Ihre Meinung zu: Finanzgipfel in Brüssel ohne Ergebnis beendet

21. Februar 2020 - 19:58 Uhr

Auch ein Vermittlungsversuch von Deutschland und Frankreich hat nichts mehr gebracht: Der Sondergipfel hat keine Lösung im Haushaltsstreit der Europäischen Union gebracht. Das Treffen wurde ohne Einigung beendet.

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Kommentare

Finanzgipfel in Brüssel ohne Ergebnis beendet

Finanzgipfel in Brüssel ohne Ergebnis beendet

Ich wüsste nicht, wann jemals ein Gipfel mit einem Ergebnis endete.

Ich verwende als Synonym für "Gipfel" das Wort "Fressgelage".

Was soll denn dieses

ganze herumgeeiere. Jeder weiss doch, wie dieser Haushaltsstreit ausgeht. Genauso wie jeder halbwegs Vernünftige weiss, wie Streiks ausgehen, obwohl man immer Nächtelang verhandelt hat. Deutschland wird mit Abstand den größten Anteil übernehmen. Und die Nehmerländer werden etwas weniger bekommen.

wer hätte das gedacht

wenn deutschland nicht bezahlt, sind alle anderen verstimmt. selbst der grosse franzose wollte ja viel weniger einzahlem, weil er uns mit seinem flugzeugträger beschützt

Streitund kein Ergebnis?

Streit ist gut und notwendig, doch wenn es ums Geld geht wird es sehr schwierig.
War den GB Nettozahler weil eine so große Lücke ist?

Warum wird das fehlende

Warum wird das fehlende britische Geld nicht einfach gleichmäßig eingespart?

als ,, ehemaliger " EU Bürger

sieht man solche Probleme gelassen

Ein Stuhl leer, viele Fragen offen

Es wäre verwunderlich, wenn es schnell und glatt über die Bühne gehen würde. Ohne GB bleibt nicht nur ein Stuhl leer, sonden auch viele Fragen offen.

Mich würde z. Bsp. interessieren welche Rolle GB weiterhin oder eben nicht weiterhin beim airbus projekt spielt. GB lieferte bislang Turbinen von Rolls Royce. Wer kriegt jetzt den Großauftrag?

Eine Gruppe egoistischer Staaten?

Aus der Ferne betrachtet (und ich hoffe, dass ich einigermassen auf dem Laufenden bin):

- 9 verbliebenen Netto-zahlern stehen 17 Netto- Empfaenger gegenueber, bei 4 ca. Netto-Neutralen
- auf er Einnahmeseite sind ca. 7 Mrd netto weggefallen
- also muessen entweder die Empfaenger entsprechend weniger nehmen oder die Zahlenden entsprechend mehr zahlen oder Beides (das waere gesunder Menschenverstand)

Die Infos sind uebrigens Stand 2018 und ueber BPB und statista zusammengestoppelt.

Entnehme ich es den Nachrichten richtig, dass die Netto-Empfaenger sich aktuell erdreisten sogar MEHR zu VERLANGEN, anstatt froh zu sein, wenn nicht zu viel gekuerzt wird?

Was ein solches Verhalten mit einer Union zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. Vielmehr sieht es von ausserhalb so aus, als waere die EU geteilt in viele egoistische Einzelstaaten mit einer Vorteilsnahme-Mentalitaet und einige Staaten, die das ausbaden muessen/sollen.

Das sieht nach einem 'Europa ist am Ende' aus, oder nicht?

Nettozahler dürfen nur eins....zahlen.

Von den Nettozahlern wird wohl zu viel erwartet. Politisches Entgegenkommen, Verwässerung der Grundsätze der EU, absolut kein Verständnis für Flüchtlingsaufnahme. Und jetzt wird mit dreister Selbstverständlichkeit versucht dauerhafte finanzielle Forderungen durch zu setzen ohne das nur eine Spur einer Änderung im sachlichen Programm der EU akzeptiert wird. Unbegreiflich das man nicht versteht das die EU mit dieser Vorgangweise und einem Agrarprogramm nicht Überlebensfähig ist. Diese Tagung hätte man sich ersparen können.

Die Empfängerländer wollen

Die Empfängerländer wollen mehr Geld?
Mit welchem Recht?
Ich will auch mehr Geld!
Die Kredite sind doch gerade so günstig.....

Schwierig...

Wenn Länder wie Ungarn mehr Geld bekommen wollen und gleichzeitig die Einhaltung der Regeln in Frage stellen (darum gab es in der Vergangenheit bekanntlich Streit und deswegen sollen Verstöße ja auch Folgen haben).

Ich weiß, man kann das aus beiden Richtungen auch dreist und eine Art Diktat der anderen nennen. Gleichzeitig standen die Regeln und Mechanismen ja für allem beim Eintritt fest.

Aus dem (sehr guten)

Aus dem (sehr guten) Kommentar von Ralph Sina:
Merkel hat jetzt die einmalige Chance, aus der Finanznot eine EU-Tugend zu machen: Mit der Unterstützung der Sparfüchse und Frankreichs muss die Kanzlerin darauf bestehen, dass die großen Geldempfänger der EU namens Polen und Ungarn von der Milliarden-Subventionsliste der EU gestrichen werden, solange sie elementare Grundrechte mit Füßen treten.

Das ist sowas von richtig... :)
Aber ob Frau Merkel daran wirklich ein Interesse hat ? Ich bezweifle es. Leider ist sie offenbar die einzige, die die `Macht´ dazu hätte.
Doch wer weiß, vielleicht kann das ihr Vermächtnis werden: Die EU von wenigstens einem ihrer vielen Fehler zu befreien.

P.S.: Da man meinen Kommentar heute Nachmittag nicht durchgelassen hat: In dem hatte ich explizit von `Regierungen´ geschrieben. Die sind natürlich auch jetzt gemeint ! Nicht die Länder oder gar die Bevölkerung dieser an sich. Nur dass da keine Missverständnisse aufkommen.

Hier wird vieles nicht gesagt oder geschrieben.

Wieviel der Subventionen fließen zurück in die Geberländer? Bei Agrarsubventionen sind das Milliarden, weil in den beschimpften Ostblockländern mittlerweile 10 und mehr Prozent der Anbauflächen den Geberländern gehören - moderner Kolonialismus. Dadurch fließen die Subventionen an die Großagrarier von z.B. Österreich und Deutschland.
Der Steuerzahler in den Geberländern zahlt und die Reichen in den Geberländern kassieren die Subventionen. Für die Nehmerländer sind viele Subventionen nicht mehr als ein durchlaufender Posten, der natürlich ihrer Wirtschaft hilft. Warum produziert dann Audi und Mercedes in dem bösen Ungarn - weil es billige und gute Fachkräfte gibt und üppig Subventionen fließen. Für Deutschland ist das also eine win-win-Situation. Da sollte man nicht sinnlos hetzen, sondern sich die Gegebenheiten erst einmal vor Ort genau anschauen.
Und wegen der win-win-Situation werden weiterhin Subventionen gezahlt und die Geberländer können entrüstet tun - alles nur Show.

re barbarossa 2

" Deutschland wird mit Abstand den größten Anteil übernehmen."

Wenn Sie die Nachrichten dazu wenigstens oberflächlich verfolgt hätten wüßten Sie immerhin, dass die Länderbeiträge nicht nach Lust und Großzügigkeit aufgebracht werden, sondern als Prozentanteil vom BIP.

Aber wer sich gar nicht für Fakten interessiert, sondern nur für's Deutschland- und EU Bashing, der kommt natürlich ohne aus.

re lucinda-in-tenebris

"Mich würde z. Bsp. interessieren welche Rolle GB weiterhin oder eben nicht weiterhin beim airbus projekt spielt. GB lieferte bislang Turbinen von Rolls Royce. Wer kriegt jetzt den Großauftrag?"

Was haben denn Lieferaufträge damit zu tun, ob GB in der EU ist oder nicht?

Ein Flugzeug von Airbus besteht aus ziemlich vielen Teilen, die aus der ganzen Welt kommen.

20:24, gogol

>>als ,, ehemaliger " EU Bürger
sieht man solche Probleme gelassen<<

Auch als nicht ehemaliger.

Ich zumindest.

Kein Freibier für alle!

In vielen osteuropäischen Ländern gibt es Korruption. Hier versickert das EU-Geld schneller als Wasser im Sand.
In Spanien wurden Millionen für Hafenausbau, Autobahnen, Bahnstecken für Cadiz investiert, diese Infrastruktur braucht kein Mensch.
Europa subventioniert Millionen die Landwirtschaft, statt in die Zukunft.
Solange Deutsches Geld sinnlos verschwendet wird und es keine wirksame Kontrolle existiert, darf Deutschland nicht noch mehr zahlen.

Schluss mit den Agrarsubventionen

Schon in meiner Oberstufenzeit vor 40 Jahren haben wir festgestellt wohin diese Subventionen führen werden.Nämlich zu einer einzigen Schweinerei.Und genau so ist es ja auch gekommen.Nein wir brauchen das Geld für einen New Deal.Und der kann nur lauten:Der Neue Deal wird ein grüner Deal oder unsere Kinder gehen alle vor die Hunde.Ökologie und Ökonomie müssen zusammengeführt werden.Wir haben den Markt und fähige Techniker dafür.Die alten Seilschaften müssen ausgeschaltet werden,damit das Neue endlich aufblühen kann.

Hochnotpeinlich, ...

... wenn Europa weniger Geld bekommen soll als die nationalen Verteidigungshaushalte ebenda! Letztere könnten gut und gern längst ganz zusammengestrichen werden, Militär wird im 21. Jahrhundert nämlich definitiv nicht mehr gebraucht – Europa aber tut uns allen weiterhin bitterlich not...

@ 21:05 von YinYangFish

"Gleichzeitig standen die Regeln und Mechanismen ja für allem beim Eintritt fest."
.
Nun ja, nicht ganz.
Beim Eintritt von Ungarn 2004 in die EU konnte noch keiner ahnen, dass Frau Merkel 2015 eigene Regeln schafft.....

@rareri

"Ich verwende als Synonym für "Gipfel" das Wort "Fressgelage"."

Womit Sie nichts weiter tun als zu beweisen, dass Ihnen an auch nur halbwegs sachlicher Diskussion überhaupt nichts gelegen ist, sondern Sie stattdessen lieber sinnlos herumpöbeln.

@ 21:21 von karwandler

barbarossa 2:
" Deutschland wird mit Abstand den größten Anteil übernehmen."

karwandler:
Wenn Sie die Nachrichten dazu wenigstens oberflächlich verfolgt hätten wüßten Sie immerhin, dass die Länderbeiträge nicht nach Lust und Großzügigkeit aufgebracht werden, sondern als Prozentanteil vom BIP.

Gewiss.

Und das BIP Deutschlands ist nun einmal das größte innerhalb der EU.

Die Aussage des von Ihnen überheblich abgewatschten Users ist also korrekt. (Über das 'mit Abstand' mag man sich gern auseinandersetzen.)

Was soll insofern Ihre etwas sinnbefreite Replik auf eine völlig zutreffende Aussage?

Versuchen Sie bitte einmal, zumindest hier im Kommentarbereich den Begriff 'Diskussionskultur' ernst zu nehmen, auch wenn Ihnen - und mir - die politische Haltung eines Forumsteilnehmers wenig konveniert.

21:25 von karwandler

re lucinda-in-tenebris

"Mich würde z. Bsp. interessieren welche Rolle GB weiterhin oder eben nicht weiterhin beim airbus projekt spielt. GB lieferte bislang Turbinen von Rolls Royce. Wer kriegt jetzt den Großauftrag?"

Was haben denn Lieferaufträge damit zu tun, ob GB in der EU ist oder nicht?

Ein Flugzeug von Airbus besteht aus ziemlich vielen Teilen, die aus der ganzen Welt kommen.
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Damit haben Sie die Frage ja ausführlich beantwortet.
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Aber das Turbinen zum Fliegen gebraucht werden, das kann man erstmal vernachlässigen?
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Darstellung: