Ihre Meinung zu: Proteste in Wisconsin: Festnahme nach tödlichen Schüssen

26. August 2020 - 21:56 Uhr

Nach den Protesten in Kenosha mit zwei Todesopfern ist ein 17-jähriger Mordverdächtiger in Gewahrsam genommen worden. US-Präsident Trump kündigte an, die Nationalgarde zu entsenden.

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Kommentare

Was passiert, wenn eine

Was passiert, wenn eine friedliche Demo von gewaltbereiten Gruppen gekapert wird, egal ob aus links- oder rechtsextremistischen Absichten oder als Agents provoquateurs?

Wenn alle friedlichen Demoteilnehmer sich entfernen - die Randale ist da und geht weiter. Jede Demo kann so gekapert werden und die Schuld an Ausschreitungen bekommen die, die ganz normal ohne Gewalt ihren Protest kundtun wollten.

Kapiert das doch bitte endlich mal: so kann man jede noch so friedliche Bewegung in Misskredit bringen. Sollen diese auf ihr Demonstrationsrecht verzichten, damit bloß niemand dazwischen funken kann?

"Proteste in Wisconsin: Festnahme nach tödlichen Schüssen "

Mann Stelle sich einfach nur mal "Hypothetisch" vor das würde so in Russland, China, Weißrussland, Venezuela oder Kuba stattfinden! Wie währe dann die Berichterstattung hier?

Proteste in Wisconsin: Festnahme nach tödlichen Schüssen

Ja. Konsequenzen sind häufig umstritten, aber es muss sie nun einmal auch geben. Und wenn die Jugend auf die Idee kommt, dass viel Langeweile sich irgendwann in dumme Gedanken und Gewalt entladen muss, dann brauch man sich auch nicht zu wundern, dass Präsident Trump das ausnutzt und nun mit Vergnügen das Krisenmanagement sucht und die Polizei bzw. die Armee nach Wisconsin schickt. Hinzu kommt, dass Wisconsin 2016 knapp bei der Wahl Trump zugefallen ist. Die Menschen, die in der Stadt Kenosha bewusst die Gewalt bis zu zwei Morden gesucht haben, brauchen jetzt nicht auch noch die beleidigten Leberwürste zu spielen, weil ihnen die Armee in der Stadt nicht passt. Genau das ist das Problem bei einer Generation, die vermutlich am langen Zügel erzogen, sich sogar mit der Polizei meint schlagen zu müssen.
Dies entschuldigt natürlich auch nicht auf der Seite der Polizei, wenn diese mit Gewalt vergleichbar mit Minnesota bewusst gegen Schwarze vorgegangen sind.
Festnahmen sind nicht verkehrt!

Waffen + schwaches Sozialsystem + Katastrophen...

Was wir hier sehen ist die Kombination von frei verfügbaren Waffen für Jedermann (im Zweifel aus dem Nachbar-Bundesstaat...), einem katastrophalen Sozial- und Gesundheitssystem, einer nie wirklich bewältigten Vergangenheit im Hinblick auf die Sklaverei, die bis heute noch dazu führt, dass die Schwarzen unterprivilegiert sind und nicht zuletzt die allgemeine Katastrophen-Lage aus Coronavirus und einem Präsidenten, der das Land auf einem Ego-Trip immer weiter spaltet.

Demonstrationen erzeugen Chaos, Chaos wird von Plünderern und Vandalen genutzt, um im Schutz dieses Chaos Straftaten zu begehen, der Präsident nutzt diese Straftaten, um die Demonstrationen zu de-legitimieren und schon haben wir einen - zu Recht - wütenden Mob auf der einen Seite und weiße Bürgerwehren mit vollautomatischen Gewehren auf der anderen Seite.

Wundert es da irgend wen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Sache weiter eskaliert? Noch ein paar solcher Vorfälle und das Pulverfass explodiert endgültig...

Proteste in Wisconsin !

Der tödliche Übergriff der Polizei ist ja schon schlimm, dass aber jetzt auch noch weiße Rassisten mit Gewehren als Bürgerwehr durch die Straßen ziehen und Leute erschießen, dürfte sehr viel mit der verfluchten Rhetorik von Trump tun zu haben. Das ganze artet immer mehr in einem Klassenkampf aus, und der Präsident beschwichtigt mit keinem Wort.
Natürlich befürworte ich die Krawalle in keiner Weise, ich finde aber friedliche Proteste sehr wohl angebracht.
Aber auch die Polizei könnte durch die Verhaftung des Polizisten, der die Schüsse abgegeben hat, für ein Stück Ruhe sorgen. Ich frage mich, warum dauert diese Untersuchung solange ???
Und die Polizei wie auch die Nationalgarde sollte sich um diese so genannten Bürgerwehren kümmern, denn die haben da absolut nichts zu suchen, außer sie wollen das Ganze weiter anheizen, was anscheinend der Fall ist.
Dass dies aber kein einziger Republikaner verurteilt, sagt auch einiges aus, Leider !!!

rer Truman Welt

Ja sicher, daß Trumpsche Rezept: schön anheizen und es dann zum Kochen bringen und das möglichst bis zum 3. November. Danach interessiert ihn das nur noch wie feuchter Kehricht!
Die Strategie ist nur banal und primitiv. Aber was sollte auch anderes erwartet werden?

Proteste in Wisconsin !

Habe gerade gelesen, dass einige Teams der NBA ihre Spiele aus Protest boykottieren, finde ich echt klasse und dies sollte weiter Schule machen, denn die großen Stars haben ein sehr großes Publikum und eine große Reichweite !!
Das wird Trump sicher überhaupt nicht gefallen und er wird darüber schimpfen wie ein Rohrspatz. Gut wäre es natürlich wenn andere Ligen und Sportler sich anschließen würden, um so den Druck massiv zu erhöhen.
Natürlich sollten die Proteste, wenn irgend wie möglich, friedlich bleiben, und nicht von Chaoten oder weißen Idioten gekapert werden. Das sollte die Polizei überall im Blick haben und dementsprechend reagieren. Es kann doch nicht sein, dass Weiße mit Waffen durch die Straßen ziehen und auf Demonstranten schießen. Mit dafür verantwortlich ist aber ein unfähiger, Empathie- loser Präsident und seine Reps, die alles dulden und zulassen.

23:14 von harpdart

ganz so einfach würde ich die Sache nicht sehen !
gelegentlich - so könnte ich mir vorstellen - haben auch sogenannte friedliche Demonstranten
eine nicht unerhebliche Schuld
Wenn einige wenige Steine werfen, den Schutz der Masse nutzen
und die übrigen Demonstranten sich nicht dagegen wehren
denen sogar noch Schutz bieten
hier wurde ja schon gesagt, es wäre nicht Aufgabe, die der Polizei zu übergeben
dann würde ich behaupten "Mitgegangen ... Mitgehangen"

Re : harpdart !

Sicher, es gibt überall etliche Chaoten, die öfters eine friedliche Demo kapern und für ihre Zwecke, zu randalieren und zerstören nutzen. Aber dazu gehören nicht nur schwarze, sondern auch viele weiße, durch geknallte, die dann gleich mit Waffen durch die Straßen ziehen, und diese leider auch benutzen. So etwas nennt sich dann Bürgerwehr, weil diese die Schüsse auf den Afroamerikaner wahrscheinlich auch noch gut fanden.
Für die tatsächliche Wahrheit, dass dieser Mann nur einen Streit schlichten wollte, und nur dadurch mit der Polizei in Kontakt kam, interessieren diese Rassisten sich doch nicht, sonder sie wollen ihre Macht demonstrieren und für Chaos sorgen, damit die Armee kommt. Da verlassen sich sich auf IHREN Präsidenten !! Echt eine Schande !!

gibt es die seit Trump ?

Die heutigen Bürgerwehren in den USA begannen in den 1990er Jahren aus dem Boden zu sprießen,
als der Demokrat Bill Clinton Präsident war.
Unter seinem Nachfolger, dem Republikaner George W. Bush, ebbte die Welle ab.
Doch mit dem Demokrat Obama erreichte sie einen neuen Höhepunkt.
Derzeit gibt es schätzungsweise 165 Bürgerwehren in den USA,
wie Ryan Lenz von der Forschungs- und Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center erklärt.

23:14 von harpdart

"Was passiert, wenn eine friedliche Demo von gewaltbereiten Gruppen gekapert wird, egal ob aus links- oder rechtsextremistischen Absichten oder als Agents provoquateurs?

Wenn alle friedlichen Demoteilnehmer sich entfernen - die Randale ist da und geht weiter. Jede Demo kann so gekapert werden und die Schuld an Ausschreitungen bekommen die, die ganz normal ohne Gewalt ihren Protest kundtun wollten."

,.,.,

Genau das scheint mir der Punkt.

Einfach nur unverständlich

Ich bin über alle Seiten - auch hier - erstaunt. Ein Mensch wurde erschossen, und dies recht offensichtlich zu Unrecht. Wie sollte reagiert werden? Offensichtlich mit rechtsstaatlichen Mitteln. Wie wird nun aber reagiert? In den USA mit Plünderungen und Gewalt. Und hier? Teilweise mit merkwürdigen Haltungen wie etwa "Gewalt rechtfertigt Gegengewalt". Wirklich? Wie war das doch im Alten Testament? Bei "Zahn um Zahn" gehen allen ziemlich schnell die Zähne aus.

@Robert Wypchlo

Sie haben da was falsch verstanden. Der Mörder ist Trumpist. Ein Weisser, der einer selbst ernannten Miliz angehöhrt.
Der freut sich, wenn Trump einmarschiert.

Die Polizei hat sich Teils mit diesen rassisten-Milizen verbündet. Es wurden diese willkommen geheissen und für ihr Erscheinen gelobt. Aufgabe der Polizei wäre diesen Formen von Lynch-Justiz einen Riegel vor zu schieben.

Ich habe mich vor einem Jahr mit einer USAmerikanerin unterhalten, deren Vater und Brüder sich zum Kampf für ein weisses Amerika aufrüsten. Trump bereitet mit seinen auch jetzt zu vernehmenden Angstmacherreden das Feld für einen Bürgerkrieg. Man kann nur hoffen, dass Biden da zumindest Teile dieses verängstigten weissen Mobs wieder in die Gesellschaft zurück führen kann.

23:16 von Dennis K.

frei verfügbaren Waffen für Jedermann (im Zweifel aus dem Nachbar-Bundesstaat...), einem katastrophalen , einer nie wirklich bewältigten Vergangenheit im Hinblick auf die Sklaverei, die bis heute noch dazu führt, dass die Schwarzen unterprivilegiert
.
aber so stellt sich die US amerikanische Gesellschaft dar
wer will ein anderes Sozial- und Gesundheitssystem ?
die Menschen stehen hinter ihrer Waffenlobby
und wenn in einer Straße ein "Schwarzer" einzieht, verlassen die Weißen das Gebiet
die Grundstückspreise fallen, und auch das soziale Milieu ändert sich
das war vor 30 Jahren so, so ist es noch heute ... warum !

Aha. Trump schickt die

Aha.
Trump schickt die Nationalgarde.
Soldaten.Soldaten gegen das eigene Volk.
Gegen das eigene Volk,dass dagegen protestiert von den Polizisten niedergeschossen zu werden.

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