Kommentare

Wie man's richtig macht - siehe ESTLAND.

Die Bundesregierung sollte sich endlich mal ein Beispiel am digitalen Vorreiter Estland nehmen.
Jeder der schon mal in Estland gewesen ist, weiß die digitalen Vorzüge zu schätzen - zurück in Deutschland fühlt es sich dann oft wie in einem "Dritte-Welt-Land" an.
Vor allem in den Schulen ist in Estland alles digitalisiert und auch das Lernen ist nicht so stupide wie bei uns, sondern es wird in Projekten gelernt und sinnvolle Dinge wie programmieren. Es gibt sogar eine Projektarbeit in der in der Schule online eine Firma gegründet wird (das geht in Estland dank der Digitalisierung in 20 Minuten online).

So ist es

" Die schlechte Nachricht ist: Wir werden kaum ganz schnell und kurzfristig zu Veränderungen kommen. "

Das dauert Jahre, einige Regionen oder besser Bundesländer sind da schon etwas besser, die haben aber auch eine anderer Struktur.
Man muss ich nur mal den Bildungsmonitor ansehen, das reicht schon.

Ja und?

Die Corona Krise hat doch gezeigt, dass digitales Lernen den Präsenzunterricht nicht ersetzen kann.

In den 1980er Jagren wurden an vielen Schulen für viel Geld Sprachlabore eingerichtet und nach wenigen Jahren auf den Müll geschmissen.

Auch wenn es viele nicht hören wollen: SchülerInnen lernen am besten im von Lehrerinnen geführten Unterricht. (Auch wenn diese nicht jedes Defizit kompensieren können- das ist auch nicht ihre Aufgabe).

Motivation

Viele Kommentatoren weisen zurecht darauf hin das viele Schüler unmotiviert sind.
Natürlich im Präsentunterricht werden diese nach hinten gesetzt, um die vorderen lernwilligen Kinder nicht zu stören.
Ich erkenne da eher ein Versagen des ganzen Schulsystems.
Und auch den Vorteil des IT. lernens, den dort können die Hinterbänkler die Motivierten Schüler nicht stören. Dort braucht der schnelle nicht auf den sorgfältigen langsamen zu warten, dort kann niemand körperliche Gewalt gegen schwächere Kinder und Lehrerinnen ausüben.
Dort muss der Verweigerer Stellung beziehen. Mache ich nicht mit kann ich Morgen Harz 4 besorgen.
Oder oh der Computer behandelt mich wie alle anderen, es liegt an mir etwas zu verstehen, ohne den Lehrer Nerven zu müssen. Ohne die crasse Anmache weil ich der stärkste Macho bin.
Das Lernen kann gelernt werden.
Und natürlich gibt es viele Kinder, für die andere Lernmethoden vlt. besser sind. Sport Hygiene und Nahrung dürfen auch nicht vernachlässigt werden.

Land der „Bedenkenträger“

„Die Hoffnung "viel Geld hilft viel" greife zu kurz“

Vor allem, wenn das viele Geld falsch investiert wird:
„tagesschau.de: In der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass Schulen und Lehrer teilweise sehr schlecht auf die Herausforderungen des digitalen Lernens vorbereitet sind“.

„Allerdings gibt es in Deutschland eine verbreitete Skepsis gegenüber digitalem Lernen in der Schule. Es gibt viele Bedenken und >>keine große Offenheit dafür, digitale Medien zu erproben.
tagesschau.de: Wer hat diese Skepsis? Wer sind die Bedenkenträger?
Kerres: „Es ist eine Mixtur aus ganz verschiedenen Personen: Lehrer, Elternvertretungen, die sich Gehör verschaffen, die Kultusbürokratie, die Kommunen, die als Schulträger für die Ausstattung verantwortlich sind. Überall findet man Personen, die kritische Argumente hervorbringen. Da ist dieser Prozess dann manchmal komplett in Frage gestellt worden, und nichts geht weiter“

Auf „Kosten“ derer, an denen unsere Zukunft „hängt“. Und die völlig offen für die sind.

Es braucht nicht jede Schule einen eigenen Server

Die ganzen Webpräsenzen der Schulen inkl. die für Homeoffice nötigen Server, E-Mail Dienst, Versionsverwaltung usw. könnte man für alle Bundesländer in ein paar wenige Rechenzentren zusammenfassen und so zentral vom Profis verwalten lassen.

Das gehört also gar nicht in die Schulen, sondern zentral ausgelagert.
Die Anbindung zur Schule von Zuhause aus wird ohnehin schlechter sein, als wenn der Server der Schule woanders, nämlich im Rechenzentrum direkt in der Nähe der großen Internetknoten stehen würde.

In den Schulen reichen so normale Clients, ein ordentliches Netzwerk und gegebenenfalls noch ein Inhouse Server als Notlösung, für den Fall, das ein lokaler Bagger die Internetleitung gekappt hat.

Es macht überhaupt keinen Sinn, dass jede Schule ihren eigenen E-Mail Server aufsetzen soll und dafür nicht geeignetes Personal, wie eben Lehrer, dann die Wartung übernehmen sollen.

Der Abstand wird immer größer.

`Deutschland Schlusslicht beim digitalen lernen`. Und der Abstand zu den West- und Nordeuropäischen Staaten wird immer schneller immer grösser. Es ist unbegreiflich das man nicht jetzt gleich am Anfang der Corona Krise die Maßstäbe gesetzt hat. Da werden Milliarden investiert in überflüssigen Arbeitsplätzen einiger überflüssigen Industrien statt in Ausbildungskräfte und Material für digitales lernen . Und beides wäre möglich gewesen, sowohl Fachkräfte als Material. Es ist als wollte man dies einfach nicht. Die Schule muss so sein als vor 100 Jahre. Diese Zeiten des reinen herkömmlichen Lernen sind vorbei. Schauen Sie sich die Schulräume in Nord-und Westeuropa an, da ist digitales lernen möglich und es wird gemacht.

Und es funktioniert nur, wenn an der Basis der Wille da ist

und das Verständnis sowie das Know How. Unabhängig von den Mitteln, die zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht man immer wieder, dass dort, wo es engagierte Schulleiter gibt, es besser funktioniert, dort wo Veränderungsresistente Schulleiter geduldet werden, funktioniert es nicht - gleiches gilt für die Lehrer. Es ist ein Verbrechen an den Kindern, dass dieses Thema nicht mit Priorität A* von den Regierenden behandelt wird. Meiner Meinung nach müssten sämtliche Verantwortlichen das Thema als oberstes Ziel bekommen - die Aufgabe ist erst dann fertig, wenn wir die Nummer 1 in der Welt in Sachen Digitalisierung sind...solange das nicht der Fall ist, ist es ein Versagen der Verantwortlichen...

"Deutschland Schlusslicht beim digitalen Lernen"

Deutschland scheint in vielen "Zukunftsdisziplinen" etwas hinten zu sein. Wir hängen halt an den guten alten Zeiten - ist nur ne Frage der Zeit, bis wir für unser Schulsystem den Schutz des Weltkulturerbes beantragen. Ebenso vielleicht für die Bundeswehr oder die Autobahn (zumindest die nicht temporeglementierten Teile).

@ um 16:25 von Savi_our1983

Unsere Politik könnte sich von anderen Ländern auch ein vernünftiges Rentensystem abgucken, oder ein sehr gutes Pflegesystem oder auch wesentlich bessere Systeme der Kinderbetreuung oder eine bessere Drogenpolitik
Macht sie aber aus unerfindlichen Gründen nicht.
Offensichtlich sind unsere Politiker so Auslandsfeindlich, dass sie besseren Lösungen in anderen Ländern aus Prinzip nicht trauen und maßlos Zeit vertrödeln um eigene, aber schlechtere Lösungen zu finden. Dafür erwarten sie dann aber nicht nur Applaus, sondern auch das Recht, die Höhe ihrer Gage selbst zu bestimmen und Nebentätigkeiten auszuüben, die mehr ihrer Arbeitszeit in Anspruch nehmen, als das Mandat und damit der Auftrag, den sie von ihren Wählern erhalten haben.

alles ganz einfach

Das klingt alles ganz toll: Die digitale Schule soll schnell vorangetrieben werden ohne dass jemand Bedenken äußern darf. Und dann soll das alles völlig dezentral, also gewissermaßen von selbst funktionieren. Dezentral bedeutet ja, dass jemand ohne Vorgaben etwas selber macht. Oder auch nichts macht. Klingt wirklich gut, ist aber nur warme Luft.
Es klingt so, als solle am besten aller Unterricht online erfolgen und die direkte Interaktion zwischen Schülern und Lehrern habe keinen Wert. Dabei müßte als erstes zwischen digitalen Medien im Unterricht, Online-Unterricht und sonstiger Kommunikation unterschieden werden, um sinnvoll diskutieren zu können. Und um unterschiedliche Fächer. Ein wichtiges Beispiel ist hier der Kunstunterricht. Da schaffen Schulen tablets an, auf denen gängige Bildbearbeitungsprogramme gar nicht laufen oder kaum zu bedienen sind. Da fällt der Kunstunterricht dann hinten runter. Und für andere Fächer sind tablets nicht für alle Lernschritte eine Hilfe.

Dienstrechner für Lehrer ?

Und was machen die Lehrer dann damit ?

Bekommen dann die Schulen auch eine IT Abteilung, die sich um Wartung von Soft- und Hardware (IT-Security, Datenschutz, schuleigene Datenbankadministrator)Kümmert oder bekommt dann jeder Regierungsbezirk ein Zentrum für „Applikationsentwicklung in Schulen“, wie das die Sparkassen haben ? Ich mein ja nur ... ein neues Eldorado für Berater !

Das ist doch alles nur sinnvoll wenn Lehreraus- und Fortbildung umstrukturiert (IT-zentrierter) wird. Hilfreich wäre es, wenn mindestens alle Schulen eines Bundeslandes für alle Jahrgangsstufen und Schulformen dieselbe digitale Lernplattform hätten ... daran dürfte es aber schon in der Praxis scheitern.

Ein neues Konzept von „Schule“ bzw „Schulpflicht“ entworfen und umgesetzt wird.

Bisher ist es nunmal so, dass der Staat erwartet, und zum Zwecke der Entlastung der Werktätigen auch fördert, dass Schulpflichtige Kinder vormittags gemeinsam in der Obhut des Staates lernen und ihr Verhalten beobachtet wird.

EDV und öffentliche Hand

Das Thema der Einführung einer EDV in eine wie auch immer geartete Verwaltung (Schule inbegriffen) der Bundesrepublik ist seit jeher die Quadratur des Kreises .

Allein die Begriffe der zentralen Beschaffung und der Notwendigkeit von Ausschreibungen lassen doch schon erahnen, daß derartige Projekte einer "Totgeburt" gleichkommen.

Stichwort hier: Einführung einer EDV bei der Bundeswehr!

Und: Kaum ist dann nach nur 1-2 Jähriger Planung der Beschaffung das Equipment da, ist es bereits veraltet oder war bereits von Beginn an ein Ladenhüter.

Und wenn die Kollegen dann ersteinmal ihren Dienstrechner zuhause stehen haben, fallen in den kommenden Jahren noch mehr Unterrichsstunden aus, da 90 % des Lehrkörpers ersteinmal auf Fortbildung ist.

Läuft!!!

Themaverfehlung: Digitale Schule ist nicht Online Unterricht!

Wie so oft verwechselt die Politik und die Öffentlichkeit die sicher notwendige Digitalisierung an der Schule (Internetzugang, jedem Schüler einen Laptop und Webbasierter Unterricht in der Klasse) mit dem wegen Corona hektisch eingeführtem Online/Distanzunterricht !

Nicht nur die Lehrer sind unvorbereitet, sondern die Schüler selbst auch - und das auch bei allerbester IT Ausstattung zu Hause ! Lernen Online allein vor dem Bildschirm funktioniert nämlich ganz anders als Lernen im Klassenverband mit direkter Zwei-Wege Interaktion mit der Lehrkraft plus erzieherischen Eingriffen der Pädagogen !

„Schulpflicht“ in Deutschland ist nicht umsonst als Präsenzpflicht zu verstehen. Schule dient nicht nur der Bildung, sondern auch der Erziehung der Kinder und auch der staatlichen Kontrolle der Familien bei auffälligen Kindern. Dieses Konzept müsste inkl dem Konzept von „Schule“ und „Lehramt“ komplett überarbeitet werden.

Und: man braucht keine Beamten mehr, Angestellte online Lehrer genügen!

Digitaler Unterricht eigentlich ganz leicht

Die meisten Bundesländer verfügen schon über eigene und sicher Cloudlösungen. Die Schüler müssen zu Hause mit Internet und Endgerät ausgestattet werden (1 zu 1 Ausstattung). Das kann allerdings nicht alleine die Aufgabe der Schulträger sein. Das wichtigste und woran alles Scheitert ist der oft mangelnde Ausbildungsstand der Lehrkräfte. Wenn ein Lehrer nicht weis wie Dateien über eine Cloud teilt oder Ergebnisse einsammelt, hilft die beste Ausstattung nichts. Jeder Schüler kann mit Open Source Programmen kostenlos auf den gleichen Ausstattungsstand gebracht werden wie seine Mitschüler. Auch hier müssen die Lehrer nur entscheiden (Bsp. Libre Office wird von jedem benutzt). Lehrvideos können auch mit dem Heimlaptop gemacht werden. Da brauch es keiner großen Fördermaßnahmen. Da gibt es einen Schlauen Satz von einem schlauen Blaugelben Möbelhaus " Nutze die Möglichkeiten". Interaktive Tafeln in jedem Raum um dem Lehrer das lehren abzunehmen? Muss dass sein?

Die Kirche bitte im Dorf lassen

Das ewige Rumgequake um die digitale Hinterwäldlerei in Deutschland ist kontraproduktiv. Es wird vor allem mehr geredet als gehandelt. Estland als Beispiel anzuführen ist so viel wert wie David gegen Goliath auszuspielen. Ja, in Estland ist jetzt die Digitalisierung fortgeschritten, richtig. Aber sind die Randbedingungen vergleichbar? By the way: Wie viele Nobelpreisträger kommen aus Estland? Oder aus Finnland? Na, klar, *kleines Volk*. Aber Dänemark gehört ebenfalls ganz gewiss nicht zu den bevölkerungsreichsten Ländern. Allgemeinplätze wie *nicht so stupide wie bei uns* und *Sinnvolles wie Programmieren* und ein derart wenig sachliche Kritik, helfen ganz gewiss nicht, den Missstand zu beheben. Meine Erfahrung in Estland: Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts gab es in Tallinn Schulen, in denen die Schulklingel mit der Hand auf dem Flur bedient wurde. Man vergesse das nicht.

Datenautobahn Schlusslicht Deutschland

Das Problem waren die fähigsten Bundes(Maut)minister welche auch heute noch
binäre Zahlen mittels Kuhglocken und Albhorn übertragen.

Ich bin schon auf digitalen Sportunterricht gespannt!

Oder Musik.. oder Kunst ... oder Fremdsprachen ... oder Werkunterricht ... selbst Religion dürfte ab und an digital sehr belustigend sein !

Im Online Chemie Unterricht brauchen die Schüler zumindest keine Schutzbrille mehr!

Spaß beiseite: die Lerninhalte müssten in den kommenden Jahren erstmal aufwendig produziert werden. „Digitales Lernen“ und „Lernen zuhause“ wird auch gegenwärtig völlig durcheinander gebracht.

Ein digitaler Mathe Unterricht mit Laptops statt Heften ( ! ) wäre möglich aber eine echte und sehr Kostenaufwändige Revolution des deutschen Schulalltags und würde völlig neue Rahmenbedingungen fordern! Schulen bräuchten einen „CIO“, der Hausmeister wird zum IT-Administrator etc. Kultusministerien müssten Call-Center für IT-Troubleshooting unterhalten etc

Die nötige IT Infrastruktur müsste regelmäßig gewartet und ggfls erneuert werden, Software müsste aktualisiert und migriert werden etc. Es müsste zentrale Datenbanken mit entsprechender Netzanbindung u. DB-Admins etc

Schwierig aber nicht unmöglich

Es wird sehr schwierig sein aus der Not heraus eine Digitale-Lehrplattform aus dem Boden zu stampfen. Geld allein löst das Problem nicht. Um Lehrer in diese Medium auszubilden wird noch einiges an Zeit vergehen. Dazu kommt das wir immer noch nicht ein wirklich flächendeckendes Internet zur Verfügung haben. In Ländlichen Bereichen sieht es Digital genauso schlimm aus wie mit dem ÖPNV.
Vorstellen könnte ich mir, das mit dieser Unterrichtsform durchaus in der Erwachsenenbildung begonnen werden könnte. Wenn die Erfahrungen dort ausgewertet sind stufenweise in den oberen Klassen fortgeführt werden. Also bis wir ein funktionierendes Digitales Lernsystem haben wird eine menge Zeit vergehen.

Geld hilft nicht, wenn Kompetenz fehlt.

Was es vor allem braucht sind zumindest landesweite, am besten aber bundesweit einheitliche Vorgaben, wie die digitale Ausstattung auszusehen hat. Mit diesen können die Schulen dann zu Dientleistern gehen und genau diese umsetzen zu lassen.
Derzeit sieht es aber eher so aus, dass vom Land nur Vorgaben des Typs "Macht mal was mit Digitalisierung." kommen und jede einzelne Schule vor sich hinfrickelt.
Da an den Schulen in der Regel niemand weiß, wie man eine vernünftige Digitalisierung umsetzt, hängt es bestenfalls am Dienstleister, der dann jedoch das installiert was er für richtig hält, was er verkaufen will oder was die Schule bereit ist zu bezahlen und nicht das, was die Schule benötigt. Schlimmstenfalls wird alles einem Lehrer als Nebenaufgabe aufgebürdet, der natürlich weder qualifizert ist noch fachlich Ahnung hat und irgendwas zusammenfrickeln lässt, das noch schlechter ist, als die schlechteste Komplettlösung eines Dienstleisters.

Verschlafen

Warum schauen wir nicht über Ländergrenzen? Selbst die baltischen Länder sind uns um Nasenlängen voraus. Wir stellen nur fest und verändern nichts. Die Österreicher haben das bessere Rentensystem. Das juckt unsere gut versorgten Politiker gar nicht. Sie finden mit Akribie das Negative heraus und unterschlagen das Positive.
Deutschland hat beim Ausbau des digitalen Netzes ein riesiges Problem. Sind die Gewinne für die Anbieter zu gering? Wie machen das aber die anderen Länder? Unsere Kinder stehen der Digitalisierung doch positiv gegenüber. Warum immer wieder das Herumgeeiere?

Digitaler Unterricht

Es ist eine Schande für unser Land,
dass wir hier so weit zurückliegen und jetzt
JAHRE brauchen werden um wieder vorreiter werden zu können.
Unseren Kindern, sind wir dass schuldig.

Also ran an die wichtigen Dinge und Ärmel hoch.
Wir können dass.

Man kann nur mit dem Kopf schütteln.
Pure Trauer.

Aber dann, auf gehts. ;)

@friedrich peter... um 16:42

„Da werden Milliarden investiert in überflüssigen Arbeitsplätzen einiger überflüssigen Industrien statt in Ausbildungskräfte und Material für digitales lernen.“
-> welche „überflüssige Arbeitsplätze und Industrien“ meinen Sie denn? Das wird mich sehr interessieren, v. a. wie viele Arbeitsplätze damit verbunden sind.
„Die Schule muss so sein als vor 100 Jahre...“
-> Ist sie definitiv nicht mehr, das müssten Sie eigentlich wissen.
„Schauen Sie sich die Schulräume in Nord-und Westeuropa an...“
-> bei den skandinavischen und baltischen Ländern mag das stimmen (wobei Vergleiche mit denen schon aufgrund der Bevölkerungszahl problematisch ist, aber Westeuropa? Ist es in Frankreich, Spanien, Portugal besser? Vielleicht an Privatschulen (da sieht’s bei uns auch anders aus), aber doch nicht in Schulen der öffentlichen Hand.

Es wird in Deutschland diesbezüglich vorangehen, aber nicht in dem Tempo wie es sich manche wünschen.
Es gibt auch noch andere Themen, die wichtig zu bewältigen sind.

Der Bildungsforscher trifft den Kern

Lediglich zentral sollten die Rechner, Programme doch sein, wie auch einige IT Profis hier schreiben. Nicht jede Schule muss das Rad neu erfinden.

Es ist nicht Aufgabe der Lehrer, die Vorraussetzungen zu schaffen - ähnlich in großen Unternehmen- es muss professionell installiert werden und nicht mit privaten Geräten unterrichtet werden, richtig.

Ja, Crashkurse in anderen Ländern könnten helfen, wichtig wäre viel zu probieren und zu sehen, bevor man entscheidet und investiert.

Es ist also in der Tat eine Sache, die noch dauert. Jedoch sollte das Ziel sein zb. ab 2. Halbjahr 2021 steht das IT System.

Nur dann ist es zu verkraften, wenn man nach wie vor mit gemailten Aufgabenlisten, ohne Rückkopplung Jeglicher Art als Eltern Lehrer spielen soll.

Zur Überbrückung würde ich jedoch wünschen mehr Initiative der Lehrer, mehrstündigen Unterricht als Videounterricht zb. derzeit eben noch vom privaten Gerät.
Für den Fall der Fälle- dass Unterricht nicht präsent fortgeführt werden kann.

Heute Schulfrei: Hitze? Nein, Netzwerkausfall!

Wie ich deutsche Behörden kenne, wird spätestens 10 Jahre nach Einführung der „digitalen Schule“ keiner mehr wissen/können wie man analogen Unterricht durchführt.

Ich sehe sie schon vor mir, die dpa Meldungen 2035: „Erneut müssen Hunderttausende Schüler in NRW zu Hause bleiben - Großflächiger Netzwerkausfall“ „Routerprobleme nach Blitzschlag beim bayerischen Online Abitur verhinderte Prüfung“ „Schuldatenbank in Bremen gehacked: tausende Noten gefälscht!“ „Statt unentschuldigt Fehlen: Schüler immer öfter offline!“ etc.

Vermischung

Hier werden die beklagenswerten Umstände des regulären Unterrichts wild mit der besonderen Corona-Situation durcheinander geworfen.

"Digitales Lernen" bezieht sich auf den regulären Schulunterricht. Das hat mit Homeschooling gar nichts zu tun. Denn beim digitalen Lernen geht es darum, in der SCHULE zu nutzen, was das Internet zu bieten hat, und das geht nur mit entsprechender Ausstattung.

Beim HOMEschooling geht es um die Ausstattung ZU HAUSE. Das hat mit den Schulen nullkomma garnichts zu tun.

Es gibt nun mal manche Schüler, die sich mit zwei Geschwistern Rechner und Internet teilen müssen und nebenbei noch auf diese aufpassen sollen. Und es gibt Schüler, die als Einzelkind über ein voll ausgestattetes 30qm Zimmer verfügen. Und dann noch alles dazwischen.

Daran kann keine Schule und keine Regierung was ändern.
_

Digitales Lernen = Das Schlechteste fürs Kind

Unter dem Begriff "Digitale Demenz" wird vieles vom aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den schädlichen Auswirkungen vom digitalen Lernen zusammengefasst. Prof. Dr. Manfred Spietzer, ein Neurowissenschaftler, Psychiater und Psychiater ist beispielsweise einer der vor den Entwicklungsschädigungen durch das digitale Lernen warnt. Auch Global ist durch viele Studien belegt, wie schädlich dies ist. Wer näher daran interessiert ist, kann gerne mal auf youtube nach einem der Vorträge von Manfred Spietzer zur digitalen Demenz suchen - hier fasst er viele Studien dazu zusammen. Oder man kann dann auch noch Wochenlang die ganzen anderen Beweise für den Schaden des digitalen Lernens nachlesen.
Viele wussten das bereits ohne die wissenschaftlichen Nachweise aufgrund der eigenen Erfahrungen, denn dies gilt auch für Erwachsene. Doch nun haben wir auch die wissenschaftlichen Beweise.

@heikos um 16:58

Bin voll Ihrer Meinung!
Immer die Vergleiche zu kleinen Staaten, deren Bevölkerungsstruktur in keinster Weise mit der Unseren in D vergleichbar sind, nerven - ob das nun wie in diesem Artikel das Schulwesen ist, oder bei den Themen Rente, Krankenversicherungen, etc. ... Klar, dass es in vielen Ländern auch teilweise bessere Lösungen zu diversen Themen gibt und dass man ruhig checken soll, ob das auf D übertragbar ist. Aber so schlecht kann das hier nicht sein, wenn ich D insgesamt mit anderen Ländern auf der Erde vergleiche.

@Wasserkocher, 16:41

„Es braucht nicht jede Schule einen eigenen Server -
Die ganzen Webpräsenzen der Schulen inkl. die für Homeoffice nötigen Server, E-Mail Dienst, Versionsverwaltung usw. könnte man für alle Bundesländer in ein paar wenige Rechenzentren zusammenfassen und so zentral vom Profis verwalten lassen.
Das gehört also gar nicht in die Schulen, sondern zentral ausgelagert.
Die Anbindung zur Schule von Zuhause aus wird ohnehin schlechter sein, als wenn der Server der Schule woanders, nämlich im Rechenzentrum direkt in der Nähe der großen Internetknoten stehen würde.
In den Schulen reichen so normale Clients, ein ordentliches Netzwerk und gegebenenfalls noch ein Inhouse Server als Notlösung, für den Fall, das ein lokaler Bagger die Internetleitung gekappt hat.
Es macht überhaupt keinen Sinn, dass jede Schule ihren eigenen E-Mail Server aufsetzen soll und dafür nicht geeignetes Personal, wie eben Lehrer, dann die Wartung übernehmen sollen“

Wäre schön, wenn man hier mal auf die „Profis“ hören würde.

Am 14. August 2020 um 17:03 von Möbius

" Die nötige IT Infrastruktur müsste regelmäßig gewartet und ggfls erneuert werden, Software müsste aktualisiert und migriert werden etc. Es müsste zentrale Datenbanken mit entsprechender Netzanbindung u. DB-Admins etc "

Das alles wird doch in den guten Schulen schon so gemacht, was die Schule oder der Admin nicht selber kann, wird von der ansässigen IT Firma gemacht.

Komische Ansichten von Menschen die wie es aussieht, nichts mit dem betrieb von Schulen zu tun haben.

Indien ist sicherlich nicht Vorzeigeland in Sachen Bildung

aber meine über nunmehr 5 Jahre dauernde regelmäßige 3 monatige Erfahrung in Indien ( Bangalore) hat mir gezeigt , daß Deutschland hier im tiefsten digitalen Mittelalter schlummert. Die Kreativität , die ich dort bei 16 jährigen Schülern im Bereich der Softwareentwicklung erlebt habe, stuft Deutschland locker um 2 Generationen hinter deren Stand zurück. Computerwissenschaft - Informatik hat nun auch einen starken Bezug zur Mathematik und die gehöhrt an deutschen Schulen ja auch nicht unbdingt zu den beliebten Fächern. Gesellschafts - Sozial- und Wirtschaftwissenschaften haben sich ja leider auch in der weiteren Hochschulausbildung Dank ihres geringen Anforderungsprofils ausweiten können , wohingegen sich anspruchstvolle Fächer wie Mathematik, Physik, Informatik leider nicht die für eine Industrienation nötige Attaktivität erreichen konnten.

Infrastruktur

Klar, in vielen Städten ist es jetzt kein großes Problem an einigermaßen vernünftiges Internet zu kommen, aber außerhalb vieler Städte sieht es noch ganz anders aus. Nun rächt sich, daß die Internet-Anbindung scheinbar immer noch nicht zur Grundversorgung gehört wie Wasser oder Strom. Diese Dinge lassen sich auch nicht mit viel Geld von Heute auf Morgen ändern. Damit sind viele Schüler benachteiligt, selbst wenn es sowas wie digitalen Unterricht gibt.

Infrastruktur fehlt

In den Bildungsministerien der Länder müsste erst mal eine Abteilung gebildet werden, die die Organisation der Digitalisierung in den Schulen übernimmt mit entsprechender Personellen Ausstattung und Fachkenntnis.
Diese wären dann Ansprechpartner und müssten für jede Schule individuell einen Plan erstellen anhand der Vorhandenen Infrastruktur mit Anbindung und Wartung der Server und Geräte. Für größere Bundesländer könnten auch einige Außenstellen geschaffen werden um schnelle Hilfe zu leisten. Somit hätte man recht genaue Zahlen mit denen man arbeiten könnte um entsprechende Bundesmittel zu akquirieren. Momentan wird viel geredet, wie es Politiker/innen gewohnt sind, einen Plan zur Umsetzung aber muss mit der Lupe gesucht werden. Diese Arbeit kann und darf man nicht den Lehrern überlassen, die sollen Kinder unterrichten und sind keine IT-Fachleute. Für die Umsetzung der Digitalisierung in Schulen sind das Grundlegende Bedingungen, ohne die geht es nicht.

@heikos

Ihr Beitrag ist aber auch nicht konstruktiv.

Ich verstehe ihre Argumentation nicht. Daenemark ist ein kleines Land, hat gute Schule mit Computern und eine ziemlich hohe Rate an Nobelpreistraegern, zumindest historisch gesehen.

Es stimmt aber nun mal, dass Deutschland fuer seine Groesse und Wichtigkeit zu wenig IT Fachkraefte hervorbringt. Wir haben relativ wenige international anerkannte IT Firmen, warum? Brauchen wir die nicht?

Die Welt wird digitaler, nicht analoger, und ohne gute IT und STEM Erziehung werden wir in wenigen Jahren international schlechter dastehen.

Und um einem anderen Kommentar zu folgen. Es ist voellig egal ob wir Kunstunterricht haben oder nicht. Macht quasi keinen Unterschied. Denken, Wissenschaft, Mathe, Lesen und Schreiben, Fremdsprachen, dass sind echte Kernkompetenzen.

Herr Kerres listet vieles ...

... auf, wie ich ich auch heute vormittag
im Vorläuferthema beschrieb.

Geld hinwerfen genügt nicht.

Konzepte zu technischen Ausstattung wie inhaltliche Unterrichtsgestaltung und Wissensvermittlung sind nötig.

Die Administration kann ein Lehrer nicht so einfach nebenbei bewältigen.

Zur "Digitalen Demenz",
da gibt es auch ein Buch, sinngemäß wie wir mit dem Internet verblöden.

Sowohl motorische wie auch Denkfähigkeiten verkümmern.
Das Gehirn verkümmert, wenn es nicht trainiert wird.

Mit dem ständigen Schreiben von Kurznachrichten verkommen Rhetorik, Stil, Rechtschreibung, Grammtik sowie das verstehende Lesen.
Bei Textaufgsben sind Schüler wie Studenten zunehmend überfordert.

Als wichtig sehe ich eher, ab einer bestimmten Klassenstufe die Grundlagen der Informatik zu lehren.

Dieser Tage....

...erklärte Herr H. Lesch in seiner Sendung, das man nicht zu früh mit Digitalisierung im Unterricht beginnen sollte.

Es wurde gesagt, das es bei kleineren Kindern schädlich wäre.
Die Argumente hierzu waren nachvollziehbar.

Ich selber bin, was das lernen angeht, mittlerweile weitgehend digitalisiert.
Und schleppe > 20000 Buchseiten in diversen Lesegeräten mit mir.
Zum Lesen und insbesondere nachschlagen bei Arbeiten auf digitalen Endgeräten.

Reales Lernen von Grundlagen bedarf aber realer Kommunikation/Interaktion mit einem Trainer/Lehrer.

Und nicht „Klicki Bunti“ mit Belohnung bei richtiger Antwort auf einem Tablet.

Grundlagenwissen sollte klassisch vermittelt werden.
Wissen, das in Bezug zur Anwendung in der schnell entstehenden digitalen Realität steht, digital.

Ich mache mir oft Gedanken darüber, ob die Digitalisierung alle/die meisten Menschen mitnehmen wird.
Die Antwort lautet wohl nein.
Es ist zuviel höhere Mathematik/Statistik hinter dem.
Daran scheitern viele....

Lernen ?

Ist es wirklich lernen wenn wir Wissen herunterladen . Begreifen wir mit einem Klick worum es bei den verschiedenen Themenbereichen überhaupt geht .Oder zählt nicht immer noch die Regel;
Learning by doing.
Soll heißen ob es denn wirklich so falsch ist in Büchern zu stöbern ,als mit einem Klick gleich die richtige ?
Antwort serviert zu bekommen . Genau das sehe ich heute als eines unserer Hauptprobleme , der glaube das das allwissende Auge die einzige Wahrheit verkündet . Wo bleibt da die eigene Denkleistung mit all ihren verschiedenartigen Ansetzen . Also Computer spucken nur das aus was man einstellt . Wer hat die Macht darüber ? Wer bestimmt was wir anklicken und was nicht . Also wenn schon das Internet in den Schulen Einzug erhält . Dann wäre mein Vorschlag 50 % mit Computer zu erlernen und 50% als geistige Eigenleistung zu erbringen . Sonst verkommen unsere Kinder zu Computeridioten , ohne eine wirklich geistige Entwicklung . Das macht doch den großen Unterschied

Re : Martin Blank !

Im Großen und Ganzen kann man diesem Post zustimmen.
Aber trotzdem ist es so, dass D was so manche Bereiche betrifft, tatsächlich tiefste Provinz.
Es gibt in D große Lücken, was die Netzabdeckung betrifft, Orte wo kaum oder gar kein Netz vorhanden ist. In D wird seit vielen Jahren über die Renten gestritten, dabei gibt es Länder in der EU, die haben ein sehr gutes System, aber halt kein deutsches !
In vielen Ländern wird eine Maut erhoben, in D ging dieser Schuss nach hinten los und kostet nachträglich viel Geld, weil Herr Scheuer sich nie in anderen Ländern informiert hat, und nur ein rein deutsches System wollte.
Dieses Wirken als Besserwisser steht vielem Positiven im Wege, und die unverschämte Überheblichkeit der deutschen Politik, die sich nur um die hohen Gewinne der Konzerne kümmert, und nicht um Verbesserungen für alle Menschen. Dazu müsste man ja mal vom hohen Ross absteigen und von anderen Ländern lernen und auch was annehmen. Ob dies mal geschieht, ist die große Frage !!!

@Residue

Genau das, was Sie über Dänemark sagen, habe ich gemeint! Und es ist sicherlich richtig, dass Deutschland zu wenig IT-Fachkräfte hervorbringt. Aber das wird mit Programmierunterricht in den Schulen nicht besser. Meine Erfahrung ist, dass diejenigen, die programmieren wollen, nur wenig Anstöße brauchen. Informatik wäre wichtig. Aber eher so wichtig, wie echte Mathematik.
und in diesem Sinne wesentlich weniger wichtig als Kunstunterricht! Die von Ihnen aufgezählten Fertigkeiten ähneln dem bloßen Fingersatztraining eines Klavierspielers, die außerhalb eines kulturellen Kontextes nie zu einem 'Musiker' führen.

Re : VictorJara !

Natürlich sollte es grundsätzlich beide Möglichkeiten des Lernens geben, damit die geistige Entwicklung der Kinder nicht beeinträchtigt wird. Und es bedarf hierzu auch fitte Lehrer, die beide Seiten auch gut beherrschen.
Trotzdem ist es auch grundsätzlich so, dass D in etlichen Bereichen in Europa anderen Länder deutlich hinterher hinkt. Ob beim Netzausbau, Digitalisierung, Rentensystem, Infrastruktur für den Warentransport von der Straße auf die Schiene, bei neuen Energiequellen und noch andere wichtige Dinge. Dies liegt an der lahmen und unfähigen Politik und an der Gier von bestimmten Konzernen, denen es nur um Gewinne geht und nicht um Fortschritt !

Schaut doch mal zu den frisch

Schaut doch mal zu den frisch eingeschulten Kindern und fragt Lehrer dieser. Da stellt man schnell fest, dass das Problem sicherlich nicht die fehlende Digitalisierung ist. Viel mehr die frühkindliche Erziehung in der Familie wenn Kinder nicht mehr in der Lage sind einen Stift richtig zwischen die Finger zu nehmen, was nur ein Beispiel von vielen ist. Aber wichtiger ist die Digitalisierung wie auch Quoten und Karrieren. (Achtung Ironie im letzten Satz).

@16:39 von Einfach Unglaublich

//Auch wenn diese (die Lehrer) nicht jedes Defizit kompensieren können- das ist auch nicht ihre Aufgabe.//

Leider gibt es aber immer mehr Eltern, die genau das nicht begreifen. Und das sind nicht nur Eltern in den sogenannten bildungsfernen Schichten.

Deutschland

ist oder besser gesagt war reich, hohe Steuereinnahmen speziell von den Bürgern, dennoch Schlusslicht beim Digitalen. Die Infrastruktur kaputt gespart, viel Geld für vieles Andere, für die EU da verschenken wir sogar an Bedürftige. Jeder 4. ! an der Armutgrenze steigende Mieten, Wohnunsgsmangel, schlecht gemachte Gesetze mit Fluchttüren für die Steuern. Stillstand? Das Vorzeigeunternehmen der Zukunft krachen gelandet.
Wer trägt wohl dafür die Verantwortung? Geld von unten nach oben verteilt.
Aber die meisten sind wohl zufrieden - mal sehen wie lange.

Wir haben nicht die richtigen Prioritäten.

Obwohl es wegen der Aerosol-Bildung dringend notwendig wäre, verbieten Städte bis heute das Öffnen der Fenster in Schulen wegen Bedenken im Hinblick auf Brandschutz und Einbruch, obwohl man Fenster schnell wieder schließen könnte.

Obwohl die Corona-Krise die Bedeutung funktionierender IT-Infrastrukturen überdeutlich gemacht hat, fällt Datenschützern nichts besseres ein, als Dinge zu verbieten oder Klagen gegen Lehrer zu fordern.

Ich finde, dass die Funktionsfähigkeit unseres Bildungssystems eine höhere Priorität haben sollte als der Datenschutz. Datenschützer sollten datenschutzkonforme Systeme entwickeln lassen, anstatt die vorhandenen ersatzlos zu verbieten.

@VictorJara

Da gebe ich ihnen völlig recht, und trotzdem müssen wir eines bedenken: Wir können unser früheres Lernen nicht mehr 1 zu 1 in die heutige Zeit übernehmen. Die Zeiten, in denen wir noch zur Sparkasse gehen mussten um Geld per Barscheck abzuheben sind vorbei. Kinder müssen Digitale Kompetenz vermittelt bekommen um sich besser in dieser Welt zurechtzufinden als ihre Großeltern. Über die Möglichkeiten mit einem Smartphone oder Computer zu Arbeiten geht es auch um etwas anderes. Die Gefahren werden bei den meisten Jugendlichen unterschätzt die diese Technik mit sich bringt, angefangen bei Mobbing in "Sozialen" Netzwerken bis hin zu Verträgen. Diese Verantwortung muss in Schulen vermittelt werden, darum geht es in der Hauptsache. Fatal wäre es wirklich, wenn Bücher und Schreibhefte aus der Schule verschwinden würden, das möchte ich aber im Moment noch nicht glauben und hoffe, das diese bis in die letzten Klassen noch zu den Grundlagen des Lernen gehört, genau wie Bücher.

Apropos Chancengleichtheit

In einer Hamburger Privat(!)schule läuft alles nahezu perfekt.

Jeder Lehrer hat einen PC erhalten und jeder Schüler ein Tablet. Alle sind miteinander vernetzt.
Bis zu den Sommerferien gab es Unterricht über das Programm Microsoft Teams.

Lehrer Beyer sagt, das Equipment zu besorgen war kein mühsamer, von Vorschriften gehemmter Verwaltungsakt, sondern reines Management. Man ist in jeder Hinsicht bestens auf eine zweite Welle vorbereitet.

Die selbstverschuldete Unmündigkeit

Mir ist ehrlichgesagt noch lieber, sie haben im Unterricht keine Rechner, als welche mit Windows 10. Es gibt keine Version, die die hohen Datenschutzanforderungen an Schulen erfüllt. Und dann bekommt man für seine teuren Lizenzen auch noch eine Blackbox. Die Lehrer und Schüler beherrscht. Nicht umgekehrt.

Nebenbei ist Windows auch die Bremse bei den Kosten und der Hardware. Für Linux reicht (überspitzt gesagt) ein Raspberry Pi.

@möbius, 16:50

"Das ist doch alles nur sinnvoll wenn Lehreraus- und Fortbildung umstrukturiert (IT-zentrierter) wird."

Richtig.

Dafür braucht man aber mehr Leute, die sowohl das technische Fachwissen haben, als auch ein Verständnis dafür, wie kindgerechtes Lernen funktioniert.

Solche Leute gibt es in Deutschland auch. Die werden von der Politik aber gar nicht gefragt. Manche gehen dann halt ins Ausland. Ich kenne solche Fälle (diese genauer zu beschreiben, ist redaktionell anscheinend nicht gern gesehen, vielleicht auch ein Teil des Problems).

@17:46 von Leipzigerin59

//Zur "Digitalen Demenz",
da gibt es auch ein Buch, sinngemäß wie wir mit dem Internet verblöden.//

Ja, Prof. Manfred Spitzer wurde wegen dieses Buches aus verschiedenen Richtungen angefeindet, aber er hat recht.
Ich würde mir wünschen, dass unsere für Bildung zuständigen Politiker den Neurophysiologen und Neuropsychologen sehr viel mehr Gehör schenken würden.
Auch das Buch von Michael Winterhoff "Deutschland verdummt" sollte bei diesen Politikern Beachtung finden.

Wir bräuchten einen Mix aus Präsenz- und Fernunterricht.

Digitalisierung soll den Präsenzunterricht nicht ersetzen, sondern effektiver machen. Frontal-Unterricht beispielsweise könnte aus der Schule nach Hause verlagert werden. Dann könnten die Lernenden zwischen mehreren Lehrern aussuchen und gleichzeitig könnten unzählige Unterrichtsstunden eingespart werden. Die dadurch freiwerdenden Lehrer könnten dazu genutzt werden kleinere Klassen zu unterrichten.

Auch wenn Klassen unter Aufsicht einer Lehrperson im Computerraum Aufgaben löst, ließe sich diese Aktivität effektiver von Zuhause aus erledigen.

Unser Schulsystem ist extrem redundant, denn unzählige Lehrer erzählen ihren Klassen ungefähr das gleiche. Das ist überflüssig, wie jeder weiß, der sich schon mal selbst einen komplizierten Vorgang durch ein Youtube-Video ließ. Da reicht ein einziger Fahrrad-Techniker, um unzähligen Radfahren eine Reparatur zu erklären. Und es gibt oft sogar mehrere. Aber niemand bräuchte Tausende Erklärvideos für das selbe Problem.

@ Tagesschau

Wie werden denn die Probleme mit der Beschulung der Kinder in Zeiten von Corona und der Digitalisierung von Schule in den anderen 26 EU - Ländern gelöst?
Wenn sich unsere Politik sich weigert, dort nach besseren Lösungen zu suchen, könnte es ja auch die Aufgabe der Medien sein, sie auf bessere ausländische Lösungen hinzuweisen.
Immerhin wird es kaum ein Land auf der Welt geben, in dessen Nähe zB unsere ö/r Anstalten nicht ihre Journalisten haben. In der EU sicherlich in jedem. Teilweise sogar mit eigenen Studios. Da dürfte es nicht schwerfallen, entsprechende Informationen zu besorgen und hier die Bevölkerung und die Politik zu erhellen.
Wenn wir uns nur auf das verlassen, was gestern unter den Polikerern beschlossen wurde, wird das Thema noch ein paar Jahre auf unteren Ebenen hin - und hergeschoben und es dauert es sicher noch 10 Jahre, bis sich etwas tut.
Dem könnten die Ö/R mit fundierten Infektionen abhelfen. Nur Mut.

@ Anna Rlisabeth

Leider sind es nicht nur Eltern.

Auch in den Medien wird die Erwartung gestellt, Lehrer müssten lebenslange Defizite bei Kindern zu 100 Prozent kompensieren können.

Man kann nicht oft genug betonen, dass dies NICHT die Aufgabe der Regelschulen ist.

@victorjata, 17:53

"Ist es wirklich lernen wenn wir Wissen herunterladen. (...) Genau das sehe ich heute als eines unserer Hauptprobleme (...)."

Tut doch gar nichts zur Sache, ob Sie das als "eines unsere Hauptprobleme" sehen (im Hinblick worauf eigentlich?).

So ist die Welt nun mal, und entweder Deutschland macht da mit, oder es wird untergehen.

Was meinen Sie, was mir alles nicht gefällt.

@ Savi_our1983

"Die Bundesregierung sollte sich endlich mal ein Beispiel am digitalen Vorreiter Estland nehmen."

Man muss gar nicht so weit schauen, solche Schulen gibt es auch in Deutschland. Eines der beiden Gütersloher Gymnasien macht seit Ende der 90er Jahre Laptop-basierten Unterricht. Die haben Erfahrung.

Der Corona-Shutdown traf diese Schule nur minimal, der Unterricht lief nach Plan weiter, nur eben ohne räumlich gemeinsame Präsenz.

Und was wichtig ist: es liegt nicht nur an der Technik, die Schulen müssen vor allem Konzepte haben. In Gütersloh am ESG klappt das hervorragend. Ich wundere mich, warum nicht mehr Schulen es so genauso machen und warum diese Schule so unbekannt ist.

Antwort zu "Die Kirche bitte im Dorf lassen"

Naja, aber genau das zeigt doch, dass Veränderung sehr schnell möglich ist - wenn man nur will.
Estland ist erst seit 1991 wieder unabhängig und hat von da an alles neu aufgebaut und der damalige Präsident Lennart Meri hat eben sehr schnell begriffen, dass
Digitalisierung wichtig ist um nicht abgehängt zu werden. Und er war damals 62 Jahre alt und hat schon begriffen wie wichtig das ist. Man vergesse auch das bitte nicht ;-)
Und ob aus einem Land Nobelpreisträger kommen oder nicht sagt ja nicht wirklich viel aus - die Esten haben z.B. Skype erfunden oder Transferwise und noch viele andere sinnvolle Sachen. Soweit ich weiß kommen die meisten Start-Ups aus Estland und sie sind auch Vorreiter was das autonome Fahren angeht.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass sich Deutschland endlich mal etwas von anderen Ländern abschauen könnte, das dort erfolgreich funktioniert. :-)

@18:03 von zerocool76

//Viel mehr die frühkindliche Erziehung in der Familie wenn Kinder nicht mehr in der Lage sind einen Stift richtig zwischen die Finger zu nehmen, was nur ein Beispiel von vielen ist.//

Stimmt - auch ein Riesenproblem. Aber die Eltern sehen dann nicht die Verantwortung bei sich, sondern bei den Erziehern in der Kita. Die könnten auch ganze Bücher schreiben über die Erfahrungen mit "Problem-Eltern".

Es bleibt dabei: in keinem anderen Bereich ...

In keinem anderen Bereich mischen sich fachfremde Personen so selbstbewusst in die Diskussion ein wie beim Bereich Schule.

Mindestens 50% der Kommentare hier zeigen völlig Unkenntnis, was mit digitalem Lernen gemeint ist. Da wird dann fälschlicherweise dem digitalen Lernen das analoge Lernen gegenübergestellt.

Ähnlich häufig: völlige Unkenntnis über die Lehrerausbildung.

Oder der absurde Gedanke, dass ein Lehrer digitales Lernen im Unterricht einsetzen kann, wenn er vom "herkömmlichen" Unterricht nichts versteht.

Der Spruch ist ja alt, aber er gilt eben weiterhin: Nur weil Sie seit 50 Jahren Brot kaufen und Brot essen und mit Brot andere Speisen zubereiten, SIND SIE KEIN BÄCKER.
_

Digitalpakt a la FDP

Einfach einer Firma Geld in die Hand zu geben um eine IT Infrastruktur hinzustellen oder von Steuergeldern Ipads von Apple, einer Firma die sich weigert hier Steuern zu zahlen zu kaufen ist eine Farce die nur einer IT-Null wie Lindner oder Altmayer einfallen kann. IT Kompetenz heist: Linux Rechner hinstellen, tinkerforge Komponenten bereitstellen und IT made in Germany foerdern. Man braucht wenig Geld um Loeten zu lernen, assembler zu programmieren oder ein wiki anzulegen.

@18:33 von Einfach Unglaublich @ Anna Rlisabeth

//Leider sind es nicht nur Eltern.

Auch in den Medien wird die Erwartung gestellt, Lehrer müssten lebenslange Defizite bei Kindern zu 100 Prozent kompensieren können.

Man kann nicht oft genug betonen, dass dies NICHT die Aufgabe der Regelschulen ist.//

Da könnten Sie recht haben. Das Ungleichgewicht beim Fordern und Fördern scheint eine von mehreren Ursachen zu sein. Auch für die durch dieses Ungleichgewicht entstandenen Defizite sind nicht die Erzieher und Lehrer verantwortlich.

Wirtschaftshörigkeit und fehlende Zukunftsentwicklung

Für mich liegt die Krux in wirtschaftshörigen Bundes-/Landesregierungen. Leider ist unsere Wirtschaftselite so kurzsichtig, daß Schule, Ausbildung und Studium erst eine Rolle spielen, wenn Fachkräfte fehlen. Und weil es die Wirtschaft nicht enteressiert, passiert auch folgend in den Kultusministerien nichts. Es sind ja nur Eltern, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, und keine AG, die bei verlorener Wahl die Hängematte sein könnte. Deswegen wird an allem gespart, was nicht Profit abwirft. Und deswegen spielt Digitalisierung in der dt. Politik eine untergeordnete Rolle. Geredet wird viel, gehandelt wird wenig. Von 5G bis Netz in jeden Kuhstahl, kein EU-PC-Betriebsystem, keine EU-Socialmedia. Letztes Jahr wurde doch glatt die Schule und fehlende Digitalisierung entdeckt. Nur wieder schlecht geplant und durchgeführt. Wie soll bei den von Wirtschaft und Politik vernachlässigten Digitalvoraussetzungen in Netz- und Schulausstattung digitales Lernen möglich sein?

"Oder Musik.. oder

"Oder Musik.. oder Kunst.."

Was man in solchen Fächern digital alles machen kann, dafür gebe ich Ihen mal den Link zum Ergebnis eines Dramakurses des voll digitalen Gymnasiums aus Güterloh. Als alle im Shutdown saßen, wurde dort (u.a) digital Theater gemacht. Und mit was für einem Ergebnis!

"https://www.youtube.com/watch?v=4Xm2I5nI3kQ"

@martinblank, 18:42

Lassen Sie mich raten: Sie sind selbst Lehrer? Revierverteidigung?

Problem dabei: Die Kinder gehören uns...

Wobei Sie natürlich insofern recht haben, dass manche Kommentatoren wirklich keine besondere Ahnung offenbaren.

Symptomatisch für unser Schulsystem

scheint mir zu sein, dass unsere Schüler Latein statt Java lernen. Latein braucht fast niemand, aber unser Land braucht dringend mehr Menschen, die wenigstens eine Programmiersprache beherrschen. Man hält am konfessionellen Religionsunterricht fest, verzichtet aber auf einen verpflichtenden Informatik-Unterricht. Kein Wunder, dass so wenige begreifen, worauf es wirklich ankommt, wenn man auch in Zukunft noch Geld verdienen und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft haben möchte.

Digitales Lernen bringt rein gar nichts

Ich weiß nicht, warum auf einmal so viele Menschen sagen, digitales Lernen wäre so toll ?
Es bringt rein gar nichts. Der Menscht lernt nicht durch lesen oder etwas vorgelesen zu bekommen? Der Mensch lernt durch Interaktion, sich austauschen, etwas anfassen, miteinander kommunizieren

Aber nicht durch stupides gucken auf einen Bildschirm.
Ich selbr habe einige Webinare mitgemacht und kann nur sagen, der Lerneffekt ist echt schlecht.
Ohne sozieale Kontakte, das normale Miteinander geht es nicht

Das andere Buch ...

Von Nicholas Carr

Wer bin ich, wenn ich online bin ... und was macht mein Gehirn solange?
Wie das Internet unser Denken verändert 
(engl.: The Shallows: Mind, Memory and Media in the Age of Instant Information).
Aus dem amerikanischen Englisch von Henning Dedekind.
2010. 

Neuauflage unter
dem Titel: 
Surfen im Seichten.
Was das Internet mit unserem Hirn anstellt. 2013

Nachholbedarf

D ist auf dem besten Weg die Zukunft zu verschlafen. Unsere Politiker reden von der Digitalisierung, die vorangetrieben werden muss, aber dass dafür die Infrastruktur nicht vorhanden ist, leuchtet diesen lobbygesteuerten Großsprechern nicht ein.
Alles nur Gerede um geredet zu haben, sonst nichts.

18:42 @MartinBlank

Jetzt bin ich mal ganz ketzerisch

Es gibt KEIN Digitales Lernen.

Bei 95 von 100 Redewendungen, Wortgruppen mit
》Digital《
könnte man sagen, dass die Redewendung blanker Unsinn ist.

Ein anderer Spruch:
Jeder der einen Computer bedienen
kann hält sich für einen Informatiker.

@18:42 von MartinBlank

//In keinem anderen Bereich mischen sich fachfremde Personen so selbstbewusst in die Diskussion ein wie beim Bereich Schule.//

Den Eindruck hat wohl jeder, wenn über "sein Fachgebiet" diskutiert wird. Die Welt wäre auch ziemlich öde, wenn man sich nur zum eigenen Fachgebiet äußern dürfte.

//Mindestens 50% der Kommentare hier zeigen völlig Unkenntnis, was mit digitalem Lernen gemeint ist. Da wird dann fälschlicherweise dem digitalen Lernen das analoge Lernen gegenübergestellt.//

Den Eindruck habe ich nicht. Es geht hier ja vor allem um die (digitalen) Unterrichtsmöglichkeiten während einer Pandemie.

//Oder der absurde Gedanke, dass ein Lehrer digitales Lernen im Unterricht einsetzen kann, wenn er vom "herkömmlichen" Unterricht nichts versteht.//

Wer hat denn diesen Eindruck vermittelt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand denkt.

Am 14. August 2020 um 18:52 von rossundreiter

" Lassen Sie mich raten: Sie sind selbst Lehrer? Revierverteidigung?

Problem dabei: Die Kinder gehören uns... "

Nicht schlecht der Satz, da würde ich als Lehrer antworten, wenn Sie ihre Kinder gut erzogen in die Schule schicken, dann klappt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, auch mit dem lernen ;-).
Erziehung ist der Elternanteil, Wissen vermitteln der Lehreranteil.
Und abgesehen von Brennpunktschulen in Großstädten, klappt das anderswo ganz gut.

@ meinungisterlaubt

"Der Mensch lernt durch Interaktion, sich austauschen, etwas anfassen, miteinander kommunizieren"

...und das sind Dinge die mit Digitaltechnik hervorragend gehen.
Aber: Es geht nicht um Digital vs. nicht Digital. Es geht um guten Unterricht. Der Einsatz von Werkzeugen aus der IT lässt da so einiges zu, was ohne diese Werkzeuge nicht ginge.

Man sollte immer das einsetzen, was am besten passt und zielführend ist.

Homeschooling?

Der Begriff wird hier in einem völlig falschen Zusammenhang gebraucht. Homeschooling bedeutet Unterricht zu Hause, abweichend von der allgemeinen Schulpflicht. Unterrichtende sind dann Eltern oder Hauslehrer. In Deutschland unerwünscht, schwierig und unüblich. Gemeint ist Distanzunterricht - eine Ausnahmeregelung in Sonderfällen. Hier eignen sich digitale Kommunikations-, Lehr- und Lernmöglichkeiten. Jedoch ersetzen diese nicht den Unterricht. Ich unterrichte fast ausschließlich mit digitalen Medien. Habe allerdings 24 Jahre im privaten Bildungsbereich gearbeitet. Trotzdem halte ich den Einsatz auch im Präsenzunterricht nicht für das einzig Wahre und unbedingt Notwendige. Entscheidend für den Lernerfolg sind die Qualität der Schule und der Lehrer. Und hier meine ich vor allem die menschliche Qualität.

18:54 von Biologe

"Symptomatisch für unser Schulsystem
scheint mir zu sein, dass unsere Schüler Latein statt Java lernen. Latein braucht fast niemand"

.-.-.-

Den letzten Satz behaupten einige meiner Nachhilfe-Schüler auch immer. :-)

Sie sind aber fehlgeleitet.
Denn es geht immer um die Schulung des Denkens.

Die lateinische Grammatik ist glasklar.
Wer kleine grammatische Sätze aus dem Deutschen ins Lateinische übersetzen kann,

erlebt
1. eine hohe Befriedigung, weil er eine komplizierte grammatische Struktur spielend hervorgebracht hat
und hat
2. das Wesen von Grammatik vieler europäischer Sprachen durchdrungen sozusagen.

Darum werden alle die, die Latein relativ gut können, sehr rasch auch in Deutsch besser, weil sie logisches Denken und Argumentieren automatisch mitgelernt haben.

Das heißt, sie schreiben gut durchdachte deutsche Sätze.

Meist werden die Schüler, sobald sie in Latein besser geworden sind, in fast allen anderen Fächern auch besser.

Obwohl fast alle Lehrer über gute eigene Rechner verfügen,

will man mal eben 500 Millionen zum Fenster hinaus werfen, nur um alle mit weniger leistungsfähigen Geräten auszustatten. Und was soll der Quatsch? Es soll dem Datenschutz dienen. Niemand soll mit dem eigenen Rechner arbeiten dürfen. Das Ergebnis kenne ich. Schon länger sind Schulen mit Tablets ausgerüstet, die für fast nichts zu gebrauchen sind, weil wichtige Funktionen zugunsten des Daten- oder Jugendschutzes deaktiviert sind. Es gibt fantastische Apps und E-Books, die sich auf den Schul-Tablets nicht installieren lassen, weil das nur über komplizierte zentralisierte Mechanismen erlaubt wird, auf die man jahrelang warten muss. Mit dieser Mentalität kann es noch sehr lange dauern, bis wir endlich weiterkommen. Während der Schulschließungen gab es seitens der Lehrer viele innovative Prozesse, die mit der Rückkehr zum vermeintlich normalen Betrieb zumindest in NRW wieder gestoppt wurden. Es ist zum Verzweifeln!

@18:46 von stupid at first

//Leider ist unsere Wirtschaftselite so kurzsichtig, daß Schule, Ausbildung und Studium erst eine Rolle spielen, wenn Fachkräfte fehlen.//

Den Satz möchte ich unterstreichen. Bildung sollte aber unabhängig von der Wirtschaft gestaltet werden und zwar so, dass die Schulabgänger auch die Voraussetzungen für eine Lehre oder ein Studium mitbringen. Und da hapert es offensichtlich gewaltig. Aber vielfach eben nicht nur bei der Schulbildung, sondern auch bei der Erziehung.

Undzwar sowas von !

Offenbar kennen Sie nicht die Diskussion zB in bayerischen Grundschulen Softwareprogrammierung in die Lehrpläne aufzunehmen.

Die Wirtschaft hat maßgeblichen Einfluss (natürlich nicht direkt, sondern über Lobbyismus) auf die Gestaltung der Lehrpläne in Deutschland. Das ist schon seit einigen Jahrzehnten so, obwohl Sie keinen KM finden werden, der das zugibt aber andererseits von „Bedarfen“ der Wirtschaft spricht.

Da Software Entwickler in Deutschland eine sehr Rare Ressource geworden ist (in vielen Großbetrieben arbeiten deshalb auch ukrainische und russische Programmierer meist im Auftrag großer Beratungsfirmen wie accenture oder KPMG), hat die Wirtschaft in Deutschland ein sehr großes Interesse SW-Developing in Schulen zu fördern. Dafür wäre auch ein Sponsoring denkbar.

Ob das gut oder schlecht für die Kinder und Jugendlichen wäre, dazu kann ich mich hier nicht äußern. Aber kommen wird das wohl.

@18:54 von meinungisterlaubt

Der Mensch lernt nicht durch Lesen oder etwas vorgelesen zu bekommen?
Das ist falsch!
Mit dem Lesen wird der Verstand regelmäßig trainiert. Lesen entspannt und regt zum Nachdenken an. Es erweitert den Wortschatz und das Vokabular.
Kinder lieben Märchen, die die Eltern vorlesen. Warum wohl? Auch Märchen regen die Kinder zum Nachdenken an.

@asimo

wie soll das gehen?

ich habe den Vergleich zwischen Präsenzseminaren und Webinaren.
Der Lerneffekt ist bei Präsenzseminaren wesentlich höher.

17:26 von wenigfahrer

re:"17:03 von Möbius
" Die nötige IT Infrastruktur müsste regelmäßig gewartet und ggfls erneuert werden, Software müsste aktualisiert und migriert werden etc. Es müsste zentrale Datenbanken mit entsprechender Netzanbindung u. DB-Admins etc "

Das alles wird doch in den guten Schulen schon so gemacht, was die Schule oder der Admin nicht selber kann, wird von der ansässigen IT Firma gemacht.
Komische Ansichten von Menschen die wie es aussieht, nichts mit dem betrieb von Schulen zu tun haben."

Wer sich nicht auskennt, ist aber nicht Möbius. Ich kenne keine Schule, die hauptamtliche IT-Spezialisten/Admins besitzt, nur Schulen, in denen wenige motivierte LehrerInnen Dinge tun müssen, die sie sich bestenfalls im learning-by-doing oder einem Crashkurs, genannt "Fortbildung", beigebracht haben. In der Wirtschaft wäre das undenkbar!

 18:54 @ Biologe ... Java

Was nützt es, wenn die Schüler eine Programmiersprache lernen,
jedoch nicht die Voraussetzungen dazu?

Zahldarstellung,
mathematische Logik,
Ablaufsteuerung von
Lösungsalgorithmen, usw.

Was nützt das,
wenn den Schülern das logische und analytische Denken dazu fehlt?

16:39 von Einfach Unglaublich

"Auch wenn es viele nicht hören wollen: SchülerInnen lernen am besten im von Lehrerinnen geführten Unterricht."

,.,.,

Kommen Sie sich vor wie der Herrgott, der als einziger das weiß, was viele "nicht hören wollen"?

Sie behaupten einfach irgendwas, was Ihnen im Moment am ehesten einleuchtet:
aber überprüft haben Sie es sicher nicht.

Schon bei mir stimmt das nicht, was Sie behaupten.
Ich lerne am leichtesten aus Büchern. Ich brauch da keine Lehrer - die lenken mich höchstens ab.

......

"(Auch wenn diese nicht jedes Defizit kompensieren können- das ist auch nicht ihre Aufgabe)."
,.,.,

Doch! Genau DAS ist ihre Aufgabe.
Allerdings sollten Sie nicht so hochmütige Begriffe benutzen. Was heißt schon "Defizit"?

Haben Sie schon jemals darüber nachgedacht, dass es überhaupt keine Defizite gibt?

Wo soll denn der Maßstab sein, der ein Defizit ALS Defizit behauptet?
Es gibt einen solchen Maßstab nicht.
Er kommt immer aus der Selbstüberhebung.

18:54 von meinungisterlaubt

Ich gebe zu bedenken, dass e-Leaning heute in vielen Unternehmen verwendet wird, um standardisierte Lerninhalte, z.B. Fahrkurse für Firmen-PKW, Handhabung bestimmter Softwareprogramme zu vermitteln. Das funktioniert aus eigener Erfahrung gut. Es mag schon sein, dass e-Learning nicht jedem liegt. Dann fehlt ihm/ihr halt der Zugang zu diesen Lerninhalten. Für die berufliche Karriere kann das nachteilig sein. Auf Schulen lässt sich das z.T. übertragen. Allerdings ist regelmäßiger persönlicher Kontakt, die Bereitwilligkeit mitzumachen und Feedback Voraussetzung für erfolgreiches e-Learning.

Allgemeinpädagogen

"Skepsis gegenüber digitalem Lernen"

tagesschau.de: Wer hat diese Skepsis? Wer sind die Bedenkenträger?

Kerres: Es wäre falsch, mit dem Finger auf eine Gruppe zu zeigen. Es ist eine Mixtur aus ganz verschiedenen Personen: Lehrer, Elternvertretungen, die sich Gehör verschaffen, die Kultusbürokratie, die Kommunen, die als Schulträger für die Ausstattung verantwortlich sind. Überall findet man Personen, die kritische Argumente hervorbringen.
---
Herr Kerres hat vergessen zu erwähnen, dass die digitalen Medien auch in den Bezugswissenschaften nicht nur positiv gesehen werden. Es gibt gewichtige fachdidaktische Gründe, dass man diesen Medien auch kritisch gegenüberstehen kann. AllgemeinpädagogInnen machen sich die Welt manchmal sehr einfach. Und ignorieren häufig die viel wesentlicheren Erkenntnisse der Fachdidaktiken. Meine Meinung.

@17:13 von Mika D

//Zur Überbrückung würde ich jedoch wünschen mehr Initiative der Lehrer, mehrstündigen Unterricht als Videounterricht zb. derzeit eben noch vom privaten Gerät.//

Dieses "derzeit eben noch vom privaten Gerät" halte ich für nicht zumutbar. Könnte schließlich auch noch sein, dass der PC vom Partner für Homeoffice oder andere Aufgaben benötigt wird. Aber auch hinsichtlich des Datenschutzes eine nicht akzeptable Forderung.

19:28 @ Sausevind

Sie können sich selbst doch nicht
mit Schülern vergleichen, die das
Lernen aus Büchern erst erlernen müssen.

16:42 von friedrich peter...

"Der Abstand wird immer größer.

Die Schule muss so sein als vor 100 Jahre. Diese Zeiten des reinen herkömmlichen Lernen sind vorbei. Schauen Sie sich die Schulräume in Nord-und Westeuropa an, da ist digitales lernen möglich und es wird gemacht."

,.,.,

Es fällt mir sehr auf, dass Sie keine einzige Begründung für ihre Forderung nennen.

Außer, dass man Erster sein muss.

Sie reflektieren nicht die Vor- und Nachteile digitalen Lernens.

@efk1951

warum sagen Sie gleich, dass Menschen, die Präsenzunterricht besser finden, intellektuell nicht in der Lage sein, das umzusetzen?

Wie ich bereits sagte, habe ich mehrere Webinare mitgemacht und im Vergleich zur Interaktion bei einem Präsenzseminar, können viele Inhalte beim E-lerning nicht nachhaltig vermittelt werden.

@Biologe 18:54 Uhr: Java statt Latein ?!

Das ist doch genau die Diskussion, die es überall gibt! Vielen Dank für diesen Kommentar!

In Deutschland fehlen tausende Software-Entwickler, der Markt ist leergefegt und trotz vieler (auch Gehalts-)Anreize kommen zu wenig ausländische Programmierer nach Deutschland („Blue Card“ etc.).

Das ist natürlich auch für Behörden ein Problem (Beispiel: Polizei!), aber der Druck in der Privatwirtschaft ist aktuell noch viel größer.

Das sollte eigentlich DER Treiber schlechthin für Digitalisierung an Schulen sein, um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern !

Nicht nur Philologen sehen das allerdings skeptisch. „Software-Entwicklung“ eignet sich nicht als (Pflicht-)Schulfach, nicht mal im Rahmen des heute an Gymnasien schon fast obligatorischen Informatikunterrichts. Dann doch schon lieber Latein ...

18:54 von Biologe

dass unsere Schüler Latein statt Java lernen.
Latein braucht fast niemand
Man hält am konfessionellen Religionsunterricht fest,
.
wer braucht Kunst oder Musik könnte man ebenso fragen
und Religion kann man abwählen

Datenschutz

Auch so ein Punkt, den ich nicht verstehe.

Ich habe null sensible Schülerdaten auf meinem Rechner.
Alle Abitur-Gutachten speichere ich auf einem separaten Stick, und alle sonstigen Noten habe ich handschriftlich, allein schon, weil ich nicht jedesmal den Rechner rausholen will, wenn mich ein Schüler nach seinem Leistungsstand fragt.

Das Handy als besonders Diebstahl-gefährdetes Gerät habe ich von vorneherein nie für Schülerdaten genutzt.

Und e-mails enthalten auch keine Infos:
Wichtige Dinge werden per Telefon oder persönlich besprochen.
_

16:42 von Tomy_ED

"Unabhängig von den Mitteln, die zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht man immer wieder, dass dort, wo es engagierte Schulleiter gibt, es besser funktioniert, dort wo Veränderungsresistente Schulleiter geduldet werden, funktioniert es nicht - gleiches gilt für die Lehrer"

,.,.,

Was schwebt Ihnen denn vor, was man mit den "Veränderungsrestenten" Schulleitern und den Lehrern, die bislang noch "geduldet" werden, in Zukunft machen soll?

Klingt ja wie eine brutale Autokratie, die Ihnen da vorschwebt.
Einer bestimmt, wo es lang zu gehen hat, und die anderen werden nicht mehr geduldet?

....

"die Aufgabe ist erst dann fertig, wenn wir die Nummer 1 in der Welt in Sachen Digitalisierung sind."

,.,.,.,

O je.
Das klingt mir ja jetzt seeehhhhrrr vertraut.

um 19:40 von Möbius

Wenn allgemeinbildende Schulen AUSbilden sollten, gäbe es nur die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch, und nach Klasse 10 wäre Schluss.

Allgemeinbildende Schulen sollen BILDUNG vermitteln.

@19:23 von Peter Meffert

//Ich kenne keine Schule, die hauptamtliche IT-Spezialisten/Admins besitzt, nur Schulen, in denen wenige motivierte LehrerInnen Dinge tun müssen, die sie sich bestenfalls im learning-by-doing oder einem Crashkurs, genannt "Fortbildung", beigebracht haben. In der Wirtschaft wäre das undenkbar!//

Selbst an unserer Uni-Klinik gibt es für fast jedes neue Programm Einführungskurse (teilweise Pflicht). Schon um Fehlbedienungen, die zu ärgerlichen Programmabstürzen oder Datenpannen führen können, zu vermeiden.

Digitalisierung muss her

Die Digitalisierung an Schulen muss her und zwar schnell! Viele Argumente wie "beim Präsenzunterricht lernen Kinder eh besser" sind eh völlig unsinnig, weil das 1. pauschal nicht stimmt (es gibt Kinder in unterschiedlichem Alter und mit unterschiedlicher Lernfähigkeit) und 2. Digitalisierung von Schulen weder bedeutet, dass man gleich alles "auf digital stellt", noch, das man diese Digitalisierung nur fürs Homeschooling benötigt (allerdings hätte man es dann parat, wenn dies einmal temporär nötig sein sollte). Ich arbeite selbst an einer Schule und weiß, daß ein gewisser Teil des Kollegiums teilweise noch mit Arbeitsblättern arbeitet, welche DM Preise beinhalten... sehr traurig! Die Digitalisierung von Schule ist eine Chance ergänzende Lernmethoden einzuführen, Material aktueller zu vermitteln und Kind in "ihrer" Welt abzuholen, denn Handys in der Grundschule sind bereits seit längerem keine Seltenheit mehr, nutzen wir die Chance Schüler wieder zu begeistern und anzusprechen.

17:46 von Leipzigerin59

«Zur "Digitalen Demenz",
da gibt es auch ein Buch, sinngemäß wie wir mit dem Internet verblöden.

Sowohl motorische wie auch Denkfähigkeiten verkümmern.
Das Gehirn verkümmert, wenn es nicht trainiert wird.»

Ich habe prinzipiell nichts einzuwenden gegen "Schule mehr digital".
Schon gar nicht vor dem Hintergrund, der sich wegen Corona ergab.
Und auch bleiben wird.

Gar nicht befürworten kann ich so manche Einstellungen:
Schule-Digital sei das alleinige Gegenmittel gegen Zu-Sehr-PISA-Dumm.

Sie haben völlig Recht mit den Motorischen Fähigkeiten, die Kinder niemals am PC erlernen können. Alleine die Schreibbewegung der Hand, die einen Stift führt, verknüpft Regionen im Gehirn, die Tasten-Tippen oder Wischen am Laptop nie verknüpfen wird.

Auch sind Kinder sehr unterschiedlich in dem, was sie zum Lernen motiviert, das mehr ist, "als Vorgekautes abzuspeichern".

Meine Nichte mit 8 J. braucht Bewegung von mehr als Tasten + Bildern auf dem Monitor … für alles was sie interessiert !

@meinungisterlaubt

"ich habe den Vergleich zwischen Präsenzseminaren und Webinaren.
Der Lerneffekt ist bei Präsenzseminaren wesentlich höher."

Das hängt sehr von den Lehrmethoden ab. Und Remote-Unterricht hat auch seine Vorzüge, gegenwärtig natürlich besonders viele.
Aber es geht bei der Digitalisierung weniger um Remote vs. lokal, als um den Produktiven Einsatz von Lehrmitteln.
Niemand will Präsenzunterrocht oder ein Buch abschaffen. Aber es soll durch moderne Werkzeuge ergänzt werden.

@19:47 von NutzerW

//Ich arbeite selbst an einer Schule und weiß, daß ein gewisser Teil des Kollegiums teilweise noch mit Arbeitsblättern arbeitet, welche DM Preise beinhalten... sehr traurig!//

Dann scheint es mit positiver Kommunikation im Kollegium auch nicht weit her zu sein. Sehr traurig!

//...denn Handys in der Grundschule sind bereits seit längerem keine Seltenheit mehr//

Und genau hier setzt die überaus berechtigte Kritik der Neurophysiologen an. Ich hoffe, der Unterricht findet wenigstens noch ohne diese Dinger statt, oder gilt die Nutzung von Smartphones in der Schule jetzt auch schon als "digitales" Unterrichten und somit als modern?

Das Denken kann man auch mit Programmieren schulen.

Dafür braucht man Latein nicht. Und Deutsch lernt man mit guten deutschsprachigen Büchern mindestens so gut wie mit Latein. Latein ist ein künstlich am Leben erhaltenes Fossil, dass Lernende Zeit kostet, die sie besser investieren sollten, um Informatik und Grundlegendes über Wirtschaft und Geld zu lernen.

@19:25 von Leipzigerin59 18:54 @ Biologe

//"Java"

Was nützt es, wenn die Schüler eine Programmiersprache lernen,
jedoch nicht die Voraussetzungen dazu?...

Was nützt das,
wenn den Schülern das logische und analytische Denken dazu fehlt?//

Genau das hatte ich mich auch gefragt.

19:28 von Sausevind

«Ich lerne am leichtesten aus Büchern.
Ich brauch da keine Lehrer - die lenken mich höchstens ab.»

Aber auch Sie haben erst lernen müssen, wie man am besten aus Büchern lernt. Kinder können das von Lehrern lernen. Wie so gut wie alles, wenn Lehrer sich beim Lehren geschickt anstellen, und weiteres Interesse von Schülern wecken können.

Im besten Fall lehren Lehrer Kinder, wie man selbst in der Art lernt, wie es zum jeweiligen Kind passt. Einfacher für Nachhilfe- oder "Corona-Ersatz"-Lehrer, die nicht 20 oder 25 Kindern gleichzeitig was lehren müssen.
Aber nur 2 oder 5 Schülern.

«Haben Sie schon jemals darüber nachgedacht, dass es überhaupt keine Defizite gibt? Wo soll denn der Maßstab sein, der ein Defizit ALS Defizit behauptet?»

Man kann "Defizite" auch "Schwächen" nennen.
Maßstäbe zum Messen gibt es nicht immer.
In einigen Aspekten aber sehr wichtige.

Schwächen im Lesen / Schreiben / Rechnen sind (sehr) hindernd für Lebenswege. Wenn auch (sehr) unterschiedlich bemessen !

@asimo

Natürlich können einfache Inhalte online vermittelt werden; das bestreite ich überhaupt nicht.

Das Problem ist, dass bei komplexeren Inhalten, zum Einem das Lernen durch die persönliche Interaktion erfolgt und zum Anderem durch Mitschreiben auf analogem Papier. Das Gehirn ist einfach so aufgebaut, dass es durch Nachmachen lernt und nicht durch vorlesen oder zeigen

@19:14 von asimo @ meinungisterlaubt

//"Der Mensch lernt durch Interaktion, sich austauschen, etwas anfassen, miteinander kommunizieren"

...und das sind Dinge die mit Digitaltechnik hervorragend gehen.//

Ja, besonders das Anfassen... Aua!

@asimo

Digitales Lernen:

Ich guck mir nachher mal auf YouTube an, wie man Orgel spielt. Und wenn ich oft genug geguckt habe, kann ich bestimmt bald ein Konzert geben.

@ anna-elisabeth

hehe.
nein im Ernst. Ich habe gerade ein Webinar hinter mir. Mit zertifikat.
Gerlernt habe ich, dass ich mir jetzt vieles audrucke und mir notizen mache.

Ich möchte das E-learning nicht verteufeln, aber es ist niemals ein Ersatz für das Lernen mit Menschen

@Anna-Elisabeth - Smartphones im Unterricht

20:44 von Anna-Elisabeth:
"Ich hoffe, der Unterricht findet wenigstens noch ohne diese Dinger statt, oder gilt die Nutzung von Smartphones in der Schule jetzt auch schon als 'digitales' Unterrichten und somit als modern?"

Digitale Medien sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Wenn die Schule auf das spätere Leben vorbereiten soll, darf sie das nicht auf dem technischen Stand der 80er Jahre tun. Die Schüler sollen ja lernen, ihr Spielzeug auch sinnvoll einzusetzen.

Bei mir an der Schule besteht übrigens ein Handyverbot. Umso begeisterter sind die Schüler, wenn sie ihre Smartphones mal im Unterricht nutzen dürfen. Fest einplanen lässt sich das allerdings nicht, da es immer Probleme mit dem Datenvolumen und/oder Akkustand gibt.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck.

Für das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen in der Grundschule braucht man keine Digitalisierung und sie kann im Übermaß sogar schaden. Aber der Erkenntnisgewinn im Fach Biologie ist einfach zu schnell für gedruckte Schulbücher, die außerdem viel zu dicke würden, wenn sie ein brauchbares Glossar hätten. Biologiebücher bräuchten mindestens jährliche Updates. Es braucht aber mehr als 10 Jahre, bis neue Erkenntnisse in gedruckten Schulbüchern stehen und die alten Bücher ersetzen. Außerdem lässt sich die massiv vernetzte Struktur biologischen Wissens nur sehr unzureichend in linearen gedruckten Texten darstellen. Da sind Hypertexte einfach viel besser geeignet. Weiterhin lassen sich viele biologische Prozesse sehr viel besser durch Animationen als durch Zeichnungen auf der Tafel vermitteln. Das sind Vorteile der Digitalisierung, die man nur einsetzt, weil sie einen Mehrwert bieten.

Am 14. August 2020 um 17:20 von Wolf1905

"...Aber so schlecht kann das hier nicht sein, wenn ich D insgesamt mit anderen Ländern auf der Erde vergleiche."
#
#
Der Spruch könnte von Frau Alternativlos kommen.
In welcher Technologie der Zukunft spielt Deutschland eine Rolle?

@ Nachfragerin

Da sagen Sie etwas sehr sehr wertvolles.

Es gibt immer Probleme mit dem Akkuladestand.

Solange die Kinder nicht selbstständig in der Lage sind, dafür zu sorgen, dass das Gerät auch genügend Akkustand hat, sind sie intellektuell nicht in der Lage, überhaupt zu verstehen, wofür das Gerät noch da ist, außer zu spielen

@20:58 von meinungisterlaubt @ anna-elisabeth

//Ich möchte das E-learning nicht verteufeln, aber es ist niemals ein Ersatz für das Lernen mit Menschen//

Ich teile Ihre Ansicht voll und ganz. "Digital" ist ein zusätzliches und teilweise sicher auch nützliches Lernwerkzeug, aber eben kein Denkersatz. Und in den höheren Klassen ist Informatikunterricht sicher auch sinnvoll.
Aber in der Grundschule lerne ich schreiben, rechnen, lesen, turnen, singen, malen wohl besser ohne diese digitale Prothese.

Viel hilft nicht viel!

Ohne Organisation und Struktur bedeutet viel Geld einfach viel Verschwendung und Wildwuchs. Niemand verlangt das es da etwas deutschlandweit einheitliches geben muss, aber zumindest innerhalb der einheitlichen Bundesländer sollte es einheitlich sein. Und zwar in Form von zentralen Plattformen und möglichst langlebigen Endgeräten die als Clienten dienen können. Und soweit irgend möglich in Form von Opensource Software, damit man sich nicht von einzelnen Anbietern abhängig macht.

Was spricht gegen eine zentrale Server-Infrastruktur, Proxyservern in den Schulen und Tablets mit Tastaturen und Stiften die nur als mobiler Client dienen? Die Tablets könnten sogar so gestaltet sein das sie besonders stabil und langlebig sind, reperaturfähig und wartungsfreundlich. Bei dem Auftragsvolumen hätte man auch sicher einen Partner in der Industrie gefunden. Aber nein so was will man natürlich nicht.

Wer fordert denn zu Programmieren, ohne Voraussetzungen

dafür zu schaffen? Aber wenn Lernende ein Programm schreiben und dafür Algorhythmen oder mathematische Regeln oder was auch immer brauchen, dann sind sie motiviert, sich um diese Voraussetzungen zu kümmern. Ich habe es nicht anders gemacht, als ich für meine Labor- und später für meine theoretisch-biologische Arbeit Computerprogramme geschrieben habe. Wenn man ein Problem lösen möchte, fragt man eben Fachleute nach den Dingen, die man selbst noch nicht weiß. Und Schüler könnten eben ihre Lehrer fragen. Aufgrund der dann ganz anderen Motivation und er direkten Anwendung würden sie vermutlich viel weniger vergessen.

@ meinungisterlaubt/Anna-Elisabeth

Ich glaube Sie verkennen beide, was mit e-Learning gemeint ist. Es geht - wie bereits geschrieben - nicht um remote vs. lokal oder um statisch vs. dynamisch.

Statisch, das Prinzip Frontalunterricht, ist seit einiger Zeit nicht mehr en vogue. Digital bedeutet, dass Inhalte auf ergänzend auf anderen Ebenen bearbeitet werden können, dass Interaktionen einfacher werden.

Ich habe diverse Simulations-/Lehrsoftware entwickelt, damit können Dinge gemacht werden, die schlicht und einfach sonst so nicht möglich wären. Oder schauen Sie sich das Video des Dramakurses an, das ich etwas weiter oben verlinkt habe. Das war sogar - wegen Corona - komplett unter Distanzunterrichtsbedingungen entstanden (Zoom und schulinterne Lernpattform). Das sind Projekte die gingen ohne den einsatz von digitalen Arbeitsmitteln nicht.
Der Trend geht mehr zu Projektarbeit und individueller Förderung, das geht mit der Digitaltechnik erheblich einfacher als ohne.
Digital ist dabei kein Selbstzweck

20:45 von Biologe

«Das Denken kann man auch mit Programmieren schulen.
Dafür braucht man Latein nicht … Latein ist ein künstlich am Leben erhaltenes Fossil, dass Lernende Zeit kostet, die sie besser investieren sollten, um Informatik und Grundlegendes über Wirtschaft und Geld zu lernen.»

Programmiersprachen sind Programmiersprachen.

Latein ist die Grundlage der Grammatik aller Romanischen Sprachen.
In weitem Maß auch Basis des Wortschatzes.
Selbst für DEU & ENG ist LAT weit mehr grundlegend.
Als man bei Nicht-Kenntnis vermuten muss.

Außer an Alt-Sprachlichen Gymn. muss in DEU niemand LAT lernen.
Am Neu-Sprachlichen Gymn. (auf dem ich war).
Riet man Schülern, in Kl. 7 LAT zu wählen.
In Kl. 9 neben ENG eine 2. Fremdsprache.

So machte ich es … so rate ich es weiter jedem.
Der mich um einen Rat für sich (oder sein Kind) fragt.

Man muss kein LAT lernen.
Leben ohne ist gut möglich.
Ohne Mops auch … aber das ist sinnlos.

Genau so sinnlos, wie Programmiersprachen gegen LAT ins Rennen schicken !

@Biologe 21:05 Uhr: Vorteile der „Digitalisierung“

Oder sagen wir besser: Internetnutzung.

An den Unis hat das Internet die Recherche revolutioniert. Sass man früher nächtelang in der Bibliothek um Literaturstellen zu finden und auf den Kopierer zu legen, genügen heute schon ein paar Mausklicks um die neueste Literatur zu einem Thema in Form mindestens einer Trefferliste der Suchmaschine zu erhalten. Das hat die Erstellung einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, grob geschätzt, um den Faktor 2 beschleunigt (die Arbeit muss ja trotzdem noch gemacht werden).

Diese Beschleunigung des Informationsgewinns ist bisher an den Schulen teilweise vorbeigegangen, was aber auch daran liegt das oft erst einmal elementare Kenntnisse vermittelt werden müssen. Auch hier kann Wikipedia u.a. nützlich sein wenn Schüler auch über Schwarmdummheit etc. aufgeklärt werden (nur weil es im Wiki steht, muss es nicht stimmen!).

@21:05 von Biologe

//Aber der Erkenntnisgewinn im Fach Biologie ist einfach zu schnell für gedruckte Schulbücher, die außerdem viel zu dicke würden, wenn sie ein brauchbares Glossar hätten.//

Den gesamten Erkenntnisgewinn können Sie aber ohnehin nicht zu Schulzeiten vermitteln. Man lernt ja in erster Linie die Grundlagen. Trotzdem halte ich Ihren Einwand für berechtigt.

//Weiterhin lassen sich viele biologische Prozesse sehr viel besser durch Animationen als durch Zeichnungen auf der Tafel vermitteln.//

Auch das stimmt. Andererseits nimmt die digitale Krücke auch hier dem Hirn Denkarbeit ab. Ohne Animation müssen diese Prozesse per Vorstellungskraft im Gehirn ablaufen. (Diese Vorstellungskraft war es, die Einstein so erfolgreich gemacht hat.)

@asimo

Ich verstehe Sie jetzt. Sie programieren derartige Platformen. klar, natürlich sind Sie der Meinung, dass es das a und o ist.

ABER...

Wenn ein Mensch online etwas hört und sieht und etwas erklärt bekommt...sind sie wirklich der Meinung, dass der Lerneffekt größer ist, als das Lernen mit anderen Menschen vor Ort?Die Notizen, das Lachen dabei, wenn ein Scherz gemacht wird (also die zwischenzeitliche Erholung) und dann wieder weiter ausprobieren?

Ich habe Latein und Programmieren gelernt

und kann deshalb beides vergleichen. Latein habe ich außerhalb der Schule nie für irgend etwas gebraucht. Und das Denken schult man beim Programmieren um Größenordnungen besser.

Ich hätte überhaupt nichts gegen Latein-Unterricht, wenn unsere Lehrpläne nicht viel zu voll und gleichzeitig lückenhaft wären. Heute sind viele neue Inhalte und Kompetenzen wichtig, die in den Lehrplänen noch fehlen. Man kann aber nicht immer mehr in sie hinein stopfen. Also muss man neue Prioritäten setzen und auf heute nicht mehr ganz so wichtige Inhalte und sogar Fächer verzichten, um Platz für die neuen wichtigeren Inhalte und Kompetenzen zu schaffen.

"Programmiersprachen sind

"Programmiersprachen sind Programmiersprachen.

Latein ist die Grundlage der Grammatik aller Romanischen Sprachen.
In weitem Maß auch Basis des Wortschatzes."

Ich hatte in der Schule sowohl Latein als auch Informatik.
Beide Unterrichte mochte ich nicht besonders (aus "Gründen").
Heute kann ich aber von vielen romanischen Sprachen zumindest Versatzstücke und weiß noch immer was ein Gerundium ist. Und zwischenzeitlich habe ich mit dem Programmieren schon den ein oder anderen Euro verdient.
Aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, in wie weit Latein oder Informatik nun sinnvoll oder vergeudete Zeit waren...

Der Schullehrplan sollte abwechslungsreich sein. Als ich noch in der Uni unterrichtete (Bio) fing ich bei den Einführungskursen meist eh bei "null" an, ob die nun LK hatten oder gar kein Bio...

Investitionen sind letztendlich nicht gewollt....

ich bekomme in unserem Haushalt hautnah mit, dass echte Investitionen in Bildung schlicht nicht gewollt sind. Es wundert nicht, dass von den 5Mrd erst ein Bruchteil abgerufen oder beantragt sind. Es werden von allen Seiten künstlich Hürden aufgebaut, welche jeglichen digitalen Fortschritt an Schule möglichst im Keim ersticken. An der Schule meiner Frau existieren 2 Klassensätze iPads, welche quasi nicht genutzt werden, da diese exklusiv nur für die Schüler sind. Die Lehrer müssen ihr eigenes iPad mitbringen. Im Kollegium haben 5% der Lehrer ein privates iPad. Bei Einführung der DSGVO mußten alle Lehrer unterschreiben, dass sie Daten der Schüler ausschliesslich verschlüsselt auf Endgeräten speichern, auf welche niemand anderes Zugriff haben darf. Also darf bei Einsatz des PRIVATEN iPads kein anderes Familienmitglied dieses verwenden. Das selbe gilt für jeden Computer auf dem Noten gespeichert sind.
Es ist dringend notwendig das Lehrer endlich adäquat ausgestattet werden.

@schabernack

Ich gebe Ihnen so recht. Ohne Latein hätte ich die deutsche Grammatik wohl nie richtig verstanden.

Latein ist sehr sehr wichtig. Nicht nur wegen der Grammatik auch wegen des Verständnisses vieler Zusammenhänge der Sprachen

@ meinung ist erlaubt

Nein, ich programmiere keine Plattformen (das ist mir zu dick). Ich habe einzelne Programme erstellt, meist motiviert von meinen eigenen Lehrmittelbedarfen an Uni und Schule.
Ich setze ein, was passt.

@21:13 von asimo

Danke für Ihre freundliche Antwort!

//Digital ist dabei kein Selbstzweck//

Da hatte ich Sie offensichtlich missverstanden. Den Eindruck hat man allerdings bei vielen Befürworten des digitalen Lernens.

Und wie Sie ja sicher selbst wissen, lernt auch unser Hirn nicht digital.
Ich selbst habe übrigens immer einen Computer gehabt, seit es den C64 gab. Da habe ich mit viel Spaß meine ersten Programmierversuche in "Basic" gestartet. Bin also keine Technikfeindin. (Das "Kommissbrot" habe ich noch im Keller.)

Animationen ersetzen die Denkarbeit nicht.

Ich selbst habe erst beim Programmieren einer Animation bemerkt, dass unser gängiges Schulbuchmodell der Kalium-Natrium-Pumpe nicht funktionieren kann. Erst wenn man versucht, sein vermeintliches Wissen, durch eine Zeichnung, ein Diagramm oder eine Animation darzustellen, erkennt man, was man noch nicht wirklich verstanden hat. Und es hilft Lernenden, komplizierte Vorgänge wie den zellulären Membrantransport oder die Eroberung einer Zelle durch ein Virus in einer Animation quasi zu erleben und sich dreidimensional vorstellen zu können.

Ich habe schon mehrfach Animationen nur deshalb programmiert, weil ich beim Zeichnen an der Tafel gemerkt habe, wie suboptimal das für das Verständnis war. Die stundenlange Arbeit an einer Animation nehme ich nicht zum Zeitvertreib auf mich, sondern nur wegen des Mehrwerts.

@Biologe 20:45 Uhr: bitte keine „Digital Naives“

Um mal das so häufig gehörte „Digital Natives“ etwas zu verfremden ...

Denn leider hat der Forist um Dieter.roth um 17:17 Uhr in seinem Post nicht ganz unrecht. Es gibt durchaus eine Fraktion von Neurologen und Psychologen, die eine Abnahme der Intelligenz bei den heutigen Generationen im Vergleich zB zu denen vor 100 Jahren festgestellt haben wollen. Grund: zunehmender Verlust manueller Fertigkeiten.

Ich glaube nicht, dass die Bildungspolitik den Lockrufen der Wirtschaft so einfach erliegen sollte. JAVA mag die Logik schulen, reine Logik ist aber oft auch steril. Latein hingegen formt das Denken umfassender und eröffnet den Blick in die Welt der Antike.

Eine Programmiersprache als Schulfach führt dagegen zu geistiger Armut. Und warum überhaupt JAVA? Dann doch wenigstens C++ oder FORTRAN (auch wenn das nicht objektorientiert ist).

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