Kommentare

Der Visionär

So kann´s gehen: da redet man ein Jahrzehnt lang von der Schwarzen Null, und nach dem Wirecard-Knaller wird der Blick nach vorne gerichtet! Superduper! - Man stelle sich mal vor, man habe an seinem Arbeitsplatz 5 Jahre lang einen wichtigen Vorgang in der Schublade vergessen und sagt nach der Entdeckung desselben zum Chef: "Nun wollen wir den Blick mal lieber nach vorne richten!".

Untersuchungsausschuss in diesem Fall nicht nötig

Hätte gern mal das Geschrei der FDP gehört, wenn Scholz tatsächlich widerrechtlich in die Bücher eines Dax Konzern geschaut hätte.

Dann hätte es zu Recht einen Untersuchungsausschuss gegeben und Scholz hätte von seinem Amt zurücktreten müssen.

So hat sich Scholz einwandfrei verhalten und Vorwürfe sind als absurd zu bezeichnen.

Bankensektor noch mehr kontrollieren?

Der Bankensektor erfährt bereits jetzt die stärksten Kontrollen überhaupt, da ist eine nochmalige Steigerung nun absolut nicht zielführend. Das Problem bei Wirecard ist das zu wenig geprüfte Gesamtkonstrukt und die ganzen Untergesellschaften, nicht der Bankenteil, denn der wurde geprüft. Gerade große Dax-Unternehmen werden insgesamt zu lax geprüft, aus Angst Deutschlands Wirtschaft zu stark zu beeinflussen.

Dann wird es also wieder …

… einmal einen ewig tagenden Untersuchungsausschuss geben. Und wie immer geht es dort nicht wirklich um das ehrliche Gewinnen von Erkenntnissen und um Aufklärung, sondern um Selbstprofilierung und Wahlkampf.
Ich erinnere mich an die Visa-Affäre, als Joschka Fischer im Ausschuss 2005 schließlich zu Protokoll gab: „Schreiben Sie einfach ‚Fischer ist schuld!‘“ Ein wirklich geniales Statement. Ich habe sehr gelacht. Vielleicht erinnert sich Olaf Scholz ja daran und gibt diesem Zirkus dann ähnlich angemessene Antworten.

wer zahlt die Zeche?

...natürlich die Kleinanleger. Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Wie soll man da Vertrauen aufbauen?

Bewusster Betrug ist schwer zu erkennen

Soll die Opposition ihren Untersuchungsausschuss haben - viel wird das nicht bringen. Bei diesem evtl. bewussten, langfristig angelegten Betrug werden die geschäft. Vorgänge selbst ok sein. Nur, dass die Vorgänge eben nicht auf real erwirtschafteten Beträgen beruhten, sondern dass die hohen Umsätze durch Hin- und Herbuchen erreicht wurden. Kreative Umsatzvortäuschung als Geschäftsmodell, um GeschäftspartnerInnen und AnlegerInnen zu gewinnen.
Ich möchte nicht wissen, wie oft so ein Geschäftsgebaren auch bei anderen Firmen vorkommt, z.B. um Kredite zu bekommen.
Das zu überprüfen, ist sehr sehr schwierig, gerade bei Firmen, die mit halbwegs immateriellen Gütern ihr Geld verdienen, z.B. mit Service im Bereich Geld, Kommunikation, mit Dienstleistungen im Bereich Datenverarbeitung im WWW
Der Wert konkreter Dienstleistungen oder materieller Waren lassen sich einschätzen, aber das Nachvollziehen und Einschätzen des Wertes immaterieller Vorgänge ist schwierig. Da ist Betrug relativ einfach.

Natürlich finde ich es

Natürlich finde ich es vollkommen richtig, dass man eine Behörde, die versagt hat, finanziell besser ausstatten und personell aufstocken muss. Eine Erweiterung der Kompetenzen sollte da selbstverständlich sein.
Die Financial Times wurde nach ihren ersten Veröffentlichungen über die Unregelmäßigkeiten von der BaFin noch diffamiert.
Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wie Ernst & Young hat ihre Dienste sicherlich auch kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Souterrain der Hackordnung, also im normalen Geschäftsleben, hätte die Prüfungsgesellschaft die Schadensersatzforderungen schon im Briefkasten.
Und nun noch ein Geschacher, wer was wußte und wer Schuld ist, obwohl doch offiziell hauptsächlich die Strukturen verantwortlich gemacht werden.

Wie so oft ist der eigentliche Skandal das Wurschteln der Beteiligten nach Aufdecken des Skandals.

jetzt bitte aber nicht...

den nächsten Bundeskanzler in den Dreck ziehen für eine Sache die Otto-Normalbürger nicht betrifft und die ihm völlig egal sein kann

Was ist denn mit den

Was ist denn mit den Vorgängern von Scholz?
Das Problem bei Wirecard bestand seit wann?
Dann müssen doch auch alle Finanzminister seit Beginn (?) von Wirecard beim Finanzausschuss und beim eventuellen Untersuchungsausschuss antreten.
Oder?

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