Kommentare

Wie die Süddeutsche

Wie die Süddeutsche berichtet, sollen vor allem junge Leute, manche mit Tank Top, andere mit Kopftuch, am Donnerstag Besen und Schaufel in die Hand genommen haben, um ihr Viertel von Glasscherben und Geröll zu reinigen. Das scheint ja was ganz ungewöhnliches zu sein, dass das eine Meldung wert ist.

Um Gottes Willen!

„ (durch seine ) unverhüllten Forderung nach einer neuen politischen Ordnung (ist Macron) für viele Libanesen zum symbolischen Anführer der Rebellion geworden.“

Um gottes Willen!
Haben wir denn immer noch nicht gelernt, wohin Rebellionen in der arabisch(-muslimischen) Welt führen?
Zu Blutvergiessen, Not und Elend!

Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis.

Eine besondere Beziehung

Das kann man wohl sagen:

"Anfang November 1943 fanden Wahlen statt, und am 8. November 1943 löste die neue libanesische Regierung das französische Mandat unilateral auf. Französische Kräfte inhaftierten die neuen Regierungsmitglieder; auf internationalen Druck hin wurden sie am 22. November 1943 wieder freigelassen, worauf die Unabhängigkeit des Libanon akzeptiert wurde."

Quelle: Wikipedia

Die Macht der Hisbollah

Hoffentlich kann das Momentum des Augenblicks genutzt werden, um die Macht der Hisbollah zu brechen. Der libanesische Staat ist seit Jahrzehnten durch das Geflecht der korrupten Terrororganisation gelähmt.

Hoffnungsträger Macron

Emanuel Macron ist der Hoffnungsträger der sich nach Demokratie sehnenden Libanesen.

21:19, zöpfchen

>>„ (durch seine ) unverhüllten Forderung nach einer neuen politischen Ordnung (ist Macron) für viele Libanesen zum symbolischen Anführer der Rebellion geworden.“

Um gottes Willen!
Haben wir denn immer noch nicht gelernt, wohin Rebellionen in der arabisch(-muslimischen) Welt führen?
Zu Blutvergiessen, Not und Elend!

Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis.<<

Die brauchen da also eine harte Hand.

Das liest sich fast wie eine Parodie auf kolonialistische Rechtfertigungsideologien.

Mir ist immer noch nicht so ganz klar, ob Sie das, was Sie hier schreiben, wirklich ernst meinen, oder ob Sie es als intellektuelles Spiel betreiben.

Sie wissen aber schon, daß der Libanon ein Produkt des "westlichen" Kolonialismus ist und die Konflikte im Lande ein Erbe des kalten Krieges sind? Stellvertreterkriege, die sich verselbständigt haben und Kriegsgewinnler an die Macht gespült haben.

Westliche Arroganz

21:19 von zöpfchen
"Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis."
Herzlichen Glückwunsch, arroganter geht es kaum! Sie haben wirklich keine Ahnung vom Libanon, der praktisch von der Zivilgesellschaft getragen wird, da der Staat quasi inexistent ist. Lokale NGOs übernehmen Müllverwertung, Pflege von Behinderten, Infrastruktur etc. Sie sollten sich besser vorher erkundigen, bevor Sie alle Länder außerhalb der westlichen Hemisphäre in einen Topf werfen!
21:31 von Putin-Bewunderer
"Hoffentlich kann das Momentum des Augenblicks genutzt werden, um die Macht der Hisbollah zu brechen. Der libanesische Staat ist seit Jahrzehnten durch das Geflecht der korrupten Terrororganisation gelähmt."
Nun, nach Aussagen meiner libanesischen Bekannten wäre Libanon schon längst von Israel besetzt worden, gäbe es nicht die Hisbollah. Trotz aller Fehler ist die Hisbollah eine wichtige Kraft im Libanon, aus diesem Grund!

Verdunkelung

Die schiitische Hisbollah, die vom Iran hochgerüstet wird, kontrolliert die Politik im Libanon. Sie hat an einer wirklichen Aufklärung dieser Katastrophe absolut kein Interesse.

„"Er hat gesagt, was wir schon seit Monaten fordern. Die ganze politische Führung muss ausgewechselt werden", sagt eine libanesische Aktivistin im französischen Fernsehen“

Dann muss Macron allerdings bereit sein, die grundlegenden Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass dies nicht länger so bleibt:
„Aber da man ja gegen die Herrschenden und ihre Truppen nichts ausrichten könne“

Dazu ist nicht nur für die Bürger im Libanon, sondern auch die aller anderen Länder, die ebenfalls keine Chance sehen, ihre legitimen Interessen gegen die ihrer auf „bewährte“ politische Netzwerke gestützten - vor allem aber auf die „Produkte“ der ob ihres Beitrags zum globalen „Wirtschaftswachstum“ absolut „systemrelevanten“ Rüstungskonzerne, die für die „Sicherheitsinfrastruktur“ auto- und kleptokratischer „Regierungsverantwortlicher“ sorgen durchzusetzen, in der Tat die Unterstützung aller, die Wert auf Humanität und wirkliche Demokratie legen extrem wichtig. Hier besonders, aber nicht nur die Frankreichs.

@ zöpfchen - Was soll die Geringschätzigkeit?

Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis.

Wollen Sie hier den Eindruck streuen, dass nur der "tolle" Westen reif ist für die Demokratie?

Frankreich würde gerne...

„Und so hat Frankreich jetzt auch die Koordinierungsrolle für die internationale Wiederaufbauhilfe übernommen.“ Frankreich würde gerne die Koordinierungsrolle übernehmen. „Die EU darf sich da nur einreihen.“ Da stimmt wahrscheinlich. Flugzeuge mit Hilfsgütern und Helfern aus der Russischen Föderation sind schon vor mindestens zwei Tage in Beirut gelandet, spätestens seit gestern ist dort ein mobiles Hospital aus der RF in Betrieb. Und die Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzes suchen nach Verschütteten. Davon ist in den Berichten kaum Rede. Macron ist heute gekommen, und redet, wie immer, viel. Und möchte gerne, wie immer, die Koordinierungsrolle übernehmen.

@ zöpfchen (21:19)

>>Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis.<
---
Das trifft vielleicht auf manche Kreise in Deutschland zu. Aber es ist nicht das Thema des französ. Präsidenten. Er hat klar gestellt, worum es ihm und Frankreich mit dem Libanon, ohne zögern, gehen muss. Deutschlands Regierung kann er so schnell nicht fragen, bzw. nicht unbedingt mit einer zufriedenstellenden, raschen Antwort rechnen (er ist/war gestern unheimlich schnell hingedüst):

>>Macron drückt das so aus: "Wenn Frankreich seine Rolle nicht im Interesse des libanesischen Volkes wahrnehmen würde, seine Rolle als eine Macht, die an den Multilateralismus glaubt, dann würden andere Mächte - Russland, die Türkei, der Iran oder Saudi Arabien - ihre geopolitischen Interessen durchsetzen, zum Nachteil der Libanesen."<<

Zwischen den Zeilen dürfen die Leute sich, wie in allen Kulturkreisen üblich, ihre eigenen Gedanken machen, z.B. über Türkei und Libyen.

@ zöpfchen

"Kulturkreis"? "Kulturell bedingt"? Es ist unerträglich, wie Sie den Menschen im Mittelmeerraum und im Orient die Reife absprechen, ihren Staat demokratisch zu organisieren.

21:57, Der Laurisch

>>@ zöpfchen - Was soll die Geringschätzigkeit?
"Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis."

Wollen Sie hier den Eindruck streuen, dass nur der "tolle" Westen reif ist für die Demokratie?<<

Es liest sich so, oder?

Wobei ich nicht weiß, ob der Forist überhaupt ein Anhänger der Demokratie ist. Da hält er sich seit vielen Jahren ziemlich bedeckt.

21:35, Putin-Bewunderer

>>Emanuel Macron ist der Hoffnungsträger der sich nach Demokratie sehnenden Libanesen.<<

Glauben Sie nicht, daß Herr Macron, wie jeder, der sich in einer solchen Position befinden würde, mit dieser Rolle ein wenig überfordert sein muss?

@ WoIstDieWahrheit

Flugzeuge mit Hilfsgütern und Helfern aus der Russischen Föderation sind schon vor mindestens zwei Tage in Beirut gelandet ...

Die Deutschen waren übrigens noch ein wenig früher vor Ort - sorry.
Wenn es Ihnen darum geht, Russland hervor zu heben, muss ich darauf bestehen, dass Deutschland nicht gering geschätzt werden kann.

22:04, KowaIski

>>@ zöpfchen
"Kulturkreis"? "Kulturell bedingt"? Es ist unerträglich, wie Sie den Menschen im Mittelmeerraum und im Orient die Reife absprechen, ihren Staat demokratisch zu organisieren.<<

Für mich lesen sich die Kommentare des Foristen immer wie eine satirisch verzerrte Version identitärer und auch kolonialistischer Ideologie.

Fürchte aber, daß er das völlig ernst meint.

@ WoIstDieWahrheit

Und die Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzes suchen nach Verschütteten. Davon ist in den Berichten kaum Rede.

Es sind Helfer aus 19 Ländern vor Ort. Warum sollten deutsche Medien ausgerechnet Russland hervorheben? Das macht doch wahrscheinlich die russische Presse. Oder?

Beirut..

Menschen sollten grundsätzlich keine Kriege untereinander führen!

Ich hoffe, das ich mit dieser Meinung nicht alleine stehe!

Aber klar ist auch, das Menschen schon immer Kriege geführt haben, aus welchen Gründen auch immer. Meistens im Namen der Religion, was ich persönlich für einen immensen Quatsch halte!

Dennoch finde ich es gut, wenn sich Frankreich/Macron für den Libanon und das libanesische Volk einsetzen!

@zöpfchen...

Schwachköpfe wird es leider immer geben!

Alles gut, solange die nicht die Mehrheit bekommen!

22:04 von KowaIski

Dann nennen Sie ein paar Beispiele von Staaten, die sich im Orient demokratisch organisieren.

21:52, Sab1012

>>Nun, nach Aussagen meiner libanesischen Bekannten wäre Libanon schon längst von Israel besetzt worden, gäbe es nicht die Hisbollah.<<

Das erlaubt eigentlich nur einen einzigen Schluss:

Ihre Bekannten sind Anhänger der Hizbollah und somit der iranischen Version des Islamismus. Für den das Feindbild Israel ja bekanntlich eine wichtige, wenn nicht die zentrale Rolle spielt.

Das kann man aber nicht von jedem libanesischen Bürger sagen.

Quadratur des Kulturkreises

@ zöpfle:
Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis.

Oooops, welcher Kulturkreis ist denn da besser geeignet, Ihrer Meinung nach?

Nein!

Warum sollte Macron mit einer Position überfordert sein, die scheinbar das libanesische Volk will?

Das libanesische Volk will eine andere - und hoffentlich bessere Regierung!

Was soll daran falsch sein?! Gutgläubig vielleicht, aber falsch sicher nicht!

07.08.2020 um 21:19 von zöpfchen

Der Aussage "Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis." stimme ich größtenteils zu und beziehe mich auf 2 Artikel in DIE ZEIT vor ca. 35 Jahren: In ariden Gebieten steht der Kampf um Wasser im Vordergrund, so dass der Einzelne seinen Clan stärken und die konkurrierenden Clans schwächen muss. Die funktioniert nur, wenn Kritik am eigenen Clan nicht öffentlich sondern nur hinter verschlossenen Türen geübt wird. Daher kann es kaum eine öffentliche Kritik geben, die eine wesentlich Grundlage westl. Demokratien ist.
Bei kleinen Ländern mit vielen Städten wie Libanon und Tunesien könnte eine Demokratie ähnl. westl. Art sich entwickeln.
Doch ich betrachte es als grundfalsch, postkolonial, wenn Menschen im Westen vom Rest der Welt Demokratie nach unserem Muster verlangen.
Die nahöstliche Völker sollen in ihren eigenen Kulturkreis schauen, nach Jordanien, der Bundesmonarchie der Clans - das funktioniert!!

Erstaunlich breit informiert

@ WoIstDieWahrheit:
Und die Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzes suchen nach Verschütteten. Davon ist in den Berichten kaum Rede.

Erstaunlich. Darf ich mal fragen, woher Sie so genau wissen, was der russische Katastrophenschutz in Beirut tut? Wissen Sie auch was die französischen Helfer tun?

"Wenn Frankreich seine Rolle

"Wenn Frankreich seine Rolle nicht im Interesse des libanesischen Volkes wahrnehmen würde, seine Rolle als eine Macht, die an den Multilateralismus glaubt, dann würden andere Mächte - Russland, die Türkei, der Iran oder SaudiAra bien - ihre geopolitischen Interessen durchsetzen, zum Nachteiö der Libanesen."
O-oh! Mein Mann, mit dem ich bald fünfzig Jahre zusammenbin, kommt aus dem Libanon. Ist auch Christ, wie ich. Ich kenne recht gut das Land und die Menschen. Ich weiss, was daraus in den letzten fünf Jahrzehnten geworden ist. Das ehemals wunderschöne Land, mit schönen, kultivierten, lebensfrohen Menschen ist zum traurigen Beispiel für Misswirtschaft, Desorientierung, Destabilisierung, Apathie, Verlassenheit geworden. Jahrelang ein Kriegsfeld, immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Das Land lebt zum grossen Teil von solchen wie wir, die Immobilien kaufen, ihre Verwandten finanziell unterstützen, während der Aufenthalte Geld ins Land bringen.

@ WoIstDieWahrheit

Es sind Katastrophen-Helfer aus vielen Ländern im Libanon. Dass Sie aber so detailversessen die Arbeit der russischen Helfer hervorheben, hinterlässt bei mir einen schalen Beigeschmack. Geht es (neben der löblichen und wichtigen Hilfe) am Ende etwa auch noch um PR?

Was hat Frankreich bis jetzt

Was hat Frankreich bis jetzt geleistet für den Frieden in der Region, für die Demokratie im Land der vielen Religionen? Herr Macron - da ankommen, schöne Parolen aussprechen, auf die Anderen "mit ihren geopolitischen Interessen" mit dem Finger zeigen...
Der Libanon wurde von Frankreich verraten und verkauft. Das ehemals blühende Land ist zum Gespenst geworden. Vielleicht wird es besser für den Libanon werden, wenn er sich politisch anderweitig orientiert. Aber in der Region wird es wohl nie mehr Frieden geben. Sehr, sehr traurig.

Nix Kolonial. Nix identitär

@ 07. August 2020 um 22:14 von fathaland slim
22:04, KowaIski
>>@ zöpfchen
"Kulturkreis"? "Kulturell bedingt"? Es ist unerträglich, wie Sie den Menschen im Mittelmeerraum und im Orient die Reife absprechen, ihren Staat demokratisch zu organisieren.<<

„Für mich lesen sich die Kommentare des Foristen immer wie eine satirisch verzerrte Version identitärer und auch kolonialistischer Ideologie.

Fürchte aber, daß er das völlig ernst meint“

Nichts identitär (= Reiner Unsinn) . Fußt auf reiner Empirie. Schauen sie sich in den Ländern dieses Kulturraums um, und sagen mir , wo Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe funktionieren. Die Welt ist halt selten so, wie wir sie uns wünschen....

Und Kolonial? Schon mal überhaupt nicht. Wir sollten uns dort (komplett) raushalten und aufhören Verantwortung für etwas zu übernehmen, wo wir sowieso keinen Einfluss haben.

um 21:35 von Putin-Bewunderer

"Emanuel Macron ist der Hoffnungsträger der sich nach Demokratie sehnenden Libanesen."
Seit fast fünfzig Jahren ist Libanon meine zweite Heimat. Ich kann Ihnen versichern: das ist der französische Präsident nicht. Die Libanesen, dieses schöne, kultivierte, überlebensstarke Volk hat längst das Vertrauen in Frankreich verloren - nach den israelischen Angriffen, nach dem langen Bürgerkrieg, wegen des Kriegs in Syrien, wegen der offenen Korruption der Regierung, wegen der Misswirtschaft...

Glühender Europäer

Das ist es, was mir an Europa so gefällt: Die Präsidenten, die durch die Welt stolzieren und sich als Kopf einer Großmacht (und damit meinen sie gewiss nicht Europa) betrachten.

》Wer zu erst kommt, ...

... mahlt zuerst. 《

Ich habe den Eindruck, dass das der Slogan für die Hilfe für den Libanon ist.

Das tifft auch oder gerade auf Macron / Frankreich zu - so verstehe ich jedenfalls manche Absätze des Artikels.

Geht es auch einmal ohne den geopolitischen Fingerzeig auf andere?
Und hier wird dann so weiter diskutiert?
Warum nicht gemeinsam helfen
ohne sich in ein spezielles Licht zu setzen?

Lächerliche Diskussion.

Seit Januar gibt es eine Experten-Regierung, nach Wunsch der Demonstranten von vorigen Jahr.

Hat diese die verkrusteten und korrupten Strukturen beibehalten?
Oder ist es einfach zu schwierig, jahrelange korrupte Politik und
Wirtschaft wieder gerade zu rücken?

@fathland slim,
diese Überforderung sehe ich auch so.
Ein bisschen viel Show, eine herzzerreißende Umarmung.

Gruß
Leipzigerin59

"Wenn Frankreich seine Rolle

"Wenn Frankreich seine Rolle nicht im Interesse des libanesischen Volkes wahrnehmen würde, seine Rolle als eine Macht, die an den Multilateralismus glaubt, dann würden andere Mächte - Russland, die Türkei, der Iran oder SaudiAra bien - ihre geopolitischen Interessen durchsetzen, zum Nachteiö der Libanesen."
O-oh! Mein Mann, mit dem ich bald fünfzig Jahre zusammenbin, kommt aus dem Libanon. Ist auch Christ, wie ich. Ich kenne recht gut das Land und die Menschen. Ich weiss, was daraus in den letzten fünf Jahrzehnten geworden ist. Das ehemals wunderschöne Land, mit schönen, kultivierten, lebensfrohen Menschen ist zum traurigen Beispiel für Misswirtschaft, Desorientierung, Destabilisierung, Apathie, Verlassenheit geworden. Jahrelang ein Kriegsfeld, immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Das Land lebt zum grossen Teil von solchen wie wir, die Immobilien kaufen, ihre Verwandten finanziell unterstützen, während der Aufenthalte Geld ins Land bringen.

22:14 von fathaland slim

Für mich lesen sich die Kommentare des Foristen immer wie eine satirisch verzerrte Version identitärer und auch
.
kolonialistischer Ideologie ?
wenn die westliche Welt jedem Staat dieser Welt ihre Sicht der Dinge einbläuen will ?

22:18 von fathaland slim

22:18 von fathaland slim
"Das erlaubt eigentlich nur einen einzigen Schluss:
Ihre Bekannten sind Anhänger der Hizbollah und somit der iranischen Version des Islamismus. Für den das Feindbild Israel ja bekanntlich eine wichtige, wenn nicht die zentrale Rolle spielt."

Sie müssen es ja wissen..... Nein, diese Menschen sind Sunniten, Schiiten und auch Christen, alle sagen dasselbe. Vielleicht sollten Sie einmal selbst den Libanon besuchen und sich mit den Menschen dort unterhalten, denn genau das habe ich getan. Von Deutschland, bzw. einem westlichen Land aus gesehen, kann man nämlich die Situation nicht im geringsten beurteilen.

@fathaland slim 22.11

Glauben Sie nicht, daß Herr Macron, wie jeder, der sich in einer solchen Position befinden würde, mit dieser Rolle ein wenig überfordert sein muss?"
Sicher, aber Macron gefällt sich in der Rolle und hat sie aktiv gesucht. Er fühlt sich eben als Jupiter und drängt überall nach vorne. Das ist bei französischen Präsidenten nicht ganz neu, bei Sarkozy war's ähnlich. Da kommt erst das Ego und dann irgendwann Sarko oder Macron

Erst frei ohne Mullahs

Der Libanon kann aufatmen und tatsächlich ein Paris des nahmen Ostens werden, wenn das Mullah-Regime im Iran der Zugang zur Hizbollah verwehrt wird und die libanesische Jugend von Europa geschützt werden.

Seit Monaten gehen junge Menschen gegen die Korruption und Milizen im eigenen Land auf die Straße... Solidarität ist gefragt, NICHT schweigen.

@Wernerarerin

Ich war nie im Libanon und ehrlich gesagt interessieren mich die meisten Länder nicht, sie lokal zu besuchen.

Aber was ist falsch daran, wenn Frankreich den Libanon finanziell unterstützen will?

Geschichte hin oder her! Hier zählt das jetzt!

@ Carlsand, um 21:00

Ja, Sie haben recht, das war auch in Fernsehberichten zu sehen.

Bemerkenswert war das deshalb, weil weit und breit niemand zu sehen war, der nach offiziellem (hier würde man sagen: städtischen) Räumdienst ausgesehen hätte.

Ein Viertel von Schutt und Scherben zu räumen - was glauben Sie, wie das hierzulande nach einer vergleichbaren Katastrophe gehandhabt würde?

Brilliante Analyse

@07. August 2020 um 22:28 von anders
07.08.2020 um 21:19 von zöpfchen
Der Aussage "Politische Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe sind kulturell bedingt vollkommen ungeeignet für diesen Kulturkreis." stimme ich größtenteils zu und beziehe mich auf 2 Artikel in DIE ZEIT vor ca. 35 Jahren: In ariden Gebieten steht der Kampf um Wasser im Vordergrund, so dass der Einzelne seinen Clan stärken und die konkurrierenden Clans schwächen muss. Die funktioniert nur, wenn Kritik am eigenen Clan nicht öffentlich sondern nur hinter verschlossenen Türen geübt wird. Daher kann es kaum eine öffentliche Kritik geben, die eine wesentlich Grundlage westl. Demokratien ist. ...
Doch ich betrachte es als grundfalsch, postkolonial, wenn Menschen im Westen vom Rest der Welt Demokratie nach unserem Muster verlangen.
Die nahöstliche Völker sollen in ihren eigenen Kulturkreis schauen, nach Jordanien der Bundesmonarchie der Clans - das funktioniert!!“

Brilliante Analyse!!

22:54 von Werneranerin

100% d'accord... Auf den Punkt gebracht!

@ 21:00 von Carlsand

Es sind Jugendliche und Erwachsene aus dem ganzen Land nach Beirut gekommen um zu helfen. Der Libanon ist ein Land, das in den vergangenen Jahren eine unglaubliche Solidarität auch geflüchteten Menschen gegenüber gezeigt hat, und das obwohl die Armut im Land durch Misswirtschaft und Korruption stark angestiegen ist. Das ist schon eine Nachricht wert - gerade für Zeitgenossen bei uns, die das Wort Solidarität und die Praxis konkreter Unterstützung nicht mehr zu kennen scheinen. Der ironische Tonfall in Ihrem letzten Satz ist also einerseits überflüssig und andererseits unpassend.

Frei ohne Mullahs ?

@ Am 07. August 2020 um 23:01 von Googol
„Erst frei ohne Mullahs
Der Libanon kann aufatmen und tatsächlich ein Paris des nahen Ostens werden, wenn das Mullah-Regime im Iran der Zugang zur Hizbollah verwehrt wird und die libanesische Jugend von Europa geschützt werden.

Seit Monaten gehen junge Menschen gegen die Korruption und Milizen im eigenen Land auf die Straße... Solidarität ist gefragt, NICHT schweigen“

Ja aber solange die Menschen in dieser Region glauben , dass die Religion eine Lösung ist (statt das Problem) , wird sich nix ändern.
Auf diese Idee müssen die Menschen aber selbst kommen (dürfen). Bis dahin :“hands off“. Alles andere wäre (neo-)Kolonialismus.

22:59 von Sab1012

Beirut, das Paris des Ostens .....
ein Land das künstlich geschaffen wurde
etwas stark französisch geprägt
dass Religionen ne starke Rolle spielen, erinnert an Belgien zwischen Flamen und Walonen
wenn der Regierungschef wegen mir Christ ist, muß das Staatsoberhaupt Muslim sein
dann noch die Festlegung Schiiten, Sunniten weiß der Geier, eine kompliziert Sache
aber auch hierzulande redet man über Quoten also so ungewöhnlich scheint das nicht !

23:02 von dertaipan @Wernerarerin

Aber was ist falsch daran, wenn Frankreich den Libanon finanziell unterstützen will?

Das Problem ist nicht, dass Frankreich Unterstützung anbietet, sondern dass sich Macron als DER Retter der Stunde anbietet und die Situation ausnutzt, um sich in Szene zu setzen, während andere Länder ganz einfach ihre Helfer schicken (was nicht heißt, dass nicht auch bereits frz. Helfer am Werke sind). Die Probleme des Libanons sind im übrigen allseits den Politikern bekannt, die davon profitieren, um mehr Einfluss zu gewinnen, denn je schwächer das Land, desto einfacher können andere diesen ausüben.

Uraltes Hörensagen

@ zöpfchen: ... stimme ich größtenteils zu und beziehe mich auf 2 Artikel in DIE ZEIT vor ca. 35 Jahren: ...

Das ist ja super aktuell und wahrscheinlich gar kein Problem die Artikel noch zu finden.

um 23:02 von dertaipan

"Aber was ist falsch daran, wenn Frankreich den Libanon finanziell unterstützen will?
Geschichte hin oder her! Hier zählt das jetzt!"
Nichts ist falsch daran. Bloß die Geschichte hat so viel Zerstörung, Destabilisierung und Verzweiflung im Land verursacht, dass Herr Macron sich nicht rühmen sollte. Vielleicht sollte er eher zugeben, wie viel Leid die geopolitischen Interessen Europas dem Libanon zugefügt haben. Libanesen sind kein Volk mehr, es ist eine verzweifelte Nation, die versucht zu überleben. So schade! Das Land hat von der geographischen Lage her so viel Potenzial: das Mittelmeer, die Berge. Interessante, weit greifende Geschichte, schöne, gebildete Menschen, tolle Küche.

@22:59 von Sab1012 22:18 von fathaland slim

//Sie müssen es ja wissen..... Nein, diese Menschen sind Sunniten, Schiiten und auch Christen, alle sagen dasselbe. Vielleicht sollten Sie einmal selbst den Libanon besuchen und sich mit den Menschen dort unterhalten, denn genau das habe ich getan. Von Deutschland, bzw. einem westlichen Land aus gesehen, kann man nämlich die Situation nicht im geringsten beurteilen.//

Ich kann die Situation im Libanon tatsächlich nicht beurteilen. Was sagen denn die Menschen im Libanon? Wie könnte denn in deren Augen eine Lösung aussehen? Dass man jetzt hilft, so gut man kann, ist eine gute Sache, aber uneigennützig scheint das ja alles nicht zu sein. Kann das die Verhältnisse nicht noch komplizierter machen?

@ dertaipan

Aber klar ist auch, das Menschen schon immer Kriege geführt haben, aus welchen Gründen auch immer. Meistens im Namen der Religion, was ich persönlich für einen immensen Quatsch halte!

Andere Gründe für Kriege sind dann also ganz ok? Z.B. Syrien, Niederschlagung eines Aufstandes durch eine Diktatur?


Schwachköpfe wird es leider immer geben!
Alles gut, solange die nicht die Mehrheit bekommen!

Da wäre ich mir nicht so sicher.

@Sab1012, 21.52h

Für mich ist es denkbar, dass es mindestens genau so viele Libanesen gibt, die eine andere Einstellung zur Hisbollah haben, als Ihre Bekannten.

@ 21:19 von zöpfchen

Nicht zum ersten mal versuchen Sie, bestimmten Kulturen die Fähigkeit und das Recht auf "gesamtgesellschaftliche Teilhabe" abzusprechen - völlig ohne Grund oder Begründung.
Über den Libanon, seine Gesellschaft und seine Geschichte scheinen Sie nicht viel Ahnung zu haben: u.a. war der Libanon Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, der Libanese Malik war massgeblich an der Entwicklung der UN-Charta beteiligt. Die politischen Turbulenzen der letzten 70 Jahre haben nichts mit der von Ihnen ominös postulierten "Kultur" zu tun, sondern zum großen Teil mit der geographischen Lage im Norden Israels und im Westen Syriens sowie mit amerikanischen Interventionen und der Hauptsitzverlagerung der PLO nach Beirut.
Von seiner Grundstruktur ist der Libanon eine parlamentarische Demokratie, deren Prinzipien allerdings in der jüngeren Geschichte auch durch Korruption beschädigt wurden; es gibt aber eine breite zivilgesellschaftliche Demokratiebewegung, deren soziale Basis landesweit wächst.

@Sab1012 22.59

Von Deutschland, bzw. einem westlichen Land aus gesehen, kann man nämlich die Situation nicht im geringsten beurteilen."
Sehe ich auch so. Und es würde sicher nicht schaden, mehr als deutsch und englisch zu sprechen, arabisch könnte hilfreich sein. Aber das ist typisch hier, dass Manche meinen, die Denkweise der Libanesen und ihre Vorstellungen besser zu kennen als die Libanesen selbst. Ist ja bei den Ägyptern oder Syrern auch so

@Laurisch u.a., 21.57h

Warum so empfindlich?
Nennen Sie mir einen muslimischen Staat, in dem die Demokratie klappt.
Mir fällt ad hoc keiner ein.

@23:12 von zöpfchen ... Hizbollah ist Problem

"Ja aber solange die Menschen in dieser Region glauben , dass die Religion eine Lösung ist (statt das Problem) "

>Das ist der knackende Punkt - die allermeisten sind keine Anhänger dieser islamistischen Milizen, sondern nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Und dieser Teil ist mit Söldner gleichzusetzen. Ein Milizionär der Hizbollah erhält durchschnittlich 1.500 $ direkt vom Mullah-Regime. Einige sind aus Überzeugung dabei, andere aus Dummheit und wiederum andere wegen Geld.

Schritt 1: Die EU sollte Hizbollah auf die Terrorliste setzen und alle ihre Vereine schließen sowie deren Konten einfrieren!! Lösung kann easy sein...

22:46, zöpfchen

>> Fußt auf reiner Empirie. Schauen sie sich in den Ländern dieses Kulturraums um, und sagen mir , wo Systeme mit gesamtgesellschaftlicher Teilhabe funktionieren. Die Welt ist halt selten so, wie wir sie uns wünschen....<<

Sie werden kaum irgendwo auf der Welt Länder finden, die mittels gesamtgesellschaftlicher Teilhabe funktionieren. Nicht einmal bei uns klappt das so richtig. Und weil die Welt nicht so ist, wie wir sie uns wünschen, müssen wir alle, jede und jeder einzelne, daran arbeiten, daß wir dem Wunsch näher kommen. So wie es Generationen vor uns getan haben. Die arabische Welt war da auch schon mal wesentlich weiter. Bevor sie zum Spielball der Supermächte des kalten Krieges wurde.

>>Wir sollten uns dort (komplett) raushalten und aufhören Verantwortung für etwas zu übernehmen, wo wir sowieso keinen Einfluss haben.<<

"Wir" haben keinen Einfluss?

Ohne den Einfluss der Kolonialmächte wäre die Region nicht derart zerstört, wie sie momentan ist.

falsche Wahrnehmungsweise

Also ich finde es schon traurig, wenn bei jeder Geeste eine Erwartungshaltung oder Voraussetzung geweckt wird.

Aber leider ein Phänomen der Zeit!

Selbst wenn Macron Eigeninteresse verfolgt, was natürlich ist... Wollen Sie Macron absprechen, dass er dennoch dem libanesichem Volk helfen will und es nicht gleich "übernehmen"?

Diese Denkweise finde ich schon problematisch!

Darüber hinaus... Macron hat sich nicht als DER Retter stilisiert. Aber die Medien (ALLE) es so darstellen lassen.

Macron hat den Menschen im Libanon zugehört und umarmt. Ich bin sicher kein Libanese hat den Retter gesehen sondern nur jemanden, der zuhört und etwas macht!

@22:56 von Leipzigerin59

//Oder ist es einfach zu schwierig, jahrelange korrupte Politik und
Wirtschaft wieder gerade zu rücken?//

Ich denke, da, wo sich Korruption erst einmal wie ein Schimmelpilz (nicht überall gleichermaßen sichtbar) ausgebreitet hat, ist es tatsächlich sehr schwierig diese 'Krankheit' wirksam zu bekämpfen.

@ 21:57 von Der Laurisch

Ihre Frage ist mehr als berechtigt. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, es gibt Leute, die bei uns die Demokratie durch rechtspopulistische Agitation aushöhlen wollen - und gleichzeitig anderen Ländern die Fähigkeit zur Demokratie absprechen wollen...
Da gibt's doch das geflügelte Wort, zuerst vor der eigenen Haustüre zu kehren...

22:59, Sab1012

>>22:18 von fathaland slim
"Das erlaubt eigentlich nur einen einzigen Schluss:
Ihre Bekannten sind Anhänger der Hizbollah und somit der iranischen Version des Islamismus. Für den das Feindbild Israel ja bekanntlich eine wichtige, wenn nicht die zentrale Rolle spielt."

Sie müssen es ja wissen..... Nein, diese Menschen sind Sunniten, Schiiten und auch Christen, alle sagen dasselbe. Vielleicht sollten Sie einmal selbst den Libanon besuchen und sich mit den Menschen dort unterhalten, denn genau das habe ich getan. Von Deutschland, bzw. einem westlichen Land aus gesehen, kann man nämlich die Situation nicht im geringsten beurteilen.<<

Sie wollen jetzt wirklich behaupten, die Hizbollah würde im Libanon konfessionsübergreifend als Heilsbringer betrachtet?

Ich bitte Sie.

22:22 von Der kleine Puti Nist

Oooops, welcher Kulturkreis ist denn da besser geeignet, Ihrer Meinung nach?
.
also wenn in nem westlichen Land einer sich als Sozialist, Kommunist, Liberaler fühlt, ist das eine Sache
wenn er sich als Sunnit, Schiit oder Christ fühlt und entsprechend seine Votum abgibt
wohl ne ganz andere
und, ist nicht das Thema
Afghanistan anschaue
Paschtunen, Tadschiken, Usbeken, Turkmenen und ein Dutzend anderer
da spielt die Volkszugehörigkeit ne entscheidendere Rolle als irgend ne Politik
vielleicht sollte man auch derlei Dinge beachten bevor man hiesige Zustände einfach widerspiegeln will

Der Libanon war reich

Der Libanon war zur Zeit der französischen Verwaltung reich, frei und friedlich. Unternehmer durften frei ihren Geschäften nachgehen, das Land prosperierte. Mit der Selbständigkeit kam der Einfluss der sozialistischen Diktatur aus Syrien und später der iranischen Theokratie. Die politische Elite wurde korrupt, Bürgerkrieg und Misswirtschaft haben das Land ausgeblutet. Kann Frankreich den Libanon einen und wieder stark machen?

23:12, zöpfchen

>>Ja aber solange die Menschen in dieser Region glauben , dass die Religion eine Lösung ist (statt das Problem) , wird sich nix ändern.
Auf diese Idee müssen die Menschen aber selbst kommen (dürfen). Bis dahin :“hands off“. Alles andere wäre (neo-)Kolonialismus.<<

Sie meinen jetzt wirklich, DIE Menschen der Region sähen in der Religion die Lösung?

Da kenne ich aber ganz andere Menschen aus und in dieser Region.

Und denen soll ich meine Unterstützung unterziehen, weil das Ihrer Ansicht nach (neo)kolonialistisch ist?

Geht's noch?

Herr Macron rühmt sich nicht...

Ich habe nicht gehört oder mitbekommen, das Herr Macron sich persönlich rühmt.

Das machen "leider" die Medien! Herr Macron war nur im Libanon, hat mit Menschen geredet und Hilfe angeboten. Und ich bin mir ziemlich sicher, das diese auch kommen wird!

Was 1930 oder 1940 passiert ist - wo Macron nicht mal geboren war - sollte er zwar in Erinnerung haben, aber nicht verantworten!

Und auch nicht verantwortlich gemacht werden!

Ich würde heute auch noch gerne wissen wer JFK umgebracht hat. Und hätte nichts dagegen, wenn ähnliches mit Trump passiert. Aber im Internet-Zeitalter unmöglich :-)

um 22:18 von fathaland slim

"Das kann man nicht von jedem libanesischen Bürger sagen"
Das kann man von fast jedem libanesischen Bürger sagen. Wie bereits erwähnt, bin ich seit fast 50 Jahren mit einem christlichen libanesischen Arzt verheiratet. Alle unsere Verwandten- alles studierte, gebildete Menschen - sind der Meinung, dass Hisbollah, trotz allem, ein gewisser Garant libanesischen Widerstands gegenüber dem Israel ist.

@ Wernerin

Bloß die Geschichte hat so viel Zerstörung, Destabilisierung und Verzweiflung im Land verursacht, dass Herr Macron sich nicht rühmen sollte.

Hat er sich gerühmt? Davon habe ich jedenfalls nichts gelesen. Die Libanesen ihrerseits sehen in ihm aber einen Hoffnungsträger, der das Land einen kann. Und diese Hoffnung darf man den Menschen nicht nehmen.

23:27 von Anna-Elisabeth

@22:59 von Sab1012 22:18 von fathaland slim

//Sie müssen es ja wissen..... Nein, diese Menschen sind Sunniten, Schiiten und auch Christen, alle sagen dasselbe. Vielleicht sollten Sie einmal selbst den Libanon besuchen und sich mit den Menschen dort unterhalten, denn genau das habe ich getan. Von Deutschland, bzw. einem westlichen Land aus gesehen, kann man nämlich die Situation nicht im geringsten beurteilen.//

Ich kann die Situation im Libanon tatsächlich nicht beurteilen. Was sagen denn die Menschen im Libanon? Wie könnte denn in deren Augen eine Lösung aussehen? Dass man jetzt hilft, so gut man kann, ist eine gute Sache, aber uneigennützig scheint das ja alles nicht zu sein. Kann das die Verhältnisse nicht noch komplizierter machen?
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Hauptsache unser Minderheitsmainstream der weiss, was Andere besser machen müssen?

@ 22:28 von anders

So so: Artikel von vor 35 Jahren führen Sie zu Ihrem Statement: da kann man ja froh sein, dass Sie die deutsche Politik und Gesellschaft nicht auf Grundlage von Artikeln aus dem Jahr 1985 (!) beurteilen.
Nur kurz zur Erinnerung: 1985 befand sich der Libanon mitten in einem 15jährigen Bürgerkrieg mit unterschiedlichen Parteien in- und ausländischer Couleur, der erst 1990 (im Jahr des Falls der Berliner Mauer) endete, und in dessen Verlauf es massivste Menschenrechtsverletzungen und Massaker gab.

@ DerVaihinger

Nennen Sie mir einen muslimischen Staat, in dem die Demokratie klappt.
Mir fällt ad hoc keiner ein.

Da müssten Sie aber erst mal erklären, was Sie unter einem muslimischen Staat verstehen. Mir fällt da nämlich auch keiner ein. Der Libanon jedenfalls nicht, denn da leben auch viele Angehörige anderer Glaubensrichtungen. Und das libanesische Staatsoberhaupt ist kein Moslem.

23:27 von leider geil / dertaipan

das Menschen schon immer Kriege geführt haben,
Schwachköpfe wird es leider immer geben!
.
es ist ja schon ein Naturgesetz anderen Menschen die etwas haben dieses wegzunehmen
das war schon in der Steinzeit so, selbst in der Tierwelt nicht unpopulär ....
um bei uns Menschen zu bleiben, das sind es im Kleinsten die Räuber Diebe,
etwas höher angesiedelt die Ausbeuter Kapitalisten
und bei Staaten bedient man sich dann eben anderer Gründe,
Religionen oder das Land hat uns vor 1.000 Jahren gehört
oder ne Kombination daraus Gott hat es uns geschenkt ...

23:45, Werneranerin

>>um 22:18 von fathaland slim
"Das kann man nicht von jedem libanesischen Bürger sagen"
Das kann man von fast jedem libanesischen Bürger sagen. Wie bereits erwähnt, bin ich seit fast 50 Jahren mit einem christlichen libanesischen Arzt verheiratet. Alle unsere Verwandten- alles studierte, gebildete Menschen - sind der Meinung, dass Hisbollah, trotz allem, ein gewisser Garant libanesischen Widerstands gegenüber dem Israel ist.<<

Und wie erklären Sie es sich, daß sie bei der Parlamentswahl 2018 nur 13 von 128 Sitzen errungen hat?

23:22 von Werneranerin .. Kolonial nicht das Problem

"Vielleicht sollte er eher zugeben, wie viel Leid die geopolitischen Interessen Europas dem Libanon zugefügt haben"

>Ich persönlich finde der Nahe Osten wurde erst ab den 80er Jahre wegen geopolitischen Interessen und Öl zerstört. Davor hatten sich die Menschen miteinander arrangiert.

um 23:38 von fathaland slim

22:59, Sab1012
"Sie wollen jetzt nicht wirklich behaupten, die Hisbollah würde im Libanon konfessionsübergreifend als Heilsbringer betrachtet?
Ich bitte Sie."
So kann man sich irren, verehrter fathaland slim, nicht nur im Bezug auf Putin.
Wie Sie meinen Kommentaren aus dem Thread entnehmen könnten, kenne ich mich mit der Situation im Libanon recht gut aus. Hisbollah bedeutet für Libanesen verschiedener Konfessionen einen Garant der Autonomie in dieser instabilen Region.

23:49, Erbe.1945

>>Hauptsache unser Minderheitsmainstream der weiss, was Andere besser machen müssen?<<

Da sind Sie ja wieder, lieber Boris. Ich hatte mir wirklich Sorgen gemacht.

Mit einem wunderschönen Oxymoron, "Minderheitsmainstream".

Toll.

@ Wernerin

Alle unsere Verwandten- alles studierte, gebildete Menschen - sind der Meinung, dass Hisbollah, trotz allem, ein gewisser Garant libanesischen Widerstands gegenüber dem Israel ist.

Die Hisbollah sollte sich auflösen und statt militärischer Aktionen gegen Israel etwas für den zivilen Aufbau des Landes tun. Die jungen Männer werden mit der Wasserwaage und dem Computer gebraucht, nicht mit der Kalaschnikow. Der Libanon kann nur im friedlichen Ausgleich mit Israel wieder auf die Beine kommen.

23:56, Werneranerin

>>um 23:38 von fathaland slim
22:59, Sab1012
"Sie wollen jetzt nicht wirklich behaupten, die Hisbollah würde im Libanon konfessionsübergreifend als Heilsbringer betrachtet?
Ich bitte Sie."
So kann man sich irren, verehrter fathaland slim, nicht nur im Bezug auf Putin.
Wie Sie meinen Kommentaren aus dem Thread entnehmen könnten, kenne ich mich mit der Situation im Libanon recht gut aus. Hisbollah bedeutet für Libanesen verschiedener Konfessionen einen Garant der Autonomie in dieser instabilen Region.<<

Dann erklären Sie mir doch bitte, warum sich das in den Wahlergebnissen nicht widerspiegelt.

23:52 von fathaland slim

Und wie erklären Sie es sich, daß sie bei der Parlamentswahl 2018 nur 13 von 128 Sitzen errungen hat?
.
sie wissen doch selber Parlamentssitze werden nach Quoten vergeben
maronitische Christen 34 Plätze
Schiiten 27 Plätze
Suniten 34 Plätze
orthodoxe Christen 14 Plätze
Drusen 8 Plätze
Katholiken melkritische 8 Plätze
andere Katholiken 1 Platz
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