicht immer unzufrieden mit dem, was man nicht hat ;-)

@RenamedUser

Ich verstehe das Problem nicht. Wenn die Arbeit der KollegInnen in den Amtsstuben so unwichtig ist, bzw die ohnehin nur eine ruhige Kugel schieben, können sie doch ruhig streiken. Dann werden wir ja alle überhaupt nichts davon merken. Oder etwa doch?

@LifeGoesOn, 15.41h

Es gibt selten Leute, die sagen, dass sie ein Auskommen mit dem Einkommen haben.
Das ehrt Sie.
Aber es gibt auch andere und zwar gerade im ÖD, denen reicht es hinten und vorne nicht.
Es ist keine Frage, ob Geld übrig ist, sondern wie und für was man es ausgibt.

@LifeGoesOn

Es war ja nicht böse gemeint, was ich Ihnen geschrieben habe. Aber der öD stellt sich immer schön brav hinten an (weil er ja keine Werte schöpft) und für Lufthansa, BMW oder DeutscheBank ist stets genug Geld da. Das geht so nicht.

@Wolfgang R., 15.59h

Das wissen nur die Wenigsten und es interessiert vor allem die nicht, die es schon für unverschämt halten, dass der ÖD für das, was er tut auch noch Geld will.

15:45 von nie wieder spd

>>Wir haben seit ca 45 Jahren Massenarbeitslosigkeit. [...] In 45 Jahren der Massenarbeitslosigkeit habe ich nicht eine konzertierte Aktion ... <<

Ich musste lange grübeln, aber ich bin einfach nicht drauf gekommen, von welchem Land Sie eigentlich reden. DE kann ja schon mal "mit 45 Jahren Massenarbeitslosigkeit" nicht gemeint sein. Sie sprechen dauernd vom "Millionenheer an Arbeitslosen", ich habe vor Corona ständig von fehlenden Arbeitskräften gelesen und sie selbst auch zu spüren bekommen, als es immer schwerer wurde, fachgerechte Handwerker ins Haus zu bekommen.

Sisyphos3 12:26 Uhr..

"Dass ne Krankenschwester nur deshalb einen besseren Gehalt hat, weil sie Nachtschicht arbeitet
sorry aber so kann es ja auch nicht sein !"

Das ist bei uns Alltag, viele Kollegen arbeiten 3 Schichten und achten penibel darauf, dass ihnen ja keine Zulage abhanden kommt.
Schliesslich wollen wir auch gut leben und uns ab und zu mal was gönnen!

Neuigkeiten von der pflege

Nach Mitteilung des Robert Koch Instituts waren in Deutschland bisher 27000 pflekräfte mit covid 19 infiziert, davon wurden 1162 im Krankenhaus stationär behandelt, mehr als 600 davon sind verstorben.
Quelle Pressedienst pflegekammer Niedersachsen

um 16:51 von nie wieder spd @ um 16:09 von Sisyphos3

"Sowohl für Erntehelfer, als auch für Pflegekräfte könnte eine dramatische Arbeitszeitverkürzung um 50% und eine Gehaltsverdoppelung für genügen Interessenten sorgen.
Wenigstens einen Versuch wäre es wert...

Absolut richtig, Ihr kompletter Beitrag. Die therapeutische Behandlung für alle Leute, die nicht genug kriegen können und auf ihren hohen Status- Sockeln den Boden nicht mehr sehen, wäre dann bezahlbar, auch für die, die sich nur deshalb noch wohlfühlen, weil sie ihre Schuhe an Menschen in Hartz IV abstreifen können, was politisch nicht ungewollt war. Echte, transparente Produktivität statt diesen Wahnsinn für Wenige an den Börsen und Covid könnte sich endlich zurückziehen.

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