Kommentare

Was wird aus der FDP ?

"" Momentan liegt die FDP im ARD-DeutschlandTrend nur bei fünf Prozent, eine heikle Zahl, gefährlich nah am Scheitern. Dabei waren die Liberalen doch lange im Aufwind: 10,7 Prozent bei der Bundestagswahl 2017, die Rückkehr in viele Landtage, Regierungsbeteiligung in drei Bundesländern.""
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Das ist ein heikles Debakel einer einmal ganz ansehnlichen Partei wie einst unter Genscher. Da konnte ich sie auch noch wählen, aber die Zeiten sind wohl allemal vorbei und wenn die FDP unter 5% bei der nächsten Wahl fällt ist es auch gut.

Als es um das Regieren ging

hat sich die FDP ganz schnell verkrümelt.
Das merkt man sich.
Auch das Mövenpicksteuergeschenk ist mir noch gut in der Erinnerung.
Auch den Betrug von Frau Koch-Merin ist immer noch präsent.
Aber so richtig nachhaltig geprägt hat mich die Flick-Affäre...

Lage der FDP

nach dem lesen des Artikels muss ich sagen die FDP ist im gestern gefangen. die Pandemie hat doch gezeigt das die Globalisierung zum scheitern verurteilt ist wenn die grenzen geschlossen werden und somit die Warenkette unterbrochen sind. in diesen Punkt hat die FDP nichts gelernt. wichtige Produktionen sollten nur in Deutschland oder der EU angesiedelt sein ( wie Medikamente, Schutzausrüstung und vieles mehr) es kann nicht alles nur auf maximal Profit ausgerichtet sein bzw. werden. bei der Digitalisierung ; Bildung und Infrastruktur hat die FDP wieder recht, jedoch stellt sich dann die Frage warum darauf nicht schon vorher verwiesen wurde bzw. umgesetzt wurde als die FDP mit der Union regiert hatte.

ansehnliche Partei?

Ja, es gab mal eine FDP, sie der Demokratie gut tat : da waren es Leitfiguren wie Theodor Heuss. Das ist längst vergangene Geschichte. Die heutige FDP ist Synonym für Ausplünderung des Öffentlichen Besitzes durch Privatisierung und andere gemeingefährliche Dinge. Jawohl, es ist gut wenn sie unter die 5%-Marke fällt. Hoffentlich lassen sich die Wähler (mal von einer bestimmten Klasse abgesehen) nicht täuschen. Und übrigens : Genscher ist keineswegs eine Lichtgestalt. Ich erinnere nur an seine Rolle bei der Zerlegung Jugoslawiens - welch letztere Folgen hatte, die zu jenen Massakern führten, die wir heute beklagen müssen.
Die Problematik der Steuerverfahren hat auch ein bezeichnendes Licht auf ihn und die FDP geworfen

Kemmerichs Rücktritt war ein

Kemmerichs Rücktritt war ein Fiasko. Merkel hatte gefordert die Wahl "rückgängig" zu machen. Warum läßt sich die FDP das bieten?

@Michael Klaus Möller

"Bildung und Infrastruktur hat die FDP wieder recht, jedoch stellt sich dann die Frage warum darauf nicht schon vorher verwiesen wurde bzw. umgesetzt wurde als die FDP mit der Union regiert hatte."

Das kann ich ihnen erklären:
Die FDP fordert hier mehrere Dinge, die einfach nicht zusammen funktionieren:
- keine Neuverschuldung
- Steuersenkungen
- mehr Investitionen

Wie man es schaffen soll, gleichzeitig die Einnahmen des Staates (Steuern) zu senken und gleichzeitig mehr zu investieren, während man keine Schulden aufnimmt, erklärt die FDP natürlich nicht. Ginge nämlich nur mit drastischer Ausgabenkürzung in anderen bereichen (vielleicht Abschaffung der Sozialversicherung oder so).
Somit steht die FDP auch überhaupt nicht für Wirtschaftskompetenz, eher das Gegenteil. Die volkswirtschaftlichen Konzepte der FDP zeugen von kompletter Unkenntnis der Materie.

die FDP ist neben der AfD...

die einzige Partei die das gegenwärtige "Coronaregime" in Frage stellt - wer also nicht will dass Masken in Zukunft dauerhaft zur Pflicht werden hat nur die Wahl zwischen FDP und AfD

Was ist denn diese Wirtschaftskompetenz genau?

Man hört häufig über die FDP, dass sie Wirtschaftskompetenz habe. Was genau ist damit gemeint? Mir kommt es eher so vor, als sei die FDP v.a. eine Steuern-runter-Partei (außer MWSt., weiß der Himmel warum). Kann jemand helfen?

Mir fällt gerade kein,

für mich persönlich, triftiger Grund ein, die FDP zu wählen. Die 5% Hürde macht es jetzt für die „Lindner Partei“ brenzlig.
Das Debakel von Thüringen hat natürlich auch offenbart, wer in diesem Staat „die Hosen“ an hat. Und so ganz ohne Profil wird es schwer.
In der jetzigen Corona Krise hat die Kombi Laschet/Lindner in NRW, besonderes in dem Bildungsbereich (FDP) kein gutes Krisenmanagement gezeigt.

Abgewirtschaftet

Die FDP hat unter Lindner kein klares Profil entwickelt und ist zu sehr auf ihn zugeschnitten. Während die SPD gemeinsam mit den Union in einer schwierigen Verantwortung für das Land übernommen hat, hat sich die FDP verkrümelt. Dieser Egoismus hängt den Liberalen immer noch nach. Hinzu kommt die desaströse Thüringen-Wahl. Erst nach dem lauten öffentlichen Aufschrei reagierte Lindner, weniger aus eigener Einsicht, als auf den Druck von außen. Man weiß leider nicht, wofür die FDP mittlerweile steht. Allzu oft folgt sie dem populistischen Stil der AFD. In dieser Form sind die Liberalen meilenweit von einer Regierungsbeteiligung entfernt. Es wäre an der Zeit, sich auf eine neue und klare Programmatik zu besinnen, statt den Personenkult um Lindner weiter zu pflegen. Liberale Themen stehen aktuell nicht im Fokus. Auch hätte sich die FDP in der Corona-Pandemie nicht der AFD annähern, sondern den Maßnahmenkatalog gegen das Virus viel stärker unterstützen sollen.

 09:32 @qpqr27 ... Maskenpflicht

Mal abgesehen davon, dass es wohl
keine dauerhafte Maskenpflicht geben wird, obwohl ich diese auch für Influenza-Erkrankte dringend empfehle - wenn das Ihre einzige Sorge ist, geht es Ihnen doch gut.

Liebe Frau Reimers.

Ich weiss nicht ob Sie sich und freien Medien mit
"während viele Menschen sich eher nach einem starken Staat sehnen und an die Hand genommen werden wollen."
einen Gefallen tun.

Sie schreiben , möglicherweise unüberlegt, etwas herbei was die mit Abstand grosse Mehrheit der deutschen Wählerschaft nicht wünscht und was Ihren Ast und den aller Ihrer Kollegen, die sich als unabhängige Journalisten zu verstehen wünschen, absägt.

Manchmal macht es Sinn die Macht der Worte zu kennen und vor deren Benutzung kurz inne zu halten.

PS"
Ob links oder rechts...wir haben in D für immer genug davon.
Das wäre eigentlich die Kernmessage und das Alleinstellungsmerkmal einer zeitgemäßen FDP...wenn sie es erkennen und nutzen würde...

09:22 @Klausewitz

Kemmerich hätte keine Landesregierung zustande gebracht.
Auch im Weiteren hat sich der Herr als unfähig erwiesen.
Wie auch Herr Lindner.

Verquerte Darstellung

In Thüringen wurden die sogenannten "Etablierten" mal wieder ordentlich vorführt und man konnte einen sehr guten Eindruck von deren "Demokratieverständnis" (siehe z.B. die damalige "Merkelanweisung" aus dem Ausland zum Umgang mit dieser freien Wahl) bekommen. Das ganze hat natürlich der FDP geschadet, aber nur weil Kemmerich zurückgetreten ist und damit kein Rückgrat bewiesen hat. Angesichts der Drohungen gegen Ihn und seine Familie aus dem linken Lager persönlich nachvollziehbar, Politisch jedoch verheerend wie die Umfragewerte bestätigen. Mir fällt gerade ein wie sich eine Dame aus der Linksfraktion daneben benahm und Kemmerich die Blumen vor die Füße warf. Ich mag keine Politiker ohne Anstad und Manieren.

Wachstum, Wachstum über alles

Dieses Dogma vom ewigen „Wachstum“ und den bedingungslosen Glauben an „Fortschritt durch Technik“ haben die mündigen Wähler längst als haltlos durchschaut. Sie wollen lieber zurück zur einer Bescheidenheit gegenüber Mensch und Natur, dafür mehr Zeit für sich und ihre Familien. Dazu braucht es keine Globalisierung, die das Leben nur noch komplizierter macht.

Die FDP kann weg.

re qpqr27: Einerlei

>>die FDP ist neben der AfD...
die einzige Partei die das gegenwärtige "Coronaregime" in Frage stellt - wer also nicht will dass Masken in Zukunft dauerhaft zur Pflicht werden hat nur die Wahl zwischen FDP und AfD<<

Und genau das sagt alles über die derzeitige FDP und illustriert hervorragend, wie der humanistische und positive Kern des Liberalismus durch die Schmalspurkarrieristen der letzten 20 Jahre komplett unter die Räder gekommen ist.

@qpqr27

Mit dem Thema "Maskenpflicht" auf Stimmenfang zu gehen, ist wohl etwas dürftig. Zudem steht die Bevölkerung mit großer Mehrheit hinter den Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus. Eine Gleichmarsch mit der AFD würden dann endgültig das Totenglöckchen für die FDP einläuten.

Westerwelles Metamorphose

Bis in die frühen 2000er war die FDP für mich eine Partei mit Führungsköpfen, die ich respektiert hatte. Die letzten waren Gerhard, Leutheuser-Schnarrenberg und Solms. Sie verkörperten noch eine Generation von Freigeistern, die dieser Partei ihren Namen gab.
Das änderte sich mit dem Vorsitzt von Guido Westerwelle. Mit seinem Spaßmobil lenkte er die Metamorphose von liberaler Gesellschaftspolitik zu neoliberaler Egozentrik ein. Ich hatte den Eindruck, dass ihm optisches Erscheinungsbild wichtiger war als bewährte Erfahrung und Kompetenz. Rösler statt Solms.
Das Ergebnis ist eine Partei, die wenig Inhalt und Kontinuität verkörpert, mehr Egozentrik als gesellschaftspolitische Verantwortung, Yuppie statt Vordenker.
Lindner ist da auf schwirigem Posten. Die Aussortierten sind entweder zu alt, verbrannt oder beides, und intiligente Köpfe muss man erst haben und aufbauen. Das dauert seine Zeit und lässt die Frage offen, ob die FDP das überleben wird.

@09:22 von Klausewitz: Kemmerichs Rücktritt

"Kemmerichs Rücktritt war ein Fiasko. Merkel hatte gefordert die Wahl "rückgängig" zu machen. Warum läßt sich die FDP das bieten?"

Die FDP in Thüringen hätte auch auf stur schalten und Herr Kemmerich im Amt lassen können. Sozusagen als FDP Ministerpräsident von Höckes Gnaden.

Das hätte zumnindest ganz kar gezeigt wo die FDP in Thüringen politisch anzusiedeln ist. Am ganz rechten Rand.

Es war übrigens nicht nur Frau Merkel, die der Meinung war, dass Herr Kemmerich falsch gehandelt hat als er die Wahl annahm. Dieser Meinung war die große Mehrheit hier im Land unter anderem auch FDP Chef Lindner, der betonte, dass es keinerlei von Frau Dr. Merkel gegeben hätte.

Die Verdrehung der Tatsachen mit Aussagen wie z.B. "Die Wahl wurde auf Anweisung von XY rückgängig gemacht." oder "Herr Kemmerich wurde abgesetzt." usw. wird nur von AfD-Anhängern betrieben.

um 09:10 von vweh

>>"Als es um das Regieren ging
hat sich die FDP ganz schnell verkrümelt.
Das merkt man sich."<<

Es ist schon interessant wie sich diese fehlerhafte Darstellung hartnäckig hält. Bei den damaligen Koalitionsverhandlungen waren die Grünen nicht bereit auch nur einen Millimeter von ihren Forderungen zurückzuweichen. Trittin provozierte alle Verhandlungspartner mit seinen süffisanten unsachlichen Bemerkungen. Es gab für Linder nur die Möglichkeit wie die Grünen das wollen, oder keine Regierungsbeteiligung. Lindner hat sich für die letzte Option entschieden und das finde ich richtig. Auch die Grünen hätten zu Kompromissen bereit sein müssen.

Lage der FDP

Nur einfach Opposition zu sein , viel erzählen ohne jede Lieferverpflichtung , das kann einfach gesagt, jeder ! Besonders ein Herr Lindner ist dafür geeignet das hat er mit seinen Firmen gründlich bewiesen !

@Abgewirtschaftet 9:51 von Adeo60

damit ist in einem Wort das Wesentliche zu der 'Hotelierspatei' gesagt.

Mehr isses ja nicht mehr.
Man könnte es überspitzt mit dem traurigen Satz für die SPD auch abgewandelt sagen:
'Wer hat die Demokratie verraten? Freie Demokraten.'

Von Anfang an hat Lindner mit 'der blauen Karte' gespielt und sich verzockt.
Ein Vertreter des 'Casino-Kapitalismus' hat unsere Demokratie als Spielsaal betreten
und wird ihn auch so verlassen.

Alte 'wahre' Freidemokraten wie Baum oder Leutheusser-Schnarrenberger
sind doch schon lange 'out': Verrentet oder auf dem Abstellgleis.

Nun gilt das halt für den ganzen Laden.
Verrannt und abgestellt.

Debakel in Thüringen

Das "Debakel" bei der Thüringen-Wahl war ein von den Medien herbeihalluziniertes. In demokratischer Abstimmung von zu demokratischen Wahlen zugelassenen und in demokratischer Wahl in den Landtag gewählten Abgeordneten wurde ein Ministerpräsidentenkandidat gewählt. Wer hierin ein Problem sieht, der hat "Demokratie" nicht verstanden. Dies jetzt auch noch der FDP zum Fallstrick zu machen ist die Spitze der Infamie.

@vweh um 09:10Uhr

Ihre Aufzählung ist sicher nicht abschließend gemeint, oder? Mir fallen da immer diese "Lichtgestalten" wie Genscher, Baum oder Hamm-Brücher ein. Genscher sagte wenigstens einen immer wieder wiederholten Satz in Prag und Scheel sang hoch auf dem gelben Wagen! Und Hildegard Hamm-Brücher? Der "erkrankte" plötzlich an Gedächtnisverlust, als es um Elisabeth Käsemann ging! Und diese Partei ohne jede Form von Gewissen soll man wählen?

FDP wird nicht gebraucht

Vor vielen Jahrzehnten waren mal ein paar brauchbare Persönlichkeiten dabei, sehr lange her. Die FDP ist schon lange nichts weiter als ein Lobbyistenverein, deren Mitglieder schon beinahe lustig versuchen, sich als Politiker darzustellen. Darüber hinaus hat diese Partei nichts dazugelernt. Es werden immer noch längst völlig überkommene Wirschaftskonzepte propagiert, AFD und FDP sind die Parteien, die in keinster Weise die tatsächlichen Zustände in Land und Welt erkennen(wollen) und die schädlichsten Konzepte vertreten. Wenn Linder immer mal versucht sich modern und jugendlich zu verkaufen muss ich immer lauthals lachen, sobald er den Mund aufmacht kommen beinahe nur Vorschläge, denen eine Weltsicht aus der Gründerzeit zugrunde liegt. Wie eine solche Partei noch auf 6,0% Wählerstimmen kommt ist mir ein Rätsel, ist da ein Zahlendreher? Denn 0,6% wären wohl die, die - wenn auch nur kurzfristig- einen Vorteil von einer FDP-Regierungsbeteiligung hätten.

um 10:07 von Adeo60

">>Mit dem Thema "Maskenpflicht" auf Stimmenfang zu gehen, ist wohl etwas dürftig. Zudem steht die Bevölkerung mit großer Mehrheit hinter den Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus. Eine Gleichmarsch mit der AFD würden dann endgültig das Totenglöckchen für die FDP einläuten."<<

Ein "Gleichmarsch" (oh welch schreckliche Wortwahl aus dem Munde eines Unionsvergötterer, weil diese Wortwahl schlimme Asouiationen weckt, vielleicht gewollt?) zwischen AfD und FDP wird es nicht geben weil Lindner auf eine diesbezügliche Abrgrenzung bedacht ist und dies immer wieder (manchmal leider wenig sachlich) betont.

Alles und nichts

Allain schoon die Artikulatiooon des Herrn Liiiindner, der dem Beamtenmotto folgt: "Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen!", allerdings wortreich darum herum schwoist, sagt doch schon alles und nichts zugleich.

re 09:22 Klausewitz: Fiasko

>>Kemmerichs Rücktritt war ein Fiasko. Merkel hatte gefordert die Wahl "rückgängig" zu machen. Warum läßt sich die FDP das bieten?<<

Weil die „Wahl“ Kemmerichs das „Fiasko“ war!

Und darin waren sich alle einig außer - selbstredend - der AfD. Und genau ist ein klares Zeichen für ein gewaltiges „Fiasko“ einer „liberalen“ Partei!

@Klausewitz, 09:22 Uhr - Glaubwürdigkeit

Merkel hatte erkannt, dass die CDU in Thüringen ein Wahlversprechen an die Bürger gebrochen hatte, als Kemmerich mit Unterstützung der AFD zum MP gewählt worden war. Die CDU konnte und durfte ihre Glaubwürdigkeit nicht aus Spiel setzen, zumal der Kemmerich Wahl eine üble Trickserei der AFD vorausgegangen war.

um 10:08 von GeMe

>>"Das hätte zumnindest ganz kar gezeigt wo die FDP in Thüringen politisch anzusiedeln ist. Am ganz rechten Rand."<<

Und genau dieser Rückschluss ist falsch und das wissen Sie. Auch wenn der FDP-Mann mit den Stimmen aus dem Lager der AfD gewählt worden ist heißt das nicht das die FDP "am rechten Rand" operiert. Erstens spricht die Ploitik der FDP dagegen und zweiten hat die AfD sich fü das kleinere Übel (besser FDP als Links) entschieden.

@Schulze, 10:15 Uhr

Der Thüringen-Wahl war eine Trickserei der AFD vorausgegangen. Darauf waren die etablierten Parteien hereingefallen. Kanzlerin Merkel sorgte such zu Recht darum, dass CDU-Wähler verärgert darüber sein würden, wenn die Partei - entgegen ihrem Wahlversprechen - mit der AFD bei der Wahl des MP kooperieren würde. Die Glaubwürdigkeit in der Politik ist ein hohes Gut. Merkel hat der thüringischen CDU keine Weisung erteilt, sehr wohl aber auf demokratische Spielregeln hingewiesen.

re 10:00 eine_anmerkung: Stil und Anstand

>>Mir fällt gerade ein wie sich eine Dame aus der Linksfraktion daneben benahm und Kemmerich die Blumen vor die Füße warf. Ich mag keine Politiker ohne Anstand und Manieren.<<

Ich auch nicht, aber gerade deshalb würde ich nicht so (vor)schnell über den Stil der „Dame aus der Linksfraktion“ urteilen.
Kemmerich hatte gerade das genaue Gegenteil von politischem „Anstand und Manieren“ gezeigt und die Geste von Susanne Hennig-Wellsow kann man getrost auch als sehr subtile und damit „anständige“ Form der Missachtung betrachten.

Mir persönlich hatte diese Geste durchaus Eindruck gemacht. Das die AfD dies anders sieht, könnte man dagegen auch als Bestätigung dieser „politischen Äußerung“ verstehen.

Jedenfalls: Hinter „Anstand und Manieren“ verbirgt sich viel mehr als nur Äußerlichkeiten. Es kennzeichnet eine Haltung. Und diese muss durchaus nicht jedem gefallen. Sonst wäre es nämlich keine „Haltung“.

um 10:23 von Adeo60

>>"Die CDU konnte und durfte ihre Glaubwürdigkeit nicht aus Spiel setzen, zumal der Kemmerich Wahl eine üble Trickserei der AFD vorausgegangen war."<<

Was für Sie "üble Tricksereien" sind, ist für mich die analytische Ausschöpfung der Möglichkeieten die unsre freien demokratischen Wahlen bieten und angesichts der Tatsache das diese Wahl ordnungsgemäß von statten ging und nicht angefechtet wurde, zeigt das, das ich Recht habe.

@ 09:34 von derzwerg

„ Mir kommt es eher so vor, als sei die FDP v.a. eine Steuern-runter-Partei (außer MWSt., weiß der Himmel warum). Kann jemand helfen?“

Die FDP ist eine Steuersenkungspartei für die selbsternannten „Leistungsträger“. Da steht die MwSt. nicht im Fokus. Die trifft „Normalos“ viel härter. Wer sich einen Porsche als Firmenfahrzeug anschafft, der interessiert sich für den Nettopreis. Die MwSt. ist auf der Rechnung ausgewiesen und wird per Vorsteuerabzug verrechnet. Wenn sich ein Krankenschwester einen Kleinwagen kauft, zahlt sie den Bruttopreis mit MwSt.

Opportunismus und infantiler Trotz

@ qpqr27, am 12. Juli 2020 um 09:32:

"die einzige Partei die das gegenwärtige "Coronaregime" in Frage stellt - wer also nicht will dass Masken in Zukunft dauerhaft zur Pflicht werden hat nur die Wahl zwischen FDP und AfD"

Womit sich die Programmatik der von Ihnen genannten Parteien auch bereits erschöpfen würde: schon rein aus Prinzip dagegen.
Zunächst einmal sollten Sie zur Kenntnis, nehmen, dass laut aktuellen Umfragen 87% der Deutschen für eine Maskenpflicht sind. Mittlerweile gibt es auch rd. 30 wissenschaftliche Studien, die belegen, dass das Tragen eines MNS das Infektionsrisiko um rund 80%+ senkt. Angesichts dieser Fakten erscheint es geradezu widersinnig u. wider alle Vernunft zu sein, die Maskenpflicht (die ohnehin nur punktuell gilt) immer noch in Frage zu stellen. Oder ist das einfach nur infantiler Trotz oder Opportunismus? Genau so nehme ich nämlich die Politik von FDP u. AFD auch wahr: infantil-egoistisch u. unverantwortlich, sich nicht am Gemeinwohl orientierend.

Lage der FDP

Bei der FDP läuft es nicht rund: Inhalte und Konzepte verpuffen, die Umfragewerte sind im Keller. 
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Und das ist auch gut so ! Wer sich auf Landesebene von Rechten wählen läßt und auf Bundesebene die Regierungsverantwortung scheut verdient es auch nicht besser. Wenn man sich anhört was der Lindner, Kubicki und Co in vielen Talkshows so von sich geben, versteht man warum die FDP in den Umfragen in Keller ist. Für mich persönlich steht diese Partei ( oder Umfallerpartei ) immer noch als Partei der Besserverdienenden mit denen sie einst in den Bundestagswahlen gegangen sind. Kurzum. Man braucht sie nicht.

"eine Partei wie die FDP, die

"eine Partei wie die FDP, die auf Eigenverantwortung und freie Marktwirtschaft setzt, während viele Menschen sich eher nach einem starken Staat sehnen und an die Hand genommen werden wollen."

Als selbstständig denkendes und handelndes Individuum bin ich es gewohnt Eigenverantwortung zu übernehmen. Leute, die einen starken Staat und an die Hand genommen werden wollen, tun genau dies nicht und wählen eben andere Parteien.

Lage der FDP?

Ich hoffe das diese Partei nach der nächsten Wahl nicht mehr im Bundestag vertreten ist.

Als gute demokratisch gewählte Oposition brauchen wir sie jetzt nicht mehr.

Wenn die FDP weg ist, ist das

Wenn die FDP weg ist, ist das doch nicht schlimm.
Außer für die Drei BT Abgeordneten der FDP. Aber die finden sicher ganz schnell einen richtigen Job.

Besser mit den Falschen regieren, als gar nicht

@eine_anmerkung, am 12. Juli 2020 um 10:29:

"Auch wenn der FDP-Mann mit den Stimmen aus dem Lager der AfD gewählt worden ist heißt das nicht das die FDP "am rechten Rand" operiert. Erstens spricht die Ploitik der FDP dagegen"

Welche 'Politik' denn!? Opportunismus und Verweigerungshaltung sind keine konstruktive Politik! Erst, sich einer Regierungsbeteiligung trotzig verweigern ("Es ist besser, nicht zu regieren als falsch zu regieren"), um sich in Thüringen als 5%-Mann dann erst vor ein paar Monaten mit Hilfe der Höcke-AFD ins prestigeträchtige MP-Amt verhelfen zu lassen, getreu dem Motto: "Es ist besser mit den Falschen zu regieren, als gar nicht zu regieren."

" und zweiten hat die AfD sich fü das kleinere Übel (besser FDP als Links) entschieden."

Ach, und die politischen Abwägungen/Präferenzen und strategischen Überlegungen der AFD bestimmen neuerdings die politische Agenda (auch) der FDP, oder wie!? Sehr aufschlussreich, was Sie hier schreiben!

>>...und in diesem Februar

>>...und in diesem Februar das Debakel bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, als sich FDP-Mann Thomas Kemmerich von der AfD zum Landesvater küren ließ.<<

Nur weil die afd ihr Recht auf Wahl in Anspruch genommen hat und Herrn Kemmerich wählte, wurde anschließend hinter den Kulissen so lange auf den demokratisch frisch gewählten Ministerpräsident Kemmerich eingeredet, dass er am nächsten Tag seinen Rücktritt bekanntgab.
Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun, wovon alle Parteien gerne reden.

Den Schaden trägt jetzt die fdp!

Wenn die Gelben jetzt scheitern, so darf sie sich an die eigene Nase fassen und bei den "demokratischen Parteien" bedanken, die ihnen beim scheitern behilflich waren.

Das Volk hat die Macht!

Das sollten die Parteien begreifen!

Gefährlich nah am Scheitern...

Wie immer bei solchen Schlagzeilen, drängt sich die Frage auf, ob Gefährlich für die FDP auch gefährlich für Deutschland meint, oder vielleicht nicht.
Einerseits ist die FDP wenig Systemrelevant, andererseits könnte der Überschwang an Liberalen, z. B. wenn er sich in der AfD niederschlägt oder wenn die Flügel-Leute die schwächelnde Partei für sich erschließen, zu Folgen führen, die man auch nicht mögen kann.
Andererseits stellt sich die Frage, ob die Lücke zwischen CDU/CSU und SPD so gewaltig klafft, das der FDP dort Raum zur Entfaltung bleibt.

FDP: "German Engineered Klimaschutz"

Mit solchen "Schlagworten" oder "Slogans" hat man schon verloren, selbst wenn dahinter die cobalt-und nickelfreie Weltrettungsformel verborgen ist. Da hält sich jeder nur noch den Bauch....

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Es ist halt auch immer die

Es ist halt auch immer die Frage wie man gerade medial dargestellt wird, während sich bspw die Grünen vor Lobhudelei kaum retten können, schiebt man der FDP die Ministerwahl in Thüringen in die Schuhe, wobei ich mich bis heute frage, was die FDP dort "verbrochen" haben soll.

Am 12. Juli 2020 um 10:29 von eine_anmerkung

Wie weit die FDP nach rechts gedriftet ist, zeigt die Tatsache dass die Naumann-Stiftung in Brasilien den Wahlkampf von Bolsonaro unterstützt hat.

@oooohhhh, 09:56

„Ich weiss nicht ob Sie sich und freien Medien mit "während viele Menschen sich eher nach einem starken Staat sehnen und an die Hand genommen werden wollen" einen Gefallen tun“

Warum sollten Frau Reimers und die freien (!) Medien „sich“ dadurch, dass sie auf etwas ganz Offensichtliches hinweisen „keinen Gefallen tun“? Weil irgendjemand das „nicht wünscht“ („Sie schreiben , möglicherweise unüberlegt, etwas herbei was die mit Abstand grosse Mehrheit der deutschen Wählerschaft nicht wünscht)“ ??!

Viel scheinen Sie vom Berufsethos aller verantwortungsbewussten Journalisten (das sind meiner Meinung nach die, die ihren Beruf als einen Dienst an der Gesellschaft - und zwar der ganzen - verstehen) nicht zu halten.

Propaganda-Coup von FDP und AfD

@10:54 von morgentau19
Thomas Kemmerich wusste doch von vornherein, dass er keine Regierung zustande bringen konnte. Er hat sich meines Wissens überhaupt nicht darum bemüht.
Es war also eine Art "Show", ein "Gag" von FDP und AfD, und der ist ja auch einigermaßen gelungen. Mit seriöser Politik hat das wenig zu tun.

Im Sinne der Tagesschau-Netiquette „Externe Links können eine Bereicherung der Diskussion sein“
ist ein Beleg zum Verständnis für den bereits veröffentlichten Kommentar um 10:16 von karlheinzfaltermeier nötig: https://www.welt.de/politik/deutschland/article128745445/Warum-rettete-G...

Die Farce von Erfurt

@ morgentau19, am 12. Juli 2020 um 10:54:

"wurde anschließend hinter den Kulissen so lange auf den demokratisch frisch gewählten Ministerpräsident Kemmerich eingeredet"

Nun, allzu lange kann dieses vermeintliche 'Einreden' auf den "frisch gewählten Ministerpräsident Kemmerich" seinerzeit ja nicht gedauert zu haben! Sie selbst sprechen sogar von einem Rücktritt bereits am "nächsten Tag".

"Das Volk hat die Macht!
Das sollten die Parteien begreifen!"

Im Zusammenhang mit Kemmerich wird dieses Argument vom vermeintlichen 'Volkswillen' von Ihnen geradezu ad absurdum geführt. Glauben Sie allen Ernstes, es war seinerzeit der Mehrheitswille des Thüringer Wahlvolks, dass ausgerechnet Herr Kemmerich von seiner 5%-Partei am Ende MP wird? Was soll das noch mit dem (von Ihnen nur vorgeschobenen) Volkswillen zu tun haben? Oder, verwechselt da nur einer mit "das Volk" und dessen Willen mal wieder nur bestimmte Teile eben dieses Volkes (AFD/FDP-Wählerschaft) bzw. setzt diese damit gleich?

Am 12. Juli 2020 um 09:32 von

Am 12. Juli 2020 um 09:32 von qpqr27
die FDP ist neben der AfD...

mir ist gerade nicht geläufig das jemand aus den Regierungsparteien von " dauerhaftem Masken tragen " geredet hätte.
Wenn überhaupt kommt das aus einer anderen Ecke.

Ich denke, der Thüringen Stachel sitzt der fdp fief im Fleisch

den sie bis heute nicht entfernen konnte.

Ob ein MP mit o. ohne Stimmen einer unerwünschten Partei zustande gekommen ist, ist letztlich einerlei.

Gewählt ist gewählt!

Fakt ist, jede zugelassene und vom Volk gewählte Partei hat das Recht, bei einer Wahl ihre Stimme abzugeben. Ob zuvor hinter den Kulissen Gespräche geführt wurde, konnte nur spekuliert werden. Keiner kann´s beweisen – auch nicht die Teilnehmer im Forum. (Falls doch, bitte ich um eine Quelle)

Fakt ist aber, dass nach der Wahl von Frau M. das Startsignal für Gespräche hinter den Kulissen geführt wurde, so lange, bis der demokratisch frisch gewählte MP Kemmerich am nächsten Tag seinen Rücktritt bekannt gab!

Dass dies beim Volk einen großen Schaden/Schock hinterließ, obwohl alle Parteien ihre Demokratiefähigkeit stets betonen, haftet nun etwas Anrüchiges an denselben; den größten Schaden allerdings bei der fdp.

Sollte die fpd aus Land- u. Bundestag verschwinden, hat das Volk entschieden, die Partei die größte Schuld.

Neue liberale Köpfe braucht diese Partei.

Ist diese Partei noch eine große Diskussion wert ? Was hat sie in den letzten Jahren nicht alles falsch gemacht. Da wo sie entscheiden musste hat sie versagt. Jeder zweifelte an die Regierungsfähigkeit und Bereitschaft. Und danach das große Schweigen. Keine wirklich klare Aussagen zu Wirtschaftspolitik, sogar in der Corona-Krise. Und dann zum Überdruss die völlig überflüssige Rechts- Links Diskussion statt eine wirklich liberale Positionierung. Neue liberale Köpfe mit Format braucht dies Partei.

Falscher Kurs?

Die FDP sollte vielleicht mal darüber nachdenken, ihren Kurs zu wechseln. Eine reine Wirtschaftsklientel-Partei, als die sie sich jetzt darstellt, die braucht niemand und wollen offensichtlich nur wenige. Bezeichnend die Kritik an der Mehrwertssteuer-Senkung. Von der profitieren alle Bürger. Auch die, die sonst keine Steuern zahlen. Stattdessen schlägt die FDP vor, andere Steuern zu senken. Und nun raten Sie mal, wer davon am meisten profitieren würde?
Richtig.

Eine FDP, die sich wie zu Zeiten eines Walter Scheel als Vorsitzender, als die FDP in erster Linie für Bürgerrechte, Freiheit der Bürger und eine soziale Marktwirtschaft mit Betonung auf sozial einsetzte, und für die ein Gerhart Baum heute noch kämpft, die bräuchte man, und die würden wahrscheinlich auch mehr Menschen wählen.

Unappetitliche AFD/FDP-Liaison

@ eine_anmerkung, am 12. Juli 2020 um 10:00 :

"Ich mag keine Politiker ohne Anstad und Manieren."

Warum verteidigen Sie dann so vehement den Erfurter Hütchenspielertrick von Höcke und seiner Flügel-AFD in Thüringen so vehement? Ausgerechnet Höcke! Ihre Argumentation strotzt geradezu vor Widersprüchlichkeit! Und als besonders "anständig" empfinde ich es auch nicht, wenn sich (wie unlängst geschehen) ein Herr Kemmerich mit Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern gemeinsam auf einen Marktplatz stellt, um gegen die Hygiene-Politik des Bundes Stimmung zu machen. Anstand, Haltung!? Mit Verlaub, aber Sie pflegen wohl zu scherzen!

Tja ...

"und in diesem Februar das Debakel bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, als sich FDP-Mann Thomas Kemmerich von der AfD zum Landesvater küren ließ."

Dies war wohl eher eine Blamage/Debakel für die amtierende Merkel-Regierung als für die FDP.

"aber das Bild des gratulierenden AfD-Rechtsextremisten Björn Höcke hat sich bei Wählerinnen und Wählern nun mal eingebrannt."

Als ob die Annahme einer Gratulation von jemanden mit anderer Meinung ein Stigma wäre, in welcher Zeit leben wir?
Außerdem (jeder kann sich da mal selbst beobachten) wenn mir jemand die Hand reichen möchte, reiche ich sie schon fast automatisch zurück.

„Wirtschaftswachstum und Arbeitsplatzsicherung werden im Zentrum der Debatte der kommenden Monate stehen - und auch, wenn (...) könnte die FDP trotzdem hoffen, sich mit ihrer Wirtschaftskompetenz ein paar Prozentpunkte zurückzuerobern“

„Wirtschaftskompetenz“? Kommt wohl ganz darauf an, was man unter erfolgreichem Wirtschaften versteht. Und an welchen Maßstäben das „festgemacht“ wird. Und dabei vor allem, durch (und für) wen.

„Lindner hat in dieser Situation eine schwierige Rolle. Der FDP-Superstar hat an Strahlkraft verloren. Er polarisiert manchmal mehr, als er eint. Und er lässt zu, dass gerade über die Position der Generalsekretärin Linda Teuteberg diskutiert wird“

Die übliche „Strategie“: Wer an „Strahlkraft“ verliert, versucht seine „Anhänger“ wieder hinter sich zu „einen“ indem er dafür sorgt, dass die sich an einem „gemeinsamen Gegner“ abarbeiten. Was praktischerweise den „nützlichen“ Nebeneffekt hat, dass deren Aufmerksamkeit von allem, um das es wirklich geht abgelenkt ist.

Von liberal nach libertär

Der Niedergang der FDP begann mit deren Bruch der sozialliberalen Koalition. Damit hat sie zurecht massiv Vertrauen und Glaubwürdigkeit eingebüsst und eine Wende von der sozialen Marktwirtschaft hin zum Marktradikalismus vollzogen. Seither ist sie auch keine wirkliche Partei der gesellschaftlichen Mitte mehr. Und da sie nur noch auf der Suche nach ihrer Marktlücke und Profit ist, macht sie das auch anfällig für Anwerbeversuche von rechts.

Thüringen.

Die Vorgänge in Thüringen sind nach wie vor mehr fragwürdig.

Mit welchen Stimmen Kemmerich gewählt wurde, ist in keinster Weise erwiesen. Die Wahl war geheim.

Genauso ist nicht erwiesen, mit welchen Stimmen Ramelow gewählt wurde. Der darf aber seltsamerweise im Amt bleiben.

Die Bundeskanzlerin forderte anschließend die Wahl müsse "rückgängig" gemacht werden. Eine solche Meinung kann sie privat äußern, aber nicht als Kanzlerin auf einer offiziellen Pressekonferenz und als quasi Rücktrittsforderung an jemanden, der nicht in ihrer Partei ist!

(Und nein, ich bin kein Afd-Wähler, sympathisiere mit dieser Partei in keinster Weise und stehe inhaltlich Herrn Ramelow sicherlich näher als Herrn Kemmerich. Diese Rechtfertigung ist ja anscheinend mittlerweile nötig.)

Thüringen war ein Hohn für die Demokratie.

Das weiß auch eigentlich jeder, aber wer es äußert (wie etwa Herr Kubicki), wird schnell "eines Besseren" belehrt und besinnt sich ob der eigenen Karriere...

Es ist halt auch immer die Frage wie man gerade medial dargestellt wird, während sich bspw die Grünen vor Lobhudelei kaum retten können, schiebt man der FDP die Ministerwahl in Thüringen in die Schuhe, wobei ich mich bis heute frage, was die FDP dort "verbrochen" haben soll.

Da ist etwas dran. Auch diese Analyse von Ariane Reimers ist eine mediale Herausstellung ausgesuchter Geschehen und keine Analyse dieser Partei.

Jede Opposition hat es in diesen Zeiten schwer. Insbesondere die Medien haben den Fokus auf die Regierungsparteien ausgerichtet. An der Thüringer Ministerpräsidentenwahl waren alle dort vertretenen Parteien beteiligt. Da hat sich keine einzige Partei mit Ruhm bekleckert.

Wie sieht denn eine Synthese der FDP aus?

Sie ist in der Parteienlandschaft nur schwer verzichtbar. Sie muss sich wieder finden, Themen gibt es genug (€, EZB, Steuern, Wirtschaft, Bildung, Soziale Marktwirtschaft, Grundrechte, Wohlstand...). Jetzt ist Corona das Thema, morgen sehen wir weiter.

@Morgentau19, 10:54 Uhr

Sorry, aber die AFD hat im Thüringer Landtag ein Schmierentheater initiiert, dem die etablierten Parteien leider auf den Leim gegangen sind. Immerhin hat die Bundes-CDU erkannt, dass man nicht mit der AFD kooperieren könne, wenn man eine solche Zusammenarbeit vor der Wahl ausgeschlossen hatte. Die FDP hatte stattdessen einige Zeit gebraucht, um den Schaden zu erkennen, den die Wahl von Kemmerich für die Demokratie bedeutet hatte. Es war weniger die Einsicht, als vielmehr der Druck der Öffentlichkeit, der dann zu einem Gesinnungswandel bei den Liberalen führte. Der Wählerwille ist entscheidend - und genau daran hatte Merkel erinnert.

12:20 von morgentau19

"Ob ein MP mit o. ohne Stimmen einer unerwünschten Partei zustande gekommen ist, ist letztlich einerlei.

Gewählt ist gewählt!"

,.,.,

Ich denke, ein bisschen weniger primitive Argumentation könnte - vor allem der AfD - nicht schaden.

De facto sagen Sie ja: der AfD ist jeder unseriöse Trick recht, Hauptsache, sie sitzen mit im Boot.

Wenn Sie die AfD so einschätzen und das öffentlich schreiben, dann ist jeder Ablehner der AfD dankbar.

Unterirdisch

Der Zustand der FDP ist bestimmt durch das Scheitern des Neoliberalismus, dem die FDP seit vielen Jahren verschrieben ist. Als Verheißung des grenzenlosen Wachstums ist er ein Relikt der 80er und 90er und verspricht letztendlich allein durch wirtschaftlichen Erfolg die Lösung aller irdischen Probleme. Dabei ging es allzuoft eigentlich darum, wie sich Besserverdiener ungehemmt weiter die Taschen füllen. Globalisierung bedeutet bei der FDP die hemmungslose Ausbeutung von Entwicklungsländern, Umweltschutz ist, wenn überhaupt dann ein Marketingthema, soziale Ungleichheit wird verleugnet. Der Liberalismus der FDP meint eigentlich die Freiheit, soziale und ökologische Themen gar nicht zur Kenntnis zu nehmen und sich der Verantwortung zur Lösung derselben zu entziehen.
Für die großen Herausforderungen der Zukunft hat diese Partei nichts zu bieten als Ignoranz, Habgier und eine unterirdische politische Glaubwürdigkeit. Wann immer sie in der Versenkung verschwindet ist bei mir Feierstimmung.

@eine_anmerkung

"
Am 12. Juli 2020 um 10:00 von eine_anmerkung
Verquerte Darstellung

In Thüringen wurden die sogenannten "Etablierten" mal wieder ordentlich vorführt und man konnte einen sehr guten Eindruck von deren "Demokratieverständnis" (siehe z.B. die damalige "Merkelanweisung" aus dem Ausland zum Umgang mit dieser freien Wahl) bekommen. [...] Mir fällt gerade ein wie sich eine Dame aus der Linksfraktion daneben benahm und Kemmerich die Blumen vor die Füße warf. Ich mag keine Politiker ohne Anstad und Manieren."

Jeder, der sich Björn Höcke näher beschäftigt, weiß, daß dieser Mann - angefangen beim Redestil, bis hin zur Gestik - sich gerne bei seinen Vorbildern aus der Nazizeit bedient. Das war auch bei Kemmerichs Wahl nicht anders. Mir persönlich ist eine Politikerin, die Kemmerich die Blumen vor die Füß warf lieber, als ein Björn Höcke, der vor Kemmerich exakt den gleichen Diener machte, wie weiland Adolf Hitler vor Hindenburg beim Tag von Potsdam. Seine Fans haben das genau verstanden.

Die FDP und der nie abzuwaschende Makel von Erfurt

@ morgentau19, am 12. Juli 2020 um 12:20:

"Ob ein MP mit o. ohne Stimmen einer unerwünschten Partei zustande gekommen ist, ist letztlich einerlei."

Für SIE vielleicht! Für andere hingegen keineswegs! Sogar der FDP selbst (u.a. in Person von Herrn Lindner) und ihrer Wählerschaft (siehe seither sinkende Umfragewerte) scheint dies am Ende alles andere als "einerlei" gewesen zu sein, andernfalls wäre Kemmerich ja jetzt wohl noch im Amt, oder etwa doch nicht!?

Die MP-Farce im Thüringer Landtag hatte nicht mal ansatzweise den tatsächlichen Mehrheitswillen der Thüringer Wählerschaft vom 27.10.2019 widergespiegelt. Im Gegenteil, sie hat diese frechdreist auf den Kopf gestellt! Und genau aus diesem Grunde hatte dieser 5%-MP ohne politischen Rumpf und Regierungsprogramm auch keinerlei politischen Rückhalt . . . weder jenseits von AFD und Teilen der FDP noch bei der Mehrheit der Bürger des Freistaates TH selber, die mehrheitlich ganz klar Bodo Ramelow als MP präferiert hatten!

@Giselbert, 12:28 Uhr - Taschenspielertrick

Die Wahl in Thüringen war zunächst einmal Ländersache. Das Verfahren, welches zur Wahl geführt hat, war zunächst blamabel, da sich die etablierten Parteien von der AFD täuschen ließen. Am Ende stand aber ein Sieg für die Demokratie, da die CDU sich auf ihr Wahlversprechen besonnen hatte und auch die FDP - nach einer Bedenkzeit - dieser Haltung gefolgt ist. Wenn ich der CDU Thüringen meine Stimme gegeben hätte, wohl wissend, dass diese keine Zusammenarbeit mit der AFD pflegen wurde, wäre mein Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Partei nachhaltig zerstört gewesen. Höcke glaubte, einen Coup gelandet zu haben, dabei hatte er doch nur durch eine legitime, gleichwohl aber dreiste Täuschung den Weg für die Wahl des FDP-Mannes geebnet. Ein solcher Taschenspielertrick durfte nicht gelingen.

Kein Debakel

Kemmerich war der rechtmäßig gewählte Ministerpräsident.

Nur massive mediale Propaganda ist dafür verantwortlich, dass der gescheiterte Kandidat der Linken auf den Sessel des Ministerpräsidenten gehievt wurde.

Dass die Bundes CDU unter Merkel die Landtagsfraktion unter Druck gesetzt hat, einen Sozialisten zu wählen, ist der eigentliche Skabdal.

12:23 von friedrich peter...

"Neue liberale Köpfe mit Format braucht dies Partei."

,.,.,

Dann sollte man aber auch dazuschreiben, was neue liberale Köpfe vorschlagen müssten.

Die Schwierigkeit ist doch, dass unsere Gesellschaft an dem Punkt angekommen ist, wo "liberal" nicht selten bedeutet: die Freiheit, die Mitbürger je nach Bedürfnis mit dem Corona-Virus anzustecken.

Das heißt, diese "Freiheitlichen" verstehen nicht selten unter dem Begriff "Freiheit" Rücksichtslosigkeit.

Hinzu kommt, dass zur Zeit die Freiheit der Wirtschaft mit der Notwendigkeit, Menschen vor dem Virustod zu schützen, kollidiert.

Keine guten Zeiten für die FDP.
Das alleinige Eintreten für die Wirtschaft hat zwar schon immer inhumane Züge getragen - nun aber wäre es Inhumanität pur.

"Freiheit" muss also von der FDP neu definiert werden.
Sie MUSS auf dem Boden der Humanität stehen und die Schwierigkeit lösen, dass Freiheit der Wirtschaft nicht gegen Krankheit und Tod ausgespielt werden kann.

@12:33 von rossundreiter

"Thüringen war ein Hohn für die Demokratie.

Das weiß auch eigentlich jeder, aber wer es äußert (wie etwa Herr Kubicki), wird schnell "eines Besseren" belehrt und besinnt sich ob der eigenen Karriere."

Danke für Ihre Klarheit!
Mir wird auch Angst und Bange, wenn ich die Entwicklung in der BRD sehe. Wir stehen eine Stufe vor Erdogan. Das System hat sich völlig verwandelt.

Aber bräuchte man jetzt nicht um so mehr eine F.D.P. als Verteidigerin der "alten" demokratischen Werte vor der Macht des Faktischen und der Alternativlosigkeit?
Wäre nicht eine knallharte Opposition notwendig, in der die F.D.P. den Vorteil hätte, dass sie anders als eine AfD als traditionelle (Alt-)Partei ein hohen Vertrauensvorschuss genießt?

@teacher's (?)voice

Was Sie als "anständig" bezeichnen ist grob ungehörig. Fehlt nur noch, dass Sie als Alternative vorschlagen, jemandem einen Blumenstrauß ins Gesicht zu werfen.

Bürgerliche Freiheit

Die FDP ist die Partei der Freiheit. FDP wählen heißt Freiheit wählen.
Problem:
Es gibt die Unternehmerfreiheit, kombiniert mit Profit-Maximierung zum Wohle weniger
und es gibt die bürgerliche Freiheit für alle.
Die FDP sollte sich nicht die Unternehmerfreiheit vertreten, sondern die bürgerliche Freiheit,
das heißt
nicht die Interessen der gesellschaftlichen Führung, oder der Personen, die sich für die gesellschaftliche Elite halten sollen vertreten werden, sondern die Freiheit des Einzelnen, die Freiheit aller Bürger.
Jeder Bürger darf zum eigenen Schutz, z.B. gegen Grippe, eine Maske, Schutzbrille und Handschuhe tragen ohne gesellschaftlichen Zwängen oder Gruppenzwängen unterworfen zu sein,
keine Impfpflicht,
keine Interessenvertretung für Versicherungskonzerne,
keine Einschränkung der Bewegungsfreiheit aufgrund umweltpolitischer oder finanzieller Aspekte.

FPD

Mich wundert es eh, dass die FDP über 5% Wählerstimmen bekommen sollte.
Lindner hat keinen Kern. Weder vertritt er die Positionen der "Alt-Liberalen" noch scheint er sich irgendwelche Gedanken zum Großteil der Bevölkerung zu machen: Mehrwertsteuersenkung findet er blöd aber eine Steuersenkung fände er besser? Was ist denn die Mehrwertsteuer? Ahh, keine Gewinnbesteuerung für Unternehmen, also deshalb ungeeignet für die Wirtschaft und deshalb auch blöd.

Die FDP merkt nicht, dass viele Wirtschaftsunternehmen langsam die Kurve kriegen. Was nützt einem Fremdkapital, wenn einem die Tilgungen und Zinsen in der Hand haben? Innovation kann man weder anordnen noch managen! Aber beim Letzteren hängt die FDP einfach fest. Typisch ist das Geschreie von Lindner nach Digitalisierung. Wozu? Warum soll alles über Computer gesteuert werden und nicht mehr über Menschen, sprich, Verantwortlichkeit?
Da wo eine Förderung der Digitalität sinnvoll wäre versperrt sich Linder: die Armen. Er ist ein Schreihals

@eine_anmerkung, 10:40 Uhr

Ja, es waren "Tricksereien" der AFD Thüringen, auf welche andere hereingefallen sind. Es macht den "Hütchenspieler" aber nicht seriöser, wenn er den Einsatz kassiert und die Kundschaft bedröppelt zurücklässt. Politik lebt von Seriosität und Glaubwürdigkeit. Immerhin haben CDU und FDP weiteren Schaden für die Demokratie vermieden und sind dem Wählerwillen gefolgt. Alles andere wäre fatal gewesen.

12:28 von Giselbert

<< "aber das Bild des gratulierenden AfD-Rechtsextremisten Björn Höcke hat sich bei Wählerinnen und Wählern nun mal eingebrannt."

Als ob die Annahme einer Gratulation von jemanden mit anderer Meinung ein Stigma wäre, in welcher Zeit leben wir?<<

,.,.

In einer Zeit, in der gegen die Rückkehr der Dreißiger Jahre angekämpft wird.

@ 09:39 von schokoschnauzer

Mir fällt gerade kein, für mich persönlich, triftiger Grund ein, die FDP zu wählen. ...
Das Debakel von Thüringen hat natürlich auch offenbart, wer in diesem Staat „die Hosen“ an hat.

Liebe schokoschnauzer, Sie liefern den triftigen Grund doch gleich mit:

Gerade um ein Korrektiv zu bilden zu den verkrusteten Machtstrukturen der aktuellen Regierung ("die Hosen an") braucht es für die nächste Legislaturperiode einen liberalen Partner.
Ich - ebenfalls natürlich nur persönlich - sähe äußerst ungern eine grün-schwarze Regierung ohne ein solches Korrektiv vier Jahre an der Macht.

Es ist halt so:

Alles was nicht links ist, wird in den Medien als schlecht dargestellt.

Die desaströse Agenda 2010 Politik der SPD und Grünen wird dagegen nicht thematisiert.

Dass es die Grünen sind, die den Strompreis exorbitant in die Höhe getrieben haben, um ihrer besserverdienenden Klientel satte Renditen für ihre Photovoltaik Anlagen zu bescheren - geschenkt.

@Am 12. Juli 2020 um 09:56 von oooohhhh

Oh, danke für ihre Erwähnung. Das ist mir auch aufgeschlagen.

Als ob es allein Hopp oder Topp gibt. Die meisten Deutschen wollen nach meiner Kenntnis eher genau das Mittelding: die wichtigen Bedürfnisse, also Grundbedürfnisse, in staatlicher Hand, weil dann (in einer Demokratie) kontrollierbar und der Rest frei.

Der fatale Handschlag von Erfurt

@ Giselbert, am 12. Juli 2020 um 12:28:

"Außerdem (jeder kann sich da mal selbst beobachten) wenn mir jemand die Hand reichen möchte, reiche ich sie schon fast automatisch zurück."

Das ist dann wohl Ihr eigenes Problem bzw. müssen Sie mit Ihrem eigene Gewissen ausmachen! Es gibt zum Glück immer noch Menschen mit Rückgrat und Gewissen, die damit nicht so freigiebig und fahrlässig umgehen und um die ggf. fatale politische Symbolik wissen (siehe als Beispiel die Eisenacher Oberbürgermeisterin, die Neonazis im Rat der Stadt ganz bewusst den Handschlag verweigert). Von Heinrich Heine stammt die schöne Äußerung, dass er sich lieber die Hand abhacken oder diese ins Feuer halten würde, anstatt . . .

Weil die CDU CSU früher konservativ war,

.. brauchte man die liberalere(!) FDP im Bundestag!

Möge mir doch bitte jemand einmal mitteilen, in welchem Bereich die CDU CSU heutzutage immer noch so dermaßen konservativ ist, das man eine zusätzliche(!) liberalere Partei wie die FDP heutzutage überhaupt noch irgendwie benötigt?

man muss nun mal zur Kenntis nehmen...

dass 35 % der Wahlberechtigten das schwarz-rot-grüne Wohlfühlallerlei zu tiefst ablehnen - und das wird sich auch durch eindreschen auf gelb-blau nicht ändern

@Sausevind

"
Am 12. Juli 2020 um 12:55 von Sausevind
12:23 von friedrich peter...

"Neue liberale Köpfe mit Format braucht dies Partei."

,.,.,

[...]

Die Schwierigkeit ist doch, dass unsere Gesellschaft an dem Punkt angekommen ist, wo "liberal" nicht selten bedeutet: die Freiheit, die Mitbürger je nach Bedürfnis mit dem Corona-Virus anzustecken.

Das heißt, diese "Freiheitlichen" verstehen nicht selten unter dem Begriff "Freiheit" Rücksichtslosigkeit.

[...]

Keine guten Zeiten für die FDP.
Das alleinige Eintreten für die Wirtschaft hat zwar schon immer inhumane Züge getragen - nun aber wäre es Inhumanität pur.

"Freiheit" muss also von der FDP neu definiert werden.
Sie MUSS auf dem Boden der Humanität stehen und die Schwierigkeit lösen, dass Freiheit der Wirtschaft nicht gegen Krankheit und Tod"

Genau das, was ich mit meinem Post von 12:24 Uhr meinte. Diese FDP gab es schon mal, unter Walter Scheel. Rückbesinnung wäre angesagt.

Früher war manchmal doch was besser.

Wie oft waren die von der FDP

Wie oft waren die von der FDP schon totgesagt und immer wieder entstanden Situationen, die diese Partei in Regierungsverantwortung als Zünglein an der Waage spülte. Bei der derzeitigen politischen Lage, könnte ich mit gut vorstellen, dass es bald wieder zu solchen “Zuständen“ kommen wird.

@ um 09:10 von vweh

"Als es um das Regieren ging hat sich die FDP ganz schnell verkrümelt.
Das merkt man sich."
.
Habe ich mir gemerkt.
Dafür kann man der FDP nur dankbar sein, sonst wären jetzt Grüne in der Regierung.
Womöglich eine Frau Baerbock, ein Herr Hofreiter und ein Herr Habeck.
Ich habe mir auch die "mit uns keine GROKO mehr"-Partei gemerkt. Und die Äußerungen des Spitzen-Duos.

Wesentliche Elemente verloren

Die FDP hat für mich wesentliche Elemente verloren. Zum einen war die FDP (vor Westerwelle) die Partei für die Soloselbsttändigen und Kleinunternehmen. Die hat die Partei völlig fahren lassen. Und das andere ist, daß die sozialliberale Philosophie völlig abhanden gekommen ist, sogar ganz im Gegenteil, Linder verssuchte im rechten Lager zu fischen, was er aber dann doch sein ließ, aber die Überlegung war da.
Und bei den Koalitionsverhandlungen zur Bundesregierung hatte ich das Gefühl, daß Herr Kubicki lieber einen medienträchtigen Strafprozeß führen wollte, als Koalitionsverhandlungen zu führen. Die Causa Thüringen war völliger Blödsinn, was hat das Lindner geritten?

Für mich die größten Probleme der FDP. Mir wäre Lambsdorff lieber als Vorsitzender.

13:00 von Adeo60

Immerhin haben CDU und FDP weiteren Schaden für die Demokratie vermieden
und sind dem Wählerwillen gefolgt.
.
versuchen 23 % der Wähler kalt zu stellen
wenn sie das unter Demokratie verstehen

@teachers voice/eine_anmerkung

"...Ich auch nicht, aber gerade deshalb würde ich nicht so (vor)schnell über den Stil der „Dame aus der Linksfraktion“ urteilen.
Kemmerich hatte gerade das genaue Gegenteil von politischem „Anstand und Manieren“ gezeigt und die Geste von Susanne Hennig-Wellsow kann man getrost auch als sehr subtile und damit „anständige“ Form der Missachtung betrachten. "

Es war nicht nur eine subtile Art der Missachtung, sondern es war sogar noch eine sehr zurückhaltende Geste von Susanne Henning-Wellsow.

Einige Tage nach dieser Wahl schilderte Sie bei Markus Lanz, warum Sie in dieser Form protestierte. Glaubt man Ihr - und ich hatte keine Zweifel - war Sie mehrfach von AfD-Abgeordneten, sei es im Aufzug oder in der Caféteria - auf äußerst subitle Art unverhohlt bedroht worden, in einer Sprache, die äußerlich höflich schien, mit einem süffisanten Lächeln ("Wir sollten uns mal zum Kaffee treffen, dann können wir uns unterhalten") aber als Drohung gemeint war ("unterhalten").

@Einfach Unglaublich

Merkel hat an den Wählerwillen erinnert, der ganz klar gegen eine Zusammenarbeit mit der AFD war. Sie handelte daher genauso, wie man es von der Demokratie erwartet. Demokratie braucht nun mal keine "Hütchenspieler" ...

@ 13:01 von Sausevind

12:28 von Giselbert
<<
Als ob die Annahme einer Gratulation von jemanden mit anderer Meinung ein Stigma wäre, in welcher Zeit leben wir?<<

@ 13:01 von Sausevind
"In einer Zeit, in der gegen die Rückkehr der Dreißiger Jahre angekämpft wird."

Achso, dies legitimiert Ihrer Meinung nach auch Stigmatisierung?

Unabhängig davon hinkt Ihr Vergleich doch sehr, hat doch die politische Landschaft und Rahmenbedingungen so gar nichts mit den Dreißigern zu tun.

Thüringen

Also erstmal vorweg - den Satz vom „rückgängig machen der Wahl“ finde ich auch fragwürdig. Eine Wahl ist erst mal eine Wahl. Einen Blumenstrauß vor die Füße zu werfen ist extrem unhöflich. Ist zwar amüsant zu sehen, aber bei genauerem Nachdenken keine gute Idee. Außer man bucht es unter „weniger Langeweile im Parlament“ ab.

Aber mal ernsthaft - glaubt irgendwer, es hätten der FDP und dem Land Thüringen gut getan, wenn Herr Kemmerich erst lange versucht hätte eine Regierung zu bilden? Und welche wäre das gewesen? Eine Minderheitsregierung aus CDU und FDP, die auf die Stimmen der AfD angewiesen sind, weil die anderen das sicher nicht unterstützt hätten.
So was hätte der FDP im Rest der Republik auch keine Stimmen gebracht.
Und 27% der Stimmen im Parlament sind kein „Volkswille“. Außer man glaubt ernsthaft, eigentlich wolle das Volk die AfD, traut sich nur nicht.
Außer natürlich, die AfD definiert „Volk“ anders.

Wenn individuelle Freiheit in Egoismus umschlägt

@Jean12345, 12. Juli 2020 um 12:58

Ich muss Ihnen leider sagen: Das, was Sie uns hier als "Freiheit des Einzelnen bzw. des Individuums" (die ich grundsätzlich befürworte!) verkaufen wollen, ist leider eine Freiheit auf Kosten anderer! Beispiel: Impfverweigerung! Hier sind nämlich ggf. nicht nur ausschließlich Ihre persönlichen Interessen tangiert, sondern werden auch die Individualrechte anderer Menschen (in diesem Fall auch meiner!) ggf. negativ beeinflusst. So etwas hat allerdings nichts mehr mit der Verteidigung individueller Freiheit(en) zu tun, wie z.B. bei der Unternehmerfreiheit. Das ist dann schlicht und ergreifend EGOISMUS auf Kosten (z.B. der Gesundheit) anderer! "Freiheit des Einzelnen" klingt natürlich einfach nur so viel besser und vor allem: nicht so unschön u. kaltherzig.

Re: Jean12345 am 12. Juli 2020 um 12:58

"Freiheit" ist überhaupt ein viel breiterer Begriff als uns manche, gerade in letzter Zeit, weismachen wollen. Und es stellt sich die Frage, ob man ihn so allein stehen lassen und als oberstes Gut betrachten kann. Denn die Freiheit des einen ist sehr oft die Unfreiheit des anderen. Wenn man wirklich ein Maximum an Freiheit für alle will, muss man dann nicht z.B. den Begriff "Gerechtigkeit" gleich hoch bewerten? Nicht umsonst relativieren und bedingen sich die im Grundgesetz garantierten Grundrechte gegenseitig. Und so kann es eben auch im Sinne der Freiheit und Gerechtigkeit sein, wenn z.B. alle eine Maske tragen müssen, denn jeder hat auch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, und wir alle haben Interesse daran, dass diese Pandemie möglichst schnell und effektiv und mit möglichst geringen Schäden beendet werden kann. Auch wenn es manchen Individuen momentan gerade unbequem erscheinen mag und sie aus selbstgerechten Gründen glauben auf Einschränkungen verzichten zu können.

13:00 von Adeo60

Politik lebt von Seriosität und Glaubwürdigkeit
.
wenn dem so wäre
wäre Politik schon lange tot

Alle, die ein zu starkes

Alle, die ein zu starkes Gewicht der Grünen in der wahrscheinlichen nächsten schwarz/grünen Regierungskoalition vermeiden wollen, sollten sich genau überlegen, inwieweit es sinnvoll ist, ein freiheitlich liberales Korrektiv im Bundestag zu haben. Auch eine Dreier-Koalition könnte " grüne Auswüchse " abmildern.

Am 12. Juli 2020 um 12:09 von zerocool76

wobei ich mich bis heute frage, was die FDP dort "verbrochen" haben soll.

Sie haben Recht.
Nichts.

Es wird gerne vergessen, dass Herr Kemmerich vorher von Herrn Ramelow gebeten wurde, sich zur Wahl zu stellen. Was er in der Sendung von Frau Maischberger auch ungern zugegeben hat.

„als er am Morgen der Ministerpräsidentenwahl zu ihnen(FDP) zu einer Diskussion gekommen sei. Dort habe er FDP-Mann Thomas Kemmerich sogar für sein Antreten im dritten Wahlgang gedankt.“

Vor den laufenden Kameras hat er sich dann entrüstet, entrüstet.

Polit Show eben.
Das haben alle gesehen, die Sendung von Frau Maischberger nur wenige.

Und „Bodo Ramelow stimmt für AfD-Landtagsvize“ interessiert doch auch niemand.

um 10:40 von teachers voice

>>"Ich auch nicht, aber gerade deshalb würde ich nicht so (vor)schnell über den Stil der „Dame aus der Linksfraktion“ urteilen.
Kemmerich hatte gerade das genaue Gegenteil von politischem „Anstand und Manieren“ gezeigt und die Geste von Susanne Hennig-Wellsow kann man getrost auch als sehr subtile und damit „anständige“ Form der Missachtung betrachten."<<

Ich denke wenn man meinen Eingangskommentar und Ihren Antwortkommentar liest kommt man sehr schnell zu Auffassung das wir Beide verschiedene Auffassungen von "Anstand und Stil" haben? Der geneigte Leser möge entscheiden was für ihn zutreffender ist? Die Größe eines politischen Gegners erkennt man daran wie er mit Niederlagen umgeht. Wenn Ihre linke Dame Ihre Wurzeln in der Antifa oder SED-Nachfolge hat (was ich nicht weiss) könnte das Ihr Verhalten noch erklären. Gutfinden im Sinne von Anstand und Stil würde ich es trotzdem nicht.

Wie bei kaum einer anderen

Wie bei kaum einer anderen Partei in Deutschland sind die Interessen und Ziele der FDP klar umrissen und man kann sich darauf verlassen, dass sich da grundsätzlich nichts ändert. Die paar Prozente Wähler, die davon profitieren, wissen genau, was sie davon haben. Die FDP-Führung und die aktiven Mitglieder wissen, was dies bedeutet und sie haben gelernt, über die Jahrzehnte damit umzugehen, dass sie stets um die 5% tänzeln müssen. Ist kein Problem, solange es nicht an die Existenz geht. Die Parteistrukturen sind nicht gefährdet. Ebenso kann sich die Zielgruppe der Partei darauf verlassen, dass ihre Interessen (Freiheit und Profitabilität) auch von andren Parteien (CDU, CSU, SPD, Grüne) mitbesorgt werden. Die FDP ist nur ein zusätzliches Instrument. In der Not wird ihr immer geholfen werden. Selbst wenn die Grünen immer gelber werden, die Interessenten halten sich gerne mehrere Optionen offen.

12:41 von Sausevind

Ich denke, ein bisschen weniger primitive Argumentation könnte - vor allem der AfD - nicht schaden.
.
"... und ab morgen kriegen sie in die Fresse"
so in der Art ?

@Sausevind, 13:01 (re 12:28 von Giselbert)

>> in welcher Zeit leben wir? <<

Ihre Antwort darauf: „In einer Zeit, in der gegen die Rückkehr der Dreißiger Jahre angekämpft wird“

Exakt. Danke übrigens auch für Ihre Antwort vorgestern auf meinen Kommentar unter der Meldung „Warum Deutschland die Krise besser bewältigt“.
„Global denken, lokal handeln“: Genau das meine ich.

um 13:26 von dr.bashir

>>"Aber mal ernsthaft - glaubt irgendwer, es hätten der FDP und dem Land Thüringen gut getan, wenn Herr Kemmerich erst lange versucht hätte eine Regierung zu bilden? Und welche wäre das gewesen? Eine Minderheitsregierung aus CDU und FDP, die auf die Stimmen der AfD angewiesen sind, weil die anderen das sicher nicht unterstützt hätten."<<

Ich fand Ihren ersten Eingangabsatz sehr gut und mit dem Folgenden, oben von mir zitierten, machen Sie meiner Meinung nach alles wieder kaputt, folgendes. Was Viele nicht gerne hören ist die Tatsache das die AfD in den Länderparalamenten vielfach eine sehr gute Basisarbeit im Sinne der deutschen Bürger macht. Warum nicht an diese Arbeit anknüpfen oder wo brauchbar, diese Einbinden? Warum hat man es nicht einfach mal versucht mit einer Minderheitsregierung zu arbeiten? Andere Länder haben mit Minderheitsregierungen durchaus gute Erfahrungen gemacht weil da die Bedürfnisse der Bürger eine stärkere Berücksichtigung finden.

@Giselbert

"
Am 12. Juli 2020 um 13:23 von Giselbert
@ 13:01 von Sausevind

12:28 von Giselbert
<<
Als ob die Annahme einer Gratulation von jemanden mit anderer Meinung ein Stigma wäre, in welcher Zeit leben wir?<<

@ 13:01 von Sausevind
"In einer Zeit, in der gegen die Rückkehr der Dreißiger Jahre angekämpft wird."

Achso, dies legitimiert Ihrer Meinung nach auch Stigmatisierung?

Unabhängig davon hinkt Ihr Vergleich doch sehr, hat doch die politische Landschaft und Rahmenbedingungen so gar nichts mit den Dreißigern zu tun."

Nö, der Vergleich hinkt überhaupt nicht. Bei einem Kemmerich, der sich von einer Partei wählen ließ, die sich die Rückkehr in die 30er geradezu herbeisehnt, ist dieser Vergleich sogar äußerst angebracht.

13:23 von Giselbert

<<< @ 13:01 von Sausevind
12:28 von Giselbert
<<
Als ob die Annahme einer Gratulation von jemanden mit anderer Meinung ein Stigma wäre, in welcher Zeit leben wir?<<

@ 13:01 von Sausevind
"In einer Zeit, in der gegen die Rückkehr der Dreißiger Jahre angekämpft wird."

Achso, dies legitimiert Ihrer Meinung nach auch Stigmatisierung? <<<

Vorhin schrieben Sie noch "als ob" es ein Stigma wäre.
Und jetzt plötzlich ist es für Sie ein Fakt geworden?

......

"Unabhängig davon hinkt Ihr Vergleich doch sehr, hat doch die politische Landschaft und Rahmenbedingungen so gar nichts mit den Dreißigern zu tun."

,.,.,

Eben. Ich schrieb ja auch, dass viele gegen eine Rückkehr der Dreißiger Jahre ANKÄMPFEN.
Björn Höcke, den Sie zitiert hatten, kann diese Rahmenbedingungen eben auch nicht schaffen.

@ 12:09 von zerocool76

"......., wobei ich mich bis heute frage, was die FDP dort "verbrochen" haben soll."
.
Womöglich einen Ultra-Linken verhindert.
Das geht gar nicht.

@Martin Vomberg, 13:26

Ich berufe mich auf die Freiheit der Badener von 1848.

um 13:18 von Anderes1961

>>"Einige Tage nach dieser Wahl schilderte Sie bei Markus Lanz, warum Sie in dieser Form protestierte. Glaubt man Ihr - und ich hatte keine Zweifel - war Sie mehrfach von AfD-Abgeordneten, sei es im Aufzug oder in der Caféteria - auf äußerst subitle Art unverhohlt bedroht worden, in einer Sprache, die äußerlich höflich schien, mit einem süffisanten Lächeln ("Wir sollten uns mal zum Kaffee treffen, dann können wir uns unterhalten") aber als Drohung gemeint war ("unterhalten")."<<

Was ich aber für nicht tolerierbar halte waren die massiven persönlichen Drohungen Ihrer Linken gegen die Person Kemmerich und seiner Familie die daraufhin Angst um Ihr Leben haben mussten und unter Polizeischutz gestellt wurden. Das geht für mich eindeutig zu weit und dagegen Ist das was Sie da schildern Kinderkram.

um 12:57 von Einfach Unglaublich @teacher's (?)voi

"Was Sie als "anständig" bezeichnen ist grob ungehörig. Fehlt nur noch, dass Sie als Alternative vorschlagen, jemandem einen Blumenstrauß ins Gesicht zu werfen."

———————

Das wäre sehr Schade für die Blumen. Und welches Gesicht? Das hatte der Fast- Ministerpräsident, dessen Name ich schon vergessen habe, doch längst verloren. Jedes Mal, wenn ich die gehemmten Machtergreifungsträume vor mir habe, wenn ich die Zuschriften von AFDP - Promotern lese, muß ich mir immer gleich die Frage stellen:

Wer will mit diesen Leuten eigentlich zusammenleben, die ausser Kameradschaft, Nationalstolz (oder besser nationale Identifikation und Überheblichkeit) und Hass auf alles Fremde nichts zusammenhält? Das ist eine ernsthafte Frage. Was macht die AfD am 2.Tag? Da ist die FDP wenigstens ein bißchen lebensfreundlicher und flexibler aufgestellt, wenn es genug Kohle dafür gibt. Ansonsten wüsste ich aber auch nicht, welchen Daseinszweck eine Geld - ist - geil Sekte hat. Dafür braucht es doch keine Partei.

Warum ich die FDP wähle

Ganz einfach, die FDP hat meines Erachtens gute Konzepte in ihrem Parteiprogramm.
Eine Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes, d. h. die Ausweitung des Emissionshandels auf alle Sektoren und absolute Begrenzung der Zertifikate, würde Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und einen freien Lebensstil vereinen. So ein ordoliberales Konzept wäre zudem deutlich effizienter als die "Planwirtschaft" der Bundesregierung mit massiver Subventionierung einzelner Technologien mit dem Risiko von Fehlinvestitionen (bsp. die absurd hohe Förderung von E-Autos, die in keinem Verhältnis zu eingesparten THG steht).

Sowohl Abbau der dt. Bürokratie als auch Digitalisierung der Verwaltung traue ich nur der FDP wirklich zu. Auch das Migrationskonzept mit Einwanderungsgesetz halte ich für einen mehrheitsfähigen Kompromiss.

Woran es der FDP mangelt, sind sozialpolitische Themen. Auch steuerliche Entlastung der Mittelschicht sollte die FDP priorisieren. Dann wird das Wahlergebnis auch wieder zweistellig.

13:20 von Adeo60

Merkel hat an den Wählerwillen erinnert
.
repräsentiert die Frau Merkel den Wählerwillen in Thüringen ?
oder steht sie nicht eher für ihren Machterhalt in Berlin

Fertig denken !

ich weis nicht wie sie volkswillen definieren ?
aber 27 % ist da schon eine größe, und das mit der demokratie ist hier wohl auch schon gleichgeschaltet,
wenn das ergebnis nicht passt dann machts hald jemand anderes sowie (von der leyen) demokratie kann auch minderheiten weh tun auch wen die die wahrheit gepachtet haben, stell dir vor wir haben fünf parteien dann könnte
die mit 27 % die stärkste sein ? auch bei corona gilt
wer will schützt sich und ander den auch minderheiten sind
schutzbedürftig,aber die richtung giebt immernoch die
mehrheit vor. und das mit den masken haben hier immer
noch viele nicht verstande, ein artest benötigt keine
vorerkrankung, ärzte haben einen eid zum schutz der menschen und derer gesundheit geleistet.
und der gebrauch ist hald nunmal für den träger ungesund
und wer glaubt seine maske währe nur für den anderen,
hat bei der einen oder anderen vorlesung geschlafen.

"Mit welchen Stimmen Kemmerich gewählt wurde, ist in keinster Weise erwiesen."

Nun ja, in jedem Fall mit denen der AfD. Das steht zweifelsfrei fest.

"Genauso ist nicht erwiesen, mit welchen Stimmen Ramelow gewählt wurde."

Auf Stimmen der AfD war er im Gegensatz zu Herrn Kemmerich jedenfalls nicht angewiesen.

"Und nein, ich bin kein Afd-Wähler, sympathisiere mit dieser Partei in keinster Weise und stehe inhaltlich Herrn Ramelow sicherlich näher als Herrn Kemmerich."

Warum verteidigen Sie dann einen MP, der mit seiner 5% Partei nur dann hätte regieren können, wenn er die volle Unterstützung der AfD bekommen hätte? Und das obwohl seine Partei jegliche Zusammenarbeit mit der AfD abgelehnt hat?

Der einzige Hohn für die Demokratie in Thüringen war die Aussage von Herrn Kemmerich: "Ja, ich nehme die Wahl an."

Die Schmach von Erfurth ...

... klebt wie Pech an den Füßen der FDP. Die Schande sich von der AFD am Nasenring durch den thüringer Landtag führen zu lassen, wird die Partei sobald nicht los. Kritische Wähler der Mitte haben der FDP den Rücken gekehrt.

@Martin Vomberg, wir haben ja eine tolle Grundregel in unserer Straßenverkehrsordnung, diese Grundregel hat eine grundsätzliche Mustergültigkeit für jede Gemeinschaft, ob Partnerschaften, Staaten, für alle Menschen:

Die Teilnahme am Straßenverkehr (Leben) erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
Wer am Verkehr (Leben) teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Regeln sind für das Leben in einer Gemeinschaft unverzichtbar. Ständiger Regelbruch bricht die Gemeinschaft. Beispiele gibt es genug!

Aber ..Demokratie in Krisenzeiten (... und die FDP kommt gar nicht vor!):

https://www.dw.com/de/corona-und-grundrechte-was-darf-der-staat/a-52824118

Das Beispiel Thüringen zeigt,...

... und wer hat hier (nicht) zugestimmt?!
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/media/
766580B8C73AB8569E037DAEDB9DAD49/bgbl120s1385_78610.pdf

@ 13:26 von dr.bashir

"Eine Minderheitsregierung aus CDU und FDP, die auf die Stimmen der AfD angewiesen sind, weil die anderen das sicher nicht unterstützt hätten.
So was hätte der FDP im Rest der Republik auch keine Stimmen gebracht."
.
Jetzt haben wir in Thüringen eine Minderheitsregierung aus der Nachfolgepartei, SPD und Grünen.
Die eine Unterstützung von CDU und FDP einfordern.
Das hat die FDP "im Rest der Republik" weiter gebracht?
Da glaube ich ja mal das genaue Gegenteil....

nach Corona gilt nicht mehr...

was vor Corona Allgemeinplatz war - Maskenpflicht, Zwangsquarantäne, Bewegungsverbot, Gesundheitsausweis - sind die neuen Themen - und das ist die Chance der FDP hier gegen den Mainstream der "Vernünftigen" zu punkten

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