Ihre Meinung zu: Konjunkturprognose: Einbruch von 5,8 Prozent erwartet

1. September 2020 - 14:26 Uhr

Es kommt wohl nicht ganz so schlimm wie erwartet: Bundeswirtschaftsminister Altmaier korrigierte die Konjunkturprognose nach oben - auf ein Minus von 5,8 Prozent. Die Talsohle der Rezession sei durchschritten.

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Kommentare

Schönwetterreden

Wir werden im kommenden Quartal sehen ob sich diese optimistische Prognose nicht auf die DAX-Unternehmen beschränkt. Ob es mit den kleineren Unternehmen und den vielen Selbstständigen auch aufwärts geht hängt mehr davon ab wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergeht. Die Gastronomie zB konnte in den vergangenen Monaten von dem warmen Sommerwetter und der damit möglichen Bewirtung im Freien profitieren - wenn sich im Winter alles nach Drinnen verlagert ist der weitere Verlauf unklar.
Sollten Kurzarbeit anhalten oder die Arbeitslosigkeit zunehmen, was momentan absolut niemand voraussehen kann, dann sind das alles nur Schönwetterreden wo der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Als Wirtschaftsminister könnte er zumindest mal im großen Stil mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur (sowie all dessen wo Deutschland Nachholbedarf hat) anfangen.
Nicht nur reden - sondern handeln wäre angezeigt.

Das widerspricht der erwarteten Pleitewelle

Klingt schon besser, doch sollen die Folgen ja erst kommen. Noch ist das Kurzarbeitergeld aktiv. Man erwartet eine Pleitewelle im Herbst Winter.

Womöglich gibt es einen Ausgleich - sehr gut laufende Gewinner der Krise ( Online IT Fahrräder usw) und Verlierer ( Schuhe Textil Tourismus).

Hoffe, dass Selbstständige Kleinunternehmer und Verlierer der Krise unterstützt werden.
Jetzt soll laut AT im Januar Impfstoff verfügbar sein. Durchhalten.

Deutschland gestärkt aus der Krise

Schön, dass sich die Deutsche Wirtschaft wieder auf dem Weg der Erholung befindet. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung und die Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus zeigen Erfolg. Dem Geschäftsklimaindex und anderen Indikatoren ist abzulesen, dass sich Optimismus breit macht - und das ist wichtig. Die Inlandsnachfrage erweist sich - wie in den Vorjahren - zunehmend robuster. Das Vertrauen der Bürger und der Unternehmen ist zurückgekehrt. Es bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine zweite Corona-Welle zu verhindern. Die Maßnahmen, die die Regierung bislang gegen die Pandemie ergriffen hat, waren allesamt notwendig,verhältnismäßig und zumutbar, auch unser Gesundheitssystem und der Arbeitsmarkt haben sich bewährt. Durchaus möglich, dass Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen könnte, weil die Regierung besonnen auf die Herausforderungen reagiert hat, vor allem aber die Bürgerinnen und Bürger sich diszipliniert an die Corona-Auflagen gehalten haben.

Talsohle längst nicht ereicht

Da ich die Arbeit unserer Minister Scholz und Altmaier zwar nicht für sehr effektiv, die Herren aber nicht für blind und weltfremd halte, muss ich mich einmal mehr verkaspert fühlen. Hunderttausende von Selbstständigen im Kultur-, Gastro-, Reise-, Einzelhandels- und Hotelbereich und ich habe sicher einige vergessen, kämpfen ums nackte Überleben. Die Hilfen erreichen nur die großen Firmen und Konzerne, die dennoch Unmengen von Arbeitnehmern "freisetzen"(werden). Die kleinen sollen mit Betriebskosten, Krediten, von denen sie nicht wissen, wie sie die abzahlen sollen und natürlich Hartz IV die Krise bewältigen. Dies ist völlig unmöglich und so wird eine gewaltige Pleitewelle kommen, wenn die Regierung nicht endlich dort hilft, wo Hilfe existenziell gebraucht wird. Die kleingeistige Kurzsichtigkeit die hinter der "unterlassenen Hilfeleistung" steckt ist mit wohlfeilen Worten, nicht zu beschreiben. Da werden genau die Strukturen zerstört, die unsere Wirtschaft stark machen, traurig.

Konjunkturprognose:Einbruch von 5,8 Prozent erwartet....

"Es kommt nicht ganz so schlimm wie erwartet und Bundeswirtschaftsminister Altmaier korrigiert die Konjunkturprognose nach oben".

Dann müßte es ja einen Tarifpolitischen Spielraum für die von der Politik gefeierten Corona-Helden geben.
Amazon hat dick zugelegt.DHL um 40 Prozent mehr Pakete zugestellt und zahlt gut Dividende.
Dazu noch die Corona-Staatshilfen für Konzerne.
Für die Beschäftigten und die Gewerkschaften sollte da keine Bescheidenheit angesagt sein.

Pleitewelle ist nicht gleich Pleitewelle

Natürlich wird es eine Pleitewelle geben, wenn die eigentlichen Bestimmungen der Insolvenzordnung wieder gelten.

Allerdings sind das dann mitnichten nur die Betriebe, die aufgrund von Corona aufgeben müssen.

Zur Zeit werden auch viele "Zombi-Firmen" geschützt, die unter normalen Umständen längst hätten Insolvenz anmelden müssen.

Die Insolvenzverwalter berichten jedenfalls von einem fast vollständigen Strömungsabriss an Verfahren.

Es baut sich da also bereits eine enorme Anzahl an Firmenpleiten auf, die es ansonsten übers Jahr verteilt ebenfalls gegeben hätte.

Es wird sich daher auch dort lohnen, sich Vergleichszahlen anzuschauen und zu bewerten und nicht nur die absoluten Zahlen zu verbreiten.

15:51 von Mika D

Jetzt soll laut AT im Januar Impfstoff verfügbar sein. Durchhalten.
.
bei den gefühlt! massenhaften Impfgegnern, wird man den Impfstoff kaum brauchen

Soso...

was soll der wohl anderes verkünden? Es geht weiter abwärts???? Wie naiv an diese Schönwetterparolen zu glauben. Derzeit wird nur Dank Kurzarbeitergeld alles unter der Decke gehalten. Der Michel fest im Griff der herrschenden Politik!

Es verhält sich hier nicht anders als überall anders auch:

Wenn bzw. solange Ressourcen nicht ausreichen, müssen eben Prioritäten gesetzt werden (dies zu "Die Zahl der Verfahren, die nach Ermessen eingestellt wurden, sei zwischen 2009 und 2019 um mehr als 200.000 Fälle gestiegen - eine Zunahme um 20 Prozent. Dies betrifft den Angaben zufolge Fälle, in denen die Staatsanwaltschaft zwar einen hinreichenden Tatverdacht sieht, das Verfahren aber beispielsweise wegen Geringfügigkeit beendet").

Für deren Festlegung müssen allerdings genaue Kriterien bestimmt werden. Aufgrund des Transparenzgebots in einem Rechtsstaat der Öffentlichkeit zugängliche und für jedermann ohne weiteres nachvollziehbare.

Märchen der Regierung

Bundestag hat im März vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht beschlossen. 30 % der Unternehmen sind pleite. Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags wurde bis zum 30. September 2020 grundsätzlich ausgesetzt. Was passiert nun wenn die Zombieunternehmen und Banken pleite gehen?
Was diese Regierung macht, ist nur die Verlegung der Probleme in die Zukunft und es haben sich gewaltige Massen von Problemen und Unregelmässigen überall in der Wirtschaft und unserer Zivilisation angehäuft. Das Platzen dieser Blase wird einmalig sein.

um 16:38 von glogos

Was für eine abstruse Behauptung. Wenn man bedenkt, dass es Branchen gibt, die überhaupt nicht unter Corona gelitten haben, wie z.B. die Produzenten von nahezu allen Supermarkt-Artikeln, dann sind die 5,8% nachvollziehbar.
Man muss schon absichtlich nur auf die Branchen schauen, die es wirklich hart getroffen hat, und alles andere ignorieren, um an der Größenordnung zu zweifeln.

@Forfuture, 16:25 Uhr

Ich finde, die Bundesregierung hat, auch dank der sparsamen Finanzpolitik der vergangenen Jahre - eine Menge Fördermaßnahmen für die Wirtschaft, votr allem auch für klein- und mittelständische Unternehmen, für Start-ups , soloselbständige und Freiberufler auf den Weg gebracht. Erwähnt seinen nur einmal die Überbrü+ckungshilfen sowie die KFW-Sonderprogramme, die allen Unternehmen jeder Größenordnung zur Verfügung stehen. Auch ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann gedeckt werden. Dann gibt es u.a. noch den WSF (Wirtschaftsstabilitätsfond?) und steuerliche Hilfen. Nicht zu vergessen das Kurzarbeitergeld, das andere Länder nicht kennen bzw. kannten, das aber ganz entscheidend zur Sicherung der Stammbelegschaft beiträgt, damit die Wirtschaft schnell wieder anspringen kann. Deutschland ist also auf einem guten Weg, wenngleich dieser weiterhin steinig sein wird. Wie sagte doch Dante Alighieri einst: "Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt"

@ Orfee 16:50

Also besser die Firmen, die die Krise überstehen könnten, mit über die Wupper gehen lassen? Seltsame Strategie.

@glogos, 16:38 Uhr - Nicht nörgeln, sondern anpacken

Der "Michel" ist die letzten Jahre und gerade auch in der aktuellen Krise gut mit der Regierungspolitik gefahren. Die Bürger sind jedenfalls mehrheitlich mit dem Krisenmanagement zufrieden. Schauen Sie sich doch einfach mal um in der Welt und benennen Sie ein Land, in dem Sie aktuell leben wollten. Statt Nörgelei und schlechtreden braucht unser Land Tatkraft und Entschlossenheit. Ärzte, Schwester, Krankenpfleger, Kassierer, Fernfahrer u.a. können und sollten uns ein Vorbild sein. Sie jammern nicht, sondern leisten täglich Außerordentliches. Da könnte sich mancher von den Dauernörglern eine Scheibe abschneiden.

@Demokrat49 um 16:27

Mit Zombifirmen meinen Sie sicherlich Tanzlokale und Diskotheken, die seit über einem halben Jahr mit einem Berufsverbot darin unterstützt werden, die ohnehin anstehende Pleite vorzuziehen? Oder andere kulturelle Einrichtungen, die es nach Corona ohnehin nicht mehr braucht?

@Orfee, 16:50 Uhr - Kompetente Regierungsarbeit

Richtig ist: Die Zahl der Insolvenzen ist im 1.Halbjahr 2020 um 8,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Richtig ist freilich auch, dass diese Reduzierung vor allem den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ggeschuldet ist. Daran sehen Sie, wie erfolgreich die Regierung in der Krise eingreift und die Wirtschaft stützt. Richtig ist auch, dass die Zahl der Insolvenzen im zweiten Halbjahr wohl ansteigen wird. Aber schauen Sie sich doch bitte die Entwicklung in der Welt an. Die Infektionszahlen und die Wirtschaftsdaten sind in Deutschland besser als in fast allen anderen Ländern. Und dies, obwohl die deutsche Wirtschaft stark exportorientiert ist. Wir leben nicht in einem Wunschkonzert, harte Arbeit ist gefordert. Ich fühle mich in Deutschland vergleichsweise gut aufgehoben.

Aufschlussreicher weil viele Hinweise und Denkanstöße enthaltend

m.E gestern die Meldung „Anteil der Firmen mit Kurzarbeit sinkt“
Auszug:
„Innerhalb der großen Wirtschaftszweige gibt es den Forschern zufolge allerdings
>> riesige Unterschiede.
"Das zeigt sich besonders deutlich an den Dienstleistern". Obwohl der Durchschnittswert nur 33% betrug, waren im August 88% der Reisebüros und -veranstalter in Kurzarbeit, 74% der Arbeitskräftevermittler, 71% der Hotels, 69% der kreativen und künstlerisch tätigen Betriebe, 52% der Gastronomieunternehmen und 40% der Verlage. Besonders wenig Kurzarbeit gab es im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 4,2% sowie bei Informationsdienstleistern mit 2,8%. [In der Industrie] waren im August noch 80% der Metallerzeuger und -bearbeiter in Kurzarbeit. Bei den Herstellern von Bekleidung waren es 67% und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ebenfalls 67%. In der Autobranche betrug der Anteil 65%, in der Chemie hingegen nur 34%, bei den Herstellern von Nahrungsmitteln 14% und bei der Pharmazie 4%".
Wo liegt deren Grund?

Sie irren um 17:00 von Adeo60

Wenn in einzelnen Bereichen, zB wegen technischer Entwicklungen Berufsbilder wegfallen, so ist das der Lauf der Dinge und man kann und muß sich neu orientieren. Ganze Branchen, sind aber sehr gut lebensfähig und zukunftssicher, wie zB Gastronomie und Kulturveranstalter, die zum Teil praktisch wegend er Pandemie ein Berufsverbot haben. Sobald Corona es zulässt, ist der Bedarf wieder da, ist daher kein Strukturwandel. Überbrückungshilfen, die nur Betriebskosten abdecken und Kredite, die gerade bei der KFW auch noch unverschämt hohe Zinsen beinhalten, helfen hundertausenden von hochspezialisierten und darum strukturell höchst wichtigen Selbstständigen beinahe null. Die sparsame FInanzpolitik, wie sie es nennen, hat die heutigen Probleme vergrößert, zB die Schulen sind in jämmerlichem Zustand und kaum Coronakonform, Digitalisierung katastrophal, Gesundheitsämter, Kommunen hoffnungslos unterbesetzt und so könnte ich lange weiter aufzählen. Sie írren leider sehr.

Das wird alles nicht so

Das wird alles nicht so schlimm werden.
Sobald der Virus kontrolliert werden kann, wird es ruck Zuck wieder normal werden. Die Leute wollen ja konsumieren.
Warten wir es einfach ab.
Und bis dahin muss man eben das machen, was man kann. Wie zb Infrastruktur verbessern.

@ Nordbraut

Nein, genau die meine ich nicht.

Mit "Zombi-Firmen" würde ich die Firmen bezeichnen, die aufgrund der Marktlage der letzten Jahre, vielleicht auch des eigenen wirtschaftlichen Handelns, der Weltwirtschaftslage oä. bereits vor der Coronakrise kurz vor der Insolvenz standen.

Diese Firmen, die ohne Corona längst einen Insolvenzantrag hätten stellen müssen, da sie faktisch bereits seit vor März insolvent sind, wurden durch die in meinen Augen sinnvollen Maßnahmen der Regierung zum Schutz der Firmen, die unter den Coronarestriktionen bzw. der derzeitigen Lage zu leiden haben, ebenfalls geschützt und haben natürlich auch keinen Antrag gestellt. Sobals aber der Schutz wegfällt, sind diese Firmen immer noch insolvent und müssen dann den Antrag stellen, der schon in den letzten Monaten überfällig gewesen wäre. Dies wird aber die Zahlen verfälschen. Deshalb denke ich, wird man sich diese genau anschauen müssen.

@Forfuture, 17:20 Uhr - Über den Tellerrand schauen

Ich erinnere Sie an die vielen höch innovativen Hidden Champions im deutschen Mittelstand, die in ihren Bereichen oft Weltmarktführer sind, an das TOP-Ranking unseres Staates, der somit günstige Zinsen in Anspruch nehmen kann u.a. Gastronomie und Eventveranstalter leiden WELTWEIT, dies ist kein deutsches Phänomen. Auch finde ich den Begriff "Berufsverbot" völlig deplaziert, niemand will diese Berufe verbieten! Und gerade deshalb ist es wichtig, den Mitarbeiterstamm zu erhalten, damit die Wirtschaft nach Corona rasch anspringen kann. Viele Schulen sind marode, richtig, aber unser Bildungssystem ist vergleichsweise gut. Auch das Gesundheitssystem hat sich in der Krise bewährt. Ja, es gibt auch Baustellen, so die Digitalisierung. Wir leben nicht im Paradies, aber ich bin viel in der Welt herumgekommen. Ich bleibe dabei: Ich wollte in keinem anderen Land leben!

Schlimmer geht natürlich immer

Natürlich finden Beamte, öff. Bedienstete, Renter und viele andere mehr, die von den Folgen der Coronamaßnahmen nicht viel mitbekommen haben, es wäre doch alles gut geregelt. Und die, die seit Jahrzehnten Steuern zahlen, hart gearbeitet und nie einen Cent vom Staat gefordert haben, jetzt aber aufgrund staatlicher Entscheidungen ihre Existenz verlieren und keine angemessene, faire Hilfe bekommen, kann man dann ja ruhig als Nörgler verunglimpfen. Dann vielleicht noch auf Länder verweisen, denen es noch schlechter geht, sollen diese Nörgler sich doch nicht so anstellen. Wer sich mit einer so unsozialen und darüber hinaus auch noch von wirtschaftlicher Ahnungslosigkeit geprägten Grundhaltung äußert, zeigt nur wie verkommen gesellschaftliche Solidarität heute ist, beschämend. Wer in seinem gut gepolsterten Kokon sitzt und keinen Gedanken an Hundertausende, wenn nicht Millionen Mitbürger verschwendet, die gerade alles verlieren, arbeitet nicht an Lösungen, sondern schadet der Gesellschaft.

@ 17:05 von Adeo60

"Der "Michel" ist die letzten Jahre und gerade auch in der aktuellen Krise gut mit der Regierungspolitik gefahren. Die Bürger sind jedenfalls mehrheitlich mit dem Krisenmanagement zufrieden"
Aber nur weil die von Ihnen zu Recht zitierten Berufsgruppen trotz zT katastrophaler Zustände den Karren buchstäblich aus dem Dreck gezogen haben. Wenn ich nur an die Pflege denke denen ausser Applaus nichts geblieben ist. Angesichts der weiterhin herrschenden Notstände im Pflegebereich und in der Infrastruktur (Stichwort Digitalisierung) kann ich ein Krisenmanagement leider nicht erkennen. Mir sieht es mehr nach weiter Aussitzen und Schönreden aus, schade um die Chancen die jetzt vertan werden.

17:20 @Forfuture @17:00 Adeo60

Ich sehe das gerade für Leute wie
Sie auch nicht so rosig.

Wer ein voraussichtlich ein Jahr lang keine Aufträge generieren kann, kein Einkommen hat sowie kaum Zuschüsse bekommt, wie soll er dann Kredite zurückzahlen.

Als Einzelunternehmer muss man von seinem Einkommen alles bestreiten, also auch die Lebeshaltungskosten, Versicherungen usw.

Also ist die Gefahr, in ALG-II abzurutschen sehr groß.

Ich schrieb gestern schon, dass wir in D laut Statista jetzt schon mehr ALG-II -Empfänger haben als 2019.

Wie wird das am Jahresende aussehen?

Wie soll das aufgefangen?

Das alles hat Hr. Altmaier eben nicht benannt.

Was die Sparpolitik angeht,
> Sparen koste es was es wolle <
hat die großen Hilfspakete nicht nur möglich, sondern eben auch zwingend gemacht.
Die Defizite bei der ÖV sind trotzdem nicht ausgeglichen. Und Hr. Spahn hat viel versprochen, gerade für die Pflegekräfte.
Und?

@Demokrat49 um 17:36

Danke für diese sachliche Antwort. Ich gebe zu, dass ich Sie auch gleich hätte richtig verstehen können. Es blutet mir das Herz, wenn ich daran denke, wie viele Einrichtungen diese Krise nicht überstehen werden! Und dann reagiere ich manchmal ein wenig unbedacht. Ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht übel! Herzliche Grüße aus Hamburg!

Konjunktur

"Wie zb Infrastruktur verbessern "... Keynes hier anzuwenden wird schwierig, da wir einen beidmarktseitigen Schock erlitten haben und die Pandemie keinen (gekannten) Gesetzen hinsichtlich Dauer und strukturellen Auswirkungen folgt.
Ich bin auch für echtes Krisenmanagement, also viele auch unkonventionelle Entscheidungen. Wie hier schon gesagt, Krisengewinner (Amazon etc) endlich in die Pflicht nehmen plus Est-Änderung (nicht Vermögen) ab 200KE/Jahr plus 2 Prozent plus Gehsltskürzung bei Beamten außer Polizei und Gesundheitsdienst um 1 Prozent... Ich bin übrigens auch Beamter...
MfG

Das dicke Ende kommt noch

Wenn dem Gewerbe die Möglichkeiten der Rechnungsschreibung bzw. der Forderungen wegbrechen, enden weder die staatlichen Abgabenlasten, die vertraglichen Mietzahlungen, die Fahrzeugkosten, die Verwaltungs- und Steuerberatungskosten, um nur einige zu nennen. Bei auflaufenden Personalkosten hilft evtl. noch die Staatlichen Hilfsbereitschaften, aber das interessiert das Finanzamt am wenigsten, dieses Amt schickt ihre Bescheide immer entweder nach Monaten oder nach Jahren. Die Insolvenzen werden nach der Sperre in Höhen schwinden, und mit der Gewerbeabmeldung gehen Entlassungsschreiben an die Mitarbeiter raus. Je länger sich die Insolvenz-Sperre hinzieht, umso höher wächst auch der Schuldenberg des Gewerbeinhabers.
Eines ist gewiß: Viele Menschen haben ihre Einkaufsgewohnheiten auf quasi NULL geschraubt, die Maskenpflicht verändern die Verhaltensweisen nachhaltig und zutiefst in den Synapsen verankert.

@Forfuture um 17:55

Ich neige dazu, Ihnen zuzustimmen, wenn gleich ich es nicht ganz so kämpferisch ausdrücken würde. Aber klar ist sicher, dass es für einige sehr viel leichter sein mag, das aktuelle Krisenmanagement zu loben, als für andere. Ich bin glücklich, dass ich persönlich mich nicht beklagen kann, aber ich fühle mit denen, denen es anders geht.

@Adeo60 "Richtig ist: Die

@Adeo60
"Richtig ist: Die Zahl der Insolvenzen ist im 1.Halbjahr 2020 um 8,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Richtig ist freilich auch, dass diese Reduzierung vor allem den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ggeschuldet ist. "
Richtig ist: Das mit der Coronakriese die Meldepflicht für Insolvenzen, erst bis September und verlängert bis ende des Jahres, ausgestzt worden ist. Das wird uns alle noch einholen.

@ Forfuture

Malen Sie nicht sehr schwarz-weiß?

Auf der einen Seite die ignoranten Beamten und Renter und auf der anderen Seite die schwer gebeutelten, die von der ersten Gruppe angeblich als Nörgler bezeicnent werden?

Wen meinen Sie überhaupt? Die meisten Leute, die ich kenne, setzen sich sehr differenziert mit der Situation auseinander und haben auch die im Blick, die die Krise härter trifft. Es wird an vielen Stellen versucht zu helfen, sei es über Kinokarten für "Geistervorstellungen" oder die Inanspruchnahme von Take-Away bei den örtlichen restaurants. Natürlich sichert dies den Betroffenen nicht die Existenz, dafür sind die Einbußen viel zu hoch, aber es zeigt, dass es das Weltbild, das Sie hier verbreiten, in der Realität nicht gibt.

Solch pauschale Abqualifizierungen, wie Sie sie vornehmen, schaden der Gesellschaft.

@Forfuture, 17:55 Uhr - Verantwortungsvoll handeln, nicht spalte

Ist es denn aus Ihrer Sicht ein Zeichen von Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung, die Schutzmaßnahmen als rechtswidrigen Eingriff in die Freiheitsrechte zu kritisieren, das Grundrecht der Bürger, insbesonderer derer, die Risikopatienten sind, dagegen einfach zu ignorieren...? Ganz abgesehen davon, dass eine Fortdauer der Corona-Pandemie auch die erfolgreichen Unzterstützungsmaßnahmen der Regierung letztlich zunichte machen würde, Nein, Sie sollte die Gesellschaft und die Foristen hier nicht in gut und böse spalten. Jeder von uns möchte, dass die Menschen in diesem Land gesund und mit einem ordentlichen Einkommen leben können. Dazu benötigt unser Gemeinwesen, eine kompetente Führung, die Verantwortung lebt, die Menschen von der Richtigkeit des Handelns überzeugt und zusammenführt. Vor allem muss denen, die Hilfe benötigen geholfen werden. Aber nicht durch Schlechtreden des Staates, sondern durch Anpacken der Probleme. Mit Pessimismus ist keine Zukunft zu bauen!

@Adeo60 "Viele Schulen sind

@Adeo60
"Viele Schulen sind marode, richtig, aber unser Bildungssystem ist vergleichsweise gut."
verglichen mit wem? Unser Bildungssysthem ist eins der schlechtesten im Vergleich mit Ländern die man vergleichen kann.

Angeblich unterstützte Zombie-Firmen

Die Rettung vor der Insolvenz von sog. Zombie-Firmen ist eine leicht zu durchschauende und zu widerlegende MÄR!
Bitte verstehen Sie endlich, dass es staatliche Unterstützung NUR für Betriebskosten gibt!
Und weder die KFW, noch irgendeine andere Bank vergibt Kredite an ungesunde Firmen.
Wer nun seit Monaten von seinen Reserven leben kann, der wird sicher nicht vor Corona nahe an der Insolvenz gewesen sein, jetzt allerdings kommen dem sicher immer mehr kleine Firmen und Soloselbstständige aufgrund fehlender Hilfen immer näher.

DIe Kosten die aufgrund verweigerter Hilfe dem Steuerzahler entstehen, werden weit höher sein, als adäquate Hilfen kosten würden.

@ Nordbraut

Gerne! Kein Problem.

Auch ich denke, es sollte mehr für die Kulturschaffenden und all die im Kulturbereich tätigen Menschen sowie die Gastronomie getan werden. Da ist deutlich Luft nach oben.

Es war auch anhand Ihrer Formulierung schon klar zu erkennen, dass ein Missverständnis vorlag.

Herzliche Grüße aus dem sonnigen Münsterland!

17:55 von Forfuture

Ich muss Ihnen leider zustimmen. Bei allem Verständnis für viele Maßnahmen der Bundesregierung sehe ich auch, dass gerade der Kultursektor im weitesten Sinne der große Verlierer der Coronakrise sein wird. Hier muss unbedingt und dringend geholfen werden, mit Geld genauso wie mit Konzepten, wie auch unter Pandemiebedingungen Kultur stattfinden kann. Schauspieler, Musiker, freischaffende Künstler aller Art, Eventveranstalter usw. werden diese Situation nicht mehr lange durchhalten können. Wenn diese Szene erst mal kaputt ist, wird es viel teurer, wieder eine neue aufzubauen, von dem Verlust an Kultur und den persönlichen Schicksalen der Betroffenen ganz zu schweigen.

@Martin Blank um 16:52

Ein Rückgang des BIP von 6% bedeutet, daß 94% weiterhin erzeugt werden. Da finden Sie die Produzenten der Supermarkt-Artikel und die Supermärkte selbst.
.
Was kritisieren Sie an Glogos?

Das hab ich

die letzten Tage aber schon anders gehört, so lange das Kurzarbeitergeld läuft, mag das so sein.
Aber es verdeckt eben einige Dinge, auch die ganzen anderen Gelder die so rein gepumpt werden, haben Auswirkungen.
Die Warnungen kommen natürlich von Wirtschaftsleuten, die was davon verstehen, also nicht von mir.
Herr Altmaier möchte natürlich gerne ein optimistisches Bild zeichnen, wo andere nicht so zustimmen können, der Markt ist mit Geld aus Schulden aufgepumpt, bildet also nicht das ab was wirklich ist.

@Adeo60 um 18:19

"Vor allem muss denen, die Hilfe benötigen geholfen werden. Aber nicht durch Schlechtreden des Staates, sondern durch Anpacken der Probleme. Mit Pessimismus ist keine Zukunft zu bauen!"
-
Anpacken der Probleme mag einem, der aus den Nachrichten immer nur erfahren kann, dass anderen geholfen wird und selbst dabei leer ausgeht, sehr ignorant erscheinen. Wie soll jemand im faktischen Berufsverbot denn die Probleme anpacken? Ich denke, das hat auch nichts mit schlecht machen zu tun. Ich prangere hier seit langer Zeit schon die Informationspolitik und Diskussionskultur unsrer Regierung an. Warum müssen Tanzlokale geschlossen bleiben, während zeitgleich Menschenmassen im ÖPNV zusammenfepfercht werden zum Beispiel? Es gibt einige Entscheidungen, die durchaus diskutiert werden können. Warum geschieht das nicht? Dann könnte man die Maßnahmen vielleicht besser akzeptieren, wenn man nicht den Eindruck haben muss, dass das willkürlich festgelegt wird. Meine Meinung.

um 17:53 von Adeo60

Berufsverbot schrieb ich natürlich mit einem guten Schuss Zynismus, allerdings kommt es in meinem Bereich (Kultur) der Realität doch sehr nahe.
Sie wollen den Mitarbeiterstamm mit Kurarbeit halten, ja, gut, aber wenn der Inhaber seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann, bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Laden dicht zu machen, dann geht der Mitarbeiterstamm aus dem KAG direkt zum Arbeitsamt!
Und ja, viele der nun sehr stark betroffenen Branchen leiden weltweit unter Corona, ist das für Sie ein Argument, sie vor die Hunde gehen zu lassen? Sehr bizarre Argumentation.
Machen Sie sich bitte klar, dass die ohne angemessene Hilfe zugrunde gehenden Firmen wichtige Wirtschaftskräfte sind, alleine der Kulturbereich mehr als 100 Milliarden BIP(!) nur die Autoindustrie ist größer, können Sie sich nun vorstellen, was die Gesellschaft wegen der fehlenden Hilfen für einen Schaden nehmen wird?
Die Schutzmaßnahmen unterstütze ich völlig, aber es dürfen nicht andere dafür leiden.

Schlüsselwort "Prognose".

Das vornehmste Tun eines Bundeswirtschaftsministers besteht darin, möglichst gute "Rahmenbedingungen" (gesetzliche Grundlagen, Geschäfts- u. Absatzmöglichkeiten, etc.) herzustellen, und dabei u.a. eng mit dem Finanzministerium einerseits, und dem Arbeits- u. Sozialministerium andererseits zu kooperieren. Öffentlich-medial auch mal Positivprognosen zu verkünden, gehört dabei zum politischen Handwerk. Soweit - sogut...
_
Nicht hilfreich ist es aber, die deutsche (Export-)Wirtschaft prognostisch gesundzubeten, solange wichtige EU-Handelspartner noch stark schwächeln (siehe Artikel). Und mehr als fraglich ist es wohl auch, durch politische (auch wahltaktisch) motivierte "Beatmungsmaßnahmen" (Insolvenzrechtslockerungen, Kurzarbeitergeld) eine immer höher werdende Insolvenzenwelle bis weit ins kommende Jahr zu schieben... Und höchst gefährlich ist es, zu glauben, man könne alles mittels exorbitanter Staatsverschudung finanzieren...

18:19 von Adeo60

Zitat:"Mit Pessimismus ist keine Zukunft zu bauen!"
Das ist wohl wahr. Mit substanzlosem Optimismus aber auch nicht! Ich weiß aus eigener Erfahrung (einer meiner Söhne ist Schauspieler), in welche existenzielle Not die Menschen im Kulturbereich gebracht wurden, vor allem, wenn sie freischaffende Künstler sind. Da die staatliche Hilfe nur Betriebskosten ersetzt, die bei einem Freiberufler praktisch nicht anfallen, der kein eigenes Unternehmen hat, werden diese Leute übergangslos entweder in Hartz 4 geschickt oder müssen als erwachsene Menschen von Zuwendungen der Eltern leben wie in meinem Fall. Ich kann mir das leisten, aber was bedeutet das für das Selbstwertgefühl eines fast 40-jährigen, sich wieder von Papa durchfüttern zu lassen? Nebenjobs wie kellnern usw. macht er natürlich auch, aber die waren zuerst auch alle weg und davon leben kann man z.B. in Hamburg nur bedingt. @ForFuture hat etwas zugespitzt, aber im Kern hat er Recht.

@ Forfuture

Mär? Ich kenne mehrere Insolvenzverwalter und haben mit ihnen gesprochen und der Rückgang der Insolvenzzahlen spricht auch Bände.

Da muss ich nicht auf Spekulationen und Mutmaßungen zurückgreifen.

@Adeo60 17.15

Richtig ist: Die Zahl der Insolvenzen ist im 1.Halbjahr 2020 um 8,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. "
Kunststück, wenn es keine Pflicht gibt, Insolvenz anzuzeigen.. Sie kommen mir vor wie ein Regierungssprecher, der den Leuten ein X für ein U verkaufen will. Ja, wenn man selbst nicht betroffen ist und keine Kontakte zu Betroffenen hat dann ist ja Alles ganz easy. Die Pleitewelle kommt noch und sie reißt auch gesunde Firmen in den Abgrund. Für viele Gewerbetreibende und Selbständige ist pure Existenznot angesagt. Deshalb sollte man die Erfolgsmeldungen mit Vorsicht betrachten

@Adeo60 um 17:53

> günstige Zinsen in Anspruch nehmen kann< so wie die Lufthansa mit bis zu 9% Zinsen auf den KfW-Kredit? Ja, es soll noch Banken geben, die für ihren Dispo mehr Zinsen nehmen.
.
>unser Bildungssystem ist vergleichsweise gut< mit welchen Staten vergleichen Sie? Kenia, Somalia, Afghanistan?

Konjunkturprognose

Am 01. September 2020 um 16:20 von Adeo60
Schön, dass sich die Deutsche Wirtschaft wieder auf dem Weg der Erholung befindet. Die Maßnahmen, die die Regierung bislang gegen die Pandemie ergriffen hat, waren allesamt notwendig,verhältnismäßig und zumutbar, auch unser Gesundheitssystem und der Arbeitsmarkt haben sich bewährt.
###

Das sind doch gute Nachrichten und ich hoffe das sie sich auch bewahrheiten werden. Das ist auch zu einen großen Teil auch der Bevölkerung zu verdanken die Nachwievor hinter den Corona Maßnahmen der Regierung stehen. Die Teilnehmer der Samstag-Demo mit ihren zweifelhaften Meinungungen allerdings ausgeschlossen. Und ja, auch wenn die Groko in den letzten Jahren nicht überzeugt hat. Die Corona Krise wurde bis heute doch gut gemeistert.

@15:48 von Advocatus Diabo...

>> Als Wirtschaftsminister könnte er zumindest mal im großen Stil mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur (sowie all dessen wo Deutschland Nachholbedarf hat) anfangen. Nicht nur reden - sondern handeln wäre angezeigt. <<
_
Stimme Ihnen grundsätzlich zu, möchte aber anhand eines Beispiels einiges zu bedenken geben: Als DE nach dem WK-2 am Boden lag, wurden für den Wiederaufbau auch zunächst noch vorhandene Mittel verwendet. Erst später wurden zB. statt gesäubeter Schuttsteine modernere (und wirtschaftlich effektivere) Baumaterialien eingesetzt. Die einsetzende Modernisierung betraf dann die gesamte Wirtschaft - bis in unsere Neuzeit.
_
Das soll heißen: Aktuell wird man sich noch mit "alten", soweit kurzfristig möglich modernisierten Strukturen behelfen müssen, bis neue und zukunftsfähige Wirtschafts- u. Unternehmensstrukturen Raum greifen... Die gesellschaftspolitisch-soziale Frage ist dann ein anderes Thema...

Missverständnis um 18:17 von Demokrat49

Sie haben mich missverstanden, ich antwortete auf „um 17:05 von Adeo60“, der sprach von Nörglern, darauf bezog sich mein Kommentar im Wesentlichen. Ich habe auch keine Beamten, Rentner, usw. kritisiert, oder gar als ignorant bezeichnet. Ich meinte, es ist offenbar schwer, die Probleme zu sehen, wenn man so gar nicht betroffen ist. Adeo60 vertritt nach meinem Dafürhalten in vieler Hinsicht zT inakzeptable Standpunkte, die mich, ich muss es zugeben, getroffen haben, betroffen und wohl auch etwas zornig machten.
„Es wird an vielen Stellen versucht zu helfen“ was Sie aufführen sind oft herzzerreißend liebenswerte Aktionen, die aber leider, leider nicht viel mehr als ein aufbauendes Zeichen dafür sind, dass es auch viele hilfsbereite Menschen gibt. Die generierten Gewinne reichen nicht annähernd zum Überleben. Ich zB erarbeite mit unfassbarem Aufwand Corona konforme Konzepte die auch umgesetzt werden, aber davon kann einfach kein Mensch leben, es ist zum Verzweifeln.

@Adeo60 ... Ihre Argumente ...

... überzeugen mich nicht, es sind zu viele Allgemeinplätze.

Ich denke nicht, dass @ForFuture spalten will, er befindet sich in einer perspektivlosen Situation, wie sehr viele in dieser Branche

Wie lange die Pandemie dauern wird, wissen wir nicht. Es ist damit auch nicht klar, wie lange diese Unterstützungsmaßnahmen helfen.

Ein Auszug aus meinem gestrigen Kommentar:

> Was ich auch bisher schon kritisch gesehen habe, ist die Kommunikation der Bundesregierung und einzelner Ministerien, die sich teils arg widerspricht.

Die Menschen brauchen eine Perspektive,
(einen Plan,)
verschiedene Szenarien,
> was passiert wenn, ... <.

Im Projektmanagement nennt man das Changemanagement plus Risikomanagement
(-analyse)

Diese Ergebnisse müssen plausibel und verständlich kommuniziert werden
- eine (langfristige) Strategie und taktische Maßnahmen über kürzere Zeiten entsprechend der Entwicklungen - .

Ich denke, da ersteres fehlt, bekommt man auch die 16 MP jetzt nicht unter einen Hut. <

@Adeo60 um 18:19

>sondern durch Anpacken der Probleme<
Ich kenne einige, die sehr gerne anpacken würden - nur die Politiker lassen sie nicht.

@16:20 von Adeo60

>> Schön, dass sich die Deutsche Wirtschaft wieder auf dem Weg der Erholung befindet. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung und die Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus zeigen Erfolg. <<
_
Mit Verlaub ... träumen Sie getrost weiter Ihr hier übliches Belobhudelungs-Credo. Die Mehrzahl der im realen Leben stehenden, und von den sog. Corona-Maßnahmen" konkret betroffenen Mitbürger können damit eh nichts anfangen.
_
Auf Ihr Posting näher einzugehen erspare ich mir aus persönlichen Effizienzgründen...

@Leipzigerin59

Ich glaube, wir haben eine ähnliche Sichtweise. Transparenz und Perspektive scheint mir extrem wichtig, weil ich fürchte, dass wir noch längere Zeit mit besonderen Maßnahmen leben müssen. Man kann allerorten beobachten, dass diese auf schwindende Akzeptanz stoßen. Das darf nicht sein, das führt am Ende zu Chaos und Anarchie. Denn soviel Polizei haben wir dann auch nicht, um das alles durchzusetzen, was im übrigen ja auch gar nicht wünschenswert wäre.

18:19 von Adeo60 @Forfuture, 17:55 Uhr

Mir ist es ja kürzlich auch schon passiert, dass ich, obwohl ich nur versch. Regelungen(!) in den BL wie Teststrategie oder Personenzahl auf Feiern und die diesbezügliche mangelhafte Kommunikation kritisiert habe, als Maßnahmenverweigerin eingestuft wurde.

Genau wie bei mir, trifft das ja wohl bei @Forfuture nicht entferntesten zu und ich frage mich, wie Sie und andere darauf kommen, dass eine Kritik an der Politik der BR oder einzelnen LR auch nur im Ansatz gleichzusetzen ist mit dem Leugnen von Corona. Das Geschriebene wird einfach mal umgedeutet, weil es besser ins eigene eng gefasste Weltbild passt.

Treten Sie doch mal aus Ihrem Wolkenkuckucksheim heraus auf den Boden. Ich konnte, durfte und musste glücklicherweise durchgehend arbeiten. Nichtsdestotrotz lässt mich das Schicksal derer, die im Veranstaltungs-, Kultur- und Reisesektor beschäftigt waren(!) nicht kalt.

Mit Pessimismus ist keine Zukunft zu gestalten, aber mit Schönfärberei und Ignoranz ganz sicher auch nicht!

@Meffert, 18:58 Uhr

Lieber Herr Meffert,
ich möchte mich ausdrücklich bei Ihnen entschuldigen. Auch weil ich Ihren kompetenten und respektvollen Umgang in diesem Forum sehr zu schätzen weiß. Wir alle, auch ich, vergessen leider viel zu oft, dass hinter jeder Wirtschaftskrise schwere Schicksalsschläge stehen. Ich kann sehr wohl nachvollziehen, wie sehr Ihre Familie aktuell leidet. Und trotzdem glaube ich, dass wir unser Land nicht schlecht reden, sondern auf dem aufbauen sollten, was erreicht wurde. Und natürlich denjenigen helfen, die unsere Hilfe benötigen. Nur so schaffen wir Zukunft.

@Kaneel um 20:52

Volle Zustimmung! Auch ich wurde hier bereits als Coronaleugnerin beschimpft, nur weil ich einzelne Maßnahmen kritisiert habe. Die Ignoranz von einigen ForistInnen hier ist durchaus bedenklich. Wobei mir Adeo60 da doch eher harmlos erscheint. Da gibt es hier schon noch andere Kaliber. Ich glaube, Adeo60 hat in diesem thread ziemlich viel Gegenwind bekommen. Das war heute aber meiner Meinung nach auch angebracht.

@Kaneel, 20:52 Uhr - Zusammenhalt und Respekt

Auch mich lassen persönliche Schicksale in der Corona-Krise und in anderen Lebenssituationen nicht kalt. Und gerade dann ist Solidarität und Zusammenhalt gefordert. Diesen Zusammenhalt sehe ich, wenn Menschen sich an die Corona-Regeln halten und - mehr noch - als Ärzte, Schwestern, Pfleger u.a. wirkliche Konchenarbeit unter hohen Risiken ableisten. Dies sind für mich die wahren, namenlosen Helden. Und natürlich führen die Beschränkungen durch Corona zu Problemen der Wirtschaft, zu Kurzarbeit, vielleicht Arbeitsplatzverlust. Aber was wäre ohne die Maßnahmen? Die USA sehe ich als Menetekel, was geschehen kann, wenn man die Augen verschließt.Also denke ich, dass es richtig ist, moderat und zumutbar das Leben einzuschränken, zugleich aber die Wirtschaft zu unterstützen und damit die Menschen, die dort arbeiten. Das ist,glaube ich, keine Schönfärberei und Ignoranz, sondern Aufbruchstimmung und eine "jetzt erst recht Mentalität". Jeder muss seinen Weg finden und den des anderen respektieren.

@Zwicke, 19:34 Uhr

Man kann anderer Meinung sein, sollte aber die Meinung des anderen stets respektieren. Ich sehe in der Tat Zeichen für einen langsamen wirtschaftlichen Aufschwung - und freue mich darüber. Sie müssen diese Freude nicht teilen und ich respektiere dies.

Ist doch egal, was heute

Ist doch egal, was heute pleite geht. Wenn die Geschäfte halbwegs Substanz hatten, gibt es sie in zwei Jahren wieder.
Ewiges Wachstum ist ohnehin ein Märchen und so trennt sich mal die Spreu von Weizen.
Für Einzelschicksale erstmal blöd, da er die finden schon woanders ihren Weg. Geht doch gar nicht anders und ist alles nix Neues.
Überdramatisierung.

@Hirschauer, 19:29 Uhr

Jeder kann in seinem persönlichen Bereich etwas für die Gesellschaft tun - und sei es nur durch Zuhören, Mut machen oder Nachbarschaftshilfe. Corona fordert von uns allen, auch von mir, eine Menge Disziplin. Aber ist es nicht ein tolles Gefühl, wenn unser Land die Krise durch den Zusammenhalt der Gesellschaft so gut meistert...? Sie haben natürlich recht. Migranten, die in der Pflege arbeiten und dort einen wirklich guten Job machen, werden mitunter abgeschoben. Menschen, die arbeiten wollen, finden keine Arbeit. Es gibt auch bei uns noch genügend Baustellen und dennoch meine ich, dass das Positive überwiegt und es sich lohnt, dafür zu kämpfen.

Meinem Gefühl nach ...

... muss ich mal kurz Adeo60 zur Seite springen, da ich glaube, dass er einfach nur missverstanden wurde.

In diesem Forum geschieht es leider unheimlich oft, dass unser Land als völlig zerrüttet, wirtschaftlich am Boden und überhaupt als fast das schlimmste Land auf der Erde dargestellt wird. Dagegen wendet sich Adeo60 dann regelmäßig mit bewundernswerter Geduld.
Die heutigen Beiträge sollte man mMn in diesem Kontext sehen, zumal er es ja auch schon so zurechtgerückt hat.

Es ist völlig richtig, dass es gerade im Bereich Kultur/Gastro etc. einige Regelungen gibt, die ganz und gar nicht hilfreich sind, und dass bisher nichts getan wurde, um das abzustellen.
Und es ist völlig richtig, das zu kritisieren.

Aber ich glaube nicht, dass Adeo60 etwas gegen eine solche Kritik hat, sondern ihm geht es darum, dass wir bei aller berechtigter Kritik nicht vergessen, dass es uns als Gesellschaft in diesem Land auch in Coronazeiten immer noch deutlich besser geht als den allermeisten anderen.

20:55 von Adeo60

Sie müssen sich nicht bei mir entschuldigen, war ja nicht persönlich gemeint. Aber ich finde, dass man bei aller berechtigten Unterstützung vieler Maßnahmen der Bundesregierung trotzdem auch die nicht aus den Augen verlieren darf, die davon eben gar nicht oder nur am Rande profitieren. Im Übrigen stimme ich mit Ihnen durchaus überein, wenn Sie beklagen, dass manche unser Land immer und unter allen Umständen schlecht reden wollen. Beides ist falsch - übertriebenes Lob wie substanzloses Schlechtmachen.

21:07 von Adeo60 @Kaneel, 20:52 Uhr

Sie wollen oder können mich nicht verstehen. Wir reden aneinander vorbei. Ich bin für die Maßnahmen. Und für bessere Unterstützung der Kulturschaffenden. Warum müssen Sie mir, die ich bereits im Februar (!) Abstand gehalten habe und keine Hände mehr geschüttelt habe, meine Einkäufe desinfiziert habe, die Maßnahmen erklären?

Sie schaffen eine Distanz zu anderen, m.M.n. Nicht ich.

@Leipzigerin59, 19:27 Uhr

Ich kannte und kenne die persönliche Lebenssituation von Forfuture leider nicht und ich bedauere es sehr, dass ichin meiner Argumentation kühl und herzlos gewirkt haben mag. Hinter jeder Krise stehen auch menschliche Schicksale - und diese dürfen uns nicht gleichgültig sein. So ist es kein leichter Spagat, zwischen einer möglichst florierenden Wirtschaft ohne Hemmnisse und dem Schutz der Gesundheit der Bürger zu jonglieren. Vielleicht würde auch ich, in einer bestimmten Lebenssituation, anders werten und abwägen. Ich unterstelle der Politik, verantwortungsvoll mit der Krise umzugehen. Sie investiert viel Geld, sehr viel Geld, das spätere Generationen belasten wird. Und die Politik verbreitet Optimismus, weil es durchaus positive Ansätze gibt und dies die Triebfeder für Wachstum ist. Ich fürchte, mehr kann Politik nicht leisten...

@Adeo60

Lieber Adeo60,
ich möchte Ihnen meinen Respekt aussprechen dafür, dass Sie Ihre Position, die ich nachvollziehen und in Ansätzen auch teilen kann, so beherzt verteidigen. Und ich gebe Ihnen Recht, dass Meinungen immer respektvoll diskutiert werden sollten. Ich glaube, dass Sie bei allem positiven Denken vielleicht ein bisschen übertreiben und deshalb haben Sie hier einigen Widerspruch erfahren. Ich bin übrigens auch glücklich in diesem unseren Land leben zu dürfen und möchte in keinem anderen Land lieber sein. In der aktuellen Krise macht unsere Bundesregierung finde ich einiges richtig. Aber gerade in letzter Zeit gibt es in meinen Augen schon zunehmend Diskussionsbedarf, der aktuell leider noch nicht ernst genommen wird l. Ich traue es unserer Regierung aber durchaus zu, das noch zu erkennen und zu verbessern. Herzliche Grüße!

@Peter Meffert, 21:23 Uhr

Volle Zustimmung!

@Kaneel, 21:24 Uhr

Ich denke, Sie haben mich missverstanden. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich mich falsch ausgedrückt haben sollte. es war nun wirklich nicht meine Absicht, Ihnen "die Schutzmaßnahmen zu erklären". Dazu gab es auch keinen Anlass!

um 21:18 von HäuptlingOrm

Zu der geradezu brutalen Gleichgültigkeit mit der Sie hunderttausende zusammenbrechender Existenzen abtun will ich gar nichts schreiben , würde ich antworten, wie es Ihr Kommentar verdient, bekäme ich den roten Balken.
Zu Ihrer offensichtlich wenig bedachten Theorie, die gesunden Firmen unter denen die nun pleite gehen, wäen in zwei Jahren wieder da möchte ich für die, die hier die Diskussion mit Substanz verfolgen immerhin etwas schreiben. Ihnen fehlt der Sachverstand um zu erkennen, dass hier gerade komplette, sehr effiziente und gesunde Strukturen mutwillig und fahrlässig mangels Unterstützung von der BR zerstört werden. Diese immense Schaden wäre mit einem Bruchteil der aus dem Zusammenbruch resultierenden Kosten für den Staat zu retten. Tut man dies nicht wird es viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte dauern neue zu schaffen. Bei manchen Branchen wird dieser kapitale Fehler der BR die Gesellschaft nicht nur viel Geld, sondern auch viel Lebensqualität und Innovationskompetenz kosten

21:22 von DrBeyer

Aber ich glaube nicht, dass Adeo60 etwas gegen eine solche Kritik hat, sondern ihm geht es darum, dass wir bei aller berechtigter Kritik nicht vergessen, dass es uns als Gesellschaft in diesem Land auch in Coronazeiten immer noch deutlich besser geht als den allermeisten anderen.

Das mag gut sein, aber für mich geht das aus seiner Formulierung nicht hervor. Und ich wehre mich dagegen, dass man keine konstruktive und differenzierte Kritik formulieren darf. Von Adeo60 insbesondere kommt für mich nur einseitige Regierungsinschutznahme. Ich bin ganz sicher gegen jegliche Pauschalisierung. Aber nur weil ich vorsichtig Kritik an einzelnen Punkten äußere, werde ich als Maßnahmenverweigerin eingeordnet. Kann ich nicht nachvollziehen und finde ich schade. Dass ich trotz allem froh bin, in Deutschland zu leben, hatte ich nebenbei auch schon mal erwähnt. Muss ich das jedesmal dazu sagen, bei dem wenigen zur Verfügung stehendem Platz?

@DrBeyer, 21:22 Uhr

Sie haben meine Intention völlig zutreffend widergegeben. Ich muss gestehen, dass auch ich in meiner Argumentation mitunter einige Aspekte ausklammere, auch weil es der Platz nicht zulässt, vielleicht auch überspitzt die politische Arbeit etwas euphorisch - zu euphorisch - lobe. Ich versuche dadurch aber einen Gegenpol zu bilden, wenn oft sehr einseitig und unsubstantiiert unser Land und seine Regierung schlecht geschrieben wird. Ich fühle mich durchaus als Patriot, aber zugleich auch als Weltbürger. Nochmals DANKE für die zutreffende Beschreibung meiner grundsätzlichen Haltung zu den Themen der Zeit.

Ich sehe die Lage auch nicht

Ich sehe die Lage auch nicht so optimistisch, vor allem auf längere Sicht. In derselben Ausgabe der TS ist schon von weiterem Stellenabbau die Rede, die 4-5000 bei KarstadtKaufhof, die 30000 bei Continental weltweit, wieviel davon in D wurde nicht gesagt. Ich denke da werden noch einige folgen. Und die Auswirkung der Pandemie auf Exporte ist noch gar nicht abzusehen. Ich lebe in Spanien, wo die Wirtschaft beispiellos eingebrochen ist. Ich glaube nicht, dass sich die Mehrheit der Spanier in den nächsten Jahren ein schickes dt. Auto wird leisten können, als Paradebeispiel für den Export. Hier geht es nämlich wirklich bald um das schiere Überleben. Und die dt. Hidden Champions, die sich ja oft auf komplexe Produktionsmaschinen konzentrieren, werden das spätestens 2021 auch zu spüren bekommen, dass mit fallenden Exporten auch die Produktion nachlassen wird, wenn man sich die ganzen Zusammenhänge ausmalt, kann einem nur schwindlig werden...

Konjunktur

Ob das nicht noch etwas zu früh ist für eine Bilanz?

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