Kommentare

Gibt es wirklich ein

Gibt es wirklich ein britisches Parlament, dass lemmingartig einem Filou-Premier bei der nahezu ungebremsten Fahrt gegen die Wand folgt? Bis zum Erweis des Gegenteils glaub ich das nicht.

Auch.........

ein möglicher Tabu-Bruch bzw. Verstoß gegen angeblich" anerkannte internationale Regeln" wird vermutlich von einer Mehrheit im Unterhaus und in der Bevölkerung honoriert werden. Die Denkweise der Briten hat sich in Jahrhunderten entwickelt und ist sehr traditionell geprägt, egal ob die Realität ganz anders aussieht. Wenn man sich die Covid19-Pandemie ansieht mit den Infektions- und Todesopferzahlen( auch wenn es nur statistische Werte sind) und die mögllichen, negativen Folgen für eine eh schon angeschlagene Wirtschaft, sollte man meinen, daß das Gründe genug für ein Umdenken der Parlamentarier und eines Großteils der Bevölkerung sind. Weit gefehlt! Spätestens bei einem sogenannten "Helden" mit klimpernden Orden ist jede Zustimmunf gewiß, auch wenn viele Journalisten das nicht wahr haben wollen.

Trump und Johnson

Abgeschlossene Verträge und Abkommen einseitig für null und nichtig zu erklären, das ist in keinem Bereich, ohne Konsequenen für den Vertragsbrecher, möglich. Nur für total abgehobene, aufgeblasene Politiker scheint es möglich zu sein.

Man sollte im Fall B.J. drei Kreuze machen, wenn die Briten endgültig die EU verlassen, egal unter welchen Umständen. Die ewigen Zirkusauftritte ermüden alle unmittelbar Beteilgten und auch die Zuschauer.

Never ending brexit

Mein Gott erspart uns doch endlich dieses Trauerspiel. Bitte jetzt schnellstens einen harten Brexit und die unangenehme Angelegenheit vergessen. Vielleicht könnte das Kontinental Europa auch mal ein wenig Rückgrat beweisen und den Abbruch der Verhandlungen einleiten.

Rhetorische Frage

Hat sich Boris Johnson diesmal verschätzt?
Was für eine rhetorische Frage, wenn Frau Dittert sie stellt.
Die Labour-Sympathisantin kann auch diesmal nicht der Versuchung widerstehen, den britischen Premier schlecht aussehen zu lassen.
Wann schafft es die ARD, eine Korrespondentin oder einen Korrespondenten nach London zu schicken, die/der halbwegs OBJEKTIV und NEUTRAL berichtet und nicht ihre/seine persönlichen Wunschvorstellungen zum Maßstab der Einschätzung macht?

Die "Staatslenker" mit den komischen Frisuren

können nur Tabu- und Rechtsbrüche, Demokratie ist ihnen ein Dorn im Auge.

No Deal Brexit. Es gibt keine

No Deal Brexit.
Es gibt keine andere Alternative. Britannien muss den EU Austritt teuer bezahlen, allein um andere Abweichler auf Kurs zu halten. Sonst fällt der Laden auseinander. Die Ösis zahlen auch nur drauf. Die werden gehen. Evtl auch Benelux. Dann ist D alleiniger Geldgeber
Aber wir haben ja auch so viel davon, bla bla bla.
Man erkundige sich über Perpetuum Mobile. Sowas wäre die EU, wenn Deutschland mehr Geld bekäme, dass es vorher selbst bezahlt hätte.

Konservative im Taumel

Die Probleme unserer Zeit, Klimawandel, Epidemie und immer krassere soziale Ungleichheit stehen keine konservativen Konzepte entgegen. Ein dem konservativen Grunddenken entsprechende Lösung mit weiter so nur angestrengter gibt es nicht. Der nötige Umbruch und Weg in neues unbekanntes Terrain unter Infragestellung der erworbenen persönlichen Sicherheiten und Lebenserfolge sowie Wertmassstäbe überfordert viele konservative Wähler und Politiker und macht sie anfällig für Verschwörungstheorien und Populisten. Die Probleme und Anforderungen werden von sich gewiesen und noch die irrationalsten geistigen und politischen Volten gemacht um dies zu legitimieren.
Dabei werden populistische Politgurus wie Johnson, Trump und all die anderen nach oben gespült.
Das entsetzliche ist, das der geistige Abwehrreflex dazu führt, dass die Lösungswege nicht oder unzureichend und zu spät beschritten werden. So führen uns konservative Regierungen in immer größere Katastrophen und Bedrängnisse.

Johnson ist wie "Onkel Donald" ein ...

..populistischer Blender vor dem Herrn. Auch wenn nationales-, internationales- oder speziell Völkerrecht gegen sie spricht: Sie versuchen .. und drücken oft genug .. ihre rechtlose Anschauung der Dinge durch ... wenn es sein muss mit Erpressung oder Gewalt. Damit verkommen Verträge mit ihnen zu bloßen Absichtserklärungen. Wert? Muss jeder für sich beurteilen. Ich persönlich sehe Handels- und sonstige Abkommen mit ihnen kritisch ... verlässlich geht anders.
Und in heutiger Zeit ein "gemeinsam sind wir stark" gegen Rollen als Einzelkämpfer, ... jew. einer von vielen national ausgerichteten ... Staaten ein zu tauschen, ist mehr als gewagt.
Die Briten brauchen vetrauensvolle (!) Partner, welche, die nicht wie Onkel Donald seit Jahrzehnten von ihrer Notenpresse leben, sondern welche, die gleichberechtigt die Hand reichen.
Die EU, USA oder China werden Grenzen ziehen, ziehen müssen ...können sich aber auch einigen. Was hingegen kann GB in die Waagschale werfen? Vertrauen ist es nicht.

Re : andererseits !

Tja, der Johnson wird das britische Empire schon gegen die Wand fahren, und sich dann in Urlaub verabschieden !
Es bleibt nur noch fest zu stellen, dass auch da nur unfähige Vögel sitzen, plappern und plappern, bis sie ins Bett fallen.

@ nostradamus 2015 / 09.47 Uhr

Den britischen Premier schlecht aussehen zu lassen, dazu bedarf es doch nicht der Hilfe von Frau Dittert. Das schafft Boris Johnson zur Genüge aus eigener Kraft.

Selbst erkannter britischer Rechtsbruch

Klar analysiert, Frau Dittert!

@nostradamus 2015

"...den britischen Premier schlecht aussehen zu lassen"
Dazu bedarf es keiner Korrespondentin, das kann Johnson selbst am allerbesten.
Sollte er dieses "Gesetz" tatsächlich durchs Parlament bringen wird niemand der noch einigermaßen klaren Verstandes ist, mehr bereit sein Verträge zu unteschreiben die Johnson ausgehandelt hat. Denn sie sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen.

Konservative im Taumel 2

Johnson zeigt hier exemplarisch, wie Regierungsverhalten aussieht, wenn man die Realität verleugnet hat und nun versucht aufgrund der eigenen Lügen mit der Realität umzugehen. Offenbar ist er entschlossen lieber die Lüge zu leben, als seine Unredlichkeit einzugestehen. Seine völlige Überforderung kommt erschwerend hinzu.
In anderen Ländern, wo konservative Parteien versuchen Kompromisse zwischen Notwendigkeiten und Ideologie zu finden sehen wir das entstehen rechtspopulistischer Randparteien.
So etwa in Deutschland, wo die Regierung Merkel zumindest in Teilbereichen versucht Probleme zu adressieren.
Wenn man es unbeteiligt betrachten könnte wäre das Ganze ein schönes Lehrbeispiel menschlicher Unzulänglichkeit. Bei Johnsons Brexitbemühungen kann das noch ab und an gelingen. Bei Klimawandel, Covid19 und dem Abdriften der USA in Richtung Bürgerkrieg gelingt mir das nicht.

Frau May hat recht

Niemand würde GB mehr vertrauen.
Und auf DT kann sich BJ doch auch nicht verlassen wenn er denkt, er würde dann mit den USA das fette Geschäft machen.
Welcher Handelspartner würde ein unberechenbares GB mit 66Mio Kunden, einem Europa mit 447 Mio Kunden vorziehen?
Soviel Naivität... wahnsinn

Die Engländer wollen raus

und zwar mit allen Konsequenzen, das müssen wir akzeptieren. Bojo hat die letzte Wahl deutlich gewonnen und hat das Mandat.

Die verzwickte Lage dieser eingeschachtelten internationalen Verträge zwischen Staaten und der EU ist natürlich ein Problem, aber es muss dann eben schnell zu einem geänderten Abkommen mit Irland kommen. Abkommen werden häufig fragwürdig gebrochen, speziell beim Handel.

Wir koennen ja scheinbar auch als Staat keine Sanktionen mehr erlassen, gegen Staaten oder Personen, ohne ALLE anderen EU Staaten, passiert nix. Also, wollen die Leute das wirklich, das die EU dieses "Veto" ausübt, oder gehen bald andere Staaten den Weg den das UK beschritten hat und verlassen die EU? Diese Gefahr wird nicht erkannt, nix gelernt!

Populisten !

Solche Populisten sind wie Spielervermittler, die auch nur den einen Weg kennen, alles und jeden zu erpressen für einen "guten" Deal.
Irgend welche Verträge interessieren da nicht, wenn sie nicht "passen". Nur der angeblich eigene Vorteil zählt, gnadenlos und rücksichtslos !!
Was Johnson da veranstaltet, wird den Briten noch ziemlich hart auf die Füße fallen, dann werde sogar seine "Gläubigen" eines Besseren belehrt.
Nun, jeder bekommt was er verdient, wenn er es unbedingt so will !!!

Wenn Sie doch nur geschwiegen hätten!

Ihr Beitrag stellt eine dreiste Verdrehung der Tatsachen dar. Seit Jahren versucht die EU mit Großbritannien über ein freundschaftliches Miteinander zu verhandeln und bekommt dafür ein um das andere Mal die kalte Schulter gezeigt. Jetzt zu behaupten, dass die EU GB mit einer Art Strafaktion überzieht, stellt die Tatsachen auf den Kopf. Im Gegenteil erteilt uns GB gerade Unterricht darin, was Populisten und Nationalisten im negativen Sinne erreichen können. Die Fliehkräfte, die Johnson jetzt heraufbeschwört, werden vielleicht aus Groß- ein Kleinbritannien werden lassen. Schottland und Nordirland bereiten sich schon mal darauf vor, in Wales wird auch schon offen darüber diskutiert. Ich begrüße das nicht, aber es ist die logische Konsequenz der "englischen Politik". Das mögen SIE ja toll finden (was auch ihr gutes Recht ist), aber bitte machen Sie nicht die EU dafür verantwortlich und konstruieren Sie nicht krude Theorien der Verschwörung gegen GB seitens der EU.

Frau Dittert...

... passt in die Zeit. Vergleicht mal die Tagesschau vor 20 Jahren mit heute. Versuchte man sich damals an einer positiven Berichterstattung und bekam das oft auch hin, bekommt man heute fast nur noch Stimmungsmache und einseitiges Framing. Da passt Frau Dittert natürlich hervorragend rein. Neutraler Journalismus geht aber anders, wurde bei der Tagesschau leider komplett verlernt. Men probiert sich lieber an Einflussnahme. Funktioniert das bei uns hervorragend, kümmert sich die Bevölkerung von UK jedoch nicht darum, ob das der TS nun gefällt.

Wenn GB nicht nachgibt, haben wir einen

no-deal Abschied aus der EU und die Gewissheit für alle Staaten auf der Welt, dass man mit GB keine Verträge abschließen sollte. Auch mit der EU werden evtl. neue Verträge in weite Ferne rücken. Aber, dadurch wird weder GB noch die EU untergehen. Politiker haben da ihre eigenen Wahrheiten, Hauptsache man hat einen Deal.
Der Verlierer wird GB in jedem Fall sein: Wer einmal lügt ........ .

Ich habe das jetzt drei Jahre lang verfolgt ..

(Und damit meine ich die Brexit Berichterstattung, die zusammen mit der Ukrainepolitik und der FFF Bewegung monatelang täglich die Nachrichten dominierten)

Fazit (für mich): Großbritannien geht seinen Weg. Es gibt durchaus vielversprechende Handlungsoptionen für London, zB eine Unternehmenssteueroase in Europa zu werden oder ein für beide Seiten lukratives Handelsabkommen mit den USA zu schließen. Weiterhin kann die britische Notenbank den Pfund-Euro Kurs „politisch“ steuern. Und schließlich kann die Einwanderungspolitik im Sinne der wirtschaftlichen Erfordernisse Großbritanniens „maßgeschneidert“ werden (obwohl Thatcher ja selbst auf einer Freizügigkeit für Polen und Rumänen 2003 bestand, während Deutschland dies ablehnte).

Alle diese Punkte sind Brüssel (und Berlin) ein Dorn im Auge. Großbritannien ist aber jetzt wieder souverän und kann selbst für sich entscheiden, welches der beste Weg ist !

um 09:47 von nostradamus 2015

Sie lesen wohl nur Überschriften, oder? Selbst Johnsons Anhänger sind "not amused". Das hat Frau Dittert deutlich gemacht und gibt damit lediglich die Fakten wieder. Außerdem kann man auch von einer Journalistin keine Neutralität erwarten. Sonst gäbe es kaum linke, konservative oder gar rechte Medien. Vergleichen Sie einfach einmal den Spiegel mit dem Focus. Der Spiegel ist da eindeutig linker ausgerichtet. Und das liegt natürlich auch an den Journalisten selber. Und das ist im Übrigen auch gut so.

Dass für manche Foristen hier die EU ohnehin das Übel schlechthin darstellt und alle anderen Länder alles richtig machen, solange sie nicht auf EU-Linie fahren, kann man natürlich nur kopfschüttelnd hinnehmen. Aber die Liebe zur Selbstzerstörung des eigenen Lebensraums liegt ja manchen von uns scheinbar im Blut. Der Selbsthass und die Lust, alles schlecht reden zu wollen, ist ja für so manchen Menschen eine Art Lebensaufgabe.

Da bin ich froh, überzeugter Europäer zu sein!

"Hat sich Johnson dieses Mal verzockt?"

Die Abstimmung findet heute statt. Also den Atem / Text und die Spekulationen könnte man sich sparen, wenn man lediglich ein paar Stunden zuwarten würde.

Sieger?

Großbritannien hat Jahrhunderte lang durch Eingreifen verhindert, dass eine zentraleuropäische Macht entsteht. Das sitzt ihnen in Fleisch und Blut. Und dann gibt es eine gewisse Anzahl von Deutschen, die gemäß alter Tradition die Siegermächte verherrlichen. Damit unterstützen sie - wahrscheinlich unbewusst - das Bestreben von USA, GB und Russland, eine starke EU zu verhindern.
.
Es wird immer über die D-EU-Beiträge gejammert. Gibt es irgendeinen US-Bürger, der über die hohen Rüstungsausgaben jammert? Nein, die sind noch stolz darauf. Nur bei uns jammern einige über unsere EU-Beiträge.

@sonnenbogen 10:12 - "DIE Engländer" gibt es so nicht ...

... und sie wollen auch nicht alle raus. Das ist eine Holzschnitt-Zeichung einer komplexeren Realität und einer durch Diversität gekennzeichneten britischen Gesellschaft.

Richtig ist, dass die Briten sich über den Endlos-Zirkus der Politik um den Brexit "not amused" gezeigt und einfach dessen Ende herbei gesehnt haben. So oder so. Das war das Hauptmotiv für BoJo's Wahlsieg.

Boris Johnson hat bei der Unterhaus-Wahl aufgrund des "first past the post"-Systems eine Mehrheit der Parlamentssitze erhalten. Eine Mehrheit der Wähler hat allerdings für die Parteien gestimmt, welche gegen den Brexit waren. Insofern ist das "Mandat" relativ. Anyway, es zählt nun das Parlament

Eingegangene Verträge zu brechen ist kein Kavaliersdelikt und keine Empfehlung für vertragliche Vereinbarungen mit dem Vertragsbrecher. Das muss besser gehen.

09:47 von nostradamus 2015

>>Die Labour-Sympathisantin kann auch diesmal nicht der Versuchung widerstehen, den britischen Premier schlecht aussehen zu lassen.<<
Ob Frau Dittert "Labour-Sympathisantin" ist, kann ich nicht beurteilen.
Aber erklären Sie mal wie man (wenn man ehrlich ist) Boris Johnson gut aussehen lassen kann.
Es wird Ihnen nichts einfallen.

re tunis & nostradamus 2015

Haben Sie auch konkrete Ansatzpunkte und Belege für diese "Einseitige Stimmungsmache"?
Ansonsten ist dies nämlich ein inhaltsloser Vorwurf, auf eine Stufe zu stellen mit den "Lügenpresse"-Rufern...

P.S.: Um es mit den Usern "cleverly2" und "TKM" zu sagen:
Es braucht keine Journalisten um Johnson schlecht aussehen zu lassen. Das schafft er selbst am besten...

09:48 von Bender Rodriguez

>>No Deal Brexit.
Es gibt keine andere Alternative. Britannien muss den EU Austritt teuer bezahlen, allein um andere Abweichler auf Kurs zu halten. Sonst fällt der Laden auseinander.<<

Bei den ersten beiden Sätzen gebe ich Ihnen recht. Der letzte Satz ist falsch. Weder die Ösis noch sonst jemand wird die EU verlassen.

re sonnenbogen

"Die Engländer wollen raus
und zwar mit allen Konsequenzen, das müssen wir akzeptieren."

Das tun "wir" auch . Dieser ewige Vorwurf "Die EU will es nicht akzeptieren" ist schlicht lächerlich.

"Die verzwickte Lage dieser eingeschachtelten internationalen Verträge zwischen Staaten und der EU ist natürlich ein Problem, aber es muss dann eben schnell zu einem geänderten Abkommen mit Irland kommen"

Achso, wenn eine Seite den Vertrag bricht, soll man halt einen neuen Vertrag machen und so tun als wäre nichts passiert. Und wer garantiert dann, dass die Briten diesen neuen Vertrag nicht bei der nächsten Gelegenheit wieder brechen...?
Darüber hinaus: Nur weil (angeblich) häufiger Vertragsbrüche stattfinden, wird das dadurch nicht besser.

Entmenschlichung

"Es bleibt nur noch fest zu stellen, das auch da nur unfähige Vögel sitzen, plappern und plappern, bis sie ins Bett fallen." Parlamentarier als Vögel zu bezeichnen, das erinnert mich an die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte. Wer politisch anders Denkende entmenschlicht, disqualifiziert sich selbst.

@Möbius 10:30

"Alle diese Punkte sind Brüssel (und Berlin) ein Dorn im Auge. Großbritannien ist aber jetzt wieder souverän und kann selbst für sich entscheiden, welches der beste Weg ist !"
-
Ja, das kann es. Solange es sich dabei an geltendes Recht hält und keine geschlossenen Verträge bricht. Wer sollte da etwas dagegen haben?
Großbritannien kann sogar entscheiden, dass es der beste Weg ist, internationale Verträge zu brechen. Wenn es der Meinung ist, auch gut allein zu Recht zu kommen auf seiner Insel, dann braucht es in Zukunft ja auch niemanden, mit dem man Handel treiben könnte. Dann wäre Großbritannien autark. Viel Glück dabei!

Eine Weltmacht braucht weder Freunde noch Verträge...

Mit seinen Segelschiffen beherrscht England noch immer die Weltmeere. Zumindest glaubt dies Johnson. Wozu also sollte Großbritannien Verträge abschließen oder sich an Abkommen halten?
Brexit und Irland könnten zum Jobmotor für GB werden. Wenn LKWs nicht 5 Minuten sondern 2 Tage an der Grenze brauchen, entstehen viele neue Arbeitsplätze (dass es keine Fahrer gibt und diese auch noch Geld kosten ist ja unwichtig)
Ein Bürgerkrieg in Nord Irland schafft ebenfalls viel Arbeit für Soldaten, Ärzte und Bestatter.
Das all diese Arbeit keine Werte schafft, ist für Johnson unwichtig. Der Zusammenbruch der Staatsfinanzen ist ein Problem der nächsten Politiker.
Die EU kann auch ohne GB gut zurecht kommen. Wir sollten den Briten Zeit geben, sich ein neues Wirtschaftsmodell zu überlegen. Erst dann kann man eventuell Abkommen schließen.

@karlheinzfaltermeier 09:43 - Nach "Honorierung" sieht das ...

... nicht aus.

"Auch ein möglicher Tabu-Bruch bzw. Verstoß gegen angeblich internationale Regeln" wird vermutlich von einer Mehrheit im Unterhaus und in der Bevölkerung honoriert werden. "

Es gibt keine "angeblich" anerkannten sondern nur durch internationales Recht konstituierte Regeln und einen gültigen Vertrag, den BJ unterzeichnet hat.

Ein solcher Bruch wird von der konservativen Unterhausmehrheit ergeben hingenommen werden, weil Boris Johnson - darin seinem Vorbild Trump gleich - die ehedem unabhängigen Parlamentarier der Tories politisch-existenziell unter Druck setzt. In der Bevölkerung hat sich das Bild gedreht. Nach der jüngsten Yougov Umfrage hat Labour mit 40 % erstmals seit Jahren mit den Tories gleichgezogen. Das ist kein Zeichen von "Honorierung" für Johnson.

10:19 von tunis

>>Frau Dittert passt in die Zeit. Vergleicht mal die Tagesschau vor 20 Jahren mit heute. Versuchte man sich damals an einer positiven Berichterstattung und bekam das oft auch hin, bekommt man heute fast nur noch Stimmungsmache und einseitiges Framing.<<

Ihre Aussage ist völlig falsch.
Es ist weder Stimmungsmache noch einseitiges Framing (was auch immer das sein soll), wenn man die Wahrheit über einen völlig unfähigen Politiker schreibt.
Es scheint mir eher so dass Sie die Wahrheit nicht hören bzw. lesen wollen.

@Gieselbert 10:33

"Die Abstimmung findet heute statt. Also den Atem / Text und die Spekulationen könnte man sich sparen, wenn man lediglich ein paar Stunden zuwarten würde."
-
Aber so machts mehr Spaß. Die Spannung steigt. Für mich ein faszinierendes Schauspiel, das uns die Briten nun schon so viele Jahre bieten. Schade, dass es schon bald vorbei ist. Oder vielleicht doch noch nicht?

re möbius

" oder ein für beide Seiten lukratives Handelsabkommen mit den USA zu schließen"

Für beiden Seiten lukrativ?
Die Verhandlungsposition der Briten ist der der Amis völlig unterlegen. Die Amerikaner werden die Bedingungen diktieren und die Briten werden zustimmen müssen. Von "Freiheit und Selbstbestimmung ohne EU" bleibt da gar nichts mehr übrig.

"Und schließlich kann die Einwanderungspolitik im Sinne der wirtschaftlichen Erfordernisse Großbritanniens „maßgeschneidert“ werden"

Ja und endlich können die Briten die begehrten Jobs als Erntehelfer und Altenpfleger wieder selbst übernehmen...

Und die Tatsache, dass die britische Wirtschaft fast vollständig auf Importe angewiesen ist, welche sich enorm verteuern werden, wenn wieder Zollschranken hochgefahren werde, ignorieren Sie natürlich.

Aber klar, ohne EU fahren die Briten einer goldenen Zukunft entgegen...

10:33 von DB_EMD

Hervorragender Beitrag. Dem ist nichts hinzuzufügen

Die Lösung der Nordirland-Frage hat mehrere Dimensionen ...

... die zu berücksichtigen sind.

1. Das Karfreitagsabkommen und der Friedensprozess ...

hängen eng zusammen.

Zum einen gilt es, eine harte Grenze zwischen Nord-Irland und der Republik Irland zu vermeiden. Die Folgen wären wirtschaftlich und womöglich politisch verheerend, wenn damit Unruhen wieder aufflammen.

2. Das Handelsabkommen mit den USA ...
... muss vom US-Kongress ratifiziert werden. Dort gibt es aber in beiden Parteien eine starke Lobby für Irland. Wenn Johnson das Karfreitagsabkommen aushebelt, dann wird eine Zustimmung zu einem US-UK Deal unwahrscheinlich.

Beide Punkte sprechen dafür, dass Johnson sein Pokerblatt nicht überreizt.

Filou =

jemand, der andere mit Schläue, Raffinesse zu übervorteilen versteht.
Einen Vertrag zu schließen um ihn sofort zu brechen ist nicht schlau. Dies gilt erst Recht, wenn man gerade hunderte von Verträgen mit allen Ländern der Welt schlissen will.
Schlau wäre es, wenn er einen durchdachten Plan hätte, den offensichtlich niemand in GB hat.
Das Rückrat von Handelsverträgen sind Waren, die man Anfassen kann. Das Rückrat von GB sind jedoch Dienstleistungen, die kaum mit Handelsverträgen geregelt werden. Wem GB diese Dienstleistungen in Zukunft verkaufen will, ist mir schleierhaft. USA, Asien und EU haben Banken und Versicherungen, weshalb sollte man also Konkurrenz aus GB zulassen?
Die IT Kompetenz von GB sieht man bei Corona. Die Lösungen von Österreich u. BRD funktionieren, die von GB in ein paar Jahren.

Am 22. September 2020 um 10:35 von Cosmopolitan_Citizen

"Eingegangene Verträge zu brechen ist kein Kavaliersdelikt und keine Empfehlung für vertragliche Vereinbarungen mit dem Vertragsbrecher. Das muss besser gehen."

Naja, wir haben uns bei den "Airbus" subventionen einen guten Namen gemacht... aber wir sind immer noch in der WTO, Strafe zahlen und weiter.

Es geht um den Frieden an der Irish - Nordirischen Grenze..., und da jetzt den Freihandel einzuschränken wird schwierig. Also, werden beide die EU dazu drängen das da frei gehandelt werden kann, und so auch mit der EU. Wo dann Steuer erhoben wird, ist fraglich, also Kontrollen.... aber wo, innerhalb des UKs oder zwischen EU und Irland?
Im anderen Fall, zwischen Nordirland und der Insel, wer kontrolliert, die Britten oder Frontex? Falls es die Briten sind, können die alle(s) rauslassen und Schwierigkeiten beim reinlassen... etc... ein Pulverfass, das aehnlich wie in Beirut schon ein paar Jahre wartet zu explodieren.... im Moment geht es noch gut.

Schau Dir Japan an

Sie haben mit GB einen Vertrag geschlossen, der mit der EU vergleichbar ist. Sie haben nun die Möglichkeit, Ihre Firmen in GB zu schließen und Little Britain von Japan zu versorgen.
Im Gegenzug kann GB natürlich keine LKWs nach Japan schicken um dort Transporte anzubieten.

Johnsons Binnenmarktgesetz:Großes Getöse,langfristiger....

Warum macht sich denn Frau Dittert solche Sorgen ? Sie schreibt,daß die "Grundlage für eine erfolgreiche Brexit-Politik nach 2021 gefährdet ist".
Nun ist sie aber doch gegen den Brexit und für die EU.Wird da nicht eher befürchtet,daß deren Einfluß und Gewicht geschmälert wird ?
Ein anderes Problem werden die WTO-Zölle sein,die Fischereizone oder-eventuell die Subventionierung britischer Industrien(Industriepolitik) sein.

@10:33 von Giselbert

„Die Abstimmung findet heute statt. Also den Atem / Text und die Spekulationen könnte man sich sparen, wenn man lediglich ein paar Stunden zuwarten würde.“

Das habe ich mir schon oft beim Lesen der Kommentare gesagt. Die Schwierigkeit besteht darin, dass eine Mehrzahl der Foristen sich für Experten auf gleichzeitig allen Gebieten hält.

Respekt für Theresa May

Ja, Mays Rücktritt war ein Nervenverlust. Ganz Persönlich und für die britische Ehre umso erfreulicher, was die TS berichtet: //Und wieder war es Theresa May, die das im Unterhaus auf den Punkt brachte. "Wie können uns denn in Zukunft jemals noch andere Länder vertrauen, wenn wir mit ihnen neue Handelsverträge abschließen wollen?"// Eine britische Löwin kämpft wieder.

@DeHahn 10:34 - Der deutsche EU-Beitrag: 83 Cent ...

... pro Kopf und Tag. Berechnet nach Zahlen von Statista für 2018.

Das Jammern, das einige an den Tag legen, hat keine materielle Basis sondern eine politisch-polemische.

Die Frage ist, wie relevant sind diese Stimmen. Eine Zeit, in der große internationale und politische Herausforderungen zu meistern sind, erfordert Konzentration und Anpacken.

Wie etwa eine Klärung der Partnerschaft mit UK, die nur auf Wort- und Vertragstreue beruhen kann.

Noch einen schönen Tag.

um 10:12 von sonnenbogen

Die Engländer wollen raus und zwar mit allen Konsequenzen, das müssen wir akzeptieren. Bojo hat die letzte Wahl deutlich gewonnen und hat das Mandat.

Wenn das ein "deutlicher Sieg" war, haben CDU/CSU in Deutschland schon immer eine absolute Mehrheit. Wendet man das britische Wahlrecht auf Deutschland an, hätte die CDU bei der letzten Bundestagswahl 61,9%, die CSU 15,4%, zusammen wären das schon 77,3%. Die SPD käme auf 19,7%, die Groko hätte also 97% - das wäre deutlich gewonnen. Nicht das was die Tories da zusammengebastelt haben.

Glücklicherweise haben wir hier kein britisches Wahlrecht, so dass der Bundestag den Wählerwillen sehr viel besser abbildet als das Unterhaus den der Briten.

Es ist einfach falsch, anzunehmen, dass das britische Wahlrecht den Wählerwillen auch nur einigermaßen korrekt abbildet - das wäre nur bei einem Zweiparteiensystem der Fall, das in GB jedoch schon länger nicht mehr existiert.

No Deal?

Wenn BJ einen No-Deal wirklich wollte, könnte er ihn sofort haben. Keiner in der EU könnte das verhindern.

Was er aber will ist ein Vertrag, der das übliche britische Cherry- Picking fortsetzt. Er baut immer größere Drohkulissen auf in der Hoffnung, dass die EU dann mehr Zugeständnisse macht. Nicht freundlich, nicht diplomatisch aber eine legitime Verhandlungstaktik.

Hoffentlich fällt keiner drauf rein. Wer will sich denn von so jemanden in Zukunft immer weiter auf der Nase herumtanzen lassen?

Die Insel ist ein kleiner Fisch

und einzeln nur noch ein Spielball der heutigen Großmächte China und USA sowie politisch - in der post-EU-Ära - ein noch abhängigeres Schoßhündchen der USA, als ohnehin schon. Nur, das die USA neuerdings auch gern "America first" skandieren. Passt dann nicht mehr zu einer US-UK win-win Situation. Denn auch in dieser "besonderen Beziehung" wird es einen Gewinner (USA) und einen Verlierer (UK) geben. Letzere übrigens jammern jetzt schon über die drohende Chlorhuhn-Schwemme.
.
Das einzig interessante wird sein, wie London die hausgemachten Probleme auf der Insel dann noch länger vernebelnd erklären wollen. Die EU als pseudo-Sündenbock fällt dann weg, die Schulen, Straßen und Bahnen dennoch marode, die Polizeistationen geschlossen, die Justiz, das Wasser, die Energie immer noch privatisiert und nach EU-Austritt und Corona-Pandemie die Wirtschaft noch desaströser als ohnehin schon. Träumereien aus vergangenen Tagen bleiben Träumereien. Ein Lehrbeispiel für die AfD.

um 10:30 von Möbius

zB eine Unternehmenssteueroase in Europa zu werden

Und was soll das bringen?

Genau, nichts.

Wenn GB nicht mehr Teil der EU ist, dann ist es bezüglich des Handels mit der EU völlig egal, dass GB zu Europa gehört.

@09:48 von Bender Rodriguez

>>No Deal Brexit.
Es gibt keine andere Alternative.<<

Das ist so simpel nicht korrekt - es ist aber gut möglich, dass mit Johnson keine vernünftige Alternative realisierbar ist.

>>Britannien muss den EU Austritt teuer bezahlen, allein um andere Abweichler auf Kurs zu halten.<<

Unabhängig von Konsequenzen mit dem Zweck der Bestrafung... das "teuer bezahlen" besteht schlichtweg aus zwei Dingen. Zum einen aus dem Wegfall der Vorteile, die eine EU-Mitgliedschaft mit sich bringt. Zum Anderen aus dem Rücktritt von geschlossenen Verträgen die abgewickelt werden müssen und der Zerschlagung gewachsener Strukturen.

Für diese Realitäten benötigt es weder bösen Willen noch eine Absicht der Abschreckung von Seiten der EU.
Es gibt keinen Grund für die EU, UK besser zu behandeln als andere Drittländer - v.A. nicht, wenn UK immer wieder damit droht das System der EU aushebeln zu wollen und sich unfaire Wettbewerbsvorteile auf Kosten der EU zu verschaffen. (z.B. Steuerdumping)

endlich wieder ein Thema

wo man seine Überheblichkeit zeigen kann
bei denen zu gehören die es ganz einfach blicken
auf diese Trumps, Johnsons, Duterte, Bolsonario, Orbans oder wie die alle heißen
geringschätzig herabblicken

@09:48 von Bender Rodriguez - Handel nicht verstanden

>>Die Ösis zahlen auch nur drauf. Die werden gehen. Evtl auch Benelux. Dann ist D alleiniger Geldgeber
Aber wir haben ja auch so viel davon, bla bla bla.
Man erkundige sich über Perpetuum Mobile. Sowas wäre die EU, wenn Deutschland mehr Geld bekäme, dass es vorher selbst bezahlt hätte.<<

Sie begrenzen die Funktion der EU auf die Geldverteilungsmechanismen. In diesem Fall hätten Sie Recht.
Viel wichtiger ist allerdings der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen und damit dem Abbau von Hürden und Ineffizienzen.
Handel ist kein Nullsummenspiel und Kooperationen sind im Ergebnis mehr als die bloße Summe ihrer Teile. Von daher gehen die wirtschaftlichen Vorteile weit über das hinaus, was der Geldhahn der EU in die Kassen spült.

@Sisyphos3 11:40

"endlich wieder ein Thema
wo man seine Überheblichkeit zeigen kann
bei denen zu gehören die es ganz einfach blicken
auf diese Trumps, Johnsons, Duterte, Bolsonario, Orbans oder wie die alle heißen
geringschätzig herabblicken"
-
Dann müsste es doch eigentlich genau Ihr Thema sein, bei dem Tenor Ihrer meisten Kommentare zu anderen Themen. Oder habe ich Sie womöglich immer nur falsch verstanden?!

Großes Getöse, langfristiger Schaden...

machen wir nicht alle mal Fehler - heiraten den/die/das Verkehrte(s), lernen den falschen Job, legen uns das falsche Laster zu... Was solls, man muss auch mal Fehler machen können ohne daraus klüger zu werden.

Ein ausgewiesener Lügner als Premierminister...

das geht in London genauso wenig gut, wie in Washington. Wer freiwillig die größte und stärkste Freihandelszone der Welt, die EU, verlässt und meint, alleine gegen alle anderen besser da stehen zu können, der handelt weder logisch noch besonders schlau in Hinblick auf irgend eine "Unabhängigkeit". Denn die Insel ist alleine nicht unabhängiger, sondern - im Gegenteil - noch abhängiger von den großen Global Playern. USA, China, EU. Das sind jetzt die Handels"partner" der Briten. Und mit was will die Insel punkten? Es ist nichts mehr da, was die Insel besonders interessant machen würde. Die Einwohnerzahl ist kleiner Durchschnitt und ein vergleichsweise winziger Markt gegenüber der EU, USA oder China. Ich wünsche mir an dieser Stelle nur eines: das wir allesamt nicht vergessen, das fast 50% der Briten gegen diesen Austritt sind. So wie nicht alle Russen Putin sind, sind nicht alle Briten Boris Johnson oder alle US-Amerikaner Trump. Häme steht uns also nicht gut zu Gesicht.

Teil der größten und stärksten Wirtschaftszone zu sein

bedeutet eben auch, diese Wirtschaftszone EU von innen heraus mitbestimmen zu können. Also mehr Einfluss und damit ein mehr an Gestaltungsmöglichkeiten. Als außenstehender kleiner Fisch im großen Becken wird man da eher an allen Ecken und Enden übervorteilt werden. Das werden die Brexitiers vermutlich selbst auch ganz genau wissen, aber nicht offen kommunizieren, weil es denen wohl eher um eigene, persönliche Pfründe geht. Interessant aber auch in dieser Diskussion, das die EU heute als teures Irgendwas dargestellt wird, dabei gibt es in Brüssel weit weniger Beamte, als in Berlin oder in anderen Großstädten. Und auch kommen die meisten Gesetze aus Brüssel mit deutschen Stimmen zustande. Wir sind ein Teil des Ganzen, und historisch fuhren wir Deutsche niemals zuvor besser damit. Das lässt sich an allen Kennzahlen ausnahmslos ablesen. Aber was sagte Luther schon? "Geht es dem Esel zu gut, geht er auf das Eis und tanzt"

um 11:29 von dr.bashir

Wenn BJ einen No-Deal wirklich wollte, könnte er ihn sofort haben.

Nein, könnte er nicht. Die EU kann einen No-Deal zwar nicht verhindern, aber das britische Unterhaus kann das sehr wohl. Von daher hat er keine andere Möglichkeit als so lange rumzulavieren, bis es für etwas anderes zu spät ist. Danach steht zu befürchten, dass er den Farage macht und abtritt, nachdem er den größtmöglichen Schaden angerichtet hat und das Zusammenkehren der Scherben seinem Nachfolger überlässt.

@Thomas Mainthal 11:47

Sehr guter Kommentar! Ich schließe mich vollumfänglich an.

11:44 von Nordbraut

werden sie deutlicher !
ob sie mich falsch verstanden haben,
woher soll ich das wissen
im übrigen, ich mache mir sicherlich meine Gedanken über die Politik in anderen Ländern
dass ich hier aber den Briten Dummheit wegen ihres EU Austritts unterstelle
da werden sie lange warten müssen !
auch kann ich den Trump nicht leiden, aber (ein Teil der) Amis werden schon ihre Gründe haben den zu favorisieren
deshalb ist es mir ein Rätsel wenn sie mir Überheblichkeit anderen Nationen/Kulturen gegenüber unterstellen

dass lemmingartig einem Filou-Premier

von andererseits @

Ja das gibt es. Aber es sind nicht Lemming artig
Politiker sondern Menschen die sich Ihre Verantwortung für Ihre Wähler sehr bewusst sind und nicht durch ideologische Vorgaben der EU oder Medien sich beeinflussen lassen.

Eigenverantwortung und Selbstbestimmung haben dort einen hohen guten Stellenwert.

@Sisyphos3

Als "überheblich" nehme ich die allermeisten Ihrer Kommentare zu Arbeitssuchenden, Hartz-IV-EmpfängerInnen, NiedriglöhnerInnen und anderen eher schwächeren Teilen unserer Gesellschaft wahr. Großbritannien wird wahrscheinlich auch bald ein schwacher Teil der Weltgemeinschaft sein. Insofern überrascht es mich schon ein wenig, dass Sie hier auf Hohn zu verzichten gedenken.

Aber Ironie ist ja bekanntlich ein scharfes Schwert und ich halte es für möglich, Ihre Zeilen nicht immer richtig gedeutet zu haben. Wenn ich die einzige Userin bin, die Ihre Kommentare derartig einstuft, dann muss es wohl an mir liegen.

Es gibt aber durchaus Themen, bei denen sich unsere Positionen ähneln. Ich wollte Sie nicht persönlich angreifen, da ich Ihre Kommentare insgesamt gerne lese. Auch wenn ich mich des öfteren darüber echauffieren kann.
Also, nichts für ungut bitte.

Beste Grüße, Ihre Nordbraut

@ 10:12 von sonnenbogen

Sie verwechseln "die Engländer" mit "Boris Johnson" und verkleinern Großbritannien auf England. Zwei Fehler in Ihrem Kommentar.

@ 11:57 von und-nachts-da-ruft

„ Die EU kann einen No-Deal zwar nicht verhindern, aber das britische Unterhaus kann das sehr wohl.“

Da wäre wohl der Konjunktiv angebracht. Im Unterhaus hat Johnson eine komfortable Mehrheit. Die stimmen schon für ihn. Und selbst wenn es genügend Dissidenten bei den Torries gäbe - bis die sich mit Labour auf irgendeine Revolte gegen den PM geeinigt hätten wären alle Fristen lange vorbei.

BJ braucht nur aufhören zu verhandeln. Verlängerung hat das Unterhaus ja schon wunschgemäß ausgeschlossen.

@Cosmopolitan_Citizen um 10:47Uhr

Ich weiß nicht, was Sie an dem Wort "angeblich" so stört? Ist es der Wahrheitsgehalt - oder muß man Ihnen erst aufzählen, wie oft in letzter Zeit Verträge einseitig gebrochen wurden? So lange der einseitige Bruch von Verträgen, die nach "international anerkannten Regeln" geschlossen wurden, keinerlei Folgen hat, bezeichne ich diese Regeln eben nur als "angeblich anerkannt", denn mehr sind sie auch nicht und werden meist nur dann angewendet, wenn sie einem selbst nicht schaden.

Ich verstehe gar nicht....

warum sich alle Gegner des Brexit so aufregen. Nach ihrer Aussage schaden der no deal Brexit doch nur den Briten. Also dann....lassen wir es dabei gut sein.

Persönlich bin ich aber der Meinung, dass die Briten sich in 4-5 Jahren aufrappeln werden und dann selbstbestimmt gut leben werden. Für die Freiheit muss man auch mal Opfer bringen. Als Volk von 66 Mio. haben sie eine gute Grundlage. Und natürlich werden sie auf den Commonwealth zurückgreifen und dort ihren Handel verstärken.

um 11:47 von Thomas Mainthal

"Ich wünsche mir an dieser Stelle nur eines: das wir allesamt nicht vergessen, das fast 50% der Briten gegen diesen Austritt sind."

Das bringt es auf den Punkt! Und wenn man dann noch bedenkt, dass es die jungen Menschen sein werden, die die Folgen zu stemmen haben, obwohl mehrheitlich pro EU, leider nur zum entscheidenden Zeitpunkt "wahlfaul" gewesen, dann kann man nur hoffen, dass sie eines Tages diesen Fehler korrigieren werden und GB wieder zurück in die EU führen.

Sieht man sich einmal die Handelsbilanzen zwischen EU und GB an, dann sieht man sehr schnell, wie wichtig ein entsprechendes Abkommen zwischen Brüssel und London notwendig und wie viel Luft da das hochgelobte Abkommen von Johnson mit Japan doch ist. Zumal Japans Volkswirtschaft, so groß sie auch sein mag, unter ebenso einer Schuldenlast ächzt wie die der Briten. Corona wird ihr Übriges erledigen!

9.47 nostradamus2015 - Neutral und Objektiv

Sie meinen `Wann schafft es die ARD, eine Korrespondentin nach London zu schicken , die halbwegs objektiv und neutral berichtet....`.
Sie meinen also damit jemand der nochmals die Meinung des Boris Johnson kund tut. Nun die englischsprachige Zeitungen stehen voll damit. Ich freue mich die kritische Meinung des Frau Dittert zu lesen. Übrigens 50 % der Britten denken auch so.

Johnson und Trump

können sich dann (vorausgesetzt, Trump gewint die wahl - was wer auch immer im himmel verhüten möge) gegenseitig die verträge zuwerfen, dass die ohren glühen.

und dann bekommt Johnson schon kurze zeit später zu spüren, wie bitter die medizin schmeckt, die er anderen jetzt verabreicht. das die USA so ein superduper freund der briten sind, die meinung hat Boris exklusiv für sich. obwohl: Johnson selbst wird es nicht spüren, sondern all die menschen in GB, die ihm jetzt immer noch zujubeln und seinen kurs unterstützen.

das seine partei ihn immer noch in der mehrzahl unterstützt, zeigt nur, wie klebrig die macht ist.

zu Frau Dittert: ich kritisiere ja gerne mal den ein oder anderen auslandskorrespondenten. aber auf Frau Dittert und ihre neutrale und unabhängige meinung, oft mit einem angenehmen augenzwinkern präsentiert, lasse ich nichts kommen!

Re Dummschwätzer

"Nach ihrer Aussage schaden der no deal Brexit doch nur den Briten. "

Wer genau soll das gesagt haben...?

"Und natürlich werden sie auf den Commonwealth zurückgreifen und dort ihren Handel verstärken."

Mit all diesen Staaten werden die Briten erstmal Handelsabkommen schließen müssen. Und zwar als Verhandlungspartner mit einer deutlich schwächeren Position, als zu EU-Zeiten...

"Hat sich Johnson dieses Mal verzockt?"

Solange er auf die „Rückendeckung“ mächtiger Gesinnungsgenossen überall auf der Welt zählen kann, nicht unbedingt. Wobei nicht vergessen werden sollte, dass er zwar "auf eigene Rechnung" spielt, aber - anders als im "richtigen" Leben - hier die Bürger und nicht er selbst für eventuelle Folgen/Kosten aufkommen müssen.

GB ist zum Zockerparadies verkommen.

Boris ist in GB der schlimmste Zocker. Ich vermute, er will aus GB eine Steuerparadies machen direkt vor der Tür der EU. Wenn er sich nur nicht verrechnet. Die Abwanderung der Banken und der Industrie in die EU hat schon begonnen. Schottland, Nordirland und Wales werden Boris in die Parade fahren. Denn diese Gebiete haben von GB nichts Gutes zu erwarten. Ein finanzieller Ausgleich für die entfallenden EU-Subventionen? Fehlanzeige! Nur mit Schafwolle und Whisky kann man nicht überleben. Wenn sich an der irischen Binnengrenze die Einkommensunterschiede bemerkbar machen, wird die IRA wieder aktiv. Davor wird jetzt schon offiziell gewarnt. Die Schotten waren noch niemals in der Geschichte die Freunde der Engländer. Schon zu Zeiten von Maria Stuart und davor haben sich die Highlander mit den Engländern gehauen. Und wenn die Schotten gehen, nehmen sie gleich die Ölquellen im Nordmeer mit. Boris und seine Freunde werden also alle Hände zu tun bekommen, um GB auf Kurs zu halten

11:40, Sisyphos3

>>endlich wieder ein Thema
wo man seine Überheblichkeit zeigen kann
bei denen zu gehören die es ganz einfach blicken
auf diese Trumps, Johnsons, Duterte, Bolsonario, Orbans oder wie die alle heißen
geringschätzig herabblicken<<

Was heißt denn hier Überheblichkeit und geringschätzig herabblicken?

Sie zählen lauter Rechtspopulisten und Rechtsextreme auf.

Auf die blickt niemand überheblich herab, denn diese Leute sind brandgefährlich. Es mag ja sein, daß die politische Richtung, die sie repräsentieren, auch die Ihrige ist, aber das hindert mich als Demokraten und Antifaschisten nicht daran, mich eindeutig zu positionieren.

Meine Werte, und die sind keine Modeerscheinung, wie Sie hier gern immer wieder behaupten, lauten Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz. All die Herrscher, die Sie aufzählen, treten diese Werte mit Füßen.

Irgendwo stößt jede Relativierung an ihre Grenzen.

@12:01 von werner1955

>>Ja das gibt es. Aber es sind nicht Lemming artig
Politiker sondern Menschen die sich Ihre Verantwortung für Ihre Wähler sehr bewusst sind und nicht durch ideologische Vorgaben der EU oder Medien sich beeinflussen lassen.<<

Schauen Sie sich mal die Medien dort genau an...
Was die Neutralität der Medien betrifft sind wir hier durchaus noch gut bedient.

Nach lesen der Kommentare

hat doch nur GB die Nachteile, und die EU nicht, also ist ein harter Brexit doch eine gute Wahl, für die EU.
Oder ist es doch etwas anders ?.
Alles was die EU jetzt so plant, muss GB nicht mehr mitmachen, was gut für die Wirtschaft ist in GB.
Und Weltweiten Handel, hat es vor der EU auch schon gegeben, oder hat da irgendetwas in den Geschäften gefehlt ?.
Also wenn wir keine Nachteile haben, warum dann die ganze Aufregung.

@13:07 von dummschwaetzer

>>Ich verstehe gar nicht....
warum sich alle Gegner des Brexit so aufregen. Nach ihrer Aussage schaden der no deal Brexit doch nur den Briten.<<

Das sagt keiner. Die Aussage ist: Damit schadet man allen Beteiligten - aber die Briten haben einen größeren Schaden als die EU.

Das Märchen vom grossen Königreich

Es war einmal ein Königreich, das wurde immer ganz besonders behandelt. Einst war es riesig und umspannte die ganze Welt.
Lange Zeit haben die Herrscher und Herrscherinnen dort mit viel Raffinesse regiert: So gelang es ihnen über viele Jahre hinweg, ihren Verbündeten und Handelspartnern Bedingungen abzuringen, wie es sonst keinem anderen Land der Welt gelang. Es waren goldene Jahre, denn Gold floss in Strömen hin und her.
Doch eines Tages versuchten die Herrscher ihrer eigenen Bevölkerung eine Zusage abzuringen. Doch die sagte: "Nein!" Plötzlich zogen drohende Wolken am Horizont auf: das Volk wollte tatsächlich, dass den alten Verbündeten der Rücken gekehrt werde? Die man so schön um den Finger wickeln konnte?
Einige Herrscher später wurde wieder versucht, zu altem Glanz und Glorie zurückzukehren und noch beim Rückzug den ehemaligen Verbündeten Zusagen abzuringen. Leider wollten diese nicht mitmachen.
Und wenn er nicht abgewählt wurde, regiert Johnson auch noch heute.

13:34, suomalainen

>>zu Frau Dittert: ich kritisiere ja gerne mal den ein oder anderen auslandskorrespondenten. aber auf Frau Dittert und ihre neutrale und unabhängige meinung, oft mit einem angenehmen augenzwinkern präsentiert, lasse ich nichts kommen!<<

Sie behaupten, es gäbe eine neutrale Meinung?

Ich bitte Sie.

Meinung und neutral schließen sich gegenseitig aus.

Machen Sie doch bitte nicht den Fehler, den die Lügenpressler machen und erklären eine Meinung, mit der Sie sich identifizieren können, zum neutralen Standpunkt.

Ich bin übrigens auch ein großer Freund von Frau Dittert. Ich freue mich immer, wenn ich sie sehe, höre und lese.

Das Märchen vom grossen Königreich - Teil 2

Und nun, da Johnson nicht abgewählt wurde, regierte er in der ihm eigenen Weise. Was er wollte, das musste sein!
Die Berater der unteren Kammer riefen: "Nein!, lass sein!" So entliess er die Berater und liess neue kommen, treue, schöne Berater, die "Ja" zu seinem Wunsch und Willen sagten.
Eine Provinz des Landes rief: "Wir wollen diesen Weg nicht mitgehen, lass uns abstimmen!" Doch die Abstimmung passte dem Herrscher nicht, so verbot er sie.
Die Verbündeten rieten zum Frieden in einer anderen Provinz und boten eine Lösung an. Obwohl der Herrscher erst zustimmte, gereute ihn sein gegebenes Wort, und er widerrief es. Genauso liess er sich nicht auf andere Vereinbarungen mit den ehemaligen Freunden ein, da sie ihm zu wenig Kirschen angeboten hatten - und der Herrscher liebte Kirschen, wie sein Volk es auch tat.
Und so steuerte das Land weiter einer ungewissen Zukunft entgegen. Und wenn es nicht zerbrochen ist, regiert Johnson noch heute!

@13:54 von wenigfahrer

>>Nach lesen der Kommentare
hat doch nur GB die Nachteile, und die EU nicht, also ist ein harter Brexit doch eine gute Wahl, für die EU.<<

Auch für Sie: Diese Position vertritt niemand. Weniger Kooperation bzw. weniger Handel ist schlecht für alle. UK verliert allerdings mehr Handel als die EU, da die EU der größere Handelspartner ist, damit hat UK auch den größeren Verlust.

>>Und Weltweiten Handel, hat es vor der EU auch schon gegeben, oder hat da irgendetwas in den Geschäften gefehlt ?<<
Ja. Handelshemmnisse haben gefehlt. Haben Sie mal einen Vertrag mit einem US-Unternehmen abgeschlossen und den ganzen Einfuhrbestimmungsmist ausgefüllt? Die unterscheiden sich teilweise von State to State und ohne die entsprechende Verwaltung lassen sie da lieber die Finger von.

>>Also wenn wir keine Nachteile haben, warum dann die ganze Aufregung.<<

Nochmal: Alle haben Nachteile; jede Seite verlässt den Tisch als Verlierer. Offen ist nur noch die Frage wie viel wir verlieren.

@fathaland slim

sie und ich werden keine freunde mehr. damit habe ich mich abgefunden, war auch nie meine absicht. das sie ausgerechnet bei meinen kommentaren zum erbsenzähler werden, obwohl sie ganz genau wissen, wie ich es meine, muss aber wirklich nicht sein.

und mich in die nähe der "lügenpressler" zu rücken (bzw. mich mit denen in einen topf werfen), ist schon ein starkes stück!

Zu Moebius 10.30

Von der Einhaltung von Staatsvertraegen scheinen Sie nicht viel zu halten. Das Verhalten von BJ wird sich auch negativ auf die noch zu schliessenden bilateralen Handelsvertraege auswirken. Nicht nur die mit der EU. Wenn der Schaden fuer UK dann eingetreten ist, wird BJ allerdings nicht mehr am Ruder sein. Das duerfen dann andere ausbaden. So ist das mit den Populisten, ob sie nun in Brasilien, Belarus oder im UK sitzen.

13:34 von suomalainen

«zu Frau Dittert: ich kritisiere ja gerne mal den ein oder anderen auslandskorrespondenten. aber auf Frau Dittert und ihre neutrale und unabhängige meinung, oft mit einem angenehmen augenzwinkern präsentiert, lasse ich nichts kommen!»

A. Dittert korrespondiert aus dem UK so, wie auch ich es sehr gerne mag.
Das Augenzwinkern, die feine Art von Britischer Ironie. Häufig auch Fragen abseits der Wege von den Hauptstraßen der Meinungen.
Informativ, hintergründig, unterhaltsam.

Eine "Neutrale Meinung" vertritt aber auch Frau Dittert nicht, weil es so etwas gar nicht gibt. Gar nicht geben kann. So wie es auch keine Art zu schreiben geben kann, die mit der eigenen Wortwahl nichts zu tun hat.

Der ehemalige Ostasien-Korrespondent des ZDF (Robert Hettkämper) berichtete aus dieser Region in ähnlicher Art wie Frau Dittert aus dem UK. Beide Arten der Einschätzung von Gegebenheiten gut informiert mit offenen Augen & Ohren.

Aber subjektiv … nicht neutral.
Weil es gar nicht anders möglich ist.

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