Ihre Meinung zu: Corona-Bonus nur für Altenpflege: "Darüber müssen wir noch mal reden"

7. Juli 2020 - 15:54 Uhr

Für Mitarbeiter in der Altenpflege soll es als Anerkennung in der Corona-Pandemie nicht nur Beifall geben - sondern auch noch eine Extraprämie. Und was ist mit der Krankenpflege? Die Frage wird immer lauter gestellt.

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Kommentare

Ich krieg schon wieder zu viel

Da soll ein einmaliger(!) Bonus laut Frau Giffey also "auch zu mehr Gerechtigkeit führen und dieses Lohngefälle ein Stück weit abfangen". Wenn jemand auch nur 10 Jahre in der Altenpflege arbeitet, hat er somit eine Lohnerhöhung von 8,33€ pro Monat (bei 20 Jahren wohlgemerkt noch 4,17€ und mit jedem Jahr weniger). Das ist ja wirklich großzügig.
Die CSU wiederum möchte die Zahlung am liebsten auf die Krankenhäuser abwälzen:
"Ich würde mich freuen, wenn die Beschäftigten der Krankenhäuser […] von ihren Arbeitgebern auch eine monetäre Anerkennung erhielten". Das ist noch dreister. Man will das gar nicht geregelt haben, sondern man "würde sich freuen, wenn …". Wer würde bezweifeln, dass die Kliniken der CSU gerne diese Freude machen werden?
Die "Dankbarkeit" und die "Anerkennung" der Arbeit dieser Beschäftigten besteht, wie ich befürchtet habe, aus einem warmen Händedruck.

Corona Bonus idiotische Idee

Wer und was hat überhaupt diese "Idee" einer Bonuszahlung in die Welt gesetzt. Wer den Beruf eines Pflegers wählt muss Bereitschaft zum Helfenwollen mitbringen. Anständige Gehälter sind eher das Gradmesser. Niemand will das Finanzieren, also bleibt der Statusquo. Und im Übrigen hat schon lange eine Abqualifizierung des Berufes stattgefunden. Reformen werden boykottiert, im Gegenteil noch weiter abqualifiziert, indem man z. B. Altenpflege und Krankenpflege in einen Topf wirft. Kranke alte Menschen müssen qualifiziert von Krankenpflegepersonal auch im Pflegeheim versorgt werden. Altenpfleger dagegen ist ein Begleiter für normale Beschwerlichkeiten des Alters. Dies geht anscheinend nicht in die Köpfe. Und weder Altenpfleger noch Krankenpfleger sind Beschäftigungstherapeuten noch Seelsorger. Dies sollte ebenfalls kapiert werden. Leitende und anspruchsvolle Aufgaben sollten längst ein Studium erfordern wo dann eine angemessene Bezahlung dann konsequent ist. Das soll nicht sein?!

Das Problem ist, dass hier überhaupt über Geld gestritten wird. Damit kann man letztlich keiner Leistung "gerecht" werden - genausowenig, wie es einen allgemeingültigen Maßstab für einen "Belastungsgrad" geben kann. Was soll das sein? Es muss grundsätzlich möglich sein, Arbeitsbedingungen "zuzulassen", die es jedem ermöglichen, seine Arbeit nicht als "Belastung" zu empfinden (jedenfalls nicht überwiegend). Wobei zu berücksichtigen ist, dass unterschiedliche Arbeiten schon deshalb nicht vergleichbar sind, weil die individuellen Bedingungen bei jedem andere sind; was der eine, weil es ihm von seinen Interessen, Fähigkeiten und sonstigen Voraussetzungen her "liegt" richtig gerne macht, hasst der andere wie die Pest.

Es sollte bei jeder Arbeit NUR darauf ankommen, dass sie notwendig ist (also gemacht werden muss) - und zur Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt werden KANN und wird. Und dabei nicht auf irgendwelche "Kosten" geschaut werden, sondern nur darauf, dass es für alle "läuft".

Ich höre und sehe nur

Ich höre und sehe nur "Lauterbach", scheinbar ist er der "Experte" für alle Fragen.

Die 1500 wäre eh nur als ein Bonus zu sehen, legt eine Schüppe beim Gehalt zu. Es ist nötig!

31 Jahre Krankenpfleger

Nun mache ich das schon lange. Ich habe gespart um demnächst aus dem Beruf aussteigen zu können. Ich habe die komplette Coronazeit gearbeitet, keinen Cent mehr bekommen.
Bedeutet bei einer zweiten Welle: Ich steige aus. ( Auch wenn Laschet und Weil mir Zwangsarbeit androhen!)
Ich werde dann aber täglich klatschen!

Ungerecht

Ich gönne meinen Kollegen aus der Altenpflege diesen Bonus, von mir aus können sie auch 5000 € haben. Aber dass die, die auf den Intensivstationen wochenlang im Ganzkörpervollschutz mit FFP 2 Masken um das Leben der Coronapatienten gekämpft haben, nichts kriegen, das muss mir erst mal einer erklären. Kann das jemand?

Reiner Populismus

Was sind die aktuellen Fakten aus den Krankenhäusern?
In jedem Bundesland sind mehrere 10.000 Mediziner und Krankenschwestern in Kurzarbeit, weil die Krankenhäuser leer stehen. Die Auslastung der Krankenhäusern liegt bei rund 30 % und es steht ein massiver Personalabbau bevor.

Die Altenpflege hatte dagegen Ende März/Anfang April viele Patienten verloren, wenn der Corona-Virus in einer Einrichtung war. Aber das war auch eher selten.

Ich meine, man kann von Mitarbeitern in der Alten- und Krankenpflege durchaus mal verlangen, dass sie in Krisenzeiten etwas mehr leisten als gewöhnlich. Das haben übrigens viele in den letzten Monaten klaglos getan.

Einzig die Pflegebranche tönt wie seit Jahren am lautesten und will Cash sehen.
Ob es an der Gewerkschaft verdi liegt, die so Mitglieder gewinnen will?

Ueber diesen Bonus muessen wir in der Tat nochmal reden

Dass hier sehe ich auch so:

Corona-Bonus nur für Altenpflege: "Darüber müssen wir noch mal reden"

Denn die Krankenschwestern und Pfleger in den Krankenhäusern - die den Löwenanteil gestämmt haben - leer ausgehen zu lassen, ist eine Unverschämtheit. Und dem hier kann ich mich nur anschließen:

https://www.tagesschau.de/inland/corona-bonus-krankenpflege-101.html

Unterschied "nicht erklärbar"
Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen, Kordula Schulz-Asche, sagte der Zeitung: "Man kann den Menschen nicht erklären, warum die Bundesregierung nur in der Langzeitpflege den sogenannten Pflegebonus zahlen will."

Der Linke-Politiker Harald Weinberg forderte eine Ausweitung auf alle nichtärztlichen Berufe im Gesundheitswesen. "Enttäuschung und Ärger in der Kranken- und Behindertenpflege sind mehr als verständlich."

Die Krankenschwestern und Ärzte haben Ueberstunden en masse geschoben und dafuer sollten sie den Bonus auch bekommen.

Systemrelevant

Wie funktioniert das Zusammenleben? Gibt es überhaupt Arbeit, die nicht systemrelevant ist? Warum gibt es sie dann? Warum wird sie - nur vermutlich? - besser bezahlt?
Eine immer wieder befremdliche Diskussion, die wenig zielführend ist: Bezahlt man am Ende alle besser, ändert sich für niemanden etwas. Es geht wohl nur über eine Umverteilung. Aber das ist mit Marktwirtschaft unvereinbar und damit bäh.

@ Elfe12 (18:05): nein das kann niemand

hi Elfe12

Auch Ihnen kann ich mich nur absolut anschließen. Es ist egal ob die jetzt Pflegekräfte in der Altenpflege sind oder auf Intensivstationen in Krankenhäuser. Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind Krankenpfleger und damit haben sie alle einen Anspruch auf diesen Bonus. Denn die Krankenschwestern haben zum Teil ihr Leben fuer die Patienten riskiert genauso wie Ärzte. Einige von den Ärzten und Pflegern haben dafuer sogar ihr Leben gelassen.

https://tinyurl.com/ycr9xm6k
t-online: Sieben Mediziner und Pfleger mit Covid-19 gestorben 16.04.2020, 13:20 Uhr | mja, t-online.de

Von daher: nein, diese Ungleichheit kann niemand erklären.

Tatsächlich ist jedem ...

zu gönnen, daß es wenigstens eine kleine Anerkennung für die geleisteten Dienste wärend Corona gibt! ... Nicht weil es wirklich im Verhältnis zum tatsächlich geleisteten steht, sondern weil es dabei helfen könnte, die verlorene Erkenntnis darüber wieder in unserer Gesellschaft zu verankern, daß eben nicht alles was unseren Wohlstand und unsere Sicherheit ausmacht selbstverständlich ist, sondern auf Dienstleitungen aus der Gesellschaft heraus basiert. ... Nicht nur Politiker sondern wir Alle scheinen das nämlich, gedrängt durch den Zwang der selbstobtruierten, permanenten ökonomischen Optimierung heraus irgendwie vergessen zu haben.

Und somit bleibt zu hoffen, daß wir darüber vielleicht alle auch nochmal darüber anfangen nachzudenken, was eine Gesellschaft ausmacht, und warum sich der Mensch vor ein paar 10.000 Jahren dazu entschlossen hatte in Gemeinschaft zu leben. Auch wenns manchmal schwehr fällt: ... Egoismus und zügelloser Kapitalismus ist und bleibt eine Sackgasse!

Von Dongo 333

Das sehe ich auch so.
Werde mich auch bei der zweiten Welle auf den Balkon stellen und klatschen ebenso wie eine große Anzahl derer die systemrelevant durchgearbeitet haben. Denke mal das diejenigen welche die vielen Versprechungen erhalten haben und als Helden beklatscht wurden aber jetzt leer ausgehen bei der 2. Welle nicht mehr so engagiert sind. Von warmen Worten der Politiker kann man sich nichts kaufen.

@ eli / 17:30

... nun! Wir hätten gerade die Chance dies alles zusammen mal anzupacken und auf die Tagesordnung zu setzen. ... Dieser "Bonus"-Vorschlag zeigt immerhin, daß die Politik peinlich berührt war und schon mal erkannt hat, daß unzufriedene Pfleger und andere Dienstleister der Gesselschaft die Achilles-Pferse der Demokratie darstellen könnten. Somit ist klar, wie man diesen "Bonud" zu verstehen hat. ... Aber was machen wir nun daraus? ... Sind wir neidisch, weil bei uns in der Firma keiner nen Bonus zahlt, wenn man wieder mal die Karre aus dem Dreck gesogen hat? ... Oder erkennen wir, daß wir damit was die Politik über die vergangenen 3 Dekaden geschaffen hat falscch liegen und sorgen alle gemeinsam nun dafür, daß sich was ändert? ... Wo sind die lauten Gewerkschaften, Kapitalismuskritiker, Demokraten, Gesellschafts-Utopisten!? ... Alle noch ein wenig leise? So wird das wohl wieder nichts mit Anders, und auch zur Wahl - nächstes Jahr - wird wieder keiner mehr drüber reden.

18:05 von AbseitsDesMains...

Ich meine, man kann von Mitarbeitern in der Alten- und Krankenpflege durchaus mal verlangen, dass sie in Krisenzeiten etwas mehr leisten als gewöhnlich
.
warum ??
verlangt man das von anderen auch

die obgleich jahrelang bezahlt
wenn Not am Mann (Krisenzeit)
sich als Erntehelfer zu schade sind

@ Traurigerdemokrat / 17:55

... Ja! ... Lauterbach ist Gesundheitsexperte der SPD und damit durchaus relevant für diese Diskussion!

@Demokratieschützerin

Ganz ausnahmsweise stimme ich Ihnen in dieser Angelegenheit sogar ausdrücklich zu!

Insbesondere viele Ärzte, Alten- und KrankenpflegerInnen sind ja erst DURCH(!) die Behandlung von Corona Patienten ja SELBST an Corona erkrankt, und viele davon sind auch daran verstorben!

Deshalb ist eine Prämie für diese Leute auch vollkommen berechtigt!

@AbseitsDesMains

Verdienen die denn sonst so gut? Und ja, gefordert wird seit Jahren, nur wird ja nicht mehr bezahlt, wie in vielen anderen Berufsgrupppen. Anstatt ruhig mal zu arbeiten sollte man ruhig mal streiken, wie in anderen Berufsgruppen. Dann würde sicher mehr gezahlt!

Jeder der Steuern und Abgaben

Erwirtschaftet ist angesichts der Infrastruktur des Gesundheitswesens wohl ebenfalls systemrelevant.
Den ohne die fleißigen Abgabenzahler, hätte es vielleicht nur für ein System wie in Großbritannien gereicht ...

@dongo333

Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dafür das sie in dieser Zeit in ihrem Aufgabenbereich die Stange gehalten haben.
Das mag ein schwacher Trost sein aber ich kann das beurteilen,da ich hauptberuflich bei der F bin und auch in dieser Zeit Notfallrettung gefahren bin.
Ich weiß was Sie und alle die Pflegekräfte geleistet haben und leisten -Tag Täglich.
Meinen ehrlichen Dank also an sie

@ Rest / 18:11

"Wie funktioniert das Zusammenleben? Gibt es überhaupt Arbeit, die nicht systemrelevant ist? Warum gibt es sie dann? Warum wird sie - nur vermutlich? - besser bezahlt?"

... sehen wirs mal so: ... Die Diskussion ist vor allem deshalb aufgekommen, weil wir durch Corona nun irgendwie gemerkt haben, daß gewisse Dinge in Bezug auf das Funktionieren unserer Gesellschaft in den vergangen Jahren falsch gelaufen sind! ... Am stärksten erschrocken sind wohl die, die das zuletzt über Gesetze und Verordunungen zu verantworten haben. Nur, das allein wird nicht reichen um etwas zu ändern! ... Dies wird nur durch die gesamte Gesellschaft funktionieren!

@18:24 von Leberkas

Systemrelevant? Was soll das sein?

Meine Beobachtung war, dass sich etwa 20 % zu Beginn der Corona-Krise mit Attesten& Co. weggeduckt haben. Dazu zählt mit Abstrichen auch die Arbeit im "Home-Office", die häufig wenig nutzenstiftend war und in der akuten Notlage bei gleichzeitig ungewisser Informationslage zum Virus aus von den Arbeitgebern notgedrungen zugelassen wurde.

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Industrie, Polizei, Einzelhandel, Versorgung und sonstigen nicht-staatlichen Unternehmen hat durchgearbeitet und dafür gesorgt, dass der Laden läuft. Sie alle sind nicht-systemrelevant eingestuft. Ich finde es arrogant, dass sich die Pflegebranche mal wieder für etwas besonderes hält!

Darüber müssen wir noch mal reden?

Dann aber auch für Polizisten , Straßenbauarbeiter, Feuerwehrmänner, Busfahrer, Müllmänner, und am besten gleich für alle die Menschen die jeden Tag 8 Std. Ihren verandwortungsvollen Job machen oder?

Wenn ich von diesem Gefeilsche ...

... um den Bonus lese oder höre, bekomme ich eine ziemlich "dicken Hals" - bei einigen Kommentaren übriges auch.

Eine Schande ist das für DEU,
während ... , die Aufzählung erspare ich mir jetzt.

Es darf außerdem nicht bei den niedrigen Löhnen / Gehältern bleiben.

@Elfe12,
und wie lange mussten Sie ohne Schutzbekleidung pflegen?

Wie lange mussten Mediziner und Pfleger*innen schutzlos arbeiten?

Pflegebonus

für unsere Politiker, am 13 September sind Kommunalwahlen in NRW, von einen systemrelevanten Intensivpfleger, ich stehe vor euren Wahllokalen und ratet mal was ich machen werde??? Richtig Klatschen und den Wahlzettel zerreisen.

Ich bin froh, dass sich ...

... mit Herrn Lauterbach wenigstens ein Politiker stark für dieses Branche macht.

Die leeren Versprechen von Herrn Spahn kann ich schon nicht mehr hören.

Die vielen Millionen Euro für die App wären genau für Boni und überhaupt im Gesundheitswesen besser aufgehoben gewesen.

Bonuszahlungen

Nun ein Teil des Personals im Altenpflegeheim ist nicht "echter" Altenpfleger, sondern Altenpflegehelfer. Schneller ausgebildet und billiger.
Und so böse es jetzt klingt, höhere Qualifikation und damit einhergehend in der Regel höhere Verantwortung sollte in meinen Augen auch mit höherem Gehalt honoriert werden.
Die grundsätzliche Höhe des Gehaltes lasse ich jetzt mal unkommentiert. Das Interesse der Geschäftsführungen ist wie im Krankenhaus nun mal auf dem Fokus des Profits aufgebaut.

@18:14 von Demokratieschue... - Gefahren für Pflegende

"Einige von den Ärzten und Pflegern haben dafuer sogar ihr Leben gelassen."

Wie gefährlich die Behandlung für Ärzte und Pfleger sein kann, zeigte sich in Italien, wo es zumindest anfangs an Schutzkleidung gefehlt hat. Laut Ärzteblatt sind vom 11.3. – 9.4. in Italien 100 Ärzte an COVID19 gestorben.

Das waren bestimmt nicht alles Tattergreise mit Vorerkrankungen. Die länger andauernde Nähe zu Infizierten ist auch für jüngere gesunde Menschen gefährlich, wie sich bei den heimkehrenden Skifahrern aus Ischgl gezeigt hat.

Clemens Wendtner (Chefarzt am Klinikum Schwabing): „Ja. Einige der jungen Patienten, die wir behandeln, waren in Ischgl oder St. Anton Skifahren. … Manche sind danach vielleicht sogar im Alltag auf Sauerstoff angewiesen. Und ja, das kann auch jungen Menschen passieren.“

Versprechen

Es wurde gesagt alle Pflegekräfte erhalten eine Bonuszahlung.
Von Nachverhandeln hab ich nicht gehört-aber genau gewusst das de so passiert.
Schade

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Auch wenn ich allen einen Pflegebonus gönne, geht es in den Diskussionen immer nur um die Altenpflege und Krankenpflege.
Andere pflegerische Berufssparten scheinen komplett außen vor zu sein.
Mitarbeiter aus der Behindertenhilfe und werden grundsätzlich aus den Gesprächen ausgeschlossen. Dabei ist sowohl die psychische als auch die physische Belastung in den letzten Monaten beträchtlich gestiegen.

@18:36 von AbseitsDesMains...

stimmt schon, es sollten mehr Berufsgruppen einen Bonus bekommen, wie überhaupt über eine Lohngerechtigkeit sachlich diskutiert werden sollte, aber dennoch - die Pflegebranche im Zusammenhang mit Arroganz bringen oder wie Sie weiter oben schreiben:

"Einzig die Pflegebranche tönt wie seit Jahren am lautesten und will Cash sehen."

- scheint doch etwas stark formuliert - besser wäre doch, nicht spalten, sondern Schulterschluss mit den anderen Branchen...

@Sandmann

Steht doch klar im Artikel:
"Die Höhe der gestaffelten Prämie richtet sich nach FUNKTION und Arbeitszeit"

19:07 von Borley

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Auch wenn ich allen einen Pflegebonus gönne, geht es in den Diskussionen immer nur um die Altenpflege und Krankenpflege.
Andere pflegerische Berufssparten scheinen komplett außen vor zu sein.
Mitarbeiter aus der Behindertenhilfe und werden grundsätzlich aus den Gesprächen ausgeschlossen. Dabei ist sowohl die psychische als auch die physische Belastung in den letzten Monaten beträchtlich gestiegen.
///
*
*
Als Selbstpflegender einer Glioblastomopererierten kann ich bestätigen, das die psychische Belastung durch AVIB und AOK das Schlimmste sind.

Es stimmt, soziale Berufe wie eben Erzieher/innen...

...oder Kranken- und Altenpfleger/innen werden
miserabel für ihren Dienst an uns alle belohnt.

---

Vielleicht kann man Corona neben dem großen Fleischarbeiter-Skandal auch in diesen Berufsgruppen etwas Positives abgewinnen.

Der Gesellschaft würde es gut tun, auch wenn ich oder sie dafür etwas abgeben müßten.
Denn eines Tages trifft es fast jeden einmal.

Einfach nur unfair

Was soll das Ganze? Dann müsste ich als Informatiker doch erst recht damit kommen können, ich bin essentiell im heutigen Zeitalter, v.a. unter den Corona-Bedingungen (Video-Konferenzen, extra viel Online-Shopping, usw.). Ohne Computer würde doch alles zusammenbrechen. Wieso bekommen dann bitte nur bestimmte Berufe etwas? Das ist einfach nur unfair. Noch dazu, wo die Pflege doch sowieso schon mehr als gut bezahlt wird für einen Ausbildungsberuf. (Durchschnittsgehalt: 3400 brutto)

@17:08 von frosthorn - Die "Dankbarkeit" und die "Anerkennung"..

...der Arbeit dieser Beschäftigten besteht, wie ich befürchtet habe, aus einem warmen Händedruck.
Ihre Worte.

---

...aber dafür feucht.

Ich stimme Ihnen aber zu.

@dongo333..

Schön, wenn Sie aufhören können, Herr Kollege..
Ich bin noch nicht soweit..noch 9Jahre..

@alle..

Wären Sie nicht froh, im Krankheitsfall von ordentlich bezahltem und angesehenen Pflegepersonal versorgt zu werden?
Also bitte uns etwas gönnen, denn andere Berufsgruppen würden für unsere Gehälter oder Zulagen für Sonntags- und Nachtarbeit nicht mal morgens aufstehen..

Und wo war Kurzarbeit in Kliniken?
In unserer Gerontopsych jedenfalls nicht..

Eine mit uns befreundete

Eine mit uns befreundete Krankenschwester antwortete auf unsere Frage, ob sie sich unterbezahlt fühlt: Na klar würde ich mich über 100-200 Euro mehr pro Monat freuen, aber lieber wäre mir mehr Personal auf unserer Station!

Das ist seit Jahrzehnten bekannt......keine Regierung, egal welcher Farbe, hat diesen Zustand je verbessert.

Es wird über eine Einmalzahlung diskutiert, die noch in den Sternen steht...

Im Bereich Gesundheitswesen ist keine Partei glaubwürdig, weil keine die Zustände verändern mag.

@19:33 von FwtL3dx6

//Einfach nur unfair
Was soll das Ganze? Dann müsste ich als Informatiker doch erst recht damit kommen können, ich bin essentiell im heutigen Zeitalter, v.a. unter den Corona-Bedingungen (Video-Konferenzen, extra viel Online-Shopping, usw.). Ohne Computer würde doch alles zusammenbrechen. Wieso bekommen dann bitte nur bestimmte Berufe etwas? Das ist einfach nur unfair. Noch dazu, wo die Pflege doch sowieso schon mehr als gut bezahlt wird für einen Ausbildungsberuf. (Durchschnittsgehalt: 3400 brutto)//

Oh, Sie Armer. Dass aber auch niemand daran gedacht hat, dass auch Computer mit ihren Viren so wahnsinnig infektiös sein können und Sie mit Ihrer Arbeit an selbigem in tödlicher Gefahr schweben. Und dann auch noch diese Nacht- und Wochenenddienste und die vielen unbezahlten Überstunden der Informatiker.
Ich weiß ja nicht für wen Sie arbeiten, aber mein Neffe verdient als Informatiker wesentlich mehr – ganz ohne Schichtdienst und mit üppiger Bezahlung von Überstunden und Dienstwagen.

dieser "bonus"

ist ein schlag ins gesicht all derer, die sich tagtäglich aufopfern für die bedürftigen und kranken. ein schamloses almosen, ein feigenblatt der politik, um ihre untätigkeit der letzten jahrzehnte zu kaschieren.

@19:36 von Biocreature @17:08 von frosthorn -

//...der Arbeit dieser Beschäftigten besteht, wie ich befürchtet habe, aus einem warmen Händedruck.
Ihre Worte.

---

...aber dafür feucht.

Ich stimme Ihnen aber zu.//

Nein. Wo denken Sie hin. Händedruck geht nicht - wegen Corona. Ein paar Dankesworte im Newsletter sollten ja wohl reichen. Zumindest an unserer Uni-Klinik.

So schnell wird vergessen

Ja alle haben fein geklatscht, aber was schon damals viele befürchtet haben, es tut sich viel zu wenig. Die Pflegeberufe sollen weiterhin mit Almosen abgespeist werden. Gerade in Corona Zeiten hat sich doch gezeigt wo man motivierte Menschen braucht, aber zur Motivation gehört auch eine adäquate Bezahlung. Nur hier in der Pflege zögert man wieder viel zu sehr, weil es Geld kostet. Es wird höchste Zeit, daß hier auch mal ein Umdenken stattfindet.

@18:11 von REST

"Eine immer wieder befremdliche Diskussion, die wenig zielführend ist: Bezahlt man am Ende alle besser, ändert sich für niemanden etwas. Es geht wohl nur über eine Umverteilung. Aber das ist mit Marktwirtschaft unvereinbar und damit bäh."

Das Gesundheitswesen der (kapitalistischen!) Marktwirtschaft zu überlassen, war einer der größten politischen Fehler der vergangenen Jahre. Das ist wirklich "bäh".

@morgentau19..

Ja, das wäre gut..1 Mann mehr pro Schicht..aber das wird wohl so schnell nix werden..

Übrigens haben wir in Bayern 500€ Bonus bekommen, allerdings unter Angabe der Steuernummer..
Es wird also nicht steuerfrei ausgehen..

@20:18 von morgentau19

... da stimme ich Ihnen vollkommen zu, ich würde zusätzlich zu etwas mehr Gehalt auch für flexiblere Arbeitszeitkonten und vor allem garantierte planungssichere freie Tage plädieren, welche eine geregelte soziale Teilhabe zulassen, zum Beispiel im Verein oder wenigstens jedes zweite WE frei usw.

@18:05 von AbseitsDesMains...

"Ich meine, man kann von Mitarbeitern in der Alten- und Krankenpflege durchaus mal verlangen, dass sie in Krisenzeiten etwas mehr leisten als gewöhnlich. Das haben übrigens viele in den letzten Monaten klaglos getan."

Das tun sie ständig. Wieso? Weil der Personalschlüssel hier in Deutschland so schlecht ist. (Im OECD-Vergleich an letzter Stelle). Vielen geht es auch weniger um bessere Bezahlung als um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, von denen Sie ganz offensichtlich nicht den Schimmer einer Ahnung haben.

Die Bundesregierung erlaubt sich Frechheiten

"[... Fraktionsvorsitzende Georg Nüßlein (CSU): "Ich würde mich freuen, wenn die Beschäftigten der Krankenhäuser, die durch Covid-19 besonders belastet waren oder sind, von ihren Arbeitgebern auch eine monetäre Anerkennung erhielten" ...]"

Was soll das ?
Wieso kommen die Corona-Bonuszahlungen beim gesamten Pflegepersonal, wie in Krankenhäusern und häusliche Krankenpflege , Hospiz, etc. , nicht an ?

Hier wird wieder deutlich, dass - insbesondere und vorrangig - die wirtschaftlichen Probleme in den Unternehmen finanzielle Würdigung durch die Bundesregierung erhält.

Dabei waren es alle Beteiligten in den (u.a.) Krankenhäusern, in den Alten- u. Pflegeheimen, im Hospiz, Arztpraxen, welche den Corona-Gefahren ausgesetzt waren.

Dabei war es die Bundesregierung und die MPs und sonstige Verantwortliche, welche Anfang 2020 nix Sonderliches gegen Corona unternommen haben. Erst als der Tag an dem der Corona_Aschermittwoch_2020 kam, wurde langsam etwas in die Wege geleitet.

@ 18:52 von Leipzigerin59

"Die leeren Versprechen von Herrn Spahn kann ich schon nicht mehr hören."

Ich kann den überhaupt nicht mehr ertragen. Herr Lauterbach weiß wenigsten wovon er redet.

@20:18 von morgentau19

"Eine mit uns befreundete Krankenschwester antwortete auf unsere Frage, ob sie sich unterbezahlt fühlt: Na klar würde ich mich über 100-200 Euro mehr pro Monat freuen, aber lieber wäre mir mehr Personal auf unserer Station!"

Das würden wohl viele antworten. Der Personalmangel in vielen Krankenhausbereichen besteht schon sehr lange. Verschärft wurde die Situation noch durch den Wegfall der Zivildienstleistenden, die oftmals fester Bestandteil des Dienstplans waren.

@18:05 von AbseitsDesMains...

"... Die Auslastung der Krankenhäusern liegt bei rund 30 % und es steht ein massiver Personalabbau bevor ... Ich meine, man kann von Mitarbeitern in der Alten- und Krankenpflege durchaus mal verlangen, dass sie in Krisenzeiten etwas mehr leisten als gewöhnlich ... "

Hier hat jemand keine Ahnung.

Es geht darum, dass die Beschäftigten am Pat. hohem Ansteckungsrisiko und gesundheitlicher Schaden während der Arbeit ausgesetzt wurden.
Es werden Verdachtsmomente immer deutlicher, dass die Bundesregierung, die MPs, und die sonstigen Verantwortlichen, bereits Ende 2019 von der anrollenden Corona-Infektionswelle wussten. Gemacht haben sie zu dem Zeitpunkt nix.
Angeblich unbemerkt eingeschlagen hat die Corona-Infektionswelle bei den Krankenhäusern, Alten- u. Pflegeheimen, Hospiz, Arztpraxen, von Anfang 2020 bis zum Tag als der Corona_Aschermittwoch_2020 kam. Erst ab diesem Tag die Bundesregierung, die MPs, und die sonstigen Verantwortlichen, - offiziell sichtbar - tätig.

@18:24 von Leberkas Von Dongo 333

"Werde mich auch bei der zweiten Welle auf den Balkon stellen und klatschen ebenso wie eine große Anzahl derer die systemrelevant durchgearbeitet haben. Denke mal das diejenigen welche die vielen Versprechungen erhalten haben und als Helden beklatscht wurden aber jetzt leer ausgehen bei der 2. Welle nicht mehr so engagiert sind."

Und ich bin sicher, dass von denjenigen, die auf dem Balkon geklatscht haben, beim nächsten Streik einige wieder mit Wassereimern auf dem Balkon stehen, um sie über den Streikenden auszukippen.
(Selbst erlebt im Hamburger Stadtteil Eppendorf)

@18:05 von AbseitsDesMains...

"... Die Auslastung der Krankenhäusern liegt bei rund 30 % und es steht ein massiver Personalabbau bevor ..."

Hier ist offensichtlich jemanden völlig entgangen, dass Medikamente und Pflegematerial und medizinische Schutzausrüstung und auch Ersatzteile für medizinische Geräte u.a. auch in China hergestellt wurden und werden.

Seite der Corona-Zeit ist die Produktion und die Auslieferung z.B. zu den v.g. Dingen in China in das Stocken geraten.

Z.B. in den Krankenhäusern kommt nicht genügend Material an.

Zudem kommt, dass das Pflegepersonal selber krank geworden ist, sei es durch Corona oder durch Arbeitsüberbelastung.

Zudem gibt es z.B. in den Krankenhäuser und in den Alten- u. Pflegeheimen strenge Corona-Vorgaben. Das bedeutet, dass nicht so viele Pat. behandelt werden können, und in den Alten- u. Pflegeheimen nicht so viele Bewohner aufgenommen werden können.

Da darf es nicht verwundern, dass es in diesem Bereichen z.B. Kurzarbeit gibt ...

Berufsübergreifende Anspruchsgrundlage für Bonus schaffen

Wer entscheidet eigentlich welche Berufsgruppe sich wie für einen Bonus qualifiziert und welche nicht? Polizisten und Feuerwehrleute sind Retter. Menschen, die andere Menschen täglich pflegen retten auch Leben. Das betrifft Krankenschwestern ebenso wie Ärzte, Altenpfleger und auch Sozialarbeiter. Letztere werden im Alltag gar nicht wahrgenommen, arbeiten aber ebenso mit der Risikogruppe, pflegen, nähren, schützen, organisieren, beraten, retten Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Und vor allem tun sie das bei Menschen, mit denen die allermeisten Mitmenschen lieber gar nichts zu tun haben wollen. Letztlich profitiert davon aber die ganze Gesellschaft. Nur dass es niemand mitbekommt. Wenn also Boni, dann bitte nicht nur für einige wenige Berufsgruppen, sondern eine klare berufsübergreifende Anspruchsgrundlage für berufstätige Menschen, die existentiell wichtig sind in solch einer Krise!

Widerwärtiges geschacher

Es ist jetzt fast genau 3 Jahre her, das anlässlich des Wahlkampfgetöses zur letzten Bundestagswahl mehrere Regierungspolitiker live in irgendwelchen Talkshows zugesichert haben, etwas zur Verbesserung im Pflegebereich zu unternehmen.
Außer dass Herr Spahn in anderen Ländern nach Pflegepersonal gewildert hat, um hier die Bedingungen eben nicht zu verbessern, ist absolut nichts passiert.
Ich bin der festen Überzeugung, dass nur eine Spartengewerkschaft für Pflegepersonal mit hoher und kompromissloser Streikbereitschaft tatsächlich etwas verbessern kann.
Denn den Politikern ist nicht zu trauen. Das Geschacher um diese 1500€ zeigt das wieder ganz deutlich.

@20:29 von Frau Schmitt @20:18 von morgentau19

"...ich würde zusätzlich zu etwas mehr Gehalt auch für flexiblere Arbeitszeitkonten und vor allem garantierte planungssichere freie Tage plädieren, welche eine geregelte soziale Teilhabe zulassen, zum Beispiel im Verein oder wenigstens jedes zweite WE frei usw."

Ja, dieses häufige kurzfristige Einspringen für erkrankte Kollegen habe ich auch als sehr belastend empfunden. Ebenso die Schwierigkeiten mit einer geregelten sozialen Teilhabe. Mir war schon nach 10 Jahren klar, dass ich so nicht weitermachen will. Und selbst wenn ich noch jung wäre, würde ich sagen: Nie wieder!

20:48 von 0_Panik

"Hier hat jemand keine Ahnung."

AbseitsDesMainstreams meint, auch einmal etwas tiefer zu schauen und nicht alles nachzuplappern, was durch die Medien geistert. Das mag in Ihren Augen ungewöhnlich sein, aber immerhin lesen Sie es. Gut so!

Das Ärzteblatt vom 7. Mai berichtet: "Gesundheitswesen: 30.000 Beschäftigte in Hessen in Kurzarbeit", genau sind es 30.100 bei 700.000 Kurzarbeitern in Hessen insgesamt.
Krankenschwestern wollen inzwischen "auf intensiv" versetzt werden, weil es dort mehr Zulagen gibt, aber fast keine Patienten und man seine Ruhe hat.

17:30 von eli

Mit Sicherheit ist dieser Bonus gerechtfertigt. Viele Altenpflegekräfte haben, über das normale Maß hinaus, soziale Kontakte gemieden, um ihre Schutzbefohlenen zu schonen. Ich habe alle Einkäufe für meine Frau erledigt, nur dass sie nicht unter zu viele Menschen musste und sie arbeitet nur in der Verwaltung eines Alten und Pflegeheim. Was die Bezahlung von Alten- UND Pflegekräfte angeht, in beiden Bereichen ist diese beschämend für ein Land wie Deutschland! Eine Frechheit ausländische Kräfte abzuwerben und in ärmeren Staaten den Notstand zu exportieren! Nein, die Entlohnung ist nicht akzeptabel. Ich habe freiwillig Rettungsdienste gemacht, war im San Dienst der BW und als ich nach 12 Jahren abging, habe ich aus rein wirtschaftlichen Gründen der Pflege den Rücken gekehrt, obwohl es mir viel gegeben hat, anderen zu helfen. Angebot und Nachfrage regeln eben nicht immer den Preis. Gebt dem Pflegepersonal auch den Bonus, sie haben es ALLE verdient, wie ich finde noch viel viel mehr!!

18:03 von dongo333

Ich verstehe sie sehr gut. Leider gibt es nicht genügend Menschen, die die Arbeit in der Alten- und Krankenpflege richtig bewerten. Ich kenne Bulgarien und sehe, dass dort das Personal abgeworben wird und dort der Pflegenotstand Menschenleben kostet. Wenn das die Politik deutscher Parteien ist, um den niedrigen Lohn in Deutschland weiter halten zu können, um bei ihren Lobbyisten zu glänzen, wird mir übel. Ich möchte, dass die Pflege in allen Bereichen ORDENTLICH bezahlt wird. Ich bewundere sie und alle ihrer Kollegen und sage Danke! Ich weiß es ist nicht viel, aber was soll ich machen? Bei meiner nächsten Stimmabgabe werde ich achten welche Partei dieses Lohndumping weiter duldet.

Was viele befürchtet haben,

Was viele befürchtet haben, tritt ein: Das "Balkon-klatschen" war's dann schon, das System fährt weiter wie bisher, die Hierarchie dessen, was uns wichtig ist, bleibt unangetastet und unverändert. Daseinsvorsorge anders regeln? War da was? Schnee von gestern. Die Maschine läuft wie geschmiert - und fährt dann erst bei der zweiten Welle oder beim nächsten tödlichen Virus oder bei der schneller als gedacht und befürchteten ökologischen Katastrophe vor die so schön unschuldig weiß getünchte ... Wand.

Verlogenheit

Aha alle fordern etwas ohne dafür zu sorgen das es mehr für die erbrachte Leistung gibt.
Keiner im Gesundheitswesen kann diesen verlogenen Chor der Politik mehr hören.

Einige Naive dachten zu Corona logdown Zeiten es könnte sich endlich seit Beginn des Kaputtsparens dank Seehofer als Bubdesgesundheitsminister in den 90ern endlich etwas ändern...

Denkste im Gegenteil.

Nur ein kleines Beispiel die Vergütung für den für alle . " Seehofer.., PCR Covid19 Test ist in der letzten Woche entgegen der Stimmen derer in Kliniken, Labors,Praxen erbringen vonn59 auf 39 Euro abgesenkt worden.

Wie kann man ein mehr verlangen wenn man seit 20 bis 25 Jahre. Jede Leistung immer schlechter bewertet?

Niemand will das absolute Machtmonopol in der sogenannten Selbstverwaltung ändern .
Denn bei den Kassen gibt prima Plstchen nach der Politikkarriere.

PS: Der Schutzschirm für Aerzte Kliniken die ja die Gehälter bezahlen...eine Illusion, warten,warten...
Kurzarbeitergeld auch Denkste..

um 21:34 von andererseits

Ist denn schon 2022? Wenn nicht, verstehe ich den Beitrag nicht. Es muss erst Zeit vergehen, damit man folgern kann, dass nicht getan worden ist.

21:31 von Defender411

das ist Globalisierung
wir kriegen Ärzte aus Ost/Südosteuropa
unsere gehen nach Schweden und Norwegen

@AbseitsdesMains

Ich lade Sie gerne mal ein in der Pflege bei mir mitzuarbeiten. Danach werden Sie vielleicht Wortlaute wie die "Arroganz sich für etwas besseres zu halten" unterlassen. Und glauben Sie mir, in ein paar Jahren wären Sie froh man hätte viel eher dafür gesorgt, dass genug Leute in der Pflege arbeiten..... Es wird uns alle betreffen. Jede Gesellschaftsschicht. Und dann spielt es keine Rolle mehr ob Sie viel oder wenig besitzen. Alt und Krank werden wir alle. Und ein Recht auf würdige Versorgung sollte allen in der Gesellschaft zustehen. Gruß aus der Krankenpflege

es ist nur noch zum Davonlaufen

was soll dieses ständige Ausspielen der einzelnen Berufsgruppen?!? völlig wurscht, welche Ausbildung man letztendlich hat, den Bonus hätten alle gleichermaßen verdient. Es sollte auch egal sein, ob Pflegeheim, Krankenhaus oder ambulante Pflege und auch in welchem Bundesland man tagtäglich seine Arbeit verrichtet. Aber nein, nicht alle Bundesländer haben bisher eine Regelung erlassen, spielt fröhlich weiter stationär und ambulant gegeneinander aus, vergisst ganze Berufszweige..da habt ihr eure
"Alltagshelden", jetzt bitte alle einmal klatschen! Warum ist meine Arbeit in Berlin nicht ebenso viel wert wie z.B. in Baden-Württemberg?
Wir haben zu Beginn massiv Patienten aus den Kliniken in die ambulante Versorgung übernommen um dort Platz für Notfallpatienten zu schaffen. Die erste und einzige Schutzmaskenlieferung (200Stück Op und 150 FFP2 für 20 Pflegekräfte) haben wir Mitte Mai (!!) erhalten, hätten unsre Mütter uns nicht eigene Masken genäht, wären wir ohne dagestanden !

21:35 @oooohhhh

Wer genau hat denn die Vergütung abgesenkt?

Das BGM oder die KBVen?

Herr Seehofer hat sicher nichts
damit zu tun.

21:39 von MartinBlank

Lohnanpassungen brauchen keine zwei Jahre, wenn alle Beteiligten es wirklich wollen! Über Jahre wurde geglaubt, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber das Gehalt selbst aushandeln können. Bedacht hat die Politik nicht, dass die Arbeitgeberseite immer die stärkere ist, mit dem Resultat, dass Löhne, gerade in Pflegeberufen, beschämend sind. Würde es mit rechten Dingen zugehen, würden Angebot (Pflegepersonal) und Nachfrage (Bedarf an Pflegepersonal) den Lohn steigen lassen! Nein, man wirbt Personal aus Ländern ab, in denen die Gehälter noch schlechter sind! Menschenverachtend, da dort dann Patienten sterben, weil Personal fehlt! Das Problem, arme Länder können nicht mehr zahlen!!

@21:31 von Defender411 18:03 von dongo333

"Ich bewundere sie und alle ihrer Kollegen und sage Danke! Ich weiß es ist nicht viel, aber was soll ich machen?"

Doch. Ein "Danke" misst man ja nicht in Geld. Ein ehrliches "Danke" tut gut und motiviert zum Weitermachen. War bei mir jedenfalls immer so. Ich hatte in meinem späteren Job (als Medizinisch-Technische Assistentin) in einer Untersuchungsabteilung auch immer mit Patienten zutun. Ich habe jedes Mal über ein Danke gefreut.
Und wenn dann die Tochter eines älteren Patienten ihrem schon leicht dementen Vater sagt: "Du wolltest ihr doch unbedingt etwas schenken, nun kannst Du's ihr geben." und man dann eine liebevoll eingepackte Bonbontüte bekommt, da könnten einem fast die Tränen kommen.

Es handelt sich....

...um eine Einmalzahlung.

Nach der coronakise sind die Gehälter wieder ganz unten.

Wi3 man es von d kennt

21:13 von AbseitsDesMains...

20:48 von 0_Panik

"Hier hat jemand keine Ahnung."

AbseitsDesMainstreams meint, auch einmal etwas tiefer zu schauen und nicht alles nachzuplappern, was durch die Medien geistert. Das mag in Ihren Augen ungewöhnlich sein, aber immerhin lesen Sie es. Gut so!

Das Ärzteblatt vom 7. Mai berichtet: "Gesundheitswesen: 30.000 Beschäftigte in Hessen in Kurzarbeit", genau sind es 30.100 bei 700.000 Kurzarbeitern in Hessen insgesamt.
Krankenschwestern wollen inzwischen "auf intensiv" versetzt werden, weil es dort mehr Zulagen gibt, aber fast keine Patienten und man seine Ruhe hat
///

*
Wieviel Erzieher oder Pisajobber waren zu 100% versorgt zuhause?
*
Kann man es da anderen durch den
Staat unter dem besonderen Schutz als Dienstherren privilegierten Staatdienern übelnehmen, wenn Sie das als Selbstverständlichkeit betrachten.
*
Können ja nicht alle Steuergelder erwirtschaften, aber immer noch besser als komplett leistungslose Zeitgenossen?
*

21:45 von Jujus11

Und ein Recht auf würdige Versorgung sollte allen in der Gesellschaft zustehen
Es wird uns alle betreffen. Jede Gesellschaftsschicht
.
wohl wahr
ebenso wie jeder sich einbringen sollte bei dieser selbstverständlichen Aufgabe
jede Gesellschaftsschicht

21:43 von Sisyphos3

Nein, dass ist Dummheit! Würden Pflegekräfte gut bezahlt, müssten sie Deutschland nicht verlassen. In diesem Punkt bin ich Gegner der Globalisierung, es profitiert nur ein kleiner Kreis von Menschen, von dieser Art Ausbeutung. Würde die Politik in Deutschland richtig funktionieren, würde man den Pflegekonzernen verbieten Personal aus anderen Ländern zu importieren und diese Verpflichten den Beruf finanziell ordentlich zu bezahlen. Wir haben NICHTS davon, wenn arme EU Länder Personell ausbluten und als Billigarbeitsmarkt ausgebeutet werden. Diese werden dann zunehmend EU kritisch. Zu Recht, wie ich finde! Wir schaffen Arbeitsplätze in Nicht-EU Länder, statt die schwachen EU Länder mit neuen Arbeitsplätzen zu helfen. Das ist keine Globalisierung, das ist Kapitalismus in seiner schlimmsten Form. Asozial und was Pflege angeht, menschenverachtend!!

Wenig verständlich

Also ich habe mich von Anfang an gefragt, warum Altenpfleger nun einen Bonus wegen Corona bekommen sollen? Das ist doch etwas skurril.
.
Wenn man erkannt hat, dass diese Arbeit mehr Wert ist, dann müssen die Gehälter dauerhaft steigen, und zwar auf Kosten von uns allen. Das ist durchaus ok.
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Aber so eine Einmalzahlung ist doch keine Lösung. Zudem auch ungerecht. Denn immerhin haben auch viele viele andere ihren Job ganz normal weiter gemacht.
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Nicht alle Jobs konnten ins Home Office verlegt werden. Das sind jetzt die Deppen der Krise.
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Also fair finde ich das nicht, denn wir brauchen auch Busfahrer, Handwerker, Müllabfuhr, etc. etc.
.
All jene, die in der Krisenzeit mehr als nötig gearbeitet haben und sich täglich dem Risiko einer Infektion ausgesetzt haben, sollten mindestens auch mal Anerkennung dafür erhalten.
.
Aber für die kommt nichts, schade.

21:48 von palliativpfleger

Vollkommen richtig was sie einwerfen! Aber für die Politik ist genau dieses gegeneinander ausspielen wichtig, es lenkt vom eigentlichen Problem, der schlechten Vergütung ab und man kann die Hände wieder in den Schoß legen. Widerlich, da haben sie recht!

Ärzte?

Welche Anerkennung bekommen eigentlich Ärzte, die unter denselben Bedingungen und Einschränkungen sowie Belastungen arbeiten? Mit dem Unterschied, dass ihre Schichten selten nach 8 Std., sondern häufig nach 10, 12 oder auch gerne noch 24 Stunden enden. Ich finde es nicht in Ordnung, dass diese Berufsgruppe, die teilweise, und nicht nur zu Corona-Zeiten, bis an den Rand ihrer Belastbarkeit auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit, Sozialleben, Familie etc. arbeitet, in keinster Weise bei dieser Diskussion erwähnt, geschweige denn berücksichtigt wird. Was wären wir denn ohne die Ärzte??

 21:48 @palliativpfleger

Ihre Arbeit in Berlin ist ganz sicher
genau so viel wert, nur in Berlin wird zu
viel Geld verplempert (z.B. BER).

Leider können Sie sich von meinen Worten nichts kaufen.

Es ist eine Ungleichbehandlung der verschiedenen Pflegekräfte und generell eine zu geringe Wertschätzung.

Beschämend.

21:51 von Leipzigerin59

Ja, Politiker sind nie verantwortlich, sie finden immer jemanden, den sie verantwortlich machen können. Und da sind sie so kreativ, dass sie für Fehler, im Nachhinein auch noch belohnt werden. Genial, der Normalbürger wird im Arbeitsleben für seine Fehler sofort und manchmal zu hart bestraft, der Politiker kommt in Aufsichtsräte großer Unternehmen oder bekommen Pöstchen im EU Parlament. Jeder Politiker, der gegen die schlechte Bezahlung in der Pflege NICHT vorgeht, begeht einen großen Fehler und ist seines Amtes nicht würdig!!

Boris.1945

Aber die meisten Lehrer*innen haben
zu Hause gearbeitet.
Bitte dies mal nicht ganz ignorieren.

Erzieher*innen in KiTas sind nicht alle
zu 100% versorgt worden.
Die gehören nämlich nicht alle zum ÖD.

Außerdem sind nicht alle Lehrer*innen verbeamtet.

um 21:59 von Defender411

Die Probleme sind bekannt und sind von mir in keiner Weise bestritten oder heruntergespielt worden; die Auflistung war daher unnötig. Ja, es dauert seine Zeit. So war es schon immer. Also wie gesagt. Man kann jetzt warnen; warnen ist immer gut. Aber wer jetzt schon sagt: "Das war's, da kommt nichts", der erzeugt eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Unfähig zu kleiner Geste

Was als Geste der Anerkennung (und, indirekt eingestanden, als Ausdruck schlechten Gewissens) gedacht war, hat die Bundesregierung durch fehlende Großzügigkeit in eine menschlich beschähmende Debatte überführt.
Hier fehlen Größe und Empathie - altertümlich formuliert: Charakter.
Mag der Bonus auch kommen, als "Gnadenakt wider Willen" hat er nun einen schalen Beigeschmack.

Bitte kein Politiker-Blamieren

@ Defender411:
Aber für die Politik ist genau dieses gegeneinander ausspielen wichtig, es lenkt vom eigentlichen Problem, der schlechten Vergütung ab

Das kann ich so nicht gelten lassen. Ich war selbst mal in der Kommunalpolitik tätig und wir haben immer alles nach besten Wissen und Gewissen versucht zu lösen. Und das ist sicher auch auf den höheren Ebenen so, da sollte man unseren Politikern ohne Belege nichts unterstellen.

22:12 von Defender411

In diesem Punkt bin ich Gegner der Globalisierung
.
ich bin in jeder Beziehung Gegner der Globalisierung

mag ja für den Einzelnen aus persönlichen Gründen vorteilhaft sein ins Ausland zum Arbeiten zu gehen
ob es in Skandinavien jetzt mehr Kohle gibt bezweifle ich
wohl aber werden die Arbeitsbedingungen besser sein
aus Osteuropa Arbeitskräfte abzuwerben nur weil wir keine ausbilden die Kosten sparen ...
inakzeptabel, auf Kosten der dortigen Gesellschaften zu leben
und wenn wir aus Entwicklungsländern Menschen herholen, studieren lassen und die bleiben dann hier
mag das ja menschlich verständlich und nachvollziehbar sein
aber irgendwo meine ich hat man auch Verantwortung den Menschen dort gegenüber

22:17 von Fridolin13

sondern häufig nach 10, 12 oder auch gerne noch 24 Stunden enden.
.
das wundert mich allerdings auch
meine Arbeitszeit endete spätestens nach 10 Stunden - wenn nicht gerade die Fabrik abbrennt
ein Arzt soll 24 Stunden Dienst tun ?
also ich weiß nicht so recht, wenn der erschöpft ist und müde vergisst ne Schere im Bauchraum
ist das wohl was anderes als wenn ich ein Werkzeug falsch berechne
oder den falschen Preis in eine Bestellung schreibe

Ärzte bekommen viel mehr Anerkennung

@ Fridolin13:
Welche Anerkennung bekommen eigentlich Ärzte, die unter denselben Bedingungen und Einschränkungen sowie Belastungen arbeiten? Mit dem Unterschied, dass ihre Schichten selten nach 8 Std., sondern häufig nach 10, 12 oder auch gerne noch 24 Stunden enden.

Das machen aber nur junge Ärzte, die noch keine eigene Praxis haben. Ein Schulfreund von mir ist Kardiologe in einer Gemeinschaftspraxis. Er arbeitet an drei Tagen die Woche von 8 bis 16 Uhr und an einem Tag von 8 bis 12 Uhr. Und das Jahresgehalt ist vermutlich trotzdem sechsstellig. Netto.

Jene die ehrliche Leistung abliefern

Sind jene die leise ihre Pflicht erfüllen.
Und dafür werden sie von der Gesellschaft gerne übersehen,oder sogar wissentlich ausgeblendet.
Die Zustände auf Deutschen LKW Parkplätzen kann jeder sehen.
Niemand kann sich herausreden und sagen er hätte nichts gewusst.

Solcherlei Unwuchten führen zu Vertrauenskrisen in den Staat.
Dauern sie länger ist das der Anfang vom Ende.

Bonus ist eine fragwürdige Idee

Dieser einmalige Bonus war vielleicht gut gemeint, ist aber eine Bumerang-Idee. Bei den Begünstigten sorgt er nicht unbedingt für Dankbarkeit (was eigentlich das Mindeste wäre), sondern nur für Kontroversen, für Schimpfen auf die Politik und für weitere Forderungen.

22:17 von Fridolin13

"" Welche Anerkennung bekommen eigentlich Ärzte, die unter denselben Bedingungen und Einschränkungen sowie Belastungen arbeiten? Mit dem Unterschied, dass ihre Schichten selten nach 8 Std., sondern häufig nach 10, 12 oder auch gerne noch 24 Stunden enden. Ich finde es nicht in Ordnung, dass diese Berufsgruppe, die teilweise, und nicht nur zu Corona-Zeiten, bis an den Rand ihrer Belastbarkeit auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit, Sozialleben, Familie etc. arbeitet, in keinster Weise bei dieser Diskussion erwähnt, geschweige denn berücksichtigt wird. Was wären wir denn ohne die Ärzte??""
#
Hier stimme ich völlig zu,denn die Ärzte/in haben in ihren Dienst und noch mehr in der Corona Krise alles gut gemacht.Das sollte man auch einmal anerkennen.

Die Menschen verdienen nicht nichts

@ Elfe12:
Aber dass die, die auf den Intensivstationen wochenlang im Ganzkörpervollschutz mit FFP 2 Masken um das Leben der Coronapatienten gekämpft haben, nichts kriegen, das muss mir erst mal einer erklären. Kann das jemand?

Nein. Aber was meinen Sie mit "nichts"? Hat man denen nicht ihr Gehalt überwiesen?

Dankbarkeit? Fehlanzeige

@ oooohhhh:

Verlogenheit. Aha alle fordern etwas ohne dafür zu sorgen das es mehr für die erbrachte Leistung gibt. Keiner im Gesundheitswesen kann diesen verlogenen Chor der Politik mehr hören.

Es war ein Fehler, diesen Bonus auszuloben. Denn der Dank ist in diesem Lande nur ein Herziehen über die Politik. Ich kann gut verstehen, dass langsam niemand mehr in die Politik will.

Fader Beigeschmack

Der angekündigte Bonus für das Pflegepersonal sorgt doch nur für einen faden Beigeschmack. Wirklich dankbar ist da doch niemand. Man hätte mit dem Geld etwas sinnvolleres anfangen können.

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