Kommentare

Richtig so

Wer hier arbeitet-egal woher er kommt-der muß auch gut bezahlt werden.

Warum nur Schlachtbetriebe?

sind die systemrelevant oder sonstwie wichtig? Sub-Unternehmen sind per se nichts Schlechtes, aber eine Kaskade davon schon. Schafft Transparenz und setzt das durch mit Kontrollen der Drecksbuden !!! Und dann richtet das wie in FR ein: Leiharbeit ist TEURER als der Fest-Angestellte. Denn wer Spitzen abdecken will, hat auch die Finanzen dazu. Alle anderen (bis hin zum Daimler mit seinen "Aufstockern") machen Reibach mit dem Umgehen sämtlicher Regeln. Es wundert mich sowieso, dass die Gewerkschaft dieses Dumping so kaglos duldet?? Von denen hört man diesbezüglich herzlich wenig?? Gut, Geringverdiener sind nicht deren Klientel, aber dieses Heer "versaut" den soz. Frieden.

Einfache Lösung?

Der Leiharbeiter erhält so viel Lohn als wenn der Job intern ausgeführt wird plus Absicherung für die unsichere Arbeitssituation und das Problem löst sich quasi von selbst.
So ist es wieder nur Flickschusterei bis die nächste Branche auffällig wird. Die im Artikel benannte IT nimmt den Werkvertrag auch nicht so genau wie er sein sollte.

Werkvertrag

Wer kann denn der geneigten Runde einmal genau erklären, was ein Werksvertrag ist ?
Ein Gewerkschafter könnte das doch bestimmt.

die Ausbeutung sei eine Schande

das ist ja eine umwälzende Erkenntnis. Ebenso wie die Tatsache, dass die SPD mit "Haltet-den-Dieb"-Rufen Entschlossenheit vorgibt, seit Jahren bestehende und selbst verursachte Missstände anzugehen. Von denen man doch so überrascht ist wie von einer Pfütze, die sich im Regen bildet.

Ja, die Unternehmen haben die Räume des goldenen Ausbeutungszeitalters gerne betreten, aber wer hat ihnen die Türen geöffnet? Diese Zustände sind eben nicht unerwünschte Nebenwirkungen der für den Arbeitsmarkt ach so heilsamen Liberalisierung, sondern deren gewünschte Folge.

Übrigens: so wenig, wie der SPD ihr Entsetzen über die furchtbaren Folgen ihrer eigenen Politik abzunehmen ist, ist ihr zuzutrauen, daran ernsthaft etwas korrigieren zu wollen.

Einseitig

ist die Sache aber schon.
Wer schon mal als Leiharbeiter arbeiten musste, bis er einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat, der weiß von was ich schreibe.
Deshalb muss das System Werkverträge und Leiharbeit grundsätzlich beendet werden.
In der Fleischindustrie das zu verbieten, ist zu kurz gesprungen.
Jeder andere von Millionen Beschäftigten, die zum Mindestlohn arbeiten, habe auch eine Wohnung zu bezahlen, es gibt als keinen Grund in irgendwelchen Zimmern für 300 pro Person zu hausen.
Damit wird auch gleich noch den dubiosen Vermietern der Geldhahn abgedreht.
Wenn etwas gemacht wird, dann generell, jetzt sind schon wieder zu viele Ausnahmen.
Die Leiharbeitsfirmen, müssen alle gleich mit weg, die Erfindung war verhängnisvoll, ging vorher auch ohne diese dubiosen Machenschaften.

Welche Regierung hat denn

diese SCHANDE mit eingeführt Herr Minister Heil ?

Kabinett befasst sich mit dem Verbot von Werkverträgen.....

Aber nur für die Fleischindustrie.Anderswo soll es munter weiter gehen.Das macht Arbeitsminister Heil in dem Artikel klar.Wahrscheinlich liegt der Grund darin,daß der öffentliche Druck zu groß geworden ist.
Übrigens macht Clemens Tönnies auch längst weiter wie gehabt.Er verlangt sogar vom Land die Lohnkostenerstattung für die Zeit der Schließung und redet von rechtlichen Schritten.

Gerechte Bezahlung

In Deutschland werden nicht nur ausländische Arbeiter über Werksverträge schlecht bezahlt. Viele Arbeiter in Deutschland können trotz Vollzeitjob von ihrer Arbeit nicht leben. Das hat unter anderem die SPD zu verantworten. Wir brauchen mehr als nur das abschaffen der Werksverträge in einigen Branchen. Vor allem müssen die Reichen und die Großkonzerne stärker besteuert werden, denn die transferieren ihre Gewinne ,ganz legal, in Steueroasen.

@ skydiver-sr & Gassi

Sie beschreiben präzise, worum es gehen muss: anständige Bezahlung, Verbot undurchsichtiger Netzwerke zum Zwecke von Lohndumping und Umgehung von Arbeitsschutz und Arbeitnehmer*innenrechten etc.
Übrigens setzen sich Gewerkschaften wie einige Parteien des eher linken demokratischen Spektrums seit Jahren klar und deutlich dafür ein.

es ist auf jeden Fall ein

es ist auf jeden Fall ein Anfang, hoffen wir, dass es die gewünschten Verbesserungen bringt, allerdings ist mir nicht klar, warum Betriebe unter 50 Beschäftigten davon ausgenommen sein sollen ...

Heil,

aufgewacht. Jahrelang hat es nicht gestört.

@ 09:28 von LOOK

Kleiner Tipp: zum Beispiel fürs erste den von der Tagesschau bereitgestellten Hintergrund-Artikel lesen: www.tagesschau.de/inland/werkvertraege-hintergrund-101.html

Leiharbeit teurer?

Wenn Leiharbeit wirklich teurer wäre würden nicht so viele Festangestellte durch Leiharbeiter ersetzt werden. Leiharbeit heißt heuern und feuern nach Belieben und das unterlaufen von Tarifverträgen. Das ganze System ist krank und einzig auf die möglichst billige Ausbeutung von Menschen ausgerichtet. Der Arbeitnehmer von heute ist nur noch ein Kostenfaktor der minimiert werden muss.

Warum Werkverträge?

Arbeitgeber können damit rein nach Bedarf Personal einsetzen. Es entfallen die Kosten für Urlaub, Krankheit, Verwaltung, Planungsunsicherheiten...

Für mich ist das so, als würde ich meine Steuern oder Krankenkasenbeiträge auch nur noch bedarfsbezogen bezahlen. Warum soll man Straßen oder Krankenhäuser mit finanzieren, wenn man kein Auto hat und nicht operiert werden muss? Blöd nur, wenn dann ein Blinddarmdurchbruch kommt und man ein ganzes Stück vom nächsten Hospital weg ist.

Aber würde ich denken wie ein Arbeitgeber, könnte ich davon ausgehen, dass mir - und nur mir - auf magische Weise sofort geholfen werden muss und kann. Ohne, dass mein gehortetes Vermögen angetastet wird. Wer anderer Meinung, kann das Beispiel gerne mal auf Clemens Tönnies übertragen. Wobei, stimmt nicht ganz. Ich müsste noch Schmerzensgeld vom Staat verlangen, dann passt es.

Der Begriff „Werkvertrag“ …

… scheint in dieser Runde gerade als etwas Böses per se hochstilisiert zu werden, was aber Unsinn ist: fast jede(r) von uns hat schon Werkverträge abgeschlossen, z.B. indem er/sie seine/ihre Waschmaschine hat reparieren lassen oder einen Hausneu- oder -umbau in Auftrag gegeben hat. Wogegen dringend etwas getan werden muss, ist der Missbrauch von Werkverträgen.

Nur Schlachtbetriebe-warum?

Überall da, wo Kosten gesenkt werden sollen und die Betriebe sich aus der direkten Verantwortung für ihre Arbeitnehmer*innen stehlen wollen, boomen die Leiharbeitsfirmen.
Aber eben nicht nur bei Schlachthöfen - man nehme nur die privaten Alten- und Pflegeheime. Ein kleiner Kader von Festangestellten, der Rest Leiharbeiter - und alles zur Gewinnmaximierung, aber nicht für die Menschen!

@LOOK, 9:28

Wer kann denn der geneigten Runde einmal genau erklären, was ein Werksvertrag ist ?

Ein Werkvertrag ist ein in Gesetzesform gegossenes Instrument, um Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug, Umgehung von Arbeitnehmerrechten und turbokapitalistische Ausbeutung in völlig legaler Form zu betreiben und das dann "Schaffung von Arbeitsplätzen" zu nennen.

Alles durcheinander und miteinander vermischt!

Werkvertrag, Leiharbeit, Fest-Angestellt, Aufstocker?!
Stichworte der ersten 3 Foristen um 9:15 zusammen mit möglichen Lösungen eine völlig sinnfrei Aufzählung von Schlagworten.
Wie immer ist die wirtschaftliche Realität eine ganz andere!
- Leiharbeit (besser Zeitarbeit): Dient grundsätzlich zum abarbeiten von Auftragsspitzen und zur Begrenzung von dauerhaften Personalkosten. Dies ist in zyklischen Sektoren unerläßlich, obwohl die Gesamtkosten von Zeitkräften für das Unternehmen natürlich höher sind als Festangestellte!

-Werkvertrag: Hier kaufe ich die Leistung im Ganzen ohne selbst zu bestimmen Wie und Wo und mit Was dies umgesetzt wird. Dies gibt es nicht nur in der Wirtschaft sondern auch im priv. Bereich z.B. eine Badsanierung.
Auch hier ist der Werkauftrag das Bad und dabei frägt bestimmt niemand wie der Handwerksbetrieb bezahlt bzw. wo und bei wem die Fließenleger beschäftigt sind.
Kurzum: Den Werkvertrag kann man nicht abschaffen.

Und Aufstocker sind hier völlig deplaziert!?!?

Der Wähler muss es richten

Werkverträge sollten schon lange besser geregelt werden, ebenso die Lohndrückerei durch verlassen der Gewerkschaftsbindung. Gesetzesvorschläge gab es genug!
Aber das wurde bisher - wie lange Zeit der Mindestlohn und die Grundrente - durch CDU/CSU/FDP blockiert ...
Nur der Wähler kann es richten ...

Werkverträge funktionieren...

...weil dadurch nicht nur ein, sondern gleich zwei Arbeitgeber an der Arbeitsleistung einer Person verdienen können.

Die Krönung des kapitalistischen Systems.

Hat aber auch andere Vorteile. Gibt dann doppelt soviel Bedarf für Luxusyachten. Die von noch mehr Leiharbeitern billig gebaut werden müssen.

Da frage ich mich gerade spontan, ob der Kapitalismus vielleicht eine Erfindung der göttlichen Satire-Redaktion war...

Ein Verbot von Werksverträgen ...

..in der Fleischindustrie dürfte, Zustände hin oder her, eine Klage vor dem BVG nach sich ziehen. Ein Verbot wäre wohl nichts anderes als eine gesetzliche Ungleichstellung, eine Benachteiligung einzelner Industriezweige.
Warum dem Problem also nicht gleich ganz anden Kragen gehen? Weil man dann z. B. auch die Autoindustrie trifft? Eine 'eh vom Staat verhätschelte und bevorzugte Klientel?
Die mittlerweile zu zehntausenden, an der Kundschaft vorbei gebauten, auf Halde stehenden Fahrzeugen rumsitzt. Dabei steht vielfach ein neues Modell oder ein Facelift nach den Sommerferien parat ....
Ich war gestern bei einem Deutschen Markenhändler und wollte rd. 50.000 Euro investieren. Ein E-Auto konnte ich nicht einmal bestellen .. demnächst wieder. Auf ein sofort lieferbaren Diesel wollte man mir großzügigst die MwSt erlassen.
Fazit: Ich fahre in ein anderes EU-Land und hole mir dort das Auto ... für 35.000 Euro ... Den Garantieerhaltenden Service bietet dann eine "freie" Werkstatt.

"Es ist nämlich eine Schande,

dass Menschen aus Mittel- und Osteuropa ausgebeutet werden, ..."

Die Ausbeutung der Menschen aus D oder anderen Teilen der Welt ist keine Schande?

Das hiesige Wirtschaftssystem funktioniert wie?

Herr Heil, das ist einfach nur lächerlich.

Der Wert von Arbeit

Grundsätzlich muss eine gesellschaftliche Diskussion über den Wert von Arbeit stattfinden.
Es fängt bei den Arbeitsbedingungen, der Arbeitszeit an und endet letztlich in der Entlohnung von Arbeit.
Ein Mindestlohn der innerhalb der nächsten 2 Jahre auf 10,45 Euro steigt - spiegelt recht deutlich das Problem wieder.
Es ist und bleibt ein Hungerlohn und jeder Unternehmer ist bestrebt so viele Arbeitnehmer wie nur möglich in diesen "Mindestlohnbereich" zu drücken - sei es nun durch Auslagerung von Beschäftigung in Subunternehmen oder durch Leiharbeit.

Werkverträge

das man jetzt so tut als wären diese Werkverträge was schlimmes, lässt bei mir die Frage aufkommen warum wurden diese erst durch die Agenda 2010 eingeführt durch die SPD und den Grünen und warum wurde durch die Union nichts geändert. die angebliche Aufregung der etablierten Parteien ist doch nur Heuchelei um abzulenken das Sie für die Zustände die Verantwortung tragen, den die Politiker haben doch erst diese Rahmenbedienungen geschaffen oder etwa nicht.

Warmu nur Schlachtbetriebe?

Der Schwund an Qualität bei Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmen ist doch zwingend.

Es gibt nur mehr Mitverdiener für die gleiche Menge an eigentlicher Arbeit (Verwaltung der Kette nicht mitgerechnet da systemimmanent). Im Gegenzug dafür gibts Intransparenz und ausgehöhlte Standards.

Ein Hoch auf die EU, bald wie die USA: angelernte Jobber und hochqualifizierte Akademiker. Dazwischen gähnende Leere. Das Delta an Moneten geht an die oberen 3%.

@bürgerschreck, 9:57

Werkvertrag: Hier kaufe ich die Leistung im Ganzen ohne selbst zu bestimmen Wie und Wo und mit Was dies umgesetzt wird. Dies gibt es nicht nur in der Wirtschaft sondern auch im priv. Bereich z.B. eine Badsanierung.

Ihr Beispiel ist absurd und hat nichts mit den Verhältnissen zu tun, in denen industrielle Werkverträge, z.B. in der Fleischindustrie, geschlossen werden. Sonst müsste der Auftragsnehmer nämlich frei entscheiden können, wann und wie er die Arbeit erledigt. Man müsste ihm ein Schwein geben und vereinbaren, dass man es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zerlegt zurück bekommt. Dann könnte er sich trollen und zum vereinbarten Zeitpunkt mit den Schnitzeln wieder auftauchen.
Glauben Sie, dass das so funktioniert?

@IckeDette - (Weiter wie gehabt) Einfache Lösung?

Der Leiharbeiter erhält so viel Lohn als wenn der Job intern ausgeführt wird plus Absicherung

Ergo ,der Skavenverleiher bekommt mehr
und gibt dieses wieder nicht an die Arbeitnehmer weiter :-)

Nur eine Direkte Beschäftigung mit einem Höchstanteil von 5% an Leihkräften für Arbeitsspitzen ist die Lösung

Werksvertrag und Leiharbeit

Es wurde geschrieben das die Leiharbeiter und Werksvertragsarbeiten den selben Lohn erhalten sollten wie Festangestellte. Dies sehe ich nicht so. Deren Lohn muß wesentlich höher sein als der der Festangestellten. Die Leiharbeiter solllten zur Abdeckung der Spitzen eingesetzt werden. Dies bedeutet auch einen erhöhten Gewinn der Arbeitgeber durch höhere Produktion. Die Leiharbeiter tragen das Risiko welches auch bezahlt werden muß. Ebenso stehen bei den betrieblichen Boni bzw Gratifikationen diese Leute aussen vor. Dies sollte auch bei den Leiharbeitern ankommen. Von schönen Reden und Klatschen kann man sich nichts kaufen.

@ um 09:55 von frosthorn

Absolut! Genau das ist die richtige Definition von Werksverträgen und Leiharbeit.
Asoziales Verhalten wird per Gesetz gefördert.

Zitat" Verbieten, Abschaffen, etc......."

UND dann, was wird die Folge sein?
Ganz einfach!
Wir haben in unserem Unternehmen bereits 2012 gänzlich auf den Langfristeinsatz von Zeitarbeitskräften verzichtet.
Seit 2015 dann komplett.
Alternativ haben wir ab 2011 beginnend zusätzliche Auftragsspitzen im Werkvertragsverfahren an 3te Produktionsbetriebe im Elektro-Metall Bereich vergeben um am Marktwachstum teilhaben zu können.
Allerdings waren die Ergebnisse, die Kosten und daraus resultierende Probleme nicht tragbar.
Somit haben wir 2017 beginnend ganz konsequent in die Rationalisierung, dabei speziell im vernetzten Industriebereich 4.0 investiert. Somit haben wir zusammen mit einer stringenten Fokusierung unseren Mitarbeitereinsatz deutlich optimiert.
Die Produktivität per Mitarbeiter hat sich bis zum heutigen Tage um >2/3 verbessert. Die neue Produktionsstraße konnte selbst im Lockdown fast vollständig weitergeführt werden.
Im Zuge der Corona bedingten Kurzarbeit sind weitere Optimierungen erkannt und umgesetzt worden.

Warum nur in Schlachtbetrieben

Ich finde es ehrlich gesagt beschämend, wie sich der Minister jetzt hinstellt und Forderungen stellt - und von unhaltbaren Zuständen spricht. Wer war denn bitte schön in den letzten Jahrzehnten für das Thema zuständig?! Die SPD hatte doch immer das Ministerium oder?
Und jetzt nur die Schlachthöfe in den Fokus zu stellen ist wieder beschämend! Was ist mit den ganzen Fahrern bei der DHL, DPD usw.
Es sind nicht nur die Schlachthöfe Herr Heil!

@9:55 von frosthorn

„Ein Werkvertrag ist ein in Gesetzesform gegossenes Instrument, um Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug, Umgehung von Arbeitnehmerrechten und turbokapitalistische Ausbeutung in völlig legaler Form zu betreiben und das dann "Schaffung von Arbeitsplätzen" zu nennen.“

Einen größeren Unsinn habe ich selten gelesen: Wenn Sie also bei Ihrem Auto einen Stoßdämpfer wechseln lassen wollen, erteilen Sie nicht - wie üblich - Ihrer Autowerkstatt den Auftrag dazu (genau das ist ein Werkvertrag!), sondern sie stellen stattdessen einen Automechaniker fest ein, inklusive Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, und nach erfolgtem Austausch des Stoßdämpfers kündigen Sie das Arbeitsverhältnis wieder oder beschäftigen den Automechaniker weiter bis zu seinem Rentenalter? Verstehe ich Sie da richtig? Das ist nämlich genau die Konsequenz aus Ihrem Statement.

Am 29. Juli 2020 um 09:57 von bürgerschreck

" Auch hier ist der Werkauftrag das Bad und dabei frägt bestimmt niemand wie der Handwerksbetrieb bezahlt bzw. wo und bei wem die Fließenleger beschäftigt sind.
Kurzum: Den Werkvertrag kann man nicht abschaffen. "

Was haben Sie denn für komische Verträge bei Renovieren zum Beispiel, entweder gehe ich zum örtlichen Malermeister oder Sanitär, und lass das machen, die Leute sind bei ihm angestellt, schon immer.
Was die verdienen ist auch kein Geheimnis.
Und man weiß wer kommt, kann in Großstädten anders sein, ich würde nie etwas bestellen, ohne zu wissen wer es macht.
Das hat mit den Werkverträgen von Tönnis oder Leiharbeit ( Zeitarbeit ) nichts zu tun, Sie waren nie Leiharbeiter, sonst wüssten Sie wie es dort zugeht.

Aufstocker haben damit nichts zu tun, das stimmt allerdings.

09:57 von bürgerschreck

Sie haben völlig recht, ich war eben schon in Versuchung, von meinem Eindruck des Arbeitsalltags mit Zeitarbeitsfirmen in der Altenpflege zu berichten - aber, darum geht es gerade nicht - Danke :-)

um 09:15 von Gassi

>>...Es wundert mich sowieso, dass die Gewerkschaft dieses Dumping so kaglos duldet?? Von denen hört man diesbezüglich herzlich wenig?? Gut, Geringverdiener sind nicht deren Klientel, aber dieses Heer "versaut" den soz. Frieden.<<

Und mich wundert es (eigentlich nicht), dass Sie Ihre unsinnigen Anschuldigungen gegen die Gewerkschaften jeweils mit Fragezeichen beenden. Ich interpretiere das so, dass Sie uns davon in Kenntnis setzen wollen, dass Sie i.d.T. keinen blassen Schimmer von Gewerkschaftsarbeit haben.

@10:08 von frosthorn

Zitat:
"hr Beispiel ist absurd und hat nichts mit den Verhältnissen zu tun, in denen industrielle Werkverträge, z.B. in der Fleischindustrie, geschlossen werden. Sonst müsste der Auftragsnehmer nämlich frei entscheiden können, wann und wie er die Arbeit erledigt. Man müsste ihm ein Schwein geben und vereinbaren, dass man es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zerlegt zurück bekommt. Dann könnte er sich trollen und zum vereinbarten Zeitpunkt mit den Schnitzeln wieder auftauchen.
Glauben Sie, dass das so funktioniert?"

Ja, so sollte es sein, wenn man es "Werkvertrag" nennt. Natürlich ist mir auch klar, dass es z.B. in der Fleischindustrie so ist, wie von Ihnen impliziert.
Deshalb ist das dann kein "Werkvertrag" sondern (halb/il-)legale Ausbeutung!!!
Ich habe lediglich bezug zum Begriff "Werkvertrag" genommen:-)

10:08, frosthorn

>>@bürgerschreck, 9:57
"Werkvertrag: Hier kaufe ich die Leistung im Ganzen ohne selbst zu bestimmen Wie und Wo und mit Was dies umgesetzt wird. Dies gibt es nicht nur in der Wirtschaft sondern auch im priv. Bereich z.B. eine Badsanierung."

Ihr Beispiel ist absurd und hat nichts mit den Verhältnissen zu tun, in denen industrielle Werkverträge, z.B. in der Fleischindustrie, geschlossen werden.<<

Das Beispiel des Foristen ist nicht absurd, sondern die Regel. Werkverträge gibt es immer dann, wenn jemand eine Dienstleistung kauft. Die Leiharbeitsverträge in der Fleischindustrie sind ein Sonderfall. Das Problem ist nicht, daß es sich um Werkverträge handelt, sondern das Leiharbeitsmodell, das dahinter steht.

Mißbrauch eines vernünftigen Gedankens

Bevor endlose Diskussionen ausbrechen :
Werkverträge sind das klassische Beispiel dafür, daß es immer Leute gibt, die eine vernünftige Idee maximal mißbrauchen. Der Grundgedanke bei Werksverträgen war : spezielle Teile eines komplexen Produktionsprozesses in einer Sondereinheit auszuführen, die arbeitsvertraglich anders und zwangloser strukturiert ist als der Standard-Hauptprozeß.. Der Grund ist meist der, daß es sich um hochspezialisierte Teilprozesse handelt, bei denen noch nicht der letzte Stand der Standardisierung erreicht ist, daher Flexibilität ein wesentliches Moment darstellt. Solche Sondereinheiten können innerhalb des Hauptunternehmens, aber auch außerhalb abgesiedelt sein. Diese produktionstechnisch vernünftige Konzeption ist aber gründlich mißbraucht worden um das Konzept der arbeitsrechtlichen Ansprüche von Beschäftigten auszuhöhlen - es ist also auf ein gänzlich anderes Gebiet verlagert und u.U. praktisch auf den gesamten Prouktionsprozeß ausgeweitet worden.

10:05, Michael Klaus Möller

>>das man jetzt so tut als wären diese Werkverträge was schlimmes, lässt bei mir die Frage aufkommen warum wurden diese erst durch die Agenda 2010 eingeführt durch die SPD und den Grünen und warum wurde durch die Union nichts geändert. die angebliche Aufregung der etablierten Parteien ist doch nur Heuchelei um abzulenken das Sie für die Zustände die Verantwortung tragen, den die Politiker haben doch erst diese Rahmenbedienungen geschaffen oder etwa nicht.<<

Sie meinen, wenn "die Politik" einmal einen Fehler gemacht hat, dann hat sie dazu zu stehen und darf ihn nicht korrigieren?

@frosthorn um 09:35Uhr

So einfach ist die Welt, jedenfalls wenn man von der linken Ideologie überzeugt ist! Letztlich ging und geht es fast immer um die Frage, wer die besseren Juristen und Experten hat und wer mit Arbeitslosenzahlen erpressbar ist. "Die" Wirtschaft erfordert auch im Arbeitsmarkt die nötige Flexibilität, die vom vergleichsweise starren Festangestelltenmarkt nicht immer erbracht werden kann. Das Geschrei der Gewerkschaften oder bestimmter Parteien, wenn aus wirtschaftlichen Gründen Arbeitsplätze reduziert werden, ist bekannt. Wenn die Festangestellten davon nicht betroffen sind, sondern nur Leiharbeiter oder solche mit Werkverträgen, hält sich der Protest sehr in Grenzen. Allerdings konnte auch noch nie ein praktikabler Gegenvorschlag unterbreitet und die Garantie für das Funktionieren übernommen werden. Ja, mit der Ideologie hat man schon sein Kreuz!

10:13, Dirk Kristmann

>>Ich finde es ehrlich gesagt beschämend, wie sich der Minister jetzt hinstellt und Forderungen stellt - und von unhaltbaren Zuständen spricht. Wer war denn bitte schön in den letzten Jahrzehnten für das Thema zuständig?! Die SPD hatte doch immer das Ministerium oder?<<

Deswegen darf Herr Heil jetzt keine Forderungen stellen und nicht auf unhaltbare Zustände hinweisen? Er darf nichts ändern?

>>Und jetzt nur die Schlachthöfe in den Fokus zu stellen ist wieder beschämend! Was ist mit den ganzen Fahrern bei der DHL, DPD usw.<<

Das ist keine Leiharbeit und es sind keine Werkverträge. Andere Baustelle.

Werkverträge verbieten?

An den Werkverträgen selbst liegt liegt doch das Problem nicht. Der Werkvertrag ist im Bürgerlichen Gesetzbuch als eigener Vertragstyp gesetzlich geregelt. Es wird nicht gelingen diesen Vertragstyp zu verbieten. In der Bundesrepublik Deutschland besteht Vertragsfreiheit. Eher erfolgversprechend erscheint es mir, bestimmte Umstände, die unzumutbar erscheinen, wie Überbelegung in Wohnraummietverträgen zu regulieren oder Mindestabstände im Arbeitsabläufen einzuführen. Rechtlich wirklich schwierig, an den Zuständen an den Schlachthöfen was zu ändern, weil alles noch irgendwie noch vertretbar ist. Und Corona als zwischenzeitliches Ereignis, ist keine Begründung, um die Misere am Schlachthof dauerhaft zu ändern.

Verwechslungsgefahr

Ein Werkvertrag stellt einen Vertrag dar bei dem das Ergebnis festgelegt ist. Wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe, dann in Form des Werkvertrages, denn ich will das Auto repariert zurück.

Ein Leiharbeiter schuldet seine Leistung. Am Beispiel der Werkstatt erklärt der Leiharbeiter mir, das er 10 Stunden zu Preis X bezahlt haben möchte. Das Auto kann jedoch noch kaputt sein. Es war ja auch nur sein Auftrag daran herumzuschrauben und nicht, dass das Kfz danach repariert ist.

Leiharbeitnehmer kosten Unternehmen i.d.R. mehr als die eigenen Arbeiter. Man sollte nicht deren Gehalt mit dem Stundensatz der Leiharbeitsfirma verwechseln.

Was die Fleischindustrie und auch andere missbrauchen ist die Sub-Sub-Sub-Kultur. Der erste der beauftragt wird gibt den Auftrag an andere weiter, die wiederum Solo-Subs damit beauftragen um die SV zu umgehen und keine Lohnfortzahlung bei Urlaub und Krankheit leisten zu müssen. Dies gilt es zu verhindern.
Mindestlohn gilt nicht für (Solo-)Selbständige.

@ 09:57 von bürgerschreck

Sinnfrei scheint mir in diesem Zusammenhang eher der ständig angeführte Vergleich zum "Fliesenleger": Formell mag das alles unter "Werkvertrag" firmieren, hier geht es allerdings klar um ein undurchsichtiges Netz von Fremdfirmen mit dem einzigen Ziel, Lohndumping und Umgehung von Arbeitsschutz und Arbeitnehmer*innenrechten zu verschleiern: Jeder seriöse Fliesenleger weiß das und befürwortet den Kampf gegen solch ausbeuterische Strukturen.

Werksverträge , Leiharbeit

Jeder weiß, das es sich dabei nicht um die Aufträge an Handwerker etc handelt worüber hier diskutiert wird.
Es geht schlichtweg um den Missbrauch von Werksverträgen und Leiharbeit zwecks Lohndumping.
Das dann auf Ausbeutung von osteuropäischen Arbeitskräften zu reduzieren verschleiert nur den ganzen Ausmaß. Ein Unding dann auch gleich noch Schlupflöcher ein zu bauen.
Wie weit sich auch die grüne Politik von ihren Ursprung entfernt hat, zeigt sich das selbst sie nicht den ganzen Missbrauch bekämpfen will.
So lange keine wirksamen Kontrollmechanismen geschaffen werden sollte ein Gesetz für alle gelten, nicht nur für wenige Branchen.

@...Ausbeutung in legaler Form zu betreiben 9:55 frosthorn

Oder um den mich zwickenden Charly M. zu Wort kommen zu lassen:
"Das Kapital ist verstorbne Arbeit, die sich nur vampirmäßig belebt
durch Einsaugung lebendiger Arbeit und um so mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt.“

Wusste ich doch, nicht wir, sie leben.
Die Vampire. ;-)

@egleichhmalf, 10:13

Nein, Unsinn ist, was Sie schreiben. Das würde nämlich so aussehen, dass ich eben mit meinem kaputten Stoßdämpfer nicht zur Werkstatt gehe, wo er durch einen Angestellten repariert wird, der sozialversichert ist, Urlaub und Lohnfortzahlung bekommt. Sondern ich beauftrage einen "selbständigen" KFZ-Monteur, bestehe darauf, dass er mit meinem Werkzeug arbeitet (für das ich ihm eine Miete berechne), verbiete ihm das zeitgleiche Annehmen anderer Aufträge, und wenn das Auto instandgesetzt ist, gebe ich ihm einen Tritt in den Hintern.

Werkvertrag ist nicht gleich Werkvertrag

man sollte hier nicht wieder zu sehr pauschalisieren! Das gilt insbesondere für die Ideologiegesteuerten hier, die es mit dem Differenzieren nicht so haben. Sicher gibt es problematische Konstellationen, die eingedämmt werden müssen, u.a. bei Schlachthöfen. Auch bei Baustellen, wo nicht mehr nachverfolgt werden kann, wer die Leistung eigentlich erbracht hat und im Fall von Mängeln oder Baupfusch keine Beseitigung der Mängel oder Schadenersatz mehr durchgesetzt werden kann. Da ist übrigens die öffentliche Hand bei der Vergabe ganz vorn dabei. Aber die spezialisierte Schlosserei, die schöne Geländer schmiedet und installiert arbeitet eben auch per Werkvertrag oder der Landschaftsgärtner

Die Überschrift des Artikels ist irreführend.

Denn natürlich möchte Herr Heil nicht den Werkvertrag als solchen verbieten. Das wäre das Aus für jeden Handwerksbetrieb.

Es geht um ausbeuterische Leiharbeitsmodelle.

Herr Heil

ist Mitglied der Partei, die Werkverträge und Leiharbeit erst möglich gemacht hat. Sozialdemokraten haben in fünf Regierungsjahren systematisch die soziale Marktwirtschaft, dieses so erfolgreiche Modell, ausgehöhlt und nachhaltig beschädigt. Dafür, und viele andere sozialdemokratische Sünden, wurden sie vom Wähler abgestraft. Aber sie regieren weiterhin mit. Warum arbeiten in den Werkverträgen fast nur osteuropäische Menschen? Weil deutsche Bürger nicht unter den Bedingungen arbeiten würden, und das aus gutem Grund. Die euphemistisch so genannten Arbeitgeber nutzen die Armut und rechtlich Unwissenheit dieser Menschen gnadenlos und auch kriminell aus. Weg mit Werkverträgen, Leiharbeit, Subsubunternehmertum und allen ähnlichen Konstrukten, weil sie einzig der Ausbeutung dienen. Und zu jedem Gesetz gehören wirksame Kontrollen, sonst kann man sich das Papier sparen.

natürlich sind Werkverträge an sich

nichts verwerfliches.
Ich kenne aus meiner beruflichen Praxis zig Beispiele. Eines davon: ein IT-Spezialist arbeitete über 15 Jahre hinweg bei Daimler als Systemadministrator. Er betreute die Netze dort, wie das die IT-ler eben so machen. Und er hatte einen "Werkvertrag".
War er krank, gabs kein Geld. Nahm er Urlaub, gabs kein Geld. Sein Vertrag wurde, als es einen günstigeren Konkurrenten gab, mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt. Jetzt war er zwar seinen Job los, Arbeitslosengeld bekam er aber nicht, denn natürlich hatten weder er noch Daimler etwas in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Ach ja, Rentenpunkte kann man natürlich auch vergessen. Aber nicht etwa, dass sein Gehalt so gewesen wäre, dass er davon seinen AN-Anteil zur Rentenversicherung hätte bezahlen können, und schon gar nicht den ihm sonst zustehenden AG-Anteil. Schönes Leben noch, Herr "selbständiger Dienstleister"!
Und hier versucht man mit Beispielen wie Badsanierung so was zu rechtfertigen.
Meine Güte.

29. Juli 2020 um 10:09 von Karl Klammer

"
@IckeDette - (Weiter wie gehabt) Einfache Lösung?
Der Leiharbeiter erhält so viel Lohn als wenn der Job intern ausgeführt wird plus Absicherung
---
Ergo ,der Skavenverleiher bekommt mehr
und gibt dieses wieder nicht an die Arbeitnehmer weiter :-)

Nur eine Direkte Beschäftigung mit einem Höchstanteil von 5% an Leihkräften für Arbeitsspitzen ist die Lösung
"
Die Idee dahinter ist, wenn der Arbeiter den gleichen Lohn eines Festangestellten bekommt muss die Leiharbeitsfirma trotzdem ihre Organisation bezahlen und so werden die Leiharbeiter teurer als Werksarbeiter. Weil man als Arbeitgeber dann nicht an den Kündigungsschutz gebunden ist, muss das natürlich auch als Risikozulage an den Arbeiter gehen.
So bekommt der Leiharbeiter den gleichen Lohn wie der Festangestellte, aber der Arbeitgeber muss rechnen ob Festanstellung günstiger ist oder Leiharbeit. Das muss halt auch für Werkverträge gelten.

Mit Werkverträgen

Sonnt sich Deutschland im Exportweltmeisterruhm. Besonders in der Baubranche sorgen
Auftragszersplitterungen für überraschend auftretenden Steigerungen in Fertigungszeiten sowie Kosten. Schlachtereien sind nur ein Zipfelchen einer großen Decke. Der Ruhm verträgt keine Kratzer, darum dieses Gesetzt nur für Schlachtbetriebe.

29. Juli 2020 um 10:35 von fathaland slim

"
...
Das ist keine Leiharbeit und es sind keine Werkverträge. Andere Baustelle.
"
Viele Unternehmen geben ihre Werksverträge an Leiharbeitsfirmen mit Präsenz im Auftragsunternehmen oder Unterabteilungen davon. Das passiert nicht nur in der Fleischindustrie.
Zusätzlich sind viele dieser Werksverträge allein durch die Nutzung der Unternehmensumgebung indirekte Arbeitnehmerüberlassungen, da die Werkzeuge und Arbeitsumgebung vom Auftraggeber gestellt wird, Zeitrahmen gesetzt wird, Zutritt geregelt ist und eine Zeiterfassung möglich ist (wenn auch illegal).

Absolute Zustimmung

@10:48 von fathaland slim
Zitat
"Die Überschrift des Artikels ist irreführend.

Denn natürlich möchte Herr Heil nicht den Werkvertrag als solchen verbieten. Das wäre das Aus für jeden Handwerksbetrieb.

Es geht um ausbeuterische Leiharbeitsmodelle."
////

Auch und gerade weil ich mich "manchmal" an Ihren Kommentaren inhaltlich reiben kann:-)

Um einen Bogen über alles zu schlagen, als Mittelständler.
Das was in der Industrie bei den "Ganz Großen" und auch bei manchem Kollegen läuft ist "Ganz Einfach Abstoßend".
Aber auch Dumm.
Weil, das größte Potential eines Unternehmens sind und bleiben die Fachkräfte und Mitarbeiter, die es speziell im Fachkräftemangel zu halten gilt.
Allerdings benötigen wir Unternehmen dennoch Flexibilität"

Deshalb ein Vorschlag:
Die Arbeitsagentur soll eine Leiharbeitsvermittlung gründen und Menschen (die das wollen) vermitteln, dann gerne zu 20% höherem Gehalt als Banchenüblich.
Gesamtkosten werden gleich bleiben, da keine leistungslosen Vermittler verdienen.

@Esche999 10.28

Richtig. Sie haben die Problematik gut beschrieben, danke! Werkverträge an sich sind durchaus wichtig und sinnvoll, nur der Mißbrauch, um u.a. Arbeitsschutzgesetze, Mindestlohn, Verantwortlichkeit zu unterlaufen nicht

@frosthorn 10:57 Uhr

schlechtes Beispiel.

Wenn er nur Daimler als Arbeitgeber hatte, dann besteht der Verdacht auf Scheinselbständigkeit. In diesem Fall müsste Daimler die SV-Beiträge nachzahlen und er wäre rückwirkend versichert. Die SV-Prüfungen finden regelmäßig statt. Das hätte also auffallen müssen (bzw. kann man sich sogar einklagen).

Man hat als Selbständiger auch die Möglichkeit freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzuzahlen. Teilweise besteht sogar RV-Pflicht.

Wenn er so wenig Umsatz mit Daimler gemacht hat, dass er privat nicht vorsorgen konnte, dann hat er seine Preise falsch kalkuliert bzw. sich unter Wert verkauft. Daran ist aber nicht Daimler schuld.

Allgemein sollte man nicht immer den Unternehmen dafür die Schuld geben, dass Sie die Gesetze für sich bestmöglich nutzen, sondern den Politikern, die diese Lücken teilweise beabsichtigt bestehen lassen oder sogar direkt mit in die Gesetze einbauen.

Jeder möchte Hammer sein

und kann sich als Amboss wiederfinden. Ausbeutung trifft am Ende auch den Profiteur, nur eine Frage der Zeit, wie die Erfahrung zeigt.

Begriff der Arbeit ?

Der Mißbrauch des Vernünftigen ist kaum zu verhindern - so wie der Mißbrauch eines Wurstmessers zum Mord nicht verhindert werden kann. Aber man kann auf eine Reduzierung des Mißbrauchs hinarbeiten. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch : den Begriff der Arbeit in eine neue Form zu gießen - die mit einer stabilen Gesellschaft verträglich ist. Solange der Arbeitsprozeß als Rendite-Kampfplatz verstanden wird, ist alle Mühe vergeblich. Es muß ein Recht auf Arbeit geben, Arbeit muß Teil der Persönlichkeitsbildung verstanden werden und Arbeit muß eine gesamtgesellschaftliche Leistung des Notwendigen sein. Das alles geht nur, wenn wir als Gesellschaft andere Normen des Notwendigen aufstellen als die, die wir heute haben - und womit wir uns vorhersehbar ruinieren.

Man schämt sich ein Deutscher zu sein!

Wo sind wir Deutschen solidarisch mit den EU Staaten wenn D Regierung solche Zustände zulässt bzw. seit Jahren nicht unterbindet.
Warum werden sehr reiche Firmen seit Jahren geschützt?
Bekommen Politiker vielleicht nette Geschenke bzw. Einladungen auf Schiffe , Villen usw. damit sie die Gesetze nicht einführen welche nötig sind um den in D üblichen fast Sklaven Handel zu unterbinden?
Alle Parteien tun jetzt so als wenn sie diese Zustände schon immer ändern wollten.
Gerade von den Grünen, der FDP, der Linken &
der AFD hört man nur Kritik.
Warum wurden denn dementsprechende Gesetze nicht von denen unterstützt oder gefordert?
Ich hoffe das es nicht wieder zu einer Krise kommen muss um allen Politikern in D & EU klar zu machen das Werksverträge, Leiharbeitsfirmen & Subunternehmerschaft eine Ausbeutung der Arbeiter ist.
Warum werden Menschen nicht fair bezahlt & untergebracht?
Wenn Menschen aus den ärmeren EU in D gut verdienen können sie besser leben.
EU muss dann auch weniger zahlen

09:55 von frosthorn

«Ein Werkvertrag ist ein in Gesetzesform gegossenes Instrument,
um Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug, Umgehung von Arbeitnehmerrechten und turbokapitalistische Ausbeutung in völlig legaler Form zu betreiben und das dann "Schaffung von Arbeitsplätzen" zu nennen.»

Ein Werkvertrag ist ein in Gesetzesform gegossenes Instrument,
um zw. zwei Vertragspartnern zu vereinbaren, der eine solle im Auftrag des anderen "ein Werk" erstellen. Der ursprüngliche Sinn ist ein "einmaliges" Werk, das dem Auftraggeber längere Zeit von Nutzen ist.

Dächer decken, Wände streichen, u.v.a.m.
Beides in beruflichem, oder privatem Kontext.
(A) beauftragt & bezahlt / (B) leistet & erhält Geld dafür.

Solche Werkverträge gehen wir freiberuflich ständig ein:
Ich mache Fotos, 1 Frau Texte, eine 2. Grafik & Layout.
Unsere Werke sind i.d.R. Anleitungen & Dokumentationen für Maschinen.
"Ausgebeutet" wird dabei gar niemand.

Ihre Schilderung ist Missbrauch von Werkvertrag.
Nicht aber dessen Wesen !

Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden

"Die Ausbeutung sei eine "Schande", so Arbeitsminister Heil"

Stimmt. Aber diese Schande für die Humanität wird nicht aufhören, solange Geld - besser gesagt: geldinduziertes "Wachstum" - die Maxime bzw. das "Leitmotiv" der globalen Politik und Wirtschaft ist.

@Gewissenswurm

" Vor allem müssen die Reichen und die Großkonzerne stärker besteuert werden, denn die transferieren ihre Gewinne ,ganz legal, in Steueroasen."

Und weiter? Was hat der einzelne Arbeitnehmer von höheren Vermögenssteuern und Co? Er verdient ja nicht mehr, sondern der Staat. Er würde weiterhin so niedrig bezahlt das er Aufstockung braucht und schlechter dasteht als jemand der sich in Hartz 4 einrichtet.

Wir brauchen nicht mehr Geld für den Staat, sondern für den Arbeitnehmer.

Dazu gehört: deutlich höhere Löhne für Kurzarbeiter, als für Festangestellte, damit die Sub-Sub-Sub-Unternehmen wegfallen. Steuerliche Begünstigung von Unternehmen die überdurchschnittliche Branchenlöhne zahlen und andere Vorteile für Mitarbeiter schaffen.

Außerdem Einwanderung von Arbeitskräften nur in Ausnahmefällen genehmigen, um Lohndumping zu stoppen, es gibt genug Kandidaten. Wie Helmut Schmidt sagte: "Unternehmen die Fachkräfte benötigen sollen gefälligst welche ausbilden und entsprechend bezahlen"

Alles nur Hörensagen

Nichts für Ungut, aber das ist einfach falsch. Das ist die typische Meinung einer Person, die immer nur anderen nachplappert, sich aber niemals mit dem Thema beschäftigt hat.
Leiharbeit ist teurer - und zwar min. um den Faktor 1,5; wenn im Vergleich das Gleiche beim Arbeitnehmer ankommen soll.
Wer in die Leiharbeit geht, erhält einen normalen Arbeitsvertrag - inkl. Kündigungsschutz. Heuern und Feuern? Ganz im Gegenteil, eine betriebsbedingte Kündigung (zb fehlender Folgeauftrag) ist seitens des Dienstleisters kaum durchzukriegen, weil es Betriebsrisiko des Verleihers ist - nach der Probezeit kann man kaum noch jemanden vor die Tür setzen. Es erhebt nur kein Ex-Arbeiter Kündigungsschutzklage, wenn mal wieder ein 25jähriger Disponent sich wieder einfach von einem "Abbestellten" trennt.
Zudem gibt es für Dauerbeschäftigte ggfs Branchenzuschläge, aber auf jeden Fall Equal Pay.

Leiharbeit heißt, ich habe mehr zu tun als ich selbst schaffe, ich benötige Hilfe - ergo spielt Geld keine Rolle.

Ein Werkvertrag regelt eine

Ein Werkvertrag regelt eine Leistung gegen Geld. Dabei ist weitestgehend freibleibend wie der Auftragnehmer diese Leistung erbringt. Er kann viele Menschen einsetzen oder wenige. Maschinen zu Hilfe nehmen oder nicht. Am Ende muss die Leistung nach der vereinbarten Zeit geleistet sein.
Werkverträge sind ein gutes Mittel um Aufträge zu Fixkosten zu vergeben. In der Regel ist im Vertrag vieles zur Vorgehensweise festgelegt und Rahmenbedingungen wie Ausnahmen geregelt. Hier müsste man eingreifen und nicht WV generell zu verbieten.
Ein Werkvertrag ist per se nichts schlimmes und nicht der Grund des Übels.

@ 10:03 von Odi.14

An der Initiative von Minister Heil ist rein gar nichts lächerlich: die "Fremdarbeitenden" im undurchsichtigen Netz des Lohndumping und des Abbaus von Arbeitnehmerrechten bei Tönnies & co kommen zu nahezu 100% aus Mittel- und Osteuropa.
Lächerlich ist da eher Ihr Versuch, sich aufzuregen, als ob "Ausbeutung der Menschen aus D..." keine Schande sei: ist es - und Sie können sich dagegen engagieren, zumindest in der Wahlkabine. Bei Tönnies & co spielt es tatsächlich so gut wie keine Rolle - es sei denn, man fragt sich sehr grundsätzlich, ob nicht die Fließbandmassentötung von mehr als 20.000 Tieren durch generell miese bezahlte Arbeiter (damit das Kilo Nackensteak für 3,98 als Schnäppchen zu den Discountern lockt...) aus mehreren Gründen eine Schande darstellt. Darüber ließe sich reden.

Am 29. Juli 2020 um 10:56 von Wegelagerer34

Zitat: Herr Heil ist Mitglied der Partei, die Werkverträge und Leiharbeit erst möglich gemacht hat.

Das BGB ist seit dem 01.01.1900 in Kraft und mindestens seit dem gibt es Werkverträge.

10:32, karlheinzfaltermeier @frosthorn um 09:35Uhr

>>So einfach ist die Welt, jedenfalls wenn man von der linken Ideologie überzeugt ist!<<

Und so einfach ist es, Menschen in Schubladen zu stecken, wenn man von der konservativen Ideologie überzeugt ist.

@ 10:13 von Egleichhmalf

Einen größeren Unsinn als Ihre Antwort auf frosthorns sehr präzise Beschreibung, wie "Werksverträge" bei Tönnies und Cola und darüber hinaus funktionieren, habe ich selten gelesen. Ich vermute nicht, dass Sie nicht geistig in der Lage wären, die ständig unsinnigerweise angeführten Beispiele der Fliesenleger und Kfz-Werkstätten von den Sub-Sub-Sub-Strukturen, die lediglich der Verschleierung von Ausbeutung dienen, zu unterscheiden: jede Kfz-Mechanikerin und jeder Fliesenleger kann das - um es mit großem Respekt vor dem Handwerk mal so zu formulieren...

Kabinett befasst sich mit dem Verbot von Werkverträgen....

Da wird also im Kabinett um Arbeiterrechte gerungen ?
Viel kann man da aber nicht erwarten:Noch im Februar d.J. intervenierten die Minister Altmaier und Heil in Brüssel unter dem Vorwand das Entsendegesetz zu "entbürokratisieren".

Handelsblatt vom 10.2.2020
Artikel "Lobby gegen soziale Rechte" vom 13.2.2020.

@brigitte-barbados 11:36

Ich wüsste nicht, warum man sich deswegen schämen sollte, Deutscher zu sein. Schämen müssen sich kapitalistische Ausbeuter ( aller Nationen). Aber diese wissen gar nicht, was Scham ist, sie wissen nur, was Gewinn ist.

Tja, dann werden wohl Tönnies

Tja, dann werden wohl Tönnies und Co alle Beschäftigten bis auf 49 entlassen und schon gilt das neue Gesetz nicht mehr. Wichtiger wäre ein grundlegendes Werkvertragsverbot für die Kernbereiche eines Betriebs. Und zwar von 0 Beschäftigten startend.

@ 10:46 von frosthorn

Danke für Ihre drastische anschauliche Darstellung: Wer's jetzt nicht kapiert, worum es geht, will's wohl nicht kapieren und möchte lieber ausbeuterische Strukturen unangetastet lassen, aus welchen Motiven auch immer.

10:57, frosthorn

Was Sie beschreiben, nennt man Scheinselbständigkeit.

Wieder eine andere Baustelle.

Hätte der IT-Dienstleister aus Ihrem Beispiel nicht nur für Daimler gearbeitet, würde die Sache ganz anders aussehen.

Am 29. Juli 2020 um 09:55 von frosthorn

Zitat: Ein Werkvertrag ist ein in Gesetzesform gegossenes Instrument, um Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug, Umgehung von Arbeitnehmerrechten und turbokapitalistische Ausbeutung in völlig legaler Form zu betreiben und das dann "Schaffung von Arbeitsplätzen" zu nennen.

Das ist Unsinn.

Da ich keine Reinigungskraft gefunden habe, die nicht schwarz arbeiten wollte, habe ich für meine Büroräume ein Reinigungsunternehmen engagiert. Das Unternehmen ist verpflichtet, meine Räumlichkeiten in vertragsgemäßem Umfang zu säubern. Wie es das macht ist seine Sache. Das ist ein Werkvertrag. Ich gehe davon aus, dass die Arbeitnehmer meines Vertragspartners unter den im Reinigungsgewerbe üblichen Umständen angestellt sind. Jedenfalls wurden mir wie vorgeschrieben einige Erklärungen und Bescheinigungen vorgelegt.

Ich beabsichtige ein Unternehmen zu beauftragen, dass meine Homepage neu erstellt und zukünftig wartet. Ein Werkvertrag würde geschlossen.

endlich aufräumen

mit dem Geramsche.
Endlich wieder zu normalen Werten zurück finden.
Es wird endlich Zeit, das Arbeitnehmer egal ob Leiharbeiter, oder sonst wie angestellt besser geschützt werden.
Es muß endlich aufhören, das einige immer reicher und die, die die Arbeit machen arm und immer ärmer werden.
Hier läuft schon seit Jahrzehnten etwas falsch.
Denn wenn ein Schrauber den Wagen nicht zusammen schraubt, dann kann der Chef sich auch kein neues kaufen.

Die Leiharbeitsfirmen

...verdienen fleißig daran, dass das Arbeitsamt keine Lust hat die Funktion der Leiharbeitsfirmen zu übernehmen ohne daran zu verdienen!

Geo 10:36

„Der Werkvertrag ist im Bürgerlichen Gesetzbuch als eigener Vertragstyp gesetzlich geregelt. Es wird nicht gelingen diesen Vertragstyp zu verbieten. In der Bundesrepublik Deutschland besteht Vertragsfreiheit. Eher erfolgversprechend erscheint es mir, bestimmte Umstände, die unzumutbar„
.....
Sie können aber die sogenannte Arbeitnehmerüberlassung gesetzlich regulieren, wurde zum Beispiel in der Baubranche gemacht trotz Vertragsfreiheit

Spitze des Eisbergs

Es ist gut, dass endlich die Ausbeutung osteuropäischer Menschen verhindert werden soll. Jedoch ist das nicht nur in Schlachtbetrieben der Fall, sondern auch in vielen anderen Branchen mit Millionen von Arbeitskräften (Bau, Logistik usw.). Wenn man wirklich anständige Arbeitsverhältnisse schaffen möchte, müssen klare und einfache Regeln für alle Branchen her. Der Aussage "Nötig seien nicht neue Gesetze, sondern strengere Kontrollen" kann ich nicht zustimmen. Es müssen Gesetze ohne Schlupflöcher her. Solange Lobbyisten die Gesetzestexte schreiben, wird das nicht passieren. Das Problem liegt viel tiefer in den Strukturen unseres politischen Systems. Lobbyisten höhlen unsere Demokratie aus. Deren Zugang zur Politik gehört endlich reguliert und stärker begrenzt.

es entgleitet mal wieder die Diskussion

wie es so oft geschieht, indem Allgemeinvorwürfe erhoben und Scheinbeispiele gebracht werden.

Ad1: wer gegen betrügerische Nutzung von Werkverträgen ist, weiß wahrscheinlich gar nicht, was ein Werkvertrag überhaupt ist. Diesen Vorwurf bekomme ich hier alle paar Minuten.
Ich war lange Zeit selbständiger Entwicklungsingenieur und kenne den Unterschied zwischen einem Auftrag (nichts gegen einzuwenden) und einer Beschäftigung in Scheinselbständigkeit. Bitte hierüber keine Belehrungen mehr. Danke.

Ad2: In der Fleischindustrie oder bei Bau abgeschlossene Werkverträge mit einer Badsanierung oder einer Autoreparatur zu vergleichen, ist absurd. Bei letztgenannten sind Arbeitnehmer sozialversichert und der AG zahlt daran seinen Anteil. Bei erstgenannten ist das nicht der Fall, und das ist auch genau die Absicht hinter dem Werkvertrag. Bitte auch solche hinkenden Vergleiche nicht mehr bringen. Danke.

Am 29. Juli 2020 um 10:36 von Feo

Zitat: An den Werkverträgen selbst liegt liegt doch das Problem nicht. Der Werkvertrag ist im Bürgerlichen Gesetzbuch als eigener Vertragstyp gesetzlich geregelt. Es wird nicht gelingen diesen Vertragstyp zu verbieten.

Hoffentlich, denn ich lebe seit über 30 Jahren davon.

Meine Verträge sind zwar eher Dienstverträge, was aber nur ein gradueller Unterschied ist.

Natürlich gibt es noch andere

Natürlich gibt es noch andere missbräuchliche Strukturen: hier in Söderland werden z.B. seit Jahren Lehrer*innen per Schuljahr angestellt, verdienen weniger, werden vor den Sommerferien entlassen und müssen sich arbeitslos melden, (spart man sich 6 Wochen Gehalt), um sie zum September wieder anzustellen - mit dem "schönen Nebeneffekt", dass sie sogar in der Statistik der Neueinstellungen von Lehrkräften auftauchen.
Tüchtig, Herr Söder...

11:36, schabernack @09:55 von frosthorn

>>Ihre Schilderung ist Missbrauch von Werkvertrag.
Nicht aber dessen Wesen !<<

So ist es.

Solcherart Mißverständnissen wird aber leider auch durch die ungenaue Art der Berichterstattung Vorschub geleistet. Bestes Beispiel ist die Überschrift des Artikels, den wir hier diskutieren.

@09:39 von andererseits

ja, die Gewerkschaften setzen sich dafür ein - davon bin ich überzeugt. Nur ist das für das Ausmaß der Ausbeutung, eben der Schande, ZU LEISE. Der Heil setzt sich auch ein, aber eben immer nur als, Reaktion, wenn's anders nicht mehr geht. Notnagel halt - deshalb ja auch "nur" Schlachthöf - und so sehen dann auch die Gesetze aus, von den Kontrollen träume ich bloß. Ein Unrechts-Empfinden für alle auf der untersten Stufe Ausgebeuteten, Sprachlosen sehe ich bei Hr Heil weiss Gott nicht.

@wegelagerer 10.56

das ist schlicht falsch! Werkverträge gibt es seit Urzeiten. Wenn früher Leute für einen Anzug zum Schneider gingen war das auch ein Werkvertrag. Nicht an Allem ist die SPD schuld;-)

@ 10:57 von frosthorn

Was ist das wieder für ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel?
Natürlich können Sie sich selber versichern. Rentenversicherung ab 83,70 im Monat, Arbeitslosenversicherung 82,95.
Wenn ich Sie als quasi Selbstständigen oder Angestellten einer anderen Firma "miete", was habe ich mit Ihren Sozialversicherungen oder Ihrem Urlaub zu tun?
Also wenn ich mir eine "Badsanierung" kaufe bin ich für die Ausführenden verantwortlich?
Wo leben Sie denn?
Wenn Sie sich das Geld sparen wollen, weil Sie mit Ihrer "Kalkulation" am Hungertuch nagen, sind Sie selber schuld.
Natürlich zahlt Ihnen auch kein Unternehmen Ihren Urlaub. Sie werden für Leistung bezahlt.
Dafür gibt es Werksverträge. Ihr Freund hätte doch auch für 15€ als Festangestellter arbeiten können?

@ frosthorn, um 09:28

Ihre Def. “Werkvertrag“.

Herrlich, darf ich die kopieren und verteilen, oder ist da © drauf?

Das ist keine Gerechtigkeit !

Vor dem Gesetz sind alle gleich - auch der Schlachter ! Es gibt keinen erkennbaren Grund warum ein Mitarbeiter einer Firma in einer anderen Firma arbeiten sollte, als wenn er ein Mitarbeiter der 2 Firma wären.
Kurzfristige Spitzen und Ausfälle mal abgesehen.

Also eine Steuer auf Leiharbeit Werkvertrag und co. aller Art, die mit der Menge der Leiharbeiter im Verhältnis z den eigene Mitarbeitern berechnet wird. Die Steuer geht in die Rentenversicherung um begehrlichkeiten zu senken.

Und wenn woir schon dabei sind auf Teilzeitverträge und befristete Verträge auch gleich.

Aber für alle.

Halbherziger Gesetzesentwurf

Werkverträge hinsichtlich das es meist Osteuropäer sind meiner mehr als sittenwidrig, weil ihnen die soziale Absicherung fehlt. Krankheit und Erholungsurlaub bringen Ihnen eher Verluste ein, und das bei einem Mindestlohn, von dem sicherlich weniger übrig bleibt als einen sozialversicherten Mitarbeiter. Kann man auch moderne Sklaverei nennen. Also weg von Werkverträgen mit osteuropäischen Vertragsnehmern und dafür gerecht bezahlte Arbeitsplätze einrichten.

Am 29. Juli 2020 um 10:47 von deutlich

Zitat: man sollte hier nicht wieder zu sehr pauschalisieren! Das gilt insbesondere für die Ideologiegesteuerten hier, die es mit dem Differenzieren nicht so haben. Sicher gibt es problematische Konstellationen, die eingedämmt werden müssen, u.a. bei Schlachthöfen. Auch bei Baustellen, wo nicht mehr nachverfolgt werden kann, wer die Leistung eigentlich erbracht hat und im Fall von Mängeln oder Baupfusch keine Beseitigung der Mängel oder Schadenersatz mehr durchgesetzt werden kann. Da ist übrigens die öffentliche Hand bei der Vergabe ganz vorn dabei. Aber die spezialisierte Schlosserei, die schöne Geländer schmiedet und installiert arbeitet eben auch per Werkvertrag oder der Landschaftsgärtner

Ich unterstreiche alles, was sie gesagt haben und zwar ausdrücklich jeden einzelnen Satz.

@deutlich 10:47

Sie beschreiben es richtig. Eine generelle pauschale Verunglimpfung wird den Arbeitgebern nicht gerecht, die seit Jahren beste reelle Beziehungen mit ihren Saisonarbeitern pflegen. Die gibt es nämlich auch. Es müssen einfach Gesetzeslücken geschlossen werden, die Schlupflöcher bieten (außerdem Überprüfungseinrichtungen in ausreichendem Maße).

@ Egleichmalf, um 10:13

Sie mögen mit Ihrer Kritik ja Recht haben, aber vielleicht haben Sie das zugekniffene Auge von User frosthorn nicht gesehen.

Grundübel

Das Grundübel ist schlichtweg der europaweite Arbeitsplatzmangel. So sind viele Arbeitnehmer bereit, zu fast jeden unterirdischen Bedingungen zu arbeiten. M.E. existiert der vielgepriesene Arbeitskräftemangel nur für wenige Bereiche, ansonsten eine Werbelüge der regierenden Parteien.

Und wer glaubt mit Abschaffung der Werkverträge sei die Ausbeutung vorbei, der irrt gewaltig.
Es werden sich neue Schlupflöcher auftun, manche existieren schon (z.B. zwar normaler Lohn/Vertrag, dafür überteuerte Unterkünfte).

Am 29. Juli 2020 um 10:48 von fathaland slim

Zitat: Die Überschrift des Artikels ist irreführend. Denn natürlich möchte Herr Heil nicht den Werkvertrag als solchen verbieten. Das wäre das Aus für jeden Handwerksbetrieb. Es geht um ausbeuterische Leiharbeitsmodelle.

Sie haben vollkommen Recht.

Warum verbeißen sich einige trotzdem (durchaus in gut gemeinter Absicht) ohne jede Differenzierung und an den eigentlichen Problemen vorbei in den Begriff "Werkvertrag"?

@bürgerschreck 11:13

Ihr Vorschlag für die Arbeitsagentur: Seit Jahren treibt mich dieser Wunsch um, schön, mal von jemand anderem so etwas zu hören.

@Esche999 11:35

Sie sprechen mir aus der Seele. Aber ich fürchte, ich werde es zu Lebzeiten nicht mehr erleben.

@Am 29. Juli 2020 um 09:35 von frosthorn

Wenn ich auch sonst Ihren Kommentaren nicht zustimme, aber hier haben Sie recht.
Im Mullen und Ankündigungen sind unsere Politiker (quer durch alle Parteien) unbestritten Weltmeister. Im Umsetzen von praktikablen Lösungen allerdings Nieten.
Papier ist halt sehr geduldig.
Aber wir leben halt in einer Ankündigungsgesellschaft und die Realität ist halt was anderes.

Sklavenarbeiter-Partei-Deutschlands

SPD!
Menschen in meinem Alter vergessen nicht, was ihr in der Agenda 2010 angerichtet habt. Ihr habt nicht nur Leiharbeit möglich gemacht, sondern auch durch Hartz 4 das passende Gesetz zur Unterdrückung geschaffen. Große Teile des Mittelstands sind seither in die Armut gerutscht, Rentner um ihren wohlverdienten Ruhestand gebracht worden, usw. Der Gürtel wurde engergeschnallt, damit sich einige wenige in der globalen Wirtschaft sich dumm und dämlich verdienen konnten. So rücksichtslos schlägt nun ein kleines Virus (die Natur) global zurück, und schon seit Jahren wählt euch keine Sau mehr. Alles was ihr auch hier und da versucht zu korrigieren, fällt euch zurück auf die Füße, weil das grundlegende Vertrauen der Wähler gebrochen ist. Ich, vor Schröder, noch SPD Wähler, fordere Sie auf endlich eine echte Kehrtwende zu vollziehen! Denn nicht nur Die PARTEI steht vor dem Ende, die WELT tut es auch.

Unglaublich bigott das alles

Über Jahrzehnte wurde akzeptiert, daß alles immer billiger werden muß, denn wenn es in Deutschland nicht billig genug ist, dann kommt es eben aus dem Ausland. Das Resultat sind Verhältnisse wie in Schlachtbetrieben, im Bauwesen oder in der Bekleidungsindustrie in Fernost. Alles das ist seit ebenfalls Jahrzehnten bekannt. Aber was folgt daraus? Keine Konzepte, die alle Aspekte berücksichtigen wurden gemacht, von keiner Regierung. Immer wird nur reagiert - und nie richtig.

Statt jetzt zu etablieren, daß nur Metzger und Tierpfleger in der Schlachtbranche arbeiten dürfen, werden Werksverträge in dieser Branche verboten. Der Weg zum Verfassungsgericht ist vorprogrammiert. Mit Vorgaben für bestimmte Berufsgruppen ware Logik in der Sache, und Tarifbindung, egal ob Werksvertrag oder nicht.

Heil und all die anderen haben keinen Plan, nur Hyperventilation und markige Sprüche. Ein Glück, daß immer eine Katastrophe nach der anderen kommt, da merkt das Volk die Konzeptlosigkeit nicht.

11:51 von andererseits

Nein, nur die Ausbeutung der "Fremdarbeitenden" "aus "Mittel- und Osteuropa" "bei Tönnies & co" anzuprangern, ist scheinheilig und damit in meinen Augen einfach nur lächerlich. Aufregen kann ich mich darüber nicht mehr, da es systembedingte Realität ist. Die Erntehelfer, Fahrer von Zustellservices ... haben das gleiche Probleme. Das ist jedoch -wie gesagt- systembedingt. Das System der Werkverträge ist doch lediglich einer perfide Form der täglichen Aneignung der Ergebnisse fremder Arbeit.
Der Glaube daran, in "der Wahlkabine" etwas zu ändern, verkennt die Realität und die Macht der Parteispenden und sonstigen Unterstützungen. Aber Glaubensfreiheit besteht ja. Nur ändert der Glaube nichts daran, dass Reiche auch in schlechten Zeiten reicher und andere ärmer werden. Die Konzetration des Kapitals ist objektive Folge der Verhältnisse und wird durch die Politik kräftig unterstützt. Darum kann mir die geschauspielerte Entrüstung des Herrn nur ein müdes Lächeln abringen.

Ich befürchte, daß jegliches neues Gesetz wieder eines...

...aufweisen wird, nämlich Grauzonen, die es
den Firmenchefs ermöglichen irgendwie so weiter machen zu können wie immer.

---

Also die völlige Ausnutzung von menschlicher Arbeitskraft mit dem Ziel,
so viel Geld wie nur irgend möglich aus den Arbeitern herauszupressen.
-
Der einzelne Arbeiter/in und seine Wertschätzung spielt dabei dann gar keine Rolle.
-
Hauptsache die Tönnies dieser Welt werden reicher und reicher.
Der Mensch hinter der Arbeit spielt dabei keinerlei Rolle.
Er ist eben zu 100% austauschbar und ersetzbar!

@Magic.fire

"Wie weit sich auch die grüne Politik von ihren Ursprung entfernt hat, zeigt sich das selbst sie nicht den ganzen Missbrauch bekämpfen will."

Mich überrascht, dass das noch immer Leute überrascht oder sie es gar nicht erst begreifen. Keine Ahnung warum immer nur die SPD damit in Verbindung gebracht wird, schließlich waren Grünen Koalitionspartner und haben das Prozedere mit abgesegnet.

Stattdessen propagiert man die Salonkommunisten würden für sozialere Verhältnisse stehen und Co.

Und wundert sich warum die Partei im Osten nur knapp 5% schafft. Die Wessis scheinen diese Propaganda von den sozialen Grünen echt zu schlucken. Dabei ist selbst die CSU glaubwürdiger in Sachen Arbeitnehmervertretung, als diese Heuchler. Deshalb passt Grün und CDU auch gut zusammen.

@Hermson 11:31

Aha, man hat sich (auch als Arbeitgeber) nur anständig zu verhalten, wenn das passende Gesetz dafür sorgt.
Also wie passt das zum „Ruf nach Freiheit und Grundgesetz“, wenn der Staat die Unvernunft seiner Bürger durch Vorschriften zu begrenzen sucht?

Der Blick für die Realität

geht in unserer "Freibier für Alle"-Gesellschaft offensichtlich verloren. Natürlich muss man dem Missbrauch von Verträgen einhalt gebieten, aber dieses System ist ja schon lange bekannt u. wir können sicher sein, dass dieses System auch noch unbeachtet weiter Bestand haben würde, wären da nicht die hohen Fallzahlen bei Tönnies aufgefallen. Es wäre aber schön, wenn sich die Ereiferer erst einmal sachkundig machen würden, bevor sie die absurde Forderung stellen, derartige Verträge u. gleich das ganze System der Leiharbeit zu verbieten. Korrekt angewendet hilft es der deutschen Wirtschaft u. vermeidet die oft so gerne praktizierte Abwanderung in Billiglohnländer innerhalb der EU oder China. Dort zahlt man übrigens nicht die Löhne, die inzwischen in Deutschland vorgeschrieben sind. Daher sollte man bei missbräuchlicher Nutzung der Verträge konsequent diese Firmen zur Kasse bitten, aber es ist völlig unsinnig, wie Steinzeitkommunisten Traumgehälter für einfachste Tätigkeiten zu fordern.

Gestern Abend bei Spiegel TV die Reportage über Tönnies...

...gesehen. Einfach nur gruselig und menschenverachtend, wie es dort abgeht.

---

Ich befürchte, daß sich nicht viel ändern wird.
Denn ein Mensch wie Tönnies wird immer Wege finden, sein Geld,
was er mit den Arbeitern/innen verdient, zu maximieren.
-
Der Arbeiter/in spielt dabei nur die untergeordnete Rolle.
-
P.S.:
Das Problem wird sein, daß in 2-3 Monaten alles wieder vergessen ist und der Mensch,
also wir Verbraucher uns wieder anderen Dingen zuwenden.
Was interessiert mich schon die Arbeitsbedingungen
des Fleischzerlegers von meinem 0,99 € Steak auf dem Grill?

Widerlich...

Es wird allerhöchste Zeit das diesem Treiben ein Riegel vorgeschoben wird. Das ist nicht nur Ausbeutung sondern Unterlaufung der bestehenden Gesetze, wie Mindeslohn, Arbeitszeit und ein Recht auf eine saubere Unterkunft. Das ist für mich die größte Sauerei aller Zeiten. Die Geschäftsführung solcher Unternehmen hat das nicht die Bohne interessiert wie die Corona Bedingungen einzuhalten sind, dafür sollten alle ein satte Strafe zahlen und nicht noch Lohnkosten vom Staat ersetzt bekommen.

Verbot von Werkverträgen ?

Warum nur in den Schlachthöfen?
Die öffentlichen Arbeitgeber und bauindustrei sind doch genau so schlimm wie Tönnies.

einziger unterschied ist das es nicht in einer masse auftritt. Übers ganze land verteil ist das Leid der Menschen noch schlimmer.

gut bezahlt werden.

skydiver-sr ?
Das muss dann aber für alle Werkverträge gelten und nicht nur die paar bei Tönnies.

Die Verwaltungen und Politiker sind die größten Auftragsgeber von Werkverträgen.

diese SCHANDE mit eingeführt `?

Pax Domino @
Schröder von der SPD und Fischer von den Grünen.

12:46, Ramuthra

>>@Magic.fire
"Wie weit sich auch die grüne Politik von ihren Ursprung entfernt hat, zeigt sich das selbst sie nicht den ganzen Missbrauch bekämpfen will."

Mich überrascht, dass das noch immer Leute überrascht oder sie es gar nicht erst begreifen. Keine Ahnung warum immer nur die SPD damit in Verbindung gebracht wird, schließlich waren Grünen Koalitionspartner und haben das Prozedere mit abgesegnet.<<

Die "Agenda 2010" war das Ergebnis einer ganz, ganz großen Koalition. Denn der Bundesrat, ohne den, da Länderinteressen berührt waren, überhaupt nichts ging, war von der Union und der FDP dominiert.

Die Grünen hatten im Procedere am allerwenigsten zu sagen.

Ich weiß nicht, warum die parlamentarische Demokratie der Bundesrepublik Deutschland für viele so schwer zu verstehen ist.

Je unbeliebter Schröder wurde, desto mehr stärkten die Wähler paradoxerweise Union und FDP in den Ländern.

Als dann NRW auch noch verloren ging, warf Schröder das Handtuch.

Fleisch soll nicht teurer

Fleisch soll nicht teurer werden, wir bezahlen genug für alles...

dass Menschen aus Mittel- und Osteuropa ausgebeutet werden,.

von Odi.14 @

Sie wissen aber bestimmtg das zb. die Eigenheimquote in den Mittel- und Osteuropa
Länder bei bis zu 90% liegt und bei uns kaum über 50%.
Miete zahlen ist dort nicht nötig.

Einfach nur gruselig und menschenverachtend?

von Biocreature @
so wie Sie das darstellen habe ich das nicht empfunden.
Alle Menschen waren freiwillig dort, jeder hätte sofort gehen könne. Viele dieser Mitarbeiter warfen auch zufrieden überhaupt eine Einkommen zu haben.

Ich hoffe das hier mit

dem richtigen Augenmaß zwischen ausbeuterischen Großbetrieben und den kleinen unterschieden wird. War schon oft genug dee Fall das gutgemeinte Gesetze die falschen treffen. Während Großbetriebe sich rechtlichen Beistand leisten können um Gesetzesücken optimal auszunutzen, schauen die kleinen in die Röhre.
Wäre das nicht in der Vergangenheit passiert hätten wir keine Großbetriebe die die kleinen immer mehr verdrängen.

12:12, frosthorn

Sie reagieren pampig, obwohl Sie kaum jemand (bis auf Herrn Faltermeier) persönlich angegriffen hat, und verschließen sich wohlbegründeten Argumenten.

So macht Diskussion keinen Spaß.

@ Biocreature

„Was interessiert mich schon die Arbeitsbedingungen
des Fleischzerlegers von meinem 0,99 € Steak auf dem Grill?“

Sie mag es vielleicht nicht interessieren, aber viele Konsumenten legen aktuell sehr viel Wert auf die Herkunft des Fleisches. Und das werden spürbar mehr.
Und die, die es nicht interessiert, kann man in mindestens zwei Gruppen unterteilen.

1. die sich teures Fleisch nicht leisten können
2. denen es schlicht egal ist, wo das Fleisch herkommt

Am 29. Juli 2020 um 09:37 von Pax Domino

Also der Herr Heil kann da nix für, auch die alte Tante SPD nicht.
Werkverträge gibt es im BGB seit 1900, also...eigentlich...war's der Kaiser.

Schande?

um 13:03 von werner1955
diese SCHANDE mit eingeführt `?
Pax Domino @
>>Schröder von der SPD und Fischer von den Grünen.<<

Ziel der damaligen Regierung war nicht, Werkverträge mit Unterwerkverträgen in Verbindung mit Leiharbeit und rücksichtsloser Verschiebung und Unterbringung ausländischer Staatsbürger. Ziel war die Belebung des Arbeitsmarktes. Bei der Einführung der Regelungen hatten wir ca. 10% Arbeitslosigkeit. Die nachfolgenden Regierungen hatten jede Menge Gelegenheiten, die von skrupellosen Geschäftemachern aufgebauten Vertragskonstruktionen durch Gesetzesänderungen unmöglich zu machen.

Kaum Wählerstimmen

Ich erinnere mich an 2013, Wahlarena, Merkel wurde auf Werkverträge angesprochen. Diese sagte damals, es sei ihr nicht bekannt, dass diese ein Problem seien. Nachdem der Betroffene weiter ausführte, sagte AM zu, "sich darum zu kümmern".
Typisches BlaBla von Politikern, die ein möglichst tolles Bild abgeben wollen und dabei alles mögliche versprechen. Doch auch die SPD wusste schon lange von der Ausbeutung, tat dito nix. Ist ja auch klar: Hier gibt es kaum Wählerstimmen zu gewinnen... Traurig!

13:07 von werner1955

ie wissen aber bestimmtg das zb. die Eigenheimquote in den Mittel- und Osteuropa
Länder bei bis zu 90% liegt
.
bis ... ?
in Rumänien bei 96, 4 %

12:51 von Biocreature

Das Problem wird sein, daß in 2-3 Monaten alles wieder vergessen ist und der Mensch,
also wir Verbraucher uns wieder anderen Dingen zuwenden.
.
definitiv
"die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter

Heil, der Heilsbringer,,,,

jede Wette dass es da Hintertürchen gibt, dafür ist gesorgt. Herr Heil führt Scheingefechte um sich zu profilieren, sonst nichts. Wieder wird dem Wähler vorgegaukelt Missstrände zu beheben. Nur Einfältige fallen auf diese sPD noch rein...

@ 12:42 von Odi.14

Mit Glaubensfreiheit hat das alles am wenigsten zu tun.
Was schlagen Sie denn als sinnvolle Strategie vor?

...um 13:07 von werner1955

...aber nicht weil dort alle so reich sind, dass sie es nicht nötig hätten, bei uns für einen Hungerlohn zu arbeiten.

Das hat vor allem damit zu tun, dass viele Immobilien nach dem Zusammenbruch 1989 privatisiert wurden.

Und eine Hütte in Rumänien können Sie qualitativ auch nicht mit einem deutschen Reihenhaus vergleichen.

In vielen Ländern ist mieten zudem teurer als auf Pump kaufen (Italien, USA...).

Ein bisschen besser recherchieren wäre nett gewesen...

So einige vergessen, wer

So einige vergessen, wer diese Möglichkeit eingeführt hatte.
Und es wurde jahrelang geduldet. Wie lange ist schon Frau Merkel im Amt?
Ich stelle hier die These auf, wenn es Corona nicht geben würde, würde alles so weiterlaufen wie bisher.
Jetzt wird auf Tönnies rumgehackt. Aber der bewegt sich im Rahmen des Gesetzes. Ich will nicht ausschließen, das er davon nichts gewußt hat. Aber wenn ich einen Werksvertrag abschließe, war es das für mich. Was dann mein Vertragsparner macht, ob der sich Sub, Sub-Sub, oder Sub-Sub-Sub-Unternehmer sucht, kann ich da was für?
Das ist in der Industrie Gang und Gäbe.
Wollen wir auch mal Siemens oder VW durchleuchten?
Ich war mal gezwungen als Leiharbeiter zu arbeiten. Nach 18 Monaten hätte mir das Unternehmen einen Vertrag anbieten müssen. Was ist passiert? Für 3 Monate auf eine andere Stelle versetzt um das zu vermeiden, dann durfte ich wieder zurück.
Das Problem ist die Politik, nicht die Unternehmen.

Dem Manchester-Kapitalismus in Großschlachtereien

ist endlich Einhalt zu bieten. Während in anderen Branchen gerecht und menschenwürdig gearbeitet und bezahlt wird, herrschen in einigen deutschen Großschlachtereien Verhältnisse, wie sie in England des späten 19.-Jahrhunderts an der Tagesordnung waren. Schlechte Bezahlung, menschenunwürdige Unterkünfte, mangelnde Hygiene! Maximale Gewinnausbeutung für den Unternehmer! Diese Branche verfügt offenbar über starke Lobbyisten in der Bundesregierung. Seit Jahrzehnten hat sich nichts geändert! Nicht zu fassen ist das. Diese Verhältnisse haben mit moralischen Werten, wie wir sie hier in Deutschland und Europa vertreten wollen nichts mehr zu tun. Es ist schon zu lange weggeschaut worden. Es wird Zeit, dass sich hier grundlegend etwas ändert. Wir leben in einer EU des wirtschaftlichen miteinander, aber dann auch bitte an die Regeln halten, wenn wir eine Wertegemeinschaft sein wollen. Das gilt im übrigen für alle Branchen.

um 12:25 von Giselbert

"Grundübel
Das Grundübel ist schlichtweg der europaweite Arbeitsplatzmangel. So sind viele Arbeitnehmer bereit, zu fast jeden unterirdischen Bedingungen zu arbeiten."

Blitzsaubere Analyse. Man könnte nun aber denken, der "Arbeitsplatzmangel" wäre zufällig, wie blödes Wetter. Wenn man nicht die naheliegende Frage zu stellen bereit ist, wer denn ein Interesse hat an dieser "gottgegebenen" stabilen Situation trotz Konjunktur und Hurra über Jahre weg, der will eventuell garnicht verstehen, wie 'Teile und Herrsche' funktioniert im ismus Geldherrschaft.

Sechs Zehntel, die immer oder fast immer Arbeit haben, von der man leben kann oder eine gute Altersversorgung, puffern die dreieinhab Zehntel Prekariat gegen den Rest derer ab, die das politische/wirtschaftliche Sagen haben und manche unter diesen können richtig eklig werden, wenn Sie sich über die Habenichtse erheben dürfen. Sieht man hin und wieder auch hier und in Politik und Finanz reibt man sich die Hände, denn alles bleibt beim Alten

Ziel der damaligen Regierung war nicht?

grübelgrübel @

Leider hat die immer mit Regierende SPD das nie gemacht. Warum?

Aber die Politiker die solche Gesetzte machen ohne an die Bürger und die Folgen zu denken sind also unschuldig?

Werksverträge !

Grundsätzlich sollten in allen Branchen Werksverträge verboten werden. Bei der Leih- Arbeit wäre es sicher sinnvoll, diese für die Firmen so zu verteuern, in dem der Leih- Arbeiter mehr verdient als der Festangestellte, dann wäre dieses Problem ganz schnell vom Tisch.
Alle Arbeiter und Angestellten sollten auch in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, grundsätzlich immer fest eingestellt sein, und natürlich ordentlich entlohnt werden.
Auch das Geschäft mit all den Subunternehmen muss konsequent beendet werden, weil dadurch sie große Unternehmen wie Tönnies, Post und noch etliche andere sich aus der Verantwortung stehlen, aber riesige Gewinne einfahren, auf Kosten all der Arbeiter und Angestellten.

um 13:06 von Klausewitz

"Fleisch soll nicht teurer werden, wir bezahlen genug für alles..."
.
Für die billigen Fleischpreise bezahlen in erster Linie die so genannten "Nutztiere", nicht Sie.

Ein Ruck muss durch dieses Land gehen!

" ... hat das Kabinett nun einen Gesetzentwurf zum Verbot von Werkverträgen in Schlachtbetrieben beschlossen."
.
Schon lustig, wie Politik und Redakteure mit unserer Sprache umgehen!
1. Es handelt sich um einen ENTWURF!
2. "Beschlossen" tut so, als wäre etwas "bewegt" worden.
.
Man baut wohl - nicht ganz zu Unrecht - darauf, dass der Leser/Wähler im Hinterkopf behält: die Regierung hat mit Werkverträgen etwas gravierendes unternommen.
.
In Wirklichkeit wird nun im Parlament wochenlang an diesem Gesetzentwurf herumgezerrt, bis er ganz stumpf geworden ist.

(Italien, USA...).

Heinz Gunslinger @

Aber es geht doch gerade nicht um Systeme wie USA usw. sonder um Hilfen für Osteuropa.

Gerade die Menschen aus Osteuropa waren froh über die Eu Regeln jetz bei uns arbeiten zu können.

Und gerade die Politiker die das alles beschlossen haben sind jetzt am jammern.

Werksverträge !

Es gibt inzwischen Firmen, die für ihre Angestellten Wohnungen suchen und anbieten, damit diese günstiger wohnen können und länger in den Betrieben bleiben. Genau dies sollte der Trend für all die großen Firmen sein, sich so eine gute Belegschaft zu schaffen. Dazu braucht es keine Subunternehmen, die eh meistens dubioser Natur sind, gerade wenn es um ausländische Arbeiter geht. Diesem Treiben muss die BR endlich Rechnung tragen und dies beseitigen und verbieten.
Natürlich müssen auch all die Werksverträge in allen Branchen verboten werden, und zusätzlich der Mindestlohn auf mindestens 12- 13 Euro angehoben werden. So ist dies doch nur eine Abzocke von vielen Firmen, damit die Vorstände und Chefs noch reicher werden. Siehe Tönnies, Aldi und CO !!!

billigen Fleischpreise?

von Stefan T @
Die gibts bei uns auch nicht.

Wenn Sie alle Subventionen der AGRA Industrie, Handel, Tranport, durch EU, Länder, und Städte dazurechen haben wir Preise die viel teuere sind als in der Schweiz.

Also weg mit allen verkünstigungen, vom Kerosin, Erzugerprämien und günstiger MWST.

Und erst dann werden die Bürger erkenn das sie für Ihr Produkt wirklich bezahlen.

Stimmt.

Sollte aber nicht nur für die Fleischindustrie gelten.
Bitte auch in der Logistik !

@schneegans 12:48

Die Pflicht des Arbeitgebers besteht darin sich an die geltenden Gesetze zu halten.

Vorgeworfen wird diesen Unternehmen nun, dass sie Grauzonen und Gesetzeslücken zur Gewinnmaximierung genutzt haben.

Für dieses Problem ist jedoch die Politik zuständig, also diejenigen, die gerade mit dem Zeigefinger auf die bösen Unternehmen zeigen...

Genau dieses Verhalten prangere ich an.

Die Zustände sind seit Jahren bekannt. Dennoch wird nichts dagegen unternommen. Jetzt liegt hier kurz der Fokus der Öffentlichkeit und es wird gehandelt. Allerdings enthält der Vorschlag von Herr Heil wieder eine Lücke "50 Mitarbeiter". Mittels Outsourcing könnte jeder größere Verarbeiter nun kleinere Betriebe (bis 50 MA) mit der externen Schlachtung beauftragen. Je nach Ausgestaltung handelt es sich ggf. auch um Tochterfirmen.

Das Ergebnis wird im ungünstigsten Fall dann ein höherer Preis für Fleisch bei gleichbleibend niedrigem Bezahlungsniveau der Sub-Solo-Selbständigen in den 49-Mann-Betrieben sein.

Nieten?

um 12:35 von JUKUK…Im Mullen und Ankündigungen sind unsere Politiker (quer durch alle Parteien) unbestritten Weltmeister. Im Umsetzen von praktikablen Lösungen allerdings Nieten.
Papier ist halt sehr geduldig.
Aber wir leben halt in einer Ankündigungsgesellschaft und die Realität ist halt was anderes.

Es ist das Wesen einer parlamentarischen Demokratie, dass Ankündigungen einzelner Politiker nicht gleich in einem Gesetzestext münden. Es bedarf der Unterstützung der eigenen Leute, der juristischen Experten, der Koalitionspartner und der Ländervertretungen. Suchen Sie sich aus, woran der Einzelne scheitert!

@Rapanzel

"...aber es ist völlig unsinnig, wie Steinzeitkommunisten Traumgehälter für einfachste Tätigkeiten zu fordern."

Niemand fordert "Traumgehälter" für einfachste Tätigkeiten, ein ausreichendes Einkommen zum Bestreiten des Lebensunterhaltes darf es aber schon sein, das ist der Sinn einer Berufstätigkeit, nicht sich die Zeit zu vertreiben.
Generell stelle ich mir immer wieder die Frage, wieso das Thema Leiharbeit immer mit Hilfsarbeiten definiert wird. Die meisten mir geläufigen Zeitarbeitsfirmen vermitteln schlicht Fachkräfte bestimmter Gewerke, bis hin zum IT-Spezialisten.

Im Übrigen sind es meist die einfachen Tätigkeiten, die körperlich anstrengend sind und in denen sich die Beschäftigten auf Dauer die Gesundheit ruinieren.
Nennen Sie mir doch mal einen Grund, warum diese Leute dafür nicht wenigstens einen finanziellen Vorteil daraus ziehen dürfen.
Wieso bitteschön ist man in dieser Gesellschaft der Meinung das Analysten-Glaskugel-Lesen wichtiger ist, als ein Dach zu decken?

@ Stefan T zu Klausewitz um 13:06

Stefan T, bin da voll bei Ihnen. Endlich mal jemand der auch die "Nutztiere" im Blickfeld hat.
Wir konsumieren sowieso zu viel Fleisch! Dies geht auf kosten der Tiere, der Umwelt und nicht zuletzt auch auf Kosten der Gesundheit des Menschen selbst.

13:32 von NeutraleWelt

"Jetzt wird auf Tönnies rumgehackt. Aber der bewegt sich im Rahmen des Gesetzes. Ich will nicht ausschließen, das er davon nichts gewußt hat. Aber wenn ich einen Werksvertrag abschließe, war es das für mich. Was dann mein Vertragsparner macht, ob der sich Sub, Sub-Sub, oder Sub-Sub-Sub-Unternehmer sucht, kann ich da was für?"

Gerade als einst Betroffener wollen Sie sich noch zum Komplizen von Tönnies machen? Obwohl Sie wissen, daß der bei den Gesetzen souffliert hat, kommen Sie mit den abgedroschenen ist-doch-legal-Ausreden. Wenn ein ausgebuffter, über und über unsympathischer Lawmaker im Stallmief der schwarzrotgrüngelbblauen Politkaste tut, was man als Großkapitalist eben so tut um mit sich zufrieden zu sein, ist das normal widerlich. Zu Ihrer Einstellung fällt mir dann nicht mehr viel ein. Zum Glück.

Re : frosthorn !

Da bin ich gleicher Meinung ! Zusätzlich leisten sich diese Firmen noch den Gag, zig Unter- Unternehmen zu gründen, um die Steuerlast massiv zu drücken, damit die Gewinne noch höher ausfallen.
Und unsere Politiker lassen sich dann mit solchen dubiosen Chefs auch noch großartig fotografieren und loben deren dreckige Arbeit.
Welch ein Hohn für jeden ausgebeuteten Angestellten, der kaum über die Runden kommt, bei einer Krankheit mit Mühe ein Bett findet in einem Fünf- Bett- Zimmer.
Dagegen können die reichen Sklavenhändler mit Chefarzt- Behandlung und Ein- Bett- Zimmer aufwarten, und sich ins berühmte Fäustchen lachen !!
Aber es war ja im Grunde von der Politik so gewollt, die große Liberalisierung des Arbeitsmarktes und die unsägliche Globalisierung, die die Ausbeutung nicht nur hier fördert, sondern auch in etlichen anderen Ländern.
Da könnte sich D mal ein Bild machen, wie es in Dänemark läuft, da verdient ein Schlachter mindestens 25 Euro pro Stunde !!!

@Traumfahrer 13.42

ja, da haben Sie einen radikalen Beitrag geschrieben, allerdings etliche Aspekte völlig vergessen, vermutlich absichtlich. Leiharbeit z.B. dient dazu, Auftragsspitzen zu erledigen. Wäre das Auftragsvolumen der Firma dauerhaft so hoch, wären natürlich Festanstellungen besser. Und dann bei Auftragsflaute Massenkündigungen? Also hire and fire? Da sprechen Kündigungsschutz dagegen. Man kann aber nicht alles gleichzeitig haben. Das heißt nicht, dass ich die Ungleichbehandlung von Stamm- und Leiharbeitern rechtfertige.

Zusätzlich

sind..... Kommentar von IckeDette 11:30 Uhr. Genau so ist es. Und deshalb ist für mich die Arbeit in den Fleischfabriken Arbeitnehmerüberlassung und kein Werksvertrag, oder haben die Werktätigen ihr eigenes Werkzeug, eigene Arbeitskleidung, eigene Schutzausrüstung und und und dabei?.
Der Werknehmende vollbringt dies in Eigenverantwortung.
@frosthorn hat auch sehr gute Beiträge abgegeben.

Wo ist das Kernproblem...?

Ich sehe das ursächliche Problem nicht in Werkverträgen oder Leiharbeit. Die sind - sinngemäß gehandhabt - für AN und AG von Vorteil. Das eigentliche Problem ist der (politisch neoliberale) Mindestlohn in DE, noch dazu unterschiedlich je Branche.
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Solange der Mindestlohn zB. i.d. Fleischindustrie weit unterhalb dessen liegt, was ein inländischer, ausgebildeter Facharbeiter (Metzgergeselle) in DE benötigt, um selbst und evtl. mit kleiner Familie normal leben zu können... solange wird es im Rahmen der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit Billiglöhner aus EU-Ländern geben (was vor dem Hintergrund von EU-Richtlinien unvermeidbar ist).
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Eine Lösung der Problematik kann nur entstehen, wenn durch gute Bezahlung (Tarifbindung!) überwiegend inländische Fachkräfte i.d. Fleischindustrie arbeiten (wollen). Massenunterkünfte für Billigarbeiter wären dann obsolet.
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Konsequenz: Fleischwaren aus DE-Produktion würden teurer. Gekennzeichnete Importe aus Billigländern aber könnten "billig" bleiben...

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Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

Weg mit Werksverträgen in allen Branchen

Bau, Logistik, und Erntehelfer/innen etc., usw., weg dort mit den Werksverträgen.

Was die FDP wieder fordert, es müsse tariflich geregelt werden, dass solche Werksverträge verschwinden, ist letztendlich eine freiwillige Entscheidung der Arbeitgeber.
Der Vorschlag der FDP ist Unsinn.
Das die Werksverträge endlich verschwinden haben die Arbeitgeber in der Vergangenheit mittels Tarifverträge nicht hinbekommen.

Sicherlich ist der Arbeitsschutz wieder in den Fokus zu rücken. Da hat die FDP recht.
Nur hier hat u.a. die FDP selber in Bund und Land und Kreise und Gemeinden dafür gesorgt, dass die Kontrollen des Arbeitsschutzes und die Bestrafung der Arbeitgeber bei Verstößen mittels "Ausdünnung bei den Arbeitsschutzämtern" und Kaputt-Sparen stark außer Kraft gesetzt wurden.

Also weg mit allen Werksverträgen in allen Branchen, das spart Zeit und Geld und Personal.
Und u.U. der Betrug bei Sozialleistungen (z.B. HartzIV-Bezug) ist eher ausgeschlossen (unter Mindestlohn, Aufstocken, Rest ???)

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