Ihre Meinung zu: Coronavirus: Warum Deutschland die Krise besser bewältigt

10. Juli 2020 - 21:57 Uhr

Deutschland hat die Corona-Krise bisher besser gemeistert als viele andere Staaten. Ausgerechnet das föderale System könnte ein Faktor sein - doch das allein ist es nicht. Von Gábor Paál und Dirk Asendorpf.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.4
Durchschnitt: 3.4 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Danke! Bundesregierung!

///
*
*
... ein einfach nicht zu unterschätzender Faktor ist unsere Bundeskanzlerin Merkel, die mit ihrer ruhigen, unaufgeregten Arbeitsweise die richtigen und wichtigen Entscheidungen trifft!
*
... Situationen wie diese zeigen, wer nur heiße Luft produziert - und wer wirklich Führungsqualitäten hat!
*
... schade, dass so viele das nach wie vor nicht verstehen können ...
*
... oder wollen ...

Wir sind besser vorbereitet

um gegen das Corona Virus entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
#
"" Völlig unterschätzt wurden aber vor allem die politisch-gesellschaftlichen Strukturen eines Landes. Dazu gehört der Sozialstaat: Deutschland zum Beispiel kennt so etwas wie Kurzarbeit, und es gibt Regeln dafür. Das habe in der Krise sehr geholfen, um schnell wirksame Maßnahmen wie die Kontaktverbote einzuführen, sagt der Bielefelder Soziologe Michael Huber im Podcast von SWR2""
#
Ich bin froh in diesem Land leben zu dürfen.

Bewährtes Krisenmanagement der Regierung

Deutschland steht in einem internationalen Ranking der Staaten, die die Corona-Krise am besten gemeistert haben, auf Platz 2. Dies hat sicherlich eine Ursache im erfolgreichen Krisenmanagement der Bundesregierung. Kanzlerin Merkel hatte die Bürger deutlich auf die Gefahren hingewiesen und klare Verhaltensmaßnahmen kommuniziert (Mindestabstand, ergänzend Maskenschutz). Zudem bestand eine enge Zusammenarbeit mit Experten verschiedenster Fachbereiche und mit den Ministerpräsidenten. Man hatte schließlich auch einen zeitlichen Vorsprung und sah, welche Fehlentwicklungen u.a. in Italien abliefen. Ein weiterer Pluspunkt war unser Gesundheitssystem, das sich in dieser epochalen Krise bewährt hat, die Fachkompetenz im medizinischen und Pflegebereich, die sparsame Haushaltspolitik der letzten Jahre und die Einsicht der Bürger. Gut, in Deutschland zu leben.

Echt??

Was Instrumentarien wie föderale (oder vielmehr regionale) Strukturen oder Kurzarbeit betrifft, stimme ich zu.

Ansonsten muss ich fragen: Wovon redet der Mann? Wo wird diese Krise in Deutschland gut bewältigt? Ist das denn schon im Ansatz abzusehen? Weiß der Verfasser, was in den Familien los ist und was die Folgen sind? Was bei den Selbständigen und Freiberuflern los ist und was die Folgen sind?

Und auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen:

Ich glaube nicht, dass die psychosozialen Folgen in "lockereren" Ländern wie Schweden, GB oder Brasilien genauso schwerwiegend sein werden wie in Deutschland!

US Amerikanische Institute

überschätzen die USA und Großbritannien schon immer sehr gerne. Es herrscht dort das Gefühl der Unbesiegbarkeit - was allerdings wohl aus der Historie kommt und wenig mit der Gegenwart zu tun hat.
Wie jemand darauf kommt, dass kaputte Gesundheitssysteme mit einer Pandemie fertig würden, ist für mitdenkende Menschen wohl nur schwer nachzuvollziehen. Das Gesundheitssystem Großbritanniens war mit der letzten Grippewelle ja schon völlig überfordert und ließ zahlreiche Menschen ohne Behandlung verrecken. In den USA gibt es eine ordentliche Behandlung nur für etwa 30% der Bevölkerung - jene, die eine komplette Krankenversicherung haben. Der Rest kann sich ohnehin nicht alle Behandlungen leisten. Selbst wenn man die Kosten in dem Augenblick auf 0 reduzieren würde, gäbe es nicht genügend Betten.
Nicht umsonst reisen viele USA Amerikaner nach Kuba und in andere Länder, um sich dort kostenlos versorgen zu lassen.
Das Deutsche Gesundheitssystem ist insgesamt recht gut und steht allen offen.

Nicht alles kann in der

Corona Krise sofort geregelt werden.Dazu sind viele verschieden Parameter zu beachten. Ich glaube aber wir in D. haben es dankt einer behutsamen Politik von Frau Merkel bislang ganz gut gemeistert.

Wer hätts gedacht?

Wo sind denn jetzt die ganzen Meckerer, die sogar die Vorzüge einer Diktatur gegenüber Deutschland gelobt haben, weil dort einfach mal schnell von oben angeordnet werden konnte dass das Virus ab sofort als besiegt zu gelten habe?

Wo sind die ganzen Marktfreunde, die sich so sicher waren das der ganz ganz freie Markt einfach alles regelt, und der Sozialismuskommunismus mit Krankenversicherung und Sozialleistungen in Deutschland uns alle direkt in den Abgrund führen würde?

Wo sind die besorgten Bürger, die gleich festgestellt haben das die Bundesregierung komplett versagt hat, während Trump und Putin als einzige richtig gehandelt haben und das einzig Entscheidende (Grenzen dichtmachen) getan haben?

Da kann man nur sagen: Danke Merkel!!!! xD

„Zentralismus“ verhindert situationsgerechtes Handeln

Lokale Institutionen mit echter Handlungsfreiheit bzw. eigenen Entscheidungsbefugnissen „auszustatten“, so dass sie tatsächlich effektiv und „punktgenau“ den unterschiedlichen Gegebenheiten und Erfordernissen „vor Ort“ entsprechend angemessen reagieren können, zahlt sich offensichtlich aus. Und geeignete Vorkehrungen zu treffen damit keiner aus Gründen der Existenzsicherung gezwungen ist, sich dem Virus auszusetzen („Sozialstaat“), auch.

Tatsächlich „zentral“ ist dagegen die reibungslose Kommunikation und der "durchgehende" bzw. ungehinderte Austausch zwischen all diesen „lokalen Institutionen“, um ü b e r a l l die Funktionsfähigkeit "übergreifender" bzw. "übergeordneter" Projekte (und die Möglichkeit zur demokratischen Abstimmung dortselbst über die) zu gewährleisten.

Wie anhand der Beispiele anderer Länder im Artikel anschaulich dargelegt, „fehlt [andernfalls] gewissermaßen das Instrumentarium“, um mit unterschiedlichen lokalen Erfordernissen situationsgerecht umgehen zu können.

Föderalismus

Jetzt muss ich tatsächlich in diesem Punkt möglicherweise doch noch umlernen:

der Föderalismus hat, wie der Artikel mir glaubhaft vermittelt, mit entscheidend dazu beigetragen, dass die Corona-Krise bisher so gut bewältigt wurde.

Denn man konnte REGIONAL präzise mit Lockerung und Aufhebung der Lockerung reagieren und gewann dadurch leichter die Akzeptanz der Bevölkerung: da die nicht betroffenen Regionen nicht automatisch mit reingezogen wurden.

Bisher war ich für die Aufhebung unseres Föderalismus, vor allem in der Schulpolitik.
Das muss ich jetzt hinterfragen.

@22:38 von rossundreiter

„Ich glaube nicht, dass die psychosozialen Folgen in "lockereren" Ländern wie Schweden, GB oder Brasilien genauso schwerwiegend sein werden wie in Deutschland!“

Vielleicht haben Sie Recht: Wer leidet schon unter psychosozialen Problemen, wenn er tot ist.

Das Kriesenmanagement unserer Regierung

war bisher einfach hervorragend. Großen Dank auch an unsere Kanzlerin, den Gesundheitsminister und dem bayerischen Ministerpresidenten, die große Verantwortung auf sich genommen und schwere Entscheidungen getroffen haben.

"Spitzenreiter & Schlusslichter"

Und der Rest der Welt:
Als "Mittelfeld in Prävention" eingeschätzt.

Spitzenreiter: USA / CAN.
GB / FRA / SWE / FIN.
Australien / Südkorea / Thailand.
Alle die 9 als solche klassifizierte Länder.

Schlusslichter (u.a.):
Belize / Guayana / kein Land in Europa.
Viele in Afrika (± 50% aller).
Jemen / Turkmenistan / Afghanistan / Nordkorea / Papua-Neuguinea.

Außergewöhnlich erstaunlich, dass USA / GB zu den am meisten betroffenen Ländern gehören. Trotz der außergewöhnlich verharmlosend-planlosen Einstellung der beiden Regierungschefs. Auch in SWE "sehr mau" das Ergebnis bzgl. rel. Zahl der Toten.

Asien bleibt in der Betrachtung im Artikel (wie fast immer zu Corona) "Terra Incognita". S-KOR / THAI scheinen aber theoretische Voraussetzungen auch effektiv umzusetzen.

Viele "Schlusslicht"-Länder mit kaum Corona-Fällen.
Weil oft sehr abgelegen.

Neben DEU steht JAP gut da.
Nicht 16 BL, aber 47 Präfekturen. Viel mehr föderal als DEU.
Wer versteht, dies zu nutzen, "ist sehr weit im Vorteil".

@rossundreiter

Die psychosozialen Folgen ???

Brasilien dürfte schwerer betroffen sein, da die sozialen Strukturen durch die Armut im Land eh angeschlagen sind deutlich und die folgen für betroffene deutlich härter ausfallen.

GB ist schon vorbelastet durch den Streit um leave or stay, was auch tiefe Spuren in der Psyche der Menschen hinterlässt.

In Schweden stellt man sich gerade unangenehme Fragen, denn tote Verwandte zwingen dazu, sich mit dem lockeren Kurs auseinander zu setzten. Auch das dürfte folgen haben.

Und falls sie mal die Gelegenheit haben, sich mit Spaniern, Italienern oder Portugiesen zu unterhalten: Es geht deutlich schlechter. Deutschland hat irgendwie einen sehr guten Weg hinbekommen, und dafür sollte man dem Schicksal danken.

um 22:38 von rossundreiter

"Ich glaube nicht, dass die psychosozialen Folgen in "lockereren" Ländern wie Schweden, GB oder Brasilien genauso schwerwiegend sein werden wie in Deutschland"

Das glaube ich auch nicht. Zumindest in Brasilien muß man nicht auf Folgen warten. Da ist man mittendrin und "locker" sind ja auch Viele in den USA. Wenn da mittlerweile 70% aller Wähler finden, das der Zug der Nation in die falsche Richtung fährt, können Sie davon ausgehen, daß der Druck hierzu auch aus dem inneren der gesamten sozialen Zusammenhänge kommt. Hier kann und wird nur ein Verhältnismaß im internationalen Vergleich abgefeiert werden. Für sich genommen sind die ersten 3 Wochen peinlich und der mangelnde Wille, aus den Skandalen um die Schweinemast, stellvertretend für die konsequente Ausbeutung durch den blinden Wirtschaftliberalismus, eine blanke Herausforderung für das Virus, hier dauerhaft Urlaub zu nehmen. Psychosozial hat sich die Republik bisher gut geschlagen. Viel Geduld, viel Verstand. Es gab auch Vorbilder.

22:57 @ ksl330

Wir haben in D Ihrer Meinung nach
"... Sozialismuskommunismus ..." ?

Das ist mir völlig entgangen.

Zu dem Rest Ihres Kommentares schreibe ich nur soviel - er ist unausgewogen.
Diese Art zu diskutieren kenne ich allerdings, nicht überzeugend.

Lesen Sie das Vorgänger-Thema zu Masken und Todesfälle und denken mal darüber nach.

Erstaunliche Einschätzungen

Ja, wir haben ein nicht allzu schlechtes Sozialsystem. Man kann sicher sagen, aus Sicht vieler Länder beschwert man sich auf hohem Niveau. Man muss aber auch sagen, die echten Katastrophen kommen noch! Hunderttausenden, sehr wichtigen Selbstständigen wird sehr bald die Luft ausgehen, die bekommen nur Betriebskosten und "dürfen" Hartz IV beantragen. Da werden hochspezialisierte Problemlöser wissentlich vernichtet, ja, so dramatisch ist es! Aktuell befinden wir uns in der Ruhe vor dem Sturm, bald muss man entscheiden, ob viele Millionen Kurzarbeiter, weiter KAG bekommen, oder in die Arbeitslosigkeit abrutschen. Großer Dank gilt unseren Medizinern und Pflegern, die haben mit viel Einsatz Großes geleistet. Die Politik hat Konzernen, die nicht zwingend Hilfe benötigten, viele Millarden gegeben und den in allen Branchen höchst wichtigen Spezialisten, die knifflige Probleme lösen und keine Lobbyisten haben in unfassbarer, wirtschaftlicher Kurzsichtigkeit nur Hart IV zum überleben angeboten.

Zur Hauptsache ..

.. war es doch wohl der Disziplin unserer Bevölkerung zu verdanken, dazu dem ohnehin vorhandenen "auf Distanz bleiben"- zumindest hier im kühleren Norden- wenn in Deutschland die Opferzahl gering blieb. Die Maskierung kam doch viel zu spät, weil - ganz platt gesagt - das Material fehlte. Vielleicht hat auch der durchweg gute Ernährungszustand eine positive Rolle gespielt - so wie auch unsere BKin. Die Forschung wird ja sicherlich noch mehr herausfinden und auch müssen, denn Corona wird noch lange mit uns sein.

@egleich, 23:03

Ist das alles, was Ihnen dazu einfällt? Verabsolutierung des "Amlebensein"?

Die es in unserer Gesellschaft noch nie gab und sonst auch an keiner Stelle gibt?

Bisschen dünn, nicht?

23:00 @Sausevind

Man muss den Föderalismus für verschiedene Themengebiete bzw. Arbeitsbereiche betrachten.

In der Schul-/Bildungspolitik ist er ressourcenfressend und bringt viel zu viele Differenzen zwischen den Bundesländern.
Die Anerkennung des Abiturs zwischen den Bundesländern ist Kleinkrieg.
Im Bildungssektor würde ich ihn abschaffen.

Es gibt auch viel Kleinkleckerei in der Verwaltung - die Gesundheitsämter
sind ein Beispiel. Keine einheitliche Software und in manchen BL, Regionen völlig überfordert.

wow

aber das unser Gesundheitswesen und die Industrie funktioniert, ist doch mitnichten Merkel und ihren Zuarbeitern zu verdanken. Politiker machen doch seid Jahren das falsch, was geht. Energiewende, Bvorratung von Schutzkleidung, und der Tönnieskomplex, um einiges rauszugreifen

22:58 von Nettie

<< Tatsächlich „zentral“ ist dagegen die reibungslose Kommunikation und der "durchgehende" bzw. ungehinderte Austausch zwischen all diesen „lokalen Institutionen“, um ü b e r a l l die Funktionsfähigkeit "übergreifender" bzw. "übergeordneter" Projekte (und die Möglichkeit zur demokratischen Abstimmung dortselbst über die) zu gewährleisten.<<

.-.-.-

Das ist eine gute Ergänzung zu den Vorteilen, die eine föderalistische Struktur an Instrumentarien bietet.

Dabei fällt mir der Spruch ein, den Studenten mir in der Zeit, als die Grünen gegründet wurden, sagten:

'Global denken, lokal handeln.'

Das ist jetzt 27 Jahre her, und es bewahrheitet sich auch jetzt wieder.

23:00 von Sausevind

«Bisher war ich für die Aufhebung unseres Föderalismus, vor allem in der Schulpolitik. Das muss ich jetzt hinterfragen.»

Es sind ja durchaus Nuancen möglich, was "Aufhebung" oder "Beibehaltung" von Föderalismus angeht. Nicht einheitlich über alle Zuständigkeitsbereiche von Föderalismus müsste / könnte / sollte einheitlich zum Besseren geändert werden.

In meinen Augen gar nicht in Bereichen, in denen Föderalismus schnellere & gezieltere & mehr differenzierte Handlungsmöglichkeiten "in Ausnahmsituationen" ermöglicht. Sei es wie aktuell bei Corona "Seuchenbekämpfung". Oder bei Naturkatastrophen, die in DEU ja eher selten, und mit weniger gravierenden Schäden als in vielen anderen Ländern sind. Zu Corona ist Föderalismus "ein echter Segen".

Schulpolitik ist ein ganz anderes Thema. "Ohne Akutfall", aber als so etwas wie ein sehr, sehr zäher Kaugummi, der seit Jahrzehnten hin & her gedehnt wird. Gäbe man hier Föderalismus auf.

Wie / was sollte Standard zur Vereinheitlichung sein …?

@22:38 von rossundreiter

//Ich glaube nicht, dass die psychosozialen Folgen in "lockereren" Ländern wie Schweden, GB oder Brasilien genauso schwerwiegend sein werden wie in Deutschland!//

Bei der spanischen Grippe war es in den USA jedenfalls so, dass die Städte, die sich für einen frühen vollständigen Lockdown entschieden hatten, sich wirtschaftlich schneller erholt hatten, als die, die es lockerer gesehen hatten.
Die Zukunft wird zeigen, wer am Ende wirschaftlich besser davonkommt.
Richtig ist, dass auch bei uns einiges aufgearbeitet werden muss. Ich denke da z.B. an den Bericht des jungen Mannes, der bei Lanz berichtet hat, wie es seinem an Corona verstorbenen Vater ergangen ist. Die medizinische Versorung war nicht immer optimal - vor allem auch außerhalb von Corona nicht.

//Und auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen://

Das ist wurscht. Natürlich freut man sich über Zuspruch, viel wichtiger aber ist Ehrlichkeit. Nur nicht verbiegen, um zu gefallen. So wichtig sind wir hier ja auch nich

Gesundheitssystem

Unser Gesundheitssytem ist halt eines der besten in der Welt. Oder lag es doch nur an unseren heiligen Königin ? Nein, ich glaube der Föderalismus tut unserem Land sehr gut. Das hat sich in dieser Krise gezeigt.

23:07 von schabernack

"Neben DEU steht JAP gut da.
Nicht 16 BL, aber 47 Präfekturen. Viel mehr föderal als DEU.
Wer versteht, dies zu nutzen, "ist sehr weit im Vorteil"."

.-.-.

Bestätigt einmal mehr, dass das Föderale in WIRKLICHEN Krisenzeiten dem rein Zentralistischen turmhoch überlegen ist.

23:07 von FritzF

"" Das Krisen Management war bisher einfach hervorragend. Großen Dank auch an unsere Kanzlerin, den Gesundheitsminister und dem bayerischen Ministerpräsidenten, die große Verantwortung auf sich genommen und schwere Entscheidungen getroffen haben.""
#
Genau so sehe ich es auch.Mit den Blick auf andere Staaten sind wir doch ganz gut damit fertig geworden und immer noch.

Der Einstieg in die scharfen Maßnahmen war nicht gut

Aktuell verhält sich D in der Tat rational und in vielen Dingen vorbildlich. Während Großveranstaltungen wegen des besonderen Risikos verboten sind, herrscht weitesgehend normaler Alltag. Die Bildung von Gruppen bis zu 10 beliebigen Personen ermöglicht, sofern man keinen Clubtourismus bevorzugt, für die meisten Menschen auch einen üblichen Urlaub.

Trotz sozialer Abfederung haben die massiven Beschränkungen von Mitte März bis zur Aufhebung der 2-Haushalts-Regel je nach Bundesland zwischen Ende Mai und Ende Juni aber massiven wirtschaftlichen, sozialen und psychischen Schaden verursacht. Das Fallen der Infektionszahlen ab Mitte März spricht deutlich dafür, dass die zuvor beschlossenen Maßnahmen ausreichend waren. Es bedurfte keiner Schließung der Geschäfte und der Speisegastronomie und es bedurfte auch nicht der psychisch problematischen strengen zur Vereinzelung führenden Kontaktsperre. Diese Maßnahmen haben viel Schaden, aber wenig Nutzen, gebracht.

Föderalismus

》... deutsche Föderalismus machte es auch möglich, dass am Ende der ersten Welle die Länder unterschiedlich schnell die strengen Maßnahmen lockerten, ergänzt Huber....《

Das passte einer Reihe von Politikern wie auch Bürgern, Foristen ja gar nicht. Da wurde auf den Föderalismus geschimpft, von Diskriminierung wurde geschrieben.
...

》... Sie können in Deutschland relativ leicht von Kurzarbeit wieder zu Normalarbeitszeiten umschalten. ...《

Die beiden Zitate stehen unmittelbar untereinander.
Was das 2. Mit Föderalismus zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Das haben im Wesentlichen die Unternehmen entschieden. Und ob jeder aus der Kurzarbeit wieder heraus kommt, ist nicht sicher.

Die Strukturen des Föderalismus und ihren Sinn muss man nach Arbeitsgebieten. In der Verwaltung gilt und gibt es viel zu verbessern, möglichst mit einheitlicher Software.

@23:00 von Sausevind

"Bisher war ich für die Aufhebung unseres Föderalismus, vor allem in der Schulpolitik.
Das muss ich jetzt hinterfragen."

Ich habe eben schon auf die Geschichte des jungen Mannes bei Lanz hingewiesen, dessen Vater an Corona gestorben ist.
Zumindest eine Schattenseite des Föderalismus wird m.E. bei der Vorgeschichte deutlich (Corona-Verdacht, Warten auf Test und Testergebnis und zwei Tage nach Ergebnis tot) .
Wenn man sich vorstellt, dass der Vater vielleicht noch leben könnte, wenn er nur in der Nachbarstadt gewohnt hätte...

@ um 22:34 von Adeo60

"Bewährtes Krisenmanagement der Regierung
Deutschland steht … auf Platz 2. Dies hat sicherlich eine Ursache im erfolgreichen Krisenmanagement der Bundesregierung. Kanzlerin Merkel hatte die Bürger deutlich auf die Gefahren hingewiesen und klare Verhaltensmaßnahmen kommuniziert (Mindestabstand, ergänzend Maskenschutz)."
.
Ich kann Ihr Lob nicht nachvollziehen. Beim Krisenmanagement der Kanzlerin gab es durchaus viel Luft nach oben. Großveranstaltungen fanden bis Anfang April statt und der Maskenschutz wurde gerade von der Kanzlerin abgetan. Ich erinnere mich noch, dass ich hier in einem Artikel, der das öffentliche Masken tragen als nicht sinnvoll darstellte, auf den positiven Effekt der Masken in Fernost hinwies. Einzig einen witzigen Kommentareschreiber, der auch gewitzt ist, konnte ich überzeugen. Später wurde sogar auf der Tagesschau gemutmaßt, dass eventuell auch das Essen von Reis Grund für die niedrigen Infektionszahlen in Fernost sein könnten. Ein 2. Platz muss nicht gut sein.

Gück

Nun könnte es daran auch liegen, dass unser Gesundheitssystem besser aufgestellt ist, wie in anderen Ländern. Überall musste gespart werden. Auch bei uns, dennoch nicht so extrem.

Es gibt Länder, auch in der EU, die die Sozialversicherungstechnik nicht Verstanden haben.
In westlicher Übersee, gesehen von Europa sowieso.

Meiner Meinung nach hatten wir bisher viel Glück gehabt.
1. weil wir hier in der BRD leben, und dieses Gesundheitssystem uns grundsätzlich schützt.

2. Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen wurden, auch wenn dieses bedeuten würde, dass die wirtschaftliche Leistung extrem eingeschränkt wurde.

3. Wir müssen zeigen, dass es auch vernünftiger gehen würde, wenn andere Staaten auch ein solidarische Gesundheitssystem beibehalten hätten.

Siehe Richtung West.

Aber hier mein Wunsch. Bleiben Sie alle gesund und vernünftig!

22:38 von rossundreiter

ZITAT: "Ich glaube nicht, dass die psychosozialen Folgen in "lockereren" Ländern wie Schweden, GB oder Brasilien genauso schwerwiegend sein werden wie in Deutschland! ZITAT ENDE.

Man könnte - mit etwas mehr Empathie - natürlich AUCH annehmen, dass die von Ihnen genannten psychosozialen Folgen von z.B. deutlich mehr Todesfällen durch eine - möglicherweise durch frühere oder aber strengere Massnahmen- vermeidbar gewesene - Infektion mit Sars-CoV 2 für die betroffenen Familien und Angehörigen noch deutlich schwerer wiegen.

Was "lockerere" Länder wie Schweden, GB und gerade auch Brasilien dann von ihrer "lockereren" Gangart haben, lässt sich ja anhand der mit CoVid19 eindeutig verknüpften Anzahl der Sterbefälle deutlich vergleichen.

Und dann nehmen Sie ihre Aussage und überlegen mal, wieviele Familien in den von Ihnen genannten Ländern durch den Tod Angehöriger schwer psychosozial belastet und betroffen sind.

22:38 von rossundreiter

«Und auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen:

Ich glaube nicht, dass die psychosozialen Folgen in "lockereren" Ländern wie Schweden, GB oder Brasilien genauso schwerwiegend sein werden wie in Deutschland!»

Nicht in 1. Linie "unbeliebt" machen Sie sich.
Es sich aber ganz sehr definitiv viel zu einfach.

Mit die denkbar schwersten "psycho-sozialen" Folgen sind Tote in der Familie. Um so gravierender die Folgen, wenn es "die Ernährer" der Familien sind, die corona-tot werden. Ganz sicher in Brasilien, Mexiko, Indien, und Ländern mit ähnlichen Gesundheits- & Sozialsystemen eines der ganz großen Probleme, das Hunderttausende & Millionen von Menschen betrifft.

Sehr, sehr vereinfachend gedacht. Wenn man bei Erwähnung von "psychosozialen Problemen" nicht einmal zu Idee & Einsicht gelangt. Dass gerade diese Fragestellung eine der mit dem stärksten Einfluss auf Gesellschaften ist.

Ich kann's nicht ändern, aber

Ich kann's nicht ändern, aber irgendwie gefällt mir diese Corona-Olympiade nicht. Jetzt fehlt nur noch der Medaillen-Spiegel.

23:38 von Ritchi

ZITAT: "Später wurde sogar auf der Tagesschau gemutmaßt, dass eventuell auch das Essen von Reis Grund für die niedrigen Infektionszahlen in Fernost sein könnten." ZITAT ENDE

Zu dieser - Ihrer - Aussage hätte ich doch gern die Verlinkung zu dem von Ihnen behaupteten Inhalt.

der Artikel

ist prädestiniert für die üblichen Foristen die ständig ausschließlich Lobeshymnen auf die Regierung anstimmen und unsere Kanzlerin gradezu vergöttern. Ja bisher sind wir ganz gut durch die Krise gekommen. Aber warten wir mal ab, das dicke Ende wird noch kommen, ganz bestimmt.

@schabernack, 23:39

Sie wissen genauso gut wie ich, dass es in den allerwenigsten Fällen die "Ernährer der Familien" sind, die "corona-tot werden"...

23:38 @Anna-Elisabeth

Ich denke, diese Testproblematik hat weniger mit Föderalismus zu tun,
sondern dass die meisten Gesundheitsämter unterbesetztund überfordert waren.

Deswegen oder auch wegen der "Anweisung", wer getestet werden darf, wurden eben auch schwere Fälle zu spät erkannt.

23:38 von Ritchi

"der Maskenschutz wurde gerade von der Kanzlerin abgetan."

,.,.,

Ich habe noch im Ohr, dass sie sinngemäß sagte:
'Wo ich den Abstand von 1,5 m nicht einhalten kann, setze ich die Maske auf.'

Dass Merkel den Maskenschutz ablehnt, wird hier ohne Ende behauptet.
Und der eine plappert es dem anderen nach.

Ich wäre mal dankbar für einen Beleg.

23:45 Anna-Elisabeth

Mir auch nicht.

Wo würde DEU stehen, wenn es uns vor Italien erwischt hätte?

Wir hatten viel Glück im Unglück, und das Vorgänger-Thema liegt mir noch schwer im Magen

um 23:39 von schabernack 22:38 von rossundreiter

"Sehr, sehr vereinfachend gedacht. Wenn man bei Erwähnung von "psychosozialen Problemen" nicht einmal zu Idee & Einsicht gelangt. Dass gerade diese Fragestellung eine der mit dem stärksten Einfluss auf Gesellschaften ist."

Leider ein weit verbreiteter Mangel in einem Land, in dem es Mitte der 50er "plötzlich" keine existenziellen Nöte mehr gab und psychosoziale Aspekte auf gemäßigte wirtschaftliche Probleme beschränkten,abgesehen von Gewalt an Kindern. Ich habe ein einziges Mal in meinem Leben Hunger gehabt unter Satten für nicht mal 24 Stunden. Ich mag mir nicht vorstellen was los ist, wenn es hier mal zu einer Krise kommmen sollte.

Darstellung: