Ihre Meinung zu: Kultur in der Corona-Krise: "Auch Kunst ist systemrelevant"

13. August 2020 - 16:39 Uhr

Kulturschaffende spüren die Auswirkungen der Corona-Krise nicht nur finanziell - auch die Kunst selbst leidet. Katharina von Tschurtschenthaler hat im Hamburger Tivoli-Theater beobachtet, wie der Betrieb mit Hygieneregeln abläuft.

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Kommentare

Wir sind selber schuld

Wenn sich alle - wirklich alle - an die relativ einfachen Regeln halten würden, wäre mehr möglich.
Die wenigen, die sich nicht daran halten, richten einen sehr hohen Schaden an.

Kultur ist "systemrelevant",

Kultur ist "systemrelevant", weil sie den Menschen Freude, Sinnstiftung, Tiefgang, Werte- und Haltungsfragen, Nachdenklichkeit und nicht selten einen augenzwinkernden Spiegel schenken kann.
Ohne Kultur hat der Mensch keine Kultur - im doppelten Sinn des Wortes. Etwas "systemrelevanteres" gibt es kaum.
Hier in München haben u.a. das Teamtheater und das Metropoltheater berührende und coronakonform höchst kreative Aufführungen geboten, für die ich zutiefst dankbar bin - und die allein den Kulturschaffenden über die wenigen Einnahmen das Überleben leider nicht sichern können. Die Milliarden, die im Lufthansa-Grab versenkt wurden, wären da um vieles sinnvoller angelegt...

Schwierig

" Auch Theatermacher Corny Littmann hat einen deutlichen Wunsch: "Dass Kunst als das wahrgenommen wird, was Kunst ist, nämlich lebensnotwendig, systemrelevant. Das ist mir zu kurz gekommen in dieser ganzen Diskussion um Lufthansa und Kitas. Kunst gehört zum Leben und ohne Kunst ist das Leben sehr arm."

Kunst ist sicher wichtig, System relevant sicher nicht, zum Überleben kann man eine Weile darauf verzichten.
Da der Mensch Lebensmittelabhängig ist und Wasser braucht, plus ein Dach über seinem Kopf, und im Winter Heizung, eine Gesundheitsversorgung wenn er Krank ist.
Ist alles um diese Bereiche System relevant.
Alles andere ist ganz sicher wichtig, aber nicht Über lebenswichtig, ich kann den Frust ja verstehen, mit ist das Leben sicher schöner.
Aber ich kann auf Kneipe und andere Feste oder Großveranstaltungen, und was noch so alles gibt, auch eine Zeit verzichten, ohne das das Leben Schaden nimmt.

Für die die davon Leben, sicher schwierig.

Grausam

Ich bin einer aus der Kulturszene. Vermittele seit 20 Jahren erfolgreich verschiedenste Künstler zu verschiedensten Veranstaltungen. Mit Partnern haben wir coronakonforme Konzepte entwickelt und durchgeführt. Schön, mal was gemacht zu haben, aber es war finanziell ein Desaster. Wir alle bekommen nur ein paar Euro Betriebskosten und sonst nur weltfremde Kredite, oder Hartz IV. Hundertausende, die seit vielen Jahren das Kulturleben geschaffen haben werden gerade vernichtet. Wir können nachweisen, dass wir durch die Maßnahmen des Bundes unser gesichertes EInkommen verloren haben, aber Hilfen bekommen wir nicht. Der größte Hohn ist das neue Überbrückungseld, ein gewaltiger Aufwand für unverschämte Beihilfen, die weder retten, noch helfen. Muss zT den vorgeschriebenen Steuerberater selber zahlen und obendrauf sagt der einem noch, dass er eigentlich einen solchen Aufwand für das Geld nicht macht. Wir werden behandelt wie betrügerische Stützeabzocker und gehen elend zugrunde. HILFE!!!

Ich lebe in Hamburg und habe

Ich lebe in Hamburg und habe eine Riesenauswahl im Kulturbereich, worüber ich normalerweise sehr glücklich bin. Aber zur Zeit mag ich nicht in ein Theater oder Kino gehen. Im Tivoli kann man von Herzen lachen. Normalerweise. Aber jetzt, mit all den Leuten im geschlossenen Raum? Spuckschutzwände hin oder her. Das ist nichts für mich. Ich hoffe, nächstes Jahr gibt es die Einrichtungen alle noch und man kann wieder unbeschwert genießen!

wenn Konzerte, Theater usw.

wieder möglich sind, dann sind wenigstens die ach so bösen Urlauber wieder aus der Schußlinie. Dann haben wir ja wieder andere Schuldige (....kann man denn in dieser Zeit nicht auf sowas verzichten.....).

Dabei geht es jeweils nicht darum, mal "dieses Jahr" zu verzichten. Das wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch nicht anders sein, als dieses Jahr.

Am 13. August 2020 um 17:05 von Nordbraut

............Ich hoffe, nächstes Jahr gibt es die Einrichtungen alle noch und man kann wieder unbeschwert genießen!...........

Ich wüßte nicht, was man nächstes Jahr noch viel ändern könnte, Abstand, Schutzwände, Masken, viel mehr geht wohl nicht. Aber ich gönne es Ihnen, und hoffe das Sie bald wieder Lust haben, solche Veranstaltungen zu besuchen.

Mein ketzerischer Defätismus über die ungelösten Existenzen

Mir kann keiner was erzählen: diese Situation wird von der Politik überhaupt nicht gelöst. Unzählige Spätfolgen existenzieller Art sind abzusehen. Ich habe nicht mal ein bisschen angedeutet gesehen, dass man systemrelevante Fragen stellt. Nein, man glaubt allen Ernstes, in ein paar Jahren hat sich der gesamte Kapitalismus wieder erholt.

Vermutlich ist das ja gefährlich, jetzt auch noch systemrelevante Fragen zu stellen, weil sonst niemand die Maßnahmen einhält (Vorsicht DDR-Ironie) oder die Aktienwelt ihre psychologische Krise bekommt. Und weil sonst alles schlimmer wird. (Hey, ein schnelleres Ende wäre allerdings wünschenswert). Jedenfalls wenn das so weiter geht, braucht sich keiner wundern, wenn alles zusammenbricht (das wird ja immer gesagt, wenn man etwas ändern würde bräche ja alles zusammen - dumm nur, dass es scheint, als bräche jetzt alles von allein bzw. durch den Virus zusammen). Ja dann.

@ 17:02 von wenigfahrer Ja

@ 17:02 von wenigfahrer
Ja der Metzger muss arbeiten gehen können, denn das ist anscheinend systemrelevanter als der psychologische Balsam durch Kunst.

Lebenswert, nicht lebensnotwendig

Dass Kunst als das wahrgenommen wird, was Kunst ist, nämlich lebensnotwendig, systemrelevant.

Kunst, in ihrer verschiedenen Formen, macht das Leben lebenswert. Das ist nicht das Gleiche wie lebensnotwendige Nahrung, Obdach, Medikamente usw, ohne welches man nicht überleben könnte. Zudem ist es mir etwas befremdlich, wenn die Wörter Kunst und System so im selben Satz stehen.

@Köbes4711, 17:10

"Ich wüßte nicht, was man nächstes Jahr noch viel ändern könnte, Abstand, Schutzwände, Masken, viel mehr geht wohl nicht. Aber ich gönne es Ihnen, und hoffe das Sie bald wieder Lust haben, solche Veranstaltungen zu besuchen."
---
Danke, das hoffe ich auch, dass ich wieder Lust bekomme. Und ich will einfach nicht glauben, dass das nächstes Jahr noch weitergeht! Okay, meinetwegen noch bis Februar oder März. Aber irgendwann muss doch auch mal gut sein!! Klar, weiß ich auch, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist. Aber man wird ja noch hoffen dürfen.

Kultur in der Corona-Krise: ...

Es scheint eher um eine Kultur der Corona-Krise zu gehen, denn all diese Maßnahmen, haben den Charakter von Verleugnung. Auch das Team Littmann/ Aust können den Laden nicht retten, wenn das noch für Jahre so weiter geht. Eine Rezession, womöglich eine Deflation drohen denn eine Umstellung auf eine anhaltenden Krisenmodus ist weder gewollt, noch ohne weiteres möglich, da tun wir lieber wieder so, als würde Morgen alles besser - wissend das es so noch nicht ist.

Kultur

Wäre ja schön wenn Kultur ernsthaft ein Thema wäre . So haben ja alle Medien in den letzten 30 Jahren einen starken schwenk nach Konservativer Kultur gemacht . Der Musikantenstadl lässt grüßen ,und die Spieleschows bei den Privaten fördern auch nicht gerade die Kultur ,sondern tragen doch eher zu einer weiteren Verblödung der Bevölkerung bei . Teilweise absolut Geschmacklos z.b. Mütter drehen Pornos ,geht"s noch . Und der Bayerische Rundfunk erinnert mich immer häufiger an die Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts . Frage mich wo eine Carmen Thomas geblieben ist, die sehr nah am Thema gearbeitet hat, Ü Wagen ist mir da sehr in Erinnerung geblieben . Volksnah und nicht so abgehoben wie die üblichen Protagonisten Maichberger usw . . Eliten wo man hinschaut . es gab mal ne Sendung die hieß Acht std. sind kein Tag . Naya ich bin ja noch froh das es Monitor gibt und Panorama oder das Auslands Journal . Die Heute Schow, Neues aus der Anstallt Mitternachtsspitzen . Alles Kultur

@Mr1787, 17:15

Ich stimme Ihnen zu, was die Unterscheidung zwischen lebensnotwendig und lebenswert betrifft. Aber systemrelevant ist Kunst sicherlich. Ohne Kunst und Kultur würden viele Menschen ihr Hamsterrad hinterfragen. Ich glaube, das System, wie wir es kennen, würde keinen Bestand mehr haben. Wenn man nicht mehr weiß, wofür die ganze Plackerei. Oder schlimmer, wenn man das auch noch bemerkt mangels Zerstreuung.

17:02 von Forfuture

Ihre Ausführungen kann ich aus den Erfahrungen in meinem Umfeld nur stützen.

Dabei wird im Artikel nur die furchtbare Situation der darstellenden Künste beleuchtet. Die bildenden Künstler und ihre fast komplett abgeschmierten Einkünfte finden nicht einmal Erwähnung. Offenbar hat die Politik die komplett vergessen oder als verzichtbar eingestuft.

Dabei hängen daran sehr viele - häufig keinem großen Publikum bekannte - Existenzen, die Corny Littmann sicher in sein Statement mit eingeschlossen hat. Auch ohne diese Künstler ist das Leben sehr arm.

Am 13. August 2020 um 17:15 von OrwellAG

" Ja der Metzger muss arbeiten gehen können, denn das ist anscheinend systemrelevanter als der psychologische Balsam durch Kunst. "

Nun ja, ohne Fleischer, Bäcker, oder ALDI und Konsorten, werden Sie ohne großen Garten, nicht lange überleben.
Der Mensch ist nun mal Lebensmittelabhängig, sonst wird es auch bei Ihnen etwas eng werden mit dem Kunstgenuss.
Und das alles ist natürlich auch etwas abhängig vom Lebensumfeld und Umständen, 1 mal Kunst, könnte das Geld vom Wocheneinkauf sein, die Abwägung dürfte dadurch sicher sehr leicht werden.
Aber so was lässt sich nur von Gesicht zu Gesicht diskutieren.

Kultur mit Schlagseite

Musikkultur besteht nicht nur aus großen Orchestern, Chören und Opern.
Da gibt es noch Popmusik, Schlager, EDM, Rap,.. alles im Studio schön separiert produzierbar und per Stream absetzbar.
Auch denen fehlt die Haupteinnahme Quelle Konzerte. Musikkultur machen und unter die Leute bringen ist selbst jetzt machbar.

Na ja, die Art Musik ist nicht so stark von öffentlicher Hand subventioniert, für nicht so gediegenes Publikum, das mehr selber zahlen muss. In anspruchsvollen Medien und Politik nicht so recht als Kultur gesehen.
Da steht man eher auf 18.-19.Jahrhundert oder "Neue Musik", die den richtigen elitären Anspruch und das hochherrschaftliche Publikum hat, das nicht gern mit dem ungebildeten Plebs gesehen werden will. Bayreuth und
Donaueschingen beim Fürst von Fürstenberg ist der Maßstab.
Offensichtlich auch beim NDR und der tagesschau.

Es wird jede Menge Kultur

Es wird jede Menge Kultur kaputt gehen. Und ich rede nicht von völlig überbewerten Orchestern oder Opernhäusern. Die leben eh nur durch massive Subventionen. Aber Kneipen, live Clubs, Bars, Diskotheken, Biergärten,Kinos,... also lauter Zeug, dass sich selber tragen muss, wird wuppen. Musiker, Künstler, Alleinunterhalter, Variete, alle am umgehen.
Um die Elbphilharmonie muss man sich keine Sorgen machen. Die haben ausgesorgt.

@Köbes4711 17:10

"Ich wüßte nicht, was man nächstes Jahr noch viel ändern könnte, Abstand, Schutzwände, Masken, viel mehr geht wohl nicht."

Also mir fielen da ganz spontan noch die Lüftungsanlagen ein, auf die (bzw. deren Filter und Luftaustauschgeschwindigkeit) man ein Auge werfen könnte.

Und falls dann außerdem an der Sache mit dem Nasenspray etwas dran sein sollte, würde das auch wieder vieles ändern.

Staatskunst

Der Kunstbetrieb in Deutschland ist zu einer Staatskunst verkommen. Es bezahlt nicht derjenige die Künstler, der die Kunst genießen will, sondern der Staat versteht sich selbst als Förderer der Kunst. Ist das seine Aufgabe? Wohin das führt, weiß man. Jedes kleine Städtchen hat sein umfassend subventioniertes Theater, das nur von wenigen Exaltierten, die es sich auch leisten könnten, den Unterhalt selber zu finanzieren (und vergünstigte Tickets für Geringverdiener zu subventionieren), besucht wird. Nur wenn sich die staatliche Förderung auf Spitzenkunst, die auch von der Bevölkerung unterstützt wird, konzentriert, kommt etwas Gutes dabei raus. So ist das Parthenon entstanden. Wo findet sich Vergleichbares heute? Die moderne Kunst dient nur noch dazu, einen ganzen Kunstwirtschaftszweig zu finanzieren, ohne dass damit irgendein Leistungsanreiz geboten wäre. Das Ergebnis ist mies. Natürlich brauchen wir Kunst - aber nicht unbedingt soviele mittelmäßige Künstler.

@proehi 17:29 und @Nordbraut

Vielen Dank für Ihren Beitrag! Als ich ihn las und direkt davor meinen, habe ich erkannt, dass ich ein sehr einseitiges (einfältiges) Begriffsverständnis von Kunst und Kultur habe. Ich hatte mehr an Unterhaltungskunst gedacht. Das ist mir jetzt ein wenig unangenehm. Ich stimme Ihrer Aussage zu. "Auch ohne diese Künstler ist das Leben sehr arm."

@ 17:37 von Marcus2

"Auch denen fehlt die Haupteinnahme Quelle Konzerte." Dafür gibt es doch eine ganz einfache Lösung: Dann müssen die Streams eben teurer werden und die Studioaufnahme muss die Haupteinnahmequelle werden. Die Leute, die sonst in die Konzerte gehen, können doch das Geld genauso für den Stream bezahlen.

@wenigfahrer

"Kunst ist sicher wichtig, System relevant sicher nicht, zum Überleben kann man eine Weile darauf verzichten." Am 13. August 2020 um 17:02 von wenigfahrer

*

Die meisten Menschen wollen leben und nicht nur überleben.
Und sie haben eine sehr genaue Vorstellung vom Leben.

Sogar die Neandertaler, unsere nächsten Verwandten, haben eine Flöte gebastelt. Meinen Sie, das Ding hat einer alleine für sich gespielt, irgendwo in einer einsamen Höhle?

Kunst ist ein Bestandteil des Menschseins.

17:15 von Mr.1787

>>Lebenswert, nicht lebensnotwendig

"Dass Kunst als das wahrgenommen wird, was Kunst ist, nämlich lebensnotwendig, systemrelevant."

Kunst, in ihrer verschiedenen Formen, macht das Leben lebenswert. Das ist nicht das Gleiche wie lebensnotwendige Nahrung, Obdach, Medikamente usw, ohne welches man nicht überleben könnte. Zudem ist es mir etwas befremdlich, wenn die Wörter Kunst und System so im selben Satz stehen.<<

Kunst ist systemrelevant!

Ohne Kunst und Kultur werden Sie selbst eine vorgeblich von Kultur unbeleckte lebenserhaltende Tätigkeiten nicht dauerhaft ausüben können. Sie würden geistig und ohne Entwicklung veröden und damit auch für diese Tätigkeit zunehmend unbrauchbar werden. Ohne jegliche Impulse würden Sie den Anschluß verlieren und letztendlich die Brocken hinschmeißen weil alles so fad und nutzlos wäre.

Dieser Zusammenhang wirkt, selbst wenn er Ihnen nicht bewußt ist. Ne neue Klamotte oder ein exotisches Lokal können das z.B. ausdrücken

Kultur ist lebensnotwendig.

@ Autograf

"@ 17:37 von Marcus2"Auch denen fehlt die Haupteinnahme Quelle Konzerte."

Dafür gibt es doch eine ganz einfache Lösung: Dann müssen die Streams eben teurer werden und die Studioaufnahme muss die Haupteinnahmequelle werden." Am 13. August 2020 um 17:42 von Autograf

*

Streams sind aber kein Erlebnis wie die Konzerte, dafür wird keiner so viel zahlen.

Sie zahlen auch nicht für das Video von einer Kreuzfahrt, wenn Sie eine machen möchten.
Sie zahlen nicht einmal für das Bild von einem Kuchen, Sie wollen den Kuchen essen.

@ DerOstbayer (16:43): Widerspruch - Regeln zerstören Kunst

@ DerOstbayer

Widerspruch! Gerade wegen Regeleinhaltung geht fast nichts! Das macht die Kultur kaputt! Deswegen wird es Zeit, Widerstand gegen die Regeln zu leisten die laut Wissenschaftlichem Dienst so gut wie verfassungswidrig sind.

1.
https://tinyurl.com/y3azb8o6
bundestag.de: „Mund-Nasen-Bedeckung“ und Freiheitsrechte (insgesamt 22 Seiten)

2.

https://tinyurl.com/y5gnxgb9
bundestag.de: Ausreiseuntersagungen nach § 10 Abs. 1 S. 1 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 Nr. 1 3. Alt. Passgesetz zur Eindämmung der Infektionen mit SARS-CoV-2 (insgesamt 8 Seiten)

3.

https://tinyurl.com/yxkndv5k
bundestag.de: Zum Anwendungsbereich vom Art. 87 Abs. 3 S. 1 GG und zu
ungeschriebenen Verwaltungskompetenzen in Bezug auf § 5 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz (insgesamt 8 Seiten)

4.
https://tinyurl.com/y9wcf6e8
bundestag.de: Vorliegen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite im Sinne
des § 5 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz
Begriffsverständnis und Feststellung durch den Deutschen Bundestag

Geld für Lebenshaltungskosten

Freiberufliche, selbstständige Künstlerinnen und Künstler benötigen etwas anderes als eine Pauschale für Betriebskosten, die sie gar nicht haben. Das Geld sollte explizit für die Lebenshaltungskosten verbraucht werden können. Gibt es auch, aber Problem ist u.a. an die Infos welche Gelder beantragt werden können rechtzeitig zu gelangen um fristgerecht die Anträge stellen zu können.

17:05, Nordbraut

>> Ich hoffe, nächstes Jahr gibt es die Einrichtungen alle noch und man kann wieder unbeschwert genießen!<<

Da sehe ich schwarz. Ich rechne damit, daß ca. 50% der Spielstätten verschwinden werden.

@ andererseits (16:59): was ich bei Lufthansa gemacht hätte

hi andererseits

Zu Ihrem Punkt:

Die Milliarden, die im Lufthansa-Grab versenkt wurden, wären da um vieles sinnvoller angelegt...

sage ich es mal so:
ja die Lufthansa - der Mutterkonzern - ist ein Milliardengrab. Deswegen war ich schon lange dafür, die Eurowings und die Germanwings (die traurigerweise von Scheuer zerstört wurde) - im ersten Schritt zu fusionieren zu einem neuen Airliner. Im zweiten Schritt hätte ich diesen daraus neu entstandenen Airliner vom Mutterkonzern losgelöst und in einen neue Upwind geschickt. Dazu hätte ich so viel Personal wie möglich vom Mutter-Konzern Lufthansa auf diesen neuen Airliner rüber rotiert. Und danach hätte ich diesen völlig überschuldeten alten Mutterkonzern geordnet pleite gehen lassen.

Von daher wäre ein Neustart von Germanwings gut und dann das was ich vorher geschrieben hatte. So rettet man Arbeitsplätze. Und so wären wir die Schulden von Lufthansa losgeworden.

17:05 von Köbes4711

«wenn Konzerte, Theater usw. wieder möglich sind … dann haben wir ja wieder andere Schuldige (....kann man denn in dieser Zeit nicht auf sowas verzichten.....). Dabei geht es jeweils nicht darum, mal "dieses Jahr" zu verzichten. Das wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch nicht anders sein, als dieses Jahr.»

Ja sehr leider … ist auch in 2021 damit zu rechnen, dass Konzerte nicht wieder wie noch in 2019 mögl. sind. Nicht mal Variante: Open Air.

Wir (meine Freundin & ich) sahen letzten Samstag im TV-WDR ca. 3 Std. Zusammenschnitt mehrerer Gruppen beim Festival: "Summer Jam 2019" am Fühlinger See. Welche Gruppen … unerheblich.

Atmosphäre der Veranstaltung, die uns schon immer faszinierte, seit es "Summer Jam" in Köln gibt. Nicht wegen Rastas, oder Kifferei. Mit älter als 50 J. waren wir Oldies, als wir 2017 letztmals selbst dort waren.

Meine 2 kleinen Nichten waren dabei. Waren so was von begeistert!
Abenteuerspielplatz mit vielen anderen Kindern & fröhlichen Erwachsenen.

wenn wir ehrlich sind

dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf, den man getrost abschneiden kann. Das TV-Programm ist grauenhaft. Die Filmbranche verblödet. Das Theater ein eitler Egoistenhaufen. Die klassische Musikwelt ein Staubfänger. Et cetera.

@Autograf

Sie halten das Theaterpublikum für reich und exaltiert?

Dann waren Sie wohl noch nie in einer Theateraufführung.

Und Sie meinen, unsereins könne unsere Musik jetzt einfach streamen, dann bräuchten die Leute nicht mehr in die Jazzclubs, Kneipen etc. kommen und für uns Livemusiker wäre gesorgt?

Da kann ich nur fassungslos den Kopf schütteln.

@fathaland slim 17:53

"Ich rechne damit, daß ca. 50% der Spielstätten verschwinden werden."
Diese Befürchtung ist sicher realistisch. Auf der anderen Seite geht das eigentlich nicht. Das wird das System nicht verkraften. Und was das System nicht verkraftet, dass darf nicht passieren. Dann brauchen wir eben kreative Finanzierungskonzepte. Es werden bestimmt nicht alle gerettet werden können, aber 50% ist nicht systemkompatibel. Der mit der besten Lösungsidee bekommt nen Nobelpreis.

Allein schon die

Allein schon die Feststellung, dass Kunst und Kultur, wie die auch aussehen mögen, das spielt keine Rolle, wichtig ist, ist ein Schlag ins Gesicht. Kunst&Kultur ist genau DAS, worum es im Leben geht. Immer wieder fragen sich Philosophen, was der Sinn des Lebens wäre? Wenn das Leben an sich Selbstzweck wäre, dann könnte es auch umgehen. Das lohnt sich nicht. Spaß an der Freude ist der Sinn. Und den bekommen die wenigsten beim Arbeiten. Selbst die, die gerne viel arbeiten, wollen auch Geld dafür. Um am Konto Freude zu haben. Pane et Cicenses. Daran ändert sich nichts. Auch im Kapitalismus nicht.

17:59, AufgeklärteWelt

>>wenn wir ehrlich sind
dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf, den man getrost abschneiden kann. Das TV-Programm ist grauenhaft. Die Filmbranche verblödet. Das Theater ein eitler Egoistenhaufen. Die klassische Musikwelt ein Staubfänger. Et cetera.<<

Bitte sprechen Sie nur für sich und beziehen mich bitte nicht in Ihr plakativ zur Schau gestelltes Banausentum mit ein.

Danke.

um 17:53 von fathaland slim

Und nicht nur die, auch booking Agenturen und örtliche Veranstalter inklusive Rattenschwanz in Form von Ton/Lichttechnik oder Security Firmen, Rigger etc pp.

@AufgeklärteWelt 17:09

Nein.

@ Tada (17:50): Sie haben mit dem hier sowas von recht

hi Tada

Sie haben mit dem hier sowas von recht:

Streams sind aber kein Erlebnis wie die Konzerte, dafür wird keiner so viel zahlen.

ganz genauso ist es! Ein Stream ersetzt kein Konzert-Erlebnis! Es ist nur ein billiger Zusatz. Aber ich gucke es trotzdem. Denn ich mag Brian Adams einfach viel zu gerne. Ich habe von dem so einige Titel auf externer Platte. Einer meiner Lieblingstitel "Summer of '69". Oder der weite Lieblingstitel "Let's make a night to remember" oder der dritte Lieblingstitel "Everything I do, I do it for you" oder "Can't Stop This Thing We Started" oder so einige mehr. Einfach richtig rockig.. :-D

Und auch das hier ist richtig:

Sie zahlen auch nicht für das Video von einer Kreuzfahrt, wenn Sie eine machen möchten.

aber sowas gucke ich, um vorher überhaupt in Stimmung zu kommen oder um mir die Auslauf-Songs reinzuziehen die ich auch alle auf externer Platte habe. Auch da gibt es einen erklärten Lieblings-Song von mir "Große Freiheit".

@AufgeklärteWelt 17:59

"wenn wir ehrlich sind dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf, den man getrost abschneiden kann."

Wenn ich ehrlich bin, finde ich das gar nicht.

Allerdings ist mir beim Lesen Ihres Kommentars eine grundsätzliche Frage gekommen: Ist Ignoranz eigentlich eine Meinung oder nicht?

17:59 von AufgeklärteWelt

>>wenn wir ehrlich sind

dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf, den man getrost abschneiden kann. Das TV-Programm ist grauenhaft. Die Filmbranche verblödet. Das Theater ein eitler Egoistenhaufen. Die klassische Musikwelt ein Staubfänger. Et cetera.<<

Na, da haben Sie uns Ihre aufgeklärte Welt ja mal ganz unverblümt dargebracht.

Künste stoßen Dinge an und bewegen damit etwas, von dem Sie offenbar nicht den Hauch einer Vorstellung haben. Dabei wäre es ja völlig kontraproduktiv, wenn Ihnen all das Dargebotene auch noch gefallen würde. Gefälliges glitscht wie Butter und stößt damit auch nix an. Aber deshalb muß Kunst nicht zwangsläufig anstößig sein. Es ist schon prima, wenn einen Kunst bewegt. Das findet im Kopf, Bauch und Gedärm statt und kann auch in der Ablehnung des Dargebotenen bestehen. Die zugelassene Vielfältigkeit spiegelt unsere Gesellschaft.

... hätte in Ihrer aufgeklärten Welt eher keinen Platz, oder?

@ 17:50 von proehi

Ohne Kunst und Kultur werden Sie selbst eine vorgeblich von Kultur unbeleckte lebenserhaltende Tätigkeiten nicht dauerhaft ausüben können. Sie würden geistig und ohne Entwicklung veröden und damit auch für diese Tätigkeit zunehmend unbrauchbar werden.

Hier ist der Kontext die vorübergehende Coronakrise. Es geht auch nicht um Kunst oder gar keine Kunst, sondern dass einige Künstler und Veranstaltungen es in der Krise schwer haben.

Staatliche Unterstützung für einkommensschwache Künstler, ja. Natürlich sollen auch Künstler in schwierigen Zeiten Sozialleistungen erhalten. Es ist aber immer gefährlich, wenn der Staat Kunst subventioniert. Dann ist sie ja auch bekanntlich keine Kunst mehr, dafür gibt es dann einen anderen Begriff.

@ Nordbraut (18:05): Auch Ihnen kann ich nur absolut zustimmen

hi Nordbraut

Auch Ihnen kann ich nur absolut zustimmen:

Diese Befürchtung ist sicher realistisch. Auf der anderen Seite geht das eigentlich nicht. Das wird das System nicht verkraften. Und was das System nicht verkraftet, dass darf nicht passieren. Dann brauchen wir eben kreative Finanzierungskonzepte. Es werden bestimmt nicht alle gerettet werden können, aber 50% ist nicht systemkompatibel. Der mit der besten Lösungsidee bekommt nen Nobelpreis.

Dieser Zerstörung unserer Kultur durch CDU/CSU/AFD dürfen wir nicht tatenlos zuschauen. Dem muss was entgegen gestellt werden. Zum Beispiel die Abschaffung vieler Bundesländer womit sich richtig Geld sparen ließe (Diäten, unnötige Kosten für Landtage, unnötige Pendeleien der Bundespolitiker, unnötige Sitzungsgelder).

Dann könnte man endlich mal diese ganzen Steueroasen schließen und die Schlupflöcher in den Gesetzestexten schließen, dann könnte man diese 800 Millionen Euro von Wirecard zurückholen und noch mehr.

Meine Hoffnung...

...bzgl. des Virus war, dass es eine ähnlich begrenzte Zeit aktiv ist wie z.B. während der anderen Pandemien ("Hongkong-Grippe", "Asiatische Grippe"), also ca. 1,5 - 2 Jahre. Völlig unrealistisch?

Seit Februar war ich nun nicht mehr im Kino oder in einem Konzert. Das vermisse ich. Selbst wenn ich jetzt noch eine Weile darauf verzichten könnte - möchte ich nicht, dass Menschen ihre Existenz verlieren, noch dass wir uns demnächst in einer Kulturwüste wiederfinden.

@fathaland slim, @DrBeyer und @proehi

Ich glaube, User wie AufgeklärteWelt spekulieren darauf, dass Ihre substanzlosen Aussagen aufgrund des provokativen Charakters zahlreich zitiert werden. Hat geklappt.

Das Virus unterscheidet leider nicht

zwischen systemrelevant oder lebensnotwendig. Man kann sich nur zwischen dem höheren oder geringeren Risiko entscheiden. Ein bisschen schwanger geht vermutlich auch nicht.

Am 13. August 2020 um 17:47 von Tada

" Die meisten Menschen wollen leben und nicht nur überleben.
Und sie haben eine sehr genaue Vorstellung vom Leben.

Sogar die Neandertaler, unsere nächsten Verwandten, haben eine Flöte gebastelt. Meinen Sie, das Ding hat einer alleine für sich gespielt, irgendwo in einer einsamen Höhle?

Kunst ist ein Bestandteil des Menschseins. "

Das hatte ich nicht in Frage gestellt, kommt auch in meinem Kommentar nicht, sondern es ging um einen zeitlich begrenzten Zeitraum und um Relevanz.
Und eine Abwägung was wann wichtiger ist, zum Leben oder überleben, in der Kiste nützt das alles nichts mehr.
Alle abhängig von den Lebensumständen.

Fatahland

Wärest du bereit, eine Opernkarte zu bezahlen, wenn es keine massiven Subventionen dafür gäbe?
Wenn ja, warum wird dann subventioniert?
So ganz Unrecht hat user aufgeklärte Welt nicht.

@Mr.1787 18:16

"Natürlich sollen auch Künstler in schwierigen Zeiten Sozialleistungen erhalten."

Genau daran hapert es aber.

"Es ist aber immer gefährlich, wenn der Staat Kunst subventioniert."

Warum? Das macht unser Staat seit Jahrzehnten, fährt sehr gut damit und wird tlw. vom Ausland sehr darum beneidet.

Er darf nur nicht in den Inhalt der Kunst eingreifen. Aber das macht er ja nicht.

17:59 von AufgeklärteWelt

«wenn wir ehrlich sind … dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf, den man getrost abschneiden kann. Das TV-Programm ist grauenhaft. Die Filmbranche verblödet. Das Theater ein eitler Egoistenhaufen. Die klassische Musikwelt ein Staubfänger.»

Klingt nach allerhöchster Stufe der Erleuchtung von Aufgeklärter Welt.
Die Normalsterbliche in solcher Exzellenz niemals erreichen werden.

Viel besser ist es manchmal schon.
Unter den Unaufgeklärt Verblödeten zu verbleiben.

@ andererseits (18:25):

@ andererseits

Exakt genauso ist es wie Sie schreiben. Auch ich liebe Theater, Musicals, Kino (auch wenn ich mir verdammt gerne auch den einen oder anderen guten Blockbuster bei Netz-Hostern runterziehe für Zuhause weil ich die nicht missen will). Die sind hier bei mir auf Backup-Platte und auch welche auf externer Platte.

Dazu kommt jede Menge Musik die ich mir von youtube runterhole und selber auf mp3-Format umspule. Geht stinkeinfach mit Winff (ein Konvertierungsprogramm).

Und auch bei uns leidet das Theater seit der Schließung weil sich Vorstellungen durch diese massiven Einschränkungen nicht lohnen. Unser Stadt macht dadurch jeden Tag Miese!!

https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/rueckblick-und-ausblick;art...

Mit diesen ganzen Corona-Auflagen wird alles unmöglich gemacht. Mit diesen Auflagen machen Theater und Musical keinen Spaß mehr. Deswegen gehe ich auch nicht, bis im Oktober die Impfstoffe kommen. Und auch den Friseur habe ich auf Jahresende geschoben.

@Demokratieschuelerin 18:19

Hi, Demokratieschülerin! Vielen Dank für die Zustimmung. Aber ich hatte meinen Kommentar eigentlich nicht als Kritik an CDU CSU AfD verstanden, auch wenn das alles nicht meine Parteien sind. Aber zumindest den ersten beiden würde ich unterstellen, dass sie ihr bestes tun für unser Land und dazu gehört auch die Kultur. Mit den Schwerpunkten im Einzelnen muss man ja nicht immer übereinstimmen, aber ich sehe da doch einen Unterschied zu der dritten Partei, die Sie erwähnt haben.

17:53 von fathaland slim

«Da sehe ich schwarz. Ich rechne damit, daß ca. 50% der Spielstätten verschwinden werden.»

Ganz grauenhafter Gedanke, aber wohl auch gleichzeitig eine sehr realistische Einschätzung. Wer wäre beruflich näher als Sie an dieser trübsinnig machen könnenden Thematik.

18:16 von Mr.1787

In Ihrer Entgegnung spielt Ihre Aussage, auf die sich mein Beitrag bezog, keine Rolle mehr.

>>>>Lebenswert, nicht lebensnotwendig ...
Zudem ist es mir etwas befremdlich, wenn die Wörter Kunst und System so im selben Satz stehen.<<

Wollen Sie sich da vielleicht korrigieren oder die Striktheit abschwächen?

@17:59 von AufgeklärteWelt

wenn wir ehrlich sind
dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf,

Hängt davon ab womit man den heutigen Kulturbetrieb vergleicht.
Man finden in allen Bereichen noch Interessantes, jedoch verglichen mit der bahnbrechenden, mutigen und unabhängigen Kunst der Weimarer Zeit, ist der heutige Kulturbetrieb in Deutschland sicherlich oft mittelmäßig, abhängig und regierungsnah (was die Mittelmäßigkeit auch erklärt).

Nicht systemrelevant

Kultur ist wichtig und Kultur ist schön. Aber Kultur ist nicht systemrelevant. Ich kann das sagen, ich war jetzt schon seit 4 1/2 Jahren auf keiner Kulturveranstaltung mehr.

Kunst ist systemrelevant?

Aber nur für die "Künstler".

Für Arbeitnehmer die morgens um 6 Uhr am Arbeitsplatz stehn müssen sind diese Spassveranstaltungen nicht notwendig.
Die haben ganz andere Sorgen.

@JVA Butzbach 18:30

Kultur ist wichtig und Kultur ist schön. Aber Kultur ist nicht systemrelevant. Ich kann das sagen, ich war jetzt schon seit 4 1/2 Jahren auf keiner Kulturveranstaltung mehr.
---
Aber Sie sind ja nicht das System.

@ 18:31 von werner1955

Sie halten Kultur für "nicht notwendige Spaßveranstaltungen" und sprechen Menschen, die morgens um 6 Uhr am Arbeitsplatz stehen, die Fähigkeit und das Interesse an Kultur ab?
Da unterscheiden wir uns gleich mehrfach.

@werner1955, 18:31

Ich hatte auch erst an Spaßveranstaltungen gedacht. Haben Sie den Kommentar von proehi um 17:29 Uhr gelesen?

live dabei sein ist anders

Am 13. August 2020 um 17:42 von Autograf

Sicherlich ließe sich das machen. Aber es ist ein riesengroßer Unterschied zwischen livestream und live in der Arena oder Stadion. Das gilt z.B. auch für den Sport.

18:31 von werner1955

Kunst ist systemrelevant? Aber nur für die "Künstler". Für Arbeitnehmer die morgens um 6 Uhr am Arbeitsplatz stehn müssen sind diese Spassveranstaltungen nicht notwendig.
Die haben ganz andere Sorgen.

Nee, stimmt nicht. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie ich "benötigen" gerade Kunst, Kultur und Spaßveranstaltungen als Ausgleich für die Arbeit, als Bereicherung des Alltags! Sie können für sich, aber ganz sicher nicht für mich und viele andere sprechen!

@ Nordbraut

Aber Sie sind ja nicht das System.

Das würde ich aber auch nie behaupten. Ich bin nur ein Körnchen des Sandes in seinem Getriebe.

um 17:02 von Forfuture

Ihr Beitrag hat wirklich sehr angerührt. Ich wünsche Ihnen und allen anderen Betroffenen alles Gute. Gebt nicht auf, die Schei... wird nicht ewig dauern.

Kultur in der Corona-Krise:"Auch Kunst ist systemrelevant"....

Und es geht in der Corona-Krise auch im Bereich Kultur extrem ungerecht zu.Kinos müssen aufgeben,kleine Theater schließen.Künstler verlieren ihre Existenz.

Aber das Banausentum,daß geht gutbezahlt weiter:Ein grauenhaftes Fernsehprogramm,inflationär geprägt von "Krimis"(wird natürlich alles gelöst).
Und vielen "hat sich nach oben gearbeitet"-Soaps.Und nicht zu vergessen,der Star hat....

@kaneel 18:43 und @JVA Butzbach

Hallo Kaneel, genau, da sagen Sie was! Und da schließt sich dann auch der Kreis für JVA Butzbach. Deshalb ist es nämlich systemrelevant. Weil wir (also zumindest die meisten Mitglieder des Systems) diesen Ausgleich (ich hatte es weiter oben Zerstreuung genannt) brauchen. Ansonsten wird das System zerfallen.

17:02 von wenigfahrer

"Kunst ist sicher wichtig, System relevant sicher nicht, zum Überleben kann man eine Weile darauf verzichten."

,.,.,.

Seit es die AfD gibt, und seit es dann auch noch Corona gibt - mitsamt ihren Leugnern -, wäre ich ohne Kunst seelisch verloren.

Sowohl, indem ich sie ausübe, als auch, indem ich mich mit ihr auseinandersetze:
Tag für Tag.

Sie IST systemrelevant.

Zum Glück kann ich derzeit mein Geld durch eine andere Weise verdienen:

aber ich suche zur Zeit eine Form - und habe sie im Kopf schon fast fertig -, die Corona einbezieht und künstlerischer Natur ist.

Das Wesen der Kunst war immer Innovation und lebt von schöpferischen Ideen:

ich wünsche allen Künstlern, die zur Zeit auf Grundeis gehen:
dass sie einen Ausweg finden, der unserer Zeit dienlich ist.
Er IST auffindbar.

18:31 von werner1955

«Kunst ist systemrelevant?
Aber nur für die "Künstler".

Für Arbeitnehmer die morgens um 6 Uhr am Arbeitsplatz stehn müssen sind diese Spassveranstaltungen nicht notwendig.
Die haben ganz andere Sorgen.»

Es sind 100.000e von Arbeitnehmern in DEU.
Die sogar vor 6 Uhr am Arbeitsplatz stehen müssen.

Die treiben Sorgen um, wann sie denn wieder den Künstlern am Ball in Stadien zuschauen können. Wo Männer in kurzen Hosen versuchen, Runde Leder zw. so wie wie Teppichklopfstangen in Weißer Farbe in Netze zu kicken.

Nicht, dass ich Ballkünstler mit musikalischen Künstlern, Theaterschauspielern, Comedians & Co. vergleichen will. Aber ich kenne auf meiner Arbeitsstelle auch Schichtarbeiter, die morgens um 6 Uhr noch halb taub & schüttelnd vom Heavy Metal Konzert am Vorabend an Maschinen stehen. Vom Vorabend … inkl. ausgiebigem Umtrunk nach der Metallerei.

"Künstler" in Anführungszeichen ist anmaßender Nonsens.
Da Sie selbst nicht die Künstler-Zensur-Behörde sind … die Sterne vergibt !

18:25, Bender Rodriguez

>>Fatahland
Wärest du bereit, eine Opernkarte zu bezahlen, wenn es keine massiven Subventionen dafür gäbe?
Wenn ja, warum wird dann subventioniert?
So ganz Unrecht hat user aufgeklärte Welt nicht.<<

Ich wäre nicht in der Lage, sie mir zu leisten.

Im übrigen kann ich mich nicht erinnern, Ihnen das Du angeboten zu haben.

@17:15 von OrwellAG

//@ 17:02 von wenigfahrer
Ja der Metzger muss arbeiten gehen können, denn das ist anscheinend systemrelevanter als der psychologische Balsam durch Kunst.//

Aber nur anscheinend. Für mich ist z.B. Musik wesentlich wichtiger als Urlaub.

Es ist aber wirklich schlimm, dass für die vielen Kunstschaffenden und Soloselbstständigen so wenig getan wird.
Auch an die Ärmsten der Armen wurde nicht gedacht. Beim SOVD gehen verzweifelte Anfragen ein, von Rentnern, die jetzt auf die Tafel verzichten müssen und nicht wissen, wovon sie den MNS bezahlen sollen. An die Menschen sollte man auch denken.

@17:59 von AufgeklärteWelt

//wenn wir ehrlich sind
dann ist der Kulturbetrieb in Deutschland überwiegend nur ein hochsubventionierter alter Zopf, den man getrost abschneiden kann. Das TV-Programm ist grauenhaft. Die Filmbranche verblödet. Das Theater ein eitler Egoistenhaufen. Die klassische Musikwelt ein Staubfänger. Et cetera.//

Das klingt aber sehr neidisch. Selbst sooo unbegabt?

18:10 @Demokratieschue...

Na dann auf nach Düsseldorf,
zu Bryan Adams!

18:30, schabernack

>>17:53 von fathaland slim
«Da sehe ich schwarz. Ich rechne damit, daß ca. 50% der Spielstätten verschwinden werden.»

Ganz grauenhafter Gedanke, aber wohl auch gleichzeitig eine sehr realistische Einschätzung. Wer wäre beruflich näher als Sie an dieser trübsinnig machen könnenden Thematik.<<

Ich bin in Berlin und mache ein wenig "Subversivmusik" im Yorckschlösschen. Bzw. gestern, heute spielt mein Partner mit einer australischen Bluegrass-Bande auf. Wir lassen den Hut rumgehen, da kommt durchaus was rein. Ich habe mich gestern lange mit dem Inhaber unterhalten. Zum Glück gehört ihm und anderen Musikfreunden das Haus. Denn Geld verdient niemand. Mit vereinten Kräften halten wir den Betrieb auf Sparflamme am köcheln.

Mal sehen, was der Winter bringt.

Wir fahren auf Sicht, im dichten Nebel. Und lassen den Kopf nicht hängen.

Mein langjähriger Partner aus alten Chicagoer Tagen hat Lungenkrebs im Endstadium. Das ist viel, viel schlimmer,

18:46 von Bernd Kevesligeti

«Und es geht in der Corona-Krise auch im Bereich Kultur extrem ungerecht zu. Kinos müssen aufgeben …»

Ja … in so manchen Bereichen kann man sehr wohl an Verhältnismäßigkeit der Unterstützung zweifeln. Einfach zu lösen ist es aber auch nicht. Patentrezepte gegen nie Gewesenes gibt es nirgendwo.

«Aber das Banausentum, daß geht gutbezahlt weiter: Ein grauenhaftes Fernsehprogramm, inflationär geprägt von "Krimis" (wird natürlich alles gelöst).»

Krimis im DEU-TV sind tatsächlich unfassbar viele.
Aber mit ungelösten Fällen am Ende wären die ja noch dämlicher …

Zum Glück sind ja auch solche, die Kriminelles eher humoristisch verfilmen. "Mord mit Aussicht" in der Eifel in Hengasch ist doch sehr lustig-unterhaltsam. Folge: "Blaukehlchen" ist die beste.

«Und vielen "hat sich nach oben gearbeitet"-Soaps.
Und nicht zu vergessen, der Star hat …»

Anschauen・muss・das ja niemand.
"Soaps" sind vor allem im Privat-TV.
"Stars haben" … was weiß ich.
Und Gladiatoren in Rom hatten einst.

@18:31 von werner1955

//Für Arbeitnehmer die morgens um 6 Uhr am Arbeitsplatz stehn müssen sind diese Spassveranstaltungen nicht notwendig.
Die haben ganz andere Sorgen.//

Die gehen abends ins Theater oder ins Konzert um ihre Sorgen ein wenig zu vergessen. Oder sie singen selbst im Chor oder spielen im Orchester oder werkeln mit anderen in der Gruppe an eigenen Kreationen. Macht weit mehr Spaß als abends in Pantoffeln mir Bier und Chips vor der Glotze zu sitzen.
Haben Sie schon mal etwas von Musiktherapie gehört?
Sehr wirksam.

17:59 schabernack 17:05 Köbes4711

18:41 von Köbes4711
"[...]Aber es ist ein riesengroßer Unterschied zwischen livestream und live in der Arena oder Stadion. Das gilt z.B. auch für den Sport."

17:59 von schabernack
Wir (meine Freundin & ich) sahen letzten Samstag im TV-WDR ca. 3 Std. Zusammenschnitt mehrerer Gruppen beim Festival: "Summer Jam 2019" am Fühlinger See. Welche Gruppen … unerheblich.

Gelegentlich schaue ich mir sehr gerne Konzertaufzeichnungen an, die das Live-vor-Menschen-Spielen-Gefühl für mich richtig gut transportieren. Aber dafür musste das Konzert natürlich vorher irgendwann einmal vor Live-Publikum aufgezeichnet worden sein.

Mal schauen, was aus Düsseldorf und der in Leipzig geplanten Konzertsimulation bzw. Massenstudie "Restart19" wird.

@18:25 von DrBeyer

Warum? Das macht unser Staat seit Jahrzehnten, fährt sehr gut damit und wird tlw. vom Ausland sehr darum beneidet.

Die politischen Entscheidungsträger fahren sehr gut damit. Der Kulturbetrieb weniger.
Wer im Ausland beneidet heute die Kunst- und Kulturszene in Deutschland?

Er darf nur nicht in den Inhalt der Kunst eingreifen. Aber das macht er ja nicht.

Doch, er greift indirekt ein: Er fördert die Kunst, die sich anpasst.

von Musiktherapie gehört?

von Anna-Elisabeth @
Woher wissen Sie was mein Nachbar immer mit mir macht?

Ich möchte aber nicht ständig für "Künstler" bezahlen.

unehrlich

Niemand mag alle Formen der Kunst, aber jeder mag wenigstens eine oder zwei. Wer hier so tut, als ob er sein Leben ganz ohne Kunst genießen könnte, der ist einfach unehrlich.

Und es steht nun mal niemandem zu, bei der Kunst den einzelnen Arten eine Rangliste zuzuordnen. Ich kann nicht einfach sagen: "Ja klar, Dichtung muss weiter gefördert werden, ist doch klar ... aber Oper, das kann weg!"

So läuft das nicht.

@fathaland slim 17.53

Da sehe ich schwarz. Ich rechne damit, daß ca. 50% der Spielstätten verschwinden werden."
Die Befürchtung teile ich leider. Da sind nicht die großen Hallen betroffen, aber viele Kulturinitiativen und -vereine, hier in der Gegend z.B. die Halle in Reichenbach, der Uhlenspygel in Rutesheim, das Purple Haze in Remseck ist bereits geschlossen. Clubs, in denen viele gute Bands ihre Auftrittsmöglichkeiten hatten und jeweils ein paar hundert Zuhörerinnen und Zuhörer einen tollen Abend. Aber ohne die Konzerte sterben die Clubs und die Bands dann auch. Ihnen und allen direkt Betroffenen wie Forfuture drück ich wirklich von Herzen alle Daumen!
Long live rock'n roll!

@18:19 von Demokratieschue... @ Nordbraut

//Zum Beispiel die Abschaffung vieler Bundesländer womit sich richtig Geld sparen ließe (Diäten, unnötige Kosten für Landtage, unnötige Pendeleien der Bundespolitiker, unnötige Sitzungsgelder).//

Jawoll! Und dann noch die Einheitspartei. Das spart auch noch einiges. Vor allem diese überflüssigen Wahlen.

Nur leider

//Dann könnte man endlich mal diese ganzen Steueroasen schließen und die Schlupflöcher in den Gesetzestexten schließen,...//

verschwinden die damit noch lange nicht.

19:49 @fathaland slim @ schabernack

Bis auf den letzten Abschnitt liest
sich das optimistisch, anspornend.
Nicht jammern, machen.
Nicht klein kriegen lassen.

Viel Erfolg,
und alles Gute für Ihren Partner .

Leipzigerin59

Wer der Kultur schon keine Relevanz beimisst

dem schenke ich erstens mein tiefstes Mitgefühl. Aber zweitens darf ich daran erinnern, dass es ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor ist, der hier gerade jämmerlich zugrunde gerichtet wird:
Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird insbesondere von Freiberuflern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt, Anteil am BIP in 2018 über 100 Milliarden Euro!!!
Die schmerzliche Diskussion vieler hier welche, Bedeutung diese Branche für eine lebenswerte Existenz hat tut zwar weh, aber den bedauernswerten Menschen, die offenbar ein Leben ohne Kultur für lebenswert halten muss sich die wirtschaftliche Bedeutung doch erschließen! Es ist die zweitgrößte Branche in Deutschland, weit bedeutender als die Reise- oder Baubranche, so sind die wirtschaftlichen Tatsachen und die unfassbar ignorante Förderungspolitik der BR zerstört diese gerade mit aller Macht! Übrigens: Im Grundgesetz ist verankert, dass man für seine Entscheidungen Verantwortung übernehmen muss, wie kann die BR uns dann so ignorieren?

von schabernack 19:49

Worum geht es Ihnen eigentlich mit Ihrem Beitrag ? Das "Banausentum" verteidigen ?
Während viele Künstler ihre Existenz verlieren.Natürlich Nuhr und Co. bestimmt nicht.
Und "anschauen braucht das niemand",daß ist ein Allgemeinplatz.Warum läuft es denn weiter so ?

@17:37 von Marcus2

//Musikkultur besteht nicht nur aus großen Orchestern, Chören und Opern.//

Behauptet doch niemand.

19:53 von Kaneel / @schabernack, 17:59

«Gelegentlich schaue ich mir sehr gerne Konzertaufzeichnungen an, die das Live-vor-Menschen-Spielen-Gefühl für mich richtig gut transportieren. Aber dafür musste das Konzert natürlich vorher irgendwann einmal vor Live-Publikum aufgezeichnet worden sein.»

Ja … auch bei meiner Freundin und mir beliebt.
Nicht erst, seit Corona aktuell Konzerte verhindert.
War es auch schon vorher.

Wir empfangen das TV-Programm über DVBT-2-HD.
So'n Digitales Kästchen mit Programmierbarkeit.
Kostet 1x was (bei unserer Version: 89 €), dann nix mehr.

Mit USB-Anschluss für externe Festplatten.
Wie haben je 1x 20 Terrabyte für Konzerte + Reportagen Länder & Menschen.
Kann man das, was im TV läuft, mit aufzeichnen.

Was mir zu Konzerten (betrachtet mit Augen zu Corona) auffällt:
Wie viele Menschen wie eng beieinander sind.
Wie sie sich umarmen, tanzen, scherzen, lachen.
Bekommt man in der Fülle gar nicht mit.
Wenn man selbst auf dem Konzert ist.

War bei "Summer Jam" in Köln ganz genau so.
Traurig-schön !

19:49 von fathaland slim

obwohl wir nicht auf einer wellenlänge sind, drück ich dir und allen anderen einzelkämpfern die daumen. deshalb ist es für mich umso unbegreiflicher, was jetzt hier in nrw abläuft um das versuchte konzert von bryan adams und co. nichtmals die qualitätsmedien lassen mich den irrsinn zwischen laschet und geisel posten.

17:59 @ AufgeklärteWelt

Wenn wir ehrlich sind ...

Wenn ich ehrlich bin, distanziere ich mich von Ihrer Vereinnahmung.

Alle anderen Argumente lesen sich eher wie
》Aufzeichnungen aus einer
"Aufgeklärte[n] Welt" eines Kellerlochs《

@19:49 fathaland slim

Gestern haben Sie mich noch herzhaft zum Lachen gebracht - heute möchte ich Ihnen, den Menschen, die Ihnen etwas bedeuten und allen Künstlerkollegen natürlich auch, viel Mut, Kraft und Durchhaltevermögen wünschen!

Systemrelevant oder Luxus?

Manche Menschen meinen Kunst ist Luxus in diesen Zeiten. In vielen Ländern herrscht Armut und Krieg und wir beschweren uns über ausfallende Konzerte, Aufführungen, geschlossene Theater u. ä.
Natürlich muss man diese Meinung gelten lassen.
Aber wie war es, als im zerstörten Deutschland die ersten Theater öffneten? Die Menschen haben für zwei Stunden das Leid vergessen!!! Als Eintritt wurde mit Kohlen bezahlt. Es gibt viele Beispiele hierfür. Last es nicht zu, es auch noch zu einem Kahlschlag in der Künstlerbranche zu kommen. Vergesst vor allem die kleinen Theater, Vereinen, Solo Künstler u.ä. nicht, die es eh schon schwer hatten!
Es wäre unsagbar schwer, dies wieder aufzubauen!

Fatahland

Siehst Du.eine Opernkarte ohne Subvention wäre bei dir nicht möglich. Ich könnte es. Sie wäre in etwa so teuer, wie für eine richtige Rockband. Warum wird die Coverband in der Oper subventioniert, die richtigen Musiker nicht?
Für ac/dc & Co zahlt man 150€ aufwärts. In Wacken bekommt man dafür 3 Tage Spass. So what?
Wenn die Rolling stones kommen, leg ich auch 500 hin. Warum ist das der distiguierten Elite nicht zumutbar, dass sie ihren Spaß selber unterstützen?
Btw, ich duze jeden. Auch im echten Leben. Nimm's leicht.

19:55, werner1955

>>von Musiktherapie gehört?
von Anna-Elisabeth @
Woher wissen Sie was mein Nachbar immer mit mir macht?

Ich möchte aber nicht ständig für "Künstler" bezahlen.<<

Ihre Anführungszeichen sind eine höchst alberne Beleidigung, die ich persönlich nehme.

20:26, Bender Rodriguez

Noch einmal ganz deutlich:

Ich verbitte mir, von Ihnen geduzt zu werden.

Aber wer klassische Musiker als Coverband bezeichnet, hat ohnehin nichts kapiert. Das macht jede weitere Diskussion ohnehin zwecklos.

Was Kultur vermag - Ein Blick in die Geschichte

Obwohl der 24. Dezember 1914 ein klarer, eiskalter Tag war, also gute Bedingungen herrschten für einen Artillerieangriff auf den Feind, wurde kaum geschossen. Offenbar hatten die Geschützbesatzungen auf beiden Seiten wenig Lust, ihre Aufgabe zu erfüllen. Und da auch der Gegner nicht schoss, ließ man es einfach bleiben.

Am Abend dann schollen von den deutschen Gräben plötzlich ungewohnte Töne hinein ins Niemandsland. Die Männer hatten „Stille Nacht, Heilige Nacht“ angestimmt, traditionell das Weihnachtslied, das ausschließlich am Heiligen Abend gesungen wurde.

Ihre Gräben hatten sie geschmückt mit improvisierten Weihnachtsbäumen; einige mutige Männer trauten sich nach stundenlanger informeller Feuerpause auch, Kerzen an den Rand der Stellungen zu stellen. Die britische Soldaten auf der anderen Seiten hörten und sahen es mit Erstaunen, denn in ihren Augen waren die Männer der kaiserlichen Armee nichts als „Hunnen“.

...es war ein Höhepunkt meines Lebens (so ein britischer Soldat)

20:08 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 19:49

«Worum geht es Ihnen eigentlich mit Ihrem Beitrag ?
Das "Banausentum" verteidigen ?»

Rauslesen, worum es mir in meinen Beiträgen geht.
Das müssen Sie schon selbst.
Ich bin nicht der Erklärbär meiner eigenen Kommentare im Nachhinein.
Auf gezielte Nachfragen antworte ich immer.

Mir täte es mehr als ausreichen, täten auch Sie verstehen, dass Sie nicht der Definator von "Banausentum" sind. So wie andere nicht die Definatoren von "Künstler" sind.

Ich empfinde es nicht als "banausisch", auch Fußballspiele anzuschauen. Spielte ich doch in meiner gesamten Jugendzeit (im Alter von 9 bis 22 Jahren) selbst Fußball im Verein. Gehört für immer unverrückbar zu meiner "Sozialisation".

"Dschungelcamp" sah ich in wenigen Folgen.
Zu erkennen, dass niemand je was verpasste, wer das nie sah.

«… "anschauen braucht das niemand" = Allgemeinplatz.
Warum läuft es denn weiter so ?»

Wasser = nass = Allgemeinplatz = zutreffend.
Läuft, weil Leute es gucken.
Werden Sie Programmdirektor des Besser !

20:15 schabernack 19:53 Kaneel / @schabernack, 17:59

So "luxuriös" bin ich noch nicht ausgestattet. Läuft seit Jahren alles über Laptop. Wenn ich mal irgendwann wieder einen etwas größeren Fernseher habe - ich werde überwältigt sein... ;-)) :-))
Seit ich kommentiere, schaue ich eh' weniger fern, aber wenn (kürzlich japanisches Melodram), dann empfinde ich diese Nähe teilweise als seltsam. Und für ewig möchte ich diese "neue Normalität" des Abstand haltens nicht akzeptieren. Alles, das Sie beschrieben ("umarmen, tanzen, scherzen, lachen") empfinde ich eigentlich als "normal". Aber durch die Krise lernen wir dies und vieles andere womöglich mehr zu wertschätzen.

@20:26 von Bender Rodriguez Fatahland

Sie werden hier entschieden zu persönlich und beleidigend.

Dass man Ansichten nicht teilt, ist keine Rechtfertigung.

//Btw, ich duze jeden.//

Dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn man Sie für einen Flegel hält, mit dem man nicht zu tun haben möchte.

Auch Kunst ist systemrelevant

Ansichtssache .....
in meiner Jugend wurden auf dem Schlossplatz wahnsinnsteure Skulpturen aufgestellt
für "Kulturbanausen" nicht erkennbar um was es sich handelt
auch da gab es Diskussionen ob es nicht sinnvolleres gibt fürs Geldausgaben
ebenso dass Theaterkarten oder fürs Ballett mit 200 .... 300 Euro subventioniert werden
das sieht nicht jeder gleich

19:55, MartinBlank

>> Wer hier so tut, als ob er sein Leben ganz ohne Kunst genießen könnte, der ist einfach unehrlich.<<

Es gibt solche Menschen. Menschen von erschütternder seelischer Armut.

>>Und es steht nun mal niemandem zu, bei der Kunst den einzelnen Arten eine Rangliste zuzuordnen. Ich kann nicht einfach sagen: "Ja klar, Dichtung muss weiter gefördert werden, ist doch klar ... aber Oper, das kann weg!"

So läuft das nicht.<<

Danke, danke und noch mal danke.

Fatahland

Ganz ehrlich, Coverband ist Provokation. Nicht ernst gemeint. Als Musiker mit Humor, versteht man, was ich sagen will.
Du wirst von mir aber keine Extrawurst bekommen, und gesietzt werden. Das geht nicht. Dazu bin ich zu global. Willst Du in GB auch gesietzt werden? Das geht nun nicht. Der Unterschied liegt in der Wortwahl. Mit Dir versuche ich, so gut es geht, korrekt, ohne Fehler zu schreiben. Würden wir persönlich miteinander reden, würde es dir auffallen. Deine Meinung ist hier sehr wohltuend. Egal; welches Thema.
Ich hoffe, du kannst mir meine Marotten nachsehen.

Fatahland

Ganz ehrlich, Coverband ist Provokation. Nicht ernst gemeint. Als Musiker mit Humor, versteht man, was ich sagen will.
Du wirst von mir aber keine Extrawurst bekommen, und gesietzt werden. Das geht nicht. Dazu bin ich zu global. Willst Du in GB auch gesietzt werden? Das geht nun nicht. Der Unterschied liegt in der Wortwahl. Mit Dir versuche ich, so gut es geht, korrekt, ohne Fehler zu schreiben. Würden wir persönlich miteinander reden, würde es dir auffallen. Deine Meinung ist hier sehr wohltuend. Egal; welches Thema.
Ich hoffe, du kannst mir meine Marotten nachsehen.

@Forfuture, 17:02

„Wir können nachweisen, dass wir durch die Maßnahmen des Bundes unser gesichertes EInkommen verloren haben, aber Hilfen bekommen wir nicht. Der größte Hohn ist das neue Überbrückungseld, ein gewaltiger Aufwand für unverschämte Beihilfen, die weder retten, noch helfen. Muss zT den vorgeschriebenen Steuerberater selber zahlen und obendrauf sagt der einem noch, dass er eigentlich einen solchen Aufwand für das Geld nicht macht. Wir werden behandelt wie betrügerische Stützeabzocker und gehen elend zugrunde. HILFE!!!“

Danke für diesen sehr „aufschlussreichen“ Einblick in die Welt der Bürokratie. In der Tat grausam für jeden, der es sich nicht leisten kann, einen großen Bogen um die zu machen.

Man kann derzeit nur hoffen, dass möglichst bald ein wirksamer und sicherer Impfstoff zur Verfügung steht. Und dass möglichst viele Bürger während dieser „Durststrecke“ merken, dass Kultur für ein Leben, das diese Bezeichnung verdient sehr wohl systemrelevant ist. Da sie die Menschen „zusammenbringt“.

13. August 2020 um 19:43 von Leipzigerin59

>> 18:10 @Demokratieschue...

Na dann auf nach Düsseldorf,
zu Bryan Adams! <<

...und natürlich ohne Maske und Sicherheitsabstand und auf dem Rückweg muss der Herr Söder kritisiert werden.

20:36 von schabernack 20:08 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

//Wasser = nass = Allgemeinplatz = zutreffend.
Läuft, weil Leute es gucken.//

Vorschlag zur Güte?

Georg Schramm wurde einmal gefragt, was er tun würde, wenn er sehr viel Geld hätte.
Antwort: "Ich würde die Fernsehrechte kaufen und den ganzen Tag Synchronschwimmen senden."

Machen wir Georg Schramm zum Fernsehdirektor. Ich bin sicher, er würde sich das mit dem Synchronschwimmen noch einmal gründlich überlegen.

19:53, Mr.1787

>>"Warum? Das macht unser Staat seit Jahrzehnten, fährt sehr gut damit und wird tlw. vom Ausland sehr darum beneidet."

Die politischen Entscheidungsträger fahren sehr gut damit. Der Kulturbetrieb weniger.<<

Inwiefern fahren die politischen Entscheidungsträger gut damit? Was haben sie davon?

>>Wer im Ausland beneidet heute die Kunst- und Kulturszene in Deutschland?<<

So einige.

>>"Er darf nur nicht in den Inhalt der Kunst eingreifen. Aber das macht er ja nicht."

Doch, er greift indirekt ein: Er fördert die Kunst, die sich anpasst<<

Was meinen Sie mit "Kunst, die sich anpasst"?

Verwechseln Sie vielleicht Deutschland mit Orbanungarn? Da wird in die Programme der Theater offen hineinregiert.

@Bender Rodriguez 20.26

Sehen Sie, ich finde die Rolling Stones auch gigantisch. Aber wie ich mit meinem Post sagen wollte, es gibt noch so viel jenseits der ganz großen Namen. Für die Rolling Stones oder die Berliner Symphoniker wird's weitergehen, aber was wird aus den vielen weniger bekannten Künstlern, die mit viel Herzblut dabei sind? Und was aus den vielen kleinen Veranstaltern? Aus den ehrenamtlich am Laufen gehaltenen Kulturkneipen? Die würden erhebliche Löcher hinterlassen, wenn sie verschwinden.

Jemand schrieb...

...dass er/sie Künstler nicht finanzieren möchte.
Das ist völlig falsch gedacht, denn viele Künstler verdienten mit ihren Engagements gar nicht schlecht - sie haben wie jeder Bürger Steuern bezahlt. Sie verdienen wie alle anderen die Unterstützung der Gemeinschaft.
Ich kenne viele Musiker, die 4000€ monatlich regelmässig brutto Einkünfte hatten über Jahrzehnte.
Ja, ich lebe in so einem Umfeld und kann sagen, dass sie teilweise mehr einbezahlt haben an Steuern als so mancher Nörgler, der aus Unkenntnis nicht teilen möchte.

Tränen des Glücks

Wer schon einmal in einem Museum vor einem Exponat gestanden hat und so von ihm ergriffen war, das er/sie die Tränen nicht bändigen konnte, wird verstehen was Kunst auch bewirken kann.
Ist mir einmal passiert. Und es war großartig!

20:50, deutlich

>>Für die Rolling Stones oder die Berliner Symphoniker wird's weitergehen, aber was wird aus den vielen weniger bekannten Künstlern, die mit viel Herzblut dabei sind? Und was aus den vielen kleinen Veranstaltern? Aus den ehrenamtlich am Laufen gehaltenen Kulturkneipen? Die würden erhebliche Löcher hinterlassen, wenn sie verschwinden.<<

Ja. Genau so ist es. Aber wer das nicht kapieren will, wird es auch nicht kapieren.

@ um 20:50 von Anna-Elisabeth

>>Am 13. August 2020 um 20:50 von Anna-Elisabeth
20:36 von schabernack 20:08 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

//Wasser = nass = Allgemeinplatz = zutreffend.
Läuft, weil Leute es gucken.//

Vorschlag zur Güte?

Georg Schramm wurde einmal gefragt, was er tun würde, wenn er sehr viel Geld hätte.
Antwort: "Ich würde die Fernsehrechte kaufen und den ganzen Tag Synchronschwimmen senden."

Machen wir Georg Schramm zum Fernsehdirektor. Ich bin sicher, er würde sich das mit dem Synchronschwimmen noch einmal gründlich überlegen.<<

Herrliche Antwort!

20:52, David Séchard

>>Tränen des Glücks
Wer schon einmal in einem Museum vor einem Exponat gestanden und so von ihm ergriffen, das er/sie die Tränen nicht bändigen konnte, wird verstehen was Kunst auch bewirken kann.
Ist mir einmal passiert. Und es war großartig!<<

Ich hatte dieses Erlebnis mal bei einem Konzert der Bluessängerin Ruth Brown. Das war emotional derart intensiv, daß ich in Tränen ausgebrochen bin. Ja, Tränen des Glücks. Ich kannte ihre alten Platten aus den 50ern. Aber diese emotionale Gewalt, fast vierzig Jahre später, die hat mich stumpf umgehauen.

von schabernack 20:36

Na,gut,dann einigen wir uns darauf,daß im Zuge der Corona-Krise Kultur und Kunst in eine existenzielle Krise geraten sind.Und die Folge eine weitere Verflachung und Soapisierung sein wird.Letzteres natürlich gut dotiert.

19:49 von fathaland slim

«Ich bin in Berlin und mache ein wenig "Subversivmusik" im Yorckschlösschen … Ich habe mich gestern lange mit dem Inhaber unterhalten. Zum Glück gehört ihm und anderen Musikfreunden das Haus. Denn Geld verdient niemand. Mit vereinten Kräften halten wir den Betrieb auf Sparflamme am köcheln.»

Eine Beschreibung sehr ähnlich denen, die gegenwärtig von (sehr) vielen Inhabern & Betreibern zu vernehmen ist:

»Den Laden möglichst solange ohne Verluste am Laufen halten.
Bis evtl. wieder bessere Zeiten kommen.«

Noch sind viele Inhaber, deren Mitarbeiter in Kurzarbeit sind. Wird aber nicht ewig so andauern können. Sehr zu erwarten, dass aus sehr vielen Kurzarbeitern im Veranstaltungsgewerbe viele Arbeitslose werden.

Sie können "Subversivmusik live unplugged" spielen.
Veranstaltungstechniker aller Art können nicht "subversiv" Scheinwerfer aufhängen, Sound mixen, Bühnen aufbauen.

Was für ein Driss … für den ich auch nichts anderes als "Durchhalten" am Horizont sehe. In diesem Sinn !

von Anna-Elisabeth 20:50

Merken Sie um was es Schabernack geht ? Er kommt immer wieder,weil er nicht will,daß die neoliberalen Soaps(immer wieder Aufstieg) und der Starrummel kritisiert wird.

Deutlich

Ganz genau darum geht es doch. Der "kleine pipifax"
Ich wäre bereit, für die stones 500€ hinzulegen. Ganz im Ernst, das ist es nicht wert. Aber würden die richtig satten soviel für eine Oper hinlegen? Ich muss sparen. Klar. Die Stones werden nicht subventioniert. Müssen sie auch nicht, weil sie Fans mit Herzblut haben. Orchester haben wohl nur Zuschauer?
@fatahland
Ich bin ganz auf Deiner Seite, dass für Kunst und Kultur mehr gemacht werden muss. Erst wenn es das "Überflüssige" nicht mehr gibt, wird auffallen, wie es fehlt. Und dann wird sogar mir, als Banause, die "Coverband" fehlen, die zum millionsten mal Beethofen schmettert.
Ich bin Rocker,Sie (?) Klassiker. Im Grunde meinen wir das Gleiche.

21:01, Bernd Kevesligeti

Kann es sein, daß Ihnen alles suspekt ist, was gut dotiert ist?

Ich freue mich für Kollegen, die Geld verdienen. Neid ist mir fremd.

Und was die "Soapisierung" der Kultur angeht, die halte ich für die geringste Gefahr. Die tritt eher ein, wenn alle satt sind und niemand sich an irgendwas reiben will.

So ein Unsinn

Kunst ist natürlich nicht systemrelevant....wie vieles andere auch.

Es ist absurd und lächerlich, dass man sich selbst für systemrelevant erklärt, um irgendwelche Subventionen abzuschöpfen.

13. August 2020 um 20:39 von Anna-Elisabeth

>> @20:26 von Bender Rodriguez Fatahland

Sie werden hier entschieden zu persönlich und beleidigend.

Dass man Ansichten nicht teilt, ist keine Rechtfertigung.

//Btw, ich duze jeden.//

Dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn man Sie für einen Flegel hält, mit dem man nicht zu tun haben möchte. <<

Darf ich mich Ihrem Beitrag anschließen?

Gruß
K. E.

@ um 20:58 von fathaland slim

>>Am 13. August 2020 um 20:58 von fathaland slim:
Ich hatte dieses Erlebnis mal bei einem Konzert der Bluessängerin Ruth Brown. Das war emotional derart intensiv, daß ich in Tränen ausgebrochen bin. Ja, Tränen des Glücks. Ich kannte ihre alten Platten aus den 50ern. Aber diese emotionale Gewalt, fast vierzig Jahre später, die hat mich stumpf umgehauen.<<

Ist das nicht großartig wenn, ein mir fremder Mensch, mich durch seine Kunst so tief berührt, dass es mich zu Tränen der Freude, des Glückes treibt?
Passiert selbstverständlich eher selten. Aber wer sich nie darauf einlässt, wird es auch nicht erfahren können.
Die Dame sagt mir leider nichts, da ich mich in dem Bereich musikalisch nicht explizit bewegt habe. Aber ich werde mir gleich mal bei YT ein paar Videos anschauen.

21:07, Bender Rodriguez

>>@fatahland
Ich bin ganz auf Deiner Seite, dass für Kunst und Kultur mehr gemacht werden muss. Erst wenn es das "Überflüssige" nicht mehr gibt, wird auffallen, wie es fehlt. Und dann wird sogar mir, als Banause, die "Coverband" fehlen, die zum millionsten mal Beethofen schmettert.
Ich bin Rocker,Sie (?) Klassiker. Im Grunde meinen wir das Gleiche.<<

Ich bin Bluespianist. In meinen Kreisen weltweit bekannt.

Und habe ein offenes Ohr für alles zwischen Motörhead und Renaissancemusik, Ragtime und Free Jazz, Appalachen-Rootsmusik und Beethoven.

Wer diesen ungeheuren Reichtum nicht erkennt, dem entgeht einiges.

@20:50 von fathaland slim

Inwiefern fahren die politischen Entscheidungsträger gut damit? Was haben sie davon?

Sie haben so ein weiteres Instrument um die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen.

Da wird in die Programme der Theater offen hineinregiert.

Das ist in der deutschen Kunstszene nicht anders. Wer nicht pariert, muss gehen. Siehe Hessische Filmförderung.
Besser wäre natürlich der Staat würde sich ganz raushalten und die Kunst der Zivilgesellschaft überlassen.

Was meinen Sie mit "Kunst, die sich anpasst".

Wenn Menschen im künstlerischen Bereich sich so verhalten, dass sie ihre Förderung oder Arbeitsstelle nicht verlieren.

@Mr.1787 19:53

"@18:25 von DrBeyer
>>Warum? Das macht unser Staat seit Jahrzehnten, fährt sehr gut damit und wird tlw. vom Ausland sehr darum beneidet.<<

Die politischen Entscheidungsträger fahren sehr gut damit. Der Kulturbetrieb weniger."

Können Sie das in irgendeiner Form begründen? Ansonsten ist das nichts als inhaltsleere Hetze.

"Wer im Ausland beneidet heute die Kunst- und Kulturszene in Deutschland?"

Der Rest der Welt, der neidisch wird ob unserer großen, reichhaltigen und abwechslungsreichen Kulturszene.

"[DrBeyer]>>Er darf nur nicht in den Inhalt der Kunst eingreifen. Aber das macht er ja nicht.<<

Doch, er greift indirekt ein: Er fördert die Kunst, die sich anpasst."

Mit Verlaub, aber Sie wissen nicht, wovon Sie reden. Als Beschäftigter in genau diesem Bereich maße ich mir aber durchaus ein gewisses Beurteilungsvermögen an.
Und mit diesem kann ich Ihnen sagen, dass die Unterstellung, die Sie gebracht haben, völlig haltlos, dafür leider primitiv ist.
Da passt sich niemand an.

um 20:41 von Sisyphos3

"ebenso dass Theaterkarten oder fürs Ballett mit 200 .... 300 Euro subventioniert werden
das sieht nicht jeder gleich"

Wieso lässt Du da einen Teil weg? Das würde mich interessieren. Warum erwähnst Du nicht, dass Theater und Ballett eben auch Gäste anzieht, die dann in der Stadt hinterher noch Geld dalassen? Dass viele Touristen ihr Drei-Tage-Wochenende sogar um so eine Aufführung herum planen?

Verdächtig.
_

19:53 von Mr.1787

<< @18:25 von DrBeyer

"Er darf nur nicht in den Inhalt der Kunst eingreifen. Aber das macht er ja nicht."

Doch, er greift indirekt ein: Er fördert die Kunst, die sich anpasst. <<

,.,.,

Die Kunst, die sich anpasst, muss nicht gefördert werden.
Die läuft von alleine.

Gefördert wird das Risiko und die kritische Haltung - auch und gerade dem Staat gegenüber.

Möglicherweise aber haben Sie keine Kenntnis von den Verhältnissen in Deutschland, Mr.1787.

21:01 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 20:36

«Na, gut, dann einigen wir uns darauf, daß im Zuge der Corona-Krise Kultur und Kunst in eine existenzielle Krise geraten sind. Und die Folge eine weitere Verflachung und Soapisierung sein wird. Letzteres natürlich gut dotiert.»

Einigung auf Ersteres ist nicht das geringste Problem meinerseits.

Einigung auf das Zweite wäre Schwarzmalerei zu Anfang einer Krise, die sich durch Schwarzmalerei nicht auch nur im Ansatz bessern ließe. Nicht Schwarzmaler waren jemals die, die aus Veränderungen Nutzen ziehen, und Dinge weiter entwickeln konnten.

Auch wenn Licht am Ende des Tunnels nur sehr schwach in Leuchtkraft ist, und das Ende des Tunnels in weiter Entfernung. Es lohnt sich immer, nach dem Licht zu streben. Alles andere widerspricht ganz grundlegend meiner positiven Grundeinstellung zum Leben !

Gar nicht zu reden von tatsächl. von Sorgen um finanz. Existenz durch Corona Bedrohten. Von denen hier einige schreiben.

Persönlich finanziell bin ich wegen Corona zu > 95% unbeeinträchtigt.

21:15, David Séchard

>>Die Dame sagt mir leider nichts, da ich mich in dem Bereich musikalisch nicht explizit bewegt habe. Aber ich werde mir gleich mal YT ein paar Videos anschauen.<<

Es gibt da zwei Sängerinnen namens Ruth Brown. Eine jüngere aus England, die meine ich nicht. Und eine Dame aus Portsmouth,Virginia, die jetzt 92 Jahre alt wäre, wenn Sie nicht leider gestorben wäre. Die meine ich.

@Mr.1787 21:17, re fathaland slim

">>Da [in Orbanungarn] wird in die Programme der Theater offen hineinregiert.

Das ist in der deutschen Kunstszene nicht anders."

Ich könnte gerade in die Luft gehen!
In kein einziges Theaterprogramm wird in Deutschland offen oder versteckt hineinregiert!

Das einzige, woran sich die Theater u.U. anpassen (müssen), ist der Publikumsgeschmack!

Fatahland

Gut dotiert ist nicht die Frage. Rechnet es sich?
Ich gönne jedem Musiker sein Geld. Aber wenn dafür Subventionen herhalten müssen, stimmt etwas nicht.
Btw, haltet mich für einen Flegel. Aber immerhin bin ich ein gebildeter und ordentlicher Flegel.
Wir kommen wohl aus unterschiedlichen Zeiten. MfG Bender

von fathaland slim 21:10

Zum Thema Soapisierung
gucken Sie sich doch das Fernsehprogramm an.An was reiben sich den die inflationären Soaps und Krimis ?
Und warum rechtfertigen Sie jetzt was gut dotiert ist ? Weil Sie genau wissen,was es ist(Nuhr und Co.).

21:17, Mr.1787

Sie haben nicht den Schimmer einer Ahnung.

Lassen Sie sich das von jemandem gesagt sein, der sein Leben lang im so genannten Kulturbetrieb gearbeitet hat und dies nach wie vor tut.

Übrigens staatlich ungefördert.

21:18 von MartinBlank

ich glaube nicht dass einer wegen ner Aufführung der John Cranko Truppe nach Stuttgart reist
das mag bei diesen Musicals von Hamburg über Bochum bis Stuttgart was anderes sein
sich die Stadt vielleicht anschauen
aber ich glaube nicht die Musicals kriegen viele Zuschüsse
(vielleicht kennt sich einer aus)

von schabernack 21:20

Richtig,zum Licht streben.Das geht aber nur in der Dissenz.
Und die Leuchtkraft am Ende des Tunnels,sie ist für einige sehr stark(TV) und für andere sehr bescheiden oder gar nicht.Erstere Darsteller sind auch gar nicht im Tunnel.

@20:30 von fathaland slim 19:55, werner1955

//Ihre Anführungszeichen sind eine höchst alberne Beleidigung, die ich persönlich nehme.//

Kann ich nachvollziehen. Ich habe da aber immer noch meinen verstorbenen Partner im Ohr: "Von dem? Lohnt sich nicht."
Wohlwissend, dass er damit recht hatte, hat es leider nicht immer gefruchtet - aber ein wenig geholfen hat es schon. Hilft auch jetzt noch.

@ um 21:21 von fathaland slim

>>Es gibt da zwei Sängerinnen namens Ruth Brown. Eine jüngere aus England, die meine ich nicht. Und eine Dame aus Portsmouth,Virginia, die jetzt 92 Jahre alt wäre, wenn Sie nicht leider gestorben wäre. Die meine ich.<<

Hätte ich wahrscheinlich aber auch bemerkt, da Sie von Platten aus den 50´ern schrieben.
Es sei den die Jüngere wäre nur 5 Jährchen auseinander. :-)
Aber die Zusatzinfo´s werden helfen, danke.

 20:26 @ Bender Rodriguez

"....Coverband in der Oper ..."

Geht's noch?

"... subventioniert,

die richtigen Musiker nicht? ..."

Orchester mit Dirigent sind also keine richtigen Musiker?

Ich bekomme gleich ein Schütteltrauma bei solchem Mist.

Und ich habe mir sowohl Opernkarten also Rockkonzerte geleistet. Bin sehr wählerisch, was ich mir leisten will.

@ 20:44 von Bender Rodriguez

Für die einen ist es eine Marotte, für die anderen ist es - nein: nicht die längste Praline der Welt, sondern schlicht mangelnder Respekt; egal ob man inhaltlich übereinstimmt oder nicht.

@Bender Rodriguez 20:26

"Btw, ich duze jeden. Auch im echten Leben. Nimm's leicht."

Nein, das nehme ich nicht leicht, sondern persönlich. Danke für Ihren freundlichen und sehr direkten Hinweis, dass ich mit Ihnen nicht reden muss.

An den allergrundsätzlichsten Umgangsformen liegt mir nämlich etwas. Und wir sind in Deutschland, nicht in GB, USA oder Schweden.

21:22, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 21:10
Zum Thema Soapisierung
gucken Sie sich doch das Fernsehprogramm an.An was reiben sich den die inflationären Soaps und Krimis ?
Und warum rechtfertigen Sie jetzt was gut dotiert ist ? Weil Sie genau wissen,was es ist(Nuhr und Co.).<<

Seichte Unterhaltung ist eben seicht. Aber immer schon sehr populär gewesen. Ich schaue mir so etwas nicht an, bin aber mit dem Alter gelassener geworden.

Und bei "gut dotiert" fallen mir eher die Scorpions oder Helene Fischer ein als der Herr Nuhr.

Mit der Wortschöpfung "neoliberale Soaps" übertreiben Sie es IMHO ein wenig. Neoliberalismus ist eine wirtschaftswissenschaftliche Schule. Wo da die Soaps ins Spiel kommen sollen, das begreife ich nicht so richtig.

@21:10 von fathaland slim

"Neid ist mir fremd."

Mir nicht. Ich wäre gerne Emmy Noether, Mutter Theresa, Anna Moffo und Kleopatra in einer Person. Das heißt, nicht, dass ich diesen Personen ihr Können, ihre Klugheit, ihre Güte und/oder Schönheit nicht gegönnt hätte.

@Bender Rodriguez 21:21

"Btw, haltet mich für einen Flegel. Aber immerhin bin ich ein gebildeter und ordentlicher Flegel."

Ein Flegel, der sich was auf sein Flegelsein einbildet.
Armselig ...

Kunst ist systemrelevant

Kunst ist systemrelevant. Egal, ob wir von Musik, Malerei, Theater, Literatur oder anderen Kunstformen sprechen: allesamt sind Tätigkeiten, die uns zu Menschen machen und uns so von anderen Lebewesen unterscheiden. Kunst ist somit zutiefst menschlich, wir definieren uns zu einem erheblichen Teil dadurch, dass wir künstlerisch tätig sind. Künstler sind somit systemrelevant. Wenn sie es nicht sind, wer dann?

@andererseits

"Die Milliarden, die im Lufthansa-Grab versenkt wurden, wären da um vieles sinnvoller angelegt.
Ich möchte keine Diskussion über die Definition des Begriffs " Systemrelevant" eröffnen, aber: Die Lufthansa hat vom Bund 9 Milliarden als Kredit erhalten. Hier wurde nichts versenkt. Sie sind doch in anderen Fällen immer so korrekt.

@21:19 von Sausevind

Gefördert wird das Risiko und die kritische Haltung - auch und gerade dem Staat gegenüber.

Das hat man ja bei der Hessischen Filmförderung super deutlich gesehen.

Möglicherweise aber haben Sie keine Kenntnis von den Verhältnissen in Deutschland, Mr.1787.

Ich wünschte, Sie hätten Recht.

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