Ihre Meinung zu: Ifo-Bildungsbarometer: Mehr Einheitlichkeit gewünscht

2. September 2020 - 10:05 Uhr

Das Durcheinander bei der Bildung will laut ifo-Bildungsbarometer eine Mehrheit der Menschen in Deutschland beenden. Demnach gibt es einen großen Wunsch nach bundeseinheitlicheren Regeln. Mit einer Ausnahme.

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Kommentare

Einheitlichkeit gewünscht ?

Das werden 16 Kulturbehörden der Länder zu verhindern wissen. Die Posten und Arbeitsplätze in den Ländern wir niemand aufgeben.

Das ist der Preis des Föderalismus. Und wenn ich mir das Schulsystem in Berlin betrachte bin ich auch froh wenn es so noch lange bleibt.

Alternative für mich ist das alle das gute Schulsystem, die Finanzierung und Ausstattung so übernehmen wie in Bayern.

Gleichberechtigung?

Ich finde den Flickenteppich des deutschen Bildungssystems nicht gut. Es gibt in der Tat keine Gleichberechtigung, weil z.B. das bayrische Abi als höhenwertiger als eins in Bremen eingeschätzt wird. Hier gehört ein einheitliches System hin, das allen Kindern in Deutschland gleiche Chancen auf eine gleichwertige Ausbildung gibt. Man kann sich ja gerne am besten System orientieren oder aus allen Systemen das beste machen. Und von den eingesparten 16 Kultusministerien kann man dann locker mal alle Schulen modernisieren und auf den neusten Stand bringen.

kein Vertrauen in die Lehrkräfte

Offenbar scheinen viele zu glauben, Lehrer und Professoren hätten kein Interesse an einer guten Bildung der ihnen anvertrauten Schüler und Studenten. Wie sonst kann es sein, dass man das Allheilmittel in einer zentralistischen Bildungsstruktur sieht?

Ich habe als Hochschuldozent in fünf verschiedenen Bundesländern gearbeitet, und ich behaupte mal, ich habe allen Studenten das gleiche beigebracht, und zwar auch mit vergleichbarem Erfolg. Ich weiß daher auch, dass es gute und schlechte Lehrer gibt, aber der Unterschied nichts mit dem jeweiligen Bundesland zu tun hat.

Allerdings bin ich auch bekennender Gegner jeder Art von übertriebenem Zentralismus. Das färbt mein Urteil möglicherweise.

Na, da werden sich aber einige umsehen

wenn man die Leistung direkt vergleichbar macht.
Dann wird herauskommen, was man eigentlich schon lange weiß:
Bayern ist ca. 1 Schuljahr voraus. ( immer CSU)
Bremen, Hamburg, Berlin ganz weit hinten (fast immer SPD regiert).

Einheitlichkeit gewünscht

das wäre doch wohl das mindeste das man erwarten kann
ein identisches Abitur
dann kann man auch vergleichen
wie man zu diesem Abi kommt
G 8 / G 9, Gesamtschule oder Unterricht in der Natur kann ja jedes Bundesland nach belieben gestalten
aber dann lässt sich die Sache vergleichen ohne irgendwelchen idiologischen Schwachsinn

@Frosthorn... ...das Problem

@Frosthorn...

...das Problem ist nicht das jede Uni/Hochschule "ihr Ding macht" - sondern das die dafür die Basis legende Schule dringend eine bundesweit einheitliche Basis benötigt.

wie zersplittert diese tatsächlich ist konnte ich am Sohn meiner Cousine sehen - der innerhalb der gleichen Schule nicht von Klasse A nach Klasse B wechseln konnte -> weil die beiden Mathelehrer UNTERSCHIEDLICHE Lehrbücher (und damit Lehrpläne) hatten!

Und ein Jahr später hat dann der Mathelehrer versäumt seinen Schülern rechtzeigtig mitzuteilen welches Lehrbuch er fürs Schuljahr benutzen wird...
...so hat er dann Teile seines Exemplars vor JEDER Unterrichtsstunde KOPIEREN müssen um überhaupt selbigen durchführen zu können

Mein Vater - selbst fast 40 Jahre Lehrer in der DDR (und an seiner Schule für die Lehrmittel verantwortlich) hat vor Kopfschütteln fast ein Schleudertrauma bekommen.

Das föderale Schulsystem ist aus meiner Sicht einer der schwersten Geburtsfehler der BRD von Anfang an!

Freiheit der Lehre

An den Universitäten wurde bereits mit dem Bolognaprozess und dem damit verbundenen Bachelor-Master-System genug verschlimmbessert. Zum Glück haben wir an den Universitäten noch die Freiheit der Lehre.
Im übrigen sollte man mal diese Testeritis im Schulsystem abstellen. Vergleichsarbeiten sind immer nur produktorientiert und führen letztlich zu schlechtem Unterricht. Meine Meinung. Als Hochschuldozentin.

Wird Zeit

Dieses jeder macht mal seins nervt tierisch. Schaut man sich mal die KMK-bestimmungen an dann wird dieses Chaos erst so richtig sichtbar. Kann nicht angehen, dass in jedem Bundesland einfach mal Fremdsprachen anerkannt werden und in anderen nicht. Wieso stellt man Schülern so einen Stein in den Weg !?

Schulsysteme sind komßpliziert

"Alternative für mich ist das alle das gute Schulsystem, die Finanzierung und Ausstattung so übernehmen wie in Bayern."

Schauen sie sich das Bildungsystem mal an. Sehr viel Unterricht durch Referendare, die sich als Lehrer in der Ausbildung befinden. Ein systematisches System von Tests und Druck im Schulsystem. Wollen Sie das wirklich?

Die Frage die wir uns alle stellen sollten ist: Wie soll Schule aussehen? Was erwarten wir von SuS?

Ich denke, dass wir vergleichbare Inhalte und Verbindlichkeiten schaffen sollten, damit problemlos ein wechseln des Bundeslandes möglich ist.

Allerdings sind die Systeme so groß und lange gewachsen, dass es viel Zeit, Mühe und Verständnis braucht. Ich empfehle: Gehen Sie am besten zu der Schule in ihrer Nähe und fragen sie da mal nach. Die Lehrer werden ihnen sicherlich schnell sagen, was gut und weniger gut läuft.

Die Überwindung des föderalistischen Systems ...

... bezüglich des Schulsystems ist ja bereits in Gang.

Denn bei den schriftlichen Abiturprüfungen haben sich ja bereits ein paar Länder zusammengetan und einen einheitlichen Aufgabenpool zum Beispiel in Mathe und Deutsch geschaffen, aus dem die einzelnen Schulen dieser Länder dann ihre Aufgaben wählen.

Und es sieht so aus, als ob immer mehr Bundesländer diesem freiwilligen Bündnis beitreten.

Allerdings werden die Prüfungen dann von den Lehrern vor Ort bewertet.

Ähnliches gilt für die schriftlichen Prüfungen der 10. Klasse, um die Oberstufenreife zu überprüfen.

Die Schwierigkeit bei föderalistischem Lernstoff ist, wenn die Familien oft ihren Wohnort wechseln.
Ich war davon betroffen und habe in meinen schwachen Fächern nie mehr den Anschluss kriegen können.

Viel getan wäre schon, wenn man einheitliche Schulbücher in allen Ländern hätte.
Dann müssen die Schüler bei Bundesland-Wechsel nicht ganze Bücher nachackern, sondern nur ein paar Seiten.

Schulsystem nicht für den Föderalismus geeignet

Auch wenn ich im Großen und Ganzen den Föderalismus für wichtig und richtig halte, stößt er beim Schulsystem doch an seine Grenzen.

Es kann nicht sein, dass die Eltern flexibel in der Wahl ihres Arbeitsplatzes und damit auch Wohnortes sein sollen, deren Kinder aber faktisch bestraft werden, wenn sie mit dem Bundesland auch das Bildundungssystem wechseln müssen.

Dieses ewige Experimentiern am Schulsystem sollte ein Ende haben. Die Verantwortlichen sollten sich auf einheitliche Schulformen, Lehrpläne und die Art und Weise deren Vermittlung einigen.

Das ist zwar leider utopisch, wäre aber wünschenswert.

Einheitlichkeit ist etwas schlechtes

Ich kann die Sehnsucht der Deutschen nach Einheitlichkeit nicht verstehen. Einheitlichkeit verneint die Stärken des Einzelnen, es überdeckt die Schwächen und Nöten des Einzelnen. Wie soll man sich weiterentwickeln, wenn nicht jemand vorangeht, zeigt, dass mehr geht?

Viele scheinen da sehr emotional zu urteilen, vielleicht auch entsprechend einem alten Reflex, der tief in uns steckt: dem Wunsch in der Menge aufzugehen. Man erhofft sich dadurch Sicherheit und auch Gerechtigkeit.

Aber es ist eben nicht gerecht, wenn das Kind der Alleinerziehenden Hartz4ler die gleiche Zeit des Lehrers bekommt, wie das Einzelkind des Reichen, der neben Tennisstunden auch Privatstunden in jedem Hauptfach bekommt. Und es ist auch nicht gerecht, wenn alle Klassen die gleiche Klassenarbeit schreiben müssen, obwohl sich eine Klasse (oder der Lehrer) mit dem Stoff schwerer tut, und mehr Zeit benötigt.

Einheitlichkeit ist eine schlechte Notlösung. D.h. nicht, dass diese in Deutschland nicht nötig wäre.

Unsere Noten sind unwichtig

Mein Freund hatte an einer Schule Englisch Leistungskurs, ich an einer anderen Englisch Grundkurs. Er bekam "für unsere Arbeit" eine 1 bei mir wurde es nur "positiv vermerkt".
Ich arbeite viel mit Hochbegabten. Die meisten haben schlechte Noten, weil die Lehrer ihr Denken nicht verstehen.
Phantasie, Entwicklung neuer Wege wird in Schulen nicht als Bereicherung sondern als Störung empfunden.
X% einer Arbeit müssen oft eine 5 haben. Dass es eine Arbeit gibt, bei der alle Schüler eine 1 oder 2 haben führt zu Protesten anderer Lehrer, auch wenn die Klasse viel besser ist als die anderen Klassen.
Firmen brauchen Teams, die zusammen arbeiten. Noten bekommen einzelne Menschen.
Ingenieure die genau machen, was alle vor Ihnen vernichten Arbeitsplätze und Gewinn, nur mit neuen Lösungen können Firmen überleben. Noten helfen nur Bedingt, die Eignung von Menschen zu beurteilen. Noten für Sozialverhalten fehlen sogar komplett, dabei können "Arschlöcher" das Betriebsklima einer Firma zerstören.

@boecklin

Andererseits produziert das bayrische Bildungssystem ja auch Kommentare wie ihren. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Notenschnitt nicht das einzige Merkmal bleiben kann, denn es gibt weitere Werte, die gelehrt werden, auch wenn sie nicht durch Noten abgebildet werden: Anstand, Empathie, Demut, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit, Weltoffenheit - nur um einige zu nennen. Vielleicht setzen andere Bundesländer ja hier einen stärkeren Fokus.

12:29 von Nordbraut

Bachelor-Master-System genug verschlimmbessert.
Im übrigen sollte man mal diese Testeritis im Schulsystem abstellen.
.
ist eben das Test Feld von Idiologen
"Bildungsgerechtigkeit" statt beste Leistungen zu erreichen
nicht der Erfolg und die Leistung scheint zu zählen
sondern der Proporz
das Kinder von Alleinerziehenden oder sozial Schwachen Gruppen nicht benachteiligt werden
aber sie werden sich als Hochschullehrerin besser auskennen

12:11 von frosthorn

«Ich weiß daher auch, dass es gute und schlechte Lehrer gibt, aber der Unterschied nichts mit dem jeweiligen Bundesland zu tun hat.
Allerdings bin ich auch bekennender Gegner jeder Art von übertriebenem Zentralismus. Das färbt mein Urteil möglicherweise.»

Als ich Abi machte (1984), wollte ich auch mal Lehrer werden.
Aber bad times für Lehrer damals.

Immer bei Diskussionen über das Bildungssystem in DEU muss ich an das in JAP denken. Schüler dort sind ja jedes Jahr bei den "PISA-Besten".

Sehr strenges Schulsystem mit sehr hohem Leistungsdruck. Den mag ich in DEU so gar nicht sehen. Die Suizid-Rate unter Schülern ist in JAP höher als sonstwo auf der Welt.

Inhalte, Lehrpläne, Prüfungen legt das Bildungsministerium zentral in Tokyo für das ganze Land fest. Wie genau dies lokal in Schulen umgesetzt wird, bestimmen die 47 Präfekturen selbst.

Präfektur "Okinawa" ist am meisten "liberal".
Zuflucht für "Problemschüler" aus ganz JAP.

Nicht der Druck, aber die Organisationsform ist gut.

Wozu mit Noten vergleichen?

Firmen brauchen Menschen mit bestimmten "Fähigkeiten". Noten zeigen nur, wie genau jemand im Vergleich zu seinen Klassenkammeraden gelernt hat.
Wechselt er die Lehrer/Klasse/Schule/Bundesland ändern sich die Noten, bei mir z.B. von 5 auf 2 innerhalb weniger Wochen.

Das Abitur lässt sich bereits

Das Abitur lässt sich bereits jetzt vergleichen. Wir haben das Zentralabitur. Und auch unsere Hamburger SchülerInnen schreiben die gleichen Prüfungen wie die Bayerischen. Und, oh Wunder, auch hier bestehen die allermeisten.

Mal ins Ausland schauen

Wenn man sich zentralisierte Bildungssysteme wie UK oder Frankreich anschaut sieht man, dass die Probleme nicht weniger sind. Der Föderalismus hat auch seine Vorteile und ihn gibt es ja nicht ohne Grund. Einheitlichkeit kann es eben halt nur in der Form geben, nicht im Inhalt, denn das wäre gefährlich. Zentralisierte Lehrpläne sorgen in Uk regelmässig für Streit und zum politischen Vehikel um Ideologien einzuprügeln und sich zukünftige Wählerschaften zu sichern. Nein, sowas brauchen wir in Deutschland nicht. Es sollte viel mehr in die Unabhängigkeit von der Politik gehen, so dass man lokal die richtigen Entscheidungen treffen kann.

Eine objektive Vergleichbarkeit der Schülerleistungen...

...wird es aus mehreren Gründen nie geben.

Ich war in den 70er bis zu den 90er Jahren in einer Kommission des RP, die aus Fachlehrern bestand und die Aufgabe hatte, die schriftlichen Abituraufgaben aller Schulen von NRW vorweg auf Schwierigkeitsgrad, Vergleichbarkeit und Übereinstimmung mit den geltenden Richtlinien zu prüfen.
Da schon litt zwangsläufig die Objektivität, weil auch wir Prüfenden unterschiedliche Maßstäbe ansetzten, denn die “Stärken“ in den verschiedenen biologischen Fachbereichen waren natürlich nicht gleich verteilt.

Wie der Unterricht an den verschiedenen Gymnasien ablief, ob viel Vertretungsunterricht erteilt wurde, Unterrichtsausfälle, “Qualität“ von Schülern und Lehrern, Lage der Schule, Unterrichtsmaterialien... usw. - spielten und spielen bis heute eine große Rolle und sind nicht vergleichbar.

Da wurde das Zentralabitur als vermeintliche Lösung eingeführt, doch damit wurden die Leistungen nicht vergleichbarer. Gründe: (s.o.)

12:11 von frosthorn

Ich habe als Hochschuldozent in fünf verschiedenen Bundesländern gearbeitet,
.
als ich vor Jahrzehnten an der FH in Esslingen war
gab es ein Semester das von 24 Studierenden auf 6 geschrumpft war
mein Prof meinte mal ganz locker
keine Sorgen
wenn ihr hier durchfallt, geht nach Berlin
eine 2 ist euch da sicher
ob das jetzt grenzenlose Arroganz war oder die Realität ?

Bayern / Sachsen ist nicht immer führend

wenn man sich ansieht, wo die Bewerber für "die beste Schule Deutschlands liegen". Geld ist zwar wichtig, engagierte Lehrer/Eltern /Schüler sind aber wichtiger.
https://deutsches-schulportal.de/schulkultur/deutscher-schulpreis-2020-d...

Das liegt nicht am

Das liegt nicht am Föderalismus. Selbst zu meiner Zeit, hatten wir 5 gumminasien am Ort. Die waren alle hierarchisch abgestuft. Wenn man am ersten sitzen blieb, bekam man im dritten noch eine 2. Und selbst temporär gibts eine Katastrophe
Früher abinoten von 1-4.
Heute nur noch von 1- 1,8
Und wenn ich mich mit heutigen einserschülern unterhalte, muss ich mir fast vor lachen auf die Zunge beißen.

@12:33 von LupintheIII

"Schauen sie sich das Bildungsystem mal an. Sehr viel Unterricht durch Referendare, die sich als Lehrer in der Ausbildung befinden. Ein systematisches System von Tests und Druck im Schulsystem. Wollen Sie das wirklich?" Nun man muss wissen, was man will. Länder, die ihr Bildungsystem auf die Selbstentwicklung umgestellt haben und massiv auf Gesamtschulen, landen im Pisavergleich ja nicht gerade auf den vorderen Plätzen. Alleine wegen dieser oft ideologisch begründeten Ausrichtung des Bildungsystem sehe ich keine realistische Chancen für eine Vereinheitlichung. Es würde Jahrzehnte dauern das Bildingsniveau in Berlin oder Bremen an den Durchschnitt der anderen Länder anzugleichen, geschweige an das von Bayern.

12:43 von TrautSich

Anstand, Empathie, Demut, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit, Weltoffenheit - nur um einige zu nennen.
.
so wird es wohl sein
einen Dreisatz kann ich nicht lösen
aber in Singen bin ich gut

Finanzierung ist das Problem

Ich denke, die Lehrpläne und Lehrmethoden unterscheiden sich aktuell nicht allzu sehr. Auch denke ich, dass ein guter Grund für den Verbleib der Führungsrolle in der Hand der Länder eine Absicherung gegen eine gefährliche Indoktrination einer "Zentralmacht" darstellt. Auch wenn wir zum Glück keine diktatorisch agierende Regierung haben, sind solche Sicherungsmechanismen nicht unwichtig. Sieht man den extremen Schaden, den Lobbyisten in Berlin anrichten, dann ist es sicher gut, unser Bildungssystem davon loszulösen. Ein gewisser Spielraum für die Erprobung neuer Bildungsansätze ist sicher auch gut und kann durchaus in ihrer Ausgestaltung in der Hand der Länder verbleiben. Bitter ist allerdings die doch höchst unterschiedliche, finanzielle Ausstattung der Schulen in den jeweiligen Regionen. Dies sorgt ganz sicher für eine signifikante Chancenungleichheit. In diesem Bereich würde ich mir schon eine gerechtere und in der Höhe deutlich verbesserte Verteilung wünschen.

Einheitlich

Die Bildungspolitik gehört in die Kompetenz des Bundes. Den Ländern kann man dafür ja den Denkmalschutz geben.

Märchen vom bayerischen Vorsprung.

@12:23 von boecklin
1. Bayern galt viele Jahre auch als Bildungsschlusslicht. Studien zeigten das Defizit, vor allem in konservativen Gegenden mit Benachteiligung von Mädchen.
2. Heute werden die Abituraufgaben aus einem von der Kultusministerkonferenz eingerichteten Pool genommen, an dem auch Bayern beteiligt ist.
3. Erfahrung aus Bayern: In einer Kleinstadt nahe München mit mehreren Gymnasien war der Unterschied zwischen den Schulen erheblich. Das drückte sich auch in den Abiturdurchschnittsnoten aus. Und erstaunlicherweise im Verhältnis zu den mündlichen Noten, die im einen Fall um eine halbe Note besser, im anderen schlechter waren als nachher die schriftlichen Abiturnoten.

Ursache und Wirkung

///
*
*
... man wollte verhindern, dass deutsche Kinder jemals wieder zentralgesteuert indoktriniert werden ...
*
... jede Zone in Deutschland (Englische, Französische, Amerikanische, russische) und die darin befindlichen Bundesländer sollten also föderal Lehrinhalte festlegen ...
*
... die Kultursprache „Französisch“ wurde als zweite Fremdsprache empfohlen, um den jahrhundertealten Streit mit den direkten Nachbarn zu beenden - was gelang! ...
*
... heute aber haben wir das Dilemma, dass 16 Königreiche um den heiligen Gral der Bildung streiten ...
*
... und es geht nichts mehr voran!
*
... wir brauchen eine Bildungsreform von Grund auf!
*
... Bildungsformen, -angebote und -inhalte müssen die gesellschaftlichen Notwendigkeiten widerspiegeln!
*
... wir lernen nicht für den Lehrer oder die Kultusministerin und deren Ideale oder Egos ...
*
... wir lernen fürs Leben - ein Leben lang!

12:11 von frosthorn

"Allerdings bin ich auch bekennender Gegner jeder Art von übertriebenem Zentralismus."

.-.-.-

Über den Begriff "Zentralismus" musste ich jetzt nachdenken.

Er würde ja nur Sinn machen im Zusammenhang mit IDEOLGOSCHEM Zentralismus.

Wenn die ganze Bundesrepublik sich entscheidet, in Deutsch Schillers "Kabale und Liebe" in der 10. lesen zu lassen statt dass ein paar Bundesländer ein anderes Werk vorziehen:

wäre da der Begriff "Zentralismus" geeignet?
Werden die Schüler da ideologisch manipuliert?

Nein!
Dergleichen kann nur bei einzelnen Lehrern vorkommen, die ein literarisches Werk tendenziös interpretieren und die Klausuren danach bewerten, ob die Meinung des Lehrers übernommen wurde.

Dergleichen kommt vor, leider.
Aber die Wahl der Lektüre - und in Mathe die Reihenfolge des Stoffes - ist niemals an sich tendenziös und ideologisch.

Insofern kann man auch nicht von Zentralismus sprechen, wenn im Jahr X alle Zehnt-Klässler "Kabale und Liebe" lesen statt ein anderes Werk.

12:46 von harry_up

ihre Argumentation verstehe ich nicht
wenn beim Abitur wegen mir Differenzialrechnung verlangt wird
wird dies beim Abi abgefragt
wie die Schule das ihren Schülern letztendlich vermittelt
ist doch vollkommen gleichgültig

Ich befürchte nur,

dass man sich da mal wieder auf niedrigeres Niveau begibt und Anforderungen allgemein absenkt. Was spräche denn dagegen, sich mal an den Guten und Erfolgreichen zu orientieren? Kinder können ja nichts für den Standortnachteil, wenn sie in Bremen oder Berlin zur Schule gehen und nicht in Bayern oder Sachsen

@ baumgart67

Es gibt in der Tat keine Gleichberechtigung, weil z.B. das bayrische Abi als höhenwertiger als eins in Bremen eingeschätzt wird.

Von Ihnen vielleicht, aber andere Menschen mögen das ganz anders sehen.

Wer sagt, welches das beste Schulsystem ist?

Die Vereinhitlichung klingt gut, funktioniert aber nicht so einfach!
1. Welches Schulsystem ist das Beste? Die 16 Länder werden unterschiedlicher Meinung sein - schließlich könnten sie auch jetzt schon das Beste System übernehmen.
2. Woher weiß man 10 oder 20 Jahren, welches das Beste wäre, wenn es nur noch ein System gibt?

Erst durch das Förderale System kann man Unterschiede feststellen.

Eine bessere Vergleichbarkeit durch eine einheitliche Abi-Prüfung wäre dabei durchaus hilfreich und sollte sich an dem höchsten Level orientieren - es muss keine Schande sein, mit einer 2 "gut" zu sein, aber den Besten muss die Möglichkeit gegeben werden mit einer 1 "sehr gut" zu sein.

Dann können die Länder danach steben, das beste Schulsystem zu entwickeln!

Bei der Finanzierung wird es aber auch wieder schwierig ... finanzstarke Länder werden da einen Vorteil haben :(
Man sollte auf keinen Fall an der Bildung sparen, aber die Grenze zur sinnlosen Geld-Verschwendung ist verschwommen!

@ Sisyphos3

...einen Dreisatz kann ich nicht lösen
aber in Singen bin ich gut

Ziel einer guten Schule wäre, dass Sie auch den Dreisatz lösen können. Und Ziel wäre es, kritisch mit der eigenen Selbstgefälligkeit umzugehen.

12:11 @frosthorn ... kein Vertrauen in die Lehrkräfte

Kein Vertrauen - das sehe ich nicht so, darum geht es m.M.n. auch nicht.
Bei den Fachhochschulen und Unis sehe ich im Gegensatz zur Umfrage den Bedarf nicht.

Der Bolognaprozess hat für eine gewisse Einheitlichkeit in den Fächern gesorgt. Schlimm allerdings war die Einführung des Bachelorabschlusses. Da konnte man sich auf die Anzahl der Semester 6 oder 7 in der Informatik nicht einigen (bei den FS).
Hinzu kommt, dass mit den Ergebnissen nach dem Abi, und der unterschiedlichen vermittelten Inhalte und Fähigkeiten sich die Studierfähigkeiten verschlechtert haben (meine Erfahrungen zwischen 2003-2015)

Ich halte wegen der Vergleichbarkeit und weiteren Gründen ein Vereinheitlichung der Lehrinhalte und wesenrlichen Lehrmaterialien für gut und wichtig. An dieser Stelle könnte man viel Geld sparen und anderweitig verwenden, z.B. für die IT-Struktur.

@ Demokrat49, um 12:38

“Dieses ewige Experimentiern am Schulsystem sollte ein Ende haben. Die Verantwortlichen sollten sich auf einheitliche Schulformen, Lehrpläne und die Form der Vermittlung einigen.“

Ihre Vorschläge klingen erst einmal gut, doch sie scheitern bereits daran, dass Lehrpläne niemals “fertig“ oder “abgeschlossen“ sein können.
Insofern bereits ist Ihre Einschätzung als “utopisch“ sicher zutreffend.

So wie sich unsere technische Welt, die Gesellschaft, Kultur, Politik usw. fortwährend wandeln, müssen die Lehrpläne immer wieder neu darauf abgestimmt werden.
Und damit auch die Art und Weise der Vermittlung.

Ich habe damals den ersten Fernseher mit Video in meiner Schule eingeführt und galt damit als futuristisch, nur mal ein Beispiel.
“Googeln“ ging mit einer CD, entweder war da drauf gespeichert, was man suchte, oder - Pech.

ich war als Schüler ein fauler Sack

hatte aber das Glück, dass mir alles in den Schoß gefallen ist und ich daher dennoch hervorragende Noten hatte. Andere legten - und legen - sich krumm und schaffen grade mal die Mindestanforderungen.
Aus beiden Typen können später wertvolle Mitarbeiter und vor allem wertvolle Menschen werden. Wenn man nicht von vornherein darauf besteht, dass Leistung zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt abgerufen werden muss, den auch noch andere festlegen. Von dem ganzen wichtigen Strauß an Sekundärtugenden und -Kompetenzen, wie oben schon jemand erwähnt hat, und die durchaus wertvoller sein können als antrainiertes Fachwissen, ganz zu schweigen.
Beim Übergang zum Bologna-Studium habe ich einen massiven Qualitätsverlust in der Bildung beobachten können, Bulimie-Lernen war angesagt, Grundlagenwissen wurde vernachlässigt bzw. bequemerweise gleich als vorhanden vorausgesetzt. Eine Folge des Hinterher-Hechelns der Bildungsträger hinter den immer unverschämter werdenden Vorstellungen der Wirtschaft.

um 12:48 von Sisyphos3 12:11 @frosthorn

I["Ich habe als Hochschuldozent in fünf verschiedenen Bundesländern gearbeitet"]
.
"als ich vor Jahrzehnten an der FH in Esslingen war
gab es ein Semester das von 24 Studierenden auf 6 geschrumpft war
mein Prof meinte mal ganz locker
keine Sorgen
wenn ihr hier durchfallt, geht nach Berlin
eine 2 ist euch da sicher
ob das jetzt grenzenlose Arroganz war oder die Realität ?"

Wir wissen nicht, was die freundlichen Apotheker/innen empfehlen, aber Ihr Post hat wie so oft nur mit dem Poster zu tun. Außerdem war das Geschilderte vor dem Mauerfall, als es noch nicht mal 16 Bundesländer gab. Bildungsgefälle hat es ja nicht nur zwischen den Bundesländern, ganz zu schweigen davon, was man den als Erfüllung des Bildungsauftrags sieht. Was nützt ein toller Abidurchschnitt, wenn man 60% CSU - Wähler hat und das Oktoberfest für Kultur hält.

Alles einheitlich schlechter?

Die Diskussion um die Vereinheitlichung der Schulen, deren Lehrpläne und Abschlüsse übersieht leider die Folgen einer solchen Prozedur. Im Augenblick ist es so, dass die Leistungsniveaus von Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg u.a. einerseits und diejenigen von Baden-Württemberg und Bayern erheblich differieren. Deshalb sind bislang alle Versuche der Bundesländer gescheitert, wenigstens in den Grundfächern Mathematik und Englisch gleiche Anforderungen in den Abiturprüfungen herzustellen. Denn die leistungsschwachen Bundesländer befürchten, dass ihre Abiturienten den Leistungsanforderungen der 'Südländer' nicht genügen. Umgekehrt fürchten die Südländer, dass bei Vereinheitlichung der Ansprüche das Niveau auf die Linie der leistungsschwachen Bundeländer abgesenkt wird. Vereinheitlichung würde also entweder Absenken der 'südlichen' Leistungsansprüche oder aber Anheben der 'nördlichen' Leistungsansprüche bedeute. Wer Vereinheitlichung fordert, soll sagen, welche Option er möchte.

@Sisyphos3, 12:48

wenn ihr hier durchfallt, geht nach Berlin
eine 2 ist euch da sicher
ob das jetzt grenzenlose Arroganz war oder die Realität

Die Realität wars jedenfalls nicht. Ich schrieb ja bereits, dass ich in unterschiedlichen Bundesländern unterrichtet habe, aber in den gleichen Fächern. MINT, nicht Geisteswissenschaften, wohlgemerkt. Da gabs auch kein Vertun, was jemand für eine eins oder zwei können muss. Pfeifen sind bei mir durchgefallen, sowohl in Bremen als auch in Bayern. Den Hochschulen zu unterstellen, sie passten die Anforderungen an die zu erwartende (Nicht-)Leistung an, grenzt an Rufmord.
Übrigens: auch im Schwabenländle sind die Menschen durchschnittlich nicht begabter als woanders. Und fleißiger auch nicht.

Identische Prüfungen für alle

Identische Prüfungen für alle durchzuführen ist nur dann fair, wenn auch der Unterricht für alle identisch ist. Dann müsste aber ein (!) Lehrer alle (!) Schüler simultan (!) unterrichten, d.h. das ginge nur via Video. Der persönliche Unterricht ist aber für die meisten Schüler zwingend erforderlich - gerade für die Schwächeren. Bei individuellem Unterricht wird jedoch jeder Lehrer Unterrichtsstunden individuell gestalten, selbst wenn man für alle verbindliche Lehrinhalte vorgäbe. Wenn dann im Zentralabitur zB in Mathematik eine Aufgabe gelöst werden soll, deren Stoff der Vorliebe eines Lehrers entspricht (wir alle haben Vorlieben), sind dessen Schüler eben im Vorteil und vice versa.
Fazit: eine absolut objektive und faire Leistungsüberprüfung für alle gibt es nicht. Das ist eine Illusion.
Es wäre - außer einheitlichen Lehrplänen - allerdings sinnvoll, wenn die Politik das Lehren den Fachleuten überließe, also den Lehrern. Speziell letzteres wird aber wohl ein Traum bleiben.

Politische "Profilierung" auf Kosten der Kinder geht gar nicht

"Das Grundgesetz erlaubt eine unterschiedliche Ausgestaltung der Bildung durch die einzelnen Bundesländer. Die sogenannte Kultushoheit gilt als beinahe unantastbarer Kern des Föderalismus"

Das, was Kindern an Wissen und Fähigkeiten vermittelt werden muss, um ihnen das geeignete Handwerkszeug an die Hand zu geben und ihnen so bestmöglichen Chancen zu eröffnen, ihr Leben selbstbestimmt und mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein zu gestalten, ist überall das Gleiche.

Unterschiedliche "Bildungsmodelle" und Chancengleichheit in der Bildung schließen sich daher aus. Das Einzige, was den Rechten der Kinder tatsächlich gerecht wird, ist, mittels offener und uneingeschränkter Zusammenarbeit herauszufinden, wie es am besten gelingen kann, dem o.g. Bildungsanspruch gerecht zu werden. Aber ganz gewiss keine politischen "Konkurrenzkämpfe" auf ihrem Rücken.

@Sisyphos3 12:44

"eben das Test Feld von Idiologen
"Bildungsgerechtigkeit" statt beste Leistungen zu erreichen
nicht der Erfolg und die Leistung scheint zu zählen
sondern der Proporz
das Kinder von Alleinerziehenden oder sozial Schwachen Gruppen nicht benachteiligt werden "
-
Das ist falsch. Es zählt immer die individuelle Leistung. JedeR SoS hat Anspruch darauf, nach seinen Möglichkeiten gefordert und gefördert zu werden. Dass das eine hochanspruchsvolle Aufgabe für die Lehrkräfte ist, die deshalb auch nicht immer zufriedenstellend bewältigt werden kann, versteht sich von selbst.

12:44 @Nordbraut

Zentralabitur.
Setzt voraus, dass der Lehrplan gleich ist. Das scheint mir aber nicht gegeben.

Haben sich nicht Hamburger Schüler
(u.a. aus anderen BL) schon beschwert, dass Stoff geprüft wurde, der nicht gelehrt wurde - nicht dieses Jahr?

Als ich vor ca. 10 Jahren mit meine Kindern Abiprüfungen (Sachsen) vorbereitet habe, habe ich teilweise nur mit dem Kopf geschüttelt.

Ich halte auch von diesen Grund-/Leistungskursen nicht viel.

Naja, ich habe eben ein allgemeinbildendes Abi aus DDR-Zeit.
:-)

@Schabernack... ..nach japan

@Schabernack...

..nach japan zu schauen lohnt sich aus vielen Gründen.
Mein eigener richtet sich z.B. auf die Fachkabinette - wie ich sie aus meiner DDR-Schulzeit für Fächer wie Biologie, Physik, Chemie und Geografie kenne...

...etwas was an Schulen der West-Republik offensichtlich massiv Mangelware herrscht.

Hier in Berlin gibt es das Museeum für Technik - welches ein Gebäude mit einer Menge an technisch-physikalischen Versuchen hat die man selbst benutzen kann.
Unter der Woche am Vormittag ist das Gebäude voll mit Schulklassen -> weil die Schulen keine Fachkabinette haben

Vor einigen Jahre hatte ich mich mit einem engen Freund über unsere Schulzeit unterhalten - er stammte aus dem "Westen"
Ja - seine Schule war ähnlich gut mit Fachkabinetten ausgestattet wie meine POS im Osten...
..nur während das im Osten der Standart war - gab es beim ihm diese nur dank der finanziellen Unterstützung der dortigen Eltern!!

und in Japan sind solche Fachräume ebenso allgeimer STANDART

zu Nordbraut 12:44

Es ist keineswegs so, dass in Bayern und in Bremen die gleichen Prüfungsaufgaben im Abitur gestellt werden. Die Hamburger, Bremer und Berliner wählen aus einem bundesweiten Aufgabenpool für Mathematik stets die leichtesten Aufgaben oder dürfen sogar eigene Aufgaben stellen. Das heisst, die Prüfungsaufgaben in den allermeisten SPD-regierten Bundesländern sind leichter als in den Südländern.

@Leipzigerin59 13:13

Ja, das führt tatsächlich dazu, dass manchmal Dinge geprüft werden, die nicht ausreichend im Unterricht thematisiert wurden. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich das gut finde, dass die Bundesländer ihre Prüfungsaufgaben aus einem einheitlichen Pool auswählen müssen. Ich wehre mich nur gegen diese Stigmatisierung, von wegen in Hamburg ist das Abi nichts wert.

12:51 von Bender Rodriguez

«Früher abinoten von 1-4.
Heute nur noch von 1- 1,8
Und wenn ich mich mit heutigen einserschülern unterhalte, muss ich mir fast vor lachen auf die Zunge beißen.»

Wenn Sie sich mit den "Einserschülern" von heute unterhalten.

Prüfen Sie die dann in Differenzial- & Integralrechnung. Fragen Sie nach, ob die noch wissen, was der "Ablativus cum Infinitivo (ACI)" in Latein ist. Lassen Sie die alle Hauptstädte & und längste Flüsse in mind. 150 Ländern der Erde aus dem Gedächtnis rezitieren? Hilft ja sehr bei Stadt, Land, Fluss !

Aber früher waren sowieso alle klüger.
Sind sie dann aber viele leider nicht geblieben.
Wenn ihnen gar nichts anderes mehr einfällt, als heutige Schüler auszulachen.

Wobei man sich mit denen auch unterhalten kann.
Ohne den Zampano des Allwissens auf der Stirn daher zu tragen.

Keine gute Idee

aus meiner Sicht, die Länder sind zu verschieden, sieht man ja an der Leistungskurve.
Wenn sich alle Länder auf Bayern Niveau einigen, dann gut, oder wollen wir uns am schwächsten Land messen wollen.
Das die Leistungen so unterschiedlich sind, hat ja viele und Langjährige Gründe, die ich jetzt lieber nicht aufführen möchte.

@melancholiker - 13:05

"Wir wissen nicht, was die freundlichen Apotheker/innen empfehlen, aber Ihr Post hat wie so oft nur mit dem Poster zu tun. Außerdem war das Geschilderte vor dem Mauerfall, als es noch nicht mal 16 Bundesländer gab. Bildungsgefälle hat es ja nicht nur zwischen den Bundesländern, ganz zu schweigen davon, was man den als Erfüllung des Bildungsauftrags sieht. Was nützt ein toller Abidurchschnitt, wenn man 60% CSU - Wähler hat und das Oktoberfest für Kultur hält."
Ich weiß nicht, was Sie damit sagen wollen. Sie vielleicht? Fakt ist, dass die FUB seit ihrer Gründung als Mekka der leistungslosen Studenten gilt, und dass jeder Personaler, sobald ihm ein Zeugnis oder ein Abschluss mit dem "Teddy" im Siegel vorgelegt wird, im Geiste die dort geschriebenen Noten um zwei Werte nach unten korrigiert.

@ Forfuture - Indoktrination mit Integralrechnung?

... eine Absicherung gegen eine gefährliche Indoktrination einer "Zentralmacht" darstellt.

Indoktrination? Deutschland ist doch nicht China oder Nordkorea.

@ Deutsche-Elite, um 12:56

“...wir brauchen eine Bildungsreform von Grund auf!“

Sobald Sie sich mit diesem Thema näher befassen werden Sie merken, dass diese Forderung schlicht unerfüllbar ist.

Jedenfalls hier im frei-denkerischen Deutschland.
Da ich auch das Vergnügen hatte, jahrelang in der ehemaligen (lang ist's her...) Richtlinienkommission für Biologie NRW mitzuarbeiten, welche die Bildungsinhalte in diesem Fach von der 5. bis 13. Klasse festgelegt hat, kann ich ein Lied davon singen, wie zäh es schon in diesem vergleichsweise kleinen Bereich des Schulunterrichts war, eine Stoffabfolge für die Oberstufe festzulegen - samt vieler denkbaren Alternativen.

Nein, eine auch nur einigermaßen objektive Vergleichbarkeit von Schülerleistungen wird es länderübergreifend nicht geben, trotz allen Bemühens um einheitliche Lehrpläne.

Deshalb schon:
Immer neugierig bleiben! :-)

Bildung der Kinder !

Der Föderalismus mag ja seine Vorteile haben, aber auch leider Nachteile. Man sieht es eindeutig an dem chaotischem System der Bildung, das Null Einigkeit zeigt. Mit Schuld daran sind die MP`s, wo jeder auf seine eigenen Regeln pocht. Dies ist ein rein politisches Handeln, jeder will der Beste sein, statt sich zusammen einen gemeinsamen Weg für alle auf den Weg zu bringen, damit alle Kinder die gleichen Chancen erhalten.
Warum sind all diese Politiker nur so egoistisch und denken keinen Zentimeter an die Kinder, egal wo und in welchem Bundesland die leben und ihre berechtigte Chancen haben wollen ?????
Auch mit Schuld ist die BR, die nichts dafür tut, diese bescheuerte Situation zu verbessern und für mehr Gleichheit zu sorgen. Auch kriegen etliche BL es nicht auf die Reihe, die Digitalisierung und Ausstattung der Schulen sowie der Kinder und auch den Breitbandausbau voran zu bringen. Darunter leiden nicht nur die Kinder, sondern auch viele Firmen !!!

Und andere Bundesländer produzieren

"Basta" in Niedersachsen
"Arm aber sexy" Berlin
"---" Bremen

zu ClausSiggi 12:57

Ich bin ganz Ihrer Meinung. Föderalismus ermöglicht Freiräume, erlaubt auch etwas Neues auszuprobieren. Pluralismus hat eben auch ihre guten Seiten. Wir schätzen doch Pluralismus in den Medien, in den Theatern, in den Parteien, in den Kulturen der Bundesländern, also auch einen Wettbewerb der Ideen. Warum soll nun alles unter das Einheitsrezept der Berliner Politiker gepresst werden? Ich glaube nicht daran, dass einer oder eine auf dem Reißbrett das ideale Schulsystem entwirft. Vereinheitlichung bedeutet immer Verkrustung.

13:11 von Nordbraut

Das ist falsch. Es zählt immer die individuelle Leistung
.
wenn dem so wäre
wo liegt dann das Problem
bei mir im Betrieb werden Lehrlinge nach einem Eignungstest eingestellt
... und nach einem vorgegebenen Schlüssel
Mitarbeiterkinder, Migranten, soziale Randgruppen (wie immer man die Definiert)
das gab man mir mal zur Antwort, als ich etwas verwundert war,
dass für meinen Geschmack recht viele durch die Prüfung flogen

@schabernack - 13:18

"Prüfen Sie die dann in Differenzial- & Integralrechnung. Fragen Sie nach, ob die noch wissen, was der "Ablativus cum Infinitivo (ACI)" in Latein ist. Lassen Sie die alle Hauptstädte & und längste Flüsse in mind. 150 Ländern der Erde aus dem Gedächtnis rezitieren? Hilft ja sehr bei Stadt, Land, Fluss !
Aber früher waren sowieso alle klüger."

Die Polizei führt Bewerbertests für Anwärter für den höheren Dienst durch. Die Aspiranten haben durchweg Abitur. Das "Diktat" im Eignungstest besteht aus einem Lückentext, in dem max. zehn Wörter einzutragen sind. Trotzdem gibt es Durchfaller! Praktizierende Analphabeten mit (trotz?) Abitur.

Und was bekommen die Länder zum Ausgleich?

Wenn man den Ländern die Kulturhoheit nehmen will, sollte man ihnen zumindest die Finanzhoheit geben. Dann sagen sie dem Bund, wofür es Geld gibt und wofür nicht.

Im Ernst: Der grundgesetzliche Föderalismus ist gut begründet, wurde aber leider kontinuierlich immer weiter ausgehöhlt. Länder und Kommunen werden mehr und mehr zu Vollstreckern einer zentralistischen Bundespolitik, ohne die erforderlichen Mittel zugestanden zu bekommen. Wir müssen im Sinne gesunder Subsidiarität wieder mehr Kompetenzen vor Ort zurückholen, bevor wir so etwas diskutieren. Mehr Kompetenzen beim Bund erschwert Reformen und verstärkt Politikverdrossenheit, weil der/die Einzelne immer weniger zu sagen hat.

Die Misere(n) im deutschen Schulsystem haben wenig mit Föderalismus zu tun, um so mehr mit Reformunwilligkeit - und die ändert sich nicht durch eine Verlagerung auf die Bundesebene.

@ 12:44 von Sisyphos3

>>nicht der Erfolg und die Leistung scheint zu zählen
sondern der Proporz<<

Stimmt, der Sohn der Akademikers kommt mit der 3 aufs Gymnasium und der Sohn des türkischen Hilfsarbeiters kommt mit der 3 auf die Hauptschule.

13:18 @ Nordbraut

Da Stine ich Ihnen natürlich zu, die -einmal drastisch ausgedrückt - gegenseitige Stigmatisierung der Abschlüsse ist furchtbar.
Vor Jahren erzählte mir jemand,
in Hessen würde man leicht das Abi schaffen.

Meiner Meinung nach müssen Lehrpläne (MINT) abgespeckt werden, um mehr zu vertiefen, zu üben und logisches Denken zu trainieren
Dann muss man bestimmte Formeln
nicht mehr auswendig lernen, sondern kann sich diese auch schnell herleiten.

Re: Gleichberechtigung?

> keine Gleichberechtigung, weil z.B. das bayrische Abi als höhenwertiger als eins in Bremen eingeschätzt wird.

- das entscheidende Wort ist hier: eingeschätzt. Bei der Zulassung zur Uni sollte das Land in der Regel keine Rolle spielen. Und bayrische Abiturienten mögen sich zwar für was Besseres halten, in der Praxis sind sie es nicht. Die bayrischen Schulen sind nicht die besten in Deutschland, nur die bestbeworbenen.

> Und von den eingesparten 16 Kultusministerien kann man dann locker mal alle Schulen modernisieren
- das ist wohl eher illusionär. Zum einen würde nur ein vergleichsweise kleiner Teil der ministerialen Verwaltung eingespart und zugleich eine viel größere auf Bundesebene aufgebaut. Der reine Ministeriumsanteil der Verwaltungsausgaben im Kulturhaushalt ist in der Regel relativ klein. Zum zweiten ändert sich allein dadurch weder etwas an den Budgets noch an deren Verwendung (oder am Verwaltungsaufwand).

um 12:52 @Sisyphos3

Was hat das Singen können mit
" ... Anstand, Empathie, Demut, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit, Weltoffenheit ..."
zu tun?

Ich würde mir wünschen, dass Sie einmal reflektieren, was Sie so ... schreiben .

Zitat: "Als ich vor ca. 10

Zitat:
"Als ich vor ca. 10 Jahren mit meine Kindern Abiprüfungen (Sachsen) vorbereitet habe, habe ich teilweise nur mit dem Kopf geschüttelt.

Ich halte auch von diesen Grund-/Leistungskursen nicht viel.

Naja, ich habe eben ein allgemeinbildendes Abi aus DDR-Zeit."

habe ich ja auch
und
ich schüttel eigentlich seit der Wiedervereinigung in Sachen Bildungssystem meinen Kopf

Angefangen hatte es im März 1990 auf der CeBit - als ich mich auf einem Stand ("Chancen 2000") mit einem jungen Mann unterhalten hatte der sein Abi gerade in Hessen machte.
Als ich ihm meine Prüfungsfächer für das Abi auflistete meinte er doch glatt ich hätte ZWEI Abiture gemacht.

Einige Jahre später unterhielt ich mich mit einer Bekannten - die in Aachen an der dortigen Uni/Hochschule INg.-Wesen studierte...
..sie hatte massive Probleme weil sie KEIN Mathe in der Abiturstufe hatte - Leistungskurs abgewählt.
Ich war fassungslos - wie man da überhaupt auf die Idee kommen konnte ein Ing.Studium aufzunehmen.

@Trautsich, " Und es ist auch

@Trautsich, " Und es ist auch nicht gerecht, wenn alle Klassen die gleiche Klassenarbeit schreiben müssen, obwohl sich eine Klasse (oder der Lehrer) mit dem Stoff schwerer tut, und mehr Zeit benötigt."

Sehe ich anders, aus eigener Erfahrung. Bei uns an der Schule wurden die Ansprüche so weit runtergesetzt um ja jeden einzelnen Schüler mitzunehmen. Das hatte zur folge das Rahmenpläne nicht umgesetzt worden sind da es ja nicht sein darf das jemand sitzen bleibt.
In der 10. Klasse bin ich in eine Schule in einem anderen Bezirk gewechselt und ich hatte so derbe Defizite das war schon nicht mehr lustig, ich habe ein halbes Jahr zuhause zusätzlich lernen müssen um nur den Stoff aufzuholen der mir in der anderen Schule aufgrund des herabsetzen des Niveaus verwehrt geblieben ist. Ein gewissen Standard und Anspruch sollte man schon haben sonst kommt nämlich genau das bei raus was jetzt öfters passiert...
Google -> "Defizite bei Schulabgängern" - Viel Spaß beim lesen.

Re : TrautSich !

Es geht um das gleiche Recht und die gleichen Möglichkeiten an Chancen, die eben in den einzelnen BL teils doch erhebliche Unterschiede aufweisen. Egal ob arm oder reich, sollten alle Kinder die Chancen erhalten, teils mit zusätzlichem Unterricht und teils mit Motivationshilfe verschiedener Art, damit eben nicht zu viele auf der Strecke bleiben.
Und es sollte nicht sein, dass ein BL meint, es habe die besten Schüler/innen und die besten Ergebnisse. Wenn jedes BL seinen eigenen Senf veranstaltet, kann dies nicht förderlich sein für eine Gleichberechtigung und Gleichbehandlung sowie gleiche Chancen. E$s sollte auch nicht danach gehen, zu großen Wert auf die Bewertung zu legen und regelrecht einen sportlichen Wettkampf daraus zu machen, in welchem BL die besten Schüler/innen leben, sondern so viele wie möglich mit zu nehmen für eine wirklich gute Ausbildung und gute berufliche Chancen, um eine bessere Zukunft zu gewährleisten. Je weniger auf der Strecke bleiben, um so besser !!!

13:28 von Carlos12

Stimmt, der Sohn der Akademikers kommt mit der 3 aufs Gymnasium und der Sohn des türkischen Hilfsarbeiters kommt mit der 3 auf die Hauptschule.
.
es gibt keine Grundschulempfehlung mehr
also was soll das Beispiel dann ?

ohnehin sagte ich doch dass "ideologische" aus der Diskussion rausgehalten werden sollte

13:11 von Egleichhmalf

"Identische Prüfungen für alle durchzuführen ist nur dann fair, wenn auch der Unterricht für alle identisch ist."

.-.-.

Und wenn die Auffassungsgabe aller Schüler identisch wäre und wenn alle Eltern identisch wären.
Und wenn alle Lehrer identisch wären.

Auf der einen Seite sympathisiere ich mit Ihrer Aussage - weil sie den Finger in die Wunde legt:
Notengebung ist womöglich fatal, reines Leistungsdenken auch.

Auf der anderen Seite holen viele Schüler - wenn nicht die meisten - ihr Können im Internet oder anderswoher.

Sie sind auf die Qualität der Lehrer - auf die didaktische und die menschliche - nicht angewiesen, und ich sage: Gott sei Dank.

Es wäre schon viel getan, wenn die Notengebung von charakterisierendem Text abgelöst werden würde.

Tun auch schon viele Lehrer, aber am Ende müssen Sie sich halt zusätzlich für eine Note entscheiden. Noch.

um 13:22 von Heilprakt. verbieten

"Indoktrination? Deutschland ist doch nicht China oder Nordkorea."

Wer meinen Kommentar verstehen will, wird auch sehr deutlich erkennen, dass ich dies in keinster Weise behauptet habe!
Aber die Intention nach dem 2. Weltkrieg war tatsächlich, die Bildungshoheit in mehrere Hände zu legen, um eine politisch motivierte Erziehung zu funktionierenden Parteigenossen zu verhindern. Aktuell besteht diese Gefahr nicht, aber Zeiten können sich ändern, schauen Sie zu den USA. In manchen Staaten wird die Auffassung der Bibel gelehrt, da hört man nichts von Darwin, schlimm genug, aber gut, dass man es dort nicht zentral festlegen kann. Der Status Quo ist niemals sicher, daher sind Sicherungsmechanismen, die radikale Festlegungen verhindern, oder zumindest erschweren, sehr bedeutend.

@latinist 13.10

volle Zustimmung! Offenbar wissen Sie aus der Praxis um die Zusammenhänge. Wer Deutschland und seine Politiker kennt, weiß, dass es im Zweifel immer um Absenkung der Anforderungen geht, niemals um höhere Bildung. Die ewig letztplatzierten würden doch niemals Schwächen ihres Bildungssystems einräumen und Anstrengungen unternehmen, um besser zu werden. Da redet man sich doch lieber die Schwächen schön. Weniger Leistungsdruck, andere Werte, blabla...

@Leipzigerin59, 13:30


Meiner Meinung nach müssen Lehrpläne (MINT) abgespeckt werden, um mehr zu vertiefen, zu üben und logisches Denken zu trainieren
Dann muss man bestimmte Formeln
nicht mehr auswendig lernen, sondern kann sich diese auch schnell herleiten.

Dazu von mir ein klares "Jein". Bestimmte Begabungsitems kann man durch Üben und Trainieren so gut wie gar nicht verbessern, bzw. nach Üben und Trainieren ist der Leistungsunterschied zwischen mehr und weniger Begabten genauso groß wie vorher.
Was ich sofort unterschreibe ist der Ansatz, in der Bildung die Schwerpunkte von Wissen in Richtung Fähigkeiten zu verschieben. Schon alleine, weil Wissen heute eine sehr geringe Halbwertszeit hat, Fähigkeiten hingegen ein Leben lang nutzbar sind. Mein Anspruch in der Lehre war genau dieser.
Btw, auch ich bin bestürzt, wie hier herablassend (und fern aller Fakten) bestimmte Bundesländer einfach als Vollversager in der Bildung dargestellt werden. Bei Ihnen, @Sisyphos3, war mir das allerdings klar.

@Miauzi

äh - was hat der beschriebene Fall bitte mit Föderalismus zu tun? Bei einem Wechsel innerhalb derselben Schule macht es keinen Unterschied, ob das Land oder der Bund für Lehrpläne verantwortlich ist.
Und wenn unterschiedliche Lehrbücher den Wechsel verhindern, dann stimmt was in den Köpfen nicht. Bei einem Wechsel der Schule oder Schulart wird es immer wieder vorkommen, dass die Klasse, in die man wechselt, im einen Fach weiter, im anderen Fach weniger weit ist und dass im Sinne der Lehrmittelfreiheit unterschiedliche Bücher verwendet werden.
Das sollte aber ohnehin nebensächlich sein. Wir müssen weg von der Vorstellung, dass es in der Schule um das Einpauken irgendwelcher fester "Fakten" geht (in den Naturwissenschaften sind viele Lehrer ohnehin nicht auf dem aktuellen Stand), sondern um grundlegende Fähigkeiten: Recherchieren, Lernmethoden, Diskutieren und Darstellen, Quellen beurteilen, analytisch denken. Die Diskussion um Lehrpläne hilft da nicht weiter.

13:34 von Leipzigerin59

wohin soll so ne Diskussion jetzt führen ?
"Anstand, Empathie, Demut, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit, Weltoffenheit ."
das gehört zur Grundausstattung des Menschseins
hier geht es um Bildungsinhalte

länderübergreifend -> mehr Lernmotivation

Ein länderübergreifender Lehrplan für bis zum Abi

Genau dieses Wissens-Paket, DAS Paket, von dem sie dann wissen, dass es von ihnen für die Welt da draußen, in ganz D, verlangt wird, gibt in zweifacher Hinsicht mehr Motivation:

1. .. weil für sie die Wahrscheinlichkeit, dass das, was sie gerade lernen sollen, alle in ganz Deutschland wissen, größer ist. Es ist doch dann wie bei uns, wenn wir die tagesschau lesen/sehen, weil wir wissen wollen, über was die anderen informiert sind.
2. .. weil sie sich sicherer sein können, dass in der späteren Weiterbildung die anderen aus anderen Bundesländern das auch drauf haben, also noch mehr vorausgesetzt wird, und eine bessere Grundlage zur Zusammenarbeit bietet.

13:39 von Forfuture

bedenklich
wobei ich kein Problem mit der Schöpfungsgeschichte der Protestanten habe
solange sie in Religion gelehrt wird und nicht in Biologie

ifo

Das ifo-Institut macht gern Politik mit Umfragen oder jedenfalls mit deren Veröffentlichung.
Eine Umfrage sagt aber nichts über die Realität aus, nur über die Meinung der Befragten - und die wird durch die Art der Fragestellung wie auch durch vorangegangene Umfragen und andere Meinungsäußerungen stark beeinflusst.
Wenn es um Schulbildung geht, sollten wir uns aber nicht von Meinungen leiten lassen, sondern allein von wissenschaftlichen Fakten.

13:26 von Totengräber

«Die Polizei führt Bewerbertests für Anwärter für den höheren Dienst durch. Die Aspiranten haben durchweg Abitur. Das "Diktat" im Eignungstest besteht aus einem Lückentext, in dem max. zehn Wörter einzutragen sind. Trotzdem gibt es Durchfaller! Praktizierende Analphabeten mit (trotz?) Abitur.»

"Analphabeten" wohl eher nicht.

Aber "Legastenie" als ausgeprägte Schwäche im Lesen & Schreiben ist (viel) weiter in der Bevölkerung verbreitet, als dies "landläufig" bekannt ist.

Sagt aber gar nichts über Intelligenz, Allgemeines Wissen, Auffassungsgabe in allen anderen Bereichen aus. Außer im Sprachunterricht (Deutsch / Fremdsprachen) an Schulen ist ja nicht Rechtschreibung DAS einzige Kriterium, das Wissen & Kenntnisse bestimmt.

"Piolokie hat mich imma sähr inderesiert".
Ist Orthographie des Grauens.
Aber Sie verstehen, was ich schrieb & sagen will.
Und wenn ich Inderese hatte, dann wais ich auch was über Pio.

Jeder möge sehr froh sein, der diese Probleme mit Legasthenie nicht hat !

Re latinist !

Diese unterschiedliche Handhabung der einzelnen BL wird aber leider nicht allen Kindern gerecht, und genau darum geht es aber. Wenn in den Ländern die Kinder unterschiedlich gefördert und gefordert werden, bleiben die, wo die Regeln und Vorgaben lascher sind, auf der Strecke, oder haben deutlich schlechtere Karten. Bayern mag ein gutes System haben, dafür hinkt NRW deutlich hinterher, und das sollte so nicht sein.
Erst einmal sollte die grundsätzliche Bildung und Ausbildung im Vordergrund stehen, und genau diese sollte überall gleich sein. Also sollte es grundsätzlich egal sein, wo ich ein Abi mit einer Eins beende, oder mit einer Drei von de Hauptschule abgehe. Auch sollte es an allen Schulen, die gleichen Angebote geben, und dann je nach geistigem Vermögen des Schülers oder der Schülerin die Wahl bestehen. Und es sollte überall die gleichen Förder- Möglichkeiten für alle Kinder, ob arm oder reich geben. Ich bin gegen diesen Wettkampf- Gedanken, den bei dem gibt es zu viele Verlierer.

13:37 von Traumfahrer

"Egal ob arm oder reich, sollten alle Kinder die Chancen erhalten, teils mit zusätzlichem Unterricht und teils mit Motivationshilfe verschiedener Art, damit eben nicht zu viele auf der Strecke bleiben."

.-.-.

Man kann die Strecke aber auch neu ausmessen.

Müssen denn all die so unterschiedlichen Individuen - mit unterschiedlichen Begabungen und Neigungen - alle auf das Gleiche hin getrimmt werden?

Zugegeben, es ist schon viel besser geworden als zu meiner Schulzeit:

die Schüler können heute viele Fächer vor dem Abitur abwählen.

Trotzdem:
Schule hat - in meinen Augen - keineswegs den Auftrag, viel STOFF zu vermitteln, sondern einzelne Fähigkeiten zu TRAINIEREN.

13:43 von frosthorn

Btw, auch ich bin bestürzt, wie hier herablassend (und fern aller Fakten) bestimmte Bundesländer einfach als Vollversager in der Bildung dargestellt werden. Bei Ihnen, @Sisyphos3, war mir das allerdings klar.
.
wenn man nen Quervergleich macht über die Bundesländer
nicht nur bildungsmässig
könnte man durchaus zu entsprechenden Schlußfolgerungen kommen

@13:38 von Sausewind

„Auf der anderen Seite holen viele Schüler - wenn nicht die meisten - ihr Können im Internet oder anderswoher.

Sie sind auf die Qualität der Lehrer - auf die didaktische und die menschliche - nicht angewiesen, und ich sage: Gott sei Dank.“

Ich fürchte, dass das nicht so absolut zutrifft. Ich bin selbst zwar kein Lehrer, unterrichte als Prof. an einer Uni aber streckenweise auch (meist macht man natürlich eher Forschung): selbst von den dort doch einigermaßen selbständig arbeitenden Studierenden tun sich nach meiner Erfahrung viele (speziell die etwas ‚Schwächeren‘; die Überflieger haben da keine Probleme) recht schwer damit, wenn sie - wie gerade jetzt in Corona-Zeiten - komplett ohne ‚normale’ Vorlesungen den Stoff erarbeiten sollen. Es erfolgt irgendwie eine Kontrastverstärkung: die ‚Guten‘ werden noch besser, die ‚Schwachen‘ noch schlechter.

@ harry_up

Natürlich kann im Jahr 2030 nicht der Lehrplan aus dem Jahr 2000 gelehrt werden und natürlich muss es Fortschritt sowohl in den Inhalten als auch deren Vermittlung geben.

Aber wenn wir mal ehrlich sind - wie oft wurde in den letzten Jahrzehnten eine bildungspolitische Sau nach der anderen durch Dorf getrieben, ohne dass dies Sinn gehabt hätte?

Ich erinnere nur an das berühmte Schreibenlernen nach Hören, das ja mittlerweile zum Glück wieder fast komplett eingestampft wurde.

Es werden immer wieder Experimente gestartet, ohne zu berücksichtigen, dass deren (Miss)erfolg für manche Schüler gravierende Auswirkungen haben kann, insbesondere, wenn es an der Grundschule stattfindet.

Ich glaube nicht, dass es am Fortschritt scheitert, sich abzustimmen und einheitliche Regelungen zu finden, sehr wohl am an dem Willen der BL, Kompetenzen abzugeben

Vergleichbarkeit von Schulleistungen

"Die Experten des ifo-Instituts bewerten es als besonders schwierig, die einzelne Schülerleistung in den Bundesländern miteinander vergleichbar zu machen."

Das wäre wirklich schön, wenn man Schulleistungen verschiedener Schüler miteinander vergleichbar machen könnte. Das ist Meinung nach aber überhaupt nicht möglich. Ich selbst hab erlebt (und gehe davon aus, das es auch viele anderen ähnlich passiert ist) dass im Parallelkurs gute Noten sehr viel einfacher zu erlangen war. Bei uns war die beste Note 9 Punkte (3+)im Kurs war, im Parallelkurs die schlechteste Note 8 Punkte, obwohl bei uns einige waren, deren Leistungskurswahl Chemie war. Dieser Ist nur aufgrund fehlenden Zuspruchs nicht zustande gekommen. Dafür war unser Unterricht viel interessanter, da nicht nur reines Auswendiglernen).
Vergleichbarkeit der Leistung durch Noten ist schon innerhalb einer Schule sehr schwierig. Da wird auch eine Zuständigkeit des Bundes nicht helfen.

#Sei lieber Teil der Lösung, als Teil des Problems#

@latinist

Der Schwierigkeitsgrad von Aufgaben ist keine objektive Größe. Schon deshalb muss ich Ihre Behauptung zurückweisen, dass einige Bundesländer sich die leichten Aufgaben aussuchen würden.

Re : Sausewind !

Nein, ich denke nicht daran alle auf das Gleiche hin zu trimmen, sondern den Kindern überall versuchen die "gleichen" Möglichkeiten zu bieten. Natürlich gibt es unterschiedliche Neigungen und Begabungen, aber es sollte genau die in allen BL´s auch dementsprechend beachtet und gefördert werden, um eben so wenige wie möglich zu "vergessen". Sicher es wird überall solche geben, die nicht wirklich gewillt oder fähig sind, weiter zu denken, sich helfen zu lassen, oder sich nicht helfen lassen dürfen.
Aber je besser, attraktiver und vielfältiger die Möglichkeiten überall sind, umso mehr sind Kinder auch zu erreichen, und umso mehr Kinder können mit genommen werden.
Ich habe es selbst erlebt, wie Kinder nicht wirklich gefördert und einfach vergessen wurden, und diese dann resignierten. Da wäre es mehr als hilfreich gewesen, wenn mehr Gemeinsinn und Gemeinschaft gefördert worden wäre. Wettkampf sollte nur auf den Sport fokussiert bleiben und auch da fair bleiben !!!

13:01 @frosthorn

"Beim Übergang zum Bologna-Studium habe ich einen massiven Qualitätsverlust in der Bildung beobachten können, Bulimie-Lernen war angesagt, Grundlagenwissen wurde vernachlässigt bzw. bequemerweise gleich als vorhanden vorausgesetzt. ... "

Ich stimme Ihnen zu.
Das Bulimie-Lernen kommt doch schon durch die Abiturstufe.

Wenn das Fundament aus Wissen und vor allem Fähigkeiten nicht fest ist (Abitur) kann das Dach (Bologna-Studium) nicht funktionieren.

Wenn man in der Bachelorphase Grundwissen Mathematik etc. wiederholen muss, statt sich auf die eigentlichen Studieninhalte zu konzentrieren, reichen eben
die 6 Semester nicht, da wurden Inhalte zusammengedrückt oder gestrichen (FH).

Zum Teil hatte der Informatikunterrichtan Schulen mehr Schaden angerichtet als genützt.

Hier gehört ein einheitliches System hin

von baumgart67 @
Dann aber nur das höhenwertigere.

Wollen Sie das wirklich?

von LupintheIII @
Ja.

Wie soll Schule aussehen?
So wie in Bayern und besonders nicvht so wie in Berlin oder Bremen.

13:23 von harry_up / "Bildungsreform von Grund auf"

«Da ich auch das Vergnügen hatte … in der … Richtlinienkommission für BIO NRW mitzuarbeiten, welche die Bildungsinhalte in diesem Fach von der 5. bis 13. Klasse festgelegt hat … wie zäh es schon in diesem vergleichsweise kleinen Bereich des Schulunterrichts war, eine Stoffabfolge für die Oberstufe festzulegen - samt vieler denkbaren Alternativen.»

Sicher ist das nicht einfach … bis "zäh". Aber "Bildungsinhalte" muss man ja auch nicht alle 2 Jahre grundlegend neu formilieren in dem, was zu lernen an Schulen sinnvoll sei. Sich weiter entwickelnde Erkenntnisse gibt es in fast allen Fächern immer. Am wenigsten deutlich wohl in Mathe.
Wenn nötig, kann man ja "überarbeiten".

In Ländern in Asien, die CHN-Schrift verwenden (CHN / JAP / KOR).
Sind Lehrpläne auch deswegen so konkret & strukturiert, weil es bis nach Klasse 9 je ± 2.100 der Zeichen zu lernen gilt. Klasse für Klasse mehr.

口田四石右中虫足名目貝見男町円雨一二三十七九力下千子手年字学上土王五正生立左空金木森休花校村林本糸赤気川山出小水文女夕竹先日白百早車音草青耳月人火大犬天入八六。

Die ersten 80 / Kl. 1.

13:49 @schabernack

》... Analphabeten mit (trotz?) Abitur.»

"Analphabeten" wohl eher nicht. ...《

Nach dem Abitur wohl nicht.

Doch auch das Analphabetentum mit seinen 3 oder mehr Ausprägungen sollte nicht unterschätzt werden. Meine Tochter hat dazu ihre Diplomarbeit geschrieben (Kosten für die Wirtschaft, u.a.)
Ich war über das Ausmaß erstaunt bis erschrocken.

Wettbewerb

Bildungssysteme gehören immer auf den Prüfstand und müssen im internationalen Wettbewerb bestehen können, wenn wir auch in Zukunft den Wohlstandsstaat erhalten wollen. Der BaWü Ministerpräsident Kretzschmann ist kürzlich wieder für das föderale Bildungssystem eingetreten, weil der Wettbewerb unter den Bu-ländern zu besseren Ergebnissen führen soll.
Wo stehen wir wirklich? Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand (ich lass mich hier gern korrigieren), liegen wir intern. nur im Mittelfeld.
Das reicht m.E. für die Zukunft nicht. Ich schaue gern nach China. China hat z.B. doppelt soviel Studenten an den Unis wie D und die USA zusammen. Was sagt uns das? Nicht nur, dass China ein Vielfaches an Bevölkerung hat. Den zynischen Begriff der „verlängerten Werkbank“ könnten die Chinesen bald auch verwenden- nur in der anderen Richtung. Bildung ist eine ganz wichtige Basis, deshalb muss auch das föderale System auf den Prüfstand.

sondern einzelne Fähigkeiten zu TRAINIEREN?

von Sausevind @
und Sie glauben damit werden wir im System der Weltländer unseren Platz halten können?

Ich bin sicher das die Länder die mehr von Ihren Schülern und Elteren fordern uns noch schneller und weiter zurückfallen lassen.

Wer auf Einhaltung von demokratischen Entscheidungen und Regeln freiwillig und ohne Begründung aus idiologischen Einstellung verzichtet (FFFs) sorgt für den weitern schnellen abstieg.

@ Carlos12

... der Sohn der Akademikers kommt mit der 3 aufs Gymnasium und der Sohn des türkischen Hilfsarbeiters kommt mit der 3 auf die Hauptschule.

Nein, beide kommen mit der 3 aufs Gymnasium, nur ob sie Abitur machen, das steht auf einem anderen Display.

13:57 von Egleichhmalf

@13:38 von Sausewind

In den Fächern Mathe und Deutsch bekommen die Schüler der Mittel- und Oberstufe haufenweise Zettel mit nach Hause, die sie zu Hause bearbeiten sollen.

Da steht der Stoff drin, der NICHT in der Schule bearbeitet wurde, sondern den sie sich zu Hause selber erarbeiten sollen.
Und der dann in der Klausur abgefragt wird.

Da empfehle ich immer yourube, wo zumindest in Mathe der Stoff idiotensicher von kompetenten Lehrern erklärt wird.

@ Totengräber - Prüflinge zu Tode gelangweilt

Das "Diktat" im Eignungstest besteht aus einem Lückentext, in dem max. zehn Wörter einzutragen sind. Trotzdem gibt es Durchfaller! Praktizierende Analphabeten mit (trotz?) Abitur.

Wer Abiturienten mit Lückentexten langweilt, sollte sich nicht wundern, dass die den Kokolores nicht mitmachen. Da ist man sich ja schon sicher, dass das nicht der richtige Beruf sein kann.

13:52 @ Sausevind ... Abwählen

" ... die Schüler können heute viele Fächer vor dem Abitur abwählen. ... "

Ich halte genau das für einen Fehler. Im Studium und später im Leben und im Beruf kann man auch nicht mehr abwählen, was einem nicht gefällt.
Da muss man sich durchbeißen.

Wenn man außerdem das falsche Fach abwählt, kann das schon beim Studium mächtig auf die Füße fallen.

Besser hielte ich ein ausgewogeneres
Maß an Inhalten in allen Fächern, nur das nicht alle benotet werden.

Es geht doch um Allgemeinbildung und nicht hoch spezialisiertes Wissen.

omg

Kommt dieses evl. daher, daß an der Bildung so viel kaputtgespart wird? Bildung wirft halt keine RENDITE ab! Und zur gleichen Zeit gewaltige "Rettungsmaßnahmen" für die Wirtschaft? Für Zinsen, Renditen, Dividenden?

Die dann sofort an die Aktionäre ausgeschüttet werden, Und im nächsten Jahr, wenn es denn mal schlecht läuft, ist kein Geld mehr da und der Steuerzahler muß mal wieder einspringen.

Ja, das Bildungssystem ist ein Fass ohne Boden. War aber schon immer so. Aber da muß ja nur der Ablauf optimiert bzw. gleich privatisiert werden?

Und das nur, weil, die keine Renditen erwirtschaften?

Da kenne ich aber noch ein paar Bereiche:

* Polizei & Feuerwehr
* Justiz (war gestern gerade Thema auf tagesschau.de)
* Gesundheitswesen
* Wasser- & Energieversorgung
* Infrastruktur/ Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
* Umwelt-/ Katastrophenschutz+THW
* Stadtreinigung/ Müllabfuhr

Einheitliche Systeme

Natürlich, in DE sollte es einheitliche Bildungs- Systeme für Grundschulen bis zum Gymnasium -mit Spielräumen- geben, aber keine einheitlichen Ferienzeitpunkte, da unnötige Staus zu vermeiden sind.
Und nicht alle gleichzeitig in U gehen können.

Orientieren sollte man sich am anspruchsvollsten System, es sollte jedoch zuerst eine auf die Zukunft ausgerichtete Bildungsreform notwendig sein.

Fächer wie emotionale Intelligenz, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Computertechnologie uvm. zumindest als AG angeboten werden.

Besonderheiten sind jeweils möglich durch Förderschulen, Privatschulen oä.

Es besteht keinerlei Grund, dass nicht alle Schüler nach einem gleich Guten System lernen sollen. Vielfalt ist hier in Details zu sehen, Grundsätzliches muss nicht neu erfunden werden, hier kann viel gespart werden.

Es gibt wenige, die aufgrund einer Schule umziehen, eher schwierig Ist es für Umziehende, dass die armen Kinder völlig andere Fächer und Lernstände haben, ein Abi aus Bremen nichts gilt.

13:45 @ Sisyphos3

" ... das gehört zur Grundausstattung des Menschseins ... "

Das beherrscht man schon als Baby,
klar.

Ich vermisse diese Grundausstattung leider bei einigen Menschen (sehr stark)

Oh ja, der Bund kann alles besser

Das erste Projekt, an dem sich der Bund an Schulen engagiert, ist die Digitalisierung. Und die läuft ja wirklich so gut. Da kann ich gut verstehen, daß man noch mehr Dilletanz vom Bund will.

@ Sausevind

In den Fächern Mathe und Deutsch bekommen die Schüler der Mittel- und Oberstufe haufenweise Zettel mit nach Hause, die sie zu Hause bearbeiten sollen.

Nennt sich Hausaufgabe für alle, die sich noch an die Schulzeit erinnern.


Da empfehle ich immer yourube, wo zumindest in Mathe der Stoff idiotensicher von kompetenten Lehrern erklärt wird.

Mind. 80% davon sind aber völlig unbrauchbar und YouTube macht natürlich keine Filterung.

@14:30 von Sausewind

„Da empfehle ich immer yourube, wo zumindest in Mathe der Stoff idiotensicher von kompetenten Lehrern erklärt wird.“

Da will ich Ihnen nicht widersprechen. Das Internet kann beim Lernen schon sehr hilfreich sein. Man sollte nur die Leistungen von Lehrern nicht unterschätzen - auch wenn Edward Gibbon einst schrieb: "Die Kraft der Lehre ist selten von großer Wirksamkeit, außer unter jenen glücklichen Umständen, wo sie beinahe überflüssig ist." ;)

Schlussendlich sind's die Tüftler

mit Lötstation, Oszi und Drehbank die innovativ sind. Und die kloppen vorzugsweise das ganze Geschnirkse von Differentialgleichungen & Co. aus dem Studium in die Tonne um den Kopf frei zu kriegen für die wirklichen Aufgaben.

@ 12:11 von frosthorn

„Allerdings bin ich auch bekennender Gegner jeder Art von übertriebenem Zentralismus.“

- oder geht es Ihnen nicht eventuell, um die Autonomie der Universitäten ?

Jeder Schüler kann ja seine persönlichen Lieblingsthemen nach Lust und Laune ausbauen,
auch wenn es einen gemeinsamen Grundstock gibt,
der dann auch gesellschaftlich mehr zusammen bringt.

Die wichtigere Diskussion: Inhalte

Die meisten von uns werden die Erfahrung gemacht haben, dass sie nur einen Bruchteil des Schulwissens je wieder benötigt haben. Natürlich brauchen wir ein gut gefächertes Grundwissen, keine Frage, aber die Herausforderungen der nahen Zukunft liegen nicht in dem Vermitteln der in den 60er und 70er Jahren festgelegten Standards, die der damaligen Wirtschaft dienlich waren. Ich werde jetzt wieder Schnappatmung auslösen: Die wichtigsten, aktuell nicht, oder nur am Rande gelehrten Inhalte sind: wie können wir dauerhaft und nachhaltig auf diesem Planeten überleben und welche Philosophie wollen wir unserem Leben zugrunde legen. Wer sich über die Art wie man leben will im klaren ist, oder zumindest zu dieser Selbstfindung hilfreiche Modelle, eben Lebensphilosophien vermittelt bekommt, wird ganz von alleine mit Fleiß und Engagement an seiner Ausbildung arbeiten. Bald wird die Wirtschaft die konkurenzfähigste sein, die Bedürfnisse nachhaltig und umweltverträglich befriedigen kann.

@ stupid at first - aber trotzdem bitte fair

Oh ja, der Bund kann alles besser
Das erste Projekt, an dem sich der Bund an Schulen engagiert, ist die Digitalisierung. Und die läuft ja wirklich so gut.

Das liegt aber offenkundig nicht am Bund. Bitte fair und ehrlich bleiben.

14:32 @ Heilprakt. verbieten

Wenn die Prüflinge sich gelangweilt hätten, hätten sie nicht durchfallen müssen.

Ich habe vor einiger Zeit (wohl hier auf TS) gelesen, dass die Rechtschreibanforderungen für Polizeianwärter gesenkt wurden, damit man mehr bekommt.

Rechtschreibung, Grammatik lassen
bei so mancher Arbeit (Bachelor, Master) sehr zu wünschen übrig,
vor allem wenn sie mit Programmen wie LaTeX o.ä. geschrieben werden.

@Leipzigerin59 um 14:32

Sie schrieben: "Im Studium und später im Leben und im Beruf kann man auch nicht mehr abwählen, was einem nicht gefällt."

Ich denke, ganz so stimmt das nicht. Wer sich für einen Studiengang entscheidet, der wählt typischerweise damit bereits viel ab, was darin keine zentrale Rolle spielt. Wer z.B. Germanistik studiert, dem wird wohl keine Eulersche Zahl auf die Füße fallen. Auch den Beruf wählt man sich ja zumeist selbst - und damit wählt man in gewisser Weise auch diverse Inhalte und Voraussetzungen ab.
Beim Abitur als Studienvoraussetzung habe ich mich schon oft gefragt, weshalb bestimmte Fächer nicht abwählbar waren. Warum sollte jemand der beispielsweise keinen Sinn für Naturwissenschaften hat nicht ein grandioser Historiker werden können? Sollte aber das Abitur daran scheitern, so ist dieser Bildungsweg versperrt.
Die eigene Schwerpunktsetzung hat da durchaus Vorteile.
Im Übrigen sind in einigen Bundesländern derzeit weniger Fächer abwählbar als vor z.B. 30 Jahren.

Mehr Einheitlichkeit gewünscht...

Das Durcheinander bei der Bildung will laut ifo-Bildungsbarometer eine Mehrheit der Menschen in Deutschland beenden. 
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Wenigstens bei der Bildung sollte der Förderalismus bald ein Ende haben. Damit es egal ob in Bremen, Hamburg oder in Bayern endlich in Deutschland in allen Schulen das gleiche Leistungsnivue gibt's .

@spax-plywood, 14:42

Schlussendlich sind's die Tüftler
mit Lötstation, Oszi und Drehbank die innovativ sind. Und die kloppen vorzugsweise das ganze Geschnirkse von Differentialgleichungen & Co. aus dem Studium in die Tonne um den Kopf frei zu kriegen für die wirklichen Aufgaben.

Au weia. Als Entwicklungsingenieur zähle ich mich weißgott zu den "Tüftlern". Aber ich grenze mich auch deutlich davon ab. Googeln Sie mal "Monkey sort", eine typische Aufgabe für Leute mit Lötstation und Werkbank, die sich sicher sind, Differenzialgleichungen und ähnlichen "Geschnirkse" in die Tonne treten zu können. Die Astrophysiker würden wohl auch kaum Sonden zum Mars losschicken und dabei großzügig mit Pi = 3 rechnen.
Nö, also exakte Wissenschaft in den Elfenbeinturm zu verweisen oder gleich für überflüssig zu erklären, das kann's nun wirklich nicht sein.

@14:35 von Mika D

>> Fächer wie emotionale Intelligenz,
>> Gesundheit, Nachhaltigkeit,
>> Computertechnologie uvm. zumindest
>> als AG angeboten werden.

Mir fallen noch ein:
* Erste Hilfe
* Materialkunde/ Produktionsverfahren
* Hauswirtschaft
* Schulgarten
* u.v.m.

@ Forfuture

... aber die Herausforderungen der nahen Zukunft liegen nicht in dem Vermitteln der in den 60er und 70er Jahren festgelegten Standards, die der damaligen Wirtschaft dienlich waren. Ich werde jetzt wieder Schnappatmung auslösen ...

... nein, nur Lächeln.
Denn vieles von dem, was damals richtig war, ist es heute immer noch. In Mathe oder Physik mal auf jeden Fall. Und Goethe oder Brecht sind auch irgendwie immer noch relevant.

@14:42 von spaxplywood

„Schlussendlich sind's die Tüftler…mit Lötstation, Oszi und Drehbank die innovativ sind. Und die kloppen vorzugsweise das ganze Geschnirkse von Differentialgleichungen & Co. aus dem Studium in die Tonne um den Kopf frei zu kriegen für die wirklichen Aufgaben.“

Die Handwerker sind in der Tat extrem wichtig - aber ohne die Differentialgleichungen und „das ganze Geschnirkse“ gäbe es heute nicht mal einen Transistor - und wir könnten uns nicht so nett schreiben:)

14:32 von Leipzigerin59

@Sausevind:

«... die Schüler können heute viele Fächer vor dem Abitur abwählen. ...»

«Ich halte genau das für einen Fehler … Wenn man außerdem das falsche Fach abwählt, kann das schon beim Studium mächtig auf die Füße fallen. Besser hielte ich ein ausgewogeneres Maß an Inhalten in allen Fächern, nur das nicht alle benotet werden.»

In der praktischen Umsetzung (sehr) schwierig umzusetzen.
Wie es im Detail heute in welchem der 16 Bundesländer ist … weiß ich nicht.

"Zu meiner Zeit" von Abi in NRW (1984 / "Neusprachliches" Gymn. / Köln). Konnte man "Deutsch" nach Kl. 11 abwählen. Sofern man mind. 1 Fremdsprache als Leistungskurs hatte. Habe ich abgewählt. Nicht, weil ich es "schrecklich" fand. Aber weil 90% der ganz fürchterlichen Streber des Jahrgangs mit im Kurs drin saßen. Wat'n Glück, dass man konnte …

ESP nahm ich zusätzl. Auch wenn die Noten keinen Wert fürs Abi hatten. Waren sehr wenige, die so dachten.

Mathe hätte ich auch nach 11 drangeben können.
Wäre dumm gewesen …

@ Leipzigerin59

Wenn die Prüflinge sich gelangweilt hätten, hätten sie nicht durchfallen müssen.

Sind sie auch nicht. Sie sind vermutlich einfach gegangen. Falscher Film.

Einheitliche Prüfungen würden

Einheitliche Prüfungen würden schon viel helfen.

@ spax-plywood - auch die Theorie ist gleil

Schlussendlich sind's die Tüftler mit Lötstation, Oszi und Drehbank die innovativ sind. Und die kloppen vorzugsweise das ganze Geschnirkse von Differentialgleichungen & Co. aus dem Studium in die Tonne um den Kopf frei zu kriegen für die wirklichen Aufgaben.

Und noch geiler wäre es, wenn wir den Mut und die Voraussicht hätten, beides zuzulassen. Denn manche Probleme werden ohne die Leute mit den Differenzialgleichungen und den normierten Vektorräumen nicht geknackt.

@johnl

Sie beschreiben in ihrem Kommentar das andere Extrem. Sie haben vollkommen recht, so darf es auch nicht laufen.
Die Lehrkraft bewegt sich denke ich immer zwischen den Polen "Es soll möglichst keiner Sitzen bleiben" und "Es braucht auch die Exzellenz" und ich bin sicher dass jede Lehrkraft da auch andere Schwerpunkte setzt, ohne sich völlig auf eine Seite zu schlagen.

Schnüre ich jedoch ein zu enges zeitliches oder inhaltliches Korsett, so entscheidet quasi die Politik, ob es das eine oder das andere sein soll. Da habe ich persönlich mehr Vetrauen in die Lehrkräfte, da kriegt es sicher nicht jeder auf die Kette, aber ein paar gute Seelen reichen da ja. Es braucht auch bei den Lehrern solche und solche :)
Und der Lehrer braucht den Raum zu sagen: ich mache es anders als die anderen, weil es den Schülern besser tut.
Aktuell erlebt man in vielen Bundesländern dass mit Begründung Corona-Pandemie Lehrer gezwungen werden inhaltlich synchron vorzugehen.Ich hoffe, das verschwindet auch wieder

14:42 @spax-plywood ... Tüftler

So ganz ohne Wissen dürfte Herr Zuse auch nicht seine Wohnzimmerschrankwand 》 Z3 《
gebaut haben :-)

Bildung

Das Problem mit der Bildung ist doch, daß alle nach noch mehr Bildung rufen, aber eigentlich nicht wissen, was allgemeine Bildung ist. So benutzen die meisten den Bildungsbegriff derart, um dort ihre Inhalte von Weltsicht und Weltverbesserung einzubringen...vor allem die politischen Parteien in den jeweiligen Ländern mit ihren ideologischen Zukunftsvorstellungen. So wir Schule zum Spielball von ständigen Experimenten...und am Ende einigt man sich auf einen minimalen Rahmen für den bloßen Kompetenzerwerb. Das ist aber meilenweit von einem gemeinsamen Bildungskanon entfernt.

@ Egleichhmalf

Die Handwerker sind in der Tat extrem wichtig - aber ohne die Differentialgleichungen und „das ganze Geschnirkse“ gäbe es heute nicht mal einen Transistor - und wir könnten uns nicht so nett schreiben:)

Das ist eine kluge Bemerkung. Denn ich glaube, dass die Jungs mit dem Lötkolben kein Problem damit gehabt hätten, bis zum Ende aller Tage mit Elektronenröhren zu wurschteln.

Gleicher Stand

Es ist für mich schon lange nicht nachvollziehbar das in jedem Bundesland ein eigenes Süppchen gekocht wird!
Das fängt bei er Bildung in den Schulen und den Unis an und geht weiter was auch Corona angeht.
Es sollte ein hoher Standard sein auch wenn nicht jeder ein Abi schafft wie es die linken Parteien Linke, Grüne und SPD wollen.

Man braucht sich doch nur mal mit Professoren zu unterhalten was das Wissen der Studenten anbelangt, da schütteln viele die Köpfe was z.B. die deutsche Sprache und Schrift betrifft.

Viele meinen das die Schüler schlauer werden wenn in einer Schule alles digital abläuft, einfach lächerlich!

@ Mika D

Fächer wie emotionale Intelligenz, Gesundheit, Nachhaltigkeit, ...

Sorry, da bin ich raus. Die Quasselfächer sind in der Schule nicht an mich ran gegangen.

14:48 von Leipzigerin59

«Rechtschreibung, Grammatik lassen bei so mancher Arbeit (Bachelor, Master) sehr zu wünschen übrig,
vor allem wenn sie mit Programmen wie LaTeX o.ä. geschrieben werden.»

Kenntnisse in korrekter Rechtschreibung werden allgemein geringer, seit es diese ganz grauenhaften elektronischen Helferlein: "Automatische Rechtschreibekorrektur" gibt. Fürchterlich … aber man kann diese Deppen ja auch abstellen … und zum Wasserholen in die Wüste schicken. Wenn man es denn will.

Kentnisse in korrekter Grammatik werden allgemein geringer, seit es die elektronischen Helferlein: "Übersetzungsprogramme" gibt. Prinzipiell bei allen Europäischen Sprachen untereinander immer geeignet, in > 95% aller Eingaben zur Übersetzung den Sinn des zu Übersetzenden nicht verfälschend wiederzugeben. Über die Grammatik in ± 50% der Fälle sei mind. Diskussion. Bis des öfteren Schweigen … bis mitunter Grauen.

Zwei Aspekte der Sprachvermittlung, die zur Zeit meiner Jugend …
bis dann Anfang der 2000-er gar nicht waren.

@ Michael O

Es sollte ein hoher Standard sein auch wenn nicht jeder ein Abi schafft wie es die linken Parteien Linke, Grüne und SPD wollen.

Wo ham Sie das denn aufgeschnappt?
Kann es sein, dass Sie das Wort Chancengleichheit völlig missverstanden haben?

12:29 von Nordbraut : Freiheit der ?Lehre

Abi sollte aber schon jeder Student haben oder ?

Man kann doch Hochschullehre _eines_ Faches
(Humboldprinziep : Teamwork zw Forschung und Lehre ec)
und Schule für _Allgemeinwissen_ nicht in einen Topf schmeißen.

Bildungskanon ade...

Versuchen sie es in der französischsprachigen Schweiz mal mit der deutschen Sprache...und das obwohl jeder Schüler Deutsch und Französisch auf den allgemeinbildenden Schulen gelernt hat....das Ergebnis ist, daß kaum ein Schweizer aus der Romandie in den schweizerdeutschen Norden zieht...umgekehrt schon öfter...jeder Kanton hat dort die Bildungshoheit und alle streiten sich ständig über die Lehrpläne.

@15:05 von Heilprakt. verbieten

>> Denn ich glaube, dass die Jungs mit dem
>> Lötkolben kein Problem damit gehabt
>> hätten, bis zum Ende aller Tage mit
>> Elektronenröhren zu wurschteln.

Sie meinten: "...mit dem
>> Lötkolben EIN Problem..."?

Also ich mag nicht auf den 'neumodischen Schnickschnack' verzichten, bis hin zu SMDs.

14:55@ Heilprakt. verbieten @ Leipzigerin59

Einfach gegangen?
Das können Sie nur denken, weil Sie nicht wissen, wie hart die Anwärter vor dem Eignungstest trainieren, damit sie genossen werden.

Nein!

Was soll das? Was soll mit den ganzen Bediensteten in den Bildungsministerien werden, was aus den Experten die in 12 oder 13 Jahren Schulbesuch die Schule kennengelernt haben und nun jedes Jahr eine neue Sau durch die Schulen jagen, was aus den Juristen und Ideologen, die laufend neue Schulgesetze und -reformen verabschieden, aus den Weiterbildnern und Quatitätsberatern. Was diese Fachleute aus unseren Schulen gemacht haben, durften gerade wir Ostdeutsche schmerzhaft spüren. Wir brauchen das nicht, aber es wird bleiben, so sicher, wie das Amen in der Kirche. Wir bezahlen seit Jahren teuer für Leute und Institutionen, die die Schulen systematisch beschädigen.

@ landart - ideologische Brille bitte absetzen

... um dort ihre Inhalte von Weltsicht und Weltverbesserung einzubringen...vor allem die politischen Parteien in den jeweiligen Ländern mit ihren ideologischen Zukunftsvorstellungen.

Mal halbang. Bei den Parteien, die auf Basis unserer freien Wahlentscheidungen derzeit in den Ländern regieren, kann man ja nicht wirklich von "Ideologie" reden.


So wir Schule zum Spielball von ständigen Experimenten...

Das erinnert mich an meine Schulzeit und einen wirklich tollen Physikuntericht.

@Michael O. 15.08

Man braucht sich doch nur mal mit Professoren zu unterhalten was das Wissen der Studenten anbelangt, da schütteln viele die Köpfe was z.B. die deutsche Sprache und Schrift betrifft."
Kann ich nur bestätigen! Es ist eben auch nicht Jede(r) für ein Studium geeignet, nicht mal fürs Abitur. Und es gibt in D so ein gutes duales System in der Ausbildung und so viele schöne Berufe, die keinen akademischen Abschluss voraussetzen. Lieber ein kompetenter Schreiner als ein überforderter Akademiker.

@14:50 von Hirnlego

"Wer sich für einen Studiengang entscheidet, der wählt typischerweise damit bereits viel ab, was darin keine zentrale Rolle spielt. Wer z.B. Germanistik studiert, dem wird wohl keine Eulersche Zahl auf die Füße fallen."

Mir ist eher auf die Füsse gefallen, dass ich als Schülerin noch gar keine Ahnung hatte, was ich eigentlich studieren will. So richtig ernst wurde uns das auch nie klar gemacht, dass wir uns in einem ziemlich "straight" ausgerichteten Bildungssystem befinden, in dem solche Entscheidungen sehr überlegt getroffen werden sollten. (Auswahl Leistungsfächer)
Deutsch und Physik als Kombination war wohl ziemlich irrwitzig von mir, doch ich war erstaunt wie leicht es später war mit einem dicken Buch in 3 Tagen Mathe nachzuholen und besser zu verstehen, als zuvor in der gesamten Schulzeit.

Der Irrsinn

Der Föderalismus in einem Kleinstaat wie Deutschland ist generell ein Unding. Die öffentlichenSchulen sind sog. Allgemeinbildende Schulen. Sie müssen dafür sorgen, daß die Staatsbürger in der Lage sind, gemeinsam die Aufgaben der Demokratie zu bewältigen. Sie brauchen daher eine einheitliche Mindest-Wissens-Basis. Damit ist das Urteil gesprochen : Föderalismus im Schulsystem ist Irrsinn.
Bei den Universitäten könnte man das anders sehen. Sie sind ja bereits in Fachbereiche aufgeteilt und es macht durchaus Sinn, wenn einzelne Universitäten Schwerpunkte bilden. Schon aus folgendem Grund : Immer schon war der Forschungserfolg von Universitäten stark abhängig von den Personen. Große Geister gibt es nicht unbegrenzt - durch die werden erfolgreiche Zentren erst möglich. Man denke an die Hoch-Zeiten der Physik und Göttingen. Es war einmal.

15:13 @schabernack

Was die kleinen Helferin definitiv nicht können, ist seine Erkenntnisse logisch, schlüssig auf (elektronische) Papier zu bringen.
Da wird mit den Präpositionen herum experimentiert und es ergibt einen falschen Sinn.

15:10 von Heilprakt. verbieten

«Fächer wie emotionale Intelligenz, Gesundheit, Nachhaltigkeit, ...»

«Sorry, da bin ich raus.
Die Quasselfächer sind in der Schule nicht an mich ran gegangen.»

Nicht verwunderlich.
Diese 3 Fächer gab es als ausdrückl. Schulfächer ja auch nie.
Gibt's auch heute weiterhin nicht.

"Quasselfach Mathe" war / ist für andere Schüler:
"Sorry … da bin ich raus."

Nicht, weil es grundsätzlich so doof ist, sich auch mal mit Zahlen zu unterhalten. Aber weil gar zu viele Lehrer, die Mathe (oder Physik) an Schulen lehren, so schrecklich wenig gut verstehen, Wissensvermittlung gerade in diesen Bereichen für Schüler auch interessant zu gestalten.

Kinder schon im Grundschulater sind begeistert, wenn man ihnen mit einfachen Hilfsmitteln zeigt, wie man im dunklen Zimmer einen Regenbogen an der Wand macht. Das Prisma + der Hand-Laser kosten keine 25 €.
Fragen fragen die Kinder dann von ganz alleine.

Wenn Sie "Emotionale Intelligenz" nie in der Schule lernten.
Dann müssen Sie das wo anders tun…

@ stupid at first

In Sachen Digitalissierung stellt der Bund lediglich Mittel zur Verfügung, die aber nicht bgerufen werden.

Mehr haben die Länder aus Angst vor Beschneidung ihrer Komptenzen gar nicht zugelassen.

Einheitliches

Bildungsniveau ist ok, aber bitte nicht auf dem Stand von Berlin oder NRW, besser Bayern oder Sachsen.

Aus dem Artikel

" ... Zur Zeit deutet sich keine politische Mehrheit für eine weitreichende Änderung der grundgesetzlichen Zuständigkeitsregeln ab. ..."

Warum kann die Politik sich nicht doch mal an solchen Umfrageergebnissen orientieren?
Darüber nachdenken?
Mitarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern als Ideensammlung anregen?

.

" ... Schon alleine die Finanzhilfe über
fünf Milliarden Euro im Digitalpakt Schule hatte zu heftigen Kontroversen im Bundestag und Bundesrat geführt. ..."

Ja klar, zum einem war das Paket mit finanziellen Forderungen an Länder die Länder verbunden,
zum anderen ist es mit
Geld bereitstellen und nun seht wie ihr klar kommt, nicht getan

Die Frage aller Fragen

Ich weiß jetzt nicht, in welches Fach man es legen sollte - von den Fremdsprachfächern mal abgesehen - aber das, was alle Schüler in jedem Fall und unter allen Umständen lernen müssen ist : FRAGEN ZU STELLEN und vielleicht noch ergänzend DEN MUT HABEN Fragen zu stellen. Denn nur um eine gestellte Frage herum kann sich Wissen wirklich effizient ansiedeln - so ist das Gehirn strukturiert. Erst wenn ein Lehrer Schüler dazu bewegen kann, wird sein Unterricht effizient. Und DAS hängt allerdings nicht davon ab, ob es nun ein föderales oder ein bundeszentriertes Bildungssystem ist.

@15:21 von Heilprakt. verbieten

Ich erinnere mich nur zu gut an die vielen
Streitigkeiten um die Gesamtschule oder dem Elternprotest in Hamburg, weil da die Grünen unbedingt die Axt an das Gymnasium legen wollten...da haben selbst die grünen Wähler nicht mehr mitgemacht...mit Bildungsinhalten und Schulformen die Ideen von Bildungsgerechtigkeit usw. bewältigen... letztlich kommt es natürlich auf die tollen Lehrer an...da haben sie nun wirklich recht.

15:13 schabernack 14:48 Leipzigerin59

Kenntnisse in korrekter Rechtschreibung werden allgemein geringer, seit es diese ganz grauenhaften elektronischen Helferlein: "Automatische Rechtschreibekorrektur" gibt.

Es gab oder gibt ja in der Grundschule die Methode Schreiben nach Gehör zu "erlernen", um die Kinder nicht zu demotivieren o.s.ä. Finde nicht, dass dies so eine gute Idee war, wenn sich Rechtschreibfehler dadurch einschleichen, die womöglich schwer wieder ab zu gewöhnen sind. Bei diesen Grundfähigkeiten bzw. -fertigkeiten bin ich doch eher für konservatives Lehren und Lernen.
Froh auch, dass ich keine Probleme mit dem Erlernen von Rechnen, Schreiben und Lesen hatte. Scheint heute problematischer zu sein. Eine Freundin arbeitet in dem Bereich.

War vielleicht ein wenig übertrieben

meine Stellungnahme aber sie basiert auf persönlichen Erfahrungen. Einen Oszillator kann man sich nach Schema F zusammenlöten. Mit Amplitudenstabilisierung ist das die praktische Lösung einer Diff. gleichung, bei der der Theoretiker einen Tag über dem Bode-Diagramm herumgrübelt und Laplace-herumtransformiert. Während Praktiker nach einer Stunde fertig ist. Ding läuft.

jaja - die reinen Praktiker

jaja - die reinen Praktiker die den "Theoretiker" immer überlegen sind
*stöhn*

Was für ein totaler Quatsch!
Wenn theoretisches und praktisches Wissen KEINE Synthese bilden dann gibt es in der Regel mit der "Entwicklung" ein Desaster!!

Wenn ich daran denke dass man bei der Konstruktion einer Gasturbine die Drehmomente höherer Ordnung - Achtung Differenzial-Gleichungs-Systeme - nicht beachtet - kann die einem schon mal beim Probelauf durchs Dach der Turbinen-Halle fliegen.

Entweder man kann es als Tüfftler selbst - also die nötigen Berechnungen - oder man geht zu einem Fachmann und legt ihm das Problem mit Bitte um Lösung vor.
Dazu muss man aber wenigstens kappiert haben das es solche Probleme überhaupt geben kann...
..und das verlangt eben ein breites Basiswissen in Sachen Naturwissenschaft, Technik und Mathematik!

@ spax-plywood

Während Praktiker nach einer Stunde fertig ist. Ding läuft.

Ding läuft? Da beginnt bekanntlich die Suche nach der Lösung erst.

@landart 16.14

ich erinnere mich gut- seither sind die Grün*innen von Anhängern zu vehementen Gegnern von Volksbefragungen geworden. Auch B-W ist nach zwei Legislaturen unter grüner Mehrheit bildungsmäßig regelrecht abgeschmiert. Vom Rest der Länder mit grüner Regierungsbeteiligung ganz zu schweigen. Wer da keinen Zusammenhang sieht hat selbst ein Bildungsproblem.

"Emotionale Intelligenz" ?

von schabernack@
Diese Begriffe kannt ich bis zur FFFs Kundgebung auch nicht. Aber ich bin mir sicher das die Kinder damit nie Ihren Alltag oder Ihre persönliche Altersicherung erarbeiten können.

Bei dem vielen Fragen:
Welche Rechte habe ich und warum gibts überhaupt Pflichten gebe ich Ihn recht.

16:15 @ Kaneel

" ... Gehör zu "erlernen", um die Kinder nicht zu demotivieren o.s.ä. ..."

Ich fide auch, dass das keine gute Idee war. Die Demotivation kommt, wenn die Kinder das falsch Erlernte korrigieren und neu lernen müssen ( " aber ich habe das doch so gelernt ...")

Für das Sächsische hätte ich mir
das nicht vorstellen wollen.
:-)

" ... Grundfähigkeiten bzw. -fertigkeiten bin ich doch eher für konservatives Lehren und Lernen. ..."

Ich auch, in der Grundschule benötigt man meiner Meinung nach keinen Rechner.

Warum das heute schwieriger ist, weiß ich auch nicht - ich bin auch dagegen, das alles nur auf Flüchtlingskinder zu schieben.

Mit meine Kindern haben wir vor der Schule so viel UNO gespielt, dass sie schon gut zählen und rechnen konnten.

16:15 von Kaneel

«Es gab oder gibt ja in der Grundschule die Methode Schreiben nach Gehör zu "erlernen", um die Kinder nicht zu demotivieren o.s.ä. Finde nicht, dass dies so eine gute Idee war, wenn sich Rechtschreibfehler dadurch einschleichen, die womöglich schwer wieder ab zu gewöhnen sind. Bei diesen Grundfähigkeiten bzw. -fertigkeiten bin ich doch eher für konservatives Lehren und Lernen.»

Allerdings bin ich das auch sehr.

So wie sehr gleich klingen Wörter gibt es im Deutschen ja gar nicht.

"Schlager", "Schläger", "Schlegel" und "Schrebergarten".
Nur nach Gehör lehren wollen. Schräger geht nimmermehr.

Da kann man nur sehr hoffen, dass keiner der Lehrenden eine Mundart … oder auch nur tagesbedingt undeutlich spricht. Oder der / die Lehrende nicht Österreicher/in ist, der / die das alles mit: "Schlagobers" verwechselt.

Sprache ist DAS Kulturwerkzeug des Menschen, das die Entwicklung zu dem Lebewesen, das er heutzutage ist, überhaupt erst möglich machte.

Man pflege gut … was wichtig ist !

16:39 @werner1955 .. "Emotionale Intelligenz" ?

Da irren Sie gewaltig.

Vermutlich haben Sie auch noch nichts von Sozialkompetenz gehört?

Beides benötigt man in allen Berufen, in denen man viel mit Menschen zu tun hat.
Vom Erzieher bis zum Manager.

@deutlich, 16:36

… Vom Rest der Länder mit grüner Regierungsbeteiligung ganz zu schweigen. Wer da keinen Zusammenhang sieht hat selbst ein Bildungsproblem.

Nett, dass Sie mir ein Bildungsproblem unterstellen. Was denken Sie: bin ich zu uninformiert oder zu dumm, um den Zusammenhang zu erkennen? Und durch welche Art Bildung könnte ich das wohl beheben? Ich habe studiert. Mehr geht glaube ich nicht.

16:39 von werner1955 / @schabernack,

«"Emotionale Intelligenz" ? …
Aber ich bin mir sicher das die Kinder damit nie Ihren Alltag oder Ihre persönliche Altersicherung erarbeiten können.»

"Emotionale Intelligenz" ist nichts anderes als die eigene Fähigkeit, im Umgang mit anderen Menschen "sozialverträglich" zu handeln.

Konflikte entschärfen, wenn sie entstehen. Besser noch, voraus ahnend zu spüren, wann in welchen Situationen Konflikte möglicherweise entstehen können. Das Große 1x1 von "Emotionaler Intelligenz".

In so gut wie allen Berufsfeldern, bei so gut wie allen Berufstätigkeiten hilft diese Fähigkeit sehr, auch finanziell besser "zu erarbeiten". Weil dieses Vermögen in kluger Art auch potentielle Karrierewege eröffnet, erleichtert, und fördert. Für jede Art der Mitarbeiterführung ist "Emotionale Intelligenz" ein sehr, sehr wichtiger Faktor. Kaum ein Oberster Chef will Unter-Chefs, über die sich Mitarbeiter ständig als "Trampel" beklagen.

Braucht der Selbständige Schmied alleine mit dem Hammer am Eisen nicht …

16:41 von Leipzigerin59 16:15 @ Kaneel

" ... Grundfähigkeiten bzw. -fertigkeiten bin ich doch eher für konservatives Lehren und Lernen. ..."

Ich auch, in der Grundschule benötigt man meiner Meinung nach keinen Rechner.

Bin ganz Ihrer Meinung. Ich glaube auch nicht, dass die Kinder diesen vermissen. Sie und @schabernack hatten sich vor einiger Zeit auch über die Relevanz von mit-der-Hand-schreiben ausgetauscht und die Auswirkung auf das Gehirn. Hoffe sehr, dass diese Kulturtechnik erhalten bleibt.

Warum das heute schwieriger ist, weiß ich auch nicht - ich bin auch dagegen, das alles nur auf Flüchtlingskinder zu schieben.

Probleme mit ADHS gab es auch vorher schon. Vielleicht tatsächlich durch den Medienkonsum.

Gruß von der Mitforistin
Kaneel :-)

@ Trautsich um 12.43 Uhr @ boecklin "...weitere Werte... "

"...denn es gibt auch weitere Werte, die gelehrt werden, auch wenn sie nicht durch Noten abgebildet werden: Anstand, Empathie, Demut, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit, Weltoffenheit - nur um einige zu nennen. Vielleicht setzen andere Bundesländer ja hier einen stärkeren Fokus." Glauben Sie das wirklich? Ihr Wunsch in Gottes Ohr!

Wollen Sie damit sagen, dass korrektes Lesen, Schreiben, Rechnen ... zwangsläufig mit dem Verlust sozialer Kompetenzen einhergehen muss?

Außerdem: Die von Ihnen angesprochenen Kompetenzen wurden bis vor einigen Jahren in den sogenannten "Kopfnoten" bewertet. Diese sind in den meisten Bundesländern abgeschafft worden. Ich finde das schade, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass SchülerInnen es sehr wohl zu schätzen wissen, wenn angemessenes Verhalten positiv bewertet und damit anerkannt wird.

Einheitlichkeit nach dem Vorbild Sachsens,

oder auch Bayerns ist unbedingt notwendig, zusätzlich zur Ganztagsbetreuung für alle.
Bevor ich von Berlin nach Ba-Wü kam war ich eine der Besten in meiner Klasse in einem strengen, eher elitären Gymnasium. Ich hätte das Abi dort leicht mit 1 geschafft. Ich kam nach Ba-Wü an ein ganz normales Dorf-Gymnasium und fiel zurück auf 3 bis 4. Warum? Weil ich in Berlin nichts gelernt hatte. Mit meinem 2,5 Abi konnte ich vieles nicht Studieren wegen des NC. Hätte ich in Berlin Abi gemacht, hätte ich jedes Studienfach mit NC belegen können. Gleicher Mensch, ungleiche Chancen.
Alle müssen dasselbe lernen und dasselbe Zentralabi machen. Maßstab müssen die besten Schulsysteme sein, nicht die schlechtesten, denn Bildung hat eine Schlüsselfunktion für Fortschritt.
UND, ganz wichtig ist, die Kinder müßten bereits vom ersten Tag an Geld dafür bekommen, zur Schule zu gehen. Erst kleinste Beträge, dann höhere. Mit dem Geld dürfen Sie machen was sie wollen. Das würde Schulschwänzen uninteressant machen.

16:45 von schabernack 16:15 von Kaneel

Da kann man nur sehr hoffen, dass keiner der Lehrenden eine Mundart … oder auch nur tagesbedingt undeutlich spricht. Oder der / die Lehrende nicht Österreicher/in ist, der / die das alles mit: "Schlagobers" verwechselt.
Sprache ist DAS Kulturwerkzeug des Menschen, das die Entwicklung zu dem Lebewesen, das er heutzutage ist, überhaupt erst möglich machte.
Man pflege gut … was wichtig ist !

Tatsächlich habe ich leichte grammatikalische Schwächen, die ich darauf zurückführe, dass meine Mutter zuhause rein plattdeutsch aufgewachsen ist.
Wir haben dann innerhalb der Familie nur hochdeutsch gesprochen. Allerdings bedaure ich doch, dass ich selbst kein Platt küern kann.

frosthorn 16.53

mitnichten unterstelle ich Ihnen ein Bildungsproblem. Aber dass die Bildungsexperimente wie "Schreiben nach Gehör" und unzählige andere unsere Kinder nicht besser machen ist klar erkennbar. Ebenso wie ein Zusammenhang von grüner Bildungspolitik und schwachen Leistungen der Länder mit grüner Regierungsbeteiligung. Das ist empirisch nachzuvollziehen

@Heilpr. 16:33

Für mich beginnt bei dem Beispiel die Suche nach einer Anwendung. Leitfähigkeitsmessgerät? DEK-Messung? Magnetometer? usw. Was die Fa. so baut.

@16:10 von Esche999

>> FRAGEN ZU STELLEN

...und die kindliche Neugier zu wecken und aufrechtzuerhalten! Kinder WOLLEN lernen!!!

Sehr ich jedesmal, wenn wir auf unserem Werkstättenbasar, wenn wir 6-14jährigen Kids LÖTEN beibringen ;)

Erschreckender ist, wenn Kids in ihrem Lerndrang unterdrückt werden. So: "Das brauchst du nicht zu wissen" u.ä.

Schabernack

Schabernack
Ich führe doch keine Abiprüfung mit denen durch. Es reicht schon, wenn die Schüler am Schulfest nicht 3 Getränke neu, minus 2 x Pfand rechnen können. Oder die Länder in Europa sinnvoll anordnen können, obwohl die auf ihrer Urlaubsroute langen. Über Geschichte braucht man gar nichts fragen. Kommt ja fast nicht mehr vor.
Aber eine 1 vor dem Komma?

@12:28 von Miauzi : nicht einmal Schulbücher

Der Lehrer hatte es wenigsten beabsichtigt..
Leider weiß ich von vielen Schülern, dass sie zB keine Physik oder gar Mathe Bücher besitzen (weil nicht gefordert). Und weder in allen Stadtbüchereien noch in allen großen Buchhandlungen sind sie einsehbar. - irgendwie doof.

Sehr schade. Dabei gibt es sooo tolle Mathe und Physik Schulbücher. Ein Schulbuch ist mehr als Einzelwissen, weil Themen dort vernetzt sind , wie eine kleine Stadt!

Wäre es nicht toll, den Inhalt der besten Schulbücher für alle Klassenstufen bis zum Abi im Internet kostenlos einsehbar zu machen (zB Staat (vom Bund ): Vertrag mit Verlegern) !!!!
(Wär ja eventuell auch für Erwachsene ne nette Idee)

- dann wär Bildung auch mal ein soziales Bindemittel statt etwas trennendes …

/// Am 02. September 2020 um

///
Am 02. September 2020 um 17:11 von deutlich
..... Aber dass die Bildungsexperimente wie "Schreiben nach Gehör" und unzählige andere unsere Kinder nicht besser machen ist klar erkennbar. Ebenso wie ein Zusammenhang von grüner Bildungspolitik und schwachen Leistungen der Länder mit grüner Regierungsbeteiligung. Das ist empirisch nachzuvollziehen.///
.
Auf welche Studien z.B. bzgl. Baden-Württemberg beziehen Sie sich da ?

Können Schüler oder Studenten

Können Schüler oder Studenten mehr, leichter, besser, motivierter, das Geeignete, das Richtige, das Falsche, das Überflüssige, das Fehlerhafte Lernen, wenn die Zuständigkeiten und die Quellen der Finanzmittel andere sind?

Wenn man Bildungsvorgaben macht, ist es auch egal wer sie vergleicht und finanziert. Ist nur Politik, Verwaltung und Ökonomie; ist nicht Pädagogik, Psychologie; ist nicht so richtig von Gehalt, nur viel Formalismus und Zuständigkeitskram (trotzdem wichtig, natürlich), bestimmt mit Macht- und Ideologieinteressen hintendran. Das Ifo hat wohl Kindern und Studenten keine offene Fragen gestellt (z.B.: was wollt ihr?), soweit ich das sehen kann. Die Fragestellung der Untersuchungen sind nichts für diese. Wahrscheinlich hat man diese Gruppe (gehts um die?) überhaupt nicht gefragt?

@12:28 von Miauzi : Föderalismus in D

„Das föderale Schulsystem ist aus meiner Sicht einer der schwersten Geburtsfehler der BRD von Anfang an!“

Der Hang zum Föderalismus in D ist schon etwas älter: Nach dem Investiturstreit im Mittelalter zersplitterte sich Deutschland (Partikularmacht) (was man an den vielen kleinen Städtchen insbes in SüdD sieht), im Gegensatz zu Frankreich.

mit anderen Menschen "sozialverträglich" zu handeln?

von schabernack @
Ich erlebe diese soziale Verträglichkeit sehr oft so dass die Leistungserbringer für andere die Alimentierung durch Ihre persönliche Leistung finanzieren müssen.

Konflikte entschärfen & Große 1x1 von "Emotionaler Intelligenz@
Da müssen aber viel junge Menschen wie die beim G20, den Krawallen der Riegastr. in Berlin oder Stuttgart, Gewalt und tot im Hambacher Wald uvm. oft dem Unterricht ferngeblieben sein.

17:08 von iforkanzlerin

«UND, ganz wichtig ist, die Kinder müßten bereits vom ersten Tag an Geld dafür bekommen, zur Schule zu gehen. Erst kleinste Beträge, dann höhere. Mit dem Geld dürfen Sie machen was sie wollen. Das würde Schulschwänzen uninteressant machen.»

"Wenn die Schule es gut macht".

Dann gehen Kinder (gerade Grundschukinder) dort auch hin, ganz ohne nur 1 Cent als Entlohnung dafür zu erhalten. Das mag sich im täglichen Erscheinungsbild in späteren Jahren an einzelnen Tage ändern … oder "abschwächen".

Mit welchem Kinder-Lohn sollte denn Zur-Schule-Gehen ab dem Tag mit der Schultüte zur Einschulung vergolten werden? Täglich Kohle für Kinder? Oder wöchentlich mit 1/5 Minder-Lohn für die, die 1 Tag nicht zur Schule kamen? Obwohl sie gesund waren … und hätten kommen können.

Wer bezahlt die Kinder für Zur-Schule-Kommen?
Die Schule … die Gemeinde … das Bundesland … oder der Bund?
Was kriegt denn der Fast-Fertig-Abiturient in Jahrgangsstufe 13?

Darf man extra sitzenbleiben … für länger Geld?

"... Menschen zwischen 18 und

"... Menschen zwischen 18 und 69 befragt, wie sie zum Bildungsföderalismus stehen. Danach sprach sich eine Mehrheit gegen das Jeder-Macht-Seins Prinzip der einzelnen Länder aus."
------
Was haben die 60 bis 69 Jährigen mit der Angelegenheit zu tun? Mehr als die 6 bis 17 Jährigen? Ich bin hier oft überrascht, über das Design mancher Studie.
Da ich längst aus der Schule bin und ausstudiert hab, mische ich mich nicht in die Angelegenheit der Kinder, ohne sie zu fragen, ob sie was dagegen haben. Trotzdem habe ich eine dezidierte Meinung, über das was sie durchmachen, damals und heute. Aber, was das Ifo wissen will, interessiert doch nur vor einem gewissen politischen und ökonomischen Hintergrund.

@16:39 von werner1955

>> Aber ich bin mir sicher das die Kinder
>> damit nie Ihren Alltag oder Ihre
>> persönliche Altersicherung erarbeiten
>> können

Geht es IMMER nur ums Geld?

"Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit mehr, Geld zu verdienen" ((c) by John D. Rockefeller)

Es gibt wichtigeres im Leben, z.B. Freunde, Hobbys, ...

@trautsich, vielen Dank für

@trautsich, vielen Dank für Ihre sachliche Antwort, ich stimme Ihnen zu das man da die Mitte finden muss. Auch ihren weiteren Ausführungen Stimme ich zu.

14:24 von werner1955

"sondern einzelne Fähigkeiten zu TRAINIEREN?
von Sausevind @

und Sie glauben damit werden wir im System der Weltländer unseren Platz halten können?"

,.,.,

Ja, aber sicher glaube ich das. Ich weiß das sogar.

Denn:
stures Pauken macht einen Menschen nicht klug, sondern dumm.
Eine fitte und rasche Intelligenz hingegen kann neuen Stoff sofort erfassen und mit anderem Wissen vernetzen.

14:36 von Leipzigerin59

Ich vermisse diese Grundausstattung leider bei einigen Menschen (sehr stark)
.
da mögen sie recht haben
nur wir beide werden das kaum ändern können
das zu erlernen, das "Soziale Miteinander" beginnt im Kindergarten und natürlich in der Familie
im übrigen beherrscht das kein Baby das wird erlernt,
aber definitiv sollte beim Schuleintritt die Weichen gestellt sein

14:32 von Leipzigerin59

"Es geht doch um Allgemeinbildung und nicht hoch spezialisiertes Wissen."

.-.-.-

Genau das meine ich ja gerade auch.

Ich gehe wahrscheinlich nur einen Schritt weiter:
Schule soll nicht auf einen Beruf vorbereiten, sondern sämtliche Fähigkeiten des Menschen
fördern und fit machen.

17:15 von Bender Rodriguez

«Ich führe doch keine Abiprüfung mit denen durch. Es reicht schon, wenn die Schüler am Schulfest nicht 3 Getränke neu, minus 2 x Pfand rechnen können.»

Das können mehr als zu viele Erwachsene auch nicht.
Selbst wenn der Promillespiegel durch den Konsum bestimmter Getränke noch weit unter dem Grenzwert: "Lallen" liegt.

Das Problem ist, dass sich auch "Prominente" + gewisse regelmäßige Moderatoren von Talkshows im TV damit rühmen, welch ein Graus Mathe schon immer war … und bis heute weiterhin sei. Aber wehe … jemand schreibe: "dass" nur mit einem "s" an falscher Stelle im Satz im falschen grammatischen Zusammenhang als: "das".

"Bildungstrottel". Aber Nicht-Gut-Rechnen-Können.
Ist gesamtgesellschaftlicher Gassenhauer mit Schenkelklopfer der gegenseitigen Ermunterung zum Weitermachen.

"Genau … hahaha … kann ich auch nicht !
Wozu gibt's denn das Smartphone mit integriertem Taschenrechner ?"

"Sinnvoll Urlaubsländer anordnen".
Quiz auf dem Schulfest als vor: "Stadt, Land, Fluss" …?

Als ich studiert habe, habe

Als ich studiert habe, habe ich sofort gemerkt, was wir in der Schule alles nicht hatten. Den Profs war das völlig egal. In einem halben Jahr musste man es können. Und wichtiger, als alles mögliche zu wissen, war stets, zu wissen, wie man es lernen kann, wenn man es braucht. So war
ZB UNSER Deutschunterricht eine Zumutung. Völliger Nonsense, ohne geschichtliches KnowHow.
Es hing vom Lehrer ab, ob 1 oder 4- . War nicht schön.
Bei Mathe gibts keine Interpretation. Das war supereinfach. Und der Rest war irgendwie dazwischen.

@14:18 von werner1955

Wie soll Schule aussehen?
So wie in Bayern und besonders nicvht so wie in Berlin oder Bremen.

In Bayern machen jedes Jahr etwa 30% der SuS eines Jahrgangs Abitur, in NRW sind es rund 40%.

Normalerweie würde man sagen: Da haben die Bayern wohl ein Problem. Offensichtlich schafft es die Schule dort nicht, die Kunder und Jugendlichen ausreichend auf das Abitur vorzubereiten.

In einem mentalen Salto Mortale jedoch wird daraus ein Qualitätsmerkmal konstruiert. Aus der Tatsache, dass die Schüler daran scheitern, wird ein besonders hochwertiges Schulsystem abgeleitet.

Mir unverständlich, warum das immer wieder funktioniert. Aber ein genialer Propaganda-Coup, das muss man den Bayern lassen.

@17:08 von iforkanzlerin

Alle müssen dasselbe lernen und dasselbe Zentralabi machen.

Fun-Fact am Rande: Als in NRW vor einigen Jahren das Zentralabitur eingeführt wurde, hatte man damit gerechnet, dass die Durchschnittsnoten absinken würden. Das Zentralabi gilt als schwieriger, und man hatte vermutet, dass bislang die Schulen es ihren Schülern gerne leicht machen.

Das Gegenteil ist der Fall. Seither sind die Abiturnoten im Schnitt besser geworden. Anscheinend ist es einfacher, sich gezielt auf einen begrenzten Kanon von Aufgaben vorzubereiten. Die lassen sich besser "pauken".

17:27 von werner1955

«Ich erlebe diese soziale Verträglichkeit sehr oft so dass die Leistungserbringer für andere die Alimentierung durch Ihre persönliche Leistung finanzieren müssen.»

Auch ich zahle Steuern + Beiträge zur GKV.

Damit werden anteilsmäßig Leistungen bezahlt, die nicht mir, aber anderen zugute kommen. Und da sollte nun wo das generelle Problem dabei sein?

In anderen Ländern ist das (teilweise sehr) anders.
Da zahlen Sie zwar auf den 1. Blick weniger "an andere".
Dafür haben Sie aber auch viel weniger bis gar keine soziale Absicherung durch die Gesellschaft. Sollten Sie selbst mal in eine Situation geraten, in der Sie das finanziell nötig hätten. Zahlen Sie dann alles alleine … und wenn Sie nicht länger mehr zahlen können … suchen Sie sich ‘ne Brücke zum Drunter-Schlafen.

"Alimentierung" wohnt in ganz unteren Schubladen in den Schränken der Phrasendrescher. Die entweder zu faul … oder zu unfähig … sind, nach Worten zu suchen, die nicht nur Heiße Luft, aber auch Inhalte vermitteln …

@ 17:08 von iforkanzlerin

Schließe mich Ihrem Kommentar an, auch wenn ich keine Kinder habe und meine eigene Schulzeit schon sehr lange her ist (von daher halte ich bei solchen Themen eher die Füße still).

„UND, ganz wichtig ist, die Kinder müßten bereits vom ersten Tag an Geld dafür bekommen, zur Schule zu gehen. Erst kleinste Beträge, dann höhere. Mit dem Geld dürfen Sie machen was sie wollen. Das würde Schulschwänzen uninteressant machen.“

Gefällt mir besonders.

Ich habe von meinem Vater für eine 1 und eine 2 kleine Geldbeträge 0.50 DM + 1.-- DM bekommen, im Zeugnis mehr. Bei einer 3 wurde ich mit Worten motiviert, ab einer 4 musste ich bezahlen.
Diese Motivation hat funktioniert

@17:23 von klug und weise

Der Hang zum Föderalismus in D ist schon etwas älter: Nach dem Investiturstreit im Mittelalter zersplitterte sich Deutschland

Noch älter, würde ich sagen. Die Germanen waren sich doch schon zu Augustus' Zeiten untereinander nicht grün.

"Deutschland" war immer ein sehr lockerer Verbund einzelner Stämme, die sich durch verwandte Dialekte irgendwie zusammengehörig fühlten, aber eigentlich jeder sein eigenes Ding machten.

@Werner40 17.22

da brauchen Sie nur das jährliche Länderranking betrachten über die Jahre hinweg. Da ist B-W von einem Spitzenplatz (mal Platz 2, mal drei) auf die untere Hälfte während grüner Regierungen gefallen. Da brauchts keine teuere Extrastudie der Grünen, die das schönreden will und keine Faktenfinder zum Vertuschen;-)

Dem einen oder anderen

möchte ich die Gedenkschrift "Friedrich Förster-Physiker und Unternehmer" empfehlen, zum Thema "Theorie und Praxis". Steht als. pdf im Internet. Nur der Versuch zählt!

@Wielstadt 18:12, re klug und weise

"@17:23 von klug und weise
>>Der Hang zum Föderalismus in D ist schon etwas älter: Nach dem Investiturstreit im Mittelalter zersplitterte sich Deutschland<<

Noch älter, würde ich sagen. Die Germanen waren sich doch schon zu Augustus' Zeiten untereinander nicht grün."

Unser aktueller Föderalismus ist aber, wenn ich mich nicht irre, nicht ganz so alt und geht als eine direkte Kriegsfolge auf den Zentralismus der Nazis zurück.

@deitlich 18:12 - erstaunlich!

Zitat: „Da ist B-W von einem Spitzenplatz (mal Platz 2, mal drei) auf die untere Hälfte während grüner Regierungen gefallen.“

///
*
*
... wie lange sind die Grünen jetzt an der Regierung in BW ? ...
*
... seit 2016 ?? ...
*
... da diskutieren hier fast 200 Beiträge, wie unbeweglich und langsam alles in der Bildungspolitik voran geht ...
*
... aber die Grünen schaffen es von Platz 2-3 bis ans Ende in knapp 4 Jahren ??
*
... glauben Sie das selbst oder wollten Sie einfach mal was raushauen?

BaWü ist nicht nur beim Schulranking durch die

Grünen nach unten gesackt. Aber, das ist allein die Schuld der dort ehemals mit absoluter Mehrheit regierenden CDU. Die hat es geschafft von absoluter Mehrheit zu nicht mehr an der Regierung beteiligt und nun Juniorpartner der Grünen zu mutieren. Die Grünen können eben nicht anders, aber die die CDU wirkt auch nicht sehr planvoll.

17:53 von Bender Rodriguez

«Als ich studiert habe, habe ich sofort gemerkt,
was wir in der Schule alles nicht hatten.»

Wie jeder andere Student / jede andere Studentin auch.
"Völlig normal" … und gar nicht anders zu erwarten.
Und beim Eintritt ins Berufsleben haben Sie dann sicher auch gemerkt.
Was Sie im Studium alles nicht hatten. Welch eine Überraschung …

«Den Profs war das völlig egal. In einem halben Jahr musste man es können. Und wichtiger, als alles mögliche zu wissen, war stets, zu wissen, wie man es lernen kann, wenn man es braucht.»

Was hätten die Profs an der Uni / FH denn auch sonst machen sollen?
Lernen lehren ist die wichtigste Aufgabe der Schule.
Ohne Mitwirkungen der Schüler unmöglich.
Auch als Schüler kann man bereits erkennen, was Schule besonders gut fürs Leben lehren kann. Besser als alles andere als Direkten Lehrstoff: Fremdsprachen.

Kann man immer was mit anfangen.
Im Studium, im Beruf, bei Privatreisen.

Beim Abi ist man 18/19 Jahre alt.
13 Schuljahre können nie Leben lehren !

@ lila Q (18:11)

"Ich habe von meinem Vater für eine 1 und eine 2 kleine Geldbeträge 0.50 DM + 1.-- DM bekommen, im Zeugnis mehr. Bei einer 3 wurde ich mit Worten motiviert, ab einer 4 musste ich bezahlen.
Diese Motivation hat funktioniert"
------
Darf ich fragen: inwiefern? Haben Sie nun ein Zinshaus und können gut davon leben und sind glücklich, oder sind Sie Philosophin geworden, die auch mit der neuen Währung (€) gut klar kommt? Was bedeutet, eine Motivation hat funktioniert? Für mich, in diesem Zusammenhang, jedenfalls eine interessante Fragestellung, um von anderen zu lernen.

18:12 von Wielstadt

"@17:23 von klug und weise

Der Hang zum Föderalismus in D ist schon etwas älter: Nach dem Investiturstreit im Mittelalter zersplitterte sich Deutschland

Noch älter, würde ich sagen. Die Germanen waren sich doch schon zu Augustus' Zeiten untereinander nicht grün.

"Deutschland" war immer ein sehr lockerer Verbund einzelner Stämme, die sich durch verwandte Dialekte irgendwie zusammengehörig fühlten, aber eigentlich jeder sein eigenes Ding machten."

,.,.,

Und so was vererbt sich natürlich wie die blonden oder schwarzen Haare, über Jahrtausende.

Die Deutschen sind alles Germanen und das föderalistische Denken hängt uns allen in den Adern, und zwanghaft müssen wir noch immer die Einheit Deutschlands verachten.

Eine Frage habe ich aber:
wer ist Schuld an der ersten Vererbung des föderalistischen Triebes?
Wer hat das Gen erstmalig in uns eingepflanzt?

Und da sollte nun wo das generelle Problem dabei sein?

von schabernack @
Ja weil es eben ein viel zu großer Anteil ist der ständig steigt.

Geburtsfehler ?

von Miauzi @
Wenn dieser Geburtsfehler uns seit 70 jahren zur demokratischtes und Leistungsfähigsten Nation in Europa gemacht hat dann hätte ich gerne bei viel andern reinen Bundesaufgaben
auch nochmal solche "Fehler".

Lieber Mensch Schabernack

ich weiß, Sie suchen immer die beste Lösung und stellen gerne kritische Fragen. Aber bei nur 1.000 Zeichen hatte ich leider keine Wahl, ich mußte meinen Vorschlag abkürzen. Und ja, mir war klar, daß jemand das monieren würde. Aber nett, daß Sie gefragt haben, denn natürlich habe ich für alle Ihre Fragen Antworten. Und, da Kinder unsere Zukunft sind, und wir unser Geld im Moment für jeden wohlgemeinten Unsinn rauswerfen, können wir auch in die schulische Zukunft unserer Kinder ein paar Mias mehr investieren. Warum nur die Wirtschaft retten, und nicht die gut ausgebildeten, sozial denken, selbständig und logisch handelnden Fachkräfte der Zukunft?

17:48 von Sausevind

«Schule soll nicht auf einen Beruf vorbereiten, sondern sämtliche Fähigkeiten des Menschen fördern und fit machen.»

Dies wäre sehr wünschenswert, und äußerst erfreulich.
Wenn es so sein könnte.

"Aber wie misst man so was" ?

Sicher nicht mit Studien à la "PISA".
Die sind zwar nicht ohne Aussagekraft.
Aber gerade die Länder in Asien, die dort regelmäßig (mit) die allerersten Plätze belegen. Diese Länder bilden Schüler nicht in dem von Ihnen oben genannten Sinn + Zielsetzung.

Ich halte die Schulsysteme in Finnland & Island für die beiden besten, die ich überhaupt näher beurteilen kann. Beides allerdings Länder mit (sehr) geringen Einwohnerzahlen. Island mit insgesamt nur weniger als 1/3 der Menschen als in meiner Heimatstadt Köln.

In Ländern mit geringer Zahl an Einwohnern sind Schulsysteme immer einfacher als landesweit: "gut & tauglich & schüler-gerecht" zu organisieren. Einfacher als in Ländern "von Millionen Schülern" wie Deutschland, Japan, oder die USA.

Schwierig ist es !

@ DrBeyer (18:29)

Mit dem "Gesetz über den Neuaufbau des Reiches" vom 30. Januar 1934 wurden die bisherigen Rechte der Länder aufgehoben. Anstelle der föderalen Selbstverwaltungsorgane traten "Reichsstatthalter", die der nationalsozialistischen Reichsregierung in Berlin direkt unterstellt waren.

In dieser Machtkonzentration sollen die alliierten Siegermächte eines der Hauptübel, die zur Etablierung eines diktatorischen "Führerstaates" geführt hatten, gesehen haben. Auf den Kriegs- und Nachkriegskonferenzen beschlossen sie deshalb die Wiederherstellung der von den Nazis entmachteten Länder.

Aber, haben wir heute nicht andere Zeiten und Herausforderungen? Sollten die Deutschen nicht eigenständig und selbstbewußt sich den heutigen Verhältnissen stellen? Ohne diese historischen und politischen Hintergründe zu vergessen.

@frosthorn, 13:43

„Was ich sofort unterschreibe ist der Ansatz, in der Bildung die Schwerpunkte von Wissen in Richtung Fähigkeiten zu verschieben. Schon alleine, weil Wissen heute eine sehr geringe Halbwertszeit hat, Fähigkeiten hingegen ein Leben lang nutzbar sind“

Das unterschreibe ich auch sofort. Und wegen der heute oft sehr geringen Halbwertszeit von (Fach-)Wissen ist wichtiger denn je, zu wissen, wie man an seriöse Informationsquellen kommt.

Zur Anmerkung „Bei Mathe gibts keine Interpretation“ von @Bender Rodriguez:
Das ist in der Tat ein nicht zu vernachlässigender Aspekt der MINT-Fächern: Die Ergebnisse stimmen oder eben nicht. Damit diese Ergebnisse zum allgemeinen(!) Nutzen verwertbar sind, ist es hier umso wichtiger, dass mit den richtigen Parametern operiert wird. Und das setzt wiederum uneingeschränkte(!) fächerübergreifende Zusammenarbeit voraus, damit nichts Wichtiges "übersehen" werden kann. Und die setzt im Sinne einer vollständigen Datengrundlage auch vollständige Transparenz voraus.

Und [der Föderalismus]

Und [der Föderalismus] vererbt sich natürlich wie die blonden oder schwarzen Haare, über Jahrtausende

Nein, natürlich nicht. Trotzdem sind solche gesellschaftlichen Strukturen erstaunlich langlebig und widerstandsfähig. Das ist jetzt gar nicht wertend, sondern einfach eine Feststellung. Vergleichen Sie Frankreich und Deutschland miteinander, die haben völlig unterschiedliche staatliche Traditionen. Und je nachdem treiben die mal auf der einen und auf der anderen Seite seltsame Blüten.


wer ist Schuld an der ersten Vererbung des föderalistischen Triebes?

Naja, was heißt hier "Schuld". Ich bin fern davon zu sagen "es muss immer alles so bleiben, wie es ist". Auf der andere Seite halte ich ein föderalistisches System prinzipiell nicht für schlecht.

Das deutsche Schulsystem ist in mancher Hinsicht schon merkwürdig, gerade in seinem Föderalismus. Aber es ist um Längen besser als das französische. Unter anderem wegen dessen extremen Zentralismus.

18:44 von werner1955 / @schabernack

«Ja weil es eben ein viel zu großer Anteil ist der ständig steigt.»

Und die Existenz von Corona trägt sicher nicht dazu bei, dass Zahlen von Arbeitslosen und / oder Empfängern von ALG2 sinken.

Schülern den Schulbesuch erleichtert, und schulische Leistungen von Schülern und Lehrern begünstigt die aktuelle Situation genau so wenig.

Und nun … was tun ?

13:05 von melancholeriker

Was nützt ein toller Abidurchschnitt, wenn man 60% CSU - Wähler hat und das Oktoberfest für Kultur hält.
-
stimmt !

4 % Arbeitslose, 1.100 Euro Staatsverschuldung in angesprochenem Bundesland
in einem anderen mit 70 Jähriger durchgehender SPD Regierung
12 % Arbeitslose und 31.000 Euro Staatsverschuldung pro Kopf

@Deutsche Elite

informieren Sie sich doch mal-

-zunächst wie lange die Grünen in B-W regieren
-dann über die jährlichen Länderrankings.
Sollte doch zu schaffen sein, wenn man sich zur Elite zugehörig fühlt???
ja, ich glaube es, weil es leicht nachzuvollziehen ist.

@ 18:39 von Ist Wahr

„Was bedeutet, eine Motivation hat funktioniert? Für mich, in diesem Zusammenhang, jedenfalls eine interessante Fragestellung, um von anderen zu lernen.“

Bedeutet einfach, ich habe mich auch bei den unbeliebten Fächern sehr bemüht, gute Noten zu bekommen. Einfach durch Pauken, besonders vor Prüfungen. Auch durch kleine Spickzettel zu schreiben. Der Lerneffekt ist enorm. Ich habe die Zettel meistens nicht gebraucht. Eine Cousine von mir mit 3 Kindern hat mal gesagt: Wer faul ist, darf nicht auch noch dumm sein.
Ich bin von Natur aus faul. Nicht gleich verurteilen. Ohne die Faulen hätten wir keinen Fortschritt.
Und aus mir ist trotzdem was geworden.
MfG

Bildung ist auch nicht nur

Bildung ist auch nicht nur Wissen. Das beinhaltet auch Lernen zu lernen.
Da sind mir dauernd Kommilitonen oder Mitschüler begegnet, die permanent fragten, wozu man dies oder jenes wissen müsste? Ja wozu eigentlich? Vielleicht waren die am gymmi oder fh einfach fehl am Platz.
Wenn man vorher weiß was man später braucht, wäre man fein raus.
Deshalb geht es ja um die ALLGEMEINE Hochschulreife.

eigenständig und selbstbewußt ?

von Ist Wahr @
Das werden 16 Kultusminister mit Ihren riesiegen Stäben, Mitarbeitern , Gewerkschaften und Lobbyisten sicher zu verhindern wissen.

@frosthorn, 13:43 (re @Leipzigerin59, 13:30)

„Was ich sofort unterschreibe ist der Ansatz, in der Bildung die Schwerpunkte von Wissen in Richtung Fähigkeiten zu verschieben. Schon alleine, weil Wissen heute eine sehr geringe Halbwertszeit hat, Fähigkeiten hingegen ein Leben lang nutzbar sind“

Das unterschreibe ich auch sofort. Und wegen der heute oft sehr geringen Halbwertszeit von (Fach-)Wissen ist wichtiger denn je, zu wissen, wie man an seriöse Informationsquellen kommt.

Zur Anmerkung „Bei Mathe gibts keine Interpretation“ von @Bender Rodriguez:
Das ist in der Tat ein nicht zu vernachlässigender Aspekt bei MINT-Fächern: Die Ergebnisse stimmen oder eben nicht. Damit diese Ergebnisse zum allgemeinen(!) Nutzen verwertbar sind, ist es hier umso wichtiger, dass mit den richtigen Parametern operiert wird. Und das setzt wiederum uneingeschränkte(!) fächerübergreifende Zusammenarbeit voraus, damit nichts Wichtiges "übersehen" werden kann. Und die setzt im Sinne einer vollständigen Datengrundlage auch vollständige Transparenz voraus.

@12:11 von frosthorn

//Ich weiß daher auch, dass es gute und schlechte Lehrer gibt, aber der Unterschied nichts mit dem jeweiligen Bundesland zu tun hat.//

Sicher nicht. Dass es aber zu große Unterschiede gibt, ist m.E. offensichtlich. Wie in dem Kommentar von baumgart67 schon angedeutet: Die Bildungsunterschiede und damit verbundene spätere Chanen sind einfach zu groß. Wenn z.B. eine Familie mit schulpflichtigen Kindern gezwungen ist, von Bremen nach Bayern umzuziehen, kommen die Kinder aus Bremen in ihren neuen Klassen nicht und müssen u.U. das Schuljahr wiederholen.
Dietmar Wischmeyer hat das in einer Satire-Sendung hübsch verdeutlicht. (Er hatte allerdings nicht Bremen sondern Berlin als Vergleich gewählt.)

@17:22 von Werner40

//@17:11 von deutlich
..... Aber dass die Bildungsexperimente wie "Schreiben nach Gehör" und unzählige andere unsere Kinder nicht besser machen ist klar erkennbar. Ebenso wie ein Zusammenhang von grüner Bildungspolitik und schwachen Leistungen der Länder mit grüner Regierungsbeteiligung.... ///
.
Auf welche Studien z.B. bzgl. Baden-Württemberg beziehen Sie sich da ?//

***Speziell zu BW habe ich auf die Schnelle nur folgendes gefunden:
In Baden-Württemberg wurde das Schreiben nach Gehör verboten, nachdem das Land in Rechtschreibvergleichen abgesackt war. Kultusministerin Eisenmann forderte Ende vorigen Jahres alle Schulen in einem Brief auf, von der Methode abzulassen. Jetzt spiele „Orthographie ab Klasse eins wieder eine Rolle“. Für die promovierte Germanistin geht es dabei auch um die Frage, wie die Gesellschaft mit ihrer eigenen Kultur umgeht: „Die mediale Welt verkürzt unsere Sprache. Wir müssen deshalb auch darauf achten, dass wieder mehr Bücher gelesen werden.***

19:18 von Sisyphos3

«4 % Arbeitslose, 1.100 Euro Staatsverschuldung in angesprochenem Bundesland
in einem anderen mit 70 Jähriger durchgehender SPD Regierung
12 % Arbeitslose und 31.000 Euro Staatsverschuldung pro Kopf.»

Wie oft denn noch ?

Das 1. Bundesland als das flächenmäßug größte in ganz Deutschland. Dessen Hauptstadt hat fast 3x so viele Einw. wie das verglichene Bundesland 2.
In Bayern ein Automobilhersteller, einges an Rüstungsindustrie. Flächenland mit genug Fläche für (x) viele andere Unternehmen bei Millionen von Menschen als Arbeitnehmern.

Das 2. Bundesland ein Stadtstaat.
Mit Bremerhaven + "Werftensterben" mit dabei.

Vergleichen Sie doch mal Bremen mit Posemuckel.
Wo sind die Schulen besser … und wo sind die Schüler dümmer.

19:11 von Wielstadt

"Auf der andere Seite halte ich ein föderalistisches System prinzipiell nicht für schlecht."

.-.-.-

Ich komme ja auch erst selber langsam wieder dahinter, was ich mir überhaupt für die Schule vorstelle.

Wenn es um reine Stoffvermittlung ginge, müssen einheitliche Bücher her, ein einheitlicher Stoffablauf, damit man mühelos als Schüler die Bundesländer wechseln kann.

Geht es aber NICHT primär um Stoffvermittlung, sondern um Schulung von Fähigkeiten, dann sieht alles ganz anders aus.

Das wäre eine so radikale Änderung - die sich allerdings schon auch in der Vergangenheit zaghaft begonnen hat zu entwickeln -, dass dann der Föderalismus im Bildungssystem ruhig bleiben kann:

weil da ohnehin jeder Lehrer seine persönlichen Methoden entwickeln wird - um zum Beispiel Kreativität zu fördern.

Kreativität auch im Denken.

@19:25 von lila Q @ 18:39 von Ist Wahr

//...Bedeutet einfach, ich habe mich auch bei den unbeliebten Fächern sehr bemüht, gute Noten zu bekommen.

Ich bin von Natur aus faul.//

DAS nennen Sie faul? Meine Güte - was war ich denn dann?

@ 20:05 von Sausevind

Das finde ich einen sehr guten Ansatz.

zu Nordbraut 12:44

Sie brauchen nicht 'meine' Behauptung zurückzuweisen. Denn es ist keine Behauptung, sondern eine Feststellung der Kultusministerkonferenz, die untersucht hat, in welcher Weise der gemeinsame Aufgabenpool von den einzelnen Bundesländern verwendet worden ist. Sie sollten sich einfach informieren, dann werden Sie feststellen, dass meine Aussage faktenbasiert ist. Man kann natürlich Informationen, die einem nicht gefallen, als Fake News abtun. Dann verabschiede ich mich aus dem Diskurs.

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