Ihre Meinung zu: Indien und Bangladesch: Mindestens 22 Tote durch Zyklon "Amphan"

21. Mai 2020 - 6:26 Uhr

Mit viel Regen und Wind ist Zyklon "Amphan" in Indien und Bangladesch auf Land getroffen. Mindestens 22 Menschen starben. Mehr als drei Millionen Menschen waren in Notunterkünfte geflüchtet.

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Kommentare

Doppelt getroffen

Man kann nur hoffen, dass das Unwetter schnell vorbei ist und die vielen Millionen Betroffenen einigermaßen glimpflich davonkommen. Als hätten die nicht auch ohne Corona nicht schon mehr als genug Probleme („Betroffen sind unter anderem die dicht besiedelte Stadt Kolkata im Nordosten Indiens mit ihren 15 Millionen Einwohnern und Küstenregionen mit vielen schlecht gebauten Hütten. Im Tagesverlauf am Donnerstag wurden der indischen Meteorologiebehörde und dem Katastrophenschutz zufolge weitere heftige Regenfälle, Gewitter und Sturmböen erwartet. (...) Die Corona-Pandemie macht die große Evakuierung noch schwieriger als sonst. Um Abstand zu gewährleisten, stellten Behörden beider Länder nach eigenen Angaben mehr Notunterkünfte zur Verfügung als sonst bei solchen Stürmen. Es würden etwa leerstehende Schulen genutzt. Doch mehr Gebäude zu finden, sei schwierig gewesen, da einige Notunterkünfte zurzeit als Quarantäne-Gebäude oder temporäre Unterkünfte für gestrandete Wanderarbeiter dienten“).

mit vielen schlecht gebauten Hütten

... hat auch gewisse Vorteile
die sind schnell kaputt
aber ebenso schnell auch wieder aufgebaut
mit einfachsten Mitteln (Bambus / Palmblätter) und einer Technik die jeder kennt
Ob die Anzahl der Zyklone zunahm, Anzahl und Heftigkeit müssen Klimaforscher sagen
aber 1960 lebten weniger als 50 Mill Menschen dort, aktuell sind es 160 Mill
vielleicht muß eine so stark gewachsene Bevölkerung sich auch dort ansiedeln,
wo früher kein Mensch gesiedelt hätte, eben der Gefahr von Überschwemmung direkt am Fluß

@8:32 von Sisyphos3

„… vielleicht muß eine so stark gewachsene Bevölkerung sich auch dort ansiedeln,
wo früher kein Mensch gesiedelt hätte, eben der Gefahr von Überschwemmung direkt am Fluß“

Vielleicht muss sich eine Bevölkerung - zumal wenn es ihr schon seit Jahrzehnten und länger so schlecht geht, dass nicht einmal die einfachsten Grundbedürfnisse befriedigt werden können - auch nicht in diesem Umfang vermehren. Das erscheint mir schon ziemlich verantwortungslos.

Mindestens 15 Tote durch...

Ja, man könnte trefflich über die Raumansprüche der gestiegenen Bevölkerung philosophieren oder über Armut und Wetterkatastrophen - aber erinnern wir uns an die Folgen der Sturmfluten der Nordsee, auch dort gibt es eine beachtliche Nennung von Opfern und Sachschäden.

08:32 von Sisyphos3

«… aber 1960 lebten weniger als 50 Mill Menschen dort, aktuell sind es 160 Mill
vielleicht muß eine so stark gewachsene Bevölkerung sich auch dort ansiedeln,
wo früher kein Mensch gesiedelt hätte, eben der Gefahr von Überschwemmung direkt am Fluß.»

Ist in Bangladesh sicherlich der Fall.

Auch die Siedlungsbegiete in Richtung der Mangrovenwälder der "Sunderbans" haben (deutlich) zugenommen … und nehmen weiterhin zu.

Andererseits münden mit Brahmaputra + Ganges zwei der Ganz Großen Flüsse in Asien in Bangladesh ins Meer. Die Hauptstadt Dhaka liegt nur 6 Meter über dem Meeresspiegel. Ca. 90% der Landesfläche sind Tiefland mit kaum höheren Erhebungen.

Ist wohl kein anderes Land weltweit, in dem geographisch-topographisch derart ungünstige Gegebenheiten hinsichtlich Taifunen + Überschwemmungen sind, wie in Bangladesh.

Wo sollen die Menschen auch siedeln … wenn quasi überall im Land Flüsse, Sümpfe, Tiefland auf ± Meereshöhe sind / ist.
Noch dazu in einer Bucht mit ± 600 km Küste …

Meterhohe Flutwellen überlagern die Coronaangst

Drei Millionen Menschen mussten in Indien und Bangladesch in Sicherheit gebracht werden.
Abstandhalten , Mundschutz und andere Schutzmaßnahmen gegen Ansteckungen mit Sars-CoV-2 werden da schnell nebensächlich.
Zunächst das "nackte Leben" retten ist das Motto. In Kriegsgebieten wird es nicht anders sein.
Hoffentlich gelingt es bald, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln.
Damit könnten wir auch diesen Menschen helfen, falls sie verstärkt von Covid-19 betroffen sein sollten.

@ 09:21 schabernack

"…Ist wohl kein anderes Land weltweit, in dem geographisch-topographisch derart ungünstige Gegebenheiten hinsichtlich Taifunen + Überschwemmungen sind, wie in Bangladesh.…"
.
Nicht zu vergessen die knapp 900.000 Flüchtlinge dort, die unter erbärmlichen Zuständen leben müssen. Ich habe den Eindruck, dass diese Flüchtlinge hier in Deutschland völlig vergessen sind. Ganz sicher haben diese Flüchtlinge mehr Aufmerksamkeit verdient. Und Hilfe.

09:43 von Ritchi

«Nicht zu vergessen die knapp 900.000 Flüchtlinge dort, die unter erbärmlichen Zuständen leben müssen. Ich habe den Eindruck, dass diese Flüchtlinge hier in Deutschland völlig vergessen sind. Ganz sicher haben diese Flüchtlinge mehr Aufmerksamkeit verdient. Und Hilfe.»

Völlig richtig.
"Aber wie immer & überall".

Die Ärmsten der Armen sind auch die Vegessensten der Vergessenen.
Und gleichzeitig die am schlimmsten Betroffenen aller Betroffenen.

Corona Vergleich Indien Deutschland

Sind sich die Kommentatoren sicher, dass die Corona-Situation in Indien so dramatisch ist?
Zugegeben, Indien hat gestern doppelt so viele Tote wie Deutschland gehabt. Aber verteilt auf 1,3 Milliarden Menschen. In den letzten 7 Tagen gab es in Deutschland 0,78 Tote pro Million, in Indien 0,09.

@dondolo006

Wieviel Tests pro Million werden denn -im Vergleich zu hier- in Indien gemacht? Und wieviel Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt es derzeit dort mit aus Gründen der Vergleichbarkeit hochgerechneter Testrate?

Dass Anzahl und Heftigkeit

Dass Anzahl und Heftigkeit der Hurricane, Zyklone, Monsumregenmengen, Überschwemmungen etc dramatisch zunehmen, ist längst wissenschaftlich erwiesen.

Die Armut der Menschen, die in schlecht gebauten Hütten leben, als "Vorteil" gesundzubeten, könnte man auch zynisch verstehen.

09:03 von Egleichhmalf

Zitat:"Vielleicht muss sich eine Bevölkerung - zumal wenn es ihr schon seit Jahrzehnten und länger so schlecht geht, dass nicht einmal die einfachsten Grundbedürfnisse befriedigt werden können - auch nicht in diesem Umfang vermehren. Das erscheint mir schon ziemlich verantwortungslos."

Und mir erscheint Ihr Kommentar ungewöhnlich zynisch. Schon mal was vom "demographischen Paradox" gehört? Die von Ihnen als "verantwortungslos" bezeichnete Verhaltensweise hat seit Anbeginn der Menschheit unser Überleben gesichert und ist erst durch den wachsenden Reichtum in den industrialisierten Staaten durch ein anderes Reproduktionsverhalten abgelöst worden. Zu diesen Staaten und deren Lebensbedingungen gehört Bangladesh aber eher nicht...

@ 09:03 von Egleichhmalf

Mir wird regelmäßig übel, wenn ich kalt-distanzierte überhebliche Kommentare lese, die nicht Armut und Hunger bekämpfen wollen, sondern buchstäblich die Armen aushungern wollen, indem man ihnen sagt, sie sollen sich nicht vermehren.
Es gehört eigentlich zur normalen Bildung bei uns dazu, die Zusammenhänge zu kennen: Arme Familien bekommen mehr Kinder, weil es einerseits eine Form der sozialen Absicherung ist (incl der verheerenden Folgen von Kinderarbeit) und es ihnen andererseits an Aufklärung, Verhütungsmöglichkeiten und Bildung mangelt, und weil sie eine geringe soziale Stellung haben. Und - aufs erste paradox, aufs zweite nur noch tragisch: Auch die höhere Kindersterblichkeit trägt zum Bevölkerungswachstum bei; in existentiell bedrohten Familien, die schlecht Zugang zum Gesundheitssystem wie zu sauberem Trinkwasser und gesunder Ernährung haben, weiß kein Vater und keine Mutter, welche ihrer Kinder das 12. Lebensjahr überleben.

@ Egleichmalf, um 09:03

“Vielleicht muss sich eine Bevölkerung...auch nicht in diesem Umfang vermehren. Das erscheint mir schon ziemlich verantwortungslos.“

Das ist schon harter Tobak, was Sie da äußern.

Stellen Sie sich vor:
Da gibt es einen, der Egleichmalf heißt - und dann kommt jemand und sagt, das erschiene ihm schon ziemlich verantwortungslos...

Nicht schön.

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Warum es die Leute dort ans Meer zieht

ist z. B. die Abwrackindustrie. Also unser Wohlstandsmüll im erweiterten Sinn. "under the best working conditions". Wie groß ist die Lebenserwartung dort? Der Resourcenverbrauch pro Leben? Das müsste man in eine Kennziffer einarbeiten bevor man den "Karnickelvergleich mit Küstendrang" aus der blauen Mottenkiste holt.

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