Ihre Meinung zu: Corona-Krise: Fünf Millionen US-Bürger verloren Krankenversicherung

14. Juli 2020 - 15:53 Uhr

Mit Corona kam auch die Arbeitslosigkeit: Millionen US-Amerikaner verloren ihren Job - und viele damit auch ihre Krankenversicherung. Eine Studie geht von 5,4 Millionen Betroffenen aus - weit mehr als während der Finanzkrise.

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Kommentare

Ich war flight attendant bis

Ich war flight attendant bis Mai, dann wurde ich gefeuert. Ueber meine airline hatte ich health insurance (incl. dental und vision), jetzt nicht mehr. Klingt fuer viele verrueckt, aber wir sind es gewohnt manchmal keine Krankenversicherung zu haben

Die Amis hatten doch die

Die Amis hatten doch die Wahl. Und sie wählten Trump. Der sagte vorher, krank sein müsse Privatvergnügen bleiben und war gegen obamacare. Hätten sie halt anders gewählt.

Am 14. Juli 2020 um 16:20 von europa85

Zitat: Man sollte sich erstmal über die unversicherten in Deuschland kümmern, und vor der eigenen Türe kehren, als mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen.

Soll das bedeuten, dass wir Denk- und Redeverbot im Hinblick auf ausländische Begebenheiten haben bis in Deutschland paradiesische Zusände auf allen Gebieten herrschen?

Obamas Minimal- Konsens

Jahrelang hat Obama für ein verträgliches Health-System gekämpft und wurde dabei als Sozialist/Kommunist dargestellt.Was dann eingeführt wurde -ging schon nach 2 Jahren baden.Weil die grossen Firmen und einige,grossen Insurances mitverdienen wollten!
Dies noch bevor annähernd ein Grundkapital zur Verfügung - im solidarischen Sinne- gestanden hat!
Als nämlich junge Familien mitbekommen hatten,dass sie zum Kinderarzt-Besuch kein Scheckbuch/Guthaben haben mussten und die besorgten Mütter leichter zum Arzt gehen konnten- da schrumpfte die Gewinn-Marge für die Konzerne!
Gegenüber den ersten Plänen(auch von Hillary Cl.) ist Obamacare eine Minimal-Lösung....die aber Trump auslöschen will-wegen des Obama-Titels !Wie bei Pharaonen-wo die Erinnerung an Jemanden zerschlagen wurde!

rer Truman Welt

Das Thema Krankenversicherung ist für mich ein Paradebeispiel dafür, wie die USA sozial ticken -> gar nicht!
Hier überlebt der Stärkere, der Schwache hat zwar Rechte, aber kein Geld sie einzufordern.
Die USA sind Sinnbild des knallharten Kapitalismus, welcher nach der Regel funktioniert: zuerst das Geld, dann der Mensch. Dahinter steht natürlich, zunächst der Mensch mit Geld und danach der ohne!
Das Motiv, weshalb Trump unbedingt Obamacare kippen will, ist unähnlich dem, weshalb er seine Steuererklärungen der Öffentlichkeit nicht präsentieren will.
Für mich wäre niemals vorstellbar, in solch einem Staat zu leben. Ich würde mich nie wohlfühlen. Ich würde mich den ganzen Tag nur schämen, wenn es mir gut gehen würde.
Die USA sind kein Vorbild mehr, sondern ein Mahnmal, wohin ein Land sich niemals entwickeln sollte.
Auf der anderen Seite desselben Kontinuums steht China, in der Mitte davon Rußland. Alles Beispiele dafür, wohin eine Gesellschaft sich nie entwickeln darf. Alles nur schlimm

Am 14. Juli 2020 um 16:20 von europa85

Inwiefern kümmern ? Wir haben seit 2009 ein Versicherungspfichtgesetz. Alle Leute die jetzt keine KV haben, haben sich mit Tricks an dem Gesetz vorbeigemogelt.

Seit dem 1. Januar 2009 besteht gemäß § 193 III VVG die Allgemeine Krankenversicherungspflicht, demnach sich alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland bei einem in Deutschland zugelassenen Krankenversicherer gegen Krankheitskosten versichern müssen. Ausgenommen hiervon sind nur Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder versicherungspflichtig sind, Anspruch auf Heilfürsorge, Beihilfe oder vergleichbare Ansprüche haben, Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben, oder die Empfänger laufender Leistungen nach dem dritten, vierten, sechsten und siebten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind.

Für private KV-Unternehmen besteht für nicht gesetzlich versicherte Personen eine Aufnahmeverpflichtung im Basistarif.

Präsident ohne Mehrheit

@ Bender Rodriguez:
Die Amis hatten doch die Wahl. Und sie wählten Trump.

Trump wurde zwar mit der Mehrheit der Wahlmänner ins Amt gehoben, mehr Wählerstimmen (ca. 2 Millionen) hatte aber Hillary Clinton.

16:30 von falsa demonstratio

Nein, natürlich nicht. Aber unsere Qualitätsmedien sollten aufhören, alle Kraft in die Suche zu stecken, um Trump wieder als Schuldigen darzustellen. OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt

@Köbes4711

Viele (Solo-)Selbstständige können sich schlicht keine KV leisten, selbst wenn sie es müssten, sie haben keine.

Es fahren in Deutschland auch Autos unversichert herum, obwohl die Haftpflicht Pflicht ist.

In den USA gilt seit Obamacare im übrigen auch eine Versicherungspflicht. Mit diversen Steuertricks hat Trump zwar die Sanktionen dafür abgeschafft, die Pflicht gilt formal aber.

Und dann des Check&Balaces-Systems der USA hat Trump es bis heute nicht geschafft, die Abschaffung von Obamacare durch den Kongress zu bekommen.

16:30, falsa demonstratio

>>Am 14. Juli 2020 um 16:20 von europa85
Zitat: "Man sollte sich erstmal über die unversicherten in Deuschland kümmern, und vor der eigenen Türe kehren, als mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen."

Soll das bedeuten, dass wir Denk- und Redeverbot im Hinblick auf ausländische Begebenheiten haben bis in Deutschland paradiesische Zustände auf allen Gebieten herrschen?<<

Ja, so etwas darf man hier oft lesen. Und ich deute das genau wie Sie.

Beschämend wie die starke

Beschämend wie die starke Wirtschaftsmacht USA mit ihren Bürgern umspringt, besser gesagt mit einem Teil seiner Bürger. Menschen, die keinen Job und keine Gesundheitsversogung haben, stehen vor dem Nichts. Statt einen sozialen Ausgleich zu schaffen, hat Trump vor der Krise teure Wahlgeschenke für sich und andere verteilt. Derr erhoffte wirtschaftliche Aufschwung ist ausgeblieben, die soziale Kluft wurde größer denn je. Reiches, armes Amerika.

Trumps apokalyptische verfrühte Wirtschaftsöffnung

Rosarotgefärbet Börsenkurse waren wichtiger als die steigenden Pandemiezahlen.
Ebenso wie die bösen nachrichten von Fauci

Trumps Helicoptergeld Schecks sind aufgebraucht und immer mehr Bundesstaaten Städte/Behörden müssen sogar ihre systemrelevanten Krankenschwester/Ärzte/Polizisten/Feuerwehrleute entlassen.

Das Bundeshaushaltdefizit $ 4 Trillionen
ist schon $ 2,6 Trillionen höher als die Spitze zu Zeiten der Lehman Brothers

Selbst in republikanischen Texas mit seinen vielen Behörden angestellten ist die Stimmung schon gekippt.

Das US-Gesundheitssystem stellt ...

... Millionen von (Nicht-)Versicherten vor große existenzielle Herausforderungen.

• Medicare versichert die Senioren von 65+

• Medicaid versichert die Bedürfigen bis zu 133 % oberhalb des Federal Poverty level

• der Affordable Care Act ("Obamacare) schließt Lücken mit 8,3 Enrollments für 2020.

Mit dem Arbeitsplatzerlust geht - wie im Artikel beschrieben - für viele (nicht mehr) Beschäftige der Verlust der Krankenversicherung einher.

Das ist ein "Brot&Butter"-Thema, das in die Debatte im Wahlkampf gehört. Bei den Midterms 2018 haben die Demokraten damit Punkte gemacht und das Thema wird in 2020 noch eine größere Rolle einnehmen.

Der ACA wird mittlerweile von einer Mehrheit der US-Bevölkerung befürwortet. Vor zwei Wochen hat in einer Volksabstimmung selbst in dem erzkonservativen Oklahoma die Mehrheit der Bürger für ein wesentliches Element von Obamacare, die "Medicaid Expansion" gestimmt. Am 4. August stimmt Missouri darüber ab.

16:41, Wilhelm Schwebe ex Karl Napf

>>16:30 von falsa demonstratio
Nein, natürlich nicht. Aber unsere Qualitätsmedien sollten aufhören, alle Kraft in die Suche zu stecken, um Trump wieder als Schuldigen darzustellen. OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt<<

Ich bin immer wieder über Ihre stringent-inhaltliche Argumentation erfreut, die so erfrischend frei von Allgemeinplätzen und Schlagworten ist. Und dies unabhängig von Ihrem Nick. Begeisternd.

"Ein Dorn im Auge ist der Trump-Regierung vor allem die in "Obamacare" festgehaltene Verpflichtung von Versicherungsgesellschaften, Menschen unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht und ihren Vorerkrankungen aufnehmen zu müssen"

Wie inzwischen jeder gemerkt haben dürfte, setzt Trump bei seinem Projekt "Machterhalt" ganz auf die Devise "Teile und herrsche". Ihm ist also an der maximalen Spaltung der Gesellschaft gelegen. Klar, dass da in seiner Politik für Solidarität - und überhaupt alles, was den Zusammenhalt der Gesellschaft bzw. deren Chancen auf eine gute Zukunft in Frieden stärken könnte - kein Platz ist.

Was allerdings niemanden davon abhalten sollte, gerade jetzt seinen Mitbürgern, die unter den Folgen dieser Ambitionen ihres gemeinsamen "Staatsoberhaupts" am meisten zu leiden haben beizustehen.
Auch damit das menschenverachtende Kalkül dieser Autokraten nicht immer wieder "aufgeht" (und das nicht nur in den USA).

Am 14. Juli 2020 um 17:00 von fathaland slim

zu 16:41, Wilhelm Schwebe ex Karl Napf

Zitat: Ich bin immer wieder über Ihre stringent-inhaltliche Argumentation erfreut, die so erfrischend frei von Allgemeinplätzen und Schlagworten ist. Und dies unabhängig von Ihrem Nick. Begeisternd.

So etwas wollte ich auch schreiben. Ich konnte es nur nicht in so schöne Worte fassen.

USA nie ein Vorbild

Einmal mehr wird deutlich wie unsozial, geradezu brutal dieses Land ist. Ich war da und kann viele Seiten mit erschreckenden Erlebnissen füllen. Das "Land der ungbegrenzten Möglichkeiten" na ja, in mancher Hinsicht hat es vielleicht mal gestimmt. Aber man muss klar sagen, es gab schon immer viele Millionen bitterarme Menschen, die nur eine sehr theoretische Chance hatten, dieser Armut zu entfliehen. Es wurden nur immer die vielen Reichen, die Wolkenkratzer, die Eliten und all der Glamour propagiert. Nun wo es gleich zig Millionen trifft wird mal wieder für wirklich jeden deutlich, wie widerlich frühkapitalistisch, geradezu barbarisch dieses System ist. Und ja, es gibt natürlich auch nette, schlaue, tolle Amerikaner, aber es gibt auch sehr, sehr viele Amerikaner, die dieses System toll finden, vermutlich immer so lange, bis sie selber in der Gosse landen.

Der laurisch

Willst du damit andeuten, die USA seien keine Demokratie?
auch bei uns können die CDU bt Abgeordneten für Scholz stimmen, wenn sie nächstes mal Söder nicht wollen. Wir wählen den Kanzler auch nicht selbst.
Man muss eben die Wahlmänner-innen wählen, die gegen Trump stimmen.

@europa85 - Trump und die GOP haben Obamacare zwar ...

... nicht als Ganzes kippen können, aber einen Baustein aus dem ACA gebrochen, indem sie das "Individual mandate", also die Versicherungspflicht, eliminiert haben.

Dadurch kann es nicht mehr als Steuer interpretiert werden, was eine Voraussetzung für die Zustimmung des Supreme Court zur der ACA Gesetztgebung war.

Der Versuch mithilfe eines Bundesrichters in Texas über diesen Weg Obamacare durch die Hintertüre abzuschaffen, bleibt in Gang.

Letzlich müssen die Wähler am 3. November über das Thema mit abstimmen. In der jetzigen Krise wird das kein Thema werden, mit der die GOP und Trump Punkte machen können. Um es milde zu formulieren.

Lieber fathaland slim, ich stimme Ihnen voll zu,wenn Sie schreiben : "OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. (Trump), Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt<<

Die Amerikaner haben z.Zt. gar -->keine Chance -->wirklich "richtig" wählen zu können !
Es stehen nur zwei Möglichkeiten an .....und beide sind letztlich nur die Wahl zwischen Pest&Cholera !

Das US-Wahlsystem blockiert jede Wendung zur Vernunft !
....und deshalb wird es kaum jemals eine Möglichkeit geben, ....dies zu ändern !

Solange die Usa das Faustrecht benutzen, (aufgrund der Kriegswaffenstärke), werden wir in Europa und übrige Welt auch nicht von wahrer Freiheit sprechen können....

Aber vielleicht hat die Corona doch auch eine "positive" Wirkung : Vielleicht verschieben sich nun die Kräfteverhältnisse, weil künftige Auseinandersetzungen zwischen Großmächten ...nicht mehr von der Zahl der Flugzeugträger bestimmt wird, ...sondern von Viren.

Immerhin ist das

Immerhin ist das durchschnittliche Einkommen in den USA mindestens 3 oder 4 Mal höher als in EU-Ländern wie Griechenland oder Polen. Da könnte für eine private Krankenversicherung noch genug übrig bleiben. Etwas gerechter kann es in kapitalistischen Gesellschaften überall zugehen, tut es halt nicht.

Diese Wahl kann Trump nicht gewinnen

Unter Obama/Biden haben die Demokraten in einem zähen Ringen gegen rep. Widerstände deutliche Verbesserungen im Gesundheitssystem erreicht. Was in Europa gang und gäbe ist, nämlich eine Krankenversicherung für alle, gilt bei den Republikanern als Sozialismus und Teufelszeug. Trump hat akribisch alles von Obamas Erfolgen zerstört, was in seiner Macht lag.

Das fällt ihm in dieser Krise auf die Füße, weil Millionen von einfachen Leuten so deutlich schlechter gestellt und in ihrer Existenz bedroht sind. Die wählen sicherlich nicht Trump.

Sozialer Ausgleich ist von

Sozialer Ausgleich ist von der Mehrheit der USA Bevölkerung nicht gewünscht. Dies betrifft auch eine allgemeine Krankenversicherung. Da kann man als Europäer den Kopf darüber schüttln, aber es ändert nichts.

Joe Biden hat sein Programm für Healthcare...

... der Öffentlichkeit vorgestellt.

In Kürze:

1. Lower Medicare age to 60

Spricht für sich selbst. Senkung des Alters der Medicare-Berechtigten

2. Install a government-run public option

Das ist die größte Änderung. Die Einrichtung einer staatlichen Option für die Krankenversicherung *parallel* zu den Privaten. Das ist ein Unterschied zu Bernie Sanders, der die PKV abschaffen und nur eine öffentliche KV haben wollte.

3. Boost the Affordable Care Act

Obamacare würde restauriert und vitalisiert.
Nicht nur das individal Mandate sondern auch die Gesundheitspläne/Leistungen

4. Stop surprise billing

Unterbindung der Praxis der überraschenden Präsentation von Rechnungen für Zusatzzahlungen

5. Prescription drug reform

Die Phantasie-Preise der Pharma-Industrie, mit der das Gesundheitswesen in den Ruin getrieben wird, müsste sich Wettbewerb und Rechenschaftspflicht bzgl. Ausgaben stellen

https://www.healthcaredive.com/news
/5-key-pillars-of-bidens-healthcare-plan/57

17:20 von ONYEAL

"Lieber fathaland slim, ich stimme Ihnen voll zu,wenn Sie schreiben :

"OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. (Trump), Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt<<

.-.-.
Das von Ihnen Zitierte stammt nicht von fathaland slim, sondern von 16:41, Wilhelm Schwebe ex Karl Napf.

17:03, Forfuture

>> Das "Land der ungbegrenzten Möglichkeiten" na ja, in mancher Hinsicht hat es vielleicht mal gestimmt. Aber man muss klar sagen, es gab schon immer viele Millionen bitterarme Menschen, die nur eine sehr theoretische Chance hatten, dieser Armut zu entfliehen. Es wurden nur immer die vielen Reichen, die Wolkenkratzer, die Eliten und all der Glamour propagiert. Nun wo es gleich zig Millionen trifft wird mal wieder für wirklich jeden deutlich, wie widerlich frühkapitalistisch, geradezu barbarisch dieses System ist. Und ja, es gibt natürlich auch nette, schlaue, tolle Amerikaner, aber es gibt auch sehr, sehr viele Amerikaner, die dieses System toll finden, vermutlich immer so lange, bis sie selber in der Gosse landen.<<

Es gibt nach wie vor viele Amerikaner, die schon lange in der Gosse gelandet sind und immer noch an den Traum glauben. Denn der Traum beinhaltet ja, daß man es selbst schuld ist, wenn man es nicht schafft.

Calvinistische Gehirnwäsche.

Calvin war übrigens Schweizer.

@Wilhelm Schwebe - Krankenversicherung für alle?

16:41 von Wilhelm Schwebe:
"OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt"

Den Deutschinnen gefällt, was den Medienschaffenden gefällt. Da diese in Opposition zu Trump stehen, muss Biden nichts weiter tun, als sich ebenfalls gegen Trump zu stellen. Er ist dann einer der "Guten".

Ob sich Biden um den Versicherungsschutz seiner Mitbürger kümmern möchte, könnte man ihn mal fragen. Ich bezweifle, dass es in den USA jemals eine flächendeckende Krankenversicherung für alle geben wird.

17:20, ONYEALI

>>Lieber fathaland slim, ich stimme Ihnen voll zu,wenn Sie schreiben : "OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. (Trump), Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt"<<

Das schrieb nicht ich, sondern der Forist, auf den ich antwortete.

Ich bin immer wieder überrascht, wie flüchtig hier Kommentare gelesen werden, auf die man sich dann bezieht.

Wenn Sie meine Kommentare hier wirklich lesen würden, dann wüssten Sie, daß mein Urteil über Trump entschieden differenzierter und gleichzeitig vernichtender ist.

Laut Statista lagen die

Laut Statista lagen die Gesundheitsausgaben in den USA im Jahr 2018 bei rund 10.586 US-Dollar pro Kopf. Das sind über 17 Prozent des BIPs und fast doppelt so hohe Ausgaben wie hierzulande ( 4.974 US-Dollar 12% BIP ). Das zeigt: Geld ist in den USA genug vorhanden; das Gesundheitssystem ist aber teuer und kommt nur einem begrenzten Teil der Bevölkerung voll zu Gute.

Das gesamte Sozialstaatssystem in den USA ...

... für die Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung geht fast ausschließlich auf die Initiativen demokratischer Präsidenten zurück.

(1) FD Roosevelt legte den Grundstein für die Rentenversicherung "Social Security"

(2) LB Johnson legte "Medicare" und "Medicaid" auf

(3) B Obama ergänzte (2) durch den "Affordable Care Act"

Auf privater Ebene werden die Versicherungsleistungen für Arbeitnehmer - teilweise - über arbeitgeber-gesponserte PKVs finanziert.

Die Rentenversicherung wird durch 401k Plans flankiert, bei der Arbeitnehmer Teile ihres Gehaltes in einem steuerbegünstigten Topf ansparen können.

Dieser Sozialstaat wurde gegen den Widerstand der Republikaner aufgebaut und selbige lassen nichts unversucht, ihn zu beschneiden oder abzuschaffen.

Es ist allerdings dem Republikaner John McCain zu verdanken, dass die GOP und Trump den ACA 2017 nicht abschaffen konnten.

um 17:25 von Ist Wahr

Ein durchschnittliches Einkommen ist ein höchst statistischer Wert, in den USA genauso wie in Deutschland. In Deutschland verdienen fast zwei Drittel(!) unterdurchschnittlich, in den USA wird das sicher nicht vorteilhafter sein. Schon in Deutschland lässt ein unterdurchschnittlicher Verdienst sehr oft kaum Luft für Investitionen in Zusatzversicherungen, oder gar Altersvorsorge. Zumal unsere Regierung sich mit Händen und Füßen wehrt, endlich die schon an Wucher grenzenden Mieten anzugehen. Nicht nur die weitere Steigerung zu stoppen, sondern die unverhältnismäßigen Steigerungen zurückzuführen. In den USA ist es ungleich schlimmer.

@ 16:14 von .tinchen

"Klingt fuer viele verrueckt, aber wir sind es gewohnt manchmal keine Krankenversicherung zu haben"
.
Warum haben Sie sich nicht privat versichert?
Dafür sind Versicherungen da.
Klingt für Sie verrückt, aber ich habe 14-15 Jahre auf ein paar Kontinenten für ausländische Frimen gearbeitet. Ohne deutsche Krankenversicherung.
Da wurde dann auch Cash bezahlt.
Sind Ihnen jeden Monat sagen wir mal 200€ lieber? Plus noch einen "Solidaritätsrabatt", falls Sie keine Kinder haben und nicht verheiratet sind?
Wählen Sie Biden, dann wird alles gut!

17:42, Nachfragerin

>>16:41 von Wilhelm Schwebe:
"OK, ich hab mittlerweile auch die Nase voll von dem infantil wirkenden Mann. Aber der Greis Biden wird nix anders machen, so daß es den Deutschinnen gefällt"

Den Deutschinnen gefällt, was den Medienschaffenden gefällt.<<

Ja klar. Die Medienschaffenden sind ja nun auch in ihrer Meinung total einheitlich. Ob TAZ, ob Welt, alles die gleiche Soße. Nicht wahr.

>>Da diese in Opposition zu Trump stehen, muss Biden nichts weiter tun, als sich ebenfalls gegen Trump zu stellen. Er ist dann einer der "Guten".<<

Ja, es gibt leider genügend Menschen, die die Welt in Gut und Böse einteilen. Dies den "Medienschaffenden" anzulasten geht aber in die Irre.

>>Ob sich Biden um den Versicherungsschutz seiner Mitbürger kümmern möchte, könnte man ihn mal fragen.<<

Die Antwort finden Sie im Kommentar um 17:32 von Cosmopolitan_Citizen.

Immer wieder brechen Sie eine Lanze für Trump, auch wenn Sie es von hinten durch die Brust ins Auge tun. Aber die Absicht ist deutlich.

Wer ist eigentlich "Wilhelm

Wer ist eigentlich "Wilhelm Schwebe ex Karl Napf"?
War das hier jetzt ein Outing oder ein Running Gag, oder was?

Nun bei Diskussionen

auch mit Obama-Anhängern war Obama-Care ein Konstrukt mit dem niemand in den USA zufrieden war. Für uns ist es ein Schlagwort mit dem das "Gute" das Obama für uns verkörperte veranschaulicht werden soll.
Ganz generell soll man davon ausgehen, dass in den USA über Krankenversicherungen anders gedacht wird als bei uns wo Renten- und Krankenversicherungen schon eine lange Geschichte haben.
Und nein Herr Tump ist nicht an allem Schuld bei ihm wird jetzt nur genauer hingesehen und bemängelt und kritisiert was vorher schon nicht viel anders war. Eigentlich hätte man die rosarote Brille schon seit J.F Kennesy ablegen und Missstände kritisieren müssen.

@Jo Beeck um 16:31Uhr

Ihrem Kommentar stimme ich voll zu und finde besonders die Bezeichnung "Minimal-Konsens" ausgezeichnet. Mehr konnte Obama eben nicht erreichen und ich vermute, daß die Regelungen im Obamacare genauso schwer verständlich sind, wie die Krankenversicherungsvorschriften in Deutschland. Den Schritt von den Knappschaften bis zur ersten Krankenversicherung 1845 versuchte eben Obama zu tun, aber das aus Europa importierte rein kapitalistische System war und ist auch heute noch zu fest verankert.

Also ich

sehe das ganz pragmatisch, wenn ich den Schlagabtausch hier so lese.
Ich bin geboren in Deutschland und lebe auch hier, ich hab auch eine Krankenversicherung, eine einfache Staatliche.
Wenn die Amerikaner das anders halten in ihrem Land, kann ich wenig machen.
Trump ist nicht mein Freund und leiden kann ich ihn auch nicht.
Aber glaubt jemand das Clinton oder Biden viel besser sind ?, die liebe zu den USA hält sich in der Bevölkerung in Grenzen, nur bei Politikern ist das oft etwas anderes.
Die Amerikaner haben durch ihr Wahlsystem so gewählt, also müssen sie auch damit leben.
Auch bei uns ist das nach Wahlen nicht anders, man wählt etwas, und wer am Ende mit wem was macht, sieht man vorher auch nicht.
Biden wird nicht die Lösung der Amerikaner werden.

In den USA nicht KV zu sein, ist letztendlich eine eigene...

...Entscheidung.

Denn wer zu den "Armen" zählt, also bis zu 125% des Einkommens der Armutsgrenze hat, kann sich über Medicaid versichern.

Wer darüber ist, hat so gut wie sicher einen Job oder genug Geld, denn sonst wäre er darunter, dann ist er entweder über den AG versichert, oder kann sich gemäß Obamacare eine Versicherung nehmen.

Was jedoch an der Freiheit, sich nicht versichern zu *wollen* so verkehr ist, erschließt sich nicht.

Bei einer Haftpflicht fürs Auto macht die Pflicht Sinn, da hier ein anderer der Geschädigte ist.

Wenn ich mich aber freiwillig nicht versichere, dann habe ich eben auch selbst für die Folgen gerade zu stehen.

Die Mehrheitsverhältnisse im Kongress entscheiden ...

... ob und wie ein Präsident seine politische Agenda umsetzen kann. In der Gesundheitspolitik, der Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik wie auch auf jedem anderen Politikfeld. Wieviel Amerikaner danach Zugang zur einer KV haben werden, hängt genau davon ab.

Sollte Biden die Wahl am 3. November für sich entscheiden, braucht er nicht nur wieder die Mehrheit im Repräsentantenhaus sondern auch im Senat.

Schaut man sich die Wahllandkarte an, dann ist das kein Selbstläufer, aber möglich. Die Demokraten müssen "brutto" 4 Senatssitze gewinnen, weil Doug Jones den seinen in dem "tief-roten" Alabama nur unter glücklichen Umständen wird halten können.

Die USA...

....kein Vorbild für uns,in keiner Beziehung

17:59, NeutraleWelt

>>Wer ist eigentlich "Wilhelm Schwebe ex Karl Napf"?
War das hier jetzt ein Outing oder ein Running Gag, oder was?<<

Ihnen ist nicht aufgefallen, daß der Mitforist Karl Napf hier vor mehreren Tagen verschwunden ist, der zur gleichen Zeit neu aufgetauchte Forist Wilhelm Schwebe aber seine Wortwahl und die Stoßrichtung seiner Kommentare nahtlos übernommen hat?

Da muss man nix groß outen.

17:38 von Sausevind

« Das … Zitierte stammt nicht von fathaland slim,
sondern von 16:41, Wilhelm Schwebe ex Karl Napf.»

Ich denke nicht, dass @Wilhelm Schwebe und @ Karl Napf ein und die selbe Person ist, die hier unter 2 Pseudonymen schreibt.

Ich mache dies nicht fest an orthographischen Aspekten
(wie bspw. Groß- und Kleinschreibung).

18:01, jukep

>>Nun bei Diskussionen
auch mit Obama-Anhängern war Obama-Care ein Konstrukt mit dem niemand in den USA zufrieden war. Für uns ist es ein Schlagwort mit dem das "Gute" das Obama für uns verkörperte veranschaulicht werden soll.<<

Wer sich etwas mehr auskennt als diejenigen, die Sie wohl mit "uns" meinen, der weiß, daß der ACA, landläufig Obamacare genannt, ein mühsam gegen die Widerstände im Kongress ausgehandelter Kompromiss war, mit dem selbstverständlich niemand zufrieden ist.

Jeder Weg beginnt aber bekanntermaßen mit einem ersten Schritt. Den Trump im vorliegenden Fall rückgängig machen wollte.

>>Und nein Herr Tump ist nicht an allem Schuld bei ihm wird jetzt nur genauer hingesehen und bemängelt und kritisiert was vorher schon nicht viel anders war. Eigentlich hätte man die rosarote Brille schon seit J.F Kennesy ablegen und Missstände kritisieren müssen.<<

Was für eine rosarote Brille denn?

Positive Veränderungen brauchen einen langen Atem. Ein Präsident allein reicht nicht.

@Nachfragerin 17:42 - Trump sorgt selbst für die ...

... Beurteilung, welche ein kritisches Publikum an ihn anlegt.

"Den Deutschinnen gefällt, was den Medienschaffenden gefällt. Da diese in Opposition zu Trump stehen, muss Biden nichts weiter tun, als sich ebenfalls gegen Trump zu stellen. Er ist dann einer der "Guten".

Das ist ein sehr einfach gestricktes Erklärungsmuster, mit einer Mischung aus Opfer-Legende und "Fremdverschulden". Trump liefert mit seinem Politikversagen auf wesentlichen Feldern für genügend Eigenbeitrag zu der Wahrnehmung. Objektiv ablesbar an den Meinungsumfragen in den USA selbst.

"Ob sich Biden um den Versicherungsschutz seiner Mitbürger kümmern möchte, könnte man ihn mal fragen."

Kann man. Auf seiner Website, per Mail oder in Online-Auftritten bis zur Wahl. Die Quellen dazu liegen offen zutage.

18:02, karlheinzfaltermeier

>> Den Schritt von den Knappschaften bis zur ersten Krankenversicherung 1845 versuchte eben Obama zu tun, aber das aus Europa importierte rein kapitalistische System war und ist auch heute noch zu fest verankert.<<

Genau so ist es.

Wenn ich die antiamerikanischen Kommentare vieler Mitforisten hier lese, dann beschleicht mich immer wieder der Verdacht, daß sie eine Projektion sind.

Denn all das, was an den USA kritisiert wird, stammt aus Europa. Sogar der Architekt des amerikanischen Antikommunismus des kalten Krieges, Fritz Gustav Anton Kraemer. Der war Essener. Und nicht zu vergessen den Fürther Heinz Alfred Kissinger, genannt Henry.

18:03 wenigfahrer

"Also ich sehe das ganz pragmatisch......."

Danke für ihre frischen Worte.
Wir sollte endlich zur Kenntnis nehme, dass die US Bürger anders ticken als zum Bspl. deutsche oder französische oder italienische oder luxemburger Bürger. Das war vor Herrn Trump so und das wird nach Herrn Trump so sein.

18:21 von fathaland slim

Ich werde mal darauf achten...... :-)

18:21 @schabernack ... wer hätte ...

Mein Verdacht ging vor einigen Tagen in die gleiche Richtung wie @fathaland slim und
gestern auch andere.

"Ich mache dies nicht fest an orthographischen Aspekten
(wie bspw. Groß- und Kleinschreibung)."

Ich auch nicht, jedoch am Stil. Dabei war mindestens ein RS-Fehler sehr auffällig.

Man muss schon sehr trainieren, um einen Stil / eine Rhetorik perfekt zu kopieren,
oder eben aus Vorhandenem per Kopieren und Einfügen arbeiten.
Dann weiß derjenige auch genau, von wem er kopiert und ein bisschen die RS-Grammatik zu korrigieren muss.

Das stelle ich jedoch seit einigen Monaten auch bei anderen User fest.
Diese reden alles gut und schön, mit immer den gleichen (Ab-)Sätzen und
stellen Behauptungen auf, die man leicht widerlegen kann.

18:34, jukep

>>18:03 wenigfahrer
"Also ich sehe das ganz pragmatisch......."

Danke für ihre frischen Worte.
Wir sollte endlich zur Kenntnis nehme, dass die US Bürger anders ticken als zum Bspl. deutsche oder französische oder italienische oder luxemburger Bürger. Das war vor Herrn Trump so und das wird nach Herrn Trump so sein.<<

Sie meinen, amerikanische Bürger ticken einheitlich, so wie deutsche, französische, italienische und luxemburgische Bürger das auch tun?

Ticken die jetzt alle gleich, oder ticken sie unterschiedlich, je nachdem ob sie deutsche, französische, italienische und luxemburgische Bürger sind?

Sozusagen Nationalticker?

Wenn das wirklich so sein sollte, dann ist mir das noch gar nicht aufgefallen. Und ich bin ein wenig herumgekommen. In all den Ländern, die Sie aufzählen, und noch einigen mehr.

18:01 von jukep

«Ganz generell soll man davon ausgehen, dass in den USA über Krankenversicherungen anders gedacht wird als bei uns wo Renten- und Krankenversicherungen schon eine lange Geschichte haben.»

Ganz generell muss man davon ausgehen, dass es wohl in den USA in ihrer Geschichte seit Bestehen als einer Nation nie ein Ereignis wie Corona gab, welches Krankenversicherung so sehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, wie es seit einigen Monaten der Fall ist.

Es schadet der Volkswirtschaft der USA gar sehr arg, wenn Millionen von Menschen evtl. wegen (schwerer) Corona-Symptome behandelt werden müssen, aber niemand die Kosten dafür bezaht (bezahlen kann).

Und da Corona nicht nächsten Montag eine Erzählung aus der Vergangenheit sein wird. Wird sich diese Frage weiter stellen, und an Dringlichkeit zunehmen, je länger so wenig Kontrolle über die Ausbreitung ist wie aktuell in den USA.

Ich sehe kein anderes Thema, das die Präsidentschaftswahl in 2020 mehr beeinflussen könnte als eben dieses.

@ Forfuture (17:55), Re

"Ein durchschnittliches Einkommen ist ein höchst statistischer Wert, in den USA genauso wie in Deutschland."
------
Immerhin haben weder Sie noch ich behauptet, dass sich Leute hier oder in den USA wie Statisten behandeln lassen. Aber was steckt hinter dem Wust an Zahlen? Die Menschen (viele, viele - zu viele?) in den USA, ebenso wie in Deutschland, Polen oder Griechenland, sind sehr stolz auf ihre Länder. Sie wissen ja, Länder sind so ein Gebilde Land mit vielen Grenzkilometern (einige mit mehr, andere mit weniger) und darin die vielen Statistiken schwanken.

@fathaland slim 18:28 - Kompromisse auf einem langen Weg ...

"Wer sich etwas mehr auskennt als diejenigen, die Sie wohl mit "uns" meinen, der weiß, daß der ACA, landläufig Obamacare genannt, ein mühsam gegen die Widerstände im Kongress ausgehandelter Kompromiss war, mit dem selbstverständlich niemand zufrieden ist."

Das trifft den Punkt ziemlich genau. Das Thema "Krankenversicherung für alle" ist schon seit Dekaden ein Thema für viele US-Amerikaner und ein Kernanliegen der Demokratischen Partei.

Während der Amtszeit von Bill Clinton versuchte sich Hillary Clinton als Konzeptverantwortliche an dem Thema und wurde mit ihrem progressiven Entwurf hart ausgebremst.

Damit erwarb sie sich aber nicht nur einen Ruf als fortschrittliche Sozialpolitikerin sondern zog sich den bitteren Hass der Rechtskonservativen und Altright zu, der bis heute anhält.

Obama hat mit Obamacare einen etwas tiefergelegten Kompromiss gesucht und ihn umgesetzt. Aber es gilt auch: die USA sind bereit für mehr.

Noch einen schönen Abend!

17:56 von NeutraleWelt

".. Warum haben Sie sich nicht privat versichert?.."

Ja, warum bin ich nicht auf diese super Idee gekommen ?
Oder warum versichert sich hier nicht jeder "privat" ? problem solved, right ?!

18:44 fathaland slim

"Das ist mir noch gar nicht aufgefallen......."

nun ich kann nicht beurteilen wie weit sie herumgekommen sind.
Ich habe aber festgestellt, dass die Menschen unterschiedlich ticken selbst ein Schleswig-Holsteiner tickt etwas anders als ein Bayer. Oder ein Südtiroler fühlt sich eher als Südtiroler und nicht als Sizilianer was natürlic auch andersherum gilt. Ich persönlich finde es großartig, dass es diese Unterschiede gibt so kann man sich gegenseitig bereichern und austauschen ist jedenfalls besser als ein glattgebügelter Einheitsbrei.

@ 19:00 von .tinchen

Yes, right! It´s up to you!

18:43 von Leipzigerin59 / @schabernack, 18:21

«Mein Verdacht ging vor einigen Tagen in die gleiche Richtung wie @fathaland slim und gestern auch andere.»

Letztlich "müßig zu mutmaßen", wer wer ist. Oder wer sich unter anderem Pseudonym schreibend "hinter wem verbirgt".

Präziser: Ich mache es daran fest, dass mir persönlich @Karl Napf niemals in irgendeiner Art der Erwiderung auf einen meiner Beiträge mit ähnlichen Worten wie: "Vielschreiber, der seine Schuldigkeit tun muss, um anderen was zu erklären" oder: "Sie reden doch eh nur schön" entgegentrat.

@Wilhelm Schwebe tat das in den letzten Tagen regelmäßg "mit Zweizeilern", die darüber hinaus keinerlei Bezug zu dem hatten, was ich jeweils äußerte.

Auch das war "bei dem anderen" immer anders. Zu ganz verschiedenen Themenbereiche, die gar nicht alle mit "hochpolitischen" Aspekten zu tun hatten. War zum Brand von Notre Dame, zu Flugreisen, zum "Restart" der Fußball-Bundesliga nach Corona, zur Innenpolitik in DEU.

Ich weiß es nicht. Und mehr als mutmaßen kann ich auch nicht …

18:54, Cosmopolitan_Citizen

Auch Ihnen einen schönen Abend, danke!

Ich muss mich leider gleich hier verabschieden, Zoom ruft:=)

Krankenversicherung

Ich lebe in den USA und das man keine Krankenversicherung bekommt wenn man Arbeitslos ist stimmt nicht. Man kann Medicaid beantragen und ist somit Krankenversichert. Ist also jedem seine eigene Entscheidung ob er das beantragt oder nicht. Also Bitte nicht alles glauben was geschrieben wird und nur halb Wahrheiten verbreitet werden. Und an alle Amerika Experten hier , die unbedingt ihren Hass auf Trump und Amerika loswerden möchten, bitte erst hier leben und genau wissen wie es ist hier zu leben bevor euer Experten wissen das ihr aus irgendwelchen halb wahren Nachrichten bezieht hier im Forum los werdet.

18:48 schabernack

"Generell muss man davon ausgehen, dass es wohl in den USA in ihrer Geschichte ......"

ich kann ihnen nicht widersprechen es ist eine Ausnahmesituation die es so noch nie gegeben hat.
Allerdings trifft es viele Staaten dieser Erde genauso. Und viele Menschen müssen leiden ganz ohne Krankenversicherung und ein funktionierendes Gesundheitswesen.
Ich bezweifle aber, dass es nach der Krise in den USA eine Krankenversicherung nach unserem Vorbild geben wird. Egal unter welchem Präsidenten/in.

Unsinn

.... die meisten Amerikaner wollen gar keine Krankenversicherung.
Also lasst sie doch.
Wie e kann das ein Thema in den Nachrichten sein ?

18:44 von fathaland slim

Sie meinen, amerikanische Bürger ticken einheitlich, so wie deutsche, französische, italienische und luxemburgische Bürger das auch tun?
.
muß man andere hier veräppeln ?

natürlich ticken US Bürger nicht einheitlich,
so wenig wie Deutsche oder Franzosen einheitlich ticken
aber es gibt schon soziale und kulturelle Unterschiede / Auffälligkeiten zwischen Nationen
und dass eine Rentenversicherung in Deutschland allgemein als Notwendigkeit anerkannt ist
ebenso wie Krankenkasse, Hartz4 oder Arbeitslosengeld
darüber braucht man nicht zu diskutieren
ebenso wenig dass US Bürger dies eher skeptisch betrachten - ablehnen
und auch Dinge wie Todesstrafe wird in Europa anders gesehen wie in den USA

19:03 von jukep

"Ich habe aber festgestellt, dass die Menschen unterschiedlich ticken selbst ein Schleswig-Holsteiner tickt etwas anders als ein Bayer. Oder ein Südtiroler fühlt sich eher als Südtiroler und nicht als Sizilianer was natürlic auch andersherum gilt. Ich persönlich finde es großartig, dass es diese Unterschiede gibt so kann man sich gegenseitig bereichern und austauschen ist jedenfalls besser als ein glattgebügelter Einheitsbrei."

,.,.,

Die ehemaligen deutschen Stämme - die Bayern, die Schleswiger etc. ticken also jeweils gleich, aber von Stamm zu Stamm tickt man anders?

Das ist genau DER Nationalismus, den wir weltweit zu überwinden suchen.
Nur geht man ein paar Jahrhunderte zurück, wo Deutschland noch kein Deutschland war.

Den "Einheitsbrei" könnte man dadurch überwinden, dass man versteht, dass jedes Individuum anders tickt, aber alle Menschen Menschen sind - und keine Stämme oder Nationen.

17:56 von NeutraleWelt

@.tinchen, 16:14
«Warum haben Sie sich nicht privat versichert?
Dafür sind Versicherungen da.
Klingt für Sie verrückt, aber ich habe 14-15 Jahre auf ein paar Kontinenten für ausländische Frimen gearbeitet. Ohne deutsche Krankenversicherung.
Da wurde dann auch Cash bezahlt.»

Der Mythos von der Vereinfachung einer Krankenversicherung.

So viel "Cash" hätten Sie gar nicht gehabt, hätte Sie auf irgendwo Kontinent irgendwas schwere Erkrankung / ein (Arbeits) Unfall mit gravierenden Auswirkungen ereilt. Zu dessen / deren Behandlung es mehr braucht, als max. einen Gips am Bein inkl. regelmäßiger Kontrolluntersuchungen bis zur vollständigen Genesung.

Wo Sie gearbeitet haben, weiß ich nicht. In vielen Staaten der Welt mit GKV ist es möglich, freiwillig einer GKV für den Zeitraum des Arbeitsaufenthalts beizutreten, sofern nicht eh eine Versicherungspflicht besteht.

Wem dies trotz Möglichkeit bspw. keine 200 € / Monat wert ist.
Muss halt evtl. sehen … wo er denn ein neues Bein auftreibt.

Corona-Krise: Fünf Million US-Bürger verloren Krankenvers...

Das gelobte Land und dessen Bevölkerung - teilweise am Rande des Existenzminimums - darben, ob der sozialen Absicherung.

In Deutschland zu leben, froh ich bin.

... und ja, ich hoffe für alle Amerikaner, dass dieses Thema ein gewichtiges wird, im Wahlkampf.

... mit Programmen, die der Problematik gerecht werden.

@18:08 von europa85

Sie hätten aber auch schreiben müssen, dass die "Armen", die MedicAid abschließen können, trotzdem 20-50% Selbstbehalt beim Arzt zahlen müssen. Jetzt stellen Sie sich das mal in Deutschland vor. Ein armer Renner oder Hartz4 Empfänger müsste beim Arztbesuch 20-50% je nach Behandlung selbst zahlen - der geht doch nur zum Arzt, wenn er den Kopf unter dem Arm trägt. Hier regt man sich über 10 EUR auf.

"Freiwillige Krankenversicherung" birgt generell strukturelle Probleme. Gerade die Leute die nicht laut Gesetz nicht "Arm" sind, aber nur knapp über die Runden kommen haben keine Krankenversicherung. Und genau das (arm, aber nicht arm genug) gilt in den USA für rund 33% der Bevölkerung. Die Reichen haben alle eine. Das Problem ist dann, im Krankheitsfall komplett zu verarmen. In den USA kommt auch noch erschwerend hinzu, dass viele wegen Vorerkrankungen erst gar keine bekommen haben, bevor es Obamacare gab.

Am 14. Juli 2020 um 18:34 von jukep

" Danke für ihre frischen Worte.
Wir sollte endlich zur Kenntnis nehme, dass die US Bürger anders ticken als zum Bspl. deutsche oder französische oder italienische oder luxemburger Bürger. Das war vor Herrn Trump so und das wird nach Herrn Trump so sein. "

Das die USA völlig anders sind, ist jedem wohl klar, bis auf einig die dem Land eben näher stehen.
Was ich immer etwas verwunderlich finde, das es Teile die eher links sind, die die USA verteidigen ;-).

Wir gehen das ganz konform, es vorher so und wird dann auch sein.

19:19 von jukep / @schabernack, 18:48

«ich kann ihnen nicht widersprechen es ist eine Ausnahmesituation die es so noch nie gegeben hat … Ich bezweifle aber, dass es nach der Krise in den USA eine Krankenversicherung nach unserem Vorbild geben wird. Egal unter welchem Präsidenten/in.»

Und hier wiederum will ich Ihnen nicht widersprechen. Es wäre ein unsinnige Annahme, anzunehmen, das System der KV in den USA würde wie das in DEU werden.

Aber mittelfristig wird sich alleine aus Gründen von volkswirtschaftlichen Erwägungen etwas in die Richtung ändern müssen, dass mehr US-Bürger als bisher zumindest eine Minimal-Absicherung im Krankheitsfall haben, die nicht nur von persönlich-privater Vorsorge abhängig ist. "Krankheit ist sehr teuer" … nicht nur für die Erkrankten … aber für die ganze Gesellschaft.

Will man es nur unter Kostenaspekten betrachten. Ist es auch in den Bereichen: "Standort-Vor- / Standort-Nachteil im Internationalen Wettbewerb".

Sicher … bspw. in BRA ist KV-Situation der Menschen noch viel schlechter.

Tarö!

"Immerhin ist das durchschnittliche Einkommen in den USA mindestens 3 oder 4 Mal höher als in EU-Ländern wie Griechenland oder Polen." @Ist Wahr
.
Man kann sich immer wieder über das Durchschnittseinkommen amüsierem. Ein paar Millionärs-Einkommen machen aus Tausenden von Niedriglohnempfängern IM SCHNITT "ordentlich Entlohnte"!
.
So kommt es, dass statistisch JEDER BUNDESBÜRGER ein Nettoeinkommen von ca. 2.350 Euro hat. Dagegen: jeder 5. Deutsche arbeitet für einen Niedriglohn.
.
Schon mal was davon gehört, dass in den USA viele 2 oder 3 Jobs brauchen, um über die Runden zu kommen? Nee, nä!

@19:30 von Sausevind

>> Nur geht man ein paar Jahrhunderte
>> zurück, wo Deutschland noch kein
>> Deutschland war.

Sie meinen seit 1871?

Ansonsten stimme ich mit Ihnen überein.

Alles nur schlimm

Und wie sieht es in Deutschland aus? Paradiesische Zustände gibt es nirgendwo.
Aber wenn während der jetzigen Krise die Milliarden nur so verteilt werden an die INdustrie und das Gesundheitswesen anmahnen muss, auch Hilfe zu erhalten, dass Fußballer und alle Arbeiter in Fleischbetrieben getestet werden - aber keine Senioren in den Heimen, dass die Menschen dort allein gelassen werden, während Milliarden in die Hände genommen werden, um Kultur, Wirtschaft, Verkehr zu beleben - dann zeigt das, dass Menschen, die keinen Wohlstand mehr erzeugen können - Rentner und Kranke - auch in Deutschland keinen Wert haben. Wie sieht das mit dem großzügigen Bonus für die Pflegekräfte aus? 1000€ garantiert - gestaffelt - gezahlt vom ARbeitgeber, der sich das Geld vom hilfebedürftigen Senior zurückholt. Der Staat will einen Zuschuss zahlen - irgendwan und irgendeine Summe. Selbst in einem Land wie Ungarn wurden schon 1430€ pro Pflegekraft und Ärzte ausgezahlt - gezahlt und nicht nur versprochen.

19:55 von schabernack

Die Minimalabsicherung in den USA heißt EMTALA.

Diese garantiert jedem Bürger in lebensbedrohlichen Zuständen eine Behandlung des lebensbedrohlichen Zustands kostenfrei unabhängig von Versicherung und/oder finanziellen Möglichkeiten in allen Krankenhäusern, die Medicare-Patienten behandeln.

Einen solchen Fallback für "Versicherungslose" gibt es m.W. in Deutschland nicht.

19:37 von Nirwana1962

"...In Deutschland zu leben, froh ich bin."

Meine mom ist deutsch. Sie ist andere Sicherheit standards gewoehnt. Noch immer fuehlt sie sich nicht wirklich gut versicher hier.

Fuer mich ist das kein problem

@18:17 von skydiver-sr

//Die USA...
....kein Vorbild für uns,in keiner Beziehung//

Sicher nicht. Trotzdem haben wir hier schon viel zu viel amerikanischen Unfug übernommen. Von den vielen Privatisierungen z.B. im Gesundheitssystem über den Irrsinn auf den Finanzmärkten bis hin zu diesem ätzenden Halloween.

@ Kritikunerwünscht

Alles nur schlimm. Und wie sieht es in Deutschland aus? Paradiesische Zustände gibt es nirgendwo.

Das hat ja auch niemand verlangt. Aber in Deutschland hat wenigstens niemand in der Krise seine Krankenversicherung verloren.

Es geht hier um die USA. Wenn Sie das Bedürfnis haben nebenbei noch auf Deutschland Dampf abzulassen, dann bezeichne ich das anglizistischerweise als lupenreinen Whataboutism.

Darstellung: